Football Finance

Valentina Maceri über ihren Werdegang, Feminismus und Fußball 🚺⚽️ | Football Finance | Folge 8

Montag, 24. März 2025 · 48 min

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Shownotes

Wir sprachen mit einer der besten Sportmoderatorinnen im deutschsprachigen Raum über ihre Anfänge im Fußball-Business, ihre Karriere als Profi und den Grund für den frühen Wechsel in den Journalismus. Sie erzählte uns von ihrem großen Traum, ihrem Verhältnis zu Geld und wie sie mit Hass und Beleidigungen im Netz umgeht. Außerdem übte sie starke Kritik am modernen Feminismus und wir sprachen ausführlich über ihr erstes eigenes Buch, welches am 13.05.2025 unter dem Namen „FUCK Female Empowerment - der große Irrtum des modernen Feminismus“ überall erscheinen wird. Viel Spaß beim Hören und Schauen! ⚽️💰

📸 Quelle: Sven Mandel

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Herzlich Willkommen zu Football Finance. Heute auch wieder mit unserem Finanzexperten Michael Bauer. Der hat ja beim letzten Mal in Dortmund ist so n bisschen was schief gegangen. Bei Michael Rummenigge war ich dann doch allein gesessen, heute ist er wieder mit dabei und natürlich auch unser heutiger heutiger Gast.

Sie ist eine der besten Sportmoderatorinnen im deutschsprachigen Raum. Weil Jugendnationalspielerin beim DFB, hat als Fußballprofi in Deutschland und Italien gespielt, moderiert nach Stationen bei Sport 1 und Bild aktuell die Champions League beim Schweizer Sender Blue Sport und wird in wenigen Wochen ihr erstes Buch veröffentlichen, über das und vieles mehr sprechen wir jetzt zusammen mit Valentina Maceri herzlich willkommen.

Danke fürs Kommen, danke für die Einladung. Freut uns sehr, dass du hier bei uns bist und auch vielen Dank muss man sagen an deine Eltern, dass wir hier im Dahugo dahugo Entschuldigung in Nürnberg, das Ganze in. Aufnehmen dürfen also beim nächsten Nürnberg Trip auf jeden Fall einplanen italienisches. Anrufen und reservieren.

Genau vorher anrufen muss. Raus. Genau italienisches Restaurant und schließt auch gleich meine erste Frage an Thema Eltern und Family, du bist ja viel unterwegs, wir haben auch vorher telefoniert, Zürich ist ein Thema jetzt auch mit der Baula League in Berlin, Nürnberg wohnen die Eltern noch kommst du ursprünglich her Mailand.

Deine Schwester lebt glaube ich, zwischen Würzburg und Frankfurt ungefähr in der Nähe. Wie oft seht ihr euch eigentlich noch als Family, wie oft nehmt ihr euch die Zeit? Also wir nehmen uns die Zeit oft. Die Zeit bleibt aber nicht so häufig. Meistens bin ich diejenige, die dann alle besucht, weil ich ja ohnehin viel unterwegs bin und nicht so ortsgebunden, also meine Eltern mit dem Restaurant, die können natürlich nicht weg, sehr klar. Ich bin relativ flexibel, was das betrifft, weil ich wie gesagt einfach viel unterwegs bin und meistens bin dann ich diejenige, die entweder meine Schwester besucht oder meine Eltern besucht, weil es dann doch irgendwo immer auf dem Weg liegt, also zum Beispiel, wenn

ich jetzt von Berlin Richtung Zürich muss, dann halte ich in Nürnberg oder halte ich kurz mal in Frankfurt und gehe meine Schwester besuchen, also ich glaube, es ist immer eine Frage der Priorität, wie wichtig ist dir deine Family und ich sage immer für das, was einem wichtig ist, nimmt man sich die Zeit und. Und insofern würde ich schon behaupten, dass wir uns aufziehen.

Weil Ende 224 habe ich glaube ich ein Interview gelesen. Da hast du auch, weil wir gerade über die Wohnorte sprechen, glaube ich, auch ein Wohnort in Mailand gesucht, damals vielleicht jetzt auch schon einen gefunden. Wo ist denn aktuell für dich dein zu Hause, was würdest du sagen? Ich würde sagen in Hotels.

O. K. Aber so ja schon Nürnberg im Moment häufiger dann bei meiner Schwester, die lebt zusammen mit ihrem Freund, die veräppeln mich schon immer, die sagen, ich bin deren WG Mitbewohnerin, wenn ich dann mal da bin, aber ja, Heimat würde ich sagen, bleibt und ist wahrscheinlich immer Nürnberg. Weil ich hier aufgewachsen bin, weil meine Eltern hier sind. Mein Hund ist bei meinen Eltern, meine Tanten, meine Onkels sind hier und deswegen würde ich schon behaupten, Nürnberg ist Heimat und ansonsten wie gesagt, bin ich einfach vielen Hotels. Zu Hause, in Hotels und Heimat in Nürnberg, das wäre jetzt auch die Anschlussfrage gewesen, wo deine Heimat liegt, aber dann ist es weiterhin deine Heimatstadt. Ja, im Sommer.

Wie gesagt plane ich nach Mailand zu ziehen. Ich habe noch keine Wohnung gefunden, sobald ich eine habe ich. Da steht noch der Plan. Steht noch aus. OK, dann war war ich richtig informiert, ja. Kann mich da gern die Woche mal umschauen. Ja, gerne. Wenn. Ich zum Länderspiel in Mailand bin. Wenn du jemanden kennst, der jemanden kennt, der jemanden kennt.

Ich habe auch noch so ein 2 italienisch Brocken aus der Schule, also schauen wir mal. Da kriegen wir was hin. Ja, Louis hat es vorhin in der Begrüßung schon kurz angedeutet. Du warst selbst auch Berufi. Und der Start in den Vereinsfußball hat sich aber verzögert und ich glaube, deine Eltern waren jetzt auch nicht so der größte Fan von.

Kannst du uns da mal ein paar Einblicke geben? Also zur Verteidigung meiner Eltern würde ich sagen, die waren anfangs nicht die größten Fans, aber dann, als es losging, waren sie meine größten Fans. Es war so, dass sie ursprünglich als ich klein war. War das Thema Frauenfußball auch noch nicht so gängig wie heute? Das muss man auch dazu sagen, sondern dass eine Frau Fußball gespielt hat oder ein Mädchen Fußball gespielt hat, war die absolute Ausnahme.

Es gab damals in in dem Raum Nürnberg, Fürth 2. Es waren Julia Simmitsch und ich und. Und insofern waren meine Eltern nicht sonderlich begeistert von meinem Traum, Fußballerin zu werden, weil A gab es wenig Perspektive, B war es in ihren Augen kein femininer Sport, sondern ein maskuliner Sport, den Mädchen nicht ausüben sollten, sondern Mädchen sollten Sportarten machen wie tanzen, Ballett, meine Mutter hat Rhythmische Sportgymnastik gemacht, Kunstturnen, solche Sportarten waren in deren Augen damals das, was zu einem Mädchen passt.

Aber. Mein Cousin hat mich immer mitgenommen, der war schuld daran, dass ich diese Liebe zum Sport, zu diesem Sport entwickelt habe, und für mich gab es dann eigentlich nur das. Also ich war fanatisch, ich habe Fußballspielen geliebt, für mich gab es nichts anderes als Fußball, und dann musste ich meine Eltern halt damit abfinden, irgendwann. Auf welchem Weg wurdest du dann entdeckt? Sozusagen oder auch mal in den Verein vielleicht eingeladen? Ich glaube, da gibt es eine ganz witzige Geschichte, habe ich auch gelesen.

Ja, auf dem Schulhof. Als ich alleine gespielt habe und trainiert habe, hat mich ein Trainer spielen sehen. Von einer Mädelsmannschaft Post ist von Nürnberg damals und hatte mich dann angesprochen, ob ich denn schon in dem Verein aktiv sei und ich hatte ihm dann geantwortet, leider nicht, weil es meine Eltern nicht wollen und er hatte dann die glorreiche Idee mal mit meinen Eltern darüber zu sprechen und sie zu überreden, dann habe ich ihm gesagt, viel Glück.

So gerne probieren. Ich versuche es seit Jahren, aber wenn du es schaffen solltest, I'm in und dann hat er nach der Telefonnummer Festnetz noch damals von meinen Eltern gefragt, hat bei uns zu Hause angerufen, kam dann vorbei auf einen Kaffee und hat sie dann überredet, aber auch nur wie gesagt, weil es eine Mädchen reine Mädchen Mannschaft war und das war dann so sag ich mal der Kompromiss den meine Eltern noch für sich vereinbaren konnten und so hat das Ganze dann seinen Lauf genommen. Was ich dann bemerkenswert eben Fande, sind gerade noch beim Thema Profifußballerin.

Du hast dann, wenn wir ein paar Jahre. Jahre weitergehen mit 1718 glaube ich schon. Zweite Liga gespielt bei kreiszeit 1616 sogar schon, also mit wirklich jungen Jahren, bist dann mit 19 nach deinem Abitur nach Italien gewechselt, hast auch gerade gesagt, warst dann wirklich profifußballerin, also hast dich nur auf den Sport konzentriert haben zu dem Zeitpunkt auch Champions League gespielt, also hast auch 4 Champions League Partien glaube ich und. Hast dann gesagt, in einem Interview hat es dann eigentlich auch einen ganz aussichtsreichen Blick auf eine vielleicht gute, bisher gute Karriere und hast dich dann mit 20 Jahren gegen den Fußball entschieden, sondern für die Karriere, die du eben jetzt sehr, sehr erfolgreich

gehst. Was hat damals den Ausschlag gegeben? Weil das ist mit 20 Jahren ja schon ungewöhnlich, sage ich mal. Ja, es war also, es war durchaus so, dass. Ich die Perspektive nicht gesehen habe, die andere vielleicht gesehen haben. Also klar hätte ich ne aussichtsreiche Karriere vor mir gehabt mit Sicherheit.

Verona wär mit Sicherheit auch nicht meine letzte Station gewesen, aber es war so, dass in dem Jahr, als ich nur Fußball gespielt hab, hab ich mir auch n bisschen Gedanken gemacht über meine Zukunft. Weil es noch heute aktuell so ist, dass du als Frauenfußballerin zwar, sagen wir mal bei, wenn du bei den Top 3 Clubs in jedem Land spielst, davon leben kannst, auch ganz ordentlich, aber du verdienst bei weitem bei weitem nicht das, was im Männerfußball fließt.

Das heißt, du kannst dir nicht sonderlich viel auf Seite legen, nach der Karriere ausgesorgt zu haben, ist nahezu unmöglich, viele arbeiten nebenbei noch entweder Full oder Part Time Jobs, oder? Und zu meiner Zeit war es dann so, als ich mir Gedanken über meine Zukunft gemacht habe, war es so, dass der Vertrag von diversen Spielerinnen in meiner Mannschaft, die so um die 30 waren, nicht verlängert wurde und die standen dann halt mit nichts da, obwohl sie eine super Karriere hatten, also die Waren in der Nationalmannschaft, die haben WMS gespielt, die haben Ems gespielt, die haben Titel gewonnen, die hatten individuelle Auszeichnungen gewonnen und nichtsdestotrotz waren die dann, als es vorbei

war, weil sie halt in Anführungszeichen für den Fußball zumindest zu alt waren, mit Anfang 30 Mitte 30. Standen die wieso vor dem nichts, also vor von von der Wende, von dem Wendepunkt in ihrem Leben, und das mit in einem Alter, in dem du normalerweise in der blühe deines Lebens sein solltest? Und das hat mir so ein bisschen die Augen geöffnet, und es war zu der Zeit für mich so, wenn ich fußballübertragungen angeschaut hab, dass es mich gestört hat, dass ich ich persönlich gemerkt habe, dass oftmals. Es sind aber nicht nur Frauen, sondern auch bei Männern ist es ganz häufig der Fall.

Die Fragen, die gestellt wurden, an die Spieler nur auswendig gelernt waren oder dass die Frauen, die am Spielfeldrand waren, nicht ernst genommen wurden. Und da habe ich für mich einfach das Ziel gesteckt, das zu verändern, weil ich glaube, dass wenn du aus dem Fußball kommst, hast du natürlich eine. Andere Perspektive auf viele Dinge du kannst Situationen besser einschätzen, du hast ein Gefühl dafür, wie fühlt man sich, wenn man in der 90 Minute noch ein Tor kassiert, wie fühlt man sich, wenn man zu Unrecht eine gelbe oder eine rote Karte bekommt, wie fühlt man sich, wenn man auf dem Spielfilm mit irgendeinem Spieler streitet oder mit dem Schiedsrichter streitet oder vom Trainer ausgewechselt wird etc. Und dann habe ich für mich

gesagt, es wäre cool, wenn es mal eine Frau gäbe, die in diesem Business wirklich ernst genommen wird und mitsprechen kann. Und mittlerweile gibt es ja durchaus nicht nur mich, sondern mehrere. Auch ich bin ein großer Freund von Esther, das ist, glaube ich kein Geheimnis, die das super macht auch.

Mit die. Das super macht auch mit Schweini und sie war auch damals schon der Grund, warum ich mir überhaupt oder warum ich den Mut auch hatte, dass es klappen könnte tatsächlich. Und ich habe immer schon so zu ihr aufgeschaut und dann habe ich für mich den Entschluss gefasst. Das ist der Weg, den ich gehen will oder der Weg, der für mich, glaube ich, bestimmt ist für das. 30 plus Jahre und nicht der, dass ich mit 30 dann am Scheideweg stehe und nicht weiß, was ich mit meinem Leben anstellen soll. Ich konnte tatsächlich deine Karriere auch so ein bisschen oder zumindest die Anfänger auf mich projizieren. Jetzt vor wenigen Jahren bei mir ist es noch nicht ganz so lange her, aber habe eben auch 78

Jahre wirklich Leistungsfußball gespielt, NLZ, BLZ und dann war für mich auch mit 1920 Jahren die Entscheidung okay was macht man, geht man den Weg so gut es geht eben weiter, also versucht auch da noch das Maximum rauszuholen. Spielt Bayernliga, Regionalliga et cetera oder geht man n paar Ligen weiter runter, hat noch Spaß am Fußball und setzt die Prioritäten woanders und ich hab mich auch für den gleichen Weg sag ich mal entschieden. Bis dahin geht natürlich auch n Vorbild für mich, weil du jetzt mit Anfang 30 natürlich an dem Punkt bist, wo ich mich auch sehen würde, in 10 Jahren kann man glaub ich so offen sagen. War das für dich damals auch ein Argument zu sagen, du glaubst, du kannst in diesem Job noch

besser werden als du vielleicht als Fußballerin gewesen wärst oder noch erfolgreicher? Ich würde jetzt nicht sagen besser oder erfolgreicher, weil ich glaube, dass ich für mein Alter im Fußball schon auch ganz gut dabei war und auch ein gewisses Talent von Gott gegeben hatte und mir nie zu schade war, hart zu arbeiten. Also der Ehrgeiz, den ich als Spielerin hatte, würde ich sagen, der ist mir genauso heute beigeblieben. Ich hab mich einfach nicht als Frau in diesem Alter, also mit 30 plus in der Rolle der Athletin gesehen. Es war als wär es ne Intuition.

Es war auch irgendwann dann der Punkt erreicht, an dem ich und ich hab ja auf der Straße Fußball gespielt. Ja, also es war meine größte Leidenschaft und es war auch irgendwie n Punkt da, an dem ich nicht mehr so gerne auf dem Fußballplatz gegangen bin. Also ich bin nicht mehr mit dieser Leidenschaft, mit dieser Passion, mit diesem Ehrgeiz, mit dieser Motivation aufs Spielfeld gegangen, die ich einst hatte.

Gut, kann man sagen, vielleicht war es zu dem Zeitpunkt auch nur ne Phase, aber irgendwas hat mir gesagt, dass das nicht mein Weg ist und ich bin immer ein großer Fan davon, auf seine Intuition zu hören, weil ich glaube, dass der eigene Körper oder das eigene Gehirn einen selten täuscht. Man muss halt versuchen zu lernen, das zu verstehen und richtig zu interpretieren und für mich hat es sich so angefühlt, als könnte ich einfach in dem, was ich jetzt mache, einen größeren Impact haben, um etwas zu bewegen und zu verändern, als ich es vielleicht als Spielerin hätte machen können. Irgendwas hat mir gesagt, mein Weg ist nicht mit 30 auf dem Spielfeld zu stehen, sondern mein Weg ist mit 30 am Spielfeldrand zu stehen.

Und Interviews zu führen. Das ist genau das, was ich auch in mir spüre gerade. Also es war auch vor 2 Jahren dann der Grund für für meine Entscheidung, aber es war ganz schön, es zu hören, dass es dann bei dir funktioniert hat, ja, wir. Hatten jetzt schon im Bezug auch zum Thema Geld. Also das ist ja nach wie vor in einigen kleineren Sportarten heute noch so.

Wie bist du dahingehend groß geworden? Wir hatten auch gerade so ein bisschen Straßenkicken und Fleiß und so wie wie würdest du sagen, bist du erzogen worden, sei es in Bezug auf Geld aber auch generell um dein Leben voranzubringen. In Bezug auf Geld und generell in meinem Leben von meinen Eltern sehr bescheiden.

Also meinem Vater war es immer extrem wichtig, dass ich die richtigen Werte mit an die Hand bekomme, das heißt, er hat immer zu mir gesagt und das hat er mir bis heute eingeimpft. Rimani Koni pedi Bertera das heißt, bleib immer mit den Füßen auf dem Boden und ich würde sagen, dass das ein Satz ist, der mich bis heute geprägt hat, er hat mich auch dahingehend erzogen, mir nichts gefallen zu lassen, um mich nie kleinkriegen zu lassen und. Und ich würde sagen, das ist so die Erziehungsschule, die ich genossen habe, für die ich sehr dankbar bin, bescheiden zu sein, menschlich zu sein, menschlich zu bleiben und immer bescheiden zu bleiben, egal wie erfolgreich man ist oder nicht, weil du weißt auch nie, wie das Leben

läuft. Heute kann es so laufen, morgen kann es so laufen, das Leben ist unberechenbar und diese Werte, die ich noch heute in mir trage, die haben mir meine Eltern mitgegeben. Und was würdest du jetzt sagen? Du bist sehr, sehr viel unterwegs, sei es körperliche Strapazen, aber begegnest dann vielleicht auch genau diesen Menschen, die viele Millionen auf dem Konto haben.

Wo fühlst du dich da wohl, wo sagst du, siehst du dich jetzt heute in 10 oder 20 Jahren, wenn die Karriere natürlich weiterhin erfolgreich läuft? Also das Gute an mir ist, glaube ich, ich kenne alle sozialen Schichten und ich bin wieso ein soziales Chamäleon. Also ich kann mit dem CEO von Adidas an einem Tisch sitzen und Business Gespräche führen und.

Oder gesellschaftspolitische Gespräche mit einem Politiker führen. Ich kann aber auch in einer Shisha Bar sitzen und mit meinen Schulfreunden noch mich unterhalten, weißt du ja, ich leb mal. Mit dem CEO von Adidas in der Shisha Bar. Das ist dann die Steigerung. Das landet mir. Auf dem Schulhof. Genau, ich glaub das wird jetzt nicht der Fall sein, aber weil man Lust hat, können wir gerne arrangieren. Nee, also Vertragsgespräche in der Shisha Bar glaube ich wird nicht stattfinden, aber das ist das gute und ich bin dafür sehr dankbar, dass ich mit allen gesellschaftlichen Schichten kann und alle gesellschaftlichen Schichten kenne, weil man dann auch nicht vergisst, wo man herkommt und das ist eine Sache, die ich mir beibehalte, weil

ganz oft sehe ich oder merke ich auch, dass gewisse Personen sich ab einer Gewissen in Anführungszeichen position sich oftmals auch zu wichtig nehmen. Vergessen, wo sie herkommen oder so tun, als seien Sie was Besseres, ist es für mich aber nicht. Also der Erfolg definiert für mich nicht einen Menschen, sondern der Mensch selber definiert sich für mich, was für ein Mensch ist.

Und dafür bin ich einfach sehr dankbar, dass ich mir das beibehalten habe. Stellst du da auch gewisse Unterschiede fest im Bezug? Ich sag mal zur Nationalität, zur Herkunft, also, dass da vielleicht viele Dinge auch aus dem italienischen Raum kommen. Kommen oder legt das eher an deiner Person? An ja.

Grundsätzlich würde ich sagen, natürlich, wenn du als Deutscher oder Deutscher in Deutschland aufwächst, hast du eine andere Sicht auf Dinge als jetzt jemand, der ausländische Wurzeln hat. Klar, oftmals ist es ja auch so gleich und gleich gesellt sich gerne, also für mich war es zumindest so, dadurch dass ich auf einer Sportschule war, da waren einfach sehr viele Ausländer und wir waren meist auch untereinander, also ich hatte wenig deutsche Freunde früher und die Deutschen waren meist auch unter sich und so.

Das war schon immer so, wird wahrscheinlich auch irgendwo immer so bleiben, was einfach kulturell auch bedingt ist. Das ist einfach eine andere Kultur und ich glaube, dass viele Dinge, die wir aufgrund unserer Kulturen kennen, die uns definieren oder die uns auch geprägt haben, viele Deutsche oftmals nicht verstehen können, ist auch gar kein Vorwurf, können sie ja gar nicht, weil sie anders aufgewachsen sind, gerade was das Thema. Chaotische Familienverhältnisse zum Beispiel betrifft, das ist ja in ausländischen Familien noch mal ganz anders, zumindest in meiner Wahrnehmung als in deutschen Familien zum Beispiel, und das sind so Punkte, wo man dann schon merkt, die Prägung ist anders, und deswegen ist ja

dann logischerweise auch die Sichtweise auf viele Dinge anders, was ich jetzt gar nicht werten will, ob das gut oder schlecht ist. Aber es ist de facto einfach anders. Für mich immer sehr interessant. Die Nationalhymne, wie sie gesungen werden. Im Unterschied vielleicht vor allem Deutschland und Italien.

Ja, wobei ich glaube, Deutschland hat halt aufgrund seiner Geschichte leider noch immer so ein Stück weit diesen komplex, dass sie nicht stolz sein dürfen oder wollen auf ihr Land, weil sie dann gleich abgestempelt werden. Das ist so eine Sache, die man meiner Meinung nach auch irgendwann ablegen muss oder ruhig darf und kann, weil Deutschland als Land ja auch danach vieles gutes gemacht hat, und insofern finde ich, darf Deutschland ruhig auch ein bisschen patriotischer werden. So wie wir Italiener oder andere südländischen Länder das auch haben.

Ich will nur mal auf den Job zurückkommen. Kenn dich tatsächlich schon recht lange, das soll jetzt nicht komisch klingen, aber ich hab dich das erste Mal gesehen bei international als kleiner Bucci. Ja ja ja, ist wirklich lange her. Das ist wirklich lange her. Jetzt kannst du mir mal kurz, wie lange ist das her, weil ich hab ich erinnere mich, das waren dann die Saisons noch Ronaldo, Messi, Barcelona, real.

Das ist 8 Jahre. 678 Jahre, ne, also da war ich 1415 habe ich immer. Jeden Montag kam es. Raus also. Mit ihm mache ich nichts mehr, weil ich fühl mich richtig alt jetzt mit ihm. Mir ist das vorhin schon aufgefallen, hat gesagt, in 10 Jahren will ich mich da sehen wo du bist, hast, wie alt bin ich eigentlich und. Jetzt dann nicht anders.

Ja, Entschuldigung 3 steht jetzt und was mich interessieren würde. Was, weil ich eben einen ähnlichen Weg gehen will oder schon gehe. Was treibt dich an, was macht dir an dem Job, den du gerade machst, wirklich am meisten Spaß? Also für mich als Frau, das ist wahrscheinlich auch ein Unterschied zu dir, war immer der größte Motivator, dass ich was bewegen und was verändern will in dem Business, dass ich einen Impact darauf haben will, wie Frauen in diesem Business gesehen werden. Das war Punkt Nummer 1.

Punkt Nummer 2 ist einfach die Leidenschaft zum Sport, weil ich damit groß geworden bin. Ich bin damit aufgewachsen, es war immer meine große Leidenschaft. All das, die Erfahrungswerte, die ich in diesem Sport gesammelt habe als Spielerin, die bringen mir natürlich auch sehr viel in den Beruf, in den ich jetzt ausübe.

Das heißt, alles, was ich bis jetzt schon investiert habe, darauf kann ich jetzt natürlich auch zurückgreifen auf diese Ressourcen, die ich da hatte, zur Verfügung hatte, und ich glaube, das ist so die Kombination aus all diesen Faktoren, die mich grundsätzlich antreibt, aber ich glaube der Hauptmotivator wirklich, warum ich nicht sage, ich moderiere jetzt vielleicht auch unterhaltungsshows oder so, und.

Ist wirklich, weil ich einen Impact haben will im Fußball für die Mädels, die danach kommen, die das gerne machen wollen. Ich bin kein Freund davon zu sagen, schmeiß jetzt hier überall 1000 Frauen rein in dieses Business, nur damit wir weiblicher werden. Ich bin aber ein Freund davon zu sagen, wenn es gute Mädels gibt die das gerne machen wollen, dann sollen die sich nicht abgeschreckt fühlen, weil es vielleicht niemanden gibt, zu dem sie aufschauen können oder weil ihnen jemand Steine in den Weg legt.

Hattest du trotz dieser Stärke, die du da auch ausstrahlst? Ich sag mal gewisse Zweifel an manchen Punkten, das ganze vielleicht auch. Irgendwo sein zu lassen. Sein zu lassen nicht. Aber es gab natürlich schon im Laufe der Jahre oft wirklich sehr oft Punkte, wo du dich hinterfragt hast, wo du dir gedacht hast.

Lohnt sich das überhaupt alles, was du hier investierst? Die Zeit, die Energie, die Mühe. Du musst natürlich auch Abstriche machen, was dein soziales Leben betrifft, klar, wenn man so viel unterwegs ist wie ich, ist man nun mal häufig in diversen Städten, man muss Abstriche machen, man sieht seine Freunde nicht so häufig, man kann sich auch nicht unbedingt überall ein soziales Umfeld aufbauen, weil du vielleicht nur ein 2 Jahre immer in einer Stadt bist und dann wieder umziehst und. Oder die Stadt wechseln muss für den Arbeitgeber. Und insofern gab es schon oft Punkte, an denen ich war, wo ich gesagt hab, boah, das ist alles schon extrem anstrengend und vielleicht auch gerade in der Zeit, wo du die Resultate noch nicht siehst, die du gerne

hättest, sondern wo du in der Phase bist, wo du nur investierst. Da fragst du dich schon oft, lohnt sich das alles überhaupt? Wo denkst du, liegt der Unterschied zwischen dir und anderen, die vielleicht einen ähnlichen Traum hatten? Weil ich kenne es zum Beispiel auch, wenn man irgendwie bei bei Castings oder ähnlichem ist oder auch einfach nur auch mal in der Sky Redaktion nachfragt, jeder wünscht sich ja irgendwie doch mal so ein bisschen moderieren, so ein bisschen Reporter fänd er eigentlich ganz cool, warum bist du jetzt da, wo du bist und andere aus deinem Jahrgang vielleicht auch nicht, die einen ähnlichen Traum hatten, warum sind die dann nicht? Ich glaube auch, da gibt es nicht so diesen einen Grund, sondern das ist das

Zusammenspiel aus mehreren Faktoren. Ich. Ich glaube einerseits natürlich mein Background, der für viele einfach super spannend ist, der mich auch authentisch macht in dem Business und der mir auch Glaubwürdigkeit gibt. Punkt Nummer 2 ist, ich bin einfach unfassbar hartnäckig und ehrgeizig, also ich habe so viele Absagen schon in meinem Leben bekommen, das wissen viele vielleicht gar nicht, aber gerade zu Beginn meiner Karriere wollte ich unbedingt einen Voluntariat bei Sky haben, bei diversen Radiosendern habe ich mich beworben, bei diversen Fernsehsendern, ich wurde nirgendwo angenommen.

Aber davon habe ich mich halt nicht abschrecken lassen, sondern habe halt. Ich wusste, ich habe ein Ziel oder ich weiß wo ich hin will und es gibt ja diesen Einspruch, der sagt Don't Change the Goal, change the plan, ich wusste, wo ich hin will, auch wenn vielleicht die eine Tür jetzt sich nicht geöffnet hat, die andere auch nicht, aber ich wusste, irgendwo ist eine Tür. Die sich dann öffnen lässt, wenn ich anklopfe. Aber auch gerade wenn man vielleicht nicht aus einer Familie kommt, die in dem Business schon irgendwo drin ist und die einem vielleicht gewisse Türen öffnen kann, ist es natürlich noch schwieriger, weil du jede einzelne Tür selber anklopfen musst.

Du musst bei jeder einzelnen Tür anklopfen, da musst du warten, ob sie dir jemand öffnet. Wenn sie dir jemand öffnet, musst du dann natürlich performen und dann ist es immer noch nicht gesagt, dass du in Anführungszeichen diesen Job bekommst. Aber ich bin auch der Meinung, dass wenn du wert legst auf Qualität.

Dass sich Qualität früher oder später immer durchsetzt, also, daran glaube ich wirklich. Und wenn du hart arbeitest, und das ist so, glaube ich, dann, dass das Zusammenspiel aus diesen diversen Komponenten a Frau, die Fußball gespielt hat, die Ahnung hat von der Materie B, die einigermaßen telligen auch aussieht, die natürlich auch diverse Sprachen beherrscht, die nicht aufgibt, ja, das merken die Leute natürlich auch, wer will und wer will nicht.

Oftmals ist es ja so, dass einige in dem Business irgendwie da so reingerutscht sind oder so. Bei mir war das nicht der Fall, es war mein Traum, ich wollte das unbedingt machen und ich glaube, das spüren die Leute dann schon auch und dann musst du halt jemanden finden, der dir einfach diese Chancen gibt, weil er sagt, Hey, ich sehe da Potenzial und dann liegt es an dir, dann in diesen Momenten dann zu performen, wenn sich halt die eine oder andere Tür vielleicht doch mal öffnet. Du hast uns jetzt viel von deinem Werdegang erzählt. Was würdest du gerade jungen Menschen raten, also die alles noch vor sich haben?

Womit sollten die sich beschäftigen, ihren Fokus drauflegen, damit sie vielleicht einem ähnlichen Weg vor sich haben wie du jetzt? Auch ihre Persönlichkeit. Also ich bin immer ein großer Fan davon, sich selber als Mensch weiterzuentwickeln und die beste Version seiner selbst zu werden, weil ich glaube, dann kommt vieles auch in Anführungszeichen von alleine. Also nicht falsch verstehen, dass das alles zugeflogen kommt, aber.

Aber ich glaube, die Soft Skills sind wichtiger als die Heart Skills. Die Heart Skills musst du lernen, aber die kann jeder lernen, der ehrgeizig ist und der sich auch mit der Materie beschäftigt, aber gewisse Soft Skills oder gewisse Sachen, die kannst du nicht lernen anhand eines Buches oder anhand der Theorie, sondern die musst du für dich selber intrinsisch lösen und entwickeln und das ist glaube ich was worauf jeder der ein Ziel hat im Leben achten sollte und worauf er sich konzentrieren sollte, weil jeder. Je weiter du im Leben nach vorne kommst, also Definier nach vorne.

Aber wir reden ja jetzt im Karrierekontext je weiter du nach vorne kommst, desto dünner wird die Luft in vielerlei Hinsichten und du musst schon aus dem richtigen Holz geschnitzt sein, geschnitzt sein, um gewisse Situationen auch anzunehmen und mit gewissen Situationen auch umgehen zu können, ob das jetzt Druck ist, ob das Leistungsdruck ist, ob das der Fakt ist, dass du vielleicht viel zum Beispiel unterwegs bist und dahingehend dann viel einsam sein wirst.

Du wirst mit vielen Vorurteilen auch konfrontiert. Du musst mit Konkurrenz umgehen können und das sind alles Sachen, die hat mir persönlich der Fußball beigebracht und die kenne ich aus meiner Fußballzeit, aber ich merke viele Leute, die keinen Leistungssport betrieben haben, die gehen mit den Sachen, mit denen ich auf eine natürliche Art und Weise umgehen kann, nicht so gut um, weil sie diese Situation nicht gewohnt sind. Und weil sie diese Situation vielleicht ein Stück weit auch teilweise überfordern.

Und ich glaube, wenn du an deiner Persönlichkeit arbeitest und an deinem Mindset, dann läuft vieles einfacher, weil ich beobachte im Leben auch ganz häufig, dass Menschen sich selber im Weg stehen, die vielleicht viel Potenzial haben, aber nicht wissen, wie sie es richtig ausschöpfen können, und das passiert dann alles hier oben, und deswegen würde ich sagen, das Wichtigste ist, dass man sich mit sich selber beschäftigt, also mit seiner Persönlichkeit, und dass man hart arbeitet und. Man sich vor allem nicht von irgendwem einreden lässt, dass etwas nicht mögliches nicht geht. Oder dass man keine Chancen hat, weil wie gesagt, als ich angefangen habe, habe ich von jedem Sender, sogar von Radiosendern, absagen bekommen.

Ja, das. Ist sehr spannend was du sagst. Ich führe bei uns die die Bewerbungsgespräche und wir sind alle sehr sehr junge, also junge Bewerber. Und wenn man da einfach mal fragt, was kannst du denn jetzt eigentlich? Lass mal den Papierkram weg, die Noten weg, erzähl mal was von dir, dann dann ist da oft schon Verunsicherung oder Ratlosigkeit.

Es führt mich jetzt auch zu einer zu einer nächsten Frage, wir werden manchmal gefragt, Finanzbereich ist vielleicht logisch erstmal, aber es sind natürlich auch wenig Frauen, teilweise kennt man das auch aus Ingenieursstudiengängen oder sowas bei. Bei uns ist jetzt allerdings so, wir haben genau den gleichen Vertrag für jeden.

Also da kann man nicht verhandeln, muss man auch gar nicht. Trotzdem, irgendwie wird diese Chance nicht so häufig ergriffen und wenn mich das dann mal jemand fragt, kann ich es auch gar nicht so wirklich beantworten. Wie ist denn da so deine Meinung, vielleicht als Frau in einer bisherigen Männerwelt kannst du da den den jungen Nachwuchsführungskräften jetzt in meinem Fall irgendwo Mut zusprechen oder ist es einfach die schwierigere Welt? Ich glaube, es ist ja evolutionär bedingt so, dass und ich finde, wir haben ja schon auch einen weiten Weg zurückgelegt, also die Frau per se in ihre Rolle in der Gesellschaft, dass es noch immer nicht so ist, dass viele Frauen diesen Ehrgeiz auch haben,

Karriere machen zu wollen. Das erlebe ich zumindest. Die Firmen wollen zwar immer diverser werden, die wollen mehr Frauen, die brauchen auch mehr Frauen, weil es ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass diverse Führungskräfte aus Mann und Frau besser. Bessere Erfolge erzielen als rein männliche Teams. Aber es ist noch immer so, glaube ich, dass es eine Kombination ist aus.

Viele Frauen trauen sich nicht, viele Frauen haben den Anspruch auch gar nicht oder den Ehrgeiz und viele Frauen wollen vielleicht auch gar nicht. Ja, weil trotz allem gibt es vielleicht noch einige Frauen, die gerne Hausfrau und Mutter sind, zum Beispiel, was ja auch völlig OK ist, wenn es für beide Parteien in Ordnung ist und man sich das finanziell leisten kann. Dann finde ich das per se nicht verwerflich, dass eine Frau sagt, ich will lieber in den Anfangsjahren mit meinem Kind zu Hause bleiben und meinem Kind die Liebe schenken, die ein Kind bekommen sollte zum Beispiel.

Ich glaube aber, dass es aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung schon immer mehr dahin geht, dass auch Frauen wollen und Frauen dürfen und können. Es gibt einfach, glaube ich, aber gewisse Geschäftsfelder, die noch nicht so attraktiv sind für Frauen und. Und ich glaube, dazu gehört dann zum Beispiel auch das Fußballbusiness. Dazu gehört wahrscheinlich auch das Finanzwesen, und da ist es schon gut, oder wäre es gut, wenn wenn es Frauen gibt, die als Aushängeschilder für diesen, für dieses Business gelten könnten, weil die dann, glaube ich, wiederum auch jüngeren Frauen zeigen, Hey, das ist ein Beruf, der Spaß macht, Hey, das ist ein Beruf, der dir viele Vorteile bringt, und hey, das ist ein cooler Beruf, der dich

als Frau auch weiterbringt. Also Mädels, bewerbt euch. Ja, genau das war hier mit der. Ja, Finanzwesen. Ich müsste eigentlich auch eine Ausbildung. Im Finanzwesen machen, sage ich euch ehrlich, weil ich und Umgang mit Geld ist jetzt auch nicht unbedingt. Dafür haben wir mich ja heute mit dabei.

Ich. Will dann mal meinen Flipchart drauf sprechen. Wir dann im Anschluss noch mal drüber. Machen wir noch eine neue Folge? Nee, wir sind gerade schon so ein bisschen beim Thema Frauen, auch in der Fußballwelt, in der in der Fußballbranche und. Auch Erlebnisse oder ein Ereignis, was nicht so lange zurücklegt. Deine beiden Besuche im Doppelpass und da ist es mir halt aufgefallen, weil ich es auch gesehen habe und auch vielen anderen und auch dir, egal über welche Plattformen, weil es mich wirklich mal interessiert, teilweise wirklich böse böse Kommentare zu lesen Dir gegenüber, weil du halt einfach eine Frau bist, die Ahnung von Fußball hat und das auch äußert, was mich erstmal.

Wie gehst du damit um, wie hat sich das vielleicht auch entwickelt und anschlussfrage. Trauen sich des Menschen teilweise aber auf der Straße oder ist es wirklich ausschließlich im Digitalen in der digitalen? Das ist ausschließlich in der also ist mir noch nie passiert, dass jemand auf der Straße zu mir gekommen wäre und gesagt, Hey, du bist doch die Nutte aus dem Schweizer Fernsehen oder so.

Ja, solche Kommentare fallen da ja teilweise, das ist halt das Phänomen Social Media, ich glaube, damit bin ich jetzt auch nicht alleine, sondern viele Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, müssen sich damit auseinandersetzen. Ich verstehe den Grund noch immer nicht bis heute, warum Menschen das machen oder was ihre Motivation dahinter ist und was man sich dabei denkt und man sich einfach denkt, ich beleidige jetzt eine fremde Person, die ich gar nicht kenne, weil weil ich es gerade lustig finde.

Man muss aber irgendwo lernen, damit umzugehen, weil es gibt ja sehr, sehr viele davon, und wir haben ja keinen Einfluss darauf, wie diese Menschen ticken, ja, also wenn diese Personen anscheinend. So frustriert sind oder so voller Hass erfüllt sind, dass sie solche Verhaltensweisen an den Tag legen, dann kann ich sie nicht umerziehen.

Das einzige, was ich ändern kann, ist ja, wie ich damit umgehe und dass ich mich davon nicht beeinflussen lasse, weil ich glaube, die wünschen sich ja auch irgendwo, oder das ist ja deren Ziel, dich kaputt zu machen. Genau, dass du brichst. Irgendwann genau. Und für die ist es ja die größte Strafe, wenn genau das nicht passiert und. Und deswegen glaube ich, das ist die einzige Herangehensweise, die gesund ist und die dich auch weiterbringt, nämlich sich davon gar nicht beeinflussen zu lassen, ist aber ein Prozess. Die ersten Hasskommentare, die man bekommt, die gehen einem nahe, irgendwann kriegst du so viele, dass es schon Gewohnheit ist.

Nein, Spaß, aber du lernst einfach damit umzugehen, weil umso mehr du im Fokus stehst. Umso mehr Leute beurteilen dich, verurteilen dich vielleicht auch, sind vielleicht auch neidisch, hassen dich, was auch immer. Und du musst halt einfach lernen, damit umzugehen. Wie du schon gesagt hast, ich glaube ein Lächeln ist dann einfach die die schönste Reaktion oder wenn man einfach sein Ding da seinen Stiefel durchzieht, hast du es auch mal genannt, da kann dir kann dir dann keiner was ich habe.

Aber auch ganz oft. Zum Beispiel erlebt. Ich antworte ja nicht oft Leuten, wenn die mich beleidigen, aber manchmal, so kitzelt es mich dann schon und dann will ich doch was sagen, wenn sie einen besonders ignoranten oder einen Kommentar gemacht haben. Und viele von denen rechnen aber auch gar nicht damit, dass du denen antwortest. Und einmal hatte ich den Fall, dann hab ich einem dumm zurückgeantwortet und der war dann so perplex, dass er, dass ich geantwortet habe, dass er mir dann zurückgeschrieben hat, wie du antwortest.

Jetzt, damit hab ich ja gar nicht gerechnet, dich zum Essen einzuladen, ist jetzt aber zu spät, oder das? Geht auch interessanter Anmachspruch merke ich mir mal. Wie du Frauen anmachst. Weiß ich jetzt nicht, aber beleidigen ist jetzt vielleicht nicht unbedingt die beste Theorie, aber o. K. Der hat wahrscheinlich alle Register schon gezogen.

Hat gedacht, sollen wir jetzt auf als Nummer 102 auf der Liste, den probier ich jetzt. Noch mal ist keiner. Vielleicht klappt er das. War wirklich so. Wahnsinn. Na ja, gut, wir kommen gegen Ende, aber sprechen jetzt noch mal wirklich ausführlich drüber über dein Buch, was in wenigen Wochen erscheint.

Fuck female Empowerment. Ich hoffe ich hoffe ihr könnt es genauso drin lassen. Der große Irrtum Irrtum des modernen Feminismus also das ist ja erstmal ein sehr reißerischer Titel, der glaube ich auch von dir bewusst gewählt ist. Also als Übersetzungsscheiß auf die weibliche Ermächtigung kann man jetzt schon vorbestellen, auf Amazon und auch andere Plattformen und am 13 Mai Release glaube ich ne genau geht's los und bevor ich noch einige Rückfragen habe und wir generell jetzt ein bisschen über das Thema sprechen.

Hole gerne mal aus um was soll es in diesem Buch gehen? Also angefangen, wie ich überhaupt dazu gekommen bin, dieses Buch zu schreiben oder was die Initialzündung war, ist, dass ich als Frau in einer vermeintlichen Männerdomäne immer mehr beobachte, dass ich Spielregeln nicht mehr für alle gelten, sondern häufig es so ist, dass Frauen mittlerweile die Spielregeln bestimmen, bei denen Männer nur verlieren können. Heißt mein geschätzter Kollege Marcel Reif hat es ganz treffend.

Es ist sehr oberflächlich, aber treffend formuliert, er hat gesagt, heutzutage würde er nicht mehr alleine mit einer Frau in den Fahrstuhl steigen, weil es danach ganz schnell gegen ihn verwendet werden kann und ich hatte auch zum Beispiel persönlich den Fall, dass ich von einem Journalisten vom Tagesanzeiger, dass die größte Schweizer Tageszeitung porträtiert wurde, der hat mich einen Tag lang bei der Arbeit begleitet und Roman, der. Der war im Stadion und ich war im Studium und ich hatte ihn begrüßt und trug ein schulterfreies Valenciaga, sage ich schon, ein schulterfreies Boltegakleid und Roman begrüßte mich und sagte in den Proben, ah, immer wenn ich nicht da bin, ziehst du dich so schön an, was

ja für uns beide total lustig war. Es war ein Scherz, wir verstehen uns auch voll gut und es war weder für ihn noch für mich irgendwas merkwürdiges, geschweige denn Diskriminierendes für mich und. Und der Journalist, der mich ja immer noch begleitete, während das passierte, wartete dann im Gästeraum auf mich, ganz entsetzt. Und als ich dann zurückkam, hat er mich ganz perplex angeschaut und sagte dann zu mir, das war jetzt aber nicht okay oder und ich war erst mal so schockiert, ich wusste gar nicht, was er von mir wollte, und ich sag so wie was wo was war nicht okay also, na ja, dieser Kommentar, das war jetzt schon wieder so typisch typisch Mann, oder das ist schon sexistisch. Und dann hab ich ihn angeschaut.

Ich hab gesagt, also Entschuldigung, aber für mich war da weder was diskriminierendes noch was sexistisches, er hatte ihn also den Roman, den Co Moderator hat er als Sexisten dargestellt und mich als Opfer des Systems, und diese Rolle wird uns ja beiden nicht gerecht, weil ich fühl mich weder als Opfer des Systems, noch ist er ein Sexist, sondern wir kollaborieren und harmonieren super in Sendungen, also wir machen ja auch alle Sendungen zusammen.

Und das sind so verschiedene Punkte, die mir einfach extrem auf die Nerven gingen in den letzten Wochen und Monaten. In dieser feministischen Debatte. Wir brauchen überall mehr Frauen und Frauen werden gefördert ohne Ende, vielleicht auch Frauen, die gar nicht unbedingt wollen oder die das Potenzial dafür haben, Hauptsache Frauen, Frauen, Frauen, Frauen, Frauen und diese Bewegung, die wurde ja auch mit einer Aggressivität angeführt, die ja alles was.

Dahingehend kritisch geäußert wurde direkt als Antifeministisch abgestempelt wurde oder teilweise sogar gecancelt. Ich nehme jetzt das Beispiel Jörg Dahlmann, der diesen Kommentar über Sophia Thomalla und Loris Karus damals gemacht hat, darüber schreibe ich in dem Buch übrigens auch, der hat deswegen aufgrund der öffentlichen Reaktion auch deswegen seinen Job bei Sky verloren. Tilo Mischke, der die Moderation von titelthesen Temperament, glaube ich, heißt die Sendung TTT abgeben musste. Weil sich die halbe oder gesamte Nation gegen ihn verschwört hat und ihn auf eine Stufe gestellt hat mit Sexualstraftätern aufgrund eines Buches, das Jahrzehnte zurückliegt. Also das muss man sich mal

ausmalen, was hier passiert, und das ist für mich nicht die Bedeutung von Feminismus. Historisch gesehen gab es 3 Wellen von Feminismus, und die diese 3 Wellen. Haben dafür gekämpft, dass Frauenrechte bekommen, dass sie wählen dürfen, dass sie ein eigenes Bankkonto haben dürfen, dass sie arbeiten gehen dürfen, dass sie eine freie Berufswahl haben. Das sind, das ist für mich essentiell wichtig und richtig, weil es gibt noch immer Länder wie Saudi Arabien, da ist es oder Afghanistan, da ist das nicht der Fall, aber das, wie wir heute den feministischen Diskurs bestimmen, hat für mich nicht sonderlich was mit Feminismus zu tun, sondern das hat was mit einer Sonderbehandlung zu tun, die Frauen einfordern, einfach nur

aufgrund ihres Geschlechts und. Und das ist, finde ich nicht fair. Das ist eine sehr moderne Ansicht und Michael und ich haben auch vorher drüber gesprochen über die Ansichten, oder wir haben natürlich die Sendung vorbereitet und wir gehen da eigentlich 1 zu 1 mit, weil wir sind beide Fans und du ja auch von Leistungsprinzip.

Also natürlich brauchen wir nicht drüber sprechen, dass wenn Frau und Mann sich auf eine Stelle bewerben und die Frau das besser macht, dass natürlich die Frau den Job bekommt, Thema Bezahlung, genau die gleiche Geschichte muss man auch so ein bisschen separiert betrachten, weil Bezahlung hängt oft auch ein bisschen mit der Branche zusammen, aber auch da wieder ja und auch mit den. Verhandlungsskills ich habe ja für das Buch auch mit. Vielen Ce OS, gesprochen auch mit weiblichen Ce OS ist auch alles im Buch und die haben mir bestätigt, dass es leider noch immer und dass es auch aufgrund der Erziehung und evolutionär bedingt so ist, dass Frauen auch schlechter verhandeln. Das ist wie wenn du das Prinzip

nimmst. Ja warum verdienen Frauen Fußballerinnen nicht das gleiche wie Männerfußballer? Das hängt damit. Leider nichts wünschte. Es wäre so, aber die Einnahmen, die der Männerfußball generiert, wir sind in einer freien Marktwirtschaft, die werden nicht ansatzweise im Frauenfußball generiert. Das heißt, du kannst diese Debatte leider nicht führen.

Hören, auch wenn ich es mir wünschen würde, aber es geht nicht und das gleiche ist beim Thema Bezahlung haben mir ganz viele CE OS bestätigt, dass viele Frauen, weil du als Frau leider so erzogen wirst. Du sollst nicht zu fordernd sein, du sollst nicht zu laut sein, du sollst dich nicht zu stark äußern etc. Pp.

Dass Frauen aufgrund dessen leider auch schlechter sind im Verhandeln, das Sage nicht ich, das sind Belege von Ce OS, die Verhandlungen führen und die sagen ganz oft, dass Frauen ihnen nicht sagen können, was sie wollen. Oder wieviel Sie verlangen oder wo ihr Wert liegt. Und da müssen wir, glaube ich ansetzen bei der Erziehung von jungen Mädchen, dass du die selbstbestimmt und selbstbewusst vor allem erziehst. Und dann werden die auch sicherlich irgendwann besser verhandeln können und sich besser dahingehend äußern, was sie wollen und was sie fordern, aber. Aber diese, diese Diskurse, diese Debatten, die geführt werden, die werden mehr zu eindimensional betrachtet. Und darüber schreibe ich auch in

dem Buch. OK, weil du hast es auch unter anderem gerade schon noch angesprochen. War auch kurz Thema Hypersensibilisierung der Gesellschaft ist für mich ja auch ein großes Thema, wie du es sagst, hat auch Uli Köhler schön gesagt, es kann sich ja es ist es ist völlig richtig, dass wir mehr darauf achten, wie wir sprechen, wie wir gegenüber uns Leuten äußern, weil wir niemanden verletzen wollen, ich will niemanden verletzen, wenn ich mit jemandem spreche, aber. Wir alle manchmal ein bisschen durch die Hose atmen. Also das ist wirklich auch Jörg Dahlmann gibt etliche Beispiele oder auch im Kleinen, oft wollen die Menschen niemanden verletzen und niemanden beleidigen, dann rutscht mal einer raus und wie du sagst, es reicht ja

heutzutage wirklich teilweise ein Satz, ein Wort, das zu einem falschen. Wort. Ganze Karrieren. Ganze Karrieren können zerstört werden. Und das geht überhaupt nicht. Das geht wirklich auch nicht, bin ich auch verfecht davon, dass wir beide Seiten betrachten müssen. Wir müssen dahin kommen, dass wir respektvoller miteinander umgehen, das ist passiert, zum Glück in den letzten Jahren, das wird immer. Immer so weitergehen, aber es wird auch an manchen Stellen wirklich zu viel und da bin ich und wir beide glaube ich genau deiner Meinung.

Ist aber so typisch Deutschland. Auch in Italien gibt es das so in der Form, zumindest habe ich es nicht erlebt, zum Beispiel nicht. Ich finde, in Deutschland ist das grundsätzliche Problem, wenn Deutschland etwas macht, dann machen sie es immer extrem in allem, da muss es so übertrieben in allem sein, ja, und das ist jetzt so, auch bei diesen ganzen. Politisch korrekten Verhaltensweisen genau der Fall. Es ist ja richtig, auf Missstände aufmerksam zu machen und für das einzustehen, was man ändern will. Man muss aber irgendwo dann ein gesundes Mittelmaß finden und eine gesunde Beurteilung nach mit einem Maß, und dieses Maß ist halt gänzlich verloren gegangen, auch in der feministischen Debatte, es gibt

nur noch extreme und das Problem oder die Gefahr von Extremen ist, die Erzeugen immer gegen Extreme. Und wir müssen halt aufpassen, dass wenn diese Debatte jetzt weiterhin so extrem bleibt in Bezug auf Feminismus, zum Beispiel, dass du dann nicht das Gegenteil von dem Erzeugst, was du eigentlich wolltest, weil du wolltest ja eigentlich Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Wahlfreiheit für Frauen. Diese extremen Bewegungen sorgen aber dafür, dass ganz viele sich damit nicht identifizieren können und die dann aus trotz. Genau das Gegenteil machen und sich dann dahingehend wieder Bewegungen neu gründen und erfinden, die es teilweise in Ansätzen auch schon gibt, die dann genau das wieder propagieren, wovon wir

eigentlich weg wollten. Hast du da auch schon persönliche Erfahrungen gemacht? Also beispielsweise du hast den Job nur, weil du eine Frau bist, wo man dich quasi gar nicht mehr anhand deiner, deiner Leistung, deiner Fähigkeiten bewertet. Hat nee, ich zum Glück nicht, weil ich glaube, jeder weiß, dass ich auch ein Freund des Leistungsprinzips bin und von Quoten zum Beispiel auch wenig halte.

Ich hör aber ganz oft, wie gesagt, ich bin ja umgeben von Männern in meinem Beruf und ich hör auch ganz oft, wie die teilweise über gewisse Frauen dann sprechen, die vielleicht nur aufgrund einer Quote da sind oder die nur da sind aufgrund ihres Geschlechts und man tut denen und anderen Frauen, die es dann auch verdient haben, einfach keinen Gefallen.

Man tut dem Produkt keinen gefallen, man tut. Der Rolle der Frau in der Gesellschaft oder in der Berufswelt keinen Gefallen. Und man tut den Männern damit auch keinen Gefallen, weil die müssen sich dann mit jemanden rumschlagen, der das Niveau nicht erreicht, dass du eigentlich in dieser Position bräuchtest.

Und du nimmst dann natürlich auch, und darüber schreibe ich in dem Buch auch, dass das auch die Verunsicherung der Männer nährt. Du nimmst natürlich dann auch männlichen Kollegen die Chance. Diese Position zu bekommen, es gibt auch in meinem Business ganz viele Männer, die mittlerweile sagen, heutzutage, wenn du keine Frau bist, hast du eh keine Chance zu moderieren und das ist ja auch nicht richtig, weil das ist dann auch für mich keine Gleichberechtigung, sondern das ist dann ungleichberechtigung auf der anderen Seite. Genau, absolut.

Du schreibst in deinem, was ich ganz auffällig fand, noch 3 Begriffe kannst du kurz erklären was du damit meinst? Vielleicht hast du es auch im Grunde schon beantwortet. Wohlstandsfeministinnen Hyperfeministinnen und Netzfeministinnen was meinst du damit? Wen meinst du? Damit also westlicher Wohlstandsfeminismus ist ein Begriff, den habe ich von meiner Freundin anela das meine ich, damit meine ich genau diese Debatten, die wir hier in diesem Land führen, weil es Länder gibt wie Afghanistan, in denen Frauen gänzlich aus der Gesellschaft mittlerweile seit der Taliban Übernahme ausgeschlossen sind, die dürfen gar nichts in dem Land, und das.

Das woher der Feminismus kommt und wofür der Feminismus gekämpft hat und wofür der Feminismus eigentlich steht, ist nicht das, wie wir den Feminismus heute definieren und worüber wir diskutieren. Und deswegen nennen wir es Wohlstandsfeminismus, weil das Luxusprobleme sind, die wir hier haben. Netzfeministinnen sind diese radikalen Feministinnen auf Social Media, die gerne mal Hashtags wie only female und the Future is female und Boss Babe und diese ganzen Hashtags. Benutzen, um Reichweite zu generieren, aber im echten Leben für zu wenig struktureller Veränderung beitragen. Und Hyper Feministinnen sind für mich diejenigen, die ihren Körper extrem inszenieren, auf Social Media, damit teilweise auch Geld verdienen und das

unter dem Begriff des Feminismus verkaufen und das als Befreiung der Frau verkaufen, weil sie ja propagieren, dass der weibliche Körper keine sexuellen Merkmale haben sollte. Ist aber biologisch gesehen leider nicht vertretbar und der Feminismus kämpfte eigentlich auch gegen die Objektifizierung der Frau. Also die wollten ja weg davon kommen, dass Frauen nur aufgrund ihres Körpers betrachtet und begutachtet werden und darauf reduziert werden und die haben jetzt quasi genau das Gegenteil gemacht, propagieren das aber als Feminismus, damit es besser verpackt ist und besser aussieht und das ist Hyperfeminismus für mich.

Okay haben wir die 3 Begriffe geklärt und ich glaube, ihr hört es raus. Egal. Für Männer, für Frauen, für jeden dazwischen und außerhalb, auf jeden Fall lesenswert, da mal reinzuschauen, um eben da eine Meinung auch zum Feminismus und vielleicht so wie er eigentlich sein sollte, zu hören und zu lesen.

Valentina an der Stelle schon mal vielen vielen Dank für für deine Zeit über viele interessante Dinge schon gesprochen und zum Abschluss kommen wir jetzt noch zu unserer traditionellen Schnellfragerunde Valentina erste Frage von mir, was war bisher so dein? Schönster Moment, den du hattest in deiner Karriere und vielleicht dann noch eine Anschlussfrage. Was war für dich so der Moment, weil es für mich auch interessant ist, wo du gedacht hast, jetzt habe ich es geschafft, jetzt habe ich so ein Etappenziel erreicht für mich. Also jetzt habe ich es geschafft, denke ich noch lange nicht, weil ich grundsätzlich ein Mensch bin, der nie zufrieden ist und immer so nach dem Nächsthöheren strebt. Kann manchmal ungesund sein, für

viele vielleicht von außen betrachtet. Meine Mom schimpft mich auch immer, die sagt aber ich war schon immer so. Deswegen, das würde ich noch gar nicht behaupten, aber definitiv 2 große Highlights die ich hatte, waren Wembley, Champions League Finale, als ich da vor Ort moderieren durfte, in meiner ersten Champions League Saison als Moderatorin da, das war sicherlich so ein Moment, wo ich dachte Kneif mich mal bitte kurz einer, ist das überhaupt alles echt und der andere war als ich eines meiner kindheits Idole und als. Eines meiner großen großen Idole meines Vaters auch interviewen durfte.

Dessen Trikot hängt hier oben, übrigens hat er mir geschenkt, signiert von alessandro.de Piero, den durfte ich bei einem adidas Event interviewen, hatten wir so eine halbe Stunde 45 Minuten oder so und das war eines der Glaube ich unterhaltsamsten Interviews die ich je führen durfte, weil es einfach total sympathisch war, eher super bodenständig, ganz cooler Typ, extrem guter Fußballer gewesen und natürlich eine italienische Fußballlegende und.

Und insofern waren das, glaube ich, so 2 Punkte in den letzten Jahren, die für mich besonders herausgestochen sind. Wembley, Champions League, Finale und Del Piero Interview. Weil das Italien Trikot hängt oben aber also nicht mit der Rückennummer. Deswegen habe ich es jetzt auf die Schnelle nicht lesen können und ich erinnere mich auch noch an das Selfie von Edin Tersic mit del Piero, der hat glaube ich auch 1 gemacht nach nach einem Interview, daran erinnere ich mich, wer ganz kurz und knapp, wer gewinnt dieses Jahr die Champions League? Für mich PSG und Barcelona Favoriten. Wer gewinnt die Champions League? Scheiße.

Weil ich weiß, du hast glaube ich, du hast, glaube ich, ich weiß nicht, korrigiere mich wenn ich falsch liege am Anfang der Saison auch in einem Interview hast du Manchester City glaube ich genannt, hat sich dann rausgestellt. Schwierig erledigt hat. Sich schnell sehr schnell erledigt. Genau, ja, was würdest Du sagen, Barcelona, Barcelona gewinnt die Champions League, das wird mein besten Kumpel Freunde er ist Barca Fan was war dein erstes Fußballtrikot? Dein erstes großes Vorbild.

Francesco Totti Eis Rom. Du hast beim Frühstücksfernsehen gesagt, dass du kein Fan der Bezeichnung Powerfrau bist. Wie dürfen wir dich dann stattdessen nennen? Also irgendwie Maschine oder macht? Ja, das schreibe ich Ihnen jetzt auch. Eine gute Freundin von mir nennt mich schon mal Valentina du Rakete, also Rakete in Ordnung, ja.

Okay wir alle merken, Rakete. Ab jetzt hast du beruflich noch einen großen Traum. Ja, ich würde sehr gerne mal die Ballandorwahl. Moderieren. Und wie ist deine Weisheit fürs Leben? Sehr gut. Tocore heißt Folge deinem Herzen. Valentina letzte Frage, dein Lieblingspodcast. Football Finance, aber ich wurde dafür bezahlt. Ja genau, wir haben Geldübergabe. Machen wir dann mich irgendwie, Michi, später haben wir abgeklärt, nee, dann sind wir an der Stelle am Ende und das soll es gewesen sein.

Vielen, vielen Dank an euch beide, vor allem an Dich, Valentina, für deine Zeit noch mal an deine Eltern, dass wir hier sitzen durften und stören durften hier Koch ist schon dabei Sachen vorzubereiten und dann geht es geht es heute Abend los und euch auch vielen vielen Dank fürs Zuhören fürs Zugucken und wir freuen uns aufs Nächstes Mal.

Aufs nächste mal tschüss.

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