Freak Show· Staffel 3· Folge 270

FS270 Computer im Regen

Samstag, 21. Oktober 2023 · 3 h 52

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Shownotes

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Nach 8 Jahren begrüßen wir heute in unserer Runde zum zweiten Mal Hans Hübner in der Freak Show und sprechen mit ihm ganz viel über Retrocomputing und -communication. Die alten Männer erzählen also wieder ganz viel vom Krieg. Aber wir reden auch über sonstige Gadgets, sprechen unser Urteil über das Berliner Festival of Lights aus und fabulieren über das Wesen des Ähs.

Dauer:

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Tim Pritlove

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@timpritlove@mastodon.social (mastodon.social/@timpritlove)

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Website (metaebene.me)

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Letterboxd (letterboxd.com/timpritlove)

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Bluesky (bsky.app/profile/tim.pritlove.org)

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Liberapay (liberapay.com/timpritlove)

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SEPA-Überweisung via Online-Banking-Software (freakshow.fm)

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Paypal (paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&ho…)

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roddi

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GitHub (github.com/roddi)

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Mastodon (mastodon.social/@roddi)

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Website (winkenschuerfel.de)

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Amazon Wishlist (amzn.to/3eRj2GZ)

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Ralf Stockmann

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GitHub (github.com/rstockm)

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Facebook (facebook.com/ralf.stockmann)

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Mastodon (chaos.social/@rstockm)

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Website (wikigeeks.de)

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Amazon Wishlist (amazon.de/baby-reg/claudia-krell-ralf-stockman…)

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Hans Hübner

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Website (netzhansa.blogspot.de)

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@hanshuebner@mastodon.social (mastodon.social/@hanshuebner)

Für diese Episode von Freak Show liegt auch ein vollständiges Transkript
mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert.
Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern.
Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort.
Formate:
HTML (freakshow.fm/fs270-computer-im-regen?podlove_t…),
WEBVTT (freakshow.fm/fs270-computer-im-regen?podlove_t…).

Shownotes

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FS167 Hacker Nr. 5 (freakshow.fm/fs167-hacker-nr-5)
— Freak Show

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de.wikipedia.org/wiki/Nummernschalter

•
Sinclair ZX81 (de.wikipedia.org/wiki/Sinclair_ZX81)

•
Advantage Northstar (old-computers.com/museum/computer.asp?c=652)
— old-computers.com

•
de.wikipedia.org/wiki/CP/M

•
de.m.wikipedia.org/wiki/Fixogum

•
5 Drucker, die wir geliebt haben... - Der Digisaurier (digisaurier.de/5-drucker-die-wir-geliebt-haben)
— Der Digisaurier

•
Casio PB-1000 (de.wikipedia.org/wiki/Casio_PB-1000)

•
Hörerinnentreffen in Bremen am 27.10.2023 | Metaebene Personal Media (metaebene.me/blog/2023/10/09/hoererinnentreffe…)
— metaebene.me

•
Blogroll einfach erklärt – Ryte Wiki (de.ryte.com/wiki/Blogroll)
— de.ryte.com

•
HIKMICRO Wärmebildkamera (amazon.de/dp/B09FTFHTPR?tag=thelunfri-21)
— amazon.de
(*)

•
Company-As-A-Service – THE FORCE (the-force.org/company-as-a-service-2/?lang=de)
— the-force.org

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Space Karen (knowyourmeme.com/memes/space-karen)
— Know Your Meme

•
Gerrit Braun (de.wikipedia.org/wiki/Gerrit_Braun)

•
FORMEL 1: Einen Schritt vor, zwei zurück | Gerrits Tagebuch #89 | Miniatur Wunderland (youtube.com/watch?v=ym2eLacfcL8)
— YouTube

•
de.wikipedia.org/wiki/Projektionsmapping

•
Orion: Finally, a screen that goes anywhere (lux.camera/meet-orion)
— Lux

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Elgato Cam Link 4K (amazon.de/dp/B07K3FN5MR?ref_=cm_sw_r_apin_dp_M…)
— amzn.eu

•
Videoaufnahmekarte Capture Card USB Adapter (amazon.de/dp/B0B7DSPPNX)
— amzn.eu

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MiRacle Pool Mixed Reality Game Quest 3: 12Sam1 VS Willie_Hoppe (youtube.com/watch?v=XfIfg5XLwck)
— YouTube

•
Sitecom CN-386 USB-C Hub 4 Port (amazon.de/gp/product/B07YN56F9T)
— amazon.de

•
USB-C auf HDMI-Konverter mit Power Delivery-Ladeport (manhattanproducts.de/products/manhattan-de-usb…)
— Manhattan Deutschland

•
Live Capture Adapter HDMI to USB-C with Power Delivery (en.j5create.com/products/jva02)
— j5create

•
Belkin Connect USB-C auf 4-Port USB-C-Hub (amazon.de/dp/B0BY27XSJ3)
— amazon.de

•
Meta Quest 3 - Augmented Reality | Immersed Workflow Demonstration (youtube.com/watch?v=xPCwJkj6kcM)
— YouTube

•
Auphonic (auphonic.com)
— auphonic.com

•
Auphonic Blog: Improve your Audio with our new Automatic Filler Word Cutter (auphonic.com/blog/2023/10/04/new-automatic-fil…)
— auphonic.com

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Äh, ähm, genau – Wozu gibt es Füllwörter? (swr.de/swr2/wissen/aeh-aehm-genau-wozu-gibt-es…)
— swr.online

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Star Island (novel) (en.wikipedia.org/wiki/Star_Island_(novel))

•
The Plank (1979 TV Version) Full Movie (youtube.com/watch?v=aUbcaE44cSw&t=3)
— YouTube

•
Einfach Backen - Marcel Paa (youtube.com/@marcelpaa)
— YouTube

•
Die merkwürdigste Grenze Berlins (youtube.com/watch?v=V3GjYLrHKDA)
— YouTube

•
Pask Makes (youtube.com/@PaskMakes)
— YouTube

•
Bob Brickman (youtube.com/@BobBrickman)
— YouTube

•
Spiel und Zeug (youtube.com/channel/UCM1jNA8DM90LE4ywxBe8RmA)
— YouTube

•
Marti Fischer (youtube.com/channel/UC78yJH3WrmLE6AyL0OgPV7g)
— YouTube

•
Jonas Winkler (youtube.com/@JonasWinkler?si=jYCle_CYd91r4lNc)
— YouTube

•
Texas Instruments TI-99/4A (de.wikipedia.org/wiki/Texas_Instruments_TI-99/4A)

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Parsec (video game) (en.wikipedia.org/wiki/Parsec_(video_game))

•
25c3: The Ultimate Commodore 64 Talk (youtu.be/ZsRRCnque2E?si=coND8zQseLboOpEt)
— YouTube

•
de.wikipedia.org/wiki/RP2040

•
Busch Microtronic Computer System: Computergeschichte (homecomputermuseum.de/sammlung/detailansicht/c…)
— homecomputermuseum.de

•
Buy a Raspberry Pi Pico – Raspberry Pi (raspberrypi.com/products/raspberry-pi-pico)
— Raspberry Pi

•
Computer-Lehrbaukasten von Philips (norbert.old.no/elfers/cl1601.html)
— norbert.old.no

•
Saleae Cart (usd.saleae.com/products/saleae-logic-8)
— usd.saleae.com

•
Großrechner – Wikipedia (de.wikipedia.org/wiki/Großrechner)
— de.wikipedia.org

•
Hercules (Emulator) (de.wikipedia.org/wiki/Hercules_(Emulator))

•
23 (1998) :star: 7.2 | Thriller, Drama (imdb.com/title/tt0126765/?ref_=fn_al_tt_1)
— IMDb

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de.wikipedia.org/wiki/Z/VM

•
Extended Binary Coded Decimal Interchange Code (de.wikipedia.org/wiki/Extended_Binary_Coded_De…)

•
Z Systems (de.wikipedia.org/wiki/Z_Systems)

•
Sita (IT-Unternehmen) (de.wikipedia.org/wiki/Sita_(IT-Unternehmen))

•
de.wikipedia.org/wiki/OS/2

•
de.wikipedia.org/wiki/Fernschreiber

•
en.wikipedia.org/wiki/HEPnet

•
de.wikipedia.org/wiki/X.25

•
Virtual Address eXtension (de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Address_eXtension)

•
Chaos Computer Club (de.wikipedia.org/wiki/Chaos_Computer_Club#NASA…)

•
Bootstrap (x25.org)
— x25.org

•
Anderson Jacobson (en.wikipedia.org/wiki/Anderson_Jacobson)

•
USR :: USR5686G Serial Faxmodem (usr.com/products/56k-dialup-modem/usr5686g)
— usr.com

• …

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Tim Pritlove So, es wird sich schon geräuspert, das heißt gleich werden wichtige Dinge verkündet. Hallo, hier ist die Freak Show, schönen guten Abend bei SAMM. Eure Audiodatei der Wahl im Internet, die ihr heruntergeladen habt.

roddi Oder gerade live hört.

Tim Pritlove Ja, oder so. Auf jeden Fall eine Audiodatei und da gibt es so viele zur Auswahl, da muss ich sagen, da freue ich mich jedes Mal wieder. Wenn ihr euch für diese Audiodatei entscheidet, so sieht es nämlich aus. Hallo, herzlich willkommen, ich bin Tim und ich grüße die Runde von rechts nach links, von mir aus gesehen selbstverständlich.

Tim Pritlove Eine Information, die für alle Hörerinnen und Hörer vollkommen irrelevant ist in gewisser Hinsicht, oder? Aber wir müssen uns ja schon auf das spaziale Zeitalter vorbereiten. Spatial Computing, das kommt jetzt. Im Prinzip können wir uns schon mal in diesem spatialen Raum positionieren. Rechts von mir hat sich Roddy positioniert. Hallo Roddy.

roddi Ja hallo ihr Spatzen.

Tim Pritlove Und direkt daneben etwas weiter nach links hören ist Ralf.

Ralf Stockmann Einen wunderschönen guten Abend.

Tim Pritlove Und noch ein bisschen weiter nach links haben wir unseren Gast für heute dabei, nämlich Hans, hallo Hans.

Hans Hübner Hallo und guten Abend.

Tim Pritlove Hans, Hans Hübner und du warst auch schon mal da, haben wir festgestellt, ich hab dich eingeladen, ich dachte mir so, Hans du müsstest mal in die Freakshow kommen und dann so, ich war doch schon mal irgendwo bei euch, was war denn das, Freakshow kenne ich nicht, hast dich an nichts erinnert, das finde ich immer super irgendwie, wir kennen uns seit Ewigkeiten aber du hast keine Ahnung was ich mache.

Ralf Stockmann Na da hieß es auch noch anders.

Tim Pritlove Vor 8 Jahren?

roddi Nee.

Tim Pritlove Nee.

roddi Das ist länger her.

Ralf Stockmann Die Umbenennung von Mobile Max zu Freak Show ist doch eine Kürze. Das gucke ich jetzt mal nach.

Tim Pritlove Ja kommt mal nach, also das heißt schon lange jetzt Freakshow und zwar seit, das ist auch mal eine interessante Information, die letzte Mobile Max war 114 und das ist vom 11. Juli 2013, also 10 Jahre her, also haben wir verpasst in gewisser Hinsicht, stimmt, also diese Sendung heißt, wenn es nach mir geht, ich würde ja den alten Namen gerne vergessen machen.

Tim Pritlove Aber das war keine gute Idee.

Hans Hübner Ich wäre auch nicht gekommen.

Tim Pritlove Ja, zu Recht. Ich weiß gar nicht wie mir das so lange, aber ich weiß warum es so lange gedauert hat, weil mir nichts gutes eingefallen ist. Und das ist für mich ein unerträglicher Zustand.

Ralf Stockmann Geht euch das auch so mit Jahreszahlen, dass ihr seit Corona völlig durch den Wind seid, was irgendwie vor wie vielen Jahren war? Also ständig habe ich den Eindruck, es muss vor zwei Jahren gewesen sein, ach nee, da waren ja noch diese drei Jahre Corona dazwischen, das heißt es muss irgendwie vor fünf Jahren gewesen sein.

Ralf Stockmann Irgendwo hat das bei mir so ein totales Loch, Zeitloch.

Tim Pritlove Drei Jahre Corona?

Ralf Stockmann Naja so, wie mein Daumen, siehst du da fängt es schon an.

Tim Pritlove Ich weiß gar nicht wovon du redest.

roddi Also ich weiß nicht, ob das jetzt mit Corona zusammenhängt oder nicht, aber ich glaube das habe ich einfach vergessen.

Tim Pritlove Also es ist trotzdem zehn Jahre her und da ist die Sendung in seinen legitimen eigentlichen Namen überführt worden, wie es eigentlich von Anfang an hätte heißen sollen und so ist es jetzt. So und irgendwann war Hans dabei, nämlich in der nach dir benannten Sendung, Hacker Nummer 5. Darauf haben wir uns dann geeinigt, du bist Hacker Nummer 5.

Tim Pritlove Hacker Nummer 1 wolltest du nicht, obwohl du es wahrscheinlich trotzdem warst, wer die Sendung nicht mehr im Kopf hat. Wir müssen das kurz sagen Hans, weil das gehört zu dir. Du bist halt, weiß ich nicht, also du warst mit einer der ersten, wie soll man das nennen, Datenreisenden so in Deutschland? Kann man das so sagen?

Hans Hübner Ja, wir waren nicht so viele. Deswegen war es leicht die Nummer 5 zu sein, aber der erste war ich mit Sicherheit nicht.

Tim Pritlove Ja. Ja aber halt, keine Ahnung, einstellig irgendwie, was auch immer. Also es ist ja nicht so, dass alle registriert wurden, aber was man sich halt nicht so richtig klar macht, denke ich, oder was immer schwerer wird sich das noch vorzustellen, wenn man so in die alten Zeiten blickt, wie es mal war. Und wie es bei einem mal nicht war.

Hans Hübner Wir waren einfach sehr sehr wenige, also es war eine sehr kleine Gruppe von Leuten, die sich dann getroffen haben, online und dann auch irgendwie mal live, aber du kanntest halt alle, wenn du in der Szene unterwegs warst und so war es halt, also deswegen, ja, wer war der erste, keine Ahnung. Aber wir waren halt nur so, weiß ich nicht, 30, 40, 50 Leute Anfang der Acht oder Mitte der Achtziger, als wir da so angefangen haben.

Hans Hübner Aber andererseits ist es natürlich auch so, dass wir auch eine Bubble waren, eine Bubble von den Leuten, die irgendwie Teenager waren und das aus Jux und Dollerei betrieben haben und es gab natürlich auch noch andere Leute, die online waren, die mit uns auch nichts zu tun haben wollten. Insofern, naja, das ist halt auch wie heute. Die Bubbles gab's schon immer.

Tim Pritlove Babels gab es schon immer, genau. Ich würde auch sagen es war so eine Pionierzeit. Wie bist du denn überhaupt, da haben wir glaube ich letztes mal noch nicht so drüber geredet, aber kannst du dich noch dran erinnern wie du überhaupt auf das Thema gekommen bist? Also ich meine man muss ja überhaupt da auch erstmal einen speziellen Zugang haben in so einer. Modelleisenbahnen, Elektronikmagazine.

Hans Hübner Und dann in den Elektronikmagazinen gab es dann Bauanleitungen für Computer.

Tim Pritlove Okay und spezifisch die Datenreisen?

Hans Hübner Online? Naja, irgendwann wurde dann über DFÜ gesprochen, Datenfernübertragung. Das war natürlich auch interessant, zumal sie bei uns in der Schule auch einen Akustikkoppler hatten, mit dem sie auf den FU Mainframe zugegriffen haben, um da die Stundenpläne auszurechnen.

Tim Pritlove In welchem Jahr bist du jetzt gerade in Gedanken?

Hans Hübner Ich bin jetzt gerade ungefähr 84 und es ist schon attraktiv, wenn man in so einen Raum reinkommt, wo 5 Apple 2 stehen und ein Akustikkoppler und ein Telefon mit so einem Schloss. Schloss am Telefon. Das weckt die Neugier. An der Wählscheibe? Ja das war eine Wählscheibe und da gab es ein Wählscheibenschloss.

Tim Pritlove Ja, oh Gott.

roddi Damit man die Scheibe nicht dreht, fasse dich an kurz.

Hans Hübner Genau, fasse dich kurz. Der Informatikraum, der wurde freigeräumt für die Apple Spice, da stand vorher noch eine IBM S34 drin, oder was, 36, irgendwie so ein Rechner, der war ungefähr zwei Meter lang und 1,30 hoch und so 80 breit. Und der sollte da weg und Platz machen für die Apples, die angeschafft wurden.

Hans Hübner Das waren irgendwie fünf Apples, ein paar mit Z80 Karte und so. Ganz toll. Und ich hab gesagt, ich möchte diesen Großrechner haben. Ja, nimm mit. Und dann hab ich mich irgendwie zwei Wochenenden mit dem Teil versucht zu befassen, aber das war halt IBM aus der Zeit in den 80ern. Das war alles aus Stahl, alles irgendwie zusammen mit großen Schrauben und so weiter. Und irgendwann hab ich dann gesagt, nee, das kann ich leider nicht mitnehmen und musste den stehen lassen. Jetzt bereue ich das natürlich.

Hans Hübner Ich hätte wenigstens das Terminal mitnehmen sollen und die Tastatur.

Tim Pritlove Genau, weil mittlerweile bist du ja voll im Retro-Computing wieder gelandet, vielleicht hast du es auch nie verlassen, ich weiß es nicht, aber es hat zugenommen. Ich bin einfach zurückgeblieben. Genau, deswegen habe ich dich auch eingeladen, weil das wollen wir uns dann nochmal genauer anschauen. Ja mit der DFÜ, also 84 hast du angefangen, so richtig?

Hans Hübner Also 83 oder so Anfang der 80er kam ZX81 auf und war dann irgendwie in den in den einschlägigen Elektronikmagazinen, waren dann seitengroße Anzeigen für 200 Mark, 500 Mark hat erst der ZX80 gekostet und dann gab es den ZX81 für glaube 200 Mark als Bausatz und 300 Mark fertig. Dann kam das in die Region dessen, was für mich als Schüler, ich war 16, 15, 14, Teenager, was so langsam in die Region ging, das könnte sein, dass ich sowas auch mal haben kann.

Hans Hübner Und dann haben wir, also ich war dann natürlich irgendwie auch sehr schnell als Computerfreak verschrien und hab dann auch mal eine Schülerzeitung gesetzt auf dem Computer, das kam nicht sehr gut an. Und auf dem konntest du dann halt Blogsatz machen und dann haben wir eine Ausgabe des Waldwunders, so hieß unsere Schülerzeitung, das Waldwunder, haben wir dann mit diesem Gerät gesetzt, was, es blieb bei mir dem einen Mal, weil das fanden eigentlich alle dann doof und computerig und nein und lass uns lieber wieder Littraset, okay.

Hans Hübner Aber ich war zufrieden, also mir hat Spaß gemacht, wir haben irgendwie ein Wochenende bei Michael an dem Ding rum gesessen und die Zeitung gesetzt. Aber das war so, das waren die Anfänge so, Mitte der 80er.

Tim Pritlove Ich hab 87 Abi gemacht und natürlich durchgesetzt, dass die Abi-Zeitung selbstverständlich auf dem Computer produziert wird, was ich, auch rückblickend muss ich sagen, war schon sehr advanced. Besondere auf einer Waldorfschule.

Hans Hübner In der Tat.

Tim Pritlove Aber die ist, wenn ich mich jetzt richtig zurück erinnere, habe ich das damals auf, muss ich echt mal nachdenken. Kann kein Mac gewesen sein, ne das muss ich irgendwie. Page-Maker?

Hans Hübner Es gab Color-Mode.

Tim Pritlove Ne, ne, ne das war noch nicht. Nee, nee, nee, nee, nee das haben wir auf dem C64 gemacht. Auf dem C64 haben wir das Ding gemacht. Genau das war nämlich noch vor DTP, das war im C64, ich glaub mit Visavoid irgendwie auf dem C64. Das war dieser Textprozessor da, die ganzen Texte gemacht auf dem FX80 Matrix Drucker. Epson FX80. Großartiges Gerät.

Hans Hübner Aber noch nicht near letter quality. Später kam dann near letter quality mit 24 Nadeln.

Tim Pritlove Luxus, sowas könnten wir uns damals nicht leisten. Nee das war noch guter 9 Nadel Druck und so und dann haben wir das ganze. Ich meine, ich komme mich selber ins Grübeln gerade, habe ich das nicht sogar anders schon, ne ich hab doch richtig schon mit Fotos mit DTP gemacht und so weiter, das ging auf dem Laser raus, gab's doch schon ne 87.

Hans Hübner Der erste Laser der verfügbar war, war am Apple.

Tim Pritlove Ja aber ich hab das damals nicht auf dem Mac gemacht oder doch?

Ralf Stockmann Also 1990, als ich meine Schulzeitung umgestellt hab, das zieht sich so ein bisschen durch hier, da hatten wir definitiv einen Laserdrucker, aber es ist halt drei Jahre, war in der Zeitraum natürlich auch in der Ewigkeit, aber ich komm auch echt nicht mehr darauf, welche Software das war. Ich dachte gerade instinktiv irgendwie CorelDraw, aber kann's nicht gewesen sein, da kam 89 die erste Version überhaupt aus.

Tim Pritlove Da muss ich jetzt selber nochmal drüber nachdenken. Wie auch immer, auf jeden Fall, ich hab das jetzt nur erwähnt, weil das einfach so ein typischer Move war von uns, so digital inspirierten Schülern, so genau in diesem Publishing Bereich, weil da war irgendwie alles schon mal irgendwie da. Da gab's so eine Infrastruktur und das hat so viel Arbeit erspart im Vergleich zu dem Rest.

Tim Pritlove Wir haben schon noch das Layout am Ende am Leuchttisch gemacht. Also am Ende war es schon Ausschneiden und Fixo Gum. Also von daher war es nicht so voll DTP damals. Ich glaube es war wirklich FX 80 und Ausschneiden und so weiter. Und dann mit fixem Gumm auf dem Leuchttisch und so und dann hast du seine Vorlagen, aber immerhin so mit Spalten, Fotos, gerastert, hatte alles so seinen Charme, ja ja, ach ja, Gott, ach die.

roddi Nee, wir sind damals irgendwie durch alle 16-Bit-Computer durchgegangen, die irgendwie so zu kriegen waren. Erst ein Apple Mac, also dieser uralte Würfel-Mac und dann, ich glaube, auf einem Atari ST nochmal und dann nochmal auf einem Amiga. Und wir haben es, glaube ich, auch auf einem 24-Nadel-Drucker ausgedruckt dann.

roddi Und das Lustige war, wir hatten an der Schule einen, der arbeitete irgendwie bei Münchener Merkur und da konnte man dann so hintenrum, Mit Überstunden von den Druckern konnte man sich das dann drucken lassen. Die hatten dann auch tatsächlich richtig schön gerastete Fotos und so, das sah immer sehr edel aus.

Tim Pritlove Es gibt keinen Artikel in der Wikipedia zum FX80? Das ist ja nicht euer Ernst. Aber es gibt, ja, immerhin noch eine Seite bei Epson zum Thema FX80, das finde ich ja interessant. Aber wieso gibt's denn keine, wisst ihr nicht was das für ein Gerät für, das ist das Wikipedia Problem, alles was vor dem Start dieses Projektes stattfand, das kann man denen auch nicht klar machen, ich hab auch mal irgendwas reingeschrieben so hier das war damals toll und so, ah nee komm, nicht relevant.

Tim Pritlove Naja, naja, okay gut. Wir werden noch ganz viel in die alte Zeit schauen heute, aber jetzt machen wir erstmal ein paar Feedback Sachen. Ihr habt wieder fleißig kommentiert und gibt auch noch ein paar andere Dinge. Erstmal eine kleine Hausmitteilung, was euch vielleicht aufgefallen ist, ist eigentlich auch total unwichtig, aber ich erwähne es einfach trotzdem mal.

Tim Pritlove Ich hab's jetzt endlich nach vielen Jahren geschafft mal meine Webseiten dahingehend zu konsolidieren, dass hier oben über der Webseite so ein kleiner Balken ist, wo man mal alle anderen Podcasts auch noch entdecken kann. Ich treffe immer wieder Leute, die völlig überrascht sind und so weiter. Ach, du hast noch mehr als einen Podcast? Und dann, weißt du, gibt Leute, die hören irgendwie nur das und nur das und nur das und ich hab das jetzt mal alles ein bisschen konsistenter dargestellt.

Tim Pritlove Könnt ihr mal draufklicken und so. Klickt da mal hin und her und dann kommt da auch irgendwann der Banner mit hier die Meta-Ebene braucht deine Unterstützung.

Ralf Stockmann Wie hieß das noch? Blockroll? Kann das sein? Dass man verschiedene befreundete Blocks oben in den Header reingepackt hat.

Tim Pritlove Ja, Blockroll.

Ralf Stockmann Auch so ein Begriff, den man seit 10 Jahren nicht mehr gehört hat.

Tim Pritlove Nee, das ist, oh.

Ralf Stockmann Es gibt keine, oh jetzt, Bericht Hitchcock von der Meta-Insel.

Tim Pritlove Halt, das ist Kabelangel. So, gerade noch gerettet. Hier wäre fast was runtergefallen, aber ich habe es gerade noch abgefangen. Genau. Und dann wollte ich noch darauf hinweisen, es gibt ja quasi dann eben auch noch zusätzlich so eine Metaebene, Hauptwebseite Metaebene.me, und da blogge ich auch ab und zu mal. Und zwar immer dann, vor allem, wenn es Hörerinnentreffen gibt.

Tim Pritlove Und daher der Hinweis, dass ich am 27.10, das ist von heute, wo wir heute aufnehmen, wir nehmen heute am 19.10.2023. Auf, noch 8 Tage hin, dann bin ich nämlich in Bremen, also am Freitag, 27.10. Und ich suche da auch noch eine Location, wenn ihr Lust habt dabei zu sein, soll einfach eine gemütliche Quatschrunde irgendwo sein, dann geht doch mal bitte auf METAEBENE.ME, und guckt euch mal den Post da an, da steht irgendwie alles, was ihr wissen müsst.

Tim Pritlove Wenn ihr dabei sein möchtet, dann einmal kurz bitte da ein Plus Eins in die Kommentare schmeißen. Und vor allem wäre ich sehr dankbar für Hinweise, wo man sich gut treffen kann, weil ich kenne Bremen nicht gut genug und suche immer so nach Lokalitäten, wo man gemütlich zusammensitzen, was essen kann und das Ganze in einer Atmosphäre möglichst, in der...

Tim Pritlove Man sich auch versteht, also so superlaute Orte, das ist es irgendwie immer nicht.

roddi Sagen wir mal, diese Leiste mit den Podcasts, das ist das, was du hier im Sendungsplan als Meta-Bar bezeichnet hast? Ja, genau. Ok, schade, ich dachte es gäbe jetzt irgendwie Kaltgetränke oder so.

Tim Pritlove Kaltgetränke gibt es ja hier auch. Nee, das ist einfach nur so ein kleiner Bar, speziell für mich hier zusammen gehackt, damit das mal nicht ganz so schlimm ist mit der Unübersichtlichkeit. Gut, dann hast du, Roddy, deine Wärmebildkamera mitgebracht.

roddi Von dem unaussprechlichen Hick Micro. Wenn du weißt, wofür die Abkürzung Hick steht, dann weißt du, dass das die aussprechbare Variante des Namens ist. Es handelt sich nämlich tatsächlich um eine chinesische Firma, die einen entsprechenden chinesischen Namen hat, den ich jetzt auch nicht wiedergeben kann, aber.

Tim Pritlove Ich habe Zweifel. Wir hatten ja das kurz angesprochen und es gab dazu ja auch Feedback. Willst du erstmal was zu deiner Wärmebildkamera noch sagen? Hast du ja eigentlich alles gesagt und jetzt haben wir sie mal hier.

roddi Eigentlich habe ich alles gesagt. Also ich habe auch schon die ersten Erkenntnisse gewonnen, zum Beispiel, dass ich im oberen Badezimmer tatsächlich eine Bodenheizung habe. Da sind also Wärmeschlangen unter dem Fußboden. Das wusste ich so noch nicht. Aber man kann sie mit der Wärmebildkamera deutlich sehen.

Tim Pritlove Ach, das ist ja cool.

roddi Und was halt auch sehr nett ist, ist also wirklich Stand-by-Geräte suchen. Also es ist immer wieder erstaunlich, welche Geräte wie viel Wärme erzeugen dadurch, dass sie halt Strom verbrauchen, wenn sie eigentlich nix tun. Zum Beispiel die Apple TV leuchtet ganz hervorragend im Wohnzimmer. Und naja, was ich schon erwähnt hatte, waren diese Rollladen, hoch und runter, Machtschalter, also die sind, verbrauchen auch relativ viel Strom und echt krass.

Ralf Stockmann Also ich schwenkte hier gerade quer durch die Meterebene, das ist total awesome. Das ist wirklich ein wahnsinns cooles Spielzeug. Ich hab auch schon erste Dinge entdeckt auf die ich so vorher nicht gekommen wäre. Ich halt hier mal mein Macbook Pro hoch und jetzt schaut mal wo hier der heißeste Ort des Macbook Pros ist, die unterhalb der Command Taste.

Tim Pritlove Hast du die so oft gedrückt?

Ralf Stockmann Aber auch nur unterhalb von der. Alles andere ist, ich hab die jetzt seit zig Minuten nicht angefasst. Ja gut, hier hinten wo die Lüftungsschlitze sind, da ist es noch heißer, aber ansonsten und das ist bei Roddy ähnlich, auch bei Roddy ist ein Backbook, ist die Command-Taste, du hast nicht ganz so einen Spike drin wie ich.

roddi Was auch spannend ist, ich laufe gerne barfuß rum und man sieht dann immer die Fußabdrücke, weil man natürlich mit den warmen Füßen den Boden warm macht.

Ralf Stockmann Oder hier Jul Brunner in Westworld.

Tim Pritlove Also meine Option-Taste hat auch eine gewisse Wärme.

roddi Also ich kann das empfehlen, das macht Spaß.

Ralf Stockmann Also irgendwas liegt da einfach drunter, irgendein Chip.

Tim Pritlove Das ganze Gerät ist ziemlich warm überhaupt.

roddi Ja das, man darf nicht, du musst vorsichtig sein, alle Glasscheiben spiegeln relativ gut die Infrarotstrahlung. Also am besten ist halt, ich hab so einen Kühlschrank mit einer Glasscheibe, wenn man sich da davor stellt, dann ist das halt ein optimaler Spiegel für Infrarot. Ansonsten ja, also.

Tim Pritlove Aber das ändert sich hier sehr, je nachdem wo ich hier irgendwie hinzeige und hinzoome, hell mal dunkel.

roddi Ja, die Kamera macht immer den heißesten Punkt oder wärmsten Punkt weiß und den kältesten Punkt dunkel lila. Und dazwischen diesen komischen, Regenbogen ist es ja nicht, aber diesen Farbverlauf von gelb, orange, rot, lila, es gibt noch andere Farbpaletten, wenn einen das stört.

Ralf Stockmann Also Calibrating steht dann auch auf dem Display drauf.

roddi Ja warum auch immer, dass der das ab und zu macht, dass er da kalibriert.

Tim Pritlove Das ist echt interessant, also meine Audio Komponenten hier, meine Kompressoren, die sind irgendwie richtig heiß, der Switch von Cisco, nix. Krass. Und der Mac Pro, der ist natürlich hinten auch.

roddi Du musst immer die eigentlichen Messergebnisse, also du hast ja immer den, in der Mitte hast du dieses Fadenkreuz und da steht dann auch dabei wie die Temperatur ist, weil wie gesagt, wenn du jetzt da ein Drink mit Eiswürfeln daneben stellen würdest, dann wäre alles ganz besonders hell.

Tim Pritlove Achso, weil es dann relativ ist sozusagen.

roddi Genau, weil er immer wieder die Farbskala, die skaliert er immer zwischen dem wärmsten und dem kältesten Punkt.

Tim Pritlove Aber es ist trotzdem offensichtlich, dass der Switch keine nennenswerte Wärme von sich gibt und so. Das ist wirklich interessant. Ich glaub sowas brauch ich auch.

Hans Hübner Konsumwunsch geweckt.

roddi Hören sie zu wie Tim Wärmebilder guckt.

Ralf Stockmann Es ist so ein Gerät, wo sich instantan einfach Freude einstellt, weil es eben so eine Ebene sichtbar macht, die uns Menschen ansonsten halt einfach verschlossen ist und so als... Zugeschaltete Realitätsebene. Daumen hoch.

Tim Pritlove Okay. Zum Thema Brandname gab es einen Kommentar bzw. Einen Hinweis auf ein Video von folie42. Das habe ich mir kurz angeschaut. Und da gibt es eine interessante Geschichte, wo diese ganzen Brandnames herkommen. Wir hatten ja darüber gesprochen, diese merkwürdigen, unaussprechlichen, sechs bis neun Buchstaben langen Produkte, die es nur auf Amazon gibt und nirgendwo sonst.

Tim Pritlove Also es gibt dann vielleicht auch nochmal so ein paar Backup Webseiten, die, dann so tun, als wenn es diese Firma wirklich gibt. Naja, aber wie das dann so ist, haben sie nicht mit der Kreativität des Internets gerechnet, weil diese ganzen China-Händler dann halt einfach gesagt haben so, Ah ok, also wenn ich mir sozusagen unter Flower Power Enterprises versuche irgendwie den Namen zu registrieren, dann dauert das halt ewig, weil das so ein Name ist, den man gegen alles mögliche checken muss.

Tim Pritlove Aber wenn meine Firma halt Gillyxycukn heißt so, dann ist das sozusagen Nulltreffer auf Google und keiner weiß was das ist und dann wird das einfach durchgewunken. Was dazu geführt hat, dass einfach massenhaft diese Trademarks innerhalb kürzester Zeit bewilligt werden und die damit eben die Anforderungen für Amazon erfüllen.

Tim Pritlove Ob das dann die Qualität letzten Endes verbessert, das weiß ich jetzt noch nicht so ganz genau, aber das ist sozusagen der Grund und das USPTO, also das Patent- und Trademark Office, schwitzt wohl mittlerweile, weil die so ein Antragsflow auf einmal verarbeiten müssen, dass sie wahrscheinlich sogar extra noch mal drauf scheißen, da irgendwas zu prüfen, naja.

roddi Ja aber also Hikmikro ist nicht eine dieser Firmen, sondern die haben schon seit längerer Zeit auch ein Portfolio von Produkten, also es ist jetzt nicht so, dass die einfach nur.

Ralf Stockmann Und Trolley hat sie vor einem Monat gekauft und es gibt die Firma immer noch, siehste?

Tim Pritlove Ja gut, also ich meine, woran machst du das jetzt fest? Also weil es eine Webseite gibt oder?

roddi Ne, weil es schon ältere Produkte gibt, die sie schon… Älter? Als in zwei Jahre, drei Jahre?

Ralf Stockmann Ja aber das kostet 400 Euro, ich glaub das ist echt, oder 470, das ist echt nicht so der Preisrange in dem diese Firmen da unterwegs sind.

roddi Die kosten aber alle so viel, diese Kameras.

Ralf Stockmann Nein, die Kameras, das mag ich nicht, sondern die Firmen, die halt dann irgendwie alle zwei Wochen ihren Namen durchrotieren. Ich glaube, das ist eher so diese unter 20 Euro Geschichte.

Tim Pritlove Kann schon sein. Kann schon sein. Naja, auf jeden Fall so funktioniert der ganze Sport.

Ralf Stockmann Die Natur bahnt sich ihren Weg.

Tim Pritlove Dann gab es Kommentar von Kreta. Äppel sind die besten, weil sie USB-C schon vor dem Feuer erfunden haben und Starlink ist total unproblematisch. Weiter so mit dem privilegierten Talk. Genau, jemand anders meinte das wäre auch wieder so ein Boomer Moment gewesen. Ich will darauf hinweisen, ich bin kein Boomer, sondern die andere Generation X, genau, die coole Generation X.

Hans Hübner Alt bist du trotzdem.

roddi Aber noch nicht ganz so alt.

Tim Pritlove Ich meine Buma ist ja auch eine Unterstellung. Da geht es ja den Leuten nicht darum auf ein Alter hinzuweisen, sondern sozusagen ein Nichtverständnis von Dingen zu insinuieren. Das passt auch ganz gut auf diese Generation, aber definitiv nicht nur auf die Generation, also auch in unserer Generation und auch in allen Generationen danach ist die Quote an nix checken eigentlich konstant.

Tim Pritlove Das macht sich dann vielleicht bei älteren Leuten ein bisschen bemerkbar oder es ist einfacher das da drauf zu werfen. Wie auch immer, ich nehme das ja an, zwei Teile hat die Kritik und zwar unsere USBC Diskussion. Und ich will das ja auch gar nicht weiter vertiefen, aber nochmal klar machen, mir ging es bei den Anmerkungen im Wesentlichen darum, Dieses Argument mit USB-C ist ja total nützlich, weil es ist ja jetzt ein Standard und deswegen müssen ja alle das jetzt irgendwie nehmen.

Tim Pritlove Versus dieser anderen Debatte mit, wenn wir das jetzt irgendwie standardisieren, dass alle USB-C als Ladegerät und als Ladekabel haben, dann verhindern wir ganz viel Elektromüll und die Welt wird gerettet. Und das ist halt so eine Perspektive, die irgendwann sicherlich in der Zukunft mal eine Chance hat sich realisieren zu lassen, aber definitiv.

roddi Bis der nächste Standard kommt.

Tim Pritlove Ja bis der nächste Standard kommt und deswegen hab ich ja drauf hingewiesen. Also was man jetzt schon wieder nochmal an Adaptern kaufen muss etc und in neue Probleme reinläuft. Ich hab auch gleich noch ein anderes Beispiel wo man mit USB-C wieder die Karten liest, also das ist alles auch nicht unbedingt immer so schön.

Tim Pritlove Naja, wie auch immer. Ich glaube wir müssen das gar nicht weiter vertiefen. Was Starlink betrifft hat er natürlich insofern recht oder sie, ich weiß nicht wer es ist, auf jeden Fall, weil ich habe ja nur im Prinzip Starlink die Technik kurz vorgestellt und was ich so für Erfahrungen damit gesammelt habe. Spoiler, ganz gute.

Tim Pritlove Hat funktioniert. Ja, es funktioniert. Also 1A Unboxing Experience, hab ich das überhaupt erwähnt? Ja, ausführlich. Also das war wirklich toll.

Ralf Stockmann Ich habe darauf hingewiesen, dass das eigentlich kein Unboxing war. Aber egal.

Tim Pritlove Wieso?

Ralf Stockmann In meinem Kopf war sofort, dass das so eine Apple-like Verpackung ist, wo alles so schön elegant verpackt ist. Das ist ja das, was man heutzutage so mit Unboxing eigentlich. Und dir ging es aber darum, welche Schritte muss ich ausführen und wie klar ist quasi der Prozess, bis die ersten Bits und Bytes fließen.

Ralf Stockmann Das ist nicht das, was ich als Unboxing bezeichne.

roddi Sondern Aufbauing oder was?

Ralf Stockmann Ja oder Inbetriebnehming. Aber nicht Unboxing. Unboxing, da geht es um die Schönheit der Verpackungsform. Das ist ein Unboxing.

roddi Ja so würde ich das auch sehen. Da musst du gar nicht so gucken.

Tim Pritlove Ja ich verstehe schon, worauf du hinaus willst.

Ralf Stockmann Ich frage mich nur gerade, ob das… Ich hab mir ein Unboxing Video angeguckt und das erste was du halt siehst ist diese braune Wellpappe. Das ist kein schönes Unboxing, eindeutig nein.

Tim Pritlove Braune Wellpappe?

Ralf Stockmann Naja, halt einfach diese braune geformte gepresste Pappe in der die Sachen halt verpackt sind. Sowas hast du bei Apple nicht. Achso. Es gibt kein Apple Produkt was jemals in so einer braunen Pappe, jemals weiß ich nicht, aber sicherlich in den letzten zehn Jahren wurde niemals ein Apple Produkt, was ja quasi so die Könige des Unboxing Videos sind.

Ralf Stockmann In so einer Pappe, du guckst jetzt wie ein Pferd, als ob du wirklich nicht wüsstest worauf ich hinaus will.

Tim Pritlove Ich finde halt einfach heutzutage, also in Betriebnahme im Sinne von. Das man zumindest verstanden hat, also Unboxing ist für mich mehr als nur ein Karton aufmachen.

Ralf Stockmann Du meinst aber, ich hätte das jetzt eher als Onboarding bezeichnet.

Tim Pritlove Onboarding. Okay. Unboxing slash Onboarding, was an sich, wenn man es so ausspricht, auch schon mal ein ziemlicher Zungenbrecher sein kann. Die Unboxing Onboarding Experience. Oder On Boxing oder On Boarding. Auf jeden Fall ist die gut. Nicht so gut ist die Starlink Politik von Herrn, wie nennt man den jetzt?

Tim Pritlove Der Oberschurke. Oberschurke, Elmo sagen manche. Elmo. Find ich aber nicht ganz gelungen, noch nicht hatte ich noch irgendwas anderes cooles gehört. Space Karen. Space Karen ist geil.

roddi Space Karen ja.

Tim Pritlove Wobei er ist schon so ein bisschen über den Karen Modus schon hinaus, also man muss den echt schon mal woanders abspeichern. Okay, also Space Karen ist auf jeden Fall mittlerweile überhaupt nicht mehr waschecht und ich hab keine Ahnung wohin und wie weit der Typ noch abdriften will, das kann auf jeden Fall noch eine Menge Ärger geben.

Ralf Stockmann Wir haben darüber geredet, muss man sagen. Wir haben am Ende so einen 5 oder 10 Minuten Blog über Ukraine und was da die genaue Situation war. Das war nicht der Schwerpunkt, aber es ist nicht so, dass es komplett unterm Tisch war.

Tim Pritlove Und das sind für mich halt zwei Aspekte. Das eine ist halt einfach die Technik und das Produkt und auch so deren Service. Und das funktioniert alles super und der Rest ist halt nicht ganz so super.

Hans Hübner Naja, aber das ist ja genau die Strategie, über tolle Produkte quasi Loyalität zu schaffen, nicht wahr?

Ralf Stockmann Beziehungsweise ich würde sogar noch zuschärfen, um überhaupt diesen Level von Produkten erreichen zu können, musst du halt ein Arschloch sein und das hat die Welt dann so hinzunehmen, das ist so ein bisschen das Narrativ, was ich da immer mit reinlese und das finde ich natürlich brandgefährlich. Das ist das, was wir bei Steve Jobs bis zu einem gewissen Grad auch hatten.

Ralf Stockmann Menschlich halt irgendwie in Totalausfall und in den Meetings unausstehlich, aber diese Produkte, die da rausgekommen sind, das will sich mir mal nicht erschließen, warum man nicht auch irgendwie eine gute Produktphilosophie und Entwicklung betreiben kann, ohne ein Arschloch zu sein dabei.

Hans Hübner Ja da fehlt halt dann das Karisma.

Tim Pritlove Ja da ist menschlich in Ordnung, aber das Entertainment wo ist denn da das Entertainment? Ja das ist schwierig also.

roddi Naja das hat er ja eingesehen, jetzt lässt er die anderen entertainen das ist schon okay.

Ralf Stockmann Und bei Musk finde ich das extrem ausgeprägt, also ich finde der trägt das ja so als wirklich Image vor sich her bis hin zu irgendwie halt irgendwo im Spektrum halt irgendwie Asperger oder was er behauptet, weiß mir immer nicht so genau, finde ich also hochgradig problematisch.

roddi Ich finde Elon ist auch schwer zu ertragen wenn der so eine Vorstellung von irgendwas hat, macht.

Hans Hübner Aber er ist einfach genial. Und deswegen muss man das hinnehmen, dass er eben nicht so gut rüberkommt. Weil was er sagt ist alles so fundiert und so, ja.

Tim Pritlove Du musst deine Ironie noch mehr taggen jetzt hier in dem Podcast.

Hans Hübner Wieso? Also ich hab neulich ein sehr schlimmes Erlebnis gehabt und ich hab leider nicht richtig reagiert. Ich musste einen Bewerber interviewen bei uns in der Firma und hab den, also ich bin ja Entwickler und hab den als Entwickler interviewt. Und dann habe ich gefragt... Welche, welche, welche Personen denn so, also wen er so als Vorbild oder als Person in seinem Berufsleben nennen würde und hätte irgendwie sowas erwartet wie, weiß ich nicht, Peter Norwick oder, oder weiß ich nicht, Paul Allen oder irgendwie, also irgendwie irgendjemand, der irgendwas gemacht hat und dann fällt dem nichts besseres ein, als zu sagen, ja, Elon Musk for the Ambition.

Hans Hübner Und da hab ich irgendwie gedacht so, oh Gott. Und dann hab ich statt zu sagen, ja okay, den stellen wir mal lieber nicht ein, haben wir ihn jetzt leider doch an der Backe. Ist ein junger Mensch, lebt bei seinen Eltern und findet Elon Musk toll. Und das ist schon irgendwie schwierig, weil diese jungen Menschen, die dann so abfahren auf so einen Typen, der so wirklich zweifelhaft ist, das finde ich schon echt schwierig.

Hans Hübner Also das war nicht meine beste Stunde, vielleicht sollte ich nicht so viele Leute einstellen.

Tim Pritlove Ja mit den Vorbildern ist das ja auch schwierig, also auf wen kann man sich schon noch einschießen?

roddi Ja solange die noch leben können wir alles irgendwie zu Arschlöchern werden. Ist echt schwierig.

Tim Pritlove Und werden vor allem langsam alle irgendwie.

Hans Hübner Das Alter macht nicht nur schön. Eigentlich macht das Alter nicht schön und auch.

Tim Pritlove Okay. Vielleicht kriegen wir ja noch ein paar gute Vorschläge hier im Chat. Haben wir noch sinnvolle Vorbilder? Hat noch irgendjemand was drauf? Und alle Tassen im Schrank.

Ralf Stockmann In der Zeit sogar zwei, auf die ich erst vor ein paar Wochen unabhängig voneinander gestoßen bin. Das eine ist der Kemper, von dem hatte ich ihm die letzte Sendung glaube ich am Anfang erzählt, der dieses Gitarren-Amp-Simulationsgerät gebaut hat, weil was ich letzte Sendung nämlich gar nicht darauf hingewiesen hatte ist, der bringt jetzt Updates raus, die grundlegend nochmal völlig neue Features einführen auf eine Hardware, die zehn Jahre alt ist.

Ralf Stockmann Das heißt also, Also er hat das ganze vor zehn Jahren so konzipiert von den ganzen Specs her, dass er jetzt noch in der Lage ist, wirklich grundlegend neue Funktionen rein zu implementieren. So die Weitsicht muss er erstmal an den Tag legen. Und das andere ist in der Tat einer der beiden Gründer vom Hamburger Miniatur Wunderland.

Ralf Stockmann Kennt ihr den Podcast von dem? Wie heißt der mit Nachnamen? Kannst du den nicht mal in die Show einladen?

Tim Pritlove Ich hab das schon mal probiert.

Ralf Stockmann Das ist doch auch so, der mag doch Öffentlichkeit.

Tim Pritlove Ja, der macht schon mittlerweile seine eigene Öffentlichkeit sehr gut mit seinen Kanälen und so weiter.

Ralf Stockmann Also da hab ich jetzt, weil zwei kleine Kinder und Miniatur Wunderland natürlich, das totale Paradies so und man läuft da ja so erstmal durch und denkt sich so naja, das ist halt schon sehr professionell gemacht, eine Modelleisenbahn, aber am Ende des Tages ist es eine Modelleisenbahn. Und dann war ich halt jetzt zum zweiten oder dritten Mal wieder da und dann war da in so einer Ecke aufgebaut, so eine kleine Skateboarder-Halfpipe.

Ralf Stockmann Und dann war da ein Skateboardfahrer drin und der fuhr halt in dieser Halfpipe, so rauf und runter und links und rechts. Denkst du, ach, das sieht aber hübsch aus. Und dann beugst du dich davor und guckst dir das etwas genauer an und du siehst so, okay, da ist jetzt irgendwie nichts unten drunter, es ist wirklich nur irgendwie diese sehr dünn modellierte Halfpipe und der macht sehr chaotische Bewegungen, die aber alle nach Skateboardfahren aussehen.

Ralf Stockmann Das heißt, es ist nicht irgendein vorgegebenes Pattern, was, wie zum Teufel, ja. So und dann habe ich das mal ein bisschen nachrecherchiert und dann stellt sich raus, das ist dieselbe Technik, die sie jetzt gerade für ihr großes Formel-1-Rennen für ihre Monte-Carlo-Welt gerade erfinden, die es weltweit so wirklich nicht gibt.

Ralf Stockmann Das heißt also, sie modellieren gerade Monte Carlo nach, wo ihr Mission Statement ist, dass sie, ich glaube, mit 8 oder bis zu 16 Autos ein echtes Formel 1 Rennen fahren wollen, auf einem Parcours halt im Maßstab 1 zu 20, wo jedes einzelne Auto KI gesteuert ist und sinnvoll im Sinne eines Formel 1 Wagens reagiert und kein Rennen wird so laufen wie das andere.

Ralf Stockmann Und was sie, muss man sich dann wirklich mal insgesamt so drei, vier Stunden um so die relevanten Sachen in seinem YouTube Podcast sich anzugucken, was sie da an Grundlagenforschung in Sachen Mechatronik hinlegen, weil niemand hat das so bisher hinbekommen einfach. Und sie haben jetzt irgendwie einen Platinenbauer gefunden, überhaupt weltweit, der ihnen überhaupt in die Lage ist, diese, weil die, letztendlich ist das halt magnetisch angetrieben und du hast dann halt unter der Straße, hast du dann riesige Pendels von Platinen liegen, die du dann quasi millimetergenau einsteuern kannst und oben das Auto ist letztendlich halt einfach nur magnetisch und wird dann also quasi immer nur einen Millimeter

Ralf Stockmann nach vorne geschubst oder nicht und die ganze Steuerung, wo welches Auto ist, wie die Logik ist, die ganze Software schreiben die komplett selber. Hunderttausende Zeilen von Code, nur um irgendwie ihre ganzen Sachen, also wahnsinnig coole Geschichte und ich glaube, wenn man dem ein paar Stunden zuguckt, das ist ein bisschen wie beim Podcast so, nach ein paar Stunden mit Stimme und Mensch beschäftigen hat man schon ein bisschen Eindruck, ich glaub der ist echt eine coole Sau, also auch wie die Leute, wie er mit Leuten umgeht, Die haben jetzt die, ähm, diese, ähm, diese Meerespassage, wo immer Sturm ist, die stürmischste Meerespassage der Welt, ist die, ne die andere, die ist glaube ich am Norden irgendwo,

Ralf Stockmann ist die, bei Alaska, ähm, ja, irgend sowas, genau, sieht auch fantastisch aus, wenn man sich's live anguckt. Und da hat er gesagt, so hier Entwickler, du hast ein halbes Jahr Zeit und dann sagst du mir, ob es klappt oder nicht und wie weit du bist. Nicht irgendwie schreib mal A3 Reports jede Woche und sag wie es ist.

Ralf Stockmann An dieser Formel 1 Geschichte arbeitete er acht Jahre. Also vor acht Jahren hat er sich hingesetzt und gesagt, ich will hier ein Formel 1 Rennen haben. Hat noch keiner gemacht, wir machen das. Und ja genau, das ist so ein klassischer Clip hier, Nummer 89 jetzt gerade, können wir wirklich mal verlinken.

Ralf Stockmann Die sind also auch total kurzweilig und du guckst dir das an und denkst einfach nur, okay, das ist A jemand, der echt irgendwie Technologie-Papst ist in seinem Bereich, alles selber macht, sich nie mit geht nicht, gibt's nicht zufrieden gibt und der auf der anderen Seite aber glaube ich ein grundcooler Mensch geblieben ist dabei.

Ralf Stockmann Also es gibt solche Leute und denken, ah das ist es, genau, die Drake Passage ist es, ja. Das müsst ihr euch echt mal angucken. Und dann auch das Making-of Video, wie sich das, die Oberfläche in einer Meeressimulation von Wellen bewegt und gleichzeitig von oben eine Videoprojektion drauf ist, die dann quasi so die Schaumaspekte reingibt und du stehst davor und es ist alles super 3D und es sieht einfach super cool aus und du denkst so, mein Güte, warum macht das sonst keiner?

Tim Pritlove Miniatur Wunderland ist wirklich ein unfassbarer Spielplatz. Ich war neulich, neulich ist gut, also es ist nicht mehr so lange her, ich glaube vom Jahr oder so, letztes Jahr war ich glaube ich mal da und die kaufen ja auch am laufenden Meter neue Fläche dazu, das geht jetzt mittlerweile auch irgendwie über den Fluss rüber auf die andere Seite, also die kaufen, glaube ich, Hamburg auch, Hassenstadt, zumindest die Speicherstadt um sich da auszudehnen, aber es ist ja mittlerweile auch eine absolute Touristenattraktion geworden.

Ralf Stockmann Und auf Monate ausgebucht, wir haben drei Monate nach vorne buchen müssen um da einen Platz zu kriegen, also du kannst natürlich quasi einfach vorbeilaufen aber hast dann halt Wartezeiten von zwei drei Stunden teilweise.

Tim Pritlove Ja man kann aber auch kurzfristig manchmal noch was kriegen.

Ralf Stockmann Ja so nachts um 22 Uhr kannst du Glück haben.

Tim Pritlove Keine Ahnung was das jetzt für eine Konstellation war, dass es so easy war, aber stimmt schon es ist auf jeden Fall ganz gut nachgefragt, ja und es ist wirklich ein super Development Space, das muss man sagen, also wirklich auch ganz klassisch Hobby zum Beruf gemacht und durchgenerdet. Ich hatte mal mit ihm Kontakt damals, als sie halt Blinklights ins Miniatur Wunderland integriert haben.

Tim Pritlove Leider gibt es ja immer noch kein Berlin in Miniatur Wunderland. Es gibt natürlich Hamburg, aber es gibt kein Berlin, was ich ehrlich gesagt.

Ralf Stockmann Das verstehe ich schon, es ist das Miniatur Wunderland in Hamburg, deshalb hast du natürlich dort Hamburg modelliert. Ich weiß schon, aber als nächstes willst du doch dann eben Wilder Westen haben und du willst Alaska haben und jetzt haben sie ja aufgemacht hier mit Südamerika und es sieht auch alles total fantastisch aus.

Ralf Stockmann Das ist dann doch alles ein Tuckenspannender als Berlin, was du auf die eine oder andere Seite schon doch auch irgendwo gesehen hast. Und so wahnsinnig interessant ist zum Beispiel jetzt die Skyline von Berlin auch nicht, da hast du einen Fernsehturm und hinten den Funkturm und dazwischen hast du noch irgendwie ein bisschen… Teufelsberg und Wannsee und also… Ja, Teufelsberg ist in der Tat, das kann ich mir gut vorstellen, das wird bestimmt ganz gut funktionieren mit den Domes so, aber dazwischen…

Ralf Stockmann Wie das denn mit Hannover ist meine Rüge? Nicht viel anders.

Tim Pritlove Ich finde einfach, dass Miniatur Wunderland als internationaler Tourismusort.

Ralf Stockmann Hat gefälligst sich an Berlin zu orientieren.

Tim Pritlove Nein, hat mehr Deutschland zu zeigen.

Hans Hübner Mehr Deutschland und dann Berlin. Sie haben ja so Österreich.

Tim Pritlove Wieso ist nicht Deutschland? Da spricht der gute alte Schwester.

Ralf Stockmann Aber der hat doch verdammt nochmal recht, da machst du halt lieber Sächsische Schweiz oder sowas, also irgendwas was dann auch einfach so miniaturtechnisch ein bisschen mehr hermacht als eine Stadt die im Wesentlichen. Sächsische Schweiz. Es gibt doch hier in Berlin die Berliner Traufhöhe, heißt es doch, Berliner Traufhöhe. Das heißt also ist es bis auf den quasi Meta vorgeschrieben wie hoch ein normales Haus in Berlin zu sein hat. Wegen der Feuerwehr.

Ralf Stockmann Simulator, drüber fliegst, ist halt alles eine Höhe, ja, außer halt ihr irgendwie dann Potsdamer Platz und da sieht es halt auch scheiße aus. Also, naja, die Skyline von Berlin.

roddi Welcher Politiker war das, der neulich meinte Kreuzberg ist nicht Deutschland, sondern irgendwie Diggensbummenshausen in Bayern ist Deutschland.

Ralf Stockmann Weiß ich fest der Wille? Ich bin mir nicht ganz sicher.

Tim Pritlove Also ich finde, die Musiker Skyline, es geht ja nicht um Skyline, es geht ja sozusagen darum so ein bisschen den Ort zu machen. Der Alexanderplatz mit seinem Fernsehturm, ich meine, sorry, aber Fernsehturm gibt es in Deutschland einfach nur einen, der den Namen vergibt.

Hans Hübner Berlin ist das Beste, das wissen wir. Aber das muss man in Hamburg, kann man das natürlich nicht so offensiv sagen. In Hamburg ist Hamburg das Beste. Und hier gibt es ja, wir haben ja unser eigenes Miniaturwunderland, ist zwar ein bisschen scheiße, aber ist halt Berlin.

Tim Pritlove Okay, aber ich meine das Haus des Lehrers irgendwo sozusagen in Hamburg hinzustellen.

Ralf Stockmann Daher kommt also der Schmerz.

Tim Pritlove Naja, das finde ich eigentlich auch nicht okay, weil ich meine das ist nun mal so ein Ding, das gehört nun mal zu Berlin, sorry, aber bei aller Liebe, ich hab auch versucht Blinklights nach Hamburg zu bringen, hat nicht funktioniert leider, aber ja.

roddi Nee, dann sollen sie lieber ein Camp bauen.

Tim Pritlove Das haben sie gemacht.

roddi Das blinkt dann wenigstens ordentlich an alles.

Ralf Stockmann Es gibt tatsächlich was, es ist nicht sonderlich groß aber es gibt's.

Tim Pritlove Ja ja es gibt das Chaos Communication Camp, hat so ein kleines Dreieck irgendwo im Miniatur Wunderland so mit. Klo und Alm. Auf jeden Fall, wer von euch noch nicht das Miniatur Wunderland besucht hat, sollte das schleunigst mal nachholen, weil ist toll.

Ralf Stockmann Und guckt euch mal so zwei, drei der Videos, die wir in die Show Notes reinpacken, an. Das ist echt ein Event, weil man unterschätzt das total, was da passiert.

roddi Ich war da seit bestimmt fünf Jahren nicht mehr, muss mal wieder hin.

Ralf Stockmann Ja dann warte noch ein Vierteljahr, dann haben sie die Formel 1 vielleicht wirklich am Start, weil das wird glaube ich wirklich total spektakulär.

Tim Pritlove Wo wir gerade bei Berlin sind, machen wir doch da gleich mal weiter, in dem geilen Berlin, und jetzt kommen wir auf das Berlin was echt nicht geil ist, gab es eine Veranstaltung die hieß Festival of Lights. Die gibt's jetzt auch schon seit ein paar Jahren. Und man muss auch gleich mal voranstellen, das ist überhaupt nichts besonderes, weil das gibt's fast in jeder Stadt mittlerweile auf die eine oder andere Art und Weise.

Tim Pritlove Und das Schlimmste daran ist, es heißt auch noch überall so. Es gibt ein paar Städte, die machen das anders. Paris zum Beispiel, Nuit Blanche und so, da kommt so ein bisschen diese Idee her, nachts die Stadt attraktiv zu machen für Menschen, man könnte auch sagen Touristen. Und das macht man natürlich nachts vor allem durch Lichtspiele so.

Tim Pritlove Aber dieses Festival of Lights ist eigentlich, seit es das gibt, und ich weiß gar nicht seit wann es das gibt, es gibt es ja auch schon ewig, ist es halt eher so eine Art, also wirkt es auf mich bisher immer mehr so wie so eine... Messe für Beleuchtungstechnik im Veranstaltungsbereich. Da können dann alle mal ihr Zeug aus dem Lager fahren, an Strom anschließen, dann werden Häuser angestrahlt und dann ist das irgendwie ein Event.

Tim Pritlove Und ich hab das früher schon nicht leiden können, was ich da gesehen habe und jetzt habe ich aber aus verschiedenen Gründen mir gedacht, okay fährst du nochmal rum, setz dich mal aufs Moped, fährst du mal an diese ganzen Orte und guckst du mal, was in der Hauptstadt Deutschlands anlässlich so einer Veranstaltung, für die großräumig Straßen gesperrt werden, was da so geht.

Tim Pritlove Und du hast es dir ja auch angeschaut, ne?

Ralf Stockmann Ja, meine Schwester war zu Besuch an dem Wochenende mit ihrer Tochter und wir dachten wir machen dann halt auch mal so richtig Event Sightseeing und haben dann so eine Bustour zu Festival of Light gebucht, wurde also dann in so einem klassischen Pop on, Pop off, Hop on, Hop off, Gott, heute Wortfindungsschwierigkeiten, Doppeldecker Bus dann oben sitzt und dann von oben das angucken konntest was cool war von der Perspektive aber es war so voll dass nach der Hälfte der Strecke der Bus schlicht nicht mehr fahren durfte weil es wurde natürlich auch Samstagabend Anfängerfehler.

Ralf Stockmann Und die Polizei hat dann in der Tat spontan noch mehr Straßen gesperrt als ohnehin schon gesperrt waren. Aber es war schon irre, was da an Volk auf der Straße auch einfach war. Ich hab jetzt hier mal so zwei, drei Bilder hier mal reingeworfen. Das war so nicht ganz so wie Silvester, aber hier unter den Linden, aber es ging schon schwer in die Richtung.

Tim Pritlove Festival of Light sagt hier gerade jemand, das trifft's ganz gut. Also es war wirklich, ich fand das, darf ich? Es war ein bedauernswertes, unwürdiges Spektakel, was einfach so schlecht war, dass ich fast keine Worte dafür finde, wie schlecht es ist. Also zunächst einmal, ich bin dann ins Nikolai-Viertel gefahren, das Nikolai-Viertel ist ja sowieso schon so ein Witz.

Hans Hübner Da fahren nur Touristen hin, was willst du da erzählen?

Tim Pritlove Ja, da fahren nur Touristen hin, deswegen. Das war für mich mal ein Anlass da mal hinzufahren, sonst fährt man da immer nur dran vorbei. Nikolai-Viertel muss man sagen ist ja eigentlich der Geburtsort Berlins, ist aber leider weitgehend zerstört worden und dann von der DDR so halbherzig mit so merkwürdigen Betonplattengebäuden gefixt worden, das sieht furchtbar aus, aber okay, steht noch eine Kirche drin und so.

Tim Pritlove Du kriegst so eine leichte Ahnung wie es vielleicht mal so früher gewesen sein könnte, aber eigentlich auch nicht wirklich.

roddi So Altstadt in DDR Beton nachmoduliert.

Tim Pritlove Historische Altstadt auf Wisch bestellt, so sieht das dann so ein bisschen aus. Nordkorea. Ok und dann waren da so ein paar Lichtinstallationen eingetragen auf dieser komischen Map, die sie auf ihrer Webseite hatten. Die erste Lichtinstallation waren drei LED Baustrahler, farbig, die auf dem Boden lagen und einen Baum angeleuchtet haben.

Tim Pritlove Da haben die sich wirklich für getraut, so was den Nummer zu geben und irgendwie als Lichtinstallation anzutragen und alles was da passierte war, dass die Farbe durchrotierte. Natürlich keine Farbkalibration, alles ganz normaler Standard-LED-Scheiß, der einfach furchtbar aussieht und die Bäume waren halt angeleuchtet.

Tim Pritlove Das war das Erste. Ein paar Meter weiter haben sie an drei Schaukeln aufgestellt, wo so Lichtschläuche dran waren und dann konnten halt die Kinder so im Dunkeln eine beleuchtete Schaukel... Absoluter Slow Clap. Und ich dachte nur so oh man, gut fahr ich mal ein bisschen weiter und guck mir mal diese großen Sachen an und ich wusste schon da am Opern, bei der Oper haben sie dann halt so die ganze Oper angeleuchtet und das Hotel der Rom und das andere Gebäude was da steht, weiß nicht genau was das ist.

Tim Pritlove Naja, und dann halt entsprechend dicke Projektoren an den Start gebracht, Fernsehturm haben sie auch so beleuchtet, aber ich bleib mal kurz bei diesen Operndings, weil das hat dann wirklich allem die Krone aufgesetzt. Da haben die dann wirklich mit diesen Projektoren irgendeinen Scheiß auf diese Häuser drauf gemacht.

Tim Pritlove Ich meine wie lange gibt es Bump-Mapping jetzt? Das hatten wir auf dem 30C3 vor 10 Jahren haben wir das irgendwie schon mal gemacht und das ist sagen wir mal als künstlerische Technologie seit 12 Jahren oder seit 15 Jahren, keine Ahnung, ist das irgendwie da? Also wir projizieren irgendwas auf ein Gebäude und berücksichtigen dabei, indem wir das vorher scannen oder vermessen, wie dieses Gebäude, wo da was hervorsteht, wo Fenster innen sind und so weiter, also überhaupt wir nehmen einfach mal wahr, Wie diese dreidimensionale Erscheinung des Gebäudes ist und wenn wir was da drauf projizieren, dann rechnen wir natürlich diese Oberfläche dreidimensional aus dem Bild raus, damit nichts verzerrt.

Ralf Stockmann Und haben auch noch einen Film, der irgendwie das thematisch aufgreift und etwas sinnvolles mit dieser Fläche anstellt.

Tim Pritlove Genau. Das wäre so. Aber überhaupt erstmal einfach mal die Verzerrung des Bildes, wenn es auftrifft, rauszurechnen vorher, damit es dann nicht mehr verzerrt ist. Und das haben sie schon nicht gemacht. Stattdessen dreisten die sich also wirklich, wirklich in dieser lächerlichsten Art und Weise auf dieser Oper einfach nur so scheiß Botschaften die keine sind draufzuhauen, ja da steht dann Akzeptanz, Vielfalt, Inklusion, Wertschätzung, Fortschritt, in Regenbogenfarben, Mut, Verwirklichung, oh Gott, also einfach.

Tim Pritlove Das ist Berlin. Nee, nee.

Hans Hübner Ja, Leute, Berlin ist scheiße, kommt hier nicht her.

Tim Pritlove Das ist nicht Berlin. Also das ist genau das, was mich total geschmerzt hat. Also das war einfach so minderwertig. Und dann als ob sie mir, also nachdem sie mir den Waschlappen schon links und rechts durchs Gesicht gedroschen haben damit, einfach nochmal eine in die Fresse, indem sie dann auch wirklich noch die Traute gehabt haben auch noch Sponsorenwerbung auf diesen Häusern draufzubringen, wo also bei mir wirklich alles aussteigt, ja.

Tim Pritlove Also das war technisch, künstlerisch einfach unter aller Sau, es war vor allem auch überhaupt nicht interessant. Also da wo irgendwas angezeigt wurde, nichts war irgendwie interessant, nichts ging auf die Architektur ein, nichts war überraschend, nichts war irgendwie besonders und es war noch nicht mal die, also wirklich seit 15 Jahren etablierte Technik, wie man sowas macht, war nicht dabei. Und so ging das dann weiter.

Hans Hübner Du, ich meine Berlin ist eben liebenswert provinziell. Das muss man auch manchmal einfach so sehen, das ist, ja.

Ralf Stockmann Ich fürchte, ich muss dir da wirklich ausnahmsweise mal vollumfänglich recht geben. Das war exakt mein Instinkt auch. Es gab Dinge, die waren ein bisschen besser, aber das meiste war an Lieblosigkeit schon wirklich verstörend. Ja, weil das interessante wirklich an diesem Bump-Mapping oder Projektions-Mapping oder Video-Mapping, wie man's nennt, ich hab mal einen Link reingeworfen, ist eben, dass du dann auch so Illusionen damit erzeugen kannst, wie so, ich guck jetzt plötzlich in das Gebäude rein, weil die Fassade wegbröckelt und die Steine runterfallen und gut, auch diese ganzen Gags hat man natürlich alle schon irgendwie zwanzigmal gesehen und das nutzt sich vielleicht ein bisschen ab, aber da muss ich halt was anderes

Ralf Stockmann erfinden, was irgendwie auf die Architektur passt. Und muss mich halt mal irgendwie ein bisschen anstrengen. Aber gerade diese Geschichte an der Oper, das war halt wirklich einfach irgendein random... Arzi-Film drauf geworfen und es hat dich wirklich nicht interessiert, ob da jetzt ein Fenster ist oder nicht. Es war wirklich einfach drauf projiziert.

Ralf Stockmann Brandenburger Tor war ein bisschen besser. Ich weiß nicht, ob du es bis dahin geschafft hast oder vor Frustration zusammengebrochen bist.

Tim Pritlove Da war nicht so richtig hinzukommen für mich so ohne weiteres. Ich war dann aber noch am Potsdamer Platz, um mir das nochmal anzuschauen.

Ralf Stockmann Also Brandenburger Tor war insgesamt noch das Beste, würde ich sagen, weil sie da einen Wettbewerb hatten. Das heißt also, sie hatten im Vorhinein irgendwie ausgelobt, europaweit, weltweit, weiß ich nicht genau, ihr habt 30 Sekunden, das ist irgendwie die Struktur, Baden-Bürgertor, macht mal einen Film, so und dann hast du gemerkt, da haben sich Leute schon ein bisschen mehr reingehängt offensichtlich, als irgendwie bei den anderen Geschichten.

Ralf Stockmann Da liefen ein paar Geschichten, wo ich sagen würde, das war zumindest auf dem Level, wie ich es jetzt irgendwie erwartet hätte, weil da passierten einfach mal Dinge mit der Architektur, aber das war auch dann fast das einzige. Fernsehturm fand ich dann auch im Gesamtvergleich noch halbwegs okay, bis auf diese Werbegeschichte.

Ralf Stockmann Gab's da auch Werbung drauf?

Tim Pritlove Auf dem Fernsehturm gab's Werbung, ja.

Ralf Stockmann Ein ganzes Track von 20 Sekunden oder sowas, verschiedene Sponsoren. So BVG, das ist natürlich dann irgendwie emotional wieder ganz nice, wenn dann diese gelben Herzchen und so den Turm hochkrabbeln und so, also es gibt ja auch solche und solche Werbung, aber am Ende des Tages ist es halt Werbung, ne.

Ralf Stockmann Aber ja, also das war schon schwierig. Potsdamer Platz fand ich dann, was ich ja immer mag, sind so diese Flower Projektionssachen, werfe ich auch nochmal rein, also wo das Publikum auch Teil der Show wird.

Tim Pritlove Ja, das war okay, da können dann alle, die Kinder sich irgendwie schön reinstellen ins Licht und so und dann sieht das halt irgendwie ganz geil aus.

Ralf Stockmann Genau und Otto hatte was an die Wand geworfen. Aber ja, also was mir da auch irgendwie fehlte war Qualitätskontrolle. Da bin ich wirklich mal komplett bei dir. Das war nicht Stand von dem, wie ich sowas in Berlin erwarten würde.

Tim Pritlove Ja genau und vor allem es hat halt einen angeguckt und hat gesagt, wir kommen in Berlin, der Ort der Anspruchslosigkeit und Beliebigkeit. Also das war wirklich so die Botschaft, die ich da bekommen habe so. Ihr habt so geile Sachen gehört von Berlin, wir zeigen euch nichts davon. Keinerlei Ambitionen. Wir nehmen einfach irgendeinen Scheiß, den irgendeine Marketingagentur zusammengedröselt hat, wo sie irgendwie zwei Wochen ihre Praktikanten reingesetzt haben, das ballern wir jetzt mal hier auf unsere großen Architektur-Highlights der Stadt, damit keiner sich jemals dran erinnert.

Tim Pritlove Aber was mich fast noch mehr umgehauen hat, ist, dass die Leute das auch alles so gefressen haben, dass sie da Zeit, also wie voll das war und dann so oh, ah, oh und hier ein Foto und tralala und so weiter und die fressen das dann auch noch.

Ralf Stockmann Ja, aber gut, dass es halt irgendwie so nach irgendwie... Ja in Corona willst du sowas vielleicht auch mal haben. Dass du irgendwie sagst, alle sind mal wieder auf der Straße und es ist nicht Silvester und es ist unsere Stadt und juchu, naja. Also wie geil die es dann im Detail wirklich finden, also ich hab da jetzt keine Fanköre und großes A und O und Laolawelle hab ich da nicht gesehen, sondern die liefen da schon alle relativ abgeklärt in der Gegend rum, hatte ich eher so den Eindruck.

Tim Pritlove Ich verstehe das, ok, mag ja sein, dass Leute das auch genießen und so an sich das Happening als solches aufsauen, sind dann mit allem zufrieden, Hauptsache es gab genug Anlass, dass man zusammenkommt und dann für viele Leute ist wahrscheinlich allein schon 23 Uhr in Berlin rumlaufen schon mal ein totales Highlight.

Ralf Stockmann Verwegene Geschichte.

Tim Pritlove Meinetwegen, aber wenn man sie schon mal alle da hat, dann soll man doch dann vielleicht auch die Gelegenheit nutzen und sagen so, hier guck mal es gibt einen kreativen Teil in unserer Gesellschaft, der macht auch coole Sachen, besondere Dinge, interessante Spiele, wir arbeiten mal mit dem Raum und so und da ist halt irgendwie nix da und ich weiß nicht woran es lag, ob die sich das einfach nur nicht vorstellen konnten oder ob die einfach nur null Budget hatten, was ehrlich gesagt meine Vermutung ist, Das ist einfach so. Da darf halt nichts kosten.

Tim Pritlove Ein paar Sponsoren, die zahlen dann die Projektoren, ein paar Marketingagenturen, die das organisieren, die holen dann irgendwie ein paar bunte Bilder raus und dann mit der Veranstaltungsmiete ist dann im Prinzip das Budget auch schon verbraucht. Da können wir jetzt nicht noch Künstler mal für drei Monate bezahlen, dass sie sich da mal was einfallen lassen oder so.

roddi Vielleicht hatten die guten Künstler auch einfach kein funktionierendes Faxgerät. Und konnten sich deshalb nicht bewerben.

Tim Pritlove Das ist so schlimm.

Ralf Stockmann Die Kinder fanden es super. Ja, die Kinder.

roddi Das ist auch ein vernichtendes Urteil, wenn ich mal so sagen darf. Die Kinder fanden es super.

Tim Pritlove Gerade die tut es mir leid, dass sie gleich von Anfang an merken, mehr musst du irgendwie nicht bringen. So, wer möchte weitermachen? Ralf magst du deine?

Ralf Stockmann Ja, ich hab ein Spielzeug mir gekauft, ein paar Tag alt, genauer gesagt ein Tag alt, die Quest 3. Das ist also jetzt der legitime Nachfolger der Quest 2, die wir ja auch schon mal kurz besprochen hatten. Das heißt also, eben Virtual Reality Headset von Meta, ehemals Facebook. Und eigentlich hatte ich die jetzt überhaupt nicht auf dem Schirm, sondern wollte mein Geld schön zusammensparen, um dann vielleicht doch irgendwie mir so eine Vision zuholen.

Ralf Stockmann Und dann hat mir aber der Max, 343max damals hier in diesem Podcast, ein Video geschickt. Gründungsmitglied. Gründungsmitglied. Du kannst also sehr einfach mit dem Headset halt Videos aufnehmen und irgendwie Social Media mäßig durch die Gegend schicken. Man hat er mir eins geschickt wo er also bei sich im Wohnzimmer einen Billardtisch stehen hat und um den Billardtisch rumläuft und dann also in seinem Wohnzimmer Billard spielt.

Ralf Stockmann Das sah halt aus wie ein Apple Video. Ich kenne sein Wohnzimmer. Da dachte ich so okay gut das muss ich dann jetzt vielleicht doch haben.

Tim Pritlove Billard spielen ohne Bälle.

Ralf Stockmann Genau, also du hast halt diese zwei Controller in der Hand, mit dem einen sagst du so, da positionierst du halt irgendwie den Cure drauf, mit dem anderen machst du den Cure, also damit kannst du auch hinlänglich vernünftig Billard spielen mit so zwei Controllern, das funktioniert genau wie du damit Bogen schießen kannst, ja, also klar, du hast nicht die Spannung des Seiles, aber vom Aiming her und so weiter funktionieren solche Geschichten ganz gut.

Ralf Stockmann Und was das Ganze halt ermöglicht im Vergleich zur Quest 2, ist eben, dass diese Path-Through-Technologie jetzt bei der 3er Version in Farbe und deutlich höher aufgelöst ist als bei der 2er Version. Das heißt, das, was wir ja bei dem Apple Vision Headset so erwarten und herbeisehnen, dass du also deine ganz normale Raumumgebung hast und in der projiziert dann einfach nur die Brille etwas rein und du merkst aber gar nicht, dass du quasi gerade ein Headset auf hast, Da versucht die Quest 3 schon, die Leute abzuholen und zu sagen, ja, das machen wir jetzt auch schon, aber zu einem Zehntel des Preises.

Ralf Stockmann Weil die kostet jetzt 500 Euro und nicht 3.000, 4.000, 5.000, was auch immer sie dann kosten wird, Euro. Mhm. Und ... Ja ... Die Quest 2 hatte das halt auch, aber nur in Schwarz-Weiß und mit einer Auflösung, die noch so unter VGA irgendwo war. Das heißt also, als ich die damals gekauft hatte, das überhaupt nicht, dieses Pass-Through-Feature, dass du also deine Umgebung mit eingeblendet bekommst, sondern da warst du immer in einem rein virtuellen...

Ralf Stockmann Aber vor anderthalb Jahren haben sie das einfach mal freigeschaltet und gesagt, wir haben da Kameras, um Abstände zu messen, dann kann man das auch mal durchtunneln, aber es war halt wirklich super niedrig aufgelöst und schwarz-weiß oder grau Stufen. So und jetzt ist es halt farbig und wenn du richtig helles Licht an hast, erkennst du schon klar, du stehst in deinem Raum. Du kannst durch deine Wohnung laufen, ist ja ohne Kabel, und du tutschst nirgendwo an.

Tim Pritlove Du trennst deinen Raum wieder, aber das sieht nicht so aus, wie es aussieht, wenn du es abnimmst.

Ralf Stockmann Zu keiner Sekunde denkst du, dass du jetzt irgendwie kein Headset auf hast. Also von der Pixelligkeit her ist dieser Modus vielleicht ein bisschen höher aufgelöst als VGA, aber nicht sehr viel. Du hast da keinen 720p von den Kameras her, von der Qualität her, sondern es ist irgendwie noch sichtbar drunter.

Ralf Stockmann Trotzdem ist der Effekt insofern schon, glaube ich, eine realistische Vorschau auf das, was mit der Vision kommen wird, weil die dann reingerenderten Objekte, die sind halt sehr schön scharf. Du hast pro Auge 4K-Auflösung, das ist nicht so schlecht. Und hast dann halt, wenn du deinen virtuellen Screen irgendwo bei dir ins Zimmer reinhängst, dann hängt der da wirklich knackscharf und wirklich sehr sauber aufgelöst irgendwo in der Wohnung drin. drin.

Ralf Stockmann Und dann gehst du um den rum und gehst dich da dran und es ist alles super flüssig. Also das Tracking ist, würde ich sagen, richtiggehend perfekt. Da hat man also überhaupt kein Problem mit Latenz oder Schwindel oder irgendwas. Und da merkst du, okay, diese Pixel drum rum sind scheiße, aber das Grundprinzip, das wird funktionieren.

Ralf Stockmann Weil das ist schon so ein Moment von Zukunft, den man echt nicht alle Tage hat. Du kannst dann hingehen und dir beispielsweise so über deinen Laptop dann drei gigantische so gefühlt 40 Zoll Screens oder sowas irgendwie hängen. Und hast dann also so eine riesige Infozentrale und kannst dann so Browser-Tabs da drin haben.

Ralf Stockmann Und die Auflösung ist wirklich dann gut genug, dass du es entspannt und gut lesen kannst. Und du bist sitzen da im Raum und hast also in der Luft hängen diese gigantischen Screens. Also wirklich alles so wie du es bei Apple siehst. Das funktioniert da schon. Technisch längst noch nicht auf dem Niveau wie man sich von der Vision danach hoffen wird, aber dein Gehirn fängt schon an das mitzuspielen und das sehr sehr geil zu finden.

Tim Pritlove Was heißt denn technisch nicht so auf dem Niveau ohne dass wir die jemals auf hatten? Also wir haben es ja relativ hinlänglich besprochen.

Ralf Stockmann Es gibt ja verschiedene Aspekte, die die Vision scheinbar nach dem, was die Leute so berichtet haben, wirklich nahezu perfekt auf den Punkt setzen. Das Erste ist, du siehst keine Pixel mehr. Ja, das heißt also die Auflösung ist so hoch, dass sie quasi Retina ist. Das kann jetzt die Quest 3 definitiv mal gar nicht. Auch bei ihrem normalen Content kann sie das nicht. Das heißt also das Erste, was ich dachte, ne, die hat glaube ich 15% mehr Pixel oder sowas, gar nicht mal so viel mehr als die Quest 2.

Ralf Stockmann Und das erste, was ich gesehen habe, als ich es aufgesetzt habe, oh hallo Pixel, ihr seid wieder da, ihr seid ja viel schärfer als vorher, weil die Optik an sich ist besser, die haben die Linsen von der Pro rüber genommen und auch insgesamt irgendwie so an der ganzen Optik ordentlich geschraubt. Was heißt von der Pro? Es gibt ja noch eine Quest Pro, die so 1000 Euro kostet und sehr viele bessere Linsen hatte als die Quest 2.

Tim Pritlove Was kostet die Quest 3?

Ralf Stockmann Die kostet 500 oder 540. Die liegt also quasi genau so auf der Hälfte und die hat dann jetzt also die deutlich besseren Linsen bekommen. Das heißt also etwas ein schärferes Bild siehst dadurch aber natürlich auch schärfere Pixel. Also die Verpixelung quasi selber ist dadurch auch schärfer. Das heißt also es würde von noch mehr Auflösung sehr deutlich mehr profitieren noch.

roddi Also du guckst noch mehr durchs Fliegengitter?

Ralf Stockmann Ja. Also du siehst eindeutig ein Fliegengitter, aber wie gesagt andere Effekte überlagern das so ein bisschen, weil du schon zumindest jetzt also in den ersten Stunden dir denkst, okay das ist schon diese Zukunft, von der wir immer irgendwie geredet haben. Das kann man nicht so ganz wegdiskutieren. Ich kann dir nächstes Mal mal mitbringen.

Ralf Stockmann Das ist ja auch so ein Vorteil, du kannst dir halt sofort aufsetzen und es geht los, nichts mit einmessen der Augen und diese ganzen Kram, das hat die halt alles nicht. Es gibt ein paar Dinge, wo ich denke, da sind sie noch sonderbar zurückhaltend, was irgendwie die Software angeht, zum Beispiel kannst du Fenster nicht beliebig groß machen, wo ich mir denke, warum denn eigentlich nicht?

Ralf Stockmann Also wenn ich jetzt irgendwie zum Beispiel meinen, du kannst halt deinen Computermonitor mirroren nach oben, also spiegeln, auf einen virtuellen ungefähr so 30 Zoll Screen, der dann irgendwie da drüber oder daneben oder sonst wo ist. Du kannst ihn aber halt nicht auf 50 oder 80 Zoll einfach mal hochziehen und beispielsweise an die Wand pappen, so wie du jetzt ein Beamer Bild irgendwie an die Wand pappen würdest.

roddi Hängst du das Teil an Mac oder unter Windows? Okay, beides.

Ralf Stockmann Ich hatte dann heute am Mac dran. Da installierst du dann eine Software auf dem Mac drauf, die dann quasi dieses Streaming auf die Brille dann übers WLAN besorgt und da ist die Geschwindigkeit... Aber nicht perfekt. Also sie ist gut genug, dass du Fenster verschieben kannst, ohne dass du irgendwie Latenz hast, aber sie ist nicht so auf dem Level, wenn du jetzt scrollst beispielsweise mit dem Trackpad.

Ralf Stockmann Also gut, ich habe jetzt hier auch ein Pro mit 120 Hertz oder sowas, so da kommt sie natürlich da nicht dran. Und auch Filme, gerade wenn sie irgendwie in 4K-Auflösung sind, die ruckeln dann. Das heißt also, da ist die Technik so ähnlich wie bei Airplay noch nicht so, dass das wirklich 100% ist. Aber auch hier, ja, wenn das die Richtung ist und wenn Apple das quasi in perfekt technisch abliefert, das wird funktionieren.

Ralf Stockmann Weil das ist der grundlegende Effekt, dass du plötzlich irgendwie vier Screens von deinem Rechner in beliebiger Größe, die an beliebige Positionen um dich rum positionieren kannst. Das ist so, wie hieß der Film hier, mit Minority Report. Das ist es einfach. Das ist da. Dein Gehirn Und dann sagt sofort oh cool, so wollten wir es haben.

Tim Pritlove Du hast doch auch mal in so einem Zukunftsunternehmen gearbeitet wo ich auch war, da gab es auch ganz viel VR und Cyber.

Hans Hübner Ja aber das ist ja nur eine Weile her.

Tim Pritlove Ja aber wie ist denn da, schaust du auch schon mit den Hufen, so Special Computing, brauchst du das?

roddi Naja man würde ja vermuten, dass wenn Apple sieben mal so viel dafür haben will, dass es dann vielleicht auch sieben mal so gut ist.

Tim Pritlove Ja aber mal ganz unabhängig davon, also denkst du Hans, dass da was dran ist an dieser Idee des Spatial Computing?

Hans Hübner Es gibt da bestimmt einen Markt für, wie es für allen Quatsch einen Markt gibt und ich glaube so im Gaming Bereich ist das halt klar. Dass man irgendwie Games haben, die noch immersiver sind, aber mich interessiert das nicht. Also so, ich glaube, dass das irgendwie nicht eine Technologie ist, die dann irgendwie alle haben und die man haben muss, sondern es gibt halt, ja, Leute, die solche Filme gucken oder solche Spiele spielen, ja.

Ralf Stockmann Ich bin mir da nicht mehr so sicher. Also, seit ich die jetzt halt selber wirklich ausprobiert habe, ich glaube, dieses Special Computing, das wird ubiquiter sein in zehn Jahren. Das hat so viele Vorzüge, weil du auch einfach Dinge loswirst. Du musst eben deinen Schreibtisch nicht mehr zumüllen mit irgendwie hässlichen Monitoren und sowas, sondern du brauchst halt nur noch eine kleine Tastatur und irgendwie ein Trackpad oder machst die Sachen dann sogar noch mit der Hand.

Ralf Stockmann Und hast eine so hohe Flexibilität, die du da erreichen kannst. Ich glaube, das wird schon für Leute, die halt irgendwo ohnehin alleine irgendwo arbeiten, wenn die Dinger alle noch leichter werden und, also, Quest 3 hatte zum Beispiel so einen komischen Lüfter, Quest 2 hatte, glaube ich, keinen Lüfter, also das Erste, was also passierte, war das bisschen so huuuuuhhh, nicht so huaaaah, das kennen wir aber auch nicht hier.

Ralf Stockmann Also du merkst, das Teil ist schon voller Kompromisse. Auch wenn du an so einem gerenderten Computerscreen dann näher rangehst, siehst du, dass die Schrift nicht mitskaliert, sondern die bleibt quasi so in ihrer ursprünglich gerenderten Pixelauflösung, wo ich auch eigentlich erwartet hätte, das ähnlich wie wenn du auf dem Retina IOS Gerät irgendwie einen Pinch to Zoom machst, dann bleibt die Schrift ja einfach mal gestochen scharf. Das passiert hier halt auch nicht.

Ralf Stockmann Also da ist echt noch viel Luft nach oben in den Details, aber grundlegend glaube ich wird das funktionieren.

roddi Ja, also ich weiß nicht, was mich so ein bisschen abschreckt ist diese Gesichtsmuffigkeit, dass man da halt, also ja, wie so ein geschlossener Kopfhörer, das ist zwar mal ganz geil, aber das willst du halt nicht über Stunden machen, so wie wir hier.

Ralf Stockmann Kann sein, ja, also da wird auch sicherlich irgendwie so die Physik der Miniaturisierung ihre Grenzen aufzeigen, die ist jetzt nur noch halb so tief wie die Zweier, das heißt also durch diese besseren Linsen haben die da auch so das Gefühl das Gewicht nochmal rausgenommen, wo sie fast genauso viel wiegt wie die Zweier, aber es verteilt sich ganz anders, weil es dichter am Kopf dran ist, bist du nicht so nach vorne überkipplastig quasi.

Ralf Stockmann Nicht so viel Nick Moment.

Hans Hübner Also ich finde von der Konstruktion her ist Glas deutlich das bessere Konzept gewesen als diese Technologie mit Bildschirm und dann Kamera filmt das rein, das ist einfach.

Tim Pritlove Google Glas machen.

Ralf Stockmann Aber da hat das halt immer nur einen relativ kleinen Ausschnitt in dem man halt wirklich irgendwas bespielen kann.

Hans Hübner Ja, dann muss das halt besser werden, aber dieses irgendwie ich setz mir was auf den Kopf. Und dann bin ich irgendwie erst im Computer und dann in der echten Welt. Ich glaube, das ist, wie gesagt, das ist was Leute machen werden, habe ich auch kein Problem mit, aber das wird nicht so sein, dass der Busfahrer sowas auf hat.

Ralf Stockmann Das wäre ja vielleicht auch nicht üblich.

Tim Pritlove Da wäre ich mir übrigens gar nicht so sicher. Also ich glaube, dass sogar gerade so dieses Remote-Taxiing, das ist tatsächlich eine Anwendung, die ich da echt sehen kann, verstehst du? Also so ferngesteuerte Dinger, ich meine da wird gerade ein Krieg, wird gerade so geführt und so Drohnen fliegen ist auch genau so was.

Hans Hübner Ja ja gut, bloß ich meine Kriegführer, also Krieger sind nicht unbedingt die Mehrheit der Menschen und für die Mehrheit der Menschen ist das irgendwie so, ja klar.

Tim Pritlove Ja ich wollte jetzt auch nicht Krieg als irgendwie so das USP dieser Technologie anführen, sondern ich sag nur, diese Idee des Spatial Computing, also sozusagen, dass du etwas so siehst in deinem eigenen Raum, wo du für dich bist und du hast aber trotzdem eine volle Auflösung und im Idealfall halt auch so niedrige Latenzen, dass du dir im Prinzip vorstellen kannst du wärst halt irgendwo so und dann hast du nen Bus der fernsteuerbar ist und dann kannst du den halt auch fahren.

Tim Pritlove Das heißt nicht die beste, das beste Beispiel jetzt mal gleich zum Start weg, muss ja jetzt nicht unbedingt ein Bus sein wo hinten irgendwie ganz viele Kinder drin sind und alle so oh die Kinder, sondern du steuerst halt keine Ahnung irgendwas irgendwo anders ja, in schwierigen, was weiß ich, wenn hier dein, wenn immer wieder so ein Atomkraftwert explodiert und du musst dann halt irgendwie zum schmelzenden Kern fortfahren, solche Situationen.

roddi Beispiele fallen jetzt nicht ein oder was?

Hans Hübner Pff, pff, pff, pff.

Tim Pritlove Das war auch ein scheiß Beispiel.

Hans Hübner Also ich finde tatsächlich die Spielanwendung, das ist für mich das Schlüssigste. Also so die immersive Erfahrung herzustellen und vielleicht auch in Verbindung mit der echten Welt, aber für mich, also pff.

roddi Also für ganz bestimmte Spieler natürlich, nicht für alles, aber ja. Ich glaube, es bringt dann was, wenn du die Rundumsicht brauchst. Also wenn du ein Gerät steuerst und das sinnvolle Steuern dieses Gerätes entsteht dadurch, dass du dich mit diesem VR-Ding einmal komplett umschauen kannst, um zu sehen, was passiert rechts von mir, was passiert links von mir, was passiert hinter mir, dann macht das Sinn.

roddi Alles was du auch mit einem normalen Monitor steuern kannst, wo du einfach durchguckst, dafür ist es jetzt vielleicht nicht so geeignet.

Ralf Stockmann Um jetzt auch nochmal Leute vor Instinktkäufen irgendwie jetzt abzuhalten, also zum Beispiel die Frage könnte ich damit jetzt arbeiten, also wäre das schon auf dem Level wie das was ja Apple auch irgendwie anvisiert, dass das ganze ein seriöses Arbeitswerkzeug irgendwie ist, eindeutig nein, auf gar keinen Fall.

Ralf Stockmann Also es ist ein Proof of Concept, aber auch nicht viel mehr zum Stand heute. Also beispielsweise mit dieser, eben den Bildschirmen von der Quest 3 genau, also um jetzt beispielsweise jetzt diesen Laptop halt zu bedienen, brauchst du ja halt eine Tastatur und ein Trackpad. So, Trackpad ist, oder Maus, was auch immer.

Ralf Stockmann Maus, Trackpad ist natürlich unproblematisch, aber Tastatur, zumindest wenn du nicht Zehnfinger-Blindschreiber bist, da guckst du ja doch ab und zu mal drauf. Die Auflösung von dieser Umgebungskamera ist gerade mal so gut genug, dass du so gerade eben die Buchstaben auf der Tastatur lesen kannst. Handy-Screen kannst du nicht lesen mit der Auflösung. Du siehst in welchem Screen du da gerade bist und in welcher App du bist, aber du kannst jetzt nicht beispielsweise irgendwie eine iMessage vernünftig lesen, es sei denn, du hältst es dann wirklich dicht irgendwie an die Kamera dran.

Ralf Stockmann Und der zweite Effekt, den du als hast, das wird aus sechs Kameras zusammengestitcht, dieses Bild. Und dieses Stitching ist alles andere als perfekt zum Stand heute. Das heißt also dein Laptop wobbelt dann auch so ein bisschen. Also alles was dreidimensional quasi nicht weiter weg ist als irgendwie ein Meter, ab da ist der Effekt relativ weg, aber alles was dichter an dir dran ist, das heißt deine eigenen Hände.

roddi Das sind so Übergangszonen, die so komisch sind, oder?

Ralf Stockmann Dann versucht er halt da diese Stereoperspektivität vernünftig irgendwie abzubilden und dann morpht das so ganz lustig psychedelisch so ein bisschen rum, also wenn du dann wirklich so mit deiner Hand langsam davor rumwedelst, dann siehst du also wie sich der Raum dahinter so beugt und dreht und, So als Sci-Fi Effekt ist es nett, aber arbeiten kannst du so natürlich nicht.

Ralf Stockmann Das heißt also die Auflösung ist definitiv nicht dafür geeignet, dass man damit irgendwie seriös irgendeine Art von Arbeit machen könnte. Also auch zum, ich verfolge jetzt, was ich gerade dieses Szenario, ich verfolge drei Webseiten gleichzeitig parallel, also zum Fußball Event, Wahl, was auch immer irgendwie.

Ralf Stockmann Die Anwendung ist da, aber sie ist technisch nicht vernünftig umgesetzt mit der Quest 3.

Tim Pritlove Was denkt denn Zuckerbergwasser mit dieser Quest, also was ist denn da die Vision, weil wir ja immer noch irgendeinen albernen, wie heißt dieses Teil, Metaverse?

Ralf Stockmann Also meine These ist ehrlich gesagt, die hätten eigentlich vorgehabt die ein halbes Jahr später zu releasen. Also wenn man sich anguckt, die hatten ihre Pressemitteilung glaube ich eine Woche nachdem die Vision Keynote war, das war verstörend dicht dran und dann werden die einfach gesagt haben so jetzt hier, wir nehmen Abkürzungen, wo immer es geht.

Ralf Stockmann Seht zu, dass ihr das Teil noch irgendwie im Herbst rausbekommt, bevor irgendwie Anfang nächsten Jahres die ersten echten Visions in the wild sind und kein Mensch mehr sich damit irgendwie zufriedengeben will. Also ich denke, die haben jetzt ein paar Abkürzungen genommen, die sie vielleicht in den nächsten Monaten dann mit Updates noch rausbringen. Da ist Meta relativ...

Ralf Stockmann Finde ich. Das heißt also, was die Quest 2 alles an Updates bekommen hat, an Funktionalitäten, das ist schon ganz manierlich. Wenn sie das bei der Quest 3 ähnlich durchziehen, dann können sie da denke ich schon irgendwie ihre Fanbase behalten. Und die haben natürlich den Preispunkt, dass du sagst, so es sind dann eben schon 500 Euro, ist 100 Euro teurer als die die 2, das war zu dem Zeitpunkt. Die ist jetzt natürlich noch mal günstiger geworden.

Ralf Stockmann Aber es sind eben nicht 3.000, 4.000, 5.000 Euro, wie das was halt Apple da irgendwie aufrufen Und für Spiele und irgendwie, also ich hatte ja schon ein paar Szenarien, dieser Eskapismus während Corona irgendwie so, du guckst dir halt irgendwie 3D Städtetouren an und sowas, weil sowas ist natürlich super, nach wie vor, 3D Filme gucken geht gut damit, diese ganzen Experiences und sowas, also als Entertainment Device funktioniert das schon, dafür reicht es. Zum Arbeiten reicht es definitiv nicht.

Tim Pritlove Machst du das jetzt auch? Also setzt du dich mit der Quest jetzt auf den Kopf an und schaust dir den Film an?

Ralf Stockmann Weddinger, also Filme ehrlich gesagt gar nicht damit, also seit ich meinem 77 Zoll Fernseher OLED hab im Wohnzimmer brauche ich das nicht mehr virtuell, aber hier so diese so so.

Tim Pritlove Aber wenn du den jetzt nicht hättest.

Ralf Stockmann Also wir hatten ja schon schon das Thema das generell das ja alles nix für irgendwie Partnerschaftsmenschen ist.

Tim Pritlove Vollkommen unabhängig jetzt von diesen ganzen sozialen Faktoren, nur so du bist home alone, willst einen Film gucken und du hättest jetzt die Möglichkeit sagen wir mal einen normalen 50 Zoll Fernseher anzuschmeißen oder dich mit diesem Teil hinzusetzen.

Ralf Stockmann Ich glaube, da würde ich mich sogar mit dem Teil hinsetzen, ja. Weil du hast dann ja diese Apps mit Kinosimulationen und sowas, wo es dann auch wirklich alles so groß ist wie ein Kino. Und ich bin ein Kinomensch, ich hab gerne Kino und groß. Und damit kriegst du es echt groß, sehr groß. Der Betrachtungswinkel ist auch noch mal größer geworden jetzt von der.

Ralf Stockmann Du kannst auch die Linsen noch mit so einem Rad auseinanderfahren und zusammenziehen. Das konnte die zwei auch nicht. Und wenn du die quasi ohnehin einen etwas größeren Kopf hast und die Linsen quasi auf maximale Breite auseinanderziehst, hast du auch noch mal echt größeren Raum nach links, rechts. Das funktioniert auch ganz gut. Da kann man schon Kino gucken, würde ich schon sagen, ja.

Tim Pritlove Mit Fliegengitter.

Ralf Stockmann Bei Bewegtbild und so Kinomaterial fällt dir das nicht so auf wie bei irgendwelchen statischen Flächen, die sich nicht ändern. Ich bring die mal mit und dann können wir irgendwie vor der nächsten Freakshow kannst du das mal ausprobieren.

Tim Pritlove Okay, schauen wir mal.

Ralf Stockmann Also und was wirklich halt geil ist, was du auch in den Ippel Sachen siehst, so dieses im Raum verschieben von Fenstern. Das ist einfach wirklich geil. Du hast halt deinen im Raum fliegenden Screen und fasst den an mit der Hand, drückst die Finger zusammen und schiebst den irgendwie nach links und alles fühlt sich richtig an.

Ralf Stockmann Weil jede Mikrobewegung genau richtig berechnet ist. Das ist wirklich cool. Also der cooldes Faktor der ganzen Sache ist definitiv gegeben. Aber das muss man sich sehr genau überlegen, ob einem das jetzt 500 Euro wert ist.

Tim Pritlove Ja, auf jeden Fall. Okay, nächstes Thema. Ich kann dir mal kurz was demonstrieren. Ich hoffe es funktioniert. Ich habe nämlich hier ein iPad auf dem Tisch. Ich musste das unbedingt ausprobieren. Und ich stecke jetzt in diesen USB-C-Port was rein, nämlich einen Adapter mit HDMI-Port.

Ralf Stockmann Ja, ein Grabber.

Tim Pritlove Das ist aber genau, das ist kein Ausgang, sondern ein Eingang. Das ist ein HDMI-Grabber sozusagen. Die Dinger gibt es mittlerweile für wenig Geld, also USB 3.0. Und damit kannst du halt HDMI empfangen. Und ich dachte mir ja schon immer, wenn ich so on the road bin, als ich hier mal mit meinem Raspberry Pi 400 unterwegs war, das ist ja so Raspberry in der Tastatur, brauchst aber noch einen Bildschirm dazu, da hab ich mir so, ich hab doch mein iPad dabei, gibt's nicht irgendwas wo man so mit USB-C und dann weißt du, dass man das Ding irgendwie als Bildschirm benutzen kann?

Tim Pritlove Und es gab zwar diese Grabber, aber es gab halt dann irgendwie keine Software, die halt einfach mal nur das nimmt und anzeigt und das gibt's jetzt. Und ist kostenlos und heißt Orion. Eine kleine App und schwuppdiwupp hab ich halt einen zweiten HDMI Bildschirm jetzt hier sozusagen einfach dabei, soweit so praktisch.

Ralf Stockmann Was ist so mit Latenz und Bildwiederholrate und sowas?

Tim Pritlove Hab ich jetzt nicht so gemessen aber sieht alles unproblematisch aus für mich also Bildwiederholrate, du meinst jetzt mal einen Film abspielen oder was?

Ralf Stockmann Ja oder Fenster verschieben, da werd ich immer ganz wuschig, wenn da so ein Leck drin ist.

Tim Pritlove Nichts was ich jetzt irgendwie als unangenehm empfinden würde, also definitiv besser als wenn du hier dieses über Netzwerk Sharing machst, wie heißt das noch gleich bei MacOS? Ich hab das auch unter Airplay.

roddi Das hat bei mir noch nie funktioniert.

Tim Pritlove Das nervt und das ist dann immer disconnected und dann hast du doch keine Verbindung und es ist halt alles irgendwie so äh. Und das geht ja dann auch nur mit dem Mac und so. Und ich dachte mir so einfach nur fuck irgendwie HDMI rein bzw. Eigentlich noch nicht mal HDMI. Wo ist denn das tolle USB-C, wenn man's braucht?

Tim Pritlove Ja ich mein ich hab da einen USB-C Stecker dran, wie kann ich denn, warum kann denn dieses Gerät nicht einfach jemand anderem sagen, schick mir mal deinen Bildschirm und ich zeig ihn einfach an über USB-C, müsste ja gehen, weil geht ja mit dem Bildschirm auch und so, aber diese Logik ist halt so, weder in der Hardware als auch im Betriebssystem irgendwie nicht drin.

Tim Pritlove Hatten sie mal hier bei meinem alten iMac, ging das ja alles. So genau und diese kleine App, Orion, die haben die Leute gebaut, die Halide... Das ist diese spezielle Kamera-Profi-Software für das iPhone, also wo man alles, Herlight, Halide, ja was auch immer, auf jeden Fall kannst du da alles einstellen, kannst halt so RAW und 1000, also alles was sozusagen die Kamera des Telefons so hergibt an Einstellbarkeiten, das ist so eine App, die das einem zugänglich macht.

Tim Pritlove Für mich viel zu kompliziert, weil ich habe auch keine Ahnung von Fotografie. Ich hab das mal installiert, aber mir ist das irgendwie alles... Leute, die mit Fotografieren umgehen können, die können mit so einer Software was anfangen. Und die wollten halt auch einfach mal nur das iPad so als Display haben und das haben sie sozusagen geliefert.

Tim Pritlove Man kann dann noch ein paar Features freischalten und denen irgendwie einmal Geld zahlen. Alles gut, aber kann man auch kostenlos benutzen. That said, gibt es aber noch ein kleines Problem bei der ganzen Geschichte, weil Strom, Strom. Weil so ein iPad hat ja nur einen Port. Da stecke ich jetzt sozusagen dieses USB-C Düngelchen dran und das zieht dann schon ganz ordentlich Strom und irgendwann ist der Strom alle und dann habe ich keinen Bildschirm mehr.

Tim Pritlove Und was macht man dann?

Hans Hübner Man nimmt einen Hub.

Tim Pritlove Man nimmt ein Hub, habe ich natürlich auch ausprobiert, aber wenn ich das Ding an meinen Hub anschließe, dann sehe ich es halt nicht mehr.

Hans Hübner Dann kommt das Video nicht durch.

Tim Pritlove Ja, dann funktioniert das irgendwie nicht mehr aus unklaren Gründen. Also wird einfach der Dongle nicht gefunden und fertig. Das ist immer so dieses Ding mit diesen ganzen Connection-Technologien, mir ist an der Stelle auch nicht klar warum.

Hans Hübner Du brauchst halt einen 3er Hub und zwar einen 3, 1, ah ok.

Tim Pritlove Hab ich. Das ist das einzige Produkt, was ich überhaupt bisher gefunden habe, was das macht. Kann ich auch nochmal kurz raussuchen von Sidecom.

Hans Hübner Ja aber mit den Hubs ist halt immer ein Problem, weil manche Hubs werden dann eben einfach nicht erkannt oder das Gerät hinten dran nicht erkannt oder die negotierten nicht.

roddi Du kannst mal diesen hier versuchen der hat so einen Power Delivery Eingang.

Tim Pritlove Hab ich auch. Achso. Das Ding ist nur er erkennt halt den Videodocker nicht mehr.

roddi Den HDMI schnuppse ihn nicht mehr.

Tim Pritlove Achso du hast hier nur einen Power Delivery Eingang.

roddi Achso stimmt der hat gar keinen USB-C.

Tim Pritlove Das ist halt das andere Ding, es gibt zwar eine ganze Menge USB-C Docks, die dir alle möglichen Ports bereitstellen, aber es gibt halt kaum etwas, was einfach mal nur mehrere USB-C Ports aufmacht.

Hans Hübner Außerdem willst du ja dann auch nicht noch endlos viele Geräte mit dir rumtragen.

Tim Pritlove Das kommt noch dazu, also ich hab bisher, also falls irgendjemand noch einen anderen Tipp hat, ich pack das mal hier kurz in unseren.

roddi Im Slack schreibt jemand, er hätte einen mit dem es geht. Link. Link or it didn't happen.

Tim Pritlove Sagt Abdelkader, dann mal her mit dem Link. Vielleicht ist das ein Hub, der dann auch nochmal Stromversorgung braucht, ich weiß es nicht, keine Ahnung. Also auf jeden Fall dieses Teil von Sidecom ist bisher das einzige, was ich entdeckt habe, es ist auch total schwierig. Irgendwas such mal nach sowas also das ist schon schwer genug so jetzt haben wir hier einen link.

roddi Aber das ist doch der ganz normale, aber der HDMI Hub von Apple der macht doch kein HDMI ein oder? Ach, in und out.

Tim Pritlove Das war der falsche Link, oder? Oder war das der richtige Link?

roddi Das war der richtige Link.

Tim Pritlove Apple USB-C Digital AV Multiport Adapter.

Hans Hübner Moment, aber der hat ja nur einen HDMI-Ausgang und einen Stromversorgungseingang. Das ist jedenfalls nicht das richtige Gerät.

Tim Pritlove Nein, das ist ja kein USB-C Hub.

roddi Naja.

Tim Pritlove Ja, alle kommen jetzt hier mit irgendwelchen Adaptern, aber das sieht für mich alles aus wie HDMI-Ausgang. Hier geht es ja um einen Eingang bzw. das Eingangsgerät habe ich ja schon. Also man kann einfach nach ganz normalem USB-C Capture Card schauen und der erste, den ich geklickt habe, funktioniert und andere funktionieren auch.

Tim Pritlove Es gibt wohl ein paar, die nicht gehen, aber es ist mir nicht untergekommen. Und damit kann man das auf jeden Fall benutzen, aber dann hat man halt nicht gleichzeitig Strom. Und wenn man gleichzeitig Strom haben will, muss man halt irgendwie Strom reinkriegen, aber es gibt halt keine Docks, die USB-C-In-Ports haben.

Tim Pritlove Also einer dieser Ports ist halt dann USB Power Delivery aber alles andere ist dann USB A. Ich könnte natürlich deinen Dings nehmen und nochmal das können wir nochmal ausprobieren und dann mit USB A reingehen. Wo hab ich denn hier meinen komischen Adapter?

Hans Hübner Hab ich gesehen der liegt hier irgendwo.

Tim Pritlove Irgendwo so ein kleiner, ne? Wo ist er denn? Hier. So, das habe ich jetzt noch gar nicht bedacht. Jetzt nehmen wir mal deinen. Live Fummeling at Freakshow. Und wie Sie sehen, das funktioniert. Das ist ja interessant. Also wenn ich sozusagen meinen USB-C Adapter auf USB-A wechsel und dann in A reingehe, dann, achso warte mal, und jetzt noch parallel Strom, das muss man jetzt auch mal ausprobieren, dass der den auch durch leitet, aber ich vermute mal das wird jetzt gehen.

Hans Hübner Und ist es noch schnell oder ist es langsamer als eben? Zieh mal das Fenster hin und her.

Tim Pritlove Wie langsam?

Hans Hübner Hier auf dem Mac, zieh nochmal das Fenster hin und her, ob das jetzt genau die gleiche Geschwindigkeit ist.

Tim Pritlove Achso, ich glaub da wird sich jetzt nichts, das ist wie nach wie vor dasselbe Ding. Ich guck nur gerade, okay, also das funktioniert. Nehmen usb haben sie gesagt da funktioniert alles mit alles reinstecken kann aber jetzt habe ich schon wieder so eine dongle parade hier ist es wirklich die dongle parade okay dann nimm mal hier wieder deinen anker ich habe ja auch noch ein bedingt das eigentlich auch noch mal ausprobieren warum ich das nicht vorher ausprobiert.

Tim Pritlove Achso den brauch ich ja um das auszuprobieren. Anyway, trotzdem ist es schön wenn man mal eben ein HDMI Bildschirm braucht und man hat sowieso ein iPad dabei, dann kann man da Dinge anschließen. Dann ist die Sendung, unsere letzte Sendung, ist kürzer geworden, weil ich sie nochmal nachbearbeitet habe.

Tim Pritlove Ralf lacht schon, du weißt was ich meine. Hast du es schon ausprobiert?

Ralf Stockmann Teufelszeug.

Tim Pritlove Ja richtig geiles Teufelszeug. Auf Phonic, mein Lieblingsdienst im Internet, der den meisten von euch wahrscheinlich wenig sagen wird, weil das eigentlich nur was für Leute ist, die halt Audioproduktion machen, wie ich zum Beispiel, also speziell für Podcaster, aber nicht nur für Podcaster. Das ist ja sozusagen so ein Service, der einem eine ganze Menge abnimmt.

Tim Pritlove Also wenn ich jetzt hier einen Podcast aufnehme und den veröffentliche, dann jage ich den vorher einmal durch eine Euphonik-Produktion durch. Das heißt, ich lade die einzelnen Spuren der Sendung hoch und diese. Werden dann bearbeitet, das heißt die werden normalisiert, gelevelt auf so eine einheitliche Lautniss gebracht und man kann auch so Filter drauf anwenden, also man kann was weiß ich so ein Denoiser machen, wenn man da Rauschen drauf hat, solche kleinen Reparaturtechniken, dann wird das alles zusammen gemixt in so eine fertige Audio-Wurst, dann konvertiert er einem das auch noch gleich in die gängigen Audioformate, die man haben will, MP3, M4A, was auch immer, Oc Opus, you name it.

Tim Pritlove Und wenn das dann fertig ist, dann lädt er einem das auch noch gleich auf den Server hoch. So, alles sehr nice, dazu noch Kapitelmarken angewendet, die ganzen Metadaten werden reingeschrieben, alles super. Und jetzt gibt es ein neues Feature, das ist in Beta, dass einem nämlich auf Phonik auch noch die ganzen Äs rausnimmt.

Tim Pritlove Also sie haben jetzt wirklich einen Ä-Filter und das ist ja so ein bisschen so, ich will es jetzt mal nicht heiliger Gral nennen, aber das war schon so etwas, wo man sich gedacht hat, wie geil wäre das eigentlich, wenn man so sozusagen diese ganzen Pausen, die keiner so richtig haben will, dieses ganze Gestammel automatisiert erkennen könnte.

Tim Pritlove Und naja, dadurch, dass wir jetzt hier KI galore haben, kann man das halt mittlerweile realisieren und das habe ich dann mal gemacht. Die Sendung, glaube ich.

Ralf Stockmann Wie viele Minuten haben wir geämmt?

Tim Pritlove Ich habe jetzt leider gerade nur die Zahlen von UKW im Kopf, aber die war ja auch furchtbar lang, drei Stunden und da habe ich dann irgendwie, glaube ich, sieben Minuten irgendwie rausgeholt.

Ralf Stockmann Kriegst du das dann auch als Outtake-File rausgerendert, so sämtliche?

Tim Pritlove Ne, rausgerendert bekommt man das nicht. Es gibt bei Auphonic am Ende so einen Webplayer, wo man dann je nachdem wo man hinklickt kann man das mit und ohne hören und ich hab jetzt nicht alles überprüft aber es ist erstaunlich gut. Also es funktioniert echt ziemlich gut, zumindest im Deutschen funktioniert es gut und im Englischen offensichtlich auch.

Tim Pritlove Darauf ist es trainiert und es ist halt Beta-Version gerade. Sie gucken halt gerade mal ob das sozusagen schon reicht, um auch das Äh der anderen Sprachen abzudenken, weil Andere Länder, andere Äs.

roddi Ja vor allen Dingen, die Franzosen machen die Äs ja mitten im Wort, also das wird echt schwierig.

Tim Pritlove Ja, also das wird eh noch spannend, wir machen die Äs auch im Wort. Kann ich dir sagen. Also es gibt, also meine Äforschung hat erstaunliches Detail. Meinst du, äh, das wäre so? Ja ich hab mal sehr viel Zeit darauf verwendet in einem Podcast und mehreren Podcasts tatsächlich. Das war während Corona, da hat man ja viel Zeit und da hab ich dann wirklich mal massiv in die Ehrforschung gegangen und hab mal so geguckt was es da alles so gibt und ein Ehr ist ja nicht wie ein anderes.

Tim Pritlove Also es gibt ja solche und solche Ehrs.

roddi Hast du da ein Paper geschrieben über deine Ehrforschung? Dafür bin ich viel zu faul.

Tim Pritlove Ich red einfach dann drüber im Podcast. Nee, es gibt so typische Pausen-Ass, die kann man einfach killen. Einfach so einwirft sowas das kann einfach weg das braucht keiner schnupps lässt sich auch gut trennen und dann gibt es halt so diese dann die also so komplett eingebaut sind schon mal sehr schwierig die überhaupt rauszuholen das gelingt auch phonik tatsächlich aber auch schon ganz gut das ist wirklich erstaunlich gut.

Tim Pritlove Und dann gibt's aber auch so Ass, die lässt man eigentlich mal besser drin, weil die eher so taktischen Charakter haben, also wenn du die wegnimmst, dann verstehst du nicht mehr so richtig wie es gemeint war, also dann ist das, das Timing geht dann einfach kaputt.

roddi Taktische Ass, die kannte ich noch nicht.

Tim Pritlove Gibt's und außerdem gibt's noch die Möglichkeit auch Pausen rauszuschneiden, da ist mir derzeit das noch ein bisschen zu hektisch deswegen hab ich das erstmal nicht gemacht das haut aber auch richtig viel raus also die Podcasts werden wirklich absurd viel kürzer.

Ralf Stockmann Das hast du aber in Ultraschall auch schon. Also du kannst ja die Sachen nicht nur, wie du es jetzt machst, quasi zerhacken und die weglöschen, sondern du kannst die auch zusammenrücken, die Pausen. Du könntest das quasi dein jetzigen Workflow in zwei Durchgängen machen. Einmal deine normale Separierung und dann nochmal ein Trim, wo du auch gewisse Werte vorgeben kannst.

Tim Pritlove Ach echt?

roddi Joa, das muss aber auch noch anhörbar bleiben, ne?

Tim Pritlove Und das ist halt schwierig, deswegen muss man das, Pausen, also es gibt halt auch taktische Pausen, also manchmal entstellst du die Aussage, wenn du eine Pause kürzt, weil es dann so wie in einem Satz gesagt ist, aber manchmal ist aber diese Pause dann halt genau der Träger der Ironie oder was auch immer und da muss man also schon sehr vorsichtig sein.

Tim Pritlove Aber bei dem Äh hatte ich jetzt nicht so ein großes Bedenken und hab die halt einfach mal rausgehauen. Jetzt haben wir natürlich das Problem, dass wir jetzt ein Kapitel gemacht haben über Äh.

Ralf Stockmann Was völlig unverständlich sein wird.

Tim Pritlove Und wenn ich das jetzt durch den Äh-Filter jage, bleibt wahrscheinlich nichts über, weil die KI natürlich nicht weiß, wann das Äh ernst gemeint ist und wann nicht.

Ralf Stockmann Genau und das ist jetzt so Kunst. Jetzt wird's Meta.

roddi Da müsst ihr jetzt.

Tim Pritlove Die Meta-Ebene.

Ralf Stockmann Übrigens, schön fände ich natürlich noch so Zukunftsmusik, Georg hör mal zu, wenn man das natürlich noch customizen kann an persönliche Tics. Beispielsweise was mich häufig triggert bei anderen Sprecherinnen ist genau. Ja das heißt also so ein irgendjemand sagt was wirklich vernünftig ist und ruiniert dann die komplette Wirkung in dem noch ein selbst verstärkendes genau man selber noch dahinter baut. Und andere Worte ja ja.

Ralf Stockmann Also und und jeder hat irgendwelche Tics die man selber auch meistens gar nicht mitbekommt außer man hört es sich nach wie nach nochmal an das heißt also ähm und so weiter ja schön und gut aber der Endgegner.

roddi Der Endgegner ist gar nicht Vader.

Ralf Stockmann Lauert dann noch woanders.

Tim Pritlove So zu sagen. Der Endgegner heißt so zu sagen.

roddi Das kann man so zu sagen, so sagen.

Tim Pritlove Ja also das ist wahr und ich weiß auch gar nicht, denkt ihr, dass Deutsche schlechter sind im Reden?

Ralf Stockmann Als wer? Also alle anderen oder?

Tim Pritlove Sagen wir mal konkret Amerikaner.

Ralf Stockmann Du meinst so in Sinne Satzhygiene, was für Wirtschaft funktioniert.

Tim Pritlove Ja und ich weiß auch sofort was als erstes kommt und das ist auch absolut berechtigt, ich glaube dieses Like, was die Amerikaner da kultiviert haben, gehört wirklich auf den Müllhaufen der Kulturgeschichte, das ist einfach mal Sprachmüll.

roddi Ja, das ist aber weniger geworden.

Hans Hübner Dazu muss ich unbedingt das Buch von Carl Heysen empfehlen. Star Island. Die Hauptprotagonistin ist auch eine amerikanische junge Sängerin in Anführungszeichen, die eigentlich nicht so richtig singen kann, aber irgendwann entschließt sich ihr Bodyguard dazu, sie immer dann mit dem Taser zu halten, wenn sie gewisse Worte mit Like gehört natürlich mit dazu, weil die ist nicht so dämlich.

Hans Hübner Also Karl Heysen, ich muss ihn empfehlen, Karl Heysen ist einfach.

Tim Pritlove Karl Heysen?

Hans Hübner Ja, Karl Heersen. Man muss dafür ein bisschen Amerikanophile sein. Star Island?

Tim Pritlove Aha, okay.

Hans Hübner Ja, und man muss es natürlich auf Englisch lesen, aber das ist hervorragend. Oder Hörbuch ist auch sehr sehr.

Tim Pritlove Ah, alright.

Ralf Stockmann Also ich denke jetzt trotzdem über deine Ursprungsfrage nach, ob das Deutsch da besonders anfällig ist, ich glaub's eigentlich nicht.

Tim Pritlove Sprachhygiene, keine Ahnung, also du weißt ja schon, so Deutsche die was vortragen versus Amerikaner die was vortragen.

Ralf Stockmann Das ist eine Sache eher der Kultur und der fehlenden Übung und weniger der Sprache an sich.

Tim Pritlove Ja klar, das ist ein kulturelles Ding logisch, ich denke nicht im Sinne von die Sprache selbst macht das, sondern.

Ralf Stockmann Du solltest nicht das verstanden, dass es quasi eingeschrieben ist in die deutsche Sprache, dass sie eher zu Formalismus.

Tim Pritlove Nein, nein, nein, in die deutsche Kultur, nicht in die deutsche Sprache.

Ralf Stockmann Okay, verstehe.

Hans Hübner Debating ist ja in den USA in sehr vielen Schulen sehr weit verbreitet. Und das ist in Deutschland nicht so, dass die Debatte an sich gepflegt wird.

Ralf Stockmann Bei den Briten genauso, einen Debattierklub gibt's am Gymnasium nicht.

Hans Hübner Genau.

Ralf Stockmann So, also es gibt sicherlich schon, inzwischen schon, aber irgendwo wirst du es finden, aber es ist, also bei uns hat das auch nicht stattgefunden.

roddi Naja, da musst du jetzt aber vielleicht doch auch die Frage stellen, ob du nicht da jetzt ein gewisses Selection Bias hast, weil du ja nicht in Aminland lebst und nicht weißt, wie die Leute, die da auf der Straße rumlaufen, tatsächlich reden.

Tim Pritlove Ne, aber ich merk's ja auch, wenn ich so YouTube abstrahle, so also da.

roddi Es gibt doch genug deutsche YouTuber, die flüssig sprechen können. Ja, es gibt doch genug deutsche YouTuber, die es nicht können, das ist schon richtig.

Tim Pritlove Bestreiten wollen, da kenne ich gar nicht so gute Beispiele, um ehrlich zu sein.

Ralf Stockmann Also ich war ja im Bibliothekskontext schon irgendwie viel auch immer auf internationalen Konferenzen unterwegs, als ich noch irgendwie raus aus Berlin gegangen bin, wenn man da stabil ist, macht man das dann plötzlich nicht mehr. Du musst schon wirklich Pech haben, um einen schlechten amerikanischen Speaker zu erwischen.

Ralf Stockmann Der ist also irgendwie zu ein bisschen was gebracht hat in seinem Feld, ja und da würde ich jetzt, ist die Bibliothekswissenschaft wahrscheinlich noch eher unverdächtig, was das angeht. Trotzdem, die sind einfach immer dieser Mix aus Entertaining auf der einen Seite, sich selber scheinbar zumindest nicht zu ernst zu nehmen und auf der anderen Seite aber dann doch auch didaktisch und pädagogisch irgendwie einen guten Punkt zu setzen.

Ralf Stockmann Das machen die schon ausgesprochen gut so. Die Briten auch, auf eine andere Art, die sind dann schon noch ein bisschen... Ihre eigenen Tierchen. Alle anderen haben halt, das sind halt internationale Konferenzen, klar hast du, wenn ich jetzt Englisch spreche, habe ich da einfach mal eine Ebene mehr rhetorisch zu bewältigen, Italiener, Franzosen, oh Gott, gerade Franzosen, die haben da sowieso irgendwie Schwierigkeiten, irgendwie was anderes als Französisch häufig zu sprechen, klar haben die da auch einfach mal einen Standortvorteil.

Ralf Stockmann Inwiefern? Ja Native Speaker müssen sich halt um viele Ebenen der Sprache keine Gedanken machen, worum du dir als Non-Native-Speaker schotten Gedanken musst.

Tim Pritlove Achso, ich will ja jetzt nicht Deutsche die Englisch sprechen mit denen vergleichen, sondern Deutsche die auf deutschen Vortrag halten und in eine Kamera oder in eine Kamera sprechen, so ein YouTube Video machen, ihren Kram vermitteln, erklären, was tue ich hier, hallo. Also nehmen wir mal so ein Beispiel, ich hab mir gerade, ich guck mir so richtig scheiß an in letzter Zeit, aber irgendwelche Autokanäle, wo so Autos vorgestellt werden.

Tim Pritlove Ist jetzt nicht unbedingt mein go to Programm, aber da fiel es mir jetzt gerade auf, weil ich mir irgendwie so Elektroautokonversionen und alte Autos elektrisch nachrüsten und sowas. Englische Kanäle, also englischsprachige Kanäle, amerikanische Kanäle, auch die britischen, hervorragend, unterhaltsam, flüssig, auf den Punkt gebracht, zack zack zack und es ist nicht immer nur das Editing, ich rede jetzt wirklich so in einem Take, Ansprache etc.

Tim Pritlove Dann so ein deutscher Kanal und dann... Altherrenwitze, umständliche Formulierungen, fünfmal um Brei geredet, halbe Sätze nicht zu Ende gebracht, Andeutung höhöhö, gar nicht komisch, merkwürdige Diktion, zu schnell gesprochen, Dialekt, ja gut Dialekt ist noch ein anderes Ding, warum ich auch immer aus Schwaben komme, weiß ich auch nicht.

Tim Pritlove Aber mir zieht sich wirklich der Bauch zusammen, wenn ich mir das anschaue. Es ist furchtbar.

Ralf Stockmann Ja, das gibt es alles da draußen, aber es gibt halt natürlich auch sowieso immer viel Schlechtes da draußen. Also mein Eindruck wäre, es ist besser geworden. Ich hab den Eindruck, dass die Deutschen rhetorisch eher aufgeholt haben.

Tim Pritlove Aber ich will eigentlich nur heulen. Das ist schlimm. Also ich weiß nicht, warum es so sein muss. Warum kann nicht einfach mal jemand locker vom Hocker, aber auch in einfachen, klaren Sätzen ohne Füllworte, ohne schlechte Witze, wo von vornherein auch nichts vorausgesetzt wird, dass man schon mal irgendwas wissen muss, um verstehen zu können, was da gesagt wird und dumme Witze.

Tim Pritlove Also ich leide wirklich nur. Also ich lasse mich gerne mit YouTube Kanälen bewerfen, wo Deutsche rhetorisch überzeugen. Gibt es mir? Bitte in die Kommentare. Ja, will ich haben. Schaue ich mir an. Ich bewerte die auch gerne alle und wenn ich irgendwas gefunden habe, wo ich sagen würde, top, hier läuft der Hase, hier ist mal ordentliche Kommunikation am Start, dann nehme ich das gerne an.

Tim Pritlove Aber ich sag dir jetzt schon, das wird schwer, da was zu finden.

Ralf Stockmann Das mag ich jetzt alles gar nicht glauben, also ich gucke leider ganz wenig deutsche Sachen, weil die Themen irgendwie da nicht so vorkommen.

roddi Das ist eher das Problem.

Tim Pritlove Für mich ist das ein einziges Festival of Lights, was da sozusagen abläuft. Ein Festival des Lights ist das, das ist das was ich da sehe. Also Deutschland kriegt sich einfach nicht gerade gebogen und nix kommuniziert und es ist halt einfach alle reden auch glaub ich aneinander vorbei. Vielleicht ist das auch das Problem hier mit dem ganzen Aufbruch.

Tim Pritlove Versteht sich einfach keiner mehr. Alle reden nur irgendwelchen Unsinn und Quatsch.

roddi Naja was schwierig ist sind so Handwerkerkanäle, wo jemand erklärt wie das mit der Wärmepumpe ist oder so. Das ist schwierig.

Tim Pritlove Ja und da gibt es so gute englische Kanäle.

Hans Hübner Naja, also die englischen Handwerkerkanäle die sind auch nicht alle Gold oder amerikanischen. Da kannst du dir auch ganz schönes Gegrunze anhören, wo du so denkst, naja. Also ich verstehe jetzt was gemeint ist aber.

Tim Pritlove Okay aber ich wäre ja schon zufrieden wenn du mir überhaupt mal was zeigst was auf deutsch ist und was mich überzeugt.

Ralf Stockmann Also was ich auf deutsch durchaus gucke sind zum Beispiel halt Kochkanäle. So und ich finde da gibt's schon gute. Also jetzt sagen wir mal beispielsweise, ihr kennt ja wahrscheinlich doch jeder, Tim Mälzer. Der hat natürlich schon eine sehr eigene Art, aber der würde ich sagen trifft da schon ziemlich, vorher muss man den kennen? Relativ prominenter Fernsehkoch.

Tim Pritlove Der hat keine Fernsehkoch Sendung.

roddi Ich kenn den auch nur vom Namen her aber.

Tim Pritlove Ich hab den Namen mal gehört aber kennen weiß ich nicht wer das ist.

Ralf Stockmann Schnodderigkeit, aber du merkst halt so, der weiß halt, was er tut und kann das, was er tut und kann das auch gut verkaufen. Und ich finde bei Köchen, also Fernsehköche, finde ich, sind da ziemlich gut aufgestellt.

Hans Hübner Aber bei Fernsehköchen ist die Bressigkeit auch weit verbreitet. Also es gibt auch viele Fernsehköche, die sind echt nervig.

Ralf Stockmann Ja, aber das sind halt da die internationalen auch, also da hab ich einfach mal den AB-Vergleich, weil ich auch viele italienische und amerikanische Fernsehköche gucke und die sind dann eben nicht besser als die deutschen.

Hans Hübner Ja ich glaub auch, das ist einfach so ein Confirmation-Bias, du guckst halt, wenn du Themen guckst, wo die Amerikaner eben einfach in Masse liefern können, weil sich da viele interessieren und in Deutschland ist das ein Nischenthema, naja, dann ist klar, Schau dir mal Marcel Pahr an, der ist zwar nicht Deutscher, sondern Schweizer, aber der hat auch ordentlich Production Value und der kann auch reden.

Tim Pritlove Auf Schweizerdeutsch oder auf Deutsch? Beides sogar. Okay, Schweizerdeutsch weiß ich nicht, ob ich das beurteilen kann, da geht mir glaube ich zu viel verloren.

roddi Ab und zu mal ein Schweizer Gast, mit dem er dann Schweizerdeutsch spricht, das ist dann schwierig, ich glaube es gibt da meistens Untertitel, aber sonst spricht der ja schon Hochdeutsch. Der backt da so sein Kram.

Ralf Stockmann Und ich werf jetzt mal einfach auf die Gefallen mich total zu blamieren, hier so ein Typ der ist wahrscheinlich Anfang Mitte 20 und versucht gerade Deutschlands größtes Lego Modell zu bauen. Um daraus dann auch irgendwie ein Museum zu machen und ähnlich hier wie Gerrit vom Miniatur Wunderland macht er also das ganze im Videoblog so.

Ralf Stockmann Das ist jetzt wahrscheinlich noch im Professionalitätsgrad einen guten Level unter dem, was du dir da vielleicht wünschen oder vorstellen würdest, aber der macht das halt wirklich total als Hobby irgendwie nebenbei und dafür finde ich kann ich dem auch 30 Minuten noch ganz gut zugucken, ohne dass es mich total nervt.

Ralf Stockmann Ich bin aber jetzt gerade aufgrund meiner Kinder halt auch sehr im Lego-Thema verhaftet und kann das mit dem Bautechnik noch alles gutieren und so. Ich schmeiß den Kanal hier mal rein, vielleicht probierst du den mal aus. Der ist uncool, das ist jetzt also nicht, dass ich sagen würde, das ist jetzt irgendwie jemand, der mich irgendwie triggert, was jetzt irgendwie so Coolness angeht, aber der macht einfach ein ehrliches Ding so und das macht er unprätentiös und bringt das ohne Skript und ohne große irgendwie, diese ganzen Manierismen, die du eben so angesprochen hast, finde ich, bringt dir das gut rüber. Ich such mal eben den Kanal.

Hans Hübner Ich hab hier gerade meine YouTube Subscriptions durchgescrollt und da ist nicht ein einziger deutscher Kanal. Das alles ist sehr… Guck ich mal. Da hat man schon seinen Grund haben.

Tim Pritlove Also ja, ja.

Hans Hübner Ich will dir in der Sache nicht widersprechen, aber naja.

Tim Pritlove Da ist was dran.

roddi Na ja gut, wie gesagt da sind halt auch so viele Themen interessieren mich dann halt nicht so bei deutschen Kanälen.

Hans Hübner Ich hab mal so einen Elektriker geguckt, der war auch ganz ganz furchtbar. Das war auch so schlimm, dass ich es irgendwann nicht mehr rauskrieg.

Tim Pritlove Also zum Beispiel, wo ich gerade so ein Auge drauf habe, ist so Holzverarbeitung. Wir lernen so die Grundlagen von, wie baue ich mir irgendwas.

Hans Hübner Du kennst PASC-Makes?

Tim Pritlove Ich hab da sehr viele gute Sachen gefunden aus Amerika, sehr viele gute Sachen. Generell dieses ganze ich baue irgendwas und so weiter ist ja auch auf YouTube ein richtig fettes Ding. Aber jetzt mal so ganz konkret, auch gar nicht so Meckerkram, sondern einfach nur so die Basics. Wie Fugen setzen, wie säge ich irgendwas, einfach so einfache Fragen beantworten, weil wenn man zwei linke Hände hat wie ich und dann muss man mal irgendwas bauen, was halten soll, dann brauche ich Hilfe.

Tim Pritlove Und dann habe ich so ein bisschen rum geguckt und dachte mir gibt es das dann irgendwie auch auf Deutsch und auf Deutsch ist es halt einfach so immer so, lass mich raus, so wirklich, einfach langweilig und dann halt einfach auch, einfach von der Diktion her schon einfach so einschlägt.

Hans Hübner Hier hat gerade jemand Matthias Schwarzer gepostet, der ist auch, der ist, weißt du, gerade so an der Grenze, wo es noch geht. Wo es also, ist nicht total schlimm. Ja, redet frei und macht gute Dokus, stimmt und ist noch, noch ein Trick in Hamburg.

Tim Pritlove Kenn ich jetzt tatsächlich nicht, ehrlich gesagt.

Hans Hübner Der ist auch ganz lustig, der Typ. Also das ist auch der einzige aus meiner Liste.

roddi Wer meiner Meinung nach ganz gut reden kann und auch ganz gute Sendungen macht, ist Spiel und Zeug. Also nicht alles was der macht ist spannend, aber er kann auf jeden Fall reden. Und er ist auch relativ witzig.

Tim Pritlove Also er kann reden und relativ witzig, da bin ich dann schon mal bereit mir das anzuschauen. Auch die anderen Tipps.

Ralf Stockmann Ansonsten, wir hatten ja gerade eben schon hier der Gerrit von Miniatur Wunderland, dem kann ich stundenlang zuhören, was, was und wie der erzählt.

roddi Dann Marty Fischer.

Tim Pritlove Stimmt, der macht das relativ... Ich hab jetzt nicht so viel in Erinnerung jetzt konkret von den Videos, aber das stimmt schon.

Ralf Stockmann Macht überhaupt keine doofen Witze, lässt Leute gut aussehen, die irgendwie beim Arbeiten und so weiter. Also nochmal ein Showtipp.

roddi Ja, hier, Marty Fischer, der muss man sowieso mal gesehen haben. Das ist so ein Produzent-Typ, der macht so, der macht immer irgendwelche Songs nach, weiß ich nicht, entweder covert er einen Song in ganz anderen Musikstilen oder er covert einen Stil aber mit einem eigenen Song oder so und macht in kurzen Clips, zeigt er wie er den so zusammen klickt und so.

roddi Und da kommen immer ganz witzige Sachen bei rum. Also der Typ ist schon ganz lustig, den kann man sich angucken.

Tim Pritlove Ich werde hier auch gerade nochmal eines besseren belehrt tatsächlich. Das ist ein guter Einwand. Jonas Winkler habe ich auch schon entdeckt im Bereich Holz. Das ist auf jeden Fall ein Freak. Der ist sehr speziell. Ich würde seinen Style jetzt nicht als super überzeugend, also mich spricht es nicht zu 100% an, aber er ist auf jeden Fall sehr eigen, so ein Typ, die Art und Weise wie er es präsentiert ist schon völlig in Ordnung und hat in der Tat ganz coolen Content.

Tim Pritlove Kann was. Mir ist das dann auch noch ein bisschen zu, als Herrenwitz trifft es jetzt nicht so ganz, ist so eine Nuance in dem Humor, die mich nicht vollkommen anspricht. Aber vielleicht liegt mein Geschmack mittlerweile auch außerhalb von Deutschland, das kann ich überhaupt nicht ausschließen. Man gewöhnt sich dann ja dann doch auch an einen gewissen Style.

Tim Pritlove Ich bin dann halt eher so Team Technology Connections. Das hatten wir ja hier auch schon und ihr habt sicherlich auch alle das Flipper Video gesehen, was gerade rauskam. Ganz toll.

Ralf Stockmann Das sieht gut aus hier der Kanal von dem Jonas Winkler. Das muss ich glaube ich meinem Großen mal zeigen. Der ist nämlich auch gerade schwer in was und wie arbeite ich mit Holz.

Tim Pritlove Genau, technisch ist alles super interessant, also definitiv. Okay, aber wir wollen ja jetzt hier nicht eine ewige YouTube-Liste runterbeten. Haben wir noch Kleinigkeiten von der Liste oder wollen wir mal mit Hans über ein bisschen alte Technik reden?

Hans Hübner Ja, ich bin ja auch schon ein bisschen, apropos alt, ich bin ja auch schon ein bisschen alt und werde dann irgendwann auch müde. Nicht wahr?

Tim Pritlove Das wollen wir natürlich verhindern. Hans komm, jetzt nehmen wir dich mal ins Limelight. Du bist ja... Und nicht weil du alt bist, sondern weil du das einfach schon lange machst. Und in den letzten Jahren haben wir uns dann öfter auch auf diesem Vintage Computing Festival getroffen, weil das ja so bei uns beiden glaube ich ein bisschen was triggert, bei dir nochmal ein bisschen anders als bei mir.

Tim Pritlove Und du hast dich ja jetzt in den letzten Jahren auch noch mal erheblich mit diesem Retro-Computing-Thema eingedeckt, würde ich sagen, ne?

Hans Hübner War so ein Corona-Ding.

Tim Pritlove War so ein Corona-Ding. Tatsächlich, da ging es doch noch mal richtig los.

Hans Hübner Naja, ich hatte Zeit, weil ich irgendwie nicht mehr, weil ich irgendwie, meine Firma wurde mir weggeschlossen und dann war ich nur noch Liquidator und als Liquidator hat man halt Zeit. Und dann kam Corona und dann habe ich mir einen TI-99-4A gekauft und inzwischen bin ich die Kompetenz in Sachen TI-99-4A Reparatur in Deutschland, also da bin ich wahrscheinlich, ja es gibt noch so zwei, drei andere, aber ich habe inzwischen eine erhebliche Werkstatt und habe eigentlich alles durch, was das Ding angeht.

Hans Hübner Ja und das hat mich dann wieder dazu gebracht, wieder so ein bisschen da in die Richtung anzufangen. Retro-Computing ist ja, das ist ja so ein weites Feld. Es gibt ja so Sammler, die sammeln dann irgendwie Geräte und stellen sie in ihrem LED beleuchteten Regal aus und dann gibt's, also das interessiert mich eigentlich nicht so, erstens, weil ich nicht so ein ordentlicher Mensch bin und so eine Sammlung organisieren, das ist nicht so mein, mein, mein, also das macht mich nicht so heiß und ich bin mehr so Bastler und irgendwie Tieferleger und Spoiler dranbauer, Tieferleger?

roddi Echt?

Hans Hübner Ja klar, so. Overclocker? Nee, Overclock, ja, Leisemacher, die sind ja alle zu, also jetzt nicht der TI, der ist irgendwie unbelüftet, also der, der, der hat keinen, keinen Lüfter drin, Aber ich hatte ja auch schon mal eine riesige Workstation Sammlung und damit habe ich jetzt auch wieder ein bisschen angefangen.

Hans Hübner Natürlich haben die alle Festplatten drin, die sind wahnsinnig laut und dann gibt's irgendwie in der Sammlerszene gibt's dann welche, die also auf gar keinen Fall die Festplatte da ausbauen würden, aber das kommt mir natürlich nicht in den Sinn, sondern da muss dann natürlich eine moderne Ersatzlösung ran und so, also für mich ist das mehr so eine nicht ausgeliebte Jugend.

Hans Hübner Möglichkeit also weil ich wollte mal Elektroniker werden war dazu aber zu faul und programmieren war einfach und dann habe ich halt Programmierer geworden und jetzt kann man halt alles machen was man in den 80ern was mühsam war weil man halt irgendwie Gerätschaften braucht und so und jetzt habe ich erstens habe ich Gerätschaften und zweitens kann man sich in China alles machen lassen und das mache ich jetzt halt so, mein Retro.

Tim Pritlove Also in China kann man sich alles machen lassen, was man so an Eigenbedarf Platinen braucht um Sachen zu fixen oder überhaupt zum laufen zu bringen oder mit neuen Interfaces auszustatten oder was gibt mal ein paar Beispiele was du so gemacht hast.

Hans Hübner Also zum einen gibt es so Projekte, irgendwelche Originalplatinen nachzumachen, für die Puristen, die lassen sich dann irgendwie Apple-1-Platinen machen und bestücken sie mit Originalchips, wo sie dann irgendwie ewig danach suchen, dass sie irgendwie auch die Chips aus dem richtigen Baujahr in den Apple-1-Nachbau einbauen, damit der auch so period correct ist.

Hans Hübner Aber dann gibt es halt auch jede menge erweiterungs freaks und also beim t99 habe ich dann irgendwie angefangen und rausgefunden, dass es weltweit wahrscheinlich so 25 Leute gibt, die sich praktisch. In so zwei, drei Clubs seit den 80er Jahren treffen, um ihren T99-4A zu besprechen. Und zu Corona-Zeiten bin ich dann da auch öfter mal in deren wöchentlichen Treffen gewesen.

Hans Hübner Da treffen sich dann so ein paar Amerikaner, die sind zu sechs oder zu sieben. Online. Online, treffen die sich online. Abwechslung am Samstag und am Sonntag. und am Sonntag, die sind alle um die 60, teilweise auch ein bisschen älter, mal stirbt auch einer so.

Tim Pritlove Hoffentlich nicht während des Meetings.

Hans Hübner Aber in den Meetings wird dann über TI Sachen geredet, also jetzt irgendwie neue Erweiterungen. Neue Erweiterungen? Ja, ja, neue Erweiterungen und dann also eine neue Ausgabe der Adapterplatine, die man braucht, um den Voice Synthesizer, der normalerweise an der Seite angesteckt wird vom CT-94A, um den in die Peripherie Erweiterungsbox einbauen zu können.

Hans Hübner Und dann macht einer die Platine und dann wird da dran rumentwickelt und dann wird die verkauft an die 30 Leute, die da noch drauf sind und die reden da alle die ganze Zeit drüber. Und dann gibt's auch noch neue Softwareentwicklungen, da gibt's dann halt zwei, die sind die richtigen Könige, die können alles und portieren dann Super Mario nach TMS 9900 und das ist genau so wie auf der Nintendo.

Hans Hübner TMS 9900, das ist die CPU? Und das ist auch so ein irres Gerät, weil... Das ist halt zeitlich rausgekommen mit dem VC20. Und wer war der dritte? TS80 war auch in der Zeit. Also das war die Trinity. Ach da weckert dann wieder irgendjemand. Jedenfalls einer dieser frühen Homecomputer aus der allerersten Generation und TI hat dann noch geglaubt, dass sie auf diesem Markt quasi ihre eigenen Regeln aufoktroyieren können und haben dieses Gerät rausgebracht und Software konnte man dafür nicht selber schreiben, sondern es hat nur TI Software dafür geschrieben und der Rechner wurde eigentlich unter Preis verkauft, weil TI die Rechnung aufgemacht hat, dass sie dann an der Software Geld verdienen.

Hans Hübner Die Software kam auf so Modulen, die hat man da reingesteckt, die waren teuer Und so war die Idee und das hat natürlich alles überhaupt nicht funktioniert und als dann Commodore C64 rauskam, da war das Ding einfach tot. Also das hat irgendwie erst hunderte Dollar gekostet, dann wurde es wirklich richtig verramscht.

Hans Hübner Aber die Leute die dann seitdem da dran geblieben sind, das sind halt die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die

Hans Hübner die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die Das war mein Eindruck.

Tim Pritlove Deswegen wundere ich mich jetzt, warum es da so eine Begrenzung gibt.

Hans Hübner Naja, aber du weißt ja, ich meine du bist halt 14 und kriegst deinen ersten Computer von den Eltern.

Tim Pritlove Ja klar, das ist halt hier so wie Trabant.

Hans Hübner Genau, aber naja, du, ist doch diese Retro-Computing-Szene ist genau so.

Tim Pritlove Naja gut, aber es gibt ja auch Maschinen, wo ich sagen würde, da verstehe ich das auch.

Hans Hübner Dennoch gibt es ja Trabant, also da sind wir uns ja einig, Trabant als Maschine, ne? Nein, aber so. Und ansonsten gibt es über diesen Rechner nichts Positives zu sagen, weil der ist rausgekommen, als irgendwie ein Computer gerade heiß war und da gab es Z80, 6502, 6809, das waren die CPUs, die irgendwie heiß waren.

Hans Hübner Und TI hat ja eigene Prozessoren, die haben Minicomputer gemacht. Minicomputer sind nicht Minicomputer, sondern die sind kleiner als Mainframes, also irgendwie ein 19 Zoll Rack. Das ist ein Minicomputer.

Tim Pritlove Also füllt keine komplette Garage, ist sozusagen Minicomputer.

Hans Hübner TI hat insbesondere nicht die Notwendigkeit, dass da ständig irgendwelches Personal rumläuft und Bänder und irgendwie um das zu bedienen, sondern ein Minicomputer ist einer, den kann man sich in einem Projekt irgendwo hinstellen und dann benutzt man den einfach. Da braucht man kein Personal, kein Operator und kein weiß ich nicht Zeugs.

Hans Hübner Und TI wollte also diesen Heimcomputer Markt mitnehmen und sie wollten da auch ganz groß sein und so weiter und hatten dann den Plan, dass sie einen Prozessor, den sie im Minicomputer Bereich auch schon eingesetzt haben, nämlich den TMS 9900, dass sie davon eine Heimcomputer Variante machen.

Tim Pritlove Ich weiß nicht, ob wir es gesagt haben, Texas Instruments, die mit den Taschenrechnern und die auch eine wichtige Chip-Fabrikation lange Zeit hatten, ich weiß nicht, gibt es die noch heute?

Hans Hübner Großer Halbleiterhersteller bis heute, die ist auch einer der wenigen Halbleiterhersteller, die aus dieser Zeit immer noch unter dem gleichen Namen selbst das machen. Also Philips hat das ausgespinnt und es gibt andere große, aber TI ist immer noch ein großer Halbleiterhersteller und das waren sie damals eben auch, aber war natürlich so im Business.

Hans Hübner Als auf der Consumer-Seite mehr für ihre Taschenrechner und für ihre Bürotechnik bekannt. Jedenfalls haben Sie dann den Plan gehabt, diesen Prozessor, eine Variante von diesem Prozessor zu machen, der für die Heimcomputer dann billig zu produzieren ist und das alles kann. Und der wurde nicht fertig. Und weil der nicht fertig wurde, haben Sie dann diesen TMS9900, also diesen.

Hans Hübner Mini-Computer-Prozessor in ein Grafik-Subsystem angeflanscht, was nur 8-Bit-breit war und haben dazu, also das ist ein riesengroßer Prozessor, der hat auch 64 Beine, also 64 Beine ist für einen Prozessor groß gewesen, normale, die ganzen 8-Bit-Prozessoren haben 40 Beine, die sind also ungefähr von der Fläche halb so groß, haben auch nur halb so viele Beine, aber das Ding ist halt ein Riesenklops und der sitzt mitten in diesem Board drin und wird dann über so extra Logik, die dann noch auf dem Board drauf ist, zu einem 8-Bit-Prozessor degradiert, also runtergetunt, wenn du so möchtest.

Hans Hübner Und der hat auch keinen eigenen Hauptspeicher, sondern nur 256 Bytes Hauptspeicher. Der benutzt den Grafikspeicher für sein Basic. Das heißt, wenn du ein Basic-Programm eingibst, dann wird jedes Byte, was du in dein Programm eingibst, über den Grafikprozessor in das Grafikram geschrieben. Und dass das nicht schnell ist, das ist relativ klar zu schnell zu verstehen.

Hans Hübner Also es ist einfach stinklangsam. Und dann haben sie noch, Basic, was nicht in Maschinensprache geschrieben ist, sondern in einer interpretierten Sprache, wo der Sprachinterpreter im Rom ist, das nennt sich, das macht das Ding zu dem langsamsten Homecomputer, den es gab zu der Zeit, es gab mal so ein… Obwohl er scheinbar den schnellsten Chip aller Homecomputer hat.

Hans Hübner Wenn man da ein richtiges Gerät drum gebaut hätte, wäre der auch echt schnell gewesen. Aber das haben sie halt nicht hingekriegt. Man konnte natürlich auch damals schon schnelle Programme damit schreiben, aber das war eine richtige Herausforderung. Und das gab deswegen auch nur, also wenn man sich diese Software anguckt, die da so in der ersten Generation rausgekommen ist, das ist so schlecht.

Tim Pritlove GPL hieß das.

Hans Hübner GPL genau, GPL hieß graphic programming language. Hier schreibt gerade jemand, dass Extended Basic war toll, richtig es gab ein Basic Modul was man hier stecken konnte und Parsec war eben so ein Spiel was, was die Maschine wirklich schon ganz schön gut ausgereizt hat, also so wo mit den ganzen Beschränkungen die dieses System hatte, sich die entwickler wirklich was was ausgedacht haben was was echt spaß macht aber so so so verglichen mit allen anderen homecomputern ist es der schlechteste computer den es gab, das kann man einfach das war so, Aber mir, ich hatte sehr viel Spaß mit dem, mit dem, mit dem, mit dem, mit dem, also mit der, sag ich mal, ich hab gelernt, wie man den repariert, hab irgendwie dann auch

Hans Hübner bis auf Gutter-Ebene ein paar repariert und kenn mich damit jetzt sehr, sehr gut aus, weiß schon, wie gut wie der funktioniert, hat Spaß gemacht. Und ich habe alle, also es gibt sehr viele Erweiterungen, die Open Source sind, die auf GitHub sind, wo du dir irgendwie auf GitHub das Layout runterlädst und dann ist das ja heutzutage so, du lädst das Zeug runter, kriegst du die Gerber Files, die sind produktionsfertig, die lädst du zu einem chinesischen Dienstleister und dann zahlst du zwölf Euro mit Versand und zwei Wochen später hast du fünf Platinen, Doppelseitig, Lötstoppmaske, Silkscreen, perfekt.

Hans Hübner Also was man früher nicht, was man in den 80ern einfach nicht bezahlen konnte, ist heute so eine Dienstleistung, die praktisch ohne menschliche Intervention.

Tim Pritlove Webseite ausfüllen und dann hinten irgendwie was in den Briefkasten.

Hans Hübner Ich hab einen Riesenberg an blauen Kartons von JSCPCB, weil ich halt alles ausprobiert hab, was man da so machen konnte. Für mich.

Tim Pritlove Mit dem TI-99-4A. Also wenn jetzt jemand, der hier zuhört, einen kaputten TI-99-4A hat, du weißt, wie man repariert.

Hans Hübner Ich repariere die.

Tim Pritlove Was geht denn da kaputt?

Hans Hübner Das, was meistens kaputt geht, ist das dynamische Rahmen. Und das ist meistens aufgelötet, was nervig ist. Da sind acht Bausteine, 16 Kilobit mal eins drin, die zusammen dann 16 Kilobyte ergeben. Manchmal kann man rausfinden, welcher kaputt ist, mit der Wärmebildkamera nämlich. Dann wird einer von denen heiß, dann guckst du mit der Wärmebildkamera rauf oder machst das auch mit dem Finger. Und dann nimmst du den erstmal raus und tauscht den aus und oft hilft das.

Hans Hübner Aber ich habe schon alles gesehen. Ich habe schon kaputte Grafikprozessoren gehabt. Ich habe schon irgendwelche TTL-Chips, irgendwelche Chips, die den Prozessor mit der Grafikhardware verbinden und da irgendwo drin stehen, habe ich auch schon rausgefummelt. Das hat richtig Spaß gemacht.

Tim Pritlove Das Gute an diesen Maschinen ist, dass sie natürlich in ihrer Gesamtkomplexität noch überschaubar sind und dass man da auch im Prinzip alles noch reparieren kann, so ohne weiteres. Und natürlich auch, dass selbst wenn sie jetzt in ihrer ganzen Programmierbarkeit sehr beschränkt waren, das dann eben auch den Vorteil hat, dass man dann auch mit einem überschaubaren Aufwand das gut beeinflussen kann, was die Maschine insgesamt kann.

Tim Pritlove Also ich habe das glaube ich auch schon tausend mal erwähnt, aber ich habe ja Michael Stahl, habe ich ja mal so ein CAE gemacht zum C64, nachdem er auch diesen großartigen Vortrag auf dem Kongress gehalten hatte mit den 64 Slides zum C64, wo alles drauf ist, was man wissen muss. Das war auch so. Und meine erste Frage war halt so, okay, warum beschäftigst du dich mit dem C64, weil der lag ja auch schon ein bisschen so vor seiner Zeit.

Tim Pritlove Der letzte Computer, den man so kaufen konnte, wo man noch die Chance hatte, den komplett zu verstehen von vorne bis hinten.

Hans Hübner Ja, aber das stimmt nicht.

Tim Pritlove Gut, da mag es jetzt noch andere geben, aber du weißt, was ich damit sagen möchte. Also die Komplexität dieser Homecomputer in den 80er Jahren waren so, dass sie schon auf der einen Seite eine Menge konnten, Komplexe Spiele, relativ schnell alles, das war jetzt kein Lochkartencomputer mehr, sondern da ging richtig was ab, da gab's Bild und Ton und pralala.

Tim Pritlove Aber man konnte halt irgendwie im Prinzip jede einzelne Instruktion des Betriebssystems irgendwie nachlesen und verstehen, wenn man lange genug drauf geschaut hat, das ist natürlich heutzutage unmöglich.

Hans Hübner Naja, das ist so ein bisschen das, warum sowas wie Raspberry Pi, Raspberry Pi Pico, Mikrocontroller, Arduino, warum diese Sachen natürlich beliebt sind, weil das eben Computer sind, die anfassbar sind und bei denen du irgendwie eine Beziehung zu der Hardware aufbauen kannst. Auch wenn das irgendwie, ja, wozu brauche ich Beziehung zu meiner Hardware?

Hans Hübner Aber wenn man heutzutage entwickelt, dann sieht man die Computer nicht, mit denen man arbeitet, weil die irgendwo in irgendeinem Rechenzentrum stehen und da werden hunderte und tausende Maschinen involviert, um eine Website zu deployen und bei diesem Anfass-Computing, da hat man halt eine direktere Beziehung dazu.

Hans Hübner Und das ist auch das, was mich dabei, also nicht jeden muss das interessieren, aber mich interessiert das halt, wie funktioniert das? Was kann das? Und ich weiß nicht, ich war ja vor etlichen Jahren schon mal hier, da war ich gerade auf einem FPGA-Trip und hab mich mit Hardware-Entwicklungen, mit FPGAs beschäftigt.

Hans Hübner Und ein Problem dabei ist, der Entwicklungszyklus ist halt Käse, weil du kannst zwar prinzipiell kannst du dir in Hardware-Beschreibungssprache irgendwas ausdenken und das dann auch innerhalb weniger Minuten in dein System reinbringen, aber da ist dann auch wieder so ein Riesenapparat von Komplexität und Software und so weiter dazwischen, bevor du unten angekommen bist.

Hans Hübner Ich arbeite gerne interaktiv. Ich möchte irgendwas ausprobieren und dann sehen, ob es geht oder nicht geht. Und wenn es nicht geht, dann möchte ich es fixen. Und zwar so am Gerät. Und da habe ich relativ viel in letzter Zeit mit dem Raspberry Pi Pico gemacht. Das ist eigentlich erst mal nur ein Mikrocontroller, der heißt RP2040 von der Raspberry Pi Foundation und der hat zwei ARM-Prozessoren drauf und das ist jetzt erst mal nichts besonderes, also Mikrocontroller mit ARM-Prozessoren gibt es wie santa mehr, aber das interessante an dem Ding ist, dass der so State-Machines drin hat, die zur GPIO-Steuerung verwendet werden können Und, das ist natürlich ein bisschen abstrakt jetzt erst mal, aber es ist eine State Machine.

Hans Hübner Das sind kleine Prozessoren, die einen ganz kleinen Befehlssatz haben, so 32 Befehlen und auch nur 32 Worte Speicher haben, die mit einem Schieberegister IO-Ports ansprechen können und ein FIFO zu den ARM-Prozessoren haben. Also so eine ganz kleine Einheit mit so ganz wenig, also Schieberegister, FIFO, ganz wenig Funktionalität.

Tim Pritlove Also FIFO, First In, First Out, also das erste was man reinschiebt kommt als erstes raus.

Hans Hübner Genau, also du kannst von der CPU kannst du da ein paar Worte hin tun, paar weiß ich nicht Bytes oder 32 Bit Worte und die dann mit Prozessorgeschwindigkeit, also ein Befehl pro Taktzyklus abarbeiten.

Tim Pritlove Das heißt man kann auf den Pins dann sehr gut einfache Protokolle mehr oder weniger auf dem Low-Level direkt in diesen State-Machines abarbeiten und so die Extraktion der Kerndaten die da rauskommt aber ohne den Low-Level-Protokoll-Overhead, der geht dann in die CPU rein aber die CPU muss sich nicht mehr um das Auspacken und das Signalisieren der einzelnen Rahmen-Start-Stop-Bits und so weiter kümmern.

Tim Pritlove Verstehe ich das richtig?

Hans Hübner Das ist ganz genau richtig und das ist vor allem, passiert das mit sehr hoher Geschwindigkeit, das heißt, du hast ja so, also manche Leute wissen, was ein serielles Protokoll ist, da kommt auf einer Leitung, kommen Bits an, die, da ist dann eine Mikrosekunde, ist eine Eins auf der Leitung und dann ist eine Mikrosekunde eine Null auf der Leitung, das bedeutet es ist eine Eins und so weiter und so fort.

Hans Hübner Und wenn du jetzt einen Prozessor hast, der mit 100 MHz auf dieser einen Leitung rumhorchen kann, dann kann man halt ein komplexes Protokoll, was früher mit Spezialchips implementiert wurde, in so einer State Machine einfach so zusammenpulen. Und das ist deswegen cool, weil man diese State Machine aus Python raus anspricht.

Hans Hübner Da schreibst du in Python ein kleines Programm und sagst, das ist hier mein PIO-Programm. Und dann startest du das und dann läuft es und dann kannst du mit dem Oszilloskop oder mit deiner Technik gucken, was macht das. Und wenn es nicht das macht, was du willst, dann änderst du dein Python-Programm und tust es da wieder rein.

Hans Hübner Du hast also so einen interaktiven Entwicklungszyklus, den du, also sowas kann man natürlich in VHDL das machen, FPGAs und CPLDs und die ganzen tollen Elektrotechniker Tools, aber das ist halt so eine Sache, wo Hardware Entwicklung interaktiv möglich wird und das finde ich total spannend, also das hat mich jetzt den Sommer über beschäftigt, um ein 3270 Terminal an meinen virtuellen Mainframe anzulegen.

Tim Pritlove Lass uns nochmal kurz beim Raspberry Pi bleiben, mir war das gar nicht so klar mit diesen State Machines, wieviel hat das? Zehn Stück oder was?

Hans Hübner Zwei von zwei State Machines, die.

Tim Pritlove Also State Machines ist ja eigentlich ein Software Konzept, aber in dem Fall reden wir wirklich von einem kleinen Stein.

Hans Hübner Die heißen halt State Machine. Aber es sind in Wahrheit kleine Prozessoren. Die haben einen Programm-Counter, der ist 5 Bit breit, also der kann 32 Programmstellen ansprechen und da gibt es dann sowas wie Springe oder Warte ein paar Zyklen und springe dann oder so. Also dein Instruktionswort ist auch 32 Bit breit und da kann man dann irgendwie einstellen.

Hans Hübner Ich möchte jetzt fünf Zyklen warten und dann möchte ich wieder nach da springen. Oder ich möchte jetzt nach unten springen, wenn das Bit eins ist. Oder ich möchte jetzt aus dem FIFO was rausnehmen und das erste Bit da rein. Und dann kannst du sowas sagen wie, gib mir das nächste Bit aus dem FIFO und tu das auf mein GPIO.

Hans Hübner Und dann nimmt er automatisch das nächste Wort, wenn du das letzte Bit aus dem FIFO rausgezogen hast. Sodass du also die Bits einzelner rausholst und mit deinem Programm rausholst und wegschickst. Und immer wenn das oberste Wort leer ist, dann kommt halt das nächste Wort automatisch da an und du brauchst dich um nichts zu kümmern. Und das ist das FIFO.

Hans Hübner Jetzt ist es natürlich, also, das haben wir alle verloren, die nicht Assembler programmieren. Das geht dann auch noch mit DMA. Das heißt, du kannst diesen FIFO, da gibt es eine DMA Einheit, da kannst du sagen...

Tim Pritlove Also DMA steht für Direct Memory Access.

Hans Hübner Da ist eine Hardware-Einheit drin, der kannst du sagen, hier ist mein Speicherbereich und schreib mir mal immer, wenn in dem FIFO-Platz ist, ein Wort von dieser Adresse in den FIFO rein und geh dann auf die nächste Adresse. Das heißt, du sagst dann da einen Block von Speicher, willst jetzt irgendwie 10 KB wegschicken, dann sagst du hier fängt das an und dann startest du das PIO-Programm und startest den DMA-Controller und dann machen die das unter sich aus.

Hans Hübner Aus. Dann hast du dein Python Programm und kannst da deinen Webserver betreiben und was auch immer. Und wenn der DMA Controller die 10 KB Daten an das PIO Programm weitergegeben hat, dann schickt er dir ein Interrupt und den kannst du in aller Ruhe bearbeiten und so weiter und so fort. Dann hast du halt einen normalen Prozessor, machst damit normale Sachen und alles was Geschwindigkeit haben muss, das läuft nebenbei.

Tim Pritlove Und das ist natürlich super, wenn man halt so sich seine eigene kleine Controller-Hardware bauen will für irgendeinen alten Scheiß. Ich hab ja hier auch diese Flipdots hängen und so weiter. Das ist so ein typisches Beispiel für so 80er Jahre Technologie, die halt damals oft mit ganz eigenen Interfaces daher kamen, wo halt, ja, um da Inhalt drauf anzuzeigen hast halt irgendein obskures Protokoll, was halt nicht jetzt den gängigen Standard V24 oder was weiß ich folgt, sondern die Bits müssen halt mit irgendeiner Geschwindigkeit, in irgendeinem Takt, in irgendeiner Reihenfolge, mit irgendeiner inneren Logik, gar nicht mal so kompliziert, aber es muss halt genau so sein, musst du mit diesem Ding reden und wenn du

Tim Pritlove jetzt halt exakt auf diesen Pins quasi den richtigen Alarm machen willst, damit dieses Gerät in seiner Software, in seinem, in die, auf E-Mail, eingefrorenen Zustand irgendwie noch in der Lage ist, irgendwas zu verstehen, was man eben sendet, muss man sich halt strikt an dieses Protokoll halten und dann musst du halt eine Software schreiben, die halt zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Pins richtig hat und da kann man schnell durcheinander kommen, insbesondere wenn man es mit einer CPU macht, die so sich selbst unterbricht und das Timing nicht so richtig hält, aber wenn man so eine kleine Mini-Maschine hat, die im Prinzip nur die innere Logik nachvollzieht und dann immer sofort im richtigen Timing den nächsten Schritt

Tim Pritlove macht, dann ist man das alles schon mal los, hat es sehr viel stabiler und muss sich dann in der eigentlichen CPU-Software eigentlich nur noch ums Management kümmern, um diese Prozesse zu starten und zu beenden.

Hans Hübner Und eine Sache, für die sich diese PIOs eben auch eignen, sind Erzeugungen von Grafiksignalen. Weil Grafik, also Monitoransteuerung ist immer seriell. Du hast immer irgendwie, weiß ich nicht, du hast ein RGB-Kabel, da kommen irgendwie, weiß ich nicht, 12 Bit oder so an. Und das kannst du einfach mit so einem Pure Bit im richtigen Timing, also so, dass es denn dem normalen Fernsehtiming oder was auch immer entspricht, da auf irgendwelchen pins rausjagen und dann hast du halt vga ohne irgendeine spezialhardware oder hdmi also es gibt auch ein hdmi kern und es gibt auch ein neopixel kern bei neopixel neopixel sind diese rgb leuchtdioden die aneinander hängen kann die über ein draht rgb können und die haben auch so ein timing kritisches protokoll wo man irgendwie eine

Hans Hübner mikrosekunde warten muss bevor man und so weiter und das kannst du natürlich in der cpu machen Aber dann verbrätst du im Prinzip die CPU für was, was eigentlich sehr low-levelig ist und im PIO hast du halt so ein 20-Zeilen-Programm und dann macht es das. Also das ist ganz schick und ich finde, das ist auch wieder so ein Ding, wo, na klar, man muss halt irgendwie ein bisschen einen Oszilloskop vielleicht mal haben oder einen kleinen billigen Logical Analyzer, um zu sehen, was da rauskommt.

Hans Hübner Aber du kannst, also die Sachen gibt's halt alle jetzt für billig, du kaufst dir für 20, 30 Euro kaufst du dir so einen Logic Analyzer der USB hat und dann lässt du auf dem Rechner, lässt die Software laufen und dann kannst du die Bits sehen die da rauskommen und bist du dann halt wirklich wieder an der Hardware dran, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als es mit dem C64 häufig war.

roddi Wie ist jetzt der Chip der das kann?

Hans Hübner Der heißt RP2040. Der kostet einen Dollar. Einen einzigen Dollar.

roddi Und das ist dein Entwicklungsboard?

Hans Hübner Das Entwicklungsboard dazu heißt Raspberry Pi Pico. Und das ist dieser Chip mit einem Flashspeicher drauf und einem USB-C, leider Micro-USB Interface. Und der kostet, ich glaube das Board kostet sowas wie 6, das gibt es auch mit WiFi, da gibt es dann, also in MicroPython hast du dann irgendwie einen TCP Stack und kannst TCP reden und kannst aber eben gleichzeitig diese ganzen Low-Level Sachen machen.

Hans Hübner Das ist wirklich ein innovatives Ding, gerade zu dem Preispunkt, also in China machst du dir eine Platine, lässt dir das Ding da drauf bestücken und dann kommt das fertig gelötet und du musst gar nichts mehr machen. Und was richtig spaßig war, ich hab neulich mit einem Freund zusammen, häng ich immer in so einem Slack rum, und dessen Fetisch ist ein Busch Mikrotonik Computer.

Hans Hübner Der Busch Mikrotonik Computer, also Busch ist eine Firma, die hat so Elektronikbaukästen in den 70er und 80er Jahren gebaut, so schwarze Kisten, da konntest du so Sachen draufstecken, Kabel verbinden und dann hat's geblinkt oder was auch immer. Und dann haben die irgendwann einen Mikroprozessortrainer rausgebracht, Bosch Mikrotronik.

Hans Hübner Und, naja, das ist ein ganz cooles Gerät, der hat eine 4-Bit-CPU und so eine interpretierte, komische Programmiersprache, die man über so eine Hex-Tastatur eingeben kann, also ganz seltsames Gerät. Es gibt jedenfalls den Michael Wessel und der Michael Wessel hat so ein Ding und ist irgendwie, also der findet den toll.

Hans Hübner So und da ist es schon und Michael meinte neulich ja er will irgendwie das RAM von dem Mikrotronik mal emulieren oder oder beladbar haben also er möchte gerne dass er von seinem Rechner aus von seinem Computer normalen Computer aus Programme in das Ding reinladen kann. Und hat dann, naja, einen S-RAM, also das sind halt irgendwie so ein 4 Kilobyte, Kilobit S-RAM ist da drauf.

Hans Hübner Hat überlegt, ob er da was zwischenhängt, zwischen das S-RAM und den Rechner, so dass er das abschalten kann, den Rechner abschalten kann, dann was in das RAM reinladen und so weiter. Und dann habe ich gesagt, nimm doch einfach den RP2040, weil der läuft halt mit 120 MHz Standard, der kann dieses S-RAM, was da drin ist, also dieses statische RAM, einfach in Software simulieren.

Hans Hübner So, da hast du halt einen NC, dein Array, da stehen deine Worte drin und dann kommen da die Signale aus dem 4-Bit-Ding raus, sag mir doch mal, was andere Adresse 15 ist und dann musst du halt ein C-Programm haben, das guckt dann in das Array rein und spielt das auf die Bits raus. Das hat er gemacht und daran rumgefummelt, weil dieser RP2040 oder Raspberry Pi Pico, der ist 3,3 Volt.

Hans Hübner Das ist die übliche Versorgungsspannung, die man für TTLs heutzutage hat und Bosch Mikrotronik ist natürlich ein 5 Volt System und das ist ein ewiges Problem, wenn man moderne Technik mit alter Technik verbinden will, dass man Level Converter braucht und da hat rumgefummelt und es funktionierte alles nicht und bla bla bla bla bla.

Hans Hübner Und dann hat er ein Board gefunden. Was Leuchtdioden drauf hatte, wo man den Raspberry Pi Pico draufsteckt und dann hat der so Leuchtdioden an beiden Seiten, die anzeigen, welche GPIO-Ports an und aus sind. Ist ja eine schöne Sache. Und hat irgendwie gedacht, da sind ja die Level-Converter mit drin und hat das Ding da eingebaut und plötzlich funktionierte alles. Also alles funktionierte.

Hans Hübner Hat irgendwie sein Programm reinladen können in das SRAM und auch wieder rausladen und so weiter. Und dann haben wir uns das irgendwie genauer angeguckt und festgestellt, da sind gar keine Level-Converter drauf. Also das funktioniert offenbar.

Tim Pritlove Was machen diese Level-Converter genau?

Hans Hübner Also der Bosch Mikrotonik oder alte Computer haben Logik-Level von 0 bis 5 Volt. Die werden mit 5 Volt betrieben und eine 0 ist 0 Volt und eine 1 ist 5 Volt, also 3,3 Volt.

roddi Die Arduinos machen das auch noch, zumindest die älteren. Die neueren sind auch alle auf 3,3.

Hans Hübner Genau und dann hat sich irgendwann durchgesetzt, dass 3,3 Volt besser ist, verbraucht weniger Strom, bla bla bla, man braucht keine 5 Volt und dieses Interfacing, dafür gibt es Level-Converter. So und Michael hat dann irgendwie nachgefragt bei den Raspberry Pi Leuten, wie denn es sei, ob denn, also das funktioniert ja mit 5 Volt und warum die nicht kaputt gegangen sind.

Hans Hübner Und die haben gesagt, naja, das Ding ist schon 5 Volt tolerant. Das heißt, du kannst mit 5 Volt Signalen in den Pico reingehen. Und das funktioniert in den allermeisten Fällen. nicht im Datenblatt, weil es nicht auf allen Pins funktioniert und weil es auch nur bis 5,1 Volt funktioniert. Du in den 5 Volt Systemen aber manchmal auch 5,5 oder sowas hast und damit bläst du den dann schon durch.

Hans Hübner Aber das coole ist halt, dass man für alle diese ganzen Hobby Retro Bladi-Blob Anwendungen braucht man halt keine Level Converter. Die kannst du einfach, kannst das Ding einfach reinschmeißen, funktioniert. Also so.

Tim Pritlove Super praktisches Teil.

Hans Hübner Wenn man Physical Computing machen will, dann ist das toll. Ich meine, die Zugänglichkeit ist nicht ganz so cool wie bei den Arduinos. Die Arduinos, das ist ja irgendwie so, du kaufst, installierst, IDE, klick, klick, funktioniert alles gleich. Beim Raspberry Pi muss man schon irgendwie so ein bisschen mehr Computer wollen noch, als nur das ist nicht das erste Physik-Computing-Board, was ich empfehlen würde, aber als zweites oder wenn man irgendwie schon so ein bisschen so irgendwie was cooles machen will, dann ist das schon nicht so ab.

Tim Pritlove Ja aber grundsätzlich sind natürlich Microcontroller in all ihrer Beschränktheit dann auch wirklich sehr hilfreich, um einfach mal wieder Computer zu verstehen, das stimmt schon. Also was du so früher quasi auf dem Level vom Homecomputer hattest, hast du jetzt eben bei diesen Maschinen, weil die ja im Prinzip in der Kategorie spielen.

Hans Hübner Naja in Grenzen, weil wenn man sich jetzt, wenn man verstehen will wie dieser RP2040, wenn man den vollständig verstehen wollen würde, dann müsste man schon auch sehr sehr viel Zeit reinstecken, weil das Ding ist wahnsinnig komplex. Es hat zwei irgendwie Superskalare, nee keine Superskalare, aber zwei ARM-CPUs drin plus jede Menge sonstiger Peripherie und irgendwelche Busse und bla di blub und so.

Hans Hübner Das ist schon noch, also die Komplexität von diesen Geräten ist eigentlich vergleichbar mit Großcomputern aus den 80ern, also sowohl was die Leistungsfähigkeit angeht als auch was die Komplexität der ganzen, also was es da für Einheiten gibt und wie die miteinander reden und die Protokolle und so, das war schon sehr, sehr sophisticated.

Tim Pritlove Ja, große Computer, denen hast du dich jetzt aber auch zugewendet. Und groß, jetzt müssen wir nochmal die...

Ralf Stockmann Ralf hat ja vorhin gefragt, es gibt ja den Film, aber komm jetzt Ralf, jetzt musst du mal reden, ich hab so viel gesammelt, jetzt haben wir dich schon eine Stunde hier im Mikro und viele Leute wissen glaube ich immer noch gar nicht wer du wirklich bist. Es gibt einen Film über dich. Nein, das ist falsch.

Hans Hübner Das ist wirklich falsch, es gibt einen Film über einen Freund von mir.

Ralf Stockmann Genau und du tauchst auf eine gewisse Art dann auch in diesem Film auf, aber zusammen gemerged mit einer anderen realen Figur und wie das manchmal in Filmen so ist, wurde es dann verdichtet. Naja und der Film über den wir hier reden ist halt 23, Nichts ist so wie es scheint, ist glaube ich der Untertitel und das war halt die Geschichte von Karl Koch und dem KGB Hack und da gibt es diese, ich hab den zum ersten Mal glaube ich gesehen, da war ich halt, war ich da gewesen sein Mitte, Ende 20 irgendwie, ich glaub als der rauskam sogar auch im Kino.

Ralf Stockmann Ich glaube, ich habe den damals im Kino gesehen und ich weiß nicht, ob ihr das auch so habt, manchmal ist eine einzige Szene in irgendeinem Film so eindrücklich, dass man danach eigentlich nicht wieder in den Film vernünftig zurückkommt, weil diese eine Szene so runtergezogen hat oder beeindruckt hat oder aus der Bahn geworfen hat, als zum Beispiel hier bei dem Film Up.

Ralf Stockmann Der Disney Film. Ja es ist Pixar. Mit den Luftballons. Das Intro, die ersten zwei Minuten, danach war der Film für mich komplett kaputt. Von dieser Liebesgeschichte, wo sie dann stirbt. Das war so perfekt einfach inszeniert. Tränen überströmt. Ich bin überhaupt nicht mehr in den Film zurückgekommen. Und das ging mir, ich bin ja manchmal ein bisschen dichter im Wasser gebaut, was das angeht, und das ging mir, jetzt fragen sich alle was zum Teufel hat das mit 23 zu tun, das war diese, Achtung ich weiß es ist falsch, Mainframe Rechner, der im Regen steht.

Ralf Stockmann Weil es wirklich diese fantastische Szene halt gibt, dass die Hacker halt einfach merken, so okay, hier irgendwie mit ihrem, ich glaub mit dem Atari wars, kommen wir nicht mehr wirklich viel weiter. Und es sollte eine PDP-11 irgendwie aus Jülich angeschafft werden, die mal irgendwo im Atomkraftwerk gewerkelt hat und die werden aber total übers Ohr gehauen und braucht eigentlich stark Strom und die können das überhaupt nicht anschließen.

Ralf Stockmann Und dann ist direkt die nächste Szene, wie irgendwie Koch aus dem Fenster guckt und da steht dann halt irgendwie diese zwei Meter breite, ein Meter fünfzig hohe Rechnerwand im Regen so und das ersichtlich einfach Schrott und kaputt und das hat mir so weh getan diese Szene, dass von da ab der Film für mich gelaufen war, das ist also jetzt dieses schöne Teil da, so und du hast aber schon richtig gestellt, das ist A keine Mainframe, B war es eben überhaupt nicht der richtige Rechner, der es eigentlich hätte sein sollen, Warte mal, ich hatte das gerade eben nochmal geguckt, das sollte eigentlich ne...

Hans Hübner PDP-11 sein.

Ralf Stockmann Ne Wachs-PD... äh... g... genau. Du hast ja gesagt, was im Film zu sehen ist. Wir haben gerade den Film hier, weil ich den bei mir extra noch geguckt habe gestern Abend nochmal, hatte ich hier gerade den Screenshot entsprechend. Du sagst, das ist eine IBM, die da eigentlich zu sehen ist.

Hans Hübner Das ist eine AS400, ja.

Ralf Stockmann Genau, also hier auch für euch. Das ist, ich weiß nicht, ob ich jetzt in der Regel einen Screenshot reingeben kann. Das Internet versagt da. Ich muss mal gucken, ob ich den jetzt hier.

Hans Hübner Ich meine, das ist natürlich ein ziemlicher Fauxpas, dass sie in dem Film eine IBM verwendet haben, weil IBM war quasi der Großfeind oder wenn man will, also es gab so Lager IBM und DEC und wir waren im DEC-Lager und die PDP-11 ist auch eine Maschine von DEC und dass sie dann im Film eine IBM benutzt haben, ist natürlich eigentlich, naja, da hätten sie sich ein bisschen mehr kümmern müssen.

Ralf Stockmann Das ist das Bild, das hat sich mir total eingebrannt.

Hans Hübner Ich mach mal, die AS400 steht im Regen unter einer Plane, dürftig abgedeckt. Ich mach mal, ich mach mal.

roddi Vor allem die Plane ist nicht mal groß genug.

Ralf Stockmann Es hängt eine Plane drüber, genau. Und die ist aber halt nicht groß genug, um überhaupt das Ganze irgendwie abdecken zu können. Haben die bei euch eigentlich, haben die mit euch geredet? Das ist glaube ich auch ein Hans Christian Schönwächter.

Hans Hübner Ja klar, ich war da einer der Quellen für das.

Tim Pritlove Aber er war eigentlich auch technisch, computertechnisch ja eigentlich super. Er hat doch, Scarabeus hat doch viel gemacht. Also ich meine, da wussten ja alle Bescheid. Kann es sein, dass sie einfach keine PDP-11 bekommen haben? Oder aus irgendwelchen Gründen hat irgendjemand gesagt, hier nimm doch mal lieber den, der sieht besser aus.

Hans Hübner Nee, nee, das war auch einfach nicht wichtig.

Tim Pritlove Ja, das fürchte ich auch gerade.

Hans Hübner Das ist in dem Film einfach nicht wichtig. Also ich bin auch in dem, also dieser Film, bei dem ist, Karl ist wichtig in dem Film und alles andere ordnet sich dem unter und es spielt keine Rolle, ob der Rechner der richtige oder der falsche ist. Also so aus Nerd-Sicht ist es natürlich völlig falsch. Und von wegen Großrechner, das ist halt auch kein Großrechner, sondern das ist ein Mini-Computer.

Hans Hübner Die PDP-11 wäre auch ein Mini-Computer gewesen. Und das sind halt so Kategorien, die man sich heute kaum noch vorstellen kann, weil es sowas einfach nicht mehr gibt. Es gibt jetzt Rechenzentren und da sind große Rechner drin, aber so dieses… Die Rechner sind nicht groß, sondern sind vor allem viele. Ja, eben sind viele, genau.

roddi Na gut, du hast vielleicht noch diese komischen Tesla Autopilot Trainingsmodule, die immerhin noch irgendwie Pizzaschachtel groß sind. Ja, Pizzaschachtel groß.

Hans Hübner Naja, aber irgendwie so… Ja bloß, ich meine Großrechner, da war der Prozessor, also das Ding, was die Befehle ausgeführt hat, der war, der hat ungefähr, weiß ich nicht, 2,50 Meter mal 1,80 Meter mal 80 als Format gehabt. Also so dieses Bild von einem Minicomputer, das wäre in einem Großrechnerumfeld, wäre das eben allenfalls die CPU gewesen.

Hans Hübner Also der eigentliche Rechner. Und beim Großrechner gehört dann noch dazu, dass dann eine Batterie von Bandlaufwerken und eine Batterie von Festplatten und Wechselplatten dazugehört und Drucker und lauter Leute, die in Kitteln rumlaufen und diese Geräte die ganze Zeit warten, weil das alles mechanisch ist.

Hans Hübner Das ist Großrechner gewesen.

roddi Wahrscheinlich war der letzte Großrechner die Cray, oder?

Hans Hübner Die Cray war auch ein Großrechner in dem Sinne, dass die in diesem Umfeld platziert war, aber das war nicht der letzte. Die sind dann einfach immer kleiner geworden und ein Grund warum die Rechner kleiner geworden sind ist natürlich, dass die auch immer schneller geworden sind. Das bedingt, dass die Signallaufzeiten eben auch anfangen eine Rolle zu spielen, je schneller die Rechner werden und dementsprechend, also bei den Crays war das so, wenn man sich so eine Cray von hinten anguckt.

Hans Hübner Das spielen die Signallaufzeiten auch schon eine Rolle und deswegen sind die Kabel, die die einzelnen Module miteinander verbinden, die sind alle gleich lang und die hängen dann da in so riesigen Schlaufen hinten dran, also wenn du den aufmachst.

roddi Also ganz viele Flachbandkabel.

Hans Hübner Nee, das sind einzelne Koaxialkabel, die da durchgelegt werden und das sieht total irre aus, wenn man so eine Cray 1, Cray 2, wenn man die von hinten anguckt, weil da nicht so ein Bus ist oder Flachbandkabel oder sonst irgendwas, sondern so Schlaufen und echt viel, viel, viel Kabelkram.

Ralf Stockmann Kommt jetzt.

Tim Pritlove Gibt es ja dieses schöne Zitat, wo Seymour Cray erzählt wurde, dass Apple sich gerade eine Cray gekauft hat, um ihren nächsten Macintosh damit planen zu können. Das wäre ja lustig, er hätte sich gerade eine Apple gekauft, um seinen nächsten Cray damit vorbereiten zu können.

Hans Hübner Wir gucken gerade auf so ein schönes Bild von der Kredis, das obere ist sehr schön, weil das nämlich diesen Großrechner Aspekt so schön beleuchtet. Also da gibt es so Waschmaschinen große Festplatten, die so ungefähr einen Gigabyte haben und dann gibt es hinten auch noch riesige Regale mit Bändern. Also da sind dann tausend Bänder auf so, kannst du nochmal runterscrollen?

Hans Hübner Auf so Spezial, da hinten sieht man die, das sind so Bänder die auf Spezialgestellen aufgehängt werden und dann, Und hier sieht man im Übrigen auch das Kabelchaos im Inneren der Cray 1.

roddi Da wo dieser Einstein steht.

Hans Hübner Genau, da wo der Einstein steht. Und das funktioniert dann so, du sendest deinen Job dahin an die Cray und die Cray kann ja nur einen Job zur Zeit bearbeiten, Deswegen werden die ganzen Jobs alle auf Tapes vorbereitet oder auf Platte vorbereitet und dann werden die nacheinander abgearbeitet. Und wenn der Job dann abgearbeitet wird, dann kommen da hinten irgendwelche Daten raus und die müssen auf ein Tape geschrieben werden. Und da geht dann der Operator los, der sieht schon, ah, dieser Job läuft jetzt los.

Hans Hübner Also muss ich jetzt Tape X holen und aufs Bandlaufwerk tun und dann kann ich sagen, okay, ist jetzt gemountet. Und dann läuft der Job los, rechnet irgendwas aus, schreibt das auf das Band drauf und damit ist das abgearbeitet und nimmt das Band wieder weg und tut das irgendwo hin. Oder nimmt den Printout und tut den irgendwohin.

Hans Hübner Also dieser ganze Verwaltungsapparat, der für Großrechner typisch ist, den, in der Form gibt es den nicht mehr, dieser ganze Rechenanlagenbetriebskram. Ja, das ist in den 80ern dann irgendwann ausgestorben.

Tim Pritlove Na du brauchst schon heute nochmal jemanden der Papier im Drucker nachlegt und dafür sorgt, dass die Peripherie ansteuerbar ist, aber ist klar, dass man sich jetzt wirklich da Lochkarten rein und wieder raus trägt oder dann später halt Bänder und Platten und so, das ist so ein Aspekt den hast du heute überhaupt nicht.

Hans Hübner Naja heute schiebst du die, die werden direkt vollgestellt und dann geht da niemand mehr durch.

roddi Ja du machst doch keine Batchjobs in dem Sinne mehr ne?

Hans Hübner Ja das wird alles automatisch geschedult.

Tim Pritlove Aber greifen wir nochmal das Wort auf was Ralf benutzt hat vorhin, nämlich mainframe.

Ralf Stockmann Das ist einfach englisches für Großrechner, so sagt das zumindest Wikipedia mir gerade. Genau.

Hans Hübner Das stimmt auch. Also mainframe ist diese Art der Datenverarbeitung.

Tim Pritlove Genau, aber jetzt hat die sich ja auch so ein bisschen, also man denkt ja immer so okay diese Computer sind groß, weil sie vor allem viel Platz brauchen, aber diese Computer sind ja auch groß, weil sie auch große Installationen bedient haben, wo extrem viele Leute auch dran gearbeitet haben, wo so eine ganze Firma oder so irgendwie so an einer Maschine dran hingen.

Hans Hübner Ja, aber der Großrechner hört sich zwar groß an, aber wenn man das vergleicht mit der Größe der Anwendungen, die wir heute haben, sind das alles kleine Anwendungen.

Tim Pritlove Ja klar, aber für die damalige Zeit.

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