
Freak Show· Staffel 3· Folge 313
FS313 Der Tripelpunkt der Metaebene
Donnerstag, 15. Oktober 2026 · 4 h 39
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Shownotes
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Neues aus Entenhausen — LGTM — Equal Earth — Google Earth RIP — MouthPad — Inter — Artcraft — AI Coding — Sprachmodelle und Wissen — Stagehand — Switchcraft — Metaebene Applications — Space Shuttle — Space Glider — Kugelblitz
media.metaebene.me/media/freakshow/fs313-der-t…
Das Thema AI scheint noch lange nicht an seinem Höhepunkt angekommen zu sein und darum bestimmt es auch diese Folge der Freak Show in Form der Anwendung für Softwareentwicklung und was das für die gesamte Software-Industrie bedeutet, jetzt wo findige Einzelkämpfer anfangen mit der Power von AI Coding Agents ganze Application Suites nach- und vorzuprogrammieren. Wir diskutieren auch, was das für Open Source bedeutet und welche Auswirkungen das sonst noch haben kann.
Tim wiederum folgt dem Trend und eröffnet in dem Zuge ein ganz neues Outlet und produziert jetzt – wie sollte es auch anders sein — neben den Podcasts jetzt auch selbst Software. Metaebene Applications ist geboren und wird Teil des Angebots der Metaebene. In dieser Sendung stellt er die ersten fünf Projekte vor.
Zu Gast ist Pavel, den ihr aus früheren Sendungen und von UKW her schon kennen dürftet.
Dauer:
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Tim Pritlove
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@timpritlove@mastodon.social (mastodon.social/@timpritlove)
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Website (metaebene.me)
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SEPA-Überweisung via Online-Banking-Software (freakshow.fm)
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roddi
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Website (winkenschuerfel.de)
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Ralf Stockmann
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Mastodon (chaos.social/@rstockm)
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Website (wikigeeks.de)
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Pavel Mayer
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Für diese Episode von Freak Show liegt auch ein vollständiges Transkript
mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.
Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert.
Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern.
Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort.
Formate:
HTML (freakshow.fm/fs313-der-tripelpunkt-der-metaebe…),
WEBVTT (freakshow.fm/fs313-der-tripelpunkt-der-metaebe…).
Shownotes
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LGTM (Looks Good to Me) - Claude Opus 5.5 music video (youtube.com/watch?v=3TNpOD6bov8)
— YouTube
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Erika Fuchs Haus – Museum für Comic & Sprachkunst (erika-fuchs.de)
— erika-fuchs.de
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313 – Duckipedia (de.duckipedia.org/313)
— de.duckipedia.org
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Phantomias – Duckipedia (de.duckipedia.org/Phantomias)
— de.duckipedia.org
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Gall--Peters Projection (youtu.be/vVX-PrBRtTY?si=ci8r5XzSNb3Y672w)
— YouTube
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BREAKING NEWS: UN Adopts ‘Correct the Map’ Resolution in Major Vote Backing Africa’s True Size |AC1N (youtube.com/watch?v=YtpD8d_AvUk)
— YouTube
•
Equal Earth: Wie Kartendesign das Weltbild verändert (designtagebuch.de/equal-earth-wie-kartendesign…)
— designtagebuch.de
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Craig retroazimuthal projection - Wikipedia (en.wikipedia.org/wiki/Craig_retroazimuthal_pro…)
— en.wikipedia.org
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Just a moment... (equal-earth.com)
— equal-earth.com
•
de.wikipedia.org/wiki/Equal-Earth-Projektion
— de.wikipedia.org
•
Ilya Zverev (@zverik@en.osm.town) (en.osm.town/@zverik/117421678346010237)
— OSM Town | Mapstodon for OpenStreetMap
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Map Projections (xkcd.com/977)
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MouthPad — Hands-Free Mouse for Computer Control (augmental.tech)
— Augmental
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Inter Tight - Google Fonts (fonts.google.com/specimen/Inter+Tight)
— Google Fonts
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Inter (typeface) (en.wikipedia.org/wiki/Inter_(typeface))
•
Volkswagen Mission Efficiency | Three World Records for Efficiency and Aerodynamics (youtube.com/watch?v=JwahuTiZWM8)
— YouTube
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Volkswagen 1-litre car (en.wikipedia.org/wiki/Volkswagen_1-litre_car)
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Citroën 2CV Concept: Elektrische Ente soll 2028 für rund 15.000 Euro kommen (heise.de/news/Citroen-2CV-Concept-Elektrische-…)
— Autos
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Access Denied (citroen.de/modelle/neuer-ami.html?gclsrc=aw.ds…)
— citroen.de
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Citroën CX (de.wikipedia.org/wiki/Citroën_CX)
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Citroën DS (de.wikipedia.org/wiki/Citroën_DS)
•
Über Uns - V4Smart (v4smart.com/de/uber-uns)
— V4Smart
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Irre: Deutscher Leistungs-Akku bricht alle Rekorde! (Test & Produktion) (youtu.be/yQkOFJJewv8?is=99yIyk8d3cERz7dI)
— YouTube
•
Der Berg muss Weg - Digitale Unabhängigkeit an der ZLB (youtu.be/j3488MS6lN0?si=I5PUoc4b9okeiFZX)
— YouTube
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de.wikipedia.org/wiki/Tripelpunkt
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Overview (chronos.sh/docs)
— chronos
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de.wikipedia.org/wiki/Open-Xchange
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Home | Open-Xchange (ox.io)
— ox.io
•
DFN Terminplaner (terminplaner.dfn.de)
— terminplaner.dfn.de
•
nuudel.digitalcourage.de
— nuudel.digitalcourage.de
•
ArtCraft — Controllable AI for Artists (getartcraft.com)
— ArtCraft
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ArtCraft (github.com/storytold)
— GitHub
•
Wordcraft: word processing on a budget. (atarimagazines.com/creative/v9n11/88_Wordcraft…)
— atarimagazines.com
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de.wikipedia.org/wiki/Affinity
•
Crafting Apps: open-source creative tools (getartcraft.com/apps)
— ArtCraft
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Pull requests · storytold/photocraft (github.com/storytold/photocraft/pulls?q=is%3Ap…)
— GitHub
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GitHub - deepfounder-ai/desigma: Free Figma alternative made on Rust (github.com/deepfounder-ai/desigma)
— GitHub
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llmfit: Right-sizes LLM models to your system's RAM, CPU, and GPU (llmfit.org)
— llmfit
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Kolibri | Aleph Alpha (aleph-alpha.com/en/kolibri)
— Aleph Alpha
•
Introducing Mistral Large 4 | Mistral (mistral.ai/news/mistral-large-4)
— Mistral
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Mistral Large 4 Preview - Intelligence, Performance & Price Analysis | Artificial Analysis (artificialanalysis.ai/models/mistral-large-4#i…)
— artificialanalysis.ai
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OpenSCAD (openscad.org)
— openscad.org
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Elgato Stream Deck Mini, 6 anpassbare LCD-Makrotasten | Kompatibel mit Zoom, Teams, Office, Adobe und mehr, Drag-and-Drop-Setup, Mac und PC: Amazon.de: Elektronik & Foto (amazon.de/dp/B07DYRS1WH)
— amazon.de
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Flirc (flirc.tv)
— flirc.tv
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3DConnexion SpaceMouse (3dconnexion.com/de/spacemouse)
— 3dconnexion.com
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Applikationen aus der Metaebene · Metaebene Applications (apps.metaebene.me/de)
— apps.metaebene.me
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Kugelblitz · Metaebene Applications (apps.metaebene.me/de/kugelblitz)
— apps.metaebene.me
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Rotatrix — The true 3D trackball for CAD and 3D design (rotatrix.com)
— rotatrix.com
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Tōhoku-Erdbeben 2011 …
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Tim Pritlove So, hallo, willkommen in der Realität mit der Freakshow. Die Nummer heißt 313. 313, 313, woran erinnert uns das? 313 war, glaube ich, wenn ich mich nicht irre, das Nummernschild von Donald Ducks Auto.
roddi Kann sein.
Tim Pritlove Oder?
Ralf Stockmann Mal gucken, was die Google-Bildersuche so hergeht.
Tim Pritlove Ja, ich habe da so ein Gefühl gerade.
roddi Vielleicht ist es auch die Nummer von Greg.
Tim Pritlove Wenn es die wirklich war.
Ralf Stockmann So, du hast recht.
Tim Pritlove Wirklich?
Ralf Stockmann Ja, 313. Guck, was für unnützes Wissen dein Hirn wieder parat hält.
Tim Pritlove Die Sendung hat sich jetzt schon für alle gelohnt. Also es ist einfach mal krass.
roddi Ja, willkommen zu Donals Nummernschild.
Tim Pritlove Und es ist nur 313, es steht nur 313 drauf, hört es gar nichts.
Ralf Stockmann Ne? Es ist nur 313, nix mit Stadt oder sonst was.
Tim Pritlove Ja, aber warum, warum, warum, warum, warum?
Ralf Stockmann Tja, unklar.
Tim Pritlove Herr Stockmann, recherchieren Sie jetzt?
Ralf Stockmann Ja, ich recherchiere gleich mal.
Tim Pritlove Ja, Cabrio fährt er, ne?
Ralf Stockmann So, ich hier auch mit Donald drin, ich poste Bilder in den Slack.
Tim Pritlove Ja, wie Sie sehen, 313 und es ist auch also immer so, ne? Es ist wirklich genau das, aber ich frage mich, wofür das steht. Warum.
roddi Also in diversen Interviews mit Walt Disney hat er zu diversen Dingen immer wieder gesagt, naja, hat halt gerade gut in die Geschichte gepasst oder, boah, habe ich mir nicht viel beigedacht, ist halt einfach so passiert.
Tim Pritlove Klar, aber da gibt es ja dann noch die Verschwörungen und so weiter und was Erika, wie hieß sie noch gleich, Dings draus gemacht hat.
roddi Die mit dem Erika-Tief.
Tim Pritlove Ja.
roddi Ja, genau die.
Tim Pritlove Erika, wie heißt sie denn? Erika.
roddi Mir fällt es auch gerade. Fuchs.
Tim Pritlove Fuchs, genau. Erika Fuchs, genau. Und der Erika-Tief, das war ein schönes Wort, ist eine verkürzte, unreflektierte Verbform, bei der vom Infinitiv lediglich der Verbstamm übrig bleibt. Zum Beispiel Seufz von Seufzen. Grübel von Grübeln.
roddi Grübel, Grübel und Studier.
Tim Pritlove Genau. Naja, auf jeden Fall, dieser Exkurs wurde Ihnen gebracht von der Freakshow von mir, Tim Prittler. Wir begrüßen Ralf Stockmann auf meiner linken Seite.
Ralf Stockmann Schönen guten Abend.
Tim Pritlove Ja, schon in den Startlöchern. Roddy hat auch schon die ersten klugen Kommentare von sich gegeben. Hallo Roddy. Ja. Und ja, Entschuldigung. Und Pavel ist auch mit dabei. Hallo Pavel.
Pavel Mayer Ja, ich habe übrigens rausgefunden, was die 313 ist, nämlich ist die Referenz zu seinem Geburtstag und Welchen Geburtstag? Donalds Geburtstag.
Tim Pritlove Hat er am 31. März Geburtstag?
Pavel Mayer Ja, am 13. März.
Tim Pritlove Ach, Amerika.
Pavel Mayer Ja. Ja, 13. März. Ja, und auch eine Anspielung auf seine, dass er halt so viel Bad Luck einfach anzieht.
Tim Pritlove Ach, die 13 sozusagen.
Pavel Mayer Genau, dreimal 13, dreimal Unglück. Dreifach Pech, genau. Genau, dreifach Pech bedeutet das auch.
Tim Pritlove Da hoffen wir mal, dass wir heute deshalb schneiden.
Pavel Mayer Genau, das erste Mal irgendwie in 1940 ist es am 22. März 1940 wurde das erste Mal dieses Nummernschild veröffentlicht.
Tim Pritlove Das heißt, das ist jetzt 46, Jahre her. Krass naja das finde ich, ja, aber das ist interessant ich meine, Donald Duck ist ja irgendwie immer noch Teil des, der Popkultur und auch meiner Meinung nach auch gar nicht so sehr groß in der Vergangenheit wahrgenommen was mal war, sondern ist ja immer noch 86 Jahre und sozusagen immer noch präsent 86 Jahre 313, in etwa so lange, wie diese Sendung immer wieder gehört werden wird. Mindestens.
Ralf Stockmann Wollte gerade sagen, mal sehen, ob uns noch in 86 Jahren irgendwer und so.
roddi Also ich sehe das nicht, dass ich das sehe, aber man weiß ja nicht.
Tim Pritlove Also ob wir in 86 Jahren hier noch am Mikrofon sein werden, das wollte ich jetzt damit nicht sagen.
roddi Das würde ich jetzt rundweg abstreiten.
Tim Pritlove Es sei denn, AI hat noch irgendwelche medizinischen Durchbrüche für uns parat, dann muss das jetzt aber auch mal ganz schnell gehen.
roddi Oder einmacht in die Sendung.
Tim Pritlove Das ist noch wahrscheinlicher sogar, dass wir dann einfach zum richtigen Zeitpunkt noch so einen Bot programmiert haben, der dann einfach die Freakshow weitermacht. Freakshow forever. Ja.
Ralf Stockmann Man kann sich selber seine Wunschthemen auch reingeben als Hörer.
Tim Pritlove Ja, dann liest ich das Netz durch.
Ralf Stockmann Lass dir mal eine Sendung zu diesen fünf Themen machen und dann erzählen wir da einen vom Pferd.
Tim Pritlove Genau, genau. Und es gibt eine andere Theorie, nach der das schon längst so ist.
roddi Übrigens im Chat wurde gerade noch das Erika-Fuchs-Museum erwähnt. Das ist ein Besuch wert. Ich war schon dort.
Tim Pritlove Wo ist denn das? In Entenhausen? Wo ist überhaupt Entenhausen?
roddi Auch da sagte Walt Disney wohl mal, naja, wo es halt gerade hinpasst. Also Entenhausen war schon am Meer, schon in den Bergen, schon irgendwie mitten in der Ebene. Aber das Erik Kaff in irgendeinem Kaff, keine Ahnung. Wahrscheinlich tue ich Leuten, die jetzt daherkommen, irgendwie unrecht.
Tim Pritlove Aber Ja, mit Sicherheit. Jetzt muss ich erstmal gucken, dass ich hier mal meine Webbrausen irgendwie auf der richtigen Aber es ließ sich.
roddi Als ich die Zoe noch hatte, die so langsam geladen hat, als Ladepause ganz gut an. Dieses Museum.
Tim Pritlove Jetzt sag nochmal, wo war das?
roddi Genau, irgendwo. Ich weiß es nicht. Guck's nach.
Tim Pritlove Achso. Ich war gerade abgelenkt von meinem Browser. Ausstellungen Museum. Die Webseite weigert sich, ihre Informationen preiszugeben. Hier müsste man mal mit einer AI rübergehen. Öffnungszeiten haben wir schon mal.
roddi Vielleicht gibt es ganz unten sowas wie eine Adresse.
Tim Pritlove Ich glaube, dass in diesem Menü ein Punkt war.
roddi Da unten, Schwarzenbach an der Saale.
Tim Pritlove Ach, wo ist das denn?
roddi Genau da.
Tim Pritlove Erika Fuchshaus, Ihr Weg nach Entenhausen.
roddi Aber wie gesagt, wenn man da in der Nähe ist, das lohnt sich da mal.
Tim Pritlove Schwarzenbach an der Saale.
roddi Da halt zu machen, das ist ganz nett. Es ist jetzt nicht riesig und so.
Tim Pritlove Nee, aber ich will jetzt erstmal wissen, wo das überhaupt ist. Wo ist denn Schwarzenbach an der Saale? Wo ist überhaupt die Saale?
roddi Ich glaube, das ist so Thüringen die Gegend.
Tim Pritlove Oder? Ja, nee, Bayern.
roddi Bayern?
Tim Pritlove Also an der Grenze zu Thüringen bei Hof. Guck an. So ein Randgebiet, wie man früher sagte. Also in gewisser Hinsicht sagt man das, glaube ich, auch immer noch.
roddi Ich nehme es schwer an, ja.
Tim Pritlove Ja, ja, Erika Fuchs. Wer jetzt noch nicht genau weiß, wovon wir eigentlich reden. Erika Fuchs ist diejenige, die die ganzen Donald Duck und Mickey Mouse Bücher und so weiter übersetzt hat. Und das nicht einfach nur tat, indem sie die Worte übersetzt hat, sondern sie hat sozusagen dem Ganzen auch ihren eigenen Humor mitgegeben und auch ihren Irikativ.
roddi Und auch viele Zitate aus klassischer Literatur. Also ihr Motto war ja, das werden sehr viele junge Leute lesen, dann wollen wir denen mal auf dem Weg noch ein bisschen was mit beigeben. Also sie hat wirklich versucht, da viel reinzulegen.
Tim Pritlove Trojaner sozusagen.
roddi Trojaner, ja.
Tim Pritlove Cool.
Pavel Mayer Ja, also das lustige Taschenbuch war irgendwie auch so, war einfach mein Lieblingsding, so an Comics meiner Kindheit.
Tim Pritlove Ja, einfach top. In gewisser Hinsicht ist es auch immer noch, ich habe da noch nicht so richtig was gefunden, was mich mehr überzeugt.
Ralf Stockmann Asterix.
Tim Pritlove Da gibt es bestimmt wieder, ja, okay, da hast du natürlich jetzt einen Punkt. Asterix, doch.
Ralf Stockmann Also ich mochte die Disney-Sachen schon auch gerne. Ich fand Mickey Mouse immer doof. Das heißt also irgendwie so die lustigen Taschenbücher, so die Mickey Mouse-Geschichten. Wobei die wahrscheinlich, wenn man jetzt irgendwie so drauf gucken würde, qualitativ jetzt irgendwie gar nicht viel schlechter wären. Und die hatten ja auch viele historische Events bei denen immer mit drin. Die sind auch immer durch die Zeit gereist und in komischen anderen Settings und so.
Ralf Stockmann Wahrscheinlich ist das irgendwie nicht schlecht, aber irgendwie so dieses ganze Donald Duck Ding so mit Entenhausen und Dagobert und seinem Geldspeicher, das verfing irgendwie mehr.
Tim Pritlove Mickey Mouse ist ja auch Entenhausen. Die sind ja im selben Universum.
Ralf Stockmann Bist du dir da sicher?
Tim Pritlove Ich denke schon.
Pavel Mayer Also ich glaube nicht, dass die irgendwie aufeinander getroffen sind oder oft aufeinander getroffen sind, aber für mich interessant, weil ich fand das auch so. Also die mit Donald und Dagobert fand ich einfach viel, viel interessanter als irgendwie Mickey Mouse.
Tim Pritlove Weil es krassere Charaktere waren, die so Fehler hatten.
Ralf Stockmann Viel nahbarer.
Tim Pritlove Donald halt irgendwie alles geht schief und dann irgendwie der geizige Alte und alles so total überdreht und Mickey Mouse war halt immer so ein bisschen der Superstar, dem so alles gelingt. Und dann so Goofy irgendwie ist halt so, ja okay, der ist jetzt ein bisschen Goofy halt.
Pavel Mayer Genau, als Charaktere sehr eindimensional. Und Donald und Dagobert und so hatten mehr Verschätzung.
Ralf Stockmann Ganz selten durfte Donald auch mal gewinnen. Das war auch mal so spannend, darf nicht immer schief gehen.
Tim Pritlove Als Fantomas.
Ralf Stockmann Die Idee fand ich zum Beispiel richtig stark. Aber hieß der Phantom Mars?
Tim Pritlove Phantom Mars war das Original. Phantomias.
Ralf Stockmann Das war nämlich wirklich ein totaler Relief, dass Donald echt endlich mal richtig cool sein durfte und gewinnen durfte und so. Das hat mir als Kind damals sehr.
Tim Pritlove Sehr gut gefallen. Wir haben alle noch so eine zweite Superhelden-Seite.
roddi Ich fand als sehr kleines Kind, da erinnere ich mich noch dran, fand ich Mickey Mouse cooler, weil Donat war irgendwie immer so, es war mir irgendwie zu quirlig. Und dann ist es irgendwann gekippt und dann fand ich Mickey Mouse langweilig und Donald eigentlich cooler. Obwohl er schon auch mitunter ein ganz schönes Abziehbildchen war.
roddi Dass er eigentlich, naja, dass er immer der Pech Dachs ist und immer verliert und so.
Tim Pritlove Ja, aber da gab es ja noch Tick, Trick und Trak.
Pavel Mayer Und Gustav Gans als Langspiel.
Tim Pritlove Aber der war schon immer der Langweiler, Gustav Gans. Den mochte ich nie. Und Daniel Düsentrieb ist natürlich so ein bisschen dann auch so der, da sind wir dann schon wieder fast bei Zurück in die Zukunft. Das ist ja dann, auch so eine ähnliche Paarung.
Ralf Stockmann Aber am Ende war ich dann doch Asterix Kind, so doofer Bildungsschnösel-Typ halt. Aber da so die alten, so die ersten 20 Bände, die sind schon echt größtenteils awesome, muss man sagen. Nun ja.
Tim Pritlove Nun ja, eigentlich wollten wir über ganz andere Sachen reden.
Pavel Mayer Ja, gut, dass wir uns durch nichts vom Thema abbringen.
Tim Pritlove Nein, nein, nein. Sowas würden wir niemals tun.
roddi Nein, nein, nein. Ich finde, wir müssen nochmal über das Intro-Video sprechen.
Tim Pritlove Ja, bitte. Da werden wir eh noch viel überreden.
roddi Ich habe da PTSD bekommen.
Tim Pritlove Als ich das gesehen habe.
roddi Also du kanntest es noch nicht? Ich kannte das noch nicht, aber es ist alles so eins zu eins. Ja, morgen früh wieder. Also es ist irgendwie, es ist wirklich.
Tim Pritlove Looks good to me.
roddi Ja, es ist auch überhaupt nicht übertrieben. Das ist das Gemeine.
Tim Pritlove Dass es passiert.
Ralf Stockmann Yes, we speak.
Pavel Mayer Und das Spookieste daran ist, die Musik ist richtig gut, die Stimme ist gut, die Animation ist gut, die Story ist gut und es ist zu 100% KI generiert.
Tim Pritlove Ja, das ist fantastisch. Looks good to be.
roddi Ich warte auf die Aufkleber und die T-Shirts. Besonders die Aufkleber.
Pavel Mayer Ja, Tim hatte mir das irgendwie vor zwei Tagen vorgespielt und seitdem habe ich das als Ohrwurm, trage ich das mit mir rum. Also hört euch das nicht so oft an.
Tim Pritlove Es geht eh nicht anders, man muss das die ganze Zeit hören. Das ist einfach so. Ja naja, so ist jetzt die Welt. Wir wissen alle, dass die Unternehmen so durchdrehen und wie wir ja hier auch schon mehrfach besprochen haben und Spoiler, heute auch besprochen werden, ist ja auch leider viel dran an dem ganzen Apparat und das macht es dann irgendwie gleich noch viel scarier, weil man kann sich nicht einfach drüber lustig machen wie Blockchain oder so.
Ralf Stockmann Das war im Vergleich dazu so einfach zu sagen. Zeig mir mal ein Use Case.
Tim Pritlove Kommt noch. Genau. Und bei AI ist es schwierig, überhaupt irgendeinen Bereich zu benennen, wo ich sagen würde, da gibt es jetzt keinen Use Case. Also zumindest wenn es auch nur im Entferntesten irgendwie mit Informationen und Computern zu tun, also alles was, sagen wir mal, die Informationswelt touchiert, wird auch davon touchiert, von daher, naja, okay, wie auch immer.
Tim Pritlove Ach, ja. Aber ja, es geschehen ja auch andere Dinge noch. Die UNO hat sich zum Beispiel darauf geeinigt, jetzt mal eine Weltkartenstandardisierung vorzunehmen. Habt ihr das mitbekommen?
Pavel Mayer Ich habe das mitbekommen.
Ralf Stockmann Ja.
Pavel Mayer Fast einstimmig. Bis auf irgendein dritte Weltland namens USA.
Tim Pritlove Die dagegen waren. Ja, so eine religiöse Fanatiker und so weiter. Genau. Also wer das nicht mitbekommen hat, ich glaube Togo, schlagt mich, wenn es nicht Togo war, aber irgendein afrikanisches, vierbuchstabliches Land mit T, ich glaube da gibt es nur Togo. Die haben das irgendwie vorgeschlagen und was haben sie genau vorgeschlagen, dass die Weltkarte anders projiziert wird, weil heutzutage, wenn du auf Weltkarten guckst, guckst du fast immer auf Mercator oder auf, Plattkartenprojektionen und beide Systeme haben halt ein Problem, was die allermeisten Kartenprojektionen haben. Sie verzerren, entweder die Formen oder die Größen oder im schlimmsten Fall sogar beides von den Ländern und Kontinenten.
Tim Pritlove Und insbesondere, sagen wir mal, Europa und den USA war das immer sehr recht und Russland sowieso, weil sie dabei halt so unglaublich riesig wirken, obwohl sie es halt eigentlich im Vergleich dazu gar nicht sind. Wahrscheinlich hat auch Donald Trump das nicht verstanden, deswegen will er unbedingt sich irgendwie Grönland einverleiben, weil das ja genauso groß ist wie Russland oder so. Oder wie Afrika.
roddi Naja, du hast natürlich das Problem, wenn du eine Kugel auf eine Ebene projizierst, dann hast du im Prinzip zwei Möglichkeiten. Winkeltreu oder flächentreu. Winkeltreu ist, wenn du irgendwo ankommen willst und in die richtige Richtung fahren willst, mit deinem Boot sehr, sehr hilfreich. Und deswegen gibt es ja diese Mercator-Projektion, die winkeltreu ist, aber sie ist halt extrem flächenuntreu, weswegen es halt so Karten gibt, wo Grönland so groß aussieht wie Afrika, was natürlich völliger Unsinn ist oder größer als Australien oder solche Scherze.
roddi Kleine Sache am Rande ich war vor drei Wochen in Löwen in Belgien und wer kommt da daher? Der Herr Markator.
Ralf Stockmann Na sowas.
Tim Pritlove Du hast jetzt so ein Reisefoto von jedem Thema, was wir jetzt hier aufschlagen Ja, da war ich beim.
roddi Museum Ich kann mal versuchen das durchzuziehen, aber ja da war eine Statue von Markator Okay. Weil der aus Löwen ist oder war Okay.
Tim Pritlove Was hast du denn in den Löwen gemacht?
roddi Bei einem Chorfestival mitgesungen.
Tim Pritlove Aha, okay, verstehe. Das bringt dich. Around the world.
roddi Ja.
Tim Pritlove Na gut, jetzt fragen sich natürlich alle, was ist denn jetzt sozusagen die Alternative? Und die Alternative heißt Equal Earth. Und Equal Earth ist halt eine andere Projektion, die dieses Problem der Größenverteilung irgendwie so nicht hat. Und von daher alles besser macht. Vor allem sieht Afrika da mal ordentlich aus, und hat das richtige Größenverhältnis im Vergleich zum Rest und das ist ja…, Schon mal ganz gut. Finde ich auch ganz schick, weil das halt so ein abgeplattetes Ellipsoid ist.
Tim Pritlove Also kann man auch sich gut an die Wand hängen und dann hat man einfach eine deutlich bessere Projektion. Ich meine, ich habe dann mal so geguckt, was es überhaupt sonst noch so an Weltkartenprojektionen gibt und da gibt es ja wirklich das Lustigste, zum Beispiel die Dymaxion-Projektion.
Ralf Stockmann Die man sich halt aus Dreiecken zusammenfalten kann.
Tim Pritlove Genau, also das ist dann so auf so einem Ico Saeda gemacht, das ist irgendwie auch ganz putzig. Also die Leute sind ja schon wirklich auf die wildesten Ideen gekommen, um einfach mal so die Erde zu verteilen. Das macht natürlich jetzt irgendwie nur Sinn, weil das dann eben sich so auseinanderfalten lässt, dass die Kontinente da irgendwie genau reinpassen und dann hast du ja noch ein paar Eckchen mit ein bisschen Wasser.
Ralf Stockmann Ja, also bekannt ist noch unten hier die Gal Peters Projection, das war so eine der frühen populären. Die dann sehr langgezogen wirkt. Und da kann ich sehr empfehlen, Claudia hat mir das rübergeworfen, als das hier durch die Medien ging. Kennt ihr den Ausschnitt aus West Wing dazu?
Tim Pritlove Nein.
Ralf Stockmann Die Serie, die ja im Weißen Haus spielt und die auch irgendwie doch, glaube ich, sehr hübsch anzuschauen ist.
Pavel Mayer Vor einem Jahr oder so habe ich die Folge dazu gesehen.
Ralf Stockmann Da gibt es einen Vier-Minuten-Clip halt genau darüber, die Ungerechtigkeit der Mercator-Map. und dann wird dann als Alternative unter anderem hier die Galpitas Projection gezogen. Dann hast du halt diese Management-Typen da auf der, uramerikanische Management, die dann halt da auf dem Sofa sitzen und überhaupt nicht wissen, wovon da gerade geredet wird und was, Projektion. Das ist ein sehr schöner Einstieg in dieses ganze Thema.
Pavel Mayer Stimmt und das heißt, das ist, sagen wir, das ganze Thema wird schon seit Jahrzehnten debattiert und jetzt, wo du es gesagt hast, fällt mir auch ein, wo ich das erste Mal von dieser politischen Debatte gehört habe, nämlich bei West Wing. Und jetzt tatsächlich so ist es Realität geworden, aber nicht mit amerikanischer Hilfe oder US-amerikanischer Hilfe und Unterstützung, sondern ja.
Ralf Stockmann Ich fand das ja immer eigentlich skurril, dass man das Original ja doch ständig auch alle im Zugriff hatten in Form eines Globus. Das heißt also, du hattest eigentlich immer den Ground Truth vor dir und konntest die ganzen Widersprüchlichkeiten eigentlich dir selber mit deinen eigenen Augen auflösen und, dass die Menschheit so lange diese kognitive Dissonanz ausgehalten hat zwischen da links, so muss es eigentlich aussehen und so rechts ist es in meinem Erdkundebuch.
Ralf Stockmann Wobei in meinem Dierke-Weltatlas waren auch hinten vier Seiten oder sowas mit verschiedenen Projektionen schon drin. Das heißt also, das war auch, wann hatte ich das irgendwie, 7, 9, nee, 7, nee, ach Quatsch. 1988 ungefähr dürfte das gewesen sein. Also da war das schon auch voll Thema in den Atlanten- und Erdkundeunterricht.
Ralf Stockmann Ja, also guckt euch mal, ich habe den Link gepostet zu dem Clip, der ist nur vier Minuten und ist wirklich sehr, sehr schön auf vielen Ebenen, kann man sich gut angucken.
Tim Pritlove Ja, also auf jeden Fall das, hat jetzt stattgefunden und, ich weiß nicht genau was das jetzt für eine Auswirkung hat auf die Welt.
Ralf Stockmann Schiffe kommen nicht mehr an, der Speicher wird teurer.
Tim Pritlove Die UN kann ja alles mögliche beschließen, das heißt jetzt nicht gleich, dass sie in der Tagesschau die Karten austauschen, sondern das ist dann sozusagen jetzt so für die Leute, die immer alles richtig machen wollen die machen jetzt halt erstmal das.
roddi Das mit der Tagesschau ist aber auch eine Frage, die ich mir auch gerade schon gestellt habe, ob jetzt die Tagesschau eigentlich dann die Karte ändern müsste. Eigentlich schon, oder?
Ralf Stockmann Also wenn ich da was zu sagen hätte, würde ich das auch von Tag 1 an machen.
roddi Ja gut, der Tag 1 ist jetzt schon eine Weile her, aber gut.
Ralf Stockmann Ja, vielleicht haben sie es schon gemacht. Hat mir jemand geguckt? Also... Hm.
Tim Pritlove Ich bezweifle es stark.
roddi Also das Beharrungsvermögen im Fernsehen ist schon relativ groß.
Tim Pritlove Würde ich mal sagen. Da wird dann kurz darüber berichtet. Die UNO hat eine neue Karte beschlossen und das war's.
Ralf Stockmann Hat die IRD bisher nicht angekündigt. Das muss ja nicht unbedingt was heißen.
Tim Pritlove Das tangiert dich doch auch, irgendwie das Kartenthema, oder?
Ralf Stockmann Ja, ich hatte ja mal Erdkunde-Leistungskurs. Was lachten ihr da jetzt? Ich hatte Mathe-Erdkunde als Leistungskurse. Und ich hatte den Eindruck, dass mir Erdkunde mehr gebracht hat im Leben. Weil du in der Oberstufe Erdkunde und dann insbesondere Leistungskurs, das war halt ein Politik, Wirtschaft und Sozialwissenschaftsstudium eigentlich in einem.
Ralf Stockmann So Rohstoffe, was kommen daraus für politische Querelen, verschiedene mehrdimensionale Herangehensweisen auf so wie so ein Land eigentlich funktioniert und was das ausmacht. Also mein Erdkunde LK, Stadtsoziologie haben wir viel gemacht irgendwie. Wie funktionieren Städte eigentlich? Also das hat nichts damit zu tun, was ist die Hauptstadt von was auch immer.
roddi Also mein Erdkundelehrer im Grundkurs hat damals den schönen Satz geprägt, was, seid ihr krank, alle da? Es fiel auch nur deswegen auf, weil tatsächlich ein Platz zu wenig war in dem Klassenzimmer und dann tatsächlich jemand stehen musste.
Ralf Stockmann Ich habe auch überlegt, ob ich sowas in die Richtung studiere, aber die ganzen Ausformungen hat mich dann auch nicht so überzeugt. Aber da bin ich dann ja auch beim sehr interdisziplinären Studiengang gelandet. Also zumindest die Ähnlichkeit gab es dann.
Pavel Mayer Und wie vielleicht der eine oder andere weiß, habe ich ja in den 90ern viel, Geodaten verarbeitet und visualisiert.
Tim Pritlove Ja, das führt mich auch zu einem unangenehmen Thema, nämlich das Google Earth-Thema. Wie ihr alle wisst, habe ich ja so eine Leidenschaft für Google Earth und, die Penner haben jetzt angekündigt, dass Google Earth ab nächstem Jahr, sprich wenn Apple den Intel-Support, also den Intel-Emulations-Support, also den Intel-Support haben sie ja mit ihrem Betriebssystem mit den 27er jetzt eh schon eingestellt.
Tim Pritlove Also macOS 27 läuft nicht mehr auf Intel Max, macOS 28.
roddi Aber Rosetta gibt es noch.
Tim Pritlove Nein, gibt es dann halt auch nicht mehr.
roddi Ja, 28, aber jetzt gibt es es noch.
Tim Pritlove Jetzt gibt es noch Rosetta, genau. Deswegen läuft nämlich Google erst überhaupt nur noch, weil natürlich Google es nie in einer ARM-Version ausgeliefert hat, weil es ja auch jetzt erst sechs Jahre her, dass es diese Prozessoren gibt. Und so schnell ist man halt nicht bei Google. Naja, stellt sich raus, sie hatten wohl nie ein Interesse. Das wusste man schon immer, wenn man sich diese Software angeschaut hat.
Tim Pritlove So und sie haben es halt jetzt stückweise in den letzten Jahren haben sie diese Technologie in Google Maps reingeschubst, also quasi Google Maps kriegt man ja dann sozusagen, im Browser auch in diesen 3D-Modus und dann benutzen sie wahrscheinlich WebGL und diesen ganzen Klimbim und machen das halt dann da.
Tim Pritlove Das ist ja auch alles schön und gut, dass man das irgendwie machen kann, allerdings funktioniert dann halt keine Space-Maus und deswegen ist das für mich etwas, was mich ehrlich gesagt ein bisschen frustriert und deswegen finde ich das scheiße, Google. Also es ist einfach, der Laden kann einfach keine schöne Anwendung bauen, das ist wirklich ein Problem und ich weiß nicht.
roddi Naja, die wollen halt alles in ihren Chrome reindengeln.
Tim Pritlove Ja, allerdings.
roddi Und also alles, was von Google ist, funktioniert auch in anderen Browsern meistens nicht besonders gut. Du bist irgendwie... Verdammt dann Chrome zu benutzen.
Tim Pritlove Ja, aber ob sie da in diesem Browser irgendwie auch alles reißen können, was man eigentlich so auf dem Desktop reißen könnte, das wage ich doch stark zu bezweifeln.
roddi Das habe ich nicht behauptet. Würde ich auch nie.
Tim Pritlove Das nur so als Anekdote. Ja.
roddi Aber ein Apple Earth würdest du nehmen.
Tim Pritlove Ja, aber Apple, weißt ja, wie es ist mit Apple. Man kann sich ja alles wünschen, aber meine sophisticated Wünsche werden ja da nicht erfüllt.
roddi Ist so.
Tim Pritlove Ja, ein Drama ist das. Ach ja. Ach ja. Talking about User Interfaces. Habt ihr schon was von Mouthpad gehört?
Ralf Stockmann Nein.
roddi Was?
Tim Pritlove Mouthpad.
roddi Mouthpad?
Tim Pritlove Ja, also ihr kennt ja alle das Trackpad. Das steuert man ja mit der Hand. Ein Mouthpad steuert man.
Ralf Stockmann Mit dem Mund.
Tim Pritlove Mit dem Mund, genau.
roddi Ich will das nicht.
Tim Pritlove Und nee, das ist auch nicht für dich. Sondern das ist von einer Bude oder einem Projekt. Das nennt sich Augmented Tech. Und das war die falsche Domain, die ich hier gerade angeklickt habe. Augmentel, Entschuldigung. Augmentel. Tag Augmentel. Genau. Und das ist so eine Art Einlage für den Mund.
Ralf Stockmann Ach du meine Güte.
Tim Pritlove Man schiebt sich das also wie so eine Zahnspange. So eine moderne. Einfach unter den Gaumen. Und dann steuert man mit der Zunge.
Ralf Stockmann Nein.
Tim Pritlove Weil die Zunge nun einfach mal, wie die Finger, ein extrem feinfühliges Instrument ist, haben sie das hier gebaut. Und damit können dann auch Leute ohne Arme und sonst wie behinderte Menschen, die sozusagen ihre Hände nicht wirklich nutzen können, können auf einmal feinfühlig, alles Mögliche bedienen.
Tim Pritlove Also ich habe so Videos gesehen, wie die so vor ihrem Smartphone sitzen und zwischen ihnen ist halt, es besteht also kein physikalischer Kontakt zwischen dem Telefon und ihnen, aber die können halt einfach mit der Zunge, auf diesem Smartphone genauso rumtippen, als hätten sie jetzt irgendwie die Finger im Spiel.
roddi Das ist schon geil.
Tim Pritlove Das ist wirklich eine geile Idee und ehrlich gesagt, die ist so gut, dass ich mich echt wundere, warum es so lange gedauert hat, aber das ist natürlich auch krasse Technologie. Die, ja, das Mousepad.
Ralf Stockmann Das… Wie hält denn das? Du klemmst es unter den Gaumen. Aber es ist quasi so innerhalb von so einer Zahnprothese. Also du hast, glaube ich, wenn ich das richtig sehe, um die ganzen Zähne drungen.
roddi Eine Prothese ist das nicht.
Tim Pritlove Du machst halt einmal so einen Abdruck. Genau. Und dann kriegst du das Custom. Wie eine Zahnspange.
Pavel Mayer Sieht aus wie eine Zahnspange.
roddi Da beißt du drauf und gut ist.
Tim Pritlove Es gibt ja heutzutage auch für das langsame Zahnformen diese durchsichtigen Dinger, die du dir so rüberklipst. Das ist ja so der neueste Trend und ich vermute mal, das wird hier auf eine ähnliche Art und Weise dann angepasst, beziehungsweise gibt es sicherlich auch eine Variante, ich bin da jetzt ehrlich gesagt nicht so tief eingestiegen, aber ich fand das einfach als, Technologie, fand ich das halt irgendwie wirklich geil, dass...
Tim Pritlove Ja, die sowas entwickelt haben. Und es ist halt einfach Bluetooth und kann halt, zu allem Möglichen verbunden werden. Und es heißt, ich meine, ob das noch nie im Mund gab. Genau, der Slogan ist ja auch Use it discreetly. Finde ich auch sehr interessant. Also du kannst halt wirklich jetzt irgendwie ein Gerät bedienen aus der Ferne, ohne dass man dir ansieht, dass du ein Gerät bedienst.
roddi Kann man das mit der Vision pären?
Tim Pritlove Nein, kann man nicht, weil auf der Vision ist nämlich das Pairn eines HID und als solches wird es sich wahrscheinlich hier ausgeben, das Human Interface Device. Achso, ja, warte mal, stopp, ich bin mir nicht ganz sicher, als was sich das Ding eigentlich anmeldet, damit es mit dem Smartphone funktioniert, weil es erzeugt ja nicht in dem Sinne so ein Touch-Interface, sondern es muss in irgendeiner Form sich ja auch als, als irgendetwas anmelden, was das Telefon schon kennt.
Tim Pritlove Das ist ein interessanter Punkt. Und ich weiß, dass, auf der Vision und auf dem iPad, also unter iOS, es ist generell so, dass Apple Programmen keinen Zugriff auf HID-Level gibt von USB-Devices. Also USB-HID-Devices kannst du nicht acquiren.
roddi Aber du kannst ja eine Tastatur pairn. Du kannst ja eventuell auch mit dem Mauspern.
Tim Pritlove Du kannst jetzt keine spezielle Software installieren, die das irgendwie umsetzt. Also muss sich das Ding in irgendeiner Form wie etwas verhalten. Und ich würde mal vermuten, ja was, ein Touchscreen? Kann sich ein Gerät über Bluetooth...
roddi Ja, Multitouch wird schwierig.
Tim Pritlove Ja, Multitouch weiß ich auch nicht, wie sie das gelöst haben. Bin ich mir jetzt nicht so ganz so sicher. Ich habe nicht so viel Zeit damit verbracht.
Pavel Mayer Also das Mouthpad kostet 1400 und plus Dental Scan für also 100 Dollar und dann, machen die da halt die entsprechende Form damit.
Tim Pritlove Also ich vermute mal, es ist einfach, Sie sagen ja auch, Maus. Achso und Vox. Mauspad is the mouse, Vox is the keyboard. Ah, ein wearable microphone gibt es auch noch dazu. That detects quiet speech through the body. Naja, okay, gut. Also es ist sozusagen doppelt, genau. Kannst ja so ein Mikrofon umhängen.
Tim Pritlove Selbst wenn du sozusagen nicht sprechen kannst, kannst du sprechen. Das ist ja auch interessant. So deute ich das jetzt gerade mal.
Ralf Stockmann Any questions?
Tim Pritlove Ja, also... Das ist ein Touchpad.
Ralf Stockmann Was mich übrigens gerade ganz wuschig macht. Scrollst du nochmal ein bisschen hoch. Wir haben hier noch mal ein bisschen, wo ein bisschen mehr Text ist, noch mit Überschriften. Ja, also diese Geschichten hier, genau. Wir haben ja in den letzten Sendungen immer ein bisschen über Fonts geredet und die Intros und sowas.
Ralf Stockmann Oh, dieser Font ist fantastisch. Du siehst, es ist ähnlich wie Helvetica, aber es ist kein Helvetica. Ich habe gerade eben mal nachgeschaut, das ist Inter, aber Tide. Intertide, also so extrem horizontal.
Tim Pritlove Oder ist das eine Variante, die so heißt?
Ralf Stockmann Nee, das ist wirklich eine Schrift Intertide und ich muss all meine Projekte sofort darauf umstellen. Das sieht so geil aus. Das ist eine fantastisch schöne Schrift.
Tim Pritlove Sehr gut. Inter ist doch von...
Ralf Stockmann Inter ist so ein Klassiker, also moderner Klassiker, hätte ich jetzt gesagt.
Tim Pritlove Aber Inter war doch schon immer frei. So ein freier Font.
Ralf Stockmann Ja, Intertide auch. Ist auch Open Source.
Tim Pritlove Ja, aber von wem ist Inter. Ist das von Google?
Ralf Stockmann Auf jeden Fall ist es auf Google Fonts drauf. Ob es von Google selber ist, weiß ich es nicht. Gucken wir mal. Inter von, Google Fonts und Family.
roddi Hören Sie zu?
Ralf Stockmann Inter ist auch von, Ist es jetzt Google oder ist es Adobe?
Tim Pritlove Ja, das wäre die Frage, wo guckt man, ne?
Ralf Stockmann Inter Mailand ist es nicht. 2016, schwedischer Designer und Softwareentwickler Rasmus Andersson. Das ist also weder noch, das ist also von einem Privatier gebaut.
Tim Pritlove Ja, Rasmus Andersson hat das gebaut, 2016. Und es gibt Interteit und es gibt Interdisplay.
Ralf Stockmann Display gibt es auch noch.
Tim Pritlove Ja. Das ist so, ja, es gibt natürlich eine Wikipedia-Seite.
Ralf Stockmann Ein Interteit ist auch vom Selben.
Tim Pritlove Und warum gibt es keine deutsche Webseite zu diesem Font? Es ist da.
roddi Wirklich deutsche Webseite oder deutsche Wikipedia-Seite?
Tim Pritlove Deutsche Wikipedia-Artikel.
Ralf Stockmann So, und jetzt müssen wir natürlich noch gucken, ob denn da auch alle Sonderzeichen und so funktionieren.
Tim Pritlove Inter is sometimes considered similar to the Apple System von San Francisco.
Ralf Stockmann Hat auch dazu Ähnlichkeit, ja, würde ich auch sehen.
Tim Pritlove Ja, ein Roboto und so weiter, das ist halt auch alles so in etwa die ähnliche Geschichte.
Ralf Stockmann Aber dieser Teitschnitt, der ist...
Tim Pritlove Inter Display ist eine experimentelle Displayversion für große Fontgrößen. Experimentell. Und InterTide was specifically designed for Google Workspace and other applications that do not support control over letter spacing.
Ralf Stockmann Ja.
Tim Pritlove Okay, das ist also wirklich, ja. Aber InterDisplay hat auch andere Glyphen. Okay, interessant. Ach ja. Da kann man sich drin verlieren. Fonts. Fonts, Fonts, Fonts, Fonts, Fonts, Fonts. Ja.
Ralf Stockmann Oh, das hat auch einen super schönen Thin-Schnitt. Oh, ist das eine schöne Schrift. Ich muss weg. Ich muss meine Apps beschreiben. Aber das finde ich nämlich auch wie, also ich bin großer Fan davon, so Ultra Thin und Bold miteinander zu kombinieren. So die Hälfte eines Wortes Ultra Thin und die andere Hälfte Bold und sowas.
Ralf Stockmann Das mag ich sehr, sehr gerne. Und dieser Thin-Schnitt, das ist nämlich auch nicht so einfach, eine Schrift gut Thin aussehen zu lassen. Die ist auch hervorragend. Okay, gut.
Tim Pritlove Ja, dann noch ganz was anderes. Und zwar hat tatsächlich hier Volkswagen mal was Interessantes getan und hat ein Auto gebaut.
roddi Volkswagen hat ein Auto gebaut.
Tim Pritlove Volkswagen hat ein Auto gebaut.
Ralf Stockmann What do you know?
Tim Pritlove Genau, man mag es gar nicht glauben.
Ralf Stockmann Mission Efficiency.
Tim Pritlove Genau, Mission Efficiency, also so ein Concept Car. Und das sieht ganz ulkig aus, weil es halt, naja, dafür gemacht ist, halt extrem, windschnittig zu sein.
Ralf Stockmann Sieht fast aus, als hättest hinten nur ein Rad, aber es hat zwei Räder.
roddi Das sieht aus wie dieses Ding, was die so Niederländer mal gebaut haben mit so einem Solardach.
Tim Pritlove Naja, ich denke, wenn du da so den CW-Wert runterbekommen willst, dann musst du halt einfach geformt sein wie ein Zäpfchen. Und so sieht es halt irgendwie auch aus. Der Wind wird immer gleich geschnitten. Ja, genau. Das Auto läuft so hinten leicht spitz zu und was besonders verstörend ist, und wo ich sagen würde, da muss man irgendwie auch noch eine andere Lösung finden, ist, dass die Hinterräder hinter der Karosserie verschwinden.
Tim Pritlove Klar, wenn die nicht lenken, kann man das halt mal machen.
roddi Ja, aber das ist natürlich windschnittmäßig deutlich besser.
Tim Pritlove Genau, und sie haben einen Dreck-Koeffizienten, ich glaube, der CW-Wert sozusagen von 0,158.
roddi Das ist allerdings wirklich großartig.
Tim Pritlove Genau, das ist wirklich sehr, sehr, sehr wenig und das ist natürlich ein Elektroauto und das Besondere ist, dass sie halt dann damit eine weite, weite Strecke gefahren sind. Ich habe jetzt leider vergessen, wie weit. Aber weit, achso, warte mal, hier steht es, von Wolfsburg nach Wien sind sie gefahren mit diesem Auto.
roddi Mit einer wie großen Batterie?
Tim Pritlove Mit einer 55 Kilowattstunden. 55, genau. Das ist jetzt weniger beeindruckend. Was wirklich beeindruckend ist, dass die durchschnittliche Energiemenge auf 100 Kilometer bei 7,5 Kilowatt pro 100 Kilometer. 100 Kilowattstunden. Ja, 7,5 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Zum Vergleich so Autos, effiziente Autos heute.
Ralf Stockmann So 14 oder sowas.
Tim Pritlove Ja, wenn du so ein 15er, 12 bis 15 Bereich so.
roddi 12 bis 15 sind Kleinwagen.
Tim Pritlove Genau.
roddi Meiner braucht so um die 20 knapp drunter, wenn ich vorsichtig fahre. Und ein Tesla Model X, da kann man auch schon mal 30 verbraten, wenn man das denn unbedingt will.
Tim Pritlove Genau. Zum Vergleich dachte ich mir, also mich hat das vor allem deshalb so interessiert, weil mein Motorrad, mein CE04 Elektromotorrad, das ich jetzt fast 30.000 Kilometer gefahren bin, hat einen durchschnittlichen Verbrauch von 7,5 Kilowattstunden. Also sie haben hier sozusagen es geschafft, ein Auto, so in Anführungsstrichen effizient nicht, dass ich es jetzt besonders effizient fahre, aber so im Schnitt verbrauche ich halt sie mal.
Pavel Mayer Ja, das liegt aber an deinem CW-Wert, an deinem persönlichen, wenn du da draufsitzt irgendwie.
Tim Pritlove Nicht nur an meinem CW-Wert, auch an meinem...
Pavel Mayer Hast du ja gerade einen Trompf genannt.
Tim Pritlove Ich bin ja kein Trompf. Deswegen ist der Verbrauch so hoch. Ein Trompf wäre das was anderes. Also wenn ich mit dem Motorrad auf der Autobahn mit 90 Stundenkilometer mich an einen Lastwagen hänge, in dessen Windschatten, dann komme ich so auf 5,5. Und das finde ich dann auch mal besonders bemerkenswert. Also was man hier sozusagen geschafft hat.
Tim Pritlove Motorräder, die halt geschlossen sind. Sowas gibt es ja auch immer mal wieder, dass Leute sowas bauen. Ist nicht besonders populär, aber wäre an sich auch nochmal interessant, so eine Kabine zu haben, die eben diesen Wind und Wetter so um einen herum leitet. Ja, da könnte man wahrscheinlich sehr, sehr, sehr effizient mit unterwegs sein.
Tim Pritlove Also da würde es mich nicht wundern, wenn man da irgendwie nur noch mit 3 oder 4 Kilowattstunden auf 100 unterwegs ist.
Ralf Stockmann Hast du mal eine Seitenansicht von dem Auto? Man sieht jetzt nur so von hinten, wo vor allem das heck zu sehen ist, Weil das sieht mit diesen nur zwei sichtbaren Rädern halt schon sehr ungewöhnlich aus.
Tim Pritlove Ich finde auch, das sieht irgendwie komisch aus.
roddi Ja gut, das muss man sich vielleicht dran gewöhnen, an den Look. Ich meine, wenn du so ein effizientes Auto haben willst, dann ist es das halt.
Tim Pritlove Genau.
Ralf Stockmann Aber das sind jetzt so verschiedene Studien, die Sie hatten. Da läuft ja so ein kleines Werbefilmchen jetzt.
Tim Pritlove Ja, das ist ja jetzt nichts Neues. Das versuchen die ja schon immer. Ein Liter Auto und was nicht alles. Und das ist jetzt sozusagen die neueste, Iteration. Und das ist dann halt so, damit so Leute wie ich dann kommen und sagen, oh, das hat aber toll gemacht, Volkswagen. Sieht aber scheiße aus.
Ralf Stockmann Was der Chat hier gerade reinwirft, hat mir Claudia heute auch gezeigt. Citroën will jetzt die elektrische Ente rausbringen.
Tim Pritlove Ja, die Elektroente.
Ralf Stockmann Für 15.000 Euro. Das kannst du auch mal anklicken. Das sieht auch so knuffig aus, das Auto.
Tim Pritlove Ja, aber wie bei der Originalente ist aber auch wirklich nichts drin. Das ist sozusagen...
Ralf Stockmann Darum ist es eine Ente.
Tim Pritlove Ja, deswegen ist es eine Ente.
roddi Aber passt wieder ein Kartoffelsack rein.
Tim Pritlove Nehme ich an. Sieht jetzt nicht besonders entig aus.
Ralf Stockmann Aber von vorne ist sie knuffig. Du musst mal gucken, ob du irgendwo ein Bild von vorne...
Tim Pritlove Ja, sie sieht auch von vorne knuffig aus. Wobei es wird bezweifelt, ob sie dann letztlich auch so aussieht. Aber weißt du, womit sie jetzt wirklich hätten gewinnen können? Bei dieser Ente? Bei dieser Präsentation? Wenn sie das Nummernschild 313 draufkaut haben. Das sieht so ein bisschen wirklich aus wie du eine Dachs Karre.
Tim Pritlove Weißt du? Also nur mit Dach. Aber das kannst du ja aufmachen. Du bist ja schon fast bei dem roten Kario. Ich meine, Citroën muss man irgendwie lassen, dass sie, erstens können sie sich über ihren eigenen Namen lustig machen, Und zweitens, Thema Skoda, die wagen immer mal wieder so Designs und zwar nicht nur so als Konzeptcar, sondern die bringen sie auf die Straße. Also der Citroen Ami zum Beispiel ist ja auch so eine Mini-Karre.
Tim Pritlove Kennt ihr den? Das ist ja so ein ganz billiges Fahrzeug.
roddi Ach, das Ding, ja, ja.
Tim Pritlove Ja, was es schon tatsächlich eine Weile gibt, was sehr, sehr klein ist. Und was die Besonderheit hat, dass es eben...
roddi Den gab es auch in der Opel-Variante, glaube ich.
Tim Pritlove Das kann ich nicht ausschließen, aber was den so besonders günstig macht, diesen Ami, ist, dass der von... Der ist wie Anna Blume.
roddi Von vorne wie von hinten?
Tim Pritlove Ja, der ist von hinten wie von vorne. A, N, N, A. Und bei dem Ami ist das halt auch so. Das heißt, die Front und die Rückseite, also der sieht von vorne genauso aus wie hinten, nur dass hinten halt rote Lampen drin sind und vorne weiße.
roddi Ja, und die Türen gehen zu unterschiedlichen Seiten auf.
Tim Pritlove Genau, aber er ist sozusagen komplett symmetrisch gebaut und dadurch haben sie wieder weniger Teile, die sie produzieren, lagern und so weiter müssen und das ist sozusagen deren Ding. Ja. Also von daher Citroen, die auch immer ich meine mal ehrlich, Citroen habt ihr mal in so einem CX gesessen oder sowas?
Tim Pritlove Diese alten Citroen mit der geilen hydraulischen Federung Du meinst DS? Nein, CX, Die S hatte meines Wissens keine, hatte die schon hier?
roddi Nee, die hatte eine Luftfederung. Das erste Auto mit Luftfederung.
Tim Pritlove Entschuldigung, was habe ich? Warte mal, jetzt bin ich ganz durcheinander. Also Citroën, CX, so viel zum Thema vorbereitet sein. Ist ja auch so eine Traumflunder gewesen.
roddi CX, ja. Jetzt gib mal DS ein, das ist nämlich der Vorfolger.
Tim Pritlove Ja, das ist der Nachfolger davon. Ich überlege gerade mal kurz, was jetzt hier eigentlich die...
roddi Mein Opa hatte einen DS. Oder ein Näh-DS.
Ralf Stockmann Verkleide-zurück-Hinterräder.
roddi Der ist nämlich mit einem Weins...
Tim Pritlove Genau, hydropneumatische Federung. Das ist es sozusagen. Und das ist so geil, weil du bist ja in das Auto, eingestiegen und dann liegt dieses Auto wie so ein Hovercraft flach auf der Straße.
roddi Weil irgendwann die Luft raus ist.
Tim Pritlove Ja genau, die ist dann raus und dann schaltest du es ein und dann lässt du einen Motor an und das erste, was er macht, ist halt so, dass er so nach oben geht. Aber die Federung ist einfach so geil gewesen. Also für damalige Verhältnisse, wo alles andere noch sehr ruppig war, war das also wirklich irre.
Tim Pritlove Und diese ganze Formgebung von diesen Fahrzeugen ist einfach drauf.
roddi Mein Opa hatte so eine, der ist ja mit einem Bein zu wenig aus dem Krieg zurückgekommen und der hatte eigentlich relativ viel mit Stumpfschmerzen zu kämpfen und weil das Teil so absurd gut gefedert war, hat er sich halt, so einen zugelegt, weil er damit ordentlich fahren konnte.
Tim Pritlove Nachvollziehbar. Okay. Naja.
Pavel Mayer Ja, in dem Zusammenhang vielleicht noch darauf aufmerksam geworden. Ich glaube, die bauen hauptsächlich Akkus für Porsche. So ein Prinzip Varta Startup V4 Smart und die haben jetzt so ein bisschen Schlagzeilen gemacht, weil sie halt eine Superbatterie vorgestellt haben. Ja, also die bricht nicht unbedingt jetzt Weltrekorde, würde ich sagen, aber sie haben zwei, einmal eine extrem energiedichte Variante und einmal eine, die du irgendwie, glaube ich, fast mit dem hundertfachen der Kapazität aufladen kannst.
Tim Pritlove 10C ist sozusagen das Minimum und sie gehen, glaube ich, bis 30C hoch.
Pavel Mayer Nee, höher, höher, höher.
roddi Ja, die waren, glaube ich.
Pavel Mayer Tatsächlich bei 100C.
roddi Also völlig unklar, was dieser Akku angeblich kann.
Tim Pritlove Ja.
roddi Ist halt entsprechend teuer und deswegen eher ein Spezialitäten-Ding.
Pavel Mayer Ja, Porsche halt.
roddi Ja, irgendwie haben sie es in Porsche verbaut, weil der Porsche, ich meine, Der hat nicht genug Anzug, da muss man dann schon einen elektrischen Turbo einbauen, damit die Luft gleich komprimiert ab. Ich stehe noch an der Ampel, irgendwie dem Motor zur Verfügung steht, was für ein Irrsinn. Na gut.
Pavel Mayer Und ja, fand ich aber ganz interessant, so eine Kilowattstunde, aber ja, typisch deutsch und teuer, aber ja, wenn man will, kann man halt jetzt Akkus kaufen, tatsächlich, die man extrem schnell laden kann. Also Vollladung innerhalb von 0 auf 100 Prozent in drei Minuten oder so.
Tim Pritlove Also das Da tut sich was.
Pavel Mayer Das wäre was für ein Motorrad wäre das halt irgendwie nett. So, ja.
Tim Pritlove So, Ralf.
Ralf Stockmann Hier, ich.
Tim Pritlove Du hast gesprochen.
Ralf Stockmann Ich habe schon wieder gesprochen. Ich entschuldige mich aufs Schärfste, dass es sich gerade so ballt, aber es ist halt manchmal so, gerade so der Herbst ist ja wie immer, wo dann auch nochmal viele Tagungen sind. Ich war im Frühjahr ja mal bei der Max-Planck-Gesellschaft und da bei dem jährlichen Treffen der Bibliothekare und Bibliothekarinnen und hab da finde ich ja doch einen ganz launigen Vortrag zu KI gehalten.
Ralf Stockmann Das fanden die Leute da auch und dann haben die gesagt so, den wollen wir nochmal als Abend-Keynote-Speaker für die IT-Leute von Max-Planck haben. Und das war vor zwei Wochen in Göttingen, wo ich ja bekanntlich lange, lange gelebt habe und bei Max Planck oben auf dem Fassberg in deren... Schönen neuen Veranstaltungszentrum, habe dann auch eine GWDG-Führung gemacht von meinem alten Rechenzentrum, die sind umgestiegen und habe da mal in deren, KI-Cluster gestanden, auch alles.
Ralf Stockmann Ganz aufregend, wenn ihr mal da seid und die Möglichkeit habt, da mal eine Führung durch das Rechenzentrum zu machen, das lohnt sich also auch echt, die GWDG, das ist schon cool, was da wie verbaut ist, vor allen Dingen, alles wassergekühlt und der ganze Kühltrack ist so um den Faktor 100 größer als das eigentliche Rechenzentrum.
Ralf Stockmann Der eigentliche Rechenzentrumsbereich, der das Ganze dann irgendwie kühlt. Also du stehst halt gefühlt so im, wenn du, es ist also keine Lamberzellen, die also irgendwo groß irgendwie isoliert dort stehen, sondern du bist dann halt auf so einem Parkdeck gefühlt und doppelter Boden. Unten drunter ist dann halt das, was früher immer so diese 50 Zentimeter Kriegzone war in so einem Rechenzentrum.
Ralf Stockmann Ihr guckt alle so, wart ihr mal so in Rechenzentren? Doch, sicher wart ihr in Rechenzentren drin.
Tim Pritlove Ja, jetzt sagen wir jetzt nur, ob die da sozusagen die Wärme da einfach rausziehen und einfach in die Luft blasen oder ob sie da mal was Sinnvolles mit machen?
Ralf Stockmann Nee, es ist Kreislauf alles und wasserbasiert und die ganzen Pumpstationen und, welche Temperatur sie dort in welchen Wasserschichten halten und sowas, dafür haben sie dann einen. Also Rechenzentrum ist so ein Parkdeck, wo dann auch gar nicht so viele, Rackkisten dann eigentlich so drin stehen und dann gehst du den Raum daneben und das ist dann halt eine gigantische Industriehalle über vier Stockwerke hoch, wo dann so alles voll ist mit, man durfte leider keine Bilder machen, weil, Hochsicherheitstrakt mit riesigen Wasserbecken, wo dann an den verschiedenen Höhenlagen unterschiedliche Temperaturen vorgehalten werden, weil es halt unterschiedlich effizient ist, wie ob du mit 20 Grad, Wasser kühlst oder 30 Grad Wasser, das heißt also wie stark du dann auch das
Ralf Stockmann Wasser, das zurückkommt von den Kühlungen dann wieder runterkühlen muss, damit es dann wieder auf diesem, das weißt du mit Sicherheit von irgendeinem CEE, dieser Punkt zwischen flüssig, Dampf und Eis.
roddi Triple Punkt.
Ralf Stockmann Genau.
roddi Entschuldigung, was?
Tim Pritlove Triple Punkt.
roddi Das kenne ich aber von der Physikvorlesung, nicht von CAE.
Ralf Stockmann So ein Thema, da denke ich immer, gibt es bestimmt eine CAE-Zufuhr. Naja, auf jeden Fall schön dort im Rechenzentrum. Schaut euch das mal an, wenn ihr mal da seid. Lassen Sie sich natürlich vorher anmelden und alle sowas. Akkreditierung, aber das kriegt man schon hin. Naja, auf jeden Fall habe ich dann einen Vortrag gehalten über digitale Souveränität.
Ralf Stockmann Und wie wir das jetzt gerade so im Bibliotheksbereich eigentlich planen und das Viech ist jetzt auch schon online, genau hast du da auch schon gepostet und da schaue ich mir so vier Themen im Wesentlichen an. Oh, also KI mache ich ein bisschen, aber gar nicht so viel. Dann mache ich was zu Social Media. Das habe ich aber schon im Wesentlichen auch oder ganz ähnlich hier auf den Fedi Days erzählt. Und dann erzähle ich aber was zu Groupware.
Ralf Stockmann Das heißt, wie die Leute eigentlich miteinander arbeiten. Das vierte Thema war nochmal Office. Also wie kommt man von Microsoft Office eigentlich los und wohin? Aber das, was uns gerade jetzt auch am stärksten umtreibt, ist so der Groupware-Aspekt. Das heißt also, wie kommt man eigentlich von Outlook weg?
Ralf Stockmann Und wie kommt man von Microsoft Exchange weg? Und dann gibt es. Ja so die klassische Zielarchitektur, jetzt auch schon seit etlichen Jahren, Open Exchange, OX und die haben dann halt auch einen Frontend, wo du dann eben Kalender hast und Mail hast und Kontakte hast und das haben wir jetzt so ein bisschen durch evaluiert und insbesondere den Kalender.
Ralf Stockmann Tim, dein Stichwort. Und ich habe den Eindruck, wir müssen mal über Kalender reden. Weil klar, das hat jetzt halt irgendwie eine Kalenderansicht und eine Monatsansicht und eine Listenansicht. Aber das, was halt bei uns in der ZLB ein Riesenthema wird, ist Terminfindung. Das heißt, du willst jetzt ein Meeting machen. Ja, ich weiß, wir haben alle zu viele Meetings, aber im Moment ist die Weltnummer noch so, wie sie ist. und du willst halt so fünf oder zehn Leute zusammenbekommen.
Ralf Stockmann Und wie machst du das eigentlich? Der erste Reflex ist ja, naja, bist du da halt irgendwie Office-Managerin und hast dann die ganzen freigegebenen Outlook-Kalender und klickst sie dann an, diese fünf Personen will ich sehen, leg mir die jetzt irgendwie mal übereinander. Und das, was dann Ox macht, ist, die dann wirklich übereinanderlegen.
Ralf Stockmann Das heißt, wenn du in der Wochenansicht bist, Montag, Dienstag, Mittwoch bis Freitag, hast du dann die fünf Kalender alle überlappend so nebeneinander pro Tag. Und du siehst einfach nichts, weil du siehst nicht, wie heißt der Termin denn die Person da hat, könnte man den vielleicht irgendwie verschieben oder sowas, sondern es skaliert einfach überhaupt nicht.
Ralf Stockmann Wenn du also zwei Kalender übereinander legst, dann mag das noch gehen, aber bei irgendwie mehr ist es einfach total hoffnungslos. Und das, was Outlook dann macht an der Stelle ist, dass du die Möglichkeit hast, einfach die komplette Woche nebeneinander zu öffnen. Das heißt, du hast deine eigene links und dann hast du die von Person 2 in der Mitte und die von Person 3 hast du rechts.
Ralf Stockmann Und du siehst aber bei allen, hast du einfach auf dem großen Monitor genug Platz, dass du zumindest mal die Titel der verschiedenen Termine sehen kannst und dann schaust du halt. Jetzt könnt ihr sagen, aber Terminfindung, das läuft doch irgendwie ganz anders. Da gehst du doch auf diesen Terminfindungsmodus und klickst an, zeig mir den nächsten Slot, wo alle drei Zeit haben. Und da will ich doch gar nicht durch irgendwelche Kalender durchblättern.
Ralf Stockmann Und das funktioniert aber schlicht nicht, weil niemand Zeit hat. Das heißt also ab dem mittleren Management besteht halt so ein Terminkalender von morgens früh bis abends spät eigentlich nur an einander gereihten Termin und du hast einfach mal keinen freien Slot irgendwo. Das heißt also der nächste freie Termin, wo alle fünf Zeit haben, der ist irgendwo so Mitte 2027.
Ralf Stockmann So und damit kannst du aber nicht arbeiten. Das heißt also als, Office-Managerin musst du dann halt irgendwie sagen, okay, irgendjemand muss was verschieben, wie bekomme ich jetzt schnell und effizient die Informationen, damit ich jetzt Termine bei einer dieser Personen bestenfalls, vielleicht bei zweien verschieben kann und dann, fügt sich das Ganze irgendwie einigermaßen zusammen.
Ralf Stockmann Und dafür hat OX einfach mal keinerlei vernünftige GUI am Start. Und das prangere ich an, weil ich dann mich wieder frage, wie lange gibt es dieses Projekt eigentlich und das wird doch jetzt in ganz Schleswig-Holstein eingesetzt, wie zum Teufel machen die Termine damit und, es kann auch nicht so schwer sein, jetzt irgendwie fünf Kalender nebeneinander anzuzeigen, damit man irgendwie lesen kann, was die Leute dann jetzt für Termine haben.
Ralf Stockmann Naja und solche Themen spreche ich da so in dem Vortrag an, also jetzt nicht nur die rosigen Seiten von Hurra, wir werden jetzt alle digital souverän, sondern auch ein bisschen mal problematisieren, was da so die Fallstricke sind. Weil meine Geschäftsstellen sagen mir, Ralf, ich kann so nicht arbeiten.
Ralf Stockmann Das müssen bei Outlook bleiben. Und so ist es meines Wissens nach so ähnlich in München gelaufen, als die ihre große Open-Source-Umstellung wollten. Die sind einfach so an der Wechselunlust des ganzen Mittelbaus gescheitert, plus dass eben diese Open-Source-Welt für sowas auch nicht so richtig geile Lösungen am Start hat.
Ralf Stockmann Und wenn ihr da draußen jetzt ein super UX-Konzept kennt für Terminfindung von fünf oder zehn Leuten, die einfach nie freie Slots haben, gerne her damit. Was ich jetzt einfach gemacht habe ist, hey, wir sind jetzt 2026 und es ist Open Source. Ich habe halt geguckt, okay, sind diese Schnittstelle dokumentiert so.
Ralf Stockmann Das war früher halt CalDAF, aber so seit anderthalb Jahren ungefähr hat OX ein schönes, eigenes Protokoll sich gebaut. Kronos heißt das. Sehr schöne API. Alles sauber durchdokumentiert. Das habe ich gemacht. Ich habe mein Openweight-Modell meines Vertrauens mit OpenCode losgeschickt.
roddi Welches ist denn das momentan?
Ralf Stockmann Das war GLM Flash 5.3. Und das rödelt dann in Open Code so fünf Minuten vor sich hin und, schwupps hatte ich jetzt als Proof of Concept gegenüber Mailbox.org, die haben Oxlaufen, hier der Berliner, Vertrieb und da habe ich privat einfach Accounts und meine Jungs auch und dann haben wir uns gegenseitig unsere Kalender freigegeben, und nach fünf Minuten hatte ich genau den View, den du brauchst, schön zum Nebeneinander beliebige freigegebene Kalenderanzeigen, so es funktioniert einfach.
Ralf Stockmann Wo ich dann auch denke, okay, warum muss ich das jetzt wieder machen? Kann die Welt da draußen nicht irgendwie mal so ihre Requirements irgendwie in den Griff kriegen?
Pavel Mayer Der Kalender ist ein jahrzehntealtes, immer noch nicht ganz gelöstes Problem und scheitert allerdings auch oft an der Disziplin, der Teilnehmer. Und weil eigentlich funktioniert es halt nur, wenn jeder wirklich alles im Kalender einträgt sozusagen, auch komplett alle Abwesenheiten oder andere Zeiten, wo es nicht geht.
Pavel Mayer Und dann ist halt die Erfahrung, dass je höher in der Ranghierarchie die Leute sitzen, umso undisziplinierter verwalten sie ihre Kalender. Es sei denn, sie haben dann wieder einen Assistenten oder Assistentin, die das Ganze macht. So einen menschlichen Assistenten. Ich hätte ja spontan gedacht, ich setze halt einfach einen Agenten drauf an, der telefoniert, der ruft halt die Leute so lange an, alle auf dem Telefon.
Ralf Stockmann Dass sie so gemerkt sind.
Pavel Mayer Diskutiert das mit denen dann aus. Wann kannst du denn so, ja Moment, ich, ja, egal.
roddi Diskutiert das mit deren Agenten.
Ralf Stockmann Ja. Ja, wo man eigentlich hin will ist, aber das schlägt dann noch härter in die Kerbe, die du gerade reingehauen hast. Eigentlich willst du so einen Termin noch qualifizieren können mit ist verschiebbar, ist auf gar keinen Fall verschiebbar. Das kannst du ansatzweise im Exchange reinmodellieren, aber auch nicht so richtig geil.
Ralf Stockmann Ich muss mir nochmal das Kronos-Format angucken.
Pavel Mayer Externe Teilnehmer, ist so ein anderes Ding.
Ralf Stockmann Ist dann wieder schwieriger zu verschieben, weil du dann nochmal anders irgendwie dann hinterherteilen musst.
Tim Pritlove Aber wer spricht denn da mit wem, mit dieser API?
Ralf Stockmann Also jetzt in meinem Proof of Concept, meine lokale App. Die authentifiziert sich einfach gegen meinen Mailbox-Account und lädt dort einfach die, Accounts runter und die Termine oder was meinst du jetzt?
Tim Pritlove Ich versuche gerade zu verstehen, welche Entität hat diese API, was steckt dahinter? Ein Kalender oder was? Ein Kalenderspeicher hat diese API. Und du redest dann mit was für einer Software als Client mit dieser Software, mit einem anderen Kalender? Also die Kalender reden untereinander? Miteinander?
Pavel Mayer Nein, er hat einen eigenen Client.
Ralf Stockmann Ich habe eine Python-App geschrieben, die mir selber einen Kalender aufbaut Also das ist jetzt nicht integriert in irgendwie eine Thunderbird oder sowas, sondern ich habe jetzt selber einen Kalenderbuch.
Tim Pritlove Ja, aber die deinen Kalender macht.
Ralf Stockmann Genau.
Tim Pritlove Also hast du auf beiden Seiten einen Kalender. Die Kalender reden miteinander. Dein Kalender redet mit deinem anderen Kalender.
Ralf Stockmann Ich habe eine App, ich habe keinen Kalender. Ich habe einfach nur eine Visualisierung.
Tim Pritlove Ja, aber deine App speichert deine Termine, also es ist ein Kalender.
Ralf Stockmann Nein, nein, nein, nein, mach sie nicht.
Tim Pritlove Sondern?
Ralf Stockmann Die zeigt dir nur in Echtzeit an, was über die… Was die anderen haben. Genau. Und ich selber auch, weil mein Kalender ist ja auch in der Cloud. Ich habe ja keinen lokalen Kalender, sondern der ist ja im Open Exchange drin.
Tim Pritlove Also du hast mehrere Kalender, die alle diese API haben.
Ralf Stockmann Die alle in derselben Open Exchange Gruppe drin sind.
Tim Pritlove Was ist das?
Ralf Stockmann Das ist wie bei Microsoft Exchange. Du hast halt irgendwie, alle Personen sind dort drin und die haben alle Termine und die haben alle Mails. Also Exchange halt.
Tim Pritlove Exchange, glaubst du, ich arbeite mit sowas?
Ralf Stockmann Okay. Wie erklären wir es Ihnen denn jetzt?
Tim Pritlove Nein, aber ich muss mir was anderes erklären, weil ich verstehe das Problem noch nicht. Also mehrere Leute haben einen Kalender. Und das Ziel ist herauszufinden, was ist ein gemeinsamer möglicher Termin. Wo haben alle Zeit.
Ralf Stockmann Genau, die haben aber alle nie Zeit.
Tim Pritlove Ja, ja, okay, aber das, was sie an Zeit haben, haben sie sozusagen im Kalender noch nicht vergeben.
roddi Sozusagen.
Tim Pritlove Oder freigegeben, dass sie da Zeit hätten. Es schafft ja nicht Zeit, es verschiebt ja nicht die anderen Termine, oder?
Ralf Stockmann Richtig.
Tim Pritlove Und diese Kalender sind alle in demselben System drin?
Ralf Stockmann In derselben Datenbank.
Tim Pritlove Das ist die Voraussetzung dafür, dass das funktioniert?
Ralf Stockmann Nee, du kannst auch zwischen verschiedenen OX-Systemen dann abfragen.
Tim Pritlove Okay, und wer implementiert diese Kronos-AP?
Ralf Stockmann Der Anbieter.
Tim Pritlove Welcher Anbieter?
Ralf Stockmann Also im Falle von hier Mailbox.org ist das hier Heinlein in Berlin.
Tim Pritlove Ich denke, es ist alles in Exchange.
Ralf Stockmann Open Exchange. Das ist erstmal offen, Open Source so. und du kannst dir selber einfach einen Open Exchange-Server hochziehen.
Tim Pritlove Okay, also Open Exchange hat Kalender und diese haben diese Kronos-API.
Ralf Stockmann Genau.
Tim Pritlove Gott, das war doch nicht so schwierig. Und dann macht diese API was genau? Also was macht sie anders als andere Kalender-Interfaces? Ich meine, du kannst ja mit i-Kalender den Kalender auslesen. Dann siehst du ja auch alle Termine. Was macht jetzt dieser API? Außer mir nur die Termine zu geben. Tut sie irgendwas?
Ralf Stockmann Naja, erstmal berücksichtigt sie das ganze rechte System. Das heißt, du musst dich überhaupt nicht darum kümmern, welcher Kalender darf ich denn jetzt eigentlich ansehen und welche nicht, weil das wird alles durch die API geregelt. Du musst einfach einen API-Call, gib mir alle für mich freigegebenen Kalender.
Tim Pritlove Okay, aber das ist ja keine Eigenschaft des APIs, das ist ja der Policies dahinter.
Ralf Stockmann Ja, aber das geht mit iCal, bin ich mir zum Beispiel schon mal nicht so sicher, ob das funktioniert.
Tim Pritlove Du kriegst das halt nur, wenn du darfst.
Ralf Stockmann Aber kannst du dir eine Liste aller für dich freigegebenen Kalender in iCal rausgeben?
Tim Pritlove Das iCalender-Format beschreibt ja nur...
Ralf Stockmann CalDev meine ich, nicht iCal.
Tim Pritlove Weiß ich nicht. Kenn ich nicht. Da habe ich nichts mitgemacht. CalDev ist im Prinzip nur, du loggst dich ein, dann hast du Zugriff und dann kriegst du das halt, dann kannst du das halt mit HTTP irgendwie abrufen. Wer ist ja CalDev letzten Endes. auch nicht. Ich versuche nur zu verstehen, was jetzt dieses Kronos-API fundamental anderes tut, als nur den Zugriff auf die Termine und dann hast du die Termine und dann guckst du die dir an.
Ralf Stockmann Macht es noch in der Magie? Nein, Magie macht das überhaupt gar nicht. Es ist einfach modern und schön und ordentlich dokumentiert.
Tim Pritlove Okay, alles klar. Das ist nur ein API für den gleichen Scheiß.
roddi Ja, aber vielleicht auch einfach eine bessere API.
Tim Pritlove Ja, das kann ja sein. Ich dachte nur, da ist jetzt irgendeine Magic-Matching... Du hast das, die ganze Magic hast du gemacht.
Ralf Stockmann Genau, und das ist eben auch keine Magic, sondern es ist einfach nur mal halt fünf Kalender nebeneinander.
Tim Pritlove Naja, gut, dann müssen wir mal, warum nicht gleich ein MCP-Servor ranbammeln und dann einfach Claude sagen, hier, such mal einen Termin. Fertig.
Ralf Stockmann Ja, also wie gesagt, das was halt fehlt, ist halt die Komponente so, welchen Termin von Person X könnte ich am ehesten verschieben, weil der ist einfach nicht so wichtig. So und ich fürchte, dass auch eine… Darfst du das dann auch? Du musst dann quasi, wie Pavel schon sagt, die andere Geschäftsstelle anrufen und dann fragen so, das scheint mir ein aussichtsreicher Kandidat, hier ganz wichtig, können wir den vielleicht verschieben.
Ralf Stockmann Den Schritt musst du schon machen. Du kannst eigentlich nicht anderen Leuten einfach dann so. Also passiert auch.
Tim Pritlove Und das hast du jetzt in deinem Vortrag demonstriert?
Ralf Stockmann Ja, unter anderem.
Tim Pritlove Und dann waren sie alle begeistert?
Ralf Stockmann Nee, also eigentlich war es nach wie vor ein Hilferuf von mir. Mit dem Punkt, ich kann doch nicht der Erste sein, der dieses Problem hat. So, und ich habe eigentlich keinen Bock, es zu lösen. Not my job. Not my department. Ihr seid hier die Informatikertruppe. Kann sich bitte mal jemand hier bei Ox auf Not My Circus, Not My Monkeys, so sagen die immer.
Ralf Stockmann Also kann ich nicht angehen, dass ich das jetzt irgendwie bauen muss hier für die Welt. Also nicht, dass es mich überraschen würde, aber trotzdem.
roddi Ach, du hast doch schon aufgegeben.
Ralf Stockmann Naja. Aber ich habe schon mal gezeigt, es geht. Also es gibt nichts, was dem technisch entgegenspricht, einen solchen View in OX einfach zu modellieren. Und wie gesagt, eigentlich finde ich, muss man dahin, dass man Termine noch besser qualifizieren kann. Im Sinne von so, ist sowieso nur ein Platzhalter, fliegt vermutlich raus, das wäre so eine Geschichte.
Ralf Stockmann Dann, ja, ist schon ein Termin, aber kann ich problemlos verschieben. Versus, nein, fasst mir den mal bloß nicht an.
roddi Folgende Leute dürfen verschieben.
Ralf Stockmann Aber dann sagt Pavel halt zu Recht, naja, aber das ist dann noch mehr Modellierungsaufwand. Und das heißt, die Leute, die ohnehin schon ihren Kalender eher so lausig pflegen, die werden natürlich einen Teufel tun, dann noch durch zu qualifizieren. Und dann hast du auch so dieses Ego-Ding so, alle meine Termine sind wichtig.
Ralf Stockmann Niemals werde ich, das ist nicht so wichtig, kann verschieben werden, Fleck gesetzt werden. Und dann bist du eben dann doch wieder bei menschlichen, Beurteilung, die da fehlt.
Pavel Mayer Also ich sage mir jetzt darüber nachdenke, dass das übliche, ich sage mal menschliche Ad-Hoc-Protokoll, um jetzt gemeinsame Termine zwischen verschiedenen Entitäten, teilweise Menschen, halt Dinge so, wo, ich sag mal, fünf verschiedene Firmen oder Leute aus fünf verschiedenen Firmen, sag ich mal, gemeinsamen Terminen finden müssen und dann, ja, läuft es so, dass irgendjemand fängt an und macht halt irgendwie drei Terminvorschläge und dann, kommt das Feedback zurück und dann muss man vielleicht noch in eine zweite oder dritte Runde so und irgendwann findet sich dann einer.
Pavel Mayer Das wäre vielleicht noch so eine Vorgehensweise.
roddi Dass ja, eher so Nudel noch mit einbauen.
Ralf Stockmann Das gibt es ja alles auch schon. Nudel hießen die nicht. Wie hießen die, die das als Erste hatten? Diese Online-Termin-Absprachen-Dings?
roddi Ja, ich weiß, die hießen die Nudel. Ich nehme immer Nudel.
Ralf Stockmann Und was ich da nur empfehlen kann, ist, nehmt doch mal den DFN-Terminplaner stattdessen, da werden nämlich eure Daten nicht abgesaugt.
roddi Ja, oder Nudel halt.
Ralf Stockmann Und ihr habt auch keine scheiß Werbung drin, ich schmeiß das mal eben hier rein. Das war eine Überlegung, die ich dann auch hatte, ob man das nicht koppeln müsste und man quasi im ersten Schritt schon mal aussichtsreiche Kandidaten sich rausfischt, weil das Problem mit solchen, Doodle-Terminplaner Geschichten ist, das ist auch schon ganz schön aufwendig, die dann alle von Hand wieder die verschiedenen Fenster da erstmal irgendwie rein zu tippen so und vielleicht so eine, automatisierte Lösung, wo du sagst, ach ja, das hier Digital Courage Nudel, okay.
roddi Ja, das meinte ich.
Ralf Stockmann Genau, also ansonsten DFN, deutsches Forschungsnetz, Terminplaner, der ist halt auch sehr robust, aber es ist halt Arbeit. So, und vielleicht brauchst du eigentlich dann auch in so einem OX noch eine Komponente, was der sagt, so das sind zehn aussichtsreiche Kandidaten und auf die wird jetzt nochmal gevotet mit so einer sehr minimalistischen Fassung.
Ralf Stockmann Und das mit dem wenigsten Gegenstimmen irgendwie, Konsensprinzip, das gewinnt dann halt. Ja, vielleicht müssen wir sowas nochmal bauen. Irgendeiner muss es ja machen.
Tim Pritlove Tja, wie wir ja mitbekommen haben, wird ja jetzt sowieso die gesamte kapitalistische, Zwangssoftware und Wertschöpfungskette komplett neu gebaut. Es bleibt jetzt kein Stein mehr auf dem anderen. In der Freakshow habt ihr es zuerst gehört. Und jetzt passiert es.
Ralf Stockmann Was ist denn passiert.
Tim Pritlove Tim?
Ralf Stockmann Erzähl doch mal.
Tim Pritlove Folgendes ist passiert. Es haben sich ein paar Leute zusammengerauft. Oder vielleicht war es auch nur einer.
Ralf Stockmann Einer.
Tim Pritlove Ehrlich gesagt.
Ralf Stockmann Einen Leute.
Tim Pritlove Einen Leute, der wohl auch mal bei Adobe gearbeitet hat. Und so mit diesem ganzen Adobe Suite wohl recht vertraut ist. Zumindest, also vielleicht auch was den Code betrifft. Aber auf jeden Fall, was die Funktion betrifft. Und diese Person hat dann sich gedacht, ach, schnapp ich mir doch mal einfach, den eulen Klot, mal gucken, was man damit so machen kann.
Tim Pritlove Und hat dann einfach die, also ich weiß jetzt nicht, wie vollständig der Spaß ist, aber unter dem Namen ArtCraft eine Suite veröffentlicht. Sagt man Suite?
roddi Ja, man sagt Suite.
Tim Pritlove Eine Suite von Programmen hergestellt, die extrem der, Adobe Creative Suite sehr doch ähnelt, vor allem nicht nur in der Struktur der beteiligten Programme, sondern auch in der Funktion. Als da wären, also das Ganze heißt Artcraft und es besteht aus Photocraft, aus Lightcraft, aus Artcraft, aus Filmcraft und diverse weitere Crafts.
Tim Pritlove Und wenig überraschend matcht das halt mehr oder weniger auf Photoshop, auf Illustrator, auf Premiere, auf Adobe Lightroom. Auf After Effects und auf Adobe InDesign, das Publishing Tool. Also mit anderen Worten, für jedes dieser Programme gibt es hier eine Ergänzung. Außerdem gibt es noch WordCraft, was natürlich wirklich interessant ist, weil WordCraft gibt es ja wirklich, gab es ja früher schon mal.
Pavel Mayer Wisst ihr das?
Tim Pritlove Kennt ihr das noch? WordCraft? Ja, WordCraft. WebTrap war ein Textverarbeitungsprogramm der 80er, Jahre. Das auf DOS lief und ein Freund von mir war der absolute Worldcraft-Spezi und, das war so für Leute, die irgendwie krass Textverarbeitung machen wollten. Dann gibt es noch Deckcraft, Präsentationen und Diashows, also quasi hier Keynote, wie heißt das, PowerPoint, Gridcraft, also Excel und Catcraft wie AutoCAD und Soundcraft wie Pro Tools.
Ralf Stockmann Das ist, weil er bei der Langeweile hatte und das Adobe halt schon durchgespielt hatte.
Tim Pritlove Ich weiß jetzt nicht, ich meine hier Version 061, ja, you never know. Die anderen PDF-Craft gibt es auch noch, habe ich ganz vergessen hier, also Acrobat ist auch noch mit dabei. Version 071, 060, 0100, 070, was auch immer diese Versionsnummern sagen. Vielleicht ist es noch nicht ganz fertig, das habe ich auch gehört. Hat sie nicht benutzt.
roddi Also man muss seinem ehemaligen Arbeitgeber schon richtig kräftig ans Bein pinkeln wollen, wenn man so viel Energie da reinsteckt.
Pavel Mayer Ich hatte gehört, aber auch nur anekdotisch, dass es sich um jemanden handelt, der halt sauer war wegen dem, Mietmodell, weil der die Software nicht mehr gehört und der keinen Bock hatte. Sozusagen Software, die er mal gekauft hatte, dass er die plötzlich jetzt nur noch mieten muss.
Ralf Stockmann Also ich würde mal versuchen, das ein bisschen einzuordnen.
Tim Pritlove Frust wird hier eins zu eins in Code übersetzen.
Ralf Stockmann Weil genau was du sagst, Pavel, diese Mietmodelle, das ist ja das, was Adobe jetzt wirklich seit vielen Jahren schon macht und was etliche Professionelle dann doch in die Arme von Affinity rübergelegt. Gescheucht hat, so unter anderem auch mich. Also ich habe ungefähr zwölf Jahre oder so viel Photoshop benutzt, auch Premiere, als ich noch irgendwie Videokrams gemacht habe und habe gerade Photoshop auch echt gerne genutzt.
Ralf Stockmann Ich bin jetzt sicherlich kein Vollprofi in Photoshop, aber wenn man sich so die Feature-Liste anguckt, ich würde sagen, so die Hälfte der Funktion konnte ich ganz gut und das ist schon eine Menge so innerhalb des Photoshop-Universums. So und ich habe dann mit ein bisschen Schmerzen, aber gar nicht so viel mich dann sehr gut in die Affinity-Produkte reingenerdet.
Ralf Stockmann Zum Beispiel die letzten zwei Ultraschall-Releases, die ganzen Design-Icon-Sets hatte ich dann alle mit Affinity schon gemacht und war da richtig gut unterwegs. Und dann wurden die, das hatten wir ja auch hier in der Freakshow, aufgekauft von denen, die was gemacht haben. Nicht Figma, aber sowieso diese Ecke irgendwo.
Ralf Stockmann Nee, ist nicht Figma, sondern der Chat muss, glaube ich, mal eben aushelfen. Canva. Canva, genau. Danke. So und Umstellung auf Mietmodell. So jetzt habe ich noch meine alten Version hier, meine alten Affinity Sachen, die pflege ich jetzt auch hier wie mein Tafelsilber. Ich habe wirklich keinen Bock auf Abo Software, so wirklich so rein gar nicht so und jetzt kommt dieser Typ daher und.
Ralf Stockmann Was ist das für ein Statement, was er hier abgibt? Weil wenn er nur Photoshop gemacht hätte, wäre das schon ein totaler Knaller gewesen. Also erstmal, wie hat er das Ganze überhaupt gemacht? Er hatte also keinen Source-Code, sondern hat das Ganze also reverse-engineert. Und in Anführungszeichen hat also auch nichts decompiled, sondern hat das in Rust alles neu implementieren lassen und zwar entlang quasi der bekannten Spezifikationen, Manuals, Guidelines, How-To-Videos, die es natürlich zu wenigen Softwareprodukten so milliardenfach gibt im Netz wie so der Adobe Creative Suite.
Ralf Stockmann Also es gibt quasi keine Klickstrecke, die nicht sehr gut im Internet irgendwo durchdokumentiert ist, was Photoshop angeht, inklusive der ganzen Historie. Von daher ist das insofern schon ein dankbarer Kandidat, aber es ist eben auch eine unfassbar komplexe Software. Und selbst wenn er nur Photoshop gemacht hätte, wäre das mal echt ein bold move gewesen.
Ralf Stockmann Jetzt macht er aber die ganze fucking Creative Suite mit Video, mit InDesign, mit PDF-Akrobat. Er macht das Ganze für Windows, er macht es für Mac, er macht es für Linux, er macht es für Linux Arm. Ich habe es hier auf meinem schönen, man muss wirklich mal gucken, so Ralf, in was für einer Welt leben wir eigentlich?
Ralf Stockmann Ich finde immer so einen Schritt zurück von, was hätte mein damaliges oder mein damaliges Ich dazu gesagt, wenn ich also vor einem Jahr hier gesessen hätte und gesagt habe, Ralf, in einem Jahr hast du einen Apple M1, Apple Silicon, Laptop, das du für 350 Euro geshoppt hast und da läuft ein Linux drauf und darauf läuft übrigens noch ein Photoshop.
Tim Pritlove Und ein Lightroom. Und ein Akrobat und Premiere.
Ralf Stockmann Und irgendwie dann eine lustige LLM-Umgebung. In was für einer Welt leben wir. Und alles Open Source. Und du kannst übrigens auch alles noch selber bauen, wenn du meinst, das gefällt dir nicht. What a time to be alive. Und weil er jetzt damit durch war und schon Langeweile hatte, hat er jetzt halt mal als nächstes so die Office-Suite jetzt irgendwie.
Ralf Stockmann Die habe ich mir jetzt noch nicht angeguckt, werde ich gleich mal machen.
Tim Pritlove Ich auch nicht.
Ralf Stockmann Meine Güte. So, ich habe halt jetzt schon etwas genauer mir mal die Photoshop-Geschichte angeguckt. Und ich würde sagen, so ungefähr 40, 50 Prozent der Sachen funktionieren. Also es funktioniert signifikant mehr auf der Mac-Version als auf der Linux-Version. Also bei Linux hast du beispielsweise Probleme irgendwie mit Zwischenablage, an Dreck und Dreck und so weiter.
Tim Pritlove Wie kommt das noch?
Ralf Stockmann No surprise here. Das sieht mir auf der Mac-Version schon einiges runder aus.
Tim Pritlove Die Technologie ist 40 Jahre alt.
Ralf Stockmann Aber all die ganzen Geschichten, was du irgendwie mit Ebenen hast, die ganzen Effekte, wie die wirken, was die für Spezereien haben, so von der Parametrisierung her und so, ist das alles schon verdammt dicht dran am Original. Und es ist sauschnell, es ist ultra-responsiv.
roddi Aber ich muss hier einen Account machen.
Ralf Stockmann Nö.
roddi Doch?
Ralf Stockmann Nö.
roddi Ich habe es gerade runtergeladen, gestartet. Er will, dass ich einen Account mache.
Ralf Stockmann Also ich habe hier den, also du kannst alle Apps einzeln aus GitHub runterladen, Da musst du gar nichts machen und ich habe jetzt gerade eben, den kannte ich vorher noch gar nicht, den Artcraft Launcher gestartet. Da muss ich hier auch keinen Account anlegen. Ich habe das hier alles up and running und kann jetzt hier schön mir die ganzen Sachen mit einem Klick irgendwie zusammen klicken.
Ralf Stockmann Also kann man damit produktiv arbeiten? Vermutlich nein. Noch nicht. Weil wie viele tausende Leute werden sich da jetzt draufwerfen und sagen, gar nicht so eine schlechte Idee eigentlich. Wie viel Geld sparen wir? Ich wollte das schon immer auf meinem Linux haben. Das heißt, derselbe hat jetzt einfach mal eine Foundation gelegt, die hoffentlich nicht so brüchig ist. Und ich glaube, das würde ich mal vermuten, dass er das in Rust irgendwie schon ganz solide hinbekommen hat.
Ralf Stockmann Weil ansonsten würde mehr brechen hier. Geben wir dem Ganzen jetzt mal so ein, zwei Monate. Und dann sind wir wahrscheinlich bei 70%. Und dann wirst du da vielleicht immer noch nicht deinen Color-Proof-Druck mitmachen können, so für die echten Anwendungen, wo du dann schon noch dein originales Photoshop brauchst.
Ralf Stockmann In Klammern, was auch Affinity bis heute nicht so in der Qualität hinbekommen hat. Also Drucken ist ja immer noch ein totales Fledermausland-Thema. Aber für sehr viele andere Bereiche wird das einfach mal good enough sein. Also alleine auch das Lightroom-Modul, dass du dann plötzlich auf Linux mal eine top-professionelle Bilddatenbank hast, das ist schon alleine irgendwie bemerkenswert.
Ralf Stockmann Und ja, ich habe Fragen, was irgendwie so die Zukunft von Software-Geschäftsmodellen angeht.
Pavel Mayer Also was ich heute noch gehört habe, ich habe noch nicht hinterher recherchiert, weil ich habe das erst heute, irgendwie heute Nachmittag davon gehört, ist, dass das Ganze jetzt, losgetreten hat, dass es jetzt zehn weitere, in der Größenordnung zehn weitere, Gruppen und Projekte gibt, die ebenfalls Photoshop nachprogrammieren.
Pavel Mayer Das hat also einen Trend ausgelöst, dass jetzt die AI-Fingerübung ist. Ist der neue Benchmark sozusagen, wie lange braucht eine LLM, um jetzt Photoshop zu 100% nachzubauen. Dahin scheint sich das Ganze zu entwickeln. Und, ja, also ich bin halt auch komplett geflasht und wir werden sicherlich jetzt noch zu ein paar anderen Dingen kommen oder so was, ein, bisschen erzählen, was ich gemacht habe, Aber vor allem, was Tim so noch alles gemacht hat jetzt in den letzten Wochen, das.
Pavel Mayer Ist mehr als interessant.
Tim Pritlove Figma ist auch schon auf der Liste.
Ralf Stockmann Ist das eine Frage?
Tim Pritlove Nein, das ist eine Aussage. Also auch Figma gibt es schon auf DeepFounder AI, also auf GitHub. Also es kommt jetzt irgendwie alles auf einmal zusammen. Und ich arbeite nicht mit Figma, aber es scheint sich so ein bisschen der Trend durchzusetzen, das jetzt irgendwie alles mit Rust zu machen, was natürlich an der Stelle auch ganz, nachvollziehbar ist, weil wenn du dich halt selber nicht mehr mit der Programmiersprache rumschlagen musst, Sondern es ist irgendwie auch ein bisschen scheißegal, worin du programmierst, solange diese Programmiersprache für diesen Zweck grundsätzlich geeignet ist.
Tim Pritlove Und RAS hat natürlich den Vorteil, dass sie eben jetzt nicht sofort immer gleich gegen die Wand läuft wie C. Nicht von irgendeinem Hersteller abhängig ist wie Swift. Und halt nicht scheiße ist wie die meisten Programmiersprachen. Und es performt auf jeden Fall. und es ist klar, dass du jetzt mit dem Stand der LLMs heutzutage, der Coding Agents, kannst du einfach geilen Code erzeugen.
Tim Pritlove Da muss man echt nicht mehr drüber nachdenken. Und jetzt geht es halt nur noch darum, hier den Director zu spielen und zu sagen, ich weiß, wie dieses Programm sich anfühlen soll. Ich weiß, was es tun soll. Ich bin in der Lage, das zu formulieren und ich bin in der Lage, das zu orchestrieren. Und dann kommt da halt tatsächlich Software bei raus. Jetzt kann man natürlich wieder...
Tim Pritlove Sagen, oh ja, AI und so weiter macht ja ganz viele Fehler. Haben wir das auch in dem Video am Anfang gehabt. Stimmt auch, ja. Nur wissen wir auch, wie solche Fehler eingegrenzt werden können. Und die werden schon ganz gut eingegrenzt durch Tests, durch Ausprobieren, etc. Und der Mythos, dass man halt immer einen Menschen braucht, der da drauf schaut, naja, also das wird glaube ich nicht mehr so lange so sein, wenn es nicht sogar schon vorbei ist.
Ralf Stockmann Was ich gerne nochmal verlesen würde, ist der Speicherverbrauch von meinem Linux-Photoshop, was ich hier habe. Ich habe jetzt hier mal auf meinem wunderbaren Teil den Cosmic Desktop, mal hier die aktuell laufenden Programme und das sind jetzt hier so einige. Ich habe 8 MB RAM, wir erinnern uns. So, und wir haben einen Firefox, der braucht 220 MB in zwei Instanzen.
Ralf Stockmann Dann haben wir mein Open Code, das läuft auf 350 MB, also schon relativ viel. Mein Mastodon Client Tuba habe ich hier, braucht 189, und dann kommt der Element Desktop, das ist hier mein Chatprogramm für Matrix mit 138 und dann kommt Photograph mit 135 MB Hauptspeicher. Das heißt also hier mein olles Chatprogramm und Mastodon Programm verbrauchen signifikant mehr Speicher als ein fucking Photoshop. Ja.
Ralf Stockmann Also klar, wenn du große Bilder aufmachst.
Tim Pritlove Wirst du auch noch mehr brauchen.
Ralf Stockmann Genau, der Canvas ist relativ klein, der ist jetzt hier nur Full HD, der ist natürlich Kindergarten, aber trotzdem.
Tim Pritlove Nee, klar, also auch der Bloat könnte dann relativ schnell vorbei sein. Definitiv.
Ralf Stockmann So, aber was jetzt hier Abdelkada im Chat gerade schreibt, das ist eine genaue Richtung, über die ich jetzt seit ein paar Tagen auch länger nachdenke. Er hat sich hier auf Photograph mal rausgescreenshotet, 9000 Forks gibt es davon jetzt gerade auf GitHub. Und das ist eine Entwicklung, die ich ein bisschen kritisch sehe, weil du erinnerst dich an unsere letzte Sendung, wo du erzählt hast, wie du hier dein Money Money angezapft hast für deine Finanzübersicht.
Ralf Stockmann Da habe ich mir nämlich diesen Freitag gesagt, ach, jetzt habe ich mal so ein Stündchen Zeit, eigentlich würdest du das ja auch haben, fragst du jetzt den Tim nach seinem Code, ach nee, musst du wieder irgendwie dir komische Fragen anhören, baust es halt schnell mal eben selber.
Tim Pritlove Ja.
Ralf Stockmann So und ich hab dann gar nicht so ganz verstanden als nächstes, warum du überhaupt einen Lua-Plugin noch für Money Money gebaut hast, weil eigentlich kommt mir ja alle Daten ran. Hattest du das nicht erzählt in der Sendung?
Tim Pritlove Achso, ja, um die mit zu holen.
Ralf Stockmann Ja, aber eigentlich geht das auch ohne. Also meine LLM hat das ohne irgendeine, Plugin von Money Money die ganzen, Konten sich rausgezogen und die ganzen Übertragungen einfach über die...
Tim Pritlove Ja, es gibt die API, aber ich wollte halt alle Metadaten haben, die in den Dingern drin sind.
Ralf Stockmann Ah, okay. Ich habe da nie welche eingetragen, von daher, okay.
Tim Pritlove Also wie rufst du es denn auf? Also ich meine, du musst ja da irgendwie mit Apple-Skript kannst du ja nur von außen nur ran.
Ralf Stockmann Nee, ich suche das gleich raus und wirf das dann nochmal rein. Da müssen wir jetzt nicht live recherchieren. Aber auf jeden Fall, so im Ergebnis habe ich dann gemerkt, ja, das funktioniert schon, aber es hat jetzt überhaupt nicht die Views und die Dashboard-Geschichten mir gebaut, die ich eigentlich haben wollte.
Ralf Stockmann Und dann merke ich so, ja, was willst du denn aber eigentlich haben? Und es war dann dramatisch unterspezifiziert einfach, was ich da da mal eben irgendwie reingetippt hatte. Also es hat dann alle möglichen Dinge mir dahin geworfen und die Zahlen stimmten auch so weiter, aber es hatte noch keins meiner Probleme gelöst und dann musste man doch wieder in einen etwas beschwerlichen Prozess.
Ralf Stockmann Und das ist dann eigentlich ehrlich gesagt auch wieder ziemliche Lebenszeitverschwendung. Das heißt also, wenn jetzt eben jeder mal sich eben in 30 Minuten dransetzt und dann Photoshop, das finde ich eine sehr gute Idee, dass das der zukünftige, Test wird, wie gut ist eine LLM, wie viele Minuten braucht es.
Tim Pritlove Einstimmungstest demnächst. Wie lange haben die den gebraucht für ihr Photoshop? Halbe Stunde.
Ralf Stockmann Naja. In was für eine gesellschaftliche Ressourcenverschwendung driften wir aber da auch wieder rein, wenn sich halt jeder seinen Shit einfach nur noch komplett selber baut und was ist, wenn dann überhaupt Open-Source-Projekte überhaupt gar keine Gravitation mehr erzeugen, dass sich Leute daran andocken und man vielleicht mit mehreren Köpfen und diverseren Perspektiven einfach mal insgesamt bessere, originellere Software irgendwie, auf die Beine stellt, als jeder als Einzelkämpfer.
Ralf Stockmann Jetzt mal die ganze Öko Situation mal ganz ausgeklammert davon, die noch on top kommt. Alleine jetzt soziologisch betrachtet, kriegt jetzt, gut, dass gerade Adobe, die jetzt die letzten Jahre von allen geklaut haben und ihre eigenen Modelle damit trainiert haben, ohne dass die ganzen Künstler da irgendwas gegen die geht.
Ralf Stockmann Dass denen das jetzt der Spiegel vorgehalten wird, da bin ich einigermaßen fein mit. Aber das ist. Eben nicht nur jetzt für die ganzen kommerziellen Lizenzprodukte ein Problem, was da gerade entsteht, sondern ich glaube, es ist auch für die Open-Source-Szene ein Problem. Weil dort jetzt wie stellen wir noch Gravitation her von sinnvollen Projekten, wo es cool ist, dass mehrere Leute zusammen dran arbeiten.
Ralf Stockmann Weil das, was wir jetzt hier gesehen haben, wie viel waren es hier? 2000 Pull-Requests in den letzten fünf Tagen angenommen so. Da guckt natürlich auch kein Mensch drauf. So und ja, ich bin auch It looks good to be. Genau. Und ich sage ja auch, wie du gerade, Tim, so in zwei Monaten, ja, lass uns doch mal wieder zusammensitzen, wie gut die Pull-Requests dann schon wieder gewonnen sind. Das zieht ja dramatisch an gerade wirklich die Qualität, aber trotzdem.
Ralf Stockmann Ich glaube, hier auch meine Open-Source-Szene kriegt hier jetzt echt ein Thema.
Pavel Mayer Ja, also ich bin ja auch vor allem aufgrund meines Alters bin ich eher so ein, Technologie-Skeptiker, weil ich irgendwie so viel Hype schon an mir habe vorüberziehen, sehen und so viele Projekte, die irgendwie der allerheißeste Scheiß sein sollten. Ich meine, Tim, auch Evangelist, ich weiß nicht, Copeland und, Dylan, erinnere dich noch an deine Dylan-Phase und und und.
Tim Pritlove Auf der Suche nach einer guten Programmiersprache. Ich bin auch letztlich fündig geworden, man muss sich aber auch auf den Weg machen.
Pavel Mayer Ja, hat nur noch 20 Jahre, 25 Jahre gedauert. Will nur sagen, so ich bin vielleicht etwas überkritisch, wenn es um Innovationen, geht und überskeptisch und auch was sagt, was jetzt so LLMs und ich sag mal KI sagen. Ich habe mich bis vor kurzem geweigert, das Ganze überhaupt künstliche Intelligenz zu nennen.
Pavel Mayer Das war für mich irgendwie ein etwas komplexeres Makro-Editor. Ja, so ein bisschen, ja, also ich meine in den 90ern E-Max zum Beispiel mit Lisp dahinter so war. Also ein bisschen moderner E-Max, sage ich mal. So waren diese LLMs mit einer riesigen Wissensdatenbank dahinter und mit, eigentlich einer Funktionsweise, die dann eben nicht wirklich digital ist, sondern neuronal bzw.
Pavel Mayer Letztlich probabilistisch arbeitet und deswegen zwangsläufig halt auch Fehler macht, weil es halt arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten. Und es gibt immer eine Restwahrscheinlichkeit, dass Fehler passieren bei diesen neuronalen Systemen. Und deswegen waren die auch bis vor einem Jahr nur sehr eingeschränkt brauchbar.
Pavel Mayer Und wir sind ja jetzt quasi in der dritten LLM-Generation, wenn du so willst. Die erste LLM-Generation oder eigentlich in der vierten. Die allererste war halt. Noch vor Chat-GPT, einfach Transformer-Modelle, wo du dann angefangen hast zu tippen und der hat dann einfach nur vervollständigt. Die erste Generation war dann Chat-GPT, wo das dann so generiert wurde, dass die, das dann so aussah, als könnte man mit dem reden. Man konnte halt Fragen stellen und kriegt auf einmal Antworten.
Pavel Mayer Man musste also nicht irgendwie erst mal anfangen, die Antwort zu schreiben, und die dann vervollständigen lassen. Aber das war das Ding, wie viele Leute das kennengelernt haben oder viele Leute es vielleicht jetzt auch noch nutzen. Frage, Antwort, Frage, Antwort. So, dann, und das wurde gewoneshottet, das heißt, deine Anfrage wird da reingeschmissen und dann kam es halt wieder zurück. Dann, die zweite Generation war.
Pavel Mayer Dass die Anbieter einen Schritt davor gepackt haben, der einen Plan gemacht hat. Und der sozusagen erstmal, gefragt hat, wie würdest du jetzt diese Frage beantworten, also intern. Und dann gab es eine Liste von Schritten und dann wurden eben statt einmal 10, 20, 30, 40 Anfragen nacheinander gestellt und dann zusammengefasst.
Pavel Mayer Und dann kam die Antwort. So war besser, aber eigentlich immer noch scheiße, und hat viel länger gedauert als das One-Shotten. Das heißt, das war dann eher so…, Und, ah, da hat jemand, okay.
Ralf Stockmann Ich habe in meinem Vortrag eine Timeline mal so der relevanten Schritte.
Pavel Mayer Ah, okay, das ist jetzt noch granularer.
Ralf Stockmann Aber erzähl mal weiter.
Pavel Mayer Ja, aber, der dritte Schritt eigentlich ist jetzt agentische AI und Tool-Nutzung. Und der Unterschied ist, die Modelle sind um mehrere Größenordnungen besser geworden. Also die Zahl der Gewichte und die Daten, die da drin stecken. Also im Grunde genommen kann man fast sagen, die haben alle Bücher gelesen, die hier geschrieben worden sind, haben das gesamte Internet abgesucht, und auch rückwirkend und plus sämtliche Bedienungsanleitungen haben sich wahrscheinlich sämtliche YouTube-Videos angeguckt.
Pavel Mayer Und nicht nur die, wahrscheinlich auch alle Spielfilme und alle Serien. Mittlerweile sind die Modelle groß genug, um entweder in den Gewichten selbst oder in den dann angeschlossenen Datenbanken, dann fast das gesamte Wissen, plus natürlich alle wissenschaftlichen Papers. Also alle wissenschaftlichen Veröffentlichungen so, Und sind dann in der Lage, das alles miteinander zu vermengen und zu vermischen, wobei ich ein bisschen skeptisch bin jetzt bei den neueren Modellen, die dann Aktivierungen nur in bestimmten Bereichen haben, wieder um Energie zu sparen.
Pavel Mayer Ich glaube, das ist eine andere Debatte. Und wodurch die Dinge aber jetzt so gut geworden sind, meiner Meinung nach zwei Dinge, also einmal viel größer, Wissen mehr, aber dass sie eben in der Lage sind, jetzt digitale Werkzeuge zu benutzen. Und der Unterschied ist, dass halt diese digitalen Werkzeuge sich viel effizienter machen. Die ersten LLMs konnten keine 4x4 Matrix multiplizieren.
Pavel Mayer Das war für mich immer der Test, wenn ein neues Modell rauskam. Was ist denn die größte Matrizenmultiplikation? Und am Anfang so zweimal zwei, dann irgendwann kriegten sie dreimal drei. Und ja, mittlerweile jetzt versucht die LLM nicht das Neuronalmatrizen zu multiplizieren, sondern die schmeißt halt, die benutzt halt auch einen Computer, die benutzt halt jetzt auch einen Taschenrechner, wenn man so will.
Tim Pritlove Die schreibt sich einfach ein Python-Skript und los geht's.
Pavel Mayer Genau. Und nicht nur das, sondern ist jetzt in der Lage im Prinzip, ein Computer und die ganze Software darauf zu benutzen. Ist jetzt also auch in der Lage, Photoshop zu benutzen, um, Bildbearbeitung zu machen. Oder ist in der Lage, Blender zu benutzen, um 3D-Modellierung zu machen.
roddi Open S-Cut oder so. Funktioniert sehr gut.
Pavel Mayer Ja, so, das heißt mittlerweile. Und das zweite Ding eben agentisch. Das heißt, es ist nicht mehr ein Modell, mit dem ich rede oder nicht mehr ein. Aufmerksamkeitsstrom, sondern da werden dann jetzt aktuell, teilweise 50 bis 100 Agenten sind da gleichzeitig im Hintergrund, unterwegs und debattieren das Ganze erstmal aus und sind mit unterschiedlichem Auftrag unterwegs und eben dann teilweise halt auch so schön heißt adversarial, also feindlich.
Pavel Mayer Das heißt, dann macht ein Modell oder ein Agent einen Vorschlag und dann gibt es drei Agenten, die explizit, mit der Aufgabe drauf losgelassen werden, das Konzept zu zerreißen. So zu sagen, das ist scheiße, das ist scheiße und das so. Und dann wiederum holt sich dann der Ursprungsagent weitere Agenten zur Hilfe, deren Ziel dann wiederum ist, das zu entkräften, was jetzt diese drei Kritiker, also Kritiker, Kritiker.
Pavel Mayer Das ist der eine Aspekt und wie man auch früher von neuronalen Netzwerken, also Adversarial Neural Networks war auch so ein Ding oder ist auch noch so ein Ding, wo, man dadurch, dass man quasi neuronale Netze gegeneinander kämpfen lässt, man die Qualität erhöht. Und dann, das eben aber dann in Kombination, dass man.
Pavel Mayer Den Modellen jetzt Computer und Software an die Hand gegeben hat, die eigentlich für menschliche Benutzung gedacht war und sind jetzt damit in der Lage. Kann man dann wiederum Invarianten garantieren, also nämlich, dass die Software syntaktisch passt. Korrekt ist, wird halt ein Compiler angeschmissen, der das prüft und die LLMs machen bis heute Syntaxfehler.
Pavel Mayer Also wenn du die Logs anguckst, ist es nicht so, dass beim allerersten Mal alles, durchcompiled, sondern je nach Sprache und so, es brauchen ja auch schon mal zwei, drei Anläufe, bis es durch den Compiler geht. Und dann, was da noch dazu kommt, ist, dass sie dann in der Lage sind, das Programm auch in ihrer Laufzeit zu beobachten, also Screenshots zu machen, den Programm-Output zu analysieren.
Pavel Mayer Lock-Files. Plus, ich meine, beliebte Debugging-Technik halt, diese Print-F-Debugging, das heißt, Testausgaben finde ich nach wie vor, oder, fand ich eine der nützlichsten Techniken, um Fehler zu finden, indem man einfach. Ausgaben erzeugt, die den wichtigen Teil des Programmzustands oder das, woran man gerade interessiert war, dann mitschreiben.
Pavel Mayer Und ja, auf diese Art und Weise ist jetzt plötzlich etwas entstanden. Was selbst mich, als großen Skeptiker einfach jetzt ziemlich umgehauen hat und was, glaube ich, Weil es erst seit, je nachdem wie early Adopter man war, seit einem Jahr, sechs Monaten, vielleicht seit drei Monaten, aber eigentlich erst seit einigen Wochen, dass klar wird, welche Power dahinter steckt. Ich meine, andere Berufsgruppen, so Gestalter, haben das schon etwas früher mitbekommen.
Pavel Mayer Übersetzer. Übersetzer, so. Und ja, die Mathematiker, so, war ja auch jetzt gerade letzte Woche mit dem Dump von mathematischen Papers, was aber auch so ein bisschen ein Faulspiel war, Ein bisschen ist gut. Aber so als Programmierer oder als Softwareentwickler fühlt man sich jetzt eigentlich entweder auch demoralisiert oder wie Gott eigentlich.
Tim Pritlove Demoralisiert oder wie Gott?
Pavel Mayer Ja, zwischen überflüssig oder wie ein Gott einfach. Und man plötzlich jetzt in der Lage ist, mit 100, 200 Euro, Dollar im Monat eine, Armee von 50 bis, 500 Entwicklern, an die Arbeit zu tun.
roddi Ja, du musst natürlich dazu sagen, dass diese 100 bis 200 Euro extrem Risikokapital, subventioniert sind und die Preise ziehen gerade schon an. Und spätestens in zwei Jahren wird das alles schweineteuer sein, da gehe ich schwer von aus.
Tim Pritlove Also der Value ist so hoch, da kannst du auch das Zehnfache bezahlen, dass es immer noch wird.
roddi Ja, das mag ja sein, nur die Firmen kommen nicht umhin, irgendwann mal ihre Schulden bezahlen zu müssen.
Tim Pritlove Die Entwicklung wird weitergehen und es ist ja auch nicht so, dass hier ein Monopol entsteht, sondern es ist ja eigentlich eher, dass du an allen Enden, alle können jetzt irgendwie mitspielen und die Modelle sind austauschbar. Du kannst irgendwie von dem einen Hersteller zum anderen im selben Chat wechseln und immer noch deine Arbeit machen. Das ist mal was ganz anderes als die Netzwerkeffekte, die wir früher so immer beklagt haben.
roddi Ja, ich sage ja nicht, dass die Technologie nicht weitergeht.
Tim Pritlove Ich denke, das wird auch die Preise dann eine Ausdruckung haben.
roddi Ja, aber es ist halt eine Riesenblase.
Ralf Stockmann Ja, aber die besten Open-Wights-Modelle sind in the wild und sind hierfür good enough.
roddi Zum Thema Open-Wights-Modelle. Muss ich kurz einhaken. Und zwar, es gibt da ein Kommandozahlen-Tool, was ich relativ genial finde. Das heißt LLM-Fit. Ich weiß nicht, habt ihr davon schon mal gehört?
Ralf Stockmann Ja, habe ich gehört. Zeige ich mal.
roddi Das ist im Prinzip ein Tool, was dir eine endlose Liste von Open-Wades-Modellen gibt, und aber weiß auf dem Rechner, auf dem du es ausprobiert hast, was ist denn da so ein Hardware drin?
Ralf Stockmann Dann ist doch ganz was anderes.
roddi Und kann dir dann auf deine Hardware ein Score geben von einem Modell.
Ralf Stockmann Cool.
roddi Und kann dir sagen, wenn du diese Hardware hast, dann ist das ein Score von 90 für deine Hardware und dann solltest du vielleicht auf diese Hardware laufen lassen. Das ist schon sehr geil. Ich habe da neulich noch einen Verbesserungsvorschlag gemacht und dann meinte der Typ nur so, ja da und da musst du mal gucken.
roddi Danke für den PA. Und ich so, okay. Also man kann dann für Olama, wahrscheinlich auch für andere Laufzeitumgebungen, kann man dann einfach hier installieren und fertig und dann hast du das Modell.
Tim Pritlove Und wie bestimmt, also ist das jetzt eine fertige Datenbank? Ich habe das Ding jetzt gerade mal gestartet, brew install, element fit und dann testet der die durch oder ist das nur so statistisch?
roddi Das ist quasi eine fertige Datenbank, aber du kannst einige auch live nochmal auf deinem Rechner benchmarken lassen, wenn du das möchtest.
Tim Pritlove Ja, naja, also ich habe es mit Claude gemacht, ich habe gesagt, probiere mal ein paar aus, lad mal ein paar runter und benchmark die mal. Das war sehr erhellend. Also das hat dann zwar lange gedauert, aber es war dann auch substanziell. Ja, es kommt ja jetzt auch nicht nur so auf, also ich glaube, wir sind auch schon jetzt beyond Single LLM, also dieses ich habe ein Modell und damit bin ich glücklich.
Tim Pritlove So funktioniert das schon nicht mehr, sondern das ist jetzt eben, die Kunst liegt in der Kaskadierung, in diesen was Pavle auch schon gerade beschrieben hat, diesen Sub-Agents und, die Koordinierung davon und wie die so miteinander sprechen, da werde ich auch gleich nochmal ein bisschen was erzählen, was ich da alles aufgemacht habe in den letzten Wochen. Das war auch echt abenteuerlich.
roddi Gut, und wenn wir schon bei LLMs sind, einfach nur Open Wates LLMs. Eine deutsche Firma hat jetzt irgendwie ihr eigenes Open Wates LLM herausgebracht. Keine Ahnung, wie gut das ist. Wenn man sich anguckt, wie viel Speicher man dafür braucht, dann ist auch klar, warum ich es nicht ausprobiert habe.
Pavel Mayer Wieso, wie viel braucht man das?
roddi So um die 80 Gigabyte.
Tim Pritlove Ja, was ist das?
roddi Colibri heißt das.
Tim Pritlove Ja, und was kann das?
Ralf Stockmann Naja, es ist die Hoffnung, dass es neben dem ja etwas zweifelhaften Mistral, vielleicht doch auch nochmal irgendwie ein, gutes europäisches Open-Wales-Modell geben könnte und angeblich nur auf Deutsch und Englisch trainiert und nur mit, Daten, die auch wirklich öffentlich zugänglich sind und die da die Erlaubnis zugegeben hatten.
Tim Pritlove Eben nur auf Deutsch und Englisch trainiert.
roddi Das ist auf Deutsch und Englisch trainiert, ja.
Ralf Stockmann Genau, es ist Deutsch-Englisch.
Tim Pritlove Das soll ein Vorteil sein?
Ralf Stockmann Es ist für deutsche Behörden, Tim.
Tim Pritlove Die haben andere auf, Behördendeutsch trainiert.
roddi Was sehr interessant ist, ist, dass sie wohl die Art, wie sie die Tokenization gemacht haben, sich tatsächlich an deutschen Wortgrenzen orientiert. Und sie dadurch effektive Tokens generieren können. Behaupten sie zumindest, ich kenne mich nicht gut genug aus.
Tim Pritlove Effektive Tokens?
roddi Ja.
Ralf Stockmann Naja, Deutsch ist ja schon eine etwas spezielle Sprache, was so die Länge der Wörter angeht. So und diese Tokenisierung im Deutschen, also guck dir mal die Projektseite an, dann sieht man relativ schnell, worauf es ja ganz ist.
roddi Also wenn du jetzt Wasserstoff tokenisieren würdest mit WAS und SERS Toff, dann sind es Tokens, die sind nicht viel wert, weil sie keine intrinsische Bedeutung haben. Wenn du es aber tatsächlich an den Wortgrenzen Wasser und Stoff treilst, dann hast du Tokens, die über einfach nur, dass es halt Buchstaben sind, noch eine eigene Bedeutung haben.
Tim Pritlove Ich meine, die anderen Modelle tun das.
Pavel Mayer Ja, man behauptet diese Firma. Ja, die anderen Modelle haben alle, es gibt so, ich glaube, gut, ich weiß nicht, wie viel es aktuell ist, als ich das letzte Mal gecheckt habe, waren es um die 50.000 Token. Mittlerweile sind es wahrscheinlich mehr, mit denen gearbeitet wird, aber die werden halt generiert, indem einfach das Trainingsmaterial wird halt geguckt, wie viele Substrings welcher Art kommen halt wie häufig vor und dann wird halt für die häufigsten Substrings ein Token vergeben.
Pavel Mayer Und dann hast du halt diesen Tokenizer und der ist dann fest für das Modell. Aber du kannst dir halt beliebige Tokenizer trainieren oder hast halt verschiedene oder jedes Modell hat eigentlich ihren eigenen Tokenizer.
Tim Pritlove 78 Milliarden Parameter und was war da?
roddi So um die 80 Gigabyte brauchte das Modell.
Tim Pritlove Okay, also eine 128 Gigabyte Maschine?
roddi Ja, die hat, 96 würde wohl auch noch gehen.
Tim Pritlove Dann würde sie auch noch ein OS reinkriegen und ein bisschen Luft zum Atmen.
Ralf Stockmann Eine Woche später hat Mistral dann sein Mistral Large 4 vorgestellt. Das habe ich auch mal in den Chat abgeworfen. Und Mistral war ja, ist ja das französische Modell gewesen bisher, mit sehr viel hochspezialisierten Untermodellen auch, die ich mir alle nicht im Detail angeguckt habe. Ich hatte mir immer nur das generische angeguckt und war da immer nur mäßig beeindruckt. Und das kam hier bei diesem Dienst, den ich immer gerne mir angucke, dieses Artificial, Und analysis.ai hatte ich schon ein paar Mal hier in der Sendung, kamen die klassischen Mistral-Modelle immer so irgendwie auf so einen IQ, in Anführungszeichen, Wert von 17, wo der Rest der Open Rates-Modelle so um 40 rumspielt und die kommerziellen jetzt gerade so über die 60 überschritten
Ralf Stockmann hatten und da kannst du mit 17 einfach keinen Blumentopf gewinnen. Das ist einfach für nichts tauglich gewesen. Und dieses Vierermodell landet jetzt in den ersten Tests bei 38, was also zumindest schon mal so in Sichtweite der besten chinesischen Open-Wales-Modelle liegt. Und Tim, da kannst du jetzt nicht drüber lustig machen, für den deutschen öffentlichen Dienst könnte das ein potenzieller Game Changer sein, dass du auf einem, deutschen Data Center ein großes, gutes Open Worlds LM betreiben kannst, was nicht aus China kommt und nicht in seinen Trainingsdaten irgendwelche Modifikationen hat.
Tim Pritlove Das ist gar nicht lustig. Ich wundere mich nur. Ich meine, die erste Frage bei diesen Modellen ist immer, wofür sind die? Also sind die jetzt zum Coden oder sind die jetzt als Wissensbasis oder zur Entscheidungsfindung? Also was ist sozusagen der Zweck?
roddi Es klang nicht nach einem Coding-Modell.
Tim Pritlove Das sind jetzt beides erstmal generische.
Ralf Stockmann Große LLMs. Einfach klasse. Die können erstmal alles und jetzt wird es davon Ableitungen geben, die dann nochmal für Coding und ähnliches spezialisiert sind.
Tim Pritlove Alles ist ein dehnbarer Begriff. Also ich meine, es gibt Modelle, die sind mehr... Im Wissen unterwegs, weil halt einfach sehr viel, weil sie sich sozusagen sehr viel Informationen angeschaut haben und dann gibt es halt gar nicht alles auf Deutsch sozusagen. Also wenn du jetzt nur auf eine Sprache trainierst, dann mag das ja für die Sprache selbst ganz hilfreich sein, aber, und wenn du, sagen wir mal, spezifisch dich jetzt nur im deutschen Recht und so weiter, aber ich meine auch Deutschland liegt halt in Europa, deswegen ist es für mich schon mal so ein bisschen so, naja, wie auch immer, keine Ahnung, ich will das jetzt gar nicht beurteilen, weil ich das nur teilweise verstehe, ich wundere mich nur,
Tim Pritlove dass man sagt, ich beschränke jetzt die Sprache, weil ich nämlich auch gemerkt habe, dass diese Sprache mit LLMs ist sowas von ähm wie soll ich sagen, ähm also die Übergänge sind so fließend es ist nicht so, ich rede das oder ich rede das sondern ich rede ja eigentlich also mein Dialog in den letzten Wochen und ich bin dazu übergegangen auf Deutsch zu prompten, im Übrigen.
Tim Pritlove Aber eigentlich redet Claude gar nicht Deutsch mit mir, sondern man spricht Nerd. Er sagt gesized und und und und gebackupt und es ist also wirklich absolut nerdisches Denglisch, was diese LLM mit mir spricht.
Ralf Stockmann Okay, meine ich.
Tim Pritlove Und ja und ich auch so und wir verstehen uns gut.
Ralf Stockmann Okay.
Tim Pritlove Ja, also wir haben keine Probleme, keine Beziehungsprobleme. Überhaupt nichts läuft spitze bei uns. Es ist einfach mal mein Hör.
Ralf Stockmann Und Wenn es jetzt auch die Stimme von Scarlett Johansson hätte. Durften wir ja nicht. That's why we can't have good things.
Tim Pritlove Genau, das ist das Problem. Und, dieses, ich meine, das haben wir schon tausendmal erzählt, aber wenn wir nochmal kurz 75 Jahre zurückblättern, wie das alles angefangen hat. Da war ja sozusagen, als der Begriff künstliche Intelligenz geboren wurde, Dann ging es darum, herauszufinden, was ist eigentlich Intelligenz?
Tim Pritlove Was macht Intelligenz aus? Was macht uns Menschen aus? Das war die Frage, die sich die Linguisten gestellt haben, die gesagt haben, naja, wir sehen ja bei hochentwickelten Lebewesen, also uns, dass wir Sprache entwickeln. Und damals, glaube ich, war es auch noch nicht so allgemein anerkannt, dass jetzt Tiere Sprachen haben.
Tim Pritlove Ich denke, da sind wir mittlerweile ein bisschen weiter, so Delfinewale und so weiter. Man merkt schon, die Kommunikation ist jetzt komplex, aber es ist natürlich offensichtlich, dass jetzt Schrift und so weiter der Mensch da einfach in der Lage ist, einmal akquiriertes Wissen aufzuschreiben und sozusagen, ohne das jetzt oral weitergeben zu müssen oder durch direktes Training kommunizieren kann. Das ist natürlich ein Intelligenzsprung.
Tim Pritlove Also ihre Perspektive war, Sprache ist Ausdruck von Intelligenz, Sprich, wenn ein Computer in der Lage ist, Sprache zu sprechen und zu verstehen, dann ist der auch intelligent und dann ist die Intelligenz künstlich.
Ralf Stockmann Der Turing-Test war nicht umsonst so gebaut.
Tim Pritlove Genau. Und es ging dann in diese Richtung und dann war halt die erste Vermutung, okay, was kann das irgendwie sein? Was müssen wir denn jetzt tun mit diesem Computer, damit er Sprache verstehen kann oder was auch immer damit machen kann? Ja, das muss ja irgendwie logisch sein. Und deswegen hat man das alles auf mathematischen Prinzipien, auf Logik aufgebaut. Und dann kam Lisp dabei raus.
Tim Pritlove Und das ist sozusagen dann die Geburt der funktionalen Programmiersprachen gewesen. Während die Leute, die einfach nur rechnen wollten, die haben halt Fortran gemacht. Und deswegen haben wir eigentlich bis heute im Wesentlichen nur zwei Programmiersprachen. Also entweder Lisp oder Fortran. Und naja, mit zwei Ergänzungen.
Pavel Mayer Lambda-Kalkül oder Turing-Maschine.
roddi Runde oder geschweifte Klammer.
Tim Pritlove Ja genau, also ich würde sagen, es ist auch bis heute nicht sehr viel anderes passiert, also auch Rast und so weiter, das ist halt im Wesentlichen alles noch vortragen und, dann hast du halt den nächsten Schritt gehabt mit Erlang, also wo sozusagen die Programmiersprache, also wo Concurrency Teil, wo sozusagen die Sprache zum Betriebssystem wird, das ist für mich der dritte große Schritt.
Tim Pritlove Aber egal, darum geht es mir jetzt gar nicht, sondern mir geht es darum, dass die, Erkenntnis, dass das einfach dann auf neuronalen Netzwerken basiert, also dass das Hirn auf neuronalen Netzwerken basiert und man das dann eben emuliert hat, dass das ja dann letzten Endes zu diesem Durchbruch geführt hat, über den wir jetzt die ganze Zeit diskutieren.
Tim Pritlove Und was man dann ja gesehen hat, ist, der Durchbruch kam mit, großen Datenmengen und als man es dann geschafft hat, mit diesen Maschinen die Sprache zu verstehen, also wenn als GPT-2 in der Lage war, ganze Sätze zu sprechen, und man festgestellt hat, okay. Das fängt jetzt an zu funktionieren, auf einmal ist er in der Lage, Sprache und nicht nur in einer Sprache zu sprechen, sondern auch noch beliebig jederzeit in der Sprache wechseln zu können, Dass die Sprache selber vollkommen egal ist, dass man gemerkt hat, Sprache ist etwas, was über die Syntax selbst hinausgeht.
Tim Pritlove Du kannst in Finnisch und in Chinesisch und in Englisch, es ist immer Ausdruck derselben Intelligenz, die sich nur anders ausdrückt, aber letzten Endes dasselbe meint. Und weil man das dann eben erreicht hat durch, unglaublich viel, also durch das ganze Internet, wo auf einmal die Informationen rumlagen und das dann erst richtig gut wurde, war dann sozusagen dieser Effekt mit oh, ich kann das Ding jetzt aber nach Fakten fragen und es hat jetzt irgendwie, es fängt jetzt irgendwie an eine Meinung zu haben, wie Dinge sind.
Tim Pritlove Ralf, wenn du jetzt nicht gleich deine Mute-Taste drückst.
Ralf Stockmann Meine schöne neue Mute-Taste, Das ist wahnsinnig. Dammit.
Tim Pritlove Und das ist halt der... Das Ding, dass in der Sprache steckt das Wissen. Und das Wissen steckt in der Sprache. Sprache und Wissen ist eigentlich das Gleiche. Und deswegen zuckte ich jetzt gerade so zusammen, als du gesagt hast, wir trainieren nur auf Deutsch. Wo ich mir denke, naja, dann fehlt dir aber das Wissen.
Pavel Mayer Grundsätzlich finde ich auch, ein, multilingualer Agent klingt für mich einfach deutlich intelligenter Und der, ist in der Lage, mehr Konzepte, glaube ich, zu verarbeiten als einer, der ausschließlich auf Deutsch operiert.
roddi Und sie haben übrigens nicht nur auf Deutsch trainiert, sondern auf Deutsch und Englisch trainiert.
Tim Pritlove Ja, okay, gut.
Ralf Stockmann Aber sie haben sich beschränkt.
Tim Pritlove Sagen wir es mal so.
roddi Naja, sie haben sich fokussiert. Ich kann mir vorstellen, dass andere Modelle nicht so viele deutsche Daten haben wie dieses halt. Was sicherlich ganz sinnvoll sein kann.
Pavel Mayer Wobei Deutsch und Englisch ja eigentlich fast dasselbe sind. Also hinsichtlich jetzt der Sprachvielfalt ist das ja… Indogermanische Sprache. Ja, und es gibt ja andere Sprachen.
Tim Pritlove Die ganz andere Denkmodelle dahinter haben. Also die asiatischen Sprachen gehen einfach den Ausdruck ganz anders an und haben ganz andere Vorstellungen.
roddi Ich will das Modell ja jetzt auch nicht in den Himmel loben. Ich finde es nur interessant, dass überhaupt mal was aus Deutschland kommt.
Tim Pritlove Ja, das ist in der Tat ein Punkt. Und ich wünsche den Behörden ja auch alles Gutes, wenn das irgendwie funktioniert, weil niemand hat gute Software und Intelligenz so nötig wie deutsche Behörden.
Pavel Mayer Wobei, ja, tatsächlich jetzt, weil du sagtest, Sprache. Mittlerweile sind die Modelle tatsächlich sogar weiter. Ich hatte mich halt gefragt, ich habe halt früher eben auch viel 3D gemacht und. So mir immer gefragt, okay, Textverarbeitung ist eine Sache, aber jetzt Dreidimensionalität und dann wiederum Projektion.
Pavel Mayer Also einmal in den dreidimensionalen Raum dann Bewegung zu verstehen, aber dann wiederum Dinge auch, so in den dreidimensionalen Raum hinein zu produzieren, dass wenn man sie dann anschaut mit der Kamera, sie dann wiederum etwas Bestimmtes ergeben. Und dieses Hin und Her, da muss ich sagen, war ich super beeindruckt, was man tun kann.
Pavel Mayer Eine empfehlenswerte Technik oder eine, die mir sehr sympathisch ist, um jetzt zum Beispiel, grafische Inhalte zu produzieren oder Animationen zu produzieren, ist nicht jetzt hier AI, mach mal jetzt aus neuronalen Vektoren, irgendwelche Bilder, sondern schreibe mir einen Code, eine Software, die, mir diesen visuellen Output dann erzeugt.
roddi Ja, wie gesagt, Open-S-Cut. Das ist genau das Tool. Da schreibt dir die AI dann ein C-Programm und das C-Programm macht innerhalb dieses S-Cut halt dann ein Modell. Ich habe das auch schon erfolgreich durchgezogen mit Claude und habe ihm irgendwie ein Bild vorgeworfen und gesagt, nimm dem und den, Open sonst was Font und dann hat er das gemacht und innerhalb von einer Viertelstunde hatte ich das, was ich haben wollte und habe es ausgedruckt.
roddi Also das fand ich schon ganz spannend.
Pavel Mayer Und ein extrem beeindruckendes Ding ist auch, da hat jemand mal ausprobiert, quasi als Benchmark für verschiedene LLMs, so neun Szenen aus Moby Dick, ich weiß nicht, ob ihr das zufällig gesehen habt.
Tim Pritlove Was meinst du damit?
Pavel Mayer Naja, die Aufgabe war, dass die LLM eine Software schreiben soll, die dann in WebGL mit winzigen Punkten, neun verschiedene Szenen aus dem Buch Moby Dick illustrieren soll. Und zwar so als isometrische animierte Ansicht. So eine Kneipenszene, wo dann Leute rumlaufen und an der Bar stehen. Und ja, unglaublich.
Pavel Mayer Und das ist quasi auch alles in Software. Und letztlich in JavaScript dann direkt wird das dann rausgerendert. Oder als zweiten Test hat er gesagt, mach mir doch mal hier so eine Halle mit irgendwie Tony Hawk. Skateboard Simulation und ja, auch extrem gut. Ich meine, ich habe mal auch. Vor über 20 Jahren mal so eine Skateboard-3D-Echtzeitsimulation geschrieben.
Pavel Mayer Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, die war allerdings nicht nur Skateboard, sondern sagen, hier wurde ich dann mit der Harpune dann an anderen, Autos dran und dann von Autos auf dem Skateboard ziehen lassen konntest. Und ja, das kann man jetzt im Prinzip one-shotten mit allem. Aber was mich am meisten beeindruckt hat, war, wie er in der Lage ist, die ganzen 3D-Assets zu generieren, auch programmatisch und in beliebigen Programmiersprachen.
Pavel Mayer Und ja, da ist mir nicht wirklich klar, wie die das trainiert haben oder wie das Modell in der Lage ist, das zu verstehen oder zu erarbeiten. Das muss ich mir mal ein bisschen genauer angucken, weil das hat mich am meisten umgehauen. ähm.
Ralf Stockmann Kannst du diese Moby Dick-Geschichte mal rausrecherchieren? Das würde mich ja total interessieren.
Pavel Mayer Ja, ich suche, ich habe das hier irgendwo.
Tim Pritlove Ja, hast du da noch Nachfragen, sonst würde ich mal ein bisschen Luft holen?
Ralf Stockmann Nee, mach mal. Also sowohl von jetzt die beiden europäischen Modelle, die wir gerade hatten, Mistral 4 und auch Colibri, gibt es halt jetzt noch nicht so viele Praxiswerte. So muss halt erstmal genug Hardware haben, um das überhaupt irgendwie betreiben zu können. Das ist halt schon so Rechenzentrums, LLMs.
Ralf Stockmann Aber mal gucken. Nee, mach mal.
roddi Da kannst du einige Mittelklassewagen bei Nvidia versenken für das Colibri.
Tim Pritlove So, ich wollte mal ein Update geben, was ich so getrieben habe in den letzten Wochen. Und es war wild. Wild, wild, wild, wild, wild.
roddi Wild, wild, wild.
Tim Pritlove Bevor ich erzähle, was ich alles so getan habe, nochmal ein kurzer Shoutout an die tollste Konferenz, auf der ich je war. Da war ich nämlich irgendwie in Schweden. Ich hatte letztes Jahr schon mal davon, berichtet, dass ich auf der ersten Gurtmeier-Konferenz war. Jetzt war ich auf der zweiten und sie war noch besser als die erste.
Tim Pritlove Und ja, ich habe sogar ein T-Shirt davon. Selten, dass ich mal von einer Konferenz irgendwie ein T-Shirt trage, weil die meisten sind potthässlich.
roddi Allerdings.
Tim Pritlove Das ist wirklich immer ganz furchtbar. Und das war hervorragend, diese Elixir-Community-Konferenz. Das war einfach ein Gedicht und die war so gut, dass es unmöglich ist, euch zu erklären, wie gut die war. Und deswegen werde ich das jetzt hier auch nicht tun. Sondern ich will berichten von dem, was ich sonst so gemacht habe seit der letzten Sendung. Du erinnerst dich ja, ich hatte ja hier Stagehand vorgestellt, was immer noch nicht released ist. Das hat Gründe.
Tim Pritlove Der Hauptgrund ist, dass ich es noch nicht in der Form habe, wie ich es gerne releasen möchte, sondern es schleift sich gerade noch in der Praxis ein. Also sie beiden ja gerade ihre Hände da drin. Ich habe dir jetzt endlich das Tool gebaut, hoffentlich, was du schon immer haben wolltest.
Ralf Stockmann Was ich natürlich die ganze Sendung schon vergesse zu bedienen.
Tim Pritlove Ja, das ist natürlich jetzt wirklich sträflich, weil jetzt habe ich hier so einen finanziellen, logistischen Aufwand getrieben, um dir das dann endlich irgendwie bereitzustellen. Vielleicht magst du ja mal kurz berichten.
Ralf Stockmann Da muss ich mich erstmal unmuten mit dem schönen Gerät. Ich sehe vor mir ein Stream Deck mit sechs Buttons. Das ist das Stream Deck Mini. Es hält an einem Kabel, ich vermute mal ein USB-C-Kabel ist das wahrscheinlich. nicht. So und es hat insgesamt sechs Buttons, drei oben, drei unten und von den Features her sieht man rechts die Zahlen 1, 2, 3, 4 jeweils auf einem Button.
Ralf Stockmann Da wird angezeigt, wer gerade die Hand hebt im Studio. Das heißt ähnlich wie man das jetzt bei aktuellen Konferenzsystemen hat, kann man die Hand heben und dann sehen die anderen, aha, gerade hat die 1 also was zu sagen.
roddi Die 4 redet gerade, hat die Hand nach oben.
Ralf Stockmann Ne, die vier bin ich selber, darum ist mein Kreis auch ausgefüllt und bei den anderen sieht man das dann und links oben ist halt ein Hand Button, der dann also eben logischerweise die eigene Hand, hebt, wo ich sagen würde, den könnte man eigentlich noch einsparen, weil du könntest ja auch auf deine Zahl selber drücken, dann hättest du noch wieder einen Button für anderen Krams.
Tim Pritlove Ich habe das 20 Minuten vor der Sendung dann endlich alles fertig bekommen, das ist jetzt beileibe noch nicht durchgespielt, ich bin schon froh, dass es funktioniert, ein Feature war wirklich, also ich, Stagehand kann halt Dinge.
Ralf Stockmann Und unten links ist noch Mute, womit ich mich meine Reusper-Taste, die ich die ganze Zeit hier schon ignoriere.
Tim Pritlove Ja.
Ralf Stockmann So und du hast schon selber gesagt, eigentlich müsste es noch irgendwie blinken oder so, nur damit es noch ein bisschen offensichtlicher ist, wenn man irgendwie reingrätschen will. Aber grundsätzlich macht das erstmal einen schicken Eindruck.
Tim Pritlove Genau, also ich komme damit weiter. Ich merke allerdings auch bei dem Einrichten dieser ganzen Sachen, dass das noch nicht einfach genug ist. Also ich habe ja erstmal die ganze Basisfunktionalität gelegt und bin in der Lage, mit Geräten zu sprechen. Ich habe auch einen neuen Gerätetyp hinzugefügt vor ein paar Tagen.
Tim Pritlove Also bisher kann das Ding ja mit diesem Rodekaster irgendwie komplett auslesen und den ganzen State machen. Und wenn du da auf deine Mute-Taste auf dem Stream Deck drückst, dann ist das wirklich eins zu eins unmittelbar mit dem State von dem Rodecaster gekoppelt. Also es ist nicht so, dass der denkt, es ist gemutet und wenn das Signal den Rodecaster nicht erreicht, dann gibt es da eine Differenz, sondern weil der Rodecaster selber sagt, ich bin jetzt gemutet, ist dein Button anders.
Tim Pritlove Und von daher ist das, sagen wir mal, schon so auf dem Weg. Derzeit muss ich aber noch viel zu viele Aktionen von Hand anlegen, um dieses ganze Spiel zu machen. Ich will da also noch so ein Overlay drüber machen und ich will auch noch am UI ein bisschen arbeiten. Ich habe am UI schon gearbeitet. Egal, also das sind alles so Details.
Tim Pritlove Stagehand werde ich also demnächst mal eine Beta öffentlich machen. Wie gesagt, wer Lust hat, damit schon mal so direkt zu spielen und einen Rodecaster hat oder MIDI, Siri-Remotes. Blink-1-LEDs oder Streamdecks hat und in irgendeiner Form Lust hat, da auf dem Mac eine Automatisierung zu machen, schreibt mich einfach an.
Tim Pritlove Ich freue mich da sehr über Feedback. Ich will es aber sozusagen noch nicht so richtig rausreleasen, bevor es nicht wirklich so einen gewissen Schliff hat. Ein paar Boxen muss ich auch noch finden und so weiter. Wie das eben so ist. Man ist ja da hinterher. Aber ich habe einen neuen Gerätetyp hinzugefügt, über den ich ganz stolz bin.
Tim Pritlove Ich habe nämlich noch so einen Flirrk. Gerät herumliegen gehabt und das wollte ich schon immer mal zum Einsatz bringen.
roddi Was ist denn ein Flirrk-Gerät?
Tim Pritlove Ein Flirrk ist einfach ein Infrarot-Sender und Empfänger auf so einem USB. Sieht eigentlich aus wie ein USB-Stick, so ein ganz kleines Teil. Siehst du da oben irgendwie, der oberste, der da drin steckt, ist einfach nur so ein kleines USB- Mini-Dings. Und jetzt kann ich halt auch endlich hier auf die Tasse drücken auf meinem Stream-Deck und, Über Infrarot geht hier der Rollladen vom Büro runter und kann auch den Beamer einschalten und umschalten und irgendwie die Kanäle vom Beamer umschalten, ohne die Fernbedienung in der Hand nehmen zu müssen und kann das jetzt hier alles über das Stream Deck machen.
Tim Pritlove Also ich bin jetzt auch in der Lage, Infrarot mit reinzubringen und ich habe noch ein paar andere Ideen, was man alles so automatisieren kann.
Ralf Stockmann Mach von dem Pinüppel da auch mal ein Bild.
Tim Pritlove Kannst du gerne machen. Also Flirr ist ein bisschen teuer, aber funktioniert. Wie diese Blink-1-Dinger eigentlich auch zu teuer sind, aber es ist halt, wie das immer so ist mit so Produkten, die jetzt nicht so viele Leute kaufen. Aber es funktioniert zumindest soweit und vor allem, ich habe halt die komplette Fernbedienungsdatenbank dann auch gleich mit drin. Das heißt, hier für meinen Beamer konnte ich einfach direkt Epson Beamer auswählen und sofort hast du die ganze Belegung, die du da nehmen kannst.
Tim Pritlove Das schon mal ja, Ganz zufriedenstellend. Was denn das hier? Ich will den Link hier reintun. Das wird auch bald besser, Leute. Das wird sowas von besser. Und es ist immer sehr schwierig, diese Geräte wirklich integriert mit allem anderen zusammenspielen zu lassen. Und das ist irgendwie das, was Stagehand dann alles können soll.
Tim Pritlove Ja, und ich habe auch noch ein paar andere kleine Experimente gemacht. Hier zur Studio-Automatisierung, das mal nur so nebenbei. Das ist eher noch so experimentell, aber ich habe ja auch mal irgendwann mal hier von diesem tollen HDMI-Matrix-Teil berichtet. Du erinnerst dich? Das ist hier das Teil, was hier so 8x8 Matrix-Schaltung macht.
Tim Pritlove Und wie das immer so ist mit diesen Dingen, die funktionieren irgendwie total, scheiße und es gibt keine ordentlichen User-Interfaces, Also habe ich mir ein User-Interface dafür zusammenprogrammiert. Da werde ich jetzt gleich mal einen Screenshot machen. Das ist, sagen wir mal, mehr ein Experiment in UI, als dass es mir jetzt hier so sehr ums Gerät geht.
roddi Das erinnert mich an so eine Tunnel, so eine U-Bahn-Visualisierung, die hier neulich jemand hatte.
Ralf Stockmann Ja, ja, Ralf. I like, I like.
Tim Pritlove Aber so dieses, was geht eigentlich wo rein und was ist mit was verbunden, das hat mich irgendwie total beschäftigt. Also habe ich hier so ein User-Interface, nicht nur ein Konzept gemacht, sondern es ist einfach konkret auch umgesetzt. Das heißt, ich habe jetzt hier so eine 2D-Matrix. Oben von links nach rechts sind die Eingänge. Rechts von oben nach unten sind die Ausgänge, damit man auch diesen Left-to-Right-Flow hat.
Tim Pritlove Das finde ich bei vielen Matrixen, auch in Multraschallen und so weiter, völlig verwirrend, wohin da wie was fließt. Und Linien und Pfeile und Highlights und so weiter, die machen das. Das ist jetzt noch eine Elixier-Anwendung im Web. Ich werde das wahrscheinlich auch auf dem Mac dann nochmal neu machen und irgendwie hier mit meinem ganzen restlichen Kram verbinden.
Tim Pritlove Mein Traum ist halt von Anfang an immer gewesen, so ein Stream Deck zu nehmen und damit diese Matrix abbilden zu können. Also, dass ich hier sozusagen einen Button habe, der sagt, mach mal das Apple TV auf dem Beamer, mach mal den Mac Bildschirm irgendwie da und der Laptop, der am Tisch angeschlossen ist, der soll hier irgendwie auf den kleinen Bildschirm und sowas.
Tim Pritlove Also das ist auf jeden Fall so ein kleines Ding. Lustigerweise, diese Software heißt Switchcraft. Was ich einen außergewöhnlich sexy Namen finde und finde es jetzt lustig, dass die anderen jetzt auch alle mit Craft angefangen haben. Ich habe es zuerst gemacht. Und Switchcraft finde ich besser.
roddi So, so, craften sie an den Messen.
Tim Pritlove Ja, jetzt kommt auch schon Stagecraft sozusagen als Vorschlag. Also ich bleibe bei Stagehand, was das betrifft.
Ralf Stockmann Ich habe jetzt mal Du kannst es ja Switchhand nennen.
roddi Dann hast du deinen eigenen.
Ralf Stockmann Tim, wir sitzen jetzt hier ja doch auch schon mittlerweile ein paar Jährchen hier in der Meta-Ebene. Diese UX-Designs, die du hier machst, also im Chat seht ihr das, muss man gucken, wie man das irgendwie den Leuten, die es nachhören, also das ist schon, wie war immer diese Apple-Kategorie so zum dran lecken, ja.
Ralf Stockmann Wo holst du das her? Weil so eine Visualisierung habe ich jetzt so in der Art auch einfach echt noch nicht gesehen. Ist das etwas, was du der LLM reingepromptet hast? Hast du das irgendwo vorgemalt? Weil ich finde es schwierig mit einem LLM ein so ungewöhnliches neues Design rauszukitzeln. Ich kriege immer Standard-Template-Designs gut raus und das reicht auch häufig für den Kram, den ich mache.
Ralf Stockmann Aber das hier, wie ist deine Herangehensweise, dass du, auf so einem Design landest hinterher?
Tim Pritlove Also ich kann dir jetzt nicht mehr so ganz genau sagen, wie der Flow war, aber im Kern war mir schon klar, dass das so in etwa aussehen muss. Vor allem dieses Ganze, da muss Gravitation im Spiel sein. Deswegen war für mich klar, der Input, also wo kommt das HDMI-Signal her, muss oben sein, damit es herunterfällt.
Tim Pritlove Und da ich ja in einem Links-Rechts-Schreibwelt lebe, ist es für mich dann wiederum klar.
Ralf Stockmann Ich meine jetzt nicht, wie die Logik dieses Diagramms funktioniert.
Tim Pritlove Ja, aber ich habe mit der Logik angefangen, weil das ist ja, sagen wir mal, erstmal die Basis von allem, dass ich überhaupt erstmal weiß, was ist wo. Und in diesem UI hier, also ist ja mal schwierig, also was passiert. Also ich kann hier über die Inputs gehen, die Highlighten dann, wenn ich da so über diese Liste rübergehe, die sind so 45 Grad angeschrägt, damit man das gut lesen kann.
Ralf Stockmann Auch in den Kreisen. Das würden 95% der Coder nie machen. Das sieht sehr geil aus. Muss ich wirklich mal sagen. Das seht ihr jetzt nicht, wie das sich interaktiv verhält, wenn man da halt überall rüber havert, was dort überall an Feedback kommt.
Tim Pritlove Ich werde da mal noch ein Video dazu packen.
Ralf Stockmann Also da, wenn wir irgendwann mal Zeit haben, würde mich wirklich interessieren, wie da dein Prompt-Ablauf war, um so einen UX hinzukriegen. Weil da, wenn du mir jetzt sagen würdest, so soll es aussehen, prompte das jetzt mal. Weil da würde ich jetzt mittelmäßig dran verzweifeln.
Tim Pritlove Ja, das waren schon ein paar Iterationsstufen, aber ich habe auch nicht zu viel Zeit damit verbracht, das Highlighting, also am Ende war es wirklich ein Refinement, ja, ich wollte halt die Verbindungen, die existieren, die sollen da sein, während ich rüberhovere, die Verbindung, die entstehen kann, also wenn ich hier mit dem Pfeil über die Matrix gehe, dann sehe ich ja so dünne Linien mit, hier könnte jetzt deine Linie sein, also ich kann schon ahnen, hier fehlt auch noch, ein Hover, fehlt hier tatsächlich noch und so weiter, also da geht es noch ein bisschen besser, aber ich bin schon relativ zufrieden, aber das war für mich jetzt eigentlich eher so eine Fingerübung.
Tim Pritlove Ich hatte vorher schon mal das eigentliche Protokoll mit dem Teil gesprochen, das ist so eine blöde Telnet-Textverbindung, also das ist wirklich so schäbig, das ist überhaupt, funktioniert das ein Wunder, also du willst sowas eigentlich nie implementieren müssen, aber den Schmerz hatte ich schon durch und dann ging es eigentlich nur noch darum, das richtige User-Interface dafür zu finden, weil das ist einfach ein schwieriges Problem, dieses, wie sage ich einer Matrix von wo nach wo?
Tim Pritlove Und alle haben da unterschiedliche Antworten. Hier zum Beispiel an diesem Gerät selber muss ich erst den Output anklicken und dann den Input. So denkt man einfach nicht. Dann haben sie, die Input haben sie aber oben und den Output haben sie unten. Also ich muss immer unten drücken und dann oben drücken. Also auch das ist schon mal falsch rum. Und um es noch richtig kaputt zu machen, haben sie es im Display andersrum.
Tim Pritlove Also es ist wirklich, diese Ingenieurs denken einfach nicht nach und das ist einfach so. Egal. Also auf jeden Fall Switchcraft, Stagehand, Automatisierung hier im Studio, das war jetzt meine Motivation. Und ich bin ein bisschen in Wallung gekommen. Also es war dann einfach für mich so viele Aha-Momente in den letzten Wochen und ich habe eine Ankündigung zu machen. Meta-Ebene.
Tim Pritlove Es gibt ja zwei Meta-Ebenen. Ich weiß nicht, ob ihr das wisst. Es gibt Meta-Ebene Personal Media. Das ist das, was jetzt hier gerade diesen Podcast produziert. Ja, intern heißt das bei mir MPM und dann gibt es noch Meta-Ebene-Events wenn ich so Subscribe-Konferenzen mache oder Live-Podcasts und so weiter das läuft bei mir dann unter MEV, Und ab heute gibt es noch ein drittes Standbein der Meta-Ebene, nämlich MA.
Tim Pritlove Meta-Ebene Applications. Und das wird jetzt, sagen wir mal, ein Teil meiner Aktivität. Also wenn ihr für die Meta-Ebene spendet, dann habt ihr schon immer MPM und MEV in gewisser Hinsicht auch supported und jetzt wird es noch einen dritten Output geben, nämlich es wird Applications geben.
Ralf Stockmann Du startest mit Photoshop.
Tim Pritlove Fast, Ich bin gestartet mit schon einigen Sachen so und Stagehand war so das erste Mal das Gefühl hatte, okay, alles klar, ich habe jetzt ein Medium, wo ich meine Fähigkeiten einbringen kann. Weil wir haben ja das auch schon diskutiert, das haben wir in anderen Sendungen schon diskutiert und auch die Debatte vorhin hat ja irgendwie herausgebracht, es ist jetzt nicht mehr der Skill von, ich kenne eine Programmiersprache in- und auswendig und kann die Syntax irgendwie im Schlaf reintippen und ich kenne irgendwie auch noch die Tools drumherum.
Tim Pritlove Das ist jetzt nicht mehr der Skill, der wichtig ist. Der kann auch noch wichtig sein, aber man kann jetzt auch mit einem anderen Skill was machen. Nämlich mit dem Skill.
Pavel Mayer Ja, plus die 22.000 API-Calls und 60 Libraries.
Tim Pritlove Und Dateiformate und Frameworks und Betriebssysteme und was man alles wissen muss. Und das hilft ja auch alles, wenn man das weiß. Aber man hat halt auch irgendwie eine andere Chance. Und diese ganze Wissen oder die Zeit, die man rein investieren muss, um dieses ganze Wissen zu erwerben und zu behalten und fein zu schleifen, bringt einen ja auch oft nicht so weit, dass man auch wirklich dann Software macht, die for the people ist.
Tim Pritlove Und das hat mich halt immer schon genervt, ihr wisst es. Ich beschwere mich hier seit 20, 30 Jahren und natürlich lautet dann immer die Antwort, ja, dann mach es ja doch selbst hin, wenn du das so gut kannst. Genau, wenn du alles besser weißt, mach doch einfach. So wirst du sehen, wo du hinkommst.
Ralf Stockmann Der Chat läuft übrigens gerade amok, was wir jetzt alles bauen. Als nächstes sind natürlich Meta-Schall dran.
Tim Pritlove We're getting there, ich habe jetzt einiges zu erzählen.
Ralf Stockmann Meta-Kell.
Tim Pritlove Ich habe einiges zu erzählen. Also. Stage-Chain wird also bald kommen und das ist sozusagen jetzt erstmal so meine Fingerübung gewesen. Und jetzt habe ich irgendwie noch... Fünf weitere Programme, die ich heute im Laufe dieser Sendung vorstellen werde.
Ralf Stockmann Ein revolutionäres Internet-Device.
Tim Pritlove Es sind nur fünf.
Ralf Stockmann Es sind nur fünf.
Tim Pritlove Ja. Und diese fünf sind nicht alle ein Ding.
Ralf Stockmann Okay, na gut.
Tim Pritlove Also das kann ich vorwegnehmen. Sorry Steve. Also ich habe dann irgendwie ein Gerät nach dem anderen in den Stage-Land eingebaut und dann habe ich dann halt irgendwann auch so meine geliebte Space Mouse genommen und habe gesagt, die baue ich jetzt auch einfach rein. Die hat zwar nur zwei scheiß Buttons, aber egal. Ich baue es jetzt einfach mal ein.
Tim Pritlove Habe ich eingebaut und ja, dachte mir so, das geht ja ganz einfach. Dann musste ich noch so ein bisschen rauskriegen, wie das so ist mit diesem Standardtreiber und wie sich das so verhält und ab hier und so weiter. Habe ich irgendwie alles hinbekommen, dass das Ding nicht nur das Teil nativ steuern kann, sondern wenn diese andere Treiber noch läuft, dann benutze ich halt dessen API und so weiter und das konnte man irgendwie alles erkennen.
Tim Pritlove Das war ja alles ganz nice. So, okay. Ich konnte bloß in Stagehand mit diesem Teil nichts anfangen. Ich will doch die scheiß Space Mouse eigentlich immer überall in allem haben. Und wo wollte ich sie vor allem schon immer haben?
Ralf Stockmann In Ultraschall.
Tim Pritlove In Ultraschall wollte ich schon immer haben. Dann dachte ich mir so, okay, dann gucken wir doch mal. Und dann habe ich irgendwie losgedacht.
Ralf Stockmann Ich habe es dir nach der letzten Sendung gesagt, Junge, koppelt das an Reaper, das geht mit.
Tim Pritlove Sicherheit ja und dann habe ich irgendwie geforscht und dann, ich hatte ja auch früher schon mal geforscht und mir wurde dann von den anderen API-Kennern immer gesagt das geht alles nicht und dann habe ich mal Claude gefragt und Claude hat gesagt, seit Reaper 4. Weiß ich nicht mehr genau 6 oder irgendwie sowas wir sind jetzt bei 4.8 oder sowas, äh, gibt's da einen Call, der könnte dir weiterhelfen. Ich so, aha, okay, interessant.
Tim Pritlove Und, ähm, es gibt da nämlich einen API-Call, mit dem man Reaper sagen kann, was er gerade anzeigen soll. Und dann hab ich ein bisschen rumgefummelt und dann hab ich einen Server geschrieben, in Reaper, der sozusagen in Reaper selber läuft. Und der quasi, wenn er startet, einen Server aufmacht, einen Websocket-Server mit einem Protokoll und dann kann ich mich mit dem verbinden und dann kann ich dem irgendwie sagen, was Phase ist.
roddi Also wenn die Sendung jetzt gleich hier endet.
Ralf Stockmann Genau, also Tim hat jetzt gerade hier.
Tim Pritlove Entschuldigung, vergiss das nochmal kurz mit dem Server, das ist nochmal ein anderer Aspekt, das kommt erst in der nächsten Sendung. Also ich habe ein Plugin geschrieben, was sich sozusagen in Reaper reinklingt und dann in der Lage ist, mit Reaper zu reden.
Ralf Stockmann Und der hat jetzt wirklich unser Produktions-Reaper-Aufnahmefenster jetzt hier auf den Beamer gezogen und alles passiert jetzt live am offenen Herzen eines laufenden Recording. Kinder, probiert das nie zu Hause.
Pavel Mayer Und in der rechten Hand die 3D Space Mouse. Oder eigentlich 6 Degree of Freedom Space Mouse oder 9 Degree.
Tim Pritlove Und jetzt habe ich hier die Space Mouse und jetzt drücke ich diese Space Mouse nach rechts.
Ralf Stockmann Und schau mal, wie butterweich es scrollt.
Tim Pritlove Und jetzt drücke ich sie nach links. Und es scrollt nach links.
Ralf Stockmann Ja, und jetzt kannst du reinzoomen.
Tim Pritlove Und jetzt kann ich natürlich reinzoomen. Und ich kann aber auch reinzoomen und gleichzeitig reinscrollen.
Ralf Stockmann Da flickert es ein bisschen, aber es liegt daran, dass du diesen Höhlkurven-Modus hast.
Tim Pritlove Das ist der Pima, ja genau.
Ralf Stockmann Auf dem Retina-Display würde das wahrscheinlich überhaupt nicht. Ja, guck mal, wie butterweich das alles ist. So wollen wir das doch haben.
Tim Pritlove Ist das geil oder ist das geil?
Ralf Stockmann Ja, das ist schön. Komm, lass mich mal dran. Dann gib mal die Maus rüber.
Tim Pritlove Das ist ein...
Ralf Stockmann Ich habe immer gesagt, das geht.
Tim Pritlove Das nimmt gerade unsere Sendung auf. Du kannst da nachher mit rumspielen.
Ralf Stockmann Okay, na gut.
roddi Ja, lovely Rita Reaper, mate.
Tim Pritlove Das heißt, ich habe aus einer Space-Maus...
Ralf Stockmann Das sind jetzt übrigens bei Reaper-Version 7.5.7, by the way.
Tim Pritlove Ach, 7, dann habe ich mich mit der Nummer verteilt. Aber auf jeden Fall, dein Ultraschall läuft noch mit der 6. Aber seit 7. irgendwas, wie auch immer. Auf jeden Fall gibt es das jetzt und ich habe das jetzt benutzt und es geht einfach so und es geht richtig gut. Und das ist ja im Prinzip, ich habe dir aus der Space-Maus einen Jog-Shuttle gemacht.
Tim Pritlove Also heißt das Plug-in Space-Shuttle.
roddi Die Sterbe.
Ralf Stockmann Natürlich.
Pavel Mayer Wie lange hast du... Wie lange hast du...
Tim Pritlove Ich habe nicht lange drüber nachdenken müssen. Das war sehr offensichtlich.
Pavel Mayer Weißt du ungefähr, wie lange du dafür gebraucht hast.
Tim Pritlove Das Space-Shuttle zu implementieren? Ja, Tag. Und ich war on fire. Ich war in dem Moment auch, ich war schon kurz davor in so einen transzendentalen Modus zu kommen. Ich habe wirklich von morgens bis abends und zwar während ich auf dieser Konferenz war, die ganze Zeit, eine Idee nach der anderen verfolgt und wollte das alles irgendwie ausprobieren und habe einfach jetzt irgendwie, ich dachte mir so Space Mouse, Space Mouse überall.
Tim Pritlove Und das hat irgendwie funktioniert, aber das Thema war dann auch abgeschlossen. Was ich dir jetzt nicht zeigen kann ist, weil er jetzt gerade aufnimmt, aber wenn er nicht aufnimmt, dann kann ich mit der Rotation auch noch den Playhead verschieben und das heißt, ich kann sozusagen auch damit und ich habe auf den Tasten, habe ich Play, Pause, ich kann den Follow-Modus ein- und ausschalten.
Tim Pritlove Also so beim Editieren kann ich mit einer Hand sozusagen alles, was ich während des Editing normalerweise immer mache, auch damit machen. Ob das jetzt wirklich meinen Editing-Workflow revolutionieren wird, I don't know.
Ralf Stockmann Aber man hat es mal probiert.
Tim Pritlove Aber ich habe das zumindest eingebaut, es funktioniert. Ich werde Space Shuttle auch demnächst droppen, dann könnt ihr euch das installieren, wenn ihr dann euch irgendwie alle eine Space Mouse gekauft habt. Ihr werdet jetzt wahrscheinlich sagen.
Ralf Stockmann Gibt es sie noch zu kaufen?
Tim Pritlove Ja, klar gibt es sie zu kaufen. Die ist super populär, aber ist halt auch teuer geworden. Also die normale USB kriegt man so für 140, 150. Die Bluetooth-Variante, die ich tatsächlich empfehlen würde, weil man sie auch über Kabel anschließen kann, aber eben auch Bluetooth und die auch ein bisschen, die nicht mehr so rund ist, sondern ein bisschen viereckiger, was sinnvoll ist, weil du dann besser fühlen kannst, wo vorne und hinten ist. Die kostet glaube ich so 170.
Tim Pritlove Aber naja. Das ist natürlich jetzt für viele Leute noch nicht unbedingt jetzt eine Anwendung, wo sie sagen würden, ich kaufe mir jetzt eine Space-Maus. Das kann ich auch verstehen.
Ralf Stockmann Kurze Fußnote dazu. Ich hatte den ganzen Kram mal implementiert für DJ-Pulte, weil du da ja auch Jog-Shuttles hast, mit denen du gut scrollen kannst und Fader hast, mit denen du dann rein-raus-zoomen kannst und sowas. Und da war ich auch schon sehr weit gekommen, aber hatte dann nie den Nerv, das da mal wirklich noch zu Ende zu bauen. Das war wirklich vor der LLM-Zeit und alles Hand geklöppelt.
Ralf Stockmann Aber von daher no surprise, dass das geht. Und super, das sah sehr schön aus. Weil es entscheidet sich immer daran, wie flüssig ist das Ganze dann. Ob die Fluptizität auch stimmt. Und das sah gerade tadellos aus, von daher Daumen hoch.
Tim Pritlove Ja, also da ist die Fluptizität vor allem natürlich ein Produkt von Reaper. Letzten Endes mache ich ja nichts anderes, als ihm immer zu sagen, was zeigst du gerade an? In der Timeline.
Ralf Stockmann Okay, also den Wert fragst du dann quasi einfach.
Tim Pritlove Den modifiziere ich dann und er skaliert das irgendwie selber. Also das ist genau das richtige API, was ich gebraucht habe. Und das gibt es halt irgendwie seit ein paar Versionen, ich weiß nicht, vielleicht seit einem halben Jahr oder so, keine Ahnung. Die Dinge kommen dann einfach zusammen. Und ja, und dann hatte ich irgendwie Space Shuttle gebaut.
Tim Pritlove Du kannst dann in dem Ding selber, hast du natürlich auch noch, das kann ich dir auch gleich noch zeigen, da habe ich auch noch mal einen Screenshot, weil das könnte man ja jetzt eben wirklich nicht in den Chat visualisieren. Aber es gibt dann natürlich, eine Action, die dann auch gleich mit drin ist mit dem Plugin und dann habe ich hier auch noch so ein User-Interface so richtig schön, Macintosh-mäßig, wo ich noch den Speed einstellen kann und wo die Kontrolls dann auch noch konfigurierbar sind. Das ist hier noch nicht konfigurierbar.
Tim Pritlove Und noch so ein paar Log-Messages und so weiter. Also das ist sozusagen auch noch mit dabei. Aber auch das fällt eigentlich eher so unter Fingerübungen und ich wusste irgendwie, okay, ich werde jetzt so langsam, ich habe diese Space Mouse unter Kontrolle. Das ist irgendwie überhaupt gar kein Problem, das Ding zu machen und vor allem habe ich die Koexistenz mit dem Standardtreiber auch hinbekommen.
Tim Pritlove Das war relativ wichtig, weil noch Google Earth und so weiter parallel vielleicht auch andere Apps und ich wollte, dass es halt einfach so geht und man nicht hier sagen muss, du musst erstmal alles deinstallieren, bevor du das machen kannst und so weiter. Das war dann sozusagen das Ding.
Ralf Stockmann So und als nächstes hast du Google Earth nachgebaut.
Tim Pritlove Nein, als nächstes habe ich, die Space-Maus, wollte ich dann anderen Programmen zugänglich machen. Und weil das hat mich dann auch immer genervt, dass man mit der Space-Maus nicht überall scrollen kann. Was die nämlich machen, so standardmäßig ist einfach, dass die wie eine Maus fällt, das ist natürlich vollkommen bekloppt, das macht überhaupt gar keinen Sinn.
Tim Pritlove Und dann habe ich noch ein kleines Tool gebaut, was du dir einfach oben in den Menubar reinwerfen kannst. Und dann kannst du für jede Applikation sagen, dass du hier die Space Mouse benutzen möchtest. Und der merkt auch, wenn die App das selber benutzt und so weiter, du musst es immer explizit einschalten und dann kannst du mit der Space-Maus, im Safari rumscrollen und kannst einfach so auf der Space-Maus mit, dem Finger draufdrücken und so ganz butterweich langsam scrollen in jede Richtung und so weiter.
Tim Pritlove Das zeige ich euch jetzt aus bestimmten Gründen nicht, weil ich hier nicht in Konflikt mit Treiber und so weiter kommen möchte. Und dieses Teil, was also sozusagen Scrolling überall mit der Space-Maus auf dem Mac in allen Programmen erlaubt, hat natürlich auch einen schönen Namen, und da dachte ich mir, da bin ich ja schon im Theme und dann gibt es halt zum Space-Shuttle den Space-Glider.
Tim Pritlove Der machte, dass du überall mit der Space-Maus überall durchgleiten kannst. So, Space-Glider. Demnächst bei Meta-Ebene-Applications kostenlos für alle. Ach ja, genau, ich verkaufe übrigens die ganze Software nicht, habe ich beschlossen.
Ralf Stockmann Und machst du Open Source auch irgendwo auf einem Git drauf?
Tim Pritlove Das weiß ich noch nicht so ganz genau, aber ich sage mal, ist alles kostenlos. Das ist sozusagen, ich will das nicht verkaufen, das ist alles irgendwie, das passe ich nicht zu mir. Ich erweitere einfach mein Spendenmodell. wenn man mich unterstützt, dann gibt es auch Software. Und ich baue das so, wie ich das will.
Tim Pritlove Das heißt, es kommt auf jedes fucking Detail an. Und wenn da irgendein Pixel nicht stimmt, dann ist was falsch. Ja? So. Naja. Space Shuttle, Space Glider. Fehlen noch drei.
Ralf Stockmann Fehlen noch drei.
Tim Pritlove Fehlen noch drei, genau. Die drei Programme wiederum gehören aber zusammen. Das ist nämlich eine Suite. Wir hatten ja schon heute Suite besprochen. Suiten sind ganz wichtig und liegen voll im Trend.
roddi Der Trippelpunkt der Metaebene.
Tim Pritlove Genau, der Trippelpunkt der Metaebene. Und es ist eine Suite des Weltwissens.
roddi Drunter machst du es nicht mehr oder was?
Tim Pritlove Nein, drunter mache ich es nicht. Ich wollte einfach, ich wollte was bauen, was das Wissen der Welt zusammenfasst und was irgendwie einen Zugang baut. Und, jede Anwendung dieser Suite folgt einem bestimmten Modell nach einem Konzept sozusagen, einer Art Leitmotiv. Und, ihr müsst jetzt dann immer raten, was dieses Leitmotiv wohl ist also das erste ist, dass überall auf der Welt sammeln Menschen Wissen, und teilen es frei mit anderen und es liegt aber verstreut an tausenden verschiedensten Orten und man weiß gar nicht genau, wo es liegt und in Formen, die man auch teilweise sehr schwer lesen kann.
Ralf Stockmann Außer Wikidata.
Tim Pritlove Die Zugänglichkeit ist schwierig. Außer Wikidata, aber auch Wikidata zu lesen ist nicht jedermanns Sache, sagen wir es mal so. Und dieses erste Programm bringt all diese ganzen Quellen zusammen, ordnet sie und macht das ohne Accounts, ohne Zugangsbeschränkungen, ohne Werbung und, überall steht dran, woher es kommt und wenn man möchte, kann man auch noch seine eigenen Wissenseinheiten dazu packen.
Tim Pritlove Was mag das sein? Ralf.
Ralf Stockmann Die eigenen Wissenseinheiten oder...
Tim Pritlove Wie würdest du so etwas nennen, was das Wissen der Menschheit sammelt und es, zum freien Nutzung bereitsteht?
Ralf Stockmann Wikipedia, so würde ich das nennen.
Tim Pritlove Ja.
Ralf Stockmann Oder das Internet.
roddi Das Web.
Tim Pritlove Du enttäuschst mich, Ralf. Es ist eine Bibliothek.
Ralf Stockmann Ach so.
Tim Pritlove Das erste Programm meiner Suite des Weltwissens ist eine Bibliothek.
Ralf Stockmann Ja.
Tim Pritlove Und das zweite Programm ist für Orte, an denen du noch nie warst.
Ralf Stockmann Das sind ja so manche.
Tim Pritlove Ja, manche davon hat noch nie ein Mensch gesehen. Und das zweite Programm bringt dich an diese Orte. Und du steuerst selbst an diese Orte, kannst da einfach hinfliegen und da landen und dann bist du irgendwie da. Was könnte das sein? Was bringt einen an Orte, wo noch nie ein Mensch war?
Ralf Stockmann Ein Teleporter.
roddi Ein Shuttle, ein Bus, ein Zug, ein Flugzeug.
Tim Pritlove Ja, aber Flugzeuge bringen einen selten an Orte, wo man noch nie war.
Ralf Stockmann Ein Buch, das man liest.
Tim Pritlove Ich meine, du warst schon auf dem richtigen Weg. Das zweite Programm ist ein Raumschiff. Das bringt einen an die Orte, wo noch nie ein Mensch gewesen ist.
roddi Eine Bibliothek. Ja.
Tim Pritlove Wo man noch nie war. Eine Bibliothek.
roddi Das war gemein, okay.
Tim Pritlove So, und das dritte Programm, dieser Suite des Weltwissens, das behebt das andere Problem, dass wir im Jetzt feststecken. Ja, also, denn oft lohnt sich ja ein Blick in die Vergangenheit, um irgendwie Sachen zu lernen und es lohnt sich auch ein Blick in die Zukunft, um herauszufinden, ob die Freakshow wieder recht hatte.
Tim Pritlove Ja, also das ist ja auch eine wichtige Erkenntnis später mal. Und dieses dritte Programm öffnet dir sozusagen die Perspektive auf Vergangenheit und Zukunft.
Ralf Stockmann Eine Zeitmaschine.
Tim Pritlove Eine Zeitmaschine. Genau, Ralf. Das ist die Suite, die Meta-Ebene Suite, die drei Programme, die das Weltwissen neu ordnen und Zugang geben in Form einer Bibliothek, in Form eines, Raumschiffs und einer Zeitmaschine.
roddi It's one device, do you get it?
Tim Pritlove Ihr habt es schon verstanden Es sind nicht drei Programme, Sondern es ist ein einziges Programm Was eine Bibliothek ist Und ein Raumschiff Und eine Zeitmaschine in allem Und das habe ich programmiert In den letzten zehn Tagen.
roddi Und es hat den schönen Namen?
Tim Pritlove Es hat den Namen Kugelblitz. Kugelblitz.
roddi Kugelblitz.
Tim Pritlove Und wenn ihr jetzt mal eure Computer habt ihr schon, ich sehe euch hier schon.
roddi Wir sitzen uns gegenüber, deswegen siehst du uns ja.
Tim Pritlove So, jetzt, werdet ihr dieses Programm gerade auf euren Computer empfangen. Und jetzt braucht es aber noch einen Schlüssel, um dieses Programm gut zu nutzen. Und das befindet sich in diesem Karton.
Ralf Stockmann Wo es rappelt. Wir müssen ein bisschen mitbeschreiben.
roddi Was hier gerade passiert. Weihnachten wird vorverlegt.
Ralf Stockmann Also ich habe jetzt hier ein DMG Kugelblitz 0.2. Das starte ich jetzt schon mal hoch. Ich würde sagen, das App-Logo kann noch schöner.
Tim Pritlove Jetzt nur erstmal.
Ralf Stockmann Mal. Achso, nee, okay, gut.
Tim Pritlove 0.2, Ralf.
Ralf Stockmann Ja.
Tim Pritlove And you get a Space Mouse.
roddi Oh, eine Space Mouse.
Tim Pritlove And you get a Space Mouse. And you get a Space Mouse. Space Mouse für alle, jeder Computer, kein Computer ohne Space Mouse.
roddi Da ist jemand ordentlich in Vorleistung gegangen.
Ralf Stockmann Läuft das auch auf Linux?
Tim Pritlove Nein, es läuft auf Macintosh und da läuft es richtig gut. Und bevor du es jetzt startest, werde ich es dir zeigen auf dem Beamer, denn es handelt sich natürlich um meine Version von Google Earth.
Ralf Stockmann Also doch, okay.
Tim Pritlove Also doch und….
Ralf Stockmann Weil einer muss den Job halt machen.
Tim Pritlove Einer muss den Job halt machen.
roddi Kugelblitz deshalb, ja.
Tim Pritlove Und deswegen Kugelblitz. Und Kugelblitz ist jetzt sozusagen die Antwort auf alles. Was ist es? Es ist ein 3D-Echtzeit-Browser für freie Geodaten. Ich habe hier alles drin, was das Internet hergibt. Satellitendaten von der ESA, Copernicus, NASA. Ich habe OpenStreetMap.
Ralf Stockmann Du hast schon die neue Kartenprojektion unten verwendet.
Tim Pritlove Selbstverständlich habe ich auch die neue Kartenprojektion verwendet.
Pavel Mayer Wobei hast du nicht mehrere Kartenprojektionen?
Tim Pritlove Ich habe natürlich mehrere Kartenprojektionen, aber ich beschreibe jetzt hier erstmal, was wir sehen. Wir sehen die Welt und diese Welt läuft nicht. Smooth.
Ralf Stockmann Oh, es ist hinreichend flüssig.
Tim Pritlove In 3D. Es ist nicht nur hinreichend flüssig, es ist scheiße performant.
Ralf Stockmann Alter.
Tim Pritlove Und wenn du jetzt hier über die Welt fliegst, wirst du so einiges sehen. Du musst jetzt mal ein bisschen beschreiben, was du siehst.
Ralf Stockmann Also im Moment sind wir...
roddi Eine Welt.
Ralf Stockmann Genau, also wir sehen die Erde. Und wir sind noch relativ weit weg und es ist wirklich sehr, sehr flüssig. Also ich würde sagen, wir sind sicherlich dicht dran, so an 20, 30 Frames per Second. Jetzt haben wir uns mal so Richtung Berlin gestürzt.
roddi Nichts für Flacherdler übrigens, aber das ist ein anderes Thema.
Tim Pritlove Ja, wir können hier mal ein Fensterchen einblenden. Wir sind also bei 30 Frames pro Sekunde. Ah, okay. Und jetzt sind wir auch schon so weit herunter, dass wir hier, also dass es jetzt noch ein bisschen ruckelt, ist gerade irgendein Performance-Problem, was ich mir in den letzten zwei Tagen eingetreten habe. Das ist eigentlich normalerweise nicht so.
Tim Pritlove Aber an sich ist hier alles supi.
Ralf Stockmann So, wir sind jetzt knapp über Berlin. Das ist eine Übergangsphase, in der es ruckelt. Jetzt ist es aber wieder flüssig. Jetzt bin ich natürlich gespannt. So 3D-Häuser hast du wahrscheinlich nicht drin.
Tim Pritlove 3D-Häuser habe ich natürlich drin.
Ralf Stockmann Wo holst du die her? Sind die in OpenStreetMap auch drin modelliert?
Tim Pritlove Die sind alle in OpenStreetMap, beziehungsweise...
Pavel Mayer Aus einer der 7500 Datenquellen, die sich...
Tim Pritlove Ja, so viel sind es jetzt nicht, aber ich muss mal kurz, warte mal.
Ralf Stockmann Pavel, kennst du das schon? Hast du da mitgewerkelt?
Tim Pritlove Naja, ich habe Pavel gestern eingeweiht.
Pavel Mayer Ich bin der Beta-Tester sozusagen für verschiedene Dinge und Tim hatte mich gebeten, aber nichts zu sagen.
Tim Pritlove Ja, was ist denn hier Apple, was ist denn hier mit eurem Apple macht jetzt hier meinen Bildschirm schwarz, warum? So, okay, wo ist denn jetzt hier mein scheiß Settings-Window? Sorry, ich versuche gerade meine Fenster, aber hier ist es. Ich habe nämlich hier, Ich zeige dir das auch mal kurz. Kann ich jetzt so diverseste Dinge hier einstellen und unter Karten kann ich, sagen, OpenStreetMap, wo die Gebäude von OpenStreetMap verwendet werden sollen.
Tim Pritlove Jetzt steht es nämlich gerade auf überall statt der amtlichen oder nur, wo keine amtlichen Daten sind. Und wenn ich das auf da, wo amtliche Daten sind, umstelle, dann kann der Kugelblitz, was ist denn das Fenster hier? Entschuldigung, das ist jetzt alles gerade ein bisschen ungeskriptet. Sehen wir auch Gebäudedaten mit dem Unterschied, dass diese Gebäude nicht wie bei OpenStreetMap einfach nur so Klötzchen sind, sondern es sind immer noch Klötzchen, aber die haben auch Dächer.
Tim Pritlove Und der Grund ist, dass ich hier tatsächlich die amtlichen City-GML-Daten der Bundesrepublik Deutschland visualisiere, beziehungsweise in diesem Fall von Berlin. Die Bundesländer stellen das einzeln zur Verfügung und ich kann das jetzt hier einfach drin abbilden. Die Straßen, die du siehst, das ist alles Open Street Map.
Tim Pritlove Ich kann alles mögliche hier einschalten. Ich kann Ländergrenzen einschalten. Ich kann irgendwie Küstenlinien, Flüsse, Seen, alles, Gletscher etc. Etc. Und was du halt hier siehst, ist eben öffentliche Daten. Es gibt hier ein Fenster, das heißt Quellen der Ansicht. Und das zeigt immer gerade an, woher die Daten kommen, auf die du ja gerade in diesem Moment schaust.
Tim Pritlove Das heißt, während du hier rumfliegst, ändern sich sozusagen dann auch die Daten öfter mal und werden dann ein- und ausgeblendet etc. Und die Liste ist überhaupt ziemlich lang. Es gibt hier auch noch eine Liste, die alle Quellen anzeigt. Quellen und Lizenzen. Und wenn man mal hier mal so durchscrollt.
Ralf Stockmann Das ist schon mal so einiges.
Tim Pritlove Das ist so einiges, ja.
Ralf Stockmann Vielleicht so 50, 80, irgend sowas.
Tim Pritlove Die Liste ist lang, das habe ich jetzt nicht durchgezählt, die Zahl sollte ich vielleicht nochmal machen. Alles mögliche. Und vor allem gibt es dann noch eine Sektion, die heißt, Softwarebibliotheken und dann habe ich noch die Public Shaming Liste. Wünschenswert, aber leider nicht verfügbar. Das heißt, ich habe nicht nur alle Quellen gelistet, die ich benutzen kann, sondern ich habe alle Quellen gelistet, die ich benutzen möchte, aber die ich nicht benutzen kann und habe auch immer dazu geschrieben, warum nicht.
Ralf Stockmann Guck mal hier, Schleswig-Holstein, da rede ich demnächst mit dem obersten CIO.
Tim Pritlove Also Schleswig-Holstein hat nur ein gelbes Warnsymbol. Die roten sind schlimm. Die gelben sind leicht zu beheben. Also hier Gebäude in 3D, Schleswig-Holstein, warum nicht? Die Daten sind frei, aber der Download-Server schickt seine Zertifikatskette unvollständig. Ein Zwischenzertifikat fehlt. macOS lehnt die Verbindung deshalb als nicht vertrauenswürdig ab.
Tim Pritlove Get your shit fixed, Schleswig-Holstein.
roddi Together.
Ralf Stockmann Die machen vielen geilen Kram. Nichts gegen Schleswig-Holstein.
Tim Pritlove Nö, aber die haben halt ihre Zertifikate nicht im Griff. Naja. Auf jeden Fall.
Pavel Mayer Was war da der zweite? Egal. Da gibt es auf jeden Fall vier. Ja, okay.
Tim Pritlove Ja, also du erkennst an, das ist eine Bibliothek, ja, also das ist definitiv ein Verzeichnis.
Ralf Stockmann Kannst du da jetzt auch suchen, wie man sich das natürlich in einer Bibliothek so wünscht?
Tim Pritlove Ja, ich kann auch suchen, natürlich.
Ralf Stockmann Such doch nochmal nach der ZLB.
Tim Pritlove Das Problem mit dem Suchen ist, dass ich das sozusagen von OpenStreetMap runterladen muss. Während die allermeisten Daten, die ich hier visualisiere, aus Tile-Servern kommen, also wo ich sagen kann, hallo, ich gucke mir gerade diesen Teil der Welt an, sag mir doch mal, was da drin ist, geht das bei OpenStreetMap nur bedingt.
Tim Pritlove Es gibt natürlich OpenStreetMap-Teilserver, die liefern aber entweder fertige gerenderte Grafiken, aber nicht Vektordaten. Das gibt es zwar auch, aber die sind dann Limited Use. Das heißt, da darf ich dann nur ran, wenn ich ein OpenStreetMap-Editor bin und so weiter. Die Datenmenge, die ich hier abhuste, wenn ich da rüberfliege, würde halt jeden dieser Server wahrscheinlich im Kreis drehen lassen.
Tim Pritlove Was ich also stattdessen mache ist, dass ich die Downloads auf geofabrik.de benutze, die das allerdings nur sehr grob für Regionen, also so Bundeslandgröße, machen und in dem Moment, wo ich halt auf ein Land runterfliege, wo ich diese Daten noch nicht habe.
Ralf Stockmann Du musst mal ein paar Screenshots in den Chat mal posten.
Tim Pritlove Ja, kann ich mal machen. Das ist eine gute Idee. Dass der Chat auch mal was sieht. Wo war ich gerade?
Ralf Stockmann Geh nochmal auf Stadtebene runter, dass man das auch einmal im Chat nachvollziehen kann. Aber es sieht einfach mal so aus wie Google Earth.
Tim Pritlove Es sieht besser aus als Google Earth. Jetzt fliege ich mal hier runter. Ich fliege mal nach Island. Habe ich noch nicht runtergeladen. Geladen. Muss ich gleich mal kurz gucken. Und wenn ich halt auf eine gewisse Ebene runterkomme, so lädt er das jetzt nicht, aber dann hat er wohl doch schon geladen. Warte mal, muss man irgendwo hin, wo ich noch nie war.
Ralf Stockmann Also diese Live-Aktivitäten-Anzeige rechts ist crazy, wo man also sieht, was lädt da jetzt gerade in Echtzeit an Satellitenbildern nach, was an Geländeinformationen, was an Gebäuden und man hat ständig so Charts und, wie viel Traffic das gerade alles so produziert, das ist schon cool.
Tim Pritlove Genau, jetzt bin ich runter auf Malaysia und jetzt siehst du, jetzt lädt er von OpenStreetMap Malaysia, lädt er jetzt einen Block von 250 Megabyte runter, weil das die kleinste Einheit ist. Das ist also ein Paket, wo alle OpenStreetMap Daten drin sind und danach, wenn er es runtergeladen hat, geht er durch diese Daten durch und macht einen Kachelservice daraus.
Tim Pritlove Legt das im Cache ab. Der Cache kann hier sehr groß werden. Das Coole ist, ich habe einen Cache-Server mit eingebaut. Das heißt, dieses Programm, kann Caches benutzen. Also wenn es eine andere Kugelblitzinstanz gibt, die schon irgendwas hat, kann ich das benutzen. Eure Kugelblitzinstanzen, wenn ihr die startet, benutzen automatisch diesen mit. Das heißt, ihr müsst das alles schon gar nicht mehr runterladen, sondern das bleibt dann einfach im Laden.
Pavel Mayer Und du kannst dann sogar per Settings kannst du wiederum deinen Cache freigeben. Der wird dann automatisch im Netz hier sichtbar.
Tim Pritlove Genau. Das heißt, wenn alle im Laden irgendwie gleichzeitig in dem selben Bereich sind, musst du fast gar nichts mehr nachladen.
Ralf Stockmann Okay, das heißt, es hat jetzt keinerlei Cloud-Komponente derzeit, sondern es läuft lokal hier im Netz.
Tim Pritlove Genau, alle Daten werden frisch aus dem Netz geholt von da, wo sie im Internet angeboten werden.
Ralf Stockmann Ah ja, okay.
Tim Pritlove Die ganzen Satellitendaten sind von ESA, Copernicus, das ist dieses Cloudless-Modell, das heißt, die haben sozusagen die Original-Copernicus-Daten genommen und haben die Wolken rausgerechnet. Die haben ja so permanent Überflüge und erkennen dann automatisch Wolken und stitchen das so aus den Sachen zusammen.
Tim Pritlove Aber so kann ich halt auch OpenStreetMap Daten verwenden, muss sie aber immer in diesen dicken Blöcken runterladen und im Hintergrund prozessen, aber das geht hier alles, während du halt hier rüber fliegst, und du hast halt jetzt Gebäudemodelle weltweit, also überall wo, Gebäude in OpenStreetMap eingetragen sind und das ist nicht wenig, also ich kann hier auch über Malaysia fliegen und du siehst hier ist irgendwie jede Halle jede Hütte ist hier irgendwie drin alle Straßen, alle Seen, alle Flüsse, alles ist irgendwie dabei, Während ich also hier mit 30 Frames pro Sekunde auf diesen Prozoter...
Ralf Stockmann Man sieht unten auf der kleinen Weltkarte auch immer so, man macht davon auch nochmal ein Screenshot, da sieht man auch wirklich den Ausschnitt dessen, was ich quasi gerade sehen kann.
Tim Pritlove Genau, also das ist die kleine Übersichtskarte, die halt, da kann ich halt auch irgendwie irgendwo hinklicken und dann springt er irgendwie dahin. Ich kann hier noch ein bisschen größer machen.
Ralf Stockmann Roddy hat seins schon gestartet, ich wusste nicht, dass wir es jetzt schon dürfen.
Tim Pritlove Man kann hier auch die Projektion ändern. Schau mal hier, also das sind diese einzelnen Projektionsdinger. So Mollweide-Projektion oder Hammer-Eitthorff-Projektion oder die bekloppte Mercator-Projektion.
Ralf Stockmann Die ist ja sehr groß.
Tim Pritlove Oder die Plattkarte. Also das geht irgendwie alles. In der zukünftigen Version wird man das auch noch tauschen können, dass du sozusagen auf der 2D-Karte fliegst und die 3D-Karte ist sozusagen die Übersicht. Wenn du mal kurz hier auf die Dinger guckst, die lila Teile in Progress, dass es immer vom Cache und blau ist, irgendwie frisch aus dem Netz.
Tim Pritlove Naja, so, jetzt habe ich aber gesagt, das Ganze ist ja auch ein Raumschiff, habe ich ja gesagt.
Ralf Stockmann Warte nochmal kurz, also ich habe es jetzt übrigens gerade gestartet hier und es wird instantan die Maus erkannt, ohne Treiber, Installation, ohne alles. Das ist sehr, sehr schick.
roddi Die ist ein bisschen hakelig, wie ich finde.
Tim Pritlove Die Maus selber ist überhaupt nicht hartlich.
Ralf Stockmann Da muss man sich halt ein bisschen reingeholen.
Tim Pritlove Wie gesagt, es kann sein, dass da jetzt noch ein paar Performance-Optimierungen gemacht werden müssen. Nachdem ich diesen ganzen Open-Street-Map-Kram dazu geballert habe, kann sein, dass ich in der Render-Pipeline noch ein bisschen was optimieren muss.
roddi Naja, aber die Render-Pipeline selber ist nicht das Problem. Wenn man mal auf den Cap von 30 Frames wegnimmt, dann ist er eigentlich ganz flott.
Tim Pritlove Wenn du in die Settings reingehst, dann, also als ihr den Rechner, als ihr den Kugelblitz das erste Mal gestartet habt, hat er ein Performance Measurement gemacht. Das heißt, das erste, was er macht, ist, er rendert im Hintergrund die Erde quasi in den Modellen, wie du es dann später siehst, einmal für ein paar Sekunden durch und bestimmt automatisch die richtigen Framerate, Settings und so weiter.
Tim Pritlove Aber jetzt möchte ich, dass ihr mir nochmal ganz kurz zuschaut, weil ich habe noch was Cooles zu zeigen, bevor ihr das ausprobiert. Ihr seht jetzt hier die Erde, wir fliegen mal zum Himalaya, macht sich immer gut, Mount Everest und so weiter, da haben wir viele Berge, Berge sehen ja immer beeindruckend aus.
Tim Pritlove Ist euch überhaupt schon mal aufgefallen, dass wenn ich hier runterfliege, dass hier nichts zuppelt, dass sich hier keine Höhen irgendwie an...
Ralf Stockmann Ja, aber im Hintergrund die Straßen, die verschieben sich etwas anti-parallax, wenn ich das richtig beschreibe. Die sind nicht genau gemappt auf den Bitmap-Hintergrund.
Tim Pritlove Ja, das liegt daran, dass die Open-Street-Map-Daten noch nicht geladen sind, sondern ich benutze noch die Overview-Daten von Natural Earth. Das ist eine Quelle. Das sind die globalen Dinger, die sind nicht besonders genau. Und die Open-Street-Map-Daten sind dann ganz genau. Nepal lädt da jetzt gerade runter, wie du siehst.
Tim Pritlove Aber ich wollte auf was anderes hinweisen, weil was man nämlich jetzt hier auch machen kann, ist, man kann einschalten, dass Tag und Nacht ist. Und jetzt haben wir die ganze Erdkugel mit Nachtbeleuchtung. Mit Nachtbeleuchtung.
Ralf Stockmann Achso, also zwei exakte Projektionen, wo gerade wirklich die Tag-Nacht-Grenze verläuft.
Tim Pritlove Genau. Es gibt hier auch noch ein Lichtmodell.
Ralf Stockmann Guck mal, das ist die Sonne.