Garten-Update - Der Gartenpodcast· Folge 8

Mischkultur - wer kann mit wem im Gemüsebeet

Donnerstag, 14. Mai 2026 · 20 min

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Shownotes

Bei Gemüse ist es so wie bei uns Menschen, manche matchen, manche nicht so. In dieser Folge rede ich mit Gartenbautechnikerin und erfahrener Gärtnerin Brigitte Goss über gute und weniger gute Partnerschaften im Gemüsebeet. Manche Gemüsesorten, Kräuter und Blumen lieben sich und profitieren gegenseitig voneinander, manch andere können sich nicht ausstehen.
Paprika und Tomaten mögen sich z.B. nicht, landen sie im Beet nebeneinander, geht die Paprika ein. Die Tomate sendet vermutlich Botschaften über ihre Wurzeln, die die Paprika am Wachsen hindert.
Auch Sellerie und Kopfsalat mögen sich nicht. Abstand reicht, dass sich die Wurzeln nicht berühren, aber idealerweise mögen sie lieber getrennte Beete.
Traumpartner sind Tomate und Basilikum, auch Gurke und Basilikum.
Spinat verträgt sich mit fast jedem außer Mangold und rote Beete.
Grobe Richtlinie: Pflanzen mit ähnlichem Nährstoffbedarf vertragen sich eher als mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Also Starkzehrer nicht mit Schwachzehrern.
Starkzehrer sind alle Fruchtgemüse und Schwachzehrer sind alle Gemüsesorten, die schnell fertig sind.
Die Milpa-Kultur ist ein klassisches Beispiel für gut funktionierende Mischkultur (Bohne, Mais und Kürbis). Mais bietet der Bohne eine Rankhilfe, der Kürbis beschattet die Wurzel und die Bohne versorgt alle mit Stickstoff im Boden.
Vorteil von Mischkultur, gesündere Pflanzen und ertragreiche Ernte, optimale Platzausnutzung. Für Landwirte leider zu arbeitsaufwendig, weil sie die Ernte schwieriger macht als Monokultur.
Blumen wie Tagetes oder Ringelblumen, oder auch blühende Kräuter sind tolle Partner im Beet und ziehen Nützlinge an, die die Blüten bestäuben.
Zwiebeln und Knoblauch passen super zu Erdbeeren und halten Mehltau ab. Zwiebeln und Möhren halten sich zwar gegenseitig Möhren- und die Zwiebelfliege ab, brauchen aber später unterschiedlich viel Wasser (Möhre mehr, Zwiebel weniger)

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Gartenupdate der Garten Podcast mit Nadine Witt ja, Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge und in der geht es um die Mischkultur. Was ist das eigentlich und wo kommt das her und ich freue mich sehr, dass sich Brigitte goss Zeit genommen hat, für mich mal wieder in dieser Folge Hallo erstmal schön und herzlich willkommen beim Garten.

Ja, es ist wunderschön bei dir, Hallo. Brigitte, Wir stehen ja hier so vor meinem Hochbeet und du hast mich gerade schon gelobt, weil da habe ich Kohlrabi und. Und Salatpflanzen reingebracht. Und das ist per se erst schon mal in Ordnung. Ja, das. Ist absolut in Ordnung. Lass uns mal drüber sprechen.

Mischkultur stelle ich mir so vor, wieso Dating unter Pflanzen, mit wem kannst du, mit wem kannst du nicht so gut ich glaube das ist ein ganz gutes Bild dafür, lass uns erst mal klären, was ist es genau und wo kommt das her das. Mit der Mischkultur, das ist noch gar nicht so alt, denn man hat wirklich so ein Beet voll mit Karotten, ein Beet voll mit Kohl, und da sind die sozusagen in einer Mini.

Uni Monokultur herangewachsen, aber man hat festgestellt, dass sich eben Pflanzen positiv beeinflussen können und im Boden wie auch durch Duftstoffe, die sie gegenseitig ausströmen. Und das kann man sich natürlich zunutze machen. Okay das heißt, die befördern sich gegenseitig, wenn man sie zusammenmischt, also nicht nur 1, also ein Beet mit Salat und ein Beet mit Kohlrabi zum Beispiel, sondern das Macht was mit den Pflanzen untereinander, Bodenqualität auch, was sind noch so Faktoren wo du sagst, da macht Mischkultur richtig Sinn und. Ja, also die halten auch gegenseitig Schädlinge fern. Also es funktioniert vielleicht manchmal nicht ganz so, wie man sich das vorstellt, aber es beeinflusst zumindestens positiv das.

Also man kann sich das mal so vorstellen, Du hast ein riesiges Feld in der Landwirtschaft, mit Kohl zum Beispiel, und wenn dann der Kohlweißling kommt, denkt er sich, ah, wunderbar, ein riesiges Büffet und und dann, wenn das durchmischt ist, dann dann riechen die Schmetterlinge das schon mal gar nicht so.

So, und wenn da zwischendurch was anderes ist und dann ist auch nicht so die freie Bahn ne, also ist nicht so das volle Buffet. Da muss ich da ein bisschen anstrengen und suchen. OK, also Schädlinge ist was, dann hast du auch gerade auch schon den Boden angesprochen, was macht das? Na ja, es ist so.

Die Pflanzen wachsen, nehmen Nährstoffe auf, aber die geben auch was ab. Und da sind Stoffe dabei, die sich gegenseitig auch positiv beeinflussen oder eben absolut negativ beeinflussen. Und ganz typisches Beispiel ist Sellerie und Kopfsalat, also da wachsen tatsächlich die Wurzeln weg voneinander und da merkt man es zum Beispiel dran, also Kopfsalat und Sellerie eben nicht, die mögen es nicht, OK.

Dann lass uns mal drüber sprechen. Wer kann sich gar nicht ab. Also mit den schlechten Nachbarn im Beet, wer kann sich gar nicht ab? Also du hast gerade gesagt, Sellerie und Kopfsalat mögen sich nicht, OK. Dann bleiben wir mal beim Kopfsalat und die Petersilie das auch nicht, funktioniert auch nicht so gut. Also die Petersilie dann lieber zu Tomaten, das funktioniert ganz das.

Heißt die Grab ich da hinten lieber noch mal aus? Ich habe sie vor den Mangold gesetzt, ist nicht so gut und daneben steht der Kopfsalat lieber weg. Naja, du hast nur 2 Pflanzen kopfsalat, aber das wäre doch mal ein Versuch. Lass das einfach mal stehen und dann kannst du doch mal ob das so klappt, dann haben wir auf jeden Fall noch die Zwiebel, die Zwiebel, die kann es nicht so sehr mit dem Kohl und mit den Bohnen, das scheint sich auch negativ zu beeinflussen und dann haben wir die Tomaten, die Tomaten, die haben auch. Schlechte Partner.

Kartoffeln zum Beispiel, wenn man die daneben macht. Da hast du ja gleich dann die Kraut und Braunfäule an den Tomaten. In dem Fall, da sind wir jetzt aber dann schon in der Fluchtfolge, dass du die halt nicht nacheinander setzt. Das wäre ganz wichtig und auch nicht nebeneinander, weil die sich einfach gegenseitig anstecken, das ist ganz klar. Aber die Tomaten und Paprika, das funktioniert auch schlecht, also kann sein, dass es bei den einen oder anderen funktioniert. Ich meine, dass es gerade dran liegt, wenn ich sehe, wie wie die Wurzel wächst.

Die Paprika, die wächst sehr flach in der Wurzel und die bedrängt einfach die Tomate. Also ich, ich finde, das funktioniert einfach nicht, ist auch meine Erfahrung. Die Paprika sollte man wirklich für sich stehen lassen und normalerweise funktionieren die Tomaten schon mit Kohlarten, aber nicht mit Blaukraut. Aber das ist natürlich ja eher selten der Fall, dass man die Tomate mit Rotkohl kombiniert.

Nee, würde ich jetzt auch nicht genau. Bei mir stehen die Tomaten alle in so Kübeln, alle einzeln. Dann misch ich dann höchstens noch mal so n paar Blumen mit dazu. Weil ich die Insekten anlocken will und sagen will, Hey Hallo, ihr könnt nicht nur hier die Blüten naschen, ihr könnt doch oben mal meine Tomaten bestäuben, aber das machen sie eigentlich ganz automatisch.

Das ist jetzt ein schönes Thema. Ich habe festgestellt, bei mir, die Tomate werden wirklich am besten, auch wenn sie wirklich im Freien stehen, und zwar im Blumenbeet, und da habe ich sie nämlich in einem Abstand von locker einem Meter auseinander und dann dazwischen die Blumen, und da werden die tatsächlich.

Bei mir am besten, also da ist die mega mischkultur, weil sie einfach zwischen dem Blumenbeet zwischen Stauden stehen und das hab ich jedes Jahr und da achte ich auch nicht unbedingt drauf, dass die immer am gleichen Platz sind. Aber da sind sie auch voneinander gut getrennt. OK, das ist gut. Weil auf dem Hund können wir gleich noch mal zu sprechen kommen.

Lass uns mal mit den Traumpartnern sprechen, jetzt wissen wir ja schon mal, wer sich nicht ausstehen kann, aber wer kann sich denn richtig gut leiden, wenn wir jetzt mal bei der Tomate bleiben? Ich mach immer Basilikum mit rein, das würde ich jetzt auch auf dem Teller so mischen, ich finde das passt ganz gut, geht das dann auch im?

P. Oh ja, bei der Tomate auf jeden Fall auch Starkzehrer dabei. Also das ist so ne so ne Orientierung, Petersilie geht ganz gut. Dann tatsächlich sollen Kohlarten gut funktionieren. Also hab ich noch nicht so probiert, dann Sellerie und zwar deswegen kann ich mir das sehr gut vorstellen, weil das Sellerie sehr sehr nährstoffbedürftig ist.

Also fast schon. Salz braucht also, das heißt, die Tomate verträgt es auch. Da kann man richtig kräftig an Nährstoffen geben. O K, das heißt, Sellerie und Tomate könnten. Könnten zusammenpassen und auch die Zwiebeln gehen mit den Tomaten. Zwiebeln gehen auch. Na, die macht ja auch einen Salat. Wie ist das mit?

Dill bei Dill hab ich n ganz einfachen Tipp. Das Problem bei Dill ist ja immer, geht das Saatgut überhaupt auf, funktioniert das Ja und Dill funktioniert nur dort, wo der Boden eben auch sandig Homos ist, also im schweren Boden braucht man mit Dill gar nicht anfangen, dann lieber im Topf lassen und wenn man wirklich den passenden Boden hat für den Dill. Dann nimmt man einfach im Sommer, wenn die geblüht haben, ist natürlich auch toll für die Insekten und den Samen selber ernten und einfach im Garten verstreuen, im Blumenbeet irgendwo, also das hat schon meine Mutter gemacht, also das durfte ich auch dann als Kind machen und dann, wo der Dill aufgeht, genau da ist sein passender Platz. Also der sucht sich das dann

selber. Aus, sozusagen. Und vor allem, wenn man selber, wenn man sagt, gut selber erntet, hat man einfach ausreichend und eben auch. Frisches Saatgut. Das ist gut und wir hatten das ja in unserer Proteinfolge angesprochen. Das Milparbeet ne dieses Inkarbeet sogenannte, da ist ja drin, Mais, Bohne und Kürbis und das ist ja, wenn man es genau nimmt auch ne Mischkultur und die profitieren ja auch sehr voneinander. Gibt es noch mehrere solche Gemüsekombinationen die du empfehlen kannst?

Und du sagst Hey da wenn du das zusammen machst funktioniert das total gut, also Zwiebel Tomate hatten wir ja jetzt schon mit Sellerie. Tatsächlich habe ich festgestellt. Sind wir noch mal beim Mais? Ja, der wirkt ja so, als würde den anderen wirklich die Butter vom Brot nehmen. Ja, aber ich hatte ausgesät, Zuckermais und hatte so viele Pflanzen und habe mir gedacht, naja, das ist ja nur so ein Gras, das steckst du irgendwo rein und dann habe ich das direkt neben dem Zucchini und die waren wirklich ganz eng und beide sind gigantisch gewachsen, das hätte ich nie für möglich gehalten, das ist jetzt mal so eine eigene Erfahrung, aber hier sind wir ja fast wieder beim Milparbeet. Weil Zucchini ist ja ein

Kürbisgewächs und die scheinen sich positiv zu beeinflussen. Man setzt ja eigentlich den Mais, weil er so den Windschutz gibt, weil der Kürbis ja den Wind nicht mag und dann hast du sozusagen ein Klettergerüst für die wohne, die dann wieder Nährstoffe sammelt. Also ich kann es wirklich bestätigen, gerade mit dem Mais und auch dem.

Zucchini super, also Zucchini und Mais würde auch noch richtig gut klappen und hast du noch ein Beispiel in deiner Liste? So ein. Klassiker ist ja auch die Karotte. Mit der Zwiebel also immer in Reihen? Ja. Also wichtig ist, dass man so nicht nicht bunt bunt gemischt, sondern man hat einfach reinsat. Das ist vielleicht auch noch mal wichtig, das hast du, brauchst du ja auf jeden Fall bei der Karotte, da heißt es ja, dass die sich gegenseitig diese Gemüsefliegen fernhalten, funktioniert nicht immer, aber es hat schon eine Auswirkung, also die beeinflussen sich tatsächlich positiv. Allerdings dann im Laufe des Sommers muss man mit dem Gießen so ein bisschen aufpassen, weil ab so einem gewissen Zeitpunkt, wenn die Zwiebel ausgereift ist,

will sie weniger Wasser haben, dann sollte die Karotte auch entsprechend schon sich gut entwickelt haben und eben tief gewurzelt haben. Okay das klingt aber auch gut, super, also Karotte und. Und Zwiebel alles schön in rein und die Abstände auf jeden Fall nicht zu eng setzen. Dann funktioniert auch eine Mischkultur nicht wirklich gut, wenn die einfach zu eng aufeinandersetzen.

Das sieht man auch immer mal so. Sinn oder Unsinn? Macht es Sinn, da wirklich alles zuzupflastern in einem Hochbeet? Jetzt zum Beispiel, wo du einen recht überschaubaren Raum hast? Oder macht es da schon mehr Sinn zu sagen, ich mache da eine Reihe so, lasse Abstand oder setze es versetzt ins Beet oder einfach rein und mach dicht? Also wenn ich jetzt zum Beispiel noch Blumen mit dazu nehme? Ja, bei Blumen würde ich am Rand setzen, vielleicht weil die kannst du ja dauerhaft den ganzen Sommer über stehen lassen, hab ich auch mit Tagetes gemacht, sieht hübsch aus, lockt Insekten an, wenn ich jetzt pflanzen hab, die bestäubt werden müssen, also auch noch hübsch mit dieser Reihenkultur hast du natürlich den Vorteil,

du hast kannst ne Kurzkultur neben einer langen Kultur, also die lange dauert setzen, Beispiel. Auch wieder so n Klassiker, Karotten und Radieschen. Also ich kann natürlich sehr eng dann auch zwischen den Karotten rein, auch mal Radieschen setzen und dann eigentlich die Radieschen und wenn und dann wachsen die Karotten einfach weiter und machen dicht. Das hast du mit dieser reinen Mischkultur natürlich auch. Ganz toll.

Perfekt. OK, und wenn du sagst Blumen, das hatten wir vorhin schon angesprochen, Blumen haben, haben die wirklich nur den Vorteil, dass Insekten kommen oder machen die dann schon noch n bisschen mehr, also Ringelblumen zum Beispiel tagetes hab ich mit im Gemüsebeet zum Beispiel mach ich auch tatsächlich immer zu den Tomaten, tagetes und auch ringelblumen find ich auch, vertragen sich auch meiner Erfahrung nach gut.

Kannst du es bestätigen? Ja, Ringelblumen und da geht es haben einfach die Eigenschaft, dass sie schädliche Nematoden im Boden bekämpfen und natürlich auch für die Bodenfruchtbarkeit sorgen. Und manche Blumen haben halt einfach so n schönes, dichtes, ja Wurzelwerk, die auf den Boden lockern oder mal dazwischen auch ne Reihe facelia macht den Boden einfach auch schön krümelig, denn gerade im Hochbeet mir ging es seit paar Jahren so. Der Boden wird immer dichter, also das verdichtet auch im Hochbeet, und die Blumen machen tatsächlich den Boden locker. Die machen locker.

Das sind die Lockermacher. Ja. Sehr gut und. Gibt. Es vielleicht auch welche, die so ein bisschen Alleskönner sind, sage ich jetzt mal. Ja, die Superhelden unter den Gemüsen, die du wirklich überall total unkompliziert hinstreuen kannst die sagen, Hey, ich komm mit dir klar, ich komm mit dir klar gibt es solche Gemüsesorten auch, wo es wirklich wurscht ist, ob ich die dazwischen mache oder nicht und die sich mit allen irgendwie vertragen und. Meistens ist es der Spinat, der sich mit allen gängigen Gemüsearten gut verträgt.

Allerdings, der hat, weil er eben mit niemandem verwandt ist, Klara. Liegt ja ja. Hat wieder. Die kleine Verwandtschaft. Okay verwandt ist er tatsächlich mit dem Mangold, wenn man Krankheiten hat, so nacheinander zu pflanzen, ist vielleicht nicht so gut, aber in der Regel ist da so ein bisschen. Familiäre Distanz ist dann da. Weißt du, dann funktioniert es auch. Ist das schön?

OK, also Spinatsauce kann ich überall mit reinmachen. Ja, Spinat ist eigentlich sehr neutral in dem Sinne. OK, und wie ist es, wenn ich jetzt sage, Starkzehrer, Schwachzehrer, das ist ja auch immer so ne Überlegung, die ich habe, wenn ich jetzt in meinem hochbeet Pflanze oder meinen anderen Beeten Gemüse reinhaue. Dann pack ich schon lieber die Starkzehrer alle so n einbeet, weil ich mir denke, hey, dann habt ihr alle den gleichen Dünger oder kriegt halt noch mal extra was oder kann man die doch mit Schwarzzehrern mischen?

Also grundsätzlich gefragt, Brigitte muss man da drauf achten. Also haben wir mal. Generell ja, ist es zumindestens so ne Grundregel woran man sich so n bisschen halten kann? Da hat man schon Unterschiede, zum Beispiel was gut funktioniert ist Erbsen, die ja normalerweise gar nicht so stark zehren, sind, aber die gehen zum Beispiel mit den Starkzehrern Kohl und Sellerie, also da haben wir jetzt mal was, wo es jetzt nicht so ganz passt, aber in der Regel kann man sich da dran schon halten, also.

Dass man quasi sagt, Starkzehrer zu Starkzehrer und Schwachzehrer zu schwachzehrer, lass uns da noch mal bitte kurz drüber sprechen. Also woran merke ich, dass ich, wenn ich jetzt nicht nachlese, klar kann ich ja gucken, was gehört zu starkzehrern und was gehört zu Schwachzehrern das könnt ihr auch unten im Beschreibungstext noch mal nachlesen. Habe ich eine kleine Liste reingeschrieben, aber so grundsätzlich bringe ich dir erklär noch mal starkzehrer Schwachzehrer den Unterschied hat mit den Nährstoffen zu tun, das.

Hat mit den Nährstoffen zu tun, das heißt, alle Fruchtgemüse, die brauchen viele Nährstoffe, also die blühen und bilden Früchte und über den ganzen Sommer haben die einfach viel zu schaffen und alles was blütet und Früchte. Trägt, braucht viel Energie, dann hast du aber die Blattgemüsearten, die sind in der Regel mittelzehrer, das heißt, die brauchen nicht so viel Energie, um eben die Blätter zu bilden und dann hast du ja schwachzehrer, das sind so diese Leguminosen, also Erbsen, allerdings sitzt die Bohnen, die brauchen schon auch ein bisschen Start, also alles, was in diesem eiweißreichen Gemüse. Ja.

Richtig, geht ja. Und dann hast du starkzehrer. Sind zum Beispiel auch Kohlarten, die den ganzen Sommer überwachsen kopfkohle Tiere. Die brauchen auch viel Nährstoffe, aber blattkohlarten wieder weniger. Also vielleicht kann man sich da so ein bisschen orientieren, orientieren, auch kann ohne jetzt genau nachschauen zu müssen. Die Liste neben das Beet gehängt, dass du auch weißt, wo du das.

Reinkulturen brauchen auch wenig Nährstoffe wie Radieschen zum Beispiel. Gut, und die kann ich ja dann auch mit. Könnte ich Radieschen eigentlich auch zu Tomaten mit Reinpflanzen? Oder? Würdest du abraten? Vielleicht am Anfang, wenn du wirklich dich dran hältst, dass du die Tomaten auch im ordentlichen Abstand setzt.

Hoffe ich. Ich habe bei Tomatenpflanzen tatsächlich einen Meterstab dabei, damit ich selbst nicht zu eng Pflanze. Selbst ich neige dazu, die zu eng zu pflanzen und dann natürlich in der ersten Zeit kannst du auch mal paradieschen Samen dazwischen streuen und dann, wenn die Tomaten größer sind. Nass die Radieschen. Raus sind die Radieschen nach 4 Wochen, 6 Wochen sind die dann. Weg in welchem Abstand pflanzt du denn deine Tomaten? 50 Zentimeter.

Komm. Schau mal her, ich habe hier diese großen Kisten, da mache ich 3 Reihen, das ist zu viel. Oder wenn du jetzt 50 Zentimeter. Auf dem Beet würde ich schon 50 Zentimeter machen, aber du hast jetzt hier eine Kübelpflanze, dann hast du die direkt an der Hauswand und auch im Prinzip ein Dach drüber.

Da kannst du natürlich ein bisschen enger Pflanzen und du hast die auch viel besser im Blick. Ja, aber tatsächlich ist es so, dass es wirklich besser wird, die. Nur eine Pflanze rein. In die große Kiste nur eine Pflanze. Ich würde jetzt 2 sagen da was da was denn 2 okay jetzt habe ich ein Problem, ich habe halt an die 30 tomatenpflanzen noch jetzt. Wollte ich dir doch auch noch ein paar Tomatenpflanzen rausdrücken.

Dann habe ich wohl 32 Tomaten oder 5 und. 30, na du hast doch, du hast noch Platz im. Blumenbeet, Na ja, genau ins Blumenbeet. Das ist eine total coole Idee, mache ich auf jeden Fall mit rein Brigitte, dann ist ja jedes Mal so die Frage, muss ich mir eine Planung machen, mischkultur sage ich einfach okay ich weiß jetzt meine Standards, die haben ja jetzt schon. Gesagt, was wie wo rein muss und dann ist die Frage, kann ich auch zeitlich mischen oder muss ich wirklich aufpassen, dass ich sage, ich mache jetzt hier eine Reihe, das eine Reihe das und Staffel dann später oder ist es egal bei Mischkultur? Ich würde auf jeden Fall sagen, was du im Blick haben musst, ist, wenn ich in den Reihen eine

Mischkultur mache. Wie lange braucht diese Kultur? Das finde ich, ist wichtig, dass du das im Blick hast. Wie lange dauert es, bis ich hier ernte? Also ein Klassiker ist zum Beispiel, dass du Puffboden und Kartoffeln in Reihen setzen kannst. Die Puffbohne ist ja viel schneller fertig. Ja, das heißt, du säst die puffbohne, du kannst ja ganz früh im Jahr, kannst ja zum Teil schon im Februar diese dicke Bohne säen, ja, und dann kommen dazwischen dann die Kartoffeln, dann erntest du die Puffbohne und die Kartoffeln.

Die entwickeln sich dann im Laufe des Sommers und die Puffbohne ist schon längst weg. Das wäre zum Beispiel noch mal so was. Das finde ich nämlich einen ganz spannenden Ansatz, auch bei der Mischkultur, dass du quasi zur selben Zeit oder auch gestaffelt was ausbringst nimmst dann eher was raus, das andere hat dann Zeit um Platz zu wachsen, wie mit Radieschen und Möhren ist es ja dasselbe und seht man da noch mal nach oder lasse ich dann die Lücke im Beet, alles lasse die.

Lücke im Beet eine schöne, eine schöne Compees, auch noch Erdbeeren. Erdbeeren mit Zwiebeln oder Knoblauch und da hat man auch festgestellt, dass die beiden, also, dass zumindest die Erdbeeren davon profitieren, wenn da diese Zwiebelgewächse dazwischen sind. Das ist total spannend. Das heißt, es verbessert den Boden, die Mischkultur, es befördert sich gegenseitig, arbeitet noch gegen Schädlinge und befruchtet sich auch noch im weitesten Sinne. Wenn du jetzt noch Blumen dabei hast, dass eben noch mehr Insekten kommen und dann einfach Vorteile, ich sehe da nur Vorteile in der Mischkultur.

Ich, ich mache es nichts anderes. Ich mach mischkultur, hab ich am Anfang so aus Platzgründen gemacht. Ich wusste nicht wohin mit meinen Pflanzen, hab halt irgendwie alles noch so einfach so mit dazwischen gemacht und manches hat geklappt und manches Halt nicht, aber man kann auch ganz geplant und absichtlich Mischkultur betreiben und du hast mir im Vorgespräch noch einen ganz tollen Tipp gesagt oder eine Info gebraucht wo ich dachte ja wie cool, ich muss mir also keine Sorgen machen wenn ich mischkultur mache, was wann wie wo rein muss.

Ja, weil du, wenn du gut mischt. Dann musst du die Fruchtfolge. Ja kannst du eigentlich fast vergessen, außer natürlich du bekommst bei Krankheiten rein, da muss man dann schon mal überlegen, wir sind wieder bei der Tomate oder wir sind bei der Kartoffel, wo das wirklich ansteckend ist, auch über den Boden, das ist das Einzige, worauf man achten muss, ansonsten musst du dann gar nicht auf die Fruchtfolge mehr achten, weil du hast ja eh alles gut durchmischt.

OK und kann ich dann einfach in dasselbe, dann wieder im gleichen Beet machen? Oder sagst du nee, dann nimmst du einfach ein anderes Beet, machst wieder eine Mischkultur, eine Wilde. Ich mach das bei mir. Ich arbeite ja auch nur mit Hochbeeten, weil bei mir der Boden so schlecht ist. Ich achte halt da drauf, dass ich die Starkzehre nicht immer auf dem gleichen Beet habe, weil es mir einfach auch selbst im Hochbeet den Boden zu sehr auslaugt und dann wechsel ich dann mal durch, dass ich weiß, OK, in diesem Beet hab ich jetzt die, die mehr Nährstoffe brauchen und dann hab ich ein Beet, wo ich dann die Karotten habe, die zum Beispiel keinen Mist vertragen, weil ich ja ganz gern auch mal mit Mist, Dünger und so wechsel ich durch, das

ist das Einzige, worauf ich persönlich achte. Super, das heißt Mischkultur und dann einfach ziehst du ein Beet weiter, haben wir ne Vierfelderwirtschaft? Ja, quasi. Habe ich schon mit abgedeckt. Absolut. Ja. Ja toll, weil mich stresst das ja persönlich ne, als Anfängerin schon und auch jetzt, wo ich schon so seit ein paar Jahren Gärtnerin, stehe ich trotzdem jedes Frühjahr da und denke, ist es jetzt so richtig, kann ich das jetzt so machen und ja kann ich, ich mache es einfach, ich probiere es aus, mische einfach wild durch und dann ziehe ich einfach ins nächste Bild im nächsten Jahr das, das habe ich mir zumindest schon mal gemerkt und das funktioniert für mich persönlich ganz gut und ich bin

so erleichtert, dass du als Profi das auch machst. Das ist cool. Weißt du den größten Fehler glaube ich, den man machen kann, ist einfach alles viel zu eng. Gegenzusetzen also den Pflanzen einfach ein bisschen Freiraum lassen, ein bisschen Luft zum Atmen für die Wurzel und auch im oberen Teil. Ich glaube, dann läuft das richtig. Gut, und wenn sie dann noch die richtigen Nachbarn im Beet haben, ist ja alles schick.

Sind sie alle. Glücklich? Ja, wie bei uns doch auch oder uns Menschen. Ich sag doch pflanzenday. Wenn wir uns Verstraken über den Gartenzaun ist doch alles. Gut, ganz genau. Ach Brigitte, vielen, vielen Dank gerne und wenn ihr Lust habt, weiter werbefreie Podcastfolgen von mir zu hören, dann freue ich mich sehr über Unterstützung bei Steddy den Link. Findet ihr auch unten im Beschreibungstext. Und ansonsten sage ich mal für sie bis zur nächsten Folge gartenupdate der Garten Podcast mit Nadine Witt.

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