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Geprägt! Aber Richtig.

Was wird aus einem Kind, das gemobbt wird? (Carsten Stahl)

Donnerstag, 22. Oktober 2026 · 2 h 51

MP3

Shownotes

Mit zehn Jahren liegt Carsten Stahl blutend in einer Grube und denkt er wird sterben. Jahre später ist er selbst der Täter. In dieser Folge spricht der Kinderschützer darüber, wie aus einem gemobbten Kind ein Intensivtäter wird – und was ihn zurückgeholt hat.
Enthält Schilderungen von Gewalt und Suizidgedanken. Telefonseelsorge: 0800 111 0 111, kostenlos und anonym.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

speaker-0: Jeden zweiten Tag stirbt ein Kind in Deutschland durch häusliche Gewalt. Wir sind das Versagerland hoch 10. Vorzeigeland am Arsch. Bei Kinderschutzbetrieb sind wir hier abbärmlich. Mobbing hat mich zu diesen Menschen gemacht. Ohne dieses Erlebnis wäre ich nie zum Täter geworden, nie kriminell geworden, garantiert nicht. Ich weiß also ganz genau, aus erster Hand, am eigenen Körper, mit Nahtoderfahrung, was Mobbing mit einem Menschen macht. Es zerstört ihn. Weil es nicht die Wahrheit geht. Es geht darum, Menschen zu diskreditieren, die einfach Kritik üben. Ich hab kein Problem mit Politik. Ich hab ein Problem mit Wegsehen. Versagen, Totschweigen, Korruption. Damit hab ich ein Problem. Ich hab mich überschlagen, bin da unten aufgeschlagen, bin auf dem Rohr geknallt, hab mir die Rippen gebrochen, mit dem Kopf so hart auf den harten Boden aufgeschlagen, dass mein Kopf aufplatzte und ich aus meinem Kopf Blut pumpt. Und dann haben sie auf mich, den verblutenden kleinen Jungen da unten, zu fünft darunter gepisst. Sind sie weggegangen und beim Weggehen hat einer zu mir von denen gesagt, verrecke du Bastard, stirb. Ein Massenvernichter, ein Serientäter wird so nicht geboren, er wird so gemacht. Es gibt den einen oder anderen, der vielleicht schon irgendeine... psychische Störungen hätte, aber er ja Hilfe bekommen durch Menschen wie dich. Wurd er ja gar nicht zu Massenmörder werden. Aber wenn bestimmte Dinge zusammenkommen, dann kann schlimmste Dinge passieren. Du lernst, Gewalt ist ein legitimes Mittel, was es nicht ist. Aber weil Lehrkräfte überfordert sind, weil Eltern nicht eingreifen, weil Eltern sich teilweise nicht mal mit ihren Kindern mehr richtig auseinandersetzen. Und heute ist alles digital. Lernen Kinder und das schätzt mittlerweile im Netz. Gewalt ist cool. Wir filmen sie sogar. Sag mal ehrlich, was ist passiert? Ich hab gesagt, ich hab da gespielt und bin da reingefallen. Und dann habe ich erfahren, dass ein alter Mann mich da mehrere Stunden später gefunden hat. Für ihn leblos. Wenn der alte Mann mich nicht gefunden hätte, wäre ich seit 43 Jahren tot. Dass aufgrund dem, wie ich Großsiegtet mache, das Geld da vielleicht kommt von dem Land, dem ich lebe, für dem ich Kinder schütze, kommt aber nicht. Weil ich erst verbitten lernen müsste, dass Kinderschutz nicht unterstützt wird. Wenn mit irgendjemand erzähle, dann schneidet er mit meiner Mutter die Kehle durch.

speaker-1: Jung.

speaker-0: Der hat mich gerade zusammengetrimmt. Und sagt, wenn ich was sehe, tötet er meine Mutter. Und dann hat er noch was gesagt. Und das ist heute oft. Sie werden mich jeden Tag verprügeln. Es sei denn, ich bezahle sie. Gib uns dein Taschengeld, besorg uns Geld, dann verprügeln wir dich nicht. Und so bist du nach Hause, sagst kein Ton, wisch dir die Tränen weg und in der Hoffnung, wenn du denen dein Geld gibst, passiert nichts. Schweigt es nicht tot, so wie leider politisch diese Themen nur Randthemen sind. Kinderschutz muss eine der obersten Prioritäten in unserem Land sein. Wir leben in einem freien Fall in Deutschland. Extreme kriegen immer mehr Zuwachs. Sie wollen wieder glaubwürdig sein? Verändern Sie Ihre Strategie, gehen Sie zu den Menschen raus, geht aus eurer scheiß Wolke raus, wo ihr nur Schnapps und Champagner sauft, geht auf die Straße zu den Menschen, die nicht wissen, wie sie ihr Brot bezahlen sollen. Ich beschütze Kinder in Deutschland und ich stelle mich jedem in den Weg. Ob Politiker oder Kinderschänder oder Verharmloser, egal welcher Position, der die Kinder in Deutschland im Stich lässt. Und das mache ich, solange mein Blut durch die Wände adern. Das Publikum ist das Gericht. Die, die da so eine Sendung machen, sind praktisch der Staatsanwalt. Und dann kommen sie mit ihren Dingen, die sie so darstellen, oder in den Raum stellen, wie sie wollen. Weil sie können es so schneiden. Das haben sie ja gesagt. Und im nächsten Artenzug verlangst du, als der, man ja irgendwie anklagen möchte oder durch den Dreck ziehen möchte, ja okay, aber ihr müsst doch auch meine Zeugen und meine Beweise hören. Und da sagen die, nein, wir entscheiden, was wir schneiden. Und da sage ich, seid mir nicht böse, fickt euch. Nicht mit mir, da bin ich der Falsche.

speaker-1: Mein heutiger Gast ist drei Tage vor seinem zehnten Geburtstag fast gestorben. Er wurde von Jungs aus seiner Schule in eine drei Meter tiefe Grube gestoßen. Er brach sich die Rippen, sein Kopf platzte auf, er blutete. Als ob das nicht genug wäre, urinierten sie dann auf ihn drauf und beim Weggehen sagten sie noch, verreckt du Bastard. Und der Junge hat nicht Hilfe gerufen, er hatte mit seinem Leben abgeschlossen. Der einzige Grund, warum er heute noch lebt, ist, weil ein alter Mann ihn dann mit seinem Hund gefunden hat. Das ist Resultat, er kam ins Krankenhaus, lag im Koma, brauchte eine Bluttransfusion und als der Arzt ihn gefragt hat, was ist denn eigentlich passiert, sagte er, ich bin einfach ins Loch gefallen. Mein heutiger Gast ist niemand geringerer als Carsten Stahl. Viele kennen ihn vielleicht noch aus dem Fernsehen als Privatdetektiv bei RTL 2. Danach wurde er zum einen der bekanntesten Kinderschützer in Deutschland. gründete das Bündnis Kinderschutz. Seit 14 Jahren geht er in Schulen, begleitet Kinder und Familien und bekommt dafür nicht nur Lob, sondern wird auch stark kritisiert für seine Methodiken. Was mich als Psychologe besonders interessiert hat, was hat dieses Mobbing und diese Erfahrung mit dem Kind gemacht? Und nicht zu viel vorwegzunehmen, Carsten Stahl sagte selber, ich wurde dann zum Täter und irgendwann zum kriminellen Anführer. Und er sagt selbst, ohne diese Erfahrung wäre er niemals kriminell. Falls du neu bist, mein Name ist Ramon Schlembach. bin klinische Psychologe, der mit Menschen ihre Kindheit aufarbeitet. in unserem geprägt, aber richtig Podcast sprechen wir mit außergewöhnlichen Menschen, wie bist du eigentlich so geworden, wie du heute bist. Wir sprechen über die Grobe, über den Preis, deine damalige Familie und er mit einem Verlust für seine Laufbahn bezahlen mussten, über den Tag, wo sein Sohn eine blutige Nase geschlagen bekam in der Schule, warum er mit dem Kinderschutz begonnen hat und warum er nach 14 Jahren so nicht mehr weitermachen möchte. Wenn dich das alles interessiert, viel Spaß bei dieser Folge von geprägt. Kasme, lieber, vielen Dank, dass du da bist, hier in Lübeck, heute ausnahmsweise für uns beide.

speaker-0: Passt ja zusammen mit unserer Aktion. Eine Charity-Aktion ist das Spenden-Gutschein-Aktion, wo wir 10.000 Euro in Form von Gutschein bei Edeka Martens, die Rosa mit im Sortiment haben, an Familien mit Kindern als Gutscheine übergeben. Das wird so bisschen mit einem Losverfahren sein, mit einer Lostraume, wo die reingreifen. Wir haben da 300 Lose im Wert von 10.000 Euro. Das heißt, wenn jetzt immer ein Elternteil kommen würde mit einem Kind zum Beispiel, dann bist du bei 600 Menschen. Wir werden sehen, wie viele kommen. Kann man immer nicht sagen, ich mache ja oft Meet & Greets, es ist unterschiedlich. Manchmal kommen 2.300, ich habe aber auch schon mal 2.000 Menschen gehabt. Klasse. Ja, kommt immer noch an. Läuft Fußball gerade, wie ist das Wetter?

speaker-1: Ja krass. Ich finde das auch spannend. Vielleicht frage ich mal meine Frau, ob wir da mal rüber fahren und mal gucken.

speaker-0: von 13 bis 16.

speaker-1: Du bist ja hier im geprägt aber richtig Podcast, wo mich logischerweise alles interessiert, was du im Kinderschutz machst. Aber mich interessiert logischerweise, wie bist du eigentlich so geworden. Und ich frage manchmal auch bisschen psychologische Fragen. Das erste, was mir heute Morgen aufgefallen ist, du bist gekommen und du wirktest müde oder erschöpft. in einem ganz anderen Zustand, als man dich sonst immer warnt. Was glaubst du? Ist das so?

speaker-0: Ja, dadurch, dass ich erst 2.30 Uhr hier angekommen bin und du ja schon heute 10 Uhr da bist, ist das natürlich, ich bin auch schon dann trotzdem, konnte nicht mehr richtig schlafen, so acht wach. Müde bin ich ja deshalb schon, weil ich nicht richtig ausgeschlafen habe. Aber insgesamt gesehen gibt es ja bestimmte Dinge, die einen dann auch irgendwann mal matter oder abgeschlaft darf. werden lassen, das ist ganz normal. ich bin ja auch nicht eine Duracellbatterie, die sich von alleine auflädt. Aber grundsätzlich kommt es auch immer darauf an, du sitzt jetzt in einer entspannten Atmosphäre. Wenn ich jetzt natürlich schon im Vorfeld wüsste, ich bin jetzt da und da und da, so wie morgen zum Beispiel, da ist ja schon die Atmosphäre eine ganz andere. Also bist du auch schon aufgeladen, das machst du ja von alleine, aber da ist es nicht viel mit allem. Aber eigentlich, ja, müde bin ich. Man hält es immer urlaubsreif, aber dafür passieren nicht so viele Dinge.

speaker-1: Das habe ich aber auch. Ich habe auch noch so viel. Ich habe gestern Abend irgendwie noch so ein Online Workshop gemacht für 170 Leute. Und das habe ich das erste Mal gemacht. hat mich tagelang darauf vorbereitet. Und dann habe gedacht, Mann, wieso habe ich das schon wieder so belegt, dass ich Carsten Stahl direkt am Morgen danach nach so einer Aktion habe? Passiert halt manchmal. Ja, manchmal ist es so.

speaker-0: halt so muss man durch die scheiße die man sich einbaut

speaker-1: Und jetzt hast du ja Also du hast jetzt vielleicht das Verständnis für, logischerweise. Und jetzt hast du ja aber auch gerade irgendwie so eine ganz komische Situation gehabt mit diesem, mit ZDF und Co., wo du ja selber gesagt hast, alter Leute, ich mache das so nicht weiter. Hängt da auch eine gewisse Erschöpfung?

speaker-0: Ja, aber guck mal, 14 Jahre Kinderschutz. Schlimmste Dinge, ich gesehen habe, die ihr alle nicht sehen wollt. Zehn Beerdigungen, auf denen ich war. Ständig mit Kinderschändern zu tun, mit Kindern, die sich schlimmstes Leid antun, Kinder, die sich umbringen, mit Vergewaltigungen, mit Missbrauch. Und dann mit einer ignoranten, arroganten Politik, die seit Jahrzehnten bei Kinderschutz versagt. Und ich sag's einfach so, dass ihr's versteht. Deutschland ist das Sch- Schwächste Land im Kinderschutz in Europa. Kein anderes Land in Europa. Gut, vielleicht ist Österreich noch ein Stück beschissener, aber die sind ja nur eine Kopie von uns.

speaker-1: Woran machst du das fest?

speaker-0: Das liegt einfach an dem Interesse daran, seine Kinder zu schützen. Guck mal, ich mach das ja 14 Jahre.

speaker-1: Politisch oder oder Familie?

speaker-0: Gesellschaftlich ist das eine, aber da sind wir als Gesellschaft in Deutschland so, was unangenehm ist, ich gerne ausblenden. Die Medien halten das auch gerne aus bestimmten Gründen raus, weil es natürlich auch mehr Angst schaffen würde und auch mehr unangenehm. Also wir sind so diese Brot- und Spielegesellschaft. Und wir lassen uns auch gerne ablenken. Guckt mal die TV-Landschaft an. Unabhängig, dass viel davon absolut asozial ist. Verblödungstv. und die und harte Themen. Das weiß ich ja selber, wir haben ja auch produziert harte Themen werden. nee ist zu negativ. Zu negativ, dass jeden Tag Kinder sterben. Ja da hat man Recht. jeden Tag 50 Kinder offiziell missbraucht werden ist negativ. Stimmt passiert aber. Und unsere Politik ist. Kinder haben keine Lobby. Sie können nicht wählen, sie zahlen keine Steuern und sie nutzt einer Politik nichts während ihrer Amtszeit. Weil sie ja erst dann zum Wähler werden, wenn sie keine Kinder mehr sind. Aber wenn ich halt höre, wir müssen die Zukunft schützen, müssen etwas für die Zukunft tun. Wer sind denn die Zukunft? Ich? Oder ein März? Der schon Sand in der Tasche hat? Also was soll denn die Scheiße? Nein, die interessiert der Kinderschutz kein Stück. sondern nur ihre Machtinteressen an der Macht zu bleiben, Machterhalt zu haben. Und jetzt sage ich ja nicht einfach so, weil ich jetzt morgen mal aufgestanden habe, ich 14 Jahre, ich habe beim Bundestag gesprochen, in Landtagen gesprochen, wir haben Kampagnen gefahren. Also wenn ich dir zum Beispiel sage, dass wir Vorwahlen oft mit politischen Kräften argumentiert haben, da müssen wir was machen, nachher war das nie wieder was von denen, hörte. Ich habe das nicht nur aus dem Fernsehen, sondern ich habe selbst eine

speaker-1: Das hast du ja auch mal in anderen Gesprächen schon erwähnt, dass vor den Wahlen du meistens was gesetzlich durchgekriegt hast, weil es da dann irgendwie ihnen genutzt hat.

speaker-0: Da hat ihnen dann praktisch das Gesetz genutzt, guck mal, was wir Gutes tun, das ist der Grund, warum man es wählen sollte, weil wir etwas tun. Aber wenn sie an der Macht sind, dann können sie erst mal drei Jahre lang oder fünf Jahre, Landtag, vier Jahre, Bundestag, können sie erst mal im Bundestag drei Jahre lang einfach laufen lassen und im letzten Jahr so, jetzt sollten wir mal wieder anfangen. Jetzt sagst immer so überspitzt, im Wahljahr kennen sie den Herz für Kinder, dann sitzen sie mal in die Kita, dann sitzen sie mal da, zeigen sich mal mit Kindern, ha, mein Herz für Kinder, einen Arsch haben die. Die haben keinen Herz für Kinder. Ich will nicht alle über einen Kampfschraal, aber die, die in Führungsposition sitzen, kannst du vergessen. Guck nochmal, für alles ist Gelder. Und da will ich jetzt nicht mehr bewertend sein. Aber weder für Bildung, für Prävention, für Kinder. Da wird als erstes gespart bei Bildung. Also wenn ich doch über die Zukunft eines Landes rede, dann muss ich doch überlegen, wer sind denn die Zukunft der Menschen in diesem Land? Das sind die Kinder. Ach so, das sind übrigens auf denen, auf die wir diese 300 Milliarden und mehr Neuverschuldung aufgesetzt haben. Genau, so ein Herz habt ihr. So, in Schweden und in skandinavischen Ländern bekommt man, wenn man ein Kind bekommt, ein Begrüßungspaket sogar, Geld. Bei uns bekommst du auch was, eine Steuernummer. Damit sind, glaube ich, die Verhältnisse ganz klar geklärt. Und nochmal, ich sag das ja nicht einfach so, sondern ich bin ja wirklich eine konfrontative Person, die auch Kritik natürlich entgegentritt. Da reden wir ja gerade drüber, aber ich kritisiere ja auch. Und, wisst ihr, früher ging das halt einfacher. Da hatte man bloß Einfache Medien, das, was wir hier machen, gab es nicht. Man sagt immer, vierte Macht. Die vierte Macht waren die Medien. Dabei gibt es eine fünfte Macht. Das sind die sozialen Medien. Und wenn ich dann sehe, dass irgendwelche auch sehr öffentlich-rechtlich nahe tretene Zeitungen zum Beispiel dann auch schreiben, wie wir das gemacht haben, was wir gemacht haben. Verschiebung der Machtverhältnisse. das ist es nämlich. Ich habe nämlich was gemacht oder wir haben was gemacht, so vorher noch keiner gemacht hat. Wir haben sie mal mit ihren eigenen Mitteln konfrontiert.

speaker-1: weil ihr mitnehmen wolltet oder aufgenommen habt.

speaker-0: Wir haben es einfach gemacht. Ihr dürft nicht, was ich darf oder was ich nicht darf, entscheide ich selber. Dann mach doch, dann mach doch. Verklagt doch, mach doch. Ich habe vier Prozesse hinter mir. Persönlichkeitsverrechnungen gegen Verletzungen gegen mich. Andere über mich. Die habe ich alle durch die Prozesse gejagt. Weißt du, das für ein Langwehrprozess ist? Und weißt du, was unterm Strich bei rauskommt? Ist ein Witz. Und das wissen wir. Und die wissen das auch. Und dann sollte man natürlich das Recht kennen, wenn man nach der Schweiz fährt. und in der Schweiz Filmaufnahmen macht und bei einem Schweizer Unternehmer im Büro steht, dann bringt dir ein deutscher Anwalt und eine deutsche Ein-Zweil-Verfügung überhaupt nichts. Du musst dich nicht in den Anwalt aus der Schweiz nehmen und es geht Schweizerrecht. Mal vorher drüber nachdenken. Aber die denken immer alle, die anderen sind doof. Und das Problem ist, die sind immer damit durchgekommen. Es funktioniert. Und wenn du jetzt keine große Reichweite hast, ich weiß nicht, wie groß deine Reichweite ist.

speaker-1: Also wir haben auf Instagram alleine 8 bis 10 Millionen.

speaker-0: Okay, dann kannst du dich schon wehren. Aber jetzt nimm mal welche, die sich nicht wehren können. Jetzt nimm mal zum Beispiel irgendwelche Unternehmer. Ob die Milliardeere sind, spielt gar keine Rolle. Wenn die keine eigenen Kanäle haben, warum denn vielleicht interessiert sie der Scheiß gar nicht. Und jetzt gibt man irgendein Gerücht über die raus. Dann können die sich nicht wehren. Die können sich einen Anwalt nehmen. Ja, kosten einen Haufen Geld. Dauert Jahre der Prozessierung. So und jetzt nimm mal einfach mal an, jetzt gibt's eine Schlagzeile, dass du das und das gemacht hast. Stell dir vor, ich würde meinen Kanal missbrauchen. und würde jetzt über dich schlimmste Dinge erzählen. Bleiben wir mal bei Kindern. Du weißt, was ich meine. Stell dir das mal vor. Da kannst du morgen nicht mehr auf die Straße. Ich kenn 50 Millionen Menschen. Die würden erstmal glauben, was dick in den Raum stellen. Es wäre vorbei für dich.

speaker-1: Und das ist übrigens der Grund, warum ich irgendwie mit der steigenden Reichweite vorsichtiger werde, was ich in den Mund nehme, weil ich weiß, das hat eine Wirkung auf Menschen.

speaker-0: Das nennt man Verantwortung. Aber geht die Verantwortung nur für uns beide, sie sagen mal, Reichweite aus der fünften Dimension nehmen? Gilt es nicht die Reichweite auch für die Öffentlich-Rechtliche oder andere Medien? Geht es nicht genau? Geht nicht das Neutralitätsprinzip? Geht es nicht darum, dass man klar, transparent und ehrlich berichtet? Guck mal, wenn ich dann von einer Journalistin höre und sie sogar schriftlich habe, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Na, wir hier als Produktionsfirma. Aber vor allen Dingen, dass ZDF entscheidet, was für das Publikum relevant ist. Lass dir das aus der Zunge zergehen, lass euch das auf der Zunge zergehen. Wenn du jemanden kritisierst, ist doch die Wahrheit relevant, oder? Ich will euch das mal einfach noch deutlicher machen. Das Publikum ist das Gewicht. Die, die da so eine Sendung machen, sind praktisch der Staatsanwalt. Und dann kommen sie mit ihren Dingen, die sie so darstellen oder in den Raum stellen, wie sie wollen. Weil sie können es so schneiden, das haben sie ja gesagt. Und den nächsten Atemzug verlangst du, der, den man ja anklagen möchte oder durch den Dreck ziehen möchte, ja okay, aber ihr müsst doch auch meine Zeugen und meine Beweise hören. Und da sagen die, Nein, wir entscheiden, was wir schneiden.

speaker-1: Das finde ich auch aus meiner mal sehr naiven von Außensicht irgendwie angemessen zu sagen, ey, ich lasse mich hier nicht darstellen oder manipulieren. Genau.

speaker-0: Aus dem Kontext reisen. Guck mal, ich wollte ja... Guck es ging ja nicht mehr mich. Es ging ja den anderen, den Kloppapier-Millionär oder wie ich das kenne, Kloppapiers. Der Millionär war, da hatte er noch überhaupt kein Kloppapier-Ansortiment. Das heißt, ist ja nicht sein Haupteinnahmequell. Der ist sehr lange erfolgreich. Das ist ein Kapitalist. Dass das dich überzogen im Netz darstellt. Da kann ich dir tausend Promis zeigen. Die, die das genauso machen, sollen ja noch wider werden. Das ist das eine. Man kann ihn kritisieren dafür etc. Aber dass er hunderttausende von Euro spendet, hat man Ferrari genommen, hat die gesagt, den Verkauf weg und jetzt spendet der Unicef. Hat er gemacht? Das sind so Dinge, solche Dinge, das meine ich damit. Sie kommen und sagen, kritikiert Kritik da, kritikiert Kritik da. Und jetzt sagt er, aber ich habe ja, okay, verstehe ich, beantworte ich so, so und jetzt aber zu den Punkten, die interessiert nicht. Und so darfst nicht wessen. Ich bin 14 Jahre dabei. Ich bin Selbstjournalist. Ich Selbstjournalistenausweis. Und ich habe ja Beziehungen überall hin. Ich habe ja über 300 Zeitungsartikel gehabt, sogar die New York Times, die BBC. Ich habe da auch meine Vernetzung. Wie viele Artikel sind durch mich entstanden? Schlimmste Dinge meistens im Kinderschutz oder mit Jugendgewalt. Das heißt, wenn ich das jemandem so sage und sage, hier schaut mal dahin, wie die das machen. Und dann habe ich natürlich Leute gefragt, die ebenfalls diese Sendung schon produziert haben. Weil das ist nicht nur eine Firma, produziert. Die gesagt, Carsten, diese Sendung hat nur ein Ziel. Negativ berichten. Die zeigen nicht ein Stück von dem, was du sagst. Also die werden sagen, also mir mal an, ich würde jetzt sagen, ich habe dies, das und jenes getan und würde es dir belegen anhand von eben. Würden die sagen, Herr Stahl oder Dings hat gesagt, er hat auch, er hat wohl auch einiges Gutes getan. Ich würde es aber nicht zeigen. Und weißt du, wenn du pisse keinen Jäger in die Flinte. Ich war jahrelang der Jagdjäger, ich 14 Jahre dabei. Also ich kenne das. Ich habe Dinge erlebt, auch journalistisch, wo ich gesagt habe, daraus lernst du. Und das gepernte Kind scheutert Feuer. Und als ich gesehen habe, sie... Und jetzt kommt ja, wo ich sofort merke, hier stimmt was nicht. Bündnis-Kinderschutz habe ich ins Leben gerufen. In Deutschland, Österreich, Österreich. Ich bin der Gründer. Und wenn man dann ihn fragt und sagt zu ihm, ja, wir wollen mal mit ihnen sprechen über Bündnis-Kinderschutz, über Rosa und sie, dann sag ich mir, wieso... fangen die mich nicht oder warum beziehen sie mich nicht mit ein? Und dann könnte man ja denken, okay, vielleicht machen sie das noch. Nee, die haben ja so geschrieben und wir haben immer nett mit ihnen geschrieben, obwohl wir den Rat schon gerochen haben. Die haben ja bewusst ein Ziel gehabt, weil wir haben gesagt, wir könnten Ende, nein, Ende, Ende, ist zu spät, wir müssen bis 15 abgeben. Da war eine ganz nette Konterverse, also ein Gespräch, Verlauf, haben wir alles. Also es war wichtig, bis Mitte Oktober mussten sie das haben von ihm. Und am 11. haben wir das Interview geführt. Wann wollten Sie mich dann dann interviewen? Und ich bin der treibende Pol. Das heißt, Sie wollten mich bewusst nicht im Interview haben. Warum? Ich kenne 50 Millionen Menschen. Mögen oder nicht mögen. Aber ich habe viel geleistet. Gesetze auf den Weg gebracht, Menschen ins Gefängnis gebracht, Kinderleben gerettet. Elmends viel gemacht. So, das hätte man ja dann auch bestrahlen müssen. Wollte man aber nicht. Und wenn man das spürt, ich bin Skorpion. Ich kann es einfach googeln, was das für ein Sternzeichen ist. Wir können Menschen lesen und ich kann Dinge spüren. Manchmal schon alleine nur so, weil ich eine bestimmte Erfahrung habe über die Jahre und ich wusste genau, die wollen den jetzt durch den Dreck ziehen und ich habe ja meine Leute und es gibt auch in Produktionsfirmen, auch wenn die vielleicht oder beim ZDF Leute, die meine Arbeit gut finden und wenn mich dann einer mal sagt, Karsten, Achtung!

speaker-1: Dann weißt du Bescheid.

speaker-0: Dann weiß ich Bescheid. Und deswegen habe ich gesagt, nö. Dann, ich verlange nur eins. Transparenz. Also war ich da mit einem Kameramann, mit einer zweiten Kamera aufgestellt. Wir standen da, wir haben die nett empfangen. So und ich bin sogar schon von aus gegangen, dass die die Kamera schon im Anschnitt haben, weil meistens nehmen sie die Begrüßung Misch. Hier wollten sie wahrscheinlich eins machen, erst mal Hallo sagen und dann zurückgehen und wollten die die Begrüßung nachstellen. Das ist Gang und Gebe in der Branche. Wo waren sie denn rein? Und dann sehe ich die Augen der Journalisten.

speaker-1: Weil sie überrascht waren dich zu sehen, weil die Kammer hat Sinn.

speaker-0: Sie haben mich gesehen. Und ich habe genau gesehen, bei der Frau noch weniger als bei dem Mann, der war so verunsichert und er ist der Hauptjournalist, der war so veruntersichert, das kannst du auch in den Videoaufnahmen sehen, dass er versucht sogar aus der Szene wieder rauszugehen. war auf einmal draußen, stand an der Tür, aber sie stand drin, unsere Kamera hat da gedreht. Er war an dem Moment gar nicht in der Kamera. Normalerweise, das wusste ich im Vorfeld, habe ich gesagt, zwei Dinge können passieren. Erstens, sie sehen die Kamera, sehen mich und fährt auf dem Hacken und gehen. Dann gehe ich hinterher und sage, sagen Sie mal, wenn Sie nichts zu verbergen haben und es Ihnen im ehrlichen Journalismus geht, warum rennen Sie weg? Die zweite Variante wäre gewesen, Sie lassen sich auf, wir gehen auf das Gespräch ein, aber es wird nichts zu einem Dreh kommen. Also das, auf was passiert ist und wie weit das ausufert, wusste ich nicht. Die dritte Variante, die aber von vornherein klar wusste, es wird nie dazu kommen. Das habe ich auch im Vorfeld übrigens gesagt. Also ich hab das im Vorfeld schon, bevor die da waren, den Leuten von uns gesagt, das wird nie passieren. Weil ich genau wusste, dass sie das nicht wollen. Warum was ging es denn? Und das würde ich jedem anraten, auch dir, wenn du irgendwann mal so eine Position hast. Guck mal, wenn nur sie filmen, dann haben sie alle Beweise, was du gesagt hast. Und wenn sie das dann zerschneiden und aus dem Kontext reisen und Dinge weglassen, hast du ja gar nichts zu tun. Du sagst, aber ich hab's doch anders gesagt. Wo? Und dann versuch mal und dann kommt die... Dann versuchen wir, das nachträglich zu beweisen. Also kann ich nur jedem anraten, wenn ihr sicher sein wolltet. Guck mal, könnte ich jetzt hier auch. Mache ich nicht, ich eine ganz andere, du bist bei mir unverbrannt. hab das, was ich dich gesehen habe. Ich du bist ein fairer Typ, machst faire Arbeit, du kannst kritisch sein. habe ich gar kein Problem mehr. Kein Problem mit Kritik. Aber es muss fair bleiben. Und die wollten eine ganz linke Nummer starten. Und ich habe ja die verunsicherten Augen, die unsichere Haltung gesehen und wie sie dann auf die Fragen eingegangen sind. Dann das gesamte Team hier. geht ja das Kinderschutz, oder? dann, und sie filmen ja schon. Wir haben kein Problem damit, dass sie filmen. Aber sie dürfen erst nach unserer Ausstrahlung aussenden. Und dann, er sagt, wissen Sie, das hängt von unserem Interview ab. Und das entscheiden wir. Nee, wir haben ja Verträge mit dem CDF. Das ist ziemlich deine Verträge mit dem CDF. Das ist mir scheißegal. Ich hab keinen Vertrag mit dem CDF. Du kommst her, mit uns zu sprechen und ich sehe anhand deiner Themen, welche Richtung das gehen kann und ich weiß das Format. Und ich habe mich mit Leuten informiert und ich habe Informationen aus deiner eigenen Hütte. Auch wenn du das nicht glauben möchtest. dass das hier nicht so sauber sein soll. Und dann ging es ja hin und her. Und das ist so, also so frech gewesen. Wir hatten ja wirklich alles da, Unterlagen etc. Das ist ja so, wissen Sie, lassen Sie uns doch hier hinsetzen. Wir können doch alles nehmen. sind unsere Unterlagen. Ja, dann geben Sie mir doch Ihre Unterlagen mit. Ich sag mal, wer denkst du denn, wer du bist? Du bist ja nicht ein Finanzamt, du bist eine scheiß Produktionsfirma. So abgehoben sind die, dass die so den Realitätsverlust haben, weil sie es immer so machen und immer damit durchkommen. Und da ich gesagt, dit Ding machen wir öffentlich und wer Millionen sehen hat sie gelacht. Wisst ihr, wie viele Millionen diese ganzen Videos hier sehen haben? Über 20 Millionen. Jetzt lacht sie nicht mehr, oder? Keine Ahnung.

speaker-1: Habt ihr nochmal was gehört dann?

speaker-0: kann ich ja. Die Nummer geht ja noch weiter. Aber entscheidend ist, Ich habe nur ihr das eigene vorgehalten. Nichts weiter. Und ich habe mich so unterhalten und wenn man mich immer für dumm verkauft, dann würde ich natürlich, wenn du mich jetzt für dumm verkaufen würdest, dann gehe ich aus meiner Haltung, also ich bin dann immer noch nett, aber ich werde lauter. Aber das ist bei mir immer noch Zimmerlautstärke, weil ich versuche mich gerade für dich zu drosseln. Weil ich nur meine laute Stimme hatte und jeder, mich kennt, ist so. Aber entscheidend war, kam dann irgendwann kam an den Punkt, wir können ja drehen zusammen, aber es läuft nur unter der Kamera. Und dann habe gesagt, seht ihr? Genau das, was ich euch gesagt habe. Es soll nur ihre Kamera laufen. Solange die Lagerrede kurz haben, dann ging es ungefähr 35 Minuten hin, hin, her, hin, her. Dann sind so unverrichtete Dinge gegangen. Nochmal, die sind acht Stunden gefahren, oder sieben Stunden von Köln nach der Schweiz. Haben da übernachtet mit zwei Journalisten, Kammermann. Das hat eine Menge Geld gekostet. Und die waren davon ausgegangen, der nette Beat Merkler läuft nichts ahnend mit einem Zweier gespannt von Journalisten und Wirt. Das hätten sie gemacht. 100 %ig. Das weiß ich. Das war das Ziel. und jetzt mussten wir neu sortieren. Sie waren kaum weg. Hör gut zu, sie waren kaum weg. Eine Dreiviertelstunde. Wir saßen ja noch da. Wir haben, kriegten wir eine E-Mail von der, von dem Anwaltsbüro von denen aus Köln. Wir dürfen das nicht ausstrahlen. Sie verbieten uns die Ausstrahlung und wir sollen innerhalb von bis 16 Uhr am gleichen Tag noch eine Unterlassung machen. Also das, was wir in dem Moment gedacht haben und auch gemacht haben, war das. Leck uns am Arsch. Da passiert gar nichts. Weil, will ich euch auch nochmal erklären. Ich bin 14 Jahre dabei, hab selber produziert. Wenn wir hier beide filmen und du bist Journalist, ich bin es, du bist es nicht, aber sie war es und ist es und die Kamera läuft, während sie daneben steht und sie bleibt eine halbe Stunde stehen und sie hat mehrfach gesagt, das ist ja in Ordnung, aber nur wenn unsere, als wären wir zuerst ausstrahlen. Sagt jeder Gericht der Welt, sie sind Experten, sind Journalistin. Sie haben es mehrfach gesagt. Damit sind sie raus. Gar keine Chance. Persönlichkeitsnix. Auf so vielen Artikeln haben die ihr Gesicht Hallo und ihren Namen. Das sind öffentliche Personen. Wie viele Interviews waren sie zu sehen? Das sind öffentliche Personen. Du auch. Du magst nicht so öffentlich sein wie ich, aber du bist ein öffentlicher. Du kannst dich nicht mehr jetzt verstecken hinter Persönlichkeit. Nein, nein, es ist nicht on off. Und wenn du das weißt, so wie ich und das müsste. Und sie haben halt gedacht, da merkst du wieder ihre Arroganz. denken, du, zwei Tage später haben wir angefangen, es nicht so lang zu machen, weil die Leute gucken keine 35 Minuten, haben wir dann mehrere Parts geguckt, packt. Ja, dann haben Millionen Menschen von unserer Seite, waren es schon 12, 13 Millionen. Und dann kamen andere, die auch reagiert haben, die meisten auf unserer Seite. Dann war doch ein paar, da kommen wir auch gleich zu. Dann hatten sogar, dann hatten Schweizer Zeitung, du blickst das so wie bei uns, Bild. Die hat uns mich und Beat gefragt, warum wir das gemacht haben als Beatmarker. Und wir haben das erklärt. Und dann diese Zeitung, auch kritisch, aber ausgewogen berichtet. Sie hat uns auch beide gefragt. Vollkommen ohne. Habe ich sogar gepostet. Zum gleichen Zeit, als das gelaufen ist, als erst der rauskam, die beobachten ja in Moment alles, die gucken alles, die haben ja Panik, kam dann ein SZ, Süddeutsche Zeitung, als Artikel raus. So, der hat mich weder gefragt, die Stellungnahme weder Beat. Keine. Journalistisch schon mal absolutes No-Go. Sie haben sie gefragt, also die Journalistin. Und ich war eigentlich nur in dem Artikel muskulöser Typ, der laut ist, der auf Kinderschutz macht, der mal ab und zu irgendwie... Also nur abwertend. Nichts, kein bisschen von dem, was wir geleistet haben. So, und sie durfte ausgewogen sprechen, aber auf was ich hinaus will. Am Ende des Artikels, das müssen sie anscheinend machen, stand, dass dieser Journalist... der diese Artikel von der ASZ gemacht hat, noch vor ein paar Jahren für diese Produktionsfirma, die bei uns im Büro stand, gearbeitet hat. Also, du doch mal Deutzell machen. Das ist ein Gefallen. Entweder Freundschaft oder bezahlt. Anders kann es gar nicht sein. Da ruft man schnell mal an und sagt, kannst du mal machen? Und zur gleichen Zeit kam ein YouTuber, ich mittelgroß, der engagiert ist, der sein Ding macht, aus einer bestimmten ideologischen Prägung kommt, das ist vollkommen in Ordnung. Und der kann dann auch zum gleichen Moment mit Informationen, die kann er sich gar nicht so schnell innerhalb von ein Tag, zwei Tagen, das war von dem, hundertprozentig. Und der hat dann wieder angefangen, Dinge zu sagen und sich sogar, der wird jetzt verklagt, im strafrechtlichen Bereich zu bewegen. Und das können Sie alle machen. Ich meine, ich bin vielleicht so, dass ich sage, okay, komm, das ist mir egal, weil es kostet immer alles Geld. Der Mann ist multimillionär. Der macht sich das zum Spaß. Der legt sich auch mit dem ZDF an. Wenn der ZDF denkt, es kann ungefiltert Dinge in den Raum stellen, die eine bestimmte Wirkung haben sollen, wird der Mann die verklagen. Und wir haben auch Journalisten, die wie viele Menschen in Deutschland mögen, die öffentlich-rechtlich noch, maximal nicht. Also ich sage mal, wenn es noch 30 Prozent der Menschen sind, die für bezahlt Fernsehen das macht. Nochmal, ich bin nicht dafür, dass man es abschafft. Aber ich verlange Fairness von beiden Seiten. Und wenn du dir diese gekürte Scheiße da teilweise anguckst, ist das ideologisch geprägt etc. Und wenn man dann, wenn man dann ihnen den Spiegel vorhält, dann müssen sie genauso das abkönnen wie du und ich, wenn sie uns irgendwas kritisieren. Kritisiere mich doch, ist doch vollkommen in Ordnung. Aber lass nicht weg, was wir geleistet haben. Und weißt du, das Gute ist, ich habe wirklich vielen, vielen Menschen geholfen. Und weißt du, was jetzt gerade passiert? Menschen, die wir vertreten, die ich vertreten habe, darunter Mordfälle, wo wir der Familie bei gestanden haben, sogar die Anwälte bezahlen, Mutter-Kind-Kunden, wir bezahlt haben, Kindern, die ich ihr Leben gerettet habe. Dutzend, mindestens ein Dutzend Familienbetroffene, darunter halt Hinterbliebene von Mord, schreiben gerade der ZDF. diese Produktionsfirma und einen Haufen anderer Medien an und sagen, okay, Sie wollen ja über Karsten Stahl eine Dokumentation machen, wo er jetzt weiß, erst nachdem die Aktion vorbei war, mussten Sie sich neu sammeln. Sie haben alle fünf Videos abgewartet und dann haben Sie, was kann ich jetzt tun? Was können wir tun? Wir müssen jetzt über den Stahl auch reden, weil ich habe gesagt, ihr hattet nie vor mit mir zu reden. Dann schrieben Sie Leute an, einen Simon zum Beispiel. den ich seit sieben Jahren kenne. Und dann haben sie geguckt, wo steht vielleicht was Negadigitales oder Kritisches. Dann haben sie einen Artikel gesehen, in Königswinter, Anfang dieses Jahres, wo der Simon und ich eine Demo gemacht haben. Und diese Zeitung, die darüber geschrieben hat, war sehr neutral. Neutral, also nicht uns gegenüber, sondern sehr neutral der Politik gegenüber. Aber das kenne ich, das sind halt auch teilweise Verstrickungen, weil die kennen sich ja untereinander. Und jetzt haben sie gehofft, Dass sie den Simon anschrieben und schrieben ihn an, habe ich alles. Sonst würde ich das ja nicht sagen. Nochmal, verkack mich doch. Macht ihr nie. Da haben sie den angeschrieben und gesagt, ich schreibe sie jetzt an in der Hoffnung, dass sie das vertraulich behalten und so. Wir wollen eine Dokumentation über Carsten Stahl und seine Methoden und seine Art im Kinderschutz machen. Und da sie ja mit ihm schon zu tun hatten und er sieht das und denkt sich, und wartet ja nicht lange und ruft ihn selber an. ja schön dass sie anrufen und so und im Endeffekt war es nur eins was können sie uns denn sagen was durch ihre arbeit mit karsten stahl sich für sie negativ ausgewirkt hat negativ ausgewirkt hat

speaker-1: Was glaubst du, warum die dich da in schlechtem Licht dastehen lassen wollen?

speaker-0: Ich kritisiere ein leider nicht funktionierendes System im Kinderschutz. Vor ein paar Jahren, das mache ich ja schon Jahre. Hör gut zu, warum? will es erklären. Ich mache das schon Jahre. Und so was habe ich bisher, ich habe es mehrfach als Experte im Kinderschutz, auch im ZDF. Ich war in den New York Times, ich war überall schon. Aber wir sind in einer Zeit, und das ist genau das Entscheidende, hör gut zu. Vor ein paar Jahren konnte die Politik immer sich noch zusammenmixen. Entweder waren die an der Macht oder die an der Macht. Sie hatten immer die Mehrheit. Wir haben aber jetzt durch viele Dinge, die jetzt passieren, eine Verschiebung. Und damit erreichen sie nicht mehr ihre Verbindungen. Egal ob CDU oder SPD oder sonst wer, sie konnten immer da sein. Jetzt verschiebt sich das. Da soll jeder seine Meinung zu haben. Aber jetzt, guck mal, ich bin total unpolitisch. Ich sage, ich Für mich sind die alle unwählbar, weil sie im Kinderschutz alle versagen. Ich habe keine politische Farbe, ich bin im Kinderschutz und der sollte Priorität sein. Ich kritisiere die alle.

speaker-1: Warte mal, ich verstehe gerade nicht. Ich habe ja gerade gefragt, warum sollten die Medien dich so darstellen?

speaker-0: Na ja, dafür solltest du denn mal verstehen, wenn du dir die Medienlandtags anguckst, besonders das Öffentlich-Rechtliche, siehst du schon, dass das ein ganz klares Framing ist gegen Menschen, Kritik üben. Guck mal, ich bin nicht der Einzige. Der Ben unscriptet. Ich hätte Hörke auch nicht eingeladen, gar keine Frage. Der macht 300 Sendungen, genau wie du. Hat eine riesen Reichweite. Kein Schwein hat sich für den interessiert. Komm, er den Hörke ein. Wollen Sie ihn canceln? Wollen Sie ihm die Leute, die ihn unterstützen, wegnehmen? Jetzt ist Christian Wolf dran gewesen. Ich auch. Wir sind alle nicht welche, die sagen, wähl den oder den. Aber wir kritisieren eine Politik, die unheimlich die Menschen aus dem Auge verliert. Und wenn natürlich wir die kritisieren. Und die Menschen mögen uns. Wählen die vielleicht die gar nicht mehr oder andere und das ist natürlich im moment eine sehr heiße Debatte Und ich weiß das nicht weil ich es einfach nur so sage sondern weil ich weiß dass vieles gerade sehr politisch motiviert ist so und ich Verlange ja nicht dass die mich schon Ich will nur auf eins hinaus wenn du kommst und ich sage ich habe die kritikpunkte gegen dich Dann muss ich doch auf der anderen seite auch zeigen und deswegen sage ich sie schreiben den simon an und der simon sagt stopp mal stopp mal stopp mal Welche negativen Erfahrungen? Na ja, Sie haben ja mit Stahl die Demo gemacht und der Stahl hat eine Demo... Der Stahl hat hier keine Demo gemacht. Ich hab die Demo gemacht. Und der Stahl hat mich unterstützt. Er unterstützt mich seit sieben Jahren. Ich bin ganz gra pro Karsten. Wissen Sie, was dieser Mann bewegt hat? ähm, ja, dann melden Sie uns nochmal. Weg. Ein anderer Kinderschützer hat geschrieben, Solidarität mit Karsten Stahl. Der hat sogar noch eine... Instanz Höhe aus der Produktionsfirma angerufen und wollte ihn dazu bringen seinen Post zu löschen, weil na ja, wenn sie sich solidarisch mit Herrn Stahl geben, ist es ja auch in Ordnung, dass ihr uns kritisiert. Natürlich ist es in Ordnung, dass man euch kritisiert. Wer denkt ihr denn, wer ihr seid mit solchen Methoden? sind kriminelle Methoden, wiederhole ich immer und immer wieder. Und jetzt kommen wir nämlich zu dem Punkt. Jetzt stell dir vor, du würdest jetzt mit mir keine ausgewogene Berichterstattung machen. du und ich würde befürchten alles positive was ich dir jetzt sage, dies das und jenes lässt du weg. Okay. Und jetzt würdest du Dutzende von E-Mails bekommen. Von Familien die ich vertrete und die alle verlangen angehört zu werden, weil du machst ja eine Dokumentation über mich und meine Arbeit oder? Und die sind alle aus erster Hand, die betreue ich bis heute, teilweise jahrelang. Wir finanzieren Anwälte. Und du Siehst du das und ignorierst das Problem ist bloß dass oben im Anhang also oben in die Verteiler noch 10 15 andere Journalisten sind aus der Bild und das sind alle Journalisten die das alles kritisch beäugen was die auch teilweise machen denn eine Frage habe ich warum wollt ihr nicht die Menschen anhören den die geholfen haben macht

speaker-1: Ich

speaker-0: mich macht der Kampf gegen oder

speaker-1: Wütend?

speaker-0: wütend immer wieder Jetzt bin ich ja wirklich ruhig, wir sprechen ja auch in der Zimmertlautstärke oder so. Und ich bin noch entspannter, weil wenn so was gerade hoch ist, wenn ich mich wieder reinsteige, geht das immer wieder, dass ich platze. Weißt du, was mich daran wütend macht? Mich macht es daran wütend, dass Menschen, die sich für was Wichtiges einsetzen, nämlich für das Wichtigste, was wir haben, nämlich die Kinder, dass die attackiert werden. Und ich bin nicht der Einzige.

speaker-1: Das finde ich auch faszinierend.

speaker-0: Also Kinderschutz mit Füßen getreten und die, es nachweislich machen. Nachweislich. Guck mal, wenn ich jetzt sagen würde, ich wäre ein Schwätzer. Ich kann dir die E-Mails alles schicken. Kann dir die Telefonnummern geben. Die Menschen, ich kann dir... Guck mal, wir haben eine große Veranstaltung gehabt, 500 Menschen. Seit ein, Jahren mit dabei, gegen Mobbing. Und irgendwann, nachdem ich mit meinem Vortag war, haben Eltern geredet. Dann haben manche Kinder gesprochen. Und auf einmal spricht ein Mädchen, steht auf, 15 Jahre Leonie. Und sagt zu mir... dass sie sich aufgrund des Mobbings, was sie seit drei Jahren erlebt, das Leben nehmen wollte. Nicht mehr leben wollte. Bis sie meine Videos gesehen hat. Und damit haben sie mir mein Leben gerettet. Sie haben mir mein Leben gerettet. Ich hab dieses Video, ich hab's erst vor ein Tagen veröffentlicht.

speaker-1: Gesehen

speaker-0: Und ich hab dann geschrieben, heute kann ich das machen, Leonie ist 22 Jahre alt. Und sie hat drunter gepostet, wenn du's gesehen hast, ich verdank ihnen immer noch mein Leben. Und jetzt frag ich euch pro bono und ztf. Warum fragt ihr nicht Leonie? Ihr solltet euch mal fragen warum. Weil es nicht die Wahrheit geht. Es geht darum Menschen zu diskreditieren, die einfach Kritik üben. Ich habe kein Problem mit Politik. Ich habe ein Problem mit Wegsehen, Versagen, Totschweigen, Korruption. Damit habe ich ein Problem. Wir leben in einem freien Fall in Deutschland. Extreme kriegen immer mehr Zuwachs. Meine Freundin und dazu auch das jahrelang. Ja, wer so redet ist dies, das und jenes. Ich kann es nicht mehr hören. Meine Freundin ist Muslimin. Meine Kinder sind zuerst der Polnische. Ich kämpfe seit Jahren. Ich bin mehrfacher Party gegen Rassismus. Immer in meinen Seminaren. ist Riesenthema. Ich komme aus Berlin und Köln. Ich habe mehr türkische und arabische Freunde. Was soll dieser Scheiße? Aber genau das ist es. Sie frameen alle, die in einer Bedrohung sind. Und ich bin genauso, vielleicht für den einen oder anderen, eine Bedrohung, weil ich Dinge anspreche. Ich will Kinder schützen. Ich will weder in die Politik, ich will Menschen retten, was ich nachweislich gemacht habe. Das ist eigentlich, was ich dir dazu sage. Und eigentlich ist der Sinn dahinter ist, wenn man jemanden öffentlich durch den Dreck zieht, nimmt der immer einen Schaden. Dann springen vielleicht Sponsoren ab. Dann kannst du vielleicht noch familiäre Probleme haben. Das sind übrigens Methoden, hat die Stasi schon gemacht. nennt man Zersetzungsmethoden. Weil in dem Moment, wenn du dich dein Privatleben kümmern musst oder nicht mehr deine Berechnung bezahlen kannst, hast du keine Zeit, hier mehr Podcasts zu machen. Ich könnte dir das zeigen, wie das geht, aber dafür müsste ich dich vernichten. Da hast du keinen Bock drauf.

speaker-1: Also erstmal, ich hab dich jetzt ganz lange nicht gestoppt, weil ich das wichtig fand und ich will einmal kurz Stellung beziehen. Ich finde, ich kenn dich ja nicht im Detail. hab zum Beispiel vor kurzem auch erst rausgefunden, dass du diese Detektivsendung hattest. Das wusste ich gar nicht.

speaker-0: Da warst du gar nicht vorgebrannt.

speaker-1: Nee, ich wusste das nicht. Ich kannte dich nur aus dem Kinderschutz und ich möchte quasi einmal Stellung beziehen und sagen, ich finde das cool. Ich habe auch schon Kritik gehört, der Sinne von, ey ist das wissenschaftlich fundiert. Ich will nur eine kurze Sache. Ich habe dich jetzt ganz lange reden lassen, weil ich das wichtig fand. Aber ich habe mich an einer Sache vorhin aufgehängt und die wollte ich einmal klarstellen, weil ich glaube, die war so nicht gemeint. Die will ich aber einmal nachfragen, weil du ja ganz klar dich gegen Kriminalität einsetzt. Du hast vorhin eine Sache formuliert, worum es darum ging. anderen Wir filmen mit. Und da hast du gesagt, ich entscheide, was ich darf und was nicht.

speaker-0: Für mich, das kann ich dazu sagen, für mich. Ich entscheide es für mich. Das heißt nicht, dass es rein rechtlich vielleicht angreifbar ist, aber dann entscheide ich für mich, dass ich das auf mich nehme.

speaker-1: Genau das wollte ich noch einmal einordnen, weil ich das hätten 1000 Leute

speaker-0: Nicht von Anarchie oder von Selbstjustiz. Aber guck mal, vielleicht ist diese Aussage auch von der Dame noch mal entscheidend. Na wenn Sie, wenn Sie mit der Berichterstattung, wie wir sie zeigen, nicht zufrieden sind, dann können Sie uns gegen uns vorgehen. Das will ich dir noch mal erklären. Ich verbreite jetzt deutschlandweit, dass du, mir nicht böse, ein Kinderschänder bist. Bist du nicht, würde ich ihn nie tun. Stell dir das vor. Ich bin der bekannteste Kinderschützer. Das war's für dich. Das wäre echt. Würdest du auf die Straße gehen, würde dich wahrscheinlich sogar verprügeln.

speaker-1: Ich könnte gar nicht mehr in Deutschland leben.

speaker-0: Aber und jetzt kommen wir damit, dass du wütend zu Recht die Reichweiten, die du einsetzt, nicht eindämmen. Das ist so, wenn eine ZDF oder andere so über uns reden müssen. Und jetzt sagst du, jetzt willst du hinterher mich verklagen. Gehen wir den Klageweg durch. Ich hab's gemacht, das geht viral. Du nimmst dir sofort einen Anwalt, der schreibt mir, ignoriere ich erst mal. Bis du einen Gerichtstermin kriegst, selbst wenn es ein Eilverfahren ist, vergehen 4 bis 6 Wochen. Bist du schon durch? bist du am Flächenbrand schon da. Jetzt kommt es zu einem Eilverfahren und die sagen mir, wo sind die Beweise, da hätten sie nicht dürfen. Ja, okay. Muss ich dir Schadensatz sagen? Nein. Weißt was ich machen muss? Ich muss nur die Videos löschen. Es kommt nichts bei raus. Ist das so? Ja.

speaker-1: Ich kenne mich halt richtig gar nicht aus, aber das ist ja crazy.

speaker-0: Ich habe vier Persönlichkeiten, da kommen wir gleich zu. So, jetzt machst du strafrechtliche Neuanzeige. Okay, kannst du machen. Erstmal musst du hoffen, dass die Polizei überhaupt weiter ermittelt, weil viele, viele Dinge werden eingestellt. Jetzt stellen die das nicht ein. Ich werde weder vorbestraft noch irgendwas. Da erwarte ich nicht maximal eine Strafe von 2000 Euro. Für dich war es das. Und jetzt zerlege ich nochmal die Aussage von dieser Dame. Wenn ihnen ja was für uns relevant ist, fürs Publikum zu zeigen, Version, sie können uns ja hinterher mehr weniger verklagen, das gegen uns vorgehen. Das heißt, ich soll Geld in die Hand nehmen, die gehen durch alle Instanzen, das dauert Jahre, der Ruf ist im Arsch. Und deswegen, wenn du die Wahl hast, stellt euch die Frage, ihr wisst, Ihr lebt in einem Tal und oben ist ein Staudamm. Ihr lebt mit eurer Familie da. Und jetzt kommt jemand und sagt, der Staudamm wird morgen brechen. Bleibst du da sitzen und wachst bis die Flut kommt und dich umreißt und... Logisch. Oder verlässt du den Tal. wenn ich dir dann noch sage, warum bricht denn der Tal, das ist doch alles sicher. Da oben sitzt jemand, der sprengt das morgen. Was wirst du tun? Ich weiß, was ich tun würde. Und das würdest du auch tun, so friedlich wie du bist. Du lässt nicht zu, dass das passiert. Du würdest vielleicht die Polizei anrufen. Jetzt hast du aber nicht die Zeit, die Polizei anzurufen. wie viel wollen wir wetten, dass du dann nach oben gehst mit einer Baseballkeule und dafür sorgst, dass du dir den Stamm nicht brichst? Da kannst du noch so ein netter Mensch sein. Wir haben es alle in uns angelegt, unsere Familie zu beschützen. Nichts anderes habe ich getan. Die wollten eine Arvino loslösen und ich habe mich nur verteidigt. Das würde übrigens auch so vor Gericht immer meldende Umstände haben. Was du das mal weißt. Denn wir haben ja Anwälte. Und der ist Millionär, also hat er die besten.

speaker-1: Das bringt mich zu einer Frage. ich möchte gleich, weil wir jetzt schon relativ lange darüber gesprochen haben, will gerne noch genauer auf dich als Person eingehen. Aber weil du das jetzt gerade so ansprichst, mich hat das die ganze Zeit schon interessiert. Du hattest ja vorher deine Karriere und ich habe mich gefragt, wie, und vielleicht ist die Antwort gar nicht so außergewöhnlich, aber ich habe mich gefragt, wie hast du das hingekriegt, dass du dich Vollzeit Kinder quasi, also Kinderrechte kümmern kannst und gleichzeitig dein Lebensunterhalt bestreitest?

speaker-0: Kann ich dir erklären. Also grundsätzlich, du musst ja verstehen, ich bin durch einen kosmischen Witz ins Fernsehen gekommen. Ich wollte da nicht hin. Viele wollen dahin. Ich wollte nicht. Aber es gab ja immer wieder so eine Reality-Sopes oder Reality-Dinger, die so an der realen Realität dran sind. Und ganz besonders so RTL2 und ein paar andere haben solche Dinge. Die lieben erfolgreich. Und da gab es so einige Sendungen und ähnliche davon hieß, glaube ich, mitten im Leben oder was. Und einer, den ich kannte, Der war schon immer Fernsehgeil, der fandet immer toll. Dann sind die auf so einer Komparsenrolle. Da haben sie mal eine bessere Liste, dafür kriegen sie auch Geld. Und dann werden sie ausgestrahlt. Dann freuen die sich alle, da bin ich. Soll jeder so machen, wie er möchte. Ich verurteile das nicht. Wenn du da bist, und das habe ich später auch gesehen, fragen die immer wieder, kennt ihr vielleicht noch Leute, die so sind, so sind. Einfach weil sie ihre Kartei vergrößern wollen. Und zu der Zeit gab es dann den Gedanken, eine Sendung ins Leben zu rufen. Es gab in Amerika die Sendung «Dock der Kopfgeldjäger». Vielleicht schon mal gehört. So, und auf die Art und Weise wollten sie in Deutschland einen markanten Typen nehmen, der mit einem Team kriminelle Fälle auflöst. Also wir haben keine Kopfgeldjäger. Also mussten sie es anhand eines Privatdetektives machen. Und suchten eine markante Persönlichkeit, kräftig, muskulös, tätowiert. Muss ja so gewesen sein. So sieht der ja aus. Der hat doch noch lange Haare gehabt. Und mein Kumpel sagt, und hat es so gehört, ich so, ja, mein Kumpel. Und zeigte den was von mir. Und dann sagten sie, wow, fand die toll. So und dann gab es praktisch ein Vorgespräch etc. Und dann hatten wir so ein Muteb. Und das Muteb ist so, da zeigt man dem Sender praktisch einen Abriss, wie so eine Sendung aussehen könnte. Und dann sagten sie mir, ja, schaut mal hier, dit und dit und dit müsst ihr machen. Und so uns hat er gesagt. Das soll das sein? Das ist doch nicht die Realität. Wo soll das sein? Das ist denn Ihr Kriminalität? Ich weiß ja nicht, welchem behüteten Dorf Ihr aufgewachsen seid, aber das ist nicht kriminell. Dann habe ich diese Szene selbst gestellt und auch gemacht. Und eigentlich sollten wir die Bus festhalten. Ihr seid dabei, wer wir denn in so einer Scheiße sehen? Wir machen den Zugriff. Wir kloppen uns hier. Das wollen die Menschen sehen. Dann habe ich mir die beiden Jungs genommen, die haben sie ja auch so rangeholt gehabt, die Jungs waren doch kräftige Jungs. Ey, pass mal auf, können wir so ein bisschen hier? Ja, ja, kein Problem. So, und dann haben wir so eine Szene nachgestellt mit Anliegen.

speaker-1: Das war schon eine Geschau-Spieler-Desiree.

speaker-0: Das ist eine gestellte Realität. Scripted Reality nennt man das. Aber halt mit realen Personen, die auch teilweise aus der Polizei kamen oder den Tiefen weg, ich als Personenschützer. Die hatten das zusammen gemixt. Und dann haben wir das gemacht und das hat den Produzenten so gut gefallen, dass er gesagt hat, wow, dann machen wir eine Teststaffel. 15 Folgen, dann haben wir die produziert, sechs Wochen lang. Das ist dann schon ziemlich aufwendig. Weil es ziemlich lange dauert. zwölf bis teilweise 16 Stunden produziert. Da hast du richtig ausgeblutet. Und dann hast du so eine erste Staffel. Die war 2011, die wurde ausgestrahlt und die war ... noch eine Fan. Dafür lief die aber sehr gut. Dann haben die gesagt, wow, das hat Potenzial. Wir wollen eine zweite Staffel. Das bedeutet 100 Folgen. 80 bis zu 100 Folgen. Dann sind sie auf mich zugekommen und haben gesagt, Stahl ... Ja, der Sender findet das ganz interessant. Wir wollen ja jetzt auch mal eine Staffel machen und so. Allerdings, du kriegst aber für diese Erststaffel, das ist kein Geld. Das ist schon fast für ein Kriminell, was wir da bekommen haben. Für 16, 17 Stunden teilweise, ja. So. Aber es ist natürlich eine Chance, wenn du das machst, dass es vielleicht mehr gibt. Also mehr Sendungen. Und dann kamen die dann zu und haben gesagt, es ist gut gelaufen, wir würden die Sendung auch gerne machen. als Held des Ganzen, das Ganze heißt dann Deletai Stahl. So und ja, aber es ist natürlich so, es alles ganz eng finanziert und so. Da ist natürlich nicht viel. Ich sag, wissen Sie was? Das mag bei, vielleicht traurigerweise bei all denen da draußen funktionieren, weil die alle hier sein wollen und vielleicht müssen. Ich wusste nicht. Das läuft nach meinen Konditionen oder gar nicht. Dass Sie das bewusst sind. Ansonsten nehmen sie einen von denen. Ach so, funktioniert ja nicht. Die Leute wollten ja mich. Ich bin eine von mir sehr überzeugte Person. Das kann ich auch sein, weil ich in dem erlebt habe, wo ich trotzdem heute bin. Auch im Kinderschutz. Das habe ich aus nichts gemacht. Und deswegen habe ich das für mich vorgegeben. Jetzt kommt noch weiter auch dort. Sie geben dir den Vertrag und den Vertrag liest du. Ja, okay, das haben sie alle drin genommen. Oder müssen wir nochmal nachbessern und so. dann ja, AGBs. Ja, das sind die üblichen AGBs. Okay, und ich habe mehrere so kleine Bücher zu sowas gelesen von Leuten, die ich gelesen habe, da und da solltest du vorsichtig sein. Und da habe ich gelesen, da wollten die mir den AGBs meinen Namen wegnehmen. Die wollten also, dass mein Name praktisch ihnen gehört und ich den nicht mehr frei verfügen kann. Das würde bedeuten, ich könnte nicht mal einen eigenen Instagram oder Facebook-Account aufmachen mit meinem Namen. Und alles, was ich danach mit meinem Namen mache, würde denen gehören. Ich habe pass mal auf, sehe ich so blöd aus oder was? Mein Name hilft mir. Nur mir ist mein Name. Und so wurde das dann gemacht. Denn ohne das, was kriegste... Stell dir mal, von dir hätten jetzt jemand gesagt, das war auch meine Bedingung, ich gehe dann nur als Karsten Schneider rein. Hättest gesagt, sie heißen Karsten Schneider? Nö, mach ich nicht. Weil ich schon dann auch wissen wollte, dass das dann auch für mich Mehrwert hat.

speaker-1: das jetzt mal auf den auf den Punkt zu bringen. Die Frage war ja, wie hast du deinen Kinderschutz, wie hast du das finanziert? Du hast anscheinend gut verdient in diesen

speaker-0: Ja, du hast mäßig verdient, aber das hast du gemacht. So entscheidend ist die viel wichtige Frage ist, warum hast du dich entschieden ein laufendes, gut laufendes Format aufzugeben? Viele wollen ja dann und in solche Formate und wenn die gut laufen. Du musst bedenken, ich bin Vater von zwei Kindern und das ist alles ist mein Motor. Heute ist mein Sohn 18, kann schon selber laufen und hat eine große Fresse wie sein Vater. Meine Tochter ist 16. So, aber meine Kinder waren damals noch klein. Die waren fünfeinhalb. und ein bisschen mit über drei. Und mein Sohn ist eingeschult worden. Mein Sohn ist eingeschult worden. Mit fünfeinhalb. Und nach zwei Tagen, nach Samstag der Einschuldung, kommt mein Sohn nach Hause und hat eine blutige Nase und eine blutige Lippe. Und fleht mich an, nie wieder in die Schule zu schicken, weil andere Kinder ihn verprügelt und beleidigt haben. Er wusste nicht mal, was das Wort bedeutet. Scheiß-Polacke. So viel zum Thema Rassismus. Mein Kind ist zur Hälfte polnisch. Und du kannst dir nicht vorstellen oder vielleicht doch. Wenn du Kinder hast, jeder der Kinder hast, wie hilflos und ohnmächtig und wie tief der Schmerz ist. Und bei mir kam aber noch was dazu. Ich habe ja eine extreme Mobbing bis hin zu Nahtoderfahrung durch Mobbing erlebt, als ich 10 war. Das heißt, alles kam ja sofort als Trigger zurück. Der große starke Mann, der ich heute war, damals überlegen war, der saß ich in der Form seines Kindes und ich wusste, wenn ich meinen Sohn jetzt nicht helfe und ich alles tue, dann folgt mir mein Sohn und wird vom Opfer zum Täter und vielleicht noch schlimmeres, wie ich zum Intensivtäter. Aber ich wusste, ich kann meinem Sohn nur dann helfen, wenn ich die Ursache bekämpfe. Die Ursache sind Kinder, die Grenzen überschreiten und Erwachsene nicht eingreifen. Und war der Beginn. dann habe ich die Karriere praktisch, das war fließend aufgegeben und habe nur noch das gemacht.

speaker-1: Und diesen Auslöser habe ich total verstanden. wenn du da nicht drüber reden willst, ist vielleicht okay, das interessiert mich nur, weil ich bin ja unternehmerisch tätig, ich bin Psychologe.

speaker-0: Ich selbst finanziert aus meinen eigenen Kräften die ersten Jahre.

speaker-1: Und wie hast es gemacht? Weil du nebenbei noch gejobbt hast oder einfach aus dem eigenen Vermögen

speaker-0: Wahnsinn, Vermögen. bin, guck mal, auch wenn man mich sieht, ich bin ein ein sehr bodenständiger Mensch. Also ich hab keine Wille.

speaker-1: Bist mit Wohnmobil hier angereist, fand ich cool.

speaker-0: Also ich bin sehr bodenständig. Das heißt, ich kann auch verhältnismäßig, ich gehe bei Lidl einkaufen, weil es genauer sind Dinge, wenn ich mal muss, dann woanders, alles gut. Aber grundsätzlich hatten wir eine bezahlbare Wohnung, heute schon schwer. So und meine Partnerin hat Geld verdient und ich habe auch noch Geld gehabt und ein bisschen verdient. Aber das war alles nur in dem Security Bereich, den ich früher gemacht habe. Aber grundsätzlich habe ich mich am Anfang ein bisschen auf der thema fuchsiert. Dann kamen immer mehr Menschen, die mich Hilfe gebeten haben. Dann mehr, mehr, Aber die ersten Jahre, das alles selbst finanziert. Und dann irgendwann kamen dann Sponsoren dazu. Weil ein ganz langer Prozess. Und es ist ja bis heute nur so, dass du das irgendwie am... Deswegen kam ja Rosa. Deswegen kam mir immer der Gedanke, die Jahre hinweg. ist ja ein gerade so Leben. Das kostet ja so. Und Spenden. Ich habe nie einen Spendenaufruf gemacht. Weil ein Spendenaufruf hat so etwas anröchelt. Wenn ich habe gesagt, ja, Beerdbeben-Opfer in der Türkei, da ist die Spende Nummer, ich habe nie gemacht.

speaker-1: Weißt du was, das hast du in einem anderen Podcast erzählt und da habe ich auch aus psychologischer Sicht darüber nachgedacht. Stell dir mal vor, du bist in einer Szene und irgendjemand will einem Kind Gewalt antun und du guckst von außen und du machst nichts. Das wäre ja unterlassen hilflassen.

speaker-0: Das ist eine Fähre.

speaker-1: Und ich würde, so wie ich dich einschätze, würdest du immer da reingehen.

speaker-0: ...würde mein Leben riskieren und drüber nachzudenken.

speaker-1: So und ich ich stelle jetzt mal eine provokante These auf und die ist nicht rechtlich gesehen sondern eher psychologisch ist wenn ich so viel Reichweite habe ist es nicht meine Pflicht zu sagen Leute wenn ihr wollt ich habe hier ein Vehikel womit ich Kinder schütze gebt mir Geld ich muss euch nicht zwingen und ich sehe in deinem Gesicht du hast so Widerstand aber ist das nicht schneidest du nicht dir ins eigene

speaker-0: Aber ich bin, das ist ja das, was mich so anpisst bei so einer Scheiße, dass man jetzt versucht, hier was zu machen. Ich hab das nie getan. Nur für andere. Ich, es ist so, wenn man das so in den Vordergrund stellt, dann kriegt das Ganze einen bitteren Beigeschmack.

speaker-1: für dich. Ich behaupte, ist nur dein Glaubenssatz. Weil

speaker-0: kann möglich sein, weil

speaker-1: ich denke, ich stell dir mal vor, also ich stell dir mal vor, du hast die das Mittel, den Zauberstab oder die Pille, Krebs zu heilen oder so. Aber du brauchst keine Ahnung, du brauchst Gelder, Spendengelder, damit du das antreibst. Kannst ganz viele Menschen retten. Dann ist es doch deine moralische Verpflichtung zu sagen, mach das.

speaker-0: Das ist recht, aber guck mal, ist ja nicht so, dass man nicht, wenn man auf unsere Seite geht, eine Spendenmöglichkeit hat. Weiß ich. Genau, aber ich habe nie darauf hingewiesen, sondern ich habe immer den Menschen überlassen, wenn sie das unterstützen wollen, habe gesagt, könnt ihr auf unsere Seite gehen. Aber ich habe es nie speziell gemacht, Spenden hier, dafür, dafür, das habe ich nie gemacht. Wollte ich einfach nicht, weil ich mir einfach nicht diesen Fokus antun würde, dass mir Leute sagen, ich mache das aus finanziellen Gründen. Wenn ich aus finanziellen Gründen ums Geld gehen würde, würde ich ganz andere Dinge machen. Aber ich habe natürlich in den Jahren immer wieder gesehen, Scheiße, ich habe vielleicht auch gehofft, dass aufgrund dem, wie ich Großsicht machen, das Geld da vielleicht kommen von dem Land, dem ich lebe, für dem ich Kinder schütze, kommt aber nicht, weil ich erst verbitten lernen müsste, dass Kinderschutz nicht unterstützt wird.

speaker-1: Weißt du was? habe einen viel kleineren Skala, habe ich im Grunde eine ähnliche Erfahrung gemacht. 2017 habe ich meinen YouTube-Kanal gestartet mit der Intention, ich kann hier wirklich was. Ich bin Psychologe. war früher totaler Beziehungsideot. Ich wurde aus dem Nichts verlassen,

speaker-0: keine Sponsoren gefunden.

speaker-1: ohne dass ich es kommen sehen habe. Und heute biete ich meine Erfahrungen, meinen Wissen an, Menschen zu dienen. ich ein Jahr bis, ich weiß gar nicht, ein Vierteljahr Ein, ein Vierteljahr habe ich YouTube Videos gemacht in der Erwartung, wenn Leute meine Hilfe brauchen, dann fragen sie mich. Nicht ein Einziger hat gefragt. Pass auf. Und jetzt kommt der Punkt. Ich habe nach einem und ein Vierteljahr, lass mich nicht lügen, den Dreh, habe ich angefangen zu sagen, und übrigens, wenn ich euch helfen soll, schreibt mir eine E-Mail. Innerhalb von zwei Wochen hatte ich E-Mails.

speaker-0: Okay.

speaker-1: Und das ist das, was ich denke. Ich habe gedacht, Mann, habe vorher hätte ich denen nur sagen müssen. Menschen müssen manchmal gesagt bekommen, was sie tun können.

speaker-0: Marc, hätten wir vielleicht manche Sachen einfacher gemacht. Aber guck mal, ich sag immer, geschieht ohne Grund. Klingt manchmal bisschen paradox bei all dem, Sachen, die so passieren. ich hab ja, als die Pandemie dann kam, für uns alle ein Horror, menschlich, für unsere Kinder. Ich war übrigens einer von ganz wenigen, die gesagt haben, wenn ihr die Kinder aus der Obhut der Schulen und der als Kitas nehmt wenn wir nie da gewesen Zahlen von Missbrauch und Gewalt an Kindern haben. Ihr solltet euch also wirklich sicher sein, dass das wirklich notwendig ist.

speaker-1: hast du vorausgesagt zu

speaker-0: habe ich zu Lauterbach und auch zu Spahn immer wieder gesagt. Und dann wurde ich ja auch als Schwubbler und dies, das und jenes. Ich hatte Recht. Es war nicht notwendig. Entschuldigt hat sich hinter keiner. Weißt du, wie viele Kinder missbraucht wurden durch diese Handlungen dieser Bundesregierung, weil es nicht nötig war, aber es trotzdem gemacht hat. Und jetzt kommen wir nochmal wieder. Wer hat denn? diese ganze gezielte Spaltung mit unterstützt. War es nicht der ZDF und die Öffentlichen, die gesagt haben, die Pandemie der Ungeimpften, war es nicht ein Böhmermann, der gesagt hat, Kinder sind Ratten, die die alten Menschen töten in der Kombination? War es das nicht? Also Sie haben sich mehr als schuldig gemacht bei der Spaltung dieses Landes. Wäre es nicht Ihre Pflicht gewesen, das neutral zu berichten? Nein. Und als es dann vorbei war, hat sich keiner entschuldigt. Da hieß es nur, wir müssen vergeben und vergessen. und dann kam ja schon der nächste der Ukrainekrieg. Und schon sind wir wieder am nächsten Thema. wisst ihr, und deswegen... Ich sehe da so viele Dinge, wo ich einfach sage, ich kann es nicht glauben. Und guck mal, aber der Vorteil war bei der Pandemie, unabhängig davon, von heute auf morgen nichts mehr ging für viele Existenzängste. Ich habe dann irgendwann, mit drei, vier Jahren habe ich mir das angeguckt. Und dann habe gemerkt, ich spüre, das wird eine Einglossschleife. Dann hab ich meinen Maul aufgemacht, als einer von wenigen. Natürlich war ich dann auch gleich dies, das und jenes. Aber guck mal, wenn du mit dem Rücken an der Wand stehst und das Gefühl hast, man nimmt nicht nur die Freiheit, dich bewegen zu können, sondern die Existenz und das Gefühl hatten, ich würde sagen 60, 70 Millionen Menschen in Deutschland, dann greifst du irgendwann an. Ich greife an. Ich bin nicht der, der die Backe hinhält. Ich greife jeden an. Wenn er mich und meine Familie bedroht, ist mir auch scheißegal. Dann ist für mich der Punkt, Erzählt nur, danke, überleben. das habe ich getan und hat mir natürlich auch Kritik gebracht und so. Aber viele Menschen haben meine Sachen genauso empfunden, weil ich sehr bürgernah spreche. Einfach. Und ich habe mich durch die Pandemie in meiner Bekanntheit von 15, 20 Millionen auf 50 Millionen erhöht. Das heißt, ich habe eine extrem große, das war nicht das Ziel, aber das war auf einmal so. Und ich habe noch was gesehen. Ich habe gesehen, dass in der Pandemie sich erwachsene Menschen Klopapier kloppen. Kaminidam.

speaker-1: Der Gedanke

speaker-0: Arsch, aber für einen guten Zweck. Stellt euch mal vor, wir hatten Klopapier, was genauso gut ist wie jedes andere, was eine auffällige Farbe hat und was gleichzeitig bei jedem Kauf den Kinderschutz unterstützt. Wir hatten ein eigenes Kinderschutzprodukt, was jeder braucht, jeden Tag. Nur mal so zu Informationen. In so einem Markt, wie ich morgen drin bin, sind ungefähr 40.000 Artikel. Maximal drei bis fünf von den 40.000 Artikeln unterstützen irgendwelche sozialen Projekte. Und das war meine Idee. natürlich, sollte ich die umsetzen? Dafür brauchst du Geld, da brauchst du richtig Kohle für. Und dann habe ich irgendwann halt diese Bilder mal gesehen von dem Mann, der Ferrari-Millionär und König des Klubpapiers. ich die König des Klubpapiers. Der hat einfach in der Pandemie gesagt, Klubpapier ist mangelbar. Ich investiere, besorge, habe ich nochmal einen neuen Kreismäsen. Chefsmann. Kapitalist kann man mögen oder nicht, aber clever. Der käufelt scheiß immer auf den größten Haufen. Und dann habe ich den mit dem Kontakt durch jemanden aufgenommen und bekommen und habe bemerkt, eigentlich ein, weiß nicht, ein bisschen drüber, aber es ist ein liebender Vater von vier Kindern und der eigentlich das Herz an richtigen Stelle hat und er sagte mir, ja ich mache ja auch immer wieder 160.000 an die Unicef gespendet und dies das und jenes und dann hat gesagt, du pass auf, ich habe eine Vision und die will ich dir mal kurz erklären. Stell dir mal vor, es gäbe Klopapier, Pink, Pinkrosa sowie Pink Panther und da würde drauf stehen, voll für den Arsch, ich einen guten Zweck und von jedem verkauften Paket, fließt in Teilen in den Kinderschutz. Das ist nicht schlau. Das ist sehr schwer, in die Märkte zu kommen, da gesagt, das ist meine Sorge sein, weil ich klingel ja nicht oben, wo die sagen, brauchen wir nicht. Ich gehe in die Märkte, wo die Leute mich kennen. Und so habe ich angefangen, 40, fast 50 Meet & Greets gemacht. Ja, alles immer kostenfrei und habe dieses Produkt, was wir dann immer verbessert haben, etc., bis es heute so ist, wie es ist, und dann in die Märkte gebracht und unterstützt bei jedem Kauf. bei ihm Gang zur Toilette und ich sage immer bei Kackengutetun für Arsch und Seele und das kommt bei vielen gut an, es bringt auch wieder Leider und es bringt Fragen. Und da kommt der ZDF zum Beispiel her. Auf dem Produkt steht ganz klar für was es ist.

speaker-1: Ja und ich weiß, ihr habt dafür Kritik bekommen. Das hast du aber auch schon ganz oft erzählt. Deswegen würde ich dahin jetzt nicht abbiegen wollen.

speaker-0: Wir haben sie auch enthebelt.

speaker-1: würde... Absolut und ich finde das total geil. Wie gesagt, ich habe dich ja vorhin in Anführungsstrichen kritisiert dafür, dass du hättest viel mehr nach Geld fragen sollen, weil ich der Meinung bin, wenn du...

speaker-0: Die sollen mir ja nichts schenken oder uns.

speaker-1: ist sowieso nicht. Aber wenn du das nicht...

speaker-0: Ich muss doch die ganze damit erlaufen halten. Natürlich muss ich auch meine Familie ernähren, wenn ich irgendwelche Veranstaltungen hier und da mal mache und Leute auf mich zukommen sagen, wir wollen sie.

speaker-1: Ja, deswegen also wie gesagt, das war meine Kritik. Ich finde aber etwas, was profitabel laufen kann und immer wieder Kinderschutz anstellt. Finde ich mega, finde ich mega. So, ich möchte jetzt gerne noch mal das machen, wofür wir hier sind und zwar ein bisschen psychologisch hinschauen. hast mir vorhin gesagt, ich bin ich habe selber schlimmste Erfahrung gemacht, bis hin zur Nahtoderfahrung. Kannst du das mal bitte?

speaker-0: Naja, ich selber war mal, genau wie du, ein zehnjähriger Junge. Das haben wir ja beide nicht übersprungen und wir waren beide wahrscheinlich, wenn wir nicht sitzen geblieben sind in der fünften Klasse. Und in dieser fünften Klasse war ich ... Okay,

speaker-1: Ich war vierte, ich bin zu spät in die Schuhe.

speaker-0: der die Verziehen hast du noch länger.

speaker-1: Ich hatte mehr Spaß im Kindergarten.

speaker-0: Aber ich war mit fünf und halb, äh, fünf, also fünf, äh, ne, mit zehn in der fünften Klasse und war damals etwas dicker, kleiner, bummlicher, rötliche Haare und viele Sommersprossen. Waren mir nicht warum, aber es war so. So und ich wurde in meiner Klasse immer so ein bisschen, na früher hätte man gesagt, gehänselt. Naja, aber wie schön findet man das, wenn man jeden Tag als Specki, Fettiboulette bezeichnet wird. Ja, Dass man da dann versucht aus Scham zu lächeln, dann wird das so. Die Lehrer haben das auch gehört, waren damals schon nicht ausgebildet und wussten nicht so richtig, damit umzugehen und haben dann gesagt Ja, hör mal auf damit, ist doch nicht schön, aber richtig konsequenznah ist nicht. So trotzdem war ich in meiner Klasse anerkannt, also nicht anerkannt.

speaker-1: Akzeptiert!

speaker-0: Die Bulette, die dabei ist. wirklich so. Wie oft ich das gehört habe. Und natürlich weiß man, dass man dicker ist und schämt sich dann dafür, frustriert einen nur meistens dazu, noch mehr zu fressen. So, aber die waren an sich verbal scheiße zu mir. ich immer, es gab ja auch mal nette Momente, ja, also ich die gar nicht, ich wusste, ich bin dick, also habe ich gesagt, muss ich irgendwie da durch. Eigentlich nicht richtig, oder? Niemand muss so was erleben. Aber wenn der Erwachsene nicht eingreifen wird es von den Kindern als stölle Duldung akzeptiert, als es okay ist. Aber in der Schule gab es eine Gruppe von fünf Jungs und die waren zwischen 14 und 16, große sportliche Jungs. Die mindestens zweieinhalb bis drei Köppe größer als ich. Und die waren an der Schule so ein bisschen die... naja.

speaker-1: Die Gangster.

speaker-0: Oder halt die, die die, die haben Schüler geerrat, waren schon nicht nett zu denen, haben das, haben da gerucht, haben auch Lehrer provoziert. Also das waren schon die, wo die Lehrer froh sind, denn die bald weg sind. Und eines Tages bin ich aus der Schule rausgekommen mit meinen Schulkameraden und dann haben sie mich angesprochen, der Anführer, den direkt angesprochen und mich, du fettes Schwein, wo willst du hin? Ich kannte den vom Sehen, vielleicht habe ich ihn nie gesehen, habe ich nie mit dem zu tun gehabt, habe die nie weit getan. Und dann packte mich sofort am Rucksack und zog mich zu den Jungs hin, die umzingelten mich zum Fünft, fingen an mich hin und her zu schubsen. Andere haben es gesehen, manche haben gelacht, manche sind einfach weggelaufen und wollten... Keiner hat Hilfe geholt, das will ich damit sagen. Und dann bin ich irgendwann durch das Hin und Her, schubsen nach links und rechts, unter Beleidigungen übrigens, ja Bastard, Hurensohn und was ist und was nicht alles. Bin ich dann über meine Füße gestolpert und will auf den Boden fallen. Und wie ich wieder aufstehen wollte, haben die mich zusammengetreten. Krass. Ohne dass ich denen niemals was getan habe. Jetzt stellst mir die Frage, habe ich es jemandem erzählt? Hat jemand dir geholfen? Nein. Hat keiner Ich habe durch die Beine die Gesichter der Kinder gesehen, die da manche erschrocken, manche gelacht haben. Heute würden sie das Ganze auch noch filmen. Das will ich euch nur noch mal sagen. Heute würden sie das filmen und hochladen, damit ihr wisst, wie der Multiplikator mal 1000 ist. Warum Kinder sich umbringen wollen. Und jetzt fragst dich und das hat ja jeder, hast du dir das jemandem erzählt? Deinen Eltern etc. Der hat sich zu mir runter gebeut und hat zu mir gesagt, wenn ich das irgendjemandem erzähle, dann schneidet da mit meiner Mutter die Kehle durch.

speaker-1: Junge!

speaker-0: Der hat mich gerade zusammen getrimmt und sagt jetzt, wenn die Quatserie schlägt, tötet er meine Mutter. Und dann hat er noch was gesagt. Und das ist heute oft. Wenn ich ihn. Sie werden mich jeden Tag verprügeln, es sei denn, ich bezahle sie. Gib uns dein Taschengeld, besorg uns Geld. Dann verprügeln wir dich nicht. Und so bist du nach Hause, sagst keinen Ton, wisch dir die Tränen weg. Und in der Hoffnung, wenn du dir dein Geld gibst, passiert nichts. Manchmal haben sich hier Ruhe gelassen, manchmal haben sie dir trotzdem eine Backpfeife gegeben und irgendwann ist dein Geld alle. Und dann verprügeln sie dich wieder. Und du sagst denen, ich habe kein Geld mehr. Dann beklaue deine Eltern, beklaue deine Geschwister. Und das tust du dann. Und mit jedem Mal, wenn du das denn tust, ist die Schamgänze noch viel größer, weil du ziehst deine Familie mit rein. Du stierst deine Familie.

speaker-1: Die Hürde ist größer, das ist überhaupt normal.

speaker-0: Das geht über Wochen, Deine Angst, zur Schule zu gehen, durchs Bauchschmerzen, Kopfschmerzen. Du kannst dich nicht mehr konzentrieren, deine Noten fallen rapide. Deine Hausaufgaben, wenn du es überhaupt noch machst, wenn sie sie mir nicht vor der Schule weggenommen haben und zerrissen haben. Deine Eltern sehen, muss die Noten fallen etc. Was wird im Jung los? Du sagst aber aus Angst, immer hast du alles in Ordnung. Und die merken, du hast ständig Bauchschmerzen. Manchmal lassen sie dich zu Hause. Im Endeffekt denkt deine Mutter irgendwann, du hast keinen Bock auf Schule mit Notenfallen. Monate lang. Und irgendwann fängst du an, an dir zu zweifeln. Du bist nichts wert. Das was sie dir sagen. Meine Klassenkameraden übrigens haben sich in dem Moment, wo sie gesehen haben, dass ich immer wieder von denen attackiert wurde, von distanziert, die wollten nicht mit mir zusammenstehen. Ich stand isoliert auf der Schulauf. Wo war

speaker-1: Was glaubt

speaker-0: denn da das Lehrpersonal? Ich meine, wenn ein Kind immer wieder alleine steht, muss man das doch sehen. Damals schon und heute. Sind sie weder geschult noch achten sie alle drauf. Die meisten nämlich nicht, weil sie auch voll überfordert sind damit. Sie werden ja auch im Stiche lassen mit dem Thema. Dazu den Zahlen kommen wir noch. Das heißt, das ging Monate lang und das hatte, und das spule ich mal vor, darin geendet, dass sie mich eines Tages, drei Tage vor meinem 11. Geburtstag, in eine drei Meter tiefe Grube geschmissen haben. Drei Meter tief. Du siehst den Balken da oben. Von da runter sind drei Meter. Und unten war harter Lehmboden, Steine, Rohre. Und die haben mich einfach da reingestoßen. Ich hab mich überschlagen, bin da unten aufgeschlagen, bin auf dem Rohr geknallt, hab mir die Rippen gebrochen, mit dem Kopf so hart auf den harten Boden aufgeschlagen, dass mein Kopf aufplatzte und ich aus meinem Kopf Blut pumpte. Und wenn du hier hinsiehst, Ramone, siehst du die Narbe heute noch, die mich immer daran erinnert. Und dann haben sie mich ausgelacht und dann hat der Anführer ja immer gesagt, wo es langgeht, weil er hat das sagen und andere wollen ja in der Gruppe bleiben und wollen auch nicht. von ihm vielleicht verdrimmt werden, das ist Gruppendynamik, Gruppenzwang, hat erst er und dann alle anderen, weil er gesagt hat, auf mich, den verblutenden kleinen Jungen da unten, zu fünfter runtergepisst. Und dann, und das war Spätherbst, es wurde schon dunkel, du hast da unten kaum was gesehen, sind sie weggegangen und beim Weggehen hat einer zu mir von denen gesagt. Verrecker du Bastard! Sturpp!

speaker-1: Wenn du heute darüber nachdenkst, wer diese Kinder wie was fühlst du?

speaker-0: In dem Moment, wenn du das erlebst, du nur Angst oder auch oft Hass, sogar Mordgedanken. Mobbing löst nicht nur Suizide aus, sondern auch Amokläufe. das heute zu betrachten, heute bin ich erwachsen. 90 Prozent der Kinder, die heute andere mobben, selber Opfer. Sie sind so nicht geboren. Man hat einen Massenvernichter, einen Serientäter, wird so nicht geboren, er wird so gemacht. Es gibt den einen oder anderen, der vielleicht schon irgendeine psychische Störung hätte, aber er würde ja Hilfe bekommen durch Menschen wie dich. Wurde ja gar nicht zu Massenmörder werden. Aber, oder viel geringer die Chance hat. Aber wenn bestimmte Dinge zusammenkommen, dann kann schlimmste Dinge passieren. Und wenn man solche Gewalttaten erlebt, dann können einen die extrem prägen. bin vom Opfer, genau wie die, bin vom Opfer zum Mittäter geworden, das nicht mehr zu erleben, nicht mehr gesehen zu werden und habe anderen das angetan, mitgemacht am Anfang nur. Dann bin ich größer, stärker, überlegener geworden. bin gewachsen auf einmal. Ja, ich bin sehr kräftig gewesen. Ich habe angefangen, mich für Boxen und so was zu interessieren. Auf einmal war ich überlegen und auf einmal war ich selber. der der andere gemobbt hat. Ich hab sowas nicht getan. Aber ich war ein Arschloch, genau wie andere. Mit der inneren Einstellung, ja, ist mir doch auch passiert. Ist irgendwie normal. Was nicht ist. Und wenn du das jetzt hier in dieser friedlichen Gegend erlebst, dann kannst du vielleicht danach, wenn du dann in einen Job gehst, irgendwie rauskommen. Ich komme aber nicht aus so einer friedlichen Gegend wie in Lübeck. Ich komme aus Berlin-Neukölln. Und wenn du da anfängst, Gewalttäter zu werden, und das als Jugendlicher, kommst du ganz schnell in Konfrontation mit den Behörden, mit der Polizei. Und wenn du ein Gewalttäter in Berlin-Neukölln bist, der einen Ruf hat als Jugendlicher, und den hatte ich, andere auch, dann kommen oft ganz schnell. Menschen, die kriminelle Energien haben und suchen Leute, die die Drecksarbeit machen und dafür nicht haftbar sind. Und dann kommen die zu dir und sagen, ey, hast du Bock, 2000 Mark zu verdienen? First of this man, of whom they are all afraid, you. He a car. hat alles, wo du dich vielleicht als junger Mann sehns und hat Respekt vor allen Dingen. Und kommt zu dir und sagt sowas. Dann sind nur mal junge Menschen sehr manipulierbar, besonders wenn sie aus einem armen Elternhaus kommen. Und dann wacht man sich, beim ersten Mal sagt man doch nein. Und dann irgendwann sagt man sich, man muss sich tun. Du bringst einfach ein Paket von A nach B. Du stellst keine Fragen, du machst das Ding nicht auf. Ich weiß bis heute nicht, was in den Paketen drin war, aber ich hab's gemacht. Und wenn du dann auf einmal im Monat mehr verdienst als dein Vater...

speaker-1: dann ist das eine Verstärkung.

speaker-0: Dann bist du da drin und dann haben sie dich. Und wenn du dann da drin bist, bist du mit denen verstreckt. Dann haben sie dich in zwei Maßen. Einmal mit dem Geld und dann mit dem Druckmittel, dass du ja schon dazugehörst. Aber eigentlich mussten sie nicht drücken, weil ein Mensch, der so etwas erlebt hat wie Ikke, sehnt sich nach Anerkennung. Und deswegen sind junge Männer, ganz besonders junge Männer, die aus solchen Verhältnissen kommen wie ich finanziell oder auch durchs Opfererfahrung, Gewalterfahrung sehr schnell manipulierbar. darin einzurutschen. Ganz besonders Menschen, die aus anderen Ländern kommen und hier große Hoffnung hegen, die nicht bestätigt bekommen und dann leichte Beute sind. die schlimmste Dinge zu tun.

speaker-1: Ich da ganz viele Fragen stellen. Ich würde gerne nochmal vorne beginnen. den Kindern, bei diesen Tätern nenne ich sie jetzt mal.

speaker-0: Täter sind wir alle, weil mit Täter wegseher sind alles Täter.

speaker-1: Ich will, wenn ich in deiner Position gewesen wäre, dann hätte ich womöglich ganz viel Hass gefühlt.

speaker-0: Wann switch? Und ich war ja so unterlegen.

speaker-1: Und pass auf, jetzt ist das aus psychologischer Sicht denke ich direkt, boah Junge, die armen Kinder, die das gemacht haben mit dir, also dass du arm dran warst, ist ganz klar. Ganz

speaker-0: Das müssen die erlebt haben, so zu werden.

speaker-1: genau. Was müssen die erlebt haben? Vielleicht zu Hause oder zu Hause? Ganz genau. Und das wusste man früher aber nicht.

speaker-0: Das sehen wir heute so und ich sehe das auch. Als Senior ist ein Überlebenskampf gewesen. nochmal, wenn ich heute darüber rede, Amok oder Suizid. Ich hatte Suizidgedanken non mass und lass uns bitte jetzt das noch zu Ende bringen. Ich lag verblutend in der Grube. Die sind weggegangen. Ich hätte doch jetzt rufen können Hilfe. Habe ich ja nicht getan. Welche Hilfe denn? Monatelang hat mir keiner geholfen. Mitschüler haben es gesehen, haben nicht geholfen. Lehrer. Haben es dich interessiert, dass ich alleine stand? Meine Eltern haben dich nicht wirklich interessiert, warum die Noten gefallen sind, weil sie auch vier andere Kinder hatten oder drei noch außer mir. Ich wollte nicht mehr rufen. Und welche Hilfe? Ich hatte nur noch einen Wunsch. Ich wollte sterben. Also habe ich meine Beine angezogen. Das ist jetzt noch ganz genau. Und habe meine Augen geschlossen. Und ich habe ja Blutverluste gehabt und es war Spätherbst, also kalt. Ich weiß nur noch eins, Ich bin mehrere Tage später aus dem Koma erwacht. hatte einen riesigen Vermantelumschädel und meinen Rippen hier. Und dann kam der Arzt, Chefarzt war doch immer zu mir und sagt, Kleiner, sag mal, was ist passiert? Sag mal ehrlich, was ist passiert? Da habe gesagt, ich habe da gespielt und bin da reingefallen. Und dann habe ich erfahren, dass ein alter Mann mich da mehrere Stunden später gefunden hat, für ihn leblos, mit der Taschenlampe, da war sein Hund, da muss man sich aufpassen, der Hund hat da hingezogen. Und er hat dann da reingeleuchtet. Warum auch immer? Nichts zu schieden ohne Grund, oder? Und dann haben die mich da rausgeholt und eine Bluttransfusion bekommen, dann hatten den Krankenhaus und... Du hast

speaker-1: Das heißt, du wärst kurzum, wärst...

speaker-0: es verstanden, das würde ich dir damit eng sagen. Wenn der alte Mann mich nicht gefunden hätte, wäre ich seit 43 Jahren tot.

speaker-1: Wie lässt dich das über dein jetziges Leben reflektieren? Kann es sein, dass das manchmal ein Antrieb

speaker-0: Siega Sudestino, spanisch, steht hier tätowiert und heißt Folge deiner Bestimmung. Ich habe Dinge erlebt, Nahtoderfahrungen gehabt. Auch dann, wie ich vom Opfer zum Täter zum Kriminellen geworden bin, zum Intensivtäter. Den Verlust eines Kindes, den der bestimmt meint ist vorhin. Es hat mich geprägt. Es hat mich so gemacht, wie ich bin. Wenn sich manche jemand fragt, warum ist der so? Vielleicht könnt ihr das jetzt nachvollziehen. Die Frage ist, hättet ihr es überhaupt überlebt? Hättet ihr euch nicht schon längst die Kugel gegeben oder das Leben genommen bei dem, was noch kommt, was ich gleich erzähle? Mich hat es zu einem extremen harten Kämpfer gemacht. Ich habe aber der, der dann zugeschlagen hat, bevor jemand die Faust heben konnte. Ich habe gewusst, jetzt knallt es. Schlag zu. Nichts anderes hat der ZDF jetzt von mir erlebt. Ich beschütze. meine Familie, meine Freunde, meine Existenz und ich beschütze Kinder in Deutschland und ich stelle mich jedem in den Weg. Ob Politiker oder Kinderschänder oder Verharmloser, egal welcher Position, der die Kinder in Deutschland im Stich lässt. Und das mache ich, solange mein Blut durch die Adern fließt. Und ich bin eine harte Nuss. Das haben die jetzt schon kapiert, oder?

speaker-1: Also du bist da nach dem Koma aufgewacht.

speaker-0: Hm?

speaker-1: Irgendwann in einigen Sachen, die wir recherchiert haben, hast du von einem Kipppunkt, einem Wendepunkt erzählt. Das muss doch mindestens irgendein Punkt gewesen sein, wo ich als Eltern denke, Alter, was ist mit meinem Kind passiert? Haben deine Eltern dir abgenommen, dass du da reinmachst?

speaker-0: mal die Zahlen sagen 80 Prozent der Kinder die unter Mobbing heute leiden vertrauen sich niemanden an aus Angst und Scham und das ist noch schlimmer geworden

speaker-1: Das heißt, deine Eltern haben dir die Story geglaubt. diesem, ich bin da reingefallen vom Spürung.

speaker-0: Weil für die Einfachste und Bequemste ist es nicht so immer, ist es nicht immer für alle, Einfachsten und Bequemsten zu glauben, das wird schon stimmen, damit man nicht drüber nachdenkt, was man falsch gemacht hat vielleicht als Elternteil. Ist es nicht für viele einfacher, dazu wegzutun, als mich selbst mal zu hinterfragen, habe ich alles richtig gemacht?

speaker-1: Hast du dich da im Stich gelassen gefühlt? Oder denkst du das heute?

speaker-0: Ich wurde ja gefühlt von allen im Stich gelassen. Ja, klar. Aber ich habe eins nicht getan. Ich habe mich nicht anvertraut. Was das hätte ich tun sollen, hätte ich mich anvertraut und mir da nicht geholfen. Was ja leider auch passiert. Dann ist es noch mal eine andere Geschichte. Ich sage schon natürlich, dass ich hätte mich anvertrauen müssen. Aber ich sage auch, wo waren meine Klassenkameraden? Wo waren meine Lehrkräfte auf dem Schulhof? Wo waren meine Eltern, dass sie nicht gemerkt haben, dass sie eine Wesensveränderung hatte? Aber sag mal, sie hatten kommen aus armen Verhältnissen. Sie hatten noch drei andere Kinder. Wir waren alle nur knapp auseinander. Das sind alles so Dinge, hätte, könnte, wollte, sollte. Ich bin der Mensch, so wie jeder von euch. Wir sind alle die Summe unser Schicksal, das was wir erlebt haben. Es hat mich geprägt. Aber ich sag dir mal was anderes. Ich bin jemand, sagt, ich sage zu oft zu meinen Kindern, die ich da habe oder Menschen, mit denen ich arbeite, ihr stellt euch die falsche Frage. Ihr stellt euch nämlich eine Frage, heißt, warum ist mir das passiert? Ihr müsst die Frage anders stellen. Wofür ist dir das passiert? Ramon, wenn mir das nicht passiert wäre, hätte ich diese Erfahrung nicht gemacht, diese ganze negative Scheiße, diese Kriminalität, wäre ich heute nicht der Mensch, der ich bin. Wenn mein Sohn nicht passiert wäre, hätte ich keinen Grund gehabt, aus meiner Komfortzone rauszugehen und Kinderschutz zu machen. Es ging mir in erster Linie erst mal mein Kind. Aber ich wusste durch meine eigenen Erfahrungen, du musst den Tätern helfen. Erst wenn du sie umdrehst, zum Guten hilfst, dann hört der Druck auf mein Kind auf. Ich bin nur die Summe meiner Erfahrung. Aber dieses Leben oder das übergeordnete Wesen hat mich zu diesem Kämpfer gemacht.

speaker-1: Es gibt einen Spruch auf Englisch, den hat mir einer meiner Mentoren gesagt. hat gesagt, life doesn't happen to you, it happens for you. ist das so. Und das ist die Perspektive.

speaker-0: Das Leben über was. Ja. manche haben das Glück in einer reichen Familie geboren zu werden. Ob das immer ein Glück ist, stellt sich mal dahin.

speaker-1: Das hat nach

speaker-0: Wenn man nämlich alles in den Arsch beschrieben bekommt, lernt man nicht selber selbstständig zu handeln und auch nichts mehr wertzuschätzen. Ich finde immer so eine Zwischen, so ein Zwischen Ding ist schon gut, wenn man Möglichkeiten hat. Ich sage, man weiß, man hat eine Unterstützung, man hat den Fallschirm, aber man macht seine Erfahrung alleine. Ja, ich aber guck mal, ich meine. durch meine Position alleine unter diesen Verhältnissen aufzuwachsen, war ja klar, wenn ich dort Gewalt ausübe, war ja die Nähe zu der Gewalt vor meiner Ausstür und zu den kriminellen Energien, da sind, viel näher. Ja. Und zu Hause bekam ich zwar, ich habe keine Gewalt erlebt zu Hause, damals war das eher, wir beide haben von unserem Vater vielleicht schon mal eine Beigelte. Pfeife. Undenkbar, dass man so was macht. Aber die Gewalt, Okay, Mist, brauch ich nichts. Aber aus ernährmischen Verhältnissen. Guck mal, ich gab eine Zeit, ich dann sehr viel Geld verdient hab als Krimineller. Ich war so psychisch gestört, dass ich, also nur mal ein Beispiel. Durch mein Mobbing. Ich musste ja als Jüngster auch die Klamotten meiner Schwester tragen. Mit irgendwelchen Flicken drauf. Kannst du dich noch erinnern? Löcher. Ich musste die alten, weißt du, was ich mir da anhören wollte? Von Kindern, die Einzelkinder waren und immer nur das Neustarten, wo die Geld hatten. Hat das mit mir was gemacht? Ja klar, auf jeden Fall. Als ich Geld hatte, gab es nichts in meinem Kleiderschrank. Nix, nicht ... egal. Das waren nicht einfach nur Socken. Da haben ein paar Socken 50 Euro gekostet.

speaker-1: So ist das.

speaker-0: war ich. Das hat zum Glück abgenommen. Also das ist Wahnsinn gewesen. Da merkst was das alles ausmacht, so was zu erleben.

speaker-1: das mal danke dass du so bisschen die vorlage gibt und das mal psychologisch für unsere zuschauer zu einzuordnen das ist eine bewältigungsstrategie man hat immer das gefühl klein zu sein zu wenig zu sein nicht in ordnung zu sein zu wenig zu haben was macht man wenn man kann das ist ein weg aus diesem gefühl rauszukommen man macht das gegenteil ich habe die kole ich habe die geilen klamotten hättest du das nicht erlebt würde ich hätten dich damals auch keine geilen klamotten interessiert

speaker-0: So wie normal. Das Schlimme ist, bloß genauso sage ich es heute auch, das Schlimme ist, ihr denkt, wenn ihr euch das jetzt kauft, ihr denkt auch der Ferrari oder das, das sind alles schöne Sachen. Aber wenn ihr nicht selbst mit euch im Reinen seid, wird es nichts an eurer inneren Einstellung lachen. Mobbing bedeutet, dass das Selbstwertgefühl eines Menschen von klein auf, das beginnt ja oft schon in Grundschulen, zerstört wird. Das Selbstwertgefühl und dieses Gefühl jemand zu sein. Selbstbewusstsein, sich selbst seiner Bewusstsein hatte ich alles nicht. Das hat sich erst bei mir manifestiert und heute habe ich ein sehr überdimensionales Selbstbewusstsein, weil ich es mir wirklich erarbeitet habe. So wie der Beat sehr selbstbewusst ist beruflich, finanziell, weil er einfach, was er anfasst, funktioniert. Ich bin, was finanziell betrifft, ist eine Pfeife. Ich habe Kinder, die wissen, wie man Geld vernichtet. Aber trotzdem, aber mit den Sachen, ich angepackt habe, habe ich meinen Stall gemacht. Die kommen aus einer Hartz IV TV Sendung und bin Deutschlands bekanntester Kinderschützer, Europas bekanntester Kinderschützer. Hab vier Gesetze in den Bundestag getragen und durch unsere Arbeit, durch meine Art. guck mal, das will ich auch gleich klarstellen. Lass mich das mit erklären. Ich bin nicht hier, damit ihr mich mögt. Es ist mir scheißegal, ob ihr mich mögt. Es geht darum, dass wir darüber reden, dass unsere Kinder, eure wie meine, in einem Land aufwachsen, in dem Kinderschutz keine Priorität hat und Kinder extrem Opfer von Mobbing und Missbruch und Gewalt werden. Und das wird nur schlimmer. Und das möchte ich euch einfach erzählen, nahebringen. Ob ihr mir glaubt oder nicht, müsst ihr selbst entscheiden. Ihr könnt es nachlesen. Aber es geht nicht darum, ja, ich scheiß drauf, ob ihr mich mögt. Ich hab Kinder, die mich lieben. Ich hab eine Frau, die mich liebt. Und ich hab ein paar Handvoll Freunde und mehr hat man sowieso nicht im Leben. Und der Rest, by the way, interessiert mich nicht.

speaker-1: Das ist interessant, es gibt Leute, die das behaupten, ist mir alles scheißegal.

speaker-0: Alles ist mir nicht alles egal, aber das ist mir scheiße.

speaker-1: Also ist dir die Meinung aller Fremden wirklich egal? Oder gibt es mal Momente, wo du merkst ...

speaker-0: Ich habe ihm nicht das Wort Meinung gesagt. Ob er mich mögt. Guck

speaker-1: Also ja, glaube, die Meinung über dich wäre...

speaker-0: mal, du kannst ja sagen, ich mag den Stahl nicht, aber das was er sagt, das gibt mir zur Nachdenk.

speaker-1: Ach so, okay.

speaker-0: Weißt du was ich meine? Ich will anstoßen, ich polarisiere. Das ist ja neu in der Zeit. Das ist kein böses Wort. ist kein böses Wort. Die Frage ist, für was polarisierst du? so. Und dass du Menschen praktisch in ein Thema ziehst. Wenn jetzt jemand sagt, Stahl ist ein Arschloch. Thema ist wichtig, da werde ich mich mal rumhören und werde gucken, wo ich unterstützen kann. Ihr müsst nicht mich unterstützen. Unterstützt die Kinderschule.

speaker-1: Okay.

speaker-0: Deswegen meine ich mit dem Mögen. Guck mal, dieses, das sind alleine bei Facebook oder Instagram Likes oder Freundschaftsanfragen. Wollt ihr mich verarschen? Ihr kennt diese Leute überhaupt nicht. Ihr kennt die nicht teilweise 90 Prozent Fakes oder wie Posts. Und so wird uns schon oder unseren Kindern suggeriert. Freunde, Freunde. Freunde haben wir alle im Leben, zwei oder drei. Wahre Freunde sind da, wenn es dir scheiße geht und nicht nur, wenn sie absahnen können und sich in deiner Sonne mit dir leben können. Der Glück ist, Freunde kannst du aussuchen, Familien nicht. Wir wollen mal über unsere Familien reden, hat wohl jeder auch seine eigenen Erfahrungen. Also nochmal, ich bin einfach nur ein Mensch mit viel Erfahrung und die gebe ich weg, wie du. Ob man mich dafür nur mag oder nicht, ist mir vollkommen egal.

speaker-1: voll gut ja. Lass uns nochmal einsteigen du hast diese krasse Erfahrung gemacht. hast dich niemandem anvertraut. warst alleine.

speaker-0: Ist da Fehler eigentlich?

speaker-1: Und irgendwann hast du gesagt, ich bin dann zum Täter geworden.

speaker-0: Der Übergang ist nicht fließend. Es gibt eine Zwischenstufe. Das hat ja oft auch mit deiner Entwicklung zu tun. Ich war ja damals dann mehrere Wochen und Monate nicht in der Schule. Als ich wieder kam, ich elf. Ich bin ein bisschen erwachsen. Da ich gar nicht mitgekriegt. Kannst dich noch erinnern? Man kiekt ins Spiegel und sagt...

speaker-1: Man hört es immer von Oma,

speaker-0: Sie wieder mal siehst. Ja, das musst du dir sagen, denkt man sich. Aber ich habe gemerkt, wenn ich wieder in Schule war, wenn ich jetzt mit anderen so stand, dass ich irgendwie auf gleicher Höhe war, wo ich vorher regegt habe. Und dann gab es noch wieder irgendeine Situation, da kam mal wieder einer zu mir hin, hat, weiß nicht mehr, was er gemacht hat. Und diesmal war ich einfach, und ich hatte ja schon im Beginn in Testarone, war ja auch die Schwankungen. Im Moment kannst du heulen, nächsten Moment drehst du durch. Und auf einmal hat er das gemacht und auf einmal habe ich den von uns geschubst. Und auf einmal flog der, ihr fühlt 500 Meter weg und war total schockend, erstmal, dass ich das gemacht habe und dass ich so viel Kraft hatte. Und ich war so schockend, dass ich so viel Kraft hatte. dann ist der weggegangen und hat mich nie wieder angepackt. Obwohl es jetzt ja nur ein Schubsten war, aber der hätte ja auch schlimm fallen können. Aber in dem Moment, und das lernen viele Kinder, als ich bitte gesagt habe, gebettelt habe, haben sie mich zerstört. Fertig gemacht. Schlimmste Dinge mir angetan, mich erniedrigt, mich gedemütigt. Aber als ich mich gewehrt hab, haben sie mich auf jeden in Ruhe gelassen. Du lernst, Gewalt ist ein legitimes Mittel, was es nicht ist. Aber weil Lehrkräfte überfordert sind, weil Eltern nicht eingreifen, weil Eltern sich teilweise nicht mal mit ihren Kindern richtig auseinandersetzen. Und heute ist alles digital. Lernkinder und Ditcherz mittlerweile im Netz. Gewalt ist cool. Wir filmen sie sogar. Und so habe ich damals das auch gelernt. habe gedacht, natürlich bin ich jetzt hier rumgegangen und habe jeden einfach so verprügelt. Aber ich habe gemerkt, ich bin stärker geworden. Ich muss mir nicht mehr alles gefallen lassen. und dann halt auch die innere Einstellung ist dadurch auch gewachsen. ist total beschissen, eigentlich zu sagen. Aber du wächst dann damit. So und dann bin ich aber erst mal irgendwo mitgestanden. Dann haben sie wieder ihn fertig gemacht oder beleidigt und ich hehehehe. Und auf einmal, ich mit ihr lacht habe, mit ihr macht habe. War ich auch immer cool? Ich hab dazu gehört.

speaker-1: Und hast du da, also ich fühle es total, du warst vorher immer machlos und klein und auf einmal fühlst du dich stark und zugehörig groß und dann auch noch zugehörig. Gab es in diesen Momenten schon irgendwie innerliche Reibung?

speaker-0: Und wie? Ist ja selbst klar.

speaker-1: Dieses, man, aber mir ging es doch genauso.

speaker-0: Das ist in nahezu allen passiert. Aber du verdrängst das. Und da sind wir wieder bei diesem Verdrängungsmechanismus. Das Negative wird ausgedrückt, weggetrückt. Alles ist trittatala. Du siehst dann nur die Aspekte und du sagst es dann, ja das ist scheiße, aber ich bin ja hier eigentlich nicht der, der, macht. Ich mache ja nur mit. Und ich sage immer wieder, Mobbing wird ausgelöst durch Gruppendynamik. Das ist ein ganz weniger. Zwei, drei, die anführen. Denken. Sie sind überlegen. Suchen sich meistens auch zwei, drei, vier, die sie fertig machen. Dann sind Unterstützer dabei, die drum herum stehen, die mitmachen oder mitlachen, aber die wirklich das Ganze so eskalieren lassen. Es ist die schweigende, da rumstehende, wegsehende Masse, die es zulässt, dass das passiert. Genau diese Dynamik macht Mobbing so groß. Und heute digital, das, was ich erlebt habe, ich mich heute gefilmt und sofort online gestellt. Dann nimmst du dir wirklich das Leben. Und wir hatten drei Amokläufe in Deutschland Erfund, Winnenden und München. 2002, 2009, 2016. Letztes Jahr in Graz auch wegen Mobbing. 2025. Und das wird wieder passieren. Wir haben regelmäßig Amokläufe, Drogen, die dann zum Glück nicht passieren. Wir haben Gewalttaten. Luise, der Mord an Luise ist vor Ostjagen wegen Konflikten, weil einer die anderen beleidigt hat. Körperlich, die fühlte sich gemobbt oder diskreditiert. Und hat Luise den Hinterhalt gelockt. hat sie mit 71 oder über 70 Messerstichen abgeschlachtet. Also ich hab die Mahnbarier gemacht, wie ich viele Mahnbacher in Deutschland gemacht hab, auf 10 Beerdigungen. So, that's nice.

speaker-1: Also du hast da

speaker-0: Das nicht schönreden, ich gemacht habe. ich auch nie tun. Auch meine kriminellen Handlungen kann ich nicht schönreden. kann ich ja nur reflektieren. Aber ich will den Leuten erklären, deswegen kann ich ja heute vor den Kindern stehen und sagen, wisst ihr, ich verurteile euch nicht. Ich war wie ihr. Ich weiß, warum ihr es tut und ich weiß, warum ihr hilflos seid und da nicht rauskommt. Und ich versuche euch durch meine Erfahrung mit meinen Dingen, die ich erlebt habe, aufzuzeigen, dass ihr damit aufhören könnt und ihr nicht daran festhalten müsst. Ihr gehört dazu alle. Und ihr müsst euch nicht von ein paar wenigen zu etwas manipulieren oder steuern lassen, nur weil ihr denkt, ihr müsst dazugehören. Ihr gehört alle dazu. Und das ist meine Arbeit, wenn ich heute an Schulen bin. Und das musst du erleben. bist gerne ein Herz, ist eingeladen Ramon. Was hast du noch nicht erlebt?

speaker-1: Bin ich sehr interessant. Würde ich mal, wenn du bei uns irgendwo in Nähe bist, bist ja manchmal in Mecklenburg. Dann

speaker-0: Ja, bin ich auch mal immer wieder.

speaker-1: komme ich mal rum, das würde mich interessieren. Ich denke gerade nochmal darüber nach. Du bist dann ja quasi vom Opfer zum, auf einmal nicht mehr in der Schusslinie. Ja, irgendwann. genau. Was ich verstehe ist ja ein Schutzmechanismus.

speaker-0: Das ist bei ihm.

speaker-1: Und dann fängst du an und machst dann mit. Und dann hast du ja gesagt.

speaker-0: Ich stichere ganz schnell, Switch hat ein bisschen mit Alter zu tun, mit Anerkennung zu tun, mit der Position der Gruppe zu tun. Und schon merkst du oder denkst du, es ist cool und du wirst noch cooler, wenn du da selber anfängst und mitmachst und der Redelsführer wirst. Und ich hatte dann irgendwann, als Kind, war ich alter Unterdrückte. Aber ab einem gewissen Punkt in meinem Leben war ich immer Klassensprecher. Spirführer, immer Führungsperson, immer heute, immer noch. Ab mir wissend Punkt hat sich das bei mir so ausgeprägt, dass ich dann und auch das irgendwie wollte oder angezogen habe. Ich weiß es nicht. Und dann, wenn du diese Position hast, also die Verantwortung, da reden wir über Verantwortung, Reichweite, dass ich die dann praktisch missbraucht habe und andere mich vielleicht auch auf viel Wert dazu führen oder weil ich gar nicht mehr drüber nachgedacht habe. Sowas Schlimmes. Hab ich nicht getan. Aber ich hab die Rotszima niedrig. Und andere haben's gesehen.

speaker-1: Das kann man auch wieder psychologisch erklären. Kinder, gemobbt werden oder noch in den eigenen Familien runtergemacht werden,

speaker-0: Da oder dazu,

speaker-1: die kriegen die ganze Zeit das Gefühl, ich bin wertlos, ich bin klein, ich kann nichts, ich bin falsch.

speaker-0: Du wirst nichts, habe ich oft gehört.

speaker-1: Wirst nichts auch noch, dann machst du auch noch das für die Zukunft. Krass. Und was passiert, wenn ich dann andere klein mache? Dann habe ich das ist das ist also. Das ist natürlich völlig unangemessen und sollte man nicht tun. Aber dann ist dieser Kleine, der immer klein wird,

speaker-0: Ausgleich.

speaker-1: irgendwann hier. Und wenn die anderen klein sind, dann fühle ich mich nicht mehr so klein.

speaker-0: Wie immer, mal unser Durchgang.

speaker-1: Vorher gehe ich aus der Schusslinie und jetzt bin ich irgendwann hier und das fühlt sich sicher und gut an.

speaker-0: Genau. Und nimm mal zum Beispiel auch mal da, das sehe ich ja auch immer wieder, gemobbte und teilweise auch gewalterfahrende Kinder in der Schule, die dort keine Chance haben auszubrechen, vergreifen sich oft aus Wut gegenüber ihren kleinen Geschwistern. Weil sie genau das da ausüben. wissen immer, das ist eine Gewaltspirale, aus der man, wo Kinder alleine auch nicht rauskommen. Und deswegen ist es so wichtig, dass Erwachsene ihnen den Weg zeigen. Aber wenn Erwachsene Wegschauen und jetzt kommen wir nämlich zu dem Hauptproblem. Guck mal, wir haben jede Woche in Deutschland 500.000 bis 1.000.000 Fälle von Mobbing und Gewalt. JEDE WOCHE! Dazu kommen wir nochmal 1,5 bis 2,5 Millionen Fälle von Cybermobbing, digitalem Mobbing. Und die Hälfte aller Schulen in Deutschland sagt, an unserer Schule gibt es keinen Mobbing, wir haben keine Probleme. Sie lügen aus Angst den Ruf der Schule, aber vor allen Dingen aus Hilflosigkeit, weil Bildungsministerien, Schulämter, sie alleine damit im Stich lassen. Bis heute werden Lehrer und Erzieher im Studium nicht zum Thema Mobbing geschult. Das ist ja krass. Nicht. Sie können nachhinein, wenn sie Lehrer sind, Weiterbildung machen. Die müssen es aber oft selbst bezahlen und in der Freizeit machen. Das machen viele nicht. So und deswegen fordere ich seit Jahren, dass es zur Pflicht wird, Prävention an den Schulen zu machen, dass Lehrer weiterwählige werden und schon ein Studium. Und damit sind wir wieder. Ich greife ins System ein. Ich kritisiere ein System Versagen. Und übrigens ist es nicht dieses Wort ist nicht von mir. Das kommt von Schulleitern, von mehreren systemisches Versagen.

speaker-1: Und weißt du, ich interessant finde? Als ich begonnen habe mit meiner Arbeit, habe ich immer gedacht, ich helfe Erwachsenen, wieder zu mehr Lebensglück zu finden, weil ich einem Erwachsenen helfe, Kindheitserfahrung aufzuarbeiten. Irgendwann sind diese Erwachsenen, die Eltern waren, zu mir gekommen und gesagt, Ramon, ich wollte das mal kurz sagen, nicht nur fühle ich mich besser, ich kann ganz anders mit meinen Kindern umgehen. da habe ich, kriege ich das mal Gänsehauen, wenn ich das erzähle, da habe ich eine Sache verstanden.

speaker-0: Einfluss, den Einfluss, du tust, wirkt sich auch auf die Nachfolgerung.

speaker-1: nächste Generation, dass die eine angemessene Kindheit bekommen. Deswegen, ich bin gar nicht explizit im Mobbing engagiert, aber ich behaupte, ich leiste einen Beitrag dazu, dass das weniger passiert, weil die Eltern angemessener mit ihren eigenen Kindern umgehen können.

speaker-0: Du bist jetzt, ähm, hast jetzt studiert, du bist jetzt Psychologin. Ich bin froh bei jedem Psychologen, den wir haben. Aber jetzt bleiben wir mal bei Schulpsychologie. Ich habe dir gerade gesagt, dass wir jede Woche bis zu einer Million Fälle von Mobbing haben und dass wir Hunderttausende von Kindern haben, extrem bis sogar jeden Tag, jeden Tag nehmen sich ein bis zwei Kinder wegen Mobbing das Leben in Deutschland. Jeden Tag. Und fünf bis sechs Kinder wollen sich das Leben nehmen und versuchen es und überleben irgendwie. meistens mit schwer liegenden Folgen. Also wir haben so viele Fälle von Mobbing. Und wenn wir jetzt das sagen, dann haben wir natürlich Schulpsychologie oder die Sozialarbeiter. Wir haben Schulen mit 500 bis 1000 Schülern teilweise mit einem Schulsozialarbeiter, oft weiblich. Wir haben aber oft Täter, da spielt sogar keine Grund, männliche Täter mit oder ohne Migrationshintergrund, die teilweise gar keinen Respekt mehr vor Frauen haben. Nicht mehr vor Rettungsdiensten. Ich will jetzt gar nicht mal auf Migration nur schieben. So und jetzt kommen wir, wir haben doch Schulpsychologen. Wir haben nicht mal 1500 Schulpsychologen in Deutschland, die zuständig sind für 10 Millionen Schüler. Das sind pro Kopf über 7000 Schüler bei den Zahlen, die ihr gerade gesagt habt. Ich bin dankbar für jeden, das macht. auf deine Art und meins. Aber warum gibt es Schulpsychologen, die in mir eine Bedrohung sehen, obwohl ich nachweislich Menschen rette, nachweislich immense große Erfolge habe, weil ich sofort intensiv an die Kinder herankomme?

speaker-1: Ähm, was sagst du es mir, was glaubst du

speaker-0: Ich habe manchmal das Gefühl, ist die Angst, dass jemand auch ohne es studiert zu haben, dass sie selber denken, ihre Arbeit wird dadurch in Frage gestellt. Meinst du? Ich persönlich würde ja lieber mit jemanden zusammenarbeiten, der sagt, ich mache es auf meine Art und Carsten macht es auf seine Art. Und jetzt seh dir mal den Vorteil an. Nimm mal an, ich merke, du hast eine ruhe, vernünftige Art. Also ich bin mir sicher, wenn du jetzt an eine Schule gehen würdest, würdest du mit... einigen in gute Gespräche kommen. mal, ein Opfer von Mobbing zu erreichen, das verhält natürlich noch einfach, wenn du weißt, dass es Opfer ist, weil es braucht Zuneigung, es braucht Anerkennung, es will sich öffnen, es braucht jemand, der ihm zuhört. Dann sag ich, Raman, die wirst du wahrscheinlich zum größten Teil knacken. Aber denen zu helfen, ist wie mit meinem Sohn, musst du dem Täter helfen. Wenn du denen jetzt, ich sag mal, übertrieben, über Köpfchen streichst und mit ihnen ruhig redest, der muss danach wieder raus in die Hölle. Wir müssen doch die Hölle beenden. Da ist jetzt und jetzt kommt es nämlich drauf an. Jetzt sagst du, wer sind die Täter? Und jetzt nimmst du dir die Täter vor. Und bei den meisten Schulpsychologen oder auch Psychologen, die ich kenne, du hast einen Intensivtäter wie mich früher oder überhaupt so einen Täter, Gewalttäter.

speaker-1: Und das ist

speaker-0: Und da komme ich und mache Pam Pam und der steht vor mir. Ich bin wie du. Und der sagt, glaubst du oder glaubst nicht? Ich gehe mit in den Raum und nicht alleine, nie, nie mit Kindern alleine. Ich drücke zwei, Knöpfe. Ich gucke mich an. Ich fange an zu weinen. Die machen alles auf von Missbrauch bis allem. Und der Psychologe sitzt daneben und ich sage jetzt Können Sie doch übernehmen! Aber ich glaube es ist oft so. Scheiße. Der hat einen Zugang. Und ich hab das Gefühl, manche fühlen sich durch mich bedroht. Was totaler Blödsinn ist.

speaker-1: Also könnte vielleicht sein, ich glaube nicht, dass das die Masse ist.

speaker-0: Sehen die Masse nicht klar?

speaker-1: Ich glaube die Masse der Heilberufe hat Angst, der ist nicht genug ausgebildet, deswegen macht er mehr Schaden. Das ist ja erstmal nur eine Behauptung.

speaker-0: Ich kann nach diesen 14 Jahren das Gegenteil belegen.

speaker-1: Ja und deswegen, also deswegen, will da gar kein jetzt, also ich frag mich nur, fühlen die sich jetzt alle angegriffen?

speaker-0: Ich habe ja auch welche, die es finden.

speaker-1: Ich habe sogar Mitleid mit den Kollegen, den Schulpsychologen, weil was hast du für eine Handhabe? Du musst ja, also das ist ja so ein Riesensystem aus Eltern und Geschwistern und anderen. Du hast eigentlich gar keine Chance. Ja, ganz genau.

speaker-0: Nein. Und oft kommst du schon viel zu spät. Und der Sozialarbeiter und die Sozialarbeiterin, die sitzt da, hat jeden Tag, weiß ich wie viele, muss ich von Kleinigkeiten bis schlimmsten Dingen, oft Dinge, sie nicht erfahren. Und guck mal, die meisten Menschen, die mich an Schulen holen, sind ja Sozialarbeiter. Die sagen ja Stahl oder Carsten, ich komm gar nicht weiter. Ich sag, und guck, du machst einen tollen Job. Aber ich beginne ja da, wo du an deine Grenzen kommst. gemeinsam können wir diese Grenzen Überwinden.

speaker-1: Ja und ich glaube das ist super nützlich, weil ich würde, ich war nie Täter, ich kann die gar nicht richtig erreichen, weil ich nicht aus Erfahrung sprechen kann. Ich halte das für extrem nützlich zu sagen, ich habe die Erfahrung gemacht wie du, ich habe Verhalten gezeigt, was du nicht zeigen solltest. Ich halte das für extrem nützlich.

speaker-0: Ich will die als Psychologen oder auch euch, die das vielleicht sehen, Psychologen sind, auf mal auf eine drastische Art vermitteln. Ich würde auch keine Herz-OP von jemandem lassen, keinen Titel hat, das immer klarzustellen. Aber bei diesem Thema geht es Lebenserfahrung und Authentizität, besonders bei Kindern 6.0 digitalisiert. Die wollen wissen, dass die Person, die neben mir steht, weiß, von was er auch redet. Da hast du einen direkten Zugang. Und wenn ich jetzt mit dir spreche, das ist jetzt zum Beispiel, und ich sage zu dir jetzt, okay, reden wir über Legitimation, über die Berechtigung oder warum ich oder sie. Bei bestimmten, nicht bei allen. sage aber grundsätzlich, dass sie uns beide Aber dann sage ich, jetzt reden wir von den Tätern. Und was sie das verstehen. Wie oft haben sie in ihrem Leben in die Fresse bekommen? Einmal gar nicht. Wie oft haben sie jemanden in die Fresse gehauen? Noch nie. Sie können gar nicht wissen, wie dieses Gefühl ist, der Schmerzes und auch dieser Überlegenheit, dieses Gift, was man nimmt, was einen manipuliert. Dieses Gefühl dieser Überlegenheit. Sie müssen verstehen, dass der dagegen nichts anderes erlernt hat. Der hat Prügel bekommen zu Hause, die Sie hoffentlich nicht bekommen haben. Der hat Prügel auf der Straße bekommen, in eine Schule bekommen. Der ist immer klein gemacht worden. Und was er jetzt da hat, ist ein Schutzpanzer, hinter dem er sich versteckt. Und diese Gewalt, die er ausübt, ist ein Signal nach außen, weil er nicht mehr anders kann. Und unsere Aufgabe ist es, ihn gemeinsam zu knacken. Sie mit Ihren Methoden und ich mit meinen. Und wenn Sie sich jetzt dahinsetzen, dann zeige ich Ihnen einfach, wie schnell man diese Menschen erreicht.

speaker-1: wie schnell du die erreichst, du...

speaker-0: Wir. Es ist keine One-Man-Show. Guck mal, Aston Weg. Hast du vielleicht schon mal gehört? Ganz traurige, ärmliche Verhältnisse in Kaiserslautern. so ein... Wirklich mittendrin. Du denkst, das ist ein Kriegsgebiet. Seit zehn Jahren gibt es immer wieder Sendungen. Wurde dann auch bei Vox und so so. Da gab es einen jungen Anthony. Gewalt erlebt. Gewalt. Indem es schlimme Erhältnisse... und Drogen und Gewalt. Letztes Jahr war ich da und habe gesagt, war hier, ich habe gesagt, lass mich doch mal mit Anthony quatschen. der will nicht mit dir quatschen. Ich so, gut, gib ihm Zeit. Ich war ja einen Tag da vor Ort und irgendwann hat er gesagt, man, Anthony, lass uns doch mal quatschen. Irgendwann hat Fenster die ganze Zeit rausgekriegt. Ich Anthony, pass auf. So, geht mal raus. Er hat gesagt, jetzt ist nämlich, wenn ihr raus seid, dann... hat er keine Kulisse mehr, von der er sich aufbauen muss, von der er sich schützen muss. Er ist ja nur mit mir. Ich sag, Anthony, wir sind jetzt allein. Du musst nichts sagen. Ich sag dir was. Und dann hab ich ihm ein paar Sachen gesagt. Und sag, ich geh jetzt da raus, setz mich da draußen hin. Und wenn du Lust hast, kommst du nach. Und dann unterhalten wir uns mal. Von Mann zu Mann. Und von Vater zu Vater. Denn Anthony, hast eine kleine Tochter, die ist noch nicht mal ein Jahr alt. Und du möchtest nicht, dass sie dir erlebt, du erlebt hast. und so aufwächst, wie du aufwächst. Denk drüber nach. Ich bin rausgejagt, 20 Minuten, die Deutschlander da. Und dann wir da uns unterhalten. Dann nach 10 Minuten hat der Tränen in den Augen, hat ja geweint, hat mir alles erzählt. Und dann habe ich ihm ein paar Sachen gesagt. Ich sagte, ey, ich weiß genau, wie du dich fühlst. Hab ich alles durch. Aber wenn ich es schaffe, mein Leben auf die Beine zu kriegen, dein Vater ist tot, du vermisst den. Du hast kein Vorbild mehr in dem Sinne und nimmst dir die falschen Vorbilder und willst ein Vorbild, aber für andere sein und verhältst dich genau falsch. Ich will dir sagen, was dein Vater dir jetzt sagen würde. Bin ich dein Vater, aber ich bin für viele Menschen Vorbild. Vielleicht auch für dich. Dann habe ich ihm ein paar Dinge gesagt. Dann hat er mich umarmt und das war die einzige Begängung, wir haben. Der Junge hat einen Job, der ist nicht mehr abhängig. Und ich habe noch eine Meinung dazu. Wer heilt, hat Recht. Und wer heilt, ist doch egal. Hauptsache, wir heilen. Und nochmal, ich bin dankbar für jeden Psychologen auf dieser Welt, für jeden Sozialarbeiter. Aber lasst uns gemeinsam ein Problem sehen, anpacken und die Politik endlich in die Pflicht nehmen, dass wir Ressourcen schaffen und die Kinder zu schützen vor Gewalt, Hass, Rassismus. Das ist extrem wichtig. Ich bin nur eine Stimme. Aber ihr müsst doch verständlich haben, dass wenn man mich angreift und versucht, in meiner Position ist das eine, meine Arbeit zu balkottieren, obwohl ich das erreiche, kann Menschen hier eben mir retten. ich finde, das ist wichtig. Ihr müsst mich nicht mögen, aber ihr müsst meine Arbeit genauso respektieren, wie ich eure respektiere. Und ich bin der Meinung, gemeinsam kann man viel mehr bewegen. guck mal, Polizei arbeitet mit mir schon in manchen Teilen zusammen. Auch Jugendämter arbeiten mit mir schon zusammen. Ich hab mir auch einen Namen gemacht. Und das, was die ZDF jetzt probiert, ist im Endeffekt diesen Namen mit Streck zu beschmeißen. Und ich hab's euch ja schon erklärt, wenn man mich angreift und meine Familie bedroht und meine Freunde, dann werde ich mich wehren. Heute mach ich es so, früher hätte ich es anders gemacht.

speaker-1: Ich will noch mal über früher reden. Es geht noch mal diesen Werdegang dann in deiner Jugend. musst es ja dann gewesen sein. Du hast gesagt, du bist dann irgendwann zum Anführer geworden. Du hast gesagt, du bist dann zum, bist dann kriminell geworden. Also du hast erst diese Pakete.

speaker-0: Also erstmal warst du so ein kleiner Kurier. Damit wirst du aber angefüttert und getestet, wie vertrauenswürdig du bist. Und dann irgendwann zeltest du da rein. Und wenn bestimmte andere Leute dann vielleicht wegspringen oder nicht mehr Leute des Vertrauens sind, steigst du dann hoch. Und irgendwann bist du dann in einer gehobenen Position. Und das war ich dann irgendwann auch schon als junger Mann die 22, 23, 24. Ja und dann genießt du natürlich Genießt natürlich dieses Leben, was du denkst, dass es ist. Weil im Endeffekt werden junge Menschen manipuliert. Sie werden auf etwas fixiert, was eigentlich überhaupt nicht das Entscheidende ist. Aber junge Menschen sind nun mal so. waren alle so. haben alle... was? Autos, Geld, Reiche,

speaker-1: Also Kohle.

speaker-0: Kohle, einen guten Stand bei den Frauen etc. Und dass wir dir zeigen. Und sich damit auch umgeben. Und du bist da als junger Mensch mit drin. Du willst das dann auch. Und dann kommen die halt und sagen, ey, Karsten, so ein Typ wie du willst du hier nicht auf dem Bau arbeiten für 2500 Mark oder was? Kannst doch viel mehr. Mann, dir kann man vertrauen. Du bist ein Typ, der sich nicht sagen lässt und hab ja dann schon. hab ja jede meiner Eskalationen ja nicht erst so weit kommen lassen, sondern du kriegst dann schnell einen Namen als Hauer, oder? dass du bist, dass du denkst, die suchen ja so eine Leute. und heute suchen sie sich halt Menschen, die mit Träumen herkommen oder und dann schnell manipulierbar sind und die gewaltbereiter auch sind, weil sie es vielleicht auch ganz anders erlebt haben.

speaker-1: Du hast jetzt gerade gesagt, du warst dann in einer Führungsposition. Was heißt das?

speaker-0: Ja, ist alles anders, dass die Sachen zugetragen werden und du dann aus einer Direktionsposition schon bist und wo du dann mit wo der andere dann praktisch im Endeffekt machen lässt. wenn du dir mal so ein bisschen wie ein Multi-Level-Marketing vorstellst, ist ja oben jemand, der an allen kassiert und so ist das ja ähnlich. Oben ist dann jemand, der an allen kassiert. Ja,

speaker-1: Im Grunde sein jeder Firma so.

speaker-0: das ist ja eigentlich auch, man nennt das vielleicht nicht Firma unbedingt. Organisierte Kriminalität. an bestimmte Positionen will ich gar nicht kommen. Wollte ich auch gar nicht, weil es gab bei mir, und das ist heute mein großer Vorteil, wenn die Polizei heute mit mir arbeiten, die ganz schulen kann, kann ich das ja vor allem nur deshalb, ja, ich war kriminell. steht außer Frage. Aber ich habe bestimmte Dinge nicht getan.

speaker-1: Das wollte ich dich fragen.

speaker-0: Kodex. Keine Prostitution, kein Menschenhandel. Ja, das habe ich alles nicht getan. So. Und das ist so eine Dinge, wenn du so was gemacht hast, ja, Gewalt gegen Frauen, also im Endeffekt, die man der Frau durchschickt. Und dann ist das ja früher. Heute gibt es ja oft diese Art der Prostitution, wo die Frau selbstbestimmend ist und jemand anders vermietet, bloß sagen wir mal Räumlichkeiten. Das gibt es ja auch. Es gibt ja große, wie sie auch immer heißen. Wo dann derjenige, wo die alle da ihren Overdose zahlen, die verdienen aber ja eigentlich Geld. Und die stehen bloß da und haben die Räumlichkeiten und bieten Schutz. Das heißt Schutz für die, die rein und raus gehen. Also das da nicht passiert. Aber damals war es ja so, dieser typische Lude, wie man es so früher kannte. Frauen sind ausgebeutet worden, teilweise mit Liebe angelockt worden, gefügig gemacht worden. Und dann haben sie dann aus Liebe für den da die Kohle ran geschafft. Für mich war das immer so, ich könnte nicht ins Spiegel kicken, dass ich bestimmte Leute kannte. Aber das war nichts für mich. Und Drogen? Ich sag mal, bis der Wirkungsdienst kann rechnen. Was verdient man an einem Kilo? Und wie viel Knast bekommst du dafür? Das ist doch keine Relation. Dann gab es andere Dinge. Ich konnte viele Dinge besorgen, die manche haben wollten. Nur nicht vielleicht für den Ladenpreis. So. Das ist

speaker-1: Also irgendwelche illegalen Objekte...

speaker-0: auch nicht in Ordnung. heißt aber, du dir die Wirtschaft geschadet oder die Versicherungen oder sowas. Aber es gibt so Dinge. Und das ist so, wo die sagen, Karsten, du warst ein Arschloch, du hast Scheiße gebaut. Aber du bist ja heute geläutert. Du machst heute genau das Gegenteil. Du nutzt deine Erfahrung, andere davor zu warnen, auch als die Person, weil du bist dadurch extrem glaubwürdig. Und du machst doch keinen Hehl darüber. Aber Fakt ist, hätte ich das getan, könnte ich das nicht. Und lass uns bitte nicht falsch verstehen. Ich sage hier nicht, dass wir ... in den Schulen oder in Jugendeinrichtungen lauter Kriminelle arbeiten lassen sollen. Man sollte aber schon, welche Kriminalität haben sie begangen und was machen sie heute? Wenn du heute Menschen hast, die geläutert sind, auch mit Migrationshintergrund und die heute Vorbilder sein können für andere, die bestimmte Dinge getan haben, dann finde ich, dass die auch eine Chance verdient haben, vielleicht ihren Beitrag dazu leisten und wieder gut zu machen, was sie in der Vergangenheit gemacht haben und vielleicht einen Zugang haben, den nicht vielleicht ein Sozialarbeiter oder ein Psychologe hat. und die unterstützend sein können. möchte nicht jeden einfach auch sagen, da ist auch ein Riesenpotential an Menschen, Erfahrungswerte haben. Und nichts ist glaubwürdiger als gegenüber jugendlichen Erfahrungen. Du hast 30 Sekunden bis maximal drei Minuten, Kinder und Jugendliche für dich zu begeistern. Ich stehe, kann es dir zeigen, in die Video schicken. Ich komme in eine Halle rein und da schreien die Leute schon meinen Namen. Und ich habe zwischen 500 Bis 1500 Schüler. Die größte Veranstaltung, die ich hatte, waren 2800. Die schreien schon meinen Namen. Ich musste mir keinen Respekt mehr erarbeiten. stehe da, die sind noch... Dann stehe ich vorne. Dann nehme ich mir Nico in die Hand und warte. Und dann wird... Ruhe. 1000 Menschen. Ruhe. Sofort. Schüler. Die sonst nicht ruhig sitzen können. Und dann mache ich 3,5 Stunden mit dem Seminar. Mit einer Pause in der Mitte. Und funktioniert. Die Lehrer fragen sich, wie machst du das? Nein, ich mache nicht Mathe Physik und Reals. Da würde das auch nicht funktionieren. Und ich bin unterhaltsam. Ich bringe die in viele Emotionen. Die kommen zum Lachen, die kommen zum Nachdenken, die sind auch mal erschrocken. Manche haben auch mal Tränen in den Augen. Das ist halt ein ganz starker Impuls, wie gesagt, das Herz sich eingeladen. ja, daher kommen diese Erfahrungen. Und deswegen, sage ich, sollte man vielleicht überlegen bei der, wir haben noch nie da gewesen, der Zahlen von Kriminalität von Jugendlichen in Deutschland. Ganz besonders an Schulen. Wenn also die herkömmlichen Mittel Und auch diese, sorry, seid mir nicht böse, diese leere, faire Erziehung voll in die Hose gegangen ist bei den meisten. Müssen wir doch überlegen. Und schau mal, ich bin klar. Ich bin klar. der starste ist doch, aber vor allem die Schüler. Aber der ist doch klar, der sagt euch blittetetetet Und wenn sie diesen Rahmen nicht haben, wir können ihnen ja auch mal hier und da mal eine Tür offen lassen. Aber wenn sie sich nicht zurechtführen müssen, wir kommen und sie an die Hand nehmen. Und die brauchen klare Orientierung und klare Regeln. und deswegen war diese Mein Kind darf alles. Es mag bei dem einen oder anderen Kind funktioniert haben, aber bei viel ist das richtig auf die Hose gegangen.

speaker-1: Also da bin ich auch immer ganz klar. Ich habe häufig Eltern, Angst haben, es falsch zu machen. eng zu sein. Ja, Eltern sind heute so liebend, die lieben ihre Kinder so sehr, dass sie zu viel durchgehen lassen. Und ich habe gesagt, ihr könnt nie alles richtig machen, aber im Grunde müsst ihr doch erstmal, wenn ihr zwei Sachen gut macht, dann macht ihr doch schon 80, 90 Prozent richtig. Ihr müsst euren Kindern das Gefühl vermitteln, dass sie geliebt werden, das ist Allerwichtigste. Und dann solltet ihr eure Kinder angemessen begrenzen. Wenn ihr eure Kinder grenzenlos aufwachsen lasst,

speaker-0: 20

speaker-1: die tun ihr einen undienst.

speaker-0: Ja. Wie sollen die sich ohne euch dann zurechtfinden? Ja. Genauso ist es, wenn du immer nur reinputterst und alles in den Arsch steckst. Wie soll der denn jemals alleine laufen können? Ich sag, zu meinen Kindern hab ich immer gesagt, wisst ihr, wir sind dafür da, euch in bestimmten Momenten zu helfen. Am Anfang sind wir dafür da, euch alles sogar anzuziehen, zu wickeln, zu baden, alles. Und irgendwann ist immer so Stück für Stück ein Abnabelungsprozess. Und wir sind immer da. Am Anfang ist die Hand noch gefühlt. Am Anfang ist die Hand nah. Und irgendwann ist es so, deine Hand ist nur ein Anruf entfernt. Und wenn du das sauber hinkriegst, nie ist es perfekt. machst alles in Menschen, wir machen Fehler. Aber ich kann meine Kinder heute ansehen und weiß, meine Kinder sind heute schon bessere Menschen. Und stärker als ich zu der Zeit. Ich mit meinem Sohn letztens telefoniert und dann so, Papa, nee, das sehe ich anders. Da musst du mir jetzt mal... Sprich! Und dann macht der Papa, was sagst du dazu? Ich bin stolz auf dich. Du hast deine eigene Meinung und du trittst für deine Meinung ein. Deine Meinung muss nicht meine sein. Aber zu sehen, dass du deine Meinung vertrittst, zeig mir, wir haben alles richtig gemacht. Niemals lass dir von irgendjemand deine eigene Meinung ausreden. Lass dir manche Dinge sagen, denk drüber nach. Aber wenn du einen Standpunkt hast, auf den du beharrst, Und dir denn jemand sagt, du bist dies, das und jenes, sich davon zu überzeugen, dass du falsch bist. Nein. Das kann sein, dass du zwei Jahren sagst, Gott, das will ich was habe ich denn da gedacht. Aber mir ist wichtig, dass du eine starke Person bist, der sich selbst seiner bewusst ist und der sich auch behaupten kann. Und es ist scheißegal, ob nur zwei Menschen hinter dir stehen oder Tausende. Entscheidend ist, dass du mit deiner Entscheidung zurechtfindest. Und schau mal, das ist eine Sache, die ich immer gesagt habe zu meinen Kindern. Nur ein toter Fisch schwimmt. mit dem Strom. Menschen, mit dem Strom schwimmen, machen es sich natürlich auch irgendwie einfacher. Sie müssen wieder nachdenken, sie bekommen wieder Widerstände. Aber ein starker Fisch schwimmt gegen den Strom. Übrigens ist das doch die beste Art und Weise, sich zu ernähren. Aber er nimmt die Mühen auf sich. Meine Tochter habe ich damals gesagt, als wir Fahrrad gefahren sind, sagte Schatz, Papa, ich falle. Ich falle hin, ich habe Angst. Schatz, Papa ist da und hält dich. Aber wenn du fällst, fällst du nur aus einem Grund, wieder aufzustehen. Und immer, Schatz, warum fallen wir? Heute ist 16, Papa, wieder aufzustehen. Ja, manchmal sind die Momente da, Papa, ich bin wieder aufgestanden. Mit mir war das nicht so. Ich hatte das nicht. Meine Eltern haben mich geliebt, aber das waren viele Kinder, finanziell schwache Verhältnisse. Ich musste mir das alles hart erarbeiten. Und heute will ich, dass meine Kinder nicht die gleiche Scheiße erleben. Und ich kann meine Vergangenheit nicht ändern. Aber ich sehe es als meine Pflicht, als Vorbild für Millionen von Menschen, besonders Kindern, den Kindern meine Sichtweise und meine Erfahrungen nahezubringen, dass sie daraus vielleicht ihre eigenen Schlüsse und Erfahrung ziehen können. Was sie daraus machen, müssen sie immer selber machen. Aber ich bin eine Option für diese Kinder daraus zu lernen. Und wenn man das den Kindern wegnimmt, obwohl es sie hilft, dann ist das eigentlich etwas Verwerfliches und es ist nicht zu verstehen. Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass es nur noch ein paar Jahre dauert. Ob ich da noch bin, fraglich. Aber ich bin mir sicher, dass in nächsten zehn Jahren viele Karstenstahls draußen rumrennen. und ganz normal integriert sind, weil sie nämlich gemerkt haben, es geht nicht mehr so.

speaker-1: darauf will ich jetzt noch mal einsteigen. Du bist also auf diesem Pfad, der immer krimineller wird, augenscheinlich. Du hast sogar schon eine Führungsposition. Gab es da noch diese inneren Widerstände, wie es bei dem By-Standing gab? Das sind die Opfer und darf ich das? Oder waren die da schon weg?

speaker-0: Das passiert ja gerne mal. Ja, klar. Aber bei mir waren ja... Also die Hebel, ich habe ja keine... Ich habe ja niemanden eine Waffe an den Kopf gehalten und irgendwas gezwungen. Sondern das waren ja meistens Dinge... Also, ein Beispiel. Wenn ich dir jetzt die Uhr wegnehmen will, ich Gewalt anwenden oder dir eine Waffe? Bei dir also beide Uhren. Dann muss ich dir Gewalt anwenden, muss ich dir wegzunehmen und dir eine Waffe vorhalten, richtig? Ja. So, damit würde ich dir einen Schaden zufügen.

speaker-1: Oder dir. Ich bin auch Kampfsportler, würde sagen.

speaker-0: Mit der Waffe würdest du nicht verstehen. Aber warum soll ich mir die Mühe machen, dir das wegzunehmen und Zeugen zu hinterlassen, wenn ich doch gleich in den Juwelier leben kann und alle Uhren mitnehme? Da gibt es einen wirtschaftlichen Schaden. Versicherungsschaden.

speaker-1: Ich verstehe, was du gesagt hast.

speaker-0: Also ich wäre nicht zu dir gekommen, hätte dir... Nein. Ich gehe auch nicht in den Laden, wenn du da bist und... ...alt deine Waffe vor. Ich gehe den Laden... Nur

speaker-1: Das heißt,

speaker-0: ein Beispiel. Autos etc.

speaker-1: Es ist diebstahl waren die quasi

speaker-0: Das war das für die Zeit ein sehr, sehr, sehr lokatives Einladen.

speaker-1: Ich verstehe. Ich verstehe.

speaker-0: Wenn du jetzt gehst in Laden und willst dir eine teure Uhr kaufen, kennst dich ein bisschen mit aus und du willst dir jetzt eine Patek Philipp kaufen. hat damals schon sehr viel gekostet, heute kostet sie dreifach. Die kostet jetzt 30.000, 40.000 Euro und jemand gibt dir die jetzt für 5.000, 6.000 Euro, sagt sie dir aber, solltest sie nicht zum Uhrmacher bringen, was du wahrscheinlich für die nächsten 30 Jahre ja nicht machen musst. Ist das schon verlockend für den einen und anderen? Ich verstehe. Hab ich nie gemacht, Patek. Verstehe.

speaker-1: So, okay, das war ja auch irgendwie geil für den Lifestyle. Junger Mann, wahrscheinlich gut Kohle verdient. Und jetzt ist aber ja die interessante Frage, du machst das ja heute nicht mehr. Wie alt warst du und was war die Lebenserfahrung, die diesen Lebensweg verändert hat?

speaker-0: Also es ist ein Ürge, aber zu denken, das macht Klick von alleine. Also bei dem einen oder anderen, aber nicht, wenn du so tief drin steckst. Also erstmal ist etwas passiert, was meine Sichtweise auf die Dinge nur noch verschlimmert hat, weil man denkt, man hat keine natürlichen Feinde mehr. Ja klar, Polizei etc. Aber die klingeln meistens nicht, die kommen 6 Uhr hin, legen die Handstellen an oder Handriemen, die suchen deine Wohnung etc. Das ist aber nicht die größte Gefahr. Die größte Gefahr ist, wenn du Erfolg hast, dass du ja neider hast. Wenn du Erfolg hast mit deinem Podcast, hast du neider. Und wenn die aber aus dem gleichen kriminellen Milieu kommen wie du, das ist ja trotzdem immer ein Milieu. Milieu heißt nicht immer nur Zuhälterei, will ich auch mal dazu sagen. Aber dann entstehen ja Konflikte, Revierkämpfe etc. Und wenn die natürlich dann vielleicht sagen, wow, wie der sich bewegt, was der da macht, der denkt wohl auch, er ist unantastbar. Und das will ich hier gleich nochmal vorsagen. ich glaube, John F. Kennedy hat es ganz klar und deutlich gesagt, eine 100 % Sicherheit gibt es nicht für niemanden auf dieser Welt. müsste sie schon im Bunker einsperren. Und selbst dann musst du kicken, kriegst du dein Essen, kann dir jemand vergiften. Also 100 % Sicherheit gibt es nicht. Aber man denkt als junger Mensch nicht immer nach. Man denkt sich, ich kann mich mit jedem anlegen, vielleicht kriege ich auch paar auf die Backen. gehe eigentlich fast immer als Sieger hervor. Und für die harten Fälle hatte ich ja zwei Kumpels dabei. Ja, also und da fühlt man sich überheblich mächtig. So fühlen sich manche Politiker auch in unserem Land. denken, sie können sich alles erlauben. Aber manchmal sind sie ja nur einen Schritt davon weg, im Endeffekt alles wieder zu verlieren. Das merken sie vielleicht auch gerade. dann ist man so und dann lebt man so in den Tag hinein. Ja, man pennt aus, lebt so. Man hat so seine Gänge, da trifft man sich mit seinen Kumpels Bros heute. Der hängt man ab, dann geht man zum Sport, macht ein bisschen hier Alligallig, coole läuft. Dann hat man seine Schäfte, sein Business. Was das heute so hört. Ich sehe das ja mal, wenn ich das so höre, weil ich ja weiß, was das bedeutet. Aber eins bist du ja trotzdem noch, nimmst du ja am Leben teil. Du bewegst dich ja auch und bist ja auch vielleicht mal hier und da alleine. Und vor allen Dingen weil ich ein junger Mann und hatte natürlich auch meine Bedürfnisse. Ja, auch Freundinnen, zu der Zeit oft wechselnd. Ja, aber irgendwann war es, habe ich jemanden kennengelernt, der etwas länger geblieben ist. Und da war das bei mir schon etwas intensiver. Und diese junge Frau ist schwanger geworden und war im vierten Monat schwanger von mir. Und ich habe eine Lektion, die mir mal einer gesagt hat. nie so richtig verstanden damals. Heute weiß ich was er meinte und vor was er mich warnen Wenn du diesen Weg gehst, jetzt sage ich heute zu vielen, die auf diesem Weg sind, wenn ich in Haftanstalten bin oder so, wenn ihr auf diesem Weg seid und bleiben wollt, wenn ihr das wirklich macht, ist das sehr traurig, weil es gibt keinen Gewinner auf diesem Weg. Den gibt es nicht. Es gibt nur Verlierer. Wenn sich zwei auf der Straße prügeln, verlieren beide. Es gibt nur einen Gewinner und das ist die Straße. Und die Lektion, die er mir eigentlich geben wollte, war zu sagen, wenn du diesen Weg weitergehst, wirst du dir Feinde schaffen. Bringe zwischen dich und deiner Familie und den Menschen, du liebst, viel Distanz. Weil da werden sie dich angreifen. Die werden nicht zu dir kommen. Machs nicht mal aus dem Hinterhalt. Aber sie würden trotzdem riskieren, dass sie dir eine Kugel fangen. Wie ging es an deiner Familie? Da bist du verwundbar. Und ich glaube, gehört. Wie du als junger Mensch das hörst und denkst, ja gut. Du weißt ja auch nicht, wer vielleicht du weißt, der und der mag dich nicht und so. Komm, was ist denn eins zu eins? Hier, komm. Damals gab es noch eins zu eins. aber nein. Und da gab es halt welche. Und man denkt dann auch, man hat die Leute, die schon mal rum sind, deine Unterstützer, sind Freunde und hier. Da gibt es aber auch mal welche, die vielleicht das wollen, was du hast. ist wie in der Politik. Man denkt immer, man hat alles in Kontrolle und dann sind welche abtrünnig. Sieht man jetzt gerade in Sachsen-Anhalt, oder? So und dann, wenn da welche bei sind, die aber dann vielleicht Informationen von dir haben, die andere nicht haben. Zum Beispiel, wo deine Freundin wohnt und wann du nicht da bist. kannst ja noch so muskulös sein. Du kannst noch so bewaffnet sein. Du kannst noch so überheblich sein und denken, du hast alles unter Kontrolle. Einen Scheiß hast du. Du hast nichts unter Kontrolle. Kontrolle ist eine Illusion. Und wenn sie zu mir gekommen wären, dann hätte ich mich aber noch verteidigen können. es gibt keinen Tag in meiner Vergangenheit, wo ich mir nicht wünschte, dass sie zu mir gekommen wären. Aber sie sind nicht zu mir gekommen. Sie sind zu meiner Freundin gegangen, die im vierten Monat schwanger war. Und sie wusste nicht, was auf sie zukommt, weil ich ihr bewusst diese Sachen nicht erzählte. Weil, wer will schon mit so jemandem zusammen sein? Ich hab sie belogen. Und sie sind zu ihr nach Hause gegangen. hat ahnungslos die Tür geöffnet. Sie haben sie in die Wohnung gestoßen. Haben sie verprügelt. Sie geschlagen, sie getreten und zu dritt vergewaltigt. Und dabei ist unser Kind, was sie in sich trug, zu Tode gekommen. Ich habe bezahlt einen hohen Preis für meine Sünden, für meine Vergangenheit. Aber das Erlebnis hat mich nicht zu einem besseren Menschen gemacht. Es hat mich nur tiefer hineingesehnt. Es hat mich Drogen konsumieren lassen. Es hat mich Alkohol konsumieren lassen. Es hat mich Wut und explodieren lassen. Aber der Mensch auf den ich wütend sein hätte, müssen, habe ich jeden Tag im Spiegel gesehen. Denn ich habe mich für diesen Weg entschieden. Ich habe sie belogen. Ich glaube das wird Deiner Fantasie, weil ich mit diesen drei Typen gemacht hab. Ich weiss so was ich für ich bin. Also das wissen andere auch. Ich bin da nur tiefer rein und hab noch mehr Konflikte gesucht. Ich hab mich nach dem Tod gesehnt. bin... Mein Leben war nichts mehr wert. Und all das, was so wichtig war... Fette Karren, Porsche, Ferrari, Uhren, Kohle... Es hat nichts mehr bedeutet. Nichts mehr. Es war alles... Nur das Palast.

speaker-1: und du hast dann offensichtlich Gefühle wegbewältigt mit Drogen, Alkohol und Zeug.

speaker-0: Und jedes Mal, sie wieder zurück in die Sache gelassen hat, kam die mit droppelter Härte zurück. Und für mich war mein Leben eigentlich gelaufen. Und dann habe ich noch mal eine Frau kennengelernt. die sich an bestimmte Regeln nicht erhalten hat, zum Beispiel die Pillette zu nehmen, obwohl ich da dachte. Und dann hat sie mir offeriert, dass ich Vater werde. Und ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, weil ich das nicht wollte. Weil ich nicht wollte, dass ich ein Kind in diese Welt geboren bin, in der ich bin. Und sie hat... So ist sie... sich davon überhaupt nicht spüren lassen. Scheiß auf dich! Und am 28. Januar 2008 Klappen knapp über 3000 Gramm und 51 Zentimeter. Mein Leben verändert. Das war die Geburt meines Sohnes. Und ich habe mir geschworen, ich werde nichts tun, mehr was das Leben dieses Kindes in Gefahr bringt. Und ich habe mir noch was geschworen. Würde irgendwann in meinem Leben irgendwas passieren, was mein Kind bedroht, werde ich alles dafür tun. Alles tun. ein Kind zu beschützen. Diesen Gedanken hegt man, dass dein Kind missbraucht wird, verrealtigt wird, dein Kind angerufen wird. Ich hätte nicht gedacht, dass das Kinder sind. Deswegen habe ich das getan. Ich habe meinen Sohn vor diesen Kindern indem ich diese Kinder vor sich selbst Ich habe viel geopfert, viel gemacht und viel inneren Schmerzen, die ich bewältigt habe. Und bevor du mir die Frage stellst, die mir schon viele Psychologen gefragt haben, hast du jemals deine eigene Schmerz bewältigt? Hast du jemals Das gemacht habe ich gesagt Nein habe ich nie. Ich spüre ihn jeden Tag.

speaker-1: Das brauche ich gar nicht fragen.

speaker-0: Ich spüre jeden Tag immer wieder. Aber meine Heilung ist es wenn ich vor den Kindern stehe, mit ihnen spreche und sie davor bewahre. Das ist meine Heilung. Damit heil ich mich selbst. Aber ich muss jedes Mal wieder die Wunde aufreißen und mich total öffnen sie davon zu überzeugen. Denn nur das Herz kann Dinge wirklich bewegen. Alles andere ist oberflächlich. Aber ich berühre die Menschen im Herz. Das habe ich jetzt gerade mit den Worten, mit meiner Offenbarung hier auch getan. Jetzt sehen mich viele, die hier sitzen, anders. Aber manche nehmen sich gar nicht die Zeit, weil sie mich als Bedrohung sehen, besonders politisch. Obwohl ich ja Politik bin. Die müssen erstmal da hinriechen, ich vor Jahren hin geschissen habe. Ich kann nicht zurück in die Vergangenheit und den jungen Karsten in den Arsch treten, dass er das anders macht. Ich kann nicht zurück an die Grube, wo man mich zu diesen Menschen gemacht hat. Mobbing hat mich zu diesen Menschen gemacht. Ohne dieses Erlebnis wäre ich nie zum Täter geworden, nie kriminell geworden, garantiert nicht. Ich weiß also ganz genau, als erster Hand am eigenen Körper mit Nahtoderfahrung, was Mobbing mit einem Menschen macht, es zerstört ihn. Und selbst wenn er nicht so läuft wie ich, wird er sein Leben lang unter Depressionen oder dem Selbstwertgefühl weiter nicht hat, leiden. Also erzählt mir bitte nicht und verharmlost dieses Thema nicht. Es tötet Menschen, es vernichtet Menschen, es macht sie schwach. Und das hat kein Kind verdient, weder ich noch deine Kinder. Niemand hat es verdient. Und wenn du diese Erfahrung nicht hattest, dann sei froh, dass du sie nicht hattest.

speaker-1: Ich hatte sie in so einer Light Version. Ich ich wurde auch angeguckt und ha guckt euch mal den Jungen an, was der für einen zu großen Kopf hat. Und oder ach, du bist ja richtig cool, aber nur wenn du besoffen bist. also im Vergleich zu dem, was du erzählt hast, ist es. Das hat viel mit mir gemacht.

speaker-0: Aber es hat ja auch was mit dir gemacht. Es hat viel mit dir gemacht. Und jetzt überlegt man, was es das schon mit dir gemacht hat. Das heißt, die Wunde, wenn du heute das siehst oder wenn du einen Film siehst, wo ähnliche Dinge sich triggern, dann kommt das hoch.

speaker-1: Bei mir nicht mehr so. Das ist ja meine Arbeit. Aber ich habe das schon immer gesagt, die zwei größten Einflüsse auf Kinder sind im Grunde Eltern in erster Linie und Gleichaltrige. Und Mobbing ist so ein Riesenthema für eine Prägung, die nennt sich Unzulänglichkeit. Die klingt einfach zu harmlos eigentlich.

speaker-0: Mobbing klingt ja schon harmlos. Was denn Mobbing? Kommt aus dem englischen, kommt aus dem Bauernbereich. Mobbing, wenn die Hühner andere ausgrenzen, weil sie eine Einschränkung haben, da kommt das Wort her. Aber guck mal, früher hieß es hänseln. Das wäre ja wohl noch lächerlicher. Dabei ist es Erniedigung. Schlimmste Erniedigungen. Beginnend mit kleinen Dingen und immer weitergehend. Und bei den Zahlen, die ich dir vorhin gesagt habe, hast du Verständnis, dass ich da nicht leise bin? Klar. Dass man dann lautet und dass ich mir nichts sagen lasse. Und wenn ich im Bundestag spreche und das ist dann schöner, wenn ich im Bundestag spreche oder jetzt wieder dann auch irgendwann, irgendwann jetzt am 5. November im Landtag. Wenn ich redestöle, weil es emotional ist und weil wenn da so ein glöder Zwischenruf kommt, ich die sofort zusammenstoche. Hat immer einen Vorteil, wenn ich da spreche, die wissen das, alle Videos gehen viral. haben die Angst. ist nämlich das, ich gelernt habe, als ich bei der Schule meines Sohnes war und dem Studierende gesagt habe, wir haben hier ein Problem und er mir sagen wollte, das verharmlosen wollte, das kleinreden wollte. Da habe ich ihm gesagt, das mag bei einer Million Väter und Eltern funktionieren, aber nicht bei mir. Ich weiß, was es mit mir gemacht hat und wir sorgen jetzt beide dafür, dass es auffällt und sie haben zwei Möglichkeiten. Sie machen mit oder Sie lesen Ihren Namen und alles morgen in der Zeitung. Weil mich kennen damals schon 15 Millionen Menschen und ich kann jede Zeitung bringen, wo steht. Kind eines TV Stars nach zwei Tagen Grundschule, Opfer von Brutalität, Brutal, Brutaler Gewalt und Rassismus. Wollen Sie diese Schlagzeile? Und dann habe ich gemerkt, habe ich eine Angst gesehen, denn die haben alle Angst ihren Ruf. Aber nochmal, ich mache keinem Schule einen Vorwurf. Wird in Deutschland sonst so, dass sie Mobbing haben. Das sind keine schulischen Probleme. Das sind gesellschaftliche Probleme. Aber ich mache dann einen Vorwurf, wenn sie wissen, dass sie Mobbing haben, sich nicht helfen lassen. Sich keine Unterstützung holen. Es ist keine Schande, sich helfen zu lassen. Wenn sie es aber totschweigen, kommen Kinder und auch Lehrer zu Schaden. Und dann ist es unterlasse Hilfeleistung. Und der Politik, die dafür die Weiche stellen muss und das Jahrzehnt nicht macht, der trägt ihr in den Arsch. Und das sehe ich ja seit 14 Jahren, dass dieses Thema bewusst und gezielt klein gemacht wird.

speaker-1: Erstmal vielen Dank für deine ganze Offenheit. Ich würde da am liebsten noch viel mehr reingehen. Ich lasse es jetzt einfach mal.

speaker-0: ist ja auch irgendwie ein Schnitt, Mann.

speaker-1: Ich hätte gerne noch eine letzte Frage an dich. Ihr habt schon vier Gesetze auf den Weg gebracht. Du hast schon so viel bewegt, was ist das nächste Ziel?

speaker-0: Also erstmal siehst du...

speaker-1: Oder das große Ziel? Gibt es irgendwas, wo du sagst, scheiße man, das gibt es doch nicht? Das muss ich noch machen.

speaker-0: Ich weiß nicht, wie lange wir alle noch auf dieser Welt sind. Jeder weiß ja nicht, wie sich biologische Uhr tickt. Bei dem Ding geht mein Herz gut. Aber kann ja immer sein. ich sag mal, wenn du mich heute noch fragst, frag es mal anders. Wenn du dir einen Wunsch hättest, dann würde ich natürlich wie jeder sagen, ich wünschte mir, wir hätten einfach eine Gesellschaft auf der ganzen Welt, die sich respektiert und toleriert. Und für die Kinder würde ich sagen, ich wünschte mir, dass sich in Deutschland kein Kind mehr mit Angst zur Schule geht oder wegen Mobbing das Leben nimmt oder zum Mörder, ein Amokmöfer wird. so meine Arbeit zu beziehen. Aber als Ziel wäre irgendwo so, ich die Gedanken komme, es gab in Deutschland, auch das ist vielleicht beschreibend, es gab noch nie ein Konzert gegen Mobbing und Missbrauch. Noch nie. Noch nie. Die Nationalmannschaft in Deutschland ist auch noch nie eingelaufen für den Kinderschutz. gegen Rassismus, gegen Homophobie, für LGBT und hat alles getan, aber nicht für den Kinderschutz. Das zeigt ja auch nochmal, dass dieses Thema ein Unbequemes ist. Jeden Tag, wenn wir jetzt hier sitzen, werden 50 Kinder offiziell in Deutschland missbraucht. Offiziell. Inoffiziell sage ich dir 300, wenn ich noch mehr. Alleine 50 Kinder sind fast 20.000 Kinder oder über 20.000 Kinder im Jahr. Während wir sitzen, werden Kinder oft in eigenen Familien missbraucht. Wir haben einen Täterschutz in Deutschland. Da sind wir wieder beim schlechtesten Kinderschutz in Deutschland. Bei uns laufen Täter von Kindern, die Kinder missbraucht haben, zum größten Teil frei rum auf Bewährung. Ein Mann missbraucht ein Ulm, ein Kind 129 Mal, ist auf Bewährung frei. Und jetzt frage ich dich, Raul, stell dir mal vor, das wird dein Kind. oder euch, die ihr zuhört, stellt euch mal vor, für euer Kind. Könntest du damit leben, dass der Täter frei rumläuft? Du musst die Fahrer nicht beantworten, das ist rein hypothetisch. Und du bist ein friedsamer Mensch. Nicht immer. Aha. Was würdet ihr denn tun? Unter diesem Rechtssystem leben wir. Aber so lange es andere Kinder betrifft, ist es weit einfacher wegzusehen. Jeden Tag, Kinder missbrauchen, äqualen die Rechtsprozesse. Ramon, da wurden Säuglinge missbraucht und getötet. Kinderbilder, ich gesehen habe, die brutalste körperliche Gewalt erlebt haben. Jeden Tag, jeden zweiten Tag stirbt ein Kind in Deutschland durch häusliche Gewalt. Wir sind das Versagerland hoch zehn, Vorzeigeland am Arsch. Bei Kinderschutzbetrieb sind viele abhärmlich. Und liegt auch an unserer Gesellschaft. Wo sind denn die ganzen Promis, die Millionen an den Kindern verdienen? Die Sänger, die Sportler. Wo sind die denn? Machen sie was für einen Kinderschutz? Nein. Weil ihre Sponsoren... Oder ihr Management sagt, nee, unangenehm, nicht ansprechen. Verdienen Millionen da dran. An Blooberwasser. Und wissen nicht, was sie verkaufen. Aber Kinderschutz nicht. Und deswegen, warum machen wir nicht einfach mal ein Konzert? Ein großes Konzert in Deutschland oder mehrere zum Schutz der Kinder. Zum Schutz der Kinder, wo sowohl Sänger auftreten und vielleicht im Wechsel Comedians. Alle gemeinsam zum Schutz der Kinder. Für Mobbing, Gewalt, Hass, Rassismus. Vor Kindeswissbrauch. Warum nicht? Weil's nicht in ist? Weil man's nicht so verkaufen kann wie Homophobie und Rassismus?

speaker-1: Ich verstehe das nicht. Ich auch nicht. Ich hoffe jetzt von dir was zu lernen. Wie kann das unbequem sein? Wie kann das unbequem sein, sich für Kinder einzusetzen? Verstehe ich nicht.

speaker-0: Schau doch auf die Zahlen! jeden Tag ein Kind sich wegen Mobbing umbringt, der Armungläufer hat 500.000 bis 1.000.000 Fälle normales und dann noch mal 2.000.000 Fälle digitale Zahlen, was, wenn wir die Themen offen ansprechen und offen diskutieren?

speaker-1: dann sind Leute schuldig quasi.

speaker-0: Da müssen Leute Schuld eingestehen, jahrelang nichts getan zu haben und sie müssten Lösungen haben, die sie nicht haben. Und sie müssten Ressourcen schaffen und Gelder schaffen für mehr Psychologie, mehr Sozialarbeiter, mehr Prävention. Was wir nicht haben, haben wir schon. Wir geben es nur nicht dafür aus. Verstehst du das? Der erste Schritt, ein Problem zu lösen, ist das Problem zu benennen und sich zu bekennen. Und in Deutschland geht der Spruch, ein Problem über das wir nicht reden, das haben wir auch nicht. Und die, die darüber reden. Die werden auch schon immer wieder unter der Lebiger gerade gezielt durch den Dreck gezogen. Tucholski hat mal gesagt, in Deutschland ist immer der gefährlicher, der den Schmutz anspricht, nicht der den Schmutz macht.

speaker-1: Ich finde, es gibt so viele Leute, die sagen hier, wenn man spendet, dann ist das total verwerflich, darüber zu reden. Tu doch einfach Gutes. Und ich sage mal, seid ihr dumm? Deswegen möchte ich es einmal noch mal kurz. Ich verknüpfe das gleich mit einer Frage. Wir haben letztes Jahr, ich habe letztes Jahr über 30.000 Euro von unserem Geld in die Hand genommen, Kinder aus dem Menschenhandel zu retten, der Sex Sklaverei.

speaker-0: Also Respekt.

speaker-1: Ja genau und das ist die Stories, die ich da höre, ist Wahnsinn und ich bin da super stolz drauf.

speaker-0: So auch sein. Und... Nehmt euch mal alle, alle da draußen, Geld haben, nehmt euch mal alle ein Beispiel daran. Ihr könntet ja nicht alle was tun. Ja, und nochmal, du hast das... Die, die, die haben ja noch viel mehr und verdienen ja sogar an den Kindern Geld. Es gibt doch welche, die machen was unter der Hand und wollen nicht überreden. Aber viele von denen sehen Scheiße wie die Kinder. Oder, liebe Nationalmannschaft, nochmal, lieber DFB, warum seid ihr noch nie eingelaufen für den Schutz unserer Kinder vor Kindesmissbrauch? Ach so, gab es da nicht mal einen Christoph Metzelda, der sogar beim DFB ganz oben sein sollte? Der dann auf einmal einen Prozess hatte wegen Besitz von Kinderpornografie der schlimmsten Art und dafür eine 25.000 Euro Geldstrafe bekommen hat? Was

speaker-1: Das ist ein crazy.

speaker-0: soll ich dir damit sagen? Wir haben drei bis fünf Prozent pädophil veranlagte Menschen in Deutschland. Nicht jeder Pädophile wird zum Kinderschwender. Ganz

speaker-1: Das ist wichtig.

speaker-0: wichtig. Da bin ich auch ganz klar bei. Wenn jemand sagt, ich habe ein Gefühl, Kinder zu sehr zu mögen. müssen wir den Menschen helfen. Er muss medikadös, wenn es sein muss, eingestellt werden, damit er nie zum Täter wird. Aber jeder, ein Kind es braucht, ist ein Kinderschänder. Und jeder, der senkt, ich mach's ja nur digital, ihr seid digitale Kinderschänder. Für eure Lust am Kind, für eure widerwertigen Fantasien, weil ihr die nicht behandeln lässt, wenn Kinder in ganzen Welt in einem Milliarden...

speaker-1: Das ist eine Industrie.

speaker-0: Milliardenindustrie missbraucht. Also, ihr seid genauso viel Dreck und Abschaum wie die anderen. Und für mich ist das Dreck und Abschaum. Gar keine Diskussion. Jeder Pädophile, der sich helfen lässt, liegt dabei. Kann mich nicht hineinversetzen, aber er lässt sich helfen. Aber jeder, ein Kindnis braucht, gehört ins Befängnis. Und da sind wir nämlich beim Thema. Bei uns sind Kinderständer frei und werden immer wieder auf Bewährung freigelassen. Das muss sich ändern.

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