
#281 Die afrikanische Ader des Lebens - Einschlafen mit Balto
Mittwoch, 26. August 2026 · 29 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Dieses Mal reisen wir in das ostafrikanische Uganda, das wegen seiner außergewöhnlich vielfältigen Landschaften auch als die „Perle Afrikas“ bezeichnet wird. Hier treffen tropische Wälder auf weite Savannen, hohe Gebirge auf große Seen und mitten hindurch fließt einer der berühmtesten Flüsse der Erde: der Nil. Lass uns herausfinden, welche Kraft Mensch und Tier täglich zu sich ruft.
Wir, das sind Nale und Balto, möchten dich auf eine Reise schicken, damit du so die Sorgen des Tages hinter dir lassen kannst. Unsere Geschichten sollen dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und langsam in einen verdienten und erholsamen Schlaf zu gleiten.
Wir wünschen dir eine gute Nacht, schlaf schön!
Konnten wir dir beim Einschlafen helfen? Hast du eine Idee, wo die nächste Reise hingehen soll? Dann schreib uns gerne an geschichtenzumeinschlafen@julep.de. Wir freuen uns sehr, von dir zu hören!
***GzE Sternwarte***
Unterstütze unseren Podcast, höre alle Episoden ohne Werbung und freu dich auf viele weitere Vorteile unter steadyhq.com/gze ✨ Vielen Dank für deine Unterstützung!
***Werbung***
Informationen zu unseren Werbepartner:innen findet ihr unter: linktr.ee/einschlafen Vielen Dank an unsere Partner:innen, die es uns ermöglichen, euch weiterhin beim Einschlafen zu helfen.
Host: Nale und Balto
Text: Anja Lehmann
Musik: Milan Lukas Fey
Produktion & Schnitt: Martin Petermann
Eine Produktion der Julep Studios
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Geschichten zum Einschlafen Eine Produktion der Julep Studios, Zum Einschlafen Ich bin Balto und ich freue mich sehr, dich wieder begrüßen zu dürfen. Bevor es losgeht, noch ein kleiner Hinweis. Geschichten zum Einschlafen gibt. Es jetzt auch auf YouTube. Ihr findet uns, wenn ihr Geschichten zum Einschlafen mit Nale und Balto eingebt.
Wir freuen uns drauf, euch auch da zu begrüßen. Vielen Dank. Wir haben heute etwas ganz Besonderes mit dir vor. Denn wir werden uns an einen wirklich magischen Ort begeben, nämlich in das ostafrikanische Land Uganda, das wegen seiner außergewöhnlich vielfältigen Landschaft auch als die Perle Afrikas bezeichnet wird.
Hier treffen tropische Wälder auf weite Savannen, hohe Gebirge auf große Seen, und mitten hindurch fließt einer der berühmtesten Flüsse der Erde. Denil. Seinen spektakulärsten Abschnitt erlebt dieser gigantische Fluss an den Murchison Falls. Dort wird seine gewaltige Wassermasse zwischen steile Felsen gezwängt.
An ihrer engsten Stelle ist die Schlucht nur etwa 8 Meter breit. Das Wasser schießt hindurch und stürzt anschließend rund 45 Meter in die Tiefe. Dabei entsteht ein beinahe permanenter Sprühnebel und häufig auch Regenbögen über den Fällen. Der Nationalpark, in dem sich die Murchison Falls befinden, gehört zu den ältesten Schutzgebieten Ugandas.
Das Gebiet wurde bereits 1926 als Wildreservat unter Schutz gestellt und 1952 zu einem der ersten Nationalparks des Landes erklärt. Heute gehört eine Bootsfahrt auf dem Nil zu den bekanntesten Möglichkeiten, die Murchison Falls zu erleben. Bist du bereit? Prima, dann kann es gleich losgehen. Wenn es einen Ort gibt, an den du gerne mal reisen würdest, oder ein Abenteuer, das du erleben magst, dann schau gerne mal auf www.steadyhq.com.
Dort kannst du mitbestimmen, wo es das nächste Mal hingeht und die Reisen ganz ohne Werbung genießen. Apropos, bevor es endgültig losgeht, müssen wir einmal Werbung schalten. Danach geht es aber in einem Rutsch bis zum Ende durch. Vielen Dank für euer Verständnis und bis gleich. Und nun, lass den Alltag hinter dir.
Lehn dich entspannt zurück und sinke in deine gemütliche Schlafstätte. Wenn du möchtest, kuschel dich in deine Decke ein, schließ deine Augen und fühle, wie alles leichter wird. Atme tief ein. Stell dir vor, du liegst in einem Zelt. Über dir ist ein Moskitonetz und der unendliche Himmel Afrikas. Noch ist die Sonne nicht aufgegangen. Du hörst nur leises Plätschern, das vom Nil zu dir herübergetragen wird.
Du erinnerst dich, dass du heute einen großen Safari-Tag vor dir hast und wir die berühmten Murchison Falls anschauen wollen. Dieser Gedanke lässt sich die letzte Müdigkeit abschütteln. Die Nachtduft ist noch kühl, als du das Netz zurückschlägst und in deine Kleidung schlüpfst. Vorsichtig öffnest du die Plane und trittst auf die Veranda.
Draußen liegt Afrika am ersten blassen Licht des Morgens. Der Himmel ist tiefblau, beinahe violett. Über den Gräsern liegt ein feiner Dunst und am Horizont zeichnet sich die Silhouette einer einzelnen Schirmarkazie ab. Von weiter Ferne wird ein tiefes, kehliges Grunzen zu dir getragen. Vielleicht kommt es von einem Flusspferd, das unten am Nil erwacht.
Auf deiner Terrasse findest du einen Tisch mit einem warmen Getränk. Dankbar setzt du dich für einen Augenblick auf den Stuhl und wartest. Ganz langsam verändert sich der Himmel. Das Blaue wird heller. Ein schmaler, orangefarbener Streifen erscheint über der Savanne. Darunter mischt sich ein tiefes Rot, dann rosafarbene Streifen und schließlich warmes Gold.
Mit dem Licht erwacht deine Umgebung. Vögel beginnen zu rufen. Allein im Nationalpark gibt es über 450 verschiedene Arten, von kleinen Eisvögeln über die Goliadreier bis hin zum urzeitlichen Schuh-Schnabelstorch. Hobby-Ornithologen erleben hier ein wahrlich vielfältiges Spektrum an gefiederten Exemplaren.
Du hingegen bist völlig überwältigt, als die Sonne endlich erscheint. Groß und rot steigt sie über den Horizont und verwandelt die Gräser für einige Minuten in ein goldenes Meer. Und irgendwo hinter diesem Meer aus Gras fließt der Nil. Nachdem du dich mit einem einfachen Frühstück aus frischem Obst, Brot, Ei und noch etwas Tee oder Kaffee gestärkt hast, brichst du mit dem Guide auf.
Ein Schieb wird euch sicher durch den Park bringen. Staubwirbelt hinter euren Rädern auf. Warme Luft strömt ihr ins Gesicht. Rechts und links breitet sich die Savanne aus, unterbrochen von Akazien und hoch aufragenden Palmen. Schon nach wenigen Minuten hält der Wagen. Zwischen den Bäumen erkennst du Giraffen.
Eine von ihnen streckt ihren langen Hals zu den Blättern einer Akazier. Langsam zieht sie einen Zweig zu sich und kaut, während ihre Ohren aufmerksam hin- und herzucken. Eine zweite Giraffe tritt aus dem hohen Gras. Für einen Moment scheinen ihre langen Beine und Hälse mit den schlanken Baumstämmen zu verschmelzen.
Ihr fahrt weiter. In einer Senke entdeckt ihr eine Herde Ugandakops. Das ist eine Antilopenart, die es hauptsächlich in Uganda gibt. Einige grasen, andere haben die Köpfe erhoben und beobachten aufmerksam ihre Umgebung. Denn irgendwo hier leben auch Löwen, doch gerade sind keine in Sicht. Später begegnen wir einer Büffelherde. Dutzende Tiere stehen dicht beieinander, einige sind fast schwarz, andere wirken im Sonnenlicht dunkelbraun.
Schau mal, auf ihren breiten Rücken tragen sie Krähen-ähnliche Vögel. Das sind sogenannte Madenhacker, die Fliegen und andere Parasiten vom Felderbüffel fressen und auf diese Weise eine natürliche Symbiose eingehen. Während die Sonne immer höher steigt und es wärmer wird, ziehen die Tiere in dieselbe Richtung, hin zum Wasser.
Auch die Elefanten, denen wir ein wenig später begegnen, sind auf dem Weg dorthin. Zuerst siehst du nur einen grauen Rücken zwischen den Büschen. Dann bewegt sich ein Ast. Eine Elefantenkuh tritt hervor, gefolgt von einem Jungtier. Dahinter erscheinen weitere Tiere. Langsam wandern sie Richtung Nil. Das Kleine bleibt dicht neben seiner Mutter.
Immer wieder berührt sein Rüssel ihren Körper, als müsse es sich vergewissern, dass sie noch da ist. Wir bleiben lange stehen. Niemand spricht. Irgendwann verschwinden die Elefanten zwischen den Bäumen, dorthin, wo der Fluss auf sie wartet. Gegen Mittag wird das Licht noch heller und die Hitze intensiver.
Auch für dich ist es Zeit für eine Pause. An einem beschützten Rastplatz steht ein Tisch unter einem großen Baum. Du bekommst etwas zu essen, kaltes Wasser und Obst. Vor dir flimmert die Savanne in der Mittagshitze. Alles scheint langsamer geworden zu sein. Ein paar Vögel hüpfen durch das Gras, über euch zieht ein Adler seine Kreise.
Der Wind bewegt die Blätter und trägt den trockenen Duft der Ebene herüber. Du lehnst dich zurück und denkst an den Miel. Seit dem Morgen begleitet er dich, obwohl du ihn kaum gesehen hast. Aber du hast ihn gehört und die Tiere beobachtet, die dorthin gezogen sind. Und jetzt wirst du ihm folgen. Am Nachmittag fahren wir die Straße hinunter nach Pará.
Zum ersten Mal an diesem Tag liegt der Nil ganz offen vor dir. Ein breiter, ruhiger Strom, der fast träge wirkt. Das Sonnenlicht glitzert auf seiner Oberfläche. Unwillkürlich musst du daran denken, wie weit dieses Wasser doch reisen wird. Ein Boot wartet am Ufer. Gemeinsam mit dem Guide steigst du ein.
Der Motor startet, ihr Fahrt flussaufwärts. Schon bald tauchen die ersten Flusspferde auf. Fasziniert betrachtest du die grauen Giganten. Mehrere Tiere liegen beinahe vollständig unter Wasser. Eines öffnet sein Maul weit, ein anderes verschwindet mit einem dumpfen Klatschen. Der Name Nilpferd bekommt für dich eine völlig neue Dimension.
Oh, schau mal, nicht erschrecken, am Ufer liegt ein Krokodil. Sein gepanzerter Körper ist kaum vom sandigen Boden zu unterscheiden. Diese Tiere können sehr gefährlich werden, vor allem sind sie viel schneller als ihre Trägheit vermuten lässt. Du bist froh, dass ihr rasch weiterfahrt. Schon bald verändert sich der Fluss.
Das Wasser wird schneller, die Strömung stärker, Felsen erscheinen, dann hast du ein tiefes Rauschen. Das Wasser unter dem Boot bewegt sich immer heftiger. Über den Bäumen hängt ein feiner, weißer Nebel, das Rauschen wird zum Donnern. Vor euch liegen die Murchison Falls. Der Nil, der dich seit dem frühen Morgen begleitet hat, zeigt hier ein ganz anderes Gesicht.
Aus dem ruhigen Fluss wird eine Naturgewalt. Das Wasser zwängt sich zwischen dunkle Felsen und schießt dann durch die enge Schlucht, von der es anschließend in die Tiefe stürzt. Gischt steigt auf. In bunten Farben erscheint über euch ein Regenboden. Das Boot kann nicht näher heran, an einer geeigneten Stelle gehst du gemeinsam mit dem Guide an Land.
Der Weg führt euch bergauf. Die Luft ist warm. Dort, wo das Wasser nicht hinkommt, ist der Boden trocken und steinig. Mit jedem Höhenmeter verändert sich der Blick. Der Nil verschwindet kurz hinter den Felsen, taucht wieder auf und wird schließlich zu einer weißen, tosenden Masse. Dann erreichst du den oberen Aussichtspunkt.
Vor dir strömt der Fluss heran. Für wenige Augenblicke wirkt er noch beinahe ruhig, dann wird sein gesamtes Wasser zwischen die Felsen gedrängt. Es beschleunigt, schäumt, wirbelt auf, um dann mit einem gewaltigen Donnern in der Tiefe zu verschwinden. Du spürst die Gischt auf deinem Gesicht Der Boden unter deinen Füßen scheint zu vibrieren Du atmest tief ein und genießt das Gefühl, diesem mächtigen Gewässer ganz nah zu sein.
Für den Rückweg erwartet dich noch eine besondere Überraschung, Ganz in der Nähe steht ein kleiner Hubschrauber, mit dem du zum Camp zurückfliegen darfst. Das ist spannend. Du steckst ein, setzt den Kopfhörer auf und schneidest dich an. Die Rotorblätter beginnen sich zu drehen, Staub wirbelt über den Boden, dann hebt ihr ab.
Die Erde sinkt unter dir hinfort. Plötzlich siehst du den Nil in seiner ganzen Größe. Du erkennst, wie er sich durch die Landschaft windet, wie breit er vor den Fällen ist, wie er sich zwischen den Felsen verengt, wie die Gischt über der Schlucht aufsteigt. Und wie er danach wieder breiter wird und weiter durch den Nationalpark zieht.
Er folgt ihm ein Stück. Von hier oben sieht er aus wie ein glänzendes Band, das durch die Savanne gelegt wurde. An seinen Ufern wächst dichtes Grün. Elefanten ziehen zwischen den Bäumen durch. Giraffen werfen lange Schatten auf das Gras. Büffel sammeln sich in der Nähe des Wassers. Überall führt das Leben zum Fluss.
Dann beginnt die Sonne unterzugehen. Sie hängt tief über der Savanne. Ihr Licht verfärbt sich orange. Goldene Streifen liegen auf dem Nil. Vor einem Moment sieht es aus, als würde der Fluss selbst leuchten. Als du wieder festen Boden unter den Füßen hast, ist der Himmel bereits dunkelrot. Auf der Terrasse brennen kleine Laternen, irgendwo knistert ein Feuer.
Du isst noch eine Kleinigkeit, während die Nacht über den Nationalpark fällt. Später gehst du zurück zu deinem Zelt. Über dir erscheinen die Sterne. Zunächst nur einige weniger, dann immer mehr, bis der ganze Himmel zu leuchten scheint. Für dich ist es nun Zeit, wieder unter das Moskitonetz zu schlüpfen.
Voller Dankbarkeit erinnerst du dich an diesen wundervollen Ausflug, Wenn du genau hinhörst, vernimmst du vielleicht noch das sanfte Rauschen des Nils Während du dich wieder in dein Bett träumst. Ich hoffe unser Ausflug hat dir richtig gut gefallen. Wenn du möchtest, nehme ich dich auch das nächste Mal wieder mit auf ein spannendes Abenteuer.
Wohin die Reise dann wohl geht? Lass dich überraschen. Nun aber schlaf erstmal schön. Ich wünsche.