Cover von Harnoncourts Klang-Reden

Musik

Harnoncourts Klang-Reden

von ORF Ö1

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"Musik als Klangrede" heißt Nikolaus Harnoncourts wichtigstes Buch. Noch beeindruckender waren seine mündlichen Vorträge über die Sprache und Aufführungspraxis Alter Musik. Nun sind verschollene Mitschnitte seiner lebhaften Klang-Reden aus den 1970ern aufgetaucht, Alice Harnoncourt präsentiert und kommentiert sie.

Folgen

  1. Die Entdeckergemeinschaft (10)

    Vom Kennenlernen 1948 bis zu seinem Tod im Jahr 2016 teilten Nikolaus und Alice Harnoncourt ihre Liebe zur Musik, ihre Skepsis gegenüber vorherrschenden Aufführungstraditionen und ihre Neugier für Quellen, Instrumente und Spielpraxis Alter

  2. Klangraum und Raumklang (9)

    Dass man alte Musik auch auf modernen Instrumenten adäquat, „sprechend“, aufführen kann, hat Nikolaus Harnoncourt mehrfach betont und mit großen Symphonieorchestern eindrucksvoll bewiesen. Auch die Balance der Instrumentengruppen und der Ei

  3. Historische Instrumente (8)

    Auf Dachböden, Kirchenchören oder in Brennholzhaufen suchten und fanden die Harnoncourts, was später eines ihrer Markenzeichen werden sollte: historische Musikinstrumente. Der Umstieg auf die alten Instrumente ist für Streicher ein spannend

  4. Über Quellen und überquellenden Forschergeist (7)

    Nikolaus und Alice Harnoncourts Forschergeist verdanken wir eine Fülle von Primär- und Sekundärquellen zur Alten Musik, die in Österreich noch Mitte des 20. Jahrhunderts weitgehend unbekannt waren. Doch sie wollen auch richtig benutzt werde

  5. Hörgewohnheiten (6)

    Harnoncourts „sprechende Spielweise“ alter Musik hat die Klassikwelt des 20. Jahrhunderts gehörig aufgewirbelt und aufgebracht. Wohl auch, weil sie den gängigen Hörgewohnheiten widersprach. Während wir heute immer dieselben liebgewonnenen W

  6. Die Tücken der Notenschrift (5)

    Die Notenschrift, wie wir sie kennen, kann Musik nicht exakt zu Papier bringen. Sie bleibt stets ein Kompromiss. Das wird etwa bei punktierten Rhythmen deutlich, die uns im Alltag in allen Facetten begegnen, allerdings fast nie im Verhältni

  7. Affekte und Effekte (4)

    Musik wirkt, manchmal sehr intensiv, auf Geist und Körper gleichermaßen. Wir werden beim Hören eines Septakkords ein wenig emporgehoben, spüren eine Dissonanz als Spannung und ihre Auflösung als Entspannung. Und wir übersehen bei aller Erns

  8. Ein Ton nie eintönig (3)

    Schon der Einzelton wird im Barock völlig anders gestaltet, nämlich wie eine Silbe ausgesprochen, als in der Klassik. Der große Unterschied zwischen den beiden Epochen ist auch für Laien gut hörbar und zählt, wie so viele gesellschaftliche

  9. Grabreden und Selbstgespräche (2)

    Wie sehr sich die Alte Musik an der Sprache orientierte, wird etwa in den Tombeaus oder Funerals der englischen Gambenmusik deutlich, die exakt dem rhetorischen Aufbau einer Grabrede folgen. Aber auch in jedem anderen barocken Instrumentalw

  10. Mozarts musikalischer Bauer (1)

    Musik, die vor 1800 entstand, ist kein Klanggemälde, sondern eine Klangrede - mit angeregten Diskussionen, Frage und Antwort, Zustimmung und Widerspruch. Wer diese Sprache versteht, erkennt ihren Sinn. Sie zu erlernen ist vergnüglicher als

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