heute journal - der Podcast· Folge 73

Das Ende vom Bargeld? Was bringt uns der digitale Euro? Mit Damian Boeselager

Donnerstag, 25. Juni 2026 · 44 min

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Shownotes

An der Kasse mit einer App oder einer Karte bezahlen, auf der nicht Visa oder Mastercard steht, sondern das Logo der Europäischen Zentralbank zu sehen ist. Das könnte bald Realität werden. Die EU hat nach jahrelangem Ringen für den digitalen Euro gestimmt. Der könnte nun ab 2029 kommen. Doch was bedeutet das für den Alltag? Wer hätte Zugriff auf Transaktionsdaten? Wie anonym kann digitales Geld sein? Und kann der digitale Euro wirklich die erhoffte Unabhängigkeit von Visa, Mastercard und Co. bringen?

Darüber sprechen Host Helene Reiner und ZDF heute journal Moderator Christian Sievers mit Damian Boeselager, Mitglied des Europäischen Parlaments und Mitgründer von Volt Europa. Als Schattenberichterstatter seiner Fraktion, war er unmittelbar an der Abstimmung beteiligt und ordnet ein, was das Ergebnis politisch bedeutet.

Außerdem: Bei der Fußball-WM 2026 gibt es einen riesigen Sammelhype um Panini-Sticker. Was hat es damit auf sich?

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Team:
CvD (ZDF): Benjamin Dzialowski
Host: Helene Reiner
Mod: Christian Sievers
Autorin: Viktoria Reich
Redaktion: Till Schadel
Factchecking: Gabi Koenig, Anja Igelmann
Redaktion Pool Artists: Esther Stephan, Nicklas Stellhorn
Kamera: Yvonne de Fries-Lehmitz
Ton: Marco Breidenbach

Weiterführende Links zum Thema:
zdfheute.de: Digitaler Euro: Schutz vor Trump? (zdfheute.de/video/zdfheute-live/digitaler-euro…)
zdfheute.de: Digitaler Euro: Europas Zahlungsverkehr soll unabhängiger werden (zdfheute.de/wirtschaft/digitaler-euro-europaei…)
zdf.de: Scheine, Münzen, Cash: Die Zukunft des Bargeldes (zdf.de/video/reportagen/kann-das-weg-100/barge…)

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

An der Kasse mit Karte oder App bezahlen, auf der nicht Visa, Mastercard oder Apple Pay steht, sondern die Europa-Flagge oder das Logo der Europäischen Zentralbank. Das ist die Idee des digitalen Euros und wir sind diese Woche seiner Einführung in der EU einen Schritt näher gekommen. Das finden aber nicht alle gut. Einige befürchten, der digitale Euro könne das Bargeld verdrängen und uns noch gläserner machen.

Andere wiederum sagen, wir brauchen den digitalen Euro, weil er uns unabhängiger von den USA macht, quasi ein Anti-Trump-Coin ist. Wir sprechen in dieser Folge über die Zukunft des Geldes in Europa mit jemandem, der im Europäischen Parlament beim Gesetz zum digitalen Euro mitverhandelt. Und damit sage ich herzlich willkommen zum Heute-Journal-Podcast.

Heute ist der 25. Juni, 13 Uhr. Ich bin Helene Reiner und mir gegenüber sitzt wieder Christian Sievers, Moderator des Heute-Journals. Hallo Christian. Hallo Helene. Ja, das Thema Bargeld, das ist für viele ein hochemotionales und auch sensibles Thema. Wie ist das bei dir? Hast du noch Bargeld im Geldbeutel? Nee, ehrlich gesagt eigentlich nicht mehr.

Ich kann mich aber noch gut zu den Zeiten erinnern, als ich als Kind, wenn man mit der Familie in Urlaub gefahren ist, wir sind häufiger nach Spanien mit dem Auto gefahren und mein Vater hatte immer, das hat mich total beeindruckt, ganz viele Briefumschläge dabei für die verschiedenen Währungen in den Ländern, durch die man durchfuhr.

Das war natürlich noch vor der Einführung des Euro, also nicht nur des Digitalen, sondern des Euro-Euro sozusagen. Das heißt, da brauchte man französische Francs und spanische Peseten und Schweizer Franken und das hat ja immer alles so, damit das nicht totales Chaos wird, in so Briefumschlägen sortiert.

Dann kam der Euro, das hat schon vieles einfacher gemacht, aber ich habe immer noch zu Hause Briefumschläge halt für Länder, in denen der Euro nicht existiert. Und jetzt merke ich aber plötzlich, dass man ganze Auslandsreisen bestreitet und kein einziges Mal die Landeswährung in der Hand hatte. Also Beispiel Skandinavien ist das komplett normal, da wirst du schief angeguckt, wenn du mit Bargeld bezahlen willst.

Aber selbst in so Ländern, ich sag mal in so ehemals klassischen Bargeldländern wie Griechenland zum Beispiel, kannst du locker Urlaub machen, ohne ein einziges Mal auch nur ein Stück Münze oder irgendeinen Schein in der Hand zu haben. Und es macht natürlich vieles einfacher, weil du verlierst nichts mehr und du hast nicht mehr irgendwelches geklimperte Kleingeld in der Badehose und.

Du musst auch nicht ständig zum Geldautomaten rennen, den du irgendwo suchen musst und der dann eine horrende Summe an Abhebungsgebühren kostet. Also aus meiner Sicht zunächst mal eine Reihe von Vorteilen, über die Probleme reden wir ja gleich noch. Ja, ist gut, dass du gerade, dass du schon den Ländervergleich mit reingebracht hast.

Ich hätte ja gedacht, dass wir in Deutschland schon noch sehr am Bargeld hängen im Vergleich zu anderen Ländern in der EU. Ich habe mir noch mal eine Umfrage angeguckt der EZB und wir sind tatsächlich im Mittelfeld. Also am häufigsten wird Bargeld in Malta verwendet, dann kommen Slowenien, Österreich, Italien, Slowakei, Spanien, Und dann kommen wir in der Mitte irgendwo, wo im Vergleich sehr, sehr selten bar gezahlt wird, ist in Finnland und in den Niederlanden.

Die sind eben am ganz anderen Ende. Dieser Umfrage. Ich glaube, da ist auch noch wahnsinnig viel Kultur dabei. In Italien knallt man halt auch gerne den 1 Euro auf den schönen zinkmäßigen Tisch des Barmanns, der einem einen kleinen Espresso gezaubert hat und geht dann auch gleich wieder. Da möchte man nicht irgendwo noch anstehen und einmal kurz ein Piep machen mit dem Handy.

Das passt auch, finde ich, gar nicht zur allgemeinen Stimmung. Also da ist schon irgendwie auch ein bisschen Nostalgie glaube ich dabei. Dann ist natürlich ein wichtiger Punkt, dass viele Leute auch Bargeld horten. Stichwort Und ich möchte jemandem zu nahe treten, aber das Geld ist nicht ganz. Steuerlich, ich sag mal vorsichtig, steuerlich einwandfrei erworben worden.

Und dann hast du natürlich plötzlich im Kopfkissen riesige Mengen Bargeld liegen. Das gibt es sicherlich auch bei manchen. Ist ja auch ein Sicherheitsaspekt. Ist ja immer noch eine sehr krisensichere Währung hier, unser Bargeld. Ja, wenn es nicht geklaut wird. Ich sag immer, Leute, die so wahnsinnig viel Bargeld zu Hause haben, mag irgendwie krisensicher sein, ist aber auf jeden Fall nicht diebstahlsicher.

Also beim Trinkgeld, da gehe ich mit, da ist es sehr praktisch, einfach ein paar Münzen auf den Tisch zu legen. In Frankreich macht man das ja auch noch, während jedes Mal dieser komische Moment, da tippt man jetzt was ein und wie viel ist es jetzt und so. Das hat einfach keinen Charme. Oder du kriegst, Entschuldigung, ganz kurz, weil das ist ein wichtiger Punkt, Helene. Du kriegst dieses Display, in dem dann steht, wollen sie 10%, 20%, 25% Trinkgeld geben.

Völlig unpersönlich auf so einem Terminal. Du weißt erstens gar nicht, bekommt der Mensch, der dich da bedient hat, überhaupt das Geld am Ende oder landet das beim Inhaber der riesigen Kette? Das sind ja alles riesige Fragen, die sich da stellen. Sieht das überhaupt noch jemand, was du da an Trinkgeld gegeben hast?

Ist das noch sowas wie ein besonderes Dankeschön oder ist das am Ende nur noch eine Handbewegung? Und dann nimmt das natürlich auch besonders aus Amerika, kommt mittlerweile dermaßen Züge an. Ich habe tatsächlich erlebt, dass im Supermarkt, wo du bezahlen wolltest, plötzlich heißt, wie viel Trinkgeld wollen sie geben? Und da stellt sich dann so ein bisschen die Frage, wo war eigentlich der Service, für den ich hier Trinkgeld geben soll?

Also es ist schon, man, moderne Zeiten. Ja, also beim Trinkgeld, wie gesagt, da gehe ich mit. Trotzdem hat das natürlich das digitale Bezahlen sehr, sehr vieles auch einfacher gemacht und ist praktischer und wird auch immer beliebter. Und da kommen dann die ganzen Bezahldienste aus den USA ins Spiel.

Mehr als 60 Prozent aller Kartenzahlungen laufen über US-Anbieter. Eigentlich sind es nur die zwei großen, die wir kennen, Visa und Mastercard. PayPal ist bei Online-Käufen in Deutschland die mit Abstand wichtigste Zahlmethode. Das heißt, diese Unternehmen sitzen erstmal auf einem riesengroßen Schatz an Daten und was diese Abhängigkeit von den Diensten angeht. Da saßen wir auch mal zusammen hier im Podcast, war im Dezember.

Da ging es um einen französischen Richter am internationalen Strafgerichtshof und der hat Strafbefehl gegen Netanjahu verhängt. Das hat Donald Trump nicht so gepasst und deswegen hat er diesen Richter auf eine Sanktionsliste gesetzt. Und das heißt oder das hieß für den Richter, dass im Prinzip seine komplette digitale Identität ausgelöscht wurde, weil er seine US-Dienste, seine digitalen Dienste nicht mehr nutzen konnte.

Keine Hotelbuchung mehr, nichts mehr bezahlen, also eigentlich wurde er in die 90er zurück katapultiert. Man muss aber, um sich das so ein bisschen vorzustellen, die Folge, die gibt es übrigens auch noch bei uns in der Podcast-Bibliothek, könnt ihr euch gerne mal anhören. Man muss gar nicht unbedingt ein Richter sein am Internationalen Strafgerichtshof, sondern was das auch im Alltag für uns bedeuten könnte, das hat unser Gast der heutigen Folge letztes Jahr in einer Rede vor dem EU-Parlament in Brüssel geschildert.

Stell dir vor, du wachst morgen früh auf, willst dir beim Bäcker ein Croissant kaufen, aber das klappt nicht, weil plötzlich Visa und Mastercard ausfallen. Hungrig und genervt gehst du ins Büro, fährst den Computer hoch, da funktioniert Microsoft Outlook nicht mehr. Du willst deinem Chef eine Message schicken, aber WhatsApp geht plötzlich auch nicht mehr.

Und auch deine Daten in der Cloud sind plötzlich alle weg. Vielleicht denkt ihr, das sei nur eine verrückte Dystopie. Aber für Trump ist es nur eine einzige Executive Order. Dann wird das Realität. Eine Dystopie, die zur Realität werden könnte. Und deswegen, sagt Damian Böselager, den wir gerade gehört haben, müssen wir souveräner werden.

Deshalb brauchen wir den digitalen Euro. Den Vorschlag zum digitalen Euro, den hat er mitentwickelt. Außerdem ist er Mitgründer der proeuropäischen Partei Volt, war mal Unternehmensberater bei McKinsey und ist seit 2019 Abgeordneter im Europaparlament. Hallo Herr Böselager. Hallo. Hallo. Herr Böselager, Sie sind stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Wirtschaft und Währung im EU-Parlament.

Und dieser Ausschuss, der hat diese Woche für die Einführung des digitalen Euros gestimmt. Und wenn wir das so sagen dürfen, als wir Sie angefragt haben, da haben Sie gesagt, Sie gehen noch ein bisschen feiern. Deshalb mit Ihren Kollegen und Kolleginnen. Warum ist das oder war dieser Tag ein Grund für Sie zu feiern?

Die Verhandlungen zum digitalen Euro im Europaparlament haben eine ganze Weile gedauert. Eigentlich hätte man schon im letzten Mandat, also vor 2024, da zu einem Abschluss kommen können. Aber das hat nicht funktioniert, weil es keine Mehrheit gab im Europäischen Parlament und gerade ehrlicherweise die konservative Fraktion sich dagegen gestellt hat, dass es den digitalen Euro gibt.

Und feiern können wir, weil wir es jetzt geschafft haben, nach zwei Jahren in diesem neuen Mandat tatsächlich eben eine Einigung zu finden und eben auch eine Einigung mit den pro-europäischen Kräften, hinter der sich alle dann versammeln konnten und die auch stark ist. Das heißt, wir haben jetzt einfach den nächsten Schritt geschafft und wir können jetzt hoffen, dass die Einführung des digitalen Euros bis 2029 tatsächlich eben auch möglich ist.

Was heißt denn hoffen? Also Sie sagen jetzt gerade, Sie hoffen immer noch. Wann haben wir denn Gewissheit? Wann können Sie denn auch eine richtige Zeitachse bieten? Also Gewissheit hat man am Ende des legislativen Prozesses. Der funktioniert ja immer so, dass die Europäische Kommission einen Gesetzesvorschlag macht. Der wird dann in den beiden Häusern der Europäischen Union verhandelt.

Das heißt einmal zwischen den 27 Finanzministern in diesem Kontext und auf der anderen Seite eben im zuständigen Ausschuss im Europaparlament. Sobald beide ihre Texte abgeschlossen haben, das kann man sich so ein bisschen wie Änderungen nachverfolgen im Word-Doc vorstellen, dann gibt es eben die finale Verhandlungsrunde zwischen dem Parlament und den 27 Ministern.

Und darauf bereiten wir uns jetzt gerade vor. Das wird wahrscheinlich losgehen noch im Juli unter der sogenannten irischen Ratspräsidentschaft. Die sitzen dann sozusagen auf der Seite der Minister und wir sind das Verhandlungsteam auf der Seite des Parlamentes. Und wenn das abgeschlossen ist und das sollte vor Weihnachten der Fall sein, dann müssen wir nicht mehr hoffen, dann wissen wir.

Und dann dauert es aber noch bis 2029, bevor es wirklich losgehen kann? Ja, das Ding ist ja, man kann ja mit dem Gesetzestext nicht zahlen. Das ist schwierig, da gehört schon noch eine ganz schöne Infrastruktur dazu, die eben noch aufgesetzt werden muss. Und da ist die Europäische Zentralbank jetzt schon dran. Aber eigentlich kann sie natürlich erst richtig loslegen, wenn sie auch die rechtliche Grundlage dafür hat. Und die müssen wir halt eben erst mal schaffen.

Ich hacke deswegen so auf diese Zeitachse rum, weil ich weiß nicht, wie es dir geht. Aber ich merke bei mir, ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als du im Supermarkt an der Kasse standst und mit deinem Handy bezahlen wolltest. Und alle haben dich angeguckt, als wärst du vom Mars. Nach dem Motto, warum holt denn der jetzt ein Handy raus? Der soll doch jetzt bezahlen.

Und mittlerweile siehst du an der Kasse im Supermarkt quasi nur noch Leute, die selbstverständlich das Handy aus der Tasche ziehen und damit piep bezahlen. Das heißt, die Zeit beim digitalen Bezahlen rennt geradezu. Also ich habe den Eindruck, dass das wahnsinnig schnell geht. Und die Institutionen kommen nicht hinterher.

Richtig, und deswegen würde ich sagen, Herr Böselager, 2029 haben Sie nicht Angst, dass Sie von der Entwicklung, denn die anderen schlafen ja nicht, die großen Platzhirsche, die pennen ja nicht. Einfach hinten dranhängen und zwar so wahnsinnig hinten dranhängen, dass Sie möglicherweise viel zu spät kommen, um noch was zu erreichen?

Ja, genau, ich will jetzt hier sozusagen niemanden auf die Füße treten, aber ich habe ja schon angedeutet, dass wir zu einer sehr viel schnelleren Einigung hätten kommen müssen, hier im Europäischen Parlament. Und das ist eben tatsächlich auch, um es mal klar zu sagen, aus der CDU-Delegation, im Europäischen Parlament da eben große Widerstände gab.

Das ist so, das ist klar. Ich glaube aber auch selbst dann, Ja, ich meine, so ein großes Projekt wie eine zentrale Infrastruktur aufzubauen, um es mal klar zu sagen, also Visa und Mastercard sind ja nicht aus dem Nichts entstanden, sondern da gibt es eine große Settlement-Infrastruktur dahinter, die man aufbauen muss.

Es muss integriert werden in unsere Bankkonten, es muss integriert werden in die Wallets, mit denen wir dann zahlen, damit wir eben auch auf dem Handy, wie Sie gesagt haben, dann den digitalen Euro haben. Das ist alles einfach schon ganz schön aufwendig. Und ich muss auch sagen, ich weiß nicht, ich komme ja aus Berlin, öffentliche Projekte können auch scheitern.

Dementsprechend ist es, glaube ich, schon besser, dass man das ordentlich vorbereitet und dass die Usability und die Consumer Experience, wie man sagt, also wie wir das benutzen, eben auch gut funktioniert. Also ich hätte es gerne wahnsinnig schnell und sofort. Ich sehe die große Abhängigkeit, die wir von Visa und Mastercard haben.

Aber es ist halt einfach so, dass man das jetzt neu entwickeln muss und dass die Zentralbank das hoffentlich auch gut entwickelt und dass es auch gut in unsere Konten integriert werden muss. Also es wird halt einfach die Zeit kosten. Aber die Urgency, die Sie spüren, die spüre ich auch. Ja, aber es geht ja auch um was. Also das ist ja auch keine rein technische Einführung, sondern es geht mit, wir sprechen auch gleich hinten nochmal über das Bargeld, das für viele ein sehr sensibles Thema ist.

Es geht um grundlegende Fragen zur Zukunft des Geldes, des Bankensystems, um Macht und auch um Privatsphäre. Das vertiefen wir, wie gesagt, gleich. Aber erstmal würde ich gerne noch ein bisschen besser verstehen, wie das genau funktionieren soll. Und das hat sich mal Gundula Gause für uns angeguckt. Der digitale Euro ist so etwas wie Bargeld fürs Handy.

Das Geld kommt dabei von der Europäischen Zentralbank. Das Prinzip ist einfach. Man richtet bei einer Bank, einer Poststelle oder bei einem anderen Zahlungsdienstleister einen elektronischen Geldbeutel ein, eine sogenannte Wallet. Die lädt man auf, entweder über ein verknüpftes Konto oder durch Einzahlung von Bargeld.

Was dann in dieser Wallet liegt, ist kein Guthaben bei einer Geschäftsbank. Es ist digitales Zentralbankgeld, ausgegeben eben von der EZB. Damit kann man dann online bezahlen, im Supermarkt einkaufen oder Geld an Freunde schicken. Es wird auf dem Smartphone oder einer Karte gespeichert, also wie Bargeld im Geldbeutel, nur eben digital.

Wie Bargeld im Geldbeutel, nur digital? Mal eine ganz praktische Frage. Stimmt dieser Begriff Bargeld fürs Handy überhaupt? Jetzt bei der Hitze, mein Handy schmiert alle drei Stunden ab. Es gibt auch nicht immer Netz auf dem Land. Dann stehe ich ja schon wieder komplett ohne Geld da mit dem digitalen Euro, wenn ich keinen Zugriff mehr aufs Handy habe, oder?

Also erstmal ist es so, dass der Digitale Euro zwei Funktionalitäten hat. Das muss man vielleicht ein bisschen erklären. Also die eine ist, dass wenn ich jetzt in einem Online-Shop versuche, da eben zu zahlen, dass dann jeder Online-Shop, wenn er eben Kreditkarten annimmt, eben auch die Digitale Euro-Zahlungsmöglichkeit annehmen muss.

Das heißt, ich habe jetzt überall die Möglichkeit, eben mit öffentlichem Geld zu zahlen. Also eben tatsächlich nicht mit privatem Geld, sondern eben mit dem öffentlichen, auch souveränen Zahlungsdienstleister. EZB ausgegeben. Mit dem Geld, das die EZB ausgibt, über eine EZB-App zum Beispiel. Ich verstehe trotzdem noch nicht, was meinen Sie mit öffentlich und privates Geld?

Genau, ich werde es vielleicht nochmal einmal ganz kurz erklären. Also, man kann sich das so vorstellen, ich habe mein normales Bankkonto, Und da habe ich eine zweite, wenn man so will, eine zweite Account-Linie, also ein, wie sagt man, eine Balance, eine, sorry, ich bin jetzt wegen diesen Verhandlungen so im Englischen drin, es tut mir wahnsinnig leid, aber es gibt dann sozusagen. We can do it in English, no problem.

Kontostand, oder? Kontostand? Also man hat dann sozusagen gesagt, wie viel Geld habe ich auf dem Konto, ja, und dann hat man unten drunter eine zweite Linie, wo eben drinsteht, wie viele digitale Euros habe ich. Das eine ist natürlich Geld, was ich bei einer normalen privaten Bank habe, deswegen nennt man es Privatgeld, wenn man so will, oder Privatbankgeld.

Und das zweite ist eigentlich das Geld, was ich bei der Europäischen Zentralbank habe. Und das ist aber beides in meinem normalen Konto sichtbar. Also wenn ich jetzt zahle, dann kann ich ja zum Beispiel mit einer Kreditkarte zahlen. Das heißt, es wird dann eben abgebucht von Visa und dann hat Visa zieht sich das Geld dann sozusagen aus meinem normalen Konto raus als privates Geld.

Wenn ich mit dem digitalen Euro zahle, dann geht das sozusagen von meinen digitalen Euros ab, wie indem die Zentralbank das verbucht, mit einem zentralen Server der Zentralbank sozusagen. Das ist die eine Funktionalität des digitalen Euros. Wenn man so will, ich glaube, das einfachste Verständnis davon ist, wenn man eben als Zahlungsmittel sieht und man kann halt ein bisschen Guthaben auf diesem Zahlungsmittel haben.

Man kann aber auch nicht überziehen. Also wenn der digitale Euro alle ist, ist er alle sozusagen, richtig? Man kann nicht mehr ausgeben, als man hat. Doch und das ist eben sehr interessant. Da habe ich auch sehr viel gekämpft. Wenn man mit dem digitalen Euro Zahlungsmittel zahlt und das so eingestellt hat, dass der digitale Euro auch auf das eigene Konto zugreifen kann, dann kann man auch mehr sozusagen damit zahlen.

Sagen wir mal, ich kaufe irgendwie einen Kleinwagen für 30.000 Euro mit dem digitalen Euro und habe aber nur 5.000 digitale Euros auf meinem Konto. Dann zieht er sich die anderen 25.000 Euro sozusagen aus meinem Konto über diese Zahlungsmittel. Warum? Damit es eben vergleichbar nutzbar ist, wie Visa und Mastercard. Ich kann halt überall damit zahlen, wenn ich das Geld habe und das so eingestellt habe.

Das ist aber nur die eine Funktionalität. Das ist die sogenannte Online-Funktionalität. Warum heißt die Online-Funktionalität? Weil es da immer eine Abwicklung über die zentrale Struktur der EZB gibt, die Abwicklungsinfrastruktur. Das kann ich auch nutzen, wenn ich im Geschäft zahle. Das wird dann sozusagen direkt online über die Zentralbank von meinem Konto abgebucht.

Die zweite Funktionalität ist die, wenn ich Geld runterlade. Und das ist das, was ich vergleichbar finde mit dem Bargeld. Also früher habe ich eben Bargeld abgehoben vom Geldautomaten. Jetzt lade ich es von meinem Konto runter auf mein Handy und habe es sozusagen tatsächlich auch physisch gespeichert in meinem Handy.

Das heißt, wenn ich mein Handy verliere, dann ist das Geld auch weg. Das ist bei der anderen Version nicht so, aber bei der Offline-Version, wenn ich halt eben 200 Euro auf mein Handy runterlade oder, und das ist auch die Antwort auf Ihre Frage, was ist, wenn das Handy leer ist, ich kann es auch auf so eine Karte runterladen, wie früher diese Aufladekarten, Geldkarten, die wir mal hatten.

Wäre jetzt nicht meine präferierte Option, aber ist auch möglich. Also habe ich sozusagen das hier und dann kann ich dieses Geld, aber also diese offline digitalen Euros auch. Eben Leuten in meiner Proximität, also in meinem Umfeld mit mir viel Communication, Bluetooth oder wie auch immer, eben rübergeben.

Und da gibt es dann auch komplette Privatsphäre. Das wird nirgendwo zentral gespeichert, aber funktioniert eben auch nur in meinem Umfeld. Und das ist ja dann eigentlich genau wie Bargeld. Also ich kann sozusagen jemanden digitale Euros offline übertragen, Von meinem Handy auf deren Handy oder von meinem Smart Device auf deren Smart Device.

Und das ist auch eine Funktionalität, die uns einfach sehr wichtig war, weil es eben diese Anonymität und die Nicht-Nachverfolgbarkeit wie Bargeld eben auch hat. Wir haben ja jetzt, weil wir über, Sie haben das ja selber in Ihrer Rede, dieses Schreckensszenario aufgemacht. Was ist, wenn auf einmal wir die Kontrolle über diese digitalen US-Dienste verlieren?

Immer wieder die Aufforderung, wir müssen da unabhängiger werden, wir müssen da souveräner werden. Aber jetzt gibt es ja gerade beim Bezahlen eine europäische Alternative. Seit 2024 nennt sich Vero, Alternative zu PayPal. Ich merke in meinem Umfeld, da gibt es immer mehr, die sich dafür entscheiden, das zu nutzen.

Warum brauchen wir dann den digitalen Euro überhaupt? Also es gibt da zwei Antworten drauf. Die erste ist, dass Vero das erste Mal gegründet wurde von den privaten Banken als Zusammenschluss, um eben Zahlungen zu ermöglichen. Ganz vor, also vor schon vielen Jahren, als das erste Mal reguliert wurde, wie viel Geld die Kreditkarten eigentlich den Händlern in Rechnung stellen kann.

Also das war so eine große Debatte dazu und das wurde dann reguliert. Und um eben den guten Willen zu zeigen und eben eine europäische Alternative aufzubauen, haben die Banken da in dem Kontext dann Vero gegründet. Und nachdem die Regulierung da war, ist das Projekt sofort gestorben. Es ist sozusagen als leere Hülle, einfach hat dann weiter existiert und war eigentlich tot, bis jetzt diese Diskussionen zum digitalen Euro angefangen haben, weil die Banken eigentlich kein Interesse hatten, das aufzusetzen, außer es kommt eben dieser Druck, die Drohung des digitalen Euro.

Und dann ist die Frage, warum? Und das ist eine relativ einfache Antwort. Visa und Mastercard zahlen den Kundenbanken wahnsinnig viel Knete dafür, dass sie uns Visa und Mastercard umsonst zur Verfügung stellen. Richtig viel Geld, also gibt es Milliardenbeträge, die ich schon rein aus Österreich aus dem letzten Jahr gehört habe.

Die sind alles keine öffentlichen Zahlungen, deswegen weiß man das natürlich nicht, aber es ist sehr, sehr, sehr viel Geld. Und das heißt, die Banken wissen, dass wenn der digitale Euro kommt, dass da vielleicht eine Einnahmequelle wegfallen könnte von Visa und Mastercard. Und da haben sie sich dann gedacht, okay, dann machen wir es lieber selber und versuchen halt diese Marge, die Visa und Mastercard haben, halt dann doch unter sich eben privat aufzuteilen.

Ich habe überhaupt nichts gegen Vero und deswegen komme ich mal zum zweiten Punkt. Sorry, dass ich so lange antworte, ich versuche es kurz mal. Also sagen wir mal, jemand würde sanktioniert werden in Europa. Durch die USA sanktioniert werden, dann müssten Banken sich trotzdem überlegen, ob sie dieser Person weiterhin ein, Kundenkonto auch unter Vero oder sowieso einfach bei sich als Bankkunde anbieten, weil es sein könnte, dass sie dann ihr Amerika-Geschäft verlieren oder auch den Dollar-Handel.

Und dementsprechend ist eine wirkliche Souveränität einfach nur möglich, wenn man keine Privatsektorlösung nur hat für Zahlungen, sondern eben auch eine öffentliche Sektorlösung. Und was ich möchte, ist, dass es eine Basisalternative gibt, digitale Euro, die einfach jeder nutzen kann, aber nicht muss.

Die hat ja auch gar keine Zusatzfunktionalitäten. Und dass es dann einen Wettbewerb gibt über Zahlungsmöglichkeiten, die einem mehr anbieten. Zum Beispiel Kreditlinien. Bietet der digitale Euro nicht an. Ja, ich kann ja nicht überziehen. Oder Loyalitätspunkte. Also wenn ich halt Minds & More, keine Ahnung was für Punkte da irgendwie sammeln möchte, das geht mit dem digitalen Euro nicht.

Aber der digitale Euro bildet eine Basisinfrastruktur, auf der eben dann sich auch neue Zahlungsalternativen entwickeln können in diesem Markt, der doch sehr konsolidiert ist mit diesen zwei amerikanischen Anbietern wie so ein Mastercard. Lassen Sie uns noch einen Moment über Kosten und Gebühren sprechen.

Das ist ja auch immer ein großes Problem bei der Akzeptanz von aktuell auch bereits in Deutschland. Wir erleben es immer häufiger, dass Geschäfte einfach keine Kreditkarten annehmen wollen. Das ist, anders als in anderen Ländern in Deutschland, häufig wirklich wahnsinnig nervt, weil das heißt, nee, Kreditkartenzahlung erst ab, weiß ich nicht, 50 Euro oder gar nicht, wir nehmen nur Bargeld.

Und das wird immer begründet von Seiten der Händler damit, dass es so wahnsinnig teuer für sie sei, diese Karten zu akzeptieren. Wie ist das mit dem digitalen Euro und wie ist es auch für uns als Verbraucherinnen und Verbraucher? Ist das eine Geschichte, für die wir dann die ganze Zeit an die EZB Gebühren zahlen müssen oder ist das eine Geschichte, die quasi gratis wäre für alle Seiten?

Also erstmal zum Status Quo. Wer bezahlt diese ganzen Gebühren im Moment? Es sind die Händler, aber damit natürlich auch wir, wenn Produkte dann eben teurer werden. Und es sind vor allem die ganz kleinen Händler, weil die größeren Supermarktketten und so, die haben ganz gute Verträge mit ihren Banken zu Visa und Massaker.

Aber die ganz Kleinen, der Laden an der Ecke, der Späti in Berlin, der Kiosk, der Tante-Emma-Laden, die Bäckerei und so, die zahlen massiv hohe Gebühren. Und das ist eben auch krass, aber die haben ja eigentlich keine Möglichkeit, Visa und Mastercard nicht mehr zu akzeptieren, weil viele Leute jetzt eben mit dem Handy, wie sie ja gerade gesagt haben, vorhin Lust haben, jetzt da digital zu zahlen.

Man sieht eben auch, dass die digitalen Zahlungen, die Cash-Zahlungen, also die Bargeldzahlungen massiv überholen. Also das ist eine Tendenz, die ist total stark. Und wofür ich mich eingesetzt habe, ist, dass der digitale Euro die Händler fast gar nichts kostet. Also dass wir das Minimum nehmen, was wir in Europa kennen, das ist in den Niederlanden der Fall. Da haben die eine sehr, sehr billige Transaktionsgebühr, die immer die gleiche ist pro Transaktion, also das Maximum zumindest.

So, ich habe mich damit in den Verhandlungen nicht durchsetzen können. Das muss ich ganz klar sagen. Im europäischen Parlamentstext steht jetzt drin, dass es eine Kombination aus zwei Faktoren ist. Einmal, man darf nicht mehr zahlen, als man für vergleichbare Zahlungsmittel zahlt als Händler. also nicht mehr als bei Visa, Mastercard oder auch einer Bankkarte.

Und zweitens, es darf nicht mehr sein als die durchschnittlichen Kosten für Transaktionen. Und das ist sozusagen über den ganzen Markt hinweg. Und das ist das Gute, weil wir damit eigentlich dafür sorgen, dass diese ganzen kleineren Läden, die eben schlechtere Verträge haben als der Durchschnitt und die massiven, großen Transaktionsvolumina sind natürlich bei den Supermarktketten, dass die jetzt alle sehr viel weniger zahlen werden. Also das ist schon mal gut.

Und dann längerfristig soll es eh eine andere Art der Bezahlung geben, dass man sich die echten Kosten des digitalen Euros anschaut und schaut, dass die halt dann hoffentlich niedriger werden und die Gebühren dann auch weiter sinken. Aber um es klar zu sagen, also es wird auf jeden Fall nicht teurer als die derzeitigen Systeme und ich kann mir vorstellen, dass es sehr, sehr viel billiger wird.

Und dann ist der Vorteil, dass natürlich dann auch kleine Läden anfangen und sagen, okay, dann kann ich ja auch den digitalen Euro als Zahlungsmittel anbieten. Und dann wird es für uns alle auch einfach einfacher, mehr Auswahlmöglichkeit zu haben, eben Bargeld oder eben Digitalzahlung und das eben beides souverän.

Stichwort Bargeld. Ich würde das gerne einmal Mr. Bargeld geben. Wir haben ja schon geredet über die Sicherungsmechanismen, die da eingebaut sind. Sie haben geredet, wie das alles in Europa stattfinden soll, dass es weg von privaten Konzernen ist, sondern bei der EZB. Und trotzdem sage ich jetzt mal, wirklich sicher, dass ich mit dem Geld nur machen kann, was ich will und niemand anders mir dabei zuguckt, niemand anders mir dabei reinregiert, bin ich mit dem Bargeld.

Was Sie jetzt gerade vorhaben, Herr Böselager, ist doch eigentlich am Ende die Abschaffung von Bargeld, oder? Das ist super interessant, weil ich kriege wirklich tausende E-Mails genau mit dieser Frage. Also die Deutschen gerade spezifisch, wir sind extrem bargeldverliebt. Also das ist ein Riesenthema in Deutschland.

Bargeld in den Umfragen, Bargeld, Bargeld, Bargeld. Und gleichzeitig geht die Nutzung von Bargeld massiv zurück, auch in Deutschland. Das heißt, wir haben sozusagen eine riesige theoretisch abstrakte Liebe zu Bargeld. Und im Nutzungsverhalten gehen wir weg von Bargeld und geben alle unsere Daten an Visa, an Mastercard und an unsere Banken.

Absolut, aber ich sehe da keinen Widerspruch, Herr Böslager, weil ich würde sagen, ich sage es jetzt mal so, wir haben die Möglichkeit, wir könnten mit Bargeld nach wie vor. Wir müssen es nicht machen, weil, haben wir ja schon besprochen, es ist einfach auch viel einfacher als im täglichen Leben. Aber wir könnten es.

Und wenn jetzt der digitale Euro kommt und der tatsächlich so den Erfolg hat, den Sie ihm wünschen, dann ist das ja die Rutschbahn hin zu Schluss mit Bargeld. Und bleiben dabei auch Menschen, die sich mit digitalen Diensten oder irgendwelchen Apps einfach nicht so gut auskennen? Ältere Menschen, Menschen mit Einschränkungen, bleiben die dabei nicht völlig auf der Strecke, werden vergessen. Was haben diese Menschen vom digitalen Euro?

Also um das nochmal klar zu machen, also die Digitalisierung der Zahlungen passiert gerade. Das ist die eine Wahrheit. Die zweite Wahrheit ist, dass die Europäische Kommission mit dem digitalen Euro ein zweites Gesetz vorgeschlagen hat und das ist die Verankerung der Nutzung von Bargeld, vom klassischen Bargeld auch rechtlich.

Das heißt, es muss weiterhin möglich sein, mit Bargeld zu zahlen, gerade bei essentiellen. Dienstleistungen, wie zum Beispiel Bahnfahren beim Supermarkt, auch wenn da jetzt irgendwann Automaten stehen und die Menschen da auch teilweise ja eben ersetzt werden, weil das ja auch Teil der Digitalisierungswahrheit ist, ehrlicherweise.

Es muss weiter möglich sein, mit Bargeld zu zahlen. Ist auch ganz interessant, wenn man sich Schweden anschaut, die haben sehr auf Digitalisierung gesetzt im Zahlungssystem und gehen jetzt wieder zurück zu Bargeld, weil sie sagen, das ist auch eben wichtig, dass Menschen ein Minimum an Bargeld zu Hause haben, wenn die digitalen Systeme ausschalten.

Aufgrund von welchen Situationen auch immer. Also Bargeld wird weiter gestärkt, auch mit diesen Gesetzestexten, die wir jetzt verhandeln. Was wir aber zusätzlich schaffen, oder ich muss sogar nochmal das sagen, was wir zusätzlich schaffen und, ja nicht aber, sondern was wir zusätzlich schaffen, ist in dem Digitalen, wo wir total abhängig sind von, eben diesen privaten Dienstleistern, dass wir da eine souveräne bargeldähnliche Alternative schaffen.

Also wenn man Bargeld liebt, dann sollte man sich jetzt über dieses Paket freuen, weil einmal Bargeld gestärkt wird und zweitens, weil eine bargeldähnliche Lösung auch online und sozusagen auf dem Handy geschaffen wird. Also es ist sozusagen eine zusätzliche Stärkung des Bargelds und zusätzlich eben die Möglichkeit, bargeldähnliche Situationen zu schaffen im digitalen Raum.

Das ist der eigentliche Vorschlag und deswegen bitte ich auch ganz ehrlich eben alle Leute, die da Sorge haben, sich die Gesetzestexte vielleicht sogar anzuschauen und vor allem nicht AfD und Co. zu glauben, die eben erzählen, hier wird unser Bargeld abgeschafft. Oder was ja noch viel schlimmer ist, die Zentralbank wird uns irgendwelche Zahlungen verbieten.

Das wird niemals passieren. Es gibt bei der Zentralbank, da habe ich mich auch persönlich für eingesetzt, keine Informationen dazu, wer digitale Euros hält. Das muss man ganz klar sagen. Es gibt sozusagen. Meine Bank weiß ja, wer ich bin und hat das auch überprüft und sieht sozusagen dann Online-Zahlungen mit dem digitalen Euro, aber nicht diese Offline-Funktionalität.

Aber die Zentralbank kann niemanden irgendwie verbieten, irgendwas zu zahlen oder so. Das ist einfach Verschwörungstheorie und ich glaube, da muss man ehrlich sein. Ja, da findet man sehr, sehr viel dazu im Netz, regelrechte Schreckensszenarien. Das Ganze ist von Anfang an digital und wirklich komplett nachvollziehbar.

Das heißt, man kann dich komplett stalken, wenn man so will. Man kann dich komplett transparent machen, gläsern machen und jeder kann sehen, was du da gerade ausgegeben hast. Und wir wissen, dass gerade die Anonymität des Geldes das ist, was uns als normale Menschen die Freiheit verschafft, nicht jedes Mal irgendeine, Obrigkeit, um Erlaubnis zu bitten, etwas zu machen.

Herr Böselager, würde uns der digitale Euro noch gläserner machen? Also das, was wir gerade gehört haben, ist unfundierte Angstmacherei. Und ich finde es einfach sehr, sehr wichtig, dass man sich das wirklich genau anschaut. Was wir gerade haben, ist, dass immer mehr Leute digital zahlen und weniger Bargeld benutzen, was viel mehr Informationen in den Privatsektor über unser Verhalten reinbringt.

Und Visa und Mastercard und unsere Banken wissen ganz, ganz viel über unser Ausgabeverhalten. Ehrlicherweise, wenn man eben ein Google oder ein Apple Wallet benutzt, dann jetzt auch sogar Google und Apple über unsere Ausgabe verhalten. Der digitale Euro schafft Primatsphäre und Datenschutz in diesen digitalen Zahlungen.

Und er schafft das, weil wir ganz klar regeln, dass die Zentralbank eben keinen Zugriff drauf hat und dass es aber eben diese souveräne Lösung gibt. Und ich gehe nochmal auf diese Offline-Version. Die Offline-Version ist sogar so gut, dass sie bargeldähnliche Privatsphäre schafft im digitalen Raum, wenn ich in der Nähe, also nicht sozusagen beim lokalen Laden oder eben einem Freund Geld überweise. Das ist bargeldgleiche.

Sozusagen Privatsphäre und das ist einfach eine super coole Innovation, gerade für die, die vielleicht kritisch gegenüber zentralisierten Systemen sind. Und alles andere ist einfach falsch und es ist auch wichtig zu sagen nochmal, dass ein zweites Gesetz Bargeld sogar nochmal fest verankert in seiner Annehmbarkeit in den Läden und dementsprechend, wie gesagt, bitte lasst uns gerne aufgrund von Fakten und Daten diskutieren, aber diese Angstmacherei, das ist einfach super schädlich für die Gesellschaft und für das Vertrauen in die Institutionen.

Aber können Sie verstehen, dass Menschen es vielleicht nicht ganz glauben, dass, und zwar, ich meine jetzt gar nicht, was Sie gesagt haben über die Verschwörungsproblematiken, sondern eher die Frage, Sie sagen gesetzlich bleibt Bargeld weiter verankert und trotzdem erleben wir einfach die Kraft des Faktischen.

Sie haben es ja selbst gesagt, je mehr digital bezahlt wird, desto mehr kommt dieser Rutschbahneffekt einfach. Und wir haben ja jetzt auch bereits, auch in Deutschland, Läden, in denen steht, hier keine Barzahlung. Also es gibt ja beides. Läden, die sagen, ich möchte nur Bargeld nehmen und andere, die sagen, ich möchte gerade kein Bargeld nehmen.

Wenn das jetzt so weitergeht und das ist ja absehbar und immer mehr Leute ausschließlich digital bezahlen, dann. Ich meine, da muss man ja kein Hellseher sein, um festzustellen, dass in ein paar Jahren die Zahl der Geschäfte, die sagen wird, ich nehme kein Bargeld mehr, einfach explodieren wird. Weil es ja auch teuer ist. Die müssen am Ende eines Arbeitstages das ganze Bargeld zählen.

Das muss dann zur Bank, dann muss das da wieder gezählt werden. Das ist ja mit Kosten verbunden. Und ich kann schon verstehen, dass jemand dann sagt, wenn wir so einen tollen digitalen Euro haben und der auch nicht mehr so teuer für mich ist, ich bin, sage mal, so eine kleine Kaffeeladen, ich verkaufe für, weiß ich nicht, drei Euro, dann mache ich kein Bargeld mehr.

Weil ich habe gar keine Kasse mehr. Da ist einfach auch niemand mehr. Ich habe kein Wechselgeld mehr. Und ich habe auch nicht das Problem, dass jemand bei mir in die Kasse greift, sondern alles ist komplett digital. Das sehen wir in anderen Ländern, in Europa übrigens schon massenhaft, da kann man dann gar nicht mehr mit Bargeld bezahlen.

Deswegen nochmal die Frage, können Sie Leute verstehen, die einfach diesen Rutschbahneffekt sehen und sagen, ich glaube es schlicht nicht, dass wir in ein paar Jahren noch Bargeld haben werden? Ich verstehe das total, diese Sorge. Und dann muss man sich aber anschauen, was treibt die Sorge? Ja, immer mehr Menschen zahlen digital und immer mehr Geschäfte nehmen kein Bargeld an.

Was hat die Europäische Kommission jetzt vorgeschlagen? Was verhandeln wir gerade im Europäischen Parlament und im Europäischen Rat? Einmal, dass Bargeld überall angenommen werden muss. Das ist sozusagen der Gesetzestext, der vorliegt. Und dass, wenn man digital zahlt, dass es da eben eine bargeldähnliche Freiheit oder Anonymität gibt. Nämlich mit dieser Offline-Zahlungsoption.

Also ich finde es vollkommen valide, dass man sich die Entwicklung anschaut und daraus Schlüsse zieht. Was ich nicht valide finde, ist, dass man die Abnahme des Bargelds, Also dass wir als Menschen weniger mit Bargeldzahlen irgendwie einer zentralisierten Macht zuschreibt und sagt, guck mal, die wollen uns unser Bargeld wegnehmen.

Also ich finde, man muss die Situation ordentlich beschreiben und sich dann anschauen, was der Gesetzgeber hier vorhat. Und der Gesetzgeber hat hier vor, eben die Situation zu verbessern, sowohl was das Bargeld angeht, als auch unsere Souveränität und unsere Anonymität im digitalen Zahlungsverkehr. Und das ist der Vorschlag.

Wenn jetzt jemand schon vor zwei Jahren hier bei Neuwahlen im Europaparlament eben losrennt und sagt, hier, die wollen uns irgendwie total überwachen, das ist ja, keine Ahnung. Der Überwachungsstaat, der jetzt hier kommt, so wie das eben in den Beiträgen da gerade war, dann ist das meiner Meinung nach eine Falschdarstellung der Situation und der Realität.

Und das ist ein Spielen mit den Ängsten der Bürgerinnen und Bürger und das finde ich eben ganz schlimme Politik. Und deswegen ist es mir wichtig, wenn jemand sich dafür interessiert, wenn Sie wirklich Sorge haben, dann bitte öffnen Sie den Gesetzestext dieser beiden Gesetze, einmal das Bargeld zu stärken und den digitalen Euro einzuführen.

Und dann lassen Sie uns auf dieser Basis eben diskutieren, aber nicht auf der Basis von Angstmachern. Also beim Thema Datenschutz, Privatsphäre, die Sorge oder das Szenario, dass da jemand zuschaut, dass uns jemand überwacht, dass der Staat da immer mehr eingreifen kann über die Macht und die Kontrolle unseres Zahlungsverkehrs.

Da haben Sie gesagt, das habe kein faktisches Argument, das sei Angstmache. Man könnte das Ganze ja vielleicht auch ein bisschen positiver aufziehen. Zum Beispiel gibt es massenhaft die Fälle, dass jemand monatelang, wenn nicht sogar länger, auf staatliche Hilfe wartet, auf Hilfsprogramme, die eingelöst werden.

Man hat viel über den Klimabonus gesprochen, der anscheinend nicht ausgezahlt werden kann, weil, da habe ich noch das Zitat von Christian Lindner damals im Kopf. Das würde 18 Monate dauern, um überhaupt die Steuernummer und IBAN der Bürger und Bürgerinnen zusammenzubringen. Und dann wären auch nur 100.000 Überweisungen pro Tag möglich.

Christian, du grinst, da haben sich natürlich alle total drüber lustig gemacht. Wäre dann sowas nicht, vielleicht jetzt mal ein bisschen weiter gedacht, vielleicht eine Möglichkeit, um auch über einen digitalen Euro so etwas sehr viel unbürokratischer und leichter zu machen? Also ich bin jetzt mal ein bisschen hart, einfach auch damit klar wird, was der digitale Euro ist.

Nein. Die Antwort ist tatsächlich nein, weil der digitale Euro eine Option ist, für Bürger, die ein Konto haben, oder es gibt auch eine öffentliche Option, da können wir auch noch drüber reden, ein Konto haben, diese zusätzliche Funktionalität zu nutzen und zu sagen, ich möchte auch ein paar digitale Euros halten oder ich möchte dieses Zahlungsmittel der digitale Euro haben, damit ich nicht mehr so einen Mastercard an mich abhängig bin.

Aber es gibt überhaupt gar keine Verpflichtung für Bürger und Bürger. Diesen digitalen Euro zu halten. Das heißt, und es wird auch keine Regierung weiß meine digitale Euro-Account-Nummer. Also es gibt sozusagen keine zentralisierte Datenbank, die darauf zugreifen kann, ob ich einen digitalen Euro halte oder nicht.

Das ist ja auch nochmal wichtig in dieser ganzen Verschwörungsphilie vielleicht zu sagen. Die Europäische Zentralbank macht nur die Abwicklung von einzelnen Transaktionen, indem sie eine Überweisung sozusagen abwickelt. Das ist das Einzige, was sie in diesem Kontext macht. Die einzigen Personen, die wissen, wer einen digitalen Euro-Account hat, ist meine Bank, weil ich der sage, ich möchte bitte diese digitale Euro-Funktionalität noch nutzen.

Aber die nächste Bank weiß das schon nicht und die Regierung weiß das vor allen Dingen nicht. Also die Regierung mit ihrem Klimageld oder so hat überhaupt gar keinen Zugriff darauf, den Bürgerinnen und Bürgern hier irgendwie überhaupt zu wissen, wer einen digitalen Euro hat. Also das ist einfach vielleicht nochmal wichtig, um das zu klären.

Lindner hätte es nicht einfacher mit dem digitalen Euro. Das beruhigt auf der anderen Seite natürlich auch diejenigen, die sagen, wir werden da zum gläsernen Menschen. Insofern ist es ja durchaus auch ein Schritt Beruhigung, auch wenn es für die Regierung dann schwieriger wird oder nach wie vor schwierig bleibt, solche Dinge auszuzahlen.

Ich würde gerne nochmal einen Satz oder ein Wort aufnehmen, das Sie ganz am Anfang gesagt haben, nämlich Usability. Das ist ja auch ein schönes Wort, finde ich. Und es gibt ja einen Grund, warum wir im Moment so stark amerikaabhängig sind. Also warum all diese Zahlungsdienstleistungen über US-Firmen laufen, weil, das muss man ja neidlos anerkennen, dass es einfach schön easy läuft.

Das ist mittlerweile nur noch ein Knopfdruck oder ein Handy an ein Terminal halten und manche machen es auch mit ihrer Uhr und dann ist bezahlt. Alles super einfach. Während europäische Lösungen, sage ich jetzt mal ein bisschen ketzerisch, sich manchmal auch dadurch auszeichnen, dass sie gut gemeint sind, aber schlecht gemacht.

Kann es sein, dass das mit dem digitalen Euro auch blüht? Also grundsätzlich ist es so, dass ich mich wahnsinnig über Privatsektorinnovation freue. Also wir sind ja eine sehr innovationsfreundliche Partei mit Volt. Und ich glaube, was wichtig ist, ist, dass wir hier eine Basisdienstleistung herstellen, digital auch mit öffentlichem Geld zu zahlen. Und das ist mir sehr wichtig aus den genannten Gründen.

Und was ich schon versucht habe hinzukriegen bei den Verhandlungen, ist, dass alle Funktionalitäten, die es jetzt in einem Telefon gibt, dass die eben auch benutzt werden können vom digitalen Euro. Also dieses Doppelklicken oder so, wenn ich jetzt hier draufklicke und dann damit zahlen kann, dass die Wallets des digitalen Euros eben auch darauf voll zugreifen können.

Okay, also ich brauche nicht 77 verschiedene Pins und extra Pins und dann schickt mir noch jemand einen Brief und da muss ich mir nochmal eine andere Nummer merken und die muss ich dann nochmal eingeben und erst wenn ich das alles gemacht habe und dann zweimal die Hotline angerufen habe, dann funktioniert es auch möglicherweise, eventuell vielleicht?

Genau, es sollte genau die gleiche Funktionalität geben, die es eben auch tatsächlich. Bei den derzeitigen Möglichkeiten gibt. Und auch die Innovationsstufen, die dann in der Zukunft benutzt werden, die sollten dann, also die noch entwickelt werden, die sollten auch dem digitalen Euro zugänglich sein, zumindest was die Hardware angeht.

Okay, wir nehmen Sie beim Wort. Der digitale Euro ist eine digitale Zusatzoption. Niemand wird dazu gezwungen, ihn zu besitzen und ihn zu benutzen und er wird das Pargeld nicht abschaffen, sondern ersetzen. Das hat uns heute Damian Böselager gesagt, Mitglied im Europäischen Parlament, der am Gesetz und an den Vorschlägen zum digitalen Euro aktuell mitverhandelt.

Vielen Dank. Dankeschön. Dank für das Gespräch. Ihr könnt auch gerne in die Kommentare schreiben, was ihr vom digitalen Euro haltet, ob ihr das nutzen würdet, dieses Angebot, was wir ja schon gehört haben, auch wenn jetzt Leute sagen, sie finden das irgendwie eine tolle Idee, ein bisschen Geduld muss man noch haben, wird vermutlich erst, wenn es eingeführt wird, im Januar 2029 passieren.

Christian, hast du Panini-Bilder gesammelt? Ja, ich glaube, bei meinen Eltern gibt es noch irgendwo im Schrank so alte Alben. Die sollten sie nicht wegschmeißen, weil das kann richtig viel wert sein. Ja, ich habe gesehen, ein Sticker von Ronaldo von 2002 wird je nach Zustand teilweise 5.000 bis 10.000 Euro gehandelt. What? Ich fürchte, meine sind noch viel älter.

Das kann Vermögen sein. 2002, meine sind viel, viel älter. Da solltet ihr mal nachschauen, was da noch so rumliegt. Und dann muss es aber vollständig sein oder reicht es, ein Sticker reicht schon alleine, ja? Das weiß ich leider nicht. Meine sind auch alle aufgeklebt übrigens. Die sind nicht mehr im Originalzustand, sondern ich habe die natürlich alle reingeklebt. Ja.

Vermindert den Wert möglicherweise. Was man auf jeden Fall sagen kann, ist, dass ein Mathematiker aus Stuttgart, der hat vor kurzem. Tolle Arbeit geleistet, weil er einfach mal ausgerechnet hat mit Wahrscheinlichkeitsrechnung, was denn so ein volles Panini-Album kosten würde. Weil es sind ja mehrere Sticker in einer Packung und so weiter.

Das sind da doppelte. Manche werden dann natürlich auch getauscht und so weiter. Aber wenn man jeden Sticker einzeln selber kaufen würde, dann wäre man bei 1.600 Euro. Das ist dann schon eine Menge Geld. Und vor allem jetzt bei der XXL-WM, die wir gerade erleben mit 48 Teams, Da bräuchte man für ein volles Album 980 Sticker.

Das ist schon eine Lebensaufgabe, ehrlich gesagt. Was ich ja so toll daran fand früher, also in der Grundschule, ist genau das, was du gerade gesagt hast, dieser Tauschaspekt. Dass alle rumliefen mit Bergen voller Sticker und die ganze Zeit natürlich ihre Doppelten und Dreifachen loswerden mussten. Und man dann sagte, hey, hast du nicht den? Und ich könnte den dafür eintauschen.

Das ist ja eigentlich der Gag an der ganzen Geschichte. Für mich zumindest der schönste. Aber wenn es jetzt auch noch eine Wertanlage sein soll... Hey, warum nicht? Ich habe früher leidenschaftlich Diddl gesammelt und auch viel getauscht. Dann wurde mir aber tatsächlich mein Album in der Schule geklaut.

Da war ich in der fünften Klasse. Das war sehr, sehr traurig. Wenn das jemand gefunden haben sollte in der Zwischenzeit in der Stadt Bühl, 77815, dann bitte meldet euch doch. Es kommt wieder, ich bin ganz sicher. Ansonsten könnt ihr uns gerne eine positive Bewertung dalassen, uns abonnieren oder eine E-Mail schreiben mit Feedback an heute-podcast.zdf.de An der Stelle sage ich vielen Dank fürs Zuhören und danke dir, Christian. Danke dir.

Und natürlich auch ein gutes Spiel für die deutsche Nationalmannschaft heute Abend. Bis nächste Woche. Heute Journal, der Podcast wird produziert von Pool Artists.

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