heute journal - der Podcast· Folge 70

Machtspiele – Infantino, Trump und die WM 2026

Mittwoch, 3. Juni 2026 · 33 min

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Shownotes

Ein FIFA-Friedenspreis für Donald Trump, der FIFA-Präsident im “Friedensrat” des US-Präsidenten, und zwei Kriegsparteien, die sich auf dem Fußballfeld gegenüberstehen könnten: Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist die größte Weltmeisterschaft der Geschichte und vielleicht auch die, bei der die Politik mehr Einfluss nimmt, als jemals zuvor.
Host Helene Reiner und heute journal-Moderatorin Marietta Slomka sprechen mit ZDF-Korrespondent David Sauer in Washington und ZDF-Sportreporter Nils Kaben in Chicago darüber, was diese WM so besonders macht. Welche Rolle spielt die enge Männerfreundschaft zwischen FIFA-Boss Gianni Infantino und Donald Trump und ihre gegenseitigen Gefälligkeiten?

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Team:
CvD (ZDF): Kristina Kayatz
Host: Helene Reiner
Mod: Marietta Slomka
Autorin: Sham Jaff
Redaktion: Leon Müller, Till Schadel
Factchecking: Marlene Ziegelmeyer, Gabriele Koenig
Redaktion Pool Artists: Esther Stephan, Junis Rabe
Kamera: Meike Jost
Ton: Nicolas Keller

Weitere Links zum Thema:
zdf.de: Mission Sommermärchen (zdf.de/dokus/mission-sommermaerchen-100)
zdfheute.de: Fußball-WM: 30 Spiele live im ZDF - von Eröffnung bis Finale (zdfheute.de/sport/fussball-wm/fussball-wm-2026…)
zdfheute.de: Viel Diskussionsstoff vor Start der Fußball-WM (zdfheute.de/sport/fussball-wm/fussball-wm-2026…)

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Please welcome the very first winner of the FIFA Peace Prize, the 45th and 47th President of the United States of America, Mr. Donald J. Trump. Please. Mr. President, this is your prize, this is your Peace Prize. There is also a beautiful medal for you that you can wear everywhere you want to go. Ich kann mir vorstellen, dass ihr euch noch an diese Szene erinnern könnt.

Sie hat viele Schlagzeilen und extrem viele Memes hervorgebracht. Der mächtigste Fußballfunktionär der Welt überreicht dem mächtigsten Mann der Welt einen selbst ausgedachten Friedenspreis. Donald Trump und der FIFA-Boss Gianni Infantino pflegen eine besondere Männerfreundschaft. Und die wollen wir uns heute mal genauer anschauen und dabei klären, welchen Einfluss diese Freundschaft auf die jetzt anstehende Fußball-Weltmeisterschaft hat.

Wem diese Weltmeisterschaft eigentlich gehört? Den Mächtigen der Politik, dem Profit oder doch den Fans? Und was passiert eigentlich, wenn die USA und Iran, also zwei Nationen, die gegeneinander Krieg führen, sich auf dem Platz gegenüberstehen? Und damit herzlich willkommen zum Heute-Journal-Podcast am 3.

Juni. Ich bin Helene Reiner und mir gegenüber sitzt wieder Marietta Slomka, Moderatorin des Heute-Journals. Hi Marietta. Hallo. Ich habe diese Woche ein Interview gelesen vom Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsberger. Und darin hat er gesagt, der Sport, der habe sich in zwei Lager gespalten. Die, die sagen, es geht um Fußball und man müsse sich auch ganz auf Fußball und den Sport konzentrieren. und die, die sagen, man kann Fußball und Politik eigentlich schon lange nicht mehr getrennt voneinander betrachten.

Zu welchem Lager würdest du sagen, gehörst du Marietta? Naja, ich denke mal, ich gehöre da zu den Realisten, die sagen, natürlich kann man Fußball und Politik nicht trennen. Genau wie olympische Spiele, das sind große Weltereignisse und die sind immer auch politisch und werden auch politisch instrumentalisiert, ob man das nun will oder nicht oder ob man das schön findet oder nicht.

Und es war auch nie anders. Also da klingt ja auch immer so ein bisschen, früher war alles mal besser und da gab es diesen Fußball, wo man einfach nur sich traf und ein bisschen kickte oder dieses schöne Fest der Völker, die Händchen hielten. Das stimmt ja nicht. Selbst in der Antike wurden die ersten Olympischen Spiele, da ging es natürlich auch darum, um Machtdemonstrationen der griechischen Stadtstaaten und siegreiche Sportler machten dann politisch Karriere. Es war immer alles schon miteinander verwogen.

Das heißt jetzt aber nicht im Umkehrschluss, dass ich jetzt erwarte, dass Manuel Neuer Repräsentant von Amnesty International wird oder den Bundesaußenminister gibt. Der soll im Tor stehen und dafür sorgen, dass da keine Bälle reinkommen. Und wenn er sich politisch nicht äußern will, dann ist das ein gutes Recht.

Diese Erwartungshaltung, dass dann Sportler etwas tun sollen, was Funktionäre nicht tun und was Regierende nicht tun, nämlich zum Beispiel Donald Trump die Meinung zu sagen. Also diese Erwartung habe ich nicht. Also du sagst, das ist schon immer, das kann man nicht losgelöst voneinander betrachten. Dabei ist es ja interessant, dass ausgerechnet die FIFA, also der Weltfußballverband, der diese Weltmeisterschaft ausrichtet, eigentlich ja sich als politisch neutral beschreibt und das auch so in den Regeln steht. Das ist natürlich auch Quatsch.

Allein schon die Vergabe, wer bekommt Spiele, warum, die geopolitischen und finanziellen Interessen, die dahinterstehen, die Art und Weise. Darüber reden wir ja auch, denke ich, heute in unserem Podcast, wie dann Infantinum mit Herrn Trump paktiert. Das ist ja alles nicht neutral und unpolitisch. In genau einer Woche startet also eine Weltmeisterschaft, die nicht nur die größte aller Zeiten ist, mit 48 Teams und über 100 Spielen.

Das sind fast doppelt so viele wie beim letzten Mal, sondern eben auch eine sehr politische, obwohl sie genau das eigentlich gar nicht sein möchte. Uns ist jetzt David Sauer zugeschaltet, ZDF-Korrespondent aus Washington. Und er ist gerade erst durch die USA, durch Kanada und Mexiko gereist. Darf man nicht vergessen, Mexiko und Kanada sind ja auch gleichberechtigte Gastgeber bei dieser WM.

Und David hat da für eine Doku recherchiert fürs ZDF Auslandsjournal und hat dort mit vielen Menschen und Fans auch gesprochen und sie gefragt, ob die Politik von Donald Trump diese WM überschattet oder vielleicht sogar die Stimmung ganz kaputt macht. Hi David, schön, dass das klappt. Danke für die Einladung. Hallo.

Wie ist denn aktuell die Vorfreude auf diese Weltmeisterschaft der Menschen in den USA? Ich glaube, das ist die Frage, die wir aktuell am häufigsten bekommen. Und ehrlich gesagt finde ich es immer noch, auch wenn es jetzt unmittelbar bevorsteht, schwer zu beantworten, weil es hier nicht unbedingt so läuft, dass die Leute wochenlang im Voraus auf so ein Event hinfiebern und sich vorbereiten und Trikots rumlaufen oder so, wie wir das vielleicht erinnern, als es ein Turnier in Deutschland war oder so.

Das ist noch nicht so sehr präsent hier im Land. Ich nehme an, dass das aber richtig Fahrt aufnimmt dann in der kommenden Woche, wenn das Turnier losgeht. Die Erfahrung, die wir gemacht haben, aber in Kanada und Mexiko ist eine andere. Da ist es schon präsenter, vor allem in Mexiko spielt es eine viel größere Rolle.

In Mexiko City zum Beispiel ist im Stadtbild wirklich schon sehr präsent mit allerlei Plakaten und Trikots in Schaufenstern und Kneipen, die damit werben und so weiter. Das Aztekenstadion natürlich, da drumherum ist ein Riesenareal, wo alles nur nach WM schreit. Also man merkt, dass es sehr unterschiedlich ist in den drei Gastgeberländern, wie die Vorfreude da gelebt wird.

Glaubst du denn, dass das viele Leute sehen werden? Also eigentlich sind die USA doch eigentlich nicht so ein Soccerland, sondern mehr so Football, ne? Das ist so. Football ist ganz klar hier die Nummer eins, aber aktuell ist eben keine Football-Saison. Beim Basketball wiederum, das ist die Sportart Nummer zwei, da laufen jetzt gerade die Finals oder die gehen am heutigen Tag los.

Das bekommt natürlich viel Aufmerksamkeit und Nummer drei ist neuerdings seit einer aktuellen Umfrage der Fußball in der Tat geworden. Und ich nehme an, dass es stark davon abhängt, wie das Event sich so entwickelt. Also wenn die Amerikaner einen guten Start erwischen, glaube ich schon, dass es auch Leute interessiert.

Aber das muss erst mal losgehen. Es ist jetzt wirklich doch, glaube ich, eine Woche zu früh. Ja, interessant eigentlich, dass die USA gar nicht so eine klassische, riesengroße Fußballnation sind. Wenn man sich mal Donald Trump anschaut, dann könnte man ja schon den Eindruck auch gewinnen. Er ist der größte Fußballfan aller Zeiten.

Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, war schon mehrmals bei ihm im Weißen Haus zu Gast. Auch Ronaldo und Messi waren schon da. Die WM hat da zu seinem politischen Projekt gemacht, hat sie zur Chefsache erklärt. Woran liegt das, David? Ist er wirklich so ein Fußballfan oder spielen da noch andere Interessen eine Rolle?

Ich glaube, er ist in erster Linie ein Profi der Aufmerksamkeitsökonomie. Das klingt kompliziert, aber das haben wir bei anderen Gelegenheiten ja schon gesehen. Er besetzt solche Themen, solche Events einfach sehr gut und nimmt sich das Scheinwerferlicht quasi, das da mit einhergeht. Das sehen wir, dass er regelmäßig andere große Sportereignisse besucht.

Er ist bei großen Boxkämpfen regelmäßig in der ersten Reihe. Jetzt in der kommenden Woche zu seinem Geburtstag am 14. Juni ist hier dieser UFC-Fight auf dem Südrasen des Weißen Hauses. Er geht zu College-Football spielen, er ist beim Super Bowl. Also Sportgroße Ereignisse nimmt er mit, weil es eben große Aufmerksamkeit gibt.

Und genau das Gleiche ist, glaube ich, hier bei der WM der Fall. Deshalb nimmt er auch diese Schmeicheleien von Infantino so gerne an. Es gibt diese Story, die keiner so richtig hart belegen kann, aber dass man ihm quasi im Vorfeld gesagt habe, eine WM ist wie 100 Super Bowls und das sei der Moment gewesen, an dem er gesagt hat, alles klar, dann bin ich jetzt auch der Fußballpräsident.

Gibt ja auch das Gerücht, dass man da auch ein bisschen gemaggelt hat bei der Vergabe in Richtung USA. Dass es da Absprachen gab, das besprechen wir gleich auch noch. Aber ich würde gerne erstmal noch kurz auf eine gewisse Kuriosität hinweisen, denn die USA waren noch vor ein paar Jahren alles andere als Freunde des Weltfußballverbands FIFA.

Das US-Justizministerium hat nämlich jahrelang gegen Korruption innerhalb der FIFA ermittelt und das führte zur Verhaftung von mehreren FIFA-Funktionären in einem Schweizer Luxushotel. Es war ein Riesenskandal. Vielleicht können sich manche auch noch an die Bilder erinnern, wie die Funktionäre dann da abgeführt wurden und sich hinter diesen weißen Bettlaken versteckt haben. Nach diesen Verhaftungen in der Schweiz, da beginnt die Zeit von Gianni Infantino.

Und Gundula Gause nimmt uns kurz mal mit auf seinen Weg und erklärt uns, wie er so mächtig werden konnte. Infantinos Weg an die Spitze der FIFA beginnt mit spektakulären Korruptionsermittlungen. 2015 werden sieben hochrangige Fußballfunktionäre festgenommen. Es geht unter anderem um den Verdacht der Korruption bei der WM-Vergabe an Katar.

In der Folge verlieren FIFA-Chef Blatter und sein möglicher Nachfolger Platini ihre Ämter. Gianni Infantino ist zu dieser Zeit Generalsekretär beim Europäischen Fußballverband der UEFA. Er ergreift seine Chance und kandidiert für das Amt des mächtigsten Mannes im Fußballgeschäft. Infantino ist gut vernetzt, spricht mehrere Sprachen.

Er reist um die Welt und verspricht vor allem kleineren Fußballverbänden Geld und Teilnahmen an Weltmeisterschaften. Im Februar 2016 ist Infantino dann am Ziel. Nach zwei Wahlgängen wird er zum neuen FIFA-Präsidenten gewählt. Entscheidend ist dabei die Unterstützung aus den USA. Der US-Verband organisiert nach dem ersten Wahlgang die nötigen Stimmen für seine Mehrheit.

Früh setzt sich Infantino dann für eine Weltmeisterschaft in den USA ein, genauso wie Donald Trump. Die USA haben also Gianni Infantino zu seinem Posten als FIFA-Präsident verholfen und dann bekommt zehn Jahre später die USA die Fußball-Weltmeisterschaft. Gibt es da irgendeinen Zusammenhang? Jemand, der die FIFA gut kennt, schon lange beobachtet und auch schon Gianni Infantino begegnet ist und interviewt hat, ist ZDF-Sportreporter Nils Karben.

Er hat auch schon viele Fußball-Weltmeisterschaften und Europameisterschaften verfolgt, ist auch dieses Jahr wieder mit dem ZDF-Team vor Ort, vorgestern in Chicago gelandet. Hi Nils. Hallo, moin. Wie verläuft so eine WM-Vergabe und gibt es Hinweise darauf, dass es dabei zwischen Trump und Infantino irgendwelche Deals oder Absprachen gab?

Es gibt immer sehr entscheidende Hinweise darauf. So eine WM-Vergabe verläuft natürlich nie zufällig. Das ist nicht so, dass sich da drei Kandidaten bewerben und wer tatsächlich die beste Bewerbung vorträgt und die Delegierten aus den über 200 Mitgliedsverbänden überzeugt, der gewinnt. Und am Ende sind alle ganz überrascht.

Da wird natürlich über Jahre hin alles organisiert, wer da für wen stimmt. Und wenn du dieses Mal für mich stimmst, stimmen wir das nächste Mal für dich. Das haben wir so oft gesehen. Denn es ist ja wahrscheinlich noch allen gut in Erinnerung, wie auch die WM-Vergabe nach Deutschland 2006 ein jahrelanges, jahrzehntelanges juristisches Nachspiel gehabt hat.

Wer da wann welche Kredite hingegeben hat, wofür Geld bestimmt war, abgesagte Eröffnungsgalas und so weiter und so weiter. Das ist natürlich alles kein Zufall. Und wenn die Amerikaner sagen, wir helfen dir, dass du FIFA-Präsident wirst, dann weiß der, da muss man gar nicht viel reden, dann weiß der, dass er sich dafür revanchieren muss.

Und das tut er dann auch, weil er ja auch nicht nur zwei oder drei oder vier Jahre FIFA-Präsident bleiben will, sondern so lange wie es geht. Und das, was Gunnula gerade beschrieben hat, das macht es für ihn natürlich einfach. So hat eine Südseeinsel genau das gleiche Stimmrecht wie England oder Spanien oder Deutschland.

Obwohl da die Bedeutung des Fußballs eher übersichtlich ist. Und das macht sich Gianni Infantino, hat Blatter früher auch gemacht, natürlich zunutze. Und wenn er sagt, passt mal auf, wenn ihr zwei Millionen mehr kriegt jedes Jahr, dann freuen die sich und stimmen für ihn. Das würde in so einem Etat in Frankreich oder bei uns nicht so richtig ins Gewicht fallen.

Dafür würde keiner irgendwelche komischen Deals eingehen. Aber das ist eben in diesem Fußball-Weltverband möglich. Und deswegen kann er natürlich auch immer ganz leicht sagen, ich bin ganz demokratisch. Hier sind alle gleich und alle haben ein Stimmrecht. Genauso wie jetzt bei dieser Weltmeisterschaft, 48 Mannschaften zum ersten Mal.

Alle sagen, Mensch, es ist Kind, da sind so viele Spiele dabei, sind die wirklich so spannend? Da stellt er sich hin und sagt, das weiß er natürlich auch, dass er die Hälfte davon nicht gucken will. Aber er sagt, es ist doch wunderbar, jetzt darf die ganze Fußballfamilie auf der ganzen Welt hier teilnehmen.

Das ist doch großartig für so kleinere Nationen, die immer zugucken müssen. Und die sitzen zu Hause und sagen, genau, das ist unser Präsident. Der kümmert sich darum, dass wir auch mal mitspielen dürfen. Und die Etablierten sagen alle, weiß ich jetzt nicht so genau, Curaçao, ich habe nichts gegen Curaçao, ein tolles Land.

Aber bei einer Fußball-Weltmeisterschaft weiß ich jetzt nicht so genau. Aber es bringt Geld, viele Spiele, viel Geld. Bringt einen Haufen Geld und da geht da nach Schätzungen, es gibt so Schätzungen, dass die FIFA mit 11 Milliarden Dollar Gewinn hier rausgeht. 11 Milliarden Gewinn. Krass. Und dann sagen die Leute alle, die Eintrittspreise sind zu teuer.

Naja, wenn die Leute die Karten nicht kaufen würden, die Stadien leer blieben, dann hätte er ein Problem. Aber solange entweder wohlhabende Fans oder Unternehmen ihm die ganzen Karten abkaufen, muss man aus wirtschaftlicher Sicht ja sagen, wäre ja blöd, wenn er sie billiger machen würde. Sind die denn tatsächlich so teuer? Man hört ja so Unterschiedliches über diese Ticketpreise.

Also wir haben gestern, weil David das eben angesprochen hat, dass das mit der WM-Stimmung in Amerika noch so ein bisschen im Werden ist. Wir spielen ja hier am Samstag, spielt unsere Mannschaft gegen die USA, Soldier Field ausverkauft, wie geht denn das beim Testspiel, wenn die Amis doch nicht so richtig fußballfanatisch sind, dann fragen wir uns so ein bisschen durch, dann sagen die das ist die einzige Chance.

Unsere Mannschaft vor der WM nochmal für halbwegs vernünftiges Geld zu sehen. Also wir haben Ticketpreise gesehen zwischen 500 und 1000 Dollar für die Vorrunde. Also 560 hat uns gerade jemand ein Ticket gezeigt für Curaçao, Deutschland Curaçao. 560 Dollar, muss ich mal überlegen. Das sind ja alles Wahnsinnspreise.

Und damit verdienen die sich natürlich dumm und das Licht, wenn das alles ausverkauft ist. Ja, dann hat die FIFA ja noch selbst eine eigene Plattform, eine Resale-Plattform, wo man dann auch seine Tickets nochmal verkaufen kann zu einem Preis, den man sich da selber ausdenkt. Dann bekommt die FIFA gleich doppelt kassiert nochmal, ich glaube 15 Prozent beim Käufer und beim Verkäufer.

Und da sollen auch Tickets für zwei Millionen Dollar gelistet gewesen sein. Ja, zwei Millionen. Weiß man natürlich nicht, ob die auch wirklich dafür verkauft wurden, aber die soll es da gegeben haben. Was ich mich gefragt habe, naja, kann man es denn eigentlich der FIFA so verübeln, wirtschaftlich zu denken und auch einfach einen Haufen Geld mit sowas zu verdienen?

Und habe dann gesehen, dass die FIFA ja eigentlich laut Schweizer Recht noch als Non-Profit-Organisation da gelistet ist. Also jetzt ist ja die Frage, was passiert dann mit diesen Gewinnen? Und wenn man so unter diesem Recht da registriert ist. Dann bedeutet das ja eigentlich, dass man diese Gewinne jetzt nicht in Form von beispielsweise Dividenden ausschütten darf, sondern sie reinvestieren muss, um den globalen Fußball im Fall der FIFA zu fördern.

Nils, wie ist da dein Eindruck? Ist das FIFA da als Non-Profit-Organisation gefordert? Kann man das noch so sagen überhaupt? Ja, das ist natürlich ein Deckmännchen. Natürlich kann man das nicht. Das ist natürlich ein globaler Konzern, diese FIFA. Aber die nehmen den Gewinn, gehen in ihre nächste große Mitgliederversammlung und verteilen wieder.

Aber sie verteilen natürlich so, wie eine kleine Gruppe in der FIFA, das entscheidet. Das tragen die da vor. Und dann sind natürlich erstmal alle begeistert, wenn sie statt anderthalb Millionen jetzt zweieinhalb oder drei Millionen Förderung bekommen. Wenn die Preisgelder sich für die einzelnen Verbände erhöhen, Wenn sich die Gagen dadurch für die Spieler erhöhen, die dann wiederum von den Verbänden bezahlt werden, dann sind am Ende alle völlig fröhlich.

Je mehr der einsammelt, desto mehr kann der verteilen und desto sicherer sitzt er im Sattel. Und desto mehr Möglichkeiten hat er natürlich auch dafür zu sorgen, wo sein nächstes Turnier stattfinden wird. Dann kann ja auf Curaçao eine große Arena gebaut werden. Zum Beispiel, ja genau. Aber das ist natürlich auch so ein Dealmaker-Tum, Nils, das passt ja auch irgendwie eigentlich gut zu Trump.

Also da haben sich doch eigentlich auch zwei gefunden, oder? Aber natürlich, genau. Die sagen, wir wollen maximalen Gewinn einfahren mit unserem Tun, mit unseren Unternehmen. Und also die passen wirklich wie Top und Deckel aufeinander. Das kann man tatsächlich sagen. David, ich hatte ja schon gesagt, Infantino war schon häufiger bei Trump zu Gast.

Dann gab es eben diesen Friedenspreis, die Szene, die wir da am Anfang gehört haben. War Infantino eigentlich auch bei Joe Biden so gern gesehen? Haben die sich auch so gut verstanden? Nein, überhaupt nicht vergleichbar. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass Joe Biden überhaupt nicht so sehr die Öffentlichkeit gesucht hat, wie Donald Trump das macht.

Also diese Termine im Oval Office, die wir fast täglich sehen mit Gästen, wo dann einander Komplimente verteilt werden, das war in der beiden Zeit einfach überhaupt kein Thema. Aber mit der Regelmäßigkeit, mit der Infantino dann jetzt in den vergangenen Monaten immer mal wieder im Oval Office zu Gast war, das gab es vorher nicht.

Und in der Regel bringt er ja auch ein Geschenk mit. Also er hat dann ihm zum Beispiel ein großes, gerahmtes, symbolisches Ticket für das Finale überreicht. Er hat ihm den WM-Pokal mal mitgebracht. Donald Trump mag ja ohnehin Gold sehr gerne, aber dann bringt er das nicht einfach nur mit, sondern sagt noch dazu, this is the trophy, it's for winners only und dann wird das mit schwerer Geste überreicht.

Also der eine ist für Schmeicheleien empfänglich, der andere, wie Nils eben auch schon beschrieben hat, weiß das sehr gut auszunutzen und die beiden passen entsprechend sehr gut zusammen. Und da muss man sich mal vorstellen, wie der das perfekt spielt. Der sieht genau, wen er gegenüber hat. Und wenn du allein diese Szene, die du gerade beschrieben hast, it's for winners only und dann mit diesem Riesenpokal ankommen, da lacht sich halb Europa kaputt. Aber wie schlau aus seiner Sicht.

Wie ausgeschlafen, dass der das genauso macht. Damit kriege ich ihn. Wollen wir wetten, der rollt uns keinen Stein in den Weg. Und wenn, im Zweifel kriegt er noch einen Pokal und noch einen Friedenspreis. Und da muss ja auch nicht Gefahr laufen, dass der Trump übermorgen ein Interview gibt und sagt, er hat mir da so ein Fußballpräsident so einen komischen Preis übergeben, ich weiß gar nicht, was das soll.

Der weiß ganz genau, was das, warum und wieso und weshalb. Dem geht es auch nur um die Geste. Und er wird nie den Infantino dann damit irgendwie in Bedrängnis bringen. Und deswegen kann er das machen. Ein sehr interessanter Gegensatz ist das, was du gerade eben beschrieben hast, dass Infantino das so perfektioniert hat, wie vorherige FIFA-Präsidenten es ja auch schon begonnen haben, diese große Gemeinschaft über 200 Verbände eben alle quasi bei der Stange zu halten.

Das ist ja eigentlich genau das Gegenteil dessen, was Donald Trump macht. Also er lehnt ja zum Beispiel die Vereinten Nationen total ab. Das ist ihm alles viel zugleich und alle dürfen mitreden. Das findet er eigentlich überhaupt nicht richtig. Er ist ja vielmehr so ein Verfechter des Rechts zu stärkeren.

Das ist interessanterweise ein totaler Gegensatz zwischen den beiden. Interessant ist ja auch, dass Infantino bei dieser Gaza Peace Conference auftauchte, wo man auch dachte, was, also what the hell, was macht der da? Und kurz davor hat er noch gesagt, die FIFA solle sich nicht politisch einmischen, bei Konflikten und Kriegen und ist dann kurz danach zusammen mit Friedrich Merz und Emmanuel Macron und eben Donald Trump beim sogenannten Gaza-Friedensgipfel und man sieht da diese Bilder und man fragt sich, was macht der da?

Das ist für ihn das Allerbeste. Er ist im Kreise der Entscheider dieser Welt. Er ist einer der Macher. Das findet er sensationell. Ob er da was ausrichtet oder nicht, ist ihm völlig wurscht. Ich habe alles versucht. Auch die große Fußballfamilie hat alles versucht. Dass sie sich überhaupt nicht dafür interessieren, was der zu sagen hat, ist völlig uninteressant.

Aber für sein Ego ist das natürlich der Hammer. Bei diesem FIFA-Kongress in Vancouver, da ist ihm das dann ja so ein bisschen entglitten. Also da hat sich ja dann der palästinensische Fußballverbandsvertreter geweigert, sich mit dem Israelischen fotografieren zu lassen. Ich glaube, es gab auch irgendwie Nölerei und Schreierei.

Und da stieß dann Infantino doch an seine Grenzen der Inszenierung und der Selbstinszenierung. Sagt dann aber prompt die anschließende Pressekonferenz ab, damit die internationale Presse nicht bohren kann und fragen kann, wieso, weshalb, warum. Ja, dann gibt es plötzlich ein Zeitproblem und dann, Nee, für den Pressekonferenz haben wir jetzt doch keine Zeit. Wiedersehen und weg.

Natürlich wurde das überall geschrieben und auch gezeigt, aber genauso schnell war es auch wieder vergessen. Aber es stimmt, genau so. Wir haben ja schon über diese Geschenkübergabe, um die Übergabe des ausgedachten Friedenspreises an Donald Trump und wie er ihn da möglicherweise auch eben von sich einnimmt oder auch um den Finger wickelt, da gesprochen.

Aber Donald Trump ist nicht der Einzige, dem Infantino schon Geschenke überreicht hat. Und auch zum Emir in Katar pflegt er enge Beziehungen. Da ist er mehrmals schon mit einem Privatjet der staatlichen katarischen Fluggesellschaft um die Welt geflogen. Lässt sich daraus auch ein Muster erkennen, dass er bewusst Freundschaften zu Anbietern.

Autoritären Machthabern pflegt? Also Freundschaften, ehrlich gesagt, würde ich das, glaube ich, gar nicht nennen. Ich glaube, das sind knallharte Geschäftsbeziehungen, die so ein bisschen so deklariert werden, als wären die befreundet in Wirklichkeit, glaube ich, sind das keine Freundschaften. Der weiß ganz genau, warum er das macht.

Der weiß, dass er denen so ein bisschen um den Bart gehen muss, damit die FIFA in aller Ruhe das meiste Geld aus diesen Ländern dann raustragen kann in Form von Gewinn. Das war ja bei Russland genau die gleiche Frage. Die müssen ja auch mit der Regierung einen Deal machen, dass da nicht die Steuern den ganzen Gewinn auffressen.

Katar genau dasselbe. Die könnten ja auch sagen, die Austragsländer, ne Moment mal, wir kriegen von dem Gewinn die Hälfte oder ein Drittel an Steuern, damit wir das für unsere Bevölkerung hier einsetzen. Und das muss ja auch alles einer unterschreiben und einer durchwinken, dass die FIFA ihren Gewinn einfach mitnehmen darf. und dafür ist ihm ein Orden, ein Preis, was auch immer, recht oder ein paar freundliche, umarmende, händeschüttelnde Bilder.

Er soll ja sogar auch ein paar Monate angeblich in Katar gewohnt haben, Aber ich glaube nicht, dass die wirklich befreundet sind. Das sind alles Deals. Lasst uns mal noch auf die besondere Rolle des Iran blicken. Es sind ja mit den USA und dem Iran zwei Nationen dabei bei der WM, die gegeneinander Krieg führen.

Iran, das ist ein Land mit einer Fußballgeschichte, war schon mehrfach bei Weltmeisterschaften dabei. Jetzt ist das Land ja sozusagen zu Gast bei Feinden. Ich stelle mir das politisch und organisatorisch, aber auch sportlich irgendwie schwierig vor, oder? Absolut, in jeder Hinsicht. Ja, ich weiß gar nicht, wie das gehen soll, ehrlich gesagt.

Also wenn ich mir überlege, dass da Bomben hin und her fliegen, die Söhne sollen dann plötzlich hier nach Amerika kommen, also erstmal nach Mexiko, glaube ich, und sollen dann hier fröhlich spielen, dazu die ganzen Trainer und Betreuer und die natürlich auch alle irgendwie mit der Regierung im Iran zu tun haben, Ich weiß nicht, wie Geheimdienst durchsetzt, sondern Nationalmannschaft ist.

Man kann sich das gut vorstellen, dass das natürlich so sein wird. Und die sollen auch alle darauf vertrauen, dass sie hier munter auf- und ablaufen dürfen und auch wieder ausreisen dürfen. Also ich kann mir das wirklich nicht vorstellen, wie das gut über die Bühne gehen soll. Weil wir uns ja überhaupt nicht vorstellen können, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, ein anderes Land einfach anzugreifen ohne Grund.

Und dann so zu tun, als wäre das ganz normal. Und jetzt müssen wir mal gucken, ob wir irgendeinen Deal hinkriegen. Und dann wird es schon. Wahrscheinlich hat er gehofft, dass er diesen Deal bis zum Auftakt über die Bühne hat. Aber im Moment, weißt du besser, Marietta, sieht es doch nicht so richtig danach aus, ne?

Ne, sieht nicht so richtig danach aus. Und ich finde es ganz interessant, es gibt ja eigentlich auch ein Einreiseverbot für Fans verschiedener Länder, unter anderem auch für den Iran. Wie soll das denn gehandhabt werden, David? Ja, es sind 19 Länder insgesamt auf dieser Travel-Ban-Liste, im Übrigen auch Haiti zum Beispiel, die ja ebenfalls bei der WM mitspielen.

Es gibt Ausnahmeregelungen, aber es ist alles furchtbar kompliziert. Und zum Beispiel die Iraner, die iranschlandische Nahmannschaft, die wollten ursprünglich in Arizona ihr Quartier aufschlagen. Das ist jetzt dann nicht dazu gekommen, die dürfen dort nicht übernachten. Jetzt ist es in Tijuana, also in Mexiko, ganz kurz vor der Grenze nach Kalifornien.

Aber die Spiele der Iraner, die sind eben in L.A. und in Seattle. Das heißt, die werden dann dafür fahren oder fliegen in die beiden Städte und zum Übernachten dann wieder in ihr Quartier nach Mexiko. Also es ist alles furchtbar kompliziert. Da werden sie die Spieler einreisen lassen und die Trainer nicht und so.

Genau, das ist auch unklar. Wer wird gezählt zum Team? Sind es nur die Spieler? Sind es die Trainer? Sind das die Betreuer, Zeugwarte? Wer sonst noch so dazugehört? Das ist noch, soweit ich weiß, nicht final geklärt. Und dann kommt das Thema Sicherheit natürlich auch noch zum Tragen. Also bei zwei Ländern, die im Krieg sind, kann es natürlich immer sein.

Dass das möglicherweise auch zu Unruhe, zu Terror vielleicht auch hier im Land führen könnte. Wenn wir uns im Kopf behalten, dass die USA eigentlich ja die ganze Führungsriege im Iran getötet hat, auch den Vater des jetzt neuamtierenden Ayatollahs. Wer sagt denn, dass es nicht da Rachegelüste gibt und dann vielleicht die WM dafür der WM?

Passender Anlass ist. Auf jeden Fall wird es natürlich Trump nicht gelingen, dieses Thema Iran, was für ihn ja zunehmend auch unangenehm wird, also auch innenpolitisch unangenehm, durch so eine fröhliche WM sich vom Hals zu halten, weil tja, die Iraner sind da, die wollen in L.A. Spielen und das wird ein Thema sein. Das wird ein Thema sein.

Und es wird ja auch so sein, dass die gesamte Weltpresse darauf achtet und die werden natürlich auch die Washington Post und die New York Times und alle anderen großen Zeitungen hier in den USA werden natürlich hingucken, Was ist los im Iran? Was macht der Rest der Welt? Und die werden natürlich den Finger in die Wunde legen.

Also er wird es nicht weggemuckelt kriegen. Im Gegenteil. Und gerade im Vorfeld dieser Spiele wird das nochmal so richtig Fahrt aufnehmen, dieses Thema. Das glaube ich auch. Stichwort Sicherheit. Es gibt Befürchtungen, dass eventuell auch Eis zum Einsatz kommen könnte. Das ist die umstrittene US-Einwanderungsbehörde, die brutal gegen Migranten teilweise und Menschen ohne gültige Papiere vorgeht.

David, kann man sich sowas vorstellen? Könnte das passieren? Eiskontrollen, Eisrazzien in Stadien? Schwätze beantworten. Es gab im Vorfeld der WM immer mal wieder die Hinweise, auch von der damals noch amtierenden Heimatschutzministerin Noam, die das mehr oder weniger angekündigt hat. Dann wurde, als es da Empörung drüber gab, das wieder so ein bisschen relativiert.

Es ist ja noch nicht lange her, dass wir die Club-WM hier in den USA hatten. Da haben wir das erlebt, dass ICE jetzt nicht an den Stadiontoren, aber in Städten, wo die Club-WM ausgetragen wurde, durchaus verstärkt eben gesucht hat nach Illegalen und die einkassiert haben. Das werden wir, glaube ich, sicher erst wissen, wenn das Turnier losgeht.

Ich glaube allerdings, dass es ein bisschen höher gehängt wird, teilweise in der Diskussion, als es realistisch ist. Weil wenn man ehrlich ist, wir haben über Ticketpreise eben gesprochen. Ich glaube nicht, dass die Spiele unbedingt das Umfeld sind, wo man wahnsinnig viele illegal eingereistige findet, weil diese sozioökonomische Barriere da einfach viel zu hoch ist.

Es gab ja auch einen Streik von einer Gewerkschaft, glaube ich, in L.A. Bei einem dieser Stadien, die das Catering und sowas alles machen, Die sagten, wenn Eis hier ins Stadion kommt, dann legen wir die Arbeit nieder. Also es ist schon eine Diskussion. Das gab es und in Florida beispielsweise haben wir gesprochen, auch im Rahmen unserer Doku, die wir dort gedreht haben mit Leuten von so einer Florida Immigrant Coalition, also das ist eine Interessenvertretung von illegal Eingereisten.

Die geben so eine Art Reisewarnung, ist natürlich nichts Offizielles, aber die sagen äußerste Vorsicht bitte gerade in Florida, weil da eben die Polizei, kommunale Behörden und so weiter alle mit Eis kooperieren, gerade dort eben Vorsicht walten zu lassen und umso interessanter, weil Florida ja ein Bundesstaat ist mit einer wahnsinnig großen kubanischen und Latino Bevölkerung.

Gibt es denn eigentlich so Public Viewings in den USA, wie das bei uns organisiert ist? Die gibt es, aber nicht, wie es bei uns organisiert ist. Also das ist nicht dann irgendwie der Riesenbiergarten, wo die Leute auf den Tischen stehen und sich mit Bier zu posten. Aber es gibt hier die Public Viewings, auch hier in der Hauptstadt Washington, obwohl es kein Austragungsort ist.

Und auch rund um die großen Stadien, vielleicht hat Nils in Chicago schon was gesehen, das merkt man, dass die Kneipen sich auch entsprechend einstellen. Ich wollte gerade sagen, lasst uns zum Schluss noch über was Leichtes sprechen. Jetzt sind wir schon beim Biertrinken. Noch ein kurzer Schwenk zum Thema Musik. Denn was wäre eine Fußball-Weltmeisterschaft ohne einen WM-Song?

Gibt es da irgendwelche Favoriten, irgendeinen WM-Song, den ihr besonders gut findet oder der besonders in Erinnerung geblieben ist? Nils, das ist dein Beritt, WM-Song. Oh ja, ich überlege gerade. Ja, lass mal überlegen. Wacker, wacker war das, glaube ich. Wacker, wacker, stimmt, daran erinnere ich mich. Dann kann ich mich natürlich noch gut an die Grönemeyer-Nummer erinnern, Zeit, dass sich was dreht. 2006.

Ja, aber danke für das Stichwort, Nils. Shakira performt auch dieses Jahr wieder den offiziellen WM-Song. Muss man vielleicht dazu sagen, es gibt ja immer unfassbar viele WM-Songs, aber dann eben meistens einen offiziellen FIFA-Hauptsong. entscheidet die FIFA, welcher das wird und startet dann auch entsprechend eine große Marketingkampagne.

Und dieses Jahr ist es eben wieder Shakira zusammen mit dem nigerianischen Musiker Burner Boy. Der Song heißt Die Die. Es kommt aus dem Italienischen, bedeutet Los geht's. Und diese Botschaft wird dann in dem Song auch in mehreren Sprachen verkündet. Shakira wird ihn zusammen mit Kindern und Jugendlichen dann auch performen beim Finale, nämlich bei der Halbzeitshow.

Ganz zum Schluss könnt ihr jetzt noch euren Tipp abgeben. Wie weit wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kommen und wer wird es dieses Jahr machen? Es ist natürlich auch viel Hoffnung dabei, aber ich glaube, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft dieses Jahr anders als die Male zuvor ins Endspiel kommt und dann ist es ja immer eine 50-50-Chance, aber dann weiß ich nicht genau, aber ins Endspiel kommen sie.

Marietta, du bist Fußball-Fan, kann man schon sagen, oder? Ja, ich gucke schon gerne Fußball. Ich kann mir vorstellen, dass es vielleicht dann doch wieder nach der Pokal nach Südamerika geht. Aber ich würde mich natürlich freuen, wenn es die Deutschen sind, klar. Und David? Wer wäre ich, Nils zu widersprechen? Und ich würde mich auch freuen, wenn er recht behält, natürlich.

Im heute Journal sind auch ein paar Fußballbegeisterte, oder? Gibt es eine Tippkick? Ja, wir haben eigentlich immer so ein internes Tippen, wer wie weit kommt und so und gucken natürlich dann auch die Spiele zusammen oder wenn wir eine Halbzeit im Journal haben, bleiben danach noch zusammen. Das hängt natürlich auch jetzt ein bisschen mit den Uhrzeiten an.

Zusammen, wann die Spiele laufen. Ist ja doch ein bisschen anders als bei einer WM, die in Europa stattfindet. Dann wünschen wir allen viel Spaß beim Mitfiebern und doch hoffentlich einen schönen und fairen Fußball. Ich bedanke mich an der Stelle bei ZDF-Sportreporter Nils Karben, bei ZDF-Korrespondent in den USA David Sauer und natürlich auch bei dir, Marietta.

Gerne. Dankeschön. Und an der Stelle auch noch der Hinweis zu Davids Doku. Foulspiel unter Freunden blickt hinter die Kulissen dieser WM und zeigt ein Nordamerika, in dem Sport und Politik enger miteinander verknüpft sind, als man vielleicht auf den ersten Blick denken könnte. Kommt nächste Woche oder David? Nächste Woche kommt es im Auslandsjournal. Ganz genau, am 10.06.

Werbung in eigener Sache und natürlich auch im Streaming-Vortrag. Im Stream, genau. Super, danke euch. Das gucke ich mir an, da freue ich mich drauf. Ich auch. Tschüss, vielen Dank. Ciao. Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns über eine positive Bewertung und ein Abo. Feedback auch gerne per Mail, zum Beispiel an heute-podcast.rzdf.de oder als Kommentar. Bis nächste Woche.

An dieser Folge mitgearbeitet haben Christina Kayertz, Sham Jaff, Leon Müller, Till Schadel, Esther Stephan und Younes Rabe. Das Fact-Checking kam von Marlene Ziegelmeier und Gabriele König. Kamera und Ton von Nikolas Keller und Maike Joos. Heute Journal, der Podcast, wird produziert von Pool Artists.

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