
Hey München· Folge 103
#17 Einblicke in Münchens berühmtestes Gefängnis / Ärger wegen Streichung des kostenlosen Kindergartens
Donnerstag, 28. Mai 2026 · 18 min
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Shownotes
Der Alltag in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim ist normalerweise sehr monoton. Ein Mal im Jahr gibt es für die Gefangenen allerdings etwas Abwechslung. Bei einem Fußballturnier dürfen sie in mehreren Teams gegeneinander spielen, egal ob Schwarzfahrer oder Mörder. Bei „Hey München“ sprechen die beiden Hosts darüber, warum es dieses Turnier gibt und wie es sich anfühlt, hinter die Mauern von Stadelheim zu schauen.
Auch wenn München als reich gilt, muss die Stadt sparen. 9,8 Milliarden Euro Schulden erwartet die Stadtkämmerei bis Ende 2026. Als erste Maßnahme beschloss die Koalition des neuen Oberbürgermeisters Dominik Krause (Grüne), dass für den Besuch der Kindergärten, der seit 2019 kostenlos war, ab 2027 wieder Gebühren fällig werden. (sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-kita-gebuehr…) Der Aufschrei war besonders unter jungen Familien riesig. (sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-kindergarten…) Im Podcast sprechen Linus und Tim über die Hintergründe dieser Entscheidung.
Unser Gastro-Tipp diese Woche: Im Komo in der Fraunhoferstraße 17 und im Lumi Asian Cuisine in der Nordendstraße 42 gibt es Sushi Pops. Preislich sind sie je nach Sorte und Laden zwischen 11 und 16 Euro. Und aufgepasst: Im Komo kriegt ihr die Sushi Pops aktuell immer nur am Wochenende. Außerdem haben wir mit Emma Betti, Chef-Pâtissière vom Tantris, und Shinas Shahida, Pastry-Chef vom Rosewood, zwei Experten das Eis von insgesamt 16 Münchner Eisdielen blind verkosten lassen. Wenn ihr wissen wollt, welche Eisdiele am besten abgeschnitten hat, schaut mal hier. (sueddeutsche.de/projekte/artikel/muenchen/muen…)
Die Good News der Woche: Das Crash ist gerettet! (sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-crash-club-n…). Zwei neue Betreiber sollen den ältesten Rockclub Münchens in die Zukunft führen.
Moderation: Linus Freymark, Tim Brack
Redaktion: Anna-Maria Salmen, Jacqueline Lang, Lisa Bögl, Jana Jöbstl
Produktion: Aylin Sancak
Redaktionsschluss der Folge: Dienstag, 26.05.2026, 14 Uhr
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Ich war ja noch nie im Knast. Vor kurzem hat sich das allerdings geändert, natürlich rein beruflich aber wir waren in der JVA Stadelheim und haben bei einem Fußballturnier zugeschaut und spannende Einblicke in den Gefängnisalltag bekommen. Dann spreche ich mir über ein Thema dass mich und viel in der Stadt erschüttert hat.
die Stadt will wieder Kindergartengebühren einführen Und man fragt sich warum immer auf die Kleinen. Hey München! Ich bin Linus und ich bin Tim und ihr hört unsere Nachrichten Podcast hey München indem wir euch jede Woche zwei Themen aus der Stadt präsentieren. Dazu gibt es immer noch einen Gastro-Tipp und damit ihr besser ins Wochenende startet die Good News.
Linus, du warst kürzlich im Gefängnis? Was haste angestellt? Ja nein das war rein beruflich muss ich sagen! Du warst für eine Geschichte in der JVA Stadelheim Richtig. Genau, wir haben die Einladung bekommen. in Stadlheim findet nämlich einmal im Jahr ein großes Fußballturnier der gefangenen Stadt und da durften wir in diesem Jahr exklusiv dabei sein.
Und ich muss wirklich sagen das war ein extrem spannender Einblick hinter den Gefängnismauern weil normalerweise kommt ja kein Mensch rein, der da nicht hingehört. Wie ist es denn so wenn man dadurchs Tor geht und in diese geschlossene Bereich? Also ich muss sagen Ich fand es schon beklemmend Weil vom Geräusch her ist es wirklich wie in den Filmen klatscht Metall auf Metall und Stahl auf Stahl.
Und die Schlüssel klackern, das ist schon extrem beklemmend auch wenn dann hinter dir die Tür auf einmal zufällt. Wir wussten ja wir sind jetzt nur für diese Geschichte dort und können am Mittag raus zum Mittag essen und nach der Mittagspause wieder rein und am Nachmittag wieder raus. aber wenn man da ankommt und halt einfach weiß okay dass wird jetzt hier für die nächsten Monate vielleicht sogar Jahre mein Zuhause Dann ist es wahrscheinlich schon eine extrem schockierende Situation.
Stadelheim sagt ja einigen was wahrscheinlich, das ist ja in der Stadt. Das berühmte Gefängnis da sind auch schon einige Prominente gewesen. ich weiß noch Uli Hoeneß war da kurz. Was sind denn da sonst so für Insassen? Sind ja nicht alle so berühmt und berüchtigt? Also in der Justizvollzugsanstalt München wie sie offiziell heißt sitzen hauptsächlich Untersuchungsgefangene.
Das heißt, das sind Menschen die noch auf ihr Urteil warten und eben noch einen laufenden Prozess haben. In der Regel sind die Leute eigentlich nur für ein paar Monate dort weil sie dann entweder in andere Haftanstalten verlegt werden oder eben auch freigesprochen werden und dann entlassen werden. Das ist dann tatsächlich auch so dass die morgens abgeholt werden zum Gericht gefahren werden.
Und dann kommen sie einfach nicht mehr, weil sie einfach wieder in Freiheit sind. Oder auch manchmal haben Sie uns erzählt klopft dann vorne an der Pforte einer in Gefängniskleidung und möchte dann vielleicht noch den einen oder anderen persönlichen Gegenstand abholen aus dem Schließfach. Das ist dann tatsächlich super spontan!
Okay. Und was wird den Leuten so vorgeworfen? Sind das Schwerverbrecher, sind es aber nur Diebstähle? Also bei dem Fußballtournier haben uns die Organisatoren also die Justizvollzugsbeamten gesagt da spielen tatsächlich alle mit vom Schwarzwahrer bis zum Mörder und das gilt für die JVA auch. Also zwischen Untersuchungshäftlingen bitte jetzt nicht unterschieden wegen, was sie auf ihr Verfahren warten.
und außerdem gibt's in Stadelheim auch noch eine Gruppe, die sozialtherapeutisch betreut wird und das sind dann schon tatsächlich schwerste Gewaltstraftäter. Die sind aber permanent da und nicht nur in Untersuchung. Genau! Und wir haben auch mit einem von denen zum Beispiel gesprochen warum er dort ist und wie es passiert ist?
Wir können ja mal reinhören. nennen wir ihn jetzt einfach mal Timo weil die Namen der Gefangenen dürfen wir natürlich nicht nennen. Ich bin hier wegen gefährlicher Körperverletzung und für mich habe ich komplett aus dem Leben gedestet. Ich habe nie mit irgendwelchen kriminellen Aktivitäten was zu tun gehabt.
Kriminelle Leute oder aggressiven Leuten, die schon seit über zehn Jahren bei der Feuerwehr beim Rettungsdienst und alles. Und dann hat man halt diesen eigentürzten Aussetzer, wo man halt typisch komplett überfordert war. Da bin ich eben auch zurecht hier, das muss ich auch sagen.". Okay, das ist ja schon mal eine heftige Geschichte, die er jetzt gerade erzählt hat... ...und jetzt spielen die da Fußball auch Schwerverbrecher wie du sagst!
Wie kann ich mir das denn vorstellen? und warum gibt es dieses Turnier überhaupt? Also, das Turnier organisiert die JVA um den Gefangenen halt einfach mal ein bisschen eine Abwechslung von dem ja tatsächlich sehr monotonen Gefängnisalltag zu bieten. Weil jetzt muss man sich ja schon einmal vorstellen... Ich meine du bist ja total fremd bestimmt die ganze Zeit!
Du wirst morgens geweckt dann gehst in die Arbeit wenn du arbeitest. Das ist bei Untersuchungsheftlingen nicht so dass sie alle arbeiten aber man kann nach einer gewissen Zeit arbeiten Dann gibt's zu einer bestimmten Uhrzeit Mittagessen, dann ist am Nachmittagfrühendabend zu einer bestimmten Uhrzeit der Einschluss ab.
Da musst du wieder in deiner Zelle sitzen und auch diese Zellen... Also wir haben uns da mal eine angeschaut, das ist schon tatsächlich sehr trist! Wie sehen die denn aus? Acht Quadratmeter ein wirklich schmales Bett Schreibtisch Stuhl Fernseher Und das war es eigentlich, kleine Nasszelle noch. Aber das ist jetzt tatsächlich kein Raum in dem man gerne längere Zeit verbringen will und einfach um eben diesem tristen Alltag da mal so ein bisschen zu entfliehen und dann ein bisschen abwechslung reinzubringen organisiert dann die JVA einmal im Jahr eben dieses Turnier was ja... auch dazu beiträgt, dass die Stimmung im Haus besser ist.
Also das Turnier ist Wochen vorher Thema. da geht es dann darum wer spielt in welcher Mannschaft? Wer spielt gegen wen und wer hat vielleicht die besten Chancen Und auch noch wochen danach. also Das hat uns auch noch ein zweiter Gefangene erzählt. nennen wir jetzt einfach mal Simon. Da können wir auch nochmal rein hören wie über das turniere unter den gefangenen gesprochen wird Über die Aufstellung was wir besser machen können, wo wir vielleicht noch besser zusammenspielen können.
Also kritisch aber auch hervorhin loben nochmal den anderen aufzubauen und dass man sich da unterstützt gefühlt hat hey das war schön. ich habe die ganze Zeit jemanden gehabt der für mich gelaufen ist auch die freien wege gemacht hat um mir einfach ohne Ball einen Weg aufzumachen. dieses uneigenlützige dann was man dort einfach hat sehr sehr schön ist.
eine Kameradschaft Das hört sich ja wirklich sehr motiviert und engagiert an, man hört glaube ich richtig raus dass die Spaß dran haben. Was ich mich jetzt noch gefragt habe was ist denn mit den Werten? spielen die da auch? Wären die dann mal umgegrätscht oder sind sie da ganz raus? Also die Justizvollzugsbeamten sind tatsächlich Betreuer und die haben es dann auch ein bisschen so gemacht das sie dann teilweise als Trainer der Mannschaften fungieren weil die Mannschaft sind quasi nach den Stationen und Fluren eingeteilt und das dann eben der zuständige Werter dann quasi vom Seitenrand ein bisschen coacht.
Und die waren auch absolut dabei, also da wurde rumgeschrien wie auf normalen Fußballplatz. Du bist ja selbst Fußballer, kennst du es gut? Genau! Da wurde motiviert... kritisiert und dann zwischendrin auch mal diskutiert, aber es war sehr fair. Und das war so ein bisschen weil du ja nach der Stimmung gefragt hattest eigentlich den ganzen Tag über so.
also natürlich wurde damals irgendwie eine Schiedsrichter-Entscheidung hinterfragt oder dass es auch mal zwischenden drin so ein bißchen Ja Unstimmigkeiten darüber gab ob der Pass jetzt wirklich so hätte sein müssen. Aber im Großen und Ganzen ist es sehr verabgelaufen was aber auch damit zusammenhängt Dass natürlich nur die Gefangenen mitspielen dürfen Die sich das Jahr überhaupt verdient haben.
Also die ganz harten Fälle hat man uns gesagt, sie sind in den Zellen geblieben und es gab auch ganz klare Regeln, die sich ja auch so ein bisschen von außerhalb unterscheiden... Das ist ja spannend! Also eine rote Karte hieß zum Beispiel nicht einfach nur dass du nicht mehr mitspielen darfst sondern dann musst du eben zurück auf Station.
Okay, dann ist das Turnier für dich vorbei? Genau. Wer war denn da der Schiedsrichter? Die Entscheidung will ich nicht treffen. Der Schiedslichter war auch ein JVA-Beamter mit Schiedsprichterschein. Jetzt nochmal weg vom Sportlichen. Ich hatte ja anfangs erwähnt, dass da auch sehr prominente Leute in Stadelheim schon einsaßen.
Kannst mal so ein bisschen was zu der Geschichte erzählen und wer da die berühmtesten Menschen waren, die hinter Gittern saßen? Also Stadelhaven ist ja die größte JVA hier in München und eine der größten in Bayern. bis zu tausend dreihundert Gefangenen können hier immer ungefähr gleichzeitig untergebracht werden.
Was ich übrigens ganz interessant fand, war das während der Wiesen immer ein paar Zellen extra freigelassen wurden weil da dann nämlich mit Fällen gerechnet wird die dann direkt aus dem Bier z.B. wegen einer Schlägerei oder sowas eingeliefert werden und die kommen dann tatsächlich offenbar in Lederhose und teilweise noch stockbesoffener an und müssen sich dann erst mal in eine Zelle zurechtfinden.
Aber ursprünglich wurde Stadlheim Ende des neunzehnten Jahrhunderts erbaut, einfach weil die anderen Gefängnisse damals überfüllt waren und das ist dann eben sehr schnell zur größten Justizvollzugsanstalt in der Stadt geworden. Und hier haben natürlich auch sehr viele Hinrichtungen stattgefunden früher, dreihundertneinundneunzig und die meisten natürlich während der NS-Zeit.
also Sophie Scholl und Mitglieder der weißen Rose sind hier beispielsweise hingerichtet worden. Das ist auf jeden Fall ein sehr geschichtsträchtiger Ort. Wie war's denn dann, als du endlich draußen warst? Ja schon sehr befreiend muss ich sagen! Da geht einfach die Tür auf und man is wieder in der normalen Welt quasi weil es ist tatsächlich schon wie ein eigener Kosmos da drin.
also es herrschen andere Regeln aber auch dort geht das Leben ja weiter weil ich finde immer wenn jetzt jemand seinen Urteil bekommt dann wirkt es immer so abgeschlossen für Außenstehende. also ich meine ich mache ja auch relativ oft Gerichtsberichterstattung und da endet dann der Prozess eben mit dem Urteil.
Und ich denke danach kaum noch an den Menschen, der da verurteilt wurde. aber auch der muss sich ja in Haft erst mal zurechtfinden, sich ein neues Leben aufbauen und wird irgendwann wieder entlassen. und wir schauen wie er sich zu Recht findet. und dass man das einfach mal sieht, wie es alles so abläuft – das war schon extrem interessant!
Wir haben euch in der Folge letzte Woche gefragt ob euch Themen für Kinder und Familien interessieren. Und da habt ihr uns ganz, ganz viel Feedback zukommen lassen. dafür erstmal vielen lieben Dank. das hilft uns auch sehr dabei dass wir euch ein bisschen besser kennenlernen und auch auf eure Bedürfnisse und Wünsche eingehen können.
Das würden jetzt an der Stelle gerne machen. unser neuer Oberbürgermeister Dominik Krause von den Grünen ist erst seit kurzem im Amt aber es gibt direkt Ärger denn die Stadt München streicht die kostenlosen Kindergartenplätze. Jetzt ist natürlich die große Frage warum macht die Stadt das? Man meint ja, dass München eine reiche Stadt ist.
Die ist aber auch sehr reich an Schulden. Laut Stadtkämmererei geht man Ende des Jahrtausends sechsundzwanzig von neun Komma acht Milliarden Euro Schulden aus. Die Stadt muss halt schauen das sie am Ende schafft die Schulden noch zu tilgen. Das heißt sie brauchen Überschuss im Haushalt um da genug Geld zu haben um eben Kredite und Ähnliches abzubezahlen.
Das heisst entweder generiert mehr Einnahmen oder man spart halt. Das war die erste Sparmanstnahme die bekannt geworden ist unter dem OB Dominic Krause Und dann hat es gleich die Familie getroffen. Ich glaub, der Aufstrei in der Stadt war relativ groß deswegen. Er ist recht auch weil die neue Regierung ja mit einem durchaus sozialen Ansatz eigentlich ins Rennen gegangen ist.
und dann direkt so was? Da fühlen sich dann glaube ich viele getroffen einfach. Und es geht darum dass seit zwei tausend neunzehn war der Kindergarten kostenlos und das soll ab zweitausend sieben zwanzig nicht mehr sein. Das heißt von Gebühren die bisher null Euro waren steigt jetzt auf hundertdreißig Euro im Monat und es sollen noch zwei weitere mal steigen.
Zweitausend achtundzwanzig auf hundred vierzig Euro Und das betrifft jetzt nur den Kindergarten, aber auch die Gebühren, die es für die Krippe und für den Hort schon gibt. Die sollen auch erhöht werden. Das ist ja jetzt ein ganz schöner Batzen erst recht für junge Familien, die ja auch die absurden Mieten hier stemmen müssen?
Absolut! Das kann ganz schön reinhauen und ich habe das natürlich auch mal durchgerechnet. Ich hab selbst ein Kind, das im Kindergaten ist gerade und dann war gleich noch so okay. was kommt da auf mich zu? und in der ersten Stufe wären es dann eine thousand six hundred fünfzig Euro mehr im Jahr und in einer letzten Stufe tausend acht hundert Euro mehr Fast ein Monatsgehalt bei uns.
Wir müssen noch mal in Verhandlungen reden! Ne, aber jetzt haben wir Spaß beiseite. also es ist ja wirklich extrem viel. Das haut glaube ich bei manchen Familien ganz schön rein. was man dazu sagen muss Familie mit einem geringen Einkommen das sind aktuell drei tausend vierhundertzwanzig Euro netto das ganze Haushaltseinkommen.
die bleiben weiterhin kostenfrei sie müssen keine Gebühren zahlen. und dann gibt's noch Leute die eine wirtschaftliche Jugendhilfe beantragen können. Aber auch da soll der Eigenanteil dann steigen. Aber alles was da drüber ist, die verdienen vielleicht mehr. Kommen dafür dann nicht mehr an Frage. aber das ist halt so.
die Mittelschicht den tut es dann trotzdem sehr weh. natürlich gibt's auch in München sehr viele gut und besser Verdiener. für die sind diese hundertfünfzig Euro dann nicht so viel. Ne aber ich meine drei tausend vierhundert Euro netto Einkommen ist ja wirklich nicht viel für ein Haushalt. also es sind ja zwei Gehälter.
davon muss man die Miete zahlen und den Lebensunterhalt Aber die sind, wie gesagt befreit noch von diesen Gebühren. Aber sobald du was drüber verdienst musst du halt dann auch bei den Gebühren mit dazu zahlen oder die vollen Gebühren zahlen. und ich finde jetzt auch viertausend oder viertausend fünfhundert Euro netto Haushaltseinkommen ist in München einfach nicht so viel.
Die Mieten hier sind einfach exorbitant und da bleibt vielleicht nicht mehr soviel übrig für einige. also es sind wirklich harte Ankündigungen. Jetzt wurde dieser Plan natürlich auch relativ scharf kritisiert Und da kam dann auch die Frage auf, in dem Zusammenhang. Wer ist denn jetzt dafür verantwortlich?
Dominic Krause hat ja also ein Erklärvideo auf Instagram gepostet wo er ja den Freistaat so ein bisschen die Verantwortung gelastet hat und gesagt hat dass sie eben den Beitragszuschuss gekürzt hätten. Daraufhin hat dann die CSU aus der Staatskanzlei wieder reagiert und Krause unter anderem Fake News vorgeworfen.
Jetzt ist die große Frage wer hat denn eigentlich recht? Das ist eine sehr gute Frage und die ist leider nicht ganz eindeutig zu beantworten. Du hast angesprochen dieser Zuschuss, das waren hundert Euro, die von der Staatsregierung kamen und nur dadurch waren die Gebühren bisher für den Kindergarten kostenlos.
Das hat sich sozusagen. pro Kind wurde das gezahlt und dadurch wurden es direkt an die Eltern weitergegeben und dadurch hatten sie null Euro Kosten für die Gebüren. Und jetzt ist die Staatsregierung daran, die Kita-Förderung zu reformieren und in diesem Zuge wurde dieser Zuschuss auch nicht gestrichen.
Das sagt die Staatsregierung aber er wurde umverteilt. also es fließt jetzt einfach einen anderen Topf und das wird nicht mehr pro Kind diese hundert Euro gezahlt sondern die Stadt kriegt trotzdem noch sage ich mal ein Batzen Geld. aber es wird halt nicht mehr Pro Kind pro Monat so bezahlt. und die Stadt Regierung sagt aber dass immer noch nicht genug Geld auch wenn jetzt mehr fließts.
Und die sagen halt, sie zahlen pro Jahr hundertsiebzig Millionen Euro um die Verluste auszugleichen. von den ganzen Kitas und vom der Staatsregierung kommt halt Geld. Aber das reicht halt nicht, um diese Hiesendefizite auszukleichen. Das Thema erhitzt also die Gemüter nicht nur bei vielen Eltern sondern auch im Rathaus und in der Staatskanzlei.
könnte sein dass es da noch spannend wird. wir halten euch natürlich wie immer auf dem Laufenden! Jetzt haben wir ein kleines Update für euch und zwar geht's da um die Zeltvergabe. Vergabekammer in Südbayern beschwert, dass die Zelte nach Europarecht vergeben werden müssten und die Vergabenkammer hat das jetzt aber abgewiesen.
Das heißt es soll keine europaweite Ausschreibung geben. natürlich ist das Ganze noch nicht vorbei. der Wirt Egger und seine Anwälte können jetzt noch Beschwerde einlegen beim bayerischen Obersten Landesgericht Und sie haben auch schon gesagt Sie würden zur Not vor den europäischen Gerichtshofer auch ziehen.
Aber das heißt fürs erste bleibt alles gleich und es gibt kein Kölsch auf der Wiesn. Ich denke mal ja aber wie gesagt das ist noch ein offener Prozess. Aber wenn ihr noch mehr dazu wissen wollt, wir hatten dazu ja auch schon eine Folge. Da warst du auch dabei Linus und zwar könnt ihr in Folge treizehn reinhören von Hey München.
da wird das ganze Thema nochmal ganz tief behandelt. In derselben Folge haben wir euch auch von dem Anschlag auf das israelische Restaurant Eclipse in der Hessstraße berichtet. Damals ging es noch darum dass es Anzeichen gibt dieser Anschlag in einer Serie europaweite Anschläge stehen könnte. Das Ganze wird jetzt immer konkreter, denn die US-Behörden haben einen zweiund dreißigjährigen Fest genommen und gegen ihn Anklage erhoben der tatsächlich der Drahtzieher dieser europa weiten Anschlagsserie sein soll, die unter anderem ja auch in London Amsterdam oder Skopje stattgefunden hat.
Wie es da weitergeht und wie das Urteil in den USA ausfallen wird erfahrt ihr natürlich hier bei Heymünchen. Dann kommen wir jetzt zu unserem Gastro-Tipp und Linus, da habe ich eine Frage an dich. Bitte! Was haben Sushi & Eis gemeinsam? Kleine Ahnung... Wir müssen beide gekühlt werden Und Jackie spricht heute in ihrem Gastro Tipp darüber Hey München, kennt ihr schon Sushi Pops?
Falls nicht könnt ihr euch das vorstellen? wie so ein Eis zum Hochschieben. Nur eben mit Sushi! Falls doch diesen Foodtrend gibt es da kurzem auch in München und zwar einmal im Lumi an der Nordendstraße und einmal im Komo in der Frauenhoferstraße. Während ihr sie im KOMO aber immer nur am Wochenende bekommt, gibt es die Sushi-Pops im LUMI dauerhaft und in vier Sorten.
Die Veggie Roll kostet euch dort elf Euro, die mit Fisch oder Rindfleisch zwischen zwölf und dreizehn fünfzig Und sie werden bei jeder Bestellung frisch für euch zubereitet. Wenn ihr wollt, probiert diesen Foodtrend also gerne mal aus! Wenn ihr mich fragt tut es eine normale Sushi-Box aber auch. Was ich euch definitiv empfehlen kann den großen Eistest der Sz.
Wir haben zwei Expertinnen das Eis von sechzehn Eisdielen verkosten lassen und ich sag mal so, gutes Eis ist nicht immer eine Frage des Preises. Aber checkt gerne die Show Notes für den ganzen Test Und egal ob Sushi oder Eis, ich würde sagen lasst es euch schmecken und gönnt euch! Damit sind wir dann auch schon wieder bei unserer Good News angelangt.
Die freut mich dieses Mal tatsächlich sehr denn das Crash dieser legendäre Club in der Einmillerstraße in Schwabing hat neuer Betreiber. Das ist ja leider nicht immer so wenn Betreber einer Diskothek abspringen aber beim Crash hats funktioniert. Patrizia Bauernbeck und Florian Faltermeyer heißen die beiden und das Besondere ist sie haben sich im Crash kennengelernt Und jetzt betreiben sie es zusammen.
Das ist ja wirklich ein legendäres Schuppen, ich habe das auch meiner Frau erzählt, die ist Münchnerin und die meinte Sie war da schon mit ihrer Freundin und es war ihr erster Club wo sie rein durften? Bei mir auch mit sechzehn immer noch! Ja genau. und dann hat sich noch erzählt... ...die Mutter von ihre Freundinnen war auch schon im Crash.
also es ist wirklich eine Institution. Und umso schöner dass es da weitergeht. Produziert hat diese Folge Eileen Sanjak. Redaktion Anna-Maria Seimen, Jacqueline Lange, Lisa Bögel und wir Tim Bragg und Linus Freimark. Redakzionsschluss für die Folge war Dienstag der sechsunzwanzigste Mai um vierzehn Uhr.
Wir sagen tschüss und bis bald! Bis nächste Woche Tcha-Tcha.