Anmelden

Im Museum

Meteoriten: Steine vom Himmel – Deep Dive mit Julia Walter-Roszjár (Naturhistorisches Museum Wien)

Dienstag, 3. November 2026 · 52 min

MP3

Shownotes

Ko-Kuratorin Julia Walter-Roszjár über eine der größten Meteoritensammlungen der Welt, Marsmeteorite, Feuerball-Kameras und Sternenstaub auf dem Museumsdach
Das Naturhistorische Museum Wien besitzt eine der größten Meteoritensammlungen der Welt. Im Studio erzählt Julia Walter-Roszjár, Mineralogin und Ko-Kuratorin der Sammlung, was ein Meteorit eigentlich ist und woran man ihn erkennt, wie ein Kaiser und ein Feuerball über Kroatien die Wiener Sammlung begründet haben und warum dort Steine vom Mars liegen. Außerdem: der Meteorit, der 2024 in Niederösterreich durch ein Hausdach schlug, Kameras auf dem Museumsdach – und Mikrometeorite aus der Dachrinne.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Weißt du eigentlich, dass im Museum auch eine Webseite hat? Dort gibt es nicht nur viele Deep Dives und Geschichten zu Objekten sondern auch einen Ausstellungskalender für Wien-und Umgebung. Mit dem kannst Du deinen nächsten Museumsbesucher planen und sogar an Deine Freunde weiter schicken! An einem Sonntagabend im Mai, ein Feuerball in einem kleinen Dorf nahe Zagreb krachte vom Himmel.

Der Brocken war fast vierzehn Kilo schwer und bohrte sich über einen Meter tief in die Erde, über Umwege landete er dann in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Wien und legte so den Grundstein für eine der größten meteoriten Sammlungen der Welt. Hallo und herzlich willkommen bei im Museum! Ich bin Andreas Fischer und heute gibt es wieder einem Deep Dive Zum Thema Meteoriten.

Mein Gast ist Dr. Julia Walter-Rostzar. Sie hat Geowissenschaften studiert und sich am Institut für Planetologie in Münster auf Meteoritenspezialisiert. Heute forscht sie am Naturhistorischen Museum in Wien, und betreut dort als Co-Kuratorin einer der größten Meteoritensammlungen der Welt. Du bist Co-CuratorIn einer der grössten Meteoritsammlung der Welt?

Richtig! Der erste Rechercheerfolg, den ich da gehabt habe. Aber tatsächlich in Wien liegt einer die größten Metoriten-Sammlung der Welt? Das stimmt ja! Also wir haben laut meinem Wissen die drittgrößte Sammlung der Welt mit über zehntausend, zehntausend siebenhundert Stücke wo von einem Bruchteil tatsächlich ausgestellt ist, aber die größte Stauerschausammlung für die Besucherinnen und Besucher.

Und das ist schon außergewöhnlich. also da sind wir... besser aufgestellt als das Smiths Union Institute oder London Natural History Museum. Da kann Wien stolz drauf sein. und das ist so gewachsen, weil wir sehr früh angefangen haben zu sammeln und dementsprechend tolle schöne historische Stücke haben wir auch in der Breite zu zeigen und die einfach gut kuratiert und aufbewahrt waren in der Vergangenheit.

Also eben es passiert ja nicht zufällig einer der größten Meteoritensammlungen in der Welt zu haben. Das heißt da war irgendjemand motiviert? Ja! der Kaiser selber. Der Kaiser selber war? Ja, genau! Und also unter Franz-Stefan von Lotring wurden schon die ersten Stücke an die Hofburg gebracht. Also unser Gründungsmeteorit ist Raschina, der wurde damals auch Akram genannt, er ist siebzehn-einundfünfzig gefallen im heutigen Kroatien nach Sakreb und der wurde beobachtet als Fall.

ja und der Kaiser hat damals nach dem Bericht und auch nach dem Stücken dann aussenden lassen. Und sich das beordert an die Hofburg in seine private Sammlung, es sind zwei große Stücke gefallen. Eines hat tatsächlich den Weg nach Wien geschafft und ist in die Sammlungen gekommen. Das war der Grundbaustein sozusagen für die Sammlung.

Das wurde damals so als Kuriosität gesammelt weil man musste ja noch gar nicht dass das mit Theoriten sind. Die Erkenntnis kam erst viel später, hundert Jahre später. Wichtig, aber was hat man geglaubt? Also ganz früh... Es gab natürlich religiöse Interpretationen, dass der Zorn Gottes da niederhagelt.

also das kam so aus der Kirche, aus den katholischen Religionsglauben heraus und dann später eher wissenschaftlich hat man gekloppt, dass es wie Konkretion in der Erdatmosphäre, Verdichtungen sind Oder auch einfach Vulkanauswürfe, die soweit hochgeschleudert wurden. Dass sie dann wieder herunterfallen... Da gab es die wildesten Spekulationen und Interpretationen.

Und Meteoriet ist ein Luftstein. Deswegen wurde ja als Aerolithe oder Uranolith vom Oranplanet bezeichnet. Also von irgendwas, was von weit her aus der Luft kommt, aus dem Luftfeld. Und eben als skurriles Objekt war das natürlich begernswert für die Kaiser- und Königshäuser damals so was in den Sammlungen zu haben, damit vor anderen Häusern glänzen zu können.

Deswegen kam schon sehr früh erste Stücke in die Sammlung. Das begann mit Raschina in Kroatien. Es ist spannend nämlich dass Meteorite einerseits faszinieren weil ganz ehrlich kann ich dir nicht sagen warum ich so faszINiert bin davon. Es spricht irgendwas in mir an, dass etwas von außerhalb dieser Welt in die Welt fällt.

In einer gewissen Weise und andererseits aber hat es natürlich über die Jahrtausende immer wieder Metoriten gegeben, die tatsächlich soziale Verhältnisse aus sozialen Verhältnissen herausinterpretiert worden sind und gleichzeitig auch tatsächlich Geschichtsverläufe verändert haben habe ich gelesen Also als Deutungen von Außen, göttliche Deutung und dann verwendet worden sind.

Aber das ist jetzt alles sehr groß. Drehen wir das Spiel mal um? Du hast mir nämlich vorgefragt wie bist denn du eigentlich auf dieses Thema gekommen? Das will ich von dir wissen! Wie bist du nur aus dem Artikel gekommen?! Tatsächlich im Studium hat sich bei mir einfach entwickelt... also ich habe Geowissenschaften studiert.

Es ist eine Kombination aus Mineralogie- und klassischer Geologie. Das habe ich am Institut für Planetologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster vertieft, in Richtung Meteorite. von der Mineralogie, Geochemie. Also wie ist die Zusammensetzung der Gesteine und noch im kleinere Maßstab der Minerale?

Ich bin nicht so zur Kosmokämie gekommen und von da eben zu den Meteoriten. also es hat sich so im Studiumverlauf mit dem ersten Vorlesung. so ergeben einfach die Richtungen. Kannst du dich noch an den ersten Meteoritten erinnern, den ich nach Hand habe? Ja das war in einer Geochemi-Vorlesung. Die hat uns ein Professor auf den Tisch und hat gesagt, dass wahrscheinlich das Älteste was ihr jemals in der Hand haben werdet.

Schaut euch das mal an! Und es hat mich total fasziniert so ein Bausteinen aus dem Sonnensystem anfassen zu dürfen. Vierundhalb Milliarden Jahre alt. Wie unterscheidet sich so eine Meteorität von einem normalen Stein, der bei uns irgendwo draußen auf dem Feld? Ich habe dir was mitgebracht. Natürlich!

Pass auf, ich bin vorbereitet. Das ist ja wirklich toll. Ich kann natürlich nicht ohne Objekte kommen, die wir auch anschäumen können. Unfassbar! Weil ich schon vermutet habe dass wir drüber sprechen wie Meteorite ausschauen und wie sie sich von terrestrischen Gesteilen... Wir werden jetzt gerade wieder unsere Plastikhandschuhe anziehen.

Genau. Gummihandschuhen. Ja genau das ist weil wir immer so einen kleinen Fett- und Salzfilmen auf den Fingern haben auch wenn die gerade frisch gewaschen sind. Das kann mit den Meteoriten reagieren tatsächlich. Und das wollen wir vermeiden, wir wollen keine chemische Reaktionen mit dem Proben. Nr. thirty-four sehe ich schon?

Ja die Nummer... Wir haben diese Stücke für Öffentlichkeitsarbeit bekommen Eine Schenkung aus einer Privatsammlung tatsächlich. Es gibt viele Leute, die mit Juriden privat sammeln auch, obwohl sie natürlich im Museum besser aufgehoben sind... Interessante Duft! Aha, das sehe ich schon. Das hat ein Eisenkern!

Das ist eine Eisenmethiorie. Schaut euch das an wie du sofort mein Halbwissen rausgepackt hast am Anfang. Aber ganz klar erkennbar dass das Eisen ist total verrückt. Total verrückt und so war es um genau zu sein Eisen-Nickel-Metall. Also die fallen tatsächlich so vom Himmel? Verrückt ohne... also okay wow Jetzt haben wir noch einen, der ist ganz flach, breit und lang.

Aber er ist schon bearbeitet. Der ist rauspoliert oder? Genau! Da ist eine Scheibe von dem großen Stück abgeschnitten worden. Die ist ungefähr ein Zentimeter dick. Und der enthält so große Silikatkörner in einer Eisennickel-Metallmatrix. So nennt man das. Der ist nämlich längst durchschnitten und aufpoliert, und jetzt sieht man aber ganz klar das glänzende Metall wie eine Eisenklinge vor mir mich an reflektieren.

Aha, verrückt! Okay. Das heißt also die Einstiegsfrage war ja, die ich jetzt gerade an dich gestellt habe wie unterscheidet sich so ein Meteorit von einem Stein den nicht draußen auf einem Welt finden kann? Also wenn die ganz frisch gefallen sind und das sieht man halt an dem ersten Stück was du beschrieben hast, was so würfelförmig vier mal vier Zentimeter ungefähr ist... Die sind außen schwarz, dass passiert beim Durchtritt durch die Erdatmosphäre, dann entsteht diese Schmelzgroße.

Also das ist ein bisschen ... vielleicht räumen wir heute auch mit Irrglauben ein bisschen auf. Wir theoretisch melzen nicht komplett auf viele Menschenklauben, dass es komplett geschmolzene Objekte sind, die dann unten am Boden landen. Das stimmt nicht. an den Stücken, sieht man das ganz gut! Die entwickeln beim Durchtritt durch die Erdeatmosphere wenn sie ja auf dem Weltall, auf unsere Erdatmostiere treffen und dann am Boden Landen.

Diese Schmelzkroße Einige zehner Mikrometer bis vielleicht eins, zwei Millimeter maximal groß und innen drinnen sind die Stücke so ursprünglich wie sie entstanden sind. Das sieht man hier gibt es eine kleine Bruchkante und inn. drin sind die hellgraue. Aha das ist verrückt. also die schmeitzen gar nicht komplett?

Genau nein! Und deswegen... Aber meine Vorstellung jetzt wieder mein halbesen gleich weil ich bin ein gutes Beispiel dafür. Ich würde mir denken okay ich habe den jetzt vormitliegen recht schwer aber wie gesagt vier mal vier Zentimeter Ja, wir haben gedacht okay der ist wahrscheinlich dann vierzig Zentimeter groß gewesen bevor er in die Erdatmosphäre eingeladen wird.

Oder noch größer? Also wirklich! Ja ja gut. Also das meiste verglüht tatsächlich wenn es auf die Erddatmosphere trifft durch die Reibung mit den Luftmolekülen Das allermeiste vergrüht was so auf uns herab regnet sozusagen aus dem Weltall. und nun Bruchteil schafft's tatsächlich auch die Erdoberfläche.

Und auch erst dann werden die Objekte als Meteorit bezeichnet. Das Objekt hat vorher einen anderen, also ein und dasselbe Objekt je nachdem wo es sich befindet hatten dann andere Bezeichnungen ist ganz interessant. Also im Weltall sind das Asteroiden oder Chrometen von denen wird vielleicht durch Kollision ein Stück abgespringt und kommt in das Gravitationsfeld der Erde.

und dieses Objekt was sich der Erde nähert wird als Meteoroid mit OID bezeichnet Und das wir dann sehen in der Erdatmosphäre, diese Leuchterscheinung ist eigentlich ein Meteor. Das ist nicht dass das Objekt selber leuchtet sondern es kommt zur Ionisierung der Luftmoleküle die anfangen zu leuchten. Es ist teilweise das Objektselber aber auch die Lufthülle drum herum und erst wenn das landet wird das tatsächlich als Meteorit bezeichnet auf der Erde Und wird auch danach benannt, wo es landet.

Also eigentlich nach der nächsten Postlei-Zahl. deswegen haben Meteorite ganz merkwürdige Namen oft... Wie zum Beispiel? ...Milbilili, Canyon Diablo, Happy Canyon oder Mauerkirchen oder Haakmeteorit. In McPom gab's den Ribbeck meteorit in Deutschland gefallen, ja. Also jetzt reiner Schuss ins Blaue. Okay das heißt also eigentlich vier verschiedene Bezeichnungen?

Ja für ein und dasselbe... Zuerst Asteroid. wenn es draußen herum cruised ohne jetzt irgendwo in eine Atmosphäre einzutreten dann wenn sie in die Atmosphere eintritt wird sie meteorit. Genau, Meteorit. Dann sieht man die Leuchterscheidung als Meteor und dann ist es der Meteoritt. Wenn wir Glück haben überlebt ein Bruchthalf von diesem eintretenden Objekt und dann wird er hoffentlich als Meteorit gefunden.

Die Stücke, die ich vor uns habe eben ... Ich sehe schon, die haben wahrscheinlich unterschiedliche Zusammensetzungen? Genau, meteorite können ganz unterschiedlich sein! Typisch sind Meteorite, also wie gesagt erst mal erkennt man die daran, die haben diese schwarze Schmelzgroße und sind relativ schwer.

Das liegt an dem Eisen-Nickel-Metall was die allermeisten Meteoriten enthalten nicht alle. Aber das ist so ein typischer Meteorit. auf jeden Fall enthält Eisen-nickelmetall. deswegen sind hier am linehöhere Dichte. Das sind schonmal die ersten Hinweise. wenn man eine kleine Ecke abtrennt abschlägt oder dann absägt sieht man diese helle meistens hellgraue Metallmatrik oder Silikatmatriks drin.

Da wissen wir schon eindeutig, das ist ein Meteorit. Also oft können wir schon im Handstück so heißt dieses Objekt entscheiden es ist ein meteorit oder nicht? Wir bekommen auch viele Anfragen und zu achtzig Prozent können schon am Handstück erkennen von Fotos, wenn die gut genug sind. Ob sich um den Meteoriten handelt oder ein Pseudon-Meteorit oder von uns liebevoll auch Meteorong genannt.

Wir bekommen sehr viele Anfragen. ja wir haben gute Meteorongsammlungen auch schon aufgebaut Ja aber es gibt eben Unterschiede zwischen einzelnen Meteoritengruppen und Eisenmeteurite sind zum Beispiel von allen Meteoritten die wir auf der Erde haben nur Nicht ganz zwei Prozent. Aber das, was in den Medien oft vermittelt wird sind die großen Eisentrummer, ja?

Die großen Eisenmeteorite einfach weil sie sehr wahrscheinlicher den Durchtritt durch die Erdatmosphäre überleben und damit auch oft sehr groß sind. also die größten Meteoriten, die wir auf der Erde haben, sind tatsächlich Eisenmeterite. Der allergrößte intakte Masse ist Namibia, der Hobermeterit, der ist über sechzig Tonnen.

Da wurde wie so eine Art Amphitheater drum rumgebaut. Und ja, das spektakuläre ... Sechzig Tonnen! In Argentinien gibt's Campo de Ciello und da wurden über die Jahrzehnte mehrmals um die dreißig Tonnen Objekte gefunden und mittlerweile sind es über hundertdreißig tonnen in Gesamtmasse. also da gibt's unglaubliche Fallgegebenheiten aus der Vergangenheit wo einfach so große Stücke auf die Erde getroffen sind.

Spannend auch, dass wir da so fasziniert sind davon und auch so fassinierend ist diese Dinge in der Hand zu halten. In dem Moment, wo sie natürlich auf die Erde einschlagen, sind sie weniger fasziniert vielleicht auch aber eher... Die haben ja tatsächlich den Lauf der Geschichte oder der Weltgeschichte geprägt.

Tatsächlich! Ja also eben das größte Event dem wir eigentlich zu verdanken sind, weil ohne das gäbe es uns wahrscheinlich nicht. Das Aussterben der Dinosaurier. vor sechzig Millionen Jahren ist dann auf der Halbinsel Yucatan Mexiko eben so ein großer Meteoroid eingeschlagen und hat den Schicksulup-Kratter generiert und das hat zur weltweiten katastrophalen klimatischen Auswirkungen gefolgt und letztlich zum Aussterbem der meisten Arten Auch der Dinosaurier.

Und nur wenige Arten haben überlegt und von da hat sich die Biosphäre, auch das Leben wieder neu entwickeln können. Das heißt also ohne diesen Meteoriten wird die Welt natürlich heute komplett anders sein? Ja, die Welt ne andere ja! Tatsächlich glaubst du dass es den Menschen noch nicht geben wird? Ich weiß nicht.

vielleicht hätte sich irgendeinen Strang des Lebens an irgendeiner Stelle auch so entwickeln. Boah, da gibt's so viele Möglichkeiten wie sich Leben hätte weiterentwickeln können. Schwer vorher zu sagen... Aber mal wieder zurück zu den Meteoriten! Was ist dein Lieblingsmeteori? Das bekomme ich immer wieder als Frage.

Da ist es eine schwere Frage. Im Moment würde ich ... Es ändert sich immer nach meinem wissenschaftlichen Interesse was auch immer neu sortiert und ändert. Im Moment würde ich sagen, der Merchison Meteorit. Das ist ein so genanter Kohligerkontritt. Der sieht schier aus! Ein verkohltes Schwarzstück und auch die Matrix ist schwarz.

Wie groß ist er? Davon gibt es mehrere Kilogramm. ein faustgroßes Stück und kleinere Fragmente am Museum. Sehr wertvoll, deswegen habe ich das heute nicht mitgebracht. Aber der enthält ganz fantastische Sachen wie zum Beispiel Organik. Alle DNA-Bausteine wurden in diesem Meteorit nachgewiesen. Und dann geht es natürlich um die Frage nach der Entstehung des Lebens.

Der enthält die ersten Kondensate aus dem Solarnäbel. Die werden CRIs genannt, Calcium Aluminiumreiche einschlüsse. relativ unförmige Objekte, die hat man lange übersehen. Die sind erst seit den nachtziger Jahren bekannt und definieren sozusagen den Ankerpunkt für die Entstehung der festen Materie im Sonnensystem.

Und das ist da drinnen enthalten! Und auch sogenannte präsolare Körner. Das sind Körne bei Supernova-Explosionen und bei der Explosion von großen Sternen, die heißen AGB-Sterne also Asymptotic Giant Brand Sterne. Wenn die sterben, blasen sie Gas und Staub heraus, ja. Und davon ist auch Material in unser Sonnensystem gelangt.

Diese Körner haben das überlebt. Die sind in einigen wenigen Meteoriten noch enthalten. Und Presola heißt die gab es schon vor unserem Sonnesthemen. Es gab vor ein paar Jahren die erste Datierung, die die auf sieben Milliarden Jahre datiert haben. Also diese Weitelter als unser eigenes Sonnsystem. Nahe, also in kosmischer Nachbarschaft nahe Supernova-Explosion durch zu uns her reingetragen worden.

Mit radioaktiven Elementes gibt es verschiedene Möglichkeiten. da gibt's kurz und langlebige Radionoklide. ideal verkam man das kombinieren und bei kurzlebigen misst man die Tochterisotope, also das was zerfallen ist durch den radioaktiven Zerfall. Und man kennt die Zerfallskonstante ja? Und kann damit mit dem Zerfaltsprodukt und der Zerfalskonstannte das Alter zurückrechnen.

Das heißt es gibt diese halbwertszeit richtig und dann weiß ich ganz genau wie viel. Wie viel ist nach einer gewissen Zeit entstanden? Und das, was ich messe tatsächlich. Anteilmäßig kann ich dann zurückrechnen. Dann lande ich plötzlich irgendwann bei sieben Milliarden Jahren. Aber wie geht mir eigentlich damit um?

und dass man immer mit solchen Zeitzfenstern zu tun hat? Man stumpft ab! Tatsächlich also ich denke viel in diesen großen Zeiträumen. Ja für mich sind ein paar tausend Jahre paar hundert Millionen jahre schon relativ geologisch betrachtet ist. Also das wird dann spannend, wenn wir über größere planetare Körper nachdenken wie den Mars beispielsweise.

da geht es schon um Zeiträume, um hunderte Millionen Jahre wo halt auch noch geologische Aktivität war, wo Magmatismus geherrscht hat, wo auch Gesteine entstanden sind und deswegen sind Marsmeteorite auch viel jünger geologisch kürzeren Zeiträumen. Aber wenn ich über die Entstehungszeit des Sonnensystems nachdenke, bin ich bei Vier- und halben Milliarden Jahren bei diesen CHIs, bei diesen Einschlüssen oder Präsularenkörnern sozusagen die Urmatterie, dass es die ersten Körner sich überhaupt bilden können, wenn Gas kondensiert.

Also bei Sternentstehungen bin ich dort ganz schnell. Was vorstattest du aktuell? Aktuell verschiedene Sachen! Ich bin in einem Projekt involviert, wo es tatsächlich über den lokalen Meteoritenfall in Österreich gibt. Auch in Österreich. Wir haben Meteorite hier bei uns. Es gibt zehn österreichische Meteoriter.

Da bin ich natürlich mit involvierten. Ich untersuche Aksessorien. Das sind Minerale die in kleinen Gemengenanteilen in Meteoritten vorkommen. Phosphate zum Beispiel das hat man vielleicht schon mal gehört. zur Kohn Hat man vielleicht schon mal gehört, das ist ein sehr robustes Mineral. Zirconia gibt es als Schmuckstein beispielsweise aber Zircone ist Silikat also eine Strukturformel von Mineralen noch Silizium mit enthalten und das sind sehr robuste Mineralen.

Es kommt auch in wenigen Meteoriten vor und das eignet sich halt hervorragend für Alterssatierung. Genau da bin ich eben speziell auf der Suche nach diesen accessorischen. Mineraln beschreibt die, in welchen Meteoriten kommen die vor? Wie kommen sie vor und wie sind die chemisch zusammengesetzt. Und dann geht die Analytik noch weiter, isotopen-chemisch... Was kann ich daraus herauslesen?

Also wie sind diese entstanden? Wann ist dieses Gestein entstanden? was ist auf dem Mutterkörper oder auf dem Ursprungskörper von diesem Meteorit passiert? Gab es da Kollision? mehrfach Kollision war das Stück lange an der Oberfläche der kosmischen Strahlung, galaktischen kosmische Strahlungen ausgesetzt.

Also sowas kann man aus diesen Strukturen der Minerale herauslesen und das ist ganz spannend. Also zuerst gibt es aber natürlich wenn wir jetzt kurz zu diesen aktuellen Fällen gehen, wenn du sagst es gibt zehn österreichische aktuelle Meteorite? Was bedeutet das also? wie passiert dass jemand ruft an bei euch und sagt hey ich habe was gefunden mir ist fast auf den Kopf gefahren Genau, dann gehen wir den nach.

Dann geht's dir danach. und aber sind das oft nur Mutmaßungen? Und ihr müsst diese Dinge suchen. oder bringen die Leute tatsächlich die Steine zu? Sowohl als auch! Kannst du noch mal über das, dass ich ja auch etwas zu erzählen habe? Ich ziehe nun nebenbei immer die Handschuhe aus. eigentlich brauchen wir jetzt nicht für die Stücke.

Wir unterscheiden Fälle und Funde. Wir tun uns natürlich einfach, wenn es ein beobachter Meteoritenfall ist. Weil heutzutage auch Kameranetzwerke, Teleskope und Kameraneszwerke uns helfen das einzugrenzen. Und die Häufungen der Beobachtung grenzt dieses Gebiet ein bzw. bestätigt ob es tatsächlich dieser Feuerball oder diese Feuerkugel eben zu einem Stück bis auf den Erdboden überhaupt geschafft haben könnte.

Wenn du sagst so, weil das interessiert mich gerade. Das heißt es gibt ein Netzwerk an Video und Teleskop? Telegruppen, die permanent unseren Himmel überwachen. Wo stehen sie? Ja ja genau! Es gibt zum Beispiel das europäische Feuerkugelnetzwerk. Die haben eigene Kameras auf den Dächern von verschiedenen Institutionen oder auch im Feld flächendeckend installiert sind und die blicken in dem Himmel Auf dem Museum selber auch zwei Kameras.

Wir sind an zwei verschiedene Kameranetzwerke, das FRIPON-Netzwerk und Old Sky Seven Netzwerk. Das wurde von Amateurastromomen gestartet und ist europaweit mittlerweile verteilt. Und die Kameras sind halt Weitwinkelkameras, die eine gewisse Fläche abdecken so ein paar Hundert Kilometer. Wenn man sie gut positioniert kann man halt landesflächendeckend den Nachhimmel observieren Nachts wie Teleskope herrschauen, sondern auch tagsüber.

Und die nehmen diese Leuchttwurren auf... aber damit ist ja noch nicht zu Ende! Weil diese Leuchtphänomene sind in zwanzig Kilometer Höhe also Flugzeuge fliegen vielleicht so auf zehn elf Kilometer höre und es ist doppelt so hoch und die Leute wenn sie Beobachtungen machen kommen oft. ich habe diese Leuschburg gesehen dass es auf dem und den Feld dort hinten muss das gelandet sein.

Aber diese Objekte treten mit Geschwindigkeiten von typischerweise zehn bis zwanzig Kilometer pro Sekunde ein. Also man unterschätzt, wie weit die noch fliegen also hunderte Kilometer und da helfen uns eben diese Kameraaufnahmen. wenn man mindestens drei hat kann man triangulieren und berechnen ungefähr die Fallelipse wo das Objekt heruntergekommen sein kann Und ab einer gewissen Höhe setzen natürlich auch Wetterphänomene ein.

Wind und Wetter können so einen Objekt, wenn das weit genug abgebremst ist und einem freien Fall am Ende fällt noch vertriften um einige zehn Kilometer oder vielleicht hundert Kilometer nach. Da braucht es gute Berechnungsprogramme und möglichst genau Beobachtungen, um dieses Fallgebiet einzuschränken weil das in unseren Breiten schwierig was zu finden.

Also nichtsdestotrotz, also es wird immer mal wieder was gefunden. Ja aber da sind dann Leute die die ganze Zeit... ich bin natürlich kein Wissen und bin naiv, aber da gibt's dann Leute der die ganzezeit diese Feeds anschauen. oder wie wird das dann schon? Die Kameras lösen automatisch auf wenn eine Leuchspur erfasst wird, die schneller ist als... Ah wow!

ein Flugzeug oder irgendwas, eine Rakete oder irgendetwas vorbeifliegt. Also die erkennt das und dem Automatisch dann in der Sequenz diese Leuchtspur auf. Und dann geht bei euch im Museum gibt es dann so eine große rote Lampe? Haha nicht bei uns aber in anderen Instituten schon ja zum Beispiel. Dann wird da sofort die Notfallschaufel ausgepackt und jetzt gehen wir... Jetzt geht's los!

Genau und im Idealfall bekommen auch wir zuerst die Informationen Und haben die Möglichkeit, diese Objekte dann tatsächlich zu suchen und so finden für die Sammlung. Weil natürlich viele Leute auch Business draus machen und Geld verdienen wollen und einfach mit den Meteoriten auch handeln und das suchen und verkaufen.

Manchmal kommt drauf an wo. es gibt in verschiedenen Ländern verschiedene Gesetzgebungen und Regelungen dafür. Das ist nicht überall gleich auch innerhalb eines Landes. Unbedingt gleich. Wie sie sind in Deutschland und in Österreich? Ja, graubereich! Es gibt eben keine genaue Gesetzgebung. Normalerweise gehört das dem Finder aber in Deutschland eben je nach Bundesland ist auch unterschiedlich.

Das heißt da gibt es tatsächlich dann so eine gewisse Form von Konkurrenz die dann auch entsteht. Absolut. Dieses Ding als erster Einteckung. Ja absolut, es gibt den Rush-Standard drauf. Und es wird auch richtig ein Meteorite Hunter bezeichnet um manche machen das hauptberuflich. Also es gibt tatsächlich Meteoritenhunter, die kauberuflich auf der ganzen Welt wahrscheinlich herumfahren und versuchen diese Dinge in Besitz zu nehmen.

Und dann an Museen weiterzuverkaufen? Genau oder einfach auf dem Privatmarkt. also es gibt viele die auch privat sammeln. das ist ein bisschen problematisch tatsächlich weil dieser Objekte dann oft für die Wissenschaft verloren gehen. also für mich als Kuratorin am Museum Es ist sehr traurig, wenn diese Stücke zwar schön anzuschauen in privaten Vitrinen landen aber eben nicht beforst werden können und nicht in der breiten Masse zugänglich gemacht werden können.

Das ist schade weil mit jedem Stück können wir so ein Puzzlesteinchen hinzufügen über das Verständnis wie unser Sonnensystem und letztlich die Erde und wir auch entstanden sind. Das ist dann immer so ein bisschen die Gratwanderung mit den Meteoriten Dealern und Huntern, diese Stücke zu beschreiben. Und Fragmente davon auch für Museen und andere Forschungseinrichtungen zu bekommen.

Diese Stücke werden eigentlich erst... bekommen den Wert, wenn diese Meteorite auch klassifiziert sind. Wenn wir genau bestimmt haben was ist das und wo ein Stück als Repositorium in einem Museum oder Forschungsinstitut behalten wird für zukünftige Forschung und als Belegstück? Und dafür gibt es einen Nomenklatur-Komitee die das dann prüfen.

also ist ein Konsortium von Wissenschaftlerinnen weltweit bei denen man so einen Vorschlag einreicht, wenn man was gefunden hat und die genehmigen das dann. Also man muss gewisse Angaben zu dem Objekt machen, physikalischer Angaben, chemische Angaben-, Mineralzusammensetzung, das Stück einfach beschreiben, möglichst Lokalität finden, wenn es im Beobachter Fall ist diese Dokumentation mitbelegen und erst dann wird das Stück offiziell klassifiziert und dann kann das auch veröffentlicht werden.

Und damit auch auf dem Markt verkauft werden, aber wir sprechen davon welchen so entsprechen wieder? Das ist immer die Frage ganz unterschiedlich. also man glaubt immer meteorite sind viel mehr wert als gold platinen andere super seltene elementen die wir auf der Erde haben Stimmt nicht immer. Also von diesen gewöhnlichen Kontritten, die heißen Gewöhnlich weil einfach von den ungefähr achtzigtausend Meteoriten, die wir haben weltweit in der Sammlung plus ungefähr nochmal sechs bis sieben tausend provisorische, die noch nicht ganz geprüft sind aber auf dem Weg dorthin sind sechsohn achtzig Prozent von diesem gewöhnlichem Kontriten.

das heißt die gibt es massenhaft. davon gibt's Tonnen vom Material und wenn die nicht unbedingt mit einer Fall Berichterstattung verknüpft werden können, hat das keinen riesen Marktwert. Also solche Stücke kann man im Internet kaufen für zehn Euro? Zwarzig, dreißig, vierzig Euro? Das heißt also die Geschichte, die Entdeckungsgeschichte an sich hat dann schon auch einen Wert?

Die hat den Wert tatsächlich. und wie selten dieser Typ von Meteorid ist. Wir haben vorher diese polierte Scheibe, wo die Körner drin sind. Das ist ein so genanter Palasit, also ein Stein-Eisen-Methiods und eine Mixtur aus Silikat und metallischem Matrix. Und die sind sehr selten ... Also vielleicht nur fünf Prozent aller Methiorete sind diese Palasite und sie sind einfach auch sehr schön anzuschauen.

Damit steigt der Marktwert. oder wenn bei uns in Österreich was fällt, was beobachtet wurde hat das natürlich einen Wert, der anders ist als irgendein Objekt, was in einer Wüste gefunden wurde. Da findet man übrigens die meisten entwüchsten Gebieten. Warum? Weil der Fall weich ist, bei diesen Eisenmethoriten denke ich mir halt, dass wir heutzutage sehr gut auch mit den Eisendetektoren Metalldirektoren machen.

manche, ja? Metalldirektor finden kann. Da wird aber auch viel übersehen tatsächlich. Aha wirklich! Nicht alle Meteorite sind metallisch... Da denkt man okay da findet man wahrscheinlich dann auch Dinge die schon sehr lange irgendwo liegen weil du mit dem ihr quasi in den Untergrund schauen kannst. warum in der Wüste?

Weil sie einfach dann herumliegen und nicht von irgendeiner Vegetation verdeckt werden. Also, die allermeisten Meteorite werden in der Antarktis gefunden oder auch in Trockenwüssen. Sahragebiete... Das ist kein immer gut verstanden, da gibt es sogar Kontraste dann. Richtig! Genau. Aber wir werden sie dann auch von, kann man die über Satelliten finden?

Ja mittlerweile ... Dronen, tatsächlich. Also es werden Drohnen auch die KI da drauf trainiert. in Australien funktioniert das zum Beispiel auch im Outback. Auch in der DAKT ist es kommt tatsächlich. Ja Es kommt auf den Untergrund darauf an. wenn man natürlich Eis und Gletscher hat dann heben sich diese schwarzen Meteoriten Natürlich auf Kilometer Entfernung optisch schon vom untergrund ab.

Und in der Antarktis haben wir noch dazu diese Gletscherbewegung, Eisbewegungen und Gebirgsketten. Wo das Eis sich da nach oben drückt... Akkumuliert, also sammelt sich das Material über die Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende tatsächlich an. Und da treten vermehrte Meteorite dann an die Oberfläche und werden aufgesammelt.

Deswegen ist die größte Sammlung weltweit auch die antarktische Meteoriten sammeln. Aber sie werden in Wüstengebieten gesucht aber auch bei uns. ab und zu findet man was. Ist es so viel, fällt dir so viel vom Himmel? Du hast gerade gesagt, es gibt zehn aktuelle Fälle. Wie oft fällt irgendwas in Deutschland oder Österreich-Schweiz?

Weil das sind die Leute, in Österreich sind nicht nur aktuelle, es sind historische Fälle. Also der älteste ist Mauerkirchen mittleres achtzehntes Jahrhundert. bis jetzt also die letzten beiden ein Fall und einen Fund sind von zwei tausend vierundzwanzig in Österreich. da sind wir ganz froh dass da überhaupt vor allen Dingen der fund ja das ist entkernten auf einem Werk gefunden, war das fantastisch.

Also das kommt vor nicht so häufig aber dass man jemand sehr ein bisschen geschultes Auge hatte dafür... Da haben nicht die Kameras ausgelöst? Nein! Das waren Zufallsfund. und wir haben drei Funde in Österreich und die anderen sieben sind beobachtete Fälle oder wo wir zumindest Zeugnisse haben Dokumente ja Beobachtungsbeschreibung dafür genau.

und in Deutschland gibt es Der Koblenz-Meteorit ist im März oder im Februar. Im Februar, glaube ich, gefallen. Neunundfünfzig Meteorite die offiziell klassifiziert wurden. In was für ein Zeitraum? Oh, wo sind denn die letzten paar hundert Jahre also soweit wie die Dokumentationen... Die liegen aber vielleicht unter Umständen schon länger, die können schon tausende von Jahren dort liegen.

Was ich verstehen muss nämlich eben weil du gesagt hast das ist ein komplett anderen zeitlichen Rahmen in dem du denkst wenn du sagst aktuelle Fälle eben. Ich muss jetzt mal irgendwie verstehen und ich glaube dass es das was wir irgendwie rausfinden müssen ist wie oft also aktuelles für mich sagen wir pro Jahr gibt's.

also wenn es einen meteoriten einschlag pro jahr gibt in österreich dann ist Super, oder wie? Das wär super. Hat's leider nicht... Ja also wir reden da über eine Fallstatistik und wir sprechen in der Fahrsprache auch von einem Influx von dem extraterrestrischen Material und dann gibt es eine gewisse Statistik.

Influtz- und extraterrestrischem Material. Es ist so eine gewissen Statistikt die wir erfassen können. Also das meiste was auf uns so herabregnet ist im Formen von Staub und kleineren Mikro-Meteoriten. Dafür habe ich dir ja auch etwas mitgebracht. Wenn du nicht drauf hast, am Rand anfassen. Und schau mal drauf da sind kleine Kölner.

Ich kriege jetzt gerade so ein Glasscheibe die mir das Mikroskop legt und das sehe ich schon darauf zum Glück im Aprilen aufgesetzt heute. Das sehe ich auch schon darauf dass da drei vier Mikromethoriten daraus sind. Richtig! Genau. Und jeweils mit einem Größe bis auf von Schätzungsweise vierzehn Mikrometer.

Also die sind so im größten Bereich zwischen zweihundert und vierhundert Mikrometer. Wenn man sich das vorstellt, ein Haar von uns hat vielleicht je nach Haardicke so zwanzig Mikromete oder sowas. Genau also ungefähr das Zehnfache davon. Sie sind gerade noch als Körner erkennbar. Man schätzt aber eine grobe Schätzung dass pro Jahr rieselt ungefähr einen bis zwei Mikrometerite?

Pro Jahr, pro Quadratmeter auf uns herab. Die findet man dann wahrscheinlich auch sehr oft in der Aktis? Überall! Aber auch dann auf Dächern... Richtig ich habe die selber auch schon gesucht. Auf dem Dach vom Museum hab' ich selber welche gefunden. ja aber das heißt wie alle alle die jetzt zuhören können auf ein Dach steigen und Mikro mit uns.

Theoretisch und aufpassen wenn ihr aufs dach geht Ja, also nicht jedes Dach eignet sich dafür. Also sehr steile Dächer oder Dächern die mit Kupfer oder so eingedeckt sind, eignen sich nicht besonders gut. Die meisten Mikrometheorite sind wie Kontritte leicht magnetisch weil sie eben einen metallischen Anteil haben.

So kann man die unterscheiden von anderen Staubn. Urbahnen, also bevölkerten Gebiet ist es sehr schwer und aufwendig. Die von einem ganzen anthropologischen Körnchen und alles was sonst bei uns herunterwählt. Also Sahara-Staub. Sachen die von Löt und Schweiß arbeiten. Auf dem Dach landen Straßenabriebes.

Es landet alles auf den Dächern. Je mehr Remote abseits von den Städten ... Die Sammelstädte sind das so besser? Oder, dass du hörst die Wahrscheinlichkeit, dass man tatsächlich diese Körnchen auch unterscheidet von dem was sonst aus unserer Umgebung auf den Dächern landet. Also mein Schätz zu ungefähr hundert Tonnen pro Tag, die auf uns herab bringen werden.

Weltweit. Also weltweit. also alle paar Mikrosekunden landet eigentlich so ein Staubteilchen auf uns. Alle paar Sekunden so'n Mikrometheorit würde ich sagen Ein einmetergroßes Objekt, jetzt sind wir schon exponentiell größer. Ist vielleicht ein bis zwei pro Jahr aber das heißt nicht dass die dann auch unten ankommen weil das meiste verglüht tatsächlich durch die Reibung und so große katastrophale Events.

ich kann beruhigt schlafen. alle Zehner bis hundert Millionen Jahre also sowas wie Schicksal rein statistisch passiert alle Hundert Millionen jahre. Also wir brauchen uns nicht für euch denn. Ja, das Ding ist halt immer... Wir wissen nicht wann? Oh ja! Mittlerweile in diesen Hunderten. Ja doch auch da verbessert sich die Wissenschaft eben.

was man heute die Astronomen mit großen starken Teleskopen aufnehmen können ist dass sie unsere kosmische Nachbarschaft observieren und man kennt Asteroide die der Erde relativ nahe kommen oder Bahnen kreuzen könnten, die werden als nahe Erdoobjekte und Potential Hazards Objekte bezeichnet. Und die werden getrackt also von denen weiß man den Orbit und es werden immer mehr entdeckt.

Also in den achtziger Jahren kannte man genau dreiundvierzig habe ich erst nachgeschaut. Dreiundvierzig Nahrerdoobjekt mittlerweile sind Da habe ich jetzt im April von einem News gehört, die haben elftausend neue Astoriden und davon dreientreißig neue von diesen erdnahen Objekten observiert. Also ... Die Beobachtungen werden immer feiner, immer besser.

Wir erkennen nicht nur Objekte, die Kilometer größer haben sondern eben auch die kleineren, eher gefährlich werden können für die Erde, weil es einfach davon mehr gibt und die schneller auf Kollisionskurs geraten können miteinander und mit der Erde. Die vielleicht ein paar hundert Meter groß sind von denen kennen wir noch nicht so viele aber je besser wir beobachten können dass du mehr können wir abschätzen wie groß die Gefahren aus dem All sind.

Welche kennst du? Was ist die verrückteste Meteoriten Geschichte, die du kennst? Wach gute Frage! Verrückt im Sinne Ich weiß nicht, es gibt viele skurrile Dinge. Es gibt den Peakskill Meteorite hat in einem Auto was eigentlich schon kurz vor der Harvarie war eingeschlagen. das wurde letztlich an dem Museum verkauft, weil es natürlich einen super speziellen Wert hat.

Oder so genannte Hammersteine die bei den Leuten ins Dach einschlagen wie der Haag Meteorit der im Jahr zwei Tausend vierundzwanzig in Österreich, in Haag Niederösterreich in ein Dach eingeschlagen haben. Also das ist vielleicht nicht skurrierbar sehr selten und damit besonders... Wie sind die da draufgekommen dass wir Meteoriten am Dachboden haben?

Die Fallerscheinung wurde Dokumentiert. Und die haben das gehört tatsächlich auch, also ja es hat einen riesen Kraft gegeben. Gibt's irgendwelche Meteoriten, die sagen um Wogen sind? Also so dass man sagt wir wissen ungefähr, dass der dort eingeschlagen ist aber niemand hatten bis jetzt gefunden. Es gibt weltweit mehrere Locations wo wir Beobachtungen haben selbst bei uns in Kärnten Wo einfach noch nichts gefunden wurde sich theoretisch noch lohnt, was zu suchen.

Allerdings auch da ... Wir haben über Marktpreise gesprochen. Je frischer so ein Objekt gefunden wird und je frischer das ist, also ich gehe weniger, dass den Sauerstoff auf der Erde ausgesetzt ist und je weniger das oxidiert ist und dann verrostet, je früher. unter dem Strich des Materials, dass du wertvoller ist es auch.

Also wenn so ein Objekt jetzt länger liegt verliert das auch an Werten. Es ist trotzdem noch spannend und toll für die Wissenschaft. aber so die ganz sensiblen Informationen auch organik oder bestimmte Isotopensignaturen, die so wie Fingerabdrücke sind, die gendern verloren durch diese Oxidation. Und ja also damit... ist es dann vielleicht nicht mehr so reizvoll, in diesen Gebieten zu suchen.

Wo vor längerer Zeit schon was beobachtet war und wo etwas hätte landen können. Wo aber schlichtweg nichts gefunden wurde. Aber auch dann manchmal taucht in diesen Gebieten trotzdem was auf weil eben durch die Landwirtschaft irgendwie die Oberfläche bearbeitet wird und dann tauchten auf einmal so merkwürdige Objekte auf.

sehr oft sind das ... industrielle Schlackeprodukte, also die durch irgendeine Art von Verbrennungen und Schmelzprozessen kann auch historisch sein, prehistorische. Die da irgendwie landen auch im Wald und auf dem Felden. aber ab und zu kann auch meteorit tatsächlich auftauchen, gab es auch in Österreich schon.

Wenn ich jetzt ein Stein finde zum Beispiel auf einem Feld so wie du es gerade beschrieben hast Wie kann ich es leider jetzt erkennen, ob ich eine Meteorite gefunden habe oder nicht? So vielleicht. Wenn du ein Stück abgeschlagen hast von dem Objekt, wenn man innen die Gesteinsmatrix sieht dann erkennt man bei den allermeisten Meteoriten erst mal nicht nur das ist eben diese schwarze... größer hat, wenn es noch erhalten geblieben ist und auch nicht verwittert ist.

Und das ist relativ schwer in der Regel. Die meisten Meteorite enthalten eben nicht nur diese klänzig-metallischen kleinen Fragmente sondern solche Kügelchen. Wenn du dir das Objekt mal anschaust... Ich seh das gerade und zwar nämlich das Ding ist ganz feinkörnig! Also die Oberfläche innen, der ist auseinander geschnitten dieser Meteorit.

Das ist ganz kleinförmig. Interessanterweise jetzt wenn ich da draufschaue schaut es fast aus wie ein Sternenhimmel also so wie die Milchstraße. Ja das sind die klänzigen eisendicke Metallpartikel. Was was dann sich schon ein schöner philosophischer Konexister aber quasi ist ganz feinkönnlich. Das entsteht wahrscheinlich weil er vielleicht so verschmolzen Genau, weil diese kleinen Komponente miteinander verbacken eigentlich.

Und wenn du genau schaust siehst du so kleine Kügelchen ganz viele die heißen Condrenn und deswegen werden diese Meteorite auch als Chondrite bezeichnet und das sind Schmelzkügelchen. und die entstehen im Solarnebel. Aha wow! Ja also die sind auch vierenhalb Milliarden Jahre alt Und die sind kurz nach der Bildung der ersten Minerale der ersten Materie entstanden, so ein paar Millionen Jahre danach.

Das wissen wir heute durch sehr präzise Alterssatierung und diese Schmelzkügelchen gibt es in irdischen Gesteinen nicht mehr. Obwohl das die Bausteine der Erde sind, gibt's diese Textur terrestrischen Gestein, sagen wir irdischen Gesteinen nicht mehr. Das ist einfach nicht mehr erhalten geblieben. Weil die Bedingungen auf der Erde das nie mal zulassen?

Ja weil die Erde ein geologisch aktiver Planet ist und diese Grundbausteine wurden alle prozessiert. also sie sind aller wieder aufgeschmolzen. durch Platteaktur nicht durch Vulkanismus durch innere Hitze der Erde durch radioaktiven Zerfall Aufschmelzprozesse Erlöscht diese Textur und in Meteoriten ist das wie in Zeitkapseln noch erhalten geblieben.

Und wenn wir so was sehen, dieses Schmelzkügelchen wissen wir sofort, dass es ein Meteorit ist und kein irdisches Geschein. Wobei, das unterscheidet sich wahrscheinlich auch, aber die glatte weiche fast äußerliche Textur. Genau! Er soll wahrscheinlich auch relativ schwer sein. Schwer und vor allen Dingen nicht so blasig, wir bekommen oft Anfragen von Schlaggematerialen durch Hochöfen oder Schmelzprozessern entstandene künstlich, also durch Menschenhand erschaffen.

Da gibt es oft Ausgasungen, da gibt's Hohlräume drin, die sind sehr heterogen, da sieht man richtig schlieren drinnen. Man sieht kleine Bläschen dort drin... Das sind fast Ausschlusskriterien zur Bestimmung von den Meteoriten. Also die sind sehr dicht normalerweise, haben eine homogene Textur und eben besondere Bestandteile, die es uns ermöglichen das oft so in der Hand schon zu unterscheiden von den irdischen Gesteinen.

Wenn jemand jetzt spazieren geht ihm etwas auf den Kopf fällt und er überlebt, dann kann er sich bei dir melden. Dann kann er uns schreiben! Wir haben auf der Museumszeit eine Melde-Plattform wo wir Pseudometheorite uns anschauen. also fordern wir bestimmte Angaben zu den Objekten und Bilder und können daraufhin schon ne Erstbeurteilung vornehmen.

ist das interessant oder nicht? Was könnte das vielleicht sein? Bevor wir das Stück tatsächlich uns in die Hand nehmen und anschauen. Das geben wir alles in die Show notes, und gleichzeitig diese Videos, die man da sehen kann... Kann man die öffentlich? Sind sie öffentlich zugänglich? Also diese Videoüberwachungen von denen du gesprochen hast?

Es gibt Videos dazu! Aber dieses Netzwerk an sich das ist net open source Aber Auskass-Seven glaube ich schon. Also, ich glaube... Weil das wenn ich das nur finde werde, dass es nämlich auch in die Sprung muss geben. Weil das ist nämlich total interessant. Vielleicht gibt's ja die eine oder andere da draußen, die dann plötzlich das Bedürfnis hat mit Theoriten zu jagen und die dann natürlich ins Museum zu bringen weil dort können sie hin.

Super! Aber das sieht man auch wieder und das bin ich auch sehr spannend was das Museum eben auch an Ort der aktiven Forschung ist. Das vergesst ihr viele also ich vergesse das ja auch oft. aber natürlich gerade bei solchen Sachen ist es ja irgendwie nicht nur Lagerplatz und Ausstellungsort, sondern tatsächlich auch der Ort wo dann Forschung passiert.

Absolut! Wir haben Labore, Großgeräte mit denen wir diese Objekte detailliert untersuchen können. Du hast gesagt, dass sich dein ... natürlich der Zeitverständnis total verändert hat. Weil du die ganze Zeit nur in solchen Zeiträumen denkst. Gleichzeitig aber auch wird es dich als Menschen verändert seitdem du dich mit diesen Dingen beschäftigst?

Hat das wegen der Auswirkung auf dich? Ich im Universum. Na eigentlich nicht! Also jeder hat zu seinem Platz im Universums vielleicht am Anfang wenn man so eher fürchtigt die ersten Stücke in der Hand hat. Da fühlt man sich sehr klein und unbedeutend, aber ... Man ist ja trotzdem Teil des Ganzenen. Für mich ist eher diese Faszination, dass ich diese Stücke beforschen kann.

Und jedes einzelne Stück ist besonders in der Geschichte, was es erzählen kann, was uns an Informationen gibt für die Entstehung das Ganze um uns herum. Das finde ich besonders. Die extrem wissenschaftliche Abschlussfrage habe ich an dich. Glaubst du an außeredische? Also, ich glaube das ist irgendeine Form von Organikleben in dem Sinne im Universum gibt weil rein Statistisch es fast absurd zu behaupten dass es nicht irgendwo anders in einem anderen Galaxie und dort Sonnensystem auch zu einer Entwicklung ähnlich wieder Erde kommen kann.

also ja Ich glaube nicht dass vielleicht für uns erreichbar sein wird und dass sie mit uns zu angstläufig kommunizieren würden. Aber ich glaube es ist statistisch, rein statistisch gesehen wahrscheinlich das ist irgendwo eine Form von Organik leben wie auch immer das aussieht geben kann. Okay ja liebe Julia herzlichen Dank Deinen Besuch im Studio.

Vielen Dank für die Einladung, es hat mir viel Spaß gemacht. Super, danke sehr! Danke dafür dass du so viele Meteoriten mitgebracht hast. Gerne, das sehr gerne. Das war mein Gespräch mit Julia. Wenn Du bis jetzt zugehört hast dann bitte ich Dich auch eine Empfehlung in Deiner Podcasting App zu hinterlassen weil So wird der Podcast auch von anderen Menschen gefunden.

Ansonsten schaut vorbei auf www.imuseum.at. Wir haben die Webseite wirklich komplett umgestaltet und wir freuen uns, wenn du dort die neuen Dinge für dich selber entdeckst! Ansonst wünsche ich dir einen schönen Tag und alles Liebe bis zum nächsten Mal Euer Andreas.

Anmelden oder registrieren

Jetzt

0:00 / 0:00