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Shownotes
Hertha BSC gewinnt mit 1:0 bei Dynamo Dresden und feiert einen emotionalen Sieg. Doch die Begleitumstände waren durch heftige Fan-Ausschreitungen zwischen Anhängern beider Klubs dramatisch.
Wie man die Krawalle im Stadion erlebt hat? Und welche Konsequenzen aus dem Skandalspiel folgen könnten? Darüber sprechen die Morgenpost-Sportredakteure Paul Gorgas und Nelis Heidemann in der neuen Folge des „Immer Hertha“-Podcasts.
Außerdem geht’s um die klare Kante von Geschäftsführer Peter Görlich, die Rote Karte für Josip Brekalo, den spektakulären Siegtreffer von Marten Winkler und Herthas langsame Rückkehr ins Aufstiegsrennen.
Viel Spaß beim Reinhören.
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Frohe Ostern alle miteinander. Es ist das Fest der Wiederauferstehung und womöglich war dieses Wochenende auch die Auferstehung von Hertha BSC im Aufstiegsrennen. Wer hätte das gedacht? Zeichen und Wunder sahen wir geschehen, was nicht alles möglich ist im Fußball. Hallo und herzlich willkommen zu ImmerHärter und hallo und herzlich willkommen an den Kollegen Paul Gorgers. Grüß dich Paul.
Ja, grüß dich Nelis. Frohe Ostern an dieser Stelle natürlich auch von mir und die Wiederauferstehung, genau das gehört zu Ostern. Und das Aufstehen ist mir allerdings sehr schwer gefallen heute. Es war eine sehr kurze Nacht. Wir waren gemeinsam in Dresden, haben uns dann in der Nacht auf den Weg zurückgemacht und noch ein bisschen gearbeitet.
Und entsprechend kurz war der Schlaf. Wir hatten eine kurze Nacht. Nach einigen Vorfällen, die es gab, hatten wir auch auf der Autofahrt noch eine Menge aufzuarbeiten. Denn auch das gehört heute natürlich dazu. Wir könnten eine lange Podcast-Folge allein aus den sportlichen Ereignissen ausrechnen. Dieses Spiels drehen. Aber wir müssen leider, leider wieder über Fankrawalle und Fanausschreitungen reden.
Vorweg, wir nehmen diese Folge gerade ausnahmsweise schon am Sonntag auf. Es ist jetzt zum Zeitpunkt der Aufnahme kurz nach 17 Uhr. Deswegen, falls am Sonntagabend oder im Laufe des Montags noch neue Entwicklungen, neue Erkenntnisse auftreten, verzeiht uns, dass wir die jetzt noch nicht aufgreifen können in dieser Woche.
Wir erklären euch den Stand, wie er jetzt gerade zum jetzigen Zeitpunkt am frühen Sonntagabend ist. Wie haben wir die Szenen erlebt? Wir saßen gestern zu zweit im Pressebereich für die schreibende Presse im Rudolf-Habich-Stadion. Der war auf der gegenüberliegenden Seite des Gästeblocks, ganz oben unter dem Dach.
Wir hatten also im Grunde eine gute Sicht auf die Geschehnisse, auch wenn es natürlich weit entfernt war, aber wir waren hoch, hatten einen Überblick darauf. Kurz vor Anpfiff gab es die krasse Choreo der Dynamo-Fans mit dieser Blockfahne, wo sich dann alle unten drunter die Ponchos übergezogen hatten in dem Muster.
Und es war wirklich eine heftige Stimmung. Also es war wahnsinnig laut und es hätte wirklich ein richtig schöner, atmosphärischer Fußballabend werden können. Ja, und es war aber auch sehr respektvoll, fand ich, zu Beginn, weil es ja diese Gedenkminute gab für Hans-Jürgen Kreische und dann die Hertha-Fans auch gespiegengen hatten tatsächlich.
Und es war wirklich richtig still im Stadion. Das schafft man ja auch selten. Deswegen hatte ich da eigentlich schon die Hoffnung, dass das einigermaßen friedlich über die Bühne gehen würde, dieses Spiel. Und ja, dann gab es erstmal die große Pyro-Show. Das will ich jetzt gar nicht weit überwerten, weil es einfach natürlich immer wieder vorkommt und das eine müßige Diskussion ist an der Stelle.
Aber so weit, so normal lief es ja eigentlich auch. Das Spiel hat jetzt nicht so viel hergegeben, außer dass dann eben natürlich gleich Unterbrechung war durch die Pyro-Show auf beiden Seiten. Weil ja auch im Dynamo-Block einiges an Pyro abgebrannt wurde, Ja, aber dann hat das Spiel doch relativ schnell eine Wendung genommen bzw.
Ist in den Hintergrund getreten aufgrund der Ereignisse und die haben sich ein Stück weit abgezeichnet. Im Block haben wir jedenfalls von unserer Position aus verfolgen können, weil wir, wie du gesagt hast, die Geschehnisse sehr genau im Blick hatten. Genau, das Spiel war ja für fünf Minuten ungefähr unterbrochen und als es dann weiterging, hing der Rauch, der Nebel noch so ein bisschen drin im Stadion und da haben wir ja irgendwie schon festgestellt, dass irgendwas nicht stimmt im Hertha-Block.
Der organisierte Support war eingestellt und so die Fahnen waren irgendwie schon eingerollt und dann konnten wir eben beobachten, dass Hertha-Fans über die Banden sprangen und im Innenraum waren. Und da erstmal ihre Zaunfahren und sowas eingesammelt haben, also es wirkte wie jetzt Rückzug organisierte Abreise aufgrund irgendeines Vorfalls, so wirkt es auf mich in dem Moment, aber wie du gesagt hast.
Es ging irgendwas vor sich im Gästeblock. Genau, auch da, da gibt es ja auch Bilder von, kam es dann schon zu ersten Handgreiflichkeiten mit Dresdner Fans von den angrenzenden Blöcken und dann kamen eben Ultras aus dem K-Block der Dresdner rüber gestürmt, laut Polizei Dresden waren das rund 60 Leute, die da eben die Barrieren bewunderten und sind wirklich über den Platz rüber gesprintet und das alles in ihren Ponchos, also so eine Szene, das habe ich noch nie erlebt sowas.
Und dann gingen eben die heftigen Prügeleien, waren es los, dass der gegenseitige Beschuss mit Pyrotechnik, wo natürlich auch einfach Unbeteiligte gefährdet wurden und ist natürlich eigentlich selbstverständlich völlig klar, ist natürlich mit Nachdruck zu verurteilen. Ganz klar an der Stelle, das haben auch die offiziellen beider Vereine nachher getan, die Spieler.
Und ja, da wurde einfach wirklich eine Grenze überschritten. Ja, das war dann an dem Punkt völlig enthemmt. Das ist dann eben auch so, dass Grenzen überschritten werden, weil man sich das Stadion als ganz solches oder als Ganzes eben dann so zur Bühne für den eigenen Exzess ja irgendwie macht. Wir haben das ja im Hinspiel ja doch ähnlich erlebt.
Das war aber dann eineinhalb Stunden vorm Spiel. Da war das Stadion noch sehr leer, das Olympiastadion in dem Fall, in der Hinrunde. Da gab es auch so Jagdszenen auf dem Oberrang, aber auch da war die Polizei dann schnell zur Stelle. Nur jetzt, was das Ganze irgendwie nochmal verstärkt hat, fand ich, war, dass es eben während des Spiels war.
Das heißt, beide Mannschaften waren auf dem Rasen und dann eben plötzlich auch Fans und ganz offensichtlich gewaltbereite Fans, die dann im Innenraum unterwegs waren und auf dem Rasen und sich da gegenseitig versucht haben zu verprügeln, muss man ja sagen. Genau, die Pyrus sind geflogen. Da finde ich es dann auch unerheblich, gegen welche Gruppen das geht.
Also selbst wenn man sagt, die verabreden sich da, um irgendwas klären zu wollen, was ja eh schon jenseits von Gut und Böse an der Stelle dann eigentlich ist, dann auch dann ist es natürlich kein legitimes Mittel, irgendwie mit Pyros aufeinander zu schießen. Es war jetzt auf den Fotos erkennbar, fand ich, dass dieser Block, der direkt neben dem Hertha-Block liegt, jetzt auch nicht nur von Familien besetzt war, um es mal so auszudrücken, aber eben auch.
Also es ist eben auch gemischtes Publikum, was dann da einfach sitzt. Insofern ist das natürlich dann eine weitere Eskalationsstufe, wenn dann von Seiten der Hertha-Fans in dem Fall Bürogeschosse in diese Richtung abgefeuert werden oder geworfen werden. In dem Fall. Und ja, also das war einfach, wie gesagt, eine völlige Enthemmung dann an der Stelle und wir haben auch festgestellt, es dauert dann eben doch ein bisschen, bis die Polizei im Innenraum ist.
Also es ging bestimmt eine Minute, dass diese Scharmützel sich aufgebaut haben und auch wirklich ernsthaft Gewalt ausgetauscht wurde, bevor die Polizei dann zur Stelle war. Ja, ungebremst sind die beiden da sozusagen aufeinander geprallt und wirklich verstörende Szenen, wenn man das so miterlebt hat im Stadion und echt hautnah gesehen hat, das war wirklich, wirklich krass zu beobachten.
Dann kam die Polizei irgendwann durch den naheliegenden Stadioneingang sozusagen am Gästeblock und hat die Dresdner zurückgedrängt. Auch das waren ja wirklich Jagdszenen so, wie die Dresdner sofort und kehrt gemacht haben. Es gab Pfefferspray-Einsatz von der Polizei, der gut zu sehen war und die Dresdner sind zurück in ihren Block.
Die Polizei nimmt eine Formation ein auf den Platz, während Schiedsrichter Sven Jablonski, Gott sei Dank war ein sehr erfahrener Schiedsrichter, angesetzt, der normalerweise natürlich Bundesliga auch international pfeift, der hinterher von allen Beteiligten für den Umgang mit der Situation gelobt wurde.
Der sich vorbildlich verhalten hat und die Spieler in die Kabine geschickt hatte. Die Polizei nahm die Formation ein auf dem Rasen und im K-Block wird dann eine gestohlene Fahne der Ostkurve Berlin verbrannt. Erst enthüllt, dann verbrannt. Diese Rituale aus Ultrakreisen, das ist natürlich immer eine tiefere Wissenschaft, will ich fast sagen, dahinter, was Fahnenklau und all sowas angeht.
Und Herthas aktive Fanszene ist nach diesem Zusammenprall, diesem Zusammenstoß, hat es schon gesagt, alle Banner eingepackt und sind dann relativ geschlossen abgereist. Polizei Dresdenstraße sprach von 600 Hertha-Anhängern, die frühzeitig eben das Stadion verlassen haben und so war das wirklich eine beispiellose Gewaltszene, ein Gewaltexzess, den Menschen, ich, du, wir alle irgendwie auch auf der Presse-Tribüne-Kollegenkreise so noch nie erlebt haben.
Ne, das war absolut unwürdig insgesamt, was da passiert ist. Auch, dass es dann, ja, dann diese Spielchen zwischen den Ultra-Gruppierungen irgendwie weitergegangen sind mit dieser verbrannten Fahne und sowas und überhaupt, dass wir jetzt darüber sprechen und versuchen das nachzuvollziehen, obwohl wir eigentlich über ein Fußballspiel sprechen wollen und sollten.
Zeigt ja, finde ich, dass da einfach sich dann irgendwie die Schwerpunkte auch verschoben haben, dass, wie gesagt, dann auch einfach viel zu viel Aufmerksamkeit in diese Richtung schwappt, weil sie eben mit ja solchen brutalen Auftritten, muss man ja sagen, sich dann die Aufmerksamkeit auch an sich reißen, weil sie da irgendwie versuchen, ihren Kleinkrieg auszufechten, und wie gesagt, es ist ja kein Zufall mehr, dass es so eine Eskalation gibt.
Wie gesagt, das Hinspiel hatte die Vorgeschichte und wie gesagt, es gab glaube ich wirklich die Hoffnung, dass es einigermaßen friedlich über die Bühne gibt, dass sicher irgendwie dann verbale Scharmützel da ausgetauscht werden, das gehört ja irgendwo auch dazu. Aber wie es dann auch Dr. Peter Göhrlich hinterher gesagt hat, der Hertha-Geschäftsführer, die Grenzen wurden dann einfach mehrfach überschritten.
Also Fans im Innenraum, es war für ihn eine klare Grenzüberschreitung. Pyrotechnik in Richtung von Personen und Menschen zu werfen, ist natürlich eine andere und dann eben auch einfach diese Gewalt. Und insofern ist das wirklich so, wie es Stefan Leitl eigentlich auch gesagt hat, irgendwo eine große Enttäuschung oder sogar Schande für den deutschen Fußball, der sich ja insgesamt in einer sehr aufgeladenen und emotionalen Debatte um Stadionsicherheit bewegt, seit einigen Monaten jetzt schon.
Ja, Peter Görlich war schon in der Halbzeitpause bei Sky, auch zusammen mit dem Dresdner Kollegen, also das kann man glaube ich wirklich festhalten, ein sehr vorbildlicher, kommunikativer Auftritt von Herthas Geschäftsführer, der sich sofort hingestellt hat, sofort bereit war, das ganz klar zu verurteilen und sich ganz klar davon abzugrenzen.
Seine Rolle, du hast es angedeutet, er war wirklich als Vermittler unterwegs und jetzt musste er sich eben auch ganz klar davon abgrenzen. Hat auch die Fanszene kritisiert für dieses Verhalten und für diese Grenzüberschreitung. Es wird Dialoge geben, hat er angekündigt, wie, in welcher Form können wir natürlich immer nur schwer beurteilen.
Aber es wurde schon deutlich, dass da gestern so ein neues Level erreicht wurde in dem Sinne, in dieser Debatte. Dass das jetzt nicht mehr so richtig weitergeht auf dem Stand, wie es vorher mal war, sondern dass das schon einfach ein mehrfacher Tabubruch gestern war. Auch alle Spieler, mit denen wir gesprochen haben nachher, haben sich sehr klar dagegen positioniert, obwohl die natürlich irgendwie am wenigsten einschätzen konnten, was wirklich passiert ist.
Die waren da in der Kabine und haben natürlich das sportliche Spiel im Sinn und versuchen den Fokus zu halten, auch alles andere als eine leichte Aufgabe. Wir haben es ja in der ersten Halbzeit gesehen, dass das Spiel sportlich wirklich dünn war, was natürlich mit diesen Unterbrechungen zu erklären ist.
Was ich im Nachgang jetzt dieser Fan-Thematik wirklich noch bemerkenswert finde, ist, dass das öffentliche Echo, was wir jetzt gestern Abend schon verfolgt haben und vor allem heute im Verlauf des Sonntags, fast nur gegen Dynamo Dresden in die Richtung geht. Also teilweise stellen Medien das einfach nur so da, als ob die Dresdner von sich aus auf den Gästeblock zugelaufen wären und dann das Pyro da reingeschossen haben und es ist müßig zu sagen, wer angefangen hat oder wovon es ausging, aber Fakt ist, dass beide einfach beteiligt waren und das muss man wirklich klar so festhalten, dass das so eine beidseitige Eskalation war und dass es nicht nur von einer Seite ausging.
Ja und das hat glaube ich Hertha auch sehr schnell erkannt und wie du es gesagt hast, entsprechend gut hat dann auch Peter Göhrlich kommuniziert, dass er da gar nicht sich irgendwie allzu viele Türen offen gehalten hat, sondern ziemlich klar benannt hat, dass da auch beide Fanlager irgendwie beteiligt waren, beziehungsweise er da auch die eigene aktive Fanszene in die Pflicht bringt.
Genommen hat an der Stelle und letztlich muss man ja sagen, sprechen wir über alle deutsche Stadien und einen Großteil der aktiven Fanszenen im ganzen Land und dann ist es eben ehrlich gesagt auch egal, ob das jetzt Hertha oder Dresdner sind, weil, wenn sie sich da einer gemeinsamen Sache verschreiben, mutmaßlich, nämlich im Erhalt ihrer Fankultur, dann schaden sie eben durch solche Aktionen allen Fangruppierungen.
Und das ist ja alles auch einigermaßen komplex und schwer zu greifen, um was es da geht. Jetzt geht es gerade eher um Stadionverbotsrichtlinien, also irgendwie so ein sehr spezifisches Instrument dann aus diesem Gesamtkatalog, der da politisch diskutiert wird. Das ist sicher auch ein Problem, dass das alles so intransparent ist, dass man die ganze Zeit nur das Gefühl hat, es wird irgendwas diskutiert, aber man weiß nicht so richtig was, weil es eben keine echte Transparenz oder Durchsichtigkeit gibt, seitens der Politik vielleicht auch. Das ist ja ein Teil der Kritik der Fans.
Aber ich finde, man darf dabei auch nicht vergessen, dass es ja nicht darum geht, beim großen Thema Stadionsicherheit den Ultras irgendwie das perfekte Stadionerlebnis zu ermöglichen. Die sind ein wichtiger Teil der Stadionkultur und der Fankultur, das steht ja außer Frage, aber es sind ja nicht die einzigen Stadionbesucher und.
Es geht einfach nicht, dass, ich zitiere sie gerne wieder, Familien im Stadion sind und ein Fußballspiel gucken wollen und am Ende geht es darum, welche Ultragruppierungen sich irgendwelche Fahnen klauen oder mit Pyro aufeinander losgehen. Das kann ja nicht der Kern der Debatte sein, über den wir da sprechen.
Und dann das wiederum ist natürlich dann, genau wie es Peter Görlich sagt, Wasser auf die Mühlen von Politikern vielleicht auch oder von Hardlinern, wenn man sie so nennen möchte, die eben für Verschärfungen sind, was Richtlinien zur Stadionsicherheit angehen. Und ja, das ist einfach nur ein Währendienst dann an der Stelle und dann finde ich, muss man nicht mehr darauf verweisen, dass das irgendwie komplex ist und das eine vielleicht gar nicht so sehr mit dem anderen zusammenhängt und man das trennen muss, weil das einfach so plakativ ist, was da passiert, dass du es nicht getrennt bekommst und dann auch, wenn du das politisch irgendwie argumentieren willst in die eine oder andere Richtung.
Ja, dann bleibst du immer an solchen Ereignissen hängen, einfach weil das drastische Bilder sind, weil es eben auch einfach drastische Vorkommnisse waren. Ja, es ist auch ein anderes Thema natürlich als der Vorfall beim Spiel gegen Schalke 04, Weil da waren die Konfliktlager sozusagen Fans gegen Polizei und es ging um mögliche Polizeigewalt und die Fans und da wurde noch anders über die Fans gesprochen.
Es gab viele Menschen, die sich mit den Fans solidarisiert haben, auch wenn deutlich unklarer war, was eigentlich genau passiert war als in diesem Fall jetzt. Aber jetzt sind halt einfach zwei Fangruppen aufeinander gepreilt und es ist relativ klar ersichtlich, weil es halt eben während des Spiels im Innenraum stattgefunden hat.
Genau, es haben alle gesehen, was da passiert ist und es haben eben auch alle gesehen, dass es den Fans nur darum geht, irgendwie miteinander die Eskalation zu suchen und wie gesagt, da den eigenen Kleinkrieg auszutragen. Also da gab es keine Missverständnisse oder dass sich da irgendwas... Was weiß ich, hochgeschaukelt hätte oder dass da irgendwie jemand sich gewährt hätte gegen irgendein Unrecht oder sowas.
Sondern es war ganz klar ersichtlich, dass es weit weg vom Fußball nur um diese persönlichen Bewindlichkeiten da geht. Und das ist ja das, was einfach, glaube ich, nicht mehr zu vermitteln ist inzwischen, dass das genauso wichtig sein soll, wie das Fußballspiel, was im Stadion eigentlich stattfindet.
Es gab jetzt am späten Sonntagnachmittag eine erste Reaktion aus der Politik dazu. Sachsens Innenminister Armin Schuster von der CDU hat sich gegenüber der Bild-Zeitung geäußert und gesagt, Zitat, es reicht endgültig. Die Vereine und die Fußballspitze müssen auf derartige Krawall-Exzesse mit drakonischen Konsequenzen reagieren.
Alle bisherigen Verhandlungen wirken wie Wischiwaschi und haben rein gar nichts gebracht. Wenn der Fußball die Ultras nicht bald unter Kontrolle bringt, müssen wir staatlich schärfer einschreiten. 750 Polizisten im Einsatz, damit Fußball gespielt werden kann, das wird definitiv nicht so bleiben. Zitat Ende. Drastische Worte.
Es ist auch bekannt, dass der sächsische Innenminister einer ist, der zu den größeren Kritikern der Ultras schon immer zählt. Aber man kann es natürlich auch verstehen, nach solchen Szenen, dass man sich da mit massiver Kritik aus der Politik äußert und dass da jetzt irgendwelche scharfen Konsequenzen fordern, scheint unausweichlich.
Ja, also genau, man kann über die Wortwahl sicher streiten, sollte man vielleicht auch. Nur, ja, die Gegenargumente sind, glaube ich, recht dünn, wenn man solche Szenen sieht. Und auch wenn man sich vorstellt, die Polizei wäre nicht da oder wäre, wie ja auch allen Teilen gefordert wird, würde sich sehr weit zurückziehen aus irgendwelchen Bereichen des Stadions, wo sie nicht schnell zugreifen können oder ähnliches. Und dann passiert sowas.
Und wie gesagt, wir saßen da und mir kam es lang vor, dass da Fans feindlicher Lage ziemlich ungehindert aufeinander losgehen können und sich verletzen können im Zweifel. Auch wenn es jetzt offiziell keine bestätigten Verletzten gab. Aber diese Sequenz lief und lief und es passierte nichts vermeintlich.
Und es waren eigentlich nur maximal eine Minute, ein paar Sekunden, die da wirklich aufeinander gepreilt sind, die beiden Fanlager. Und wie gesagt, dann kann ja nicht die Konsequenz sein, noch weniger Polizei im Stadion, sondern dann fürchte ich, ja, es ist die Konsequenz, die Stadien sind doch nicht sicher genug, obwohl das ja eigentlich das große Ziel ist und man muss ja auch sagen, es ist die krasse Ausnahme.
Es ist ja nicht so, dass bei jedem Heimspiel von Dresden oder bei jedem Hertha-Auswärtsspiel oder wie auch immer, unabhängig von den beiden Klubs, man jetzt jedes Wochenende solche Szenen sehen würde. Aber was ich gerade schon mal gesagt habe, wenn sowas dann passiert, dann ist die Lage einfach zu eindeutig.
Also da gibt es keine zwei Meinungen, was da noch passiert sein könnte oder worauf man noch Rücksicht nehmen müsste oder sowas, sondern das ist einfach zu viel, das ist völlig fehl am Platze. Das sind Straftaten, die da passieren. Es gibt jetzt natürlich Ermittlungsverfahren entsprechend, dann Friedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung.
Das sind ja auch keine Kavaliersdelikte an der Stelle. Und dann, wie gesagt, muss man wirklich über Konsequenzen diskutieren. Dann kann man nicht sagen, wir setzen uns alle zusammen an einen Tisch und reden so weiter wie davor, sondern, wie du gesagt hast, ist ein Stück weit ein Tabubruch, der stattgefunden hat und es wird so nicht weitergehen können an der Stelle.
Es war für mich während der Unterbrechung schwer vorstellbar, wie das nochmal weitergehen soll mit Fußball irgendwie an diesem Abend, aber man muss halt eben nochmal erwähnen, hatten wir schon gesagt, dass alle Beteiligten Sven Jablonski sehr gelobt haben, das Drei-Stufen-Protokoll der DFL in solchen Fällen wurde vorbildlich eingehalten, die Situation hatte sich dann beruhigt im Zuge der massiven Polizeipräsenz auf dem Platz und dadurch wurde dann gesagt, wir versuchen es nochmal, wir spielen weiter und wenn nochmal etwas ähnliches passiert wäre, wäre sofort abgebrochen worden.
Das hätte sicherlich nochmal eine andere Wirkung dann entfaltet natürlich in der nachfolgenden Diskussion jetzt, wenn wir da so einen Spielabbruch dazu gehabt hätten. Aber ja, auch so hat es natürlich irgendwie jeder mitbekommen und es ist jetzt an der Zeit irgendwie das aufzuarbeiten. Natürlich liegen jetzt die Osterfeiertage noch dazwischen, die das sicherlich noch etwas verzögern, aber es könnte gut sein, dass da im Laufe der Woche dann die ersten Anhörungen, Gespräche zwischen den verschiedenen Parteien beginnen und dann werden wir sehen, was dabei rauskommt.
Genau, es ist sicher eine polizeiliche Aufarbeitung, wie gesagt, weil es um Vorwürfe und Straftaten geht. Dann gibt es die verbandsrechtliche Aufarbeitung, nicht nur der Pyro-Einsatz, sondern eben auch dieses Betreten des Innenraums. Wie gesagt, da sind ja mannigfaltige Vergehen dabei gewesen, die dann der DFB sich anguckt mit seinem Kontrollausschuss.
Da wird es eben auch was geben und dann eben noch diese politische Dimension, die ja sowieso im Hintergrund läuft. Also das schlägt einfach auf allen Ebenen durch gerade. Viel zu besprechen auf dieser Ebene. Ich glaube, wir haben es für heute ganz gut abgedeckt mit allem, was wir Stand jetzt dazu sagen können.
Auf morgenpost.de bleibt ihr natürlich immer auf dem Laufenden im Laufe dieser Woche, wenn etwas Neues passiert, wenn sich etwas entwickelt. Sicherlich wird es auch spannend natürlich, was nächste Woche beim Heimspiel im Olympiastadion passiert, ob es irgendwelche Reaktionen gibt von den Hertha-Fans.
Zunächst wollen wir aber nicht unerwähnt lassen, dass auch noch ein Fußballspiel stattgefunden hat. drumherum und uns mal dem Sport widmen. Hertha BSC schlägt Dynamo Dresden 1 zu 0 durch ein spätes Tor von Martin Winkler. Lass uns mal ein bisschen chronologisch durchgehen. Toni Leissner war ein früher Main-Character-Spiel sozusagen, weil er Startelf-Comeback gefeiert hat in seiner Heimatstadt für Hertha und ja, hat ein gutes Spiel gemacht, kann man es schon so sagen.
Also hat er nachher natürlich auch bestätigt, dass er immer besonders angespitzt irgendwie in Dresden auf dem Platz läuft, aber hat sich echt ausgezahlt. Ja, du merkst einfach, wenn er mit auf dem Feld steht in der Viererkette, was seine Präsenz in Kopfbällen, im Defensivkopfball, was die ausmachen kann.
Er hat dann noch ganz kurz vor Schluss diese Klärungsaktion, wo Tag Ernst den Ball so ein Stück weit prallen lässt und er dann einfach zur Stelle ist. Also, ja, rundes Spiel, sauberes Spiel von Toni Leistner hat da den Eindruck bestätigt. Stefan Leitler hat hinterher erklärt, das war so ein Stück weit eine Belohnung für die Spieler, die spielen konnten und es aber auch schon in Düsseldorf beim 5 zu 2 gut gemacht haben.
Die durften sich quasi nochmal beweisen und er gehörte auf jeden Fall zu den Spielern, die dann einfach diese Leistung aus Düsseldorf nochmal bestätigt haben, wo er ja einen Großteil wegen der Verletzung von Martin Dardai des Spiels gespielt hatte. In der ersten Hälfte war das Spiel weitgehend dünn, wegen der vielen Unterbrechungen.
In der zweiten Hälfte wurde es besser. Auf beiden Seiten gab es Chancen, muss man echt sagen. Also 100% sattelfest war das Defensive auch nicht. Es gab etliche Flanken, die in den Strafraum hineinsegelten und die die Dresdner Stürmer nur knapp verpassten. Dann ein vermeintlicher Wendepunkt oder der Wendepunkt, die rote Karte gegen Josep Brekalo.
Kommt zu spät mit dem gestreckten Bein, sah heftig aus, vertretbare Entscheidung. Ja, war in der Live-Szene, fand ich, irgendwie ein bisschen kurios, weil der Dresdner getroffen wird, dann zum Schiri schaut, sich dann noch zweimal umdreht. Auch das gehört dazu, ja. Da war schon eine ganze Menge Theatralik mit dabei.
Da weiß man natürlich auch nicht, erschrickt er wirklich oder weiß er. Das war ein Treffner mit offener Sohle und da mache ich jetzt ein bisschen was draus. Ich glaube, es war schon glücklich, dass er sich nichts getan hat dabei. Also jetzt nicht bei seiner Einlage, sondern bei dem Foul an sich, weil der Treffer war unstrittig und da ist die Regel auch einfach zu Recht, dass das eine rote Karte ist.
Sind sich, glaube ich, auch alle einig. Es wird hoffentlich aus Härte-Sicht dann auch das Sportgericht so sehen, dass das kein allzu grob fahrlässiges Spiel war. Es war natürlich fahrlässig in dem Moment, dass er da so reingeht, aber er wollte den Spieler ja nicht verletzen in irgendeiner Form und, Josip Beckerlo ist jetzt auch nicht als Träter, glaube ich, verschrien.
Insofern, mal schauen, ist jetzt zumindest kein Wiederholungstäter, soweit ich weiß. Krasser Satz von Stefan Leitl auf der PK nach dem Spielen, wo er dann sagte, er hofft, dass sie mit einer milden Strafe davon kommen und dass das ja in der Vergangenheit nicht immer so gewesen wäre. Und da meinte er, ich hoffe, dass sich diesmal jemand das anschaut, der Fußball-Sachverstand hat.
Und das ist natürlich ein Zitat. Wahrscheinlich würden wir jetzt die ganze Podcast-Folge um diesen Satz brauchen, wenn nicht all das andere passiert wäre. Er ist ein krasser Seitenhipp, genau. Und das ist natürlich ein gebranntes Kind durch die Sperre gegen David Kovnatsky, die ja auch... Doch durchaus unverständlich lang war mit drei Spielen.
Ob es jetzt so einen Satz und so ein Nachtreten im übertragenen Sinne dann nochmal besser machen bei der nächsten Strafzumessung, mal schauen. Aber man hofft ja schon, zumindest als Fußballfan, dass da objektive Entscheidungen getroffen werden beim Sportgericht. Direkt nach der roten Karte wird Kenneth Eichhorn eingewechselt nach überstandener Sprunggelenksverletzung, erster Einsatz seit dem Rückrundenauftrag gegen Schalke 04 und ich finde es immer noch bemerkenswert, dass du einen 16-Jährigen reinschmeißt bei so einer Rahmenbedingung, vor so einer Kulisse, in so einer Lage, in Unterzahl.
Stefan Leidl hat es ja nachher auch begründet, irgendwie er hatte verschiedene Optionen, aber er sagte, ja, das Herz ist dann Richtung Kenny ausgeschlagen und das hat sich gelohnt. Kenneth Eichmanns spielt, als wäre er nie weg gewesen, macht ein großartiges Spiel und es ist wirklich nicht zu erklären, wie ein 16-Jähriger in so einer Kulisse an so einem Abend so cool bleiben kann.
Völlig irre, Leitert später auch noch das 1 zu 0 ein. Also toll, dass er wieder da ist. Ja, finde ich auch Wahnsinn. Ich meine, seit Januar nicht mehr dabei gewesen und nicht gespielt und wie du sagst, kommt rein und fällt nicht auf im besten Sinne. Hat dann sogar noch die Aktion vor dem Siegtor, wo den Pass nach außen spielt.
Also ja, das bleibt Wahnsinn. Und Stefan Leitler hat jetzt richtigerweise gesagt, ich weiß nicht, wie der genauer Wortlaut war, aber dass er sich wünscht, dass man weiter Spaß an ihm haben kann in diesem Land zumindest. Im ganzen Land. Da merkt man schon. Ungefähr war so ein bisschen der Haut, Leute.
Also da ist, glaube ich, klar, dass... Vermutlich in eine andere Richtung gehen wird ab dem Sommer. Aber da gibt es genug Spekulationen, das werden wir sehen, wie das ausgeht. Aber ja, es ist glaube ich für alle ein Gewinn, ihn jetzt wieder spielen sehen zu können. In Unterzahl wurden die Berliner dann natürlich dennoch zurückgedrängt.
Dresden hat Druck gemacht, brauchte den Sieg auch in der Tabellenlage, in der sie sich befinden. Und mit dem Handelfmeter schien es dann tatsächlich zu kippen. Paul Seguin hat den verursacht, war irgendwie eine wilde Szene aus, so ein bisschen. Toni Leisner sagte nachher, er war verwirrt, wieso der Seguin da überhaupt stand und so. Hätte er eigentlich nicht sein sollen und sowas. Also solche Dinge passieren dann eben.
Das Stadion jubelt laut auf als der Videobeweis oder als Svenja Blonsky draußen steht beim Videochiri und das dann bestätigt, den Elfmeter. Ja, aber dann, Tiag Ernst, hält ihn tatsächlich. Also starker Safe, guter Hechtsprung in die rechte Ecke vom Hüter aus und Toni Leister sagt dann, der beste Torwart der Liga.
Tiag Ernst ist naturgemäß etwas bescheidener herangegangen, hat gesagt, ja, Bin ich schon zufrieden mit der Matchwinner-Rolle, aber war eine Kollektivleistung so. Aber das war natürlich ein ganz, ganz großes Ding vor dem K-Block, dass Ernst den da so rausfischt. Also das war wirklich ein emotionales Highlight.
Naja und er bestätigt einfach seine überragende Verfassung nicht nur in dem Spiel, da waren nur noch andere gute Paraden dabei, sondern einfach der ganzen Saison. Also er ist einfach der verlässlichste Profi, muss man so sagen. Er ist der Profi, der vielleicht auch, jetzt mal vielleicht abgesehen von Kenneth Eichhorn, den größten Leistungssprung auch nochmal gemacht hat über den Sommer und auf einem ganz anderen Niveau jetzt abliefert, eine Saison lang, aber eben konstant.
Und im Spiel, wie gesagt, nicht nur gute Paraden, sondern auch so was Strafraumbeherrschung angeht, wo man in den letzten Jahren vielleicht auch mal bei einem sehr jungen Keeper nach wie vor auch dann einfach den ein oder anderen Wackler gesehen hat. Das heißt, diese Saison fast gar nicht mehr bis gar nicht mehr.
Das ist einfach schon beeindruckend zu sehen, wie er da auf dem nächsten Niveau unterwegs ist, auch auf einem Niveau, was über zwei Liga Niveau ist, glaube ich. Und ja, aktuell ist er dann halt auch dann, nach einigen Wochen, wo es jetzt nicht mehr die weiße Weste für ihn gab, in so einem Spiel genau der Match bin, weil er dann eben ja, einen Elfmeter hält, andere Bälle hält und dann durch die Null, die da steht, dann ein Tor reicht am Ende, um zu gewinnen.
Ja, das ist dann kurz darauf gefallen, wirklich fast direkt nach dem Elfmeter. Unglaublicher Moment auch so, dass man denkt, okay, jetzt halten die nochmal den Elfmeter und dann aber fast im Gegenzug machen sie dann doch noch das Tor, was für ein Ding. Eichhorn und treibt den Ball nach vorne auf Rehse auf der Seite.
Fabi Rehse natürlich hinterher gesagt, wie Fabi Rehse halt ist. Er hatte noch Luft, er hat noch Energie, er hat auch in Unterzahl immer dran geglaubt. Schlägt die Flanke rein und dann dieser Kopfball, also dass Martin Winkler das Tor offiziell zugeschrieben wurde, war schon glücklich für ihn, kann man mal so sagen, glaube ich.
Da war auch ordentliche Mithilfe eines Dresdners mit dabei. Aber der Ball senkt sich so hinten rein und auch unglaubliche Szenen. Der Jubel der Berliner Fabian Rehse ist direkt so im Boden zusammengesunken. Martin Winkler hat sich so die Hand vor dem Kopf gehalten, konnte es gar nicht glauben irgendwie.
Und auch der Gästeblock, der halt ohne die aktive Fanszene inzwischen auskommen musste, ist völlig explodiert. Das war wirklich ein Moment, glaube ich, an den viele Ertaner noch lange zurückdenken werden. Ja, weil natürlich immer noch die Gesamtlage eine Rolle spielt. Man immer noch aufs große Ganze guckt, auch bei Hertha. Und dann, wie gesagt, es einfach...
Man das Gefühl hat in diesem Spiel ja auch schon mit dem Elfmeter, das ist jetzt vielleicht wirklich das Ende der Saison, endgültig aller Rechner rein und dann machst du auf der anderen Seite das Tor, was natürlich auch maximal glücklich zustande kommt. Aber dann sind wir jetzt schon bei Hermann Gerland, finde ich, und der Frage, ob immer Glück eben können ist, denn es war ja nicht der erste Last-Minute-Treffer in den letzten Spielen.
Es gab einige Spiele, wo Hertha jetzt auch nicht übermäßig dominant aufgetreten ist, wo Spiele hätten auch in andere Richtungen kippen können im Verlauf, sei an Münster erinnert oder das Nürnberg-Spiel zu Hause, wo jeweils späte Tore fallen, die dann einen Sieg bringen. Wir sind zum Stück weit, finde ich, wieder an der Diskussion oder an dem Punkt, wo wir in der Hinrunde schon mal waren, als Hertha auch öfter mal knapp gewonnen hat und auch nicht überzeugt hat über 90 Minuten, aber am Ende eben, dass eine Tor mehr geschossen hat oder überhaupt ein Tor geschossen hat und keins zugelassen.
Ich glaube, wir sind da wieder an dem Punkt, wo einfach die Qualität sich durchsetzt, die man einfach gegenüber einem Dynamo Dresden in dem Fall dann hat. Da ist man individuell einfach besser besetzt, ähm, Und schafft es dann irgendwie natürlich auch mit Einsatz, mit einem guten Torhüter die 0-0 zu halten und dann erreicht das eigene Tor, was du immer erzielen kannst.
Das ist ja auch einfach, was sich beobachten lässt in dieser Saison, dass sie immer für mindestens ein Tor gut sind oder auch mal für fünf in Düsseldorf. Das geht schon und ich glaube deswegen hat da Hermann Gerlert ein Stück weit recht, dass immer Glück können ist an der Stelle, weil sie bei Hertha eben auch wissen, was sie können, nämlich mit einfachen Mitteln defensiv stabil zu stehen und dann das Tor einfach zu erzielen und sei es, dass es so eine Bogenlampe wird am Ende.
Aber gut, es ist vermutlich trotzdem ein Stück weit zu spät, dieser erneute Last-Minute-Sieg. Ja, weil man muss natürlich auch dazu sagen, es gab eben doch auch die Spiele, wo es dann doch gekippt ist in der letzten Minute, sei an Bochum nur nochmal erinnert. Da fällt das Ding dann hinten rein in der letzten Minute und wenn man die zwei Punkte jetzt nochmal draufrechnen würde, die da flöten gegangen sind, dann wäre es jetzt richtig spannend.
So sind es jetzt fünf Punkte, ist nochmal weniger geworden. Hertha schiebt sich immer weiter ein bisschen oben dran, also fünf Punkte auf Platz drei und Reza hat schon überlegt, ob wir so ein bisschen so rumrechnen, er hat sich schon so ein bisschen locken lassen, Stefan Leitler hat aber sehr klar, sehr abweisend gesagt, wir kommen einfach nicht hin oben, die oben gewinnen ja auch, hat man ja gesehen, die sind später, also Darmstadt klar, klarer Verlierer.
Aber Hannover, Elversberg spielen unentschieden im direkten Duell und Schalke und Paderborn gewinnen, also es wirkt nicht so, als ob da jetzt irgendwie noch die große Aufstiegsflatter losgeht, Was aber natürlich hilft, ist, dass jetzt immer noch viele direkte Duelle unter den Top 5 anstehen die nächsten Wochen.
Und was vielleicht gut ist in dem Sinne, dass einfach so viel passiert ist, natürlich mit den Fernkabern, aber auch diese ganzen sportlichen Geschichten auf der anderen Seite, dass es immer noch genug gibt, was ablenkt von dieser Aufstiegsdiskussion möglicherweise, dass Hertha eben doch noch vergleichsweise ohne diesen ganz großen Aufstiegsdruck sozusagen weiterarbeiten kann, weil das hat man schon gemerkt, dass sie es alle verstanden haben und dass sie es alle gelernt haben, eben jetzt nicht gleich wieder zum Angriff auf den Aufstieg zu blasen.
Sondern schön defensiv in der Kommunikation zu bleiben und das ist der richtige Schritt, aber mit Sicherheit intern ist jetzt jedem klar, was das Stündlein geschlagen hat und dass jetzt nächste Woche gegen Kaiserslautern zwingt, der nächste Sieg folgen sollte. Absolut und das war ja intern auch in den letzten Wochen so ein bisschen der Silberstreif am Horizont, dass man gesagt hat, in der Hinrunde haben wir genau gegen diese Teams, die jetzt noch kommen, die jetzt noch warten, eine Serie geschafft, eine Siegesserie und wenn wir das wiederholen, dann spült es uns da irgendwie mit rein und das ist ja auch ein, Aktuell sind es wieder bei 2 von 5, was diese Serie angeht und an Siegen.
Stefan Leitl hatte dann sich so ein Stück weit, ich weiß nicht, er war so ein bisschen entmutigt, fand ich auf der Pressekonferenz, weil er irgendwie gesagt hat, ja, ist ja super die Serie, die wir jetzt haben, aber wie du sagst, wir kommen halt nicht so richtig ran, weil dann doch zu viele Punkte einfach dazwischen sind.
Und er hat dann im Prinzip auch gesagt, dass es eigentlich nur ein schlechtes Spiel jetzt in der Rückrunde gab, nämlich in Paderborn, würde ich ihm vielleicht ein Stück weit widersprechen. Ich verstehe schon, was er meint, dass er sagt, nur Paderborn war ein Totalausfall. In allen anderen Spielen hattest du irgendwie mehr vom Spiel, hattest du gute Sequenzen oder hast du eben am Ende gewonnen.
Je nachdem, das sind ja auch immer verschiedene Charaktere von Partien, die da zusammenkommen. Hannover muss man sicher noch mit reinnehmen in schlechteren Auftritten. Und letztlich muss man aber halt sagen, das sind jetzt die Punkte, die auf die Spitzenmannschaften fehlen. Dass man eben diese Duelle, Paderborn in dem Fall, Hannover verloren hat und deswegen nicht ranreicht und man das Gefühl hat, ihnen gehen jetzt einfach die Spiele aus, um die Möglichkeiten zu punkten und das trotz dieser starken Serie, die jetzt da ist.
Könnte es am Ende einfach nicht reichen. Wir werden das auf jeden Fall weiter verfolgen, wie das alles weitergeht. Dich verabschieden wir jetzt erstmal einen kleinen kurzen Osterurlaub, aber pünktlich zum Spieltag nächste Woche, bist du wieder zurück und ihr bleibt natürlich auf morgenpost.de auf dem Laufenden die Woche, wie sich die Woche entwickelt mit all dem, was zur Fan-Thematik möglicherweise noch kommt.
Aber natürlich auch, was sportlich passiert mit Blick auf das Heimspiel in Kaiserslautern. Ein attraktives Spiel. Sechster gegen Siebter, Verfolgeduell nominell der stärkste noch verbliebene Gegner von Hertha BSC. Und dann schauen wir uns einfach mal an, was da so in den nächsten Tagen dann auf uns zukommt. Kommt gut in die Woche.
Diskutiert gerne in den Kommentaren über all das, was an diesem wilden Wochenende passiert ist. Bleibt bitte fair und sachlich aber. Und wir hören oder sehen uns dann spätestens am nächsten Montag bei Immerherter wieder. Vielen Dank fürs Zuhören und dabei sein heute. Macht's gut.