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Shownotes
IMPERIUM
Folge 3/4: In den Neunzigern expandiert Starbucks außerhalb der USA. Neue Drinks wie der
Frappuccino werden zu Verkaufsschlagern, die Läden werden standardisiert und die
grüne Sirene erobert die Welt. Doch aus dem gemütlichen Café wird zunehmend ein
durchgetakteter Konzern. Kritik an Arbeitsbedingungen, Verdrängung und
Qualitätsverlust wächst. 2007 warnt Howard Schultz intern davor, dass Starbucks
seine Seele verliert. Dann landet sein Memo in der Öffentlichkeit.
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Jörg. Zum dritten Mal. Howard Schultz? Woher... Er wird keine Ruhe geben, bis er bekommt was er will! Die Standorte von Coffee Connection. Gib sie ihm nicht George. Seit Jahren bereiten wir uns auf die Ankunft von Starbucks vor. Wir haben so viel investiert und sogar expandiert um weiter dem Starbucks existieren zu können.
Ich muss sagen... ...Schultz beeindruckt mich. ich habe ihn immer für einen großkotzigen Spinner gehalten aber so langsam bin ich mir nicht mehr sicher. George bitte, seit Jahren erzählt ja jedem in der Branche dass er mit Starbucks die Welt beherrschen will. Mit so jemandem machen wir keine Geschäfte.
Wozu haben wir die ganzen neuen Läden eröffnet? Unser Snack-Angebot genauestens auf unsere Kundschaft abgestimmt und für die Sommermonate den Frappuccino erfunden. Es geht ihm nur um die Immobilien. Ich weiß ich weiß aber Diesmal war er anders. Er will nicht die Standorte sagt er! Er will unseren Namen beibehalten.
Sogar das Konzept und die Produkte bleiben unverändert. George, ich weiß nicht... Der erzählt dir nur was du hören willst! George Howell scheint seinem Marketingchef nicht mehr zuzuhören. Er steht auf Und schaut Gedanken verloren aus dem Fenster. Weißt Du Was? Ich habe einfach keine Lust mehr Starbucks abzuwehren.
Das Ganze investieren, expandieren. Meine Leidenschaft ist Kaffee Nicht irgendwelche Budget-Kalkulationen Ein Kleinkrieg gegen einen Konkurrenten, der zehnmal so viel Umsatz macht wie wir. Überlegt ihr das gut? Ich kann das Geld gut gebrauchen! Meine sechs Kinder werden groß. Bald wird eins nach dem anderen zu Uni gehen.
Kannst du dir vorstellen was das kostet? Und wenn Starbucks unsere Leben nur übernimmt? Der Name und die Qualität und unsere spezielle Röstung bleiben Auch deine geniale Namsidee der Frappuccino. Das ist ein Klassiker. Trau ihn nicht George. Denk an alles, was du seit den Siebzigern hier aufgebaut hast.
Genau daran denke ich! Ich will wieder in Kontakt mit Café-Händlern sein... ...mit dem Plantagen,... ...den Kooperativen und nicht ständig nur voller Angst über meine Schulter schauen ob jemand mir das Wasser abgräbt. Lass uns schauen wie wir das möglichst klug über die Bühne bringen. Ich spreche gleich mal mit den Anwälten.
All stimmt zu. Starbucks kauft Coffee Connection im Juni, für Aktien im Wert von rund Rund Dreiundzwanzig bis Sechsundzwantig Millionen Dollar. Zur Kette gehören Drei und zwanzig Stores und zwei lizenzierte Standorte am Logan Airport Die Gut Achthundertdreißig Tausend Starbucks-Aktien aus dem Deal entsprechen.
nach späteren Aktiensplits heute rund Sechs und Zwanzig Komma Sieben Millionen Aktien Beim aktuellen Kurs etwa Zwei Komma drei Milliarden Euro. Für einen Moment klingt es so Als würde Starbucks Wort halten und den Charakter von Coffee Connection bewahren. Howell soll als Berater an Bord bleiben, der Kaffee soll weiter aus Boston kommen und manche Fialen sollen sogar den alten Namen behalten!
Doch viele Stammkunden wenden sich ab – sie fühlen sich betrogen von ihrem Lieblingscafé Sie bezichtigen Howell des Ausverkaufs und die Marke Coffee Connections leidet. Starbucks reagiert Die Röstung wird dunkler, die Bostoner Rösterei wird geschlossen Mitarbeitende verlieren ihre Jobs. Ich bin Mark Benpoch und das ist Imperium, die Starbucks-Story von Studio J. Die Expansion von Starbucks in den USA ist beeindruckend.
Als das Unternehmen nineteenhundertzehnundneinzig an die Börse geht, hat es hundertfünfundsechzig Läden. Ende nineteenhundundneunzig sind es schon sechshundertsiebenundsiebzig! In nur drei Jahren hat Starbucks seine Präsenz mehr als vervierfacht. Der Börsenkurs steigt – Das Geld fließt und Starbucks-Chef Howard Schultz redet längst nicht mehr nur über Seattle, Boston, Kalifornien, Chicago oder New York.
Er denkt größer. In diesen Jahren verändert sich Starbucks, aus einer Café-Kette wird Popkultur. Den Becher durch Straßen zu tragen in Büros mitzubringen und in Filmen auftauchen zu lassen, wird cool! Mit dem süßen Frappuccino kommt ein Getränk in die Läden das auch Menschen anzieht, die mit bitterem Espresso bisher wenig anfangen können.
Gleichzeitig hält Howard Schultz am einem Grundsatz fest – Die Café Kette soll kein klassisches Franchise werden. Er will Kontrolle über die Läden und ihre Atmosphäre. Jeder Standort soll anders wirken, auf die Umgebung reagieren – nicht aussehen wie eine Kopie! Aber diese Kontrolle kostet viel Zeit und Geld.
Je schneller Starbucks wächst, desto schwerer wird es diesen Wunsch umzusetzen. Wenn das Unternehmen auch international expandieren will braucht es ein System, dass günstiger, schneller und reproduzierbarer ist Denn…das Ziel von Starbucks ist klar Die Welt erobern. Das ist Folge drei von vier, der Frappuccino-Effekt.
In Ziertl auf einer unfertigen Etage im neuen Starbucks Hauptquartier südlich der Innenstadt blockiert der Vizepräsident für Development Wright Messay mit verschränkten Armen die Eingangstür. Dem kräftigen blonden Innenarchitekten gegenüber steht ein ungeduldiger Starbucksmanager. Aber Herr Messi, Sie müssen doch wenigstens einmal zeigen was sie da drin machen.
Ich muss hier gar nichts! Wir haben Ihnen anderthalb Millionen Dollar gegeben? Trau ruhig genug wenn ich bedenke dass jede neue Ladeneinrichtung momentan dreihundertfünfzigtausend Dollar kostet und wir in den nächsten fünf Jahren ein tausend sechsuntert neues Stores aufmachen wollen hätte das Unternehmen ruhig mal ein bisschen mehr springen lassen können.
Ihre Vorgänger haben sich aber nicht so angestellt. Und wo sind die bitte jetzt mit ihren warnbrechenen Ideen? Fünf Kassen pro Laden, dunkle Farben damit man den Dreck nicht sieht. Becher aus Styropor? Das ist alles geschmackloser Mist und wir sind kein Discounter! Wir müssen einfach kosteneffektiver werden.
Ah gut dass Sie es sagen. Die Tür öffnet sich einen Spalt Und Messi bekommt von seinen Assistenten ein paar zusammen geheftete Zettel in die Hand gedrückt. Für einen kurzen Moment gelingt es dem Manager einen Blick in die Werkstatt zu werfen. Ein Künstler pinselt poetische Phrasen an die Wand. Eine Schreinerin schleift an einen Tisch, der aus einer alten Tür gebaut ist.
Wo waren wir denn? Ach ja richtig! Kosteneffizienz. Ja schauen Sie mal... Was soll das sein?! Das sind die tatsächlichen Kosten der Inneneinrichtung eines Starbucks-Fiale im Moment. Meine Kollegin war am Baumarkt und hat mir alles durchgerechnet Lichtschalter, Wasserhähne, Boden fiesen und... Ach naja es steht ja alles da auf den Zetteln.
Wissen Sie was dabei rauskam? Wir bezahlen für die Materialien viel zuviel! Keine Ahnung wer das normalerweise einkauft aber wenn's so weiter geht dann säuft dieser Laden hier ab. Ich soll das ändern und ich werde das ändern. Und jetzt lassen sie mich und mein Team in Ruhe! Wissen sie, sie könnten wenigstens ein bisschen auf ihren Tonfall achten?
Finden sie! Pausen sie mal auf. Ich habe nichts übrig für dieses ganze höfliche Blablabla, das dafür sorgen soll dass ich hier alle lieb haben. Ich will Dinge erledigen! Und jetzt ra... und jetzt entschuldigen sie mich bitte. Right Massey lässt den Manager vor der Tür stehen. In der Werkstatt die sich über die ganze Etage zieht stehen überall Entwürfe für Elemente des Starbucks-Leben Möbel Amaturen Farbtafeln Für Die Wandgestaltung Sogar eine Skizze Der Starbucks-Sirene mit Pankfrisur.
Messi tritt an einen Tisch, auf dem sich vier Ordner befinden. So meine Lieben! Alle mal herhören Aber jetzt machen wir Nägel mit Köpfen. Ich will konkrete Ideen. ich will warmes Holz statt Edelstahl. Runde Tische für Menschen die allein sitzen. Warum rund? An einem runden Tisch gibt es keine leeren Plätze.
Ich will eine Touchzone Am Tresen zwischen Knie und Augenhöhe, in der die Kunden Bohnen, Verpackungen und was weiß ich noch sehen und anfassen können. Ab heute arbeiten wir in vier Design-Bereichen. Grow, Roast, Brew und Aroma. Grow ist Erde, Ursprung, Grün, Natur. Roast ist Hitze, Feuer, Rot und Cafébraun.
Brew ist Wasser, Blau Träsen, Zubereitung. Aroma ist heller, leichter Luft, Geruch. dieses Gefühl beim Reinkommen. Daraus bauen wir die Leben! Los geht's! Aus den Ideen von Wright Messi wird ein reproduzierbares System das viele Kombinationsmöglichkeiten bietet. So wird trotzdem die Illusion erzeugt dass jedes Darbacks-Fiale einzigartig ist.
Messi senkt die Kosten für die Neueinrichtung der Läden und spart dem Unternehmen in den nächsten fünf Jahren auf heute umgerechnet fast hundert Millionen Euro. Nichts wird bei der Expansion dem Zufall überlassen. In den Läden soll es außer Kaffee keine Fremdgerüche geben, die Musik wird der Tageszeit angepasst.
Die Espresso-Maschine muss sichtbar sein denn die Kundschaft soll sehen wie Baristas arbeiten. Sahne und Zucker werden so platziert dass der Ablauf schneller wird. Dazu kommt intelligente Immobilienplanung. Starbucks sucht gut sichtbare Lagen am besten Ecken zweier Hauptstraßen, die ins Auge springen.
Auf dem Weg in die Innenstadt liegt der Laden idealerweise rechts damit Pendler nicht links abbiegen müssen um Kaffee zu kaufen. Standorte neben Videotheken oder Reinigungen werden bevorzugt weil Menschen dort zweimal vorbeikommen einmal zum Abgeben und einmal zum abholen. Vor jeder neuen Filiale prüft Starbucks die Gegend genau Einkommen Bildung Haushaltsgrößen, Verkehr und Bevölkerungsströme.
Kreuzungen, Mietverträge und ganze Stadtteile werden analysiert bevor potenzielle Märkte nach Größe priorisiert werden. Dann arbeitet sich Starbucks durch die Liste. Die Café-Kette will Menschen nicht aus ihrem Alltag herausreißen sondern selbst ein Teil davon werden Ein sogenannte Third Place – ein Ort zwischen Zuhause und Arbeitsplatz.
Die neuen Designs und effektiven Abläufe sorgen dafür dass ein Store innerhalb weniger Wochen eröffnet werden kann. Daraufhin macht Starbucks, und die erste Filiale außerhalb von Nordamerika auf. Im Hippenstadteil Ginza betritt Howard Schultz am Eröffnungstag den ersten japanischen Starbucks durch die Hintertür.
Er wüscht sich den Schweiß von der Stirn. Fünfunddreißig Grad und fast hundert Prozent Luftfeuchtigkeit wollen wir uns umbringen. Gott sei Dank haben sie Klimaanlagen! Ich hatte keine Ahnung, dass Tokio so heiß sein kann. Howard... Psst hier ist eine Zeremonie im Gange. Oh alle oh alles klar. was genau macht der Priester da eigentlich?
Das ist ein Schinduzeremoni. es gibt wohl einen Gebet für Sicherheit und Erfolg. das reinigt den Raum spirituell und bittet die Götter um Schutz und wirtschaftlichen Erfolg. Spielen wir dabei auch eine Rolle? Am Ende trinken wir Sake, um die Gemeinschaft mit den Göttern zu besiegeln. Okay das schaffe ich!
Ich glaube den Schutz der Götter können wir gut gebrauchen... ...ich habe auf dem Weg hierher bestimmt fünfzig Cafés gesehen. Unser direkter Konkurrent hat fünfhundert Filialen. Aber schau Die Schlange vor dem Laden kann sich sehen lassen. Ich sehe nur einen Teil. Wie lang ist sie denn? Hm ich schätze so um die hundert Leute Was?!
Das ist ja großartig. Darauf gleich ein Sake! Der Shinto-Priester beendet sein Ritual und es wird Sake ausgeschenkt. Statt anzustoßen, heben die Anwesenden die Schale leicht mit beiden Händen auf Augenhöhe an um den Göttern Respekt zu erweisen. Dann wird der Laden offiziell eröffnet. Die beiden Starbuckschefs stellen sich ein wenig abseits auf Und schauen so wie Menschen in den Laden strömen Geschäftsmännern anzügen Elegante Frauen, junge Leute von der Uni.
Howard Schultz wüscht sich eine Träne aus dem Augenwinkel. Ich hatte ja kurz bedenken dass wir vielleicht doch mal hätten Werbung schalten sollen. Aber wenn ich das sehe Japan liebt amerikanische Kultur Und sie trinken zwar viel Kaffee aber nicht solchen wie wir ihn anbieten. Er hat ziemlich harten Filtercafé.
Trotzdem bin auch überrascht wie gut die Eröffnung läuft. Stell dir mal vor diese Eine Consultingfirma hat uns geraten, Japan gar nicht anzugehen. Niemand würde hier mit einem Becher auf die Straße geben. Und jetzt schaust du ja an? Keiner bleibt hier! Alle gehen raus und drehen sogar das Logo nach vorne.
Da hast Du Deine Werbung. Die junge japanische Storemanagerin tritt an Schulzer ran. Sie hat ein überglückliches Lächeln im Gesicht... ...und nickt den beiden zu. Herzlichen Glückwunsch Mr. Schulz. Ich bin ja nicht abergläubisch, aber ich vermute die Mehrjungfrau hatte uns Glück gebracht. Es ist eigentlich eine Sirene, aber egal!
Warum? Es gibt eine Legende, die erzählt von einem Mädchen das heimlich das Fleisch eines Fisches mit Menschengesicht ist und dadurch ewige Jugend erlangt. Oh... Und das ist ein gutes Omen?! Das werden wir sehen…. Aber für den Moment ist es doch schon nicht schlecht. Der Frappuccino aus grünem Tee war eine kluge Idee.
Er kommt gut an, wie mir scheint. Die kleinen Gebäcksnacks werden auch gekauft. Wir hatten gehört, dass das Rauchverbot in unseren Läden ein Problem sein könnte? Ich glaube so manchen geht die Sticke Luft in vielen anderen Cafés gehörig auf den Nerven. Das sind die reinsten Zufluchtsorte für Kettenraucher.
– alles richtig gemacht! Mit einer angedeuteten Verbeugung wendet sich die Storemanagerin wieder ihren Team zu. Schulz und Bayer stehen noch lange im Laden und genießen den Erfolg ihrer Marke. Jetzt haben sie den Beweis, Starbucks kann theoretisch überall funktionieren. Starbucks geht international in den Kampfmodus.
Schon in deiner Zeit kaufte die Firma in Großbritannien eine Kaffeekette und macht aus mehr als sechzig Läden fast über Nacht Starbucks-Virialen. In London wird das wie eine amerikanische Invasion aufgenommen. Zwischen nineteenhundertachtundneunzig und zweitausendzwei verliert Starbucks in Großbritannien rund fünfzig Millionen Pfund, umgerechnet auf heute fast hundertdreißig Millionen Euro.
Denn die Firma schätzt vor allem den Londoner Immobilienmarkt falsch ein – und lernt, dass man den Starbucks-Erfolg offenbar doch nicht so einfach überall wiederholen kann! Vor allem da dem Unternehmen oft vorgeworfen wird, lokale Kaffeekultur zu verdrängen. Doch ganz so einfach ist es nicht…. In den USA zeigt sich, dass unabhängige Cafés nicht automatisch unter Starbuckser Öffnungen leiden.
Die Zahl unabhängiger Coffee Houses wächst – teilweise gerade weil Starbucks den Markt für teure Cafés und koffeeinhaltige Mixgedränke größer gemacht hat. Ein Starbucks in der Nähe bedeutet für kleine Cafés oft mehr Aufmerksamkeit. Die internationale Expansion von Starbucks geht trotz gelegentlicher Schwierigkeiten weiter.
Manchmal passt sich die Firma stärker an. In Asien kommen zum Beispiel mehr herzhafte Speisen ins Angebot. In Saudi-Arabien werden die Läden nach lokalen Regeln angepasst, Männerbereiche und Family-Sections in die auch Frauen oder Kinder dürfen jeweils mit eigenen Verkaufsdresen. Nach einer Warnung der Religionspolizei verschwindet zeitweise sogar die Serene aus dem Logo – übrig bleibt nur eine Krone!
In China versucht Starbucks ab. Die Firma will dort integrativ wirken und richtet zum Beispiel früh einen Bildungsfonds für Mädchen auf dem Land ein. Trotzdem landet Starbucks mitten im Kulturkampf, Im Herbst zweitausend eröffnet ein winziger Laden mit sechs Plätzen in der alten Palastanlage der chinesischen Kaiser – der verbotenen Stadt.
Für viele Chinesen ist das eine Provokation. Zeitungen schreiben von einer Beleidigung der Jahrtausende Alten Kultur. In einer Umfrage sind siebzig Prozent der Befragten gegen das Café. Starbucks lernt, dass das angewendete Konzept doch nicht überall gleich gut funktioniert. Andere Länder bedeuten andere Gesetze, Partner und Gepflogenheiten.
Das Geschäft wird komplizierter – die Richtung bleibt immer mehr Länder, immer mehr Leben! Starbucks wirtschaftet sich allmählich in eine Falle. Wachstum wird wichtiger als Kaffee, Atmosphäre und operative Disziplin Anfang zweitausend in Seattle. In ihrer Villa im exklusiven Stadtteil Madison Park bleiben Howard Schulz und seine Frau Sherry nach dem Abendessen am Tisch sitzen.
Ihre Kinder Jordan und Edison räumen das Geschirr ab, widmen sich dann auf der Couch ihren Hausaufgaben. Schulz wendet sich seiner Frau zu. Es ist soweit, Sherry! Ich gebe den Posten als CEO ab. Orrin Smith wird übernehmen. Er ist bereit dafür. Seit zehn Jahren treffen wir gemeinsam Entscheidungen, alle respektieren ihn.
Wunderbar! Dann bist du ja endlich mal ein bisschen mehr zu Hause. Höre ich da einen Unterton? Ich nehme mal an, du gibst nur das Tagesgeschäft auf oder? Du wirst dich mit sechsundvierzig Jahren doch nicht zur Ruhe setzen. Ich bleibe natürlich Verwaltungsratschef und werde oberster Strategie für die internationale Expansion.
Ich wusste es Howard. Fünfzehn Jahre Geschäftsführer Über zweitausend Bläden? Zwei-tausend sechshundert. Von mir aus, ihr macht zwei Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr! Du könntest auf jeden Fall ein bisschen kürzer treten... du bist doch kaum hier. Mich zur Ruhe setzen ist keine Option. Ich brauche noch ein paar neue Herausforderungen.
Geschäftsführer der größten Kaffeekette der Welt war nicht herausfordernd genug?! Es langweilt mich. Howard wo soll das alles noch hinführen? Dein Ehrgeiz bringt dich irgendwann nochmal um So schlimm ist es doch gar nicht mehr. Du hast eine ganze Schublade voll mit negativen Zeitungsartikeln über Starbucks.
Die schaue ich mir an, um zu genießen wie wir's allen gezeigt haben. Wenn es nur das ist Warum rufst du dann in den Redaktionen an und beschwerst dich bei jedem kritischen Wort in der Presse? Und weißt du noch auf dem Betriebsausflug wo deine Kollegin beim Volleyball daneben gehauen hat? Du bist so sauer geworden dass dich seitdem niemand mehr im Team haben will.
Das ist doch Jahre her und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Jordan und Edison unterbrechen die Arbeit an ihren Schulaufgaben und schauen ihre Eltern besorgt an. Sherry gibt ihnen zu verstehen, dass sie mit ihrem Mann allein reden muss und deutet dabei an ,dass alles okay sei. Die beiden gehen auf ihre Zimmer.
Howard du bist überreizt und aggressiv. ok Es ist dann der Zeit einmal ein bisschen durchzuatmen. Ich habe letztens auf einer Party mit einem eurer Kollegen geplaudert, der für die internationale Expansion zuständig ist. Weißt du wie viele Flugmeilen er im Jahr hat? Ich würde ja sowieso die meiste Zeit entsjättelt...
...zwei hunderttausend Flugmeilenhauert pro Jahr! So viel wirst Du auch fliegen wenn Du sein Team leiten wirst. ich sage es mal anders. Du verpasst wie deine Kinder aufwachsen und ich hab' auch ein Leben. Ich bin Vorsitzende der Schulz Family Foundation und ich möchte mich dem endlich mal richtig widmen können.
Du musst ja nicht arbeiten! Ich will aber, wir helfen Menschen die Potenzial haben, aber keine Chancen in der Arbeitswelt bekommen. Junge Erwachsene, die weder in Schule noch in Arbeit sind. Wir öffnen ihnen Wege in Ausbildung, in Jobs und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Weißt du wie inspirierend das ist?
Meinst du, da bekomme ich Lust die feine Dame zu spielen, die nur Zuhause auf dem Sofa sitzt? Verstehst Du?! Ich will zwanzigtausend Läden außerhalb der USA. Oh mein Gott! Du bist unmöglich... Wir planen gerade für Dubai, Hongkong, Australien, Irland, Rumänien…. Hör auf, Howard – es ist gut. Ich hab verstanden.
Ich erwarte nicht dass Du sofort verstehst was ich Dir sage. Früher oder später wirst Du einsehen das ich recht habe. Du bist ein Worker-Holic. Es ist nicht mehr gesund, du brauchst eine Therapie.". In den nächsten Jahren wird aus Howard Schultz' neuem Job ein permanenter Ausnahmezustand. Er nimmt bei Eröffnungen rund um den Globus Teil, sucht Partner prüft Märkte und versucht die Marke Starbucks zusammen zu halten.
Im Unternehmen wächst dabei ein gefährlicher Glaube. Geschwindigkeit bei der Expansion wirkt wie ein Beweis für Stärke. Starbucks gerät in einen Kreislauf, indem das Tempo der Eröffnungen gefeiert wird während das eigentliche Starbucks-Erlebnis immer mehr verwässert. Die Zahlen verdecken lange dass Schulz den Boden verliert.
Sein Ehrgeiz kollidiert nicht nur mit den Bedürfnissen seiner Familie. auch bei Starbucks verliert er den Bezug zur Basis. Oberflächlich läuft alles ideal aber mittelfristig werden diese Entwicklungen Starbucks an den Rand einer Katastrophe führen ... in einer Starbucks-Filiale im Manhattan, New York.
Während des Nachmittags an Drangs betritt eine Gruppe junger Leute in schlecht sitzenden Anzügen und altmodischen Kostümen den Laden. Sie tragen Namensschilder, die sie als angebliche Milliardäre ausweisen. Sie benehmen sich hochnäsig – einer Anspielung auf die reichen Unternehmensbosse. Eine von ihnen tritt auf dem Filialalter zu.
Da sind sie ja! Sie sind doch der Zuständige für die Starbucks-Filialen hier im Bezirk, oder? Ja. Verehrte Kundschaft! Wir möchten sie kurz um ihre Aufmerksamkeit bitten. Wir möchten diesem beispielhaften Starbugsmanager heute einen ganz besonderen Preis überreichen – Für gravierende unlautere Geschäftspraktiken.
Herzlichen Glückwunsch! Ich muss sie leider bitten, den Laden unverzüglich. Menschen wie Sie haben Starbucks zu dem gemacht was es momentan ist! Ich führe doch nur Anweisungen aus. Wir sind heute keine Baristas mehr Die Kaffeemaschinen sind halbautomatisch und eigentlich drücken wir nur noch Knöpfchen.
die Kundschaft bekommt all das aber als Premium-Kaffegenuss verkauft. Von uns verlangen Sie dabei hohe Arbeitsgeschwindigkeit, reibungslose Abläufe und gleichzeitig hyperfreundlichen Kundenkontakt. Moment! Sie arbeiten für Starbucks? Was genau?! Zum Dank gibt es niedrige Löhne, schwankende Arbeitszeiten Unterbesetzung und Fließbandarbeit.
Und wissen sie was? Nein Die ganze Zeit müssen wir so tun, als sei alles auch noch absolut nachhaltig und wir so dankbar hier zu arbeiten. Bei diesem beispielhaften sozialverantwortlichen Unternehmen Der Filialeiter schaut sich nervös im Laden um. Es herrscht Chaos! Wie als Milliardäre verkleideten Aktivisten und Aktivistinnen blockieren die Abläufe an der Kasse indem sie mit riesigen Mengen Kleingeld bezahlen.
Dann bemerkt der Vieljahrleiter, dass vor dem Fenster ein Übertragungswagen des Lokalfernsehens einparkt und einige Fotografen den Laden betreten. Die Aktivistin tippt ihm auf die Schulter! Ihr dachtet ihr könntet uns kaufen oder? Wie bitte?! Da wo die Gewerkschaft beginnt sich bei Starbucks zu organisieren gibt es plötzlich für das Team kostenlose Pizza, Mitgliedskarten fürs Fitnessstudio, Eintrittskarten für Basketball-Spiele.
Das sind doch einfach Belohnungen für gute Arbeit! Das ist Bestechung. Wer nicht mitspielt, wird wegen kleinster Vergehen gefeuert. Wir wissen dass ihr Filialleiter auf Warnsignale achten sollt Zum Beispiel wenn Mitarbeiter zu viel Zeit miteinander verbringen. Davon weiß ich nichts. Oh dann sollten sie vielleicht einmal das New York Magazine lesen.
Jemand von euch hat geplaudert Und die Presse hat mal recherchiert. Nur zweiundvierzig Prozent der Starbucks-Beschäftigten bekommen eine Krankenversicherung über das Unternehmen, obwohl zwei Drittel in Teilzeit arbeiten! Damit liegt Starbucks sogar unter Walmart, dass sechsundvierzig Prozent versichert.
Das ist unfair – viele im Team sind jünger. Die sind bereits über ihre Eltern oder ihr College versicherte. Und dann ist da noch diese wundervolle Dienstplansoftware Star Labor. Mitarbeiter werden nach Leistung bewertet. Schichten werden so unberechenbar verteilt, dass man manchmal abends von sechszehn bis zwanzig Uhr arbeitet und am nächsten Morgen wieder von fünf bis neun Uhr.
Was soll das? Das steht auch in unserem Handbuch! Es gibt keine Zusicherung oder Garantie, dass ein stundenweise beschäftigter Mitarbeiter die gewünschten Arbeitsstunden. jede Woche denselben Dienstplan. Oh, schön auswendig gelernt. Ich befürchte, das können Sie bald vergessen! Wir werden uns in Gewerkschaften organisieren – ob es Ihnen passt oder nicht?
Der Protest in Manhattan zeigt, dass bei Starbucks etwas beginnt schiefzulaufen. Nach außen wirkt das Unternehmen unauffaltsam. Unter dem aktuellen CEO Oren Smith verdreifert sich die Zahl der Läden auf mehr als neun Tausend. Starbucks gibt's jetzt auch in kleineren US-Stätten und Vororten. In den großen Innenstädten verdichtet das Unternehmen seine Präsenz.
Manchmal liegt eine große Filiale direkt gegenüber einer anderen. Starbucks hat gelernt, dass Kunden Bequemlichkeit wollen und nicht etwa lange Wege und Schlangen. Also baut Starbucks immer mehr Leben. Gleichzeitig expandiert das Unternehmen außerhalb klassischer Cafes. Die Produkte- und Baristatresen stehen plötzlich auch in Hotels Buchläden und in Kiosken großer Supermarktketten.
Alle Zeichen stehen auf Wachstum, immer mit dem Blick auf die Börse. Wie schon länger geplant. über den Zwei-Tausendfünf. Jim Donald als CEO Er hat einen Ruf als herzlicher Manager – er ist intern beliebt Aber er übernimmt ein Unternehmen das sich längst an extreme Erwartungen gewöhnt hat. Jährlich soll Starbucks Umsatz und Gewinn um mindestens zwanzig Prozent steigern Und so wird die Marke weiter ausgebaut unter anderem auf Musik Bücher und DVDs.
Starbucks verkauft nicht mehr nur Kaffee, sondern will auch sonst den Geschmack seiner Kundschaft prägen! Ein Raid-Charles Album das Starbucks mitproduziert gewinnt zwei tausend fünf acht Grammys. Millionen Exemplare werden verkauft ein Viertel davon in den Starbucks-Filialen. Für einen Moment wirkt es als ob Starbucks einfach alles kann.
Parallel greift das Unternehmen reihenweise Konkurrenten an. Mal werden sie übernommen Mal Standorte umgewandelt, mal verschwindet ein alter Name einfach unter dem grünen Logo. Dann zieht Gegenwind auf! Andere große Ketten reagieren und ein Wettrüsten beginnt. McDonalds baut Mac-Cafés – und ist damit besonders erfolgreich in Europa und Australien.
Auch andere Fastfood-Ketten ziehen nach. Sie greifen das Premiumsegment von Starbucks mit deutlich günstigeren Espressogetränken an. Starbucks reagiert mit Rabattaktionen veränderter Ladeneinrichtung und neuen Treueprogrammen. In der Presse etabliert sich ein Schlagwort, Coffee Wars – die Kaffee-Kriege!
Und ein Verbraucherschutzmagazin hat plötzlich eine Idee — Die Getränke der großen Ketten zu vergleichen Anfang im Raum New York. Zwei Mitarbeitende des Magazins Consumer Reports fahren an das Bestellterminal eines Starbucks mit Abholfenster. Es ist ihre letzte Station, nachdem sie schon die Cafés anderer Fast-Food-Giganten probiert haben.
Überall bestellen die beiden das Gleiche. Willkommen bei Starbucks! Hallo ich hätte gern zweimal frisch gebrühten Filtercafé mittelgroß kein Zucker keine Milch einfach schwarz. zwei grande Brutkoffee ohne alles. fahren Sie bitte vor zum Fenster? Dankeschön. na jetzt bin ich einmal gespannt Haben wir eigentlich schon alle anderen?
Ich schau nochmal. McDonald's, Dunkin Donuts Burger King, jeweils zwei Filialen und jetzt die Krönung mit Starbucks! Was war dein schlimmster bisher? Burger King – das sieht nur wie Kaffee aus, schmeckt aber nach gar nichts. Stimmt…. Und von den Anderen fand ich auch Dunkin-Donuts enttäuschend. Irgendwie harmlos, einfach ohne Wumms und dann noch teuer.
Das war doch der teuerste oder?! Absolut. Also wenn Starbucks jetzt nicht noch alles rausreißt, dann würde ich fast sagen... McDonalds hat den besten Kaffee. Damit habe ich nicht gerechnet! Und noch dazu den billigsten? So! Ihre zwei Grande Brut-Koffe ohne alles?! Hier bitte, stimmt so! Danke sehr! Einen schönen Tag noch.
und fahren Sie vorsichtig! Das mache ich! Oioioioi ganz schön... Bitter oder? Was meinst du? Verbrannt würde ich sogar sagen.. Ich meine Okay, das ist dieser Dark Rose bei dem sie die Bohnen länger rösten als andere. Aber wenn das das Ergebnis ist? Ich meine immerhin ist er stark! Das stimmt also nicht.
der schlimmste aber auch nicht der beste. Das wäre McDonald's obwohl vielleicht sollten wir das anders formulieren Der am wenigsten schlechte... Ja, der bei McDonalds war schon ordentlich und mäßig stark. Aber hatte jetzt auch keine feinen geschmacklichen Spitzen! Stell dir das mal vor ein paar Jahren vor... ...dass man sich Kaffee in einer Fast-Food-Kette kauft und darin nach feinen, geschmACKLICHEN SPITZENS sucht?
Irgendwas hat sich ziemlich geändert oder?! Das auf jeden Fall! So! Jetzt auf zu einer zweiten Starbucks-Fiale. Vielleicht ist der Kaffe da ja besser. Dann sind wir endlich durch. Ich bin schon ganz wuschig von dem ganzen Kaffee.". Die Schlagzeile trifft Starbucks an einem wunden Punkt. Ausgerechnet McDonalds, der Inbegriff von Fast Food soll den besseren Filtercafé brühen.
Das Unternehmen reagiert mit einem schmal lippigen Statement die weltweit vierundvierzig Millionen Kundenbesuche pro Woche in unseren Filialen zeigen dass viele Menschen unseren Premium Café genießen. Einige kritisieren die Methodik des Tests, aber es ändert nichts. Der Image-Schaden ist angerichtet.
Starbucks – Die Firma, die Amerika teuren Café beigebracht hat, verliert den einfachsten Vergleich. Schwarzer Café im Pappwächer! Und trotzdem schadet der Test dem Wachstum zunächst kaum. Starbucks eröffnet weiter, verdichtet die Präsenz, erschließt neue Märkte. Nach außen wird die Expansion zunehmend aggressiv... In den späten zwei Tausendern ändert sich das Bild der Marke.
Aus dem gemütlichen Third Place wird für viele ein Symbol von Gleichförmigkeit, steigende Mieten und seelenlose Ketten. Starbucks wird zur Projektionsfläche für amerikanische Globalisierung und Müllchaos. Im Jahr two-tausend sieben gehen bei Starbucks etwa zweikommer fünf Milliarden Papierbecher über die Theken, die wegen ihrer Kunststoffbeschichtung in den meisten Recyclingsystemen nicht wiederverwertbar sind.
Kritische Stimmen werfen der Marke auch fehlende Transparenz beim fairen Handel vor. Starbucks verweist auf die Zusammenarbeit mit Conservation International, einer Umweltorganisation, mit der das Unternehmen eigene Standards für nachhaltigen Café entwickelt. Das Problem? Starbucks lässt sich nicht einfach von außen kontrollieren sondern baut sein eigenes System und entscheidet selbst mit was Verantwortung genau bedeutet.
Es wirkt auf viele wie reine Markenpflege. Die Zahlen bleiben beeindruckend, aber besonders der Unternehmensgründer Howard Schultz macht sich Sorgen. Im Februar in den Künsten sitzt er früh morgens an seinem Küchentisch und schreibt ein internes Memo an die obersten Führungskräfte. Es trägt den Titel «Die Entzauberung des Starbucks-Erlebnisses».
Schultzz waren das Starbucks für die mittlerweile dreizehntausend Läden Entscheidungen getroffen hat die nicht mehr seiner Vision entsprechen. Das Memo ist nur für die interne Kommunikation gedacht, doch dann wird es der Presse zugespielt. February, im Ziertel. In der Firmenzentrale bei Starbucks brennt die Luft.
Zeitungen, Magazinen und Nachrichtenportale wollen Statements der Unternehmensführung. Howard Schultz steht dabei besonders am Fokus. Er ist im Moment zwar nicht Geschäftsführer, aber Schärmerin des Verwaltungsrats und weiterhin die prägende Figur hinter dem modernen Starbucks-System. In seinem Büro versucht er eine Erklärung zu formulieren.
Dann steht plötzlich seine Kommunikationschefin in der Tür. Ach gut dass du da bist! Mach kurz die Tür zu. Howard ich kann es nicht anders sagen... ...aber da hast Du uns ein Ei gelegt. So war das nicht gedacht. Nun ja Ich muss jetzt jedem Presse-Typ sagen, ja das hat Howard wirklich geschrieben. Ja es ist echt!
Es war nur für interne Zwecke gedacht. Ja das hat gut funktioniert Howard. ich zitiere dich mal Verlorenes Aroma Zusterile Läden Zu wenig Romantik und Theater. Was soll das überhaupt heißen? Espresso isst genau das Romantick Und was ein Barista macht, ist wie eine Aufführung. Die Bewegungen mit der die Maschine bedient wird... ...die feine Krämer – all das gehört dazu!
Wie bei einem Theaterstück? Wir planen als mittelfristiges Ziel zwanzigtausend Läden weltweit. Wie sollen wir das mit Romantik und Theater schaffen? Ach egal…. viel wichtiger. Es ist ja nicht nur die Presse. Alle sind jetzt aufgescheucht Investoren, Konkurrenz, Partner Hand aufs Herz hauert. Hast du das Memo gelegt?
Ich?! Das sehe ich aus wie ein Whistleblower! Weißt Du was ich bin? Ich bin geschockt und fassungslos, dass ist ein Vertrauensbruch erst der Kategorie. Ich will doch auch herausfinden wer das Memos geleakt hat. Einen Moment schweigen sich Schulz und seine Kommunikationschefin ratlos an. Dann setzen Sie sich gemeinsam an den Couch-Tisch in der Ecke des Büros und beginnen Notizen für ein offizielles Statement zu machen.
Entschuldige Hart, ich denke wir müssen einfach die Realität der heutigen Zeit ins Auge blicken! Diese ganzen Online-Blocks und jetzt dieses Facebook wo alle einfach ihre Meinung rausposaunen... nichts ist mehr vertraulich. Was soll also in diesem Statement? Also.. Wir bestätigen es auf jeden Fall nochmal.
Wir könnten zum Beispiel sagen Dass es einfach zeigt, dass der Tonfall die Leidenschaft und das Engagement spiegelt mit den Starbucks daran arbeitet. Was weiß denn ich? Die Authentizität des Starbucks-Erlebnisses auch während des Wachstums der Kette zu bewahren. Irgendwas in Richtung Erfolg ist kein Selbstläufer sondern muss jeden Tag neu verdient werden.
Genau so was. Mach weiter! Ähm, der Status quo ist uns nicht gut genug? Wir streben ständig nach Neuerungen... Nicht aufhören – noch irgendwas mit Unternehmensphilosophie und Inspiration und so…. Ich hab's! Das is die Konsequente seit langem verfolgte Unternehemsphilosofie Die sicherstellt, dass wir unseren Kunden das inspirierende Erlebnis bieten, was sie von uns erwarten.
Ich denke... Wir haben es! Howard ... Du hast schon so viel mit diesem Unternehmen durchgemacht. Auch das wird vorübergehen. Wir stehen das durch. Das Memo lässt sich nicht mehr einfangen. Was als interne Warnung gedacht war, wird zum öffentlichen Beweis, dass der Visionär von Starbucks an der Magie seines eigenen Unternehmens zweifelt.
In Seattle beginnt sich etwas zu bewegen. Aber unter Führungskräften und den Teams in den Läden wird das teilweise anders aufgenommen. Einige fühlen sich angegriffen, aber andere auch. endlich verstanden. Offiziell ist Jim Donald immer noch CEO. Nach außen soll alles nach bester Ordnung aussehen – doch im Hintergrund entsteht ein Plan!
Howard Schultz bereitet mit einigen wenigen Vertrauten seine Rückkehr als Geschäftsführer vor. Nach dem letzten League ist ihm klar, dieses Geheimnis darf nun wirklich auf keinen Fall vorab ins Internet. Das war Folge drei von vier! Von Imperium Die Starbucks-Story Von Studio J. Wenn du mehr erfahren willst über Starbucks empfehlen wir dir die Bücher Pour Your Heart Into It und Onward von Howard Schultz und Starbuckt von Taylor Clark.
Ein Hinweis zu den Dialogen, die du gehört hast Wir wissen natürlich nicht genau was gesprochen wurde. Alle Dialoge basieren nach bestem Wissen auf unseren Recherchen. Ich bin Marc-Ben Poch und ich bin Aline Staskowiak. Tom Ehhardt hat die Folge geschrieben für Studio J, ProducerInnen Philippa Halder und Florian Balmer.
Executive Producer Janis Gebhart. Das Sounddesign hat Justin Göde gemacht gemischt von Fabien Klinke In jeder Folge. Davin gefällt das, erzählen euch die beiden Hosts Anna Bühler und Christian Alt einen absurden Fail aus der Menschheitsgeschichte, der sich wirklich so zugetragen hat. Es geht um verrückte Erfindungen, gescheiterte Expeditionen und andere absurde Ideen.
Zum Beispiel die Geschichte von Annie Attson-Taylor, die sich mit einem fast den Jagarafälle heruntergestürzt hat oder die Story vom vergessenem Fahrer O'Echnathon, der während seiner Zeit so viel Mist gebaut hat dass sein Name aus der Geschichte ausradiert werden sollte. Oder die Geschichte vom Axtmord von Panmunyom, ein Streit zwischen Nord und Südkorea bei dem es eigentlich nur um eine einzelne Pappel ging.
Wenn ihr wissen wollt was hinter diesen und vielen weiteren Geschichten steckt hört unbedingt mal rein! Es gibt schon über zweihundert Folgen. Darwin gefällt das. Gibt es jeden Montag überall wo's Podcasts gibt auf Spotify und YouTube auch als Video.