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Jagdwissen to go· Folge 11

Das Rotwild

Dienstag, 8. September 2026 · 19 min

MP3

Shownotes

Der Rothirsch (Cervus elaphus) — Deutschlands größtes regelmäßig freilebendes Wildtier und nach dem Elch die größte Hirschart Europas. Eine Folge über Biologie, Verhalten, Lebensraum und jagdliche Verantwortung — für Jäger und Naturinteressierte.

Ernährungsökologisch ist Rotwild ein Intermediärtyp nach Hofmann: flexibel zwischen Raufaser und nährstoffreichen Konzentraten — anders als das Reh, das als Konzentratselektierer auf leicht verdauliche Nahrung angewiesen ist. Das Leittier des Kuhrudels ist definitionsgemäß ein führendes Alttier mit Kalb — ein jagdpraktisch oft unterschätztes Detail.

Schwerpunkt der Folge ist die genetische Verarmung deutscher Rotwildpopulationen durch Lebensraumfragmentierung und die gesetzliche Beschränkung auf Bewirtschaftungsgebiete. Sichtbares Symptom in betroffenen Populationen ist die Brachygnathia inferior — eine Unterkieferverkürzung als Folge von Inzuchtdepression.

Quellen
• Westekemper & Balkenhol (2022) — Genetische Untersuchung deutscher Rotwildvorkommen, Universität Göttingen, gefördert vom DJV: jagdverband.de/content/rotwild-genetisch-verarmt
• Arnold et al. (2015) — Winteranpassung des Rotwildes, Vetmeduni Wien, American Journal of Physiology: vetmeduni.ac.at/de/infoservice/presseinformati…
• Rotwild — Steckbrief und Jagdzeiten, Deutscher Jagdverband: jagdverband.de/content/rothirsch-cervus-elaphus
• Rotwild als Wildtier des Jahres 2026, NABU: nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/sonstig…

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