Kontext.FM· Folge 16

015 Bauplan, Lern-App, Podcast-Schnitt: Das übernimmt jetzt Claude

Mittwoch, 28. Oktober 2026 · 49 min

MP3

Shownotes

Eine iPhone-App, die aus Zeitungsartikeln Lernkarten macht. Ein Markdown-Editor für den Mac, gebaut, weil der Einkauf im Konzern zu lange dauert. Und ein kompletter Bauplan für eine Betonplatte, inklusive Baumarkt-Links und der Frage, ob man den Betonmischer mietet oder kauft. Und auch diesen Podcast schneidet inzwischen Claude. Kai und Trutz sind zurück mit einem Vibe-Coding-Update.
Los geht es mit PHP2Shell: Die Lücke hat weltweit Websites offline gehen lassen. Trutz hat die Gelegenheit genutzt, die eigenen Apps mit dem Security-Audit-Skill von Cloudflare zu prüfen. Dessen Macher schreiben selbst, dass ein Durchlauf nur etwa die Hälfte der Lücken findet.
Themen dieser Folge:
• PHP2Shell: warum so viele Seiten offline waren und warum Claude Code den Test der eigenen Website verweigert hat.
• Der Security-Audit-Skill von Cloudflare und warum man ihn mehrfach laufen lassen sollte.
• Flashcards aus der Zeitung: eine iOS-App mit Claude Code, Xcode und Gemini 4 Argon.
• Sieben Tage Laufzeit ohne Apple-Developer-Zertifikat und was Claude über Xcode alles selbst erledigt.
• Claude Design aus Claude Code heraus nutzen und Apps bauen, die nicht nach Standard-iOS aussehen.
• Podcast-Schnitt und animierte Shorts mit Claude und HyperFrames und die Frage, wie viel AI-Video die Plattformen noch vertragen.
• Kais Markdown-Editor in Swift: minimalistisch, mit Live-Updates, wenn ein Agent die Datei ändert.
• Eigene Tools statt Einkaufsprozess: Features genau so bauen, wie man sie braucht, etwa Anonymisieren mit einem lokalen LLM.
• Eine Betonplatte mit Claude planen: Norm oder Hausgebrauch, 70 Säcke Beton und der Tipp, den Betonmischer zu kaufen und wieder zu verkaufen.
• Visualisierung per ChatGPT und Geodaten aus TIM-online: Passt der Lkw mit 40 Tonnen Schotter in die Straße?
• Ausgedachte Studien, die Sprachmodelle als Wissen weitergeben, und warum Google hier einen Vorsprung hat.
• Claude Duet, OpenClaw und Hermes: Wer braucht einen eigenständigen Agenten?
Links:
• Cloudflare Security-Audit-Skill: github.com/cloudflare/security-audit-skill
• HyperFrames: github.com/heygen-com/hyperframes
• TIM-online (Geodaten NRW): tim-online.nrw.de

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

015 Bauplan, Lern-App, Podcast-Schnitt: Das übernimmt jetzt Claude015 Bauplan, Lern-App, Podcast-Schnitt: Das übernimmt jetzt Claude [00:00:00] Moin Kai.

[00:00:01] Moin Trutz.

[00:00:03] Na, warst du auch von der PHP2Shell-Sicherheitslücke betroffen?

[00:00:08] Ja, tatsächlich fast gar nicht. In meiner Karriere bin ich selten PHP begegnet oder hab's eingesetzt, ehrlich gesagt. Hatte ich bisher nicht viel mit zu tun, und ich hab's jetzt nur zum Anlass genommen, bei den WordPress-Instanzen, die irgendwie bei meiner Domain beim Hoster laufen, mal auf den Aktualisieren-Button zu klicken. Aber da läuft eh nicht viel, das ist nur die Startseite, die mit WordPress jetzt irgendwie noch erstellt wird. Das heißt für mich: keine Nachtschichten. Aber ich hab gesehen, diverse Webseiten waren offline, und ich glaube, viele IT-Leiter, viele ITler waren in den Stunden und Tagen sehr, sehr busy. Wie war's denn bei dir? AMALYTIX, PHP irgendwo, was dich beschäftigt hat?

[00:00:55] Nee, Gott sei Dank auch nicht. Wir laufen auf Node.js, wobei da kam ja, glaube ich, im gleichen Zuge auch eine andere Lücke raus. Also haben wir dann Node.js auf unseren Servern aktualisiert. Aber ich war auch überrascht, wie weit verbreitet PHP noch zu sein scheint, ne? Gut, klar, Wikipedia, WordPress, das sind so die Schlachtschiffe, und WordPress hat ja echt der eine oder die andere laufen. Wir sind da zum Glück seit Jahren runter, und unsere Webseite läuft auf Basis von Astro.js, was jetzt gerade hinsichtlich Coding-Agenten auch super ist. Insofern musste ich kein WordPress aktualisieren. Ich hab noch ein Altprojekt, das läuft tatsächlich immer noch auf PHP, aber da konnte ich wenig machen. Da musste ich einfach warten, bis der Hosting-Anbieter das Update auf die neue PHP-Version eingespielt hat, und das hat er auch recht schnell gemacht. Dadurch, dass das eh kein kritisches System war, war ich da relativ entspannt und konnte eh nichts tun, ne? Aber trotzdem, es sind ja echt einige Seiten offline gegangen, ne? Ich glaube, die Uniklinik Köln hat mal eben ihre Seite offline gestellt. Da dachte ich auch: Ach krass, die laufen auf PHP. Und irgendwo habe ich gelesen, dass noch 70 Prozent des Webs auf PHP laufen. Konnte ich gar nicht glauben, aber es scheint ja echt noch weit verbreitet zu sein, ne? Und wahrscheinlich müssen wir uns eh darauf einstellen, dass durch AI mehr solcher Sicherheitslücken gefunden werden, glaube ich zumindest.

[00:02:21] Ja, erstaunlich. Hätte ich auch nicht gedacht. Es waren auch relativ viele Seiten lange offline. Ich hab immer mal wieder geguckt, gerade in NRW waren einige Seiten von Hochschulen et cetera nicht erreichbar. Und das auch gar nicht so kurz. Am nächsten Tag waren die immer noch offline.

[00:02:40] Das hat ja auch echt gedauert, ne? Das ist ja auch wirklich maximal schlecht gelaufen. Die wollten das ja eigentlich koordiniert kommunizieren, und dann hat es irgendeiner plötzlich auf Hacker News geleakt, war sich gar keiner Schuld bewusst, und dann ist es ja losgebrochen. Und da war auch noch gar kein richtiger Fix da. Ich hoffe, dass das beim nächsten Mal besser läuft. Selbst große Anbieter wie Amazon, die dann irgendwelche Images für ihre Docker-VMs bereitstellen mussten, haben sich ja maximal Zeit gelassen. Ich glaube, das hat viele Leute unvorbereitet getroffen. Und ich hoffe, dass das beim nächsten Mal ein bisschen koordinierter abläuft, damit nicht, wie du sagst, alle Nachtschichten machen und denken: Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Ich hab dann auch mal getestet, ob Claude Code prüfen kann, ob wir betroffen sind und ob unsere Seite da irgendwie ausbeutbar ist. Da hat er sogar die Arbeit direkt verweigert, weil er dachte, ich will jetzt meine eigene Seite angreifen.

[00:03:38] Ja, okay.

[00:03:39] Da hat er sofort abgeblockt. Wohingegen, was wir ja häufig machen: Wenn man sagt, hier ist der Quelltext von unserer App, kannst du mal gucken, ob da Sicherheitslücken sind, das macht er eigentlich relativ klaglos. Aber sobald es darum geht, eine externe Seite mal eben anzutesten und zu gucken, ob die Türen alle zu sind, ist er, glaube ich, entsprechend trainiert, das nicht zu machen. Aber ich habe das dann nochmal zum Anlass genommen. Bei GitHub gibt es ja dieses Trending-Board. Da kann man sehen, welche Repositories gerade viele Sterne dazugewinnen. Und da ist mir von Cloudflare ein Skill aufgefallen, der hieß, glaube ich, Security Audit, irgendwie so was. Können wir mal in den Shownotes verlinken. Den habe ich dann genommen und mit Claude losgeschickt, um nochmal unsere App und noch eine andere App zu prüfen. Es ist zum Glück nichts Kritisches rausgekommen. Aber zumindest war ich dann auch mal beschäftigt, als eh alle nach Sicherheitslücken gesucht haben. Irgendwas findet der ja auch immer, das haben wir auch gefixt, aber es war nichts Dramatisches, was als kritisch eingestuft worden wäre.

[00:04:41] Der Skill ist allgemein, also einfach ein Markdown-Skill, den du mit jedem Agenten nutzen kannst?

[00:04:47] Genau. Ich glaube, der ist nicht spezifisch für einen Coding-Agenten. Wenn man den installiert, fragt er dich, was du für einen Coding-Agenten hast, und baut dir dann entsprechende Symlinks direkt in deinen Agenten rein, sodass Claude Code oder Codex oder OpenCode oder was auch immer du gerade nutzt, darauf zugreifen kann. Und der ging sehr strukturiert vor. Da war schon ein System dahinter. Es hat ewig lange gedauert, bis der da durch war, weil er erst verschiedene Angriffsvektoren prüft, die dann verifiziert und nochmal prüft und nochmal. Was ich ganz interessant fand, war ein Satz im Repository von den Leuten, die das gebaut haben. Da stand: Unserer Erfahrung nach findet der Skill circa 50 Prozent der tatsächlich vorhandenen Sicherheitslücken im ersten Durchlauf. Und das heißt ja wirklich: Einmal durchlaufen lassen reicht überhaupt nicht, ne? Man muss es eigentlich fünf, sechs, sieben, acht Mal starten oder vielleicht sogar parallel, weil die halt alle nicht deterministisch sind. Die haben irgendwelche Ideen, verfolgen dann eine Spur und lassen gleichzeitig andere liegen. Fand ich nochmal einen guten Reminder, dass das keine Garantie ist, nur weil du so einen Mega-Skill mit einem guten Modell losgelassen hast.

[00:06:01] Ich gucke es mir gerade mal an: eine SKILL.md und dann noch so 20 Markdown-Dateien mit Zusatzinformationen. Echt komplex, also es ist jetzt nicht wenig, was da beschrieben ist, wie das Tool vorgehen soll.

[00:06:21] Ja.

[00:06:22] Total interessant. Das ist, glaube ich, auch das, was nicht so intuitiv ist, ne? Dass die Dinger nicht deterministisch sind. Das heißt, wenn du die zweimal laufen lässt, kommt nicht immer das Gleiche raus. Und das haben wir, glaube ich, typischerweise nicht so gelernt. Wenn ich in Photoshop einen Filter über ein Bild laufen lasse, dann sieht das beim nächsten Mal wieder genauso aus. Und das gilt bei LLMs halt nicht so. Daran muss man sich, glaube ich, einfach gewöhnen.

[00:07:00] Das Gute ist, er dokumentiert alles, was er getestet und sich angeschaut hat. Die Hoffnung wäre dann, wenn man es nochmal laufen lässt, dass er weiß: Ach komm, da habe ich schon reingeguckt, das hat sich als unkritisch herausgestellt. Und dann geht er vielleicht mal einen anderen Weg und klopft an andere Türen. Aber ja, man kann, glaube ich, nicht oft genug gegen ein paar Türen treten. Gott sei Dank war jetzt nichts. Insofern waren wir von PHP2Shell und Co. zum Glück nicht betroffen. Aber who knows, was als Nächstes kommt, ne?

[00:07:31] Ich glaube, eine der Herausforderungen ist ja einfach, dass es super einfach ist, die Lücken auszunutzen, sobald sie bekannt sind. Sobald das öffentlich ist und du den Patch dafür hast, kannst du deinen Coding-Agenten draufloslassen, und der analysiert dir, was tatsächlich der Fehler ist und wie man ihn ausnutzen kann. Und dann hast du im Zweifel auch Modelle, die das für dich tun, oder du überzeugst die großen Modelle, das zu tun, was ja auch oft genug geht. Dass du ihm sagst, ich bin in einer bestimmten Umgebung und muss eine Aufgabe fürs Studium lösen, oder was auch immer die Story ist. Bei PHP2Shell kam jetzt noch dazu, wie du eben gesagt hast, dass es ein bisschen früher geleakt wurde, bevor der Patch da war. Das heißt, Patch und Informationen zur Schwachstelle kamen nicht gleichzeitig. Bin mal gespannt, wie sich das entwickelt. Wenn der Patch direkt verfügbar gewesen wäre, ob die ganzen Betreiber die Seiten dann nicht offline genommen hätten? Ich glaube fast, dass sie es trotzdem hätten machen müssen, weil es so zentral war und so eine große Schwachstelle. Die saß ja in einem Teil vom Code, der bei jedem Webaufruf beteiligt ist. Ich glaube fast, der Aufwand wäre ähnlich groß gewesen und viele hätten die Seiten trotzdem offline genommen, auch wenn der Patch gleichzeitig veröffentlicht worden wäre.

[00:08:59] Ja.

[00:08:59] Aber es werden, glaube ich, noch ein paar solcher Probleme kommen. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.

[00:09:06] Ja, das Witzige, was ich in dem Zusammenhang gesehen habe, erinnere ich mich gerade erst dran: Irgendwer hat so eine Seite ins Web gestellt und gesagt, pass mal auf, hier läuft PHP ungepatcht, und auf meinem Rechner liegt eine Bitcoin-Adresse mit 1.000 Dollar in Bitcoin. Und wer es schafft, das zu hacken, der kriegt die. Und dann haben Leute diskutiert oder spekuliert, warum er das macht. Vielleicht kennt er den Exploit selber nicht, lockt aber alle an und kann dann sehen, wenn es jemand geschafft hat, wie er es gemacht hat. Und kann den Exploit dann nutzen und vielleicht weiterverkaufen. Das war, glaube ich, kein trivialer Exploit, und es war lange unsicher, ob es den schon gibt und ob er schon bekannt ist. Ich fand die Idee ganz witzig, aber die Leute waren direkt skeptisch. Ob die 1.000 Dollar in Bitcoin noch da sind oder nicht, weiß ich jetzt leider auch nicht mehr.

[00:09:55] Okay. Na gut. Von PHP waren wir beide nicht betroffen, das ist schon mal gut. Das heißt, wir konnten schlafen und mussten keine Server offline nehmen.

[00:10:05] Das stimmt.

[00:10:06] Das macht die Woche ein bisschen entspannter. Was hast du denn sonst so getrieben? Vibe-Coding-Update, gibt's da was?

[00:10:14] Das Vibe-Coding-Update, ja. Gerade gestern ist mir was aufgefallen. Ich habe ja die Zeit abonniert, und manchmal lese ich Artikel und denke danach: Was habe ich jetzt eigentlich davon mitgenommen? Ich muss dazu sagen, mein Allgemeinwissen ist auch nicht das beste, und ich hoffe, durch Zeitunglesen doch ein bisschen mehr auf der Höhe zu sein. Und plötzlich hatte ich so eine Eingebung und dachte, wäre doch cool, wenn man sich auf Basis eines Zeitungsartikels schnell ein paar Flashcards bauen kann. Flashcard-Learning ist ja dieses Konzept: Man schreibt eine Frage auf eine Art Karteikarte, und hinten steht die Antwort, nur das Ganze digital. Dann wird einem diese Karte so lange vorgespielt, und man muss die Antwort raten, bis man sagt: Jetzt kann ich's. Nach einem gewissen Algorithmus zeigt er einem die Sachen, die man nicht gut konnte, immer häufiger, und die Sachen, die man gut konnte, lässt er weg. Das Prinzip ist bei Leuten, die professionell lernen, Studenten et cetera, sehr beliebt.

[00:11:10] Ich erinnere mich.

[00:11:11] Ja, ich habe es nie gemacht, aber im Nachhinein eigentlich schade, weil es ein super effektives Instrument zu sein scheint, wenn es wirklich um hartes Auswendiglernen geht. Und dann dachte ich mir, wäre doch witzig, eine App zu haben, mit der ich einfach ein Foto vom Artikel mache, und mit AI soll die mir dann Flashcards erstellen. Und dann habe ich gedacht: Komm, probierst du es mal, eine iOS-App zu entwickeln. Also habe ich Xcode angeschmissen, Claude Code angedockt und meine Idee beschrieben. Der hat daraus nochmal ein Konzept verfasst, ich habe gesagt, klingt gut, und dann: Mach doch mal. Und daraus ist tatsächlich eine iOS-App entstanden, die auch funktioniert. Dann haben wir noch Modelle durchgetestet, welches Modell das am besten kann, Kosten, Nutzen, und am Ende sind wir bei Gemini 4 Argon gelandet. Und es ist tatsächlich relativ simpel: Man schickt einfach das komplette Foto an Argon. Erst habe ich versucht, das mit den iOS-eigenen Texterkennungstools zu transkribieren, die es ja auch gibt. Wenn es ein klarer Artikel war, ohne Werbung, höchstens noch mit einem Bild mittendrin, dann war es okay, dann konnte er sogar Spaltentexte richtig erkennen. Aber manchmal gehen die Artikel ja über eine ganze Seite, und unten ist eine Viertelseite Werbung, und die kannst du ja nicht rausschneiden, wenn du das fotografierst. Da hatte er dann Schwierigkeiten. Insofern haben wir irgendwann gemerkt: Nee, es ist einfacher, wir schicken das ganze Bild an Argon. Der kann das super erkennen, liefert die Fragen zurück, und die werden auf dem iPhone gespeichert. Ich habe gesagt: Mach mir vier allgemeingültige Fragen, die man implizit aus dem Artikel herauslesen kann, und noch vier spezielle Fragen. Und jetzt weiß ich zum Beispiel, dass Galeria Kaufhof, das ging ja gerade durch die News, 83 Läden und 12.000 Angestellte hatte. Das war ein Fakt, den er da rausgearbeitet hat. Und tatsächlich, wenn man das immer wieder trainiert hat, hat das gut geklappt. Na ja, mal gucken, ob ich es durchziehe. Jetzt ist natürlich die Anwendung das Kritische. Und was mir auch fehlt, ist ein Apple-Developer-Zertifikat. Ich kann die App zwar auf meinem iPhone installieren, aber dann kann ich sie dort angeblich nur sieben Tage lang öffnen. Dann verweigert iOS die App, und ich muss sie neu installieren. Das ist ein bisschen schade, aber mal gucken, ob ich mir nochmal eins zulege.

[00:13:23] Ja, das ist tatsächlich ein bisschen nervig, finde ich auch. Für einen App Store verstehe ich das schon. Wenn du wirklich Software entwickeln willst, ist es auch okay, dass du dafür zahlst. Aber eine App auf mein eigenes iPhone zu bekommen, geht halt nicht, zumindest nicht sinnvoll und komfortabel. Ich glaube, das würde auch anders gehen. Ich bin ja sonst ein großer Freund vom Appleverse, das hat auch viele Vorteile, aber das hat mich auch schon oft genervt. Du willst nur was Kleines bauen, und dann sind 99 Euro oder Dollar im Jahr nötig. Ärgert mich auch immer ein bisschen.

[00:14:06] Ja. Aber was gut geklappt hat: Wenn man es schafft, Claude Code und Xcode zu verbinden, das geht über einen speziellen Befehl, dann kann Claude wirklich direkt auf Xcode zugreifen, obwohl das gar nicht läuft. Und dann kann Claude echt alles machen, debuggen, und es kann das Ding auch direkt rüberschieben aufs Telefon, und wie von Geisterhand erscheint plötzlich diese App da. Man muss das Telefon vorher in eine Art Entwicklermodus setzen. Dafür gibt es eine Einstellung irgendwo tief verborgen, und dann gehen die Warnmeldungen richtig an. Willst du das wirklich, dein Telefon wird unsicher, dann musst du es neu starten, und dann fragt er dich nochmal: Du hast das aktiviert, willst du das wirklich? Ich habe immer gesagt: Ja, okay. Und dann konnte man eigene Apps installieren. Das Gute ist, die Daten bleiben auf dem Telefon erhalten. Selbst wenn ich die App nach sieben Tagen drüberinstalliere, sind die Daten, glaube ich, nicht verloren, es sei denn, ich lösche die App komplett und installiere sie neu. Und ich habe mir direkt erst mal eine Exportfunktion für die Karten gebaut, damit die per JSON im Dateisystem abgelegt werden können. Dann kann ich sie im Notfall wieder importieren. Ich hatte ja ganz früher mal eine iOS-App für einen anderen Dienst, und das Ding zu entwickeln war ein Pain, mit den ganzen Manifestdaten, die man per Hand pflegen musste. Das ist deutlich einfacher geworden. Kann ich eigentlich nur empfehlen, wenn jemand mal Interesse hat, das ist nicht mehr weit weg. Und da habe ich auch noch Claude Design angeschmissen, weil die App sehr iOS-typisch aussah, mit den typischen iOS-Bedienelementen. Da dachte ich mir: Geht das nicht schicker? Ich habe Claude gebeten, nochmal ein Design-System zu bauen, und das kann er ja mittlerweile auch. Danach sah es schon ein bisschen netter aus. Und wie gesagt, ich bin ja auch kein Designer, aber es ist schon irre, was man heute aus dem Stand als einzelner Mensch ohne Ahnung bauen kann, ne?

[00:15:51] Hast du Claude Design separat angestoßen oder direkt aus Claude Code heraus?

[00:15:57] Das geht mittlerweile auch aus Claude Code, wusste ich auch nicht. Da gibt es einen Slash-Befehl, /design-login, und dann verbindet er sich mit einem normalen Claude-Account. Und innerhalb der App hast du ja dieses Design-Ding, also kann er dann auch aus Claude Code heraus Design-Systeme erstellen und auch lesen. Scheinbar nicht organisationsübergreifend, wie ich beim anderen Projekt lernen musste, aber das hat er dann gemacht. Insofern hat man praktisch auch einen Designer an der Hand. Wenn man das einmal einstellt, kann er in jeder Session wieder darauf zugreifen und weiß, wie die Buttons auszusehen haben. Das fand ich auch ganz cool. Das nutzen wir bei AMALYTIX mittlerweile auch, so ein Design-System. Und mittlerweile kann man ja auch Präsentationen bauen, da wollen wir auch nochmal was machen. Ich glaube, das ist ein starkes Tool, das jetzt unter dem offiziellen Titel Artefakte läuft. Das ist sperrig. Aber ich glaube, Claude Design bauen sie jetzt so um, dass es Teil dieser Artefakte-Ecke von Claude wird.

[00:16:57] Das wirkt bisher immer noch so ein bisschen separat, ne?

[00:17:00] Dieses Design, ne? Es gab ja vorher Claude und Cowork, und jetzt fassen sie, glaube ich, Claude und Cowork zusammen, aber ich sehe es immer noch getrennt. Und Design wird jetzt irgendwie wieder in Artefakte rübergebaut. Da dranzubleiben ist schwierig, auch was die Einstellungen angeht. Ich wollte zum Beispiel mal einen Cronjob einstellen, der regelmäßig prüft, wann der neue Mac Studio rauskommt, der ja demnächst mit 512 Gigabyte RAM kommen soll. Da habe ich gesagt: Du kannst mal täglich oder stündlich gucken, wann der da ist. Vielleicht bestellt man den dann ja mal, bevor er ausverkauft ist. Ob ich die Kohle habe, ist eine andere Frage.

[00:17:41] Das ist auch eine Frage, wie viele Nullen da am Preis stehen, wenn da 512 Gigabyte drin sind. Wahnsinn.

[00:17:46] Einmal RAM, und dann brauchst du noch Festplatte, ne? Da kannst du dich ja jetzt schon in Höhen konfigurieren. Aber egal, anderes Thema. Ich berichte, wenn ich auf Bestellen gedrückt haben sollte.

[00:18:01] Oder Claude das ganz alleine gemacht hat.

[00:18:04] Das wäre lustig: Du wolltest bestellen, habe ich für dich gemacht, viel Spaß mit dem Gerät.

[00:18:08] Fünf Stück.

[00:18:09] Genau, damit wir auch einen richtigen Cluster aufbauen können. Für diesen Cronjob muss man irgendwo einstellen, auf welche Webseiten er zugreifen darf. Und da verliert man sich in diesen Einstellungen, weil es die dann für Cowork gibt, für eine andere Funktion, also ich verstehe die Claude-App noch nicht hundertprozentig, was man da wo macht. Und am Ende habe ich es nicht geschafft, um es mal kurz zu halten. Aber wie sind wir da jetzt hingekommen? Ja, über Claude Design. Also ein mächtiges Instrument, und es kann einem auch helfen, Apps zu bauen, die dann vielleicht nicht so wie Standard-iOS aussehen.

[00:18:48] Ja, ich finde aber tatsächlich, typischerweise sehen die Apps mittlerweile schon ganz gut aus. Wenn man ein bisschen Basics mitgibt, wie es ungefähr aussehen soll, ist das Ergebnis echt schon gut.

[00:19:01] Ja.

[00:19:02] Aber es sieht halt alles sehr ähnlich aus, ne? Genauso wie Präsentationen, die mit Claude erstellt wurden, die erkennt man im Moment auch noch.

[00:19:08] Man erkennt es halt immer noch. Auch Webseiten.

[00:19:13] Genau, aber wenn man sich Mühe gibt, geht's halt. Wenn man sich Mühe gibt, baut er das auch anders, dann muss man sich aber auch Mühe geben. Aber wenn es einem wichtig ist, dann kann man das tatsächlich auch bauen.

[00:19:25] Ja. Ich habe jetzt sogar einen Skill gesehen, der Claude beibringen soll, nicht so auszusehen wie Claude, also typische Sachen zu vermeiden, weiß nicht, Lila für AI oder so. Und ich nutze manchmal einfach den Zusatz: Nutze deine Frontend-Design-Skills. Da ist irgendein Skill eingebaut, wenn es um Frontend und UI geht, und dann wird es plötzlich anders und schön. Trotzdem sieht man mit einem guten Auge schon, dass es wahrscheinlich doch aus der Ecke kommt. Aber hey, es ist immer besser als das, was ich selber bauen könnte.

[00:19:52] Ja, auf jeden Fall.

[00:19:56] Genau, und wo Claude Code mittlerweile auch super ist, das merken wir beide ja auch, ist im Bereich Schnitt und Animationen. Da hat mich mein Kollege Martin hart überrascht. Der hat mir plötzlich irgendwann gesagt: Übrigens, den Podcast schneiden wir jetzt mit Claude, mit AI. Ist auch krass. Das ist das eine. Und das andere: Wir bauen ja noch kleine Reels für Instagram und Co., und da bauen wir auch Animationen ein. Und die werden auch von Claude gebaut, in Verbindung mit einem Tool, das HyperFrames heißt. Auch Open Source. Verbrät ordentlich Tokens und geht eigentlich nur mit Claude Opus 5.5 im Modus High. Aber was da rauskommt, ist wirklich mindblowing. Wer das noch nicht gesehen hat, sollte uns mal auf Instagram folgen und sich die letzten Shorts angucken. Ist wirklich krass. Der nimmt einfach unser Video und legt Animationen drüber, drunter, rechts, links. Er kann auch verschiedene Kameraspuren zusammenschneiden, wenn man verschiedene Aufnahmen hat. Das hat mich nochmal geflasht.

[00:20:59] Ja, und vor allem mehr oder weniger automatisch, ne? Also es ist nicht so, dass du das Tool per natürlicher Sprache bis ins Detail definieren musst und er das dann technisch umsetzt. Er baut's halt einfach. Mehr oder weniger: machen, machen, machen, und dann wird's gebaut. Echt spannend. Ich war beeindruckt, als ich das gesehen hab.

[00:21:27] Ich auch.

[00:21:28] Da geht wirklich viel.

[00:21:30] Als wir zum Beispiel mal über Waymo gequatscht haben, hat er eine kleine Animation gemacht, wie ein Auto andere überholt. Und da sieht man gerade auf YouTube, es ist ja auch Fluch und Segen zugleich, ne? Weil jetzt macht jeder diese animierten Reels, und wenn man dann noch HeyGen anbindet, machst du auch irgendwie Videos. Ich glaube, YouTube, Instagram und Co. werden gerade geflutet mit AI-Videos. Weiß nicht, ob das alles so cool ist, aber es ist halt wirklich krass, was damit plötzlich möglich ist. Ja.

[00:22:03] Damit haben, glaube ich, gerade alle Plattformen zu kämpfen, ne? LinkedIn genauso, alle Plattformen könntest du jetzt bespielen. Ich bin ja nicht sehr aktiv auf den Plattformen, ich habe immer mal wieder Anläufe genommen, aber es ist halt auch einfach viel Arbeit, auf so einer Plattform regelmäßig präsent zu sein. Sinnvolle Beiträge zu liefern, das passiert halt nicht nebenbei, ne? Und jetzt kannst du einen KI-Agenten nehmen, der macht da schon was. Aber dann ist auch die Frage, wie viel Mehrwert das ist. Dann generiert der KI-Agent irgendwelche Standarddinge auf den Kanälen. Und ich lasse mir dann in meinem Morning Briefing zusammenfassen, was die anderen Agenten da Sinnloses generiert haben. Das ist, glaube ich, für alle Plattformen gerade ein interessantes Thema. Wahrscheinlich auch ein Volumenthema. Ich weiß gar nicht, ob es da Zahlen gibt, wie viel mehr Content auf den ganzen Plattformen generiert wird. Das fände ich auch spannend. Wie viel mehr Videostunden pro Sekunde bei YouTube auftauchen, merken die garantiert. Das wirst du, glaube ich, in deren Daten sehen.

[00:23:12] Ich wäre auch gern der Festplattenlieferant für YouTube, für deren Rechenzentren. Die müssen doch im Sekundentakt neue Platten reinstecken, so viel, wie da hochgeladen wird. Es wird ja auch nichts oder wenig gelöscht. Jedes Video bleibt einfach immer da, ne? Ich wüsste gern mal, wie das funktioniert. Aber ich glaube auch, am Ende ist es doch wieder die Kreativität. Nur weil du ein neues Tool hast, heißt das ja nicht, dass der Content direkt besser wird. Im Gegenteil. Wenn man kreativ ist, kann man mit den Tools noch coolere Sachen bauen. Wenn nicht, dann wird's halt AI-Slop, in Videoform.

[00:23:46] Das ist, glaube ich, so, ne? Wenn du die Tools richtig einsetzt, kannst du was Cooles draus machen. Wenn du nur denkst, mach halt mal, wie du denkst, Tool, dann kommt auch nichts Sinnvolles bei raus. Oder nichts, was irgendwie Mehrwert hat.

[00:23:58] Ja.

[00:23:59] Aber ich find's auch total praktisch. Vielleicht kurz: Ich hab auch was gebaut.

[00:24:04] Ja.

[00:24:05] Da ist auch die Frage, warum hast du das gemacht? Ich glaube, einfach, weil ich es konnte. Ich stand vor der Herausforderung, dass ich immer wieder mal Markdown-Dateien lesen muss. Und warum wohl? Weil ich mir einen Skill angucke oder irgendein Ergebnis von einer Recherche. Und ich arbeite auch immer mal wieder mit Texten. Ich kopiere ein paar Texte irgendwo raus, anonymisiere oder pseudonymisiere sie und schmeiße sie dann in KI-Agenten. Oder ich baue mir irgendwelche Formate zurecht. Das heißt, Textdateien und Markdown sind irgendwie immer ein Thema, und es wird mehr. Bisher war mein Weg eigentlich immer Visual Studio Code. Als Texteditor funktioniert das ganz gut, ist aber auch keine perfekte Lösung. Weil das dann irgendwie aufgeht und du ein paar Instanzen davon hast, die eigentlich zu einem Projekt gehören. Eigentlich hast du die Codebasis von irgendeinem Projekt offen, dann brauchst du kurz mal ein Textfenster, machst eine neue Datei auf, kopierst Text rein und editierst irgendwas oder machst dir ein Markdown auf. Damit war ich nicht so richtig happy. Ich habe dann, glaube ich, zehn Minuten geguckt, was der App Store hergibt und was es für Tools gibt. Die haben mich alle nicht so richtig überzeugt, zumindest die, die frei zu laden waren. Bei den anderen musstest du wieder Accounts anlegen und eine Kreditkarte hinterlegen, ne? Und im normalen Corporate-Umfeld, mit Regeln für die Rechner, musst du dann entweder den Einkaufsprozess starten, also jemanden finden, der dir das Tool offiziell für deine E-Mail-Adresse kauft. Was in manchen Strukturen etwas länger dauert als wahrscheinlich bei AMALYTIX. Oder du zahlst privat, 5 Euro oder 15, aber das darfst du halt nicht. Mit deinem privaten Account darfst du auf den Unternehmensrechnern nicht einfach deine privaten Dinge machen. Ums Geld ging es mir da nicht, das wäre schnell gegangen, aber es geht halt nicht.

[00:26:21] Ja.

[00:26:22] Und dann dachte ich mir: Na gut, baue ich mir halt selber was. Selbst ist der Mann. Und ich dachte mir, warum baue ich mir nicht direkt einen Markdown-Editor, der genauso aussieht wie ich? Der soll nicht aussehen wie ich, der soll so aussehen, wie ich möchte, dass er aussieht. Nämlich möglichst minimalistisch, total klein, nicht viel drumherum, einfach ein Editorfenster. Command-N, und ein neues geht auf, Command-S speichert. Und er zeigt Änderungen direkt an. Also wenn der Agent im Hintergrund die Markdown-Datei ändert, will ich das im Editor auch live sehen.

[00:26:59] Ach, cool.

[00:27:00] Und das funktioniert total gut.

[00:27:05] Ist das eine macOS-App, oder läuft das im Browser?

[00:27:07] Genau, macOS. Er hat sie in Swift gebaut. Fürs Markdown-Editieren hat er eine Library benutzt, die es gibt, die hat er reingezogen. Kann ich mal für die Shownotes raussuchen, habe ich jetzt gar nicht parat. Aber auch ganz schick tatsächlich. Eigentlich hast du so ein What you see is what you get, mit Highlighting, Tabellen, eingerücktem Code, Aufzählungen und so was alles. Du siehst das fertig gerenderte Markdown, und nur in der Zeile, wo dein Cursor ist, zeigt er dir das Markdown. Zwei Hashzeichen für eine Headline, diese Markierung siehst du immer nur da, wo dein Cursor ist, in der Zeile. Das heißt, der Rest ist sauber gerendert, und wo du es änderst, blendet er dir genau in der Zeile ein, was du an Steuerzeichen für dieses Markdown hast.

[00:28:04] Aha, das finde ich eine clevere UI-Idee, das habe ich so noch nie gesehen. Weil entweder hast du, wie du sagst, in VS Code das reine Markdown, so wie es ungerendert aussieht, und das ist irgendwie undankbar zu lesen. Oder du hast die Vorschauansicht, und in VS Code kannst du da auch nichts ändern, das ist dann nur eine Ansicht, da kannst du nicht reintippen. Und selbst wenn es geht, will man ja manchmal doch das Steuerzeichen nutzen, für, keine Ahnung, Überschrift 3, und dann geht das vielleicht wieder nicht. Also eine ganz gute UI-Idee, tatsächlich.

[00:28:35] Genau, die ist ganz schick, habe ich mir aber leider auch nicht selbst ausgedacht, muss ich gestehen. Die gibt's schon in fertigen Editoren, und sie funktioniert gut. Du siehst alles sauber gerendert und kannst trotzdem editieren. Und das war tatsächlich bis hierhin kaum Aufwand.

[00:29:00] Und auch mit Xcode und Claude Code, ganz normal? Oder braucht man da gar kein Xcode für, wie läuft das dann?

[00:29:04] Nee, der hat, glaube ich, die Xcode-Command-Line-Tools genommen. Der muss ja keinen Simulator starten, der kann die App ja einfach starten. Ich glaube, für iOS brauchst du schon Xcode, weil du dort die unterschiedlichen iPhones und iPads simulieren und darauf deployen kannst. Hier hat er, glaube ich, einfach die Xcode-Command-Line-Tools genommen, um daraus eine App zu bauen. Und dann hat er auch immer fleißig getestet. Während er gestartet ist, ist der Editor aufgegangen, er hat irgendwelche Dateien erzeugt, Codeblöcke reingeschrieben und sich das alles angeguckt, bis das tatsächlich funktioniert hat. Ich mach's ja typischerweise so, dass ich mit der Claude-Desktop-App diskutiere, wie das Projekt aussehen soll. Und dann schreiben wir eine AGENTS.md oder eine Spec-MD für den Coding-Agenten. Das heißt, erst mal definieren, was ich gerne hätte, und dann den Agenten draufloslassen. Und die App läuft jetzt, er hat sie auch direkt bei mir installiert, die liegt unter Programme. Doppelklick auf eine MD-Datei öffnet bei mir auf dem Rechner jetzt das Markdown in meiner App. Das ist eigentlich ganz cool, ne?

[00:30:15] Ja.

[00:30:16] Und sie sieht genau so aus, wie ich will: dunkel, einfach.

[00:30:20] Ich hatte gar nicht so vor Augen, dass man sich auf diese Weise einfach eigene Apps für den Mac bauen kann. Und dafür brauchst du auch kein Developer-Zertifikat, damit das läuft und nicht gelöscht wird?

[00:30:28] Eigentlich auch nicht, nee.

[00:30:29] Ganz so überlegt habe ich das gar nicht, aber gut. Ja, super.

[00:30:34] Das ist halt spannend. Man kann sich überlegen, warum. Aber ich glaube, einfach, weil sie genau so aussieht, wie ich das gerne haben möchte, und genau das macht, was sie tun soll. Mal gucken, wie gut das funktioniert, aber eigentlich soll das noch weitergehen. Dass ich zum Beispiel automatisch eine Excel-Datei reinziehen kann, und er macht mir ein Markdown draus.

[00:30:56] Super. Da nutze ich manchmal auch eine Webseite für, Excel in eine Markdown-Tabelle umwandeln et cetera. Das ist eine super Idee.

[00:31:03] Das wären dann die Dinge, die man selber in die App bauen kann, ne? Dann macht die App genau das, was ich gerne hätte. Wenn ich einen Case habe, wo ich oft mit Excel arbeiten muss, dann baue ich mir das halt als Feature in meine App rein. Oder ich anonymisiere die Texte. Ich hänge noch mein lokales LLM dran, das eh auf meinem Mac mitläuft, und sage: Bau mir noch ein Feature rein, hier ist ein Text, anonymisier den mal. Guck mal, was da drin ist, markier mir farblich, was man vielleicht rausnehmen sollte, wenn man das anonymisieren will, oder fass es zusammen. Man kann halt die Dinge reinbauen, die man tatsächlich braucht. Und das ist nochmal ein großer Vorteil gegenüber: Ich nehme mir eine gute App und installiere die. Weil die hat dann Features, die ich nicht brauche, und die Dinge, die ich gerne hätte, hat sie nicht integriert. Und das war wirklich null Aufwand.

[00:31:56] Das ist eine gute Idee. Wenn man ein PDF reinzieht und er macht aus dem PDF Markdown, ohne dass man externe Konverter benutzen muss. Da kann man sich echt viele Ideen ausdenken. Oder eine URL reinpasten, und er macht Markdown aus der Webseite. Gibt's ja auch schon Dienste. Da kann man sich wahrscheinlich viele Use Cases ausdenken, weil Markdown ja wirklich überall ist, gerade in diesen AI-Zeiten. Witzig, coole Idee. Musst du mal rüberschicken. Ist auch ein Dateimanager drin, oder einfach nur ein klassischer Öffnen-Dialog?

[00:32:34] Genau, du kannst auch einen Ordner haben, da feile ich gerade noch dran, weil ich eigentlich beides haben möchte. Also eine einfache Datei oder auch einen Ordner, in dem ich mich gerade bewege. Aber das ist tatsächlich der Case, den ich seltener habe. Das ist ja das, was Visual Studio Code macht, dass du einen Ordner hast und dich in den Dateien bewegst. Den Case habe ich selten. Ich mache eher Einzeldateien auf und arbeite mit denen, den ganzen Ordner brauche ich selten.

[00:33:08] Ja, manche nutzen dafür ja auch Obsidian. So eine Notizen-App, die jetzt natürlich in Zeiten von Markdown und AI nochmal komplett durch die Decke geht. Die hat auch eine ganz schöne Markdown-Vorschau, und man kann auch ein bisschen editieren. Aber ich nutze es auch nur, wenn ich mir viele Markdown-Dateien auf einmal angucken möchte, ohne das Markdown selbst zu lesen. Okay, spannend. Super. Und dann habe ich gesehen, ihr macht mittlerweile auch Bauplanung mit Claude Code oder mit Claude allgemein.

[00:33:43] Ja, genau.

[00:33:44] Irgendwelche Betonplatten ausrechnen. Was ist denn da passiert?

[00:33:49] Ja, ab und zu gehe ich auch mal vom Rechner weg und mache Dinge zu Hause. Und das mache ich ja schon immer. Ich habe hier zu Hause ganz viel selbst gebaut, und als wir das Haus umgebaut haben, habe ich auch viel selbst gemacht. Vor ungefähr 15 Jahren sind wir hier eingezogen. Da habe ich auch schon immer versucht zu verstehen, wie man das richtig macht, wie das eigentlich geht. Da hat man hier und da mal eine Webseite gelesen. Aber jetzt geht das viel schneller, viel besser und viel tiefer als vorher. Unser Plan, wir haben natürlich schon wieder umgeplant, aber das eigentliche Projekt: Wir haben ein paar Tage frei und wollten am Haus vor der Eingangstür noch eine Betonplatte gießen, 2,50 Meter mal 1,10 Meter. Eine große Stufe vor der Haustür, 24 Zentimeter hoch. Damit der Eingangsbereich ein bisschen schicker ist und man auch einen Blumentopf draufstellen kann. Und dann überlegst du: Wie muss ich das denn machen? Ich muss das ans Haus anschließen, und oben soll es Sichtbeton sein, dunkler Beton. Es muss also ans Haus und an die jetzige kleine Stufe anschließen. Und es sollte natürlich nicht reißen, wenn mal der Boden friert. Das heißt, du denkst darüber nach: Okay, man hat schon mal gehört, 80 Zentimeter tief, dann ist es frostsicher. Jetzt überlege ich: 2,50 Meter mal 1,10 Meter, 80 Zentimeter tief Beton.

[00:35:25] Da musst du mal den Bagger holen, ja.

[00:35:27] Ja, brauche ich das? Und dann diskutiere ich mit Claude: Wie machen wir das denn? Muss ich die ganze Platte 80 tief machen? Sagt er erst mal: Nee, du machst vorne eine Schürze, also den Rand, der muss 80 tief sein, in der Mitte machst du das aber nicht. Und dann sagst du: Okay, wie dick muss denn diese Schürze sein? Sagt er: 35. Dann sage ich: Okay, ich mache das aber bei mir zu Hause. Das sagt die Norm, 35, aber wie viel muss ich denn tatsächlich machen? Sagt er: Okay, 20 reicht auch. Das finde ich tatsächlich ganz gut. Du kriegst die Standards, also was die Norm sagt, was man machen muss. Und dann sagt er aber auch: Okay, das Rheinland ist nicht das Nordkap, und minus 18 Grad sind eher selten. Und dann macht er dir einen kompletten Bauplan. Er macht auch eine Zeichnung davon und sagt: In der Mitte schottern, das musst du verdichten. Du kannst dir eine Rüttelplatte mieten, kannst es aber auch mit dem Handstampfer machen, weil es nicht so viel ist, was du verdichten musst. Und das ist super gut. Dann haben wir einen Plan gemacht, schöne Zeichnung: in der Mitte 30 Zentimeter Schotter, wie viel muss ich ausheben, wie mache ich den Anschluss ans Haus. Da muss Stahl rein und verklebt werden. Und ich sage: Okay, womit verklebe ich das denn? Kannst du mir Baumarkt-Links liefern? Sagt er: Ja, hier, guck mal, das musst du kaufen. Das ist wirklich verrückt, wie integriert das ist. Zum einen hast du die Information, wie du es richtig baust. Und das kann er dir auch in den Abstufungen sagen: Das hält der Bauaufsicht stand, und das reicht für mich privat in diesen Dimensionen. Das finde ich ganz cool. Und er kann dir aber auch alle Links geben. Dann habe ich gefragt, wie viel Beton ich brauche. Ich sage ihm: Beim Bauhaus kaufe ich hier den Betonestrich, 40 Kilo. Rechne mal aus, die Platte ist 15 Zentimeter dick, wie viele Säcke brauche ich denn?

[00:37:31] Ja.

[00:37:31] Sagt er: 70 Säcke. Okay. Da dachte ich: Okay, das hatte ich anders gedacht. Ich habe es dann nochmal nachgerechnet, aber auch das hat gestimmt. Ich habe nochmal gecheckt, ob das tatsächlich so ist, und er sagt: Ja, 70 Säcke Beton. Dann frage ich: Okay, wenn ich das per Hand mische, wie lange brauche ich denn dafür? Und dann sagt er mir, wie lange das dauert, und meint, nimm besser einen Betonmischer. Sag ich: Okay, muss ich den mieten? Aber ich mache das in zwei Phasen und so. Dann sagt er: Kannst du mieten. Aber wenn du das in zwei Phasen machen willst, dann kauf doch einen Betonmischer und verkauf den danach wieder.

[00:38:20] Geil.

[00:38:20] Das fand ich auch total gut. Nicht einfach: Hier sind die Mietpreise, kostet halt so viel. Sondern er sagt: Super Idee, du kaufst dir einen und verkaufst ihn danach für die Hälfte. Dann kostet es dich fast das Gleiche wie Mieten, aber du kannst ihn eine Woche oder zwei behalten statt nur zwei Tage.

[00:38:36] Vielleicht baut er dir auch direkt einen Marktplatz, auf dem du mit Baumaschinen handelst.

[00:38:39] Wo du ihn danach loskriegst oder so was. Das ist wahrscheinlich der nächste Schritt, ne?

[00:38:42] Nächste Idee.

[00:38:44] Ja, aber deshalb: total super, wirklich, echt.

[00:38:48] Finde ich auch super. Man kann das echt im Alltag einsetzen. Ich mache es wahrscheinlich auch zu wenig. Aber irgendwann habe ich mal den Sockel unserer Mülltonnenverkleidung neu gemacht. Und da stehe ich als Nichthandwerker auch davor. Das klingt erst mal alles so trivial: Da streichst du halt drüber, ne? Aber so ist es ja nicht. Du musst erst mal abklopfen, dann kommt irgendwie ein Netz drauf, dann eine Grundierung, dann das, dann das. Und du hast ja bei deinem Projekt schon gesehen, wie komplex das ist. Einfach nur so eine Betonplatte gießen, man denkt, na gut, dann gieße ich halt Beton hin, aber so ist es ja nicht. Und mit Artefakten kann er das ja jetzt auch schön visualisieren. Was ich auch immer öfter höre, ist, dass man sich mit Blender und Claude Code direkt 3D-Animationen bauen lassen kann. Wahrscheinlich hätte er dir auch direkt visualisiert, wie dein Haus mit Betonplatte aussieht, in verschiedenen Lichtsituationen.

[00:39:35] Ich habe tatsächlich gefragt, aber Claude konnte es nicht. Ich habe gesagt: Kannst du mir auch ein Bild davon rendern? Ich mache ein Foto von der Eingangstür, und du renderst mir die Platte rein. Sagt er: Das kann ich leider nicht, aber es gibt Modelle, die das können. Habe ich gesagt: Okay, dann machen wir einen Prompt, den ich einem Modell geben kann. Claude hat mir einen Prompt gemacht, den habe ich mit einem Foto von meiner Haustür rüber zu ChatGPT gegeben, und fertig. Sieht super aus. Schön in das Bild reingerendert, total gut. Die Abmessungen stimmen, die Proportionen stimmen, das finde ich ja auch beeindruckend. Ich hatte nur eine Handskizze mitgegeben. Das Einzige, was er wusste, war, glaube ich, wie breit die Tür ist. Und dann hat er es sauber reingerendert. Sieht total gut aus.

[00:40:22] Sieht man bei Immobilienportalen auch immer häufiger. Da zeigen sie einmal das Foto der alten Wohnung mit der Einrichtung aus den 1970er-Jahren und dann: So könnte es aussehen, wenn du dir ein bisschen Mühe gibst mit der Einrichtung. Und plötzlich ist der gleiche Raum modern. Das ist wahrscheinlich das gleiche Prinzip, ne? Ja, stark.

[00:40:45] Das ist echt gut. Mache ich gerne, wirklich viel.

[00:40:51] Und kommt die Betonplatte, oder ist die erst mal zurückgestellt, nachdem du die 70 Säcke gesehen hast?

[00:40:56] Genau, die ist tatsächlich erst mal zurückgestellt. Wir machen jetzt den Stellplatz für die Autos hinter der Garage.

[00:41:03] Okay.

[00:41:04] Das heißt, die letzten Tage war ich heute schon wieder bei der Müllkippe, Sachen wegbringen.

[00:41:09] Nicht mehr 70 Säcke, sondern 800.

[00:41:12] Ja, genau, das sind dann eher, na ja, da sind wir uns noch nicht ganz einig, Claude und ich, weil ich nochmal genau messen muss. Aber wir sprechen, glaube ich, eher über 40 oder 45 Tonnen Schotter, die da geliefert werden müssen.

[00:41:26] Wahnsinn.

[00:41:28] Aber auch da interessant: Für Nordrhein-Westfalen gibt's TIM-online, ein Online-Portal für Geodaten in NRW. Da kannst du dir die ganzen Flurstücke und Abmessungen anzeigen lassen. Und ich habe TIM-online für mein Grundstück genommen und mal über die Fläche gezogen, wo ich das machen will. Da sind die Grundstücksgrenzen drin und auch die Gebäude, die auf dem Grundstück stehen. Und dann kannst du mit einem Flächentool am Gebäude vorbei ziehen, und es sagt dir genau, wie viel Fläche das ist. Ich kann in dieser Karte auch messen, wie breit die Straße ist. Das ist so OpenStreetMap-mäßig, mit den einzelnen Flurstücken und den Bebauungen. Und dann habe ich gesagt: Guck mal, das ist die Straße, hier soll das hin. Kann da ein Lkw reinfahren, um den Schotter abzukippen? Weil ich halt auch wissen wollte: Kann der da reinfahren, oder muss ich die 30 Tonnen mit der Schubkarre von dem Platz holen, wo der abkippen kann?

[00:42:25] Und dann sagt der Fahrer: Ich musste einen Kilometer weiter hinten abkippen, ich kam da nicht rein, viel Spaß, tschö.

[00:42:31] Genau. Und ich lege da den Abstand rein, wie breit die Straße ist, und dann sagt er: Okay, mit einem Seitenkipper kann der seitlich abkippen, aber rückwärts drauffahren kann der nicht. Total, echt cool.

[00:42:47] Da kann er sich wirklich ins Detail reinlöten. Und damit traut man sich vielleicht auch mal an ein Projekt, bei dem man vorher gesagt hat, das wird zu kompliziert.

[00:42:56] Stimmt.

[00:42:56] Super, cool. Ja, prima. Also wieder einiges passiert, ne? Jetzt quatschen wir hier schon fast eine Dreiviertelstunde.

[00:43:05] Oh ja, Wahnsinn. Fast nichts erzählt und schon eine Dreiviertelstunde rum.

[00:43:09] Ja, ja. Insofern haben wir, glaube ich, das meiste abgedeckt. Zwei Sachen sind mir noch aufgefallen, die in den Nachrichten waren. Das fand ich ganz witzig. Irgendwer hat mithilfe von Large Language Models diverse Studien erstellt und ins Netz gestellt. Die Sprachmodelle haben die dankend angenommen und sozusagen als Wissen weitergegeben, aber die waren komplett ausgedacht. Und Google hat's gerafft. Die haben die Seite wahrscheinlich schnell abgestraft, nach dem Motto: Nee, das kann ja nicht stimmen, viel zu schnell entstanden, aus dem Nichts, kein Trust, was auch immer. Aber die Sprachmodelle sind da wahrscheinlich noch ein bisschen unbedarfter, ne? Ein Grund mehr, Dinge manchmal doch zu hinterfragen. Vielleicht nicht bei der Betonplatte, aber wenn es um Medizinstudien geht oder so was, mal gucken, wie die Quellenlage ist.

[00:43:57] Ja, das ist, glaube ich, echt ein interessantes Feld. Weil man da sieht, welche Leistung Google uns eigentlich gebracht hat. Wie viel Wert das hatte, dass Dinge bei Google oben aufgetaucht sind. Natürlich auch die ganze Werbung, die ganzen Sponsor-Sachen, klar, da gibt es viel zu kritisieren bei Google. Aber dieser Mechanismus, dir zu deiner Suche wirklich Webseiten anzuzeigen, die sinnvoll und vertrauenswürdig sind und plausible Inhalte liefern, das ist schon ein krasser Mehrwert. Und diesen Mechanismus haben wir jetzt auch bei den ganzen KI-Modellen. Man sieht an ganz vielen Stellen, dass der noch nicht so stark ist. Deshalb ist es, glaube ich, interessant, wie sich das weiterentwickelt. Ganz viele Unternehmen sind ja dabei und sagen: Wir machen nicht mehr SEO, sondern wir bringen dich in die LLMs rein. Wie musst du dich aufstellen, damit du in den Anfragen an die ganzen Sprachmodelle auftauchst? Auch ein interessantes Feld, wo, glaube ich, die nächsten Jahre viel passieren wird.

[00:45:04] Das ist noch nicht ausdefiniert. Und da hat Google natürlich echt einen Vorsprung, weil die seit 20 Jahren mit Spam zugeworfen werden und Leute versuchen, in die Top Ten zu kommen. Ich glaube, die haben schon alles gesehen und sind dadurch wahrscheinlich auch ein bisschen immun gegen Spam. Das müssen OpenAI und Co. wahrscheinlich alles noch lernen. Und was noch neu war: Anthropic hat jetzt Claude Duet rausgebracht. Das ist, glaube ich, der Wettbewerber zu OpenClaw und Hermes. Gibt's aber nur in den USA, und es soll dein persönlicher Assistent werden. Bin mal gespannt, wie sich das ins Ökosystem einfügt, mit Claude und Cowork und Code und was es da alles schon gibt. Ob das nochmal was Neues ist oder ob das irgendwann doch alles wieder verschmilzt. Keine Ahnung, bin gespannt, ob man das braucht, ob man das haben will oder nicht. Ich hatte mal ganz kurz Hermes installiert, weil ich mir das immer mal angucken wollte. Habe es aber recht schnell wieder deinstalliert, weil ich gar kein Anwendungsfeld hatte, wo ich dachte, da brauche ich's jetzt. So ein Agent, den ich per Telegram ständig irgendwas fragen kann, dachte ich mir, das kann Claude doch auch. Na ja, mal gucken, lassen wir uns überraschen.

[00:46:16] Ja, ich habe tatsächlich auch OpenClaw mal ausprobiert, aber so einen richtigen Anwendungsfall habe ich auch nicht. Mein Morning Briefing zum Thema KI, mit den Dimensionen, die mich interessieren, kann ich in Claude bauen. Und auf dem Handy habe ich die App, da hast du Zugang zu Claude und zu ChatGPT. Wo ist der Case für so einen Standalone-Agenten? Das musst du, glaube ich, wirklich wollen. Wenn du sagst, ich automatisiere mir alles weg, und hier sind ganz viele Dinge, die ich mit einem Agenten wegautomatisieren will, dann macht es vielleicht Sinn. Aber als Agent, den ich ab und zu mal was fragen kann, dafür hast du Claude auf dem Handy, ne?

[00:47:06] Ja, und da kannst du ja auch schon eine Cloud-Umgebung hochfahren, sodass der einen Computer hat und im Zweifel always on ist und nicht auf dein MacBook oder dein Gerät angewiesen ist. Da muss ich mich auch nochmal tiefer einarbeiten, das habe ich, glaube ich, im Detail noch nicht so richtig verstanden, was man da alles machen kann. Und das finde ich auch immer noch ein bisschen unklar. Manchmal kannst du ein Repository einbinden, das geht dann aber nur bei Cowork und nicht bei Claude, oder umgekehrt. Manchmal kannst du einen Ordner einbinden, das geht dann auch wieder nur bei dem einen, aber nicht bei dem anderen. Bei dem einen muss der Rechner an sein, bei dem anderen wieder nicht. Das habe ich noch nicht so ganz im Detail verstanden. Und das ändert sich bei Claude auch die ganze Zeit.

[00:47:39] Glaube ich auch. Du hast ja eigentlich täglich Updates von der Desktop-App, und von Claude Code gibt es, glaube ich, auch jeden Tag irgendein Update. Wir hatten ja auch mal überlegt, eine Folge zu machen, in der wir uns die App mal genauer angucken, was die kann und was nicht. Aber da müssen wir schnell sein, zwischen Aufnahme und Veröffentlichung darf nicht viel Zeit vergehen. Aber das macht ja auch Claude, ne? Das Schneiden und so. Insofern sind wir da, glaube ich, auch schnell genug.

[00:48:10] Super. Dann haben wir schon ein Thema für die nächste Folge. Jawohl. Kai, machen wir hier mal einen Punkt, ne? Du musst zurück zu deiner Betonplatte oder Auffahrt, je nachdem, oder Sauna, das war ja auch noch so ein Projekt.

[00:48:22] Ja, ich habe hier tatsächlich noch ein paar Projekte.

[00:48:25] Gut, und ich gebe den Podcast jetzt gleich an Claude Code, damit er das schneiden kann und das Ganze dann auch Mittwoch erscheint.

[00:48:31] Perfekt.

[00:48:32] Alles klar? Danke dir. Schönen Abend.

[00:48:34] Ciao, Trutz.

[00:48:34] Ciao, ciao.

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