
Met & Moshpit: Der Mittelalter-Rock Podcast bei RADIO BOB!· Folge 119
#119 - Aus dem Sack in den Hals geschossen (Achtung, Dudelsack-Nerdfolge!)
Mittwoch, 27. Mai 2026 · 1 h 07
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Shownotes
Ihr habt gefragt - wir antworten. Und zwar ausführlich!
In Folge 119 von MET & MOSHPIT dreht sich alles um das Instrument, das den Sound von SALTATIO MORTIS seit Jahren prägt: den Dudelsack. Kaum ein anderes Instrument begeistert unsere Fans so sehr, sorgt für so viele Fragen und spaltet gleichzeitig die Meinungen zwischen „wunderschön“ und „ganz schön laut“.
Deshalb haben wir eure Fragen gesammelt und unseren Dudelsack-Experten Elsi vor das Mikrofon gesetzt. Der Mann spielt nicht nur Dudelsack, er baut die Instrumente sogar selbst. Gemeinsam mit Moderator Jean und Chefhistoriker Falk beantwortet er alles, was ihr schon immer über Pfeifen, Säcke, Luft, Lautstärke und die kleinen Geheimnisse dieses außergewöhnlichen Instruments wissen wolltet.
Freut euch auf ein spannendes FAQ-Special voller interessanter Einblicke, überraschender Geschichten und Antworten auf die Fragen, die unsere Hörerschaft am meisten beschäftigen. Doch keine Sorge: Natürlich kommt dabei auch der Humor nicht zu kurz! Beim Tavernenspiel wird es tierisch, chaotisch und vor allem unglaublich lustig. Ob das Rätsel gelöst wird, verraten wir natürlich nicht – aber so viel Gelächter gab es bei MET & MOSHPIT vermutlich noch nie. Also: Kopfhörer auf, Luft holen und eintauchen in die wunderbare Welt des Dudelsacks!
+++ Alle Infos zu Werbepartnern findet Ihr immer hier: radiobob.de/met-moshpit-der-mittelalter-rock-p… +++
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Hier ist Mait und Moschped, der Mittelalter Rock-Podcast von Radio Bob. Mit den redlichsten Spielleuten des Mittelalter-Rock! Hier sind für euch Saltatio Mortes. Wie macht z.B die Giraffe? Was ist das laute Giraffe da? Hast du noch nie eine Giraffe beim Balzen beispielsweise gehört? Du bist irgendwie drei Minuten im Podcast und schaffst es schon wieder abzuschreien.
Siehe da, es entsteht ein Ton. Ohne dass mir eine Arterie platzt! Ja das liegt natürlich daran, dass Dudelsäcke sehr eingeschränkt sind mit den Möglichkeiten. Und Dudelspieler sind manchmal sehr angestellt? Es fühlt sich zueinander was zusammen gehört. Ich brauche euch jetzt wirklich Energie geladen.
Wie kräht der Hahn in Frankreich Wenn du dann auf diesen Leder-Sack drauf drückst, kann es sein, dass sich mal so ein Bröckchen von diesem Dichtmittel aus der Innenwand deines Sacks löst und durch den Weg mit dem geringsten Widerstand also dein Mundstück von innen dir in den Hals schießt. Kokorekoo? Kokoreke!
Kokoreki... Kokoree... Da waren die Franzosen ja auch in England, das muss ja dann auch ähnlich sein Koko! Ja, ich zeig's dir gleich wie es geschrieben wird. Und jetzt kommen gerade unsere Gäste in den Backstage und wundern sich was wir hier tun. Da bist du sehr nah dran. Ja? Sehr gut, sehr gut. Und wie gehts weiter?
Das ist doch... Das ist doch so, als ich doch quatsch. Hallo und herzlich willkommen liebe Leute zu einer weiteren Folge mit und moshpit eurem Podcast von und mit saltatio mortis. hier ist wie immer euer genre mikrofon und mit mir am start sind heute gleich mehrere meiner kollegen. ihr werdet also mehrere stimmen in diesem podcast hören und ja auch euer lieblings chef historiker der liebe falk ist natürlich wieder mit am Start, keine Sorge.
Los geht's heute aber erstmal mit jemand anderem denn ihr habt uns in den vergangenen Wochen und Monaten sehr viele Fragen geschickt zu einem Thema das wir heute gerne für euch bearbeiten möchten. Ihr wolltet nämlich von uns unglaublich viele Dinge zum Thema Dudelsack wissen. ich weiß auch nicht warum genau aber ihr wolltet es so haben!
Ihr habt uns ganz viele Nerdfragen geschickt euch anscheinend sehr viele Gedanken gemacht rund um das Instrument Dudelsack, wie es gebaut wird. Wie es gespielt wird. Einige von euch spielen sogar selbst das Instrament oder überlegen in naher Zukunft damit anzufangen und so haben sich in der letzten Zeit sehr viele Fragen aufgehäuft die wir heute mit einem regelrechten Experten beantworten können und diese Chance wollen wir nicht verstreichen lassen.
ihr könnt euch schon denken von wem die Rede ist. natürlich meine ich damit unseren lieben Elsie unseren Dudelsackspiele denn nicht nur sehr gut des Instruments spielt sondern Auch selbst in seiner Werkstatt diese Instrumente baut. Heute gibt es also ein sogenanntes FAQ Frequently Asked Questions rund um das Thema Dudelsack und alles, was damit zusammenhängt.
Wir beantworten eure Fragen zu diesem Thema. Ich habe mir also am vergangenen Wochenende unseren Lieben Elsie geschnappt ihm einen Mikrofon vor die Nase gehalten Und ihm eure Fragen weitergegeben. Er hat sich bemüht Alles wirklich aufs Beste zu beantwortet. Es ist eine sehr schöne Super informative und teilweise sehr lustige Folge geworden.
Wir waren zugegeben, alle ein bisschen müde aber wir hatten ja vorher schon eine Show gespielt und leider eine ziemlich kurze Nacht hinter uns. entsprechend klingen wir auch Aber wir hören gleich mal rein in ein wirklich spannendes Gespräch mit Elsie rund um eure Fragen Zu anscheinend einem eurer absoluten Lieblingsinstrumente.
Und danach gibt es ein geradezu legendäres Tavernenspiel, in dem der liebe Falk und Elsie gemeinsam versuchen einen, sagen wir mal ... tierisches Rätsel zu lösen. Ich kann euch verraten, wir haben selten so viel gelacht bei einem Tavernspiel. Es war wirklich der absolute Oberhammer bleibt dran! Es lohnt sich.
Jetzt schalten wir aber erst einmal um zum Gen und zum Elsied der Vergangenheit die zwar völlig übermüdet Aber trotzdem sehr motiviert versuchen eine sinnvolle Podcastfolge für euch Aufzunehmen. Viel Spaß beim Hören! Elsie, wir sitzen hier in Koblenz im Hotelzimmer. Es war eine viel zu kurze Nacht aber lustig war es trotzdem.
Du hast mir gerade erzählt du hast dich noch bis in die Nacht rein mit unseren Technikern über Zersparnungstechnik unterhalten? Ja man lernt ja nie aus und das war wirklich sehr unterhaltsam. Wie spät warst denn gestern oder heute? Ich war um halb vier auf meinem Zimmer Tatsächlich und ich bin seit acht Uhr wach.
Der Tag ist noch lang, deswegen ... Das Gute ist, ich habe die Möglichkeit, mich ein Stündchen hinzulegen heute Mittag. Sehr gut! Du hast jetzt die Möglichkeit ganz vielen Menschen eine Freude zu machen weil. wir haben deswegen kurz umdisponiert bei der Podcastfolge. Wir haben Unmengen Fragen und Nachrichten bekommen.
nördig sind, die so in Richtung Dudelsäcke spielen und bauen Mittelaltermusik allgemein. Und auch ein oder zwei sehr persönliche Fragen zu dir haben wir gekriegt. Ich würde dir gerne ein paar dieser Fragen entgegenschleudern, entgegenhauen am frühen Morgen. Wir beantworten sie mal eben nur zu. ich bin sehr gespannt.
Ich versuche Sie wahrheitsgemäß und sinnvoll zu beantwortet soweit es mir möglich ist in meinem Zustand. Ich sage nur, ich gehe in den Birkenwald, denn die Tabletten wirken bald nicht schlecht. Also ganz im Ernst. Die Leute schreiben uns ja immer wieder Nachrichten sind super interessiert an allem was wir mit der Band machen und was jeder Einzelne macht bedanken sich ganz oft für den Podcast freuen sich über Konzerte über Songs und so weiter.
aber was in der letzten Zeit an Nachrichten reinkam in Richtung Dudelsäcke usw.. Ich weiß ja nicht, hast du Leute bezahlt? Hast du dir zwanzig Mail-Adressen gemacht um selber ganz viele Fragen einzuschicken. Ich weiß es nicht! Also ich habe tatsächlich... also bezahlt hab' ich niemandem. Ich habe nur angefangen auf meinen Social Media Seiten öfters jetzt mal Videos zu posten mit FAQ, wie es auf Neudeutsch heißt.
Also oft gestellte Fragen mal einfach zu beantworten und frei von der Leber weg ein bisschen den Leuten zu erzählen. Vielleicht habe ich da ein bisschen Interesse geweckt aber kann natürlich auch sein jetzt wo der Sommer ausbricht und mehr Mittelalter-Märkte stattfinden und die Leute unterwegs sind dass man dann auf die Idee kommt ach Mittelaltermusik ist doch was was mich mehr interessiert als nur zu einem Besuch.
Ich habe versucht, das so ein bisschen zu ordnen und wir schauen einfach mal rein. Wir können vorab die Werbung direkt abhandeln. Ja du baust Dudelsäcke CS Backpipes usw. Das wissen ja eigentlich fast alle, die uns auch zuhören Die uns kennen als Band. D.h., die schamlose Werbung können wir hier direkt abhaken Du baustudelsäcken Und wenn einer welche braucht kann er sich bei dir melden.
Genau. Und da kommen wir direkt schon zur ersten Frage, die uns jemand gestellt hat. Die ist sogar mehrfach in verschiedene Formen zu uns gekommen und ich habe sie so ein bisschen mal zusammengefasst. Elsie wann war der Punkt in deinem Leben an dem du dir gesagt hast? So ab sofort kaufe ich keine Duesecke mehr sondern ich versuche die Dinge jetzt selber zu bauen!
Das war eigentlich ein Prozess. Es gab jetzt nicht so den Tag, an dem ich mich erinnere, wo ich das gesagt habe aber es gab diverse Ereignisse... Das war auch ein Mittwoch! Schön wär's wenn ich so sagen könnte. Aber es gab so ein paar Erlebnisse. Ich war beispielsweise mal selber beruflich vor meiner Zeit bei Saltatio auf einem Mittelaltermarkt Luthers Hochzeit in Wittenberg hab da gespielt und da ist mir Beim Spielen, ein Holzteil aus dem Ledersack rausgeflutscht.
So was eigentlich nie passieren sollte und so gut wie nie passiert. aber dennoch shit happens. und ich dachte so okay wie krieg' ich das jetzt hin? Und ich bin an einen Musiker geraten von einer bekannteren Band und hab den gefragt hey... Du baust doch auch, kannst du mehr helfen? und seine pflapsige Antwort war in Dudelsackspieler weiß ich selber an seinem Instrument zu behelfen.
Naja, der hat dir nicht geholfen. Genau! Der war ein bisschen hochnäsig und dann hab ich gedacht ja irgendwie muss sich eine Schnur finden zum Einbinden und da gab es also eine reisfeste Schnur halt und Gott sei Dank gab's in dieser Stadt in der Fußgängerzone eine Seilerei die mich dann beraten hat was für einen Fahrt nicht kaufen muss... Also wo findet man sowas hier?
Ich wüsste nicht wo ich hin muss wenn ich ne Seilerei suchen sollte. In Wittenberg, in der Innenstadt gab es zu dem Zeitpunkt noch eine. Das war im Jahr vier. Mir wurde sehr schnell klar ich möchte unabhängig davon sein wenn irgendwas an meinem Instrument ist dass sich das selber warten und pflegen kann.
und das hat sich dann auch weitergehend dahin entwickelt dass ich mit den Instrumenten die ich damals hatte zwar gut Auftritte spielen konnte aber Es waren nicht so die genau Vorstellungen, wie ich es haben wollte. Und ich wollte da ein paar Sachen anders haben und das hat aber auch keiner gebaut. Da habe ich gedacht, es wäre doch eigentlich cool wenn man dasselbe machen könnte.
Das hatte ich immer im Hinterkopf und letztendlich hab' ich dann in dem Patrikraft-Kraft kennengelernt von meinem besten Freund der Dudelsacklehrer Patrick hat selber Dudelsäcke gebaut. Schottische und auch autodidaktisch gelernt, aber er hatte eine Werkstatt! Und das waren natürlich... Da sind die Augen groß geworden und da war klar so, zeigt mir wie das geht?
Ich möchte es lernen. Ja cool also ab da war das Interesse da und dann ist ja Learning by Doing angesagt. Nächste Frage uns hat tatsächlich Florian gefragt Elsie, wie lange hat es gedauert bis du in der Lage warst ein funktionierendes Instrument zu bauen? oder ist das jedes mal aufs neue eine Herausforderung?
Naja auch ein sehr langer Prozess. Ein funktionierendes Instrument sagen wir mal einen Hümmelchen an Übungsdoodlesack ist von der Konstruktion her simpler. Lass uns mal ganz kurz durchgehen was es für Dudelsäcke gibt. vielleicht hören uns Leute dazu die zwar Fans dieser Musik sind, aber für diese sieht jeder Dudelsack gleich aus.
Da eine ist größer und der andere kleiner. Du hast gerade Hümmelchen gesagt, das sind so ganz kleine Dinge? Genau ein Hümmelchen ist ein relativ kleiner Dudelsacks. man benutzt den gerne zum lernen und zum üben weil er leichtgängig ist klein auf Zimmerlaut stärker also man nervt die Nachbarn jetzt nicht Und es ist auch erst mal kostengünstiger vom Einstieg.
Das ist ein vollwertiges Instrument, das kommt aus der Renaissance bzw dem Frühbarock. Es überliefert von Michael Pretorius nach Aufzeichnungen. Das heißt so wie die heute gebaut werden sind die größtenteils sogar authentisch zwar nicht mittelalterlich aber historisch. und darüber hinaus gibt's dann eben Instrumente die lauter sind weil sie größere Bohrungen haben.
und sage ich mal jetzt ganz einfach gesagt Die brauchen dann auch schon mehr Druck, die sind anstrengender zu spielen und lauter. Und nicht unbedingt jetzt zum absoluten Einstieg geeignet. Da gibt es dann auch verschiedenste Abstufungen was Lautstärke und Druck angeht. Und jetzt im Mittelalterbereich, das Maximum ist so das was wir auf der Bühne spielen.
Die deutsche Sackpfeife oder Marktsack- oder Mittelalterdudelsack da gibt es verschiedene Begriffe für. Das ist ein und dasselbe. Also die sind halt relativ laut also relativ gut Wir reden davon hundertzehn Dezibel. Wow! Das erklärt eine Gesetze? Ja, das ist dann schon Arbeit das zu spielen. Ja, das Spektrum ist da sehr groß und es gibt ja zweihundert verschiedene Dudelsackarten weltweit.
Jede Kultur hat ihre eigenen Folgstänze gewandungen und entsprechend auch dann Instrumente. Du schickst mir manchmal Videos auf Instagram oder so? Wenn wir uns zu private Nachrichten hin- und herschicken von irgendjemandem der so eine halbe Schaf spielt... Es ist echt skurril was es da gibt in irgendwelchen slowenischen Bergdörfern.
Leute zusammenschustern seit hunderten Jahren, was funktioniert. Und alles hat seinen eigenen Sound, seinen eigenen Klang und auch seine eigene Spielweise und das unterscheidet sich so. Das macht so Dudelsack aus. also es gibt nicht wirklich die Dudelsackszene sondern es gibt verschiedene Musik, Stile und Szenen und jeder hat eine eigene Dudelsakart für sich.
Ja und entsprechend viele Instrumente gibt's auch und Abstufungen usw. Genau Fangen wir mal ganz vorne an, okay? Ich hab ja versucht das so ein bisschen zu ordnen. Lukas möchte nämlich gern von dir wissen also muss dazu sagen Lukas ist dreizehn. Ja Lukas fragt wann hat die faszination für mittelalterliche musik oder dudelsäcke allgemein bei dir angefangen?
ich bin dreizehn Jahre alt und möchte gerne du sag spielen. bringt es mir etwas wenn ich weiterhin blockflöte spiele? Das mache ich schon eine weile weil meine Eltern mir gesagt haben dass das sinnvoll wäre. Ich möchte aber viel lieber Duelsack spielen als die uncoole Blockflöte. Das kann ich absolut verstehen, es ist auf jeden Fall der richtige Weg!
Ich habe selber mit siebzehn angefangen und hatte ganz früher im Christenlehreunterricht Blockflötet. Und das hab' ich so mit sechs Jahren... gemacht für zwei, drei Jahre und das war mir dann aber auch zu blöd irgendwann. Dann habe ich das sein lassen und irgendwann habe ich so Mittelalter Musik für mich entdeckt auf mittelalter Märkten und aus Computerspielen Und dann hat mich das einfach fasziniert.
Ich hab mir von der Band eine CD gekauft und die alte Blockflöte wieder rausgekramt und nach Gehör einfach dazu gespielt. Ich habe mir die Scala angeguckt. wie geht die Tonleiter? Das Gute an der Mittelaltermusik, wie wir sie jetzt kennen ist, dass es relativ simpel ist. Und das spielt sich alles ungefähr in der Oktave ab und nicht viel Halbtöne auf einer Tonlage.
Wir arbeiten mit neuen Tönen auf dem Instrument. Wenn man dann ein bisschen das Gehör dafür entwickelt kann man auch nach Gehörenlieder lernen. Das ist deswegen nicht verkehrt, mit einer Blockflöte anzufangen. Auch weil wir auf diesen Mittelalter-Dudelsecken die gleiche Griffweise haben. Also offene deutsche Griffweise.
Könnte man dem Lukas sagen Spiel weiter? Bist du dann irgendwann vielleicht so ein Dudelserkast? Auf jeden Fall! Dass es nicht verkehrt. Es gibt mittlerweile auch Übungspfeifen, sogenannte Practice-Chanta was im Endeffekt auch zum Melodiespiel lernen geeignet ist. Aber in seinem Fall würde ich sagen, da kann man schon auf so ein Hümmelchen als nächstes wechseln.
Wenn er schon Erfahrung hat. Das ist ja cool! Passend dazu... Ich spring hier mal ein bisschen durch. Schreibt uns nämlich Eileen. Eileen meint meine Freundin und ich versuchen Mittelalterstücke gemeinsam nachzuspielen. Ich spiele verschiedene Blockflöten. sie begleitet mich auf die Gitarre. Elsie hättest du Tipps für uns welche Stücke wir unbedingt spielen oder einüben sollten?
Was sind deiner Meinung nach die Standards die jeder Mittelalter Musiker können sollte. Da gibt es definitiv mittlerweile Notensammlungen und da kann ich ein Buch empfehlen von Dieter Trautwein, heißt der. Der Mann hat verschiedene Lehrbücher für Dudelsäcke geschrieben, für Hümmelchen, für Mittelalterdudelsäcke und auch Liedersammlungen.
Und dann gibt das ... Das ist momentan so, dass meine neue Entdeckung was Dudelsack Literatur angeht wo alles drin ist was das Herz begehrt und ansonsten dann einfach durchhören. Wie gesagt, vieles. Die Aufnahmen durchhören, die es halt so gibt? Genau! Es gibt ja eine Art Top-Forty der Mittelalter Hits aber ich bin auch ein Freund davon wenn man sich mal über den Tellerrand hinaus damit beschäftigt und mehr spielen kann als nur Traumtritt, Palästina Lead, Stellar Splendents das sind so Standardstücke.
da gibt's aber noch viel viel mehr und auch sehr anspruchsvolle Sachen. Mein hier Eileen hat auch die Frage gestellt gehabt Der habe ich jetzt nicht erwähnt, aber sie hat dann auch gefragt Kannst du uns einen Noten empfehlen? Ich wusste dass du eins empfehle wirst. Und das war ja eine sehr nett gestellte Frage.
Wir bekommen ja oft Fragen in die Richtung Kannst Du mir mal eben die Noten für den und den Song schicken? Schick mal die Notendrüber Wo sind die Clowns? Schick Mal das! Schickmal das! Und wir haben ja oft im Podcast darüber schon gesprochen. Aber vielleicht kannst Du nochmal aus Deiner Warte erklären wie... wie du das machst, wenn wir zum Beispiel unsere eigenen Songs schreiben und üben.
Da arbeitest du ja nicht mit Noten? Ja tatsächlich nicht! Weil da draußen gibt es nach wie vor die Sichtweise oder den ihrglauben dass alle Musiker immer mit Notenspielen spielen. Also bei uns ist es ja was ganz anderes als in der klassischen Musik wo Sachen völlig auskomponiert werden und quasi Notensätze entstehen, die dann der Musiker nachspielt sondern Wir jammen ja quasi auch auf unseren Songwriting-Sessions und probieren Sachen aus.
Da gibt es innerhalb von einer halben Stunde manchmal fünfzehn verschiedene Versionen? Genau, bis die dann im Kasten ist, das wird dann nochmal transponiert. Dann wird der Lauf geändert und dann setzt man sich das erst mal so baukastenmäßig am Computer zusammen und hat was. Und jetzt spielt das mal auf dem Dudelsack ein.
Und dann ändert sich's wahrscheinlich auch noch einmal. Dudelsack-typische Eigenschaften da gern mit einfließen lässt oder die halt spieltechnisch leichter zu machen sind. Und dann ist das Ding im Kasten, dann wird das nochmal zwei-, dreimal mit einem weiteren Dudelsacks eingespielt, dass es ein bisschen schöner klingt und dann ist die Sache fertig.
Da ist niemals irgendwo eine Note aufgeschrieben worden. Das läuft mittlerweile alles quasi vom Gehirn in den Rechner rein! Ja, und dann hat man sich's gemerkt? Und dann haben wir das im Kopf und spielen das Ding auswendig. Also, wenn es Noten geben soll, muss irgendeiner von uns sich hinsetzen... ...und die in mühevoller Kleinarbeit aufschreiben?
Genau! Wir müssen erst mal sowas zu Papier bringen. Für uns brauchen wir's ja nicht. Dann gehts wieder darum mit Schriftssatz so was in ein Buch zu fassen. Die Arbeit wirklich einen Buch rauszubringen, da fehlt uns leider die Zeit für. vielleicht machen wir das mal irgendwann. Aber du willst ja auch nicht dann eben mal nur zehn Lieder machen, weil wenn ist da mittlerweile so viel im Fundus.
Dass wir sagen könnten aus ... aus ... von zwanzig Jahren Saltatio Mortes da Lieder rauszuziehen und dann machst du ja eigentlich auch noch ... Dann würdest du ja für Drehleier, Gitarre oder Schlagzeug was anbieten? Und dann ist das einfach utopisch! Ja. Das in ... unserer normalen Arbeit noch irgendwo zwischendrin mit Einfließen zu machen.
Absolut! Du hast gerade was Spannendes gesagt über die Arbeit im Studio. und da ziehe ich jetzt mal eine Frage vor, die ich mir eigentlich für später aufgeschrieben hatte weil Robert fragt uns. Robert? Robert fragt uns zur Aufnahmenstudio. wie schafft ihr es diesen speziellen Klang auf euren Aufnahmen hinzukriegen?
spielt ihr mehrere Instrumente nacheinander oder übereinander ein? oder sind das Effekte, die nach der Aufnahme auf den einzelnen Dudelsack gelegt werden damit dass so klingt Ja. Wir schöpfen da gern aus dem Vollen, das heißt wir nehmen alle Möglichkeiten um das natürlich so fett wie möglich klingen zu lassen je nachdem ob das jetzt den Song dient.
meistens bei rock songs natürlich schon. also zum beispiel bei einer gitarre ist das seit Jahrzehnten standard dass man die doppelt man spielt eine gitarra ein legt die quasi im In der Balance, im Kopfhörer nach ganz links. Dann spielt man das Gleiche noch mal ein und legt das nach rechts. Also hat man plötzlich zwei Gitarren eine Links-Eine Rechts-Ein auf dem linken Ohr, einer auf dem rechten Ohr Und dann klingt es breiter und größer und fetter.
Das gleiche kann auch mit einem Dudelsack machen. Genau! Jetzt gibt's aber ein Problem bei Blasinstrumenten weil die Luft soll ja auf eine gewisse Art und Weise schwingt wenn man den gleichen Dudelsacks mehrfach nacheinander spielen würde. das klingt nicht gut. also was du Ja, ganz oft machst du im Studio.
Du spielst viele verschiedene Dudelsäcke nacheinander ein? Genau! Richtig und das tatsächlich auch auf verschiedene Arten und Weisen. also... Das heißt ich ändere zum Beispiel die Mikrofonposition von wo ich das Instrument abnehme. Das ändert auch schon mal den Sound. dann natürlich verschiedene Instrumente mit verschiedenen Klang-Eigenschaften zwar dieselbe Tonart sind, aber entweder von verschiedenen Instrumentenbauern oder mit anderen Rohrblättern.
Da gibt es ja Holz und Kunststoffblätter die unterschiedlich klingen Und dann verändert man eventuell auch mal ein bisschen die Stimmung. Es gibt tatsächlich Dudelsäcke mit zwei Spielpfeifen Die man als eine Person bedient und da gibt es gewisse Skalen wo Beide Spielpfeifen auch die gleichen Töne abdecken.
Aber diese Instrumente sind so gebaut, dass die minimal unterschiedlich gestimmt sind. Die haben fünf Cent auf dem Stimmgerät oder drei bis fünf Cent Unterschied. Das klingt wie zwei Dudelsäcke weil es diesen volleren authentischen Klang macht. und was wir auch gemerkt haben im Studio wenn man Instrumentespielt die zu gut gestimmt ist bei einem Dudelsack Das klingt auch irgendwie nicht gut.
Wie ein Keyboard? Genau, diese Frequenzen überlagern sich und deswegen wie du gesagt hast wir schieben einen Dudelsack auf die linke Seite, einen auf die rechte Seite und dann haben wir vielleicht noch einen Drücken der beide gehen. Wir haben auch schon Lieder aufgenommen wo wir sechs sieben oder acht mal die gleiche Melodie eingespielt haben Und dann legst du noch gerne einen Halt drauf oder irgendwas.
Genau Effekte gibt es auch noch alle Effekten Delay irgendwelche Echo-Sachen. Bei einem Orchester macht man das ja auch so, dass da nicht nur eine Geige sitzt sondern acht die spielen aber alle die gleiche Melodie weil es einfach besser klingt. Genau! Das ist auf jeden Fall spannend. passend dazu ich spring ein bisschen rum weil wir thematisch das ganz gut jetzt haben und das passt einfach schön.
Steffi schreibt uns meinem Freund und mir ist auf Konzerten von euch aufgefallen dass Elsie mehrfach die Instrumente wechselt. Warum ist das so? Geht es um unterschiedlichen Klang, weil jedes Instrument ein bisschen anders schwingt? oder warum wechseln sie zwischendurch auf einen anderen Dudelsack? Das liegt natürlich daran, dass Dudelsäcke sehr eingeschränkt sind mit den Möglichkeiten.
Dudelsäcke und Dudelack-Spieler sind manchmal sehr angestellt. Es fühlt sich zueinander, was zusammengehört! Wie ich schon vorhin gesagt habe wir bedienen da ein bisschen mehr als eine Oktave und wir haben auch nicht wirklich eine große Chromatik. das heißt wir können nicht unbedingt so halbtöne Zwischentöne spielen um dann mal eben schnell die Tonart zu wechseln.
Das geht bedingt aber Ich muss bei manchen Stücken auf ein anderes Instrument wechseln, was in einer anderen Tonart ist. Also jetzt bei uns beispielsweise Standard ist ein A-Moll Dudelsack. ich habe aber dann auch Dudelsäcke in D-Mol und in C-MOL auf der Bühne. Mit denen kannst du ganz viel abdecken weil man mit einem Amollsack ja auch nicht nur in Amoll spielen kann sondern auch einen anderen Tonarten.
es kommt halt immer darauf an welche Töne man benutzen will aus der Skala. Genau. Das ist für dich ein Stress auf der Bühne, die Dinge zu wechseln. Manchmal hast du Wechsel ... Im Song schon gehabt? Von dem Abläufen her nicht, weil ich meistens genug Zeit habe dazwischen. Man muss sich aber daran gewöhnen, jedes Instrument funktioniert auch anders.
Das heißt wenn ich jetzt ein C-Mollsack spiele der in meinem Fall eine relativ kurze Mensur hat, bedeutet die Grifflöcher sitzen sehr nah beieinander. Die Spielpfeife ist kurz sie hatten sehr hohen Ton und wenn ich dann direkt auf eine Tiefe Sackpfeifewechsel, also in D-Moll. Wo ich die Finger schon sehr weit spreizen muss, muss ich mich relativ schnell umgewöhnen anders zu greifen und die Finger weiter auseinanderzumachen.
Und die Druckverhältnisse sind auch anders. Dazu kommt dann noch der Aspekt dass diese ganzen und Dudelsäcke unterschiedlich bei verschiedenen Temperaturen reagieren. Ich weiß nicht zum Beispiel das bei sieben Grad. mein C-Mol sagt Stress macht Und dafür macht mein Tiefd-Sack bei zu viel Luftfeuchtigkeit Stress.
So muss ich wissen, wie ich welchen Sack Hand habe oder allein schon vorher Stimme ... Das ist ein Charakter und jedes Instrument hat seine eigenen Bedürfnisse. Wie ist das denn, wenn zwischendurch hier das Feuerarmageddon auf der Bühne angeht? Was macht das mit den Instrumenten? Die Eigenschaften, wie sich Blas-Instrumente verhalten sind quasi konträr zu den Seiteninstrumenten.
Sobald es warm wird, gehen Seiteninstrumente von der Stimmung runter bei sich. die Seiten entspannen durch die Wärme und ausdehnen und werden schlabriger. Bei uns Blas Instrumenten, wenn's wärmer wird, werden wir höher und das ist natürlich schwierig, wenn dann da so eine Flamer vor einem hochgehen. Wir haben fette Feuershow jetzt auf der Bußentour dabei teilweise mit Feuer auch aus dem Dach was nach unten schießt?
Ja! Das heißt in Sekunden sind dann auf einmal da siebzig Grad kurz und dann wieder weg. Ja, das verändert die Instrumente. Wir haben es ja bei unseren Tourproben ... Hab ich's mal getestet. Es ist während einem Song ein Instrument um einen Viertelton höher geworden. Das ist dann natürlich schon schwierig.
Ich muss gucken, dass sich die weit weg davon halte so gut wie es geht. Der Vorteil ist wir haben nicht permanent Feuer auf der Bühne. Bis sich das Instrument dann so weit verstimmt, ist es vorher schon wieder vorbei. Es ist schwierig. Man muss mit diesen Witterungen klarkommen, wenn man auf Bühnen im Autor spielt?
Ja ... Es kommt gleich noch richtig nördiger Inhalt. Okay! Der liebe Torben hat uns eine Nachricht geschickt mit einer wirklich spannenden Beobachtung und zwar hat Torben geschrieben kann es sein dass ihr den Bordun am Dudelsack mit irgendeiner Vorrichtung verschließt oder verstopft. Warum macht ihr das?
Ja, also der Borduen muss man für die Nicht-Nerds sagen. Das ist diese Holzpfeife, die wir auf der Schulter liegen haben. Dass es ja auch eine Pfeife wie normalerweise den Grundton macht. Wir machen Bordeumusik, d.h., auf einem schwebenden Ton spielt sich ... die Melodie ab, die ich mit der Spielpfeife spiele.
Deswegen bewegt sich alles immer auf einer Tonart im klassischen Sinn. Die verschließen wir, weil wir ja mit der Gitarre Akkorde machen, die halt wechseln und da ist so ein stehender Brummton einfach störend! Also er passt. mal und mal würde er nicht passen? Genau, genau. Wenn es bei einem A-Sack zum Beispiel einen dauerhaftes tiefes A dabei hätten das passt halt nur bedingt zu manchen Akkorden.
Und wenn du dann irgendeinander ein Akkord darüber spielst, da haben wir irgendwann uns entschieden. Wir stopfen das Ding und machen es zu. Da kannst du es ja bei dir auch irgendwie ausstellen. Du kannst auch das Rohrblatt rausnehmen... Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Da gibt es kein Patentrezept, wie man jetzt den Bodun abstellt.
Die klassische Version ist oben ein Stopfen rein ... Ich fand das so lustig, dass Thorben geschrieben hat, ihr habt eine Vorrichtung mit dir, das verschließt! Das ist ja schon die elegante Version. Die hemsämlige Version ist mit Isolierband die Zunge vom Rohrblatt einfach festzukleben. was ich aber nicht empfehle weil man am Rohr blatt auch eine interessante Methode ist es, dieser Bodum besteht ja aus mehreren Teilen.
Das sind so Zapfenverbindungen und ich nehme dann einfach vom Spielen eine Zapfen-Verbindung raus und mache dann Frischhaltefolie über diesen Zapfen. Ich stöpfe das ein bisschen drüber, stecke das wieder zusammen und dann kommt die Luft zuvor blockiert. Das ist die elegante Version, dass sich nicht einen Stöpfel rumschleppen muss.
Bevor wir gleich zu nördigen Details kommen, lass uns kurz über den Schmerz sprechen. Den dieses Instrument manchmal mit sich bringt und ich rede nicht von der Lautstärke oder dem Klang, der verstimmt ist sondern du musst ja teilweise hinter der Bühne ewig lange Dinge vorbereiten. also Ich habe dich das öfteren dabei beobachtet wie Du ein Rohrblatt nach dem anderen ausprobierst.
klassische Instrumente spielen, die auch viel mit Rohrblättern rumhandieren. Aber die kaufen die meistens perfekt konfektioniert im Musikladen, legen die ein und sagen naja das eine schwingt ein bisschen besser als das andere oder der eine Hersteller baut die besser, die passen mir besser zu meinem Stil wie ich spiele aber du musst ja teilweise noch viel früher anfangen.
also ich habe dich beobachtet wie manchmal Dinge zurecht bastelst und dir zusammenstellst Ich hab heute irgendwie kein funktionierendes Rohrblatt, weil alle irgendwie zickig sind. Ja also das Thema Rohr blatt ist ein riesiges Schmerzthema, ein emotionales Schmerzthema muss man schon sagen. Sie hält sich die Augen zu für alle, die es gerade nicht sehen können genau?
Die Ader auf der Stirnschwild an bei dem Thema. Also vorab Dudelsack-Spieler... Die anderen Kollegen haben ja Backliner. Wir haben ein Schlagzeugbackliner, Gitarren-Backliner... Also Menschen, die uns da helfen beim Instrument und so? Genau! Und das geht beim Dudelsack... schlichtweg nicht, da jeder mit seinem Instrument mit einem anderen Spieldruck arbeitet.
Das heißt mein Kollege kann jetzt nicht ein Dudelsack für mich einrichten wenn er kein Profi ist dass er weiß mit welchem Spieldruck ich meine Instrumente spiele. und abgesehen von dem hygienischen Aspekt das nicht jeder in das Mundstück des Anderen rein schlafenzen sollte was natürlich auch schlecht fürs Instrument ist weil jeder einen anderen Speichel hat, der sich anders auf das Rohblatt auswirkt.
Und ja man ist froh wenn mal ein Rohblat gefunden hat was super funktioniert. Das ist halt also zwar schon ansatzweise plug-and-play Was wir da haben aber trotzdem muss ein rohblad sich einspielen. und Wir reden von organischen materialien. Da ist halt nichts immer so hundert prozent wie es andere. Bis dass dann alles passt Und eingespielt ist, dauert das eine ganze Weile.
Wir reden davon Tagen, die man ein Rohrblatt einspielt. richtig und dann ist es heilig. Ein Rohrbrett ist der wichtigste Teil vom Dudelsack aber auch der empfindlichste. Bei anderen Blasinstrumenten ist es so ... Der Saxophon-Spieler kauft sich damals zehn Blättchen. für den Preis kriege ich einen Blättch.
Bei den zehn Blätchen hat er vielleicht zwei, die supertoll sind. bei uns ist das nicht viel anders. Und dann hütest du natürlich deinen Rohrblatt wie dein Aukapfel und umso ärgerlicher ist es, wenn's mal kaputt geht. Ich kann schon mit einem frischen Rohrbrett spielen auch eine Show spielen aber das ist nicht so optimal wie ein Gut eingespieltes.
Das ist halt eine super empfindliche Sache und natürlich auch witterungsabhängig. Dass ich immer gucken muss vom Konzert was heute für den Wetter ist. Wie ist die Temperatur, wie ist die Luftfeuchtigkeit? Wie verhalten sich die Instrumente. Ich musste ja schon eine Weile vorher akklimatisieren und warmspielen oder halt eben in Schattenstellen oder wie auch immer ...
Genau wir hatten manchmal schon Shows jetzt zum Beispiel vergangenen Woche im Kufstein was kalt und regnerisch Und dann stehst du hinter der Bühne in so einem kalten Gewölbe und versuchst das Instrument an den Start zu bringen und denkst dir so sehr super. Das wäre so, wie wenn ich an das Schlagzeug gehe und habe Schlagzeugsstücke drumsticks in verschiedenen Größen.
Einer ist ganz cool, der nächste ein bisschen länger. Und muss dann jetzt probieren mit denen irgendwie zu spielen. Da muss sich dann halt strategisch planen und sagen okay Ich gucke mir jetzt die Settliste an. Ich spiele den A-Sack, sag mal die ersten fünf Stücke Dann spiele ich einmal einen C-Sacke, dann spiele wieder vier Mal A Dann spiel ich einmal D. Und dann spiele ich wieder zweimal A, noch mal D und dann noch zweimal a. Da denke ich mir so okay.
C-Sack und D-Sacks sind sehr selten dran. Die stimme ich kalt Das heißt dadurch dass sie die ganze Zeit auf der Bühne kalt stehen müssen die sofort sobald ich die in die Hand nehmen auf dem Stimmgerät stimmen. das heißt Ich darf die gar nicht erst warm spielen. lange zum Stimmen, weil ich die auf der Bühne ja auch nicht erst warmspiele.
Das heißt sie müssen kalt auf vierhundertvierzig Herz stimmen. und beim Asak weiß ich den muss sich warm stimmen, weil Ich den von Anfang an die ganze Zeit im Einsatz habe. Weil wenn ich denen nämlich kalt stimmen würde, würde der sich, dass ich den länger spiele, schneller warm spielen. und wer dann zu hoch?
so ein warm gespieltes Instrument geht da mit der Intonation nach oben ein kaltes Ja, ist halt erst mal tiefer. Und so muss ich das jedes Mal austarieren dann. Wahnsinn! Also es ist eine Wissenschaft für sich und jedes Mal spannend. Ja und jeder Kollege macht das auch anders was auch in Ordnung ist weil jedes Instrument sich auch anders verhält.
Der Mümmelstein spielt einen ganz anderen Parts-Dudel sagt der stimmt sein Instrument halt auch kalt. also wenn er's mal stimmt Da hat jeder seine eigene Philosophie, wie das ist und funktioniert. Wichtig ist nur, dass man mit den Kollegen da auf einen grünen Nenner kommt dann. Grün Zweig heißt es! Auf einem Nenne!
Sehr gut. Du hast vorhin Sachsophon erwähnt. Passend dazu habe ich eine Frage an dich. Und zwar schreibt uns Saskia ... Ich möchte eigentlich gern Dudelsack lernen. Mein Freund spielt schon Saxophone, hat mir angeboten ein paar Dinge auf dem Instrument beizubringen. Bringt das was? Auf einem Instrument ein paar Kenntnisse zu erwerben und dann später auf den Dudelsacks zu wechseln oder wäre es besser direkt mit dem Dudelsac anzufangen?
Grundsätzlich ist es nicht verkehrt mal ein Blasinstrument in der Hand gehabt zu haben also zu wissen wie steuere ich mit dem Atem eine Luftsolle die einen Ton erzeugt? Wechsel mit den Fingern, um den Ton zu verändern. Aber im Endeffekt ist das beim Dudelsack wieder komplett anders. Denn ich erzeuge ja nicht den Ton mit dem Mund sondern mit dem Munt puste ich nur diesen Lederbalk unter meinem Arm auf und den Ton erzeugte eigentlich mit meinem Ellenbogen, mit dem ich auf diesem Balk drauf drücke.
Das heißt mein Arm ist für die Tonerzeugung verantwortlich. also Ich sage mal, für die Finger ist es nicht verkehrt. Aber ich würde jetzt da nicht zu intensiv reingehen an Ihrer Stelle weil ich ein komplett anderes Instrument lerne und dann zu denken... Also ich würde lieber unbefangen an Dudelsack rangehen als zu sagen, ich lern jetzt das und jetzt muss ich umlernen um mir völlig andere Sachen angewöhnen.
auch dass Spiel auf offenen Griff löchern die auf dem Holz sind is was anderes als klappen zu bedienen, wo die Finger die ganze Zeit drauf liegen. Das ist auch ein anderes Spiel für... Gehe ich vollkommen mit? Man kriegt ja oft die Frage gestellt oder was kann ich denn machen um dies und jenes noch zu verbessern?
Meistens lautet die Antwort naja genau das was du machen möchtest solltest du auch tun dass wenn du Dudelsack spielen willst spiel Dudelsacks oder Leute die sich bei mir manchmal melden und Tipps fürs Schlagzeug brauchen da sage ich immer üb genau das Was Du besser können willst. also es ist wie im Sport Die Übung die man am häufigsten macht, die kann man irgendwann am besten.
Ja also ich sage mal wenn man jetzt noch gar keine Erfahrung hat mit Blasinstrumenten kauf dir eine Blockflöte von Möck. das ist ein gute Firma gibt es in jedem Musikalienhandel und die kosten nicht viel. sie kann man immer wieder verwenden. und da kann man erstmal probieren wie ist es Töne zu erzeugen auf einem Blas Instrument?
Und dann kann man anfangen sich mit nem Hümmelchen zu beschäftigen oder einem Practice Chanda. Aber man merkt dann schon den deutlichen Unterschied, denn eine Flöte die den Ton über ein Labium erzeugt was relativ leicht geht weil man nur reinhauchen braucht ist schon ein gehöriger Unterschied zum Rohrblatt Instrument wo man schon mit richtig Druck arbeiten muss.
das ist halt nicht rein hauchen das ist schon kräftig pusten. Lass uns ganz kurz über richtig Druck sprechen habe ich mir nicht aufgeschrieben aber es fällt mir gerade ein. Wir waren im Studio und haben Songs aufgenommen, und Ideen gehabt für verschiedene Instrumente. Du hattest eine super Idee! Und hast gesagt, wenn wir hier dieses Projekt Staub-und Schatten machen und so ein bisschen orientalische Sounds mit drin haben... Ich besorg mir einen Duduk.
Ich besorge mir so ein Blasinstrument. Hast du gemacht? Hast dir das Ding besorgt? Das kam irgendwann an. Wir sind so verrückt dass wir teilweise Instrumerte im Studio haben die keine von uns spielen kann. Wir holen dann trotzdem irgendwie Sounds und Klänge raus. uns geht es halt immer darum, dass es interessant klingt.
Dass es spannend klingt! So ist es auch passiert das wir für... ich schrei' dein Name in den Nacht plötzlich eine Tacklehaber im Studio hatten auf die jeder von uns mal losgelassen wurde. Jeder durfte mal ausprobieren und spielen Obwohl keiner von uns das wirklich kann. aber wir kriegen dann irgendwie intuitiv was spannendes bei raus.
Das machen wir ganz oft. Wir haben so ne Materialsammlung dann im studio. Jetzt kamst du mit diesem Duduk an Und ihr habt wirklich zu mehreren versucht da etwas rauszukriegen. Ich glaube, der letzte, der es dann versucht hat einfach mit Rohr Gewalt war Aller. Der da reingepustet hat wie so ein Wikinger halt und er hat's dann auch rausgekriegt irgendwie im Ton.
Und dann hast du dich irgendwann an jemandem gewandt und der sich damit sowas auskennt und gesagt du irgendwas machen wir hier falsch. kannst du uns einen Tipp geben? Und dann kam was bei raus, was im Nachgang also wo man sich eigentlich drüber tot lachen müsste Das Instrument funktioniert da eigentlich gar nicht?
Ja, also im Endeffekt die Sachen, die ich immer predige zum Thema wie fange ich mit einem Instrument an bin ich selber in die gleiche Falle getappt bei dem neuen Instrument. Ich habe mir einfach etwas gekauft wo ich dachte das wird schon gut sein und es hat nicht funktioniert. und ich dachte so okay liegt jetzt an mir oder liegt ein Instrument?
Und wenn man das nicht weiß, gerade als Anfänger. Also man muss dazu sagen ein Duduk ist auch ein Rohrblattinstrument spielt sich aber völlig anders als jedes andere Rohr-Blatt Instrument. Ist das armenische Nationalinstrument und ja am Ende ist es genau wie beim Dudu sagt wende dich an jemanden der das Macht, der das spielen kann.
Such jemanden, finde jemanden und sprich erst mal mit demjenigen.". Und der Fachmann hat die Hände über den Kopf zusammengeschlagen? Bitte was ist das denn? Was habt ihr denn da?". Ja genau! Das kann man doch gar nicht spielen. Habt ihr dann einen Ton rausgerischt? Genau er hat genauso reagiert wie ich reagiere wenn jemand mit einem Dudelsack von eBay ankommt dass er gesagt hat ach bei der Firma hast du gekauft.
ja das ist klar das kann nichts werden versuchst noch zurückzugeben aber Hier, das ist ein vernünftiges Instrument und da musst du schon dies und jenes ausgeben. Und ich habe ihn dann besucht. und super kompetenter Mann. also wer gern mal Duduk lernen möchte, da gibt es den Artur in Libstadt verlinke ich gerne der macht da super Arbeit auch mit Charity-Projekten in Armenien, der das damit fördert und er hat mich dann halt beraten hat mich ausgestattet mit einem Lehrbuch und einem vernünftigen Set, der Ersatzrohrblatt.
Und jetzt kann ich das vernünftig lernen? Siehe da! Es entsteht ein Ton ohne dass mir eine Arterie platzt. Okay, sind wir warm geworden? Jetzt kommen wir zur schlimmen großen wichtigen Frage. Also es sind wirklich so viele Nachrichten gewesen... zusammengefasst und dann immer stellvertretend einen Namen gesagt.
Aber da gab es ganz viele Leute, die uns ähnliche Fragen immer geschickt haben Und wir haben wirklich unmengen fragen bekommen mit Detail-Fragen Teilweise richtig nördigem Inhalt Die alle einzeln zu beantworten würde uns wahrscheinlich so eine Woche kosten hier. Deswegen lasst uns mal stellvertreten folgendes machen Wenn ich mir diese ganzen Fragen so angeschaut habe wollen ganz viele leute wissen wie das denn geht.
ein Dudelsack zu bauen Kannst du uns bitte mal muss nicht im detail sein aber Schritt für Schritt Deine Arbeitsschritte beschreiben und die mit uns durchgehen. Was du machen musst, bist du einen Dulsack fertig hast! Also du musst nicht alles H-Klein aufdröseln aber zumindest so grundlegen quasi vom ersten Stück Holz bis zum fertigen Instrument.
Okay ich versuche es mal ein bisschen aufzuschlüsseln in einem Schnelldurchlauf ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen. In vier Stunden später? Ich brauche Holz, ich brauche das richtige Holz. Nicht jedes Holz eignet sich für ein Blasinstrument. Wenn ich dieses Holz dann habe, muss ich es ablagern. Es muss mindestens eine bis anderthalb Jahre liegen, bis ich's verwenden kann damit noch durchdrocknet ist.
Hast du gerade Jahre gesagt? Ja! Also ich muss schon vorab einkaufen quasi. Deswegen sind auch die Wartezeiten oft sehr lang weil Natürlich Sachen auf Vorrat kaufen, aber wenn jemand ein ganz spezielles Holz will was ich nicht im Lager habe dann sage ich ja kann ich besorgen. Aber ich weiß nicht wie trocken das ist.
Das kann sein dass es erst mal noch eine Weile trocknen muss weil Feuchtigkeit die aus einem Holz rausgeht man kennt das vom nassen Blatt Papier lasst es trockenen das wählt sich auf So. Und so ist das auch mit Holz und es verändert die Struktur, d.h., wenn ich nasses Holz bearbeite und es trocknet dann noch, dann stimmt das Instrument nicht mehr.
Das muss durchgetrocknet sein! Dann wird das Holz in Kantellen gesegt. Kantellin heißt ein rechtäckiges, quaderförmiges Objekt was sich in eine Drechselbank einspannen kann. ums zu bearbeiten. fange ich an dieses Holz erstmal rund zu drehen. Dann diesen runden Zylinder, also von der Form ist es dann ein Zylinderspanne in eine Vorrichtung im Dreckselbank ein, dass sich innen die lange Bohrung durchführen kann den Luftkanal, dem Windkanal.
Also das ist anders als wenn man jetzt mit einer Bohrmaschinenholzbord. nicht der Bohrer dreht sich und das Werkstück ist fest sondern Das Werkstück dreht sich in der Dreckselbank und der Bohrer steht fest. Und ich gehe dann mit dem Bohrer dort rein, verschiedene Durchmesser, verschiedene Tiefen in verschiedenen Abstufungen.
Wenn die Bohrung fertig ist, dann richte ich das Werkstuck anhand der Bohrungen aus, dass die Bohring natürlich zentrisch ist. Drecksele dann die Außenoberfläche, schleife diese. eventuell kommt noch Beize drauf also Farbe. wenn es getrocknet ist wird das nochmal geschliffen. Dann wird das Holz geölt.
Das kommt, wird in Leinöl getaucht... ...das gute Lein-Öl? Genau! Leinöle oder Leinülfirmes mit noch anderen Terpenen und Sikrativen da drin also spezielle Mischung dass es eine schöne Oberfläche gibt. dann wird aus dem Öl rausgeholt. nach ein paar Tagen wenn ich's Waku um Öle reicht auch ne Stunde. Und was heißt denn Waku im Ölen?
Waku um Ölen heißt, ich tauche mein Holz in Öl und erzeuge in dieser Kammer ein Vakuum das die Luft aus den Holzzellen rausgezogen wird. Und das Öl in die Zellen reingezogen wird. Dadurch krieg' ich eine höhere Sättigung vom Holz hin. Und dadurch habe ich bessere Schwingungseigenschaften von diesem Holz.
Genau! Wenn das dann da rauskommt, muss das erstmal drei Wochen trocknen. Also ich kann es nach einer Woche schon anfassen, aber wirklich durchgetrocknet. Dass das nicht anfängt zu schmieren ist es nach drei Wochen. dann kann ich's weiterverarbeiten Aber dann sind noch nicht die Holzzellen im Holz getrocknet.
Das dauert auch anderthalb Jahre. So so lang ändert sich noch die Schwingung im holz tatsächlich. also Es geht nicht dass du mal eben morgens dir überlegst heute mittag möchte ich gerne einen neuen Asak spielen. Ich kann dir den bauen, aber die Garantie dass er sich nicht dann in den nächsten anderthalb Jahren verändert, kann ich dir leider nicht geben.
das sind mein wegen nur Norsen Aber ich weiß es nicht. vielleicht macht das Holz auch was ganz anderes. Das Blattpapier wälzt sich mal mehr Mal weniger und Wenn Es Dann nach drei Wochen so getrocknet ist Kann Ich Die Oberfläche weiter Verarbeiten. Dann Kommt Schellack drauf. das Macht ein bisschen Wasser Abweisender Und Ein bisschen glänzendere Oberflächen.
Und wenn die Holzteile dann fertig sind, mache ich den Lederbalg. Der wird genäht und verklebt und da werden diese Holzteilen dann eingebunden. Die Holsteile selber werden mit Wicklungen ausgestattet und aufeinander gesteckt, dass sie noch beweglich sind aber trotzdem luftig. Dann in die Spielpfeife werden ja noch die Grifflöcher reingebohrt und dann wird das Rohrblatt reingesetzt.
Unten Rohr blatt. teilweise kaufe ich die zu damit meine Kunden auch bei den lauten Instrumenten jetzt von der Stange schottische Rohrblätter kaufen können. Bei Hümmelchen baue ich die selber, das heißt so ein Rohr blatt ist ein kleines Messing-Röhrchen und auf diesem Messing Röhrch sind dann in dem Fall aus Kunststoff die zwei Bluthelften, die ich ausschneide, dann auf diese Messinghülse, die vorher oben platt drücke drauf wickel Dann auch luftdicht mit einem Isolierband Verschließe.
Und dann kommt noch eine Metallklammer drum, die die Spannung erzeugt, dass das richtig schwingen kann. Das muss natürlich alles auf ein Millimeter genau passen. Dass das dann funktioniert So und dann wird es ins Instrument reingesteckt und dann muss das alles aufeinander abgestimmt werden Was Tonhöhe angeht was Lautstärke Druckverhältnisse angeht Dass das ganze Ding harmonisch funktioniert weil bei einem Dudelsack Mit einer Spielpfeife Zwei Bordeunpfeifen, beispielsweise haben wir ja drei Rohrblätter die miteinander gut arbeiten müssen.
Da darf nicht eins zu viel Luft verbrauchen, eins zu wenig. Eins fängt an zu quitschen wenn man zuviel drückt. also die müssen alle aufeinander gut abgestimmt sein dass das dann passt. und Dann habe ich ein Dudelsack fertig. Boah Ja Nicht schlecht. Und dann muss ich den erst mal ein paar Tage einspülen, weil dann verändert er sich ja erstmal noch.
Den Leder sack muss ich abdichten mit Dichtmittel das koche ich auch selber damit das Ganze impregniert ist und atmungsaktiv. Ein Rückschlagventil im Mundstück ist noch drin dass mir die Luft nicht wieder zurückkommt, die ich rein puste oder andere Dinge die im Dichtmittel sich über Jahre angesammelt haben.
Okay, wollen wir ganz kurz ... Die Outtags! Wollen wir einen Outtag machen? Du hast doch bestimmt über die Jahre, die du, du sagst, spielst diverse Schanden des Tages gesammelt. und ich rede jetzt nicht von irgendwelchen Dingen man nicht erzählen kann, weil der Podcast immer noch jugendfrei sein soll.
Sondern wirklich Dinge die am Instrument mal schief gegangen sind. also wir erzählen uns immer mal wieder gerne die Geschichte von irgendwelchen Kollegen denen die eigene Spucke wieder entgegen kamen, weil ja so ein Ventil nicht mehr drin war. Ja früher waren diese Ventile mittlerweile aus Kunststoff, früher waren das einfach Lederleppchen und die haben halt manchmal nicht mehr richtig geschlossen.
wenn du dann auf diesen Ledersack drauf drückst kann es sein, dass sich mal so ein Bröckchen von diesem Dichtmittel aus der Innenwand deines Sackes löst und dann durch den Weg mit dem geringsten Widerstand, also dein Mundstück von innen dir in den Hals schießt. Und wenn du natürlich über Jahre nicht brav deinen Mund mit Wasser vom Spielen ausgespült hast sondern immer mal Kekse gegessen hast und man ein Schnäppchen und hier was weiß ich ja und man speichelt da rein das sammelt sich natürlich schon.
was und Das ist dann nicht so lecker Aus dem Sack in den Hals geschossen ist jetzt schon der Titel für den Podcast. Ja, also Sachen ... Der Kollege versucht zu spielen. Es kommt kein Ton raus bis er dann feststellt, dass ein Ohrenkneifer in sein Rohrblatt oder in seinen Dudelsack reingeklettert ist durchs Mundstück.
und dann ist beim Spielen dieser Ohrenknäffer, der im Dudelsag drin war beschleunigt worden und durch den Luftdruck in das Rohrplatz, also stell dir vor du bist im Raum oder gehst in einen Raum rein. Durch eine Einweg-Tür hinter dir ist dann dicht Und dann entsteht ein Luftzug, der dich durch den Türspalt versucht, unten durchzubressen.
Der Ohrenkneifer tat mir echt leid. Die Hälfte hat noch rausgeguckt. Aber so Dinge passieren, wenn man in der freien Natur unterwegs ist. Auch Kollegen, die dachten, sie holen mal ihren Dudelack nach Jahren wieder aus dem Keller haben ihn aber ... Nach der letzten Musik, wo es irgendwie klamm und feucht war nicht aus dem Koffer ausgepackt.
Und die haben dann den Ledersack aufgeschnitten. Der war ihnen komplett verschimmelt! Das ist auch nicht sehr gesund so was zu spielen. Ja und nicht einzuhatmen auch. Du hast ja bei dir – wir haben schon mal darüber gesprochen in einer anderen Folge – einen Sack mit einem Reißverschluss, den du öffnen kannst und ein Trockensystem hast du da drin?
Ja, also das ist so Standard mittlerweile bei den Schotten. Die sind da sehr high-techmäßig unterwegs. Ich verwende auch einen schottischen Ludo-Sack wo ich das habe aber ich selber verbauere das nicht aus verschiedenen Gründen. Ich finde das Material nicht umweltfreundlich Gore-Tex es auch nicht gesundheitsfreundliche an sich und Das gibt's nur in schottischem standardmaßen.
die funktionieren für unser Mittelalter nicht. zusätzlich ist das ein empfindlicheres System. Ich muss das permanent warten, Pflegen auseinanderbauen und trocknen lassen wieder zusammenbauen. Das darf ich nicht vergessen, weil dieses System so geschlossen ist, dass da eher Schimmel entsteht. Stell dir vor du hast Sportschuhe an die nicht atmungsaktiv sind.
Wir riechen deine Füße nach zwei Tagen wandern ohne Duschen. Wenn ihr jetzt Sandalen anhast oder reine Lederschuhe, dann ist das was ganz anderes. Deswegen verwende ich Leder. Meine Erfahrung sagt, Schimmel entsteht da viel weniger. Wie stelle ich jetzt fest? Ob mein Instrument verkeimt ist oder nicht?
Jeder von uns hat im Kühlschrank mal einen alten Joghurt gehabt. Jeder weiß wie Schimml riecht und im Zweifelsfall auch schmeckt! Aber lasst euch gesagt sein ja man nimmt das dann schon wahr. also wenn dein Mundstück anfängt nach vergangenen vergammeltem Joghurt zu riechen, dann sollte man da mal drüber gehen.
Und im schlimmsten Fall ist das Instrument halt hin weil wenn sich Schimmel im Holz fest setzt und der Dude sagt wurde Im schlimmsten fall auch vom Hersteller nicht richtig geölt und impregniert Dann kriegst du das nicht mehr raus. so dann dann war es dass. und lieber das sein lassen. ich habe schon von Leuten gehört die Die unter einem bio herrsatz weil sie über die Jahrzehnte ein verschimmeltes Instrument gespielt haben und sich nie darum gekümmert haben.
Und letzten Endes Teil des Schiffs, Teil der Crew geworden sind. Wahnsinn! Das ist jetzt wirklich so ... Die Auswüchse der Horrorgeschichte. lasst euch da keine Angst machen. Also das Instrument regelmäßig mal zur Wartung zu einem Instrumentenbauer alle Jahre zu geben, ist nicht verkehrt. im Zweifelsfall lieber man auch fragen, dann geht das schon nix schief.
Super! Elsie wir haben tatsächlich nicht alle diese Fragen jetzt beantworten können. es gibt noch ein paar aber wir machen irgendwann mal einen zweiten Teil, einen zweiten Dudelsack Nerd-Teil. wenn die Leute weiterhin Fragen haben können sie dir gerne einschicken und dann packen wir ihn auch mit dazu in den zweiten Teil.
Das war auf jeden Fall super spannend. Wir haben eine ganze Weile länger gequatscht als ich's eigentlich wollte Aber es war für mich interessant. Und dann hören du und Ich und der Mümmelstein uns nachher wieder beim Tavernenspiel. Oh ja, ich freu mich! Hallo, hallo. Der Jean und Herr Elsie haben uns verabschiedet nach einem Gespräch im Hotelzimmer.
Auf jeden Fall. Und der Elsie und der Jean-der-Gegenwart stehen hier neben dem lieben Falk und informieren ihn, dass er genau jetzt ein Tavernsspiel macht. Aber da bin ich doch am Start ... tatsächlich habe ich nur darauf gewartet hier auf dieser historisch großartigen anlage an einem wunderbaren tavernenspiel teilnehmen zu dürfen.
bist du noch einigermaßen fit? du siehst ungefähr so müde aus wie ich mich heute fühle. naja wir haben schon eine wunderbare show im kreuz und wir haben noch eine wunderbarer show vor uns. das heißt meine reserven föhnen sich gerade wieder. ich versuche maximal wenig Energie zu verbrauchen und das äußert sich auch.
Das schaffst du auch während der Show? Halt mal dieses Mikrofon, nee beziehungsweise ich krieg das auch anders hin, warte ja stimm auf, komm! Der El Silberdur und ich trägst jetzt den Teller die ganze Zeit mit dir rum oder? Ich dachte vielleicht kann man den Tellern kurz... Nee, du bist jetzt hier beschiftet?
Ach so okay bin im... So Hallo, Taverne. Der Elsi und ich haben heute Morgen eine wirklich wunderbare Podcastfolge aufgezeichnet. Wir haben rumgenördet über eines der schönsten Geräusche die es gibt auf der Welt ... Den Bodunton! Unter anderem ging's auch um den Boduntons. Es ging um den Dudelsacker.
Und das ist ein wunderbares tolles großartiges Geräusch. Ihr sollt jetzt in dieser Tavernrunde auch Geräuschen machen. Und zwar wollen wir von euch wissen... Wie der Hahn kräht in verschiedenen Landessprachen. Also, im Deutschen wissen wir wie der Hahn kräht? Ah, Kikeriki! Kannst du das auf uns nachmachen?
Den Widerhahnkrät? Ja. In Kikerikir? Gut, haste ja ne? Ach so, ja gut. Ich dachte... Also ich brauche euch jetzt wirklich Energie geladen. Wie krädt der Hahn in Frankreich?! Es ist eine sehr gute Frage, weil jede Sprache hat natürlich auch vielleicht das Katzen in verschiedenen Ländern anders Miau machen.
Also das Wort gibt es gar nicht. Im Altegyptischen tatsächlich. Auf alt-Egyptisch heißt Katze nämlich miau. Echt jetzt? Ja, ist aber schön! ist aber ein gefährliches Halbwissen. Ich bin mir nicht ganz sicher. Das steht bestimmt auch in meinem großen Handbuch, das nutzlosen Wissen? Da hab ich's her! Jetzt weniger ablenken wie kräter Hahn auf Französisch.
Also ich weiß dass es in irgendeiner Sprache Kukuruku heißt. Da bist du ganz nah dran. Kukuruku. Kommen wir gleich drauf... Aber es ist nicht Französische. ...kukuroku ist es nicht im Französischen. Gokokok. Gakakak. Ich versuch mich rein zu denken Cro-Cor. Cro-Cor! Cro-cor, cro-cor! Wir haben ja bei Ki-Kerri-Ki vier Silben.
Jetzt macht das mal Französisch. Da gibt es verschiedene Kombinationsmöglichkeiten. Wenn's Cro-Co-Cor nicht ist, dann ist es vielleicht Cro-Kirikon? Oder Ki-Cori... Nein, ein Korn ist erst. Korn. Noch eins noch einen Korn und jetzt gehts woanders hin War. Koko war! Koko waren! Nein, ich sag doch... Es ist Kokoriko.
Kokorikoo? Auch schön. Das hört sich aber nicht der Herr Französisch aus. Ja, das sagt es mal den Franzosen. Ja. Werdig. Ich fahr gleich mal rüber. Wie kräht der Hahn im Englischen? Oh Gott, das ist jetzt peinlich. Das müsste man eigentlich wissen. Das könnte man wissen. Wie heißt denn der Hahn auf Englisch?
Ja, das ist die erste Silve. Das verrate ich euch! Deswegen habe ich ja mit KOR angefangen. Der Kocker kommt immer zuerst. Cockery-Coo. Cockerey-Kee. Da waren die Franzosen auch in England. also das muss dann auch so ähnlich sein. Die Engländer waren ja auch mal beim Franzosen. Man weiß es nicht. Sowohl als auch.
Kock-doodle-doo. Das sagt doch kein Engländer! Wenn ich zu einem angloffielen Menschen gehe und sage, jetzt mach mir mal einen Hahn vor, dann sagt doch nicht Kockodoodle doo. Vielleicht doch? Aber wir müssen das herausfinden. Ja, dann ist der Yankee-Doodle quasi der Yankeekräher! Du solltest niemals einem Briten erzählen, dass er einen Yankee Doodle macht.
Ich glaube... Du hast vorhin etwas anderes noch gesagt mit dem... weißt du noch was du gesagt hast? Wie du es nachgemacht hast? Kukuruku. Ja jetzt äh wo könnte das denn herstammen? Du bist ganz nah dran. ich sag mal ninety fünf Prozent an zwei Ländern Die beide sehr ähnlich sind. Spanien und Italien?
Nein! Ich überlege, ob es Osteuropa ist tatsächlich. Ja, um, um... Vielleicht ein Russland. Ein russischer Hahn. Den russischen Hahn hab ich hier nicht in der Liste aber ich habe sowohl einen polnischen als auch einen ungarischen. Wie macht der ungarische Hahn? Gegrücker! Die haben nur alles mit Ö immer.
Die haben doch auch Üs. die Ungarn haben auch sehr viele... Ja das ist ja fast Türkei muss man ja sagen quasi Oh Gott. Also, wie könnte der machen? Der ungarische Hahn? Gakeryku... Das war sehr gut. nochmal! Ja fast genau so. Kukuriku. Genau. Der polnische macht fast exakt das gleiche und ich zeig's euch ja gleich wie es geschieht.
Ich klau deine Eier! Nein bitte nicht! Nein behalten Sie bitte nicht. So uns fehlen noch zwei. Den Spanischen können wir ganz schnell abhaken, weil der ist sehr einfach. Der macht nämlich genauso wie der Deutsche, der schreibt sich nur anders. Oh! Er macht auch... Kikereki? Genau die schreiben es noch anders.
Wie macht der türkische Hahn? Ich glaube das ist wieder eine ganz schlimme Besonderheit. Die ist völlig abweicht von allem. Wie könnte denn der... Deine Intuition ist sehr gut. Lass das K mal weg Lass alle Kars weg. Ja, genau so macht der türkische Hahn! Ich zeig dir gleich wie es geschrieben wird. und jetzt... Jetzt kommen gerade unsere Gäste in den Backstage und wundern sich was wir hier tun Und jetzt fehlen uns das allerletztes und das ist etwas für den Mümmelstein.
Wie macht er? japanischer Hahn? Halt das Mikrofon gerne fest Das könnte ich tatsächlich wissen. Die haben ja wahrscheinlich einen L Die Japaner! Kann ich euch verraten, in dem Wort ist keins drin. Weder das eine noch das andere. Nee? Auch kein Ü glaube ich nicht. Da bist du sehr nah dran. Ja, sehr gut.
Weiter. Zweite Silber geht wohin... Und wie geht's weiter? GOKI GO! GOKIIIIII! I zeig es dir. GOKIKOKO! Gokikoko! Jetzt zeige ich euch die ganze Lüste, hier ist das Tür geschöpft... Das fast das Gleiche ist das Polnische. Wie ihr seht, das Spanische ist sehr nah am Deutschen. Hier noch mal der legendäre Cock-a-doodle-doo.
Das sagt doch kein Engländer! Es sieht doch Quatsch! Bestimmt. Ich werde jeden Engländer den Knöpfe fragen! Danke euch für diese Dreingabe in unserem Podcast, das vorletzte Wort gebührt wie immer meinen Gästen. heute war Elsie mein Gast. Hast du den Leuten noch was mitzugeben weil wir heute so schön rumgenördet haben über Dougelsage?
Du bist ja vorhin bei der Autogrammstunde die wir hatten auch wieder gefragt worden nach Dudelsack-Spezifischen. Es scheint Adreis Interesse da zu sein, vielen Dank für eure Fragen! Ich hoffe ich konnte einige beantworten und wir werden ja voraussichtlich irgendwann in der Zukunft einen zweiten Teil machen.
Wer es nicht abwarten kann, kann mir auch jederzeit schreiben. über Facebook Instagram und TikTok bin ich auch. Ihr dürft uns auch an salthatsyemord des rgbob.de schreiben, denn wir leiten das dann an Elsie natürlich weiter. Das ist jetzt ein vorletztes Wort. eine schamlose Werbung für dich selber? Finde ich völlig okay.
Dem ist flatter davon! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, wir wünschen uns selber jetzt gleich eine schöne Show hier in Koblenz. Großartig. Ansonsten möchtest du den Leuten noch was mit auf dem Weg geben? Du warst heute bis sehr kurz gekommen, zu kurz gekommen meine ich. Nein, ich finde es tatsächlich großartig...
Dass du heute mal nicht arbeitest. Hier stimmen und imitieren ist vielleicht auch ganz eine ganz spannende Geschichte. Elefanten? Wie macht z.B. die Giraffe? Was ist das, der laute Giraffe ... Hast du noch nie eine Giraffe beim Ballzen gehören? Du bist drei Minuten im Podcast und schaffst es abzuschweigen!
Habe ich erzählt, dass ich auf Tour mittlerweile eine Vogel-App dabei habe, dass sich Vogelgeräusche aufnehme und gucke, welcher Vogel gerade in der Nähe ist? Ich höre nicht mal mehr Vögel. Also ich höre keine Vogelstimmen mehr. Die sind weg. Genau, wie fühlt sich's an? Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Wir bedanken uns für eure Zeit und die Aufmerksamkeit und sagen Tschüss! Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao!