Mikro trifft Makro - Das Finanzmarktgespräch

Folge 111 - Die Psychologie der Inflation

Donnerstag, 14. November 2024 · 57 min

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Shownotes

Live aus der KSK Esslingen-Nürtingen
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Was für eine Woche. Die USA und auch Deutschland sortieren sich gerade politisch neu. Das hat auch Folgen für die Wirtschaft. Während in den USA der Sieg Trumps geradezu euphorisch eingepreist wird, herrscht in Deutschland eigentlich eher Skepsis darüber, wie man aus dieser Misere, in der die deutsche Wirtschaft steckt, herauskommen soll. Dabei ist die deutsche Wirtschaft doch sogar gewachsen, wenn auch nur 0,2%. Die Autobauer und auch deren Zulieferer dürften nicht Teil dieses Wachstums gewesen sein, sie stehen nach wie vor unter Druck.

Der Weihl werden in den USA die Zinsen weiter gesenkt, was ebenfalls ein Teil zum Nachwahlkursfeuerwerk beigetragen haben dürfte. Was passiert bis zu den Neuwahlen in Deutschland, stehen auch in Euroland nochmal Zinssenkungen ins Haus und wann geht es endlich bergauf mit Deutschlands Wirtschaft. Wir sprechen drüber in dieser Folge. Mikro trifft Makro.

Hallo und herzlich Willkommen zur 111. Folge von Mikro trifft Makro. Heute ist Dienstag der 12. November 2024 und bei mir ist unter anderem der Chefvolkswirt der Dekabank, Dr. Ulrich Carter. Guten Abend Ulrich. Ja, ich könnte auch ein ganz trockenes Studio Hallo hier zu dir zu rufen, aber heute sage ich auch mal Guten Abend, meine Damen und Herren.

Denn wir sind heute nicht allein wie sonst im Studio, wo wir es uns gemütlich machen, sondern wir sitzen in der Kreis Sparkassel Esslingen-Nürtigen im sogenannten Kronensaal und vor uns sitzen schätzungsweise 250 Personen etwa, die sich heute hier eingefunden haben und wir feiern Deutschland-Premiere, zumindest für uns, mit dem ersten Live-Podcast vor Publikum. Für mich ein bisschen ungewohnt ehrlich gesagt. Ja, für mich auch, vor allen Dingen, ich vermisse den Tourbus vor der Tür. Daran müssen wir noch arbeiten. Unser Schwester-Podcast "Money on her mind" von deiner Kollegin Gabi und meiner Kollegin Tanja, der hat das ja schon öfter gemacht.

Ja, die haben die Frauen vorgeschickt. Ja, genau, die haben das für uns getestet, für gut befunden, deswegen haben wir gesagt, wir machen das heute auch mal. Also von daher, ich freue mich sehr, dass Sie hier sind und ich hoffe, wir haben einen schönen Abend heute, auch wenn die Themen vielleicht ein bisschen schwieriger sind zum Teil, denn man weiß ja gar nicht, wo man anfangen soll heute, weil es gibt so viele Themen. Also wir hatten das Thema US-Wahl, die Ampelkoalition ist zerbrochen. Die deutsche Wirtschaft, na ja, der ein oder andere sagt, liegt am Boden, ist vielleicht auch ein bisschen übertrieben, aber steckt zumindest in einer validen Krise. Und da habe ich mich gefragt, wo fangen wir eigentlich an heute?

Ich würde sagen in Deutschland. Ja, Herr Lohan, also es ist sicherlich ein tolles Timing, das wir reden können über diese Themen heute. Auf der anderen Seite muss man sagen, es wäre fast schwierig gewesen, in diesen Zeiten einen Tag zu finden, wo mal nichts passiert. Genau, denn du sagst ja auch immer nichts, das ist spannender als Wirtschaft, aber hier kommt natürlich auch noch ganz viel Politik ins Spiel der Zeit und die hat ja auch Auswirkungen auf Wirtschaft und Börse. Und dann lasst uns doch mal anfangen mit dem Blick nach Deutschland. Die Ampelkoalition ist Geschichte. Die Parteien und die ganzen Kanzlerkandidatin, Kandidaten, potenziellen Treten schon in so eine Art Wahlkampfmodus ein, habe ich das Gefühl. Was hat sich denn seit

letzten Mittwochabend, kann man sagen, eigentlich so getan, wo man sagt, okay, das sind so Entwicklungen, die muss man auch im Blick haben, wenn es um Wirtschaft und Börse geht, weil ich habe immer so das Gefühl, wir kommen jetzt in so eine Zeit, Ende Dezember wird wahrscheinlich der Bundestag aufgelöst. Das gibt so eine Art Vakuum jetzt vielleicht und vielleicht ist es gar nicht so gut in der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Naja, wir haben das Vakuum ja zumindest zeitlich heute befristet. Wir haben nach einigen Hin und Her Geschachere, dass der Anzaftigkeit der Lage nicht ganz angemessen war, aber dann doch jetzt zügig einen Termin festgezürzt. Was auch bemerkenswert ist, zum ersten Mal wird bei solchen Vorgängen tatsächlich auch in

diesem politischen Zusammenhang darüber gesprochen, ob wir überhaupt in der Lage sind, eine Wahl ordnungsgemäß durchzuführen. Aber wir wissen jetzt, Papier ist genug da. Ja, auch diese Themen, die die Polen haben uns ja angeboten, auszuhelfen. Also das sind, aber das sind Symptome, das sind Symptome der Befindlichkeit in Deutschland. Wir haben sicherlich eine schwierige wirtschaftliche Lage, aber man muss auch sagen, die die Psychologie liegt am Boden. Also über Ausschläge von Gemütern kann man nicht streiten, jeder fühlt sich so, wer sich fühlt.

Aber ich würde sagen, weil Wirtschaft so viel Psychologie ist, wird das Ganze jetzt gegenwärtig auch durch unsere Befindlichkeit hier nach unten gezogen. Und das deutet sich auch in solchen Themen. Marktmäßig ist da nicht viel passiert. Am Gegenkabel waren ja fast bei einem neuen Rekord jetzt zwischenzeitlich mal.

Naja, wir haben heute 2 Prozent am Tags mal abgegeben, aber da überstrahlt das andere Ereignis, da überstrahlt die Veränderung, die wir zu erwarten haben im Weltsystem, Politiksystem, Handelssystem, da überstrahlt alles. Wir dürfen uns da dann auch nicht zu groß nehmen. Deutschland macht 3 Prozent des Weltbruttoinlandsprodukts aus, der Weltwirtschaft aus. Unsere Kapitalmärkte sind im Vergleich nochmal kleiner, so in anderen Industrieländern. Da ist so diese 1 zu 1 Verbindung Politik, Regierungsstabilität und Märkte nicht gegeben.

Jeder weiß, es geht weiter dann im März, auch nicht mit welcher Regierung. Und an den Märkten gibt es eine Reaktion, die ist auch bemerkenswert. Am Tag, nachdem die Ampel sich selbst ausgeschaltet hat, steigt der Dachs um 1,5 Prozent. Das waren nämlich die Marktreaktionen. Also eine größere Klatsche kann eigentlich eine Wirtschaftspolitik einer Regierung nicht bekommen.

Der Aktienmarkt freut sich, wenn die Regierung nicht mehr weiter arbeitet. Das ist auch sprechend und insofern deutet das auch hin darauf, wo eben auch die positiven Seiten liegt. Es gibt jetzt auch enorme Chancen aus den Dingen, die nicht laufen, Dinge zu machen, die wieder laufen. Und das ist es auch, was am Aktienmarkt sehr stark diskutiert wird. Aktienmarkt ist immer der Markt, wo die Unternehmensauswirkungen am unmittelbarsten gespielt werden. Natürlich diskutiert der gesamte Finanzmarkt darüber, wie geht es weiter in Deutschland.

Aber es gibt eben vor allen Dingen diese Hoffnung, dass es auch mal wieder nach oben geht. Ja, anpropo, ich habe ja gelesen, es ging ja nach oben, nämlich im dritten Quartal ist die deutsche Wirtschaft ja gewachsen. Da machen sich zwar alle jetzt ein bisschen drüber lustig, ja, das waren ja nur 0,2 Prozent, aber ein bisschen ging es ja nach oben.

Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass wir, du hast eben schon die Befindlichkeiten angesprochen, dass wir das dann auch gar nicht so wahrnehmen wollen, weil wir sind jetzt ein bisschen im Krisenmodus und unsere Psychologie sagt, uns geht es ja doch ganz schlecht. Ist es wieder ganz viel Psychologie, was da auch drinsteckt, dass wir diese kleinen Hoffnungsschimme vielleicht so ein bisschen ausblenden, weil erwartet hat das ja eigentlich gar keiner, dass wir mal ein bisschen Wachstum haben?

Ja, da sollte man aber nicht überbetonen. Man muss schon die wichtigen Dinge und dann die Dinge, die eben morgen auch schon wieder anders sein können, unterscheiden in der Tat. Das Statistische Bundesamt, was ja unser Bruttoinlandsprodukt quartalsweise immer ausrechnet. Da werden drei Monate gebündelt und dann, wenn ein Quartal abgelaufen ist, dann wird den Wiesbaden gerechnet.

Dann braucht man 20 Tage etwa, dann hat man so eine erste Schätzung darüber. Also die haben aber keine KI dafür, die das dann automatisch macht? Das wird es irgendwann alles verbessern, aber es ist eine unfassbar komplizierte und komplexe Aufgabe aus dem ganzen Land zusammenzurechnen, was was an Wertschätzung erstellt ist.

Also nach 20 Tagen ist dann so eine erste Schätzung, das amt schätzt sich gewissermaßen selber, wenn da die erste offizielle Zahl rauskommt, dann vergehen noch mal 14 Tage. Und auch diese offizielle Zahl wird in den Monaten nach Ablauf eines Quartals durch immer weitere neue Informationen aus diesem zurückliegenden Quartal.

Da kommen dann weitere Umfragen, weitere Zahlen, immer noch zutage, die dann eingebaut werden. Das ist der Grund, warum solche Zahlen dann auch mal revidiert werden. Und beim Bericht über das dritte Quartal kam jetzt eben eine 0,2 raus, die kann weg revidiert werden in der nächsten Veröffentlichung, das ist Punkt 1.

So, aber das allerwesentlichste ist ja, und das kann man an dieser Zahl auch sehr gut verdeutlichen, es geht bei den Themen in Deutschland nicht um das Bruttoinlandsprodukt in einem oder zwei Quartalen, es geht um die längerfristige Fähigkeit dieser Wirtschaft, Wachstum und Wohlstand zu erzeugen, die Wirtschaftler unterscheiden zwischen zwei Betrachtungsweisen.

Das eine ist die kurzfristige Betrachtungsweise, nennt man Konjunktur. Wenn man kurzfristig vom Fahrt des Wachstums nach unten abweicht oder nach oben abweicht. Kurzfristig heißt bei den Ökonomen 3, 4, vielleicht mal auch 6 Quartale, also 1,5 Jahre, das ist so der Bereich, wo die Konjunktur sich bewegt.

Und davon zu unterscheiden ist das Wachstum, da spricht der Ökonom von, wenn er so ein 5-Jahres-Zeitraum sich anschaut und man guckt, was kann denn diese Wirtschaft im Durchschnitt, wenn man mal alle Konjunkturschwankungen abzieht und dadurch guckt, was kann die denn so? Man kann da vielleicht so ein bisschen vergleichen wie mit Wetter und Klima.

Wetter ändert sich durch die Jahreszeiten hinweg, wärmer, wackelter, aber das durchschnittliche Geschehen, das wird eben durch längerfristige Themen bezeichnet und das ist das Klima bei den Metrologen und die Ökonomen sagen eben Wachstum dazu. So, unsere Schwierigkeiten in Deutschland kommen in den letzten 2, 3 Jahren zugegebenermaßen auch zu einem Teil aus diesem kurzfristigen konjunkturellen Geschehen.

Da ist es so, dass die Welt halt belastet war, natürlich erstmal durch Corona und dann durch den Zins anstieg, da investiert halt keiner und baut halt keiner, wenn die Zinsen immer weiter nach oben gehen. Das ist eine Sache, die geht auch wieder vorüber, die Zinsen sinken ja jetzt und da gibt es auch dann wieder ein bisschen Schub, dann kam in der Vergangenheit die Inflation dazu, die hat auch alles gebremst.

Das sind Sachen, die gehen vorüber, aber wenn man dann schaut auf die nächsten 5 Jahre und heute schon versucht, das vorweg zu nehmen, was passiert denn da so, dann kann man sagen, ja gut, konjunkturiell, das geht vorüber, wir werden auch mal wieder wachsen. Wir haben zum Beispiel fürs nächste Jahr, wir haben auch schon wieder runter revidiert, also über nächstes Jahr haben wir mal ein Wachstum von 1% für Deutschland, da auch mal wieder drin, ja ein blindes Hohen, so ungefähr.

Aber wenn man sich tatsächlich fragt, wozu ist denn diese Wirtschaft in der Lage, dann kommt heraus, dass das durchschnittliche Wachstum wahrscheinlich nur bei knapp 0,5% liegt in der nächsten Zeit. Und das ist ein ganz großer Unterschied zu den Jahrzehnten, die wir hinter uns haben. Wir kommen aus seit 70er Jahren, also schon nach dem Unmittelwahn-Wiederaufbau, wo wir ja fast Entwicklungsland-Charakter haben, wo wir zweistellige Wachstumsraten hatten, aber selbst in den 70er Jahren haben wir dann Wachstum gehabt von 3% bis 4%, in den 80er Jahren waren es noch 2%, in den 90ern und in den 2000ern haben wir so zwischen 1% und 2% geschwankt und das geht jetzt hier massiv zurück auf 0,5%.

Das ist das, was zum Beispiel der Sachverständigenrat, also die Wirtschaftsweisen, nach ihren Modellrechnungen der Wirtschaft in Deutschland nur noch zutrauen. Und darin liegt das Problem. Das ist ein Unterschied zu früher, wo man immer mehr hatte und immer mehr verteilen konnte, an Lohnsteigerungen und auch an öffentlichen Geldern, die sprudeln ja dann auch, wenn die Wirtschaft wächst und eben die Regierungen ihre Vorhaben umsetzen konnten, das trocknet eben alles aus.

Und dieses Bewusstsein, das ist bisher von allen Beteiligten und vor allen Dingen von der Politik geleugnet worden, ist alles nicht so schlimm, Wirtschaft geht es gut, wir haben tolle Substanz in Deutschland, eigentlich haben wir keine Probleme. Und das ist nicht angemessen. Das ist nicht angemessen, das ist alles verständlich, man kann das verstehen, weil wir in den letzten zehn Jahren wirklich eine ganz, ganz außergewöhnliche Phase hatten mit Corona und mit Nullzinsen.

Da wird jeder, der an dem Prozess teilnimmt, ob Ökonom als Beobachter oder Politiker, da wird jeder verbildet. Ja, das ist nicht die Normalität. Und wir kommen jetzt eben nach dieser ganzen Corona-Würde vor allen Dingen in eine neue ökonomische Realität rein und die ist herausfordernd. Das kann man wirklich mal so sagen, man muss nicht sagen, wir haben uns im Grunde ein Boden gewirtschaftet, das ist nicht das Thema, sondern die Gründe dafür, dass es so wenig ist, sind zu einem großen Teil von außen an uns herangetragen.

Es ist ja die Demografie, wenn ja Leute da sind, da muss man sehen, dass die, die da arbeiten, einfach produktiver arbeiten, damit genauso viel hergestellt werden kann wie vorher. Es ist schon eine Unterschied, ob es Zusammenbruch des Welthandelsystems gibt, was man jetzt mit Trump ja auch wieder diskutieren.

Das sind einfach Dinge, die von außen kommen. Es ist auch von, ein historisches Versäumnis vielleicht, dass die Klimaproblematik da ist, aber sie trifft nun mal jetzt auch in dieser Zeit. Also es gibt viele Punkte, die von außen einfach an wirklich Herausforderungen auf uns zukommen. Und das wissen wir auch, das diskutieren wir auch schon die ganze Zeit, die Herausforderungen, aber es wird immer so getan, als sei das als kostenlos zu machen, so ungefähr.

Wir kriegen auch schon hin. Und das ist eben nicht mehr angemessen. Und was sich jetzt in den letzten ein, zwei Jahren immer mehr zeigt, ist, dass wir gerade besonders schlecht ausgerüstet, um diese Herausforderungen zu bewältigen. In den Herausforderungen heißt es, wir müssen uns wandeln. Wir müssen, wenn wir sagen, wir wollen klimaneutral wirtschaften, dann müssen wir auf ganz viel verzichten, was wir bisher gehabt haben.

Zumindest am Anfang. Das ist vielleicht notwendig, aber hat auch niemand gesagt, hier ist immer die Transformation, die Klimawende gibt es umsonst, das kriegen wir schon irgendwie hin. Da hat keiner davon gesagt, dass man bestimmte Dinge nicht mehr machen können oder dass wir tatsächlich Heizungen austauschen müssen, dass das was kostet.

Es wurde immer der Eindruck erweckt, das wird schon kostenlos möglich sein. Der Staat muss ein bisschen was investieren, aber ihr müsst sonst nichts machen. Wir stellen fest, dass wir keine Firmen haben, die jetzt besonders an der technologischen Grenze oben mitspielen. Sondern im Gegenteil, unser letztes Start-up ist zwar sehr erfolgreich gewesen, bzw. unser letztes Start-up, was sehr erfolgreich war, was heute im DAX ist, SAP ist 50 Jahre alt.

Danach kam eben kein großes Meer und die großen Firmengeschichten von riesigen Weltmarktanteilen, die sind zum großen Teil, da sage ich an dieser Stelle ja nichts Neues, in Industrien, die alt sind. Gerade in der Automobilindustrie ist eine sehr alte Industrie, die wir auch mal innovationsmäßig dominiert haben.

Eigentlich die letzten 100 Jahre lang, aber wo wir eben eine Technologiewende nachvollziehen müssen, wo wir uns hintertreffen gekommen sind. Das sind zwei Beispiele. Auf einmal fällt auf, das Land hat einfach diese Herausforderung erst mal nicht so richtig gesehen und ist nicht in der Lage, diese Herausforderungen mutig anzugehen.

Und der Stellen fest, dass viele Dinge, die notwendig sind. Was wir brauchen ist Flexibilität. Wir müssen uns öffnen gegenüber Neuem. Das fängt bei jedem einzelnen an, aber wir tendieren natürlich dazu auch, erstmal alle Neuerungen abzulehnen. KI und so weiter finden wir erstmal Teufelszeug, ist alles fürchterlich.

Also da müssen wir bei jedem von uns anfangen. Neue ist erstmal bei uns schlecht. Und dann merken wir aber auch, wie viel Mehltau über der Wirtschaft gewachsen ist. Wir zementieren das alte. Auch mit unseren Regeln, mit unserer Bürokratie. So, wenn man ein Strich drunter zieht, dann stellen wir gerade fest, wie schlecht wir eigentlich dafür ausgerüstet sind, eine Aufgabe zu machen, die langsam feststeht. Wir müssen uns wandeln.

Das ist der Zustand, in dem wir jetzt sind. Und die Regierung, die bis jetzt dabei war, mit diesen Aufgaben umzugehen, hat das zumindest kommunikativ nicht gut gemacht. Weil immer erst gesagt wurde, ja, man hat nicht so viel so schlecht, ist es doch gar nicht hier. Wir haben auch Erfolgsgeschichten. Da fahren Politiker rum, zeigen ein paar Fabriken vor, die dann hinterher nicht gebaut werden und sagen dann, ja, hier läuft es doch, oder hier ist doch ein großer Impuls für eine Region.

Hier machen wir doch da was mit Milliarden und hier eine Forschungsförderung, die sind ganz toll. Ja, aber dass die Forschungsförderung nicht dazu führen, dass Unternehmen in Deutschland entstehen. Und wenn sie entstanden sind, dass sie dann nach Amerika gehen, weil sie eben hier keine guten Bedingungen finden, das brauchen wird eben nicht dazu gesagt.

Das ist der Zustand und das wurde immer dringender. Das ist, glaube ich, das, was in den letzten vier Jahren, dreieinhalb sind es ja nur geworden, vier Jahren Legislatur passiert ist. Man darf auch nicht verhehlen, dass natürlich immer mehr Störgefühle auch in Regierungskreisen aufkommen und das ja auch viel versucht wurde. Das muss man ja sagen.

Herr Linden hat ja schon ab April mal ein Papier gemacht. Da standen auch viele Punkte drauf. Moratorium bei Sozialleistungen, jetzt nicht noch mehr nach oben. Und Entbürokratisierung stand da alles schon drauf. Und man hat ja ein bisschen was gemacht. Man hat ja ein Entbürokratisierungsgesetz gemacht.

Was sich darin hauptsächlich ausgeschöpft hat, dass eben Aufbewahrungsrüsten für Akten im Finanzamt nicht mehr zehn Jahre, sondern noch acht Jahre sind. Und da wird aber keine neue Investitionen für nach Deutschland kommen. Also ich will damit sagen, ja, da ist immer mehr Bewusstsein auch in der Regierung, aber der Ansatz, der ist wirklich im Ansatz echt stecken geblieben.

Und wenn Sie sagen, es ist ja nur der Auffassung von irgendeinem grumbeligen Volkswirt, kann man sehr gerne machen. Aber schauen Sie auf die Finanzmärkte, schauen Sie auf die Investoren in der Welt und die wenden sich von Deutschland ab. Die Investitionen gehen eben nicht mehr im Gegenteil. Hier ansässige Unternehmen gehen woanders hin.

Und das ist eigentlich eine klare Sprache, dass die Börsenkurse in Deutschland trotzdem so hoch ist, widerspricht dem zwar, aber das können wir vielleicht gleich noch mal besprechen, woran das liegt. Das ist der Punkt, an dem wir stehen. Und ich bleibe dabei, sehr viel ist auch einfach die Herangehensweise, die Kommunikation.

Und ein erster Schritt besteht, glaube ich, darin, dass man jetzt auch sehr explizit sagt, ja, der deutschen Wirtschaft bläst der Wind aus vielen, vielen Richtungen ins Gesicht. Und wir wollen das nicht mehr schönreden, sondern wir sehen, dass hier eine Hauptaufgabe ist. Und das bedeutet auch, dass in einem Regierungsprogramm diese Aufgabe, die Verbesserung der Bedingungen im Wirtschaftsstandort Deutschland, ganz nach oben kommt.

Wenn man damit anfängt, hat man schon mal einen Angang gefunden. Das muss natürlich substanzielle Maßnahmen da rein, in so eine Priorität. Aber dann ist das schon mal ein anderer Ton. Das hast du eben die Autobauer erwähnt. Die sitzen ja nun hier quasi mehr oder weniger vor der Haustür und auch ganz viele Zulieferfirmen, die irgendwelche Systeme bauen oder Felden oder was auch immer.

Also es sind ja ganz viele Sachen, die da immer zugeliefert werden. Auch die sitzen alle hier vor Ort quasi, sozusagen, in der Region und sind hier ganz tief verwurzelt und verankert. Die Branche, du hast sie eben ja auch als sehr plakativ mal rausgezogen. Die ist ja wirklich unsere Vorzeigebranche gewesen über Jahrzehnte.

Und was SAP als Start-up war, war ja die Automobilbauer auch mal als Start-up. Die sind ja auch hier gestartet, mehr oder weniger, mit ihrer Idee, wir machen jetzt Motor kutschen. Wurde ja auch erstmal belächelt, das klappt doch nie. Und wir haben gesehen, was draus geworden ist. Aber die Branche steckt natürlich jetzt in der validen Krise.

Und da kann man sich natürlich schon fragen, wenn man die mal hernimmt, liegt es denn tatsächlich nur an der Bürokratie und an dem fehlenden Investitionsanreizen oder sind da nicht auch ausgemachte Probleme drin, wo man dann sagt, na ja, die müssen sich auch wandeln tatsächlich. Also da bin ich zu wenig Auto-Analyst.

Da gibt es ja auch gerade bei uns, bei der DECA und bei vielen anderen Kollegen im Markt, dann sehr viele Leute, die sich das von außen sehr gut ansehen, insbesondere die Finanzzahlen. Aber natürlich, ich habe auch den Eindruck, dass natürlich auch eine Hybris dabei ist, von denenjenigen, die schlichtweg einfach jahrzehntelang unangefochten an Position 1 der Weltliga gespielt haben, wo vielleicht eine Unterschätzung dessen stattfindet, dass auch andere Standorte, andere Länder, andere Firmen sich auch mal wieder regen können und mal entwickeln können.

Das ist sicherlich eine Komponente, ohne dass ich jetzt hier alle Managementfehler der deutschen Automobilfirmen aufführen könnte. Das steht mir auch nicht zu. Aber ich glaube schon, dass so eine Komponente dabei war. Denn überrascht hat schon auch uns Volkswürte mit welcher Geschwindigkeit jetzt in den letzten 10 Jahren, 15 Jahren, insbesondere die chinesische Volkswirtschaft zu einem Klon der deutschen Volkswirtschaft geworden ist.

Bis hierher waren sie nicht kleine Bruder, sondern der Schüler der deutschen Volkswirtschaft. So haben sie immer empfunden. Die deutschen Mittelständler haben in den 90er Jahren auf die Fragen, na ja, wenn man in China produziert und auch mit einem chinesischen Unternehmen produziert, gibt man denn dann seine Technologie denn nicht weiter und ist das nicht ein Nachteil?

Da kam immer die Antwort, na ja, okay, das ist richtig. Aber wenn die chinesen Erlage sind, das zu adaptieren, was wir hier machen, dann sind wir in Deutschland schon wieder drei Schritte weiter. Das war die Herangehensweise in diesen Jahren. Und es überrascht schon, glaube ich, viele, wie schnell eben rein technologisch China in der Lage ist, gewesen ist und jetzt eben auch ist, nicht nur gleich zu ziehen, sondern eben auch neue Impulse zu setzen.

Und da kommt dann natürlich die bange Frage auf, ist das Geschäftsmodell Chinas nicht vielleicht sogar noch ein erweitertes von Deutschland? Denn das deutsche Geschäftsmodell ist jetzt nicht unbedingt das, was du gerade angesprochen hast. Das war früher mal wirklich der Fall für 100 Jahren, als wir hier Innovationen hatten, Basis-Innovationen hatten, diejenigen, die heute noch im Firmennamen stecken, die Daimlers und die Benzes tatsächlich auch für Technologie standen und das dann ausgerollt haben und sich diese Firmen dann wirklich zu riesigen Firmen entwickelt haben.

Das hat dann nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland eigentlich nicht mehr das Modell abgegeben. Es war nicht so, dass in Deutschland der Computer, na ja, mitgebaut haben wir alle noch dran. Herr Konrad Zuse, glaube ich. Ja, aber es ging es schon los, dass die geschäftliche Umsetzung nicht mehr in Deutschland stattfand.

Da muss dann sehr viel Geld reingepumpt werden in solche Firmen. Vielleicht ist das auch ein Unterschied zu den 20er Jahren aus dem letzten Jahrhundert, aber das wanderte dann sehr schnell nach in die USA ab. Die deutsche Industrie konnte aber trotzdem einen sehr, sehr veritablen Platz in der Weltwirtschaft erobern, darüber, dass man Technologie, die vorhanden gewesen ist, auch durchaus höhere Technologie, eben in ganz viele Verwendungsbereiche, in viele, viele Branchen anwendete, mit einer hohen Qualität und hohen Stückzahlen, mit Verlässlichkeit, auch mit guten Servicepaketen, Anbot auf der Welt und viele, viele dankbare Abnehmer fand.

Das setzt aber immer voraus, dass man die Technologie auf der Welt, die da war, eben verwenden konnte für die Produktion. Als wir auf dem Computer kamen, hat man das auch anstandslos geschafft. Man hat eben auch hier diese Technologiesprünge mitgemacht, wo jetzt viele Technologie-Experten zweifeln, ist, ob wir bei den letzten Technologiesprüngen, und die gehen ja immer schneller, dann kam das Internet, die Plattformökonomie, und jetzt kommt die künstliche Intelligenz, ob wir und die deutschen Firmen da eben know-howmäßig noch richtig im Schritt halten.

Und ob da die Anstrengungen, die hier gemacht werden, eben auch geschäftlich umsetzbar sind. Das ist schon ein Fragezeichen. Abseits von diesem Fragezeichen ist die deutsche Aufstellung mit den vielen, vielen Firmen, vor allen Dingen das Unternehmertum in Deutschland, ein ganz großes, ein ganz großer Gewinn fürs Land.

Was wir hier an Initiative haben von Menschen, die auch irreflexibel sind, das ist beachtenswert und es hat dazu geführt, dass Deutschland in den letzten Jahren ja schon mal so kleinere Krisen gut überstanden hat. Das ist ein ganzes Industrie in den 18 Jahren abgewandert nach Asien, weil dort so billig zu produzieren war.

Es konnten wir alles durch neue Themen, durch Innovationen ersetzen hier. Die Japaner haben sich eingeklingt mit Toyota in den Automarkt und die Koreaner, kamen auch alle. Es konnte man alles sehr gut verdrücken, weil man eben sein eigenes Modell weiterentwickelt hat, weil man die Nase immer ein bisschen noch nach vorne gebracht hat.

Dieser Glaube, der ist kleiner geworden. Das ist wie gesagt das technologische Fragezeichen, was da steht. Da kann man auch jetzt von Regierungsseite nicht sofort was dagegen tun. Das müsste eine längerfristige Strategie sein, da sind wir im Bereich von Industriestrategien. Aber das ist etwas, wo sich zeigen muss, wie weit die Firmen mithalten können.

Deutschland verliert zurzeit markantralisch. China wird immer größer Konkurrent, und zwar nicht nur im Fahrzeugbau, sondern auch im Maschinenbau. Wir können darüber reden, dass es ganz andere Strategien sind in China, die da angewendet werden. Die schießen nämlich bildlich gesprochen mit Schrotkugeln, das heißt also wirklich mit einer breiten Ladung, um halt irgendwas zu treffen.

Da ist unglaublich viel Geld, geplantes Geld im Spiel, was ja eben dazu führt, dass sie Europäer sagen, Mensch, ihr macht ja mit Subventionen, macht ja die Märkte kaputt, macht so viel an staatlichem Forschung und setzt das um Produkte, dann produziert er die auch noch billiger und überschwemmt die Weltmärkte.

Das ist ja gerade der Streit mit der Europäischen Union, aber es kommen eben Ergebnisse heraus. Jetzt kann man sagen, ja, guck, warum machen wir das nicht auch so? Warum machen wir das mit der blöden Schuldenbremse hier? Wir haben auch Spielraum, wir können auch mal ein paar Billionen in die Hand nehmen, und die dann eben auch verteilen, muss man natürlich wissen, dass die Kehrseite der chinesischen Strategie darin besteht, dass für die Konsumenten in China nichts mehr übrig bleibt.

Die Strategie, die Politik, ist so auf die Schaffung von Fabrikkapazitäten ausgerichtet, dass man immense Überkapazitäten erzeugt. und dass die Löhne und Gehälter in China kaum steigen und dass der Staat keine Steuereinnahmen hat und man den Konsum und die Entwicklung des Wohlstandes im eigenen Land ganz, ganz offensichtlich und auch offiziell zurückstellt hinter einer Strategie die Weltmärkte zu erobern.

Das heißt im Endeffekt eigentlich alle Industriemärkte und da sind die Chinesen sehr ähnlich in Deutschen für die Deutschen ist eigentlich Wirtschaft auch nur das was man anfassen kann also was man produzieren kann. So was wir machen hier Podcast ist keine Wirtschaft, das ist hier unter heißem. Das ist die Leistung und die Allgütskanz.

Aber das wollen die Chinesen auch in diesen klassischen Industriebereichen eben da wollen sie Nummer eins werden, kostet es was es volle und es ist eine ganz andere Herangehensweise wo das hinführt weiß man nicht, aber man muss auch sehen dass China in große Schwierigkeiten erstens gefahren ist und zweitens auch weiter fährt, das wollen wir jetzt hier nicht vertiefen aber so einfach wie sich das jetzt hier anhört ist es auf gar keinen Fall und umgekehrt ist unser Modell hier, dass wir sagen wir lassen das mal die Märkte machen auch ein sehr, sehr gutes und ich habe ein ziemlich großes Vertrauen darin dass Unternehmer hier in Deutschland eben auch diese Herausforderungen umsetzen können und wenn ich sage was kann die Regierung dann machen

ja da sind wir wieder bei dem Schritt davor die Bedingungen für Flexibilität die Bedingungen für Unternehmertum in Deutschland das Bekenntnis dazu dass man wirtschaftliches Wachstum haben möchte das zu äußern und daran umzusetzen dass man die Rahmenbedingungen verbessert dann wird auch der Motor Deutschland auch wieder ansprechen das ist meine Herangehensweise wollen wir mal sehen was in den nächsten Jahren vielleicht in die Richtung geht dann müsste sich nur noch alle dran halten dann läuft es ja wieder naja was heißt alle dran halten, der Staat ist dazu aufgerufen Rahmenbedingungen zu setzen und bleiben wir bei diesem Thema Bürokratie es ist ein großer Hemschuh es ist auch mittlerweile psychologisch ein Hemschuh

weil keiner mehr Lust hat, wird ja ständig drüber geredet die ganzen Runden von den Handwerken im Fernsehen die erzählen dass ja Wochenenden nur noch Berichtspflichten ausüben wir haben ja auch gestern gerade wieder gehabt das sind ja Dinge die offensichtlich sind wer sich dann dran hält, das wissen wir gar nicht das ist ja das Geheimnis der Marktwirtschaft ich als Regierung weiß nicht wer von den vielen Leuten die hier sitzen oder die da draußen sind wer was erfindet das ist ja gerade der Vorteil der Marktwirtschaft wenn ich schon von vornherein sage also das ist tabu das dürfen wir nicht machen, die Technologie die auch nicht wir machen wir fördern nur das und wir fokussieren uns nur auf das

dann ist das eigentlich nicht das was wir kennen in Deutschland was uns auch erfolgreich gemacht hat lass uns mal über den Teich springen denn auch die beschäftigen sich ja ziemlich mit China in den USA nämlich da hatten wir auch ein Regierungswechsel und auch da haben die Märkte sehr positiv reagiert erstmal auf den Regierungswechsel jetzt hin zu Trump beiden hat ja auch schon gesagt der sorgt für einen geregelten Übergang es gibt schon die ersten sogenannten Transition Teams die in den Ministerien sitzen und für den geordneten Übergang sorgen sollen das ist ja eigentlich was das müsste und hat ja auch den Kapitalmärkten gut gefallen weil wenn ich eins gelernt habe in den letzten vier Jahren

dann ist es Unsicherheit und Zweifel dass es Gift für die Kapitalmärkte dann geht es bergab ja jetzt haben wir gerade für Deutschland gesagt Unsicherheit bis zum Wahltermin zumindest und es stimmt auch hier werden natürlich die tollen Bündnernsproduktzahlen für das Rücksitzungsverfahren wieder kontaktklariert werden weil im vierten wird nicht viel passieren die Unternehmen werden alle sagen wir warten jetzt mal wie es jetzt weitergeht ja Weihnachtsgeschäft ja mit der Stimmung möchte ich wissen wie das Weihnachtsgeschäft ausfällt ja wir haben uns ja drüber unterhalten im Podcast ja die Daten die jetzt reinlaufen darf man jetzt nicht für so wichtig nehmen wesentlich ist wie es halt tatsächlich jetzt im Februar

geht in Deutschland Unsicherheit in den USA war eigentlich vor der Wahl ja vorhanden und man hat das am Kapitalmarkt auch gesehen man hat gesehen je nachdem wie die Wahlchancen standen zur Anfang eben sehr stark für Trump als er noch gegen beiden antraten oder beiden gegen ihn antreten ist dann der Wechsel zu Harris Kamala Harris hatte große Euphorie am Anfang die Märkte haben das sofort gespiegelt haben das Harris Programm aufgenommen in ihrer Erwartungen und bis zum Wahltag wo es dann sehr sehr klar war wurden dann wieder die Erwartungen für das Wirtschaftsprogramm von Donald Trump eingepreist und die sind dass die Unternehmen weiterhin eine gute Zeit haben werden wie im ersten Tonus auch die Unternehmen wird es weiter gelingen

die Maßnahmen von Donald Trump sind für 5% steigende Unternehmensgewinne in den USA allein gut wenn man sich vor Augen führt dass so 5-10% jährlich von den Märkten so angenommen werden im Durchschnitt der Unternehmen dann ist das schon mal zumindest eine Jahresmiete fast die da einfach durch die Regierung kommt das sind die Steuersenkungen die er nochmal für die Unternehmen vorsieht dann will er weniger Regeln, Deregulierungen machen und das ist für eine ganze Reihe von Branchen eben auch gut auch die genannten Branchen gerade im Umwelt- und Klimabereich die fossilen Branchen leben auf umgekehrt natürlich die bisher fortschrittlichen Branchen für eine Klimawende haben dann eher jetzt auch gegen Wind

das heißt also die Unternehmen werden weiterhin gute Gewinne machen das ist die Erwartung nicht zuletzt auch wegen der Zölle jetzt kommen sie mit den Zöllen das Dammocleschwert da sind wir wieder bei den Automobilbauern die haben alle schon Angst davor die Zölle kommen ich habe übrigens gelesen ich lese ja tatsächlich vor dem Podcast auch ein bisschen über was wir so reden es gab in den USA schon mal so was in der Art in den 1930er Jahren 1930 den muss ich nachlesen Smooth Holy Tariffs Act da wurden bei 25 Ländern einfach Zölle erhoben und heute ist es wohl so, dass Experten ich nehme an das sind Volkswerte hauptsächlich die das nochmal durchgerechnet haben sagen diese Maßnahme hat die große Depression in den USA

nochmal deutlich befeuert das heißt die Inflation auch nochmal angetrieben und insbesondere auch die Gegenzölle auf der anderen Seite beispielsweise in Deutschland hat auch nochmal die Inflation weiter angefeuert das ist ja was was wir heute dann da auch sehen werden eigentlich oder das wird auch durchgereicht die Zölle ja das ist richtig in der Geschichte in der Betrachtung des letzten Jahrhunderts gilt nicht nur der schwarze Freitag 1929 als Grund für die Welt-Depression die zehn Jahre lang wirklich das Bruttoinlandsprodukt den manche Ländern lahmgelegt hat die Arbeitslosigkeit von bis zu 20% und darüber hervorgehoben hat über Jahre hinweg schwerste gesellschaftliche Verwüstungen angerichtet haben

also es ging los mit dem schwarzen Freitag es war eine Finanzkrise mit der es losging aber es ist heute eben in Übereinstimmung bei der geschichtlichen Rückbetrachtung dass dann noch weitere Faktoren dazu kamen die diese Krise eben dann richtig ausgerollt haben richtig breitgerollt haben wegen Kuchenteig dazu gehörte auch die Zollpolitik der Länder die dann ab 30, 1929 der US Tariffs Act der kam 1929 Smooth Holley ich kenne den Namen nicht mehr aber die Zollmaßnahmen sind natürlich feste Größe bei der witzche historischen Betrachtung die kamen 1930 dann in Kontakt da gab es dann auch sehr viele Gegenzelle und die waren in der Tat verheerend was ist die Parallele zu heute gut erstens das ist vielleicht auch mal ganz wichtig

festzustellen hier wollen ja nicht nur das Problematische sehen sondern wir haben zurzeit die Situation dass wir viele Herausforderungen haben aber wir haben zum Glück keine Finanzkrise wir haben zwar und es ist ein großer Kontrast viele Menschen überfragen sich ja wie kann es sein dass es die ganze Welt zusammenbricht und der DAX macht immer neue Höchststände der Dow Jones und der S&P in Amerika immer neue Höchststände was ist da los und ein Teil der Antwort liegt darin dass Finanzwesen funktioniert im Gegenteil das Finanzwesen ist eigentlich dabei sich eher zu normalisieren also in der Weltpolitik haben wir ein großes Chaos und einen großen Aufbruch zu was auch immer für Ufern in der technisch gesprochenen internationalen Markoeconomie

haben wir eine Beruhigung beruhigung wovon von dem Meteor Einschlag der die gesamte Ökonomie-Bechanik auf der ganzen Welt getroffen hat Corona Corona war ein derartiges Ereignis es war ein Jahrhundertereignis ein Ausschlag von Seismografen ökonomischen Zahlen die fast gar nicht messbar waren beim Bruttoinlandsprodukt hatte er den größten Rückgang des Bruttoinlandsprodukt in der Welt der jemals aufgezeichnet worden ist in der Geschichte umgekehrt gab es den größten Zuwachs von drei, vier Quartale später an Bruttoinlandsprodukt nachdem der Lockdown vorbei war den man jemals aufgezeichnet hat nach diesem Anschluss, nach diesem Einschlag ging eine Welle durch alle möglichen Bereiche der Volkswirtschaft

nach dem großen Auf und Ab bei der Wirtschaft kam die Inflation Inflation ist zumindest zum Teil ein Kind der Corona-Zeit ein Inflationsanstieg wie wir uns seit 50 Jahren nicht mehr gehabt haben dann kam als Reaktion auf diesen Inflationsanstieg ein Zinsanstieg wie wir noch niemals gehabt haben in der Geschwindigkeit alles Dinge die allein schon ausreichen um dem einen oder anderen Konjunkturforscher Sorgenfeiten auf die Stören zu zimmern und die Weltwirtschaft hat das alles und vor allen Dingen auch die Corona-Zeit im Grunde überstanden wir haben es geschafft eben nicht in eine weltweite Depression abzurutschen aus dieser Zeit sondern wir haben es geschafft das alles stabil zu halten und in der Makroökonomie sind wir jetzt immer noch auf einem Weg

wo sich die Dinge normalisieren die Inflation geht wieder zurück auf 2% können wir gleich mal besprechen wie weit das der Lebenswirklichkeit der Menschen entspricht das ist ein wichtiges Thema aber für die Zentrabanken ist erstmal wichtig was man misst das geht eben zurück die Zinsen gehen auch wieder zurück da beruhigen sich die Dinge und das ist ein großer Unterschied zu den 30er Jahren wo wir wirklich mit einer historischen Finanzblase die da Platz an anfingen dann die Zölle ja es ist überhaupt wieder das Zölle eingesetzt werden ist seit dem zweiten Weltkrieg zum ersten Mal das ist also die ganzen Kollegen mussten erstmal die Lehrbücher von der Uni wieder raus und zoll so wirkt das und da sieht man eben auch diese historische Wende

die da passiert ist das liegt daran dass man eben auch die Erfahrung aus den 30er Jahren erstmal adakt darlegen wollte und sagen wollte also Zölle sind nicht gut für die weltweite Wohlstand wir wollen Zölle abbauen und seit dem zweiten Weltkrieg waren es die USA die alle anderen Länder alle wesentlichen Länder im Welthandel angesprochen hat und gesagt hat wollen wir nicht Zölle und Handelshindernisse auf dieser Welt abbauen es geht uns hinterher allen besser und Amerika ist in dieser Zeit auch mit gutem Beispiel vorangegangen wir haben dann immer gesagt also bei diesen Verhandlungsrunden naja also wenn wir uns nicht einigen hier pass mal auf wir machen das einfach wir sind die größten auf der Welt

wir streichen unsere Zölle wir erwarten von euch dass er das auch tut aber wenn es der eine oder andere nicht macht dann eben nicht und das führte dann nach 30 Jahren dazu dass man auch eine Gesellschaft dafür gründete die Welthandelsorganisation, die WTO und die hatte dann Regeln da hieß es dann naja also wenn da eine Zoll abbaut wenn du dabei sein möchtest dann musst du auch die Zölle abbauen so und das hat dazu geführt dass das durchschnittliche Zollniveau was eben nach diesen berüchtigten smooth holly in Amerika bei 60% lag 60% auf alles jetzt kommen wir wieder die Tiernauen auch 60% war das durchschnittliche Zollniveau nach diesen smooth holly am Ende, das heißt also vor dem jetzigen Trump-Act vielleicht

ist das Zollniveau bei 5% gewesen das sind die Verhältnisse so jetzt geht es darum 60% Zölle auf China, 20% auf alle anderen Länder das ist natürlich schon eine riesen Wende aber eben nicht das Ausmaß was damals herrschte Anfang der 30er Jahre heißt nicht dass deswegen besser ist aber heißt nur dass es eben nicht die gleiche vehemens hat und es kommt natürlich erstens darauf an wie wird es tatsächlich werden wir kennen ja die Unberechenbarkeit von Trump wenn er schnell auf dem Golfplatz möchte und die Sache abschließen will dann kommt halt das raus was der letzte Berater mit dem er gesprochen hat gerade los geworden ist und wenn der sagt also machen wir die Zölle doch nicht alle auf einmal sondern ein bisschen gestreckt

das ist auch sinnvoll weil wenn die Zölle alle auf einmal kommen im Frühjahr dann wird es ziemlich sicher dass es dann eine Inflationswelle geben in Amerika nicht so hoch wie die bisherige nicht 10% aber immerhin doch 1% kann das sein und dann wird der Präsident der mit der Aussage ich mache euch die Inflation weg die hat er ja im Wahlkampf gehabt die Inflation kommt von beiden der kann das nicht der wird dann gleich in eine Inflationswelle reinlaufen also wenn er das einfach anders anordnet diese Zölle und die schrittweise, branchenweise einleitet das heißt also wenn er erstmal mit den anderen spricht was bietet ihr mir dann lasse ihr euch ein bisschen Zölle nach wenn so ein Regime kommt damit rechne ich eigentlich auch

dann ist eben die Wirkung dann auch wieder noch gestreckter insofern es ist jetzt wichtig was wird wirklich konkret gemacht wir wissen das Wahlkampf und dann tatsächliche Umsetzung zwei paar Schuhe sind und vor dem Hintergrund werden wir mal auch hier ein Strich drunter ziehen was hat die Wahl Donald Trumps bei uns für eine Veränderung in der Sichtweise erzeugt dann würde ich sagen wir haben einige Effekte von dem was da kommt jetzt in unsere Prognose eingebaut und das bedeutet dass wir etwas mehr Inflationen in Amerika erwarten auch etwas geringeres Wachstum in Amerika erwarten insbesondere aufgrund eben der Zollthematik das bewegt sich aber im Umfeld von einigen Zehntel Prozentpunkten an Bruttoinlandsprodukt

das heißt es ist nicht die Welt was im nächsten Jahr passiert es bricht nicht alles zusammen auch hier zu Lande nicht wenn man von oben drauf schaut sind auch hier die Effekte beherrschbar wenn man reingeht gibt es sicherlich einige Firmen die ganz schön stöhnen werden über Branchen die ganz schön stöhnen werden über die Zölle aber wenn wir von oben drauf gucken das ist unser Job dann würde man sagen da gibt es ein bisschen weniger Wachstum und hier gibt es ein bisschen mehr Inflation und in Europa wird es natürlich auch nicht förderlich sein aber es ist nicht so, dass wir deswegen in Rezession fallen das ist völlig übertrieben deswegen Fibo Hai jetzt darum was macht er im nächsten Jahr, was passiert

aber eigentlich müsste man sich fragen was leitet er denn für Weichenstellungen ein die sich dann auch erst in den nächsten Jahren zeigen werden und da spielt glaube ich mehr Musik als das was jetzt an Zahlen-Schubsherei jetzt fürs nächste Jahr passiert da ist so viel jetzt gar nicht drin apropos Zahlen-Schubsherei das ist ja auch so ein Thema mit dem du dich gut auskennst die Zinsen, da wird ja auch wieder viel geschubst nach unten die Federal Reserve abgekürzt immer schön mit dem Kürzel FED die hat ja letzte Woche die Zinsen mal runtergenommen wieder das sollte ja eigentlich erst passieren dass die Zinsen auch deutlich runter kommen das hieß es zumindest immer oder wenn die zumindest rückläufig ist

wie du hast schon gesagt Trump hat Wahlkampf damit gemacht nein die Inflation die ist ganz schlimm die ist auch noch hoch jetzt hat die FED aber die Zinsen gesenkt also muss die Inflation ja eigentlich auch ein bisschen zurückgekommen sein ja ich glaube wir haben es im letzten Podcast auch schon mal angesprochen aber das ist durchaus ein wichtiges Thema wenn man sich die Reportagen aus Amerika anschaut über die Höhenpreise und wenn man in Deutschland rumhört dann die Leute auch um die Höhenpreise und die Preise sind ja auch höher als die Essen gehen ist teuer geworden und dann sagen die Leute natürlich was erzählt ihr uns hier die Inflation ist zurückgekommen ist immer so teuer alles das ist vollkommen berechtigt dieser Eindruck

das ist auch ein Zeichen dafür wie tückisch und wie zerstörerisch Inflation ist man muss Inflation vermeiden und nicht umsonst haben wir was Geldthemen angeht einen klaren Übereinkunft zumindest in den fortgeschrittenen Industrieländern mit Geld spielt man nicht mit dem Geldwesen spielt man auch gar nicht das heißt Inflation ist zu vermeiden unter allen Umständen jetzt haben wir gerade noch große Inflationswelle gesehen ich würde die so beurteilen dass das kein systematischer Fehler der Politik gewesen ist geschweige denn Absicht diese Inflation entstehen zu lassen sondern es waren ganz außergewöhnliche Umstände ich habe gesagt Corona war ein Jahrhunderte Ereignis es war auch eine falsche Reaktion

der Wirtschaftspolitik auf Corona nämlich dass gerade die Amerikaner viel zu viel Geld über der Volkswirtschaft auch die Menschen auf der Welt über der Volkswirtschaft ausgeschüttet haben im Glauben sie damit zu stabilisieren und das war auch richtig und wichtig nur es war einfach zu viel und die Ironie des Schicksals ist dass gerade die Regierung beiden einen Fehler gemacht hat am Anfang im guten Glauben, im guten Willen die erste Amtshandlung von beiden war dass er auch, sie gesagt ich kann auch Wirtschaft stützen die ersten Gelder sind ja von Trump Stützungsmaßnahmen für die Corona-Ökonomie in Amerika, sind ja von Trump noch bewilligt worden, weil da hat er auch Vernunft er hat gesagt, das Schiff muss stabilisiert werden

hier, hat nur Wert darauf gelegt dass auf jedem Schicksal ein Name stand mit den Leuten denken er hat sich selber von seinem Konto überwiesen wollte also auch darauf noch Kapital schlagen aber als beiden dann ankam nach dem Regierungswechsel war seine erste Amtshandlung nochmal ein Konjunktur-Stützungsprogramm von zwei Billionen US-Dollar auszurufen was in der Rückschau nicht notwendig gewesen war die amerikanische Wirtschaft war schon mit der Dabei sich aufzurichten Corona war schon langsam dabei Besicht zu werden und diese zwei Billionen, das war der Nukleus das war der Grund oder ein Grund für die Inflation die dann nachkam also er ist dann über seinen ersten Fehler gut, gut gläubig mehr oder weniger gemacht

aber ist er gestolpert, weil die Inflation hat ihm vier Jahre später dann das Genick gebrochen weil der Trump gekommen ist und hat gesagt er kann es nicht, wobei das eben nicht eine Regierung in einer so hohen Krisenphase wieder Corona-Krise anzulassen ist das war das erste und der zweite Inflationsgrund war der Angriff im Osteuropa mit den Energischocks, den wir da hatten das ist der Grund für die große Inflation das hat nichts mit Fehlverhalten von Regierungen zu tun nein, Inflation ist zu vermeiden auf diesem Weg sind wir jetzt auch wieder so und wie ist das jetzt mit dem Wahrnehmen mit der Psychologie naja also wenn uns das Bundesamt sagt die Inflation ist wieder im Griff dann sagen das Bundesamt

damit einfach nur, dass die Inflationsraten jetzt wieder bei 2% liegen und das ist die genatürliche Körpertemperatur wo ein Ökonom sagt also 2% Inflation nicht zu viel, nicht zu wenig ist genau richtig, fühlt sich die Wirtschaft am wohlsten, da sind sie wieder in den Griff also 37 Grad für die Wirtschaft sozusagen richtig, das ist genau das was die beste Umgebung, Nährlösung für Wirtschaftswachstum darstellt wir hatten ja mal 10% also wenn man gesagt die Inflation wieder zurückgekommen dann ist das eben eine gute Nachricht so, für mich als Konsument ist es aber natürlich so, dass ich immer noch 26 Euro jetzt im Restaurant bezahle ist mein Beispiel statt 20 Euro von vorher wie krieg, was habe ich denn jetzt davon

dass die Inflation zurückgekommen ist wie kriege ich denn mein Lebensstandard wieder weil das ist ja Kaufkraftverlust die ich habe wenn ich jetzt überall mehr zahlen muss so und die Antwort lautet ja der Kaufkraftverlust der wird gemacht, nicht darüber dass die Preise wieder sinken sondern dass die Einkommen steigen das ganze das ganze ökonomische Geschehen findet, wenn die Inflationsepisode abgeschlossen ist, findet auf höheren Preisen und höheren Einkommen statt das ist es und diese Phase wo die Einkommen aufholen, die dauert zwei, drei Jahre und da sind wir auch noch mittendrin, wir haben in Deutschland auch noch nicht die Kaufkraftverluste vollständig aufgeholt und es wird einmal schwierig

aber die Wirtschaftslage schlecht ist, wir haben heute den Igitamin mit Metallabschluss gesehen das ist sehr, muss man sagen, das ist sehr, sehr verantwortungsbewusst was die Vertragspartner da gemacht haben das ist also nicht sehr kosten treibend aber es ist natürlich die Aufgabe schon diesen Kaufkraftverlust wieder herzustellen das dauert eine Weile und in der Zeit wo es eben noch nicht passiert ist da an die Leute natürlich für mich hat die Inflation noch nicht aufgehört weil ich immer noch unter diesen Preisen leide meine Voraussicht wäre das in vier Jahren das Thema durch ist weil die Leute dann registrieren, ja ja gut ich habe ja auch höheres Einkommen, ich kann ja auch für 26 Euro jetzt ins Restaurant gehen ohne am

Monatsenden ein Kredit aufnehmen zu müssen insofern wird man das dann langsam registrieren und dann ist das Inflationsthema wirklich weg aber wir sind noch in so einer Zwischenphase wie gesagt man sieht daran was eben Inflation für zerstörerische Kräfte auswirkt deswegen muss sie verhindert werden und die Notenbanken sind dafür da und die registrieren, dass die Inflation tatsächlich zumindest in Europa ganz gut im Griff ist und das ist der Grund warum die Zinsen sinken und in Amerika ist die Inflation eben gar nicht so gut im Griff und wenn der Champion jetzt wirklich noch was drauf setzt dann muss eigentlich die Verantwortliche für die Inflation in Amerika das ist die amerikanische Notenbank sagen

so stopp, wir müssen die Zügel wieder anziehen um diese Inflationsgefahren die da im Raum sind zu dämpfen und deswegen können wir die Zinsen nicht so schön stark senken wie die Europäer und genau das ist die Schlussfolgerung für die Finanzmärkte jetzt nach der Wahl von Donald Trump eingestellt haben in den Preisen man rechnet damit, dass die Fett eben nicht mehr so stark die Zinsen senken kann, nicht mehr auf 3% sondern wahrscheinlich nur noch auf 4% und dann im nächsten Jahr eine Pause machen wird das hat aber nichts mit der europäischen Zinslandschaft zu tun wir sind mehr oder weniger halbwegs unabhängig von Amerika das bedeutet, dass wir wahrscheinlich weiter die Zinsen senken, wir können es auch tun

aber wenn sich die Zinsgefüge zwischen zwei Volkswirtschaften dann tatsächlich vergrößert mit Zinsunterschied, dann gibt es ein Ventil was dann aufgeht und das ist der Wechselkurs und das bedeutet dann dass der amerikanische Dollar zumindest für diese Zeit des Übergangs im nächsten Jahr wahrscheinlich noch stärker wird, er hat jetzt schon zugelegt aber dass das noch ein bisschen weitergeht vielleicht erreichen wir auch wieder die Parität ein Euro, ein Dollar damit fangen dann die wirtschaftspolitischen Regierungsprobleme von Herrn Trump an denn ein starker US-Dollar der ist nicht gut fürs Wachstum und den Willer auch gar nicht und überhaupt passt ihm das überhaupt nicht in Kram und dann müssen wir sehen was er dann macht

ob er Druck ausübt auf die amerikanische Notenbank das sind alles die Dinge die jetzt gewälzt werden aber das ist nichts was ein Automatismus ist und das muss man beobachten im nächsten Jahr also die höchste Festung der Institution die wir hier so aufgebaut haben auch einschließlich unseres Wirtschaftssystems die höchste Festung die man schleifen muss wenn man alles Erdboden gleich machen will ist die Zentralbank weil sie hat eine Unabhängigkeit sie ist von Technokraten besetzt die alle die Übereinkunft, den Konsens der Gesellschaft widerspiegeln wir sind dafür da für einen einzigen Zweck um das Geldwesen stabil zu halten aber was anderes kümmern wir uns nicht wir können weder die grüne Transformation machen

noch können wir die Wirtschaft ankurbeln oder die Arbeitslosigkeit verhindern wenn ihr uns das auch noch aufbürdet dann können wir unsere Geldziele nicht mehr erreichen und die Notenbanken sind seit 40 Jahren jetzt darauf eingestellt ausschließlich nur die Geldwertstabilität zu verfolgen und deswegen haben sie da auch sehr sehr weitgehende Befugnisse und wenn man die schleifen will das wird die längste die längste Schlacht, wenn man das will und wenn es dann so weit ist dann würde ich sagen dann legen wir mal Inflation und Zins, Grafiken außer Türkei über die amerikanischen und dann werden wir gleichmäßigkeiten feststellen wir haben ja noch ein bisschen Zeit im Podcast zu sprechen und zu beobachten vor allem

denn das ist natürlich das was wir jetzt in den nächsten 4 Jahren machen jetzt ungefähr 4 Jahre also wir haben den letzten Wahlkampf begleitet wir haben diesen Wahlkampf begleitet und dann schauen wir mal was in 4 Jahren ist wenn wir dann wieder hier sitzen aber nicht immer so ausführlich, es gibt auch andere Themen und es gibt auch Themen bei uns vor der Haustür und nochmal ich glaube auch, dass wir uns ja auch wieder am Riemensreisen genau und jetzt biegen wir mal so ein bisschen auf die Zielgerade ein bevor wir uns hier noch weiter verquatschen denn wie schon zu Beginn gesagt nichts ist spannender als Wirtschaft so lange hier gesessen und gesprochen haben dass es wirklich viele viele Themen gibt

die man immer wieder sich anschauen kann und die auch jedes mal wieder anders sind also ich weiß nicht, du machst das ja schon ein paar Jahre es ist nie gleich ja das ist das Verhängnisvolle man sieht 10 Ausgangspositionen aus der Lage von vor 24 Jahren und sagt wenn passiert jetzt das und das hat aber die Elfte vergessen und die ist anders leider entscheidend deswegen wird es halt nie langweilig bei uns also das war es von uns für diese Folge, für die erste Live-Folge die wir hier vor Publikum aufgezeichnet haben mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht hier auf der Bühne ja ich glaube, vielleicht machen wir das nochmal irgendwann also mir hat es wirklich Spaß gemacht, ich find's toll man kriegt auch so ein bisschen Rückmeldung

das ist ja was, was wir sonst gar nicht haben sonst sitzen wir da zu zweit im Studio und schicken das so in die Welt raus und man muss dann hoffen, dass man jemand antwortet das können die Leute natürlich auch gerne machen die schreiben dann nämlich einfach eine E-Mail und können uns da Fragen stellen oder Themen vorschlagen und ich habe tatsächlich in letzter Zeit einige Dinge bekommen, wo wir mal drüber gehen müssen da habe ich jetzt ein paar Themen im Köcher für die nächsten Sendungen, die wir uns dann mal anschauen können ansonsten freuen wir uns natürlich über Abos oder auch über Bewertungen auf iTunes kann man so ein paar Worte verfassen mittlerweile auch auf Spotify, da kann man uns auch

einen Kommentar hinterlassen da habe ich jetzt auch ein paar ganz tolle Kommentare nachgesehen und gelesen ich freue mich da immer sehr über Feedback und ich würde mich auch noch ein paar Fragen an das Publikum hier vor Ort nicht nur, dass Sie so lange zugehört haben sondern auch, weil ich glaube, dass wirklich eine tolle Erfahrung ist für uns alle hier und ja, dann würde ich sagen wir machen für heute ein Schleifchen dran an dem Podcast, ich sage machen Sie es gut und bis bald, vielen Dank fürs Zuhören draußen und vielen Dank auch an Sie Tschüss [Applaus] [Musik]

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