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Shownotes
Mit einer mächtigen Roundhouse-Zession hat Richard Ademmer ihr in der letzten Folge die Titelanwärterschaft auf den Halbfinalsieg aus den Händen (ab)getreten: Anna Henrichs ging tröpfchenweise K.O.! Nun heißt es „Runde 2“: Unter dem Trommelfeuer fragwürdiger Wortspiele („blitzsaubere Entscheidung“, „waschechter Examensstoff“, „glänzende Besprechung“) bringt Christian Walz seinen Waschstraßenfall in die Offensive. Gestoppt werden kann er nur durch Christoph Spielmann, der ihm hinterlistig eine (Bau-)Grube gegraben hat und mit seiner Teilbaugenehmigung bestandskräftig dagegen hält. Ihr seht: Es geht wieder brachial zu im Rechsprechungs-Battle (am Ende haben sich aber alle wieder lieb und gehen gemeinsam Essen)! Stimmt unter Instagram am 28.03.2025 ab, wer in dieser Folge den Halbfinalsieg nach Hause trägt. Die Abstimmung über den Gesamtsieg folgt dann im Anschluss. Euch Viel Spaß beim Hören!
Besprochene Entscheidungen:
BGH, Urteil vom 21. November 2024 - VII ZR 39/24 (juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprech…)
VG Mainz, Urteil vom 10.02.2023 – 3 K 121/22.MZ (vgmz.justiz.rlp.de/fileadmin/justiz/Gerichte/F…)
OVG Münster, Beschluss vom 04.01.2024 – 2 B 994/23 (openjur.de/u/2480694.html)
Erste Runde des aktuellen Rspr.-Battles:
# 60 Rspr.-Battle 4.1! ZwangsvollstreckungsR vs. K.O.-Tropfen (+Autowaschanlagen-Teaser) bei Spotify (open.spotify.com/episode/0T2rWQw3PklUJ83T3TRXt…), Apple (podcasts.apple.com/de/podcast/refpod/id1692940…) und YouTube (youtube.com/watch?v=H7lj8iApBMc).
Kapitelmarken:
Einleitung
Aktuelle BGH-Entscheidung zur Haftung von Betreibern von Autowaschanlagen
Aktuelle Entscheidungen zum Baurecht
Schluss
E-Mail: jura.ref.pod@gmail.com
Disclaimer: Der Podcast beinhaltet ausschließlich persönliche Ansichten der Podcasterinnen und Podcaster und insbesondere keine offiziellen Standpunkte der Justizprüfungsämter.
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Moin aus Hamburg, herzlich willkommen zur 34. Folge von Digital ist das Neue Normal mit Thomas Fleck und Sören Sohlis. Heute zu Gast Erdin. Viele kennen ihn als MrBlindLive auf Instagram, TikTok und YouTube. Er sieht nur knapp 2%, gilt als gesetzlich blind und zeigt jeden Tag in seinen Reels Menschen, die den Leitstreifen blockieren, aber auch wie gut Technologie, Mut und viel Humor zusammenpassen können.
Herzlich willkommen Erdin im Podcast Digital ist das Neue Normal.
Hey, hallo, herzlich willkommen. Danke für die Einladung und immer die Leitstreifen freihalten, ihr wisst.
Ja, hallo auch von meiner Seite, Erdin. Toll, dass du bei uns bist, Mr. Blind Life. Wie Sie hören, dich gerade schon anmoderiert hast, wie du ja auch schon auf Social Media unterwegs bist. Wir starten ja immer mit einer einfachen Frage und ich hatte meine Jungs heute Morgen direkt mal gefragt und sagte, Mensch, wir haben heute jemanden da mit zwei Prozent Sehkraft und dann musste erst mal dem Siebenjährigen erklärt werden, was denn zwei Prozent Sehkraft bedeutet und dann sagte der andere, also der kann quasi gar nichts mehr sehen.
Und dann dreht er aber noch Videos, fragte dann der andere. Und die Frage möchte ich gerne als den Opener heute abmachen. Wie macht man das denn? Also wie ist man so aktiv auf Social Media, wie dreht man Videos, wenn man nur zwei Prozent Sehkraft hat, Erdin?
Ja, also 2% sind nicht immer 2%, also ist nicht bei jedem gleich, nicht wie in der Mathematik. Also ich sage es mal so, ich kann meine Umgebung extremst verschwommen sehen, und arbeite auf dem Smartphone, auf dem Laptop, wo auch immer mit einer Vergrößerungssoftware, also da ist der gesamte Bildschirm groß, oder auch mit einem Screenreader, den mir dann alles Mögliche vorliest, wobei man sagen muss, im Videoschnittprogramm kann man mit dem Screenreader nicht so gut arbeiten.
Da muss man alles vergrößern und ich muss echt sehr vieles auswendig lernen und da passiert auch sehr viel Quatsch.
Ein Screenreader, für die, die nicht so oft einen Screenreader nutzen, der liest dir das dann quasi vor oder wie ist das zu verstehen?
Genau, wir können das ja mal, wenn ihr wollt, mal ganz kurz mal aktiv hier in der Show machen, pass mal auf hier. So, zum Öffnen, Doppeltippen. Jetzt kann ich hier zum Beispiel WhatsApp, Nachrichten, Firefox, Edits, Kamera. Ja, und dann redet das einfach mit mir und dann kann ich die jeweiligen Apps öffnen.
Natürlich kann man die Stimme ändern, man kann es schneller, langsamer machen, so ein bisschen personalisieren und dann kann ich mir halt Nachrichten durchlesen, E-Mails. So ein Videoschnittprogramm, naja, also da wird nicht alles vorgelesen. Wo ist jetzt Schnitt, wo es die Geschwindigkeit verschnellern, verlangsamen. Aber, ähm, Das versuche ich dann wiederum mit 2% auszugleichen und mit einer Zoom-Funktion.
Und wenn das nicht reicht, dann mache ich halt Screen-Mirroring an Monitor oder einen riesengroßen Fernseher. Also es gibt immer eine Lösung für ein Problem. Man muss es halt nur wollen.
Ich habe ja selbst als sehender Riesenproblem überhaupt Videos zu schneiden. Also außer kürzer oder sowas. Das ist kein Problem. Hast du dir selber beigebracht? Und vor allem, wie kommt man drauf? Weil es ist ja, so wie Thomas Kinder jetzt das so ein bisschen eingeleitet haben, far away und vor allen Dingen natürlich in den Reels, die man schön auf Instagram und YouTube und TikTok sehen kann.
Da sieht man ja quasi immer so ein bisschen deine Sicht, aber natürlich unverfälscht in HD und in Full 4K so ungefähr.
Ja, also das ist immer so eine Sache. Also ich mache ja jetzt YouTube schon seit 2014 und habe natürlich selber viele Leute verfolgt. Und ich habe auch viele Tech-YouTuber und so verfolgt und die haben dann immer gezeigt, ich habe die Kamera und die Sony und hast du nicht gesehen mit einem riesen, wie heißen die Dinger, die man vorne dran macht?
Objektiv.
Ah, genau, objektiv. Und ich dachte mir so, boah, das brauche ich alles auch. Habe dann wirklich angefangen, ja, mir eine Sony, ein Objektiv und noch eine Kamera zu kaufen und habe dann gemerkt, warte mal, solche Kameras zu kaufen ist zwar schön und gut, aber du kannst gar nicht damit arbeiten. Also früher war das ja in, wenn man Vlogs gedreht hat, dass man ja so ein Tripod, also wie so ein Dreibein hat, da drauf eine fette Sony-Kamera mit einem tollen Objektiv.
Das habe ich versucht, aber gemerkt, das geht gar nicht, wenn in der anderen Hand der weiße Langstock oder Blindenstock in der Hand ist und dann eine Kamera, also das geht nicht. Und dann habe ich irgendwann Action-Kameras geholt, damit geht es doch, weil die haben ja alle meinen extremen Weitwinkel für Sportaufnahmen.
Und irgendwann, wo es in Richtung Hochformat ging, habe ich gedacht, Naja, die Smartphones sind mittlerweile so gut geworden. Und jetzt kommen wir wieder zu dem Punkt, der Screenreader funktioniert auf dem Smartphone. Also wenn ich auf die Kamera-App will, kann ich auch Siri, Google sagen, öffne Kamera oder ich kann halt den Screenreader benutzen.
Also da sind einfach mehr Möglichkeiten auf dem Smartphone, als sich alle möglichen Kameras zu holen. Habe ich jetzt irgendwie acht bis zehn Kameras im Regal? Ja, aber was soll ich machen?
Ja gut, das haben andere Leute auch, die gerne Kameras dann in der Stelle haben und du musst es auch erstmal ausprobieren. Also du kannst ja auch nicht von vornherein sagen, so geht es. Ich glaube, da bist du dann eher Vorbild für andere, oder? Oder ist das so etwas, wo man sagt, nee, da tauscht man sich eigentlich sehr gut aus, da gibt es eine große Community und jeder hat so seine Tipps und Tricks auf Lager an der Stelle?
Naja, also im Hörbereich, da tauscht man sich aus, also wenn es nur auf Audio laufen soll, weil da gibt es natürlich viel mehr, ich sag mal, blinde Menschen, die da auch Erfahrung haben, aber so im Videobereich, da stand ich auf weiter Flurspur, wie auch immer, alleine. So, dann dachte ich so, okay, wie mache ich denn das jetzt?
Hochformat. Und ich bin halt kein Freund davon, dass man sagt, naja, ich sehe es nicht, ist doch egal, wenn mein halbes Gesicht abgeschnitten ist. Nein, es ist nicht egal, es ist was Visuelles und da muss man gucken, dass man eine gute Qualität liefert. Und das war immer so meine Intention und deswegen immer 4K 30fps, 4K, HD 720p, sehe ich alles nicht ich sage immer, ich sehe vielleicht 144p oder noch schlecht, ich kann das nicht wirklich prüfen aber daher halt diese ganzen Videos angucken und sagen das muss so und so aussehen, der Weißabgleich da musst du gucken, Habe ich auf automatisch, denn wenn das jetzt irgendwie sich selber verändert und ich kann das nicht so genau prüfen, ja, also auch Farben einstellen und so.
Ich sehe Farben, aber ich sehe nur so diese groben Farben, dieses Rot, Weiß, Grün, Blau, was auch immer, aber diese ganzen Nuancen und dann irgendwie die Gesichtsfarbe passt nicht ganz, musst du anpassen und so, das sieht bei mir aus wie eine Anime. Also ich habe das mal probiert, da waren dann so kräftige Farben drin, das ist doch keine Vitis, eine Anime-Serie.
Aber ich glaube, wir müssen noch einen Schritt zurückgehen. Wie bist du denn da zu kommen? Nahenliegen sind wir ja wahrscheinlich, wie du gerade gesagt hast, Audio, einen Podcast machen. Da haben wir auch so zwei, drei gefunden und freuen uns natürlich, dass du heute hier bist. Wie kommt man dazu jetzt mit so wenig Sehkraft? Auf Instagram, TikTok, also wir reden über 650.000 Follower auf TikTok, Hut ab, toll.
Und die anderen Kanäle sind auch stark steigend, habe ich gesehen. Das ist ja mega, das würden ja der ein oder andere, der Krämchen dauernd hochhält, gerne haben. Du hast auch gesagt, du bist offen für Kooperationen, hatten wir rausgehört. Aber wie bist du dazu gekommen?
Ja, Blindfluencer, Influencer, ich nenne mich Content Creator, jetzt sagt man ja Digital Creator, wie auch immer. Also ich sage es immer so, es gab zwei Punkte. Zum einen habe ich mal einer Hilfsmittelfirma blind vertraut und das war eine Firma, die für blinde Hilfsmittel herstellt. Also das war irgendwie ziemlich blöd.
Das waren dann einen Wert von Hilfsmitteln um die 6000 Euro. Die wurden für mein Studium vom Eingliederungsamt gezahlt, weil halt im Studium für Menschen mit Behinderung ist das Eingliederungsamt zuständig. Damals kann sich ja alles ändern. Und das waren 6.000 Euro eigentlich hingeschmissenes Geld. So, jetzt kann man natürlich sagen, du hast das Geld ja nicht gezahlt.
Ja, trotzdem finde ich es hingeschmissenes Geld, wenn ich nur mit, ja wahrscheinlich umgerechnet 2.000 Euro, also mit dem Notebook arbeiten konnte, aber mit der sogenannten Tafelkamera, also quasi schließt du per USB ein Notebook an und dann kann vorne das Tafelbild extremst vergrößert werden auf dem Notebook.
Das Problem war, das war so schlecht und das war dann so überlastend, dass das Notebook kam nicht hinterher. Das heißt, verschwendetes Geld fand ich natürlich schlimm. Dann habe ich angefangen, selber mich mit Technik zu befassen. Und das andere war, ich wollte schon als Kind immer ins Ausland. Früher hat man ja noch Fernsehen geguckt. Ich weiß nicht, wer ja noch Fernsehen guckt heute.
Und dann hat man ja gesehen, so...
Sonntagabend ist ab und zu Tag.
Ja, siehst du. Und dann so dieses Schüleraustausch oder Familien gehen ins Ausland. Und ich fand das immer so spannend, nachdem wir so, ich will auch raus. So, nun war ich auf einer Schule mit Förderschwerpunkt Sehen oder wie auch immer das. Früher hieß es Sonderschule. Und die haben mir gedacht, nee, geht nicht, blinde Menschen ins Ausland, nein, nein, nein.
Und im Studium hatte ich dann eine junge Frau kennengelernt, die genauso wie ich so zwei Prozent sieht oder damals sah. Und die sagte mir dann so, ja, ich habe mein Auslandssemester einfach in Italien gemacht. Ich so, wenn sie das macht, perfekte Motivation für mich, endlich habe ich jemanden gefunden, die das geschafft hat. Und jetzt mache ich das auch.
Also quasi, das war dann so der zweite Punkt. Und als ich dann nach Deutschland zurückkam, by the way, bis dahin nie im Leben einen Stock benutzt, einen weißen Langschutz, niemals, mit zwei Prozent alles ohne Stock gemacht.
Oh Gott.
Und dann habe ich aber gemerkt, so im Ausland, oh Gott, also wie oft ich da irgendwo reingefallen bin, gegen einen Baum gelaufen bin, was ich gesehen habe.
Das glaube ich, ja.
Wahrscheinlich öfters fast vom Auto angefahren wurde, also ich lache jetzt drüber, aber damals war es schlimm, habe ich dann gesagt so, Nee, also du musst das jetzt mal lernen. Und dann habe ich gesagt, guck mal, das, was du denkst, so denken ja viele andere auch. Und deswegen habe ich gesagt, muss ich jetzt Videos machen.
Ich habe auch gehört, du hast eine Meta-Brille, glaube ich von Ray-Ban, der Kooperation von Meta, der Hintergrund von Facebook. Und damit siehst du was oder siehst mehr, weil sie dir was erzählt über KI die ganze Zeit.
Genau, das ist noch nicht perfekt, aber da kann man zum Beispiel immer so was sagen wie, hey, schau und beschreib mir mal, was da ist. so und dann Okay.
Das heißt du kriegst die Tonspur für das echte Leben um dich rum die ganze Zeit.
Ja genau, also immer wenn ich es brauche, zum Beispiel für Busnummern lesen, Schilder lesen wenn das Internet mitmacht, wir kennen das ja hier in Deutschland manchmal.
Ja, wir in Deutschland wir kommen in Deutschland, ja.
Das mache ich oder wenn mir die KI nicht helfen kann, mache ich einfach, Videotelefonie über die Brille, weil die Kamera kann man auch verbinden und dann kann man Videotelefonie machen und dann habe ich einfach ja entweder meine Frau, sie ist zwar auch schlecht Aber in dem Moment kann sie mir auch helfen oder andere Freunde, die haben dann diese POV-Sicht und können dann quasi direkt aus meiner Perspektive gucken und können mich dann gegen eine Wand laufen lassen oder wirklich durch die Tür führen.
Das heißt, die machen dann wirklich Fernsteuerung mit dir. Das heißt, du hast die Brille immer auf oder ist das etwas, die du nur ab und zu trägst? Oder ist das so wie ein normaler Brillenträger, dass wenn du morgens aufstehst, du auch diese Brille dann aufnutzt?
Also ich habe noch eine reguläre Brille mit Werten, ja, um die zwölf Dioptrien. Das heißt, die trage ich, das bringt auch minimal was. Die Ray-Ban hat jetzt keine Werte drin und meine werden viel zu teuer, die da reinzumachen. Deswegen habe ich die immer auf, wenn ich unterwegs bin, gerne. Wenn ich halt weiß, okay, ich komme in Gebiete, wo ich mich gar nicht auskenne.
Und dann, ja, rufe ich dann an und hole mir so Hilfe, wenn ich gerade jemanden habe, den ich auf der Straße fragen kann. Oder am Bahnhof haben die Leute es ja auch eilig. Das ist auch schwierig, dann Leute zu finden. Und dann sage ich immer, hey, ich muss da und da hin, kannst mir helfen, wir müssen auf Gleis 13, 14, keine Ahnung, in einer anderen Stelle, Leipzig zum Beispiel, da gehe ich mich gar nicht aus, dann würde ich das machen.
Wie viel bist du denn unterwegs? Also wenn du sagst Leipzig, jetzt waren wir gerade im Ausland, das ist ja schon eine Weile her, jetzt könnte man so den Eindruck bekommen, du hast ja auch schon viel über dein Leben geteilt, auch viele Artikel, wir haben uns natürlich vorbereitet, das war ja dann, als du damals in der Türkei warst, sicherlich auch ein Abenteuer an der Stelle, hast du ja gerade auch schon gesagt, als du wieder zurückgekommen bist.
Bist du ein reiselustiger Mensch? Also ihr beide, seid ihr viel unterwegs? Oder begrenzt sich das dann eher auf, sag ich mal, den Hamburger Bereich und den HVV-grenzenden Bereich?
Also wenn ich zwei Wochen in Hamburg bleibe, durchgehend, da kribbelt es schon wieder, da muss ich schon wieder weg. Also ich würde mir auch gerne ein Fahrrad nehmen und durch die Welt reisen. Gut, ich habe jetzt Familie, ich habe jetzt auch ein Baby, das weiß man auch auf Social Media. Das heißt, Weltreise ist jetzt erst mal nicht drin.
Willkommen im Club der schlaflosen Nächte.
Alles Gute, ich meine Sören und ich sind auch Väter, insofern herzlichen Glückwunsch, toi toi toi solange die Glückshormone durchhalten nutzt das aus.
Ja schlaflose Nächte kann ich ein Lied von singen aber trotzdem sag ich mir immer, ich will halt die Welt sehen, beziehungsweise eher Deutschland, und dann halt durch auch Aufträge, Kooperationen oder wenn ich als Speaker unterwegs bin oder auch so wenn ich mich mit anderen, ich sag mal, Ja, Content-Creator, ein Treff, um Videos zu drehen, die sind ja nicht alle um die Ecke. Da muss man dann nach Berlin, Frankfurt, München, was auch immer.
Und ich sage mir immer so, naja, wir sind auf dem Planeten Erde. Das ist so mein Motto. Ist eigentlich egal, wo ich bin, es gibt immer nette Menschen und irgendwie klappt es. Weil die Leute sagen immer, warum diese Leitstreifen-Freiheit-Videos? Wieso ist der Typ so oft am Bahnhof? Ja, weil ich ihn zukriegen muss. Also mit dem Autofahren ist es halt schwierig.
Ja, aber selbst als Sehender ist das ein Riesenpunk. Also Bahnhof, Hauptbahnhof Hamburg, unterirdisch voll. Alles eng und selbst wenn du da, also ich fühle mit dir so ein bisschen, auf welch ich das wahrscheinlich gar nicht so kann, aber ich fühle mit dir, wie du da die Leute wegscheuchen musst, weil das ist natürlich ja der Leitstreifen, ich glaube für alle, die sie nicht sofort im Auge haben oder quasi wissen, was es ist, das ist diese kleine geriffelte Linie oder sind glaube ich so 30, 20 Zentimeter breit und geht über den Bahnhof oder auch an manchen Almampeln, dass du erkennst mit dem Stock da drin, in welche Richtung du musst, richtig?
Genau, also es gibt einmal Streifen, das sind die, wo du entlang gehen kannst und es gibt einmal Noppen, das sind dann sogenannten Aufmerksamkeitsfelder. Das heißt, da drauf steht dann eine Ampel oder eine Busstange oder bei den Gleisen, wenn du oben bist zum Beispiel, dann weiß man immer, ah, hier ist ein Querstreifen oder ein Aufmerksamkeitsfeld, jetzt geht es runter zu Gleis 3 und 4.
Du weißt zwar nie genau, wo der dich hinführt, weil das steht ja nicht drauf. Aber jetzt kommen wir wieder zu dem Punkt, es gibt ja sogenannte MobilitätstrainerInnen. Das sind dann Pädagogen, die dir beibringen, wie kommst du überhaupt ohne oder mit wenig Sehkraft klar. Und diese Leitstreifen oder die akustischen Ampeln und was auch immer, sind ja alles zusätzliche Hilfsmittel.
Also ich kann auch ohne Leitstreifen durch den Bahnhof laufen. Es ist für mich nur viel stressiger und anstrengender, weil dann muss ich ja noch mehr aufpassen, dass der Stock nicht zwischen die Beine von irgendjemandem gerät und glaubt mir, das passiert oft. Die Leute fallen dann auch, das ist nicht cool.
Ja, und für dich auch, ne?
Absolut. Und so ein Stock ist teuer, ja, mal unter uns. Also 100 Euro Minimum. Und mein teuerster geht bis 600 Euro, kann man ja mal sagen.
Okay, das ist ein Laserschwert gleichzeitig, hoffentlich, oder?
Ja, der ist aus Carbon oder hat einen Carbongriff. Und das ist mit so, ich sag mal so, der heiße Scheiß in der Szene gerade.
Okay. Er sagt ja, Laserschwert, ne?
Ja, genau, sowas in der Art.
Genau. Aber du hast ja jetzt hier die Möglichkeit, an alle da draußen, wir haben natürlich nicht die Reichweite, wie du, mal gucken, was noch so kommt. Also ich glaube, jetzt ist der Appell, haltet diesen weißen Streifen frei und stellt da nicht euer Gepäck ab. Mindestens am Hauptbahnhof, nicht überall anderswo auch nicht.
Genau, also auch nicht mit dem Auto drauf parken. Also drüber gehen muss man ja, auch als sehender Mensch, ist ja klar. Aber bitte nicht drauf stehen bleiben, weil man denkt immer, da kommt kein blinder Mensch. Aber wir kommen immer dann, wenn ihr es nicht seht. Also am unerwartesten Punkt ist dann einer.
Und deswegen bitte, Bahnhof ist groß genug, einfach frei halten. Und wenn ihr blinde Menschen seht und ihr glaubt, die brauchen Hilfe, könnt ihr auch gerne hingehen und ansprechen. Das machen auch sehr viele. Das finde ich auch super cool.
Aber nicht anfassen habe ich gelernt, oder?
Oh, ihr habt wirklich die Videos geguckt.
Natürlich. Was denkst du denn?
Du hast so drei Regeln, die haben wir, glaube ich, gesehen. Die drei Regeln sind ja auch die, die du dann immer wieder so gebetsmühlenartig vorgibst. Und die letzte ist auch dieses Thema anfassen immer nur nach Fragen. Hatten wir uns, glaube ich, notiert.
Genau, also das ist einmal beobachten. Man hat ja Augen im Kopf, kann man ja kurz gucken. Dann, wenn man glaubt, die Person braucht Hilfe, ansprechen. Hey, benötigen Sie Unterstützung, kann ich ihm hilflich sein? Und drittens, nicht anfassen. Denn gerade dieses, wenn du mich nicht ansprichst und mich direkt anfasst, ich bin ja in meinen Gedanken, ich konzentriere mich ja gerade auf irgendwas.
Und wenn du mich dann auf einmal anfasst, naja, ich weiß ja nicht, ob du mir helfen willst, willst du mir gleich mein Portemonnaie aus der Hose ziehen. Also weißt du, das ist so nicht gut. Also deswegen das bitte nicht lassen. Und man muss auch sagen, in unserer Gesellschaft hier in Deutschland ist das ja so, dass man ja nicht so viel Kontakt hat.
Es gibt andere Länder, andere Sitten, da hat man viel mehr Kontakt. Das ist was anderes, kann ich nicht zu sagen. Aber hier ist es ja, man hat nur so Privatsphäre und deswegen würde ich anfassen.
Sehr gut, würde ich für mich genauso nehmen. Die Frage ist ja, du hast ja gerade schon so ein bisschen über KI und die Facebook-Brille gesprochen. Ich weiß nicht, hast du auch mal Grüße gehen hier raus an unseren E-Mail-Gast nach Karlsruhe, Marc Zimmermann. Der hat Vision Pro getestet und meinte, weil er auch Brillenträger ist, der sieht natürlich ein bisschen besser noch, sagte, ey, das ist die krasseste Brille, die ich je hatte.
Weil du kannst also durchgucken und sie erzählt dir auch was. Ich weiß nicht, ob du die schon mal getestet hast oder ist das auf der Liste noch, Der To-Dos.
Also, wenn ich dir jetzt sagen würde, das Ding steht in meinem Regal.
Nein, wirklich. Okay, aber steht da, weil es nicht gut ist oder weil es geil ist?
Aber ich wollte gerade sagen, Regal steht, das Regal ist und verstaubt da?
Ach so, ich muss sagen, Vitrine. So, es ist gut sichtbar. Okay. Also, ich habe auch die Meta-Quests und so probiert. Die hatte aber keine Bedienungshilfen oder keine guten. Vielleicht hat die jetzt mittlerweile welche. Aber die Vision Pro, die hat ja auch einen Zoom, die hat auch einen Screenreader, das, was ich vorhin gezeigt habe. Also, du kannst das Ding blind bedienen.
Und das ist der Grund, warum ich mir das geholt habe. Ja, es ist ein Kino für die Augen. Ich sehe natürlich trotzdem nicht alles. Aber mit dem Surround-System, zum Beispiel, ich nutze das sehr gerne im ICE. Also, folgende Situation. Du sitzt im ICE, es ist tagsüber, es ist sonnig. Ich bin blendempfindlich.
Auf dem Telefon oder auf dem iPad sehe ich dann nicht so gut meine Serie. Also auch mit meinen 2%, ich sehe ja irgendwas. Wenn ich die Vision Pro aufsetze, die Umgebung wegmache quasi, ich habe so einen schwarzen Hintergrund dann, und dann in riesengroß den Film, den ich mir dann angucke, oder die Serie, das macht echt Spaß.
Also die Gegend auszumilden, da blendet auch die Sonne nicht mehr.
Du bist in deinem eigenen Film sozusagen.
Genau, und wenn ein Ticket-Kontrolleur kommt, ich nehme das Ding nicht ab. Da mache ich kurz zweimal den Knopfdrücken, damit ich meine Umgebung in Anführungsstrichen sehen kann. Halte ich Ticket hin und die Leute, die gucken dann auch komisch.
Na gut, die gucken halt, oh, schon wieder so ein Nerd mit so einer Vision Pro, ne?
Ja, absolut.
Genau. Aber macht denn das Thema KI, das ist jetzt immer zwei, dreimal angesprochen, das ist halt mega krass, Bilderkennung, Chat-Tippity, was es alles gibt mittlerweile. Gibt es da auch Spezialisierungen, wo du sagst, Mensch, oder nutzt die einfach erstmal alle so, wie sie kommen? oder gibt es da auch eine Spezialversion, die dir in deinem Alltag hilft?
Also, ich benutze bei diesen KI-Geschichten sehr gern die Videofunktion. Also, bei ChatGPT die Videofunktion oder ich benutze aktuell gerne sehr die von Gemini. Und folgende Situation, um das so nahbar zu machen. Ich habe letztens, ich habe so eine Waschmaschine mit Touchscreen. So, super schlau, ich weiß, aber es geht, ich kann es mit Ihnen.
Und das Ding hat immer eine Kindersicherung und die geht irgendwie an, ich weiß nicht wie. Und letztens habe ich das Ding nicht ausbekommen. Ich war echt am Verzweifeln und dann habe ich Gemini...
Sorry, Erdin, ich muss kurz reinhören, das Problem habe ich auch immer.
Genau, also wir haben das Problem und dann am Internet googeln und so, ach egal, ich habe Gemini Videofunktion angemacht. Ich sage, hey, guck mal, ich habe eine Waschmaschine von so und so. Da ist eine Kindersicherung drin, recherchiere, sag mir, wo ich draufdrücken soll. Und das sagt dir auch an von links ein bisschen weiter, dann hältst du den Finger drauf und dann guckt auch, wo dein Finger ist.
Es klappt zwar noch nicht perfekt, aber er sagt, nee, Finger muss noch ein Stück weiter nach rechts. Dann die dritte Taste, blabliblub. Und so kannst du dir mit Gemini oder wie auch immer die Videofunktion echt helfen lassen. Das ist schon wirklich krass.
Und kann man das auch kombinieren? Weil ich finde, so diese Variante mit ChatGPT oder Gemini oder Pleplexity, wie sie heißen, so diese Vermenschlichung dessen ist ja auch immer da. Jetzt gibt es schon die Ersten, die sagen, naja, der kann doch den Therapeuten ersetzen, du kannst ganze Gespräche mit denen führen.
So die ersten Eltern haben schon Sorge, dass ganze Kindergenerationen...
Thomas, du kannst mich immer anrufen, ne?
Ja, ich weiß, genau. Also ich nicht, aber so die ersten Eltern haben schon Sorgen, dass sie quasi ihre Kinder aus der realen Welt verlieren, weil sie dann am Ende des Tages nur noch sich unterhalten mit der AI und Chatschipetit. Das macht ja auch Spaß, ne? Die sagt, super Idee oder Mensch, bist du gerade böse und so.
Die Diskussion oder die Frage, die ich habe, ist, wenn du die Brille hast, von der du eben erzählt hast, die deine Umwelt wahrnimmt und wenn du dann auch noch dich unterhalten kannst über die Kindersicherung bei deiner Waschmaschine, wie weit ist das realistisch? Also wie schätzt du das ein, dass du sagst, am Ende hast du eine AI, die für dich quasi die Umwelt wahrnimmt?
Sieht, also die Hardware, und am Ende du auch im Frage-Antwort-Modus sehr gut mit der AI durchs Leben kommst.
Ich glaube, das ist sehr realistisch. Ob das jenen Menschen ersetzen kann, hoffen wir mal nicht. Aber aktuell macht ja die AI auch gerne Fehler und sagt dann auch zu Dingen, ist es richtig, obwohl es gar nicht richtig ist und so. Aber es ist schon wirklich sehr, sehr, sehr krass, was ich da mit mir lesen lassen kann.
Oder ich nehme Bücher aus dem Regal und sage dann, welches Buch ist das? Dann zurückstellen. Welches Buch ist das? Zurückstellen. Also es ist so genial, Menükarten im Restaurant, da gibt es zwar noch diverse Probleme, aber ist das die vegetarische Abteilung, ist das die Fleischabteilung, also das ist schon krass, nur manchmal will ich dann halt auch wieder mit Menschen reden, das sind wir mal ehrlich.
Ja gut, das versteht sich auf jeden Fall okay, aber ist es so für dich, so wie für Sören und für mich, Sören natürlich noch näher dran, weil er mehr Techie ist als ich, aber dass man so seit einem Jahr, seit anderthalb Jahren so einen richtigen Boost, was AI und Tools und Hilfen im Alltag erlebt, ist das für dich so Faktor 10 oder bist du da genau in der gleichen Geschwindigkeit wie wir unterwegs?
Dass man sagt, ja, ChatGBT AI ist da, ist nett, wird uns prägen, wird ein Gamechanger sein und das kommt. Oder sagst du, nee, gerade für dich mit deiner Realität ist das nochmal viel mehr wichtiger, dass sich in dem Bereich AI das in die Richtung bewegt, wie es sich gerade bewegt.
Wichtiger, würde ich schon sagen. Also, ich finde es absolut wichtig, was weiß ich, wenn man vorm Blumenladen steht und bis man den Verkäufer, Verkäuferin gefunden hat, kann ich schon sagen, ey, sind das hier Rosen? Welche Blume ist das? Ist das überhaupt ein Blumenladen? Also, diese ganzen Dinge sind so krass, also ich finde das wirklich heftig und bin auch sehr begeistert, dass das kommt. Und als diese Video-Funktion kam, diese Live-Video-Funktion, das war ein Game-Changer.
Das war wirklich so, oh mein Gott. Weil viele gesagt haben, na ja, dann halte ich da ein Rezept hin oder was. Das ist doch für Sehende vielleicht auch spannend, kann ich nicht so sagen. Aber für mich ist das so krass. Waschmittel letztens. Ich wusste nicht mehr, was ist jetzt Color-Waschmittel oder Weißwaschmittel.
Oh, oder Bleicher. Zack, sind die Pullis farblos.
Sehe ich ja nicht. Nein, also zu 2% sehe ich das schon. Und das sind so geniale Sachen oder, was weiß ich, Dokumente. So, man kennt ja dieses Querlesen. So, wenn man sehen kann, kann man gut querlesen. Das ist halt nicht so drin, wenn du blind bist. Dann packe ich das da rein und sage mir, hey, hol mir mal alle Überschriften raus oder fass mir das minimal zusammen oder geht es in dem Thema darum.
Das bringt auch Sehenden viel, aber uns auf jeden Fall auch, was die wenig sehen oder gar nicht.
Mhm. Jetzt filmst du ja dann auch irgendwie immer Leute und jeder denkt, oh Gott, oh Gott, der filmt mich, der stellt mich ins Internet. Also die Videos, die ich gesehen habe, da waren zumindest keine Köpfe drauf. Also hast du die Perspektive gut ausgewählt? Wie reagieren denn da die Menschen um dich rum?
Also bis jetzt hat sich da keiner beschwert. Also ich filme es immer mit dem Smartphone und ich filme das so, dass man es sieht. Und ich filme ja immer den Boden, zumindest bei den Leitstreifen-Freihalten-Videos. Bei den anderen Videos, das ist nicht leicht. Ich versuche echt immer darauf aufzupassen, dass gerade keiner durchs Bild läuft oder hinter mir ist.
Oder ich stelle mich dann irgendwie vor eine Wand oder was weiß ich. Weil das ist schon ein bisschen schwieriger bei diesen Daily-Vlogs, die ich dann drehe. hey, wir reisen heute nach Berlin, zu gucken, dass da niemand im Bild ist. Da nutze ich manchmal auch die Kinofunktion, also dass der Hintergrund verschwommen ist.
Ja, ich versuche mir da irgendwie mit Tricks zu behelfen. Das ist eine Herausforderung, ehrlich gesagt. Vielleicht war da auch mal irgendwo eine Person zu sehen. Wenn ja, sorry, ich versuche drauf zu...
Ich kann sie jetzt beschwerend eine E-Mail schicken und dann wird sie rausgeschnitten. Du hast ja gerade gesagt, Mensch, ich freise da immer so viel. Und selbst Thomas seine Kinder kannten, glaube ich, da einen Account. und, Wie gehst du denn um mit Fans? Also das eine ist ja quasi, dass du den Alltag jeden Tag probierst zu meistern und von A nach B zu kommen.
Aber plötzlich kommen Fans und wir verfolgen jetzt vielleicht nicht diese drei Regeln, die du gerade uns erzählst.
Ich muss sagen, die meisten, die ich bis jetzt getroffen habe, die waren wirklich super nett, super cool drauf. Ich sage ja oft in meinen Videos immer, hey, wenn ihr mich seht oder mich ansprechen wollt, kein Problem. Sprecht mich am besten direkt mit meinem Namen an, also mit MrBlindLive. Weil dann schaltet sich bei mir so ein Hebel um und ich weiß, ah, das ist jetzt keiner, der wieder mir helfen will, obwohl ich gerade aus dem Weg entlang gehe und eigentlich alles cool ist, sondern das ist irgendwie ein Zuschauer, ein Fan, wie auch immer.
Dann quatschen wir, machen wir Fotos. Ein, zwei Mal negative Erlebnisse gehabt, aber das meiste ist super positiv. Und diese Leute sind auch echt nett. Also, ja, kann man nicht viel zu sagen. Also, ich mache auch überall Fotos, außer wenn ich esse, dann jetzt nicht.
Sehr gut. Ich mache immer von meinem Essen Fotos, damit ich mir erinnern kann, wo war es so lecker.
Ja, oder damit du mir die schicken kannst, ja, und dann ich wieder irgendwo sitze und Toastbrot esse. Ja, genau.
Ja, und dann sagt Thomas, wo war das? Das ist so lecker, genau. Und er isst das Graubrot. Wir haben jetzt viel über die Barrierefreiheit in Bahnhöfen und jetzt auch so im Alltag gesprochen, jetzt auch ein bisschen über digitale Barrierefreiheit. Jetzt ist ja gerade im Juni das, das nennt sich European Accessibility Act, in Kraft getreten, also so ähnlich wie die Datenschutz-Grundverordnung nur für Barrierefreiheit.
Also dass quasi sowas wie Kontrast auf Webseiten verändert werden muss und es betrifft eigentlich jede Firma, jede Webseite, auch die von Behörden schon länger sowieso. Wie ist da so dein Empfinden? Hat sich da irgendwas verändert? Ist das nach wie vor schlecht oder noch schlimmer als schlecht? Oder sagst du, hey, eigentlich sind heutzutage Screenreader und Co.
So mächtig, plus KI-Kontakt? Das brauchst du zumindest nicht.
Also ich bin persönlich sehr ungern auf Webseiten unterwegs. Genau aus dem Problem, weil die meistens nicht zugänglich sind. Und die Screenreader können ja auch nicht alles vorlesen, wenn das irgendwie Bilddateien sind oder Bildmenü-Links und so. Das geht einfach nicht. Mit KI könnte man da mehr machen. Man kann ja auch mittlerweile sein Bildschirm teilen und so.
Aber diese Accessibility Act, der hat ja, glaube ich, noch so eine Übergangszeit. Man hat ja irgendwelche Fristen. Ich bin jetzt kein Experte da drin. Und hoffe natürlich, dass es besser wird. Ich habe mir die Lösung über die Jahre erarbeitet, dass ich möglichst alles über Apps mache, weil Apps meistens einiger, nein, meistens ist auch falsch, aber die Apps, die ich benutze, sind soweit zugänglich, dass ich das benutzen kann und ich versuche, Webseiten wirklich zu vermeiden, wenn es geht.
Ach krass, total. Wenn du jetzt mit der Bahn fährst, wie gut ist denn die Bahn-App, wenn man das hier so sagen darf, wir werden ja überall gehört. Ist die gut accessible?
Oh, Sören, das ist so billig. So, Bahn-Bashing. Aber okay, fragen wir den mal.
Frag für den Freund, ja.
Nee, also die DB Navigator, ich bin mir nicht ganz sicher, ob die vor zwei Jahren erneuert wurde, ja, da gab es eine neue Version, die ist genial.
Ja.
Also, sorry, ja.
Ach echt? Jetzt musst du mal ganz kurz, also warum ist die genial? Also ich finde die auch toll, muss ich ganz ehrlich sagen.
Ich finde die schrecklich, aber gut.
Also ich finde die mega. Ich kriege da ganz tolle Features und so. Aber gut, aber Erdin, warum findest du die genial? Also jetzt aus deiner Perspektive.
Weil die DB Navigator-App erstmal einen Dark-Mode hat. Ich brauche immer einen dunklen Hintergrund und helle Schrift. Das hatte die vorherige, die alte, nicht. Und sie funktioniert mit dem Screenreader weitestgehend. Es gibt, glaube ich, ein, zwei Dinge, wo es nicht genau geht. Aber sogar so weit, dass du in den ICE reingehen kannst und am Bahnhof sogar dir die Wagenreihung angucken kannst. Über den Screenreader.
Und das ist schon heftig. Also, Ich feiere die App. Ich brauche die auch täglich.
Ja, deswegen fragte ich, genau. Weil ich mir dachte, okay, das wäre jetzt die Chance.
Also was ich da nicht mag, ist dieses, wenn kurzfristig eine Gleisänderung ist, dann sehen oft die Leute das an der Anzeigetafel schneller als ich in meiner App.
Genau, und das nervt mich auch als Sehender, dass ich dann jetzt plötzlich mit zwei Koffern und Rucksack irgendwie im Hamburger Hauptbahnhof hin und her muss. Oder man steht in Dammtour und der Zug fährt nur ab Hauptbahnhof.
Ja, oh ja.
Dann haben wir alle Spaß. Gut, aber genug Bahnbashing. Ich sehe schon, die haben da mal digital vorgelegt.
Das war ja gar kein Bahnbashing, das war ja gerade ein extremer Lob. Also muss ich sagen, muss ja auch mal sein, es muss ja in die richtige Richtung gehen. Also das Thema richtige Richtung würde mich tatsächlich nochmal interessieren, Erdin an der Stelle. Gibt es denn auf deinen Reisen, wo du unterwegs bist, das war jetzt eine positive Erfahrung, gibt es so eine Heatmap über Deutschland?
Du warst in Leipzig, Berlin, ganz viel woanders. Bist in Hamburg zu Hause, genauso wie Sören und ich. Wie gut sind wir denn in Hamburg? Würdest du in der Heatmap sagen, so dunkelgrün, was das Thema Unterstützung für Sehbehinderte angeht? Oder sind wir eher hinten an? Oder wie verteilt sich das in Deutschland?
Ist alles gleich gut beziehungsweise verbesserungsfähig.
Also Heatmap und Farbenvorstellung, da bin ich gerade raus. Ist Dunkelgrün jetzt gut oder nicht?
Schulnoten einfach.
Nein, nein, das ist doch völlig okay. Ich will es ja lernen.
Und wir sprachen noch über Fettnäpfchen. Gut, den habe ich jetzt erwischt. Okay. Nein, also im Sinne von, grün ist super gut, rot ist, oh Gott, da geht gar nichts in der ganzen Landschaft. Und ich hätte jetzt gesagt, sind wir in Hamburg so grün und du sagst, in Hamburg ist alles super, aber sobald du die Hamburger Stadtgrenze verlässt nach Schleswig-Holstein, Grüße gehen raus, dann wird es ganz schlimm oder ist es umgekehrt?
Ich würde sagen, also meine Lieblingsfarbe ist orange. Wenn wir Richtung orange gehen, passt das. Das würde ich aber querbeet für Deutschland sagen, weil es ist immer nur punktuell etwas genial. Ihr habt das bestimmt selber schon mal gesehen, dass ein Leitstreifen mitten irgendwo aufhört. Zuständigkeit endet von der Behörde XY zu XY oder die Bahn, was auch immer und dann ist ja kein Leitstreifen mehr.
Oder es gibt eine Ampel, die macht akustische Signale, dieses Klicken und Piepen und die nächste Ampel nicht mehr. Es wird besser, aber ich gehe Richtung Orange und das quer für Deutschland. Außer in Marburg, da gibt es aber eine ganz große Community, weil da die Blister Marburg ist, also die Blindenstudienanstalt und die haben natürlich eine große Community und versuchen da viel, viel zu machen, wobei die Leitstreifen am Bahnhof auch schlecht sind, das ist nochmal ein anderes Thema.
Gut, da ist dann wieder die Bahn zuständig, die Bundesbahn. Und da hört dann der lokale Zuständigkeit auf. Aber das ist natürlich typisch für Deutschland, dass da nicht über den Tellerrand geguckt wird und gesagt wird, komm, ist doch egal, ob da die 50 Meter. Jeder guckt wirklich, wie du gesagt hast, auf die Zuständigkeit.
Die Frage, die ich mir stelle, ist aber, wenn du es mit anderen Ländern vergleichst, du hast ja auch ein Auslandssemester in Türkei gemacht, aber du warst auch mit anderen Ländern. Wie sind wir da so in Deutschland im Vergleich?
Also ich war jetzt, also meine frischeste Reise war jetzt mit meiner Frau in Südkorea, in Seoul und wir waren in Shenzhen, also Südchina.
Da bin ich jetzt gespannt.
Ja, und also ich sag dir ganz ehrlich, Südkorea, also Seoul hat mich schon begeistert, weil verdammt nochmal, diese Leitstreifen führten ja überall hin im Bahnhof. Das ist ja der Wahnsinn. Also die sind durchgezogen vom Eingangsbereich bis runter zum Bahnhof, bis zu den WCs und hast du nicht gesehen.
Und auch sehr gut beschriftet, weil meine Frau sieht ein bisschen besser als ich. Das heißt, sie arbeitet sehr viel mit der Kamera-App oder mit einer Lupen-App auf dem Smartphone. Und selbst sie meinte, es ist zwar schwer, genau zu finden, wo was ist, aber wenn man es gefunden hat, findet man überall Schilder und kann sich sehr gut in diesen riesigen Bahnhöfen orientieren.
Also das war schon cool. Und ansonsten, ja, ich will immer nicht sagen, wir sind besser, wir sind schlechter. Ich sage immer, wir sollten uns einfach Beispiele in anderen Ländern nehmen, wo ist was gut, weil überall ist ja was gut und überall ist was schlecht. Und wir sollten einfach die guten Dinge von anderen Ländern nehmen und die hier in Deutschland noch einbauen und dann einfach noch besser werden.
Na gut, da klären wir ja heute und ganz viel natürlich du auch mit deinen Videos drüber auf. Aber gibt es da, weil du sagst, die sind weiß, würde man ja denken, okay, das ist voll einfach, die gelb zu streichen oder die in gelb herzustellen. Das ist ja eigentlich so einfach. Also es könnte so einfach sein.
Also das wäre auf jeden Fall, dass wir einheitliche Leitstreifen hätten. Also ich wünsche mir immer noch gelbe Leitstreifen in ganz Deutschland, so wie das in Türkei, Südkorea, China und in anderen Ländern der Fall ist. Japan, die Leitstreifen kommen ja aus Japan, weil das ist eine einheitliche Farbe.
Und dann wissen auch die nicht betroffenen Menschen, hey, wenn du diese gelben Dinge auf dem Boden siehst, pass bitte drauf auf. Oder das ist für Blinde. Aber jetzt kannst du es ja erklären. Die sind ja weiß, grau, schwarz, Einheitsfarbe mit dem Boden. Das weiß auch keiner, was es ist. Also ich bin auch mal ehrlich.
Und vor allem, du hast gerade eine neue Zielgruppe genannt. Das sind die Leute, die mit dem Handy nach unten gucken in Seoul oder in Korea. Und die hatten wir, glaube ich, hier in Deutschland noch gar nicht so auf dem Schirm. Die Zombies, Entschuldigung, nicht Zombies natürlich.
Ja, es könnte so einfach sein. Aber es gibt in Deutschland so die Normen, die sagen, dass es zum gewissen Grad einen gewissen Kontrast haben muss. Und es gibt da nicht eine Einheit, wo es heißt, diese Leitschriften sind so, Punkt. Sondern man hat immer so einen Spielraum. Ja, und dementsprechend macht halt jeder nicht das, was er will, aber im Rahmen der DIN-Verordnung.
Genau, weil es kontrastreich sein muss. Wenn der Boden hell ist, machen die den dann dunkel und umgekehrt. Ja, es ist ein bisschen schade. Zum Beispiel, was ich in Soul noch richtig cool fand, das hat gar nicht was für Blinde zu tun, aber habt ihr bestimmt auch schon mal gesehen. Diese Ampeln, die sind dann direkt an der Straße im Boden drin.
Für diese ganzen Smartphone-User, die nur nach unten gucken. Dann leuchtet es rot oder grün. Und das hilft ja auch für Menschen, die schlecht sehen. Also das ist ja total cool. Da muss man nicht vier Spuren weiter rüber gucken, wenn es zum Beispiel keine akustische Ampel hat, sondern guckst einfach auf den Boden. Wenn das Ding grün blinkt, dann ist grün. Perfekt.
Also wenn man was, ich sag jetzt mal, einen Schritt weiter gedacht. Wenn man etwas barrierefrei macht, dann hat das ja nicht nur für die Menschen einen Sinn, die davon betroffen sind, sondern für jeden. Abgesenkter Bordstein bringt nicht nur was jemandem, der im Rollstuhl sitzt, sondern mit dem Kinderwagen, die Leute, die den Koffer in der Hand haben, vielleicht von den Paketboten, der da, also es bringt ja jedem was.
Ja, schöner Folger an der Stelle. So Technik, Tool und Testing, haben wir viel drüber gesprochen. Jetzt haben wir über Mieter gesprochen, Google, Apple, also quasi alle Großen beschäftigen sich mit dem Thema und auch wie positiv AI jetzt gerade dein Leben auch verbessert. Wenn du so ein bisschen zukunftsgewandt schauen sagst, so einen Tag Produktmanager bei Apple und wünsch dir was spielen darfst, was würdest du den Jungs in Copeltino mitgeben?
Wo würdest du sagen, okay, wenn die so viele Ressourcen, wie sie eben haben, einsetzen könnten und du wirklich die Richtung vorgeben könntest, wäre da etwas, wo du sagen würdest, ja, das wäre toll, wenn die das schneller auf die, ja, Sören würde sagen, Produktroadmap setzen würden?
Ja, also die MetaRay-Ban-Brille ist ja schon gut, aber die Apple Vision Pro als reguläre Brille wäre ja der Hammer. Also, dass man dann nicht als techy, als nerdy auffällt, das wäre der Hammer. Dass man quasi das gesamte Smartphone über Siri also Siri braucht ja erstmal auch Apple Intelligence, hat es ja nicht. Es hat nur Apple, aber Intelligence ist da nicht drin.
Seien wir mal ehrlich, wenn das in so einer Brille drin ist, dass dann alles perfekt funktioniert und dass du dauerhaft mit der Kamera reden kannst. Ich will dahin, hilf mir mal dabei. Weil für die, die es nicht wissen, wenn man jetzt bei Gemini zum Beispiel in der Live-Video-Funktion sagt, was ist das, dann beantwortet es die Sache, weil es in dem Moment quasi ein Foto macht.
Wenn du aber sagst, sag mir Bescheid, wenn es grün wird, wird dann nichts passieren. Das ist der Unterschied. Und da sind wir noch nicht angekommen. Das würde ich zum Beispiel gerne bei Apple sehen, dass ich dann, während ich gehe, ich sage, hey, wenn du die Eingangstür von dem Kiosk so und so siehst, sag mir Bescheid.
Das Krasse ist, die Funktion, die du gerade gesagt hast, hier in unserem letzten Podcast hatten wir zwei Weltumsegler, Jan und Mellasch, Grüße gehen raus Richtung Madeira. Die haben geschwärmt von einer Kamera auf dem Mast mit KI, die andere Schiffe erkennen. Jetzt weiß ich nicht, dein Stock ist natürlich kein Mast, Aber wenn so eine Kamera das am Maske kann, dann hätte ich gehofft, dass es das auch irgendwie in der Vision Pro mittelfristig kann.
Gut, jetzt ist ein anderes Schiff deutlich größer als andere Menschen, aber dass diese ganze Objekterkennung, ich glaube schon, dass da viel noch geht und dass wir da erst am Anfang sind, zu erkennen, okay, was sind Menschen, was sind irgendwie Kioske und so weiter. Jetzt fährst du ja viel Bahn. Was hältst du denn von selbstfahrenden Autos? Also meine Tochter wird in 10 Jahren, 18 Jahren, Und, nee, Entschuldigung, in acht Jahren, 18, falsch gesagt, kriege ich wieder Ärger.
Und meine Frage ist ja immer, glaubst, ich glaube nicht daran, dass in Deutschland sie autonom fährt und keinen Führerschein mehr machen muss. Aber wenn wir jetzt soweit wären und hätten autonome Autos, würdest du dann weniger Bahn fahren?
Ey, also ich würde mir am liebsten, wenn ich das Geld hätte, ein eigenes Kaufen.
Aber sie gibt es ja noch nicht in Deutschland. Also ein bisschen Moja und du bist ja auch großer Fan, bin so, manchmal nicht so, habe ich schon gesehen, von Moja. in Hamburg, Grüße gehen raus. Aber die testen das ja schon autonom fahren. Aber was würdest du für autonomen Autos halten?
Absolut. Ich bin da voll dafür. Ich behaupte auch, dass es irgendwann nicht mehr erlaubt sein wird. Ob wir das erleben, weiß ich nicht. Aber ich denke schon, dass man nicht mal mit dem Führerschein mehr auf der Straße fahren darf, sondern dass man dann irgendwie eine Sondergenehmigung braucht. Blablub.
Weil die autonomen Autos, die werden sich wahrscheinlich alle untereinander vernetzen. Das ist so meine Vorstellung. Und dann wird es mit dem Verkehr auch laufen. Vielen Dank. Ich habe ja Knight Rider geguckt, für die Älteren unter uns. Die kennen das ja.
Natürlich, Kids.
Und diese Serie hat mich so geprägt. Also eigentlich hasse ich diese Serie. Weil seit ein kleines Kind denkt, wann gibt es ein sprechendes Auto, was mich irgendwo hinfährt? Weil ich sehe es ja nicht, wohin. Also ich träume davon immer noch. Und ja, ich will es haben.
Ich will es auch sofort nehmen.
Ja, das wollen wir alle haben. Also ich würde es auch sofort nehmen. Vor allem mit dem roten Streifen, der dann immer so. Und der Sound war auf jeden Fall gut. Meine Frau wird wieder sagen, und David Hasselhoff war gut. Man kann nicht alles haben.
Thomas.
Ich wollte gerade sagen, es waren die 80er oder 90er. Ich bin mir nicht ganz sicher an der Stelle. Aber eine Sache, ich meine, die Zeit rennt er den. Das Thema Moja, ich hatte gelesen, und da haben meine Jungs zu Hause sofort darauf reagiert. Du hattest mal ein Interview gegeben, und da stand dann drin, dass du einen eigenen Chauffeur hast.
Und da ist mein kleiner Siebenjähriger fast von der Bank gefallen, und sagte, wie, der hat einen Chauffeur. Und dann habe ich weitergelesen und gesagt, ja, der hat Moja. Und da war das sehr positiv besetzt, weil unsere Jungs natürlich auch viel mit Moja durch die Stadt fahren. Und das eine große Hilfe ist. Jetzt hat Sören aber gerade erwähnt, du bist nicht nur Fan. Habe ich was verpasst?
Ja, also ich bin von Tag 1 bei Moja mit dabei. Ich habe denen dabei geholfen, dass die App barrierefrei wird. Nicht als Entwickler, sondern als Konsument. Wir haben da Workshops gemacht und ich habe viel mit denen gemacht. Hat auch wirklich coole Ansprechpartner. Mittlerweile, ich weiß nicht, ob die alle gekündigt worden sind. Keine Ahnung, Verträge ausgelaufen.
Habt keine Ansprechpartner mehr und in der App muss noch einiges verbessert werden. Also es gibt ja immer diese Standortsuche, also wo musst du hin, wo holt er dich ab, da gibt es immer noch Komplikationen.
Total, total.
Und ich sage immer noch, ja, da müssen wir noch ein paar Sachen verbessern und wenn mal was nicht klappt, Ich habe immer davon geschwärmt, aber jetzt mache ich auch Videos drüber, wenn mal was nicht läuft, weil das muss auch gezeigt werden, weil sonst passiert da ja nichts. Ansonsten, ich liebe Moja und ich durfte auch mal beim Miniatur Wunderland, da gibt es ein Moja in klein und als ich da mal ein Video gedreht habe, durfte ich das Ding mal in die Hand nehmen.
Es war zwar echt ein Aufwand, ich sehe dieses kleine Moja nicht, ich will das mal fühlen. Ich wollte es einstecken und mitnehmen, ging natürlich nicht.
Eigentlich haben wir immer so eine Standardfrage. Die ist am Schluss leider schon die letzte Frage, weil die Zeit rennt. Was würdest du dir denn als ganz persönliche digitale Erfindung für die Zukunft wünschen? Wir haben schon ganz viel gehört über KI, über autonomes Fahren jetzt gerade. Aber wenn du sagst, hey, Game Changer mal zwei, was wäre das denn, wenn Weihnachten und Ostern zusammenfallen würden?
Ein Roboter-Assistenten.
Also doch den Chauffeur.
Der KI-gesteuert ist. Also wirklich, jemanden, mit dem ich unterwegs sein kann. Ich weiß, vielleicht klingt das noch zu einfach, aber so ein Roboter-Menschen, der dann mit mir zusammen unterwegs ist. Der hat dann die Kamera, der kann dann reden, ich kann ihm was sagen. Der kann durch den Laden laufen und mir dann suchen, wo ist was.
Kann man vielleicht auch anders denken, aber das ist so, der kann mich auch beschützen, mein Bodyguard. Der kann für mich die Leitstreifen freihalten. Ich weiß nicht, ich hätte gerne so einen Roboterassistenten neben mir.
Ich sage jetzt mal nicht Erdin, dass meine Frau sagen würde, den will ich auch. Meistens für den ganzen Papierkram zu Hause. Und ich weiß nicht, wofür sonst noch, aber dieser Assistent zu Hause, der persönliche, der digitale oder wie auch immer, der ist gern gesehen. Insofern Erdin, vielen Dank. Die Zeit, wie Sören gesagt hat, rennt und ist gerannt und wir haben sehr viel gelernt in ganz kurzer Zeit und, das war wieder mal sehr erhellend, Das Thema Leitstreifen in Gelb, warum die in Japan erfunden wurden und warum welche AI-Brille dann doch besser ist als sechs Kameras zu Hause und dass die Brille von Apple Division nicht nur im Regal ist und verstaubt, sondern in der Vitrine und aktiv genutzt wird und vieles mehr.
Vielen Dank, dass du da warst. Wir haben auch die drei Regeln mitgenommen. Also wir werden auf jeden Fall auch beim nächsten Mal erst fragen und beobachten und dann erst anfassen, wenn wir dürfen. Und ich glaube, dass bei Reichweite hin oder her wir ganz viele Leute hier wieder begeistern konnten für Technik und aber auch für Technik im Alltag.
Sei es für Menschen, die 100% sehen können und trotzdem gegen die Wand laufen oder Menschen, die 2% Seekraft haben wie du. Insofern vielen Dank, dass du da warst. Es hat viel Spaß gemacht.
Ich bedanke mich auch ganz herzlich für die Einladung. Ihr seid echt cool.
Vielen, vielen Dank, Erdin. Und natürlich, liebe Hörer und Hörer, wenn euch das gefallen hat, Leitstreifenfreiheit natürlich. Wir haben bei Spotify und bei Apple Sterne zu vergeben und kommentiert gerne. Schickt den Link weiter für alle, die noch auf dem Leitstreifen stehen. Und Grüße aus Hamburg. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.