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Shownotes
Wir sind ständig beschäftigt. Wir wollen mehr schaffen, niemanden enttäuschen und am liebsten alles gleichzeitig erledigen. Aber warum fühlen wir uns dabei immer öfter gestresst?
In dieser Folge von **Selah Podcast** sprechen wir mit Alex Egger, Coach und Mentor, darüber, was Stress wirklich mit uns macht – und warum es nicht immer an zu wenig Zeit liegt. Wir reden über persönliche Grenzen, Leistungsdruck, unser Smartphone und die Frage, warum wir selbst in Momenten, in denen wir eigentlich zur Ruhe kommen könnten, nicht abschalten.
Alex zeigt, warum Stress für jeden Menschen anders aussieht, weshalb kleine Schritte nachhaltiger sein können als radikale Selbstoptimierung und was wir von einem gesunden Rhythmus aus Arbeit und Erholung lernen können.
Dabei geht es auch um Jesus und eine Perspektive auf das Leben, in der es nicht nur darum geht, mehr zu leisten, sondern bewusster zu leben, Frieden zu finden und die Menschen um uns herum wirklich wahrzunehmen.
Vielleicht brauchst du nicht noch eine bessere Methode, um alles unterzubringen. Vielleicht brauchst du einen anderen Umgang mit deinem Leben.
Schau bei Alex vorbei:
alexanderegger.at
facebook.com/AlexanderEggerImpulsgeber
instagram.com/alexegger.impuls
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amazon.de/Hoffnung-die-unter-Haut-geht/dp/3749…
🎙️ Selah Podcast
Begrüßung und Vorstellung von Alex Egger
Warum Stress in unserer Gesellschaft zunimmt
Immer mehr leisten – aber wofür eigentlich?
Warum Stress für jeden anders ist
Grenzen setzen, ohne alle zu enttäuschen
Warum wir Dinge zu schnell aufgeben
Leichtigkeit lernen und die eigene Komfortzone verlassen
Selbstoptimierung oder ein gesunder Lebensrhythmus?
Ruhe ist nicht dasselbe wie Frieden
Was wir von Leistungssportlern über Erholung lernen können
Warum wir verlernt haben, einfach einmal nichts zu tun
Kleine Stressoren und die Macht unserer Gewohnheiten
Sehen wir unser eigenes Leben überhaupt noch?
Achtsamkeit in Beziehungen und die kleinen Dinge des Alltags
Abschluss
Danke für's Zuhören!
Alle Folgen gibt's auch mit Video auf YouTube 🙌🏻
youtube.com/playlist?list=PLe7bVN1rJ_4l63OX82e…
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Super, herzlich willkommen in the next Sailor Podcast and heute zu Gast im Studio, the Alex Eger.
Hi, freedom wieder hier zu sein.
Yes, mega show. Hey, the letter that we gehad made so talk. I have this display on, weil ich so viel mitnehmen from this. This was so a blessing. But before we so in this gear, damit ich das einfach nur mal kurz vorstellen, du bist coach and mentor and machst Vorträge in vielen Unternehmen. And wahrscheinlich beschreibe ich das jetzt gerade viel zu klein, als was es tatsächlich ist.
Ich bin ja klein.
Aber das ist wirklich so Life Coach, gell? Du redest mit Menschen über wie sie echtes Glück in ihrem Leben erfinden können, Sachen in Balance bringen können und Erfüllung finden können in der Arbeit, aber auch im privaten, in dem persönlichen. Und gleichzeitig auch unterwegs in christlichen Kreisen und redest über was Gott in deinem Leben da hat.
Und genau. Also mega, mega starker Dienst.
Danke, danke, danke.
Und was vielleicht nicht jeder weiß, der jetzt gerade zuschaut, ist, dass du ein riesengroßer Red Bull-Fan bist. Ja, absolut. Du hast uns gerade vorher erklärt, und das können wir vielleicht nicht unseren Zuschauern teilen. Was ist die beste Art und Weise, an Red Bull zu trinken?
Es muss sehr kalt sein. Es muss genau diesen Kältefaktor haben, den man eigentlich auf einer guten Werbekampagne von Red Bull findet. Dieses schön gekühlte Dose, wo so ein bisschen ein Tropfen runter rin ist, wo das Eis leicht aufgequallen ist. Und dann ist die perfekte Dose. Und ich trinke ja drei am Tag, das heißt, darf ja gar nicht laut sagen.
Weil die Leute fragen oft, warum ich so viel Energie habe wegen die Rebool-Dosen. Jetzt natürlich auch ohne, aber Rebool gibt mir einfach auch ein bisschen das Gefühl, das Unternehmen steht ja auch für Performance, für Leistung, aber auch für Spaß und Freiheit und anders sein. Und das bin ich gern. Und darum trinke ich es gern.
Man sagt ja, es gibt Cernlava und Brandlava, das ist der beste Kunde. Und ich bin beides. Also ich liebe die Sachen, die sie machen, sei es jetzt auf Formel 1, Auto, was ich mir anschaut, taugt man, oder irgendwelche Jumps, die vom Flieger raus gemacht werden oder Wettbewerbe und all diese Performance-Driven People.
Das Mogi, also bin ich so mit Brandlava und bei drei Dosen am Tag könnte man sagen, schwerer kein Lava.
Du bist wahrscheinlich in die Top 10 Prozent auf jeden Fall. Ja, genau. Aber so diese so extrem sportmäßige, diese Sachen, die sie machen, diesen Adrenalinkick, der da immer dabei ist. Bist du so einer, der so auf sowas steht?
Also ich würde es mir nicht trauen, natürlich. Also trauen, Mut kann man lernen. Aber ich mag einfach dieses Mindset dahinter frei zu sein und das alltägliche einmal zu hinterfragen und am Prüfstand zu stellen. Oder auch die Art und Weise, wie sie was machen, am Prüfstand zu stellen. Also sie bereiten Dinge, die vielleicht schon der ein oder andere in gewisser Erfahrung gemacht hat, nochmal ganz anders auf und nochmal viel impulsanter und mit viel mehr Detail und Liebe kommt mir vor.
So ein Jump über Schanze mit einem Motorrad, da sind sie auch nicht die ersten. Aber sie machen es dann nochmal anders. Also sie tun nicht zwei LKWs zusammen, die fahren und dann springt er halt über die Schanze mitten auf der Autobahn bei zwei LKWs. Und das fasziniert mich, diese eigentlich freie, impulsive Art und trotzdem aber in ein Konstrukt, das Gefühl, das, wo es Linien gibt, wo es Regeln gibt.
Und das ist doch schön. Es gibt also nicht nur einfach crazy sein aufgrund des Craziness, sondern einfach etwas Wagen trauen, aber keinen damit verletzen oder nicht irgendwie komplett aus der Norm tanzen. Sie halten ja die Regeln ein. Aber sie machen es auf eine Art, die mich begeistert. Das Freiheitstum, das sagt man.
Das ist ja cool. Und das ist eine riesen Firma und eine österreichische Firma. Absolut. Und du bist ja oft beieinander mit vielen Unternehmen. Das ist ja wirklich so dein tägliches Business und so weiter. Aber es ist mit diesem High Level on Management, this is ja verbunden mit einem high level on stress.
Yeah, absolutely. Und es ist nicht nur, dass man diesen Stress vielleicht oder diesen Kick hat in dem Moment, wo zum Beispiel die Leute über die LKWs dann springen und so. Aber das machen ja die wenigsten. Aber im Alltag. Gefühlt viele. Aber im Alltag diesen selben Pressure zu tragen von den Erwartungen von Familie und von Job und Zukunftsängsten und solchen Dingen.
Das sind Dinge, mit denen alle Menschen irgendwie umgehen müssen. Absolut. Jetzt nicht nur so high-level manager, aber vielleicht da in vermehrtem Maße. Aber du hast ja viel mit dem und sprichst dann oft diese Probleme. Und merkst du, dass, also man sagt ja, dass das Problem sind, die wirklich am steigen sind?
So diesen innerlichen Stress, anxiety, Panik und also Sachen wie Burnout und so, dass man nicht, dass man es nicht schafft, mit der Last des Lebens klarzukommen. Merkst du irgendwie jetzt so von deiner Erfahrungswerte her, dass das etwas ist, was viele Menschen betritt oder was vielleicht auch mehr wird, was steigt und ärger wird?
Ja, schon. Also ich denke, es gibt ja soziologisch verschiedene Faktoren, warum die Dinge so sind. Erstens mal drehen sich die Uhren nicht eher schneller in der Uhr an sich, aber es dreht sich einfach die Produktivität und die Umschlagszahl oder auch die Sache, dass etwas zu Ende geführt wird, viel schneller.
Also wenn man jetzt nochmal ein ganz leichtes Beispiel hernimmt, du bist früher zum Tischler gegangen und hast einmal ein Gespräch gehabt unter vier Augen, wie diese eine Sessler ausschauen soll. Da hat es keine riesigen Kaufhäuser geben, wo du Optionalitäten gehabt hast über 200 Sesseln. Du hast diesen einen Sessler mal einen Auftrag gegeben, das Gespräch hat vielleicht aber zwei, drei Stunden schon gedauert.
Da hat man da Zeit dafür gehabt. Und dann ist der produziert worden und das hat oft Wochen gedauert. Und derjenige, der Kunde, der es bestört hat, war ja nie dann sauer darüber. Sondern hat gesagt, das ist ein Teil dieses Abläufes, dass es einfach so lange dauert. Und es hat sich keiner irgendwie darüber aufgeregt.
Und wir leben halt in einer Gesellschaft, wo die Dinge halt sehr schnell produziert werden. Das ist einmal einfach dem geschuldet, dass in der Wirtschaft halt irgendwann einmal Henry Ford das Fließband erfunden hat, dass Dinge schneller funktionieren und schneller abläufen. Und das ist halt mittlerweile auch im Spitzenmanagement, wo man halt nicht nur jetzt misst, wie viele Produkte kommen aus der Produktionsmaschine am Ende des Tages hinten raus, sondern auch, wie viel kann der Mensch leisten und wie viel leistet der in Bezug auf die Stunden, die er heute hier ist.
Und das ist jetzt im Management. Im Privatbereich, merkt man bei Jugendlichen, geht es ja einher dieser Selbstoptimierungswahn. Also du musst ja bis am besten um 4.00 Uhr aufstehen, musst schon drei Kilo Giersamen, Intus haben und vier Liter Zitronenwasser getrunken, am besten das dann noch angereichert mit Kurkuma und sonstigen.
Musst meditiert haben, Dankbarkeitstagebuch gebetet haben und dann noch deine Ziele fokussiert. Und das geht sich halt nicht aus. Und das, ich glaube, dieser Selbstoptimierungswahn, dann noch im Vergleichsdenken auf Instagram und Co., auf Social Medien, was machen die anderen und wohin gehe ich hinterher, das macht halt Druck.
Und diesen Druck spüren wir in der Gesellschaft, in diese verschiedenen Bereiche. Aber losgehend wurde es ja schon, vielleicht ein Beispiel, es geht ja schon los bei den Kindern. Wir haben gerade jetzt, unser Sohn hat ja am Montag Geburtstag, dann wird neun. Und interessanterweise, es hat sich verändert in meiner Zeit oder auch noch vor zehn Jahren bei unseren älteren Söhnen.
Da hat man einfach Geburtstag gefeiert und da hat es ein Geburtsgeschenk gegeben für das Geburtstagskind. Jetzt ist eher der Fokus, wie schaut die Feier aus, damit die anderen glücklich sind, die kommen. Und jetzt gibt es ja dann noch für die Kinder, die kommen, Giveaways. Ich kenne das ja nur von Firmen.
Aber jetzt musst du die Kinder Giveaways mitgeben. Und das Giveaway kostet ja jetzt schon mehr als das, was du geschenkt kriegst. Also da stimmt irgendwas nicht. Und da ist irgendwie was aus dem Ruder gelaufen, weil eigentlich sollte der Beschenkte das Geburtstagskind sein. Und der soll dann Spaß haben.
Und heute wird das eher ausgerichtet, auch so Richtung Selbstoptimierung. Wir können halt alles googeln. Früher, man ist ein Restaurant gegangen und da hat es eine schöne Platte gegeben mit einer Jausen oben Essen. Und das hast du nicht so schnell kopieren können. Da hat sich der Koch und der im Service was einfallen lassen.
Heute gehst du auf Pinterest. Genau. Zack, hast du 50 Vorschläge und schaut teilweise heute zu Hause schicker aus wie in Restaurants. Aber auch hier gilt es. Früher hat man sich zusammengesetzt, ein Glas Wein und ein paar Brötchen und ein bisschen Speck und Schinken dazu und jeder war happy. Und heute wird es zelebriert, weil jeder muss noch schöner sich selber optimieren als Gastgeber.
Und ich finde, dieser Selbstoptimierungswahn, der ist ja in alle Bereichen unseres Lebens. Und ich glaube, dadurch entsteht ein hoher Perfektionismus und diesem Perfektionismus werde ich aber nie gerecht. Dadurch raubt es unseren Frieden und dadurch wären wir unglücklich.
Das ist crazy. Ich habe gerade das Buch Prediger gelesen in der Bibel. Und so viel von dem, was du jetzt gesagt hast, so erinnert mich ein bisschen an die Art und Weise, wie er redet. Und das ist ja König Salomo, der schon alles hat, der Reichste der Reichen, alles erreicht, so weise wie sonst niemand.
Und dann sagt er ja, alles ist sinnlos und alles ist nur Eitelkeit, Haschen nach Wind und so weiter. Absolut, ja. Wenn ich jetzt aber die ganze Zeit nur am Abrackern, am Abmühen bin, ich meine, die Frage ist, was wollen wir erreichen eigentlich? Also wo ist der Punkt, wo ich dann sage, okay, ich habe es geschafft.
Der kommt irgendwie nicht. Der kommt irgendwie nie.
Also ich habe gerade mit einem Unternehmer gesprochen vor ein paar Wochen, den ich kenne, der hat sich schickes Bötchen für 2,4 Millionen in Kroatien geleistet und hat auch wohl verdient, der hat sein ganzes Leben hart gearbeitet und hat richtig Freude gehabt. Und dann hat er mir erzählt, der Nachbar hat halt angedockt und angelegt und die Bojen raus und die Fender und alles drum und dran.
Und dann hat er so nebenbei gemerkt, dass die Bolsterung im Außenbereich dieser Mini-Yacht so eine schöne Kognakfarbe hat und sein halt nur weiß. Und dann ist er drauf gekommen, dass wir noch was ändern müssen. Ganz schlimm. Und da sieht man wieder mal, es gibt immer Luft nach oben. Und dieses Vergleichsdenken ist so ein bisschen die Karotte, die man halt irgendwo hinhaltet und sagt, schau her, wenn du das, wenn du das erreichst, aber dann.
Und ich glaube, dieses Aber dann, da vergessen wir, dass auf dem Weg, wo wir der Karotte hinterherhaschen, die Karotte wahrscheinlich am Verfaulen ist. Und wir haschen und wir suchen und wir richten uns aus. Und dann kommen wir da oben an und es ist gar nicht so. Und es berichten ja lustigerweise auch viele Leute, die am Mont Everest waren.
Die sagen, sie waren dann oben, es war arschkalt und sie haben dieses Gefühl, das sie anfangs gedacht haben, zu haben, wenn sie oben sind, nicht gefühlt. Und da frage ich mich, ja, mittlerweile ist ja auch der Mont Everest da Massentourismus. Da stehen 200 Leute in der Linie, da frieren Leute. Ja, absolut.
Nur im Warten, nicht im Besteigen des Mont Everest, sondern beim Warten. Und auch das ist auch so ein Selbstoptimierungswahn. Ich brauche in meinem Account, auf meinem YouTube-Kanal ein Video, wo ich auf dem Mont Everest bin. Und da bin ich mir oft gar nicht so sicher, ob die Leute darauf gehen im Sinne des Abenteuers oder einfach, damit sie ein Foto haben.
Und das ist dieser Selbstoptimierungswahn.
Und das ist selber beweisen vielleicht auch, ich kann das und ich bin stark genug, um das zu machen irgendwie.
Genau, genau.
Aber ja.
Ich habe zwar drei Zehn verloren, aber ich hab's geschafft.
Und das ist eigentlich so das kleinste Übrich, wenn du das verlierst. Aber ja, nein, das ist schon heavy. Und nicht einmal in so in so Extremsituationen wie Mount Everst, aber es geht auch darum, von Leuten, die einfach für das so ein normales Leben haben und aber ständig unzufrieden sind mit wie es geht.
Warum verdiene ich nicht mehr Geld? Warum schaue ich nicht besser aus? Warum kann ich nicht mehr abnehmen? Warum sind meine Kinder nicht braver, haben sie bessere Noten? Und diese konstante Unzufriedenheit, beziehungsweise also es ist Unzufriedenheit, aber was auch oft damit verbunden ist, ist ein bisschen Undankbarkeit.
Absolut. Von was ich eigentlich habe. Das führt zu echt vielen negativen Gefühlen. Das führt auch zu so Depressionen, gell. Und eins von den anderen Dingen, die wir jetzt da so in unserer Zeit so viel haben, sind so Sachen wie Burnout-A, dass man so irgendwie pusht und pusht und pusht, weil man muss immer mehr erreichen muss, bis zum Punkt, wo der eigene Körper dann im Prinzip sagt, okay, jetzt aus, es geht nicht mehr.
Das ist ja Stopp. Und diese Burnout-Geschichten sind ja oft dann Dinge, die nicht so von heute auf morgen dann irgendwie zu lösen sind.
Wenn du wirklich einen hast, hast du ein Problem. Also es gibt ja ganz schlimme Burnouts, wo wirklich die komplette Feinmotorik und alles verloren geht. Wo die Leute wieder lernen müssen, wie Kinder zu gehen. Also im schlimmsten Falle, wo sie die Sprache wieder lernen müssen, wo einfach das Gehirn an kurzen Reset hat und du lernst alles neu.
Und das ist schon so, weil ich halte da nicht viel davon, es gibt ja, ich bin in vielen Firmen unterwegs, dann gibt es immer so Querkurse, die so Zeitmanagement-Seminare. Und ich habe letztes Mal mit einem Geschäftsführer diskutiert, ich habe gesagt, was genau lernen die Leute dort? Und weil aus meiner Sicht der Dinge kann man Zeit nicht managen.
Also du hast jetzt 24 Stunden, ich habe 24 Stunden, deine Kollegen haben 24 Stunden, unsere Frauen haben 24 Stunden, mega erfolgreich haben 24 Stunden, die größten Loser haben 24 Stunden, jeder hat 24 Stunden. Das heißt, das kannst du nicht managen. Das ist einfach da, so wie wir die Luft einatmen. Das ist da.
Das kannst du nicht verändern. Was wir schon verändern, ist der Umgang mit uns selber. Manche nennen es dann Selbstmanagement oder Self-Care oder wie auch immer. Ich würde einfach sagen, die Zeit mit uns. Also wir können sehr wohl planen, wie wir mit uns selber umgehen und auch entscheiden, wo gibt es bei uns Grenze und wo gibt es keine Grenze.
Was passt für mich? Da kann mich tausendmal fragen, ich habe die Energie, aber was passt für mich auch nicht? Und darum das Thema Zeitmanagement sehe ich ein bisschen kritisch, gibt auch bei YouTube viele Videos, wie manage my Zeit. Du kannst die Zeit nicht managen. Und für mich ist halt Stress, wenn ich in eine Schiene komme, wo ich mich eingeengt fühle, dann entsteht ja Stress.
Und Stress ist für mich ganz was Individuelles. Man braucht nur daran denken, meine Frau, ist ja Amerikanerin, für die ist Weihnachten so, also gar kein Stress. Sie liebt es. Also bei uns wird das ganze Haus undekoriert, da schaut es aus, wie bei Kevin allein so haus. Und das ist für sie kein Stress.
Das ist fünf Tage lang, das ist in Dauerbefeuerung, 16 Stunden am Tag, da wird dekoriert. Also da muss ich schnell sein, sonst werde ich mitdekoriert. Und da wird gekocht und da wird auf für alle, alle sind bei uns, bis zu die Freunde. Es gibt bei uns sogar ein Friends Christmas Dinner. Also es gibt alles, ne?
Cool.
Meine Frau ist null in der Belastung, sie ist in der Freiheit. Wenn man das ganz sachlich sieht, ist es ein 16-Stunden-Tag, wo sie konstant im Husteln ist, konstant in der Arbeit. Also keine freie Minute. Und es gibt aber sicher irgendwo, hier in Österreich oder auf der ganzen Welt, ein Mensch oder viele, viele Millionen Menschen, wenn sie nur an Weihnachten denken, kriegen sie schon nur an den Gedanken dran, einen roten Hals, fangen zum Schwitzen an, weil für sie Weihnachten purer Stress ist.
Und was für den einen Stress bedeutet, bedeutet für den anderen Entspannung. Und was für den anderen Entspannung bedeutet, also auch umgekehrt, wo der eine sagt, ich sitze hier am Ufer und angelt drei Stunden und das entspannt mich, ist für den anderen, ich weiß nicht, beiße ich den Stein jetzt an oder nicht, weil der kommt mit der Ruhe nicht klar.
Also was für einen anderen Erholung ist, für einen anderen Stress. Darum, Stress ist schon etwas sehr Individuelles. Wichtig ist nur, dass man lernt zu erkennen, was sind meine Stressoren, was zieht Energie, was bringt Energie und wie gehe ich mit dem um. Das ist eigentlich alles. Und da sind wir wieder beim Selbstmanagement.
Ich muss mit mir selber in Frieden kommen, ich muss mit mir selber in Kontakt kommen, um zu wissen, was will ich und was will ich auch nicht.
Ja, und es gibt so die Care-Seite ein bisschen auch von dem, weil also man redet schon von High-Level Pressure und so weiter, jetzt im Job, und auch wenn du zum Beispiel Kinder hast oder sowas, von was da alles gemacht werden muss und die ganzen Dinge, um die man sich kümmern muss, dass das belastend sein kann.
Aber dann gibt es the other side auch who also the one wrote that Menschen überlasting and so pushen, that sie sich selber in eine Bürde bringen, die sie nicht haben. But auf the other side gibt es dann vielleicht auch so things who gerade bei der jungen Generation sagt man das manchmal ein bisschen so, wenn es um Arbeit geht und so.
That Leute sagen, okay, ich muss halt früher aufstehen und in der Arbeit sein und das triggert mich einfach so extrem, dass ich mit dem nicht umgehen. Und dass man angefangen hat, Stress so zu definieren, dass alles, was irgendwie ein negatives Gefühl bei mir auslöst, ist Stress. Absolut, absolut. Und natürlich, wenn man sein Leben so lebt, dann ist alles Stress.
Und dann ist man ständig in einem Wirbelwind von negativen Gefühlen. Und beides funktioniert nicht. Aber beides ist auch irgendwie falsch.
Ja, beides ist ungesund. Also die Bibel sagt mir, zumindest habe ich das oft gelesen, das finde ich super, aber mein Manager die Bibelstelle auch erzählt, der hat gesagt, interessant, der sagt uns, dass wir nicht lauwarm sein sollen. Und dass es kein Grau in dem Fall gibt. Es gibt schwarz oder weiß, es gibt kalt oder heiß.
Entweder du bist heiß für eine Sache oder du bist kalt. Und so dazwischen, das ist so, kennst du das, wenn da einen Händedruck gibt, so ein Schnitzel in der Hand oder so ein Nussknacker. Beide schlecht. Der eine bricht da fast die Hand und der andere denkst, okay, was ist hier los? So ein Schnitzel. Und beides ist komisch.
Es ist irgendwie nicht stimmig. Und ich glaube einfach, dieses Schwarz-Weiß-Denken ist auch manchmal wichtig und auch das nicht-lauwarm sein. Einfach klar zu sagen und lernen, zu mir zu stehen, das fängt natürlich bei uns wieder an und zu sagen, okay, das ist mir zu viel und das ist mir, das kann ich irgendwie absagen, da muss ich eine Grenze ziehen.
Oder das fühlt sich vielleicht so viel an, da muss ich mich selber überwinden. Also das eine wäre jetzt zum Beispiel, wenn passiert ja mir oft, jetzt heute gerade beim Herfahren eine Anfrage kriegt, wo er gesagt hat, du kannst mir das schicken, die E-Mail, da muss ich aber was zusammenstellen, da bin ich drei Stunden damit beschäftigt.
Und die meisten würden reagieren und sagen, ja, das hast du morgen oder Montag oder wenn jetzt ein Dienstag ist, das hast du dann morgen mittwochs. Und sie wollen das erfüllen, sie wollen dem gerecht werden, sie wollen die Personen enttäuschen. Aber wenn jetzt 20 solche Aufgaben pro Tag kommen und du weißt aber, der ganze Tag ist voll mit Terminen, voll mit Einsätzen, dann kannst du das nicht liefern.
Wann willst du das machen? Um eins in der Früh geht nicht. Und ich bin halt so ein Mensch, ich mache ganz klare Ansagen. Ich sage du, ich schicke dir das in den nächsten sieben Tagen. Wenn es nicht dringend ist, wenn die Welt davon abhängt, dann mache ich das früh. Aber wir sind ja nicht Superman, dass wir die Welt retten müssen.
Das hat schon Jesus für uns gemacht. Aber einfach das ist ganz klar, du, ich schicke dir das in den nächsten sieben Tagen. Und dann habe ich einen Puffer. Und in diese sieben Tagen, wenn ich es schneller schaffe, das, was ich heute versprochen habe, das werde ich jetzt heute am Abend noch ein bisschen bearbeiten, vielleicht Montag noch drüber schauen.
Wahrscheinlich schicke ich es sogar am Dienstag ab. Dann bin ich wesentlich schneller, wie ich versprochen habe. Aber ich habe diesen Druck nicht. Ich muss es heute noch wegschicken. Und mir kommt oft so vor, dass Leute so ein bisschen flapsig sind in ihre Aussagen. Es geht dann los so, wer möchte hier bei der Freiwilligen Feuerwehr mithelfen?
Ja, ich, ich. Denken aber nicht drüber nach, sagen einfach mal ja, sind aber dann nicht da. Was kommt dann? Schlechtes Gewissen, ich bin nicht da. Man fangt an mit Ausreden, man geht keine direkte Confrontation ein, man communiziert nicht, man schreibt eine WhatsApp-Nachricht, is ja einfach. Und alles beginnt, dass ich lauwarm war.
Weil ich damals beim Aufruf gesagt, I can not, is it vielleicht kurzfristig a little reibungsbewegung? Aber langfristig ist jeder glücklich damit und ich selber. Und das ist in dem Bereich. Der andere Bereich, was du beschrieben hast, ist dieser Bereich, dass wir schon eine Gesellschaft mittlerweile haben, wo alles zu viel ist und jeder hat ein Trauma und jeder wird getriggert und bei jedem löst sich irgendwas aus.
Aber die Dinge sind halt manchmal einfach zu lösen. Und mein Zugang ist immer, wenn du etwas machst, sei es ein Job, sei es eine Berufung, die du lebst, Mutter zu sein, egal was. Von dieser 100% Energie, die wir haben, bin ich immer der Meinung, sollten 80% grundsätzlich uns Freude bereiten. Aber die anderen 20% werden auch nie uns Freude bereiten.
Also ich muss ja für meinen Job viele PowerPoints vorbereiten. Jetzt kann man sagen, heute macht es die KI, aber auch die musst du ja irgendwie betreuen. Das ist ja auch nicht ganz von alleine. Oder Buchhaltung machen oder abbrechnen oder Mitarbeitergespräche, die schwierig sind. Das macht ja nicht wirklich Freude.
Aber sie sind part of the game. Ein Eisverkäufer ist ein toller Job, du machst Leute glücklich, aber jetzt tausend Eistüten wieder nachjustieren, ist sicher kein toller Job. Und das ist so, wir leben in einer Gesellschaft, wo alles irgendwie Spaß machen muss, in so einer Spaßgesellschaft und alles muss einen Purpose haben und einen Sinn haben.
Wichtig ist, du hast den Grundsinn, und da gibt es in diesem Grundsinn, in dieser Grundberufung gibt es einfach 20%, die nicht lustig sind. Und da wäre wichtig, dass man sich selber darauf trainiert und sagt, wie kann ich diese kleinen Dinge, die teils auch langweilig sind, großartig machen. Und dann erlebe ich wieder Freude.
Und dann auch überlegen, passt es zu mir, kann ich da mehr Energie reinstecken oder passt es gar nicht zu mir, könnte ich es vielleicht delegieren. Aber sich dem auszusetzen, wie du sagst, ist schon wichtig. Und sagen, okay, ich habe vielleicht, da steckt eine Angst dahinter, steckt eine Sorge dahinter, steckt vielleicht dahinter, dass ich ausgelacht werde.
Womöglich steckt sogar dahinter, dass ich Reue habe, dass ich es begonnen habe, was auch immer es ist. Aber einfach in das Tun zu kommen, ist halt schon balsam für die Seele. Anstatt dass wir grübeln drüber, nachdenken drüber, weil auch das erzeugt Stress. Etwas nicht fertigzustellen, erzeugt für unser Gehirn Stress, weil es ist immer in dieser Bearbeitungsmodus, es muss fertig werden.
Und alles, was unabgeschlossen ist, schaut irgendwie. Man kennt es auch so, wenn man durch die Landschaft fährt, super schickes Haus, sieht aus wie eine Villa, aber hat keinen Verputz drauf, seit fünf Jahren. Irgendwie komisch. Irgendwie denkst du jedes Mal, da passt das nicht. Und etwas wirklich abzuschließen, ist natürlich genauso wichtig, um Stress zu vermeiden, wie jetzt, dass man zu gewisse Dingen nein sagt.
Und wir leben schon in einer Gesellschaft, wo wir so viele Optionalitäten haben. Es geht ja los, wenn wir nur einen Joker kaufen, wo wir so viele Möglichkeiten haben. Und wir haben auch so viele Möglichkeiten in der Ausbildung, wir haben so viele Möglichkeiten im Berufsfeld. Aber einfach mal sich wo zu investieren und sagen, ich hau mich da rein und ich ziehe mal durch und ich schließe das ab.
Das brauchen wir schon eine Gesellschaft, die mehr Abschlüsse macht, mehr durchzieht. Ähnlich wie mit Partnerschaften. Es wird heutzutage bei WhatsApp Schluss gemacht. Jetzt brauchen wir nicht mehr mit der Reibung auseinandersetzen. Sondern, ich habe gerade im Auto jetzt zufälligerweise, hat es mal was herploppt, und dann bin ich auf der Rastation stehen geblieben und war auf Instagram und das ist jetzt auch ganz modern - dieses finde ich total crazy, wo dann Leute auf WhatsApp mit den Kindern noch nebenbei so ein riesen Drama machen und Telefonate führen, weil sie gerade jetzt die Scheidung hinter sich haben.
Und das finde ich auch so eine Pseudo-Hommage ans Leben. Also ich muss ja jetzt nicht Werbung machen, dass die Scheidung was Tolles ist, sondern eigentlich sollten wir versuchen, Dinge abzuschließen, den harten Weg auch mal zu gehen, mal durchzugehen durch eine stressige Situation. Und das ist genau das Gegenteil.
Es wird immer gesagt, hurra, heute ist mein Tag und nebenbei weinen die Kinder und dann heißt, jetzt bin ich wieder frei und jetzt bin ich frei und jetzt bin ich frei. Aber am Ende sind die Leute meistens, die ich kennengelernt habe, mehr gestresst wie vorher. Und zehn Jahre später sagen sie, naja, so schlecht war es ja doch nicht.
Und das ist genau der gegenteilige Stress. Das ist das, was du sagst, Dinge nicht fertig machen, nicht abschließen, nicht durchziehen, gleich mehr aufgeben. Das erzeugt genau denselben Stress. Weil die Person, die ihr heute bei Instagram sagt, ich bin geschieden, die wird aber irgendwann einmal die nächsten Wochen, Monate, Jahre wieder beim Kennenlernen.
Das Problem ist, sie nimmt sich selber halt wieder mit. Und sie wird wieder dort enden und weil rein zehn Jahre später wieder im Auto sitzen und irgendeinen Post machen, wo sie das macht.
Ja, ich meine, absolut diese Situationen gibt es schon immer wieder, wo Menschen in negative Verhaltensmuster dann reinfallen, Dinge gehen in zur Bruch und man denkt, die Situation war schuld, aber eigentlich ist es das Verhaltensmuster, was ich heute mit mir selber mit dabei habe, wo ich selber ungesund bin.
Aber was so interessant ist für mich, ist, dass Leute mit so Leute sind unterschiedlich belastbar. Absolut. And it's okay. But man sieht so in a Gesellschaft, dass Leute, die extrem belastbar sind anders viel machen. But all Leute, die wahre, can die selber problemen. And it is not abhängig from alles, wo man so super beschäftigt ist, sondern es ist die Frage of, wie du gesagt hast, the rhythmus, in dem ich diese Dings ange and the consequence, mit dem ich die Dinge angehe.
Dass ich bereit bin, ja zu sagen, wenn ich ja sagen soll und kann, aber auch Nein zu sagen, wenn es nicht gesund ist für mich, ja zu sagen. Absolut. Dass ich dann zu meinem Wort stehe. Und das sind Dinge, die wir verpassen, glaube ich, ein bisschen in unserer Gesellschaft zu lernen, weil wir sind, wir haben unser Augenmerk nur auf das Resultat und auf die Bergspitze.
Keiner interessiert so den Weg nach oben, aber jeder mag nur so ein Gipfelfoto sehen, gell? Ja, genau. Und das Leben funktioniert halt einfach nicht so.
Aber Social Media macht das ja so. Also jetzt würde man sich wirklich mal eine Woche vorstellen, nur in Österreich, wo jeder nur Sachen postet, die gerade extrem kacke sind. Das würde keinen interessieren. Und wenn es auch der Realität entspricht, würde jeder sagen, ja, das ist über dasselbe Problem, das mag ich ja gar nicht sehen.
Wir wollen ja nicht wirklich hinschauen. Wir wollen ja nicht wirklich sagen, ja ui, schau her, die macht nur ein Beispiel, letztes Mal den Butter gesehen im Internet, das habe ich recht lustig gefunden, er hat gesagt, ja, wer bin ich denn jetzt überhaupt? Ich mache meine Kinder seit vier Tagen Spaghetti mit Paste.
Bin ich jetzt die schlimmste Mom der Welt? Und dann, sie macht es dann noch ein bisschen krass, dass sie sagt, und jetzt schmiere ich mir einfach ein Butterbrot ohne irgendwelche Avocado, Bowls und Zeugs. Und die macht das ein bisschen auf Satire, aber ist irgendwie heilsam. Weil, wenn wir uns ehrlich sehen, wie viele Mütter und Väter gibt es da draußen, die wahrscheinlich jetzt am dritten Tag die Kids einen Täler-Spaghetti am Abend geben, weil sie um 19 Uhr aus der Filiale gehen oder aus der Bank oder aus dem Hotel, wo sie arbeiten, oder aus der Church oder aus meinem Job.
Und sie kommen um halb acht heim, sie sind fertig und die Kinder waren beim Fußballtraining und sie denken sich, was ist die einfachste Form, dank die Italiener, die ich jetzt kredenzen kann. Und das sind Spaghetti. Genau.
Ich habe das so gekannt, so von wenn du mehrere Kinder hast, beim ersten Kind machst du noch, was du so die Lach-Spaghetti und die ganzen. Und beim vierten Kind dann, dann sagt, was der eins von den Christen, hey, das Baby isst draußen, was der Dreck und so. Und du denkst, super, muss ich nichts kochen.
Heute alles gecheckt. Aber ich glaube, in diese Leichtigkeit, es sollte kein Dauerzustand sein, aber sollten wir ab und zu abdriften. Weil genau diese Leichtigkeit gibt uns wieder diese Ruhe. Und das ist auch, was du vorher gesagt hast. Ich glaube, warum können manche mehr leisten und zerbrechen nicht dran und warum zerbrechen manche Leute schon an Kleinigkeiten?
Das muss ja woher kommen. Wo kommt es meistens her? Aus Erziehung. Erziehung, Dinge, die wir erlebt haben, Dinge, die wir erfahren haben. In meinem Leben ja auch, war ja lang krank und 20 Jahre und es sind mir gesagt worden, das kannst du nicht, das kannst du nicht. Und da immer so ein bisschen die Komfortzone verlassen mit kleinen Babyschritten und sagen, ich probiere es mir aus.
Und ich probiere es vielleicht nur ein bisschen aus. Und das bisschen gibt mir dann auch diese Selbstwirksamkeitsüberzeugung, wo man sagt, ja, ich habe eine Idee, einen Geschmack, eine Erfahrung, mehr gewonnen. Ich kann irgendwie spüren, da könnte ich noch mehr. Und ich glaube, dass Menschen, die sehr stressresilient sind, immer diese Linie überschritten haben, aber eben nicht zehn Meter, sondern nur einen halben Meter.
Und ich glaube, wir neigen oft dazu, so wie meine Nachbarin jetzt gerade wieder irgendeinen Anflug hat, weil sie irgendwie so Crossfit-Training begonnen hat, sechsmal in der Woche, vorher komplett unsportlich, sage ich du, da wirst du wahrscheinlich in den nächsten zwei Monaten umfallen. Nee, nee, auf all-in, ne?
Mit den neuesten Schuhe, neuesten Outfit. Ich glaube einfach, es wird reichen, wenn es das einmal in der Woche macht, intensiv, sich nicht überfordert, nicht ausbrennt und dafür konstant die nächsten vielleicht fünf Jahre das machen. Aber der Mensch neigt dann immer dazu, sich so zu optimieren und das Beste rauszuholen.
Und heute ist ja alles schon ausgerichtet nach Effizienz. Man kann ja nicht im Fitnesscenter am Fahrrad sitzen und treten. Man muss nebenbei Diplomarbeiten schreiben und E-Mails beantworten. Und ich glaube, das ist einfach immer das dann, was zu viel ist. Und ich glaube, Menschen, die resilient geworden sind gegen Stress, die haben sich immer wieder diesen Ort gesucht, wo sie runterkommen können, bei sich bleiben, Zeit genommen haben für sich.
Das muss nicht lange sein. Also ich kenne einen Extrem Skifahrer, der macht so Freeriding. Der hat eine super Methode. Für sich ganz allein. Das ist nichts, was in einem Buch stand ist. Er hat gesagt, bei ihm ist es einfach ein Ritual, egal wo er ist, der ist ja sehr viel unterwegs in der Welt, macht die wildesten Dinge, ist auch viel in der Natur, aber auch in Großstädten.
Und er sagt, egal wo er ist, Punkt 16 Uhr, also nur weil es gar nicht anders geht, aber sonst Punkt 16 Uhr sucht er sich einen Platz, weil er steht um 5 auf und versucht 20 Minuten Powernap mit Wecker. Und er hat mir schon ein paar Fotos geschickt, das ist so lustig. Also mitten in Wien, ganz schnell einen Park sucht, hingegt.
Mitten auf der Piste, die Ski verkehrt, in den Schnee reingesteckt, so wie so eine Bank sieht das aus. 20 Minuten. Und er sagt, egal wo das ist, er versucht, und wenn es nur ein Sessley ist, irgendwo sich reinzusetzen, Augen zu und 20 Minuten wegdösen. Und er sagt, diese 20 Minuten, diese Zeit mit sich selber in der Ruhe, vielleicht auch im Gebet, kann jederzeit in der Firma wohin gehen und sagen, ich bin jetzt mal 10 Minuten weg.
Weil diese Zeit, die ich mir für mich nehme, diese Ruhe, dieser Frieden, das gibt mir ja dann wieder diese Leistung, resilient zu bleiben. Und sonst, irgendwann ist das Fass voll. Irgendwann kann einfach unser Gehirn dann immer mithalten.
Und das ist dann der eine Tropfen im Prinzip, der das Fass dann zum Überlaufen bringt, was dann aber niemand versteht, dass sich die ganze Zeit sich so was aufgestaut hat. Aber ich denke, also es erinnert mich an das, Jesus sagt in Matthäus 11: Come to mir alle, die muss ich ruhig giveahu. This is the one.
When I blasted, when I burnt out, and when I too train. But then we have my and learn from me. You will have ruined for your soul. It's a yoke is a grip that work to do. Absolutely, yeah. It's it is not from nix that ruhe comes, but it is the gemeinschaft with Jesus. We come to him beladen and belasting, and he gives us a more ruhe, which we brack.
And this is a dort back we can not im Stillstand bleiben and erwarten, dass es uns glücklich macht. Weil dieses Nix-Tun and dieses Ding nicht abschließen und so weiter, das macht uns genauso krank.
Das macht uns crazy. In einer gewissen Art und Weise, absolut.
Deswegen, wir nehmen sein Joch auf uns. Wir verbringen diese Zeit, wir gehen in seine Wege und leben das Leben durch diese Linse von seiner Lehre. Und er sagt, das ist eigentlich auch etwas, was beständige Ruhe danach bringt. Und also ich kann es schon viel relaten zu dem, was du sagst über, wir wollen dann so husteln und Sachen gleichzeitig machen.
Aber es erinnert mich an, wenn es zum Zahnarztgäst oder sowas. Immer bevor du zum Zahnarzt gehst, dann putzt du die Zähne. Wie warst du es die letzten drei Jahre nicht gemacht hast? Und mit Mund alles rauszuholen. Und du gehst mir dann dorthin und du kannst aber das Resultat mit einmal putzen, kannst du nicht aufheben.
Das stimmt. Also du musst beständig sein an dem. Und wenn die Beständigkeit fehlt, dann kann noch so viel mehr Extremmühe in den letzten Minuten das nicht aufholen. Und in dieser Beständigkeit, da ist ein Rhythmus drinnen. Und ein Rhythmus ist so etwas Gesundes. Es ist, was die einatmen, ausatmen. Jeden Tag dieselben Dinge tun.
Ich fühle mich, wie wenn du von dem reedst. Ich arbeite, ich suche mir eine Pause. Ich weiß, was mich stresst oder was mich belastet. Und das heißt nicht, dass ich mich dann verstecke for diesen Dingen. Aber ich suche mir immer wieder so den Moment der Ruhe, wo ich mich entziehe and wo ich meine Kräfte sammeln, damit ich wieder reingehen kann.
Ich mache das ganz oft zum Beispiel. Das erste ist, dass wir Frieden brauchen. And Frieden, weil es gibt ja viele Kurse, die dann auch staat in der Programmgestaltung, ihr werdet dort Ruhe finden. Ruhe ist ja nicht Frieden. Ruhe ist Ruhe. Also Ruhe ist die Abwesenheit von irgendwelchen lauten Geräuschen.
It reads keiner with me. Wenn ich da erinnere, wir sind in einem Tonstudio, da ist es allgemein gedämpfter, schalldichter. Da ist Ruhe. Und es gibt ja diesen Raum in Amerika, glaube ich, der gebaut war. Das ist der ruhigste Raum der Welt. Das ist ein Riesenraum, der ist so oft beschallt, and the schall wird rausgenommen, das ist zigmal gebolstert.
Das ist der ruhigste Raum der Welt. Da solltest du, ich war ja noch nie drinnen, anscheinend dein Herz richtig schlagen, hören. Und dieser Raum, habe ich gelesen im Internet, macht Menschen verrückt. Jetzt könnte man ja sagen, im Umkehrschluss, es ist Ruhe. Also eigentlich müssten da drinnen ja alle komplett happy sein.
Weißt du, was ich meine? Die müssten ja wirklich happy sein, richtig happy. Die müssten rausgehen mit so einem Grinser, aber die gehen eigentlich ängstlich raus. Manche da drinnen kriegen Panikattacken. Also es steht im Internet gut beschrieben, dass manche schon nach drei Minuten komplett abdrehen und Panikattacken kriegen, obwohl es ruhig ist.
Das heißt, was ihnen ja fehlt, ist der Frieden. Und Ruhe ist nicht Frieden. Du kannst an ein Ort sein, darum dieses Ganze, was oft Leute so sagen, ja, am Wochenende fahren wir in die Therme. Weil ich brauche wieder mal einen Frieden für mich selber. Oder ich muss runterkommen. Naja, dann sind es drei Tage in die Therme, sind dann zurückgekommen, fertig aus wie vorher.
Weil da dort ist ja auch Programm. Da musst du ja zu dem Sonne aufguss und dies und jenes. Da musst du das Essen essen, das Wasser trinken und dann ist Stress. Und ich glaube, diesen Frieden, den findet man, wenn man wirklich einmal bei sich ist, wenn man im Gebet, in einer Meditation zu sich kommt und sagt, was spüre ich gerade?
Was belastet mich, was beseelt mich? Was möchte mir der liebe Gott sagen in der Situation? Wenn ich jetzt wieder rausgehe ins Meeting? Du kannst ja das auf der Toilette auch machen. Sitzt da und hast mal kurz einen Ruhemoment und einen Friedemoment. Und ich glaube, diese Zeit nimmt sich keiner. Oder wenige, wenige Leute.
Ich mache das immer wieder, ich bin viel mit dem Auto unterwegs. Gerade vor zwei Wochen so gewesen war ich Richtung Deutschland unterwegs und da war der Chiemsee auf der rechten Seite. Und da habe ich gedacht, okay, jetzt bin ich schon eine Stunde viertel gefahren, irgendwie ein bisschen müde, habe jetzt noch drei Stunden, dann bin ich ganz schnell, Radstation, nach rechts abgebogen, Auto hingeparkt und bin ein bisschen runtergegangen den Weg direkt am Chiemsee und habe mich hingesetzt und einfach das Wasser beobachtet.
Herrlich, ich war tiefer entspannt. Und es hat nur 10 Minuten, 15 Minuten dauert, aber genau das sind die Momente, wo wir sagen, ich brauche, ich komme runter oder Mittagessen gehen in Firmen. Ich meine, ganz ehrlich, die Leute gehen miteinander Mittagessen, ist ja gut, ist ja teambildend, aber am Ende des Tages, was geht ab im Meeting, beim Mittagessen?
Es wird immer über die Probleme der Firma gesprochen. Also ich bin in so vielen Firmen und darf dann auch in die Kardine Mittagessen. Gestern war gerade wieder so Fall, du hörst nach links, du hörst nach rechts und es wird geredet, der hat das nicht gemacht, die haben das nicht geschickt, der Chef hat das falsch gesagt, hier ist er stand hier und da, also keine Mittagspause.
Es ist eigentlich ein nicht bezahltes Meeting. Schön, dass die Mitarbeiter weiterreden. Und das Joch, von dem du sprichst, also wenn wir den Frieden haben, ein Joch ist für mich, so wie du auch gesagt hast, schon, es klingt schwer, es klingt nach Arbeit, es wird dann raufgestulpt. Aber das Schöne ist, raufgestulpt ist ja nichts anderes, als es gibt einen Frame, einen Rahmen dafür.
Und dieser Rahmen, auch wenn es schwer ist ein bisschen, gibt mir eine Sicherheit, wenn diesen Rahmen, man könnte es auch Komfortzone nennen, können wir sicher agieren. Und der liebe Gott weiß halt oft, was der Rahmen für uns ist. Weil er weiß es eigentlich immer, was der perfekte Rahmen für uns ist.
Und dieser Rahmen, ich arbeite ja viel mit Spitzensportlern zusammen, weil wenn man sagt, ja Spitzensportler, die sind so anders und die sind Wundermenschen, nee. Die haben ganz klar, wissen die, wann Zeit zur Ruhe ist, dass sie Auftanken und Frieden bekommen. Bienen heißt Regeneration, Regenerationsphasen, Auftankphasen.
Das wissen die. Die wissen genau, nach einem sechs Stunden Hardcore-Training brauche ich jetzt nichts mehr machen. Das halten die ein. Physiotherapie und vieles mehr. Und dann wissen sie aber auch, dass nur dieses Joch, dieser Rahmen, jeden Tag gleich. Genauso für Müsli essen, das Einhalten an Nahrungsmitteln, dann dieses Grundcore-Training beachten, das zu tun ist, das jeden Tag immer wieder.
Genau das ist dieses Joch, das ihnen den Rahmen gibt, Bestleistung zu haben. Und dazwischen passiert nichts. Der kann anrufen, wer will, der kann sagen, wer was will. Und dasselbe kann man sagen, als Mutter vielleicht zu Hause, die zuhört, ja, ich bin kein Profisportler. Nee, du kannst, wenn das Kind im Kindergarten ist, statt am Handy zu schauen, was andere Mütter so treiben oder was die beste Freundin, ob die schon zurückgeschrieben hat, kannst du dir zehn Minuten eine Ruhezeit gönnen und dir absolut einen Rahmen für deinen Tag machen.
Weil die meisten reagieren ja nur auf Situationen, aber sie agieren nicht, sie reagieren. Es kommt ein Anruf rein, ich reagiere. Und statt zu agieren, das wäre die Möglichkeit zu sagen, ich habe einen Rahmen, ich habe einen Ablauf, und diesen Ablauf möchte ich heute, dass der passiert anders at angebot rauskommt.
Das würde uns glücklicher machen. But we hope from A to B to Z, von Z to A, and this macht stress, absolute stress.
Muss so sein. And I think we heard this year so when you one day iron in the lady gave me, what are the letztens, an die? It's not how viel I aren't, but many of the things that you really have for their life gehabt haben: Partner, Kinder, Familie, Freunde, solche Dinge. And eigentlich, also diese Gefahr bei diesem ganzen Selbstoptimieren and husteln, is that man these things a bit abschneidet.
And the Ziele, die man aber dann hat, sind so undefiniert. Weil es ist so, es ist nicht so, ich will ein guter Papa sein, or ich will ein guter Ehemann sein, oder was auch immer, sondern ich muss mehr Erfolg haben in diesem Bereich, ich muss keine Ahnung, ich brauche mehr Geld oder ich brauche mehr was auch immer.
Aber es ist so viel unterschiedliches Zeug dabei und ich muss so viel Unterschiedliches sagen. Wie du vorher gesagt hast, wir müssen um vier in der Früh aufstellen, drei Kilo Giasamen schon Intus haben und Macho-Tee bringen und weiß nicht. Da sind so viele.
Der muss auch richtig angerührt werden.
Aber es ist, wie wenn es in einem Wald, ich habe diesen Vergleich einmal gekauhrt. wenn es in einen Void gehst und du hast eine Axt, du kannst fünfmal am Tag gegen irgendeinen Baum halen und du sollst den Baum umfällen. Und jetzt gehst du aber jeden Tag zu einem anderen Baum und hast fünfmal dagegen irgendwie so.
Das geht gar nichts. Genau, und es passiert nichts, ja? Und es ist viel Bewegung und viel Chaos, aber es ist wenig Frucht. Und wenn ich aber stattdessen mich in diesen Rhythmus bewege und diesen Rahmen bewege, wie du sagst, in diesen Rahmen kann ich einpacken, was drin Platz hat. Und dann kann ich auch, dann habe ich Zeit für Arbeit, dann habe ich Zeit für, wisst ihr, so bewusstes Pushen, bewusstes Hustle.
Aber in meinem Rahmen ist auch drinnen Zeit für Ruhe. Weil niemand kommt zu einem Spitzensportler in der Regenerationsphase und sagt, hey, stehe mal auf, du fauler Hund. Macht ja keiner. Kein Mensch. Es ist wirklich eine Regel. Du weißt es, das gehört zum Prozess dazu.
Es kommt aber auch niemand, wenn er dann leisten muss und sagt, du entspann dich ein bisschen, sondern wird Druck aufgebaut. Jetzt ist just the time. Jetzt musst du angreifen. Da gibt es kein, wie geht's da jetzt? Zwickt irgendwas. Wie ist deine Gefühlsregulationslage? Nee, er muss leisten. Und das ist gesund.
Das ist absolut gesund. Es gibt Momente für Leistung, es gibt Momente für Entspannung. So wie ein Bogen. Ein Bogen ist dafür da wirklich Kraft zu übertragen und den Pfeil rauszuballern. Aber am Bogen muss man auch, also wenn es wirklich ein Sportbogen ist, hat man mit einem geredet, der sich in einem Sportbogen vereinigt, der hat gesagt, du musst wirklich diesen Bogen immer wieder entspannen, weil sonst irgendwann diese Sehne oder wie das heißt beim Bogen reist.
Obwohl die viel aushört, du kannst tausende Schüsse machen mit dem Ding. Aber wenn die auf Dauerspannung wäre, würde sie faserig werden und reißen. Und das ist eine schöne Metapher, finde ich, für unser Leben, zu sagen, ja, manchmal müssen wir einfach diese Entspannung auch zulassen. Und ich glaube, dass in unserer heutigen Gesellschaft, man braucht sie nur schauen, Arztpraxen, wenn man wartet, ein Shop, steht man drin und wartet.
Es gibt ja keinen mehr, der nicht in dieser Wartezeit sofort das Handy rausnimmt. Weil dadurch werde ich bespielt, werde ich bespaßt, kann ich mir zumindest von anderen das Leben anschauen, wie toll das ist, aber brauche ich mich nicht mit mir beschäftigen. Und ich glaube, manchmal sollten wir einfach in einen Warteraum innehalten und sagen, wie geht es mir gerade?
Was brauche ich heute noch? Was möchte ich jetzt, was wäre mein nächster Schritt? Jetzt fahre ich nach Hause. Was möchte ich da machen mit meinen Kindern? Was tut mir gut, was tut ihnen gut? Einfach diese kurze Überlegung inhalten. Aber am Ende sind wir am Handy, scrollen, ziehen wir durch, zehn Minuten später kommen wir dran.
Und dann haben wir wieder Stress, weil dann brauchen wir irgendetwas. Und das ist ungesund. Das ist einfach absolut ungesund.
Ich finde das cool, so im Leben von Jesus, wo er bevor er seinen Dienst begonnen hat, er war ja 30 Jahre absolut unbekannt, macht gar nichts, heilt niemanden, rettet niemanden, predigt nichts anderes hidden. Keiner bekommt einen Miet. And then lässt er Taufen in Jordan, and the Himmel öffnet and the Heiliger Geist comes here, and God spricht with an hörbar and says, My beliebter sohn, der I will say the boy, der nichts gemacht, der noch nichts geleistet hat, der noch gar nichts done hat.
Absolut. And that is beliebt for where he is and not for what he got. This is for me often so a punch to rule bringen. Ich habe viel zu tun and it is a berg on things that I erled and things that I eran möchte. It's that I think God before ich gemacht. And auch wenn ich nichts mehr machen würde, würde ich mich trotzdem lieben.
Absolut, absolut. And Jesus hat sein Leben auch für mich gegeben. So wie wertvoll ich bin für Gott. Einfach nur weil ich bin und weil ich sein Sohn bin. And ich glaube, dass da auch für mich ein bisschen ein Frieden drin ist, wo ich, was da in Zufriedenheit steckt, das Wort Friede auch drin. Ich kann zufrieden sein in der Situation, in der ich jetzt gerade bin, weil nichts, was ich tue, macht mich besser oder wertvoller vor Gott.
Absolut. Und da finde ich diese Zufriedenheit für mein eigenes Leben und da ist Friede heute auch drinnen.
Aber ich glaube, genau durch diesen Frieden kannst du die Dinge wieder tun und resilient sein. Weil du halt sagst, ich bin okay mit mir selber. Es gibt ganz viele Menschen, die ich kennengelernt habe, wo ich mir immer denke, was streuen die aus? Die sind total bei sich. Die sind nicht woanders. Die sind absolut bei sich, die mögen sich, die sind auch im Klaren, was sie heute getan haben, die sind im Klaren, was sie morgen tun, die sind im Klaren, was sie nächste Woche tun.
Und die haben nicht diesen Wunsch oder diese Sehnsucht, dass sie die Bestätigung von jemandem brauchen. Und die sind meistens die interessantesten auf einer Feier. Die strahlen was aus und ich glaube, ich weiß es nicht, aber es ist Friede. Friede mit sich, Friede mit ihren Projekten, Friede mit der Art und Weise, wie sie leben und arbeiten.
Und das war's. Also ich war mal, ich bin kennengelernt auf einer so ein Privatbauernhof ist, dass die halt immer wieder mal so Kurse anbieten für Spitzenmanager. Die dürfen dann da den Hang entlang mähen oder sonst so Geschichten. Und da haben sie auch diesen Bauern gefragt, was ihm glücklich macht. Und er sagt, naja, ich mache glücklich, dass er weiß, dass die Natur gewisse Zeiten einmal vorgibt.
Also er kann einfach zu gewissen Zeiten gewisse Tätigkeiten und Arbeiten nicht vollrichten. Und ich macht auch glücklich, in diesen Zeiten mitzugehen und die Dinge abzuschließen. Weil er sagt, wenn er jetzt bei seiner Kühe nur die Hälfte high gibt, dann wird es in einem Tag nichts bewirken, aber in einer Woche wahrscheinlich ein Desaster.
Und er mäht halt die Wiese dann, wenn sie zu hoch ist und nicht, wenn es gerade einen Zentimeter hoch ist. Also er geht mit diesen Naturgegebenheiten mit und das macht ihm ruhig und besonnen. Und er braucht nichts sonst nur zusätzlich. Und ich glaube, jetzt haben wir nicht auf einer Alm, aber bei uns gibt es auch Naturgegebenheiten.
Es gibt die Früh, es gibt den Mittag und es gibt den Abend. Und der Mittagspause heißt Mittagspause. Früh heißt, dass etwas in mir stehen ist und am Abend macht man einen Abschluss. Und statt dass man jetzt zum Beispiel am Abend aufs Handy schaut, wäre jetzt einmal gut der Ansatz zu sagen, was ist mir heute gut gelungen, was habe ich gelernt, was möchte ich morgen schaffen.
Und in diese Ruhe, in Ruhe den Tag abschließen und in Ruhe am nächsten Tag den Tag wieder beginnen. Und die meisten beginnen ja den Tag, indem sie aufs Handy gleich mal schauen. Also gleich mal die volle Tröhnung, weil man muss ja die App anschauen, welches Wetter das ist, statt dass ich zum Fenster gehe, rausschaue und das Wetter sehe.
So Wunder, Wunder, Wunder. Ja, genau. Ausverstand lässt grüßen. Also gehe ja, ich sehe ja, dass es draußen 35 Grad hat und es wird wahrscheinlich halt so bleiben. Und auch das kann ich nicht beeinflussen und auch die App nicht. Oder statt dass ich jemanden eine Nachricht schreibe, könnt ihr denen einmal warten, ich treffe es mir in der Firma und ihm persönlich sagen.
Und ich glaube, das sind alles so Stressoren, so ganz kleine Mikrostressoren, die langfristig schon einen Effekt auf uns haben.
Genau.
So kleine Nadelstiche. Ja, ja.
Das ist ein guter Vergleich, ja, kleine Nadelstiche. Und das mit dem Handy ist auch ein ganz praktischer, wichtiger Punkt, weil so viel wird bestimmt von unserem Tag, von dem Ding.
Ja, ja, absolut.
Und das ganze Leben ist drinnen. Und ich habe so ein Meme gesehen, wo gestanden ist, ich kann nicht schlafen. Ich frage mich, ob es mir helfen wird, wenn ich in dieses kleine Rechteck in meiner Stunde reinschaue, wo die ganze Information der ganzen Menschheit drin ist. Aber es ist klar natürlich, dass das nicht hilfreich ist.
Aber auch die Dinge, die wir da sehen, ist nicht oft unbedingt die ganze Realität. Es ist nicht das ganze Bild, sondern es ist.
Ich habe ein gutes Beispiel, weil jetzt im Sommer war ich in den USA wieder und wir waren in Yosemite Park und sind mit so Floaties diesem River entlang gefahren. Und da ist man ja gefühlt vier Stunden unterwegs. Und wir haben die Handys auch natürlich dabei gehabt, weil wir vom Auto raus vorher wandern und dann diese Floy-Geschichte gemacht haben.
Und es ist halt wunderschön, du siehst absolute Natur, du bist direkt bei der Natur, bei den Bergen, bei den Wälder, aber halt im Fluss. Und der Fluss hat nur einen Meter tiefer, der ist jetzt auch nicht gefährlich und du treibst. Und für mich war halt klar, wie ich da hingekommen bin. Als allererster muss ich einmal, wenn ich loslege, das aufnehmen.
Das heißt, ich muss irgendwann mal spüren, was mache ich jetzt gerade. Und habe mir wirklich selber sozusagen beim Finger gekniffen und bei den Ohren gezogen und gesagt, jetzt wird kein Foto gemacht. Jetzt lass dich einfach mal mit dem, was da ist, treiben. Und das habe ich eine halbe Stunde gemacht.
Dann haben wir eben so eine Zwischenpause gemacht. Du kannst dann immer wieder raus dich treiben lassen am Ufer. Da haben wir dann Seil am Baum montiert, da haben die Kinder so geschwangen und sie rausköpfen können. Und es war super cool. Da haben wir gedacht, jetzt ist eine gute Zeit, jetzt mache ich mir ein Foto und mache mal ein Video, wie die Kinder da rausschwingen.
Vielleicht einmal frage meine Frau, ob wir gemeinsam ein Foto machen. Unser Sohn hat ein Foto von uns gemacht. Und es war genau die richtige Zeit, weil ich war dann in so einer Entspannung. Ich habe vorher alles gesehen, ich habe das Wasser gefühlt. Ich habe mir gedacht, so kalt ist das ja eigentlich gar nicht, obwohl es auf Fluss ist.
Ich habe diese ganzen Yosemite Park, die Berge, die Wasserfälle, ich habe alles beobachten können. Und da haben wir gedacht, das ist toll und habe das einmal erlebt und dadurch bin ich in die Ruhe gekommen. Und dann haben wir gedacht, jetzt ist die Zeit, jetzt bin ich ruhig, jetzt bin ich gechillt, jetzt mache ich ein Foto.
Und dann haben wir zwei, drei Fotos gemacht, dann sind wir so ein paar Meter weiter, da haben wir dann die Wasserfälle gesehen, haben auch ein Foto gemacht und dann habe ich gedacht, gut, jetzt habe ich ungefähr 20 Fotos auf meinem Handy. Ich habe von jeder Situation nur zwei gemacht, nicht 35, weil sonst sind wir wieder gestresst, weil man alles löschen muss.
Und dann haben wir denkt, ja, und jetzt ist die Zeit für die Fotos und dann habe ich das Handy wieder weggepackt und habe wieder zwei Stunden die Fahrt genossen. Und ich habe das beobachtet, weil manchmal überholen dann Leute, die halt selber ein bisschen mitbatteln und so. Und die meisten haben ständig ein Handy in der Hand.
Und die meisten glaube ich, dass die mit ihren mit ihren eigenen Augen das gar nicht wirklich wahrgenommen haben, sondern immer durch den Blick durch die Linse, den Blick durch das Handy. Und das kann uns nicht zufrieden machen, das kann uns nicht runterbringen. Und den einen hat es dann gestresst, dass er sein Sohn ein Foto macht, den Sohn hat es dann reingewuselt ins Wasser, dann haben sie gesagt, nein, du musst die links stellen, du musst die rechts stellen.
Das ist ja Stress. Das klingt ja schon nach Stress. Und das sind, glaube ich, diese Momente, wenn du jetzt zurück bist und sagst, wie war der Yosemite Park? Manche kommen zurück und sagen, es war entspannend, es hat mir Kraft gegeben, ich habe was Schönes gesehen, ich habe die Schöpfung Gottes bewundert.
Und manche kommen zurück und sagt, ja, ich sag dir jetzt 580 Fotos. Aber der war nicht wirklich da. Und ich glaube, oft im Leben sind wir nicht wirklich da. Oder wenn du Menschen fragst, ich mache das oft in meine Seminare, wie schaut ihre Uhr aus? Ja, ich habe eine digitale Uhr oder ich habe, weiß ich nicht, bei den Manager ist oft Rolex und Breitling.
Okay, und hat es Ziffern oder sind es römische Zahlen oder normale Zahlen? Ja, boah, weiß ich, ist der Zeiger gelb, rot? Hat er vorbei da keine Farbe? Ist der Sekundenzeiger überhaupt, gibt es einen Sekundenzeiger bei ihrer Uhr oder nicht? Und interessanterweise können die Leute mir das nicht beschreiben.
Wir schauen aber jeden Tag auf die Uhr.
Okay.
Das macht mich nachdenklich. Wir sehen jeden Tag etwas vor unseren Augen, wo Gott uns eine Schöpfung zeigt, wo Gott uns Frieden schenken möchte. Wir sehen jeden Tag unsere Kinder, unseren Partner, unsere Kollegen, aber eigentlich sehen wir nichts, weil wir so im Stress sind.
Ja, das ist wirklich, das ist ein guter Punkt, also das ist ein guter Vergleich. Die Dinge, die wir, die wir jeden Tag sehen und aber nicht wahrnehmen. Genau. In der Größe und in dem Gewicht. Was sie eigentlich für unser Leben haben, weil das sind ja auch die Dinge, die wir mitnehmen.
Sehen und Wahrnehmen ist wie Stille und Frieden. Ich sehe etwas, ja, ich sehe gut, das ist ein Wasserfall. Oder ich sehe, ich bin im Fluss. Aber wahrnehmen bedeutet, wie fühlt sich das Wasser auf meiner Haut an? Wie lacht mein Sohn gerade wirklich? Ist der Mund wirklich weiter nach oben? Was würde man gerade sagen durch seine Augen?
Das ist wahrnehmend. Und ich glaube, das ist, wie Gott auch uns sieht, er nimmt uns wirklich wahr. Und er schaut nicht einfach hin und sagt, das ist der Mensch, sondern er nimmt uns wahr und ich glaube, dieses Wahrnehmen von Menschen, von uns selber, auch wenn wir in einer Kirche kommt, das ist ein Begrüßungsdienst, das ist mehr wie wir ihm nur die Hand geben und schön lächeln.
Es ist den anderen Wahrnehmen, was bringt er gerade mit? Ist er geknickt, schaut er nach unten, schaut er nach oben, ist er freudig, warum ist er freudig? Lacht das Kind, lacht das Kind nicht, das ist Wahrnehmen. Und das schafft Frieden die Wahrnehmung.
Ja. Na, das ist voll gut. Also da kann ich mir auch voll viel mitnehmen, von dem, dass diese kleinen Momente auch nicht schnell vorbei huschen zu lassen. Das hört man ja auch immer von Leuten, die schon erwachsene Kinder haben uns. Ich habe ja kleine Kinder und manchmal, wenn du kleine Kinder hast, dann denkst du, heute ist laut oder es ist crazy, es ist chaotisch, was auch immer.
Und dann, wenn du aber Leute hast, wo die Kinder erwachsen sind, ausgezogen sind, das, was sie am allermeisten vermissen. Die Zeit, die für so junge Eltern so am alleranstrengendsten ist, ist genau das, was sie am allermeisten vermissen.
Ich habe beides schon erlebt und mir ist es auch so gegangen. Also ich glaube, ich habe ganz gut geschafft, aber es hat schon Momente gegeben, bin ich ganz ehrlich, jetzt auch hier im Podcast, wo ich halt einfach das Klavierkonzert verpasst habe. Aber nicht wirklich verpasst, weil ich keine Zeit hatte, sondern weil ich mir die Zeit nicht genommen habe, weil die Excel-Tabelle in der Firma gerade so wichtig war.
Und ich glaube, ob jetzt eine Excel-Tabelle dauerhaft und glücklicher machen, das verzweifle ich. Aber ich habe bei diesem Klavierkonzert bei unserem Sohn dann gefehlt. Oder bin oft auch zu spät gekommen. In der Hoffnung, dass er nicht merkt, dass ich zu spät bin. Also bei meinem kleinsten Sohn bin ich all in.
Also ich schaue, dass ich das wirklich aufsauge und erlebe. Und oft sind wir am Ende wirklich schlau, aber ich denke, wir können sehr wohl immer wieder drauf hinschauen und sagen, okay, wenn ich es eh schon weiß, noch mit dem Blick drauf, bin ich jetzt da achtsam, nehme ich den anderen Person wahr, nehme ich mich selber wahr, spüre ich da etwas?
Oder ist es einfach nur ein Event wie vieles andere? Und heute ist alles erwähnt. Jeder Post ist erwähnt, jede Einladung, alles muss ein Projekt, ein Event sein. Aber einfach mal sein ist auch wichtig.
Das stimmt. Und ich glaube, es ist gut, einfach auch immer wieder so erinnert zu werden an dem, weil das Leben ist, wie es ist und es ist ein Hustle und es ist ein Dauerlauf. Und man kann auch einfach unabsichtlicher in diese Dinge reinfallen. Das meint man nicht besser, aber man kann einfach einfallen durch Unachtsamkeit und dann ist man in dem Hamsterrad drin und glaubt, ich habe keine Zeit oder ich muss, was die husteln und immer.
Und eigentlich, was der verpasst dann, also diese Erinnerung zu hören, dass man sagt, hey, pass auf, die Zeit, in der du lebst, den dort hast du, der kommt nicht wieder.
Ja, ja, genau. Meine Frau und ich haben einmal so ein Experiment gemacht, das war total witzig, das haben wir uns einfach selber so spontan irgendwie ist uns eingefallen, dass wir ein Jahr lang, wir haben lauter so vorgefertigte kleine Zettel mit so Biermarker beim Bierzelt. Und die haben wir abgerissen und wir haben einfach gesagt, jeder muss für den anderen jeden Tag draufschreiben, warum er ihn liebt.
Und der Satz, ich liebe dich, gilt nicht. Das muss ein Grund sein. Also nicht jetzt 220er Mal, I love you, I love you, I love you. Und wir haben das in eine Box reingesteckt und das war einfach super, weil meine Frau hat zum Beispiel da was geschrieben, was ich eigentlich gar nicht so selber beobachte.
Sie hat zwar geschrieben, ich liebe dich, weil du immer dafür sorgst, dass ich genug Luftdruck in meine Reifen beim Auto habe. Und für mich war das so was ganz was. Naja, macht man halt. Als Mann macht man das und natürlich, man kann es ja selber als Frau auch machen. Aber wir sind halt schon lange verheiratet und ich mache das auch gern.
Und für mich ist es so eine Banalität, das ist überhaupt nicht relevant. Das mache ich so, wenn ich mit ihrem Bus jetzt so einen Lieferbus, weil sie ihre Kunstwerke immer ausliefern. Und wenn ich mit dem Bus mal fahre, irgendwas selber zum Wirtschaft zu bringen oder ausliefert, dann fahre ich halt zu einer Tagesstelle und mache das schnell.
Aber mich hat das wirklich berührt, so die Achtsamkeit, sie sieht das. Und ich glaube, so sieht Gott uns. Er sagt, das hast du super gemacht. Du hast Luft in die Reifen gemacht. Oder Luft in die Gemeinde reinmacht. Und das macht uns schon dann besonders und das ist das Hinschauen, Kleinigkeiten. Oder ich habe dann aufgeschrieben bei meiner Frau, das war was für mich, was man gar nicht so sieht im Alltag, dass sie immer drauf schaut, wenn ich Eiswürfel im Glas habe für meine Rebool, dass ich genug Eiswürfel habe.
Ist doch herrlich. Ist cool. Ist echt cool. Und so sich da mal hinsetzen und überlegen, was ist eigentlich da am Tablett? Was habe ich eigentlich?
Und wir haben viel. Und da kommt diese Dankbarkeit dann auch wieder. Und Dankbarkeit macht wirklich das Leben glücklicher, natürlicher.
Aber es bringt uns an, das haben wir wieder bei der Selbstoptimierung, wenn ich jetzt mir beim Bookstore ein Dankbarkeitstagebuch kaufe, mega fancy und stylisch und jeden Tag bin dankbar für und ich schreibe tausendmal das gleiche auf. Ich muss ja das auch sehen, ich muss sagen, für das bin ich dankbar und dann muss ich aber hinschauen.
Genau.
Was ist es genau? Weil sonst ist es nur wieder eine Liste in der Do-Do-Liste.
Zweischneidig. Ja, ja, ja.
Sonst ist es ein Do-Do in der Do-Do. Sonst habe ich es gemacht, dass ich es gemacht habe. Also macht dann gar keinen Sinn. Sondern wenn dankbar, es reicht ja eines in der Woche, aber das wirklich wahrnehmen, das habe ich.
Voll gut. Richtig cool. Ja, cool. Hey Alex, ich sage vielen Dank für das Gespräch. Und da ist jetzt wieder mega viel drin, was ich mir mitnehmen kann. Aber ja, ich finde das echt so besonders und so wertvoll und hilfreich. Weil das ist etwas, was alle von uns irgendwie betrifft. Und auch viele von den Dingen, die wir gesagt haben, jetzt habe ich ganz praktisch auch mit dem Handy und Kids und all diese Sachen.
Das ist so, das ist so wichtig. Und genau, also vielen, vielen Dank fürs Kommen. Ich sage danke. Ich sage Danke, danke. Schön war's. Liebe Leute, danke fürs Dabeisein und wenn du etwas ergänzen möchtest, wenn du uns deine Meinung hören lassen möchtest, dann schreib es in den Kommentaren. Abonnier unseren Kanal, gib uns ein Like, all diese Dinge.
Und wir freuen uns auf die nächste Folge. Bis bald.