Stark für Kinder· Folge 29

Dein Kind ist genervt? Dann machst du's richtig

Mittwoch, 7. Oktober 2026 · 28 min

MP3

Shownotes

Was, wenn dein Kind von dir genervt ist? Ist das wirklich ein Zeichen dafür, dass du etwas falsch machst?
In dieser Folge sprechen Daniel und Jana über die Seiten des Familienalltags, über die wir oft nicht so gerne sprechen: unterschiedliche Bedürfnisse, Streit, Genervtheit, Stress und die Momente, in denen einfach nicht alles harmonisch läuft.
Dabei geht es um die Frage, warum Konflikte und Reibung nicht automatisch etwas Schlechtes sind und weshalb es manchmal sogar wichtig ist, dass Eltern ihre Grenzen zeigen und Kinder nicht mit jeder Entscheidung zufrieden sind.
Daniel und Jana erzählen aus ihrem eigenen Familienalltag und sprechen darüber, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Bedürfnisse innerhalb einer Familie wahrzunehmen, miteinander ins Gespräch zu gehen und immer wieder einen gemeinsamen Rhythmus zu finden.
Denn eine glückliche Familie bedeutet nicht, dass immer alle gut gelaunt sind. Es geht vielmehr darum, auch dann miteinander verbunden zu bleiben, wenn es mal kracht.
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

speaker-0: als ob unsere Kinder nicht genau die gleichen Herausforderungen und menschlichen Situationen hätten wie alle anderen Kinder.

speaker-1: Wie startet man dann in den Tag? Was wünscht man sich in dem Moment für die Familie, für die Kinder? Und das ist ja bei uns auch ritualisiert. Also bei uns werden die ja sechs, kurz zwanzig geweckt. Einige Kinder werden noch früher geweckt. Warum muss man das machen?

speaker-0: Für die Muss mein Familienalltag eigentlich immer schön sein? Genau ⁓ diese Frage soll es heute im Podcast gehen. Frühstück, Schule, Arbeit, Hausaufgaben, Termine, Abendessen und zwischendurch soll man bitte noch immer diese wunderschöne Familienzeit genießen. Ohne Streit und Stress natürlich, ist klar. Aber ganz ehrlich, oft ist Alltag einfach Alltag. Muss sich Familie eigentlich ständig besonders und harmonisch anfühlen, damit Kinder eine gute Kindheit haben und wir eine glückliche Familie sind? Muss Alltag schön sein?

speaker-1: Also wenn ich morgens aufstehe, habe ich in meiner Anzahl Familienmitglieder und Menschen, die ja in dem Haus sind, der Ziffer, die sich da definiert, fünf Familienmitglieder und die sind geführt alle keine Frühaufsteher. Also jeder, der morgens in dieser Familie das Bett verlässt, verlassen darf, verlassen muss, ist liebevoll zu wecken.

speaker-0: Und du selbst bist ja sehr... wach.

speaker-1: Bin super wach morgens ja, auch gerne wach. Aber ich mache auch morgens gerne Dinge. Für mich zum Beispiel würde ich gerne Sport machen und würde mich richtig so in den Tag hinein bewegen. Aber dann kommt das Leben. Dann kommen die Menschen, die man alle weckt. Und du bist ja auch einer davon, man wecken muss. Wirklich wecken muss.

speaker-0: Die Diskussion hatten wir witzigerweise gestern Abend. Das Muss, dem würde ich widersprechen, den du offensichtlich wecken möchtest, weil, Jana, ich weiß nicht, ob du diese neumodischen Dinger kennst, die nennt man Handy und die klingeln.

speaker-1: Ja, die haben auch lange Snooze-Funktionen.

speaker-0: Das ist richtig. Das heißt aber, der Wecker klingelt nicht so wie du ihn dir vorstellst.

speaker-1: Das muss ganz klar geführt werden. Manchmal darf man Gespräche führen und manchmal muss man Alltag führen. Und da wird geweckt.

speaker-0: Ja voll, ich finde das auch super. Du bist die beste Weckerin der Welt.

speaker-1: Und sonst wird es nach hinten raus einfach unangenehm stressig. Und das mag ich nicht. Und da ist meine Vorstellung vom Alltag wäre, ich würde einfach die Kinder wecken und man müsste keine zweite, dritte, vierte Runde einläuten. Aber das muss man halt, weil das dazugehört. Und das ist für mich ein ganz wichtiges, verbindendes Alltagsstückchen. Also das ist ein Stück Alltag, der bei mir Dazu gehört, ich liebe das, das zu gestalten. Also das ist ja bei mir auch immer was anderes. Die Kinder sind da schon auch, dass die sich freuen, egal wo wir uns befinden, weil sie dann wahrnehmen, okay, der Tag beginnt. Und das braucht manchmal ein bisschen Zeit.

speaker-0: Das heißt aber, diese Situation ist für dich jetzt quasi nicht, wenn wir jetzt mal harmonisch so ein bisschen im Einklang nehmen. Im Einklang mit deinem eigenen Rhythmus ist das nicht, weil du wärst anders. Das heißt also, das ist quasi für dich so gesehen ja nicht harmonisch. So ein bisschen übertrieben jetzt, ne?

speaker-1: Ja, also es ist ein Rhythmus, man kreiert, aber er würde nicht in deinen eigenen Lebensrhythmus passen. Aber man ist ja nie allein. Das finde ich ja auch immer so spannend an Alltagsgestaltung. bist einfach nie allein. Und wenn du allein bist, dann beschäftigst du dich meistens mit jemandem etwas anderem. Und in diesen Moment des Alleine-Seins zu kommen, der ist ja selten in einem Familienalltag. Ja. Und das mag ich übrigens auch sehr, weil ich habe jetzt auch keine Sehnsucht nach diesem Moment des Alleineseins, weil den kann ich mir überall kreieren. Ich kann mich genau in dem Moment, wo ich für mich weiß, gleich geht der Tag los, unten in die Küche setzen, zehn Minuten meinen Kaffee trinken und mir zehn Minuten den Moment kreieren, den ich brauche, ⁓ dann zu wissen, dann geht's los. Und dann ist, ich liebe es einfach, die Kinder zu wecken. Jetzt, wenn der Herbst kommt, dann mache ich immer die Fenster auf und sag dann immer so, guck mal, vollfrische Luft, so fühlt sich die an. Dann gehen die Rollos hoch, dann weckt man mit Musik, mal mit was anderem, mal mit Kitzeln, mal mit irgendwas und die Kinder mögen das einfach.

speaker-0: Ist denn aber dann in dem Moment, wenn du ... was ich rausführe und so bisschen rausarbeiten möchte, du bist eigentlich in einem unharmonischen Moment, weil der gar nicht im Einklang mit deinem Rhythmus steht, aber du empfindest trotzdem Freude daran. Und machst da was draus, was dir Spaß macht. Du könntest jetzt ja auch hier sitzen und sagen, das ist so nervig und die müssten sich jetzt alle mal an mich anpassen. Und Daniel, mein Partner, wieso ist der nicht genau wie ich? Aber das machst du ja nicht. Ist das schon vielleicht so ein erster Tipp oder anders gesagt, wie würdest du, wenn du daraus einen Tipp machen müsstest für Leute, was wäre dann der Tipp, ⁓ mit solchen Situationen so umgehen zu können?

speaker-1: Beobachten, einordnen und dann einen Impuls geben. Also ich beobachte ja die Situation morgens auch. Ist jetzt auch nicht so, dass ich jetzt jeden Morgen, wenn ich mir vorstelle, ich würde dich jeden Morgen kitzeln. Da würdest du glaube ich denken. Ist nicht gut. Mach das nie wieder, Jana!

speaker-0: Nee, also Kitzeln morgens, finde ich, ist sehr unangenehm. Mein Sohn hat letztens, ich weiß nicht, ob das gehört hast, der fragte mich letztens ganz ernst, so süß, Papa, warum kannst du eigentlich so gut kitzeln? Und ich so, poch, weiß ich nicht. Und dann hab ich so gemacht, das kennt man ja manchmal, ich bin nur in die Nähe gekommen, so war so drei Zentimeter vom Körper entfernt und trotzdem konnte ich ihn sozusagen kitzeln.

speaker-1: Verkleid für mich alles, was in meinem Kopf ist.

speaker-0: Ja, was ist das für ein Ding? Jeder hat ein Talent.

speaker-1: Und hier kommt der Familienkitzler, Daniel Tudeck. kann sehr gut kitzeln.

speaker-0: Ich möchte allerdings nicht kitzelnd geweckt werden von dir. Lass uns aber mal weiter reingehen. Wir haben den Vormittag jetzt.

speaker-1: Ich mag das aber noch abschließen, weil dieses kurz beobachten, ist eigentlich wie drauf, ist ja auch eine erste Kontaktaufnahme für den Tag. Und da hat jeder eben auch seinen Körper und seinen Geist dabei. Und bei dem einen dauert es manchmal lange, der braucht dann nochmal dieses Dreimalwecken. Und dann ist ja die Frage, wie startet man dann in den Tag? Was wünscht man sich in dem Moment? Für die Familie, für die Kinder. Das ist ja bei uns auch ritualisiert. Die Kinder kommen dann runter, die haben oben wirklich dann ihren Rhythmus für sich, machen sich fertig und wenn sie dann da sind, dann beginnt ja eigentlich die zweite Runde. Genau. Weil dann sind alle ein bisschen wach. Die ersten Worte werden gesprochen.

speaker-0: Und jeder hat eine andere Vorstellung davon, wie Wachheit am Frühstückstisch aussieht.

speaker-1: Und jeder stellt sich dann den Tag auch vor. Und da beginnt ja auch schon die Arbeit.

speaker-0: ⁓ das aber auch nochmal auf das Thema zu führen, muss mein Familienalltag immer schön sein. Das klingt ja jetzt erstmal aber alles schön. Also von außen betrachtet ist das hier jetzt erstmal alles, also ich glaube für das, was manche andere erleben, schön. okay. Geh da mal ruhig rein einmal, was du damit meinst.

speaker-1: Schön anstrengend, ja. Schön anstrengend. Schön anstrengend ist, wenn der erste runterkommt und sagt, ich habe aber heute keine Lust auf Schule und das und das passiert und der nächste sagt, das will ich auch nicht und der andere sagt, ich habe meine Hausaufgaben gar nicht fertig gemacht, dann beginnt ja sofort die, ähm, die Herr, also Ab dann bist du ja auch in der Vorstellung des Tags. Wie wollen wir uns den Tag vorstellen? Wie will man da jetzt einsteigen? Und dann ist das ja auch das Gespräch zwischen den Menschen, wo man für sich sagt, wer braucht jetzt was? Und wie ist dann der Tag auch organisiert und vorbereitet? Und das ist immer schön anstrengend. Also das ist nicht ein Tag, man sich ... dass jetzt so vorstellen kann, dass dann die schwarze Limousine vorgefahren kommt, die Kinder dann da reingehen und dann verwandelt die sich in eine Zauberblase und dann beginnt der Zaubertag. Das ist ja auch für die Kinder anstrengend. Also die Kinder sind morgens, ich finde es ist weiterhin, da kann man sich auch die Frage stellen, warum gibt es das noch? Warum müssen die Kinder ⁓ sieben, also bei uns werden die ja sechs Uhr zwanzig geweckt, einige Kinder werden noch früher geweckt. Warum muss man das machen? Das ist richtig Arbeit für die Wirtschaft. Vielleicht.

speaker-0: für die Wirtschaft. Keine Ahnung. Es wird einen Grund geben, warum man das nicht ändert und ich könnte mir vorstellen, dass die Wirtschaft ...

speaker-1: Ja, weiß sogar, wo der herkommt. Das war ja früher wirklich an das Arbeitszeitfenster so gebunden, dass man wusste, dann hat man Zeit auf dem Feld und dann kann man das machen. Nur wir sind ja nicht mehr auf dem Feld.

speaker-0: Viele müssen halt trotzdem in die Büros und so. Aber dann würden wir jetzt zu einem anderen Thema kommen. Hausaufgaben würde ich gerne einmal rein. Also die Kinder werden jetzt nicht von der Limo abgeholt. Das ist keine Zauberblase. Du bist nicht die First Lady und es kommt nicht der Chauffeur mit der schwarzen, gepanzerten Limousine. Bringt die Kinder zur Schule. Man macht das, wie wir machen. Also wir sind ja, das finde ich immer so süß. Manchmal erleben wir das. dass Leute sich gar nicht vorstellen können, dass wir ein ganz normales Leben haben. Es gab mal die Situation, da wurde uns so bisschen vermittelt, dass man manchmal das Gefühl hat, wir haben ja gar keine Probleme. Und bei uns läuft ja in den Familien immer alles rund und das ist immer alles bei denen so einfach und deswegen schaffen die so viel. Und da haben wir dann auch mal ein Gespräch zugeführt und wirklich ein Stück weit darüber auch eschaufiert, weil das so respektlos auch unseren Kindern gegenüber ist. Als ob unsere Kinder nicht genau die gleichen Herausforderungen und menschlichen Situationen hätten wie alle anderen Kinder. Also wir müssen ja genau die Dinge auffangen, die alle anderen auffangen. Ein Kind kommt jetzt in die Pubertät, das andere Kind kam gerade in die Schule, erste Klasse. Einer bleibt sitzen, der andere geht weiter, waren vorher in der Klasse zusammen. Als ob das nicht genau wie bei allen anderen Menschen zu menschlichen Dingen führen würde. Das heißt, wir haben ja die gleichen Herausforderungen, die alle anderen da draußen auch haben. Und irgendwie haben wir aber einen Schlüssel gefunden und den würde ich gerne noch so bisschen suchen, dass wir in diesem ganzen Wusel von, Frühstück über die Schule, über die Arbeit, die wir jetzt mal gerade ausgeklemmert haben, über Hausaufgabenbegleitung, wo zwei Kinder, jetzt vier Kinder, alle unterschiedlich da sind. Ist dir wichtig, irgendwas zwischendurch zu sagen.

speaker-1: Wo warst du in der ganzen Geschichte bis hierhin? Wo warst du denn? Also wo bist du denn morgens? Und dann?

speaker-0: Wie meinst du? Am Küchentisch. Dann teilen wir uns auf, die Kinder, also wie wir die Kinder haben, haben wir zwei Schargen an Kindern, die unterschiedlich versorgt werden. Du bist für eine Scharge und ich bin für eine Scharge.

speaker-1: Was machst du, wenn du aufstehst? Also wenn du in den Tag dann startest, wenn du so liebevoll geweckt worden bist.

speaker-0: Ganz unterschiedlich, meistens in einem Atemritual.

speaker-1: Du schaffst dir einen Rhythmus. Ich schaff mir auch einen Rhythmus, indem ich ein bisschen früher aufstehe und wir passen uns halt auf das an, was man zu dem Zeitpunkt auch für sich braucht. Und das finde ich jetzt, und das auch bitte richtig verstehen, weil ich finde das super wertvoll, dass die Kinder sehen, einer setzt das für sich durch. Das brauche ich, dieses Atemritual am Morgen. Aber wer hält jetzt was? Also würde ich jetzt sagen, ich brauche aber auch meine Yoga-Session morgens, weil ich ja so gerne Yoga mache. oder jetzt eine Sporteinheit im Keller oder was weiß ich nie was, wer hätte dann den Anspruch?

speaker-0: B-Bira?

speaker-1: Und wer würde dann das ganze andere Zeug übernehmen?

speaker-0: Du redest jetzt zum Beispiel von den gemachten Tischen morgens, die meistens ja abends vorbereitet werden. Die würden wir ja abends dann machen.

speaker-1: Abends oder das Wecken dann den Prozess einleiten.

speaker-0: Genau. Also das müsste man dann wieder erstreiten in einer Familie. Also wie läuft das dann? Ich würde wahrscheinlich dann relativ schnell sagen, guck mal Jana, ich bin nicht so wie du, dass ich da morgens die Fenster aufmache und den Wind reinhole und dabei noch ein Lied anmache und den Kindern sage, begrüß den Morgen. Das wird es wahrscheinlich bei mir so nicht geben. Ich würde es anders machen und dann wäre deine große Aufgabe, wenn du Yoga machen würdest, dann und sagst, ich will mich da rausziehen, dass du meinen Stil akzeptierst. Und ich glaube, ist ein großes Thema in vielen Beziehungen. Da würden wir aber gerade wieder zu einem völlig anderen Punkt kommen und irgendwie aber auch ...

speaker-1: Ich würde da so gerne hinkommen, weil ich finde es ist so wichtig, Dinge dann da drunter auch streitbar zu machen. Was ich für mich in dieser Frage sehe, die du mir gestellt hast, ist, nicht alles angenehm, es ist nicht alles leicht, der Alltag ist...

speaker-0: Das ist mein

speaker-1: zu gestalten. Der Alltag ist aber auch in einem ewigen Wechselprozess. Der Alltag kann nicht definiert werden und dann ist es der ewige und der immerbleibende Alltag. Wenn man einmal einen Rhythmus geschaffen hat, braucht es dazwischen trotzdem immer wieder neue Differenzierungsmöglichkeiten zu gucken. Wie müssen wir uns jetzt wieder neu rhythmisieren als Familie? Und jeder mit seinen Kerneigenschaften, Fähigkeiten und dann auch da mit einhergehenden Fertigkeiten für den Tag, alles kommt ja dann da zusammen. wenn ich aber jetzt, wenn, dann ist die Frage, ab wann mache ich die Dinge streitbar, wenn ich für mich sage, jetzt fängt es wirklich an schwer zu werden. Also wenn es schwer wird und man das nicht mehr schaffen kann, weil man da drunter leidet, weil es halt ein Alltag ist anstrengend, aber wenn er nicht mehr schön ist, weil man ihn nicht mehr als schön betrachten kann, wenn man diesen Prozess nicht mehr als schön wahrnehmen kann, ab wann beginnt dann der Prozess, jetzt müssen wir das einmal in den Konflikt überführen und für uns sagen, jetzt brauchen wir Gespräche und welches Potenzial sehen wir in dem Konflikt? jeder, dann, würden die Kinder jetzt zu mir sagen, sagen wir, Flurie sagt, ey, das ist richtig nervig, dass du mich jeden Morgen wächst. Find ich ja richtig anstrengend. Dann macht er den Konflikt auf. Nur jeder darf ja dann sprechen und jeder muss ja dann für sich irgendwann auch den Weg finden. innerhalb dieser Alltagsgestaltung seinen Weg zu finden, auch ein Teil dieser, ich sag mal, Gemeinschaft dann zu werden. Der eine fängt an, sich dann den Wecker zu stellen irgendwann, weil er da vielleicht für sich sagt, das ist jetzt für mich auch Eigenständigkeit, dann bewegt sich ja alles wieder mit.

speaker-0: Die Frage ist ja auch zum Beispiel, weil wenn wir jetzt nur mal das Beispiel nehmen von uns beiden, steckt ja eine Wahrheit drin. Es gibt Menschen, die würdest du jetzt Yoga machen oder ich mit meiner Atemübung, die dann halt zehn Minuten am Morgen meine Zeit ist, würden viele Leute sagen, ja dann nimmst du dich ja auch aus der Gemeinschaft raus. Genau. Und da würde ich schon sagen, das stimmt ja gar nicht. Also warum ist der ... Jetzt in dem Fall Mann, der eine Atemübung macht und damit den Kindern, also allen in der Familie, vorlebt. Guck mal, man kann ein Ritual haben, was einem gut tut. Warum ist das plötzlich nicht mehr Teil der Gemeinschaft? Oder du, die sich stretchen würde morgens oder Yoga machen würde, warum bist du dann die, die sich so rausnimmt aus dem Alltag? Stimmt ja gar nicht. Du bist ja genauso Teil des Ganzen und du hast ja trotzdem immer eine Wirkung auf die Familie. Und wer hat zum Beispiel bestimmt das? Das ist jetzt ein fiktives Beispiel. die Kinder morgens einen Elternteil dabei zusehen müssen, wie der Tisch gedeckt wird. Und das ist relevant und wichtig für die Zukunft dieser Kinder. Aber die Person, die Yoga macht oder eine Atemübung oder dreimal auf Snooze klickt, weil das ihr Weg ist, warum ist die weniger wert in der Gemeinschaft? Und da, glaube ich, entstehen viele richtige Streitereien, die dann aber wirklich nicht mehr schön sind. Was aber eher daran liegt, dass man glaubt, Der eigene Lebensweg ist der, richtig ist. Und jeder, der diesem Lebensweg in einer Familie irgendwie nicht folgt, ist ein Angriff gegen meine Identität. Und wenn man Identität angreift, kommt es häufig zu sehr unangenehmen Situationen.

speaker-1: Da wollte ich drauf hinaus. Also mit all den Dingen, die man da einführt, genauso wie ich, deswegen dieses Beobachten, dann einordnen, dann wieder einen Impuls geben. Es braucht immer einen Weg dahin und der verändert sich andauernd. Also der Weg verändert sich andauernd. Und das ist anstrengend, wenn man Familie gestaltet, wenn man Liebe gestaltet, wenn man Beziehung gestaltet, dann bezieht man andauernd etwas voneinander. Und sich darunter nicht zu verlieren unter der Charaktereigenschaft, das ist jetzt aber nervig und das finde ich jetzt aber richtig schlimm und jetzt fängt Marlene an auch dreimal auf Snooze zu drücken. Das ist ja richtig, also ist ja schon fast respektlos. Und das meine ich, das darf sich ja gestalten. Da ist es immer nur ein Angebot und dann guckt man, wie ist die Reaktion und so finde ich, kann man sehr gut seinen Alltag friedvoll gestalten und wenn es aber wirklich schwer wird, dann darf man bereit sein aus der gesamten Wahrnehmung, die man hat, auch einen Streit. zu führen, also dass die Dinge auch streitbar gemacht werden, weil ich finde, das ist die mit wichtigste Vorbildfunktion für Kinder, die man einnehmen kann. Dass ich spreche.

speaker-0: Ja, dass spreche, genau, und würde jetzt zum Beispiel jemand sagen, ähm, und ich finde, oder anders gesagt, man muss Grenzen austarieren. Ich nehme jetzt mal wirklich das ganz echte Beispiel, ich mache halt meine 10 Minuten der Atmung, mal mache ich sie quasi im Schlafzimmer, dann sind aber alle Türen offen, alle im Haus, ich bin connected mit allen im Haus, alle hören das. Das ist eine sehr, also das ist laut. Genau, dann läuft

speaker-1: Da läuft eine sehr spannende Musik. Die am Wochenende läuft, sagt Marlene immer, das erinnert mich an Schumula.

speaker-0: Aber damit merkt man, das ist auch deren Ritual. gehört für die dazu. könnte mir vorstellen, ich damit aufhören würde, würde denen auch was fehlen. Weil die das auch kennen. Würde ich jetzt aber jeden Morgen sagen, wisst ihr was, liebe Familie? Ich muss morgens ins Fitnessstudio, danach muss ich joggen und schwimmen. Wir sehen uns dann heute Abend wieder. Da würde ich sagen, das ist dann tatsächlich das für mich, nur persönlich gesagt, das zu Vieles Guten, wo auch ich selber sagen würde, Bro, also jetzt nimmst du dich wirklich aus allem raus. So, dass du aber tatsächlich meistens eher schon fit durchs Haus hüpfst und irgendwie immer schon noch irgendwie, du hast ja so viel Energie morgens. Das gibt es ja überhaupt nicht, Lennart. Ich sage es dir, du kannst dir das nicht vorstellen. Ich weiß nicht, bist du morgens eher so fit oder ein bisschen, ach du bist auch so, stimmt, aber ihr seid doch die gleichen Typen. Ja, stimmt. Ja, ich nicht.

speaker-1: Nein!

speaker-0: Aber wirklich, ist morgens, ist auch egal, wie lange ich geschlafen Das ist vielleicht, vielleicht kennen das einige Zuhörerinnen. Schreibt mal in die Kommentare, wenn ihr das kennt. Es ist auch vollkommen egal, wie lange du geschlafen hast. Es hat nichts damit zu tun, dass du ein Schlafdivisit hast. Nein, du wirst morgens einfach langsam wach. Du kannst zwölf Stunden perfekten Schlaf haben und du bist morgens nicht an dem Punkt, dass du dir denkst, wow, ja, jetzt mal Fenster aufmachen und den Wind rein bitten. So sind Menschen anders. die Frage wäre, gibt es für dich auch ein Zuviel des Guten. Das wäre jetzt eigentlich der Punkt. Wo man sagen würde, da wird's kritisch.

speaker-1: Ja, wenn der Gegenüber signalisiert, dass er davon genervt ist.

speaker-0: Aber ist jedes Mal, ein anderer genervt, ist das ein Zeichen für zu viel? Das würde ich jetzt nicht sagen. Weil je nachdem, es gibt ja auch mal, hat man ja auch einen schlechten Tag selber und ist genervt von Dingen, die wirklich nicht ein Problem darstellen. Und ich finde, also ist meine Meinung, der genervt-Zeitindikator des anderen ist kein Beweis für zu viel des Guten.

speaker-1: Ja, ich weiß, was du damit sagen möchtest. meine nur, das Genervtsein von man kann auch durch angebotene Unterstützung irgendwann, also mit dieser angebotenen Unterstützung in ein, es nervt mich jetzt. Ich möchte einen eigenen Weg finden.

speaker-0: Hm, kannst du das konkreter machen?

speaker-1: Ja, wenn mir jetzt eines der Kinder sehr deutlich zeigen würde, ich möchte in dieser Form jetzt nicht mehr in den Tag begleitet weil ich bin jetzt, das fängt jetzt an mich zu nerven und du dann aber daran festklebst, dann ist das ein genervt sein von, das ist ein gutes genervt sein und hoffentlich kannst du das als begleitendes Elternteil wahrnehmen, weil da findet eine ganz klare Kommunikation statt von lass mich jetzt meinen nächsten Schritt gehen. Und da ist ja manchmal, das wird dann auch personalisiert oder wird dann so, ⁓ jetzt bin ich nicht mehr in meiner Aufgabe, die Kinder jetzt hier morgens. Und das mein ich mir, das ist Prozess, das entwickelt sich hoffentlich. Also du schaffst eine Grundlage. Für mich ist es auch, hoffentlich geben meine Kinder das irgendwann auch weiter unter der Voraussetzung, dass sie diese Energie morgens haben. Ja, nein, finden sie es schön, vielleicht nimmt der eine das Ritual mit und der andere macht das mit dem Wecken für sich. Und trotzdem darf es sich gut anfühlen. Und wenn dann aber bei dem anderen dieses Genervtsein kommt, ich glaube Eltern dürfen genervt sein auch als... wenn ich jetzt nerve schon, dann entwickelt sich da ja auch etwas, denn beginnt ja wieder etwas Neues. Da kann man auch bisschen ärgern. Du darfst auch als Elternteil ärgern. Und dann ist schon wieder Bewegung drin, ist schon wieder was anderes da.

speaker-0: würde aber, ⁓ diese Folge dann auch an dieser Stelle irgendwo abzurunden, letztendlich Folgendes bedeuten. Die Frage ist ja, muss sich Familie eigentlich immer besonders harmonisch anfühlen, Kinder eine gute Kindheit haben und wir eine glückliche Familie sind? Die würdest du mit Ja oder Nein beantworten?

speaker-1: sie in die Harmonie der Musik überführen. Denn eine Musik ist dann harmonisch, wenn sie aufeinander eingestellt ist. Und das kannst du ja mal vorspielen, wie sich das anhören würde, wenn da alles drin ist. Du bist jetzt ein Orchester. Ja. Und du spielst mal den Familienvormittag, also dieses wirkliche Erleben und Wachwerden. Und spiel das mal einmal in harmonisch und einmal in nicht harmonisch.

speaker-0: Also harmonisch wäre ja letztendlich, weiß ich nicht, Beispiel oben im Turmzimmer liegt der sich frei atmende Vater. Fatih. Fatih hat also... Wir müssen uns das Geräusch merken. mal. Mach weiter. Unten ist Jana. Dann, naja, jetzt müsste dieses Geräusch weitergehen. Wir brauchen jetzt so einen Looper. So, dann kommt vielleicht der eine Junge eher so rein. du. Dann ja einer... Und dann der eine Junge, der steht auf und macht so... Dann kommt vielleicht ein anderes Kind, was wach wird und er sagt... Das bewegt sich aber alles ist irgendwie in sich, dann irgendein anderes Kind ist eher so... Oboe. ⁓ Bratsche Geige. Das heißt also...

speaker-1: Das war richtig harmonisch.

speaker-0: Das harmonisch. Das Disharmonisch zu bekommen ist gar nicht so leicht tatsächlich. Weil wenn wir jetzt mal dieses Orchester nehmen und wir würden sagen, Familie ist eigentlich ein Orchester, die Familienoberhäupte, wer auch immer das dann in dieser Familie ist und wie sich die Elternkonstellation zusammensetzt. Aber irgendwer ist ja irgendwie in der führenden Position. So Eltern müssen ja ein Stück weit Führung übernehmen und wenn die die Dirigenten wären, würde man eigentlich sagen, natürlich kann es Disharmonien geben. Das liegt dann aber daran, dass wir uns nicht einstellen. Also würde jetzt die Bratsche Geige irgendwie falsch gestimmt sein, ja wer müsste denn darauf hinweisen, dass sie gestimmt werden muss? Das tut der Dirigent vorne. Wenn hinten der Trommler ständig aus dem Takt gerät, dann würde doch der Dirigent vorne ein Stück weit zeigen, so komm, komm wieder in den Rhythmus. Das heißt, es gibt glaube ich Disharmonien, ganz ganz klar. Aber wenn wir in dem Bild bleiben, was du gerade eröffnet hast, müsste man als Dirigent sich schon im Spiegel fragen, wie ist es möglich, ein Orchester so sehr in die Unstimmigkeit kommen zu lassen? Und da muss irgendjemand wieder Verantwortung übernehmen. Und das ist dann manchmal ein Weg, weil da musst du erstmal die Instrumente stimmen, dann musst du gucken, okay, Bratsche Geige ist der eine Sohn des Morgens. Aber der ist so laut, der übertönt alles andere. Und das, was wir vorher gemacht haben, dieses ... ist kaum mehr zu hören. Warum ist eine Person in dieser Familie so dominant, dass alles andere darunter weggeht? Und dann muss ich es einstellen. Und ich glaube, dass Menschen heutzutage ... Sorge davor haben, diese Einstellung vorzunehmen, weil das ist richtig ... Arbeit. Und dann fühlt es sich nicht mehr nach Harmonie an, weil in dem Moment, wo ich ja auch mit dem Orchester arbeite, bin ich ja auch nicht total entspannt. Okay, wieso ist die Bratschegeige zu schnell? Warum ist Oboe und Blechbläser so laut?

speaker-1: wie du einfach ein ganzes Orchester kennst. bin richtig beeindruckt. Für mich ist einfach so Musik an und...

speaker-0: So wächst sie auch unsere Kinder. Jana, mit Blick auf die Zeit, tolle Folge, hat Spaß gemacht. Schön ist, ich glaube auch das Bild mit dem Orchester, was du dann nochmal reingebracht hast.

speaker-1: Ich getätigt. Überleg dir einfach, welche Schwingungen du zu Hause haben möchtest. Welche Musik tut dir gut? Was tut dir gut? Wie kannst du das vereinbaren? Aber was tut dir gut, ist da auch ein bisschen die Botschaft, die ich dahinter lassen möchte. Weil erlaube dir, die Dinge zu tun, die dir gut tun. Und erlaube dir auch, die Dinge auszudrücken, die nicht gut tun. Wenn sie schwer werden, darf man in den Dialog gehen. Und dann muss man bereit sein, eine andere Musik zu wählen oder eine andere Schwingung zu kreieren. Und das ist Bewegung. Und die sollte ... auch mal diskutiert werden dürfen und dann aber trotzdem wieder friedlich ausprobiert werden.

speaker-0: Und wenn du sagst, ich würde vielleicht auch gerne mal einen Dirigenten dazuholen, der vielleicht auch mal Impulse gibt von außen, denn auch das ist ja, manchmal braucht auch ein einzelnes Instrument nochmal Unterstützung. Und dafür gibt es auf starkfueckinder.de wunderbare Menschen, die dein Kind, deine Familie stärken. Ob das im Trainingsmodus ist, also bei offenen Veranstaltungen oder in Kitas Schulen oder in Coachings, wo man als Familie auch nochmal gemeinsam hinschauen kann, wie können wir vielleicht uns nochmal neu einstimmen. Es gibt ganz verschiedene tolle Menschen da draußen, die dir und deiner Familie helfen auf starkfuerkinder.de. Danke Jana und dann würde ich sagen, bis zur nächsten Folge.

speaker-1: Danke, Herr Dirigent Daniel Dudek.

speaker-0: Dirigent Daniel Dudek.

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