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The Real Ex-Wives – mit Charlotte Würdig und Georgina Stumpf· Folge 47

#47 Unsere größten Tabuthemen

Dienstag, 31. März 2026 · 40 min

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Shownotes

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Welche Themen sollte man eigentlich mal ganz dringend enttabuisieren? Fehlgeburten,Schulden, Sexfantasien oder die Höhe des Gehalts... Die Liste ist lang. Gia und Charlotte sprechen über ihre (schambehafteten) Tabuthemen.
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Gina Stumpf. So, sind wir soweit, oder? Wir sind soweit. Diese Kamera, so nah dran, muss sein. Geh mal ein bisschen weiter weg. Ja, so. Bisschen weiter noch weg. Ich bin zu alt für dieses ganz nahe. Die Kamera sitzt quasi manchmal mit im Nasenloch, habe ich das Gefühl. Ja, absolut. Ich habe auch jetzt dadurch erst entdeckt, dass ich Nasenhaare habe.

Nasenhaare hast du durch die Kamera hier entdeckt? Ja, naja, durch das Slippet, den ich geguckt habe. Ja, warum hast du nichts gesagt? Das ist ja eine Frecke. Also es wird mir das, wenn man am Popel hängt. Oh Gott, ey. What a day. Also wir sind heute im Studio endlich wieder. Stimmt, hi. Lieben wir, lieben wir, lieben wir. Schön, dass ihr auch mit dabei seid.

Und wir haben heute auch ein bisschen Besuch, weil aus verschiedenen Gründen. Hier ist einiges los. Möchtet ihr Hallo sagen? Wollt ihr euch kurz jemanden vorstellen? Na komm, los. Meine Kinder sind heute dabei. Klara ist dabei, meine Praktikantin. Kommt mal jetzt schnell. Kommt her, kommt her, kommt her.

Alle einmal vorstellen, das ist Klara. Genau, Klara, meine Praktikantin. Lasse, mein Sohn. Und Bo, mein Sohn. So, Familienfoto. Geil. Die sitzen hier heute in der Front Row und hören zu. Ja. Und geben uns komische Handzeichen. Was denn? Und machen sich einen guten Tag. Du hast keine Glatze. Warst du denn eine Glatze? Nee, das sind aber die Haare, die falsch liegen.

Glaubt nicht. So, jetzt dürft ihr wieder zurück. Wir kuscheln später. Viel Spaß. Habt ihr Popcorn dabei? Nee, gut. Schauen wir wahrscheinlich die Benebensliste. Ich werde zwischendurch, falls man jetzt... Nichts was knistert. Genau, falls man jetzt irgendwie zwischendurch hört. Dann sind es meine Söhne, die mich wieder peinlich finden. Peinlich. Peinlich. Peinlich.

Ja, wir sind ja in Berlin. Wir haben endlich wieder blauen Himmel. Ja. Nach Monaten der Dunkelheit. Wenn wir mal ganz ehrlich sind, es hat mich richtig genervt. Also wirklich, der Schnee war cool, aber es war, es reichte einfach. Es wurde dann irgendwann zu viel. Ja, es war irgendwann zu viel, genau. Das stimmt.

Und ich bin echt, ich muss sagen, das macht was mit mir auch. Also ich bin, ne, es ist einfach ein bisschen, ich bin ein bisschen besser drauf. Schön, endlich. Ja, wenn ich dann aufwache, gucke ich, du bist immer gut drauf. Gucke ich raus und denkst so, ah ja, so habe ich Bock. So habe ich Bock auf den Tag.

Ich habe auch gemerkt, ich bin ja eigentlich der Winterfan, aber trotzdem habe ich gemerkt, irgendwie ganz geil im Garten wieder zu arbeiten. Ja, oder? Mal Sonnenstrahlen abzukriegen. Das war schön. Einfach fürs Gemüt. Ja. Fürs Gemüt machen wir heute auch eine schöne monothematische Sendung. Wobei so mono wird sie gar nicht. Weil es gibt ja verschiedene Tabuthemen.

Das geht auch bei uns eigentlich gar nicht. Genau. Wir reden heute über Tabuthemen. Über Themen, die man aber dann doch eigentlich mal enttaburisieren sollte. Ja, weil es einfach vielen was bringt. Ja. Und ich habe jetzt neulich in einem Podcast mitbekommen. Ich glaube das war, wie heißt das, frisches Hack, fleischiges Hack?

Gemischtes. Gemischtes, ach gemischtes Hack. Und hoffentlich ist es frisch. Gemischtes Hack, da habe ich gesagt bekommen, dass die darüber gesprochen haben, dass es in Norwegen zum Beispiel. Alles offengelegt ist, wie viel wer verdient. Also du kannst auf eine Homepage gehen und da kannst du gucken, wie viel dein Nachbar verdient, wie viel dein Lehrer verdient, wie viel wir alle verdienen.

Und dann haben die sich drüber unterhalten, ob die das gut finden oder nicht gut finden. Und das war so lustig. Für mich war das so, stimmt, das ist in Norwegen so, aber in Deutschland ist es ja ein totales Tabuthema. Und wie? Wo würde das hinführen? Ist dann so die Frage, die man sich stellt. Jetzt haben die das natürlich besprochen bei sich im Podcast.

Ich kann nur so viel dazu sagen als Norwegerin. Es hat nicht zu einem Bürgerkrieg geführt, ganz im Gegenteil, sondern es war eher so, weil die sich gefragt haben, wohin führt das und so weiter. Es war eher so, für die Norweger ist es gar nicht mehr so spannend. Das ist so, wie wenn man den Kindern sagt, ja, da, die Süßigkeiten liegen in der unteren Schublade.

Irgendwann ist das nicht so spannend, weil man eh darauf zugreifen kann. Ja, verstehe. Ja, verstehe. Aber es ist schon... Ja, für uns, also für mich klingt das auch richtig befremdlich, weil ich kenne das auch nur so, dass wirklich noch nicht mal gefühlt damals meine beste Freundin mir gesagt hat, was sie in ihrem neuen Job verdient hat, weißt du?

Wo ich schon immer so dachte, ey, sind wir jetzt Freunde oder nicht? Wobei wir eigentlich total offen drüber sprechen, du und ich. Wir sprechen ja, wir sprechen offen, Gott sei Dank. Aber weißt du, weil ich finde das, also ich finde nämlich wirklich, das ist so eine Sache wie, das tut dir doch nichts.

Also ich frage mich nämlich, wo der Gedanke ist bei den Menschen, die das auf gar keinen Fall erzählen wollen. Also es wird ja wahrscheinlich mehrere Gründe haben. Die einen wahrscheinlich vielleicht sogar scham behaftet. Also in beiden Fällen. Genau, wenn es viel oder wenig ist. Dann bestimmt auch, kenne ich auch einige Kaliber, die dann Angst haben, weil man sich vielleicht Geld leihen will.

Aber es führt halt auch gleichzeitig dazu, dass zum Beispiel in Norwegen gibt es halt nicht dieses Männer werden besser bezahlt als Frauen. Großartig, weil es halt einsehbar ist und die zahlen halt nach Leistung. Nach menschlicher Leistung. Ich finde es ganz gut, wenn du dich zum Beispiel bewerben möchtest irgendwo und du hast deine Einsichten. Da kannst du auch besser einschätzen, was kann ich verlangen, was realistisch ist, was Sinn macht irgendwie.

Ja, das stimmt natürlich. Und deswegen, also. Aber da zum Beispiel, guck mal, da hast du zum Beispiel, das erinnert mich dann wieder an meine, wenn ich früher so Bewerbungsgespräche hatte, wo man dann immer geflunkert hat. Also bei meinem letzten Job habe ich 3000 bekommen. Ja. Weißt du, so. Einfach komplett gelogen, damit man wenigstens woanders ansetzen kann. Ja. Ich meine, dass es ja gang und gäbe.

Weißt du, und das wäre ja in dem Fall gar nicht möglich. Da müssen die ja nur einmal gucken. Ja. Ja, das waren keine 3000, das waren 1200. Aber zum Beispiel, das führt halt auch dazu, dass du, wie gesagt, dass die dann einfach sagen, okay, man geht jetzt auch nicht danach großartig so, was hast du gekriegt, was kriegen die anderen oder sowas, sondern was leistest du, was bringst du mit, wie viel bist du da und solche Sachen.

Aber es hat natürlich auch, aber jetzt ist natürlich Deutschland ein anderes Volk. Also man sagt über die Deutschen, die werden, sehr neiderfüllt. Und ich glaube das gar nicht. Ich glaube gar nicht, dass Deutsche neiderfüllt sind. Ich glaube eher, dass es dieses wir reden nicht drüber und wer wirft den ersten Stein quasi.

Also so, wenn du nicht drüber redest, rede ich auch nicht drüber und dann somit wird das erst gar nicht zum Thema und es liegt glaube ich nicht am Neid, sondern einfach, weil es sich total ungewohnt anfühlt. Es ist schon seit Generationen einfach so. Über Politik, Finanzen und Sex wird nicht gesprochen. Und genau darüber werden wir heute sprechen, aber nicht über Politik.

Deswegen gibt es, nee, nicht über Politik, nicht über Religion. Deswegen gibt es diesen Podcast. Ja, Religion war das, nicht Sex. Hä? Hä? Über Religion? Was? Wie? Verstehe ich jetzt nicht. Machen wir alles falsch in diesem Podcast. Geil. Weißt du was? Da möchte ich gleich drauf einsteigen sozusagen. Schulden. Schulden? Auch so ein Thema. Stimmt. Auch ein großes Tabuthema.

Genau, ich habe ja einmal, du weißt es ja auch, ich bin verschuldet und ich habe auch sogar mal überlegt, ob ich da einfach bei Instagram manchmal so ehrliche Reels mache, um mich selber auch ein bisschen dahin zu pushen, dass ich jetzt diese wichtigen Nachrichten beantworte oder also Nachrichten von entweder Anwälten oder vom Finanzamt und sowas, um mir selber richtig schön Druck zu machen.

Und dann habe ich das aber so ein bisschen gestreut, die Idee. Und tatsächlich hat jeder Einzelne gesagt, mach das lieber nicht. Weil? Ja, weil das könnte komisch kommen, da ist zu viel Angriffsfläche. Das könnte vielleicht auch für dir und deinem Kind schaden. Das waren so richtig komplett verschiedene Menschen aus ganz verschiedenen Branchen. Das ist ja krass.

Ja, und die waren alle, also keiner hat gesagt, finde ich eine tolle Idee. Wir haben tatsächlich nur vereinzelt bei Instagram Frauen andere Mütter geschrieben und gesagt, das wäre so cool, wenn du das machen würdest, weil ich bin auch verschuldet, ich schäme mich total, ich habe voll das Gefühl, ich bin eine richtig schlechte Mutter und, Aber warum hast du dann nicht auf die? Das ist doch deine Zielgruppe.

Also das ist doch deine Crowd. Ja, das war jetzt gerade deswegen. Ich habe es nur noch nicht quasi umgesetzt. Also ich finde das total mutig, weil es halt auch sonst wirklich kein anderer macht. Großartig. Also da hast du ja dann schon ein Alleinstellungsprinzip. Du kannst ja auch aufklären. Also du kannst ja auch was Schönes draus machen, indem du sagst, okay, ich habe die und die Fehler gemacht. Mach diese Fehler nicht, Leute.

Exakt, darum geht es ja auch. Es geht ja auch nicht um rumheulen. Nicht um rumheulen und oh Mann, das Leben ist so doof. Sondern boah, ich habe die und die Fehler gemacht. Das war richtig doof. Ja, genau. Und wie komme ich jetzt da raus? Und wie gehe ich das an? Und vielleicht, wie habe ich auch wieder Rückschläge?

Weil, sind wir mal ganz ehrlich, du hast Schulden, ja, okay. Aber ja, kaufe ich mir manchmal trotzdem was, was überteuert ist? Ja, auf jeden Fall. So, weil ich es gerade brauche, weil es ein Impulskauf ist, weil ich es gerade geil finde, weil ich auf mir einrede, jetzt gönne ich mir das mal. Ärgere ich mich hinterher? Ja, auf jeden Fall.

Denke ich mir, fuck, das hätte ich mal lieber in den Kasten legen sollen, wo ich Sachen abbezahle. Ja, aber ganz ehrlich, man lebt ja auch noch. Ich finde, das ist immer so ein Ding, ja, deswegen das mit den Schulden, das ist echt so ein Ding, da redet kaum jemand drüber. Und wenn wir mal ehrlich sind, in Amerika ist ja jeder verschuldet.

Da ist ja ein Kreditaufnehmen komplett normal. Also ich glaube, dass die wenigsten Leute ihre Häuser und die Grundstücke oder Wohnungen oder hier Schrebergärten oder was sie auch kaufen, Autos, Boote, keine Ahnung. Also die wenigsten gehen hin und sagen, hier, wie viel, warte mal, ich gucke mal, mein Portemonnaie, hier, bitteschön. Also wenig zahlen, das ist einfach so. Und das ist auch doof.

Ja, eben. Also es lohnt sich ja auch manchmal, einen Kredit aufzunehmen. Es ist ja, verschuldet sein heißt ja nicht immer, dass du nicht zahlen kannst, sondern dass du einfach einen Businessplan auch hast. Also das muss man ja auch noch irgendwie mit einbeziehen. Mir ist gerade was eingefallen, deswegen gucke ich gerade so weg.

Da will ich mal deine Meinung hören. Ich würde auch gerne mal wissen, was ihr davon haltet. Und ich musste für meine Krankenkasse, weißt du ja, da musste ich was abbezahlen, damit meine Versicherung nicht mehr ruht, also die Leistung nicht mehr ruht. Und das war eine immense Summe. Und ich musste mir dafür einen Teil leihen bei einem Freund, beziehungsweise bei einem befreundeten Paar.

Und das wurde mir auch zugesichert und zugesagt. Ich habe dann quasi einen Plan gemacht mit der Krankenkasse auch, wie wir es abstottern. Und ich habe denen auch schon zugesagt, zu wann ich das bei denen abzahle. Es sollte alles richtig mit Dokumenten und Unterschrift funktionieren. Und ich hätte auch einen Bürgen gehabt.

Und jetzt ist aber Folgendes passiert. Jetzt ist die Person abgesprungen. Die Person, die es dir geben wollte. Ja, richtig, genau. Und ist ja auch fein. Ich meine, kann immer irgendwas sein, um Gottes Willen. Ich kann mich einfach nur glücklich schätzen, dass überhaupt die Bereitschaft da war. Und jetzt sehe ich aber dann so über Social Media, dass diverse, extreme, krasse, teure Luxusgüter gekauft werden. Und dann denke ich mir schon so, oh.

Oh. Ups, das wäre meine Versicherung gewesen. Ja, genau. Und dann habe ich mich selber gefragt, boah, aber eigentlich, so darf ich gar nicht denken. Weil ganz ehrlich, ja, es ist doch deren Geld. Nur weil die mir gesagt haben, sie würden es mir leihen und es jetzt halt nicht mehr tun. Ich glaube, ich würde es auch gar nicht so persönlich auf dich beziehen, weshalb sie das nicht leihen.

Sondern du weißt ja auch nicht, welche Erfahrungen die eventuell gemacht haben mit Leuten. Also ich habe ja die Erfahrung gemacht, ich habe einem Menschen, einen guten Freund damals sogar, habe ich Geld geliehen und bin jetzt demnächst vor Gericht mit ihm, weil er es halt einfach nicht zurückzahlt und das war notariell beglaubigt, das war allem drum und dran und es ist, wenn er es nicht hätte, wäre es eine Sache, er hat es einfach keinen Bock, das zurückzuzahlen.

Und das ist halt noch, also das ist unglaublich. Da werde ich schon sauer. Und ich bin gerne ein großzügiger Mensch, aber wenn ich merke, man fängt an, mich irgendwie hardcore zu verarschen. Dann, ja, also dann geht es halt. Da will man auch am liebsten andere Geschütze auffahren. Und das liegt jetzt bei der Kripo tatsächlich auch, weil er sich so viel zu Schuld hat kommen lassen. Ach krass, wirklich?

Ich glaube, ich weiß nicht, ob das Geld jemals wiedersehen werde, aber das, was ich damit sagen möchte, ist, dass es mich dazu gebracht hat, dass wenn andere mich fragen, kannst du mir Geld leihen, dass ich nie mehr Geld verleihe, als ich, darauf verzichten könnte, in Anführungsstrichen. Also natürlich verzichtet man ungern auf Geld. Also nicht falsch verstehen, aber so, wo ich sage, okay, wenn ich das nicht zurückkriege, dann rast jetzt nicht mein Leben zusammen sozusagen.

Aber das war naiv von mir, blöd. Ich dachte, ich sichere mich ab. Ich dachte, ich bin abgesichert durch den Notar. Ja, aber dem war dann anscheinend irgendwie nicht so, weil, wie sagt man immer, einen nackten Mann und greifst nicht in die Tasche. Das ist richtig beschissen. Das, was ich sagen will, ist, vielleicht liegt es auch daran, dass die schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Das kann natürlich auch gut sein. Das kann wirklich sein. Das hat mich nämlich wirklich sehr nachdenklich einfach gemacht. Auf einmal fängt man an so nachzudenken, okay krass, vertrauen die mir einfach gar nicht oder was ist jetzt los? Und dann hat es mich ein bisschen traurig gemacht und dachte so, wow, schade.

Hast du sie darauf angesprochen dann? Nee, eben nicht. Und das wäre jetzt meine nächste Frage. Kann ich sowas ansprechen? Ja, die müssen ja nicht antworten. Ja, aber ich glaube, die fühlen sich schon, dass sie sich dann gezwungen fühlen zu antworten. Die Frage ist halt, ob sie dann ehrlich sind. Aber vielleicht ist es auch eine total simple Antwort.

Es hat mich halt in dem Moment nur traurig gemacht, weil es wurde vorher mal gesagt, ey, wir helfen dir, wir helfen dir auf jeden Fall. Du kannst immer auf uns zählen. Und ja, wenn du was brauchst, dann sagst du Bescheid. Du weißt, uns geht's gut und so. Weißt du, dann war das auf einmal so, okay, alles klar. Doch nicht.

Ja, das verstehe ich. Ja, das war sowas, was mich auch beschäftigt hat. Ich glaube auch, das glaube ich auch, dass wenn man jetzt mehr, Und deswegen würde ich das gar nicht so an deiner Stelle aus dem Kopf werfen, dieses Thema, auch wenn viele rund um dich herum sagen, mach es nicht, weil ich glaube, gerade wenn man Themen enttabuisiert.

Dann kann es ja auch anderen Leuten helfen. Dass es denen halt nicht passiert. Also ich habe damals ja zum Beispiel auch meine Fehlgeburten thematisiert und habe darüber sehr, sehr offen gesprochen. Und ich weiß, dass das auch ein großes Tabuthema war und dass das, mittlerweile spricht man ja mehr drüber, weil man sich mehr traut und das war auch nicht leicht.

Aber ich glaube, man muss halt über sowas sprechen, genauso wie darüber sprechen, wenn man überfordert ist zum Beispiel oder wenn man andere Themen, zum Beispiel auch so Gesundheit, also diese Themen, Krankheiten, Vorsorge, diese Sachen, da finde ich wird auch viel zu wenig gesprochen. Man fängt jetzt zwar an, so mit großen Unternehmen, so Darmvorsorge, also Darmspiegelung oder Mammografie und so weiter einfach mal als Thema zu haben.

Aber ich finde, es erreicht noch nicht den Küchentisch. Ja, da gebe ich dir recht. Also so dieses, zum Beispiel eine Freundin von mir, die ruft mich immer an und sagt, ich war heute bei der, hab meine Leberflecke gescannt, alles ist super. Das ist ja auch eine schöne Enttabuisierung. Ich war da, hab's gemacht oder ich war bei der Mammografie, es ist alles in Ordnung.

Das ist vielleicht kein großes Tabuthema, aber es erinnert uns daran, oh scheiße, das muss ich ja auch mal machen. Siehst du, jetzt wo wir drüber sprechen, ich muss nämlich auch wieder zur Vorsorge. Ja, solche Sachen. Also das ist, glaube ich, auch so ein Thema. Oder ich rede auch mit meinen Kindern.

Also für mich ist es jetzt auch kein Tabu oder wenn ich meine Tage habe zum Beispiel, das kriegen die auch volle Kanne mit. Ich finde es einfach wichtig, dass die wissen, wie es einem als Frau gehen kann, wie man, also wie sich das anfühlt, warum das überhaupt da ist und dass es eben kein I ist, sondern dank der Tage bist du entstanden übrigens, also ganz, ganz soft.

Ja, ganz ruhig. Ja, ganz ruhig jetzt, ja. Nicht wahr, Kinder? Ja, also das finde ich, also so über Krankheiten und so müsste man eigentlich tatsächlich auch oder über Vorsorge auch sehr, sehr viel mehr sprechen oder über wie, also ich bin jetzt zwar erst 47, aber wir haben neulich in der Freundesgruppe haben wir überlegt, was machen wir eigentlich, wenn, also mit Altenheim. Ja.

Also sollte man es vielleicht jetzt schon anmelden, weil du kriegst ja keinen Platz innerhalb von drei bis fünf Jahren und das kann ja dann doch schnell gehen. Und da haben wir alle gedacht, geil, wir mieten uns jetzt einfach den Westflügel vom Altenheim jetzt schon mal und hoffen, dass bis dahin Platz ist und dann treffen uns alle da.

Das heißt ja nicht, wenn du im Altenheim bist, dass du nichts machen kannst. Also du kannst ja trotzdem ein Auto davor parken, kannst ja trotzdem dein Fahrrad haben, kannst ja trotzdem irgendwie unterwegs sein. Du wohnst halt eben nur Betreuter. Und deine Kinder haben halt die Arbeit nicht. Je nachdem, wie fit man ist, ist das eigentlich eine gute Sache.

Das ist eine gute Idee quasi. Das ist dann so eine Granny-WG. Ja, vor allem es ist halt nicht weiter weg, als es fern ist. Also verstehst du, was ich meine? Es klingt immer so fern, aber es ist nicht so weit. Ich rede ja eher über den Führerschein als über Altenheim. Und meinen Führerschein habe ich jetzt, aber diesen Führerschein, also der liegt weiter zurück, als eventuell ein betreutes Wohnen liegen könnte.

Das ist doch auch so abgefahren. Das muss man sich mal kurz vorhalten. Das ist verrückt, ne? Aber eigentlich schon eine ganz gute Idee, sich da schon mal auf jeden Fall Gedanken zuzumachen. Ja, oder wie willst du bestattet werden? Dass deine Kinder das wissen. Schau vor, dir passiert was und dann? Weiß keiner wohin mit dir. Ja, und dann denken die, was will die jetzt eigentlich?

Will die jetzt einen Grabstein haben oder nicht? Oder wo sollen wir die hinstreuen irgendwo? Ich will natürlich, dass meine Kinder mich als Diamant pressen und diesen Diamant zu tragen haben. Und zwar tagtäglich. Ohrringe dann. Ja, nö, ein Ring. Darf schon auch offensichtlich sein. Dass ich noch da bin und aufpasse. Und funkelt. Ja, und funkelt, genau.

Also das sind schon so Themen, finde ich, die man sich echt… Aber genauso finde ich auch, du hast es schon gesagt, Sex. Ja, aber ganz kurz bevor wir zum Sex kommen, eine Freundin von uns, Caro, die hat sich neulich, und die war total begeistert, hat Vorsorge gemacht. Also statt Mammografie ist die zu Leuten hingegangen, die blind sind oder fast blind sind und die haben sie abgetastet, weil die einen feineren Tastsinn haben.

Davon? Okay, erzähl mir. Warte mal, ich erzähl dir das mal, wo das war. Das hat sie mir nämlich geschickt und hatte auch gesagt, Mensch, überlegt mal, ob ihr das auch mal irgendwie passenderweise mit reinbringen könnt. Weil ich finde das ist wirklich eine gute Sache, ich bin ganz ehrlich ich glaube ich wurde an meiner Brust erst zweimal abgetastet oh for real, discovering hands heißt es, früher kennen durch verbesserte Tastuntersuchungen.

In Berlin, ja? Ja, aber die haben bestimmt mehrere, da kann ich es ja nachher schicken, mehrere Filialen, quasi wie man das sagt, Praxen, keine Ahnung, aber discoveringhands.de, da sollte man sich das mal anschauen und es muss ja nicht Stadtmammografie sein, aber zusätzlich, man kann ja nie genug. Ich meine, die fühlen auf jeden Fall viel mehr.

Genau, und sie war begeistert, also jetzt so, erst haben wir so, was ist das denn für ein Quatsch und so, aber da hat sie uns davon erzählt und das irgendwie, ja, Schon gut. Macht Sinn. Mammographie, hast du schon mal eine Mammographie gemacht? Ich bin jetzt dran. Okay. Wobei mir wirklich ein Arzt gesagt hat, er findet das viel zu spät Mitte 40 oder Anfang 40.

Eigentlich schon ab Anfang 30 sollte ich. Krass, weil es auch so viele Fälle gibt. Aber ist Mammographie noch immer noch so wie, sag ich mal, früher, wo alles platt gedrückt wird? Es gibt zwei. Also es gibt einmal dieses Plattdrücken und dann gibt es aber auch diesen 3D-Scanner. Okay. Ja, und da streitet man sich so ein bisschen drum noch, wer besser oder welcher besser ist. Aber den 3D-Scanner, glaube ich, da musst du auch was zuzahlen.

Aber ey, es ist die Gesundheit. Ja, natürlich. Da verzichtet man dann vielleicht auf andere Sachen und dafür hat man dann eine anständige Beobachtung. Aber es muss jeder für sich entscheiden, ob dorthin oder... Machst du das mit dem 3D-Scanner? Ich würde das mit dem 3D gerne probieren. Ja, cool. Uiuiui. Ja. Da musst du mal erzählen dann, wenn du da warst.

Ja, auf jeden Fall. Würde ich wohl auch mal alles machen wollen. Muss man machen und man nimmt sich so wenig Zeit dafür. Ist halt wirklich so. Und warum? Weil man nicht ständig daran erinnert wird. Man muss einfach drüber reden, über solche Themen. Weißt du was, da fällt mir zu ein, ich habe mir was abgespeichert, weil ich das gesehen habe und fand das so cool.

Das ist sowas, was ich gefühlt vor Jahren schon meine Eltern gefragt habe, weil mein Papa ist ja auch jemand, der lässt sich sehr regelmäßig untersuchen und macht immer ganz große Untersuchungen und so, zahlt immer drauf, weil ihm das auch extrem wichtig ist. Und dann habe ich natürlich mich damals schon beschwert und meinte, ja toll, bei der Krankenkasse, weil mein Papa ist privat versichert.

So, was ist mit den Leuten, die können sich das ja gar nicht leisten und sowas, das ist schon unfair. Und es gibt jetzt mehrere Firmen tatsächlich, die sich darauf spezialisiert haben. Unter anderem eine auch in Berlin. Ich glaube, die heißen Years, also Jahre, Years. Und machen quasi an einem Tag den kompletten Check-up. Ja, das habe ich auch schon gehört.

Und die machen richtig, richtig tief auch. Genau, ganz tief. Und du kannst quasi auch dann so Pakete kaufen. und ich glaube, dass, sag ich mal, fast das teuerste sind 1800 Euro. Das ist wirklich irre. Und ich finde auch für, wenn ich darüber nachdenke, als ich früher im Angestelltenverhältnis war und irgendwie 1500 Euro netto raus hatte, so wow, das muss man sich alles überlegen, aber wenn man schon was zur Seite gelegt hat, dann, Muss man, glaube ich, also lohnt sich das, glaube ich, schon, wenn man das einmal ausgibt und dann aber komplett durchgecheckt ist.

Du musst das ja nicht jedes Jahr machen. Ja, und das ist also, die checken dann auch so Früherkennung im Sinne von, du solltest jetzt auf deine Milz aufpassen, weil da erkennen wir schon ein paar Sachen. Richtig, genau, alle Organe werden durchgecheckt. Ist du dann im Krankenhaus? Nee, das ist ein eigenes Gebäude, was die richtig haben, aber mit Ärzten und sowas, alle sind da, mit eigenem Labor.

Die gucken sich die Lunge an, die gucken sich deine Gefäße an, ob die porös sind und so. So, also richtig krass. Ja, Arterien und sowas. Wie das ist, ob das was verkalkt ist. Hören, Sehen, Herz. Alles. Geil, das müssen wir machen. Und das dauert dann einen Tag, bis du dann da. Genau, es dauert einen Tag. Musst du auch so einen kleinen Fitnesstest quasi auch machen.

Und das fand ich schon cool. Also selbst wenn man nicht die 1800er Variante nimmt. Ich glaube, das ging bei 400 oder sowas los. Und das ist zwar auch schon echt eine Stange Geld. Aber trotzdem ist es halt, wie du schon gesagt hast gerade, ja, es ist halt für die Gesundheit. Eigentlich müsste man anfangen, so in unserem Alter jetzt sowas als Gruppengeschenk zu machen.

Ja, wirklich. Und nicht das 500. Topfset oder Vasen oder irgendeinen Scheiß, sondern mal mit sowas anfangen. Ja, das ist eigentlich ein Geschenktipp. Einfach mal ein Check-up. Und es ist ja auch letztendlich voll das Bestgemeinste. Also es ist so richtig so, ey, ich will, dass es dir gut geht. Aber man hat ja auch so ein bisschen Angst davor, auf der einen Seite.

Wenn die dann dir sagen, okay, also deine Arterien sind jetzt nicht so bomben oder dein Herz sollte mal ein bisschen irgendwie mal und so. Aber gut, besser so, als dass du es auf einmal weißt, wenn es zu spät ist. Genau. Krass. Und dann wäre jetzt wieder die nächste Frage. Willst du es wirklich wissen?

Oh Gott, da ist was, was in mir schlummert. Ja, wenn man es bekämpfen kann. Aber wenn man es bekämpfen kann, ist doch super. Warum nicht? Machen die dann auch eine Mammografie und so? Ja, aber das halt, ich bin mir da ziemlich sicher, dass es da nicht mit diesem Plattdrücken war. Ja. Okay, dann ist diese 3D-Scan. Und ich habe ja meine Leberflecken auch checken lassen.

Auch einmal, also so direkt, der Arzt hat das gemacht. Und dann auch mit dem 3D-Scan. War auch sehr spannend. Wo man so nackt vor der Wand stehen muss. Das habe ich auch gemacht, das fühlt sich so komisch an. Da musst du doch alle möglichen Variationen machen. Und dann, jetzt ist aber das Ding, ich drifte kurz ein bisschen ab, dann habe ich mir noch mal einen Extra-Termin gemacht, weil ich habe auch Leberflecken, die sind da, wo ich mein Höschen anhatte.

Und das war mir ein bisschen unangenehm, weil der Arzt, mit dem habe ich jetzt schon so viel mich unterhalten, unter anderem haben wir auch schon über Social Media und so gesprochen. Und das war mir dann doch ein bisschen so, ich will ihm jetzt nicht sagen, okay, wir machen ein Reel zusammen. Es ging jetzt nicht um diesen Hautscan, den habe ich selber bezahlt, aber um irgendwas anderes.

Machen wir jetzt ein Reel zusammen, könnten Sie nochmal meiner inneren Scham lebe. Ich habe da einen Leberfleck, weißt du? Entschuldigung. Entschuldigung nochmal an euch. Ja, aber es ist ja auch wichtig, das darf man ja dann nicht verheimlichen. Aber es war mir wirklich so peinlich vor ihm, dass ich mir einen Extratermin gemacht habe, dann bei der Ärztin und ihr das genauso gesagt habe.

Aber das glaube ich, für die ist doch... Mir war es voll unangenehm bei ihm. Und dann meinte sie, das verstehe ich, gucken wir mal. Und dann ging das. Und dann ging das, ja. Ja, aber man muss ja wirklich überall. Naja, klar, also auch gerade die Kopfhaut und solche Sachen. Ich habe hier übrigens auch einen, ist mir leider dann erst hinterher aufgefallen.

Naja, so, Entschuldigung, kurz meine Ausreiß. Ja, nee, aber das ist ja, siehst du, das ist schon wichtig, sowas. So, und jetzt zum Thema Sex. Ja. Was wolltest du mir dazu sagen? Dazu wollte ich sagen. Wollt ihr raus? Wollt ihr raus? Soll ich peinlich? Nein? Gut. Tabuthema, Selbstbefriedigung. Okay, vielleicht solltet ihr doch.

Ich muss das fast jetzt auch nicht aufmachen, wenn ihr da seid. Können wir auch wann anders machen. Ich sage es mal aus meiner Perspektive nur, ja. Und ich gehe jetzt auch mal auf die ältere Generation. Ich meine, das ist eigentlich total weird. Und man möchte daran überhaupt nicht denken. Aber es ist halt so, es ist einfach was total Natürliches. Was total Normales.

Und Sex so auch generell. Ich habe meine Oma ja besucht gehabt. Und da war nämlich auch das Thema kurz mal auf dem Tisch. Ach, okay. Ja, und dann, sie tut das dann aber auch so ab mit, ja, das sind halt dann so schweinische Sachen. Okay, ich muss ja nicht gleich schweinisch sein. Aber warte mal ganz kurz, wir müssen kurz zurückspulen. Wie kamt ihr darauf? Also hast du gefragt, Oma, machst du es dir noch? Nein, um Gottes Willen.

Nee, da ging es auch gar nicht mehr um Selbstbefriedigung, sondern nur noch um Sex. Weil sie hatte mir erzählt, dass mein Opa sie ja früher da besucht hat, wo sie gearbeitet hat. Und dann haben sie es kurz mal knick, knack, schnick, schnack gemacht. Und dann musste er sich doch im Schrank verstecken, weil ihr Chef reinkam.

Und deswegen waren wir kurz beim Thema. Und dann meinte ich so, naja, vielleicht lernst du ja auch noch mal einen Mann kennen. Nein, nee, solche schweinischen Sachen mache ich nicht mehr. Jetzt sind die Hormone weg. Ja, und dann dachte ich erst so, ja krass, guck mal. Und ich könnte ja auch niemals, also meine Scham ist so groß, ich könnte ja jetzt niemals meine Oma fragen.

So generell innerhalb der Familie ist Sex einfach ein Tabuthema. Und dann, also weißt du, du kannst, also ich habe auf jeden Fall. Ich kann es machen, wenn du möchtest. Nein, bitte nicht. Ich will es ja nicht wissen. Und das ist das Ding, warum ist man innerhalb der Familie, guck mal, ich könnte dich fragen, ich könnte Caro fragen, ich würde auch jemand anderen fragen, ich würde euch fragen.

Ob ihr Bock auf Sex habt mit dir? Ja, wie war das letzte Mal Sex? War gut? Aber ich würde never ever, gut, ich würde never ever fragen, meine Mama oder so. Also weißt du, das wäre mir so unangenehm. Ja. Und dann hatte ich ein Zweikatz sich hier abgetan und dann dachte ich, warum ist das so? Ist das von der Natur aus so?

Wegen Inzestgefahr? Ist deswegen quasi ein Riegel da drin? Guter Punkt. Im Gehirn kann es sein? Könnte ein G sein, ein Aspekt. Ja, weißt du? Oder wenn ich bis heute, ich schwöre es dir, ich gucke Filme und da ist irgendwas Sexuelles. Wenn da schon steht, sexuelle Handlung, denke ich schon immer so, Gott, nein, bitte nicht.

Ach so, wenn deine Eltern mitgucken. Ja, genau. Und dann gucken wir zusammen und dann ist da irgendwas und die machen da rum und dann hört man schon dieses wilde Geatmen. Das ändert sich nie. Das ändert sich nie. Und dann sitze ich da mit meinen 32 Jahren. 37. Danke. Und sitze da und ist mir trotzdem unangenehm.

Ja, also meine Jungs machen dann auch so, wir können jetzt auch spulen. Das ist kein Problem. Ja, oder? Ja, das stimmt. Wenn ich jetzt mit meinem Vater... Es ist so ein bisschen unangenehm. Wenn ich mit meinem Vater jetzt gucken würde und da sind die am Treiben, da würde ich auch sagen, möchtest du noch einen Wein?

Ich würde schnell einen holen gehen. Also es wäre mir auch unangenehm. Bei meiner Mutter, meine Mutter ist halt eher so, wenn die dann anfangen, dann sagt sie, ach, als ob das so laufen würde. Oh Gott, ja und jetzt. Oh, wir sind ja alle so glücklich. Also die zieht es halt eher so. Aber es ist vielleicht ihre Art, das so ein bisschen dann in dem Moment wegzuspielen.

So nach dem Motto, dass es so, ja genau, so funktioniert es richtig. Nach 30 Jahren Ehe, na klar. So ihre Coping-Strategie wahrscheinlich. Ja, das kann gut sein. Aber vielleicht liegt es daran, ich würde ja jetzt chatty fragen, aber dann kriege ich schon wieder auf Social Media so böse Kommentare, dass ich die Wasserwerke leer mache, wenn ich Chatty wegen sowas frage.

Aber grundsätzlich ist, also es macht schon Sinn, deine... Könnte, oder? Da könnte was dran sein. Könnte was dran sein. Vielleicht kennt sich damit ja immer irgendjemand aus. Psychologin. Ich will jetzt meine nicht fragen, es wäre alles ein bisschen komisch. Ich könnte jetzt auch eine WhatsApp an meine Psychologin schreiben, aber dann sind ja wieder die Rechner.

Die Rechner werden ja wieder. Die Rechner werden belastet. Nicht gut. Das sagen die Leute und essen ihre Avocados. Ungefähr wie viel Liter nochmal? Das ist auch abgefallen. Also gut, wir halten fest, Sex ist schon ein Tabu, auch wenn es besser geworden ist. Aber es ist ein Tabu, besonders eben eigener Familie. Wie ist es mit deinem Bruder, wenn du mit deinem Bruder da sitzt? Easy.

Ja, aber das wäre ja auch Inzest. Stimmt, hast recht. Dann liegt es nicht daran. Weil mit meiner Schwester ist es auch... Ne? Das stimmt, hast recht. Die sitzen ja da und sagen, oh, dir hat's gut. Totaler Quatsch, hast recht? Nee, dann kannst du das nicht sein. Dann kannst du das wirklich nicht sein.

Dann ist es halt wirklich eine Tauberisierung der Erziehung. Ja, weil, ja. Wurdest du zum Beispiel so erzogen, seid ihr nackig voreinander rumgelaufen zu Hause? Nee, nicht so wirklich. Mhm. Also, nee, bei mir auch bis zu einem gewissen Alter. Ich glaube, gefühlt, für mich gefühlt, bis ich so in die Pubertät kam.

Und kann sein, dass ich, weil ich dann so schambehaftet war, das kommt ja gefühlt so ganz automatisch, kann es auch sein, dass meine Eltern sich dann auf einmal angezogen haben. Ja, was aber auch richtig ist dann als Elternteil. Also ich habe jetzt auch nichts dagegen, wenn meine Kinder da nackig rumlaufen oder wenn ich geduscht habe, sehen die mich natürlich auch nackt oder ich hole schnell was. Wie auch immer.

Ja, aber wir laufen jetzt nicht, weil es uns so gut gefällt, komplett splitterfasernackt durchs Haus an einem Dienstagnachmittag. Aber auch so, weil ich es nicht will. Also ich spüre das nicht. Du musst das jetzt nicht unbedingt machen. Wer war nochmal aus der Gruppe? FKKler, zwei Einfachste. Das fand ich ja so genial.

Die machen ja richtig FKK-Campingurlaub und so. Ja, ja. Vier bis sechs Wochen am Stück. Ja, mit Kindern. Krass. Ja, krass. Ist aber, ja, ich find's auch cool. Es hat wirklich was. Also nicht im Sinne von, es hat was. Und das ist ja auch Mix Sexualis in der Hinsicht. Das ist halt einfach so, ja, wie der Mensch, wie Gott uns halt schuf.

Richtig. Und da wär's auch wahr. Also das ist eher so das Thema. Und es ist ja auch das Natürlichste der Welt. Na klar. Aber über die Jahrhunderte haben wir halt gelernt, uns anzuziehen. Ja. Und das ist bis heute auch so, finde ich, dass man sich auch gleich entschuldigt. Zum Beispiel ... Man achtet ja auch gleich drauf, dass es den anderen nicht unangenehm ist, die dich dann sehen.

Es ist mir jetzt gerade wieder was eingefallen. Das Stillen zum Beispiel, das sehe ich ganz anders. Da bin ich schmerzfrei. Da denke ich, wenn damit jemand ein Problem hat, dann sei froh, dass deine Mutter es nicht hat. Genau, richtig. Wir hatten letztens das Ding, es gab ein Essen bei meinen Eltern und Freunde waren da. Und ich habe dann einfach wie immer am Tisch gestillt.

Und ich mache das jetzt nicht so, ich hole jetzt nicht die Brust raus. Und hol dann erst mein Kind zu uns. Nicht wie bei dir. Weil da machst du das genauso. Sondern ich habe schon ganz bewusst, mein Vater saß ja auch mit am Tisch, ich habe ganz bewusst die Kleine auf den Schoß genommen, habe mein T-Shirt hochgemacht, habe aber ihren Kopf schon davor gehalten.

Und trotzdem ist der eine Freund dann quasi, der von mir ist aufgestanden und war auch so, oh, und hat auch so oh gesagt und ist aufgestanden. Und dann habe ich mich auf einmal auch doof gefühlt, weil ich dachte so, Gott, jetzt fühlt er sich doof. Und dann dachte ich im Kopf. Aber vielleicht hättest du ja kurz vorher fragen können, ist es für euch in Ordnung, wenn ich mein Kind hier kurz stille?

Du, genau das dachte ich auch. Das ist für mich, ist es so selbstverständlich, aber ich kann trotzdem Rücksicht nehmen auf andere, wenn die sich... Besonders wenn man zusammen sitzt. Wenn du jetzt in einem Café sitzt, kannst du schlecht eine Umfrage machen bei den ganzen Gästen, ob du es darfst. Aber wenn man schon am Tisch zusammensitzt, dann schon.

Wenn man am Tisch irgendwie vielleicht gerade dabei ist zu essen und zu trinken, es kann ja auch sein, dass... Also der hat das nicht gemacht, weil er es eklig findet, glaube ich, sondern einfach nur, weil er in dein Intimsphäre dann sitzt. Exakt. Und das ist mir nämlich dann auch aufgefallen. Und dann bin ich aufgestanden und meinte, ich gehe mal kurz aufs Sofa.

Weil ich dann auch dachte, oh, jetzt nehme ich das hier alles ein und alle vertonisieren sich hier jetzt gerade und so. Ja. Ja, muss man so ein bisschen dann in dem Moment, was für uns vielleicht normal ist, ist für andere eben. Genau, man kann nicht von sich auf andere schließen. Ja, und ich glaube, ihm war es vielleicht einfach wirklich, war seine Frau dabei? Ja.

Ja, okay, dann ist es vielleicht auch nochmal so ein Ding, dass man so, und man guckt ja automatisch hin. Ach, na klar. Ja, also wenn eine Brust entblößt wird, egal ob sie zum Stillen da ist oder für FKK oder zum Zeigen da ist oder was auch, warum auch immer. Man guckt ja immer hin, weil es ist ja ein menschlicher Reiz.

Auch als Frau guckst du auf eine Frauenbrust. Natürlich. Als Mann genauso, wenn ein Mann sich aussieht, sein T-Shirt, die haben jetzt zwar so an sich keine Brüste, aber trotzdem guckst du ja hin, weil es nackte Haut ist und dein Körper registriert in dem Moment, gefällt mir, gefällt mir nicht. Ohne, dass es gleich heißt und los. Ja, es ist ja ein natürlicher, Gott sei Dank, es ist ein natürlicher Reiz, der ist ja auch wichtig, sonst würden wir gar nicht vorwärts kommen.

Sonst gäbe es nicht so viele von uns, was vielleicht auch wiederum nicht, naja, anderes Thema. Ja, und dann ist natürlich immer ein großes Thema Religion. Stimmt. Ich glaube, wenn man sich über Religion offener sprechen würde, würden wir sehr viele intolerante Meinungen, die wir durch Unaufgeklärtheit haben, loswerden können.

Ja, meinst du? Dass das sich klären würde quasi? Ja, also so, dass man eben darüber spricht, warum fühlst du dich dieser Region hinzugefüllen? Ist es familiär? Ist es frei gewählt für dich? Ist es was auch immer? Oder warum brauchst du keinen Gott? Also warum bist du Atheist? Warum ist das für dich kein Thema?

Aber ich glaube, wir könnten da sehr, sehr viel aufklären. Und ich glaube auch zum Beispiel in der Schule gibt es ja LER oder Ethik, heißt es manchmal. Wofür steht eigentlich LER? Gibt es das noch? Lehr, Lehr, weißt du auch nicht, ne? Hast du LER? Ja, du hast auch alle LER. Auf jeden Fall, die nennen das LER.

Damals bei mir, weißt du, Clara, wofür LER steht? Ja, Lebensgestaltung, Lebenserhaltungstrieb, ich weiß es auch nicht. Aber auf jeden Fall, früher war es Ethik. Und da geht es halt mehr um so gesellschaftliche Themen. Ich fände es aber eigentlich auch ganz cool, wenn man so einen Religionsunterricht machen würde.

Das haben die zwar auch gemacht, dass sie jede Religion zwar so angesprochen haben, aber es ist halt noch ein zu großes Thema, als dass man das vielleicht auch wirklich mal aufklärt. Weil ich glaube, es gibt so viele politische Missverständnisse auch, die durch Religion entstanden sind. Ja, das denke ich auch. Weißt du? Oder so, warum sich manche Leute so und so benehmen, hat manchmal auch was mit der Religion und mit der Erziehung durch die Religion zu tun. Ja, das stimmt.

Also müsste man auch darüber... Es ist halt, ich glaube, ja, ich glaube, erst mal diese ganzen Vorurteile, ich habe das Gefühl, das ist so ein Thema, da sind die krassesten und stärksten Vorurteile quasi, die müsste man erst mal so diese Mauer wegkratzen, damit man da irgendwie überhaupt mal rankommt.

Und dann auch, dass die Leute überhaupt zuhören wollen. Ich habe mal das Gefühl, die machen dann sofort die Ohren zu. Nee, Gott, oh Gott, so ein großes Thema. Und dann genau Aufklärung, Weil ich glaube auch, dass das extrem kleinteilig ist, Religion. Ich glaube wirklich, um das richtig alles zu verstehen, um das aufzuklären, muss man echt, kann ich mir richtig vorstellen, so ganz diese kleinen und sei es nur, ich weiß nicht, wie es in der Bibel heißt, die Verse etc.

Oder die Geschichten, die ganzen alles mal ausklamüstern, sich erklären lassen und sowas. Ja. Kann ich mir auch vorstellen. Also da gibt es ja ganz tolle Bücher mittlerweile auch so, die man ja auch im Unterricht durchnehmen könnte oder auch für sich selbst, wo wirklich Religion kurz und knapp erklärt wird, aber doch mit einer gewissen Tiefe. Also da gibt es schon echt gute Sachen.

So und passend zu dem Thema habe ich jetzt nämlich noch die kleine Buchempfehlung. Ich habe mir nämlich einen Screenshot gemacht und zwar nennt sich das Buch Die Macht der Geografie. Wie sich Weltpolitik anhand von zehn Karten erklären lässt. Und das soll wohl so einfach erzählt sein, dass man das, das ist übrigens auch ein Spiegel-Bestseller, sehe ich gerade, soll wohl so einfach erklärt sein, dass man das total durchblickt, auch was jetzt gerade so los ist.

Sag nochmal den Titel bitte. Die Macht der Geografie. Gut, merken wir uns. Ja. Oder geben wir es direkt ein. Die Macht der Geografie kostet, Leute, hier steht 25 Euro. Ja, hier, das hier? Ja, richtig, genau. Bei mir kostet es, ja, genau. Kann ich das in die Kamera halten? Ja, machen wir. Da gibt es aber auch die Macht der Geografie im 21. Jahrhundert.

Geiler Buchtipp habe ich direkt in meinen Amazon-Korb geworfen. Freue ich mich drauf. Ja, ich werde es mir jetzt auch bestellen. Und ich bin mir sicher, wir haben ganz viele Tabuthemen vergessen. Also falls ihr Tabuthemen habt, die wir hier besprechen sollen, her damit, wir scheuen uns nicht davor. Nein, und wir würden auch uns sehr freuen, wenn ihr uns das sogar schreiben würdet. Ja.

An unsere E-Mail exwives at rtl.de. Genau, wir freuen uns drauf. Bis nächste Woche. Tschüss. Ciao.

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