
TOGGO GG - der Podcast· Folge 58
Brawl Stars - Tipps und Einblicke von einem Vize-Weltmeister
Freitag, 24. Juli 2026 · 38 min
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Shownotes
Wolltet ihr schon immer mal wissen, wie man zu den besten Brawl Stars Spielern der Welt gehört? Wir sprechen in dieser Folge mit Steffen, er war 2021 Vizeweltmeister in Brawl Stars! Er nimmt uns mit hinter die Kulissen der eSports-Welt und erzählt seine Story: Wie fing alles an? Ab wann merkt man, dass man besser ist als die anderen? Und wie hart muss man eigentlich trainieren, um ganz oben mitzuspielen? Steffen packt aus, wie viel Zeit er wirklich im Spiel verbracht hat und gibt euch Tipps für eure eigenen Games - zum Beispiel welche Brawler am coolsten sind.
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Jo Leute, wie cool, dass ihr wieder dabei seid zu dieser Folge heute, die sehr spannend wird für euch. Denn es gehört zu den beliebtesten Games bei euch immer wieder. Schreibt uns in die Kommentare, wann zockt ihr endlich wieder Brawl Stars? Und es wird auch wirklich wieder Zeit, aber damit diese Videos gut werden, holen wir uns heute ein paar Tipps und labern der ganzen Folge lang nur über Brawl Stars mit ein, der dieses Game richtig gut kann, nämlich mit Steffen. Herzlich willkommen.
Ja, vielen herzlichen Dank für die Intro. Ob ich jetzt noch so der beste Spieler bin, weiß ich nicht. Aber ich glaube, ich kann einiges mitgeben. Du kannst auf jeden Fall einiges mitgeben. Und ich glaube, ich darf an dieser Stelle halt einmal droppen. Du warst 2021 Vize-Weltmeister in Brawl Stars. Also ich glaube, damit kann man schon ein bisschen angeben, auch wenn es ein paar Jahre her ist. Ja, auf jeden Fall.
Du sagst schon, du kannst auf jeden Fall ein paar Tipps geben. Vielleicht starten wir erstmal rein. Wie lange zockst du denn schon Brawl Stars? Ja, seit der Global Release, beziehungsweise, ja doch, seit Global Release, Also es gab, glaube ich, eine Beta in 2018 und. Das Spiel ist ja irgendwann global gegangen, also es wird dann für alle Länder halt irgendwie geöffnet und ich war dann sozusagen ein Spieler auch der ersten Stunde und das müsste Dezember 2018.
19, glaube ich, gewesen sein, wenn ich mich jetzt nicht täusche. Also seitdem bin ich eigentlich in Brawl Stars durchgehend und kontinuierlich aktiv, also habe schon alles mitbekommen, was es so gab. Das heißt, du hast ab dann halt auch schon recht viel gezockt, also erstmal wahrscheinlich so ein bisschen so casual und so just for fun, aber irgendwann wurde es dann halt auch professionell bei dir und du bist so E-Sportler geworden, sonst wärst du ja nicht Vize-Weltmeister geworden. Wie kam es da dazu?
Also angefangen habe ich eigentlich, das sollte man glaube ich nicht sagen, aber eigentlich durchs Prokrastinieren. Also ich war in der Uni und meine Freunde haben mir das Spiel vorgeschlagen, gerade weil es halt so beworben wurde. Und das war dann so ein guter Zeitvertreib neben der Uni. Und ja, eins kam irgendwie relativ schnell zum anderen, sodass ich gemerkt habe, naja, ich bin halbwegs gut da drin.
Und habe dann im Spiel Teammates kennengelernt, mit denen ich mein erstes Team gegründet habe. Das war auch super random. Also wir haben halt irgendwie so 20, 25 Runden am Stück zusammengespielt und damals gab es diese Funktion, oder die gibt es ja auch heute noch, dass man halt gute Teammates einfach addet.
Das ist auch vielleicht direkt ein guter Tipp, wenn man irgendwie im E-Sports einsteigen will oder generell einfach gerne gute Teammates haben will. Und ja, die habe ich dann persönlich sozusagen auch kennengelernt und so fing das an. Und ja, danach war es irgendwie eine lange Geschichte. Man arbeitet sich halt so hoch von Turnier zu Turnier und Liga zu Liga.
Genau bis dann, ja, ich würde sagen 2021 war mein bisheriger Zenit. Du hast jetzt auch gesagt, man arbeitet sich von Turnier zu Turnier. Weißt du noch, wie das war, als du das allererste Mal bei so einem Turnier warst? Boah, ich wurde angeschrieben, ob ich nicht irgendwie mitspielen will. Das hieß damals GBL, die gibt es leider heute nicht mehr, German Draw League, sowas wie eine deutsche Liga.
Und da bin ich dann irgendwie eingesprungen und das war tatsächlich sehr, ja, eigentlich war es überfordernd. Also ich habe halt viel das Spiel gespielt, aber E-Sports... Habe ich bis dahin noch nicht für mich so entdeckt gehabt, selber als Spieler. Ich habe höchstens mal Turniere geguckt, auch in anderen Spielen.
Und ja, das war dann so halbwegs erfolgreich. Es war auf jeden Fall ein Nervenkitzel, irgendwie zu spielen, sich wirklich zu messen und zu merken, naja, es geht jetzt um Sieg oder Niederlage und auch wirklich um eine Platzierung in der Liga. Und ja, es war auf jeden Fall eine spannende Zeit damals. Es war halt total anders als heute, muss ich sagen, wo jetzt Brawl Stars so extrem beliebt ist. Und wenn man irgendwie an der Bushaltestelle steht und durch die Straßen geht, ich glaube, alle können halt irgendwie was damit anfangen.
Damals war es noch deutlich nischiger, als wir damit begonnen haben. Und ja, es war auf jeden Fall was Spannendes, dann irgendwie in neue Teams mal reinzurutschen und einfach Erfahrungen zu sammeln. Du hast jetzt gerade gesagt, Peak war halt 2021, als du eben Vizeweltmeister geworden bist. Also du warst bei der Weltmeisterschaft.
Wo hat die stattgefunden? Was war das für eine Dimension bei diesem Event? Also 2021, es war halt während Corona, während des Lockdowns, beziehungsweise also auch ein internationaler, ja nicht Lockdown, aber es gab auf jeden Fall so Reisebestimmungen, sag ich mal. Wo hat die stattgefunden? Das war halt für uns recht schwierig.
Ich war Trainer bei Natus Winzer, also Navi, die sind auch heute noch aktiv, das heißt, man könnte sie noch kennen und Unser Team war das einzige Team, was nicht zu lernen gereist ist, weil teilweise Spieler nicht geimpft waren. Das war ein bisschen auch schwierig, muss ich sagen. Überhaupt diese Situation natürlich, ohne da jetzt einen Fass aufzumachen. Aber man musste auf jeden Fall geimpft sein, wenn man zum Turnier halt reisen wollte. Ich glaube, das hat irgendwie...
Dann irgendwo in, boah, wo war das? Rumänien, glaube ich, stattgefunden oder so. Bin mir gar nicht, das ist tatsächlich eine gute Frage, dass ich aber das vergessen habe. Es war auf jeden Fall für uns so die Situation, wir haben aus Kiew herausgespielt. Da hat Nathus Winzere quasi so ein Gaming-Office.
Und alle anderen Teams waren halt vor Ort in der Venue. Und ja, ja. Wir hatten, glaube ich, dadurch einen kleinen Vorteil, muss man fairerweise sagen. Also natürlich hatten wir einen Vorteil, weil alleine wir konnten, glaube ich, als einziges Team im Sitzen spielen. Plus halt ohne jetzt diesen ganzen, nennen wir es mal Druck, dass ganz viele Teams auch um einen herum sind.
Das ist halt schon ein Trubel während so eines Events. Man ist ja dann irgendwie nicht nur da, um zu spielen, sondern es passieren halt auch noch 10.000 andere Dinge. Man macht Fotos mit anderen Spielern aus anderen Ländern. Man vernetzt sich, also auch total bereichernd. Aber gleichzeitig auch anstrengend. Und ja, ich würde sagen, es war für uns auch ein sehr gutes Turnier. Man hätte im Vorhinein nicht damit gerechnet, dass wir da so gut abschneiden im Endeffekt.
Und das ist halt, teilweise ist E-Sports unvorhersehbar, was so Ergebnisse anbetrifft, muss man sagen. Also es gibt immer Favoriten, aber im Endeffekt insbesondere auf LAN kann alles passieren, dass sich Nerven zeigen, dass man nicht abliefert, so wie gewollt oder wie zuvor vielleicht mal. Du hast jetzt gerade gesagt, ihr hattet das Glück, ihr durftet im Sitzen spielen.
Heißt das, normalerweise spielt man im Stehen? Ja. Wirklich? Okay, krass. Also es gibt so Desks sozusagen auf den Bühnen und ganz, ganz selten gibt es mal quasi die Möglichkeit, im Halbsitzen, sag ich mal, auf so einem Hocker zu spielen. Aber eigentlich spielen alle Spieler im Stehen, weil das dynamischer aussieht, und die Entscheidung trifft halt der Turnierveranstalter.
Und bisher auch auf jeder Weltmeisterschaft war es eigentlich so, dass es entweder so dreiviertelhohe Barhocker, sag ich mal, gab. Auf die man sich so ein bisschen setzen konnte, aber man muss ja trotzdem so halbwegs stehen oder man halt im Stehen spielen musste. Und der einzige Unterschied und die einzige Möglichkeit, im Sitzen zu spielen, ist aktuell während der Monthly Finals, weil dann spielen alle von zu Hause aus und haben halt einen Gaming-Stuhl oder einen Stuhl, wie auch immer die da, aufgestellt sind, zum Rausspielen, sag ich mal.
Und das ist halt auch eine Sache, muss man sagen, die viele Spieler vor eine große Aufgabe stellt. Also da sind ja nicht irgendwie, ich sag jetzt mal, irgendwelche Spieler, sondern somit die Besten auf der Welt. aber die trainieren halt überwiegend im Sitzen ihr ganzes Leben eigentlich oder ihr Spielerleben und dann müssen sie im Wettbewerb im Stehen spielen. Das ist schon ein Unterschied.
Ja, und vor allem, du sagst, natürlich sieht das dynamisch schon vielleicht cool aus, aber es ist ja auch sauerunschädlich. Ja. Vor allem, wenn das eh schon irgendwie aufregend ist, dann hat man ja auch eigentlich immer so das Bedürfnis, sich halt hinzusetzen, irgendwo festzuhalten oder so, aber im Stehen ist schon eine Challenge.
Ja, 100 Prozent. Die Spieler sind jetzt auch nicht unbedingt Freunde davon und wünschen sich eigentlich Stühle. Ich kann beide Seiten verstehen, sagen wir mal so, und im Endeffekt der Publisher oder der Ausrichter entscheidet und danach muss sich dann gerichtet werden, da kann man noch so gute Argumente dafür oder dagegen bringen, ist dann leider zwecklos.
Wie war denn dann damals dieser Moment für dich, als du wusstest, okay, ich bin Vizeweltmeister jetzt geworden? Boah, also total surreal und im Endeffekt weiß ich gar nicht, also war natürlich sehr glücklich. Gleichzeitig muss ich sagen, die Wochen davor waren schon schwierig, weil wir intern auch einige Umstellungen hatten, also was das Team anbetrifft.
Deswegen, ich habe vorhin schon gesagt, wir sind nicht unbedingt davon ausgegangen, dass wir Weltmeister oder dass wir ins Finale kommen. Also jeder Sieg wäre ein Erfolg gewesen, muss ich sagen. Weil unser Team zum Beispiel einfach mal um das so, vergleichen und bewerten zu können, es gab damals die Region Eastern Europe Central Asia, also quasi Osteuropa und wir waren das einzige Team was aus dieser Region sich qualifiziert hat zur Weltmeisterschaft und, auch wenn wir gegen alle Teams aus Europa spielen konnten, also SK, Totem, ich weiß nicht, Humble gab es damals glaube ich auch schon, die so heute sag ich mal, die ganz oben in der Leather stehen.
Auch wenn wir gegen die Spielen konnten, so mit dem Ping aus Europa und dieser Internetverbindung, hatten wir halt unsere eigene Region. In Europa haben wir halt fairerweise immer schon, waren wir schon die Schwächeren irgendwie. Aber in unserer Region waren wir ungeschlagen. Und alleine vor der Bedingung, plus dann kommen halt noch ganz viele, insbesondere starke asiatische Teams dazu.
Sind wir nicht davon, sag ich mal, damit reingegangen, wir gewinnen das Ding oder machen uns halt große Hoffnung, da jetzt ins Finale zu kommen, sondern dann guckt man eher, von Spiel zu Spiel, versucht irgendwie das Team bestmöglich vorzubereiten, die haben glaube ich eine oder anderthalb Wochen haben wir gebootcampt da in Kiew, und ja, dann muss man irgendwie von Spiel zu Spiel schauen und ja, Das Gefühl war sehr positiv, aber in dem Moment, gerade auch weil es halt irgendwie online passiert ist, muss man sagen, ist es da nicht so greifbar.
Und heute muss ich sagen, wenn ich darauf zurückblicke oder wenn, ich das höre oder sage, ich war mal Vizeweltmeister, ist für mich eher ein Türöffner und ein Titel, als dass ich sage, ja okay, wir waren jetzt auf der Bühne, da waren 2500 Leute und wir haben einen Pokal in die Hand gehoben. Beziehungsweise, ja, irgendwie standen wir dann da und mussten anderen zusehen, wie sie da den Pokal hochgehoben haben.
Die Erinnerung fehlt halt leider an der Stelle. Weil das ist natürlich auch das, weil ich wusste ja jetzt nicht, dass es so stattgefunden hat bei euch. Das war tatsächlich auch in meinem Kopf, dass es bestimmt in so einer riesigen Halle war. Alle haben irgendwie gejubelt und Konfetti und was auch immer und so. Also kann ich mir vorstellen, dass das so ein bisschen fehlt, um das so richtig zu checken, was da gerade passiert.
Ja, du hast gerade schon gesagt, wie das bei dir angefangen hat, so mit Brawl Stars, dass es vor allem so ein bisschen ein Zeitvertreib war. Was, glaube ich, für viele so ist, wenn es um Mobile Games geht. Haben wir übrigens auch eine Folge zu gemacht, worauf ihr da achten müsst, wenn ihr sehr deep in Mobile Games drin seid. Könnt ihr gerne mal reinhören.
Aber was würdest du denn sagen, was Brawl Stars für dich so besonders macht? Weil es ist ja ein extrem beliebtes Game. Was ist deine Einschätzung? Warum ist es so? Ich glaube, im Moment ist Brawl Stars so mit auf dem Peak quasi, was User zahlen, was Neuspiele angeht. Und das liegt vor allen Dingen daran, dass es halt extrem vielseitig und schnelllebig ist. Also du hast ich glaube jetzt gerade sind wir bei 102 Charakteren aus allen möglichen Klassen mit einzigartigen Fähigkeiten.
Es ist natürlich alleine schon, weil es ein Mobile-Game ist, extrem zugänglich. Also jeder, der ein Handy hat und das ist ja, ich sag jetzt mal, halbwegs günstig im Vergleich zu einem Gaming-PC und Bildschirm und so weiter, was da alles dranhängt. Ist es ja relativ barrierefrei und diese ganzen Fähigkeiten halt im Spiel machen es sehr, sehr attraktiv.
Also Spiele können innerhalb von 30 Sekunden entschieden und vorbei sein und, innerhalb von 5 Sekunden bin ich im nächsten Game. Wenn ich das jetzt mit, ich weiß nicht, eigentlich egal welches Spiel vergleiche, dann habe ich meistens schon relativ langes Matchmaking. Teilweise wird das dann auch sehr, sehr schnell wieder abgebrochen.
Klar, das kann auch in Brawl Stars passieren, aber ich bin im Ladescreen und wenn nicht mein Teammate leeft, dann komme ich auch direkt ins Spiel. Und andere Spiele ziehen sich halt deutlich länger. Da ist Broads auch sehr, sehr angenehm. Es sorgt sehr, sehr schnell für ein Erfolgserlebnis und für irgendeine Reaktion.
Plus durch Buffys, durch Gadgets, also alles, was irgendwie aktuell so ins Spiel kommt. Ja, das ist relativ, na ja, aus meiner Sicht relativ random teilweise, aber halt auch, es passiert halt sehr, sehr schnell was. Man muss nicht irgendwie darauf hinarbeiten, dass man eine Fähigkeit benutzen kann. Also, um das mal zu vergleichen, früher, als wir angefangen oder als E-Sports 2019, 2020 so das Ding war, da gab es.
Die Brawler, die hatten Gadgets, die hatten Star-Powers und halt das war's und dann hast du die Spiele deutlich länger hinauszögern müssen oder länger, es hat deutlich länger gedauert, bis mal irgendwie Action passiert ist, das ist heute ganz, ganz anders, finde ich, also da passiert so viel und es kann auch in jede Richtung jederzeit ausschlagen.
Also es ist nicht so, als ob es keine Strategie gibt, aber ja, es ist deutlich schnelllebiger. Spielst du denn selbst so privat aktiv gerade auch noch? Tatsächlich fast gar nicht. Also ich gucke halt viele Scrims, muss ich sagen. Also Trainingsspiele sozusagen von den E-Sports-Teams, insbesondere von dem, was ich betreuen darf.
Und das ist dann sozusagen mein, das reicht mir dann für meine Dosis. Also ich habe früher auch gar nicht so viel gespielt in meiner, ich sage jetzt mal, Karrierezeit, als ich mal E-Sportler war. Also man könnte sagen, ich bin mal deutscher Meister geworden. Es gab keine deutsche Meisterschaft, aber es gab ein oder das größte deutsche Turnier habe ich mal gewonnen.
Und wir hatten, ich weiß nicht, im Schnitt würde ich sagen, 10 bis 12 Scrims die Woche. Das sind so in etwa 90 Minuten Practice. Und wir haben halt versucht, das Beste aus diesen Trainingszeiten sozusagen rauszuholen, anstatt zu sagen, naja, wir müssen jetzt unfassbar viel spielen. Also ich war jetzt niemals derjenige, der zehn Stunden am Tag irgendwie am Handy oder iPad gesessen hat und gespielt hat, sondern ab einem bestimmten Punkt und wenn man vielleicht auch ein bestimmtes Skillset hat, ist es meiner Meinung nach deutlich wichtiger, mehr aus der Zeit rauszuholen, die man sozusagen ins Spiel investiert und die man trainiert.
Als zu sagen, naja, viel hilft viel und ich muss jetzt von morgens bis abends, Brawl Stars spielen, um Profi zu werden. Also es gehört ein Zeitinvestor zu, aber es hat, glaube ich, noch nie geholfen, einfach so komplett reinzusuchten, sage ich mal. Das ist schon ein erster guter Tipp, den du uns, glaube ich, geben kannst. Du hast nämlich noch ganz viele Tipps, die du bestimmt auch allen TogoGG-Zuschauerinnen und Zuschauern mitgeben kannst.
Auch weil du ja mittlerweile E-Sports-Teams auch hilfst, so mit deiner Erfahrung, das irgendwie weiterzugeben. Bevor wir dazu kommen, lernen wir aber noch ein bisschen was zusammen. Es gibt ein neues Wort für euer Gaming-Vokabelheft. Gaming-Vokabel. Wofür steht DPS? DPS steht für Damage Per Second und bedeutet auf Deutsch Schaden pro Sekunde.
Dieser Wert zeigt, wie viel Schaden eine Figur, eine Waffe oder eine Fähigkeit im Game durchschnittlich innerhalb von einer Sekunde verursachen. Bei diesem Wert geht es aber nicht nur darum, wie stark ein einzelner Angriff ist, sondern auch wie schnell Angriffe hintereinander gemacht werden können. Deshalb kann eine schnelle Waffe mit etwas weniger Schaden manchmal einen höheren DPS-Wert haben als eine langsame, aber stärkere Waffe.
Dieser Wert ist wichtig, um im Game Waffen, Figuren oder auch Ausrüstungen miteinander zu vergleichen. Wir reden ganz viel über Brawl Stars in dieser Folge. Aber was ich dich gar nicht gefragt habe, zockst du eigentlich noch andere Sachen außer Brawl Stars? Wahrscheinlich schon, oder? Ja, darf man eher, also ich spiele Counter-Strike ab und zu.
Ja, die Eltern kennen das. Also für die Jüngeren noch nicht, aber die Eltern kennen das. Okay, also das ist das einzige Spiel tatsächlich, was ich selber so mal spiele am Abend, muss ich sagen. Weil, ja, ich war halt bei Navi. Navi ist eine prestigeträchtige Org, insbesondere durch Counter-Strike. Und dann habe ich irgendwie angefangen, so da mal zuzuschauen und das ist tatsächlich auch mein Lieblingstitel zum Zuschauen, also da finde ich die Caster.
Am besten, also weltweit ist so unterhaltsam und es gibt so viele Events, deswegen ist das echt, macht mir das sehr viel Spaß, ansonsten ja, an zweiter Stelle würde Broadcast kommen, aber ja. Ja, also an alle Eltern, die hier zuhören, wenn ihr da mal reinkommt, dann scheint es eine Empfehlung zu sein von dir. Wie gesagt, die anderen müssen noch ein bisschen warten damit, aber ihr könnt ja so lange Brawl Stars Content gucken, zum Beispiel bei TogoGG, wenn bei uns wieder ein Video kommt.
Wir haben ja gesagt, wir wollen noch ein paar Tipps von dir abholen. Du hast gerade schon so ein bisschen was gesagt. Vielleicht ist eine wichtige Sache auch erstmal so zum Start. Welcher Brawler ist denn so dein All-Time-Favorite? Oder also was würdest du so empfehlen, womit man gehen sollte? Also die zweite Frage ist ja sehr schwierig.
Ich glaube, ja, was sind mit, Da streiten sich wahrscheinlich die Geister. Also für mich erstmal mein Favorit, weil immer Barley irgendwelche Werfer zu spielen, ich glaube, es macht Sinn, in Klassen sozusagen zu trainieren von den Charakteren, weil die sind natürlich nicht gleich, aber so relativ ähnlich.
Also beispielsweise ein Werfer wird jetzt halt niemals als Barley, Dynamike, Sprout, Tick, ich weiß nicht, Grom, obwohl, na gut, hier spielt kaum noch einer. Damit rennt man halt nicht in den Gegner rein. Und vielleicht eignet man sich auf diese Art und Weise auch ein Stück weit einen Spielstil an. Also bin ich halt Supporter, bin ich jemand, der gerne aber auch vielleicht wirklich reingeht und aggressiv spielt.
In der Hinsicht sollte man sich vielleicht eine Brawler-Klasse suchen oder Charaktere aussuchen. Und was sind gute Einstiegs-Brawler? Ich glaube... Ich weiß gar nicht, ob die Frage so zielführend ist, aber vielleicht sowas wie Ems, Poco, irgendwas mit Flächenschaden, weil die sind relativ einfach zu spielen.
Ich sag jetzt mal, einen Sharp-Shooter oder einen Shooter, sowas wie Piper, Colt, Brock, die sind vielleicht etwas schwieriger, weil man muss halt wirklich treffen und hat sehr dünne Projektile. In dem Sinne sind, glaube ich, so Flächenschaden-Brawler etwas geeigneter, aber es ist auch total individuell.
Was einem Spaß macht, ist vielleicht sogar noch mal irgendwie die bessere Antwort, weil da freut man sich dann irgendwie auch, wenn man mit dem Charakter Zeit verbringt. Du hast eben schon gesagt, so viel hilft nicht unbedingt viel, wenn es so um die Spielzeit geht und so. Würdest du sagen, dass Brawl Stars sehr so anfängerfreundlich ist, für alle, die jetzt so ganz neu so einsteigen? Ja, absolut.
Also glaube ich total, weil gerade die Anfangs-Brawler, man arbeitet sich in Brawl Stars ja sozusagen hoch über die Trophy Road und über das Auswählen von den Brawlern, die man. Wenn man gerade jetzt einen neuen Account macht, die man so anlocken möchte, also die man erschließen will sozusagen durch den Erfolg im Spiel.
Und in der Regel sind die Anfangs-Brawler auf dieser Star Road, heißt es glaube ich mittlerweile, relativ anfängerfreundlich. Also der erste Brawler, den jeder Spieler mindestens einmal gespielt haben muss, ist zum Beispiel Shelly und Shelly ist, naja, du läufst halt in den Gegner rein oder versuchst irgendwie dran zu kommen und dann musst du halt quasi einfach nur noch drücken und irgendwas passiert.
Ich glaube, wenn man mit den Brawlern geht, dann lernt man das Spiel relativ schnell, was dann etwas komplexer ist und was sicherlich auch erst später kommen sollte, ist halt so das Leder. Also, Ja, das ist halt ein Modus für sich, aber auch da muss man sagen. Man muss erst eine bestimmte Elo erreichen, quasi im Ranked, um zum Draft zu kommen und ab dann wird es dann, sag ich mal, auch erst etwas schwieriger.
Also es gibt da verschiedene ELOs sozusagen, man muss sich ja hocharbeiten und, ich glaube, ab Diamond fängt man so an mit den ersten Einrichtungen für Draft, wenn ich mich jetzt nicht irre. Und später ist es dann halt schon sehr, sehr kritisch oder sehr anspruchsvoll, sagen wir mal so. Bis dahin muss man erstmal kommen, weil der Draft schon die halbe Miete ist.
Selbst für Casual Gaming, wenn man da relativ weit ist. Man entscheidet ja quasi, welche Brawler der Gegner spielt und wann er sie auch picken kann für sein Team, weil man abwechselnd eben sowohl Band als auch Brawler auswählt. Und auch wenn es 102 Charaktere gibt, gibt es halt immer so ein bestimmtes Set von den stärksten Brawlern, die eigentlich jeder für sein Team haben will.
Insofern, da fließt dann schon, und das ist auch ein Teil von E-Sport, sehr viel Strategie und Vorbereitung rein. Man merkt schon, du weißt, wie man diese Tipps geben muss, weil du hast ja so ein bisschen die Seiten auch gewechselt. Du bist ja mittlerweile sportlicher Leiter bei Big, wenn das richtig.
Ja. Und das heißt, du hilfst jungen E-Sport-Talenten auch auf ihrem Weg, auf ihrer Karriere. Was ist denn für dich so stressiger? Ist es so selbst, das Game zu zocken oder anderen zuzugucken, die du so auf ihrem Weg begleitest? Also vielleicht muss man noch mal etwas erklären. Also Big geht es weniger um junge Talente im Endeffekt, weil alle Spieler, also gut, sie sind immer noch jung, aber bei uns sind alle Spieler 16, also mindestens 16.
Weil ab dann davon erst die Jugendlichen also ab dann davon halt erst E-Sports spielen und eigentlich sind sie halt schon Profis, also Big ist jetzt gerade, ein Top 8 Team in Europa und kann sich noch, also gestern haben wir tatsächlich nicht so gut abgeschnitten aber kann sich noch für die Weltmeisterschaft dieses Jahr qualifizieren.
Und bei der EPF, da geht es, also bei der E-Sports Player Foundation, das ist quasi mein Hauptjob da geht es mehr darum Talente zu begleiten, aber ja um die Frage zu beantworten. Es ist total stressig und ich gucke fast gar nicht zu, wenn die dann wirklich im Wettbewerb sind. Also ich mache es lieber aus und gucke am Ende, sowas passiert.
Als dabei zu sein, wenn Weg spielt. Wir hatten zum Beispiel vor, ich glaube, vor zwei Monaten haben wir die Deutsche Meisterschaft gewonnen und, ich bin irgendwie in die letzte Reihe vom Zuschauerrang, sag ich mal, gegangen, weil da kommen dann bei mir echt viele Nerven hoch. Das ist dann schon stressig, weil man ganz genau weiß, was irgendwie so davor passiert, was so die internen Themen sind und ich habe auch immer Angst, dass wir halt, also was heißt Angst, aber, Und Respekt vor dem Turniertag. Und ich glaube, das ist auch sehr, sehr wichtig im E-Sports, dass man da Respekt hat.
Also man sollte gesundes Selbstbewusstsein haben, so ist es nicht. Aber es kann eben alles passieren. Und entsprechend stressig ist das für mich, der auch verantwortlich, sage ich mal, irgendwie am Ende des Tages fürs Team ist. Also es gibt die Spieler, dann gibt es noch, ich sage jetzt mal. Theoretisch so etwas wie Manager, Coaching, Analyst, also den Staff des Teams, der sie betreut.
Und darüber komme dann ich und über mir kommt die Org. Aber ich bin für alle unter mir verantwortlich und auch sowohl für in dem Sinne ihren Job, weil sie eben angestellt sind bei der Organisation, aber auch eben für diesen sportlichen Erfolg. Und nicht nur aus dem Grund, dass es quasi deren Job ist, ist es für mich dann irgendwie sehr, sehr stressig, sondern ja auch um des Erfolgeswillen irgendwie, weil ich unbedingt erfolgreich sein will.
Aber ja, es ist schwierig irgendwie zu beschreiben, so was dann in einem vorgeht. Man hat halt Respekt vor der Aufgabe, vielleicht auch Respekt vorm Gegner und. Ja, es ist anstrengend, auf jeden Fall dann auf dem Zuschauerrang zu sitzen und keinen Einfluss nehmen zu können. Bist du denn dann wie so ein Fußballtrainer am Fußballfeld, der dann rumschreit?
Nee, also das überhaupt nicht. Zum Beispiel auch gestern, also wir haben 0 zu 3 verloren. Im Vittelfinal hätten wir eine Partie nur gewonnen, hätten schon sehr wichtige und viele Punkte geholt für das System sozusagen, um diesen Slot zu bekommen für die Weltmeisterschaft und, Im Vergleich zum Bild, was du gerade gemalt hast vom Fußballplatz, wo jemand an der Seitenlinie steht und seine Spieler anschreit und hofft, dass es besser wird. Ich glaube, das ist der komplett falsche Weg.
Als Trainer darf man ernst werden und man darf auch in dem Sinne Fehler ansprechen und sozusagen klar ansprechen. Aber ich habe noch nie die Erfahrung gemacht, dass es wirklich hilft, seine Spieler anzuschreien. Und auch gestern nicht, als wir dann am Abend telefoniert haben, Nachdem wir verloren haben, haben wir halt versucht, die Situation zu analysieren, klar über Fehler zu sprechen, auch klar sozusagen zu sagen, Haben wir als Kollektiv, als Teamfehler gemacht oder war es jemand alleine?
Aber dann genauso, also man muss halt ehrlich sein und das aufarbeiten, aber dann auch wieder gucken, naja, was ist jetzt halt der nächste Schritt? Gibt es eine Konsequenz? Falls ja, welche? Was müssen wir anders machen? Was hat uns vielleicht auch gefehlt? In einem Monat gibt es ein weiteres Turnier?
Wie können wir uns da wieder gut darauf vorbereiten oder besser vorbereiten? Das ist dann so eher der Weg und naja, während die Teams sozusagen spielen, darf nur der Coach mit dabei sein. Also während der Wettbewerbe, wenn es ein LAN-Turnier ist, wo alle vor Ort sind, steht nur der Coach hinter dem Team und kann etwas sagen und über die Schulter blicken.
Und auch bei den sogenannten Manifly Finals darf nur der Coach mit dem Team, im Voice-Channel sein, also auf Discord beispielsweise, ist dann ein Update mit dabei und das Ganze wird auch per Kamera aufgenommen. Das heißt, da kann eh niemand anders dann noch irgendwas dazu rufen oder ja, vermeintlich motivieren, sag ich mal.
Ja, ich glaube, das ist tatsächlich auch auf alle Lebensbereiche gut zu übertragen. Das Anschreien bringt halt nie irgendwas, weil auch schreiende Trainer beim Fußball, das ist nur für Memes lustig, aber sonst ist das, glaube ich, für niemanden lustig und bringt halt auch irgendwie keinem was. Du hast gerade schon gesagt, dass so dein Hauptding ist, vor allem bei der E-Sports-Player-Foundation, wo es ja wirklich auch darum geht, dann irgendwie Talente auch so auszubilden.
Worum geht es da? Also wie werden da E-Sports-Talente so gefördert? Was ist da deine Aufgabe? Naja, also auf Prozess bezogen, tatsächlich ist meine Aufgabe recht... Ja, recht gering mittlerweile. Also ich habe keinen Einfluss auf Coachings oder ähnliches. Wir haben den, der heißt Tadomari, also das ist sein Nickname, der da quasi alles überwacht und managt, der mein Nachfolger sozusagen ist und einen hervorragenden Job macht.
So, die Credits müssen wir ja auch mal geben. Ja, meine Aufgabe ist, auf Brawl Stars bezogen tatsächlich nur die Veranstaltung und das Ausrichten der Telekom E-Academy. Das ist quasi eine Nachwuchsliga, weil wir gesagt haben, es gibt erstmal unfassbar viele Brawl Stars Spiele in Deutschland. Und diese ganzen Talente, die bevor sie 16 sind und sozusagen in großen Wettbewerben spielen können, die brauchen eigentlich...
Schon nochmal mehr Zeit, um ja im Vorhinein irgendwie zu reifen. Also man kann nicht erwarten, dass jemand, der 16 geworden ist und seinen ersten Wettbewerb spielt, dass der dann schon Weltklasse ist. Das wird auch wahrscheinlich die Telekom E-Academy nicht ändern können durch sozusagen ein Wettbewerbsformat. Aber was wir da halt machen ist, jeder Spieler kann sich einzeln bewerben.
Aus den besten Bewerbungen bilden wir Teams und die sammeln dann sozusagen diese Teams, weil Broadcess ist eben auch ohnehin ein Teamspiel. Die sammeln Erfahrungen über eine Liga-Phase hinweg, haben dann quasi Matchdays, die werden schon mal das erste Mal professioneller betreut. Also jedes Team bekommt einen Coach an die Seite gestellt.
Und sie spielen auch im Finale als LAN sozusagen aus. Also wir sind bei SK Gaming dann insgesamt zweimal im Jahr, weil wir zwei Splits machen. Und dann sehen sich die Teams sozusagen in real life, kommen wirklich zusammen. Wir covern da auch die Reisekosten. Und so sammeln die die Talente, die tatsächlich schon sehr, sehr gut sind, aber halt die sammeln da erste Erfahrungen. Also wie ist das, meine Mitspieler wirklich dann zu treffen?
Wie ist das, wenn es wirklich mal um was geht sozusagen? Wie ist das vor auch Zuschauern zu spielen? Wir haben im Schnitt über verschiedene Streams hinweg 450 Zuschauer quasi, auf die Spieltage und die Finals, also jetzt über alles hinweg, über alle Matchdays und über das final zusammen und das ist dann schon das erste mal dass es relativ viel druck gibt, oder mehr druck auf jeden fall als dass vielleicht ein freund zuschaut und am ende sagt naja hast ja gewonnen oder hast ja verloren oder so, und das ist vielleicht ein ganz guter zwischenschritt weil bei einem bei einem mannfly final gucken im schnitt 75.000 leute zu also minimum.