
Und nun zum Sport· Folge 374
Nach Münchens Ja zu Olympia: Hat Deutschland überhaupt eine Chance?
Montag, 10. November 2025 · 54 min
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Shownotes
Vier Bewerber wollen die Olympischen Spiele 2036 oder 2040 oder 2044 in Deutschland ausrichten. Aus München kam bereits große Zustimmung, in Hamburg, Berlin und der Region Rhein-Ruhr stehen die Rückmeldungen der Bevölkerung noch aus – bevor der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sich für einen Bewerber entscheidet. Wobei noch gar nicht feststeht, nach welchen Kriterien.
Wie professionell stehen die deutschen Bewerbungen also da im Vergleich zur internationalen Konkurrenz? Haben sie überhaupt eine Chance, wenn sich in der Vergangenheit doch gezeigt hat, dass deutsche Olympia-Bewerber zumindest bisher nicht die Stärksten darin waren, im Hintergrund mit vielen, vor allem mit den richtigen Leuten zu sprechen und sie zu überzeugen? Welche Faktoren sind für die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) relevant? Und lohnt sich der ganze Aufwand mit Blick auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung bei Ausgaben in Milliardenhöhe überhaupt?
Diese und weitere Fragen bespricht Moderatorin Anna Dreher in einer Sonderfolge von „Und nun zum Sport“ mit dem Sportpolitik-Experten Johannes Aumüller und René Hofmann, langjähriger Sportredakteur und nun Leiter des Ressorts München, Region und Bayern.
Moderation, Redaktion: Anna Dreher
Produktion: Imanuel Pedersen
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Und nun zum Sport. Herzlich willkommen zur neuen Folge des SZ Sport Podcasts. Heute mit einer Sonderfolge außerhalb unseres gewohnten Fußballrhythmus. Denn der Herbst dieses Jahres steht auch für eine Entscheidung, die die Zukunft betrifft. Und zwar die olympischen Sommerspiele, im Jahr oder im Jahr oder im Jahr.
Die Münchnerinnen und Münchner haben eine Bewerbung für dieses Spektakel mehrheitlich zugestimmt. Auch Hamburg, Berlin und die Region Rhein-Ruhr wären gerne Gastgeber. Aber abgesehen von dem wo in Deutschland geht es eben auch um das ob. Wenn probiert, hat es Deutschland seit den letzten Spielen als Gastgeber schon sieben Mal und hat sieben Mal eine Abfuhr kassiert vom Internationalen Olympischen Komitee.
Wie also geht es jetzt mit der Bewerbung weiter? Wer wird wahrscheinlich deutscher Kandidat und wie stehen dann dessen Chancen? Welche Faktoren sind für die Entscheidung des IOC relevant und worum geht es hinter den Kulissen eigentlich wirklich? Für die Saison der Folge sind ins Studio gekommen Sportpolitik-Experte Johannes Aumüller.
Hallo Johannes! Servus! Und René Hofmann, jahrelang Sportredakteur und nun Leiter des Ressorts München-Region Bayern. Welcome home, Herr René. Guten Tag. München hat ja gesagt, große Euphorien der Stadt, aber die Flacht womöglich erst mal etwas ab, weil ja auch Hamburg, Berlin und Rhein-Ruhe deutscher Olympiakandidat sein wollen und nun ihrerseits erst mal abstimmen lassen.
Und dann dauert es bis zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DSB im Herbst, bis der deutsche Kandidat gekürt wird. Kann das gut gehen, Johannes? Also, dieses Verfahren als solches kann gut gehen und wird gut gehen. Man kann die Frage debattieren, ob das sinnvoll ist bzw. nach meiner Meinung braucht man es eigentlich gar nicht mehr zu debattieren, sondern kann man zu dem Schluss kommen, dass der deutsche Sport es wirklich geschafft hat.
Die ganze Kandidatenfindung für die internationale Ebene wirklich unnötig kompliziert, unnötig verworren und auch unnötig widersprüchlich über all die Jahre zu gestalten, denn man muss sehen, dass dieser Neueste Olympische Anlauf bereits im Dezember. Und wir sind jetzt im Prinzip drei Jahre später und es hat unglaublich viele wollten gegeben bei der Frage, wie man überhaupt diesen nationalen Kandidaten finden möchte.
Mal hieß es, man legt es quasi zentral fest. Mal war die Frage, wir gehen mit einer deutschlandweiten Bewerbung ins Rennen, dann wurde es wieder auf einzelne Städte runtergebrochen, dann wurde der offene Wettbewerb ausgerufen zwischen den vier Regionen. Dann geht es um die Frage, wer eigentlich am Ende aussucht, wer von den vier jetzt gewinnt, macht das die Mitgliederversammlung des DOSB sozusagen alleine, gibt es ein vorabgeschaltetes Gremium, das nochmal spezielle Punkte verteilt und da gibt es ein... Einziges hin und her können wir vielleicht gleich noch im Detail aufgliedern.
Und von daher ist der Sport jetzt irgendwie eine deutsche Sport in der Situation. Man debattiert jetzt noch bis Herbst, muss schauen, was in den anderen interessierten Regionen passiert und wird sich dann in den internationalen Wettkampf begeben mit einer Stadt und trotzdem davon ausgehen, dass man sehr wenige Chancen hat.
Also was einem ja da als erstes direkt auch ins Auge gesprungen ist oder mir zumindest, ist so, wieso hat man denn diese Abstimmung, also die Befragung der Bürgerung und Bürger, wieso hat man nicht zumindest die Parallel gemacht? Weil dann müsste man jetzt die Stadt ist überhaupt noch im Rennen und von da aus könnte man ja planen und dann alle Energie in diesen einen Kandidaten oder zwei stecken.
Ja, absolut berechtigte Frage, geht mir ganz genau so. Das gehört damit zu dem ganzen Bündel an Fragen, die der DOSB immer wieder diskutiert hat und auch verändert hat. Ich weiß, es gab zwischendurch mal den Gedanken von sehr hochrangigen DOSB-Funktionären, ob man, also ich spitze es jetzt ein bisschen zu, quasi ein Superwahlsonntag macht, alle vier parallel und derjenigen, der die meisten Stimmen hat, ist dann direkt der Kandidat.
Wie gesagt, ist jetzt zugespitzt, aber sozusagen es gab da unterschiedliche Modelle. Man muss sozusagen zum Schutz des DOSB sagen, dass es auch sozusagen rechtlich nicht ganz einfach ist, ja, weil in jeder der vier interessierten Regionen die Frage, was dann immer so unter Referendum läuft, ja, ist das jetzt eine Volksbefragung?
Ist das ein Bürgerentscheid? Muss das nur in einer Kommune erfolgen? oder wie in Rheinhur dann in Dreizehn bis Fünfzehn? In Berlin gibt es... diesen Mechanismus so grundsätzlich gar nicht, dann muss man erst mal eine gewisse Zahl an Unterschriften und so weiter. Also es ist tatsächlich rechtlich nicht ganz einfach und gleichwohl wäre eine Harmonisierung des Zeitplans in meinen Augen ganz klar sinnvoller gewesen.
Ich glaube, was wir hier erleben, ist ein Paradebeispiel dafür, wie schwierig eine Entscheidungsfindung in einem föderal organisierten demokratischen System ist. Das ist jetzt gar kein Widerspruch zu irgendetwas von dem, was du gesagt hast. Natürlich wünscht man sich ein Verfahren, was transparent ist, was schnell geht, was einen klaren Sieger hervorbringt.
Das ist halt, du hast an einigen Punkten das auch ausgeführt in dieser Struktur, in der wir sind, nicht ganz so leicht herzustellen und ich gebe einfach nur mal zu bedenken, was in diesem Land passiert wäre, wenn man es anders gemacht hätte. Wenn eine zentrale Institution gesagt hätte, ja wohl dieser Ort oder diese Region, das ist der Olympiakandidat und hinter dem haben wir uns jetzt alle zu versammeln.
Das wäre, glaube ich, auch sehr schwer durchsetzbar gewesen. Das würde ich mir auch nicht wünschen. Ja, dieses System, das wir haben, ist kompliziert und das... schränkt uns an vielen Stellen ein, bringt am Ende dann aber hoffentlich etwas hervor, wo man sagt, da kann man sich als Gesellschaft ein Stück weiter hinterversammeln.
Das wäre meine Hoffnung. Meine Befürchtung ist, dass dieser Prozess, wie er jetzt aufgegleist ist, am Ende dazu führen kann, dass nicht der beste Bewerber ins Rennen geschickt wird. Und dann hätte man wirklich alles falsch gemacht. Und wieso die Befürchtung, dass es nicht der Beste wird? Woran machst du das fest?
Naja, der deutsche Sport hat ja eine gewisse Tradition, dass man sich dann erst mal in ein großes Verfahren begibt und die Konkurrenten wie beim Sport gegeneinander antreten lässt und dann am Ende aber jemanden kührt, ich erinnere an den Versuch, die Sommerspiele nach Leipzig zu holen. Das war nicht der beste deutsche Bewerber, der damals auf dem Feld stand.
Das ist eine politische Entscheidung. Und dann hat man eine blutige Nase bekommen. Also diese Gefahr sehe ich so, wie es jetzt aufgegleist, das schon auch ein bisschen. Wir werden das nächstes Jahr im Herbst erst erleben, wer dann der deutsche Gewinner sein soll. Und dann wird man irgendwann die internationale Abrechnung bekommen.
Wenn man jetzt Markus Söder wäre, dann würde man ja vielleicht sagen nach dieser enormen Zustimmung, oder nicht nur Markus Söder, sondern vielleicht denken sich das auch viele andere, von sixty-sechzig, vier Prozent und eben auch die Wahlbeteiligung auf einem Rekordwert. Wieso lassen wir das nicht mit dem nationalen Wettstreit, wenn es eh zu einem Szenario kommen kann, was du gerade beschrieben hast, René, und sagen die Münchnerinnen und Münchner haben so Bock.
Hier ist so viel an guten Voraussetzungen. Lass doch einfach München zum direkten Olympiakandidat machen und da alles reinstecken. Es ist unfair, weil die anderen noch nicht mehr entschieden haben und man muss natürlich auch die Bewerbung abwägen. Aber dieser Gedanke an sich mit dieser Euphorie, die jetzt zumindest hier in München spürbar war, könnte es dazu kommen, wenn der DSB schon so oft seine Kriterien verändert hat oder ist das völlig ausgeschlossen?
In der Sportpolitik muss man grundsätzlich alles für möglich halten. Das halte ich tatsächlich jetzt für sehr unwahrscheinlich und ehrlicherweise auch berechtigterweise. Unwahrscheinlich, weil so geht es natürlich nicht. Also wenn man dieses Rennen auf dieser Art, wie gesagt, ich finde es nicht richtig und umgeschickt, aber wenn man es so für Öffner erklärt, dann muss man das jetzt auch sozusagen durchziehen.
Man hätte es halt nur verhindern können und einfach mal den Gedanken von René auch mal anzuschließen und ohne sozusagen abschließen zu sagen, Nationaler Wettstreit ist besser als zentrale Auswahl. Aber ein paar Fragen kann man eben vorab schon mal sozusagen am Tisch einfach klären. Also wenn man die Prämisse hat, wir wollen nichts neu bauen oder quasi nichts neu bauen, dann kommt man relativ schnell zu der Erkenntnis und sieht Hamburg hat gar kein Olympiastadion.
Man kommt auch bei der Rhein-Ruhr-Bewerbung relativ schnell zu klaren Schwächen, auch kein Olympiastadion, auch kein sozusagen geborener Ort für ein olympisches Dorf und so weiter. Und ich glaube schon, dass man hingehen kann und zentraler, wenn wir dieses Wort zentral da aufnehmen wollen, überprüfen kann, mit welchem Kandidaten haben wir die besten Chancen und es daran ausrichten.
Also Vergleiche zwischen Deutschland und Frankreich verbieten sich. sehr oft, ja. Deswegen ist natürlich klar, wenn Frankreich sich irgendwie um Olympische Spiele bewirbt, kann nicht Marseille oder Toulouse ankommen und sagen, wir werden es gerne anstelle von Paris. Aber selbst zum Beispiel bei oder auch bei Winterspielen, ja, ist es dann irgendwie, gibt es auch in Frankreich sozusagen eine geborene Ecke, wo man das durchführt, aber gleichwohl, wenn man es einmal mal anschaut, wie wurde das in Frankreich gemacht?
Es war halt das Projekt der Regierung Macron. Wir wollten das so und so, sehr zentral von der Politik gesteuert. Und es gab einen ähnlichen Versuch, muss man sagen, in Deutschland vor zehn Jahren auch mal. Das war noch unter dem Bundesinnenminister Demisir, hat die Sportabteilung gesagt, wir müssen uns doch jetzt endlich mal nach sieben gescheiterten Bewerbungen, bzw.
damals waren es nur sechs, aber wir müssen uns doch endlich mal hinsetzen und eine Strategie machen. Strategie, nationale Sportgroßveranstaltungen. Wie ist es am wahrscheinlichsten, dass Deutschland wieder olympische Spiele? bekommt. Und da spielt das schon auch eine Rolle zu sagen, wir fangen jetzt nicht wieder an, mit Wottrop kann auch irgendwie oder Leipzig kriegt, wird Bewerbe für das Jahr zwölf, weil der Oberbürgermeister am schönsten Cello auf der Bühne spielt, sondern einfach zu sagen, wer, wer am besten, und davon ist man halt eben wieder abgekommen.
Und wenn wir genau bei der Frage bleiben und angenommen die Bürgerinnen und Bürgern Hamburg, Berlin und Rhein Ruhr wollen, die olympischen Spieler auch mit so viel Begeisterung wie München, welche Statt welcher Kandidat hätte denn dann die größte Strahlkraft, die größte Chance, dass man sich im internationalen Wettstreit durchsetzt?
Also ich finde, wenn man sich die vier Konzepte anschaut, wie sie jetzt da liegen, wenn man sich anschaut, wie sie auch in der jeweiligen sozusagen kommunalen Gesellschaften angeht sind, wie sie, sagen wir mal, auch schon abgesichert sind und so weiter, dann ist München von den Vieren nach meinem Empfinden im Moment der geeignete Kandidat.
Und es gehört ja sozusagen mit in die Problemlage rein, dass man stand heute gar nicht weiß, wie alles ganz genau in die Entscheidungsfindung des DOSB dann mit einfließt. Jetzt können wir tausend Szenarien durchgehen. Eine kurze Anmerkung, weil der DOSB die Kriterien erst im Dezember zwei, fünfundzwanzig festlegen wird.
Ich sage jetzt mal frühestens, vielleicht sogar noch später. Vielleicht wartet man auch erst mal den Ausgang der Referenden ab und dann stellt sich ja als Folge Frage, wie sind die sixty-sechzig Prozent von München, sozusagen, welches Gewicht bekommen die? Was ist, wenn Berlin, machen wir jetzt mal theoretisch irgendwie, einundfünfzig Prozent bekommt und Hamburg aber neunzig Prozent?
Ja, das bedeutet auch die Bevölkerung der Zustimmung. Also ist das quasi einfach nur ein Haken? Die Bevölkerung sagt ja, egal, ob mit ein fünfzig oder mit neunzig Prozent. Ist das ein entscheidendes Kriterium? Was ist mit den sportfachlichen Kriterien? Und das ist halt, diesen Wettbewerb so aufgestellt zu haben, ohne die Regeln klar zu haben, bzw.
die Regeln da noch dauernd zu verändern. Das ist einfach eine ungünstige Situation. Was sagt das dann wiederum aus, auch vielleicht über das Standing, was so eine Olympia Bewerbung, eine ernsthafte Olympia Bewerbung hat? Die Sache ist doch die. Du hast... sehr jetzt gerade aufgelistet, wie sind sozusagen die eilinselnden Kriterien in dieser Bewertung, in dieser Bewerbung dann zu bewerten?
Nach meinem Wissen ist es ja so, dass am Ende die Sportfachverbände abstimmen werden, oder? Jetzt gehen wir schon sehr in die Details der Sportpolitik. Aber Stand heute würde ich sagen, ja, nur ... Ich finde, dieses Stand heute ist immer super, aber man muss es einkalkulieren. Das muss man einmal einkalkulieren, das Stand heute.
Stand heute muss man sagen, ja. Es gab zum Beispiel schon den Versuch der Landessportbünde. Also man muss vielleicht für die Hörer klären, im Prinzip besteht die Mitgliederschaft des Deutsche Olympischen Sportbundesbüchern der Mitgliederversammlung aus zwei Säulen. Das eine sind die Sportfachverbände, die die... einzelnen Sportarten repräsentieren, also der Nationale Leichtathletikverband, Nationale Schwimmverband usw.
und das andere sind eben die Landes-Sportbünde, wo aus dem sozusagen breiten Sport bis jetzt ganz kroppt zu sortieren eben die Interessen der einzelnen Länder sozusagen vorgetragen werden. Und die Satzungslage ist nicht ganz eindeutig. Für die Frage stimmt die ganze Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes über die Frage ab, wer Kandidat wird.
Oder Stimme, tatsächlich so wie René es gesagt hat, nur die Sportfachverbände. Beim letzten Mal, als es den großen nationalen Wettstrateg auf einer Bühne gab, als Leipzig gewonnen hat, waren es tatsächlich die Sportfachverbände. Nur, als beim letzten eingereichten Bewerbung Hamburg formal nur bestätigt werden sollte als Kandidat, weil das Präsidium vorher schon zwischen Zipchen Hamburg und Berlin.
entschieden hatte, da wiederum wurden allerdings alle gefragt. Und es ist im Protokoll auch so festgehalten, dass alle ihre Zustimmung gegeben haben. Also wir begeben uns da wirklich noch in ein Feld. Feld ist das nächste Beispiel dafür. Es kann noch nicht wahr sein, dass man sich auf einen Weg begibt und man weiß am Ende noch nicht mal, wer wirklich drüber abstimmt.
Wer gibt die Rute vor? Ich glaube, die Frage, die du gestellt hast, Anna zu beantworten und ich glaube, sie wurde ja... indirekt ein bisschen beantwortet, was herauslesbar ist und was greifbar ist, ist, dass man sozusagen den großen politischen Willen auf Bundesebene etwas vermisst, zu sagen, wir sehen das in der Parallel zu dem, was Johannes auch über Frankreich gesagt hat, als nationale Aufgabe.
Und wir schauen auch da, dass man zur richtigen Zeit vielleicht die ein oder andere Schleife die so ein kompliziertes, komplexes föderales Sportsystem hervorbringt, wenn man es mal so machen lässt, ein bisschen abkürzt. Ich glaube, die Möglichkeit gibt es auch in einem demokratischen System. Wer leben das ja im Moment, ist das mit Blick auf München.
Der Name fiel ja auch schon an, Projekt hinterte sich der Ministerpräsidentin Bayern recht stark geklemmt hat. Markus Wider war sehr präsent im Werben um die Zustimmung. Und das gibt es an anderer Stelle vielleicht dann auch ähnliche politische Interessenslagen. Und das ganz große, sozusagen die ganz große nationalen Perspektive, die geht mir ein bisschen ab in dieser.
dieser Diskussion und diesem Bemühen, wie die Sommerspiele ins Land zu holen. Und deswegen ist man dann eben aus so einer Diskussion auch sehr schnell in wirklich sehr granularen Entscheidungsfindungsprozessen. Ich kann schon auch beide Seiten verstehen, nur wenn man jetzt das hört, was ihr gerade geschildert habt, dann fragt man sich ja schon so richtig.
logisch aufgebaut, wirkt es jetzt nicht. Also gerade mit den Kriterien, wenn man sagt, was ist uns eigentlich wichtig, als deutscher Bewerber für Olympia, auf welche Säulen setzen wir, du hast gerade gesagt, zum Beispiel gibt es schon die Sportstätten, wie nachhaltig wollen wir sein? und so weiter, weil ja im Laufe dieses Prozesses um dann die bestmögliche Bewerbung zu stellen, und da kann ja der Wettbewerb national durchaus helfen, dass man sich gegenseitig sozusagen hochgest, aber was da an Energie und an Kosten ja auch schon... Ich formuliere es jetzt mal so, ob verbraten wird.
Das sind ja alles Dinge, die man umgekehrt in der Energie stecken könnte, die man für diesen einen Kandidaten verwendet. Ja, wobei ich jetzt einfach mal so ein bisschen die Versuche möchte, die Perspektive auch ein bisschen zu drehen. Das ist ein sehr deutscher Ansatz. Wir überlegen uns, was ist die pragmatische Bewerbung?
Wo haben wir die meisten Sportstätten? Wo gibt es wegen den großen Flughafen? Wir überlegen uns, was ist sinnvoll, dann trifft man eine wohlbegründete kluge Entscheidung und wird dafür am Ende hoffentlich oder womöglich vom IOC belohnt. Wir wissen ja alle, dass dieses olympische System nicht so leicht zu durchschauen ist und dass das auch nicht immer alles nach den nereinen Gesetzmäßigkeiten der Logik, der Vernunft und des Pragmatismus am Ende eine Entscheidung fällt.
Das stößt gerade mein Welten. Ja, also deswegen finde ich es ist schon so, dass man sagt, okay, pass auf, wir wollen diese Spiele mal wieder haben. Lasst uns überlegen, wie kriegt man es hin? Ich bin bei Johannes, wenn man zurückgeht, hätte man es vielleicht klüge aufstellen können dieses Rennen, aber dass man das sozusagen von A bis Z durchplant und sich daraus dann auch sozusagen eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit beim IOC ableitet, das glaube ich ist auch nur bedingt so.
Also man sollte jetzt einfach schauen, dass wir die bestmögliche deutsche Bewerbung an den Staat bekommen, dass man es dann auch hinbekommt, dass sich tatsächlich auch die anderen, die es dann nicht ins Rennen gehen sollen, dahinter versammeln und dass man dann guckt, erntet man diese Frucht. Du hast jetzt schon die perfekte Überleitung geliefert, weil ich habe gerade so im Spaß gesagt, du zerstörst mein Weltbild, aber natürlich ist das schon gewissermaßen eine Binsel.
Vordergründig muss ein gutes Konzept. vorgelegt werden, das im Idealfall nachhaltig ist auch noch. Aber alleine um eine Durchdachte, um eine glänzende Bewerbung geht es ja nicht, wenn die Unterlagen beim Internationalen Olympischen Komitee liegen. Johannes, nach welchen Kriterien entscheidet denn das IOC, wer die Spiele bekommt?
Für das IOC spielt nur Sport und geopolitische Fragen eine Rolle. Was da im Prospekt am Ende steht, ist nachrangig. Man muss auch dazu sagen, Die Frage, wer Olympia-Ausrichter wird, wurde ja auf unterschiedliche Weise entschieden in den vergangenen Jahren beim IOC. Es war lange Jahre Tradition, dass mehrere Städte dort in einem offenen Wettstreit gehen konnten und dass dann am Ende die IOC-Session mit ungefähr hundert Mitgliedern darüber entscheiden konnte, wer von diesen fünf oder vier oder sechs, das schwankte man ein bisschen.
Kandidaten in Zuschlag bekommt. Das waren auch die Konstellationen, die dann zu den vielen Korruptions- und Bestechungsthemen geführt haben, weil natürlich jeder Kandidat dann entsprechend in die Folgen gegangen ist, um die einzelnen IOC-Mitglieder zu bezürzen. Und dann hat man Mitte der Zehnerjahre unter der Präsidentschaft von Thomas Bach das System umgestellt.
und noch Klandestina gemacht, weil man da hingegangen ist und gesagt hat, eine ganz kleiner Kreis um den Präsidenten Bach herum entscheidet quasi die Frage alleine. Die IOC-Session wird formal zwar noch gefragt und kann nicken, aber es ist nur noch ein Abnicken, die Entscheidung fällt vorher. Das führte dann zum Beispiel zu diesen Lösungen wie der so berühmten Win-Win-Win-Situation, wie Thomas Bach das genannt hat, weil Für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr.
Und die hat den Vergabeprozess tatsächlich erst mal auf Holt gesetzt. Wieso manches andere auch? Es ist auch erkennbar, dass mal da ein paar andere Stimmen jetzt so im IOC mitreden, auch andere Berater teilweise auftauchen, aber das vielleicht jetzt mal eingeklammert. Sie hat es erst mal auf Holt gesetzt.
Das heißt, wir wissen jetzt heute noch gar nicht, wie die Spiele ab dem Jahr two-tausendsechsunddreißig. bis dahin sind alle vergeben. Wie? Genau nach welcher Technik sie vergeben werden, macht es wieder die ganze Session, so wie früher, macht es weiter nur der kleine Kreis um den IOC-Präsidenten, gibt es irgendwas dazwischen?
oder Gott weiß. Aber eines kann man bei jedem von diesen Modellen sagen, es geht beim IOC immer um die sportpolitischen und geopolitischen Fragen, die über allem stehen. Und die Vorstellung, dass man um den sehr deutschen Ansatz von René nochmal aufzunehmen, Dadurch, dass man das Reitstadion vielleicht nicht nach Aachen gibt, sondern ausnahmsweise mal irgendwo nach Riem.
Das wird es am Ende nicht sein. Welche Märkte sind denn dann gerade vielleicht interessanter als Deutschland, wenn man jetzt mal diesen geopolitischen Punkt anspricht? Für die Spiele im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.
Also diese beiden Länder sind, haben auch seit Jahren, sind die dabei zu werben. Es kommen halt noch ein paar andere Akteure ins Spiel. Da wird es dann auch, das ist dann immer diese schöne Mischung zwischen sozusagen Sport und weltpolitischen Fragen. Denn natürlich geht es im arabischen Raum um die Frage, wer ist die erste arabische Nation, die mal olympische Spiele ausrichten kann?
Und selbstverständlich ist bei den sozusagen innerarabischen Konflikten es so, dass es in Saudi-Arabien kritisch betrachtet wird, falls es Katar werden würde und schon wieder, so wie beim Fußball auch, dabei auch zuerst Katar, eher Saudi-Arabien im Zuschlag, bekam sozusagen Katar schon wieder das kleine Katar.
Ich meine, das ging das große Saudi-Arabien. Das darf man nicht unterschätzen, dass dann auch entsprechend gearbeitet wird. Und zum anderen kommt auf eine gewisse Art und Weise Ohnehin, natürlich. Aber auf eine spezielle Weise verstärkt durch die neue Präsidentin Coventry, die aus Afrika kommt, der afrikanische Kontinent, entspielt die ersten Spiele in Afrika.
Auch das ist natürlich ein Thema, was das IOC beschäftigt. Und das sind also Indien, die arabische Welt mit ihrer Komplikation, die ich gerade geschildert habe. Und Afrika, das sind gerade die Akteure, auf die man sehr achten muss. René ist eine bisschen eine philosophische Frage, aber wie blicken ja auf all das Eurozentrische oder mehr mit westlichen Blick und es wirkt jetzt wie so was total neues Olympia in Afrika, was es ja auch wäre, aber so auch der Gedanke daran.
Wie bewertest du denn die Entwicklung jetzt mal abgesehen davon, dass es dann natürlich auch immer um sehr sehr viel Geld geht, aber wenn dieser wenn dieser Vergabeprozess sich einfach noch weiter öffnet und Regionen auch einbezieht, die vorher gar keine Rolle gespielt haben. Kann man ja auch sagen, ist jetzt mal ganz fair.
Ich finde das hoch spannend und ich finde das ja auch wohltun. Wir haben tatsächlich sehr stark beim Blick auf diese Sportereignisse und wo sie hingehen, immer diese... Eure zentrestische Brille auf, also die Spiele, die Winterspiele in China waren natürlich unter sehr vielen Gesichtspunkten sehr fragwürdig.
Menschenrechtsverletzung, Umweltfräfe, Undurchschaubarkeit, was da auch beim Sportstättenbau passiert ist gar keine Frage. Aber die Perspektive, dass man mit dem Sport auch in Bevölkerungsgruppen geht, in Länder geht, in Nationen geht, die noch keinen Anknüpfungspunkt haben, die nicht die Tradition haben wie wir.
Das finde ich ist völlig legitim und passiert ja auch auf der zweiten Ebene dann vieles. Deswegen glaube ich, ist es gut und richtig. Ich finde nur, wenn man daraus ableitet, da gibt es so viele neue Player, Und deswegen sollten wir uns sozusagen zurücknehmen mit dem Angebot, dass wir den den Weltsport machen können oder auch mit der Attraktivität solche große Ereignisse hier hinzuholen und hier auszurichten.
Das fände ich. falsch und finde ich schade, weil es dann auch wiederum bedeutet, dass man sich selbst mit dem, was man irgendwie zu geben hat und mit der Art und Weise, wie wir hier halt Dinge organisieren, Gesellschaft organisieren, sportliche Teilhabe organisieren, selbst ein Stück weit klein macht.
Deswegen finde ich das gut. Ich finde das prinzipiell erst mal lobenswert, dass man sagt, man geht wieder auf diese Bühne und macht ein Angebot und dann guckt man. Und ich glaube, das ist ja auch in einem Sportlichen Wettstreit, aller Ehrenwert, wenn man das Beste gegeben hat und am Ende macht jemand anderes, der vielleicht noch mehr zu bieten hat, das Rennen.
Da sind wir ja aber noch überhaupt nicht. Also im Moment reden wir ja noch darüber, wer macht in Deutschland womöglich das beste Angebot und schaffen wir es dann wirklich mit einer Stimme vorzutragen. Ich finde, das was in Paris letztes Jahr passiert ist bei den Olympischen Spielen, war Mut macht, das waren heitere Spiele, es waren buntes Spiele, alle Menschen, die ich kenne, die dort waren, waren begeistert, völlig unabhängig von dem, was sie gesehen haben.
Und das macht mich schon auch ein Stück froher und mutiger, dass man es eben schafft, auch in der jetzigen Zeit solche große Ereignisse mit so einem Aufwand in einer freien Gesellschaft hinzuorganisieren. Es ist natürlich ein bisschen schwierig zu beantworten, aber ich stelle trotzdem die Frage, was glaubst du, welchen Einfluss gerade diese besonderen Spiele von Paris hatten, jetzt auch auf die deutschen Bemühungen und natürlich jetzt in unserem Fall speziell München?
Ich glaube, dass das nicht so unterschätzender Faktor gewesen ist. Ich bin überrascht davon, wie hoch die Zustimmungsrate in München ausgefallen ist. Eine Zweidrittel Zustimmung für eine olympische Idee, finde ich. Überraschend deutlich. Und ich glaube, dass da die Bilder und das Erlebnis aus Paris einen sehr großen Einfluss gespielt haben.
Was man nicht so genau beurteilen kann, ist, wurde denn da auch abgestimmt über die Güte dieses Münchner Konzeptes. Oder ist es eine Abstimmung aus dem Bauch heraus gewesen, dass man wirklich zwei Titel der Leute gesagt haben, ich habe einfach Lust drauf. oder wie hoch ist die Prozentsatz derer, die sagen, ja gut, was da vorgelegt wurde, fand ich überzeugend.
Das wissen wir ja nicht. Ich finde jenseits des Zustimmungswertes einfach auch, dass was man für München da in einer relativ überschaubaren Zeit zusammengestellt hat, überzeugend. Da kann man sich dahinter versammeln. Für mich ist das ein Konzept, was sehr viel Pragmatismus atmet. In dem Sinne von vorhin ein deutsches Konzept.
Also wenn man ihm was vorwerfen kann, dann ist eigentlich so eine große Idee fehlt. Es ist tatsächlich so, dass man geguckt hat, was haben wir und wie kann man das relativ geschickt verbinden? Und was gibt es in dieser Stadt ohnehin für Pläne von der Bebauung? eines Teils der Stadt im Nordosten, wo man dann halt ein olympisches Dorf macht bis hin zu U-Bahn-Plänen, die ohnehin in der Schublade sind, wo man sagt, wenn wir Olympia bekommen und es schneller geht, dann ist es ja gut.
Aber da ist zumindest nach meiner Lektüre jetzt nichts drin, wo ich rauslesen kann, das ist ein olympischer Gigantismus oder eine Schapsidee. Wenn wir jetzt noch mal darauf zu sprechen kommen, mehr im Detail, was alles eine Rolle spielt, abgesehen von einer guten Bewerbung, ob es jetzt pragmatisch oder mit noch mehr Glamour versehen ist.
Und beim Beispiel Indien bleiben, weil das jetzt ja naheliegend ist. Was spielt denn alles mit rein, auch wenn wir den Blick auf die Aspekte legen, die für die neue IOC-Präsidentin Kösti Kaventi vielleicht eine Rolle spielen? Also, ich werfe jetzt mal das Stichwort, Nita am Barney rein. Frage dich, Johannes, was dir da alles in den Sinn kommt oder was du alles recherchiert hast.
Genau, das ist zum Beispiel ein Name, den man dann einfach berücksichtigen muss. Das ist J.C.-Mitglied aus Indien. Die Frau eines der reichsten Männer der Welt. Das ist in den vergangenen Jahren von der Hochzeit des einen Sohnes. Die Feiervideos durch die Welt gegangen, wo eine der luxuriösesten Hochzeiten des Jahres.
wahrscheinlich stattgefunden hat und auch sehr viel sportpolitische Promenenz. Da war Johnny Infantino zum Beispiel, der ja nicht nur FIFA-Präsident, sondern auch IOC-Mitglied ist, war unter den Feierenden. Und das sind eben sozusagen die Punkte, an denen sich zeigt, wie man Einfluss nimmt und dass die Ambanis neben sozusagen all ihrem Reichtum und auch all ihrem Investments, dass sie in Indien praktizieren, dass sie eben auch den klaren Plan haben, dass die olympischen Spiele nach Indien kommen.
Das ist seit ein paar Jahren sozusagen Teil der olympischen debatten und es führt ja auch dazu dass man oder oder oder ist es ja auch berechtigter weise irgendwie so wie meine indien ist ja wenn er das beispiel china genannt indien gäbe ja nochmal das potenzial grundsätzlich für eine ganz andere erzählung in dem land mit der höchsten bevölkerungszahl der welt in der größten demokratie der welt sozusagen damals olympische spiele.
ich finde das auch legitim das als als Ansatz zu pflegen oder versuchen zu pflegen. Man kommt dann in die Frage, kann Ihnen das jetzt schon? Es sind die Voraussetzungen von der Infrastruktur und so weiter, aber auch von der gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz her und so, sind die jetzt gegeben? Man kommt ja, ich habe eben die beiden Länder genannt, die sich für zwei, sechs und dreißig so weit nach vorne geschoben haben.
Man kommt jetzt zu der eher wirklich kurios klingenden Konklusio, dass man sagen muss, Indien ist die Risikowariante und die sichere Bank ist ja Katar. Wenn du sagst, Katar macht das, dann steht das schnell. Und so wie man Ambani in Indien hat, hat man Altanis in Katar, Mitglied des saudischen Königshauses und so weiter.
Also im IOC ist wirklich traditionell sozusagen auch die Weltpolitik. vertreten und entsprechend wirbt da jeder für sich. und entsprechend muss man auch sagen ist hier auch die olympische welt natürlich ein stückweit spiegel der der tatsächlichen welt wo man ja auch wenn wir auf so viele Israel, Halestiner Konflikt anschauen, wie der sich weiterentwickelt hat.
Europa hat da keine Rolle gespielt, sondern es sind einfach andere Akteure. Und so könnte man viele Punkte durchgehen. Also dieser Punkt, dass du hast eben mal Eurozentristisch gesagt, dass dieser Ansatz einfach zurückgeht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man das auch bei der Vergabe der nächsten drei olympischen Sommerspiele sieht.
Also, zwei, sechs und drei sind so, vier und vier sind ja immer die Zahlen, um die es geht. Und ich würde mir jetzt mal, würde mal, stand heute, im Stadtsportpultier ist ja nichts ausgeschlossen, aber stand heute, würde ich mal die These wagen, dass zwei dieser drei Spiele mindestens in die Regionen gehen, über die wir eben geredet haben, also Arabien, Indien, Afrika, vielleicht sogar alle drei, oder aber, und das muss die Hoffnung sozusagen der Europäer sein, dieser dritte Slot, oder zuvierundvierzig, öffnet sich für Europa.
Und soll die jetzt, ich gucke jetzt mal trüb in die ... In die Glaskugel sollte Deutschland ein achtes Mal leer ausgehen. Rene, du hast vorhin gesagt, man muss immer motiviert bleiben. Das ist ja eine wunderbare deutsche Tradition, dass wir sozusagen die Fehlversuche zählen. Das ist ja auch richtig und da gibt es auch wunderbare Anekdoten.
Ich glaube, allein die Stadt Detroit hat in ihrer Geschichte häufiger Fehlanläufe genommen für olympische Spieler als Deutschland. Der Blick zurück, was da alles schiefgelaufen ist, ist relativ entertaining. Ich finde, es ist nur so ein bisschen schwierig daraus abzuleiten, deswegen versuchen wir es kein achtes oder neuntes Mal.
Ich finde, wenn man das... Und so wollte ich jetzt auch nicht... Nein, nein, aber es ist ja sozusagen ein wiederkehrender Topos. Letzten Ende ist es wie beim Lotto spielen. Nur wer mitspielt kann, gewinnen. Also nur wenn du dir an... loskaufst, hast du die Möglichkeit, einen Gewinn zu bekommen und deswegen halte ich das für richtiges zu versuchen.
Ob man jetzt sagen kann, ein guter Slot auch mit der ganzen historischen Ballast. Darüber kann man streiten. Ich glaube, da haben wir auch sehr unterschiedliche Perspektiven hier am Tisch. Die Frage ist ja eher, wieso macht man es nur? für dreimal. Und danach wollen wir es da nicht mehr haben, wenn wir es jetzt nicht mehr bekommen.
Also da schließen sich ja jetzt schon mögliche Debatten an. Ich finde, wenn man ein Angebot hat, dann soll man das machen. Und dann kann man sich hinter ärgern, wenn es jemand nicht annimmt. Dann kann man auch zurecht irgendwie sagen, hey Moment, so wie ihr jetzt diese Spiele veranstaltet, das ist irgendwie nicht so ganz mit unseren Weltbild.
vereinbar, aber ich finde sozusagen völlig unabhängig davon, wie viele Fehlstaats man hingelegt hat. Das nächste Rennen ist das Wichtigste. Das ist auf jeden Fall eine gute Lebenseinstelle. Ja, bei einer olympischen Welt sollte man schon irgendwie zu einem Punkt kommen und sich mal hinsetzen und analysieren, woran hat es gelegen sozusagen.
Also immer nur blindlings ins nächste Rennen zu gehen und den nächsten Fehlstart dann zu provozieren, das kann ja auch irgendwie nicht die Lösung sein. und sich sozusagen ein realistisches Bild von der Lage zu verschaffen gehört einfach mit zu den Spielregeln. Und ja, es ist natürlich Entertaining einerseits, andererseits.
Noch vor wenigen Jahren hat sozusagen das heutige deutsche IOC-Mitglied in seiner damaligen Funktion als Chef der Bewerbungsinitiative Rhein Ruhr nicht so richtig mitbekommen, wie schnell die Spiele nach Brisbane gehen. Also zumindest hatte man beim deutschen Sport eine andere Botschaft angekommen. Und es gehört halt auch zur Geschichte dazu.
Wir haben es jetzt schon zweimal erwähnt, aber da kommt es halt jetzt einfach rein, weil der Kreis sich wieder schließt, dass der deutsche Sport es geschafft hat. unter fünf Kandidaten leibt sich raus zu suchen und ist dann am Ende einen technischen K.o. gab, weil die noch nicht mein Flughafen näher hatten.
Und das alles muss man halt jetzt irgendwann sozusagen mit in die Verlosungen auch mit reinnehmen und schauen, ob man halt auch irgendwie Chancen hat und wann nicht. Und was mich stört ist, dieser Versuch des Sportes sozusagen die Erzählung zu pflegen, man habe diesmal Besonders gute oder oder oder wie auch immer Chancen denn mal unabhängig sozusagen von der Frage wie gut die Chancen wirklich sind.
Ja da ist auch glaskugel dabei. alles klar wozu es ja auf jeden fall führt ist wie viel Geld gerade in deutschland rund um dieses thema zum Beispiel schon investiert wird. also jetzt die vier bewerbungen Wir kommen da auf ein dreistelligen millionen betrag knapp die jetzt gerade schon mal an an steuergeld einfach investiert worden sind oder investiert werden, nur sozusagen für die Kühe.
Dann hat man immer wieder einzelne Firmen, die sich engagieren, oft dieselben, die schon bei den gangenen gescheiterten Olympiebewerbungen mit dabei waren. Also das ist schon auch ein System. Wenn sozusagen ein Landtag sagt, wir bewerben uns für Olympia, ja, es geht dann irgendwie um Olympia, aber es ist schon auch ein System, was sozusagen erstmal in diesem Land dann dafür sorgt, dass Gelder bewegt werden, das darf man nicht unterschätzen.
In München war es ein einstelliger Millionenbetrag bei dieser, bis jetzt? Bis jetzt. Es ist immer die Frage, wie rechnest du das Personal rein? Wie rechnest du sozusagen Beratungskosten rein? Also der Stadtrat hat einen einstelligen Millionenbetrag dafür freigegeben. Ja. Also wie du jetzt von einem Stadt einstelligen Millionenbetrag.
auf vier Städte dreistelliger Millionenbetrag. Knapp dreistelliger Millionenbetrag. Zum Beispiel Hamburg hat einfach mal alles zusammen gerechnet, kommt auf ungefähr zwanzig Millionen. Was müsste denn dann besser gemacht werden von Deutschland, um die Olympia Chance zu erhöhen? Also jetzt können wir sozusagen eine pragmatische Ansatz finden oder die radikale.
Der radikale Ansatz ist zu sagen, wir haben bei Sommerspielen quasi keine Chance. Also das Deutschlandgastgeber der olympischen Spiele. Ich habe es in irgendeinem Kommentar mal geschrieben, gab dann dieses Feedback, aber ist in Ordnung, ist ungefähr so groß wie die Chance, dass Markus Söder nach der Bundestagswahl, nach der nächsten Kanzler einer schwarz-grünen Koalition ist.
Also nicht ausgeschlossen, aber irgendwie denkbar. Wenn man als Deutschland wirklich sagen wollen, wir wollen Olympische Spiele, hätte man eigentlich sagen müssen, wir gehen auf den Winter. Dann hätte man viel größere Chancen gehabt, den Zuschlag zu bekommen. Die Pragmatische ist, so schnell wie möglich von diesen vier Städten, den objektiv besten Küren, klammer auf, das kann nach meinem Empfinden nur München sein, klammer zu und dann endlich in das internationale Wettstreit richtig einsteigen.
Verzögerung, also das hat ja auch Effekte, wenn die sozusagen die Sportfamilie irgendwo zusammenkommt, ja, dann spricht dann irgendwie der katarische Vertreter, sagt er, ja, wir machen das jetzt so und so in Doha, ja, und dann sagt dann die Frau Ambani, ja, bei uns so und so, und dann kommt der Deutsche und sagt, oh ja, wir müssen noch klären, ob Herne oder München.
Also das ist einfach, man ist noch nicht im Rennen, ja, und von daher, also wenn, dann jetzt klar auf den Kandidaten festlegen, aber wie gesagt wird wirklich... im Bewusstsein, dass die Chancen für Deutschland sehr gering sind? Ich glaube, dass die Frage der Winterspiele in Deutschland hat sich erledigt.
Wir hatten damals in München ja die Idee, ein zweites Mal in die Bewerbung für Winterspiele einzusteigen nach der ersten Niederlage gegen Pengchang damals und die Bevölkerung in München und in allen Gemeinden im Oberland. in denen auch Wettkämpfe hätten stattfinden sollen, haben klar gesagt, nein. Und im Nachhinein muss man sehr, sehr froh sein, dass wir diese Spiele damals in den Jahren die Winterspiele nicht bekommen haben, weil so wie der Winter damals hier aussah, hätten wir gesellschaftliche Debatten rund um den Wintersport bekommen, die man schwer hätte bestehen können.
Also ich glaube, die Frage der olympischen Winterspiele, auch wenn wir mehr Chancen hätten, Sportpolitisch, weltweit, die es beantwortet. Das sehe ich nicht mehr bei der Entwicklung, die wir haben. Ich sehe es auch nicht. Ich wollte nur, weil wir im strategischen Bereich waren und sagen, wo hätte man die besten Chancen, wenn man sie vor zehn Jahren hingesetzt hätte und gesagt hätte, wir gehen ganz gezielt auf Winterspiele, hätte man ganz andere Aussichten gehabt als die Situation, die man sich jetzt befindet.
Und wo ich dir zustimme, ist sozusagen der Grad der Professionalisierung in dieser deutschen Olympia Bewerbung, da sehe ich durchaus Raum nach oben. Man hat nicht das Gefühl, dass das von den politischen Kräften, den sportpolitischen Kräften mit so viel Augenmaß und Erfahrung gesteuert wird dieser ganze Prozess, wie er im internationalen Vergleich wünschenswert wäre.
Gut, dann sehen wir es jetzt mal. ich bin vorhin vom Negativfall ausgegangen, aber dann gehen wir doch mal ins positive. Welche Bedeutung hätte es denn, wenn Deutschland wieder die olympischen Spiele ausrichten könnte? Zum einen für das Land, vielleicht auch mit einer dauerhaften Wirkung ja auch für die Stadt, gesellschaftlicher Nutzen, wirtschaftlicher Nutzen.
Die Frage würde ich dir stellen, René, und dann aber auch auf der sportpolitischen Bühne. Ich glaube, dass man wirklich ... in jeder Phase von einer olympischen Bewerbung schon Effekte haben kann. Die Debatte, die wir jetzt hatten im Vorfeld des Referendums hier in München, wollen wir das. Welche Formen von Stadt wollen wir sein?
Welche von diesen Infrastrukturprojekten, die man jetzt dafür Olympia mal aufgeschlüsselt hat und mit einem Preisschild versehen hat? Unabhängig von ob wir das jetzt in die Bewerbung gehen, ob wir diese Spiele bekommen, welche von denen sind sinnvoll, welche sollte man früher angehen, welche sollte man später angehen.
Ich finde, da liegt schon ein Nutzen daran. Und wenn man sich auf eine internationale Wettbewerbsfähigkeit dann warm läuft, tut ja gut, wenn man dann mal quer guckt. Wie haben Sie das in Paris organisiert, den Umbau der Stadt für die Olympischen Spiele? Was macht man in Los Angeles? Was macht man in Brisbane?
Wie wäre denn das dann, wenn wir das wirklich hier ausrichten? Also auch da wäre ein Nutzen da. Und für den Fall, dass man tatsächlich für irgendwann sagt, ja wohl ihr dürft diese Spiele wieder ausrichten, würde das an meiner Sicht natürlich eine Stimmungsaufhellung bringen und das würde aber auch ganz konkret Dinge in Mars setzen.
Also ich bin mir sicher, dass dann die zweite Stammstrecke in München zu den Olympischen Spielen waren, auch immer sie sind fertig wäre. Darüber möchte man lächeln, aber es wird schon sehr lang daran gebaut. Also da sind schon Dinge da und ich hatte ja das Glück und das Privileg, auch die einen oder anderen Spiele besuchen zu dürfen.
Das macht was mit einer Stadt und die Stadt hat auch ein Stück weit in der Hand, was sie dann aus diesen Spielen macht. Die olympischen Spiele in London waren anders als die in Rio und die in Sochi waren anders als die in Turin. Man hat dann an Eisen, dass man ein Stück weit schmieden kann. Das haben dann aber halt auch diejenigen in der Hand, die dann in dem Zeitpunkt die politischen Verantwortlichen sind.
Und das gehört ja auch zu der Wahrheit dazu, dass wir da sehr, sehr weit in die Zukunft schauen. Also, wie wird die Welt, wie werden die politischen Verhältnisse, wie wird die ökonomische Situation sein? Das sind sehr, sehr, sehr viele Unbekannte. drin in dieser Gleichung. Aber dass Spiele auch immer eine Chance sind, dann etwas zu gestalten, das glaube ich.
Und die können wir haben oder die können wir nach Indien oder nach Katar gehen lassen. Kampflos. Natürlich machen Olympische Spiele was mit einer Stadt. oder sagen wir mal natürlich können Olympische Spiele was mit einer Stadt machen. Und natürlich waren die Spiele in Paris. Malte das gerade. noch mal erwähnt hat es, sagen wir mal, die schönsten Spiele, die besten Spiele, wahrscheinlich seit London.
Und diese Spiele von Paris waren auch wirklich notwendig für die ganze olümpische Bewegung. Was für ein Horrorjahrzehnt hatte man davor? Teilweise nicht selbst verschuldet, Corona-Spieler in Tokio zum Beispiel, aber größtenteils selbst verschuldet von Sochi bis Peking. Also von daher, Paris hat auch wirklich die Funktion, Wenn man aber in Paris dann auch mal genau hinschaut, natürlich waren die Bilder toll.
Natürlich waren alle, die da waren, angetan, die meisten angetan von dem, wie das da so ablief. Und Beach Volleyball vom Eifelturm, da geht halt nichts drüber. Aber wenn man da war, ist das schon so. Also die Säen links und rechts, das war mal abgesperrt. Da gab es einen Großflächigen-Radius, wo dann auch Bars, Restaurants und so weiter, die normalerweise da in den... Sechs Wochen sind sie dann mit Vorlauf und Nachlauf ihr Geschäftmann eben nichts machen konnten.
Es war nicht so, dass Paris die Pariser nur Jubeln gesagt haben, oh, endlich kommt das IOC zu uns in die Stadt und endlich kommen die olympischen Spiele. Also Paris ist groß und stark genug, dass nicht mal das IOC das kaputt machen kann, das ist richtig, aber es war schon auch schwierig für Paris. Auch wenn wir in die Frage der Finanzen denken, die wir jetzt heute sehr wenig gesprochen haben, in Paris hat das einen zweistelligen Milliardenbetrag gekostet.
München sagt jetzt zum Beispiel immer, wir orientieren uns ungefähr an Paris, so Pimal Daumen. René hat eben schon gesagt, dass alles wäre dann irgendwie in knapp zwanzig Jahren, wenn wir jetzt mal die Inflation und so weiter mit drei Richtungen kommen, da schon nochmal auf ganz andere Werte. Der Punkt, dass man als Stadt irgendwie so ein bisschen mitwurscheln kann, ja, das kann man, aber die zentralen Fragen kann man nicht klären und nicht verändern.
Und die Kosten gehören zum Beispiel ganz entscheidend mit dazu. Und egal welche Spiele in einem, auch in einem demokratischen Land, also von den Summen, die Peking ausgehen, wir brauchen ja gar nicht zu reden, aber auch in einem demokratischen Land rund um olympische Spiele entstanden, das sind Summen, da musst du halt... von zehn bis zwanzig Milliarden, die müssen investiert werden.
Das muss bewusst sein. Kannst du denn für die Leute, denen das vielleicht weniger bewusst ist, mal aufdröseln, wie die Kosten sich denn aufteilen? Also was stemmt zum Beispiel das IOC? Ja, also dazu muss man sich jetzt auf die sozusagen IOC-Mathematik begeben, dass IOC-Trend immer streng sozusagen zwischen den sogenannten OCOC-Kosten, also die Unmittelbaren Organisationsdurchführungshosten und den Nicht-OCOC-Kosten.
Und das IOC gibt seit geraumer Zeit einen Zuschuss für diese OCOC-Kosten. Weswegen auch nach allen olympischen Spielen immer kommt, Organisatoren von Paris ziehen positive Bilanz, haben paar Millionen Gewinn gemacht. Rio, paar Millionen Gewinn gemacht. Überall. Das ist sozusagen automatisch. Der entscheidende Punkt sind aber diese anderen Kosten, die halt entstehen.
Und das sind dann Sicherheitskosten darunter. Und man muss diesen anderen großen Topf halt nochmal sozusagen dann auch zwei geteilt sehen. Wie viel ist wirklich unmittelbarer olympischer Bezug? Und wie viel ist sozusagen allgemeine Stadtentwicklung? Und natürlich ist der Trick immer zu sagen, es ist ja im Prinzip sowieso alles allgemeine Stadtentwicklung.
Also in manchen Fällen ist es berechtigt. Die Kosten für die Stammstrecke muss man jetzt nicht reinrechnen. Vielleicht eine Milliarde, die es am Ende braucht, um es zu beschleunigen. Eine ordentliche Summe, um es zu beschleunigen, damit es rechtzeitig zum Olympia fertig wäre. Aber in Hamburg zum Beispiel geht man ja hin und sagt, Hamburg hat gar kein Olympiastadion.
Dürfte sich deswegen eigentlich nicht nach den aktuellen deutschen Logiken gar nicht bewerben. Jetzt sagt Hamburg aber, na na wir haben natürlich eine Olympiastadion, denn wir haben ohnehin schon lange geplant für den HSV ein neues Stadion zu bauen. Das ist dann rechtzeitig fertig und wenn das dann fertig ist, wird das einfach unsere Olympiastadion.
Aber das Stadion hat ja mit Olympia gar nichts zu tun und da kann jetzt einfach jeder selber überlegen, sind das jetzt olympische Kosten, wenn ein wenn ein solches Stadion entstehen würde oder nicht. Und also von daher wird der mit sehr vielen Tricks während die Summen immer klein gehalten. Die Größenordnung, um die es geht, habe ich eben genannt.
Zweistelliger Milliardenbetrag, aber das andere ist unrealistisch. Im Fall von München sollen die Ausgaben sich auf achtzehn bis einundzwanzig Milliarden summieren. und da steckt dann eben drin, du hast es gerade auch schon gesagt, Verkehr, Neubau oder Renovierung von Sportstätten, umgestaltung öffentlicher Flächen, aber eben auch sowas wie eine neue S-Bahn-Linie.
Das sind ja auch Investitionen, die sich über mehrere Jahre dann verteilen. Aber kann denn jetzt ganz konkret gefragt auch auf München-Renée die Stadt... so was stemmen und wie sehr fehlen dann die Gelder ja auch vielleicht an anderer Stelle, wo sie ebenso als Innovationszuschuss oder Beschleuniger gebraucht werden würden.
Also die Schuldenglas der Stadt entwickelt sich sehr steil nach oben. München ist immer noch eine sehr reiche Stadt, aber München muss sparen. Deswegen ist die Frage heute nicht mehr so leicht und aus dem Ad hoc mit na klar. können wir uns leisten, schaffen wir, zu beantworten, wie man das vielleicht vor fünf oder zehn Jahren sicherlich noch mit einem anderen Selbstbewusstsein getan hätte.
Das verschärft die Debatte und die Diskussion und deswegen muss man sich immer überlegen, was von dem Geld, was man ausgibt, gibt man wirklich sinnvoll aus. Das sind ja verschiedenste Dinge. Infrastruktur-Maßnahmen werden ja dann auch noch von Landesmitteln und Bundesmitteln mit unter Bezuschuss. Deswegen ist es sehr, sehr schwierig bei dieser Gesamtzumme dann zu sagen, wie viel bleibt da dann wirklich sozusagen bei der Stadt hängen.
Es ist eher die politisch interessante Frage, wie viele Bundesmittel wird man dann auch bereit sein ins vermeintlich erreiche Bayern oder München umzuleiten oder zu schicken. Also da kommt noch die eine oder andere spannende Frage, muss man beantworten. Ich erinnere mich nur, dass es in dieser Stadt auch schon Referenten darüber gegeben hat, ob man drei Tunnel bauen soll für den mittleren Ring.
Das wurde damals knapp mit Ja beantwortet und ein Argument dagegen war immer, wenn wir die Tunnel bauen, dann haben wir weniger Geld für Kindertagesstätten. Das gleiche Argument kam, als die Allianz Arena gebaut werden sollte und da um die Anbindung ging. Deswegen tue ich mir immer so ein bisschen schwer mit diesem Quer vergleichen.
Das Geld, was man dann da in Olympia gibt, fehlt dann an anderer Stelle für Kultur, Bauten, Sozialeinrichtungen und so weiter. Diese Rechnungen gehen wir ein bisschen zu knapp und blendet einfach aus ein Stück weit, welche Chance darin liegt, auch andere Mittel in diese Stadt zu holen. Und wenn man es auch da nochmal den Blick ein wenig weitet auf die deutschen Mitbewerber, Ich sehe da jetzt auch keinen auf dem Feld, der München abhängen würde bei den Finanzfragen.
Im Gegenteil. Ob es München wird oder doch Hamburg, Berlin oder die Region Rhein-Ruhe, werden wir in spätestens einem Jahr wissen, wie es bis dahin weitergeht im Olympia-Prozess. Das erfahren Sie in jedem Fall schon vorher gedruckt und online bei uns. Vielen Dank an euch beide, René und Johannes. Und vielen Dank an Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, für die diesmal etwas größere Ausdauer beim Zuhören als sonst üblich bei uns.
Heute produziert hat Immanuel Petersen die nächste Folge von UND zum Sport, wie gewohnt, zum Fußball. Wir freuen uns, wenn Sie wieder mit dabei sind. Bis dahin, machen Sie es gut!