Vorwärts nach weit - Der dentastico Podcast über Hannover 96

Folge 417 - Wer 96 sagt, der muss auch Frauen sagen

Montag, 16. März 2026 · 1 h 22

MP3

Shownotes

Mit Braunschweigern spricht man nicht. Deshalb begrüßen euch Tobi und Alina heute nicht zum Gegnergespräch, sondern zu einem Talk mit und über die 1. Fußballfrauen im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. Lena Rathmann, Kapitänin, Leah Bungeroth, Torhüterin und Kevin Martin, Cheftrainer, erzählen über die Situation in der Regionalliga Nord und Ziele für den Rest der Saison.

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Tobi: Ja liebe Zuhörer und Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Vorwärts nach Weit dem DENTASTICO Podcast über Hannover 96. Es ist Montag Abend, also eigentlich wartet ihr jetzt wahrscheinlich sehnsüchtig auf ein Gegnergespräch. Na dann guckt mal kurz auf den Spielplan der Profis und dann werdet ihr feststellen der nächste Gegner ist nicht gerade am willkommensten in unserer wunderschönen Landeshauptstadt deswegen mit denen sprechen wir nicht. Das haben wir euch angekündigt und das ziehen wir auch durch, sondern stattdessen sprechen wir mit viel freundlicher und viel netteren Menschen, die auch von Hannover 96 sind, die für Hannover 96 sind, die für Hannover 96 auf dem Fußballplatz stehen. Und deswegen freue ich mich, dass wir zum zweiten Mal in dieser Saison sprechen können mit Vertreterinnen der ersten Frauen von Hannover 96. Und das mache ich aber nicht alleine, sondern ich habe natürlich auch weibliche Verstärkung. Und da freue ich mich sehr drüber Alina. Hi und herzlich willkommen.

Alina: Hi und moin Tobi. Ja, ich freue mich auch sehr, dass wir jetzt mal nicht über die Männer sprechen, die uns doch auch relativ häufig enttäuschen, ich sagen, sondern endlich mal über die Frauen sprechen dürfen. Ein Thema, was man, sage ich mal, nicht genug in den Vordergrund stellen kann.

Tobi: Aber du meinest jetzt die Profimänner wahrscheinlich, die enttäuschen oder es war jetzt kein Generalismus. Kann man sehen, wie man will. Ja, okay, okay. Okay, das darf jeder entscheiden, wie er möchte. Das verstehe ich. Und Alina, du bist natürlich am besten geeignet. Warum bist du das? Erzähl mal kurz. Du hast eine Fußballvergangheit.

Alina: Ganz genau. Ach du, das ist Auslegungssache, das darf der Zuhörer entscheiden, wie er möchte. Ich habe auch eine Fußballvergangenheit, ja genau. Ich habe lange Jahre Fußball gespielt, mit sechs Jahren angefangen und dann lange bei den Jungs gespielt. Ich bin auch ganz gespannt auf euren Werdegang, Lena und Lea, falls wir darauf noch zu sprechen kommen. Und ja, dann irgendwann auch in die Frauen umgestiegen und für den Fußball ganz lange Zeit meines Lebens gelebt.

Tobi: Und über den Fußball 96 lieben entdeckt. heißt, da ist also ganz viel, ganz viel Tolles drin. Das heißt, du passt dann natürlich auch perfekt dazu. Das ist völlig klar. Und du hast die beiden eben schon genannt. Und ich fange dann an mit der Kapitänin. Einfach qua Amtes mache ich das. Unsere Kapitänin von den ersten Frauen von der Nova 96. Ihr kennt sie schon. Sie war schon hier. Hallo. Schön, dass du wieder da bist. Lena Ratmann.

Alina: Ganz genau.

Lena: Hi Tobi, danke für die Einladung.

Tobi: Ja, super, super gerne. Und du hast dir diesmal weibliche Unterstützung aus deinem Team mitgebracht. Und da bin ich besonders gespannt, weil ich habe ein paar Spiele von euch ja sehen dürfen. Und ich muss sagen, dein Torwartspiel, da werden wir drüber reden. Und da freue ich mich sehr drauf. Hallo und herzlich willkommen, unsere Torhüterin von den ersten Frauen Lea Bungeroth.

Leah Bungeroth: Ja, hi, danke für die Einladung. Ich freue mich, hier zu sein.

Tobi: Ja, noch freust du dich. Mal gucken, wenn wir dich auf den heißen Torwartstuhl setzen. Was du dann noch zu sagen hast. Und natürlich, wer darf auch nicht fehlen, der Trainer von den ersten Frauen von Hannover 96. Quasi mein Nachbar, ich beinahe gesagt. Hallo und herzlich willkommen wieder einmal. Kevin, Kevin Martin.

Kevin: Ja, hallo Tobi, hallo Alina, hallo Mädels, grüßt euch. Schön, dass wir drei vor allem nochmal hier sein dürfen. Dankeschön für die Einladung.

Tobi: Ja, super, super gerne. das war uns tatsächlich eine Herzensanlegerin. Das heißt, hatten ja ⁓ nach der ersten Sendung gesagt, dass wir immer so bisschen gucken, dass wir euch immer wieder mit hineinholen. Jetzt hat es tatsächlich ein bisschen lang gedauert, aber als ich dann zumindest in Karlefeld live vor Ort war in eurem Trainingslager, ein Testspiel gegen Hessen Kassel, richtig geile erste Halbzeit, zweite Halbzeit, war noch okay. War nur ein Testspiel, war nur ein Testspiel. Aber spannende Anlage, auch spannende Familie hast du da, Kevin, muss ich ganz ehrlich sagen. Also sehr engagiert, fand ich sehr toll. Und dann natürlich das Pokalspiel, wenn das hier schon mal von meinen Türen ist. Ich arbeite in Nordheim, ich wohne in Göttingen und dann spielt 96 bei der Eintracht. Über den Sommer schweigen wir. Das war kein so cooles Spiel. Aber über den Pokal können wir sprechen, denn da habt ihr euch mehr als revanchiert nach dem 1 zu 4 im Sommer. Dann ein 4 zu 0 souverän eingezogen in die nächste Runde des Niedersachsen Pokals der Frauen. das hat mir Spaß gemacht, da zuzuschauen. Spätestens da habe ich gesagt, okay, jetzt müssen wir wieder sprechen. Ja, dann sind wir ja schon mittendrin. Gesprochen haben wir in der Hinrunde. Alina weiß natürlich auch, weil sie uns immer gehört hat, über das Spiel, besonders damals, nicht beim, sondern gegen den ATS Bundentor, Hinspiel war aufgrund einer Tätigkeit der gegnerischen, das war die Torhüterin, ich, ja, die Torhüterin war es, abgebrochen worden, gewertet worden für uns. Jetzt gab es vor zwei Wochen, es ist fast schon her, das Rückspiel. Da muss ich dich kurz ansprechen, Lea. Ey, das doch kein Tor. Wie kann das Tor zählen? Also, für alle, es nicht gesehen haben, aber du hast den Ball, du hältst ihn fest, du stehst vor der Torlinie und dann ist deutlich zu sehen, wie eine Gegenspielerin eigentlich den Ball und dich reinschubst. Und das ist Tor.

Leah Bungeroth: Ja. Ich konnte es in dem Moment, oder kann es auch jetzt immer noch nicht fassen, was genau die Schiedsrichterin da gesehen hat. Man sieht auch in unserer Aufnahme, wie ich den Ball dann, weil sie hat ja gepfiffen und in Richtung Mittelpunkt gezeigt, wie ich den Ball hinlege und das Ganze als Freistoß interpretiere, weil nur das wäre die richtige Entscheidung gewesen und dann kommt sie mir den Ball weg und sagt, es ist Tor. Und wir sind, glaube ich, alle irgendwie vom Glauben abgefallen und haben lange mit ihr diskutiert, aber sie hat sich nicht umstimmen lassen. Hab ich es noch nicht erlebt. Ist leider als Tor gezählt worden. Man muss natürlich aber auch dazu sagen, wir hätten 60 Minuten Zeit gehabt, Spiel trotzdem noch zu drehen. Haben mehrfach die Latte getroffen, vielleicht auch noch mal Pech gehabt mit einer nicht gegebenen Elfmeter-Entscheidung. Also insgesamt ein sehr, sehr unglückliches Spiel. Aber ja, die Szene hab ich mir ein paar Mal angeguckt und kann es bis jetzt nicht verstehen, was sie da gesehen hat.

Tobi: Das kann ich nachvollziehen. Ich habe sie mir auch ein paar Mal angeguckt und habe gedacht, das kann nicht Tor sein. Das ist beinahe ausgeschlossen. Ich habe mich fast schon gefühlt wie in Schalke für ihn gestern, aber da waren die Entscheidungen zumindest korrekt. Das war es nicht, definitiv nicht. Also wilde Schiedsrichterentscheidungen, offensichtlich immer mit dabei, wenn es gegen einen bunten Tor geht. Wobei im Hinspiel war es keine wilde Entscheidung. Das war die richtige. Die Schiedsrichterin wird da angegangen von der gegnerischen Spielerin. Das ist einfach eine rote Karte und das Spiel wird abgebrochen. Ne, rote Karte gab es ja vorher schon, meine ich. Und danach wurde es abgebrochen, weil sie sie noch angefasst hat. Also von daher, das geht dann zu weit. Kevin, hast du es als Trainer gesehen? Wenn du da so ein Gegentor kriegst und du stehst da draußen, dann musst du da... Und ich hab dich ja erleben dürfen. Du bist schon... Wie soll ich das ausdrücken? Du bist ein emotionaler Trainer. Du bist nie unhöflich, hab ich festgestellt. Da gibt es andere Kollegen. Aber du bist schon mittendrin in der Situation. Wie hast du reagiert?

Kevin: Ich würde sagen, fünf Jahren oder sechs Jahren hätte ich auch anders reagiert und wahrscheinlich hätte ich auch bei meinem vorherigen Verein noch anders reagiert. ich glaube, dass es ganz wichtig ist, wenn du Hannover 96-Trainer bist, dass du dann eben auch in der Öffentlichkeit so auftrittst, Schiedsrichtern nicht unbedingt direkt durchbeleidigst, gegnerische Trainer möglichst respektierst. Und ich habe der Schiedsrichterin zum Ende des Spiels, als sie diesen Elfmeter nicht gegeben hat, also pass auf. den Namen der Schiedsrichtin kann man ja nachlesen, ja kein Problem. Ich habe mich über dich richtig schön beschweren und da hat sie mich halt nur so viel Sand lächelnd angeguckt und hat gesagt, mach doch. Und das hat mir eben auch gezeigt, dass es auch nichts bringt, sich aufzuregen. Und ich finde, Lea hat das ganz, ganz toll gesagt. Und wir haben es, glaube ich, auch im Kreis, ihr beide, wir haben es danach thematisiert kurz. Wir hätten einfach zwei Tore schießen können gegen die, weil der Gegner war absolut. Und das ist überhaupt nicht verboten, den Ball wegzuschießen, wenn man eins null führt. Aber das war schon heftig, wie das Spiel gelaufen ist. Und natürlich waren wir alle unfassbar enttäuscht. ich habe mich ja nicht aus Spaß in Einführungsstrichen bei Hannover 96 beworben, weil ich so gerne Spiele verliere, sondern weil ich eher gewinnorientiert bin oder siegorientiert. Und das ist bei diesen beiden, die hier sitzen, auch absolut der Fall. Und Bundentor konnte uns spielerisch überhaupt nicht packen. Und da sind eben aber trotzdem Dinge, die wir nicht gut gemacht haben. ich schaue dann nach vorne, ich versuche lösungsorientiert zu sein. Wir haben das in der Trainingswoche aufgearbeitet und haben das gegen Barmke aus meiner Sicht sehr, sehr viel besser gemacht. Haben wir natürlich auch einen riesengroßen Vorteil gehabt. 20 Meter längerer Platz, 15 Meter breiter und ein Gegner, der seine Kette dann auch nicht ganz von 16er gestellt hat gestern. Und deshalb, ja, wie habe ich es empfunden? Das Spiel war für uns alle sehr aufregend. Ich bin froh. dass wir zumindest ohne Verletzte rausgegangen sind, weil die Nilobara als böse getroffen worden und dass wir gestern uns die drei Punkte haben sozusagen zurückholen können, weil das Hinspiel in Barmkarten wäre verloren und so rechne ich immer. Also ist einfach so.

Tobi: Das ist okay. Das macht der André bei uns, bei den Profis auch immer so. Stimmt, das war ja die Elfmeterszene, wo Nele so böse getroffen wurde, der nicht gegeben wurde. Stimmt, das hab ich gar nicht erwähnt, aber ihr beide habt's ja getan. Lena, du als Kapitänin, du hast ja vielleicht nur auf dem Platz den meisten Einfluss auf die Unparteiischen. Wie regierst du da mit solchen Situationen, ⁓ wenn ja nun offensichtlich, ich muss mich zusammenreißen, Unsinn gefiffen wird?

Kevin: Hehehehehe!

Lena: Ja, also ich bin auch eine sehr emotionale Person und muss mich da auch mal sehr zusammenreißen, gerade weil das Spiel auch bis dahin schon sehr, ja, also ich fand von der Schiedsrichterin schwierig, also viele Entscheidungen sehr schwierig zu vertreten. Diese Entscheidung habe ich genauso wie Lea eher so wahrgenommen, dass sie auf Freistoß pfeift und dann auch, als sie meinte, nee Tor, bin ich dann direkt zum Linienrichter gerannt, auch mit dem nochmal zu sprechen und in der Hoffnung, dass er es besser gesehen hat. Aber der hat auch direkt abgewogen und meinte, Tor. Dann bin ich wieder zurück zur Schiedsrichterin und hab versucht, meine Mädels, die ⁓ sie herum standen, versuchen, sie zu beruhigen. War aber selbst sehr aufgeregt, weil ich es auch nicht fassen konnte, dass die Entscheidung auf Tor gefallen ist. Sie hat mich dann noch mal mit zur Seite genommen, weil ich als Kapitänin mit ihr reden darf. Hab dann auch noch mal versucht, ihr zu erzählen, dass das ein ganz klares Foul an unserer Torhüterin ist. Sie meinte dann aber, das sei eine natürliche Bewegung der Stimme gewesen. und dann ging es immer hin und her. Ich hatte meine Meinung, sie hatte ihre Meinung. Mir war irgendwann klar, das hat keinen Sinn mehr. Sie hat dann auch gesagt, wir können noch stundenlang sprechen. Ich werde von meiner Entscheidung jetzt nicht mehr abweichen. Ja, und dann ist sie auch weggegangen und dann war das leider ein Tor. Ja, muss aber auch leer zustimmen. Wir hatten noch genug Zeit. war auch zu dem Zeitpunkt, fest davon ausgegangen, dass wir das Spiel noch drehen werden. Gerade aufgrund dieser Entscheidung, dass wir das noch drehen müssen. Dem war leider nicht so. Nach dem Tor hat Bundentor sich auch extrem hinten reingestellt, hat gar kein Fußball mehr gespielt, hat jeden Ball nur noch nach vorne gedroschen. Und das auch noch mit der Enge des Feldes hat es letztendlich leider dazu beigetragen, dass wir kein Tor mehr geschossen haben und dann leider die drei Punkte abgeben mussten.

Tobi: Ja, das ist dann manchmal vielleicht leider so, wenn der Platz vor allem so klein ist. war überrascht, dass auch Kevin du erzählt hast, dass der Platz so unglaublich viel kleiner ist. Da kommt natürlich äthetische Vorteile und wenn du dann vielleicht bisschen Fußball spielen kannst, kommt da gar nicht so sehr zum Tragen, weil es so eng ist. Das ist dann natürlich besonders ärgerlich. Das kann ich verstehen. Na gut, die werden sich gefreut haben nach dem Hinspiel. Muss man leider ehrlicherweise sagen. Aber trotzdem, und dann gehen wir nämlich zu Alina rüber und dann geht es über eure Vita. Da bin ich auch ganz gespannt. Aber bleiben wir ganz kurz noch in der Aktualität. Trotzdem ist es ja, ich sag mal, noch relativ eng. Ihr seid gerade zwar ein Spiel mehr, aber fünf Punkte hinter den Tabellenführer. Es sind noch ein paar Spiele zu gehen. Lena, du als Kapitänin. Wo soll denn die Reise hingehen? Ich erinnere mich, da war Kevin noch nicht da. Da hatten wir hier noch die Jessica zu Gast, die vom Aufstieg sprach letztes Jahr. Das hat nicht ganz funktioniert. Schwere Verletzungen natürlich auch dieses Jahr wieder. Echt extrem ärgerliche... Verletzungen auf Schlüsselpositionen, die ihr aber richtig gut kompensiert. Also Lena jetzt die nächsten Wochen haben es dann in sich, wenn man mal die Highlights rausnimmt, klar Pokal gegen Barmke, einfach weil man vielleicht den Titel wiederholen dann spielt ihr noch Aurich und Kiel, das sind die ersten beiden in der Tabelle. Kiel wird Alina besonders gefreut, wenn er da gewinnt. Die arbeitet da zwar, aber sie mag Kiel nicht. Lena, also wo soll es hingehen?

Lena: Mein Ziel ist auf jeden Fall, und davon bin ich auch fest überzeugt, dass wir das schaffen können, jedes Spiel zu gewinnen. Meiner Meinung nach können wir jede Mannschaft schlagen. Wir haben in Aurich uns ein 2-2 erkämpft und hatten meiner Meinung nach am Ende auch die Chance, Spiel zu gewinnen. Wir haben gegen Kiel unentschieden gespielt. Also alle, die über uns sind, sind schlagbar. Ich bin der Meinung, wir haben auch auf jeden Fall das Potenzial. deswegen ist mein Ziel wirklich, jeden jeden weiteren Gegner zu schlagen und dann werden wir am Ende gucken wofür es reicht. Im Pokal natürlich so weit es geht zu kommen. Auf jeden Fall wäre das Ziel wieder das Finale zu erreichen und ich glaube das können wir auch schaffen. Ich freue mich wenn jetzt Lina Seifert wieder zurück ist, Benne Willi wieder zurück ist, dass wir wieder einfach aus dem Vollen schöpfen können und ja dann bin ich überzeugt davon, dass wenn wir unsere Leistung so auf dem Platz abrufen, dass wir da oben ganz weit mitspielen können. Ich möchte gar nicht an den Aufstieg denken. Mein Ziel ist einfach, Spiel zu Spiel zu schauen. Es ist so eine Fussballfloskel. Aber tatsächlich denke ich, von Spiel zu Spiel möchte einfach jedes Spiel gewinnen. Ich spiele, ⁓ zu gewinnen. Ich gehe auf den Platz einfach, ⁓ mit den Mädels zusammen zu gewinnen. Und ja, das ist mein Ziel.

Tobi: Ist das so die Wolfsburger Mentalität, Lea, oder müsstest du die auch in dir haben? Lena, wir hatten das ja schon, ne, mit Zweite Liga und VfL Wolfsburg, das hatten wir schon. Also Lea, du kommst ja auch ausgebildet beim VfL. Ist das so die Mentalität, man da eingeimpft kriegt?

Leah Bungeroth: Ich weiß nicht, ob es daher kommt, aber ja, ich habe auch früher in Wolfsburg gespielt und es ergibt ja irgendwie auch einfach Sinn, sich nicht zu große Ziele zu stecken, sondern einfach wirklich jetzt sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren. Jetzt in in Hastenbeck am Wochenende wird mit dem Platz, den die einfach zur Verfügung nur haben, schwierig genug. Auch da wird, wie in Wundentor, auch wenn es jetzt ein Rasenplatz ist, aber halt ein schlechter Rasenplatz, die Mannschaften mit der besseren Qualität, die wir nun mal sind. Wahrscheinlich weniger, also wird der Abstand kleiner. Das heißt, das Spiel wird schwer, darauf fokussieren wir uns jetzt. Aber ich würde auch zustimmen. Ich will auf jeden Fall jedes Spiel gewinnen, vor allem zu Hause. Wir sind zu Hause aktuell noch ungeschlagen. Das soll gerne so bleiben. Und Spiele wie Kiel oder auch Handstand, mit denen spielen wir jetzt schon seit einigen Jahren zusammen. Und auswärts bei denen, das ist immer schwer. Aber wir werden auf jeden Fall alles geben. Und wenn am Ende dann... Platz 1 da steht, würden wir uns natürlich alle extrem freuen. Aber auch Platz 1, 2, 3 wäre alles ein Erfolg, weil das ist eine starke Liga. Wir haben einfach schon ein paar Punkte vor allem gegen schlechtere Gegner verschenkt. Vor allem gegen die starken Gegner haben wir sehr, sehr gut performt. Aber 5 Punkte oder wenn die jetzt das Nachholspiel gewinnen, 8 Punkte sind theoretisch einholbar und dafür werden wir alles tun.

Tobi: Das ist ja schon eine Kampfansage, auch wenn du sagst, du guckst natürlich auf das nächste Spiel, auf den nächsten Gegner in Hastenberg dann das Spiel, aber dann die Ansage, wir wollen die Heimspiele gewinnen und das nächste Heimspiel ist dann auch richtig. Kevin, also das ist ja eine Kampfansage von deinen Spielerinnen. Teilst du das?

Kevin: Ja, das teile ich schon. muss auch ehrlich sagen, ich habe bei meinen vorherigen Trainerstationen immer auch mich sehr, sehr, sehr viel, vielleicht sogar auch zu viel mit dem Gegner beschäftigt. Hab immer überlegt, okay, also da kannte ich natürlich die Oberliga, da kannte ich nach achteinhalb Jahren halt, da kannte ich jede Spielerin. Immer überlegt, wenn die jetzt da ist, was ist dann? Und bei uns ist es eigentlich eher so, dass wir, das darf man auch nicht vergessen, also auch mit Melanie, mit meiner Frau als Co-Trainerin. Auch mit unserer Athletiktrainerin Andrea Mann und auch mit Markus als Torwarttrainer, wir uns da auch mal abstimmen und eigentlich immer der Meinung sind, wir haben genau das, was Lena Rathmann gerade sagte, wirklich eine sehr, sehr gute Mannschaft, sodass ein lösungsorientierter Ansatz eben ist. Lara Theobald ist schwerstverletzt. Die wird erst mal nicht spielen können. Das ist sportlich und menschlich für uns eine absolute Katastrophe, der Verlust, dass sie aktuell nicht rund ⁓ die Uhr bei der Mannschaft sein kann, sozusagen. Wie lösen wir das? Wir lösen das über Paula Meyer. Wir versuchen das über Lina Seifert, über Vivien zu lösen. Und das ist der große Unterschied bei Hannover 96. Ich hatte bis jetzt, außer gegen Freiburg, noch nicht so das Gefühl, dass wir vielleicht unterlegen sind tatsächlich. vor dem Anpfiff. Das ist meine Message eigentlich. Und deshalb finde ich das gut. Aber nochmal, die beiden, die hier sitzen, sind sicherlich mit die absolut ambitioniertesten Spielerinnen in der Mannschaft. Und deshalb sind sie eben auch Kapitäninnen und Co-Kapitäninnen der Gruppe. Und ich sehe das ganz genauso. ist es natürlich so, manchmal fällt einem bisschen zu viel Selbstvertrauen auf die Füße. Ich habe ja vor dem Spiel gegen Bundentor gesagt, wir haben noch zwölf Spiele, gewinnen wir die alle zwölf, dann sind wir ganz ganz oben dabei. Gut, dann hast du gegen Bundentor halt verloren und deshalb war es total super und gut, dass wir gegen Barmke gewonnen haben. Das 3-2 klingt am Ende deutlich knapper als das Spiel war. Das war zumindest Meine Wahrnehmung auch, wir hatten in der ersten Halbzeit trotz 0-1 schon 4000 prozentige Chancen und haben das gut gemacht. Ich glaube, dass unser Anspruch sein muss, einfach auch in der Liga. sind da einer der größten Namen mit, dass wir oben drin sein sollen und zumindest unter die ersten drei zu kommen. Und von daher freue ich mich, dass die beiden das teilen. Bei Lena Rathmann möchte ich eine Sache für mich persönlich und ich weiß, dass bei Melanie auch so ist. korrigieren wir müssen nicht ins finale kommen müssen pokal gewinnen weil anhofer 96 muss im dfb pokal punkt

Tobi: So, und deswegen hast du gerade fast falsch gesagt. Wir sind nicht einer der größten Namen in der Regionalliga, wir sind der größte Name in der Regionalliga. Was ist schon Holstein Kiel? Da Alina auch noch was erzählen können, da die gar nichts sind. von daher, dass wir sind der größte Name und über St. Pauli und über Werder und so brauchen wir nicht sprechen. Der nimmt ja auch keiner ernst. 96 ist natürlich der größte Name in der Regionalliga und das ist auch gut so. Jetzt habe ich dann doch das Wort Aufstieg zumindest mal gehört. Also das wir einmal rein theoretisch darüber sprechen. Also ein Aufstieg würde bedeuten, ihr spielt dann plötzlich in der zweiten Fußball-Bundesliga, das ist dann eine eingleisige Liga. Das heißt natürlich A, erstmal sportlich. Ist das eine andere Liga? So sage ich es mal ganz vorsichtig. Auch wenn natürlich der HSV gezeigt hat, als der Osterregionaliger hoch ist, dass es auch ganz anders gehen kann. Aber da wurde dann noch massiv Geld reingepumpt. Wolfsburg 2 spielt auch ordentlich mit in der 2. Liga, die waren ja auch mal bei uns in der Liga. Also, Kevin, wie herausfordernd wäre das dann aber? ich meine, das ist dann eine bundesweite Liga.

Kevin: Naja, zuerst mal geht es ja rein vom, wie soll ich das sagen, vom sachlichen Los. Der Trainer muss als halbe Stelle angestellt werden und die halbe Stelle im Fußball, die definierst du bei Herrn sicherlich auch noch ein bisschen anders als bei Frauen, aber das wird dann sicherlich über eine geringfügige Beschäftigung hinausgehen. Das ist ein großer Kostenfaktor. Co-Trainer muss mindestens, glaube ich, Minijob haben und du musst einen festen Physio haben. Allein das. Du wirst dann reisen müssen. Bayern 2 beispielsweise ist ja nicht um die Ecke. Frankfurt 2 ist da ja fast noch ein Katzensprung. Und natürlich ich persönlich möchte das unheimlich gern schaffen. Idealerweise eben auch mit den Mädels von Hannover 96. Wir müssen uns aber auch der Realität stellen, dass dafür viele Dinge uns ermöglicht werden müssten. Also zum Beispiel müsste die KGAA, du hast das eben so gesagt, so ein bisschen lockerer gesagt, irgendjemand müsste da Geld reinpumpen. irgendwie. Ja, genau. Ja, ja, natürlich.

Tobi: Ich sagte, Hamburg wurde Geld reingepumpt. in Hamburg wurde Geld reingepumpt. hätten wir nicht den Aufstieg in die Bundesliga geschafft.

Kevin: Und ich zitiere an dieser Stelle immer, das habe ich dir im Vorgespräch auch schon gesagt, dem Präsidenten von Union Berlin, das ist ein Zitat, das ich immer wieder gerne bringe. weil es einfach super ist, was der Dirk Zingerl da gesagt hat, der hat gesagt, jeder Lizenzverein, zwei Millionen Euro für eine Frauenmannschaft, das muss einfach gehen. Und das finde ich ganz toll. Und das sieht man ja auch bei Union. Und wo man es ganz extrem sieht, ist bei Borussia Dortmund. Man kann sagen Ja, das war ja klar mit der Pop und Blabla. Das ist super, weil die werden fünf, sechs, acht. 1000 Trikots allein von Adeks Pop verkaufen und das geht hundertprozentig der Frauenfußballabteilung zugute und die haben auch garantiert einen professionellen Fanshop und etc. pp. Und da sind wir in der Struktur noch in den Kinderschuhen, ⁓ das mal vorsichtig zu formulieren. Und das ist kein Vorwurf an irgendjemanden. Aber dieser Realität muss man sich dann stellen und wahrscheinlich muss man dann auch so ein bisschen auf dem Transfermarkt so ein Glück haben, dass man Spielerinnen wie Lea Bungeroth bekommt, wie Lena Rathmann bekommt, wie Nele Obara bekommt. die zumindest regionaliger, wie bitte? Ja, oder behält. Ja. Und die also Spielerinnen bekommt, die zumindest regionaliger Topniveau haben. Dann sieht man ja eben auch an der Bente Bode, auf die Hannover 96 sehr stolz sein darf, dass man sich auch in der zweiten Liga etablieren kann. ist da Stammspielerin in Meppen geworden. Ist schöne Erfolg Geschichte, aber ich glaube, da haben wir infrastrukturell, das Wort nutze ich jetzt mal als Sammelbegriff.

Tobi: oder behält. oder behält. Denn die drei genannten sind ja schon da.

Kevin: noch ganz, ganz viel zu tun, dass wir als Sportler und Sporttreibende das gerne erreichen möchten. Ich glaube, das ist ganz klar und da arbeiten wir natürlich auch drauf hin. Aber wir bräuchten dann vermutlich acht bis zehn neue Spielerinnen, die alle dieses Niveau auch haben.

Tobi: Ja. Okay, aber das heißt, es ist ein großer Batzen und du hast gerade schon Fan-Shop und so was angesprochen. dann will ich das kurz jetzt hier reinbringen. Lena, du hast Lust, Dinge zu designen. Ich sag's mal so. Also, das ist jetzt nicht dein Beruf, aber du hast dich berufen gefühlt. Du hast Sticker entworfen für euer Team, für die Frauenabteilung. Besonders natürlich im Zuge des Pokalspiels. da gegen den SC Freiburg zu Hause vor immerhin über 1000 Zuschauern im Riedesstadion. Erklär uns kurz, wie kam es zu diesem Design und dann erkläre ich, warum ich das überhaupt frage.

Lena: Genau, also auf dem Sticker steht ja, wer 96 sagt, muss auch Frauen sagen. Mir ist bewusst, dass es leicht provokant rüber kommen kann, ist aber auch bewusst so gewählt. Ich spiele jetzt seit 2017 bei 96 am Herzenverein. Ich bin Fan seit ich denken kann von den Herren und ich wollte einfach mal so bisschen auf die Frau noch aufmerksam machen. Hey, uns gibt es auch. Und mein Traum wäre einfach, wenn die die Profis, also Hannover 96, den Herrenfußball und der e.V., Hannover 96 e.V., ein bisschen mehr kooperieren würden und uns Frauen auch ein bisschen mehr in den Vordergrund rücken würden, weil Fußball spielen wir auch. Lena Oberdorf hat so ein schönes Zitat gesagt, Frauenfußball, Männerfußball, es ist ein Fußball und ich finde, das trifft es ganz gut. Und ich wollte mit dem Sticker Einfach dafür sorgen, dass wir ein bisschen Aufmerksamkeit darüber bekommen, dass wir Hannover ein bisschen verschönern. Einige haben das auch schon auf ihre Autos geklebt, das fand ich super. Ich möchte einfach auf die Frauen aufmerksam machen. Ich bin totaler Befürworter des Frauenfußballs und stehe da auch zu. Deswegen finde ich diese provokante Note, die sie da Sticker hat, super.

Tobi: Ja, und ich fand den auch super und wir fanden ihn super. Und deswegen haben wir gesagt, hey Lena, das Ding ist so cool, das sieht so gut aus. Können wir uns das vielleicht ausleihen? Dann hast du gesagt, ja klar, könnt ihr machen. Und was haben wir gemacht? Wir lassen das auf Footies drucken. Es gibt die in verschiedenen Schnitten, es gibt die in einem Frauenschnitt. Ich weiß nicht ganz genau, was an dem Schnitt dann anders ist. Vielleicht ist es ein bisschen taillierter. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Es gibt den im ganz normalen Schnitt und es gibt den im Oversize Schnitt. Also da ist dann zwei Nummer größer von der Größe, man kauft. Wir werden links posten, oder nicht links, einen Link posten, wo ihr dann da draußen alle diesen tollen Hoodie... Ein paar haben es auch schon gemacht, habe ich gesehen. Ich habe schon Fotos auf X gesehen, ich habe auf Instagram schon welche gesehen, die dann tatsächlich diese Hoodies auch schon bestellt haben, weil wir das schon, ich glaube, Mitte der letzten Woche angekündigt haben, dass wir das machen und da auch schon den Shop veröffentlicht haben. Ihr könnt dort draufgehen, gibt es in Größen S bis, ich glaube, 5XL. Also jede Person dieser Welt passt da irgendwie rein. Das war wichtig, dass da keiner ausgeschlossen wird und natürlich steht groß auf der Brust, wer 96 sagt, der muss auf Frauen sagen und das sehen wir auch so. Ich habe ihn heute auch an, tatsächlich in die Sendung mitgebracht und wünsche mir, dass ihr da draußen wirklich zahlreich diesen Hoodie kauft. Nicht, weil ich reich werden möchte, sondern weil wir wollen, dass das Geld den Frauen von Hannover 96 zugutekommt. Das heißt 96 plus 4 Prozent, also komplett alles am Gewinn von diesen Hoodies geht. an die Frauenfußballabteilung und da von der ersten bis zur U17 runter. Allen soll das zugutekommen. Da hat Lena uns große Werte drauf gelegt und darum gebeten. Das machen wir natürlich gerne. heißt, jeder Hoodie, den ihr kauft, der geht auch zurück zu den Frauen, zurück zu dem Ursprung des Designs. das finde ich eigentlich ein... Danke erstmal Lena, dass wir das machen dürfen. Und ich hoffe natürlich, dass ganz, ganz viele diesen Hoodie kaufen und in Zukunft dann alle in der Klausowitzstraße bei euren Heimspielen stehen und diesen Hoodie anhaben. Wobei es wird dann langsam wärmer, aber noch geht's. Noch können wir den anziehen. Und auch gerne vor allem bei den Männern. Tragen wir ihn doch einfach auch am Niedersachsenstein, wenn wir dahin gehen. Also ich kann euch versprechen, zum Derby habe ich den an. Und dann wird es noch speziell, ich habe vorhin einen kleinen Drehtermin mit Sky tatsächlich im Zuge des Derbys und dann sieht man auch ganz Fußballdeutschland, diesen Hoodie. Und das Statement wäre 96, sagt der muss auch Frauen sagen und da sind wir sehr stolz drauf. Leben wir auch so. Jetzt habe ich so viel geredet, Alina, du so wenig. Jetzt bitte ich dich höflichst. Hol alles aus ihnen raus, was ihre Vita zu geben hat. Und vielleicht flechte dich ein bisschen ein. Und vielleicht macht ihr was aus zum Spiel bei Holstein. sind nämlich unsere Damen zu Gast. Du als Edelfan dann vielleicht mit am Platz. Aber übernimm bitte.

Alina: Hahaha Ich weiß nicht, wie viele Auswärtsfans bei euch mitreisen. Es werden vielleicht nicht allzu viele sein. Dementsprechend könnte ich mir vorstellen, euch dazu zu verstärken. Aber Kiel ist vielleicht noch bisschen weiter weg. Mich würde total interessieren, was so euer Werdegang war im fußballerischen Bereich. Wie seid ihr überhaupt zum Fußball gekommen, Lena und Lea? Wie ging es dann weiter? Was waren vielleicht eure Positionen, die ihr am Anfang bekleidet habt? Wo ist es dann geendet und wie seid ihr zu 96?

Tobi: In Nordheim waren es ein paar. In Nordheim waren es ein paar, muss ich sagen, aber gut, das ist doch nicht so weit.

Alina: Vielleicht mögt ihr, wer auch immer beginnen mag, da ein paar Worte zu verlieren.

Leah Bungeroth: Ja, ich kann gerne anfangen. Ich bin ganz klassisch als junges Mädchen bei einem Freund mit so Fußballtraining gegangen. Und meine Eltern haben damals gesagt, ja, eine Woche länger macht sie das nicht. Und jetzt bin ich immer noch hier, würde ich schätzen, 15, 16, 17 Jahre später. Also die Prognose hat sich nicht bewahrheitet. Hab erst im Feld gespielt und dann, klingt jetzt ein bisschen doof, aber tatsächlich, weil ich das Torwart-Trikot schöner fand, bin ich ins Tor gewechselt. und bin da jetzt geblieben. dann, ich würde schätzen, so mit 12, 13... Also ich hab lange bei Jungs gespielt im Tor und dann so mit 12, 13 bei Mädels im Feld parallel noch mitgespielt. Hab vielleicht da auch schon so bisschen die Anfänge meiner jetzigen Spielweise legen können. Und bin dann, ich glaube, mit 15... von den Jungs zu den Mädels nach Alten gewechselt in die Niedersachsen Liga. Und hab dann da mit einigen, die jetzt auch hier in der Mannschaft spielen, ein sehr, tolles und erfolgreiches Jahr gehabt. genau, dann wurde Wolfsburg auf mich aufmerksam und dann bin ich dort hin gewechselt, auch in die B-Jugend. Und hab dann da B-Jugend Bundesliga gespielt und auch wieder einen sehr erfolgreichen Jahrgang erwischt. und da ganz tolle Erlebnisse mit der deutschen Meisterschaft feiern dürfen. Genau, hab parallel immer schon so bisschen in die zweite Mannschaft reinschnuppern dürfen, hab da viel mit trainiert und auch teilweise auf der Bank gesessen. Hab mich dann aber dafür entschieden, dass ich dann doch mich mehr oder mich aufs Studium konzentrieren will oder das dann beginnende Studium und nicht alles für den Fußball opfern möchte. Vor allem auf der Torwart-Position ist das ja auch immer echt schwierig. Ich hätte da in die zweite von Wolfsburg gehen können, aber hätte jetzt nicht so viele Aussichten auf Spielzeit gehabt. Das war noch so die Zeit ⁓ Almut Schult und Merle Frohms. Also da waren sehr, gute Torhüterinnen bei Wolfsburg gerade vertreten.

Alina: Almut Schult kommt tatsächlich aus dem Wendland, wo ich fußballerisch groß geworden bin und auch als Mensch groß geworden bin, sag ich mal. Mit ihr hatte ich einmal, glaube ich, irgendeinen Ausfalltrain. Ich weiß noch, sie ist deutlich älter als ich, aber sie war da und das war für uns alle so, ⁓ da ist Almut Schult, die große Almut Schult. Das war cool, das fällt mir bei dem Stichwort ein.

Leah Bungeroth: Ja, ich habe ein paar Male mit ihr trainieren dürfen und da wurde dann auch der Unterschied schnell ganz deutlich. da wurden mir schnell meine Grenzen aufgezeigt. Genau, und dann, weil ich aus dem Raum Hannover komme und vorher auch schon häufiger mal Kontakt hatte zu 96, habe ich mich dann entschieden zu 96 zu gehen und bin da jetzt seit, ich glaube auch schon seit sieben Jahren, also auch schon echt lange. Ich bisher nicht vorzuwechseln.

Alina: Na, dürfte ja dein Trainer auf jeden Fall erfreuen, dieser Satz. Du sagst ja, ich bin jetzt geografisch nicht ganz so versiert, weil ich aus dem Norden komme und nicht in Hannover groß geworden bin. Wie war das, Wechsel zu Wolfsburg, geografisch? war das jetzt eine große Entfernung? Musstest du da mega lange immer zum Training und den Spielstunden pendeln und hast da einiges auf dich genommen? Oder passte das irgendwie örtlich, weil ihr umgezogen seid? Oder, erklär mal.

Leah Bungeroth: Ich habe damals in Hildesheim gewohnt, bin in Hildesheim groß geworden und deswegen war das schon immer eine ganz schöne Entfernung, also es war eine große Belastung. habe zu den anstrengendsten Zeiten fünfmal die Woche trainiert, bin immer mit dem Zug nach Lerte gefahren und dort dann von einem Shuttle abgeholt worden. Da ist Wolfsburg uns schon noch voraus, da gab es diesen Shuttle, der immer gefahren ist und uns zum Training gebracht hat und auch wieder zurück und war dann als in der zweiten Mannschaft einen und heuteren sich verletzt hat, samstags immer mit der U17 unterwegs, sonntags mit der zweiten, also quasi sieben Tage die Woche in Wolfsburg. Und hab nebenbei ja mein Abi gemacht. Meine Abinote hat darunter gelitten, sagen wir es mal so. Also das war schon echt ein großer, großer Zeitaufwand, was ja auch viel dazu reingespielt hat, dass ich mich dann für 96 entschieden habe, was einfach für mich vom Wohnort her viel, viel besser passt.

Alina: Total verständlich und das zeigt auch wieder so gut, was man da auch leistet und opfert. Also diese Entscheidung, ich habe sie ja auch treffen müssen und ich habe sie tatsächlich zugunsten, also zulasten des Fußballs so gesehen getroffen, dass man sich irgendwo entscheiden muss. Will ich das jetzt professionell weiterverfolgen, aber dann muss ich auch voll viel auf mich nehmen. Und ganz ehrlich, ein Privatleben hat, freizeitmäßig, außer Fußball ging noch da nicht mehr viel, oder? Dann, den Rest der Zeit hast du noch Schule gehabt und... Oder wie war dein Gefühl? Hast du das auch mal als Belastung empfunden?

Leah Bungeroth: Also am Anfang nicht. Irgendwann war es dann schon eine Belastung. Als vor allem dann diese Doppelbelastung mit der zweiten Mannschaft noch dazukam, die zu dem Zeitpunkt ja auch schon zweite Liga gespielt haben. Da hast du recht viel Privatleben war dann nicht. Ich bin meistens von der Schule in den Zug gestiegen, nach Wolfsburg gefahren zum Training und dann abends zurückgekommen, die Hausaufgaben so ein bisschen im Shuttle gemacht oder im Zug. Also das war sicherlich nicht der gesündeste Lifestyle. Aber es war mir lange wert und ich würde es auch jederzeit wieder so machen, weil die Erlebnisse, die nimmt mir keiner mehr weg. Das war eine super lehrreiche Zeit auch. Ich hatte unfassbar gute Torwarttrainer, die super intensiv mit uns gearbeitet haben. Und ja, ich will die Zeit nicht missen. Bin aber auch jetzt froh, in Hannover zu sein, wo ich eine Viertelstunde zum Training fahre und ja, dass einfach Freizeit noch genug vorhanden ist.

Alina: Manchmal muss man am Anfang den schweren Weg gehen, ⁓ dann am Ende am Ziel anzukommen. Und wir sind auf jeden Fall sehr froh, dass du da bist. Lena, wie sieht es bei dir aus? Wann hast du angefangen, Fußball zu spielen? Und wo?

Lena: Ich habe mit sechs Jahren angefangen Fußball zu spielen. Das war damals so, dass ich einen Freund aus dem Kindergarten, ich hatte den damals mitgenommen zum Handball und er hatte mich parallel mitgenommen zum Fußball. Ich habe nämlich auch Handball gespielt zu dem Zeitpunkt. Dann habe ich ihn zum Handball gebracht, er hat mich zum Fußball gebracht und dann haben wir beide angefangen beim Tus-Wettbergen Handball und Fußball parallel zu spielen. genau, auch bei den Jungs habe ich dann angefangen bis zur Da musste ich ja dann zu den Mädels und bin dann auch wie Lea zu der TSG Alten gegangen. dann, ja das letzte halbe Jahr der B-Jugend wurde dann auch Wolfsburg nochmal auf mich aufmerksam, beziehungsweise hatten die vorher schon angefragt, aber ich war so zufrieden in Alten, dass ich mich echt lange dagegen entschieden hatte, aber dann doch überzeugt wurde, weil ich dort einfach B-Jugend Bundesliga spielen konnte und hab dann... Dann ich spiele das halbe Jahr noch B-Jugend Bundesliga. Ich bin darüber in die zweite Bundesliga gekommen, weil der damalige Trainer mich hochgezogen hat. Ich durfte dann noch 1,5 Jahre in der zweiten Bundesliga spielen. Ich habe dann aber irgendwann für mich auch gemerkt, es ist ein enormer Zeitaufwand mit Wolfsburg. Klar gibt es einen Fahrdienst. Aber das war schon vier- bis fünfmal die Woche Training, dann auch das Spiel. war schon enorm zeitaufwendig und dann habe ich auch immerhin gesagt, das möchte ich so nicht mehr und bin dann auch zu Fortuna Zelle gegangen. Da hat dann auch Anna gespielt, die ich auch schon aus Aalten kannte, mit der ich ja jetzt auch noch zusammenspiele, die leider schon sehr lange verletzt ist. Ich hoffe, dass sie auch bald wieder mit uns auf dem Platz stehen kann, aber mit ihr

Tobi: Aber liebe Grüße von uns hier an Alena Füllkruck, über die du gerade sprichst. Liebe Grüße, gute Westerung, komm schnell wieder zurück. Verzeihung, das wollte ich nur kurz gesagt haben.

Lena: Genau. Alles gut. Anna ist tatsächlich eine lange Wegbegleiterin. habe mit ihr nicht bei den Jungs zusammengespielt, aber wir auch damals gegeneinander gespielt. waren sozusagen die einzigen Mädels in unserer Liga, die so Fußball gespielt haben. Deswegen kennen wir uns schon sehr, lange. Und dann hatte ich mit ihr Kontakt und sie hat mich dann auch davon überzeugt, zu Fortuna Zelle zu gehen, die damals auch Regionalliga gespielt haben. Das heißt, ich bin dann aus der zweiten Bundesliga in die Regionalliga gegangen. Und das war auch super, weil der damalige Trainer in der Nähe von mir gewohnt hat und mich auch mal mitnehmen konnte. Genau, die Mannschaft in Zelle hat dann aber auch irgendwann so bisschen aufgelöst und man hat gemerkt, sie löst sich auf und dann haben Anna und ich den Entschluss gefasst, dass wir gerne mit Hannover 96, dass wir da was aufbauen wollen. Unser Ziel war es damals auch und es ist nach wie vor noch in die zweite Wohnzüge aufzusteigen. Das war so, ja. das was wir uns damals als Ziel gesetzt haben und wir sind ja auch aus der Landesliga dann in die Oberliga und in die Regionalliga, haben so einen Durchmarsch gemacht und jetzt stecken wir so bisschen fest. ja, unser Ziel ist es nach wie vor in die zweite Bundesliga aufzusteigen und genau, das war so mein Werdegang und jetzt spiele ich ja wie gesagt seit 2017 bei 96. Mal gucken wie lange noch. Aber ja. Noch macht es mir auf jeden Fall Spaß und ich kann mir ein Leben so ohne Fußball aktuell nicht vorstellen.

Alina: Ja, das ist doch mal ein Statement, wo wir gerade über den ganzen... Nein, ich spiele nicht mehr.

Tobi: Aber warte, jetzt will ich dich was fragen, Alina. Spielst du eigentlich noch? Wie schwer fällt dir das, wenn du jetzt ähnliche Vita hörst? Ihr habt fast alle drei eine ähnliche Geschichte bei den Jungs gespielt, dann irgendwann fest bei den Mädels gespielt. Auswahlmannschaften, also das war ja auch dein... Also heißt, du warst ja schon auch tatsächlich ernsthaft an so einem Step, wo man sagen muss, wie du es ja selber sagst...

Alina: Sehr schwer.

Tobi: Mach ich jetzt wirklich weiter, weil ich was erreichen will oder lass ich es sein und du hast dann wirklich komplett aufgehört? Nein.

Alina: Genau. Nein, ich habe nicht komplett aufgehört, aber ich habe mich dann dafür entschieden, die, sag ich mal, professionellere Karriere nicht weiter zu verfolgen, dazu muss man wissen, ich komme aus dem Wendland und das ist eine superstrukturschwache Gegend. Das heißt, da gibt es irgendwie drei Vereine, die ganz gut sind und drum herum erst mal lange nichts. Das heißt, wenn man ... Also auch ich ganz weit weg. Auf keinen Fall. Da war ich nur im Urlaub mit meinen Eltern damals. Also tatsächlich war es so, dass

Tobi: Aber du hast nie für Aurich gespielt, Okay. Gut, gut.

Alina: der nächstgrößere Verein, wo man da bisschen voran hätte kommen können, schon irgendwie eine Dreiviertelstunde oder Stunde Fahrzeit bedeutet hätte. Und das war bei mir irgendwann zu viel. Also es war einfach, ich war dann in der B-Jugend bei den Jungs noch, irgendwie durch so eine Sondergenehmigung oder so. Und wir haben relativ hoch gespielt. Ich weiß gar nicht mehr, welche Liga, weil das sich inzwischen verändert hat, das System. Und das war wirklich tough so. Also weil es irgendwie doch physisch nochmal eine andere Nummer war und Irgendwann wurde es mir zu viel. Das war genau die Überlegung. Und tatsächlich auch ... dieser Pay Gap. Also, wenn du weißt als Frau, wenn ich mich richtig durchbeiße und ich schaff's, vielleicht zwei der ersten Bundesliga zu spielen, meinetwegen bei einem Top-Verein zu sein, und damit mein ich nicht eine Alexander-Pop zu sein, die vielleicht noch ganz gut verdient, dann zu wissen, was wird man damit? Ich muss trotzdem noch einen Job haben. muss irgendwie ... klar kommen und wie viel Opfer ich dann von meinem Leben auf, da habe ich mich dann irgendwie mit 14 entschieden. Ich gehe jetzt nicht in irgendein Nachwuchsleistungszentrum. Also ich war irgendwie, damals war Potsdam noch eine relativ große Nummer und auch beim HSV und da war aber dann irgendwie klar, das ist es nicht.

Tobi: Ja, schade. Vielleicht, wenn du noch weiter gemacht hättest, braucht Kevin noch eine Mittelfeldspielerin. Da will jetzt Lena keine Konkurrenz machen, ich glaube, er hat auf ähnlichen Positionen gespielt. Also nicht habt gespielt, du hast auf einer ähnlichen Position gespielt, wie Lena spielt. Aber spannend, ich habe dich das nie gefragt. Verzeih bitte, dass ich dich da jetzt zwinge, dich so zu outen. Aber fast ja jetzt, am besten, möchte ich beinahe sagen.

Alina: Ja, sehr schade. wenn ich das höre, ich liebe den Flugzeug. Gar kein Problem. Ja, und ich würde interessieren, wie ihr das seht mit dieser, also wir haben über die Strukturen gesprochen, jetzt 96 will mehr Frauen Fußball fördern, Kevin hat es auch schon gesagt, wir brauchen dann aber mehr Unterstützung, wir brauchen irgendwie mehr an allem wahrscheinlich. War das oder ist das ein Ding bei euch, Lea und Lena, dass ihr irgendwie sagt, ja, okay, klar, ihr habt euch dran gewöhnt, was willst du auch machen, du kannst gegen das System da auch nur wenig angehen, aber Wie viel Ungerechtigkeit erfüllt euer Herz, wenn ihr das vergleicht, die Männer und die Frauen und was den Jungs zum Teil schon ermöglicht wird, in den Jugendmannschaften und den Mädchen eben nicht. Verbunden auch vielleicht mit der Aufmerksamkeit für den Sport.

Leah Bungeroth: Ja, es ist natürlich schon irgendwie dann schwer zu sehen, man irgendwie eine U11, U12 von den Jungs, was die alles haben und wie es bei uns aussieht. Mir blutet aber mehr das Herz, wenn ich sehe, wie Mannschaften, wie zum Beispiel der RSV, gegen die wir vor einigen Jahren noch gewonnen haben, was für eine steile Karriere die hingelegt haben, wie richtig die alles machen.

Tobi: Das drei Saisons erst her, In drei Saisons waren die, glaube ich, Meister, ihr Vizemeister. Kommt das hin?

Leah Bungeroth: Also die sind jetzt zumindest aus der zweiten Liga direkt aufgestiegen. Ich bin jetzt das erste Mal, erste Saison Bundesliga. die, die, glaube die letzte Saison, wo sie dann aufgestiegen sind, da haben wir dann nicht mehr gewonnen. Aber wir haben auf jeden Fall in der Regionalliga schon gegen den HSV gewonnen. Ich glaube auch recht deutlich. Das ist nun jetzt ein paar Jahre her und die haben einfach eine ganz andere Entwicklung genommen, als wir es getan haben. Und das sieht man einfach immer mehr verein. Man sieht es gut. Dortmund ist natürlich auch ein absolutes Paradebeispiel jetzt. Aber...

Tobi: Dann sind's nur zwei Saisons. ⁓ dann nur zwei Saisons.

Leah Bungeroth: Man sieht es jetzt in bisschen kleinerer Form, aber auch schon bei Holstein Kiel aus unserer Liga. Man sieht es bei Victoria Berlin, bei Hertha BSC. Das tut mir dann immer so bisschen weh, wenn ich das sehe, weil das auch alles Regionalligamannschaften sind, aber die Möglichkeiten sind einfach völlig andere, weil da der Hauptverein anders hintersteht. ja, das können wir nicht ändern. Wir hoffen, dass sich das irgendwann ändert. Es scheint bei 96 schwierig zu sein, aber wie gesagt, das zu sehen ist manchmal nicht so einfach. Aber uns geht es jetzt auch nicht ganz scheiße, so ist es jetzt auch nicht. Wir haben, glaube ich, den besten Kunstrasen, auf dem ich jemals gespielt habe, auf dem wir trainieren und spielen dürfen, der uns auch sicherlich im Wettbewerb durchaus einen Vorteil bringt. Aber ja, ist teilweise schon schwierig zu sehen, das auf jeden Fall.

Alina: Verstehe ich total. Kevin, wie ist dein Blick da drauf? So als Trainer?

Kevin: Naja, ich glaube, man das vom Geschlecht loslösen kann, weil ich persönlich bin schon ganz lange im Frauenfußball unterwegs, seit 2006 schon auf Kleinfeld angefangen. ich den Mädels letztes Jahr im Sommer bei der Vorstellungsrunde einfach gesagt. mir ist das total wichtig, dass, also als ich damals 2006 bei dieser Mannschaft angefangen habe, war der Klassiker. Das war ein Verein, spielte im Blau-Weiß. Die Frauen hatten

Alina: Und ein Mann.

Kevin: grüne Trikots, weiße Hosen, orangene Stutzen. Also die sahen aus wie Mohrrüben, nur andersrum. Also das fand ich absolut respektlos und das waren die Stutzen oder die Klamotten der alten Herren damals. So wie es war. Also ich kenne das halt noch so. Frauen haben die abgetragenen Sachen bekommen, ob die gepasst haben oder nicht. Und da haben wir also sofort angefangen, Sponsoring eben neue Klamotten zu holen und zu besorgen und versucht über so eine Sache Wertigkeit reinzubringen. Ich habe versucht, unsere kleine lokale Zeitung für uns zu begeistern sozusagen, dass man einfach auch bisschen Sichtbarkeit bekommt. Das ist auf einem höheren Level uns bei Hannover jetzt vor allem durch den DFB Pokal auch gelungen. was eben auch möglich ist, wenn man nur so ein ganz bisschen sein Herz für den Frauenfußball öffnet. Das möchte ich hier ausdrücklich mal betonen, ist das, was die neue Presse gemacht hat mit dem neue Pressemasters, dem Heilenturnier, dass sie gesagt haben, die Frauen kriegen das gleiche Preisgeld wie Männer. Und wir haben das Gott sei Dank auch, nein nicht Gott sei Dank, wir haben das gewonnen. weil alle dafür auch gebrannt haben und das war unglaublich, dass man, ich möchte es einfach auch mal sagen, auch 1500 Euro für diesen Turniersieg bekommt, während man für den NFV-Pokalsieg 500 Euro erhält. Also auch in Basinghausen, ist eine tolle Veranstaltung, das ist ein super Rasen, ist alles super. Aber ich glaube, können, und das fand ich toll, dass Lea Bungerott das eben gesagt hat, uns geht es nicht ganz so scheiße. Wir haben alle Sachen, glaube ich, oder darf ich das so sagen, die man so brauchen kann? wenn es um Wertschätzung geht, wäre es ja auch cool, dass man beispielsweise den gleichen Ausrüster hätte wie die Männer. Und das muss ja in so einem Verein, zumindest bei der Sparte Fußball, aus meiner Sicht auch so sein. Weil das ist ja bei Holstein Kiel so, das ist bei Aminia Bielefeld so, bei Bochum so. Warum ist das bei Hannover 96 nicht? Also, ich meine, Patrick, die tun, was sie können für uns. Das ist so, aber es ist eben nicht Macron. Und das sind eben zu Kleinigkeiten, die uns auch stören. Aber ich hoffe, dass ich da jetzt für die Mehrheit der Mannschaft spreche, die uns nicht verzweifeln lassen, weil wir geben sportlich alles und wir haben hier eben auch zwei Gäste aus der Mannschaft, die sich auch darüber hinaus in der Abteilung und im Verein einbringen wollen. Lena Rathmann hat neulich mal zu mir gesagt, Mensch, Kevin, ich würde eigentlich unheimlich gerne einfach nur Fußball spielen, aber ich mache so viel andere Sachen auch für andere. Und das ist total beneidenswert und ganz toll. Und deshalb bin ich einfach froh, dass ich auch Teil der Abteilung sein kann und auch eben unter einem Einfluss stehe von ganz vielen Frauen, die auch mir helfen, irgendwo unterm Strich dann, das muss ich wirklich sagen, ich hätte das vor fünf Jahren so nicht gesagt, aber ein besserer Trainer zu werden und eben auch Dinge anders anzufassen. Und deshalb, ich glaube, wir müssen einfach alle an einem Strang ziehen. Wir haben Strukturen, sind noch sehr, sehr, sehr gefestigt. Da sage ich eben auch, also wenn die Idee nicht von den Leuten ist, dann ist es keine gute Idee, Alina. Weißt du, was ich meine so? Und das ist manchmal schade. Aber ich habe eben das Gefühl, dass wir auch durch Hinzunahme von weiteren Sponsoren uns selber auch. Evolven können so irgendwie und und. Der Weg in die zweite Liga ist vor allem finanziell noch lang. habe während die beiden Damen hier über ihren Werdegang erzählt, wir die zweite Ligatabelle mal angeguckt und da ist es nicht so, Tobi, sorry, dass Wolfsburg da gut performt, sondern sie haben die letzten fünf Spiele richtig deutlich verloren. Der Trainer hat ihnen gerade den Strich durch die Rechnung gemacht, ist da zurückgetreten und wirklich sportlicher Leiter beim SC Sand, also ist da abgehauen. Turbine Potsdam, dreifacher oder zweifacher Champions League-Sieger, Rekordmeister, ehemaliger. ist drittletzter in der zweiten Liga. Die Kämpferinnen und Überlebenden haben seit zwei Jahren keinen Brustsponsor. Und wenn man das alles vergleicht und ins Verhältnis setzt, dass wir zum Beispiel nur auf Kunstrasen trainieren dürfen, dass wir erst ab halb acht trainieren dürfen und das betrifft auch die U16, wo 13-jährige Mädchen auf einem unbeleuchteten Weg zum Training gehen, finde ich, machen wir aktuell ganz, ganz viel aus unserer Sache. Und ich komme immer wieder darauf zurück, das Erlebnis DFB Pokal im Ailen-Riedi-Stadion mit zwei Wochen vorher erst Bekanntgabe des Spielorts, weil das sehr, sehr viel Verhandlung bedurfte. Ich möchte das gerne wieder erleben. Also das mag selbstsüchtig klingen, aber und ich glaube, dass wir das auch schaffen können. Aber dafür müssen wir mit den Strukturen, die da sind, in der Weise zusammenarbeiten. Das ist meine persönliche Meinung, dass wir eben die Frauen weiterhin und das wünsche ich mir übrigens auch, das wurde gerade gesagt, im EV vielleicht auch wirklich ganz nach oben stellen, dass wir sagen, für den EV ist der Frauenfußball die wichtigste Abteilung, weil es die größte Reichweite haben kann, wenn wir es ernsthaft betreiben und ich hoffe einfach, dass in Hannover da noch ein bisschen mehr Herzen für uns aufgehen, wenn ich das so formulieren darf. Das wünsche ich mir sehr.

Tobi: Darfst so formulieren, man muss trotzdem sagen, dass da schon viel passiert. Und klar, Ausrüst ist ein Thema, kann der Verein leider nur relativ wenig für. Ihr da draußen wisst es am besten, seit 2019 gibt es da diese strikte Trennung vom Verein und der Profi-Sparte, die sicherlich an vielen Stellen unglücklich ist. Da gebe ich euch allen recht. Dann arbeiten wir doch daran und Durch eine Doppelspitze, die wir seit fast einem Jahr haben, wir versuchen daran zu arbeiten, dass das wieder bisschen mehr zusammenwächst. Und ich glaube zumindest behaupten zu können, dass ihr nicht ewig in ein Trick-Trickos rumlaufen werdet. Und ich persönlich muss sagen, ich finde es eigentlich ganz charmant, ich weiß, der Stoff ist scheiße, also brauchen wir nicht drüber reden, aber ich finde es ganz charmant, dass ihr ein eigenes Design habt und eben nicht das Trikot der Profi-Herrin tragen müsst, wo ihr einfach das vorgekoffert kriegt. Gut, das konntet ihr jetzt vielleicht auch nicht mitbestimmen, aber es ist zumindest was Eigenes. Ich weiß, sorgt nicht zwingend dafür, dass man sich als Einheit sieht, als eines, als gesamtes Ganzes. Ich persönlich finde euer Trikot schick. Ich finde der Biber sieht toll aus, finde das Design ist schön und ich freue mich jedes Mal, dass ihr nicht das Herren-Trikot habt, weil dann fällt es bei mir in der Wand nämlich viel schöner auf, als wäre es einfach nur irgendeins der Macron-Trikots. Aber ich glaube, sagen zu können, werdet da nicht ewig drin rumlaufen und das ist auch gut so. Da gibt es, glaube ich, gute Entwicklungen bei Hannover 96 und an den Strukturen muss man arbeiten, da hast du recht. Ich glaube der EV tut, was er kann. Die andere Seite muss sich öffnen und bevor das nicht passiert, haben wir eben das Problem hier, das seit 2019 besteht. Vorher hattet ihr die Trikots der Herren, also ihr beiden wisst es ja noch, ihr seid da in Jaco rumgelaufen. Ich glaube, ihr hattet sogar noch ein Jahr, meine ich sogar ein Macron-Trikot mit HDI damals noch als Hauptsponsor. Das war auf dem Nike-Trikot dann, das war auf dem Nike-Trikot. Das war gar nicht, das war gar nicht, das war gar nicht... Macron. Also ihr kennt das sogar noch, dasselbe Trikot zu tragen. Ich erinnere mich da gut an Fotos von anderen in diesem Trikot. Das war glaube ich das mit diesem Verlauf, wo das dann unten so ein bisschen, ja ich will nicht sagen weiß wurde, aber wo die Farbe so ein bisschen verschwommen war. Und ich glaube da kann man doch dann arbeiten, dass man dahin wieder zurückkommt. Das ist glaube ich ganz, ganz richtig so. Lea, du vorhin, verzeih mir Alina, wo du vorhin gesagt hast, du hast im Feld angefangen, dich schmunzeln. Weil ich müsste dir jetzt sagen, das sieht man. Also das klingt so. wie die Vita von Nahuel Noll. Ich will dich nicht miteinander vergleichen. Das ist despektierlich dir und ihm gegenüber. Aber auch er hat im Feld angefangen. Wahrscheinlich haben das viele Torhüter sogar. Aber ich nehme jetzt mal euch beide. Und ich finde, das sieht man dir an. Also wenn ich euch sehe und wenn ich dich da im Tor sehe, dann sehe ich eine Torhüterin A, die sehr, sehr gut antizipiert. Das heißt, du wartest nicht, bis der Ball auf dein Tor kommt, sondern du siehst auch schon, wo du Bälle vielleicht abfangen kannst, wo du rauskommst, Winkel verkürzt. es den gegnerischen Offensivspielerinnen deutlich schwer machst, überhaupt zum Abschluss zu kommen gegen dich. Ich sehe eine Torhüterin, die auch immer anspielbar ist, die außerhalb ihres Sechzehners fast auch wie so ein kleiner Quarterback auf den Ball wartet und ihn dann weiter verteilt. Kommt dir das damit also sehr zugute, dass du früher auch bei den Jungs im Feld gespielt hast?

Leah Bungeroth: Also erstmal danke für das Kompliment. Aber ja, definitiv. das hat sich auch, Spielweise hat sich entwickelt. Ich würde sagen, habe mit 16 schon relativ offensiv gespielt als Teuderin und viele Bälle vor dem Strafraum abgefangen. Aber je besser das geklappt hat, je mehr Selbstbewusstsein man dadurch irgendwie auch gewonnen hat, desto mehr ist das auch geworden.

Tobi: gerne.

Leah Bungeroth: Genau, inzwischen fordere ich aktiv die Bälle, viele Bälle und versuche damit einfach dem Spielaufbau zu helfen. Wir bauen häufig in der Dreierkette auf, wo ich Teil dieser Dreierkette bin. Und ja, definitiv, da merke ich, dass ich einfach viele Jahre nebenbei auf dem Feld gespielt habe und da irgendwie dann durchaus dann doch eine gewisse Erfahrung habe. Und es macht auch irgendwie auch Spaß, so am Spiel beteiligt zu sein, muss ich sagen. Also früher das Torwartspiel war ja anders, war der Torhüter oder Torhüterin nur dafür, Ball zu halten, den Rest konnte er oder sie rumstehen. Und so bin ich einfach permanent Teil des Spiels und aktuell läuft das ganz gut, dass wir dadurch auch Torchancen oder Tore uns herausspielen können. Kann natürlich auch schiefgehen, ist es bisher zum Glück nicht. Aber ja, deswegen bin ich auch absolut Fan von Neu, weil ich es total gut finde, wie er spielt. Ich verstehe kritische Stimmen, dass das zu risikoreich ist. Aber meiner Meinung nach ist es einfach... Der Mehrwert ist so viel größer, als immer den Ball rausschlagen zu müssen und dann zu hoffen, den zweiten Ball zu haben. So können wir uns von hinten gut durchkombinieren. Da wir im Training auch viel im kleinen Feld üben, wo wir Torhüterinnen auch dabei sind, dann schiebt man sich da gut rein. Ich profitiere davon aber auch total, dass ich... vor mir sehr sehr beisichere Spielerinnen habe. Also Lena ist jederzeit anspielbar für mich, das hilft mir.

Tobi: Ja, wollte gerade sagen, genau, ja, Ihr seid da so eine Achse, das sieht man tatsächlich deutlich. Jetzt könnte ich dann sagen, das ist ein bisschen mittelastig, aber so ist es ja gar nicht. Aber du bist beidfüßig, ne? Also das heißt, ich hab jetzt noch gar nicht, also du spielst häufiger mit rechts, aber ich hab dir ja schon mit links ein paar Spielen gesehen. Aber wenn du ihn mit rechts spielen kannst, dann sehe ich auch bei dir 30, 40 Meter. Aber punktgenau kommt der Ball entweder in den Fuß oder zumindest auf den Körper deiner Mitspielerin. Also das ist mir schon sehr deutlich aufgefallen. Ich fand es noch, also durch die Kamera sieht man es natürlich noch besser, aber mir ist es auch in Nordheim aufgefallen. Da waren einige Schnelle, besonders die Zähnerin bei denen, die war super schnell. Aber die Schnelligkeit konnten sie gar nicht ausspielen, weil wenn sie es versucht haben, warst du da. und hast dann gleich wieder eröffnet. Das hat mich tatsächlich beeindruckt, muss ich ehrlich sagen. Und da ist die Parallele. Ich könnte jetzt, wenn ich fies sein wollte, sagen, du bist auf der Linie stärker als Neu, aber das wäre unfair. tatsächlich muss ich sofort daran denken, dass es sehr interessant ist, dass sowohl bei unseren Frauen als auch bei unseren Herren jetzt sehr, sehr mitgespielt, also nicht jetzt, du spielst ja schon länger da, aber das Mitspielen des Torwartes, der Torhüterin tatsächlich sehr, sehr, sehr Fokus zu stehen scheint.

Alina: Endlich mal ein einheitliches Konzept, Sowie. Das wünschen wir uns noch, oder?

Tobi: Da ist es, da ist die Brücke. Wir müssen einfach viel mehr Posner mit Lea und Nadel haben. Das ist einfach so. Bin nicht ganz sicher, ob Nadel das Gesicht sein soll, aber Lea zumindest sollte das Gesicht sein. bin ich ganz sicher, weil das ist mir tatsächlich aufgefallen. Und ich gucke relativ viel Frauenfußball. Also fußballerisch ist die Nadeliga zu tief für dich. Also das möchte ich mir einfach behaupten, weil wenn ich andere, ich sehe auch Bundesliga-Torhüterinnen, die schlagen den Ball ins Aus. Ja? Und ohne Druck.

Leah Bungeroth: Sehr gut. Ich bin dabei. Danke schön.

Tobi: Das soll nicht destruktiv in der anderen gegenüber sein, aber dass mir bei dir tatsächlich aufgefallen ist, dass seine fußballerische Fähigkeit deutlich stark ist, hat mich beeindruckt. Aber jetzt will ich auch gar nicht so viel Honig ums Maul schmieren. Ich habe mich viel mehr interessiert, wie es dazu gekommen ist. Hast du erklärt und Lena, wie sehr hilft dir das dann als eine, die dann auch wirklich den Ball aufnimmt und ihn weiterleitet in die Offensive, dass du weißt, du hast da hinten eine stehen, die spielt dir den Fuß und du kannst ihn direkt weiterleiten.

Lena: Also es gibt uns als Team auf jeden Fall eine enorme Sicherheit, wenn Lea im Tor steht. Wir wissen ⁓ ihre fußballerischen Fähigkeiten, am Fuß, dass sie da die Bälle verarbeiten kann, dass sie den Ball präzise spielen kann. So wie sie sagt, ich bin immer anspielbar, weiß ich auch, dass wenn sie mich anspielt, den guten Pass bekomme, aufdrehen kann. Den bestenfalls und meistens auch in den guten Fuß bekomme, dass ich mich direkt aufdrehen kann oder noch ein Kommando mit bekomme. Ich finde, Lea hat sich extrem gesteigert in den letzten Jahren. Ich spiele jetzt auch schon sehr lange mit ihr und war anfangs auch eher etwas anders noch. Da hat sie den Ball eher noch weggedroschen und das hat sich jetzt extrem geändert. Also ich bin auch totaler Fan davon, den Ball im Spiel zu lassen, das alles spielerisch zu lösen. ja, das hat Lea komplett verinnerlicht und ja, ich finde, ich finde ihre Spielweise auch wenn es viele immer sehr arrogant finden, finde ich, hat sie da eine extreme Präsenz auf dem Platz und das bringt uns als Team enorm voran und gibt uns wie gesagt eine enorme Sicherheit und wir wissen, was wir an Lea haben auf jeden Fall und ich bin, wie du auch der Meinung, dass Lea höher spielen kann, bin aber auch froh, dass so noch nie jemand auf sie aufmerksam wurde, weil so bleibt sie uns länger erhalten, aber ich habe zu ihr auch schon öfter gesagt, du kannst auf jeden Fall höher spielen.

Tobi: Ja.

Lena: Aber vielleicht kommt ja noch mal jemand. Ja, mit 96, besten Fall natürlich. ich würde es auch verstehen, wenn ein Zweitligafinal sie zukommt und mal anfragt. Ich glaube, gerade die Wahl zur Torhäuterin der Saison letztes Jahr zeigt auch schon, dass sie mit einer der besten Torhäuterinnen in der Liga ist.

Tobi: Mit 96. Ja.

Lena: und ihre Qualitäten. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass wir sie haben in unserem Team und hoffen, dass sie das auch weiterhin bleibt.

Tobi: Ja aber auch du bist eine ganz wichtige Schütze

Leah Bungeroth: Jetzt reicht es aber mit den Komplimenten hier.

Alina: Ich wollte gerade sagen, können den Spieß ja mal umdrehen, Lea. Was macht denn Lina's Spiel aus? Und was macht sie so gut? Was zeichnet sie aus?

Leah Bungeroth: Haha.

Tobi: Ja, genau.

Leah Bungeroth: Also bei Lena das erste was mir auf jeden Fall in Kopf kommt ist dieser unfassbare Siegeswille. Also ich kenne niemanden der so so sehr gewinnen will, der so übermotiviert ist wie Lena. ist ja jedes Trainingsspiel was verloren geht, ein Problem. Und das weiß jede bei uns auf dem Platz und da kann man sich halt auch immer drauf verlassen. Ich glaube Lena hat gestern ihr Laufpensum mal getrackt und wie viele Kilometer waren es? 14. Also Darauf kann man sich einfach verlassen, dass Lena immer läuft, dass sie immer da ist, dass sie immer die richtige Entscheidung trifft. ja, auch wenn es knapp wird, sich zu Not hinten rein stellt, ⁓ die Abwehr zu unterstützen. Also, ich glaube, wir wissen alle, wie wichtig Lena auf dem Platz ist, die einfach das Tempo vorgibt, die sagt, wie wir jetzt spielen, ob wir vorne anlaufen, ob wir uns vielleicht mal fallen lassen. ja, wie schon gesagt, für mich einfach auch total wichtig, dass, sobald ich Druck habe... weiß ich, okay, da kommt und ich kann sie anspielen und dann hat sie den Druck und sie kann damit besser umgehen als ich.

Alina: Ja, und torgefährlich ist sie noch dazu, Also, vier Tore, ist doch für ein defensives Mittelfeldspiel zu lehnen, ne?

Lena: Ja, genau, defensives Mittelfeld. glaube, da waren jetzt aber auch Kopfballtore mit dabei, bei Standard, nee, Elfmeter nicht. Ich glaube, waren drei Kopfballtore. Genau, also ich würde nicht sagen, dass ich torgefährlich bin, aber ab und zu treffe ich dann doch mal das Tor. Mich freut es immer, wenn ich dann irgendwie mit dem Standard irgendwie im Kopf reinhalten kann und da irgendwie treffe. Aber ja.

Alina: F-Meter dabei?

Tobi: Das mit der wäre gut, ja.

Lena: vorgefährlicher sind auf jeden Fall unsere Stürmerinnen Nele und Leo. Die treffen deutlich öfter das Tor und Julia Duse auf jeden Fall auch genau. Ja, ich bin zufrieden mit meinem Spiel. Ich habe mir immer so die Grenze gesetzt, so sechs, sieben Tore pro Saison. Jetzt habe ich vier. Vielleicht komme ich noch auf meine sechs, aber da geht noch was.

Alina: Das ist auch hier Job,

Tobi: Ja, dann geht ja noch was. Und ich sag mal, Enzo Leopold wäre froh, hätte deine Torquote. Und der hatte schon mehrere Elfmeter. Also so ehrlich müssen wir dann auch sein. Und du bist tatsächlich aber der Motor der Mannschaft. Was Lea gerade gesagt hat, da muss ich tatsächlich komplett zustimmen. sieht, dass du den Takt vorgibst. Dass du eigentlich diejenige bist, die den Spielzug ... Einleitet dass du entscheidest wie gespielt wird natürlich ruft dann von draußen immer noch einer Und sagt was und natürlich bieten sich dann auch mitspielerinnen an aber für mich bist du dann tatsächlich ich nutze wieder dann doch dieses wort quarterback Die person die wirklich den ball hat und diesen ball dann in einen spielzug ⁓ Münzt und andere spielerinnen dann in szene sitzt könnte man das sagen also für mich ist so ein motor von 96

Lena: Ich versuche mir oft den Ball abzuholen, sei es von Lea oder unseren Info-Anteiligern. Ich profitiere aber auch extrem von den anderen Mädels. Ich kann gut mit unseren Info-Anteiligern zusammen spielen, mit Nasvea, mit einer Mattea. kann auch gut zusammen spielen mit einer Alexia, mit der ich auf sechs Spiele Sie mich eine wichtige Spielerin, weil weiß, sie deckt mir den Rücken und ich deck ihr den. zum Beispiel enorme Zweikampfqualitäten und ich versuche dann so bisschen mehr den Gegenpart zu spielen, vielleicht den Ball mehr zu verteilen, da das Tempo vorzugeben. Ja, ich glaube, da komme ich auch meiner Erfahrung einfach. habe ja schon, ja, jetzt weiß gar nicht wie viele Regionalligaspieler auf dem Buckel, aber ich freue mich natürlich auch, wenn Mädels auf mich zukommen und mich fragen, Lena, was soll ich machen? Ich habe dies und das Problem. Das gibt mir auch eine extreme Wertschätzung und ja. Ich freue mich einfach auf jedes Spiel mit der Mannschaft, weil ich weiß, wir haben aktuell so viel Potenzial, es macht so viel Spaß, es macht so viel Bock, weil wir auch von Spiel zu Spiel besser werden. das Spiel gestern hat mir extrem viel Spaß gemacht, weil wir einfach teilweise richtig gute Spielzüge hatten. Ich habe mir das Spiel im Nachhinein nochmal angeguckt, das mache ich eigentlich immer. weil wir das Spiel auch immer aufnehmen im Video und ich mir gewisse Szenen nochmal angucken möchte, aber dann meistens mir das ganze Spiel nochmal angucke, weil ich auch für mich selbst schaue, was hätte ich in welcher Situation verbessern können. Ich auch sehr kritisch mit mir selbst. Aber das hat mir auch gezeigt, dass wir echt richtig coole Spielzüge dabei hatten, die leider nicht immer zum Tor geführt haben. Aber ich weiß, dass wir als Mannschaft extrem viel Potenzial haben und ich bin froh, einfach Teil des Teams zu sein.

Tobi: Das hast du sehr schön ausgedrückt. Kevin, wie wichtig ist dir, dass du auch diese spielerische Komponente weiterentwickelst? Ich finde schon, ehrlich gesagt, dass ihr fußballerisch noch mal einen Schritt gemacht habt. Das sind jetzt gar nicht so viele Neuzugänge, wo man sagen kann, die bringen so eine hohe fußballerische Qualität. Ich finde aber schon, wenn ich es vergleiche mit der letzten Saison, so wie ihr Fußball spielt, hat sich schon etwas verändert. Würdest du sagen, sag mal, wie viel Anteil hast du daran?

Kevin: Also das ist sehr, schwer zu vermitteln. Also was wir als Trainerteam einfach versuchen reinzubringen, ist halt viel Freude im Training durch kleine Spielformen. Und dadurch wird ja das 1 gegen 1 geschult. ich sage immer Mädels, heute machen wir es wieder. Keimzelle des Fußballs, 3 gegen 3. Stehen da Gegner, drei Angreifer laufen an, blablabla. Oder wir machen 3 gegen 3 auf zwei Tore. Wir haben ja nun das große Glück drei Tore drin. oft im Training zu haben, sodass wir da flexibel sind. Ich glaube, was wir ein bisschen haben reinbringen können, in die Mannschaft jetzt. Allerdings auch, obwohl wir jetzt zwei sehr schwere Verletzungen haben, sind wir im Vergleich zur letzten Saison deutlich verschonter davon. Das heißt, Mikruli, Ratmann, Dose sind alle fit geblieben auch. Muss man auch sagen. Das war letztes Jahr ⁓ die Zeit anders. Und dadurch haben wir natürlich auch eine gewisse Achse einspielen können. Genau das, was du vorhin auch gesagt hast. Was wir aber haben reinbringen können und auch wollen. Und das ist auch so der Fußball, für den ich vielleicht irgendwo stehe oder bekannt bin. Ich möchte einfach, dass man sein Herz auf den Platz lässt. Und da schmeiße ich auch gerne 20 Euro ins Phrasenschwein. Aber das machen die Mädels bei jedem Spiel. Und die waren gegen Bundentor körperlich und physisch fix und fertig, weil sie alles reingehauen haben. und versucht haben, dieses Müll zu eins noch aufzuholen. Und gestern, die letzten drei, vier Minuten, haben sie von uns, von der Bank Applaus gekriegt. Und ich habe da rumgeschrien, als ob wir ein Tor geschossen haben, weil wir dreimal einen Schuss von Bamke geblockt haben mit allem, was wir hatten. Und die Defensive wird viel zu wenig beklatscht. Und das haben wir versucht, auch zu verbessern. Wir haben versucht, das Wir-Gefühl zu stärken in der Gruppe. Das klappt in der Regel gut. Und dass mal Spielerinnen unzufrieden sind, ist total in Ordnung. Da habe ich sicherlich auch noch Potenzial, damit souveräner noch umzugehen. Aber ich glaube, insgesamt konnten die schon sehr, sehr gut Fußball spielen in Kombination mit diesen vielen kleinen Wettbewerben. Wir machen auch oft im Training Wettbewerbe oder so. Und dann lasse ich meine Packung Ferrero's springen oder keine Ahnung. Also sowas machen wir halt auch. Ich versuche das ein bisschen aufzulockern. Aber ja, ich glaube, jeder Trainer ist nur so gut wie seine Mannschaft. Und ich glaube auf der anderen Seite auch, dass die Mannschaft ohne Trainer eben auch nicht richtig funktioniert oder wichtig auch ohne Trainerin nicht funktioniert. Also das meine ich jetzt mal geschlechtsneutral. Bitte seht mir das nach, ich Trainer sage. Das ist nicht böse gemeint. habe meine besten Freundinnen sind auch Trainerinnen und denen würde ich den Job bei Hannover 96 auch gönnen. Ist alles in Ordnung. Ich finde es wichtig, dass man eine Philosophie hat, die man mit sich bringt und dass man sich als Trainer dann auch treu bleiben kann. Und die Mannschaft gibt mir diese Möglichkeit dazu. Lena als Kapitänin und auch Lea Bungeroth.

Tobi: Mhm.

Kevin: Die Lena Bogenrohe zum Beispiel hat diese wunderbare Angewohnheit, die sagt einem immer, was auf ihrem Gesicht steht, direkt ins Gesicht. Das ist nicht immer angenehm, aber man kann damit sehr, gut arbeiten. Und Lena Rathmann ist so ein Typ, die wegt immer ab. das ist auch sehr angenehm. Und das fand ich ganz, ganz toll und spannend, weil Lena, du gesagt hast, du bist ein total emotionaler Mensch, aber ich kenne dich immer so als ausgeglichen und ... Wie gesagt, die ist abwägend und ich finde das ganz angenehm. Ich meine nicht direkt auf den Platz, sondern eben wenn wir andere Themen haben und also ich persönlich glaube, dass es sportlich momentan mit dem Trainerteam und der Mannschaft. Das passt ganz gut und das ist der Schlüssel zum Erfolg, dass man sich auch vertraut, auch wenn man vielleicht mal anderer Meinung ist. Aber man muss sich schon vertrauen, weil wenn du vorne stehst, der oder die alte Bord, der nervt nur noch, die nervt nur noch.

Tobi: Ja.

Kevin: Das funktioniert nicht. Und deshalb, das darf ich vielleicht sagen, haben wir reingebracht, Willen, mal diesen bisschen mehr Willen, nicht verlieren zu wollen, sondern auch gewinnen zu wollen. Und das hat man eben gesehen gegen HU, übrigens Torschütze zum Siegtreffer Lena Ratmann, durch einen Ausgleich gegen Eimsbüttel in der 95. Minute, wo Neumika Filipovic reinkommt, die zu ihrer eigenen Trauer ganz wenig Spielzeit hat und die bompt ab der 33. Minute ohne Aufwärmen. Das ganze Mittelfeld. kaputt und schießt an die Ecke und Lena Radmann in der 95. Minute köpft den Ausgleich gegen Almsbüttel. Und das ist toll und dafür machst du es als Trainer. ich bin froh, dass ich diese Spielerinnen begleiten darf. Und das möchte ich bitte auch ausdrücklich betonen. Ich bin auch froh, dass der Verein mir diese Chance gegeben hat und dass ich auch noch meine Frau dabei haben kann. Das ist natürlich super, bei dem Ganzen, also ich denke immer oder ich sage immer, ich arbeite nebenberuflich in der Sparkasse. Und hauptberuflich mache ich Hannover 96, weil das nimmt einen wirklich so ein. Und gerade bei dir, Tobi, wirst du das sehr gerne hören, weil Hannover ist schon die Priorität. Das darf man jetzt vielleicht auch nicht jedem erzählen. Aber es ist schon so. Es ist sehr einnehmend. Und wenn man den einen Anspruch hat, dass man viel gewinnen möchte und viel verbessern möchte, da geht es auch ⁓ Sponsoring, Akquise. Das mache ich auch, versuche ich auch sehr aktiv und es klappt auch gut für die Mädels. Nee, das ist mit Hakan immer abgestimmt.

Tobi: Sag das nur Hacker nicht.

Kevin: Wir haben jetzt gerade auch, das wissen die beiden Mädels auch noch gar nicht, wir haben jetzt eine Anwaltskanzlei aus Hannover erst mal als ganz kleinen neuen Partner dazu bekommen, die nur von Frauen betrieben wird, eine ehemalige Spielerin von mir und die sich aber auch vorgenommen haben, das Engagement eventuell im Sommer noch auszubauen. Und da habe ich mich unheimlich gefreut, dass dieser alte Kontakt eben noch da war. Und ja, auch das versuchen wir natürlich reinzubringen. es ist ganz, ganz wichtig. Und das habe ich in diesen zehn Monaten oder acht Monaten bei Hannover gelernt. dass man sich selber auch durchaus anpassen darf, ohne sich selber zu verraten. Und das klappt noch so ganz gut. Und ja, da muss ich auch sagen, da bin ich auch Lena in vielen Situationen sehr dankbar, dass das so gewesen ist. Und ich hoffe einfach, dass wir die Möglichkeit bekommen, als Trainerinnen-Team, Trainerteam noch weiter mit den Mädels zu arbeiten.

Tobi: Hast du schön gesagt. Und ich musste bei einer Sache noch, die Lea vorhin gesagt hat, dass Lena auch schlecht im Training verlieren kann. Ich erinnere mich da an eine Situation. Du wolltest sie schützen, Kevin. Sie war schon ziemlich kaputt gegen Hessen Kassel. Es waren nicht mehr genug Auswechselspieler da. Und dann hat Lena gesagt, komm, ich mache noch paar Minuten. Ich zieh noch durch. Ich zieh noch durch. So. Ja, also das zeigt dann auch irgendwo dieses... Und das war nur ein Testspiel, ne? Das war nur ein Testspiel. Aber da glaube ich auch, dass Lena dieses Feuer hat. Und das ist doch gut. Aber ich spreche nicht über dich, spreche mit dir Lena. Das heißt, das hat mir da auch imponiert. Es war klar, wenn du jetzt dann auch direkt rausgehst, hat dir eine Spielerin weniger an der Strecke gekommen. Trainer, nein, er wollte schon, er hat schon gesagt. Wechsel und du hast gesagt, nein, ich nicht.

Lena: Ich wusste tatsächlich gar nicht, dass wir dann in Unterzeit gespielt hätten und das ging für mich nicht. Ich hatte vorher mit Kevin schon abgesprochen, meinte mal gucken wie lange es geht, weil wir hatten das Trainingslager jetzt hinter uns und das war quasi jetzt noch das letzte Spiel nach den ganzen Einheiten und man merkt es ja dann mit fast 30 schon, dass man anders regeneriert. Deswegen war da vorher eine Absprache da, aber natürlich war für mich nicht vereinbar, dass jetzt meinetwegen wir in Unterzeit spielen und habe gesagt, okay, die paar Minuten halte ich jetzt auch noch durch.

Tobi: Au! Ja super, das ist glaube das Spirit und das ist das, was ihr auch so rüberbringt. Also wirklich unfassbar sympathisch, unfassbar nahbar und nett. ihr da draußen, ihr müsst unbedingt mal in die Clausovitzstraße kommen. Also ihr müsst euch das mal angucken. Und so wie Lea und Lena sich hier präsentieren, so sind sie dann auch. Sie sind so. Das sind einfach die beiden und so ist der Rest der Mannschaft auch. Also ich durfte sehr...

Kevin: Bitte!

Alina: Tobi, ich hab schon gecheckt, 10. Mai ist es auswärts. Ich werde da sein. Ich möchte dieses Versprechen an dieser Stelle ganz öffentlich abgeben.

Tobi: Aber ich wollte es dir gerade sagen, 10. Mai bei Holstein Kiel? Hervorragend, dann freut ihr euch da schon mal über einen. Und Alina, du musst auf jeden Fall noch eine Fahne kaufen. Es ist immer cool auswärts irgendwo eine Fahne hinzuhängen. Und die Chance ist hoch, dass wenn sie gewinnen, dir das Siegesfoto mit der Fahne machen. Ich wasche meine Fahne auch nicht mehr. Die ist nämlich nach dem Spiel in Nordheim, wurde sie von allen berührt und ihr habt damit das Siegerfoto gemacht. Die geht nirgendwo anders mehr hin. Also kauft ihr bitte auch eine, Alina. Das ist ganz wichtig. Schön Flagge zeigen.

Alina: Sonntag, 14 Uhr. ⁓ gut, das ist ein Argument.

Tobi: für Hannover 96, besonders in diesem Jubiläumsjahr. Aber bis zum 10. Mai ist ja noch viel Zeit. Also ich denke dann eher tatsächlich dann doch eher an den 29. März. Das ist ein ganz wichtiges Spiel. Lea hat uns gesagt, ihr wollt die Heimspiele gewinnen. Das ist übernächste Spiel. Es geht gegen Aurich. Aurich und Kiel wechseln sich immer so bisschen an der Tabellenspitze ab. Das heißt, das sind die beiden jetzt gerade in der Phase der Saison Top-Teams in der Liga. Aber natürlich können wir dann auch gut 12.4. wird vielleicht ein... Stück schwierig. ist das Geburtstag von Hannover 96. Aber es ist ja erst, oder was heißt erst? Es ist schon um 15 Uhr. Das heißt, da kann man ja vielleicht, bevor man aufs Frühlingsfest geht, guckt man bei euch vorbei, geht in der Clauswitzstraße noch den Sieg feiern gegen St. Pauli und geht dann erst zur Sause von 96. Und natürlich, und da werde ich auf jeden Fall dann dabei sein, das kann ich auch versprechen, ist dann wieder Pokal. wie Lea richtigerweise sagte, Oster, Montag. Ich bin nicht im Urlaub, also gucke ich mir dann auf jeden Fall das Pokalspiel an. Das wird das erste Mal, dass ich in der Clauswitzstraße bin und nicht über eine Kamera zu gucke. Ach so, Kamera zu gucken? Ihr Lieben da draußen, wenn ihr auch mal Lust habt, die Spiele von den Frauen von Hannover 96 zu gucken und ihr seid vielleicht wie ich nicht gerade direkt vor Ort in Hannover, also auch du Alina, da eine herzliche Einladung. VEO ist eine Plattform, wo immer gestreamt wird. Das heißt, ihr müsst euch da nur registrieren, könnt an der Hannover 96 Frauen gucken. und verpasst dann auch kein Spiel mehr tatsächlich und könnt dann live dabei sein, so wie ich gestern, und mitzittern die letzten Minuten, wo es dann nach dem 3 zu 1 und einem wirklich so richtig souveränem Spiel und dann noch besseren zweiten Halbzeit doch noch hinten raus eng wird. Hab mich sehr gefreut. Ich hab vielleicht nicht ganz so viel geschrien wie du, Kevin, aber ich hab mich auch sehr gefreut, als dann der Schlusspfiff kam. Also da kann man jedes Spiel hautnah miterleben. Segen und Flucht zugleich, die Stimmen sind so klar zu hören. Du hörst den Kevin, du hörst die Spielerinnen, wie sie sich gegenseitig Anweisungen geben. Oder auch mal was anderes. Aber das macht es auch irgendwie charmant. da die Einladung, VEO heißt das, da könnt ihr die Spiele von den Hannover 96 Frauen beobachten. Das ist so ein Kamerasystem, das den Ball automatisiert folgt. Natürlich unkommentiert, aber zumindest diese Atmosphäre kommt so rüber, als wäre man tatsächlich live am Platz. Ja, ich... Ich haben eine gute Sendung hinbekommen. Ich weiß, dass Lea noch bisschen lernen muss. Weil sie möchte auch mal irgendwann vor einer Gruppe stehen, die dann vielleicht sagen, die blöde da vorne. Besten Fall natürlich nicht. Das heißt, Lea muss noch ein bisschen lernen. Ihr habt morgen Abend wieder Training. Wollen wir nicht den ganzen Abend klauen. Alina, wie immer hast du die vorletzte Frage. Oder das vorletzte Wort.

Alina: sensationell, Tobi. Nee, schon die Frage. Frage ist schon richtig. Es ist auch eine kurze. Wir wollen noch hier ein bisschen mal in die Interna gehen. Musik in der Kabine. Vorm Spiel. Welches Genre? Gibt's da einen Song, den ihr immer spielt oder ist komplett Wildermix? Wer ist die DJin?

Tobi: ⁓ Und wer ist der DJ? Wer ist die DJin? Wer ist die DJin?

Lena: Normalerweise ist DJ Anna aktuell ist sie aber aufgrund ihrer Verletzungen ja nicht immer dabei. Deswegen hat jetzt DJ Dose übernommen, also Julia und da gibt es tatsächlich einen Song, wir jedes Spiel, also vor jedem Spiel hören. Lea, hilf mir, wie heißt der noch gleich?

Alina: Haha!

Leah Bungeroth: Weiß ich jetzt auch grad nicht. Aber wir singen ihn immer alle zusammen und das ist das letzte, was wir machen, bevor wir rausgehen. Und in einem Kreis stehen wir dann zusammen und es ist wirklich, es ist sehr laut und es ist sehr schief, aber es ist ganz toll.

Lena: Was heißt der You the One? Hole Again. heißt Hole Again. Genau, Hole Again. Und es ist so ein Remix. ja, da stimmen wir uns immer ein. Am Anfang war das immer bisschen Verhalten noch, aber mittlerweile gehen wir alle total ab. ja, es gehört dazu. Es ist jetzt ein Ritual geworden. ja, dass da vor keinem Spiel fehlen. Und wird dann ganz laut aufgedreht und muss auch gespielt werden. Weiß Kevin immer schon Bescheid, okay, jetzt ist Zeit für den Song und dann, ja.

Tobi: Hooligan heißt er, okay.

Alina: Ja, ich kenne einen wunderbaren Song.

Lena: stehen wir alle auf, klatschen und ja, das macht Spaß und so heizen wir uns ein fürs Spiel.

Tobi: Gestern hat es DJ'n Dose dann auch Glück gebracht. hat das 2 zu 1 geschossen. Das sorgt dann vielleicht auch noch dafür, dass man auch noch in der zweiten Halbzeit beflügelt ist. Sehr schön.

Alina: Tobi, you make me whole again ist glaube ich eine Zeile. Insofern, das passt doch. Ihr seid eine Einheit und das nochmal vom Spiel zusammen.

Tobi: Ja, ist cool. Und das bringt ja auch rüber und das bringt auch rüber. Es war wieder großartig mit euch, muss ich ehrlicherweise sagen. Vielen, vielen herzlichen Dank für die wirklich üppige Zeit, ihr uns geschenkt habt. Ich wünsche mir, dass wir tatsächlich in regelmäßigen Abständen, wenn ihr das wollt, über euch sprechen, euch so bisschen begleiten, dass wir immer wieder das auf das Tableau bringen, dass wir ganz klar dazu stehen, wer 96 sagt, der muss auch Frauen sagen. Das muss das Credo sein. Wir dürfen nicht müde sein, das auch immer wieder zu wiederholen und überall zu platzieren. Und gern begleiten wir euch weiterhin ein Stück weit eures Weges und freuen uns über all die Feste, die dann noch kommen und stehen euch bei, wenn es dann mal nicht so gut läuft. Und sicher könnt ihr sein, dass ihr niemals allein seid, was ihr auch im Kreis vor dem Anpfiff immer schreit. Und deswegen von uns auch ganz klar das Credo, ihr seid niemals allein. Wir sind immer an eurer Seite und ihr gehört zu 96 Familie. Und wir sind ein Fußballpodcast, wir möchten über Fußball sprechen, möchten wir auch mit euch sprechen. Das ist, ich, ganz klar. An dieser Stelle herzlichen Dank. Erstmal, diesmal fange ich mit dem Mann an, Kevin. Vielen Dank für deine Zeit. Vielen Dank für dein Engagement und dass du wieder zur Verfügung gestanden hast. Danke dir.

Kevin: Segal!

Tobi: Natürlich auch unserer spielenden Torhüterin. Ihr müsst die sehen wirklich. Das ist jetzt kein Gerede. Guckt euch das an. Das ist ein tolles Torwartspiel. Natürlich geht auch mal einer rein. Das gehört dazu. Aber es liegt seltenst an ihr. Das heißt, deswegen guckt euch das Torwartspiel an. Das sieht man so. Da bleibe ich auch bei. Du, beleid. Das lasse ich mir auch nicht nehmen. Im Frauenfußball tatsächlich. In der Regionalliga sowieso nicht, aber auch in höheren Klassen extrem selten. Also toll, dass du bei uns bist. Toll, dass du das so weiterentwickelst. Vielen Dank für deine Zeit und alles Gute für deine anstehenden Prüfungen.

Leah Bungeroth: Vielen Dank, wir freuen uns sehr über die Plattform, die ihr uns gibt.

Tobi: Sehr, sehr gerne. Und natürlich die Kapitänin. Du bist jetzt fast schon ein Urgestein, hätte ich beinahe gesagt. Und du bist natürlich jedes Mal sowieso gesetzt hier, wenn es darum geht, mit der Mannschaft zu sprechen. Und nochmal vielen, herzlichen Dank, Lena, A, dass du dieses tolle Design entworfen hast, B, dass wir es nutzen können und C, da draußen hoffentlich viele, viele Menschen glücklich machen und wir, wenn wir zukünftig durch die Stadt gehen, immer mehr in diesen Hoodies sehen. Und dass immer mehr Leute dazu stehen, dass wir 96 Jahre auf Frauen sagen müssen. Danke Lena.

Lena: Ja, danke dir, Tobi. Ich finde übrigens, der Pulli steht ja sehr gut.

Tobi: Ja, das ist sehr lieb. Danke schön. Dann werde ich ihn jetzt immer tragen. Das ist doch schön. Da freue ich mich drüber. Und euch wieder draußen wird er auch gut stehen. Und Alina, natürlich dir auch vielen Dank. Ich finde es toll, dass du uns auch dein Herz geöffnet hast, was deine Fußballvergangenheit angeht. Ist toll und ist schön. Natürlich mit weinendem Auge, das kann ich verstehen. Aber guck mal, das lachende Auge bringt dich zu uns in den Podcast, bringt dich hier in diese Runde. Das ist doch auch toll.

Alina: Absolut, hat mir großen Spaß gemacht mit euch, vielen Dank.

Tobi: Danke dir und euch da draußen natürlich einen herzlichen Dank jetzt schon mal fürs Zuhören und natürlich noch viel mehr Dank für das Kaufen der Hoodies, damit wir ganz, ganz viel Geld sammeln können für die Frauenfußballabteilung im Manufaschen Sportverein von 1896 e.V. Scheißegal, was mit Spiel am Wochenende bei den Herren ist. Wir drücken natürlich unseren Frauenhalsen weg die Daumen. Eine Sache muss ich ganz kurz noch sagen, sehr unglücklich, aber richtig geil gekämpft. Unsere zweiten Frauen, nur eine Liga tiefer. in der Oberliga beim eigentlich übermächtigen Gegner gestern zu Gast gewesen, dem wirklich souveränen Tabellenführer aus der verbotenen Stadt. Lagen 2-0 hinten, lagen 3-1 hinten, haben dann aber noch den 3-3 Ausgleich geschafft und wirklich super unglücklich hinten raus am Ende des Spiels noch ein Tor kassiert, aber super gekämpft. Ganz, ganz tolles Spiel. Und ich hoffe, es sind alle erhobenen Hauptsiedeln, unsere schöne Landeshauptstadt zurückgekommen. auch da, denn die habe ich tatsächlich häufiger live gesehen, weil sie in der Oberliga gegen zwei Mannschaften aus meiner Region hier spielen. nämlich gegen Eintracht und gegen SVG. Das heißt, die habe ich hier schon sehen dürfen. Und auch das lohnt sich. da nochmal lieben, lieben Gruß. wirklich an die zweiten Frauen, weil die haben gestern ein tolles Derby gespielt und verdienen da unseren Respekt. Am Ende war es nicht so ein schönes 9 zu 0 und 1 zu 0, wie es unsere ersten Frauen mal gemacht haben, als die noch eine Liga höher gespielt haben. Aber es war tatsächlich ein aufopferungsvoller Kampf und wirklich richtig, richtig erhoben. ob das können sie da rausgehen aus diesem Spiel. So, und jetzt gehen wir raus aus der Sendung. Denkt immer daran 96 Alli und wer 96 sagt, der muss auf Frauen sagen. Bis bald.

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