
Vorwärts nach weit - Der dentastico Podcast über Hannover 96
Folge 420 - Schmadtke Out und das Rote Radio
Donnerstag, 26. März 2026 · 1 h 06
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Shownotes
Noch glücklich vom doppelten Derbysieg holt uns am Sonntag die 96-Realität ein. Jörg Schmadtke schmeißt hin. Was nun? Das diskutieren Tobi, Andre, Ferdi und Luca in der neuesten Folge. Außerdem nimmt uns Timo vom Roten Radio mit in seine Welt von Sehbehinderten-Reportage bis zum Livekommentar von 96 Spielen.
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Vorwärts nach weit AI: Vielen Dank an die Hannover 96 Sales & Service GmbH und CoKG für diesen tollen Mitschnitt.
Tobi: hallo und herzlich willkommen zu Vorwärts nach weit dem DenTastico Podcast über Hannover 96. Wir wollten heute sprechen nach zwei Derbysieg in einer Saison darüber, ob der doppelte Derbysieg uns den Auftrieb gibt für die kommenden Wochen und 96 am Ende bis zum Aufstieg tragen kann. Wir waren, ihr habt es gehört, im Quick and Dirty am Freitag beseelt. Wir waren auch noch am Samstag beseelt. Und auch am Sonntagvormittag noch. Und dann gewannen auch noch die 96 Frauen 4 zu 0 bei Haastenbeck. Das war ein wundervoller Tag. Dann wurde es 17 Uhr, also circa 17.30 Uhr. Und 96 meldete, dass Hannover 96 und Jörg Schmatke einvernehmlich eine Trennung beschlossen haben zum 31.03. Jörg Schmatke schmeißt also zum zweiten Mal hin bei Hannover 96. Die Entscheidung stand eigentlich schon vor dem Derby. Das macht es irgendwie noch schlimmer. Jörg Schmatke hat bereits vor dem Derby zumindest mal die Gremien angerufen und darum gebeten und am Sonntagvormittag war dann auch die letzte Stimme des Aufsichtsrats dafür und deswegen wurde es dann Sonntag Nachmittag bekannt gegeben. Und Hannover 96 steht ohne sportliche Geschäftsführung da. Eine völlig neue Sendung, müssen wir drüber sprechen. Andere haben es schon getan, jetzt kommen wir und ordnen das alles für euch ein, was ist passiert. Was kann das für Folgen haben? Was gibt es da für Gründe vielleicht auch für diese vorzeitige und superschnelle Trennung? Ja, machen wir. Gehen wir rein in diese Sendung. Wollen aber nicht nur, das will ich sagen, über was Negatives sprechen. Das war uns wichtig. Deswegen freut euch immer einen besonderen Gast heute hier. Kommen wir gleich zu. Aber wir wollen nicht nur Hannover in Schutt und Asche reden. Ist vielleicht auch gar nicht nötig. Sondern wir wollen auch über positive Dinge berichten, die es bei 96 ja durchaus gibt. Mein Name ist Tobi und ich freue mich. Freue ich mich. Ja doch, ich freue mich. Ich freue mich, dass er hier ist. Hallo André.
Andre: Dass du mit mir beginnst, freut mich sehr. Ich geh jetzt gar nicht mitgerechnet. Ich freu mich nämlich schon auf eine andere Begrüßung. Ja, doppelter Derby-Sieger, ich mach's ganz kurz. Nächstes Jahr nicht mehr gegen Braunschweig, aus vielen Gründen, und vor allem, weil wir erste Liga spielen. Denn wer zweimal im Derby siegt, steigt auf, mit oder ohne Schmatke, scheißegal. Ich freu mich schon, die Bayern können kommen und wir ziehen in die Lederhosen aus. Yippie, ja, jej.
Tobi: Alina ist nicht da. Stimmt, hast du recht. Und das haben wir ja getan am Wochenende. Übrigens habe ich ganz vergessen, die U19-Jahr. Am Sonntag dann in der Junioren-Bundesliga in der Hauptrunde dann auch die Bayern geschlagen. Mit 10 Mann 3 zu 2 gewonnen. Also wir haben den Bayern quasi schon die Lederhosen ausgezogen. Da können wir gerne in der nächsten Saison weitermachen. Und wessen Lederhose wir aber anlassen, ist auf jeden Fall, das kann ich Ihnen versprechen, die Lederhose von Ferdi. Servus Ferdi.
Ferdi: Ich bitte darum. Servus Tobi. Zurück in die Zukunft, die Hannover 96 Edition. Ich habe das Gefühl, wir sind gefangen in so einer Endlosschleife aus Chaos und der Illusion von Ruhe. Und jedes Mal, wenn man glaubt, jetzt läuft es jetzt richtig ruhig ⁓ den Verein, holt Hannover einander doch so bisschen auf den Boden der Tatsachen zurück. Ob dieser Abgang jetzt wirklich so schlimm ist, darüber werden wir noch reden. Aber wir müssen auch in die Zukunft schauen und überlegen. wie die aussieht und ich bin gespannt, wer der Marty McFly wird, der Hannover 96 wieder aus der Scheiße holt und ich bin deswegen froh, dass Tobi und Andre da sind, weil die sind doch damit aufgewachsen.
Tobi: hast recht und dann holen wir auch den Biff Buchanan dieser Sendung hier rein. Er hat diesmal nicht den Sporteimer nachgeklaut, ist also nicht super reich geworden. Er möchte über das Derby sprechen, machen wir aber nur wenn er lieb ist. deswegen Hallo und herzlich Willkommen, Durst ist in der Hand. Luca.
Luca: Ja, guten Abend Tobi. Ich fand's ganz charmant, als du von der Stimmung gesprochen hast, der Stimmung ⁓ Hannover 690 und dass Jörg Schmattke ja auch dann die letzte Stimme bekommen hat, ⁓ nicht mehr Geschäftsführer Sport zu sein. Und Stimmung ist, glaube ich, in den letzten Tagen und Stimmen so ein Thema, was dann doch sehr viel ⁓ Hannover herumgeistert hat. Nach einem Derbysieg, wo ich zumindest nach alte Liebe schon keine Stimme mehr hatte, womit wir wieder beim Thema Stimme wären. Und wo wir auch einen Gast haben, der, glaube ich, die Stimme gegen Ende des Derbys auch ziemlich versagt hat.
Tobi: ⁓ was für eine tolle Überleitung. Da hast du natürlich völlig recht. Und ich sagte ja schon, wir wollen nicht nur über dann jetzt vielleicht doch das Derby reden, weil Luca war ganz okay gerade, und über die Demission von Jörg Schmatke, sondern wir wollen auch über positive Dinge reden. Und ich muss kurz a shame on me, muss ich zugeben. Vor zehn Jahren war es. Ich war am Rande irgendeines Bundesliga-Spiels. Da habe ich Stefanie Baci getroffen. Und ich bin nicht sicher, ob Maraili Ilde dabei war oder ob wir nur über sie gesprochen haben. Da bin ich unsicher. Und Tid Ulig war dabei. Und ich war damals junger, weiß ich nicht, aber aufschriebener, wie nennt man das, Blogger. Und die hat mir gesagt, du musst unbedingt, unbedingt sprechen mit den sehbehinderten Reporter. Die machen so eine geile Arbeit, das ist so wenig präsent in der Öffentlichkeit. Bitte nimm Kontakt auf, ich stell den her. Ja, shame on me. Zehn Jahre hab ich's nicht getan. War am Ende zum Glück nicht nötig. Also es ist ja schlimm, eigentlich. Denn ich bekam eine E-Mail tatsächlich und Und zwar aus dem Kreise der Sehbehinderten- Reporter von Hannover 96. Und nicht nur das, sondern auch natürlich dann von einem der Kommentatoren vom Roten Radio, weil neben Christopher von Moltke, der Hauptmoderator, es ist immer bei den Heimspielen noch jemand aus dem Portfolio, da sagt man so nicht, aus dem Team der Sehbehinderten- Reporter mit dabei. Und ich freue mich deswegen ganz besonders, und ob er noch Stimme hatte, werden wir später hören. Ganz besonders, dass er hier ist. Hallo und herzlich willkommen, Timo. Ich sag nochmal nur den Vornamen, weil wir jetzt hier alle mit Vornamen machen. Timo, ich freu mich sehr, dass du da bist. Schön, dass du unsere Runde hier echt einmal komplettierst.
Timo: Ja moin, vielen Dank für die Einladung und ja, die Stimme ist wieder da. Und es ist auch nicht schlimm, dass es jetzt 10 Jahre gedauert hat. Wir haben das Ganze überstanden und haben den ganzen Scheiß die letzten Jahre auch miterlebt und mussten es immer wieder schön reden. Meistens aus dem Block O8, dem beschissensten Block im ganzen Stadion. Jetzt dürfen wir mittlerweile auch mit dem roten Radio auf die Pressetribüne und ja, ach, diese ganze schmattige Nummer, über die wir gleich noch sprechen. Wie ist das eigentlich mittlerweile? Ich will nicht sagen egal, aber ich will mich einfach über den Derbysieg freuen. war so ein geiler Abend, war zwar ein Scheisspiel, aber Hauptsache gewonnen.
Tobi: Hauptsache gewonnen und damit springst du natürlich Luca direkt zur Seite und da grinst du schon und freut sich darüber, dass er da ganz prominente Unterstützung bekommt und ich kann sagen, sag schräg gegenüber von euch und das ganze Stadion stand, ihr beide habt auch gestanden, der Rest der Presse-Türbine nicht, aber ihr habt gestanden und wie du dann noch moderiert hast, das hören wir uns nachher noch kurz an, gehen wir aber kurz oder machen wir doch noch kurz das Derby. Luca komm, du wolltest darüber sprechen, dann erzähl doch mal. Zehn Minuten hast du nichts gesehen, dann hat das dann ja aber zum Glück noch ja fast 100, doch mehr als 110 weitere Minuten, das dann zu verfolgen. Wie ging es dir? Wie war das Spiel für dich? Was möchtest du über dieses wunderbare Derby sagen? Der doppelte Derby siegt eine Besonderheit und endlich ist Kenan Kocsak abgelöst. Davor hat es 30 Jahre fast gedauert, bis wir wieder einen doppelten Derby Sieg hatten. Und jetzt Kenan Kocsak abgelöst durch Christian Tietz und seine Truppe. Also wie ordnest du es ein?
Luca: Wobei man ja fast schon sagen muss, das war wirklich Kenan Kulciaks Alleinstellungsmerkmal. Immer wenn es so ⁓ die Trainer der letzten Jahre ging und es ging Richtung Kenan Kulciak und es fielen so direkt die Worte, ach ja und ⁓ Gott, dann kamen wir mal direkt, aber er hat zwei Tervisiege geholt. Von daher, das fällt ihm jetzt natürlich weg. Ja, ich bin ja, ich war ja im Urlaub, ich war ja im Geburtsland unseres Top-Stürmers. Etwas wird dann nötig als davon, wo er aufgewachsen ist und hab da...
Tobi: Von Pichla in Österreich? Ach so, ach so.
Luca: Nee, in Finnland tatsächlich. In Lapland, in Nähe von Rovaniemi, kann ich sehr empfehlen, wenn man auf Winterurlaub steht. Und ich hab mir da ja Schalke angucken müssen und dadurch war ich ja dann nicht im Stadion, äh, auswärts in Gelsenkirchen. Ich bin dann Donnerstag zurückgekommen und Freitag war dann direkt das Derby. Ich hab es auf dem Hinflug ja geschafft, mich anzustecken. Ich bin auch immer noch ganz leicht am Kränkeln und habe dann mir dann aber am Freitag gesagt, nee, ganz ehrlich Freunde, also das ist ein Derby, das mach ich hier auch, wenn ich wenn ich damit Maske stehen müsste, theoretisch. Das machen wir mit. Und war dann ganz früh am Stadion und ich muss wirklich sagen, ich liebe alte Liebe als Hymne. Ich habe aber bei vielen Heimspielen immer so ein wenig das persönliche Problem, das ist ein Me-Problem, dass ich mir denke, man hört schon mehr die Lautsprecher, als dass man die Leute singen hört, so. als dann beim Derby alte Liebe anging und es eins der wenigen Male war, wo ich wirklich die Hymne von den Rängen lauter gehört habe als aus den Lautsprechern. Und dann diese Choreo vor mir hochgezogen wurde, es war mir scheißegal, dass ich nichts gesehen hab, ganz ehrlich. Und dann einfach da stand und mit meinen Freunden und Energie geladen dieses Spiel begleitet habe, was dann in dreißigsten Minute aus uns rausgebrochen ist, unnormal. Diese letzten zehn Minuten dieses Zittern, also ich weiß nicht, wie es euch ging, ich war furchtbar angespannt, ich hab irgendwann nur noch so auf Stand-by, sag ich mal, mitgesungen, also Kopf aus und wirklich einfach nur mit Stimmung gemacht. Und als dann abgefifft wurde, ja, was soll ich euch erzählen? Ich glaube, wir waren zu neun oder zu zehnt. Und das waren, wenn ich mich recht erinnere, drei von uns, mir inklusive, die halt nach dem Abpfiff einfach mal angefangen haben zu heulen. Und da merkt man, finde ich immer wieder, was Fußball eigentlich für ein geiler Sport ist, was der für Emotionen in auslösen kann und wie viel schöne Erlebnisse so ein Derbysieg auch mit sich bringen kann.
Tobi: Und ich dachte erst, dass du dann angefangen hast zu heulen, als Mustafa Bundu mit der 96-Fahne vor dem Norden darum gehüpft ist. Siehst du ja, André, hast du auch geheult oder warst du, wie wir es von dir erwarten würden, deutlich sachlicher?
Luca: Das sowieso. Das sowieso.
Andre: Ich habe auch geheult, zwar weil wir Quick and Dirty dreimal wegen technischer Probleme neu aufzeichnen mussten. Aber ich glaube, das war jetzt gar nicht so die Frage. Und mein Mikro da so blöd geklungert, das war auch sehr traurig. Nein, zum Derby, im Gegensatz zu Luca, ich hab's aber schon gesagt, ich war kolossal entspannt. Ich hatte in keinster Sekunde das Gefühl, dass wir diese Führung aus der Hand geben. Ich hatte in keinster Sekunde das Gefühl, dass wir da verlieren. Und das hat mich tatsächlich überrascht. Und mit zwei Derby-Siegen hab ich jetzt Angst vor der eigenen Courage. Wie gesagt, jetzt muss es nach ganz ganz oben gehen. Und ist da alles auf dem Präsentierteller. Es war alles toll. Die Sonne strahlt über Hannover. Es kann nur noch eine Richtung geben. Und dann kommt ne Pressemitteilung.
Tobi: Ja ja, jetzt, warte, lass uns doch mal kurz, ich will wenigstens auch noch von Ferdi und natürlich vor allem bei Team Boomer, wir es nachher noch hören. Ich überleg grad schon, ob ich es vorher mache. Nee, wir machen es trotzdem nachher. Ferdi, wie hast du das Derby wahrgenommen und warst du auch so... Ich glaub, dass Andrej vielleicht SkyGear auf dem Tablet gesehen hat, weil da immer sicher gewesen zu sein, dass das Spiel gewonnen wird. Sei da vielleicht relativ exklusiv oder pflichtest du ihm dabei?
Ferdi: Zunächst mal möchte ich anmerken, wenn ihr Freitag in der Nordkurve wart und das Wochenende mit einer ordentlichen Erkältung verlassen habt, bitte beschwerden nicht an uns, sondern persönlich an Luca richten. Ich bin zum Glück, ich hab's zu Hause verfolgt, was ein bisschen schade war, aber ich muss sagen, vom Fernseher kriegt man die Stimmung meistens ja nicht so gut mit. Diesmal hast du auch einfach nur durch die TV-Berichterstattung gehört, was für eine geile Stimmung in diesem Stadion war. Und ich wünschte, ich wär da gewesen, aber auch so war es. Verdammt geil. habe die letzte halbe Stunde, glaube ich, bin ich in meinem Zimmer auf und abgelaufen wie so ein Achtjähriger mit ADHS, weil ich es auch nicht gepackt habe von der Anspannung. Aber es ist zum Glück gut ausgegangen. deswegen können wir auch den Mantel des Schweigens über die sportliche Leistung dahinter reden.
Tobi: Das sollten wir vielleicht auch, Timo. Du warst da und du musstest, durftest dieses Spiel im roten Radio kommentieren. Wie hat sich das angefühlt? Und ja, wir werden es hören. Wie sehr warst du auch mit Emotionen voll?
Timo: Das Schöne ist ja, dass wir auf jeden Fall unsere Emotionen zeigen dürfen und ich kann da Luca nur zustimmen. Mich hat das teilweise wirklich an unser Spiel gegen Sevilla damals erinnert von der Stimmung. Das hast du bei uns leider nicht so häufig, dass so eine elektrisierende Stimmung ist. Davor waren die Derbys ja auch irgendwie mit Teilausschluss. Letzte Saison war das Derby die absolute Scheiße mit diesem völlig unverdienten Ausgleich, den wir dann noch erzielt haben. Deswegen habe ich mich echt drauf gefreut. Wir brauchen nicht drüber sprechen, wir schon gesagt, spielerisch war das nichts. Wir haben richtig Glück gehabt, wir das Ding gewonnen haben, weil Braunschweig einfach so blöd war gerade in der Nachspielzeit, dieses Riesending. Aber das war völlig egal. Es hat einfach so Bock gemacht, an diesem Tag da zu sein. Und am Ende kann man wirklich sagen, so diese 16, 17 Minuten Nachspielzeit, ohne diese Atmosphäre, glaube ich, hätten wir am Ende das Ding nicht gewonnen. Das war so geil mitzuerleben. Von daher, ich glaube, da werden sich alle gerne noch dran erinnern.
Tobi: Da bin ich bei dir und vor allem natürlich auch die Choreo Also auch da eine klare Botschaft aus der Nord. Aber trotzdem, Sonntag ist ja passiert. Jörg Schmatke wurde vorgestellt. ⁓ Weihnachten ist es gewesen, am 1. Januar sollte er seine... Geschäfte übernehmen. Markus Mann ist ja nach Salzburg gewechselt. Es gab ja hier auch in unserem Podcast nicht nur Befürworter von der Lösung Jürg Schmatke. Andre und ich natürlich noch beseelt aus der Europa League Zeit. wie Moab de Lauwe, Didier Yakunan, Lars Stindl und auch bisschen Moritz Stoppekamp, obwohl der eigentlich seine Sternstunden eher gegen uns hatte. Das waren dann so Spieler, an die wir uns erinnert haben und wo wir gesagt haben, okay, pass auf, hey... Also Schmatke kennt Hannover. Schmatke kennt die ganzen beteiligten Personen. Der braucht keine große Einarbeitungszeit. Der wird die Wintertransferperiode sauber abwickeln und wird dann anfangen, eigenen Stil durchzusetzen. Und ja, 96 vielleicht zu dem Erfolg, zu dem er auch andere Vereine geführt hat. Egal wo er war, erfolgreich, ob es in Köln gewesen ist, in Wolfsburg gewesen ist oder auch bei Liverpool. Und natürlich auch bei uns, alle Manniachen nicht zu vergessen. Aber er war halt noch immer derjenige, irgendwann gesagt hat, ich hab die Schnauze voll, ich hau jetzt ab. Und zwar immer so bisschen dann, wenn's ungemütlich wird. André, wir beide haben's ja positiv bewertet. ich sag mal so, die Zeit fing an, Transfers wurden abgewickelt, mutmaßlich Transfers von Lüftl und Mann, nicht seine eigenen, was völlig okay ist, er war ja erst am 1. Januar da. Und dann war's immer wieder... zu lesen, dass Jörg Schmatke, und wir haben das sogar befürwortet, André, Druck auf Christian Tietz und bisschen Kritik an Christian Tietz geäußert hat, ob seines Spielstils. Wie bewertest du jetzt diesen schnellen Abgang, diesen Ausstieg aus seiner Funktion?
Andre: Ja, da müssen wir, glaube ich, generell, wenn wir gleich mal diskutieren, mehrere Facetten beleuchten. Die erste Frage ist ja, war die Trennung von Markus Mann in Ordnung und war es richtig, wenn Schmatke auf dem Markt verfügbar ist, Schmatke zu holen? Bei beiden Fragen gibt es ein klares Ja. Dann ist ja die Diskussion im Winter, das Wintertrans... Ja, dann gibt es ja die Diskussion für das Wintertransferfenster.
Luca: von deiner Seite.
Andre: Und da war Schmatke sozusagen verantwortlich. Hat er uns eine bessere Mannschaft hingestellt als für die Hinrunde? Und die Frage bleibt natürlich auch noch, reicht es dann, ⁓ das große Ziel Aufstieg zu machen? Die können wir jetzt noch nicht beantworten. Ich denke, wir sind uns aber in einer Lüse einig, dass die Mannschaft besser ist. Mir persönlich fehlen entsprechende Bauteile. Recht der Verteidiger Stürmer. Wir haben drüber gesprochen. Aber wer bin ich schon? Dass sich da noch jemand in der Innenverteidigung verletzt oder so? Das weiß ich nicht. ob man da noch mal nachbessern muss, ist schwierig. ich sag mal, die Wintertransferphase ist gelaufen, die hat Schmatke zu verantworten. Wir stehen aktuell gut da. Wenn's am Ende nicht reicht, war auch die Wintertransferphase natürlich nicht ausreichend. So, und die letzte Thematikblock, die man sozusagen diskutieren muss, ist, glaube ich, ist diese Trennung in Ordnung? Warum ist diese Trennung? Und ich würde mit dem letzten Teil tatsächlich anfangen, weil das andere ist Vergangenheit. Ich persönlich find's spannend. Und zwar der Satz im Einvernehmen getrennt. Das klingt ja fantastisch. Das klingt ja so, als ob man danach nicht den Misskübel auskippt in der Presselandschaft. Und ob man dann einfach mal sich zusammenreißen, alle Seiten mal die Fresse halten. ⁓ eben das große Ziel, den Aufstieg Hannover 96 nicht zu gefährden. Als ich also die PM gelesen habe, mir gedacht, aiaiaiai, da war wohl richtig was im Busch. Hoffen wir mal, dass es unter der Decke bleibt. Und was passiert? Es dauert keine Minuten gefühlt und die ersten ... Ganz klaren Anwürfe nach allen Seiten übrigens kommen an ans Licht der Welt und teilweise auch echt Dinge, die schon nahezu ein halbes Jahr her sind. Und da muss ich ganz ehrlich fragen, fernab von der Personalie Schmatke, fernab von der Situation, geht oder er geht nicht, wieso, weshalb, warum? Warum zum Henker schaffen wir es in Hannover nicht einfach mal das Wohle des Vereins nach vorne zu stellen. Dass eine Presse kritisch berichten muss, ist mir klar. Aber muss sie denn Dinge auspacken, die sie seit einem halben Jahr im Giftschrank hat in diesem Moment? Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hab dafür kein Verständnis mehr. Auftritte bei irgendwelchen kuriosen Formaten mit Audio, die man im Internet hören kann. Ich kann mir nur noch am Kopf packen, das sind Journalisten, die sollen bitte ihre Arbeit machen und nicht zu Kommentatoren werden. Und wenn sie zu Kommentatoren werden, können sie bei Tobi sich bitte melden und dann werden sie in einem Casting unterzogen und dürfen uns nicht mitmachen. also, das regt mich tatsächlich tierisch auf, da Schmatke geht. Ich persönlich hatte den Eindruck, letzter Satz von mir, als ich das Interview von ihm in Belek gesehen habe, beim Trainingslager, der wirkte komplett apathisch, komplett lustlos. komplett nicht connected. Gar nichts. Und genauso hab ich ihn wahrgenommen. hatte nicht in einer Sekunde das Gefühl, dass der für 96 hier bei 96 brennt. Und ich weiß nicht warum. Weil der war früher anders. Bei seinem ersten Stint, der hatte Merch an, der war emotional, der ging da auch in die Interviews mit richtig Werf rein. Gar nichts, die gesamte Zeit nicht. Deswegen bin ich ehrlich, Zeitpunkt hat mich überrascht, aber dass der schnell wieder weg ist, hat mich jetzt am Ende gar nicht so überrascht, dennoch ist es nicht gut.
Tobi: Ja, das ist natürlich eine sehr exklusive Sicht, du da hast, Andre, weil natürlich ist es die Aufgabe der Presse 96 zu begleiten. Natürlich ist es die Aufgabe der Presse, auch Geschichten zu finden und sie auch zu berichten. Und ich finde es nur mehr als legitim, dass wenn es da wirklich so massive Verwerfungen gibt innerhalb des Kaders, wenn Christian Tietz vor versammelter Mannschaft fast jede Woche Leute runtermacht, dann muss das auch in irgendeiner Art und Weise berichtet werden. Ich will gar nicht über Leo Weinkauf sprechen. der ja vermutlich den Tränen nah sein muss. Er war auf jeden Fall den Tränen nah und auch da drüber beim Derby, weil er sich so gefreut hat. Und diesen Menschen, der mutmaßlich in seinem Vertrag stehen hat, der Nachfrage von Ron Robert Zider zu werden, so zu rasieren, ist einfach menschlich eine Schweinerei, was wir da Woche für Woche sehen mit Spielern. Startelf, Tribüne, wieder zurück in die Startelf, auf die Bank. Dinge, die wir bei Stefan Leitl massiv kritisiert haben. ist alles gut und schön, dass wir die erfolgreichste Zweite-Liga-Saison spielen seit dem Wiederabstieg. Aber wenn dabei Menschen auf der Strecke bleiben, dann bin ich kein Freund davon und ich finde es gut und ich bin dankbar, dass dort darüber berichtet wurde. Der Zeitpunkt darüber lässt sich sicherlich streiten, das ist richtig. Andere haben das schon getan und massiv kritisiert, dass in der Derbywoche solche Themen auf den Tisch kommen. Ich finde, sie müssen auf den Tisch kommen, nämlich dann, wenn sie dann auch bekannt werden. Und nur weil es dann vielleicht im Konstrukt 96 inhaltlich bekannt gewesen ist, bereits seit einem halben Jahr, war es der Presse das vielleicht nicht und deswegen ist es für mich völlig legitim. das zu berichten und auch notwendig das zu berichten und das wirft für mich eher ein schlechtes Licht auf den Trainer und kommt dann eher zu so einem Gefühl, ich bin nicht so froh, dass Jörg Schmatke weg ist. Er war ein großer Kritiker des Trainers. Jetzt ist eins klar, ohne Schmatke gibt es keinen Gegenpol. So und wie das dann ausgeht, wenn Jörg Schmatke den Kader plant, ach, weiß ich nicht. Also habe ich zumindest meine Schwierigkeiten mit. Okay, aber sei es drum. Also Schmatke ist weg, damit müssen wir uns jetzt arrangieren. Ferdi, Ralf Becker, von Mann geholt als Sportdirektor. Irgendwie am Anfang der Saison noch bei allen Transfers, immer schön auf dem Foto, hat lieb gelächelt. Danach, und vor allem nach dem Abgang von Markus Mann, war der überhaupt nicht mehr wahrzunehmen. Den gab es nicht. Der saß auf der Bank und alles wunderbar, war auch beim Training immer lieb und nett dabei. Schmattga hat mit dem nicht gesprochen, die Gesellschafter kennen ihn nicht. Das ist jetzt nicht die beste Grundlage, ⁓ den Laden jetzt zu führen, oder?
Ferdi: Na ja, immerhin kennt er den Verein schon. Er kennt von Mann auch die Strukturen. Und ich bin jetzt mal ganz mutig und sage, dass ich die Art und Weise, wie Markus Mann diesen Verein geführt hat, wesentlich sympathischer und auch kompetenter fand als das, was ich jetzt von Jörg Schmatkes Revival mitbekommen habe. Aber zu Becker. Ich habe das Gefühl, er wird gerade von einigen so als mögliche Lösung ins Spiel gebracht. Und ich habe das Gefühl, so ein bisschen aus den falschen Gründen. Weil aus welchen Gründen wird er ins Spiel gebracht? A, weil er sympathisch ist, weil jetzt die Woche wirklich gutes Video gegeben hat, wo Hannover 96 so die Außenwirkung, dass man alles im Griff hat, ein bisschen in den Griff bekommen hat, wo er einen guten Eindruck gemacht hat und nicht nur weil er sympathisch ist, sondern weil er auch verfügbar ist. Er kennt schon Hannover und das ist sicherlich auch ein Vorteil und auch Sympathie und Kommunikationsfähigkeit, die ich ihm durchaus zutraue. Das sind schon Argumente für ihn. Aber ich finde, das zentrale Argument bei der Suche nach dem nächsten Geschäftsführer-Sport sollte sportliche Kompetenz sein. Das sollte eine Zukunftsvision für Hannover 96 sein. sollte Offenheit gegenüber den modernen Entwicklungen sein. Das sollte die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern, mit einem Scouting-Netzwerk, das bei uns gerade brach liegt, aber auch dem Trainerteam sein. Und ich möchte Ralph Becker gar nicht absprechen, dass er die Qualitäten hat. Ich weiß es nur einfach nicht. Und ich würde mir wünschen, dass Hannover 96 bei der Suche nach dem nächsten Geschäftsführersport nicht danach geht, wer jetzt der einfachste oder der naheliegendste Kandidat ist, weil er eben schon mal bei Hannover angestellt war oder weil er mal Spieler bei Hannover war und irgendwie aus dem Dunstkreis kommt oder weil er gerade im Keller im Archiv irgendwie Akten ordnet, weil man den eigentlich aus dem Verein mobben will und der jetzt gerade verfügbar ist. Ich wünsche mir, dass wir einmal nicht so eine Entscheidung treffen, sondern wie bei Markus Mann danach gehen und schauen, hey, wer ist kompetent? Wer hat eine Vision? und wäre es hungrig, Erfolg und Cut bei Hannover 96 die Chance zu beweisen. Das wäre mein Wunsch. Vielleicht ist das am Ende Ralf Becker, aber ich möchte nicht nur Ralf Becker einstellen, weil er halt schon da ist.
Tobi: Ja, okay, das kann ich verstehen, wobei du natürlich dann nicht vergessen darfst, was er dann auch schon in seiner Vita gemacht hat. Sportgeschäftsführer in Dresden, in Kiel, da fast aufgestiegen beim HSV. Also der hat eine Expertise, der hat eine sportliche Expertise. Der hat das an anderer Stelle schon unter Beweis gestellt, dass er das kann. Von daher ist es ein bisschen mehr als ⁓ der Liebe, nette Grüßonkel, der jetzt halt eben da ist, sondern das ist schon jemand, der deutlich die Kompetenzen vorweisen kann, weil er sie an anderer Stelle schon gezeigt hat. Aber sei es drum. Wie war es denn für dich? Sonntag Nachmittag? Noch völlig beseelt vom Derby Sieg und dann kommt diese Meldung. Wie hast du sie erlebt?
Timo: Ja, ich meine, wir haben es ja alles schon gesagt, ist typische 96. Also ich meine, mehr charakteristisch für einen Verein kann es nicht sein. Nach so einem Hype, so einer Welle der Euphorie kommt diese Meldung. Und ich muss ehrlich sagen, mich hat das und mich tangiert das ehrlich gesagt kaum noch, weil es ist so unfassbar anstrengend einfach, wie dieser Verein sich selbst immer wieder Knüppel zwischen die Beine schmeißt und vermutlich Ich glaube ehrlich gesagt, jetzt hier mal irgendwie die gute Laune leider versauen zu müssen, ich glaube ⁓ dass wir es am Ende nicht packen werden. Weil die nächsten drei Spiele allein schon Elbersberg, wenn ich das sehe, wie die momentan wieder drauf sind, wird schwierig. Ich möchte mir einfach so dieses gute Gefühl vom Derbysieg noch so lange es geht erhalten und ich habe ehrlich gesagt jetzt ganz geringe Erwartungen an den restlichen Verlauf der Saison, weil ich glaube es wird schon relativ früh zu Ende gehen mit den Hoffnungen. Und dann stehen wir mal wieder vorm Scherbenhaufen. Sorry jetzt für dieses Stimmungstief an dieser Stelle, aber ich glaube, das wird am Ende nicht reichen. ich hab auch ehrlich gesagt keine, sorry, dass ich da jetzt nicht viel zu beitragen kann. Ich hab auch ehrlich gesagt gar keine große Meinung, wer das jetzt machen soll, weil meiner Ansicht nach ist es so, so lange am Ende dort immer die gleichen drei Leute den Daumen hoch oder nach unten zeigen, wird sich jeder. am Ende Schwertun in diesem Verein. Und solange das so ist und so bleibt, mir fehlt die Energie, mich da noch drüber aufzuregen.
Tobi: Völlig verständlich und ich glaube du hast es gar nicht so negativ auszugs, sondern glaube ich realistisch sage ich mal. Auch ein Dieter Schatzschneider, ich will dich jetzt nicht mit ihm in eine Ecke stellen, bitte nicht missverstehen, aber auch ein Dieter Schatzschneider hat natürlich schon vor dem Derby gesagt, wir werden mit der Spielart dieses Trainers nicht aufsteigen. So und am Ende ist es so gewesen,
Timo: Danke.
Luca: Ja, aber Tobi, Entschuldigung, kurz. Dieter Schatzschneider sagt bei jedem Trainer, der taugt es nicht und mit dem steigen wir auch nicht auf. was der in gewissen Medien verbreiten lässt, ist mir relativ egal, ehrlicherweise.
Tobi: Jörg Schmattke hat zumindest auch gesagt, er hat seine Zweifel an der Kaderführung von Christian Thietz geäußert. Und man muss eins sagen, Jörg Schmattke war dann derjenige, der ein Konzept erstellt hat für beide Ligen. Erste Liga, zweite Liga, ist damit an die Gesellschaft herangetreten, an die drei Herren, wie Timo gerade so richtigerweise sagte, also namentlich Martin Kindt, Gregor Baum und Dirk Rossmann. Und es gescheitert. Jörg Schmattke wollte deutlich mehr Geld für einen Bundesliga-Kader als auch nur ansatzweise angedacht gewesen ist. Und er hat es begründet damit, dass eben die Spielweise des Trainers, wenn dieser Trainer dann bleibt, verlangt Spieler, die ⁓ in der Bundesliga dann zu bestehen, sind eine ganz andere Nummer als in der zweiten Liga, die halt deutlich teurer sind als das, was wir jetzt haben. Und diese Spielweise wird uns dann eben nicht... mit normalen Durchschnittsspielen in der Bundesliga gelingen. Das war die Sichtweise von Jörg Schmattgemann. Der ist abgeschmettert. Man wollte ihm das nicht gewähren. dann ist er vielleicht straight und sagt, okay, bevor ich was verantworten muss, nicht meine Idee ist, hinter dem ich nicht stehe, von dem ich nicht überzeugt bin, dann gehe ich eben weg. Schlimm ist nur, hinterher, und es muss ja von ihm gekommen sein, so ehrlich müssen wir sein, zu behaupten, dass die Stimmung in der Geschäftsstelle so schlimm ist. dass Prinzip Markus Mann da in den letzten drei Jahren verbrannte Erde hinterlassen hat. Ich glaube, das können wir ins Reich der Fabeln verweisen. Da wird auch sicherlich noch der eine oder andere, der das behauptet hat, nochmal zurückrudern müssen, weil ich glaube, das kann so nicht stehen bleiben. Andrej, du wolltest noch was zu der Sache sagen.
Andre: Was spannend ist aus meiner Sicht, folgender Umstand. Man kann sogar zu der kolportierten Meinung von Schmatt gekommen sein. Dass man sagt, wenn wir aufsteigen, brauchen wir und das Geld, ⁓ die und die Spieler zu kommen. Was mich nur wundert ist, warum hat er diese Absprache vorher nicht getroffen, als er den Vertrag unterschrieb? Da wär's in dem Moment richtig gewesen. Man kann sogar zu der Entscheidung kommen, dass der Chitz nicht der Richtige für 6,90 ist. Wenn das gut begründet ist, das in Ordnung. Dann hätte man ihn aber in der Winterpause loswerden müssen. Aber jetzt, und Timo hat es ja gesagt, er sieht es nicht so optimistisch, das würde ich sogar teilen, aber hat Ufa96, spielt jetzt gegen drei Mannschaften, die vor ihnen stehen und sie müssen nur zwei davon hinter sich lassen. Also ich will damit sagen, ich verstehe überhaupt nicht, wie jetzt eine Trainer-Diskussion losstarten kann, denn das hätte man dann vorher machen müssen, aber nicht jetzt. würde man jetzt gegen Elversberg und das nächste Spiel auch noch verlieren. Dass man dann noch mal die Notleine zieht und schnell noch irgendwas macht panisch? Vielleicht. Aber jetzt wird die Diskussion völlig deplatziert. Egal wie menschlich Tits läuft, egal was da gelaufen ist. Jetzt heißt es wirklich, Pobacken zusammenkneifen und noch alles versuchen. Denn wir haben es in der eigenen Hand. Und das hatten wir die letzten Jahre nicht zu diesem Zeitpunkt der Saison.
Luca: Also mal ganz ehrlich, das mag jetzt alles rauskommen mit, dass Tietz nicht der einfachste ist und dass die Gesellschafter das Geld nicht geben wollten etc. pp. Das ist alles okay. Aber auch diese Geschichte in der Mannschaftsführung, das wird ja schon die ganze Saison überlaufen. Wir haben uns im Sommer einen Kader hingestellt, der auf Christian Tietz ausgelegt ist. Die wissen, die arbeiten jetzt alle seit Sommer mit ihm, die wissen mittlerweile auch, wie er tickt und wie er drauf ist. Und ich setze jetzt mal Anführungsstriche drum, trotz dessen sind wir Und das ist spielerisch vielleicht auch nicht alles schön seit dem Dresden Spiel. Die beste Rückrundenmannschaft. Also, punkte technisch. Worüber reden wir? Du bist im Winter auf Platz fünf. Du bist, was waren das, fünf Punkte hinter dem direkten Aufstiegsplatz. Bist jetzt, ich glaube, zwei Punkte hinter einem direkten Aufstiegsplatz. Bist die beste Rückrundmannschaft, dass wir überhaupt über den Trainer reden. Sprichst schon wieder dafür, was 96 eigentlich für ein großer Chaoshaufen ist. Wir haben uns jetzt auf ihn committed. Wir werden das jetzt mit ihm durchziehen. Und ich hoffe einfach, dass es klappt. Und wer sich dem nicht unterordnet, und da muss ich vielleicht sogar bisschen Christian Tietz Rücken geben, wie man so schön sagt, der hat dann halt auf der Tribüne zu sitzen, wenn er seine persönliche Meinung, seine persönlichen Ansprüche nicht dem großen Ziel unterordnen möchte.
Tobi: Ist ja auch grundsätzlich okay. will nur eins dazu bedenken geben, unabhängig von der Person Christian Tietz. Ganz grundsätzlich finde ich nicht, dass Erfolg dazu führen darf, dass es völlig egal ist, wie du Menschen behandelt. Das darf nicht die Grundlage sein, der wir uns hier vereinen und auf der wir gemeinsam stehen. Unabhängig von Christian Tietz, erstmal ganz grundsätzlich in der Gesellschaft darf es nicht so sein, dass der, der Erfolg hat, mit seinen Angestellten alles machen kann, was er will und sich benehmen kann wie die Axt im Walde. Das darf nicht sein. ich glaube auch, meintest du, ist mir an der Stelle nur wichtig, das zu sagen, auch mal weggesehen vom Fußball, behandel die Menschen so, wie du selber behandelt werden möchtest, dann ist alles fein, aber behandel sie nicht wie Dreck und dann gibt dir auch der Erfolg nicht recht.
Ferdi: wenn wir gerade sowieso schon bei der menschlichen Komponente sind. Ich bin auch aus der Hinsicht ganz froh, dass Jörg Schmatke weg ist. Also vielleicht hat Jörg Schmatke berechtigte Kritikpunkte auch an Christian Thietz gehabt. Aber ich lasse mir jetzt nicht einreden, dass Christian Thietz Mannschaftsführung so furchtbar war. Und Jörg Schmatke war der, der für eine humane, weiß ich nicht, ich finde Jörg Schmatke, vielleicht strahlte das auch nur aus und er ist lieber als er aussieht. wenn wir darüber reden, dass Hannover auch die richtigen Menschen nach außen zeigt, dann glaube ich, wir da Luft nach oben und haben davor mit Markus Mann für mich gesehen, wie es gehen kann.
Tobi: ist ja auch völlig in Ordnung. kann man so sehen. Mutmaßlich wird es jetzt bis zum Sommer aber so weitergehen. Also Ralf Becker hat jetzt erstmal die interimsweise Führung dieser ganzen Geschichte übernommen. Henning Binsus plötzlich sogar in der Kabine. Völlig überraschend. Also Henning Binsus, der auch irgendwie gar nicht stattgefunden hat, der war plötzlich mit Ralf Becker zusammen bei den Spielern. Haben nochmal ordentlich.
Luca: Ja, also... Tobi, darf ich da einmal ganz kurz rein? Ich finde es sogar richtig gut, weil wir haben, also jetzt nicht unbedingt, dass das jetzt so rauskommt, aber wir haben ja gerade darüber gesprochen, mit was ein Bild für nach außen abgeben, etc., PP, immer Unruhe. Leute wie Ralf Becker und Henning Binsus, die einfach im Hintergrund ihre Arbeit machen und das still abarbeiten und bei Ralf Becker habe ich jetzt auch das Gefühl, er musste jetzt halt was sagen, er wurde quasi vor die Kamera gezwungen, in Anführungsstrichen. Ich finde das gut, auch solche Leute zu haben, die halt stille Arbeit am Hintergrund sind. Das möchte ich nur kurz dazu noch sagen.
Tobi: Absolut, da will ich gar nicht bestreiten. wollte es auch gar nicht so negativ klingen lassen, aber trotzdem überraschend für mich, anders ausgedrückt, Jörg Schmatke hat den Minzus nicht in die Kabine gelassen. Ich glaube, der hätte ihn noch nicht mal in sein Büro gelassen. Also von daher wieder den Twist zu Ferdi. Fair enough. Also Jörg Schmatke dann auch eher vielleicht von der knurrigen, wollen wir es mal so ausdrücken, von der knurrigen Sorte und der sehr Ich-bin-Alpha-und-du-bis-nichts-Sorte. Ob der dann für ein gutes Klima sorgen kann, sei mal dahingestellt. Egal. Also Henning Winzers und Ralf Becker waren bei der Mannschaft. Ralf Becker, Luca hat es jetzt schon mehrfach gesagt, hat dann auch ein gutes Video-Statement abgegeben, ganz klar gesagt, diese Woche ist das Thema, aber ab Montag geht die volle Konzentration auf das Spiel gegen die SV Elbersberg und auch dann klar gesagt, wir wollen jetzt natürlich diese Chance nutzen und diese Konzentration bis zum Sommer soll so weitergehen. Spannend fand ich ja nur und fast bisschen traurig, dass dann... Ralf Becker sagen musste, ja, ich hatte jetzt ein Meeting mit den Gesellschaftern. Na gut, wir kannten uns ja noch gar nicht. Also, dann war ja mal schön, die kennenzulernen. Ach, das finde ich schwierig, wenn einer seit einer dreiviertel Saison als sportlicher Leiter und Sportdirektor arbeitet. Aber gut, auch das ist geschenkt. Das sagt mehr über die Gesellschafter als über Ralf Becker. aber er hat jetzt mutmaßlich den Auftrag, zusammen mit dem Trainer Christian Tietz Konzepte zu entwickeln. Abweichend von Jörg Schmatkes Konzept. und damit eine Kaderplanung zu forcieren für Erste und für Zweite Liga bedeutet, vermutlich wird es nicht so sein wie bei Borussia Dortmund, wo, und das kann uns Hoffnung geben, beim kommenden Gegner gebildet wurde, nämlich Nils-Udeburg, da jetzt sportlicher Leiter ist, sondern es wird eher so sein, dass, wie gesagt, Ralf Becker das Interim-Weise bis zum Sommer macht und man sich dann vielleicht neu aufstellt oder ihn befördert, völlig Ergebnis offen. wie Martin Kins sagen würde, eine Konstellation, wir hier irgendwie häufig machen. Einer soll sich jetzt bewähren, mal gucken, ob er es schafft. Wir hatten den Akten-Sortierer schon, leider muss ich sagen, dass der Akten-Sortierer und damit Waldhof Mann ein besser organisiert ist sportlich als wir. Jetzt gerade in diesem Moment. Wir haben kein Scouting, wir lassen KI-Tools darüber laufen, haben eine Agentur, verdienen möchte. Boah, da ist eigentlich relativ viel zu tun, aber alles wird beiseite geschoben. Ralf Becker soll jetzt zusammen mit Christian Tietz die Saison erfolgreich zu Ende bringen und dann... eben einen Kader aufstellen. Tim, hast du dazu eine Meinung oder ist das auch wieder so typisch? Ich erinnere mich so ein bisschen, weißt du, Dirk Duffner. Ja, war eigentlich schon entlassen, aber eine Transferperiode durfte er noch machen. Oder eben Gary Zuber, Also Archiv hat fertig gesagt, aber vom Keller wieder ins Chefbüro.
Timo: Ja, also es ist wie gesagt, es ist ein einziges Auf und Ab bei uns. du, man kann, die Leute können mir auch einfach nur leid tun, die in diese Rolle reingehen. Eigentlich muss man ja auch wirklich sagen, man muss es ja fast schon erwarten, wenn man so diesen Job antritt, außer man ist jetzt Markus Mann, der es ja wirklich irgendwie länger ausgehalten hat und was ja auch wirklich angenehm war, was man ja jetzt schon wieder merkt, vermutlich auch, weil es ihm gesundheitlich besser geht, was ja an sich schön ist, aber Man hört natürlich in den letzten Wochen schon immer viel viel mehr wieder von Martin Kind Jetzt natürlich umso mehr war gar keiner mehr da ist, der irgendwas nach außen sagt und das natürlich jetzt genau in dieser Phase Das ist also auch wieder das ist eigentlich immer das gleiche Bild also es lief so schön ruhig die Hinrunde man hat nichts gehört und jetzt wurde es langsam wieder mehr jetzt ist der Schmatke weg jetzt gibt es nur noch einen der nach außen was sagt und Naja, wie das meistens endet wissen wir von daher ich bin leider sehr sehr pessimistisch, aber ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren.
Luca: Mein Highlight in der Kommunikation, übrigens wieder aus Richtung Martin Kind. Nö, ich sag dazu nichts. haben Stillschweig vereinbart und dann... Naja, also er wusste ja schon, dass Tietz hier Trainer ist und er wusste auch, die Mannschaft aussieht. Also, hätte man auch drauf kommen können. Fand ich wieder schön. War er erst, ne, mach ich nicht und dann, ach komm, ich sag doch was.
Tobi: Ja. Ja, ist er halt. Da glaube ich niemals ändern. Aber ich bin dann halt eher nicht ganz bei Timo, was den Pessimismus angeht. Wir haben das Heimspiel gegen Elwasberg. Also wir haben von diesen drei Mannschaften, die vor uns stehen, also Schalke zähle ich mal raus, also drei Mannschaften, vor uns stehen, ⁓ Zweiter zu werden, haben wir zwei zu Hause. Und mir stimmt das, weil Schalke nicht mehr gespielt wird, deswegen.
Andre: Warum zählt so Schalke raus?
Tobi: Da haben wir es nicht in der eigenen Hand.
Andre: ⁓ okay, wenn ich mal gegen die Spiele... Weil ich finde Schalke ist ein sehr schönes Beispiel. Denn Schalke kann nur noch etwas verlieren. Wir hingehen, können nur noch etwas gewinnen. Und ich glaube, das macht viel. Ich finde unsere Position, die wir jetzt gerade haben, auf Schlagdistance, auf sofortiger Schlagdistance plus mit den Spielenden eigener Hand, finde ich tatsächlich relativ sexy. Und ich glaube, das kommt uns tatsächlich zu pass. während andere Mannschaften wirklich was verlieren können und erst mal diese krackteilige Größe zeigen müssen, die es dann nämlich benötigt, ⁓ auch oben quasi drin zu bleiben und hoch zu gehen. Und deswegen bin ich auch der Meinung, dass es gar nicht so wichtig ist, jetzt über Nachfolger von Schmattke zu diskutieren. Du wirst jetzt zu diesem Zeitpunkt niemals einen guten Nachfolger finden, weil du gar nicht weißt, wo du nächste Saison spielen wirst. Du brauchst quasi die Sicherheit der nächsten Saison so oder so, ⁓ den passenden Nachfolger zu finden. Und wenn Becker sich da vernünftig aufstellt und präsentiert, und möglicherweise auch überzeugende Pläne intern liefert. Ja meine Güte noch eins, ich finde unsere Situation ist nicht so schwarz wie sie ist, ob wir es dann sportlich hinbekommen ist eine andere Geschichte, aber wir hatten schlechtere Jahre.
Timo: Ja, André, gebe dir da eigentlich komplett recht. Ob das jetzt gut ist, dass wir Heimspiele haben, weiß ich nicht. Wenn man sich die Heimspiele anguckt in dieser Saison, ich hätte lieber Auswärtsspiele. Aber selbst wenn wir uns jetzt in diese gute Position bringen und wirklich, sage ich mal, sieben Punkte holen oder sechs oder vielleicht sogar neun, dann sind wir eben vorne. Und dann kommen genau diese Gegner, wo wir in der Regel verkacken. Es ist leider so. Also dann kommt Nürnberg, für die geht es ⁓ nichts mehr. Bochum, Karlsruhe. Das ist die beste Konstellation, weil wir ansicht das leichteste Restprogramm haben nach diesen drei Spielen. Aber das ist für 96 meistens genau das Falsche.
Tobi: Leider du ja recht damit, das macht es echt nicht besser. Wir haben aber noch eine Hörerfrage gestellt und da wollten wir nochmal gucken, wie die Ergebnisse sind. haben euch nämlich gefragt, A, kann 96 ohne Geschäftsführer überhaupt der Aufstieg gelingen? Das war überwältigend, da waren wirklich über 80 Prozent der Meinung ja. Und dann konntet ihr uns noch sagen, eure Gedanken zur aktuellen Situation fertig. Was ist denn dabei rausgekommen?
Ferdi: Das, was man bei uns auch schon so bisschen raushört, hat sich geteilt in der langfristigen Ausblick und was es kurzfristig für die Saison bedeutet. Weil kurzfristig für die Saison sind die meisten schon relativ optimistisch. Schreibt Luis zum Beispiel auch, der Geschäftsführer steht ja auch nicht auf dem Platz. Und schwieriger wird es natürlich, wenn es darum geht, wie das diesen Verein langfristig beeinflusst. Ulrich ist da auch ein bisschen skeptischer. Der schreibt, zumindest ist das förderlich für die Stimmung für den Aufstieg. für die Aufstiegschancen. Ich fand die Spiele seit dem Auswärtssieg in Berlin aber spielerisch auch nicht mehr so überzeugend. Grundsätzlich weiß ich nicht, wie so ein Abgang in die Mannschaft strahlt. Und Passo96 bringt so genauso diesen Kontrast zwischen kurzfristig kann das funktionieren, langfristig mal schauen raus. Der schreibt nämlich, also kann zum Aufstieg reichen. Die Frage ist, was kommt dann nach dem Aufstieg? Ich finde, dass man jetzt anfangen muss, den Kader zu planen, Leihspieler zu verpflichten oder eben auch wieder abzugeben. Da möchte ich mich auch gleich anschließen, weil ich finde eben auch nicht, dass es so ist wie andere, dass es egal ist, wen wir holen und wann wir holen. Weil erstens möchte ich, dass der neue Geschäftsführer Bock auf 96 hat, egal ob wir erste Liga oder zweite Liga spielen. Ich finde, die Liga hat dafür keine Rolle zu spielen. Die hat vielleicht für die Kaderplanung eine Rolle zu spielen, aber nicht für unseren neuen Geschäftsführer. Und jetzt ist genau der Zeitpunkt, wo du dir einen Vorteil verschaffst. wenn du jetzt schon planst, wenn du jetzt schon mit Spielern redest. finde, man hat das letzte Saison auch gemerkt, dass Spiele, das Transfer ist wie Neubau, auch wie Kälmern, die jetzt Leistungsträger sind, dass die halt sehr früh schon klar waren oder zumindest schon vorbereitet waren. Deswegen finde ich es schon wichtig, dass wir uns darum bemühen, möglichst bald einen Nachfolger zu finden und nicht nur einen Nachfolger zu finden, sondern auch wieder Strukturen zu etablieren, ein Scouting zu etablieren, was Jörg Schmatke offenbar für irrelevant hielt. Auch wenn ich, und da bin ich voll bei unseren Hörerinnen, ebenfalls der Meinung bin, dass wir trotzdem aufsteigen können und dass die Chancen unserer Mannschaft weiterhin gut sind.
Tobi: Aber du hast ja mit Ralf Becker jetzt trotzdem jemanden, Entscheidungen treffen kann. Also letztendlich ist das ja kein Vakuum. Es ist jetzt ja nicht so, dass der Platzwart plötzlich nur noch der einzige ist, der da im Verein rumläuft, sondern wir haben ja Ralf Becker. Und deswegen, machst den wieder kleiner. Jemanden, war Sportvorstand in Dresden, der war Sportvorstand in Kiel, der war Sportvorstand beim HSV. Der hat das schon gemacht. Und du kannst mal davon ausgehen, dass selbst wenn wir im Sommer einen neuen Sportgeschäftsführer bekommen sollten. Ich würde es aber auch Ralf Becker tatsächlich gönnen. Ich hätte mir lieber eine Nummer 2 hinter ihm gewünscht oder würde mir sie wünschen. Hätte da sogar ein, zwei Ideen, wer das machen könnte. das heißt für mich ist es wichtig, dass wir eben nicht diesen Eindruck entstehen lassen, da wir jetzt ein Vakuum. Ist es nicht. Es ist kein Vakuum. Ralf Becker ist da und Ralf Becker ist kein Praktikant. Ja, da man ganz klar sagen. Der hat sehr, sehr viele Jahre Erfahrung im Profifußball. Da ist nicht ein Stau drauf. Der hat seinen ersten Job hier.
Ferdi: er ist halt interimsweise da. Und auch die Gesellschaft... ja, aber...
Tobi: Ja zunächst, aber das macht ja nichts. Merlin Polzin war auch Interimstrainer beim HSV.
Ferdi: Schon klar, aber solange er nur der Interimsübergangstyp ist, werden ihm die Gesellschafter doch nicht die Entscheidungsmacht und auch das Geld zur Verfügung geben, ⁓ eine Mannschaft zu planen. Solange darf er ein paar Sachen absegnen. der Geschäftsführer Sport ist bei uns dafür verantwortlich, dass wir nicht nur den Kader für die neue Saison planen, sondern uns als Verein für die Zukunft aufstellen. Das heißt eben meinetwegen einen zweiten Mann holen, hinter Ralf Becker oder wie auch immer. Einfach Grundausrichtung des Vereins und die traue ich Ralf Becker auch zu. Oder keine Ahnung, oder kann mir zumindest vorstellen, dass er das hat, aber dann trifft bald eine Entscheidung und mache ihn zum Chef. Aber solange er interimsweise das macht und vielleicht einmal die Gesellschaft er jetzt zum ersten Mal getroffen hat, so lange glaube ich nicht daran, dass man ihm die nötige Entscheidungsgewalt gibt, die es an diesem Punkt braucht. Ja, ich glaube es. Ich glaube es nicht, aber okay.
Tobi: Man hat sie ihm gegeben, ob du es glaubst oder nicht. hat sie ihm gegeben, Martin Kindt. Ja, doch, Martin Kindt hat klar gesagt, er ist jetzt der Mann und er wird auch der Mann sein. Und am Ende wird ja Martin Kindt jetzt keine Spieler scouten. Und auch Gregor Baum wird jetzt nicht sagen, wir müssen Spieler XYZ verpflichten. Das wird schon Ralf Becker machen. also, wollen wir uns keine... Vor allem Christian Tietz vielleicht sogar, ja? Und Christian Tietz. So, das heißt, also, die Swakium, von denen du da ausgehst, wir brauchen bis zum Sommer keinen Sportgeschäftsführer. Lasst die Jungs jetzt bitte diesen Kaderplan...
Luca: und Christian Tietz.
Tobi: Danach können wir überlegen, machen wir so weiter oder nicht. Das ist ein Risiko, ja, aber es ist nicht so, und das ist mir wichtig an der Stelle, weil es stimmt einfach nicht, dass wir ein Vakuum hätten. Es gibt Entscheidier und die werden entscheiden. Auf jeden Fall. Gut, wir sehen schon, wir werden uns dann vielleicht nicht bei jedem Punkt immer einig werden. Was können wir festhalten? Wir können sagen, dass es natürlich ein kleines Beben gab in Hannover. dass natürlich die Hoffnung groß ist, dass jetzt trotzdem das nicht in die Mannschaft ausstrahlt. Ich glaube, Jörg Schmatke war nicht so nah an der Mannschaft, muss ich ehrlich sagen. Das war dann schon Ralf Becker, der ist noch da und der forciert das weiterhin. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es auf das Sportliche keinen Einfluss hat, was nicht bedeutet, dass wir aufsteigen, was nicht bedeutet, dass wir die nächsten drei Spiele gewinnen. Ich glaube aber, unsere Chancen sind nicht gesunken, sondern eher das Risiko, dass wir hinterher in der nächsten Saison keinen guten Kader haben. Und das ist dann das Problem vom Zukunftsvorwalt nach weit Podcast.
Luca: Aber ganz kurz, wir sind uns einig, dass Christian Tietz jetzt der mit Abstand mächtigste Mensch nach den Gesellschaftern in diesem Konstrukt ist, oder?
Tobi: sind wir uns nicht. Sein Macht ist sicherlich kleiner geworden. Aber eigentlich sind wir uns nicht.
Luca: Du würdest sagen, das ist Ralf Becker? Okay.
Tobi: Es ist Reifbecker. Allein... Ja.
Ferdi: Nachdem, obwohl Christian Thies jetzt gerade zwei Machtkämpfe gegen Markus Mann und Jörg Schmatke gewonnen hat.
Tobi: Ich bin nicht sicher, dass es einen Machtkampf mit Markus Mann gab.
Andre: Ich würde nicht glauben, dass er irgendwas gewonnen hat. sehe die Situation anders. glaube, der Druck auf Tietz ist maximal gestiegen.
Tobi: Also ganz kurz, Andrej, muss kurz ein Zitat, warte Andrej, kurz ein Zitat. Christian Tietz war auch nicht informiert, dass wir Jörg Schmatt geholt haben, ist doch gar nicht sein Job, der hat sich ⁓ die Mannschaft zu kümmern, Zitat Martin Kind.
Andre: Ja, absolut. Und ich glaube auch tatsächlich, dass das jetzt gerade benutzt wird, um massiven Druck auf Tietz auszuüben. Der kann ja nur noch bei 96 bleiben, wenn er aufsteigt. Dann wird es extrem schwierig, ihn rauszuschmeißen, weil er eben dann den Erfolg hat. In dem Moment, wo er nicht aufsteigt, hat er sein Ziel nicht erreicht und hat dann noch die Probleme, dass ihm nachgesagt wird, dass er eine schwierige Menschen- und Mannschaftsführung hat. Dementsprechend hat man dann die Möglichkeit, ihn tatsächlich freizustellen.
Tobi: Deutlich.
Andre: Also ich glaube tatsächlich, dass da auf allen Seiten aktuell Druck aufgebaut wird und ob das schlecht oder gut ist, wird sich zeigen.
Tobi: Wird sich zeigen, ganz genau. ich sag ja, wie es die Zukunft bringt, werden wir in Zukunft sehen. Ist dann ein Problem des Zukunftsvorwärts nach weit Podcasts. So, jetzt genug von dieser ekelhaften Negativität. Wir kommen jetzt zu was Positives, zu was ganz Tolles. Und Timo, wir haben dich ja schon vorgestellt, über die sehbehinderten Reportage sprechen wir gleich noch. Aber wir sprechen jetzt vor allem erst mal über das rote Radio. Und was mir wichtig ist, ihr Lieben da draußen. Wenn ihr nicht wisst, was die da machen, und wenn ihr nicht wisst, wie sich Timo in einem emotionalen Spiel anhört, dann verpasst ihr was. Und dass ihr was verpasst, das hört ihr jetzt. Wow! Wie viele Emotionen waren bitte in diesen knapp 50 Sekunden? Timo, holen wir uns einmal ab. Was passiert da bei dir in so einem Spiel? Das ist ja Wahnsinn. Das ist ja etwas, was man unbedingt hören muss.
Timo: Ich würde sagen, ich spreche das aus, was alle Fans fühlen, ich mal sagen. Also jedenfalls versuche ich das einigermaßen. ja, meine, bei dem Spiel war es halt extrem. Also ich höre mich normalerweise nicht an wie dieser Rockerboss von Werner Beinhardt. So klang das ja in den letzten Minuten. Normalerweise ist das etwas gesitteter, aber ja, wir versuchen natürlich das Ganze so emotional, wie es irgendwie geht, rüberzubringen, weil wir eben ja auch logischerweise Fans sind. Ob jetzt im roten Radio, was ihr ja zu Hause immer einschalten könnt, ob heim- oder auswärts spielen. Oder eben, wie du schon angesprochen hast, für die Sehbehinderten im Block O8. Was es ja auch schon seit weit über zehn Jahren, ich glaube schon über 15 Jahre gibt bei 96. Genau, und das machen wir ehrenamtlich. Und für uns ist das einfach cool, sag ich mal so, auch die 96 Spiele sehen zu können, auch wenn es oftmals eher eine Strafe war in den letzten Jahren, sich das anzugucken und das dann auch noch schönzureden. Aber ja, so sieht das aus.
Tobi: Ja, und dann war natürlich das Derby ein ganz besonderer Moment, man merkt. Also als Fan ist es natürlich klar, da fiebert man mit und das ist ja dann auch... Ist das dann schon eine Art... Also viele nutzen ja Quick and Dirty als Therapie. Aber ist das dann schon... Also wenn auch so Spiel mal schlecht läuft, ist das dann schon eine Art, wenn man es kommentieren darf, da kann man es schon mal rauslassen und da ist man schon so bisschen wieder beseelt, wenn man da rausgeht aus dem Kommentar.
Timo: Wir können es natürlich auch nicht zu schlecht reden. Es ist ja immer noch das offizielle Vereinsradio. Wir können nicht jedem Spieler in Grund und Boden reden. Aber wenn was schlecht läuft, musst du das auch sagen. Es ist eine Art Therapie, wobei ich selber auch quick and dirty und mir das auch noch mal antun. Diese Therapiesitzung oftmals. Man freut sich natürlich auch, wenn es schöne Spiele sind und man sich gemeinsam freuen kann. Aber ja, wie gesagt, wir sind Fans. Wir versuchen natürlich, so gut wie möglich zu beschreiben, dass sich die Leute irgendwie auch ein Bild machen können. Wobei das natürlich, wie gesagt, bei der blinden Reportage oder sehbildenden Reportage nochmal eine ganz, ganz andere Nummer ist. Also wir hatten eine Zeit lang das auch, dass wir das gestreamt haben als rotes Radio. Das ist schon ein anderes Kommentieren, weil du da wirklich jeden einzelnen Pass kommentierst und immer auf Ballhöhe sein musst.
Tobi: Ja, da kommen wir gleich nochmal ausführlicher zu. Aber nochmal kurz zurück zum Roten Radio. Das ist natürlich, aber ich finde, du sagst, man kann hier alles in Grund und Boden reden, aber ihr seid ja schon, also du warst da jetzt eben sehr ehrlich. Warum denn hier jetzt, mach doch einfach den flachen Pass. Also so wie wir quasi im Blog auch stehen und sagen, Alter, was macht der denn da? Warum Hackespitze? Warum 1, 2, 3? Mach den flachen Pass, mach es doch einfach. Und da bist du ja sau ehrlich. Also das muss man ja schon mal sagen.
Luca: Timo, ich einmal kurz fragen, wie viele Herzinfarkte hattest du wegen Naho in neun dieser Saison schon?
Timo: Bloß auf, ich kann nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr. Es ist furchtbar, sich das anzugucken. Es ist ein toller Fußball und so, aber es ist ja ein Wunder, dass noch nicht so wirklich was schiefgegangen ist bisher, so wie die da hinten rumspielen. Also leider, muss man ja sagen, ist jetzt Tomiak Verletz nicht mehr dabei, weil es der auch noch mit dabei war, so wie der da immer rumgelaufen ist. Das war ja nun wirklich schwierig. Man sagt es dann einfach so, weil man eben auch Fan ist. Ich glaube, das Feedback, was wir zumindest einigermaßen kriegen von den Leuten, die sich dann mal zurückmelden, ist, dass die es auch ganz gut finden, dass wir es auf die Art Weise machen.
Tobi: Ich glaube, ist auch die einzige Art, auf der es funktionieren kann. Da bist du authentisch. Das finde ich dann auch gut an der Stelle, dass 96 da diese freie Hand gibt und sagt, ihr müsst jetzt nicht beim Fehlpass sagen, das war technisch aber schon sehr sauber, sondern ihr dürft auch sagen, Alter, was machst du da? Das ist ja schon mal viel wert und das freut mich. Aber du kommst aus der Sehbehindertenreportage. heißt, wie du gerade schon gesagt hast, das ist nochmal eine ganz, ganz andere Nummer, weil natürlich ...
Timo: Ja, absolut.
Tobi: Es ist so, dass beim roten Radio dann eher die Leute zuhören, die das Spiel nicht sehen. auch ihr da draußen, wenn ihr keinen Sky habt, wenn ihr vielleicht irgendwo gerade unterwegs seid in Urlaub oder was und könnt ein 690-Spiel nicht gucken, hört euch das rote Radio an. Ganz einfach über die 690-App aufrufbar, ist gar nicht, ist sehr, sehr niederschwellig. Und dann könnt ihr solche emotionalen Ausbrüche erleben. Aber die Sehbehinderten, die zu uns ins Stadion kommen, die sehen natürlich nichts. Das heißt, sie sind zwar im Stadion, aber sehen nichts. Du hast gerade schon gesagt, ist eine ganz andere Basis. Hol uns da mal ab. Wie intensiv macht ihr das da und worum geht es da besonders?
Timo: Du musst es dir so vorstellen, wir sind deren Augen. Du musst jeden einzelnen Pass, der auf dem Spielfeld passiert, schildern. Wenn die zehnmal hinten rumspielen, sagst du das bei jedem einzelnen Pass. Dann musst du immer sagen, wo sich das Spiel befindet. Manchmal sind Situationen dabei. Es ist nicht immer Feinster-Tiki-Taka-Fußball, wo du sagst, wunderbar. Da sind ja gerade in der zweiten Liga solche seltsamen Spielzüge dabei. Das kann man teilweise gar nicht so schnell schildern, weil da einfach Dinge passieren, die ja auch ungewollt sind. Von daher ist es schwierig. Wir sind auch grundsätzlich immer zu zweit, weil das machst du vielleicht maximal sechs, sieben Minuten, acht Minuten am Stück, dann musst du übergeben an deinen Kollegen, weil das geht natürlich auch brutal auf die Stimme. auch da gibt es, sag ich mal, unterschiedliche Herangehensweisen. Manche sind da etwas ernüchterner. Ich kann das leider nicht so. Ich bin auch da immer etwas emotionaler. da geht es wirklich darum, vor allem das Thema Verortung, zu sagen, wo sind wir auf dem Spielfeld und auch präzise zu sein. Also einfach immer nur zu sagen, er spielt einen Pass und jetzt langer Ball. Du musst halt wirklich sagen, Chipball, Flanke und so weiter. Es gibt auch Schulungen. Der Verein hat uns auch in den letzten Jahren regelmäßig Schulungen finanziert, ⁓ auch die Sebelin-Reporter dort zu schulen, ⁓ eben auch das Niveau, was wir jetzt dort über die letzten Jahre uns angeeignet haben. auch zu halten und das Feedback, sag ich mal, was wir bekommen von den Blinden und Sehbehinderten, das ist natürlich schön, wenn die dann in einer Halbzeit oder so schon zu dir kommen und sich über eine Spielszene aufregen, als hätten sie es halt wirklich gesehen. Das macht das Ganze halt dann auch so schön.
Andre: Was mich tatsächlich auch interessieren würde ist, es ist tatsächlich auch eine tolle Sache, weil du ja Leuten etwas ermöglichst, die ja sonst, sag mal, bisschen exkludiert wären. Das find ich schon mal ganz grandios. Aber was mich tatsächlich interessieren würde ist Taktik. Also Chipball und so weiter, dass du die genauen Pässe und ist das jetzt ein halbhoher Ball, ein flacher Ball, ein steil passen, das ist klar. Aber Taktik. So was wie abkippende 6, falsche 9 oder irgendein Gedöns. Ist das auch entscheidend, damit ihr sich vorstellen könnt, wie auf dem Platz die da aufgestellt sind, im Prinzip so eine Art Flip-Shot-Visualisierung für sich selbst, oder spielt das gar keine Rolle? Das würde mich tatsächlich echt richtig interessieren.
Timo: Ich würde sagen, man denkt vielleicht manchmal, man unterschätzt die Leute nur, weil sie nichts sehen können. Die verstehen von Fußball exakt genauso viel, wie wir die sehen können. Also, du musst es einordnen. Die wissen ganz genau, wovon du sprichst bei solchen Sachen. Und sie fordern das auch ein. Also, es sind absolute Fachleute und Fans, die da teilweise seit Jahren, Jahrzehnten hingehen. Und wenn du das nicht bringst, dann kriegst du auch das knallharte Feedback von denen, dass das heute nichts war. Weil du halt wirklich deren Augen bist. Kann man sich nicht vorstellen, wenn man nicht sehbehindert ist.
Andre: Und hast du da, sei mal, Gefühl der Macht auch oder spürst du da so eine Art Druck? Weil zum Beispiel, ich nehm mal so Beispiel. Jetzt mal rückblickend die letzten Spiele. Leopold, F-Meter auf Schalke. Ich mein, das ist ja eine Situation, da weißt du ja ganz genau. Da weißt du ja ganz genau, da ist jetzt grad Druck auf dem Kessel. Du siehst ja die Spieler, du siehst ja die Körperhaltung von Leopold und so weiter. Und hast du dann ... 1 zu 1 das Bedürfnis ist exakt so zu beschreiben, wie du es wahrnimmst oder schonest du sozusagen die Zuhörer, weil du genau weißt, das sieht gerade gar nicht gut aus. Ich will vorher schon keine Panik veranstalten.
Timo: Ja, das würde man sich dann wahrscheinlich eher verkneifen, weil man ja auch, sag ich mal, schon den Leuten und unseren Zuhörern dann nicht zu sehr schon alles versauen will in so Moment. Also du kannst ja auch nicht alles gleichzeitig beschreiben. Also klar, beim Elfmeter könnte man das natürlich machen, weil das Spiel dann ja in dem Moment ruht. Aber in erster Linie geht es, sag ich mal, darum, was passiert, wenn das Spiel halt läuft, damit die halt wirklich auf Ballhöhe bleiben und nicht, wenn die dann, sag ich mal, wenn man irgendwann Nobby Dickel gehört hat. im Radio von BVB, Netradio hieß das früher, der sagte einfach nur, und jetzt, und Achtung, und Tor, und du weißt überhaupt nicht, was passiert ist. Das ist natürlich genau das Gegenteil, was wir versuchen zu erreichen. Aber ja, von daher, es geht letztlich darum, wenn das Spiel läuft, zu versuchen, die möglichst auf Ballhöhe zu halten, was auch nicht immer gelingt, weil es einfach echt schwierig ist.
Andre: Also muss ich echt sagen, ich hab geschmunzelt, fand's, lustig ist das falsche Wort, ich fand's amüsant, aber gleichzeitig maximal interessant. Und tatsächlich, weißt du, was mich ärgert? Ich meine, das kriegen wir technisch nicht gelöst. Mich regen die Kommentatoren auf Sky. Manchmal kolossal auf und ich wünschte mir so sehr, dass ich ne Time Option hätte. Aber das Problem ist, wenn ich euch laufen lasse seid ihr vorher und dann seh ich bei Skyler alles 10 Minuten nachher. Das ist blöd.
Tobi: Das Licht ist ja an der Art, wie du Sky empfängst, aber grundsätzlich...
Andre: ⁓ das war ein fieser Diss. Ich weiß genau woher der kam. Du bist so gemein. Du bist so gemein.
Tobi: Ja, aber am Ende kann ich das nur empfehlen, dass man das macht. Natürlich sollte man in Stadion gehen, aber wenn man ein Heimspiel verpasst und man guckt Sky, dann guckt aber lieber Sky Go. Dann sind die anderen noch weit vorher. Guckt nicht Sky Go. Guckts am besten über Kabel. Auch nicht mal GentaTV. Das ist nämlich auch verzögert. So, und auch der SkyQ Webproceiver ist auch verzögert. Also am besten macht ihr es über Kabel. Und dann schaltet ihr das rote Radio dazu ein und dann müsst ihr nicht einen Thorsten Kunde, der sein Lieblingsstadion an der Hamburger Straße hat 96 kommentieren hören. hat man endlich mal einen 96 Kommentar, der nicht erzählt, wie toll die Schalker sind. Und dass Schalke unbedingt aufsteigen muss und in Halbzeitpause dann noch einen...
Luca: Hey, das war furchtbar!
Tobi: der im Schalke-Tricko da steht, dann ist es vielleicht mal bisschen neutraler. Wobei, es auch nicht. Muss es aber auch nicht sein. Das heißt, könntest du das neutral? Machst du es bei den sehbildenden Reportagen, machst du es da neutral oder auch schon? Nee, du nicht. Du bist trotzdem eingefährt.
Timo: Nein. Ja, wie gesagt, es gibt halt unterschiedliche Charaktere bei uns. Manche sind wirklich sehr objektiv, obwohl alle 96 Fans sind, aber die können sich dann einfach besser regeln. Klar, bist natürlich dann, weil du einfach viel mehr erzählst, kannst du nicht so extrem emotional sein wie jetzt beim Roten Radio, wo du einfach die Freiheit hast dann. Und das ist halt einfach, das Spiel muss es ja auch hergeben. Also oftmals sind es ja auch einfach katastrophale Spiele gewesen in den letzten Jahren. Aber jetzt, ich sag mal, so ein Spiel wie gegen Braunschweig, das ist natürlich ein Highlight oder... Woran ich mich immer noch ganz gerne ende, das Spiel, was auch geil war. Das hatten wir damals aber nur in einer Blindenreportage. Die W-Pokal gegen Eintracht Frankfurt, Salif Sané verschießt den Elfmeter in der Nachspielzeit. Letzte Minute der Verlängerung. Nachspielzeit Elfmeter für 96. Das sind halt so Spiele, die bleiben dir natürlich dann in Erinnerung, wenn es ⁓ deine Reportage geht, sag ich mal. Aber generell, ja. kommt so bisschen aufs Spiel an, ich sagen. Aber bei den blinden Reportagen kannst du halt nicht ganz so emotional sein, weil du einfach viel, viel mehr erzählst und auch schneller bist.
Andre: Eine Frage habe ich tatsächlich ganz kurz, Entschuldigung, Ferdi. Das heißt aber die Gästefans im Stadion hören dich auch oder haben die ihren eigenen Kommentator dabei? Ja gut, da muss man wahrscheinlich auch bisschen objektiver sein.
Timo: Ja. Nein. Nein, also es sind... Ja, kommt ganz drauf an. Die wissen ja, worauf sie sich einlassen, aber klar, man ist dann schon so bisschen... Man hat so bisschen Nachsicht, kommt ein bisschen drauf an, welcher Verein da ist und wie die sich auch verhalten. Aber in der Regel sind die alle sehr fair miteinander. Und es ist auch echt beeindruckend, gibt es halt bei einigen Vereinen Fans, die wirklich auswärts fahren. Jedes Spiel in der ganzen Bundesrepublik als Blinde. Das so krass einfach und ja, es ist einfach beeindruckend und das Coole ist einfach dann mit den Leuten dann auch ins Gespräch zu kommen irgendwie und auch zu merken, dass die halt dann trotzdem mit dir über Spiel reden können und ja auch dankbar sind, dass man das irgendwie auch, dass es diesen Service gibt. Den gibt es übrigens aber auch bei allen anderen Vereinen, also jetzt nicht 96 exklusiv.
Ferdi: Ich muss gerade noch schwunzeln, als du doch ein paar Jahre zurückgegangen bist, bis Salif Sane und wir reden immer noch über verschossene Elfmeter. Also da dachte ich mir, da hast du inzwischen wahrscheinlich gut Übung, wie man verschossene Elfer kommentiert. Ich hoffe, du musst sie aber in der restlichen Zone nicht mehr einsetzen.
Timo: Das war ja nicht... Das habe ich Gott sei Dank nicht gesehen. Aber es gab ja auch schon mal Zeiten, war es besser die letzten Jahre. Ich meine, wenn wir weiter die F-Meter so vergurken und am Ende aufsteigen, ist es mir auch scheißegal. Von daher schauen wir mal.
Luca: Colleo Den war doch souverän.
Tobi: Und dann wirst du natürlich weitermachen. Also auch dann wird es weitergehen mit sowohl der Sehbehindertenreportage als auch mit dem roten Radio. Und ich muss sagen, es war tatsächlich sehr, sehr spannend und auch total kurz, weil ich dir dazu zu... also natürlich dir dem Schnipsel zuzuhören, aber auch jetzt, wie du es erklärst. Ich fühle mich da maximal abgeholt und ich finde es total super, dass wir jetzt einen kleinen Einblick wenigstens bekommen konnten, dass die Arbeit stattfindet. Und ich freue mich sehr, dass du den Weg zu uns gefunden hast. Und dass wir jetzt doch diesen sehr positiven und interessanten Twist noch mal drin haben und nicht in dieser Negativität von Jörg Schmatke verhaftet werden, sondern positiv gehen, dass 690A das anbietet wie auch andere, ja. Aber dass du da wirklich als Fan dein Herz in dem Kommentar lässt. So, glaube ich, können wir sagen, so haben wir es gehört. Das ist sympathisch, das das, was es braucht. Dafür bin ich dankbar und freue mich, dass du da deine Zeit für opferst. Time, du machst das ja nicht hauptberuflich, sondern das ist tatsächlich für dich aus der Leidenschaft heraus.
Timo: Ja, absolut. das bin ja nicht nur ich. Wir sind ja ein Team von sechs, sieben, acht Leuten. Teilweise Leute, die kommen aus Berlin und kommen für die Spiele dann extra her. Also das sind wirklich glühende 96 Anhänger, die das eben aus Leidenschaft machen. Und wenn man dann am Ende noch Leuten was ermöglichen kann, teilhabe, ist das natürlich umso schöner. Gibt es übrigens auch für die Taubenfans im Stadion. Gibt es auch jemanden, der mit Gebärdensprache gewisse Sachen übersetzt. Der sitzt im Blog vor uns. Es gibt auch einen Taubenfanklub. Taubstummenfanklub. Es gibt einige Sachen, die 96 da macht. Es steht leider sehr wenig im Rampenlicht. Aber ich freue mich natürlich, dass ich hier eine kleine Bühne bekomme, ⁓ bisschen darüber zu sprechen. In dem Sinne auch nochmal vielen Dank für die Einladung, Tobi.
Tobi: Endhaft. Ja, super gerne, weil das ist echt ein tolles Thema. Da können wir auch regelmäßig drüber sprechen, weil ich finde es so spannend. hast bestimmt so viele Geschichten zu erzählen, da können wir mehrere Sendungen füllen. Was du alles schon erlebt hast und was Rückmeldung du bekommen hast und wie dankbar diese Menschen sind, du hast es gerade beschrieben. Und wir freuen uns natürlich auch weiterhin darauf, dich im roten Radio zu hören, wenn du dann im Heimspiel mit voller Freude... Kommentierst du den 17. Mai?
Timo: Da gehe ich ganz stark von aus. ⁓
Tobi: Also dann, Freunde, da muss man ja eigentlich in Stadion gehen und dich auf dem Ohr haben. Weil wenn dann nämlich der...
Timo: Hahaha
Andre: Timo, könntest mir ein Riesengefeindum am 17. Mai, wenn ich ohne Hose über dem Platz laufe, vor lauter Glückseligkeit, dass du das bildlich ein bisschen mir positiv gegenüber ausschmückst? Da musst nicht brutal ehrlich sein an der Stelle.
Tobi: ⁓
Timo: Das kann ich nicht versprechen.
Tobi: Ja, aber tatsächlich, ich meinte das rote Radio, auch, Andrej war da gerade falsch abgebogen. Also das heißt, du bist dann im roten Radio zu hören. Das heißt, die Leute, die am 17. Mai bei unserem letzten Heimspiel nicht im Stadion sein können, tut nicht nur da, sondern auch da. Holt euch den Timo aufs Ohr und hört dabei zu, wie er uns mitnimmt, dann über 90 plus X Minuten auf dem Weg, die letzte... Stufe in die Bundesliga zu erklimmen. Darauf freue ich mich sehr und wie ich dich dann dann schalte ich auf jeden Fall im Stadion auch ein, wenn der Abpfiff kommt und ich höre wie du schreist, dass wir es geschafft haben und dass wir aufgestiegen sind und darauf freue ich mich jetzt schon. Muss ich ehrlicherweise sagen, das wird groß. Am Ende wird es vielleicht zu kommen, wie du gesagt hast, dann schalte ich trotzdem ein, weil ich dann hören möchte, wie du enttäuscht bist, aber grundsätzlich also schaltet das rote Radio ein zu jedem Heimspiel bitte auch zu jedem Auswärtsspiel natürlich. Auswärtsspielen muss man aber fairerweise sagen, ist dann manchmal nicht ganz so emotional. Alles okay, in Heimspielen ist es deutlich emotionaler. Liegt aber daran, dass da anderes Personal für eingesetzt wird. Und ihr jetzt nicht ehrenamtlich dann jedes Auswärtsspiel mitmacht, das ist verständlicherweise. Sodass wir uns da auf die Heimspiele konzentrieren und da kann ich nur empfehlen, rein, zieht's euch rein, ihr habt's gehört. Das ist wahnsinnig emotional. Und möge es jetzt nur noch Siege geben, die du kommentieren musst. Und wie gesagt, am 17. dann wirklich dieser Schrei, auf den freu ich mich. Abpfiff und wir sind Meister der zweiten Liga oder mindestens Zweiter. Hast du hast du hast du? Nee, da war es auswärts. das heißt, 1000 konntest du nicht im Roten Radio kommen. Da gab es auch das Rote Radio noch gar nicht mit dabei. ein. Gab es das schon? Nee, die Blinden die Sehwinnen Reportage schon, aber Rote Radio gab es noch nicht bei 1000. Das heißt, diese Frage streichen wir. Aber dann wird Nürnberg eben jetzt natürlich nicht.
Timo: Doch, achso, ⁓ nee, das rote Radio nicht, nee, aber ein Bründer-Reportal.
Tobi: Das letzte Spiel sein, du erfolgreich sein wirst, sondern das wird dann das Spiel sein, wo wir aufgestiegen sind spätestens. vielen Dank.
Luca: Lern schon mal Michael Ullis, Harry Kane. Lernen Sie schon mal.
Tobi: Das braucht er glaube ich nicht, ich glaube das kann er. und deswegen herzlichen Dank an alle hier, natürlich besonders an Timo, aber natürlich auch an André, Ferdi und Luca. An euch da draußen, also es geht weiter auch ohne Jörg Schmatke, 96 hat alles in der eigenen Hand, da gucken wir dann in nächsten Woche drauf, genauso wie 96 macht, gucken wir dann auf den Rest der Saison. Heute ging es uns darum euch das kurz einzuordnen, ein Meinbrief zuzugeben und natürlich mit Timo über eine schöne Sache zu sprechen. Und das haben wir getan und deswegen kommt gut durch die restliche Woche und durch das 96 freie Wochenende und in der nächsten Woche. geht es dann wieder mit Volldampf in die Vorbereitung auf die SV Elbersberg und unseren Heimsieg, ⁓ zumindest schon mal den ersten Konkurrenten zu überholen. Vielen Dank, denkt immer daran. 96erlee und bis bald.