Vorwärts nach weit - Der dentastico Podcast über Hannover 96

Folge 444 - Gegnergespräch Cottbus

Montag, 3. August 2026 · 39 min

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Shownotes

An der Seite von Tobi, feiert Timo - ihr kennt ihn aus dem Roten Radio - seine Premiere im Gegnergespräch. Mit Piotr besprechen sie schlimme Erinnerungen, den Rausch im Spreewald und die Erwartungen für Sonntag und die Saison.

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Tobi: Einen wunderschönen guten Abend, liebe Hörerinnen. Die Saison kann jetzt so richtig losgehen. Die Testspiele sind gespielt. Und jetzt geht es in die Vorbereitung auf den ersten Gegner der neuen Saison. Hallo und herzlich willkommen zum ersten Gegnergespräch der neuen Saison bei Vorwärts nach weit, dem DENTASTICO Podcast über Hannover 96. Wer unsere Sendung als Rückblick auf die Vorbereitung schon gehört hat, der weiß, dass ich gesagt habe, es hat sich was geändert oder es wird sich was ändern im Gegnergespräch. A. Das erste Mal machen wir es so, dass wir aufnehmen und nicht direkt senden. heißt, wundert euch bitte nicht. Wir wissen nicht, wie das Spiel der B-Mannschaft gegen Düsseldorf ausgegangen ist. Wir wissen nicht, wie das Spiel am Samstag gegen Zwolle ausgegangen ist. werden aber ja auch nicht viel über 96 sprechen. Ihr hört, das Montagabend bei uns ist es Freitag. Das heißt bitte erwartet nicht, dass wir wissen, dass Benjamin Kellmann einen Kreuzbandriss hat. Das wissen wir nicht. Das ist aber auch gar nicht Thema in unserer Sendung. Deswegen können wir da ganz entspannt sein. Wir wissen es aber auch nicht bei Tolga Cigarci, macht es dann vielleicht spannender. Also, was habe ich gesagt? Die Ankündigung war, wir haben eine Neuerung im Gegnergespräch. Darüber freue ich mich sehr. Diese Person als solches ist nicht neu. 96 fände es sowieso nicht neu. Sie ist eine der Stimmen des roten Radios des Live-Kommentars bei Hannover 96. Und sie war auch schon bei uns häufiger zu Gast. Die Stimme und der Mensch. Deswegen freue ich mich sehr, jetzt fest im Gegnergespräch dabei zu haben. Einen wunderschönen guten Abend und einen tollen Start heute, lieber Timo.

timo: Ja, Tobi, vielen Dank an dich und an euch alle für die Möglichkeit, jetzt öfter dabei sein zu dürfen. Freue mich sehr und freue mich natürlich vor allem jetzt auf den Auftakt, dass wir direkt zum Auftakt auch jemanden gefunden haben, der Dauerkartenbesitzer sogar ist bei Energie Cottbus seit einigen Jahren schon. Und ja, ich würde sagen, wir holen ihn direkt dazu, oder Tobi?

Tobi: Hol ihn dazu!

timo: Auf jeden Fall. Ja, bei uns heute ist der Piotr. Hallo, Piotr.

Piotr Woloszyn: Ja hallo, guten Abend.

timo: Piotr, ich hab's gesagt, du bist Dauerkarteninhaber bei Energie Cottbus seit 23, glaube ich, richtig?

Piotr Woloszyn: Genau sei dran.

timo: Seit drei Jahren. Da hast du ja nun mehr oder weniger eigentlich nur auf Erfolgswelle oder bist da mitgeschwommen. Ich nehme mal an, du bist aber schon seit etwas längerer Zeit Fan dieses Vereins. Und bevor wir so ein bisschen auf die aktuelle Situation eingehen, übergebe ich nochmal an meinen etwas älteren Kollegen Tobi, der nochmal

Tobi: Ja.

timo: so bisschen den Hintergrund dieser besonderen Brisanz dieser beiden Vereine einordnen möchte für diejenigen, es vielleicht nicht so auf dem Schirm.

Tobi: Sehr gerne, vielen Dank, dass du auch auf mein Alter anspielst. Ich merke schon, das wird eine gute Sache mit dir. Da freue ich mich sehr drüber. Und

timo: Problem.

Tobi: ganz ehrlich, so sehr viel jünger ist Timo dann auch nicht. Wir reden schon über Jahrzehnt, aber wir reden jetzt nicht über Jahrzehnti. Das wäre mir an der Stelle tatsächlich wichtig. ... Ja.

timo: Aber es reicht, dass ich sagen kann, ich habe 97, jetzt wurde mir das schon mal vorwegzuschießen, nicht wirklich bewusst erlebt, du schon.

Tobi: Absolut leider ja sehr bewusst also worauf will ich hinaus für alle da draußen die wie ich die gnade der frühen gebot haben oder wie timo sagen würde die einfach alt sind wisst ihr alle was ich meine 1997 aufschritt spiele aus der damaligen dritten liga regionaliga hieß sie in die zweite fußball bundesliga anhofer 96 gegen energie kotbuss war die paarung das rückspiel in kotbuss lief nicht gut das heißt für mich ist seitdem so ehrlich möchte ich sein Energie Coppus auch ein rotes Tuch. Für alle, nicht dabei gewesen sind, es gab dort rassistische Vorfälle. Unsere Spieler Otto Adum und Gerrit Asamoah wurden rassistisch beschimpft, sie wurden mit Bananen beschmissen. Es fiel auch dann das Flutlicht noch aus zu einem für 96 günstigen Spielstand. Und dann am Ende setzte sich aber, nachdem das Flutlicht wie von Geisterhand wieder angemacht wurde, Energie Coppus durch. Ihr merkt da schwäts und tatsächlich passive Aggressivität in meinen Worten. Will ich gar nicht, aber ich kann es irgendwie doch nicht verhindern. Energie ist mich tatsächlich ein Club. Mag ich nicht, verfolge ich nur ungern. Umso schlimmer natürlich letztes Jahr erste Pokalrunde. Energie als nicht ganz frischer Drittligist. Eigentlich eine Hürde, über die man springen müsste, wenn man die ersten Saisonspiele von 1996 gesehen hat in der 2. Liga. Dann ist Energie aber das Kryptonit. Zeigt genau die Taktik, die es braucht, 1996 zu brechen. Das haben dann viele nachgemacht. Und so ist es am Ende gekommen, dass Energie aufgestiegen ist und 96 nicht und sich beide jetzt am ersten Spieltag treffen. Ganz, ganz große Vorrede. Piotr, hast 97 auch nicht miterlebt. Aber was mich interessieren würde, tatsächlich, bevor wir in die Aktualität kommen, wie gesagt, damals hat es mich erschüttert, dass Rassismus nicht ein Problem gewesen ist und ein größer werdendes Problem sogar jetzt gerade wird. Aber es war sehr offenkundig damals beim Fußball in Cottbus. Was ist die Situation jetzt bei Energie? Was macht der Verein? Wie positioniert er sich? Was kannst uns da vielleicht darüber erzählen? Damit ich auch so bisschen meine passive Aggressivität ablegen kann und mit Vorfreude auf dieses Außenspiel kommen

Piotr Woloszyn: Ja, das ist ein komplexes Thema natürlich. Ich habe diese Ereignisse, obwohl ich schon auf der Welt war, 15 Jahre war ich alt damals, aber habe mit Corpus damals nichts zu tun gehabt. habe ich die Ereignisse, die Geschehnisse quasi nicht mitbekommen. Erst im Nachhinein, vor allem letztes Jahr, habt ihr schon korrekt erwähnt, im Zuge des DFB-Pokalspiels wurde das in der Presse so bisschen erwähnt. In Hannover vielleicht mehr, in Corpus gab es ein, zwei Artikel, die so ein bisschen das aufgefrischt haben, deswegen habe ich mir auch das Spiel angeschaut, ist auf YouTube zu finden, also für euch wahrscheinlich uninteressant, aber ich wollte mir so ein bisschen auch quasi die Geschehnisse von damals so in bewegten Bildern anschauen lassen. Aber zurück zu deiner Frage, also der Verein versucht, also nicht versucht, sondern auf jeden Fall hat in der Kurve in den letzten fünf bis zehn Jahren tatsächlich aufgeräumt. Die Gruppierungen, die rechtes Gedankengut offen zu schaustellten, wurden aus der Kurve ausgeladen, das so gelinde zu formulieren. Und natürlich wurden auch Aktionen, Fanprojekte gestartet, die jungen Leute von dieser unschönen Ideologie dann wegzubringen. Was auf jeden Fall erwähnenswert ist, das ist so eine Aktion, kann man da sagen. Eine Kampagne, die hieß Rot-Weiß statt Braun und mit dieser Kampagne wollte der Verein sich eindeutig von solchen gestalten, die damals auch dem Verein geschadet haben. zu solchen Vorkommnissen ist es auch in den 2000er gekommen. Vielleicht nicht so heftig wie damals im Spiel gegen Hannover, aber gab es auch sehr... unschöne Bilder in Pappelsberg. Für die Hörer in Hannover vielleicht eine interessante Anmerkung. Pappelsberg-Potstamm ist so etwas wie der St. Pauli des Ostens. Und da kam es 2017 zu sehr unschönen Szenen durch die Corpus-Fans. Und quasi dieses vereinsschädigende Verhalten einfach dem Paroli zu bieten, hat der Verein einfach die Gruppierungen, die dafür verantwortlich waren, der Kurve ausgeladen und hat verstärkt auf Maßnahmen gesetzt, solche Frau Kommunisten, damit sie sich einfach nicht wiederholen.

Tobi: Das finde ich schon mal gut, also das heißt da ist dann Energie in guten Weg gegangen und wir können also erwarten, dass es eine etwas andere Atmosphäre sein wird, eine deutlich andere Atmosphäre.

Piotr Woloszyn: Mhm.

Tobi: jetzt am kommenden Spieltag, am ersten Spieltag, im Auftaktspieltag und Team und dann sind wir in der Aktualität angekommen und

timo: So ist es.

Tobi: dann darf natürlich die junge Person, die frisch, die hipp ist, die in absoluten Abtöntität ist, darf dann jetzt auch über die Aktualität sprechen.

timo: Also ja danke dir Tobi und danke dir Piotr auch für diesen kurzen Exkurs in die historie teilweise nicht so schöne historie deines vereins auch wenn wir dich überhaupt nicht irgendwie in irgendwelche Du sollst dich auf jeden Fall nicht erklären müssen. warst damals nicht dabei. Tobi hat es gesagt. Aber ich fand es trotzdem interessant, mal zu hören, dass das ja auch noch vor einigen Jahren auch noch mal passiert ist. Und auch wenn der Verein viel tut, sicherlich, du hast es ja auch im Vorgespräch gesagt, man kann es nicht ganz verhindern, dass manche Personen dort sich immer noch tummeln. Das ist halt so gut abgehakt. Wir gucken jetzt aufs Sportliche. Und da gibt es ja genug Grund zur Freude für dich und deine Cottbusse. Kurzer rückblick mal auf die letzten jahre ich glaube vor vier oder fünf jahren die verpasste aufstieg trotz meisterschaft das ist ja noch ein ganz anderes thema Als man gegen unterhaching glaube ich die relegation dann verlor Darauf dass ja wieder erster und dann der aufstieg dann sensationell direkt vierter platz in der dritten liga und letztes jahr dann eben der aufstieg also es läuft würde ich sagen und Von daher würde ich dich einfach mal bitten, aus deiner Sicht so ein bisschen zusammenzufassen. Du bist ja genau zu der Zeit dann Dauerkartenentnehmer geworden, wo es dann lief.

Piotr Woloszyn: Mhm.

timo: Wie waren die letzten Jahre so als Cottbus-Fan?

Piotr Woloszyn: Ja, kann mich fast als ein Fox-Fan bezeichnen, ja?

timo: Das hast du gesagt.

Piotr Woloszyn: Ja, eben. Jaja, nee, also... Alles fing so richtig vor drei Jahren nach dieser verpassten Relegation gegen Unterhacking, wo wir auf sehr unglückliche Art und Weise, und also will ich nicht sagen unfaire Art und Weise, aber, naja, so sind wir einfach an Unterhacking gescheitert und es ist tatsächlich den Verantwortlichen gelungen, die Leistungsträger bis auf zwei Abgänge tatsächlich zu halten und mit gezielten Verstärkungen so etwas wie eine, sagen wir so, jetzt erst Rechthaltung zu entwickeln. Man muss auch hier sagen, also das Thema mit der Relegation ist, glaube ich, auch in Hannover bekannt. Also vor zwei oder vor einem Jahr spielte auch die zweite Mannschaft die Relegation und hat sie, glaube ich, durchgesetzt. Genau.

timo: Genau. Ja, ja, wir haben uns durchgesetzt, aber natürlich ist es trotzdem geht gar nicht. glaube, da brauchen wir nicht drüber sprechen.

Piotr Woloszyn: Genau, das ist das Thema. Und in der Saison 23, 24 hatte die Staffel Nordost einen direkten Aufstiegsplatz. Deswegen war das sehr begehrt. Und alle anderen Mannschaften, nicht nur Corpus, aber alle anderen Mannschaften in der Staffel haben sich massiv verstärkt. die Mannschaften, wo man nie gedacht hat wie Greifswald, haben ganz große Spieler für Verhältnisse gekauft. Und es entwickelte sich tatsächlich ein spannendes Rennen den ersten Platz. Platz und Cottbus lag bis eigentlich Februar ziemlich abgeschlagen so auf dem dritten vierten Platz und es ist dem Trainer Pelle Volits und der Mannschaft gelungen noch ein richtiges Turnaround zu schaffen, wo im Frühling so fünf, sechs, sieben Spiele nacheinander gewonnen wurden, auch die Topspiele. Und natürlich hat das gewisse Euphorie entfacht in der ganzen Stadt. Zum letzten Spiel, als es quasi den direkten Aufstieg ging, gab es noch zwei Spiele und Am vollesten Spieltag spielten wir gegen Luchenwalde, eine kleine Mannschaft hier aus der Region. bei einem Sieg hätten wir schon den Aufstieg geschafft. Was ist passiert? Wir lagen nach 60 Minuten 0-3 zurück.

timo: Ui, 03.

Piotr Woloszyn: genau, gegen eine Gurkentruppe, wenn man das so sagen kann. Aber was, also das Stadion war ausverkauft, aber niemand hat gepfiffen, niemand hat die Mannschaft beleidigt, sondern alle haben quasi die Mannschaft unterstützt. Im Endeffekt schaffte die Mannschaft in der 3. und 94. Spielminute das 3-3. Das bedeutete, dass wir am letzten Spieltag, spielten wir in Berlin gegen Hertha 2, dort allerdings unbedingt hätten gewinnen müssen, quasi den Aufstieg sicher zu haben. Was ist passiert? Colbus spielte in Berlin, im Stadion waren 10.000 Zuschauer und 9.500 kamen aus Colbus. Extra zu diesem Spiel. Hertha wollte einfach die Feierlichkeiten nicht stören, hat uns ohne großes Engagement ein 2-0-Sieg ermöglicht. Und dann wortwörtlich brachen alle Dämme. Selbst der Stadionsprecher sagte so fünf Minuten vor dem Schluss, bitte nicht über den Zaun springen, keine Beschädigungen, machen die Toren auf, Plastum ist möglich und so weiter und so fort. Na ja, und dann sind alle auf den Platz losgerannt, haben gefeiert. Und so stiegen wir in der dritte Liga auf. Und das war quasi

timo: Okay, okay, ich, ich und... ja.

Piotr Woloszyn: der Beginn von diesem, ihr habt das Wort schon selber benutzt. das ist tatsächlich das inoffizielle Motto der letzten Jahre, der Rausch. Und der Rausch ging weiter.

timo: Okay, genau das war ja schon mal eine sehr schöne Zusammenfassung jetzt der Aufstiegssaison in die dritte Liga. Bevor wir jetzt zu sehr in der Vergangenheit schwelgen,

Piotr Woloszyn: Ja.

timo: vielleicht nochmal die Bitte die letzte Saison ein bisschen kürzer vielleicht zusammenzufassen, auch wenn das wahrscheinlich

Piotr Woloszyn: Mh.

timo: viel viel schwerer ist, das, also wenn man sich ab und an als als neutraler Zuschauer die Tabellensituation in der dritten Liga angesehen hat, das war ja aberwitzig. Also

Piotr Woloszyn: Mhm.

timo: In zweiten Liga war er schon verrückt, wobei sich diese Fünfergruppe irgendwann herauskristallisiert hat. Aber in der dritten Liga ging es ja gefühlt jeden Spieltag völlig hin und her. Außer vielleicht aus

Piotr Woloszyn: Genau.

timo: einer Brücke, die sich dann irgendwann abgesetzt haben. Aber ihr wart ja nun wirklich mittendrin im Wechselbad der Gefühle. Lange Zeit sah es wirklich gut aus. Dann kurz davor, kurz vor Schluss wieder sehr schlecht. Am Ende habt ihr es geschafft. Und du hast ja schon den Namen genannt, sicherlich am meisten mit mit diesem Verein aktuell oder seit Jahren verbunden wird, nämlich euer Trainer. Vielleicht da mal in die Richtung gefragt, welchen Stellenwärter würdest du sagen, hat dieser Trainer bei euch im Verein in den letzten Jahren angenommen? Wie wichtig ist er für diesen Verein und wie wichtig war er auch, letztlich den Aufstieg dann jetzt in die zweite Liga zu schaffen?

Piotr Woloszyn: Ja, also Pelevolis ist Energie Corpus, Energie Corpus ist Pelevolis, kann man das am besten zusammenfassen. Also das ist seine dritte Amtszeit in Corpus. Und schon die damaligen, also die erste und die zweite Amtszeit waren relativ erfolgreich. In seiner ersten Amtszeit führte er Corpus als zweiter Legist in das Halbfinale des DP Pokals, wo wir sehr unglücklich durch eine Fehlentscheidung an Duisburg gescheitert sind. Die zweite Zeit war ein bisschen weniger erfolgreich. Zwar sind wir aus der Regionalen Liga in die dritte Liga aufgestiegen, aber dann gleich abgestiegen. Und die dritte Amtszeit fing 2021, wo der Verein fast am Boden lag. Weil in der dritten Liga, anders als in der ersten, zweiten oder dritten, in der Regionalliga, anders als in den höheren Ligen, wurde der Spielbetrieb während der Corona nicht erlaubt. Und natürlich

timo: Hm.

Piotr Woloszyn: solche Vereine wie Kompon sind auf Zuschauereinnahmen angewiesen. Das heißt, der Verein war fast am Boden. Und ... Als quasi Verzweiflungsakt hat der damalige und der gegenwärtige auch weiterhin Herr Lemke Dieter Wollis angerufen und ihn gefragt, ob er sich vorstellen würde, zu Cottbus nochmals zurückzukommen. Und ja, der hat zugesagt und hat sozusagen innerhalb von fünf oder sechs Jahren das alles aufgebaut über die Regionalliga, dritte Liga, was wir jetzt quasi haben. Also es ist eine traumhafte Geschichte, die tatsächlich vielleicht sogar ihresgleichen in der Bundesliga sucht. Oder im deutschen

timo: Absolut.

Piotr Woloszyn: Fußball.

timo: Ja, absolut. wie gesagt, wenn man das jetzt als neutraler Beobachter sich ansieht mit vielleicht nicht dem eingangs beschriebenen, etwas problematischen Hintergrund der Beziehung dieser beiden Vereine, denke ich mal

Piotr Woloszyn: Hm?

timo: für die meisten anderen Fans in Deutschland ist Energie Cottbus auch ein absoluter Traditionsverein ohnehin, aber jetzt auch mit der Kombination durch Pele Wollitz, der sicherlich uneckt auf jeden Fall. Das kann man auch neutral so sagen, aber auch sicherlich viele Fans hat auch außerhalb von Cottbus, weil er eben einfach ein ist, der aber

Piotr Woloszyn: Genau.

timo: anscheinend auch sportlich und als Trainer einiges auf dem Kasten hat, sonst würde man sowas nicht schaffen und ja scheinbar

Piotr Woloszyn: Auf jeden Fall.

timo: auch so ein, wie man ja manchmal für solche Personen sagt, ein gewisser Menschenfänger ist. So

Piotr Woloszyn: Genau.

timo: ist es ihm ja auch gelungen, jetzt mal so ein bisschen in die Zukunft zu gucken, einen nicht ganz uninteressanten Spieler zu verpflichten für die neue Spielzeit, der auch eine 96-Vergangenheit hat, nämlich Leonardo Bittencourt.

Piotr Woloszyn: Mhm.

timo: Das ist ja wirklich ein ganz schöner Hammer diesen Königstransfer da auf die Beine zu stellen. Ich glaube, würde jedem oder nahezu jedem Verein in der zweiten Liga absolut gut tun und wäre überall Stammspieler. Und das als Aufsteiger zu schaffen, es hat natürlich einen Hintergrund. Er ist dort Profi geworden, auch unter Pede Wollitz damals.

Piotr Woloszyn: Genau.

timo: Gerade auch Ein schönes Interview im Bundesliga-Heft der 11 Freunde mit den beiden. Wer das sich mal anlesen möchte, wirklich sehr, sehr lesenswert. Das ist fast eine Vater-Sohn-Beziehung. Aber was

Piotr Woloszyn: Mh.

timo: würdest du sagen, löst dieser Transfer jetzt auch noch mal aus für die neue Saison für euch? Also das dürfte ja noch mal einen ordentlichen Schub geben.

Piotr Woloszyn: Ja, also es, wenn man so sagen kann, verstärkt fast diese ganze Euphorie und es ist ein sehr wichtiger Baustein. auf jeden Fall und das spricht auch für Pele Voriz und für den Verein, es ist uns gelungen, nach dem Aufstieg die wichtigsten Leistungsträger zu halten und Sowohl Tolcea Cigerci als auch Eric Engelhardt haben ihre Verträge verlängert nach dem Aufstieg. Und King Manu, das ist auch eine interessante Geschichte. Er war aus Düsseldorf ausgeliehen und durch den Abstieg von Düsseldorf war er auf einmal Free Agent. Und er hatte Angebote von den besten Vereinen der zweiten Bundesliga. Aber es ist Pelevolis gelungen, ihn zu überzeugen, einen Vertrag bei uns zu unterschreiben. Und jetzt mit Leo Bittencourt haben wir einen super erfahrenen Spieler, der ist fast überall wo er war, hat unzählige Erfahrungen im Abstiegskampf gesammelt. Bremen durchgehend Abstiegskampf, Köln fast auch.

timo: Absolut.

Piotr Woloszyn: Bei euch spielt er wahrscheinlich nicht nur gegen den Abstieg, aber auch ein bisschen höher. Aber ich bin mir jetzt nicht sicher.

timo: Tobi, weiß gar nicht mehr, von wann bis wann war der und das weiß ich nicht mehr.

Piotr Woloszyn: So.

Tobi: Kann ich ganz genau auch nicht sagen, aber ich glaube Leo hatte mit dem Abstiegskampf bei uns nichts zu tun. ist er... Gut, dann ist er abgestiegen

Piotr Woloszyn: Also 13-15 war ja bei euch. Habe ich mich...

timo: ja.

Tobi: mit 96 und dann ist er gewechselt. Dann war es so.

Piotr Woloszyn: Genau.

Tobi: Weil wir sind 15, sind wir abgestiegen. Das heißt, dann ist er auf jeden

Piotr Woloszyn: 15

Tobi: Fall... Dann hat er bei uns auch schlimme Zeiten miterlebt.

timo: Nee, nee, nee, nee, nee,

Tobi: 15, 16. Ja, 15, 16. Entschuldigung. Wenn er 14, 15 nach der Saison gewechselt ist, ist er nicht mit abgestiegen. Das stimmt. 15, 16 sind wir abgestiegen. Da hast du völlig recht. Ich

Piotr Woloszyn: Mhm.

Tobi: erinnere mich da auch ganz gut dran, die Plakate auch

timo: Ja, ich weiß es noch ganz genau.

Tobi: zu wahlen. Aber das ist eine andere Geschichte. Wo 96 spielt er plötzlich Wahlplakate. Aber andere Geschichte. Ja, Aber Leo hat bei uns da nicht die schlechteste Zeit miterlebt.

Piotr Woloszyn: Genau.

Tobi: Und hat sonst aber hast du recht. Ich glaube, Bremen und Köln

Piotr Woloszyn: Köln.

Tobi: spielen nicht immer Europa mit.

Piotr Woloszyn: Genau. Und das ist sozusagen ein wichtiger Faktor im Abstiegskampf. Also ein erfahrener Spieler und auch menschlich. so wie man die Interviews mit ihm liest, er lächelt

timo: Mhm.

Piotr Woloszyn: immer, er ist einfach positiver Typ. Und das ist auch sehr wichtig, wenn man es dann mal nicht läuft, einer so seine positive Nausstrahlung die anderen Spieler, vor allem die jüngeren Spieler, so mitnehmen kann.

timo: Absolut. Lass uns mal so bisschen Richtung Erwartungen neue Saison

Piotr Woloszyn: Mhm.

timo: gucken. klar, als Aufsteiger ist es logisch. Du hast ja auch schon gesagt, Klassenerhalt ist das oberste Ziel. Aber jetzt mal aus deiner Sicht, der die letzten Jahre ja miterlebt hat, was glaubst du ist ... eurem oder deinem Verein zuzutrauen in dieser zweiten Liga, ja, du hast sie ja auch wie du gesagt hast, verfolgt die letzten Jahre eigentlich immer extrem ausgeglichen ist. Also die ist ja eigentlich untippbar diese Liga, da kann ja wirklich jeder gegen jeden gewinnen und ich denke mal es wird sich jetzt nur so fortsetzen, außer vielleicht der einer der drei, vier Vereine aus Niedersachsen, der ja da eingekauft hat, wie der ganz Große, der ja nun der absolute Favorit ist. Die sind vielleicht ein bisschen

Piotr Woloszyn: Genau.

timo: über den anderen, aber sonst würde ich sagen, ist nach wie vor so, dass jeder jeden schlagen kann. Von daher die Frage nochmal, was erwartest du von deiner Mannschaft für dieses Jahr?

Piotr Woloszyn: Na so, das wird auf jeden Fall eine sehr schwierige Saison. Selbst wenn es reicht nur auf die Tabelle der letzten Saison zu schauen, gegen wen wir uns messen müssen. Gegen Hannover, für mich auch einer der Aufstiegskandidaten. Wolfsburg wurde nicht genannt, na klar. Kaiserslautern, Darmstadt, Karlsruhe, Nürnberg, also da sind zum Teil fast Bundesligisten, also die gehören eigentlich in die Bundesliga. Also... Es wird von Anfang an der Abschließkampf und man muss einfach hoffen, dass es drei Mannschaften gibt, die Probleme haben, die vielleicht einen Umbruch nicht geschafft haben, die zu viel verkauft haben und keine Qualität dafür gekauft haben, wo Unruhe im Umfeld herrscht. Ja, aber wir sollen vor allem auf uns selber gucken. Also was mich positiv einstimmt, ich das so sagen kann, ist quasi der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft, dass die Mannschaft größtenteils zusammengeblieben ist, dass diese Geschlossenheit, diese Mechanismen, die entwickelt wurden in den letzten Jahren, dann funktionieren und die neuen Spiele, die kommen, sind einfach schneller zu integrieren. Das macht auf jeden Fall Hoffnung für die nächsten Spiele und für die kommende Saison. und die Person von Pele Volis, das muss man auch sagen. Abgesehen

timo: Hm.

Piotr Woloszyn: jetzt von seinen menschlichen Attributen, Menschenfänger, der gerne auch junge Spieler entwickelt, denen auch vertraut, ist es auch ein richtiger Taktikfuchs. Es gab ein Spiele, deswegen sind wir auch sozusagen in den letzten Jahren so erfolgreich geworden, wo er kurz vor

timo: Hm.

Piotr Woloszyn: einem Topspiel seine Taktik auf einmal geändert hat oder die Spiele auf andere Positionen aufgestellt hat und Somit hat er die weniger erfahrenen Kollegen auf den Trainerbänken in den anderen Vereinen einfach überrumpelt. Wo sie auf einmal

timo: Hm?

Piotr Woloszyn: nicht so richtig wussten, wie sie gegen uns spielen sollen. Und da haben wir solche engen Spieler zu unseren Gunsten gezogen. Also das ist auf jeden Fall

timo: Okay.

Piotr Woloszyn: ein Vorteil. wenn ich mir die Trainer in der zweiten Bundesliga anschaue, da alles auf der Bank sitzt, dann gibt es wirklich ganz wenige, die zumindest endlich erfahren sind wie Pelle Wolles. Euer Trainer auf jeden Fall, der Christian Dietz, den schätze ich sehr hoch als sehr erfahrenen Trainer. Vielleicht

timo: Mhm.

Piotr Woloszyn: Florian Kohfeldt in Darmstadt, der Trainer von Kaiserslautern hat auch schon viele Mannschaften trainiert, aber ansonsten hat man, sagen wir so, nicht die ganz großen Trainerfuchse auf der Bank.

timo: Ja gut, dass du den Trainer von Geisterslautern namentlich nicht erwähnst. Da machst du dich hier bei uns auf jeden Fall sehr beliebt mit. Aber ja, du hast es ja angedeutet. Und ich finde es auch interessant, das was du angesprochen hast in Sachen Taktik. Das ist ja auch immer etwas, was wir hier in diesem Format gerne ansprechen. Auf was sich denn unsere Mannschaft, weil uns natürlich 96 Fans in erster Linie,

Piotr Woloszyn: Mhm.

timo: auf was muss sich denn unsere Mannschaft einstellen? Ich meine klar. Du hast gesagt taktisch sehr flexibel. Da würde ich mal sagen, ist so ziemlich das Gegenteil von dem, man mit unserem Trainer vielleicht verbindet, der doch sehr starr an seiner Spielidee festhält und das vermutlich auch in der neuen Saison tun wird. Von daher, ja, was erwarten wir für ein Spiel, ist, denke ich mal klar, wir werden die ganze Zeit den Ball haben und es wird wahrscheinlich ähnlich laufen wie im Pokalspiel letzte Saison, nur hoffentlich mit dem Unterschied, dass wir dann mal ein Tor machen und das Ding dann... hoffentlich souverän 1-2-0 gewinnen und fertig. So jedenfalls die Wunschvorstellung denke ich vieler 96 Fans. Ihr habt natürlich einen anderen Plan. Was glaubst du, wie wird Pele Wollitz seine Jungs einstellen für dieses Spiel und welche Spieler gilt es denn aus deiner Sicht besonders zu beachten oder die man besonders im Auge haben sollte von 96er Seite? Du hast ja schon ein zwei Namen genannt. Sind es weiterhin eben diese? die besonders hervorstechen bei Energie oder gibt es noch weitere?

Piotr Woloszyn: Also fange ich zunächst mit der ersten Frage an. was die taktische Aussichtung angeht, da muss man das bisschen, also die offiziellen Äußerungen von Pele Volis bisschen mit Vorsicht genießen, weil er gerne so bisschen der Presse was erzählt, was er im Nachhinein so bisschen anders macht.

timo: Mhm.

Piotr Woloszyn: In einem der Interviews gleich nach dem Aufstieg hat er gesagt, ja, also wir wollen diesen offensiven Fußball, den wir so gespielt haben, beibehalten und damit unsere Gegner dann auch überraschen, überrumpeln. Allerdings, wenn ich an das Spiel vor einem Jahr zurückdenke, Kortbus gegen Hannover im Pokal, da... Das war eine klassische Abwehrschlacht. Wir haben ein Tor gemacht in der 10. oder 12.

timo: Absolut.

Piotr Woloszyn: Minute und danach einfach den Ball euch überlassen. Und ich glaube, haben keinen zweiten Torschuss gehabt in dem Spiel. Also wenn ich mich nicht entsöhnen kann. Genau.

timo: Ich kann mich auch nicht erinnern, aber wir waren halt einfach zu blöd.

Piotr Woloszyn: Genau, genau. es ist die Frage, mir fehlt ein bisschen die Fantasie, dass wir tatsächlich... Offensiv super nach vorne spielen würden quasi als ob es kein morgen gäbe weil in dieser liga und die lika wie gesagt ich beobachte schon seit jahren und kennen ziemlich gut das ist einfach zu gefährlich zumal die abwehrspieler definitiv ein wenn nicht sogar zwei niveaus besser sind als in der dritten liga Also deswegen müssen wir die ersten spiele abwarten also zwar ist gesagt ja wir wollen offensiv spielen wie sich das gestaltet und wie sagte das spiel gegen randolph wird das erste grandmester sein in dieser hinsicht

timo: Und noch genau genau.

Piotr Woloszyn: Und die zweite Frage, genau. Die zwei Spieler, uns den Aufstieg beschert haben, man das so sagen kann, war jeden Fall Tolce Cigarci, der Spielmacher, der schon 31 ist, aber trotzdem spielt eine hervorragende Zeit bei uns. Also schon die zweite Saison, einfach ein Topspieler. Keine Ahnung, so 25 Score-Auswählen pro Saison in letzten zwei Jahren. Und natürlich der Stürmer Erik Engelhardt, auch, glaube ich, 20 Tore geschossen hatte in der letzten Saison. Und auch schon zweite Bundesliga spielte ziemlich erfolgreich bei Osnabrück, also auch unweit von euch. Und dort hatte er auch 10 oder 12 Tore in der zweiten Liga bei einem Absteiger, weil Osnabrück ist jetzt nicht abgestiegen, aber er hat trotzdem 10 oder 12 Tore gemacht. Also das sind zwei Spieler, die auf jeden Fall gefährlich für die Gegner sein können und natürlich Low-Between-Quad. Aber das habt ihr schon selber erwähnt.

timo: Also also wirklich die die drei vermuteten die da Ja am

Piotr Woloszyn: Gitt noch!

timo: meisten für Gefahr sorgen könnten sofern sie denn mal in die Nähe des Tors kommen

Piotr Woloszyn: Mhm. Genau.

timo: unserer Mannschaft aber gut Dann lassen es doch noch mal so ein bisschen In die Richtung gehen was wir hier auch oft da ansprechen und ich möchte es gerne auch ansprechen weil es gibt ja durchaus wie gesagt auch fans die nicht diesen historisch etwas negativ besetzten Bezug zum Verein haben. Es ist ja nun mal ein Auswärtsspiel für uns und es gibt ja sicherlich den einen oder anderen, der vielleicht auch gerne nach Cottbus reisen möchte und sich nicht nur das Stadion angucken möchte, sondern vielleicht auch Dinge rund das Stadion in der Stadt, in der Region. Du wohnst jetzt zwar nicht direkt in Cottbus, aber was kannst du dann empfehlen für als Dauerkarteninhaber, welche Plätze Welche Spots kann man sich vielleicht in Cottbus merken, wenn man als Gäste-Fan vorab noch das eine oder andere Kaltgetränk zu sich nehmen möchte?

Piotr Woloszyn: Also da kann ich hier auf jeden Fall ein Restaurant Stadtwächter empfehlen.

timo: Mhm.

Piotr Woloszyn: Es ist auch für NRG Kolbus ein sehr bedeutendes Restaurant. In den 2000er, wo Kolbus zum ersten Mal in der ersten Bundesliga spielte, da waren die Profis gerne zu Gast. Und der damalige Trainer, Edde Geier, ging auch dort gerne hin, am liebsten am Freitagabend vor dem Spiel. Offiziell ein Bierchen zu trinken, inoffiziell zu schauen, ob seine Schützlinge, morgen ein Spiel spielen noch quasi in der Gaststätte

timo: Ja.

Piotr Woloszyn: sind oder schon brav im Bett. Also auf jeden Fall Stadtwächter. Dieses Restaurant kann ich sehr sehr empfehlen, ist sehr sehr lecker. Die Stadt an sich, kann man sich gerne anschauen, ist auch nicht so wahnsinnig groß. Der Altmarkt ist vom Stadion zu Fuß so 20 Minuten entfernt. Also völlig unproblematisch und alles. Also, Cottbus hat 100.000 Einwohner. Das ist eine kleine Stadt, relativ kleine Stadt. Und das Stadion und das Zentrum ist alles quasi sehr gut begehbar. Und wenn jemand so bisschen mehr Zeit hat und vielleicht ein Wochenende verbringen möchte, dann kann ich definitiv Spreewald empfehlen. Da kann man sehr günstig Übernachtung finden, auch bei privaten Pensionen und so ein Kanffahrt machen oder mit Fahrrädern das schöne Spreewald bekunden. Also da kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen.

timo: Sehr schön, sehr schön. Dann haben wir das auch noch abgehandelt. Jetzt würde mich natürlich auch noch mal interessieren. Du hast ja gesagt, du bist auch intensiver Verfolger der anderen Ligen in Deutschland. Natürlich auch der zweiten Liga, zu der ihr jetzt auch gehört. Die Frage haben wir letzte Saison auch immer wieder gestellt, welcher 96 Spieler aus dem aktuellen Kader, wir haben ja nun leider einige der interessantesten und besten Spieler abgeben müssen. Noel Aseco sei mal da gesagt, der da sicherlich oft genannt wurde von den gegnerischen Fans. Aber welcher der Spieler, die denn jetzt noch da sind oder dazugekommen sind, wen würdest du denn gerne bei euch sehen in der Mannschaft und warum?

Piotr Woloszyn: Also fange ich vielleicht mit der Frage warum? Wir haben im Sturm zwar Erik Engelhardt, ein klasse Top-Stürmer, aber dahinter haben wir so bisschen Vakuum. Also sollte er sich verletzen oder gesperrt werden, da haben wir ein Riesenproblem. Und einen Spieler, den wir gerne hätten und ihr habt ihn und so wie ich gelesen habe, nicht unbedingt von eurem Trainer hoch geschätzt, das ist Lars.

Tobi: Lass Kindorf kriegt ihr nicht.

Piotr Woloszyn: Lars Gündorf, genau. ich habe ihn letztes Jahr in der dritten Liga auch gesehen. wenn er verfügbar wäre, dann würde ich ihn gerne aus Hannover nach Corbus fahren selber.

timo: Ich glaube, da wärst du nicht der Einzige. vermute, auch

Piotr Woloszyn: Danke.

timo: hier würde jeder Zweitligist, oder fast jeder Zweitligist, ihn mit Kusshand nehmen. Das ist ja nochmal Thema, das wird sicherlich dann in der Hauptfolge thematisiert werden vor dem Spiel. Das bewegt natürlich Hannover extrem. Ich glaube, es gibt kein andere Personalie, die in der Saisonvorbereitung hier derart intensiv auch durch die Medien begleitet worden ist.

Piotr Woloszyn: Achso!

timo: Noch immer gibt es Gerüchte, dass der Berater eventuell ... Doch versucht ihn vorzeitig noch zu verkaufen. Also es ist extrem aufgeladenes Thema und man kann einfach aus unserer Sicht nur hoffen, dass er jetzt wirklich auch einschlägt und ansatzweise so performt, wie er es in Aachen getan hat, damit sich das Thema dann einfach von selbst erledigt. Aber verständliche Antwort auf jeden Fall von dir. Und wir sind natürlich selbst sehr, sehr gespannt. Ich denke Tobi, dich nochmal mit reinzuholen, wie siehst du es für uns, als ich den Spieltag, als ich den Spielplan gesehen habe? glaube ich einen viel undankbaren Auftakt hätte es kaum geben können, oder?

Tobi: Weiß ich nicht.

timo: Okay.

Tobi: Die ersten acht Spiele finde ich relativ schwierig. Aber in anderen Konstellationen wäre es auch schwierig gewesen. Natürlich ist es blöd bei einem euphorisierten Aufsteiger, der, wie Piotr gesagt hat, zusammengeblieben ist und sich punktuell gut verstärkt hat, die Saison auswärts zu beginnen, dann die großen, noch großen Nachbarn von der Aller zu treffen im eigenen Stadion. Das geht besser. Aber am Ende, du musst sie alle spielen, musst sie alle im Zweifel schlagen. Ich glaube, auch wenn wir die ersten Spiele St. Pauli gehabt hätten, dann Darmstadt, wobei Darmstadt jetzt auch relativ früh mit dabei ist, dann Kaiserslautern und Karlsruhe hätten wir ähnlich gesprochen. Also klar, auswärts starten muss man mögen. erste Heimspiel ist auch schwierig, aber am Ende, du musst sie wie gesagt alle spielen und das muss, weil wir schon fortgeschritten sind, vielleicht dazu kommen, weil Timo und ich, wir werden sicherlich nicht in der Hauptsendung sein. Deswegen haben wir früher nie mitgetippt. werden wir es doch mal tun. Piotr, aber du darfst zuerst. Also, wie geht's aus?

Piotr Woloszyn: 1 1

Tobi: okay. Punkt für euch. Punkt Gewinn für euch zu Beginn der Saison. Timo, was sagst du?

timo: 0 zu 3.

Tobi: Wir gewinnen deutlich. Das finde ich einen ambitionierten Tipp, wenn ich das sagen darf, aber einen sehr, sehr für mich sympathischen Tipp. Ich tippe

timo: Ja.

Tobi: tatsächlich auf einen einzelnen Heimsieg von Energie Coppus. Ja, tut mir leid. Jetzt

timo: Na super, Tobi. Toller Abschied in deine Sommerpause.

Piotr Woloszyn: Hehe

Tobi: haben wir alles drin. Wir haben jetzt den Auswärtssieg, den Timo proklamiert, den Beheimpunkt für Piotr und ich sage, ich glaube tatsächlich, dass Energie sogar gewinnen wird. Ich feiere dir eine kleine Agenda in diesen ganzen Tipps, in nächsten Zeit kommen werden. Weiß ich noch nicht genau, verändert sich auch meine Meinung. Aber für das Spiel gehe ich tatsächlich von der Niederlage von 6,90 auf 6,90 ist noch nicht fertig. Und Cottbus schon. So. Und deswegen glaube ich, das wird nichts. wenn ihr dahin fahrt, genießt es. Und jetzt genießt erst mal den Start in die neue Woche. Wie gesagt, für euch ist es Montag Abend. euch auf die Hauptsendung am Donnerstag. Da werden sicherlich alle sagen, warum ich Unsinn erzähle mit meinem Auswärtsniederlagentipp. Das heißt, hört da gut rein und lasst euch erklären, weshalb das Quatsch ist, was ich sage. Und Timo natürlich völlig recht hat. Und Piotr leider auch nicht. Piotr, das war sehr schön, sehr angenehm mit dir. Vielen Dank, dass du uns

Piotr Woloszyn: Der Nami hat auch Spaß gemacht.

Tobi: so intensiv und so freundlich und so voller fundierter Fachkenntnisse über Corpus

timo: Absolut.

Tobi: abgeholt hast. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und auf jeden Fall wissen wir jetzt auch, wo wir einkönnen, wenn wir nach Corpus fahren. Und wissen auch, was da in letzten Jahren entstanden ist und welche Bedeutung auch ein Pele Wollits dabei hat. Das war mir gar nicht so bewusst. Er ist dann eher einer

Piotr Woloszyn: Ja, also...

Tobi: von denen, die man als gegnerischer Fan... Timo hat's gesagt. Also, ich finde ihn unsympathisch, das hat Timo nicht gesagt. Aber Timo hat gesagt, das ist ein streitbarer Geist, aber am Ende, es gibt Menschen, mögen ihn nicht. An ihm kann man sich reiten. Für die eigene Mannschaft glaube ich super. So für ein Diego Simeone.

Piotr Woloszyn: Ja, genau. Also das was er geleistet hat, kann man so ein bisschen mit der Zeit von Mirko Slomka bei euch vergleichen. Er hat damals auch Hannover, glaube ich, 2010 im Abschließkampf, im Kiefern Abschließkampf übernommen und dann zwei oder drei Jahre später habt ihr gegen Atletico Madrid gespielt, wenn ich mich richtig entzündungt habe.

Tobi: Das stimmt, das stimmt. Es war sogar weniger Zeit dazwischen. Man muss nur sagen, er hat uns übernommen in einer Phase, in der 96 tatsächlich einen schweren Schicksalsschlag mit Robert Enke zu verdauen hatte.

Piotr Woloszyn: Genau.

Tobi: Dass die noch gerettet wurde, tatsächlich ein Wunder. Stimmt. Und gleich in der nächsten Saison ging es dann nämlich nach Europa.

Piotr Woloszyn: Genial.

Tobi: durfte, also in der Saison danach natürlich, er hat sich qualifiziert. Und

Piotr Woloszyn: Genau.

Tobi: in der Saison danach war dann das große Viertelfinalspiel, was 96 leider nicht für sich entscheiden konnte. Und wo? Für mich die Ego-Symeone, ich darf das sagen, bleibenden Eindruck hinterlassen hat, da sind nämlich Verhalten wie ein Peter Wollets. Und das hat mir nicht gefallen. Das hat mir nicht gefallen. Aber egal, das ist vergossene Milch im Verein. Jaja, tatsächlich. Es ist

Piotr Woloszyn: Aber der Vergleich passt.

Tobi: vergossene Milch und ist auch nicht jetzt unser Thema. Also nochmal vielen herzlichen Dank, Timo. Super Einstand, toll, dass du das so toll durch die Sendung geführt hast. Vielen herzlichen Dank dafür. Das lässt mich sehr, sehr, sehr

timo: Sehr gerne, sehr gerne.

Tobi: voller Freude auch auf die Pause blicken. Wobei wir die Gegnergespräche schon noch Stück zusammen haben werden. Aber ich danke dir, dass du es mir so leicht machst zu sagen, es geht schon weiter. Das gefällt mir. Vielen herzlichen Dank.

timo: Sehr gerne und ich möchte auch nochmal selbst Piotr bedanken. Ich fand es auch mega spannend mit dir zu sprechen. Also toller Gesprächspartner und danke auch, dass du so relativ spontan zugesagt hast. Ich denke mal alle, die sich das jetzt noch geben oder anhören, werden mir und dir auch Tobi zustimmen. War wirklich interessant, mal ein bisschen mehr über Cottbus zu erfahren.

Piotr Woloszyn: Ja,

Tobi: Absolut.

Piotr Woloszyn: mich hat auch viel Spaß gemacht und wie gesagt immer wieder gerne.

Tobi: Und euch eine tolle Saison, außer natürlich an den beiden Spielen gegen uns. Sprich, auch wenn ich auf den Sieg tippe, wünsche ich euch trotzdem kein gutes Spiel am ersten Spieltag und auch nicht am 18. Aber danach dürft ihr gerne schöne Spiele haben, bei zwei Spielen gegen Mannschaften aus dem ehemaligen Zonenrandgebiet. Das wäre mir dann schließlich euch langsam ins Herz. Wenn ihr mir da

Piotr Woloszyn: Gien noch.

Tobi: zwei Siege beschert, dann bin ich versöhnt. Das ist hervorragend, so soll es sein.

Piotr Woloszyn: Wir tun unser Bestes.

Tobi: Also komm du auch gut rein in die Saison, kommt ihr da draußen, wollte ich dir sagen, nicht da drüben. Da war das Zonenrandgebiet noch in meinem

timo: Hoppala!

Tobi: Kopf. Also ihr da draußen, gut in die Woche, euch auf die Hauptsendung, freut euch auf das Auswärtsspiel bei Energie Koppos und denkt immer daran, 96 Allee und bis bald.

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