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Vorwärts nach weit - Der dentastico Podcast über Hannover 96

Folge 473 - Montagsspiel nach St. Pauli

Montag, 19. Oktober 2026 · 50 min

MP3

Shownotes

Eine Sendung wie unser Spiel gegen St. Pauli: wild, intensiv und voller Energie!
Ferdi, Olaf und Dennis sprechen noch einmal in Ruhe über das Unentschieden im Heimspiel, unsere neue Taktik mit und gegen den Ball und das endgültige Ende der Titz-Ära.
In einem sind sich die Jungs einig: Wenn 96 diese Leidenschaft, diesen Kampfgeist und diese Energie mit in die Derbywoche nimmt, wird auch gegen Peine-Ost was gehen!
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Olaf: Liebe Zuhörende, herzlich willkommen zum Montags Spiel von Vorwärts nach weit dem DENTASTICO Podcast über Hannover 96. Ja, wir sprechen nochmal über das Spiel gegen den FC St. Pauli eins zu eins ist ausgegangen. Ich fand es ja ganz gut. Es war ein schönes, klassisches Zweitliga Duell vor ausverkauftem Haus. Samstag Abend Fluglicht. eigentlich wie gemalt und wir wollen noch mal so bisschen drauf gucken auf so ein paar Sachen, die uns da aufgefallen sind, vielleicht auch mal so ein bisschen so in die die Analyse reingehen. Und da habe ich natürlich wieder ganz großartige Leute hier bei mir sitzen und ich begrüße als erstes mal im Vorwärts nach weit Podcast Studio den Dennis. Hallo Dennis.

Dennis: Hallo Olaf, ja hallo ihr da draußen. Ach, es ist nicht schön, wir befinden uns schon in der Derby-Woche und wir können relativ entspannt darauf zusteuern nach diesem, ja, weiß ich nicht, ganz fantastischen oder nicht so fantastischen, aber auf jeden Fall punktemäßig okayen Flutlichtspiel. Also ich bin positiv, dass das was werden könnte am Sonntag.

Olaf: Okay, dann muss ich gleich mal den nächsten, der hier auch mit bei ist, natürlich nicht fehlen darf, fragen, ob er dann auch so entspannt in die Woche gegangen ist. Hallo Ferdi.

Ferdi: Hallo Olaf, jetzt hast du mir den Ball auf dem Elfmeterpunkt serviert für einen mich soll es hier nicht gehen Joke, wie Sandro Wagner sagen würde. Ich werde jetzt bei jeder Gelegenheit konsequent mitnehmen. Aber ich bin positiver als gedacht in die Woche gekommen. Ich fand das Spiel auch so ganz okay-isch und ich freue mich vor allem heute auf die Sendung, weil man finde ich viel mehr als gegen Magdeburg einige Dinge gesehen hat, die Sandro Wagner machen will. Man hat gesehen, er diese Mannschaft gerade sieht, welche Prioritäten erlegt. Und das finde ich sehr spannend und darauf freue ich mich, mit euch zu diskutieren.

Olaf: Ja schön, das freut uns natürlich auch. Du hast es schon gesagt oder wir haben es gerade gesagt, wir sind alle so bisschen positiv, obwohl, ja ich meine so ein eins zu eins zu Hause. Wir sind 14. in der Tabelle, sind uns immer noch Platz abgerutscht. Schon verdächtig nah irgendwie an den Abstiegsrängen, gut es ist noch früh in der Saison, aber trotz alledem war ja vielleicht eine Steigerung. Erkennbar zumindest in gewissen Bereichen und wie ihr das ja so gewohnt seid beginne ich mal die Sendung mit einer These und die heutige These die ich mir oder die wir uns rausgesucht haben ist über den Kampf zum Spiel Und ja manch einer nickt vielleicht jetzt auch schon innerlich ja es war relativ Kampf betont ich habe schon gesagt es ist ein für mich ein ein Zweitligaduell Paar Exzellent gewesen mit sicherlich paar Dingen, man vielleicht nicht in der zweiten Liga so sieht, aber so von den Grundtugenden her hat zumindest 96 da finde ich relativ viel gezeigt, was man in der zweiten Liga so zeigen muss. ja, wie schon gesagt, eins zu eins ist es ausgegangen, dass Unglückliche 0 zu 1, viel eigentlich relativ überraschend ganz kurz vor der Pause oder schon sogar in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Und nichtsdestotrotz hat 96 dann aber in 48. kurz nach Wiedereinfiff dann durch ein schönes Tor von Husi Chakrun dann den Ausgleich geschossen und hat den eigentlich bis zum Ende verteidigt, könnte man schon fast sagen. Und da möchte ich doch aber Ich jetzt mal damit einsteigen, ich meine Gäste hier mal frage, allen voran erstmal den Dennis. Wie hast du das Spiel gesehen? Wie fandest du es? Was hat das mit dir gemacht?

Dennis: Was hat das mit mir gemacht? Also grundsätzlich möchte ich dir schon mal recht geben, dass das war so ein bisschen ein typischer Zweitliga Kick, wie wir ihn auch früher gesehen haben und wie wir ihn vielleicht auch schon länger nicht mehr bei 96 gesehen haben. Jetzt möchte ich das nicht alle schönreden, weil schön war das teilweise wirklich nicht. Ich habe auch glaube ich zwischendurch mal geschrieben in unserer WhatsApp Gruppe sind sehr wilder Aber Was auf jeden Fall da war, und das habe ich schon länger nicht mehr von der 96 Mannschaft in dieser Intensität gesehen, der Kampf. Das hast du ganz richtig auch, finde ich, so als These an den Anfang gestellt, weil das kann man unseren Kickern nicht absprechen. Die haben wirklich gekämpft. Die sind da in jeden Zweikampf gegangen. Das hat nicht alles geklappt. Aber das war auf jeden Fall vorhanden. Und das ist ja schon mal ein ganz gutes Zeichen auch wiederum. für die Derby Woche. insofern ja, nicht alles super, aber es ist ein Anfang.

Olaf: Ja, finde ich auch, sehe ich ähnlich. Ferdi, du bist ja wie auch wir alle eigentlich so ein Kondenseur des Tietz-Fußballs, des gepflegten Tietz-Balls gewesen. Du vermisst es wahrscheinlich jetzt, aber trotzdem, wie fandest du das Spiel? hast ja eben schon gesagt, eigentlich bist du ganz positiv gestimmt. Obwohl schön sah das ja nicht aus, aber wie hast du es so für dich wahrgenommen?

Ferdi: Ich glaube die Challenge, und an die muss ich mich auch so bisschen erinnern, wenn ich diese Spiele beurteile, ist, dass wir uns wirklich so bisschen von dieser letzten Saison losmachen müssen. Weil wenn wir dieses Spiel in die letzte Saison schieben und uns vorstellen, wie wir das da analysiert hätten, das wäre nicht besonders positiv weggekommen. Also das wäre sicherlich eins der deutlich schlechteren Spiele in dieser Saison gewesen. Aber wir sind nun mal in einer anderen Situation, wir haben einen anderen Kader, wir haben gerade ein anderes Selbstverständnis rund den Verein in der Mannschaft, bzw. leider ein geringeres Selbstverständnis. ist ein geringeres Selbstbewusstsein vor allem und wir sind nicht mehr in einer Situation, wo wir nach oben schauen, sondern wo es wirklich darum geht, einmal zu stabilisieren, konsolidieren. Gott, Gott, das ist ein Zungenbrecher. Ich versuche mich gar nicht mehr. Danke, Olaf.

Olaf: Konsolidieren? Bitteschön.

Ferdi: Dankeschön. Und ich fand das Spiel war einerseits zu einem Schritt zurück, aber auch ein Schritt nach vorne, ein Schritt nach vorne, was die Leistung betrifft, vor allem im Vergleich mit Magdeburg. Wir haben wirklich vor allem so diesen Kampf auf den Platz bekommen und das hat uns schon mal so ein gewisses Grundniveau gegeben, das uns sehr gut getan hat. Das glaube ich auch die Fans gesehen haben, dass da wirklich Energie drin ist. Und einen Schritt zurück sind wir der Art Weise gegangen, wie wir dieses Spiel angegangen sind, wie wir Fußball gespielt haben. Das war wirklich eine Rückbesinnung auf die Basics. Sandro Wagner hat dieses sehr komplexe und anspruchsvolle Spiel mit Ball, das wir unter Christian Tietz gesehen haben, wirklich einmal in die Mottenkiste gepackt, nicht angerührt. Das wurde mehr oder weniger komplett verbannt. Und wir haben das Spiel einfacher gemacht. Wir haben das Spiel risikoärmer für uns gemacht. Und ich glaube, das kann aber das sein, was wir gerade brauchen, was diese Mannschaft gerade braucht, wieder stabil aufzutreten, sich ein bisschen Sicherheit, Selbstvertrauen zu holen. Und deswegen ist das ein Schritt zurück. den ich mir nicht als Dauerzustand wünsche. Ich will schon, dass da eine spielerische Entwicklung einsetzt über die Zeit. Aber es ist auch klar, die können wir nicht in der zweiten Woche von Sandro Wagner erwarten. Und ich meine, das ist eine sehr bewusste Entscheidung gewesen, dass Sandro Wagner, der ja jetzt auch nicht für Rumpelfußball stehen möchte, das hat er nicht in Augsburg, das tut er nicht in dem, was er eigentlich nach außen kommuniziert, dass er jetzt sagt, okay, wir besinnen uns jetzt erstmal auf wirklich diese Basics, wir schauen, dass wir eher einfachen Fußball spielen, Abläufe so ein bisschen simplifizieren und dafür das aber gut auf den Platz bekommen. Die Themen, dann darauf kommen, wie wir dann wirklich wieder von einer stabilen Zweitligamannschaft zu einer guten Zweitligamannschaft werden können, die werden dann später angepackt. Wenn man es unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, fand ich, dass ein gutes Auftreten hat das, finde ich, Sinn gemacht. Und ich glaube, das haben die meisten Fans inzwischen erkannt, dass wir diese Mannschaft nicht mehr unter der Wahrnehmung, die wollen aufsteigen sehen dürfen, sondern da, wo sie jetzt gerade ist. Und ich hoffe, unsere Chef-Etage hat das auch erkannt und weiß, wo wir gerade sind und wie diese Leistung einzuordnen ist.

Olaf: Ja, Dennis, hast nach dem Spiel gesagt oder schon während des Spiels,

Dennis: Hmm.

Olaf: man kann ja auf fast nichts aufbauen, noch nicht mal auf Fitness, ich zitiere dich da fast wortwörtlich.

Dennis: Mhm. Ja. Ja.

Olaf: Also das, Ferdi eben gesagt hat, dieses so wir haben da irgendwas gehabt, das haben wir jetzt erst mal komplett irgendwo in eine Kiste gepackt, Deckel zu,

Dennis: Mmh.

Olaf: vielleicht auch noch ein Schloss dran, mal gucken. Das siehst du ja auch so, Also müssen wir jetzt einfach wirklich einen Haken hinter die Tietzzeit machen? Ferdi hat eben gesagt, wenn wir das Spiel der letzten Saison so gesehen hätten, dann hätten wir gesagt, was ist denn das für ein Mist?

Dennis: Das Geile ist ja, das hätten wir letzte Saison wahrscheinlich so nicht gesehen. Also vor allen Dingen in der ersten Hälfte der letzten

Olaf: Ja.

Dennis: Saison wäre das wahrscheinlich ein richtig geiles Spiel geworden mit den Mannschaften damals. Egal. Es ist wirklich so, wir dürfen nicht zurückblicken. das fällt mir aber auch immer noch sehr schwer. Nicht nur, weil es meine eigene Erwartungshaltung ist, es ist ganz viel Erwartungsmanagement auch, was wir hier betreiben müssen. Weil auch das, was von außen die ganze Zeit seit Beginn dieser noch jungen Saison an Hannover 96 herangetragen wurde. Der Tietzball und man sieht schon wieder, ja, es ist unglücklich. Sie machen nichts aus ihren Chancen. Aber eigentlich, man sieht die Handschrift und das ist alles super. Und Hannover, die werden wieder oben mitspielen. Ja, Pustekuchen werden wir nicht. Wir müssen da einen Haken dran machen, so schwer uns das fällt. Die Saison beginnt oder... ist jetzt noch mal komplett neu gestartet. Und wenn wir ganz ehrlich sind, und ich möchte jetzt kein großes Thema da noch mal draus machen, aber den Gedanken möchte ich zumindest noch mal einmal loswerden. Das war mit Ansage vom Verein, den sportlich Verantwortlichen in dem Moment, wo sie gesagt haben, okay, wir machen mit Tietz weiter, aber nur so halb. Wir geben ihm nicht den Kader, den er braucht, sondern wir machen das irgendwie alles neu und wir so was halbes und nichts ganzes. In dem Moment war eigentlich schon klar, kann die nächste Saison nichts mehr werden. Man hätte da dann schon dann auch einfach die klare Entscheidung treffen müssen. das haben wir jetzt. ist mal wieder dann damit natürlich leider eine verschenkte Saison. Und Wagner muss letztlich auch das Beste aus der Situation jetzt machen. Der muss genau das machen. Einmal hat er jetzt die Notbremse gezogen. Du hast es schon gesagt, wir müssen über den Kampf da wieder reinkommen, da die Basics müssen stimmen, das hört man ganz viel. Man hört ganz viel, wir müssen arbeiten, Energie ist ein Thema und so weiter und so fort. sind alles auch Floskeln, aber wahrscheinlich ist es genau das. Also irgendwie dieses Glas muss erst mal ausgeschüttet werden. Da sind wir jetzt auch bei Karate-Tiger und so. Und dann

Olaf: Mhm. Mhm.

Dennis: muss da neue Flüssigkeit rein und Das muss neu aufgefüllt werden mit neuen Gedanken, mit neuer Energie.

Olaf: Ja, genau. Also erst mal anfangen mit auftragen und polieren. ist genau.

Dennis: So. Ja.

Olaf: Ja, wahrscheinlich. wir drehen oder es wird eigentlich, es wurde wieder, das hat ja schon angefangen mit neuem Sportdirektor und dann neuem Trainer und jetzt mit neuem Fußball und eigentlich noch anderen Veränderungen. wird irgendwie alles auf links gedreht. Okay, das heißt wir. Vergessen jetzt erstmal das, was 96 letztes Saison so ausgemacht hat. Denn was 96 auch gerade überregional, du hast es eben so angesprochen, wie wird 96 wahrgenommen, ausgemacht hat, der Tietzball. Dieser schöne Fußball. Gut, er war nicht immer schön und hat natürlich auch zum zum Ende hin die ein oder andere Delle bekommen. schon eigentlich das Aushängeschild war der Tietzfußball. ist das Aushängeschild Sandro Wagner.

Dennis: der kein Aushängeschild sein möchte. Das ist ja das Schöne da.

Olaf: Da ist immer so hinter einer dran, der schiebt den immer so nach vorne und er will sich immer so wegdrehen und nein, ich bilde es mich hier, guck mal, da ist die Mannschaft.

Dennis: Ja, das ist diese bayerische Bescheidenheit, die ja auch Ferdi gleich vorhin in seinem Statement nochmal klar gemacht hat. Es geht nicht

Olaf: Mhm.

Dennis: ihn, es geht nicht, es geht die Mannschaft, es geht Hannover 96, das große Ganze hier. Ja, also das ist,

Olaf: Mmh.

Dennis: ich finde das auch als Norddeutscher finde ich das auch sehr belebend, dass aus dem Süden der Republik diese Bescheidenheit mal kommt. Man kriegt ja sonst immer nur den Wurstpapst hier bei Instagram reingespült und der wirkt irgendwie ganz anders. Also. Spaß beiseite.

Olaf: Der hat doch seinen Foodblock bei Insta aufgegeben. Hat er doch beendet. Aber das Archiv ist noch groß genug, da kann man noch genug sehen. Das

Dennis: Ja, das kurzfristig. Das Internet vergisst nicht.

Olaf: Internet vergisst nicht. Ja, Ferdi, du wurdest jetzt schon angesprochen. Dein, ich hab' beinahe gesagt, Landsmann. Also der Sandro. Also sein Auftreten... Beim Spiel gegen St. Pauli war jetzt schon anderes als beim Spiel gegen Magdeburg. Seine Aufstellung und seine Herangehensweise an das Spiel, was er der Mannschaft mitgegeben hat, hatte sich ja auch verändert. Was haben wir denn da jetzt genau gesehen? Was für Dinge machen denn das jetzt so aus? Du hast ja schon... auch angedeutet, man sieht so langsam, was Tietz möchte. Hast du das gesehen?

Ferdi: was Tiz möchte...

Olaf: Äh, was Wagner möchte, ich hab den Namen noch nicht ganz aus dem Kopf gewählt. Der Sandro.

Ferdi: Ich würde passenderweise gleich mit einer Szene anfangen. habe die letzten beiden Male immer

Olaf: Gerne.

Ferdi: eine Schlüsselszene rausgegriffen. Dieses Mal ist es weniger eine Schlüsselszene als eine Beispielszene. Dafür gehen wir in die allererste Minute, in die ersten paar Sekunden bei unserem Anstoß, wo Thordason das Ding einmal weit in den Pauli-Bereich zum Einwurf für Pauli schmiert.

Olaf: ja, stimmt. Da bin ich schon auf dem Sofa zusammengesackt.

Ferdi: einfach rausschlägt. So in der Art und Weise, wie das glaube ich Paris Saint-Germain und dadurch Enrique eingeführt hat. Und ich habe mir vorgestellt, was Christian Tietzig denken würde, wenn er das sehen würde. Das war so ein schöner Realitätscheck, dass wir jetzt einfach einen anderen Trainer und einen anderen Fußball haben. Und es war eine ganz gute Vorbereitung, was für uns für einen Spieler wartet. Weil der Fokus wirklich darauf lag, den Ball aus unseren gefährlichen Zonen zu bekommen, also aus denen, die für uns gefährlich werden können im negativen Sinne, dahin, wo wir Pauli wehtun können. Und das Spiel mit Ball wesentlich weniger wichtig ist, als das Spiel ohne Ball. Also der Fokus war wirklich, Pauli aggressiv anzulaufen. Wir haben das in so einem, ihr habt es im Quicken Dirty ja schon besprochen, in so einem 4-4-2 getan, was ja auch komplett neu war. Teilweise, wenn wir hoch angelaufen sind, wir Mann gegen Mann angelaufen. Da ist man teilweise immer noch ins Risiko gegangen. Das haben wir gerade in der Nähe des Balls sehr, sehr viele Spieler bekommen. Was natürlich dann auch ein gewisses Risiko mit sich bringt, wenn Pauli sich da irgendwie rausspielt, dass uns dann in der letzten Linie nicht mehr viele Spieler bleiben. Das ist tatsächlich ein relativ ähnliches Risiko, wie wir es unter Christian Thietz hatten, nur auf so eine bisschen andere Art und Weise. Aber grundsätzlich wollten wir wirklich einfach viele Spiele in der Nähe des Balls haben, wenn Pauli den Ball hat und dann auf sie mit gebrüllt. Wirklich irgendwie versuchen durch so ein geordnetes Chaos, nenne ich mal, Balleroberung zu erzwingen. Und zwar vor allem Balleroberung in Zonen, wo es Pauli wehtut, wo wir dann schnell zum Abschluss kommen können, wo wir schnell in Tor Situation kommen können.

Olaf: Hast du da auch schon diese kleineren Abstände oder diese verkürzten Abstände gesehen, die Wagner ja vor dem Spiel so angekündigt hatte, wo er gesagt hat, okay, also man soll eben halt nicht dann irgendwie zwölf Meter vom Gegner weg stehen, sondern nur sechs, war das Teil dieser aggressiven Herangehensweise? Schon, konnte man das so sehen. Also ich behaupte es gesehen zu haben, weil ich fand die auch sehr griffig und sehr nah am Mann, aber...

Ferdi: Ja, schon auch. Aber vor allem auch, wenn wir ein bisschen tiefer angeordnet gestanden sind. Also wir hatten gegen den Ball auch bisschen zwei Seiten der Mannschaft, haben wir gesehen. Wir haben dieses hoch und intensiv anpressen mit sehr, vielen Spielern gesehen. Und wenn das aber nicht geklappt hat oder wenn sich die Mannschaft vielleicht gerade auch erholen musste, weil man Pauli mal den Ball überlassen hat, dann war es wirklich dieses sehr kompakte 4-4-2, wo diese beiden Viererreihen, wie du es schon angesprochen hast, relativ nah beisammen waren. Die standen auch relativ zentral. Also es war wirklich so ein achter Block in der Mitte. wo Pauli auch überhaupt nicht durchkam, das hat sich dann so bisschen auf die Außen gezwungen. Das haben sie dann teilweise ganz gut genutzt. Aber gerade wenn Pauli im eigenen Ballbesitz den Ball hatte und wir da geordnet standen, dann fand ich das relativ sicher. Und das war ja etwas, was wir jetzt nicht immer gesehen haben und dass diese Mannschaft diese beiden Seiten beherrscht. Also einmal dieses intensive Anpressen, dann aber auch dieses bewusste Tieferstaffeln in einer Viererkette sortieren und einfach... keine dummen Sachen machen, das fand ich positiv, weil glaube, dass uns das schon auch gut tut, einfach weil über ein Spiel über 90 Minuten zwangsläufig Phasen kommen werden, wo der Gegner mal überlegen ist, dass wir dann auch dieses bisschen geordneter stehen, dass wir das beherrschen und im Repertoire haben.

Olaf: Ja, spannend. Dennis, hast du das auch so gesehen? Ich fand auch, sie waren nicht mehr so ganz chaotisch unterwegs wie im Spiel gegen Magdeburg. Ne, chaotisch ist das falsche Wort. Sie machten den Eindruck, als wenn sie mehr Bewusstsein dafür hätten, was sie als Mannschaft tun sollen. Das sah

Dennis: Hmm.

Olaf: zwar nicht immer so schön aus.

Dennis: Ja.

Olaf: Aber war so dieser Wille und das Selbstbewusstsein da. Hast du das auch so gesehen?

Dennis: Ja, das habe ich auch so gesehen. Vor allen Dingen, dass die Ketten dichter beieinander waren und dementsprechend auch nicht diese großen Lücken gelassen haben. Es war sehr viel Intensität drin. Wir sind ja auch wahnsinnig viel gerannt. Also ich glaube auch, was weiß nicht, fünf Kilometer am Ende mehr als der Gegner. Kann Ferdi wahrscheinlich gleich nochmal was zu sagen. dass wir jetzt weg sind von diesem Spiel. Wir wollen auf jeden Fall immer den Ball haben. und immer hinten raus kombinieren und so. Was ja per se auch letzte Saison sehr cool war, haben wir einfach nicht die Spieler gerade für. Haben wir jetzt in Magdeburg auch gleich am Anfang gesehen, das klappt nicht, wenn wir da immer noch versuchen, irgendwie Kurzpassspiel hinten raus. Das haben wir erkannt und machen das Beste draus jetzt, ist so mein Eindruck.

Olaf: Ja, Ja, wir haben auch mal so bisschen, wir haben mal die Spieler und den Trainer gefragt, was ihnen vielleicht so wichtig war für dieses Spiel oder in diesem Spiel. Hört mal rein. So, ferdi.

Dennis: Ja Energie.

Olaf: nicht hier diese komische Truppe aus der Lausitz, sondern ja. Ferdi, Energie. Hast du Energie gesehen? Haben die das umgesetzt? Also offensichtlich ist das ein Kernelement gewesen.

Ferdi: Energie verschwindet nie, hat mein Physiklehrer aus der neunten gesagt. Und bei uns hat man die tatsächlich auch gesehen und die hat sich auch ausgezahlt. wir haben auch das war, finde ich, auch so eines der Haupt, einer der Hauptpunkte, der deutlich verbessert war gegenüber letzter Woche. Wir haben diesmal mehr Zweikämpfe gewonnen, nachdem wir da letzte Woche deutlich unterlegen war. Und ich finde, du hast jeden einzelnen gewonnenen Zweikampf mehr auch einfach mit bloßem Auge gesehen. hast gesehen, dass wir größtenteils gut in den Zweikämpfen waren, dass wir in der Box bis auf zwei, drei Szenen gut verteidigt haben, dass wir aber auch eben im Gegenpressing gut dabei waren. Und diese Energie hat man, also A, einmal hat man die der Mannschaft angesehen, was positiv ist. Und sie ist aber auch nicht so vom Effekt her verpufft, sondern sie hat uns auch wirklich für unser Spiel genutzt. Wir haben dadurch Bälle erobert. Wir haben dadurch Pauli so einen Chaos-Fußball aufgezwungen. haben Pauli aber auch Ballbesitz aufgezwungen. Also ich glaube, wir hatten nur 43 Prozent Ballbesitz zu Hause. Das ist seit langer Zeit nicht passiert, dass das so wenig war. muss man sagen, Pauli ist auch keine Mannschaft, eigentlich gerne viel den Ball hat. Das ist eine Kontermannschaft, keine Ballbesitzmannschaft. Trotzdem hatten wir bewusst wenig Ballbesitz. haben das gegen den Ball aber wirklich sehr diszipliniert gemacht. Wir wählen das Wort zum 17. Mal, mit viel Energie gemacht und das hat, finde ich, über weite Strecken gut funktioniert. Es waren zwei, drei Szenen drin, wo es, finde ich, an der letzten Abstimmung noch... gemangelt hat. fand vor allem ein Buster, das man zwei, drei Mal gesehen hat, war, wenn Pauli über links kam, also über Luis Opi, weil wir haben ja mit Virgil Gieter so als rechten Verteidiger gespielt, der das, finde ich, auch sehr, sehr gut gemacht hat, dafür, dass er kein gelernter rechter Verteidiger ist. Was man dann aber ein, zwei Mal gesehen hat, ist, dass er dann, wenn wir tief gestanden sind, doch so ein bisschen in die Mitte eingerückt ist, ehe er so einen rechten Innenverteidiger gespielt hat und keinen klassischen Rechtsverteidiger. und das uns gleichzeitig aber auch zu dieser Rechtsverteidiger gefehlt hat, weil Scharck-Ruhn dann doch ein gutes Stück höher und zentraler stand. Dadurch hat Luis Oppy zweimal sehr frei flanken dürfen. Das eine Mal glaube ich der 7. Minute, was dann zu einem recht harmlosen Abschluss von St. Pauli geführt hat und das zweite Mal führte dann halt zum Tor. Da müssen wir glaube ich gerade auf dieser Seite noch besser werden. Wir müssen auch auf der ballfernen Seite noch besser werden. Also wir haben immer Zum Beispiel, wenn Pauli jetzt auf ihrer rechten Seite den Ball hatte, haben wir extrem viele Leute darüber geschoben, haben damit sehr viele Leute angepresst. Und das birgt dann aber die Gefahr, wenn sie einfach mit zwei, drei Pässen die Seite wechseln, dass da dann sehr viel Platz ist. So ist letztendlich das 1-0 für St. Pauli gefallen. Das sind aber die Detailfragen, die man auch noch besser machen kann. Das hat Sandro Wagner, meine ich, auch in der Pressekonferenz gesagt, dass er das in der zweiten Hälfte umgestellt hat. Da hatten sie dann auch nicht mehr diesen Platz. Und grundsätzlich war das gegen den Ball stimmig, hat es von der Einstellung der Mannschaft auf einer Kampfebene gepasst. Es hat, von der taktischen Einstellung ganz gut gepasst und das ist mal etwas, was schonmal ein deutlicher Schritt nach vorne ist.

Olaf: Hm. Ja, defensiv? Entschuldige, Dennis, ja, bitte.

Dennis: Ich hätte nur eine Nachfrage mal an euch beide. Wie habt ihr das gesehen im Kopfball-Duell bei uns im 16er? War in der Vergangenheit häufig eigentlich relativ entspannt. Da haben wir die Dinge halt so rausgeköpft diese Saison. Also Hygiene zum Beispiel ist super, finde ich, im Zweikampf und überhaupt am Boden und Bälle verteilen. Alles gut, im Kopfballspiel war jetzt auch die Situation, wo das Tor dann gefallen ist, wo er so ein bisschen den Gegenspieler aus den Augen verloren hat. Wie seht ihr das? Ist das ein Thema oder ist das dumm gelaufen in dem Fall? Ferdi.

Olaf: Ich... Also auf die Situation... Entschuldigung, wenn ich da dann doch noch mal reingereiche. Also

Dennis: Ne, fang du mal an, ja.

Olaf: die Defensive fand ich, das wollte ich eben gerade auch noch sagen, Defensiv fand ich uns eigentlich insgesamt gut. Auch unsere Defensiv-Reihe hat tatsächlich einen guten Job gemacht. Abgesehen von dieser einen Situation natürlich. Du hast Luftduelle angesprochen. Gut, beide Mannschaften hatten nur drei Ecken, also beziehungsweise... St. Pauli drei Ecken, wo es meistens zu Kopfballduellen Die Flanken von Oppy hat man in der zweiten Halbzeit tatsächlich wirkungsvoll verhindert. Da sah Ugo Né nicht gut aus, definitiv nicht. Ansonsten ... finde ich uns am Boden auf jeden Fall besser als in der Luft. Aber Ferdi, vielleicht hast du da noch mal etwas genauer drauf geschaut oder kannst vielleicht dazu noch etwas mehr sagen.

Ferdi: Also ich dachte mir in der Szene auch, dass Ugoné ein bisschen unglücklich steht, einen Schritt zu weit vorne. Man der ist nur 1,86, das ist jetzt nicht der ausgewiesene Kopfball Spezialist. Trotzdem kann er dieses Duell gewinnen. glaube der C-Sale von Pauli ist jetzt auch kein 1,90. Also da steht er ein bisschen unglücklich. Während in der zweiten Hälfte meine ich nochmal die Chance, wo der Spieler von Sankt Pauli dann am Ende an den Pfosten köpft. Das ist glaube ich auch ein Kopfball-Duell von Ugoné, das verloren ging. ist für mich aber in den Wahlen eher das Thema, er bisschen falsch steht, als dass er nicht grundsätzlich die physischen Fähigkeiten hat, auch ein Kopfball-Duell für sich zu entscheiden. Aber es ist sicherlich, also wette ich 3 Euro drauf, dass das in der Videoanalyse dieses Woche Thema sein wird.

Dennis: würde ich auch hoffen.

Olaf: Ich denke schon, muss einfach so sein, denn sonst insgesamt sah das ganz gut aus. Ja, wir haben schon gesagt, die These ist über den Kampf zum Spiel. Über den Kampf haben wir gesprochen. Das Spiel an sich sah phasenweise schon ordentlich aus, aber es wurde trotzdem anders aus der Abwehr herausgespielt als das als das vorher der Fall war. Und ich glaube, ist auch etwas, was Wagner vielleicht gerne möchte. Schönen Gruß an die Kollegen vom Millanton. Die haben in der Pressekonferenz nach dem Spiel noch eine sehr interessante Frage an den Herrn Wagner gestellt. Gott, Entschuldigung. Und Ja, und nämlich genau zu dem, was ich eben auch schon mal ansprechen wollte, wir sehr weit vorne gestanden haben mit vielen Spielern schon hinter der letzten St. Pauli-Dinje. Und ja, dann haben die Kollegen vom Middlantum gefragt, ob das denn so... beabsichtigt war, dass das so gemacht werden sollte, die Innenverteidiger weit nach außen und dann da den Ball hin und dann irgendwie lang nach vorne. Da hat Wagner gesagt, das kann ich, kann ich Ihnen nicht sagen. Jetzt ist die spannende Frage, wenn wir schon mal so langsam so in Richtung des Nachspielpresseechos und so weiter mal so langsam überleiten, möchte ich gerne mit dieser Pressekonferenz beginnen. Also ich muss ehrlich sagen, ich Wagner langsam so ein bisschen zu defensiv, was so die Beantwortung von zu jenermaßen auch oft nicht besonders tollen Fragen anbelangt. Aber das war ja mal eine gute Frage, fanden wir zumindest. ja, konnte er es wirklich nicht sagen, wollte er es nicht sagen und hat deswegen gesagt, das kann ich Ihnen nicht sagen. Weiß ich nicht. Dennis, was sagst du dazu?

Dennis: Ich bin mir sicher Ferdi kann es uns gleich beantworten und wenn Ferdi das kann, dann hätte Sandro Vagge das mit Sicherheit auch machen können. Also ich hoffe er kann es und wollte es nicht, aber dann hat er sich unglücklich ausgedrückt. Ich möchte dir Recht geben Olaf, ich habe auch den Eindruck, dass wir zwei ganz verschiedene Sandro Vagnars erleben, den der in Interviews mit der Presse die Handbremse angezogen hat und so zurückhaltend und zurückgenommen sich gibt, bloß nicht den Sandro Wagner zu zeigen, den die Presse sehen möchte, nämlich den Sprücheklopper, der noch mal irgendwie einraushaut und vielleicht noch irgendwie was Witziges sagt oder keine Ahnung. Da hat er offensichtlich Ich auch schwer davon aus, jemandem professionell dran gearbeitet und da versucht er ja auch permanent darauf einzugehen. Es geht nicht mich. Ferdi hatte das ja auch vorhin. Es geht nicht mich, es geht den Verein und so weiter. Er möchte seine Person ganz bewusst dieses Bundesliga Hollywood ganz bewusst nicht in Fokus sehen. Es soll den Trainer gehen. Es soll das Spiel gehen und er möchte darüber definiert werden. Das kann ich ein Stück weit auch verstehen. wirkt halt krass, wenn du ihn dann an der Seitenlinie siehst, wenn er da in bester Simeone-Manier irgendwie von gefühlt beide Coachingzonen ausnutzt und hin und her rennt und klatscht und dabei ist und wahrscheinlich ungefähr genauso viel Kilometer macht wie seine Spieler, da merkst du halt, was eigentlich, was bei ihm drin ist an Energie auch wieder und was da raus möchte und das da hat er sich selber scheint mir so bisschen im Maulkorb verpasst, bloß nicht vielleicht auch was Falsches zu sagen. Ich hoffe, dass er vielleicht ein bisschen gelöster auch agieren kann, wenn der erste Sieg da ist oder die ersten ein, zwei Siege da sind, dass er dann vielleicht auch ein bisschen anders noch mal auftreten kann.

Olaf: Ja gut, er muss ja jetzt keine Sprüche klopfen, aber er kann ja inhaltlich was sagen und er sagt ja noch nicht mal inhaltlich irgendwas Ferdi oder...

Dennis: Ja, wobei das hat ja Titz auch nicht. Also das macht ja kaum ein Trainer.

Olaf: Ja gut, vielleicht sehe ich das auch zu eng. Vielleicht

Dennis: Nein.

Olaf: war meine Erwartung da auch an Wagner eine ganz andere.

Dennis: glaube, das ist auch wieder Erwartungsmanagement. Da sind wir wieder.

Olaf: Ferdi, wie siehst du das? Du hättest sicherlich eine etwas detailliertere Antwort oder überhaupt eine Antwort auf diese Frage gewünscht, oder?

Ferdi: Einerseits ja, andererseits muss man natürlich sagen, ganz offensichtlich ist es die oberste Prämisse von Sandro Wagner. will das machen, was der Mannschaft gut tut. Scheinbar ist es sein Gefühl, dass er dafür überhaupt keine Fragen beantworten will, weder inhaltlich noch quatschig. Und ich finde schon, du kannst auf eine taktische Frage eine gewisse Antwort als Trainer geben. Du musst da nicht komplett in die Tiefe gehen. Du kannst eine oberflächliche Antwort geben. das insoweit beantworten, hat sich Sandro Wagner dagegen entschieden. Dass es am Ende wir mit den Pressevertretern abkumpelt oder nicht. Das ist nicht der Maßstab, an dem ich ihn beurteilen will. die Pressekonferenzen ist es ein bisschen schade. Das ist tatsächlich aktuell. Ich weiß habt ihr Momo gelesen?

Olaf: Ja.

Ferdi: Da gibt es ja auch so, da ist ja so die Zeit, die Währung und die grauen Herren wollen diese Zeit haben. Ich hätte gerne meine Zeit von den Pressekonferenzen zurück. habe das Gefühl, Sandro Wagner ist so ein grauer Mann und hat mir die gestohlen, weil die kannst du dir aktuell komplett schenken. Aber wie gesagt, am Ende ist nicht das, was über Erfolg oder Misserfolg der Sandro-Wagner-Ära in Hannover 96 entscheiden wird. Ich finde es schade, aber sind mir andere Dinge am Ende wichtiger und das sind die auf dem Platz.

Olaf: Ja, ich denke auch, dass sich das noch ändern wird. Ich glaube, die Situation ist einfach aktuell die, dass Wagner sich erstmal voll und ganz darauf konzentrieren möchte, der Mannschaft zu arbeiten. Auch das Wort arbeiten fällt bei ihm ja relativ häufig. Das konnte man ja in fast jeder Pressekonferenz mittlerweile irgendwo hören. Ich denke, das wird sich auch noch ändern. Ja, gut. Auf der Pressekonferenz haben wir noch nicht so viel erfahren, aber natürlich hat die Presse trotzdem das eine oder andere zum Spiel geschrieben oder auch den einen anderen Spieler hervorgehoben. Ich erinnere mich da zum Beispiel an Berichte über Chakrunen. hat ja dann Wagnar auch tatsächlich

Dennis: Hmm.

Olaf: noch was zu Chakrunen Dennis,

Dennis: Ja.

Olaf: das hast du ja vielleicht auch mal rausgesucht. Was war

Dennis: Ja.

Olaf: denn da so das allgemeine Echo? fand es relativ wohlwollen. Man hat also auch das erkannt,

Dennis: Ja.

Olaf: was wir jetzt hier auch schon so beschrieben haben.

Dennis: Würde ich dir vollumfänglich zustimmen, lieber Olaf? Ich fange mal an mit den Matzack-Medien, also HAZ, neue Presse. Da ist ein bisschen die Rede vom Abseits-Chaos bei Hannover 96, aber bei Wagner tankt Chakrun Energie. Da haben wir wieder Energie. Ein Punkt als Erfolg, Fragezeichen. Das sind die Erkenntnisse aus dem 1 zu 1 gegen St. Pauli. Ja, ein Stück weit ist das ein Schritt nach vorne, dann analysiert. Es geht ganz viel natürlich Hussein Shakun. Und ja, also da ist dann wird dann Sandro Wagner auch zitiert mit Ja, es ist ein geiler Kicker, der ist immer steht immer auf dem Gaspedal. Ja, das ist so, würde ich auch unterschreiben. Deswegen. macht er auch diese beiden Tore, von denen zumindest eins gezählt hat, weil der einfach immer durchzieht, egal was ist. Das ist genau richtig. Dann die Hamburger Morgenpost, die hat es natürlich alles ein bisschen anders gesehen. Da ist dann die Frage, ist ein Remy in Hannover zu wenig für den FC St. Pauli? Da geht es auch viel diese Abseitstore und das Regelwerk, wo dann auch der Rapp, der Trainer von St. Pauli, auch zwischendurch meinte, ja, da ist er auch bisschen ratlos, kann er auch nicht erklären, müsste man mal den Schiedsrichter fragen. Da ging es also im Prinzip den Treffer, der dann gezählt hat, der dann vom gegnerischen Spieler kam. Ansonsten wird hier auch auf das Thema Sandro Wagner ein bisschen eingegangen, der sich bei einem Reporter entschuldigt habe. Also auch das Thema wird da nochmal aufgegriffen.

Olaf: Na ja, er hat sich bei dem Reporter von Millern tonet, da sich noch mal entschuldigt. Das fand ich aber auch gut, dass er

Dennis: Genau. Ja, aber das hat er gemacht. ich gut.

Olaf: noch mal betont hat, es sollte nicht schroff sein, es war halt einfach nur eine kurze Antwort und er war nicht verärgert von der Frage.

Dennis: Er hat sich nochmal reflektiert tatsächlich in der Situation fand ich auch sehr gut. Insgesamt ist es natürlich für die Hamburger aus deren Sicht ist es wahrscheinlich zu wenig das 1-1. Bei der Bild da ging es auch gefühlt nur am Rande so ums Spiel und schon sehr viel ums Derby die Frage wurden denn da jetzt die in einer In der Fan Kurve, die Beute aus Braunschweig wurde die da präsentiert. da war das eher schon das große Thema. Ich sag nur, ich weiß es nicht. Mal gucken, was da jetzt dann in Peine Ost am Sonntag noch kommt. Das wird ja mit Sicherheit eine Retour Kutsche geben. Egal, sprechen wir nicht so viel über die Bild. Beim Kicker ist... wird geschrieben von Konturen und Freiheiten ein Hauch Fortschritt bei Wagner Heimdebüt. Ich glaube, das ist ja auch so unser Tenor ein Stück weit. Dann haben wir die DPA, die ja dann irgendwie bei der Süddeutschen und so überall auftaucht. Mit aufrechtem Gang Wagner haucht Hannoverleben ein, wird da tituliert. Finde ich auch interessant.

Olaf: wieder ein Hauch. Immer dieses Hauchen.

Dennis: Ja, immer dieser dieser Hauch. Ein Hauch Energie ist da auch dabei. Also ja, und letztlich war ja noch der Sky Experte Felix Groß ja mit bei dem Spiel hat mit kommentiert und am Ende dann auch über das eins zu eins nochmal gesprochen, das so bisschen eingeordnet. Und der hat ja auch durchaus gesagt, dass das war jetzt nicht optimal, aber das macht schon was mit einer Mannschaft, wenn du dann eben so ein Rückstand nochmal aufholst, einen Unentschieden holst, der Situation einen Schritt in die richtige Richtung gehst. Das ist auch ein wichtiges Zeichen für das anstehende Spiel am Sonntag gegen Peine Ost. Also insofern haben schon alle, denke ich genauso wie wir, so einen positiven Schritt in die richtige Richtung festgestellt.

Olaf: Das denke ich auch. Eigentlich waren sie alle ganz angetan, auch wenn es vielleicht eher die Grundtugenden waren, die man schon ein bisschen gesehen hat. Nun wollen wir auch irgendwann mal wieder schön Fußball sehen. wir jetzt mal so ein bisschen in die Zukunft schauen... Ferdi hat schon hier noch mal wild mit den Armen gerudert. Er möchte gerne noch was sagen. Ferdi, wie sieht es denn aus? Hast du schon Ansätze davon gesehen, das, was für ein Wagner Ball wir sehen werden? Spielaufbau, Spiel mit Ball? Gut, haben relativ viel über Spiel gegen den Ball schon gesprochen, aber das sind ja so Basics. Hast du da schon ein bisschen was? gesehen oder?

Ferdi: Ja, geht's da... Sorry, Odoff, dass ich das noch unterbringen musste. Aber mir geht's im Spiel

Olaf: Nein, Problem.

Ferdi: mit dem Ball wirklich so wie den Kollegen von der Bild... oder Kollegen sind es fairerweise nicht, aber unsere Freunde im Geiste von der Bild, die es nicht unterlassen können, Sandro Wagner zu fragen, wie es sein Gefühlsleben steht. bin mir sicher, beim 84. Versuch klappt es dann auch mal, dass ihr eine Antwort bekommt. Aber genauso habe ich trotzdem das innere Bedürfnis, kurz noch über das Spiel mit Ball zu reden. weil das schon ein ein kompletter Wechsel oder Bruch zu dem war, wie wir es kennen. Das war so die Antithese zum Tietzaufbau, weil wir da ja relativ viele Spieler tief hatten, die sich bewusst kurz angeboten haben, vor allem der Sechser kam sehr viel entgegen und wir haben versucht, kurz viele Spieler zu haben und damit ein Pressing zu überspielen. was wir... gegen St. Pauli gesehen haben, ja was komplett anderes. Also wir hatten Weinkauf, dann hatten wir zwei Innenverteidiger und der Rest unserer Spieler ist ganz ganz weit nach vorne geschoben und hat sich für lange Bälle bereit gemacht.

Olaf: Also hatten die Kollegen von Millanthon auch recht. Da haben sie richtig gesehen.

Ferdi: Die hatten komplett recht, das war eine super Frage. Genau so war es. hatten wirklich, hatten selbst unsere Außenverteidiger, die mit Gita und Neubauer, zumindest in Person von Gita jetzt theoretisch auch nicht die offensivsten sind, die sind teilweise mit in die letzte Linie gerückt, dort Kopfballduelle zu führen und dann auch nach diesem ersten Duell in der Nähe des Balles zu sein. Und die Priorität, glaube ich, war da wirklich gar nicht so sehr, dass wir unbedingt den Ball behalten, sondern dass wir den Ball in die Zone bekommen, wo wir wollen, dass er ist, weil er uns da defensiv nicht wehtun kann und wir gleichzeitig in diesem dann in unser Gegenpressing kommen. Und wir haben ja auch letzte Woche gegen Magdeburg schon viel mehr lange Bälle gespielt, da waren die aber nicht gut vorbereitet. Ich fand sie diese Woche deutlich besser vorbereitet. Also wir haben einfach mehr Spieler gehabt in dieser letzten Linie, die dann in diese Duelle gekommen sind, die dann selbst wenn der Ball verloren gegangen ist, auch in diese anschließenden Duelle gekommen sind. Dadurch haben wir mehr diese Bälle in Paulis Hälfte bekommen, selbst wenn vielleicht das erste Duell verloren ging. Und wir haben die auch generell, das waren mehr auch gegenläufige Bewegungen, mit denen wir gearbeitet haben. Also lange Bälle ist jetzt nicht meine Traumphilosophie von Fußball, aber es war besser umgesetzt diese Woche, deutlich besser. Und das ist halt ein Weg, wie du dieser Mannschaft, glaube ich, gerade Sicherheit gibst, wie sie gerade nicht in diesen riskanten, flachen Aufbau muss. Und ich glaube aber schon auch oder ich hoffe schon auch, dass das einfach eine Lösung für den Moment ist. Dass das die Art und Weise ist, wie wir jetzt gerade wieder zu Ergebnissen kommen, wie wir zu stabilen Leistungen kommen und dass da auf dauernde Entwicklung einsetzt. So meine Hoffnung oder dieser Blueprint-Vergleich ist für mich Schalke im letzten Jahr unter Miran Muslice. Die haben auch am Anfang den Fokus voll auf das Spiel gegen den Ball gelegt. Die haben halt einfach extrem viel Energie und Aggressivität und Intensität auf dem Platz bekommen, waren gegen den Ball super.

Olaf: Energie. Da ist es wieder.

Ferdi: Und... Jaja, irgendwie müsst ihr einen Counter führen. Also wenn ihr ein Trinkspiel draus gemacht habt, es tut uns furchtbar leid. Habt noch einen wunderbaren Abend.

Olaf: Ihr könnt ja mal das Wort Energie mitzählen.

Ferdi: Schalke hat am Anfang im Spiel mit Ball quasi nichts gehabt. Das waren auch die simpelsten Abläufe. Und die haben sich dann über die Saison hinweg schon entwickelt. Also in der Rückrunde hat Schalke dann teilweise richtig guten Fußball gespielt, nachdem das am Anfang noch absoluter Rumpelfußball war. Und jetzt ist Miron Muslitsch sowohl was so seine emotionale Intelligenz als auch taktisches Vermögen und sowas betrifft ein herausragender Trainer. Es absolut nicht gegeben, dass wir unter Sandro Wagner dieselbe Entwicklung machen werden, dass er schon dasselbe Know-how und Vermögen als Trainer hat. Weiß ich einfach nicht. Wissen wir

Olaf: Ja gut.

Ferdi: nicht. Aber ich glaube, ich finde es schon auch frustrierend, dass unser Spiel mit Ball schon wieder so rudimentär und simpel ist. Aber ich glaube, es ist jetzt erstmal eine Lösung für den Moment, die für den Moment funktioniert. Wenn man dann diese Basics hat, dann kann man auch wieder an komplexeren Abläufen mit Ball arbeiten und dann kann da auch eine Entwicklung einsetzen. Sandro Wagner wird immer ein Trainer sein, der den Fokus auf das Spiel gegen den Ball liegt. Aber ich glaube, er wird nicht immer ein Trainer sein, der nur lang spielen will, sondern das ist halt einfach gerade das, was der Mannschaft gut tut.

Olaf: Sehr schön, Dankeschön. Ja, so weit zu Ferdi's Presse... eigenen Presseecho seiner eigenen Analyseartikel. Ja, das hätte man auch mal. Sowas würde man auch gerne mal der Presse lesen, aber denn das hast du wahrscheinlich so detailliert nicht gefunden.

Dennis: Nee, das findet man natürlich so nicht, die anderen Mitbewerber am Markt können sich halt ferdienig leisten. Der ist ja bei uns unter Vertrag auch längerfristig gebunden. Ja, also das sprechen wir jetzt nicht.

Olaf: Das ist richtig. Ja, und eine relativ hohe Ablösesumme ist da auch im Vertrag. Die kann keiner bezahlen.

Dennis: Ne, sprechen wir jetzt nicht drüber, aber es ist einfach

Olaf: Genau.

Dennis: ausgeschlossen. Insofern, wer so eine knallharte Analyse haben möchte, muss halt den Vorwärts nach weit Podcast einschalten. Es ist halt so.

Olaf: So sieht es aus. ihr Lieben, so am Ende der Sendung, an dem wir uns jetzt befinden, diesem besagten Ende, möchte ich ganz gerne euch nochmal nach eurem Spieler des Spiels fragen. Und da fange ich doch gleich mal bei Dennis an. Dennis, hast du einen Spieler des Spiels, den du küren möchtest?

Dennis: Tatsächlich nehme ich mal Vanister Eby. Man hat ihn gar nicht so viel gesehen irgendwie, aber ich finde man merkt, wenn er auf dem Platz steht. Das Spiel ist, wenn es dann über ihn läuft, viel geordneter, hat überall seine Füße dazwischen. Das ist einfach ein Passspiel par excellence. Er hat auch bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich war beim Abschlusstraining am Freitag mit meinen Kids. Da war Torschusstraining und ich stand mit meinen Kindern genau in der Lücke, kein Netz ist, wo die Bälle gegenfliegen. Und er hat wieder mit einem wunderbaren Außenrist, der schießt sowieso alles nur mit Außenrist, ist egal,

Olaf: Ja.

Dennis: und hat super getroffen den Pfosten. Der Ball ist so abgeprallt. Mein Sohn hat sich noch gebückt und ich hab das Ding voll in die Fresse bekommen. Also er hat bleibenden Eindruck hinterlassen, wann es Taibi, ganz große Liebe, geht raus.

Olaf: Ja, ist ja... Das heißt, hast also... Das ist jetzt für immer dein... Du hast jetzt quasi ein Autogramm von Taibi.

Dennis: Ja, da hab ich, man sieht es auch noch leicht hier die Abdrücke im Gesicht. Nein, alles gut, ja, bleibender Eindruck.

Olaf: Du hast eben gesagt, man sieht, wenn er auf dem Platz ist, man sieht vor allen Dingen auch, wenn er nicht spielt. Das möchte ich mittlerweile auch fast sagen. Ja Ferdi, wie sieht es denn bei dir aus? Hast du einen anderen Spieler, du spielst? Ich meine, du freust dich natürlich über Taibii, weil du ja ein großer Taibii-Fan bist, aber hast du vielleicht noch einen anderen, den du nennen möchtest?

Ferdi: Ja, also ich liebe Dennis für diese Geschichte und auch dafür, dass er Taivi trotz dieses sicher schmerzhaften Vorfalls zum Spieler des Spiels gehört. Ich bin entweder bei Husi Chakrun oder bei unseren Innenverteidigern. Ich finde Boris Trumjak hat das beste Spiel seit langem im 96-Trikot gemacht. finde Ugoné hat es bis auf das Gegentor gut gemacht. Ich finde Gita hat es auf dieser rechten ungewohnten Seite sehr gut gemacht.

Olaf: Lass mir doch noch einen übrig.

Ferdi: Gott, sorry. Ich kann mich nicht entscheiden. Ich gebe jetzt vier Kandidaten und Olaf, du küsst für uns beide, wer deine Wahl ist.

Olaf: Also meine Wahl wäre tatsächlich auch, also ich hätte zum offensichtlichen tendiert, Chakrun, aber mittlerweile, wo das Spiel noch mal so bisschen gesagt ist, bin ich tatsächlich auch bei Tomiak. Also lieber André, es tut mir leid, aber das war ein sehr gutes Spiel von Tomiak gegen St. Pauli. Also Ferdi, dann möchtest dich eindeutig festlegen oder bleibst du so bei deinem, sagen wir mal, etwas ungeordneten, fluiden Aussagen?

Ferdi: Ja, ich nehme Boris Tomiak und schick ne Grußkarte an Andrej. Hab dich gern.

Olaf: Okay, gut, dann nehmen wir beide Borus Tomiak und ja, schön. Ja, das war das Montagsspiel nach dem Heimspiel, dem ersten Punkt unter Sandro Wagner gegen den FC St. Pauli. Ja, das geht aber mit uns natürlich auch diese Woche weiter. Wir bereiten uns hart auf das Derby vor.

Ferdi: mit viel Energie.

Olaf: Mit viel Energie bereiten wir uns auf das Derby vor. So sieht es nämlich aus. Und natürlich hört ihr auch wie gewohnt von uns dann in dieser Woche die weiteren Sendungen. Mal gucken, ob wir dann gegen den umgeliebten Nachbarn auch wieder eine Steigerung und vielleicht den ersten Sieg unter Sandro Wagner sehen werden. Bis dahin. bedanke ich mich erstmal hier bei Ferdi und bei Dennis, dass sie hier heute dabei waren. Wir hoffen es hat euch auch heute wieder gefallen und in dem Sinne bleibt sauber. Wir verabschieden uns. Macht's gut. Tschüss.

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