
VUCA Blaster· Staffel 1· Folge 63
#63 Warum Schweigen nicht immer ein Mutproblem ist mit Anne Kühl
Montag, 5. Oktober 2026 · 54 min
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Shownotes
Warum sagen wir in Meetings manchmal nichts, obwohl wir eigentlich etwas beitragen könnten?
Anne Kühl macht in dieser Folge einen spannenden Unterschied auf: Schweigen ist nicht automatisch ein Mangel an Mut. Manchmal fehlt Sicherheit. Manchmal wollen wir einen Konflikt vermeiden. Und manchmal sind wir schlicht nicht bereit, die Konsequenzen eines Wortbeitrags zu tragen.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
• warum Mut eigentlich erst dort entsteht, wo auch Angst im Spiel ist – und Lust, Wille oder Motivation manchmal die stärkere Kraft sein können
• warum man uns unsere Nervosität beim Sprechen oft viel weniger ansieht, als wir selbst glauben
• weshalb häufiges Präsentieren nicht dazu führen sollte, dass uns Publikum und Situation irgendwann egal werden
• warum Führungskräfte bei schwierigen Botschaften Formulierungen finden müssen, hinter denen sie selbst stehen können
• weshalb introvertierte Menschen in Meetings häufig eher Vorlauf und Zeit zum Nachdenken brauchen als ein spontanes „Was sagst du dazu?“
• warum man vor dem ersten Satz manchmal besser erst einmal ausatmet, statt besonders tief Luft zu holen
Eine Folge über Stimme, Sicherheit und darüber, was Menschen brauchen, damit sie sich wirklich hörbar machen.
Besucht auch mal Annes Seite: annekuehl.de
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Unbenannt - 5. Oktober 2026
00:00:00 Speaker 1: Ja, Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Vokabellasters. Heute wieder mit meinem Co Host Sebastian und wir haben wieder eine spannende Gäste bei uns im Podcast und zwar Anne Kühl. Unsere Stimme ist etwas ziemlich Faszinierendes. Sie ist immer da und trotzdem trauen wir uns manchmal nicht, sie wirklich zu benutzen. Wir schweigen in Meetings, obwohl wir eigentlich etwas zu sagen hätten. Wir werden schneller, leiser oder unsicherer, wenn es wirklich wichtig wird. Und manchmal braucht es erstaunlich viel Mut, einfach nur zu sagen Das denke ich, das will ich. Oder auch das bin ich. Anne beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren genau mit dieser Verbindung zwischen Stimme, Wirkung und Persönlichkeit. Sie ist Diplomsprecherin, Journalistin, systemischer Coach, Autorin und Gründerin des Sprachkonzept Hamburg. Mehr als sechs tausend Menschen hat sie bereits dabei begleitet, ihre Stimme zu finden und ihr Raum zu geben. Und passender könnte es für unsere Serie, die wir bis Ende des Jahres haben, kaum sein, denn ihr eigener Podcast heißt Mut zur Stimme. So sprichst du mit Wumms. Deshalb wollen wir heute mit ihr darüber sprechen. Was braucht es, damit wir unsere eigene Stimme vertrauen und den Mut haben, sie auch dann zu benutzen, wenn es unangenehm wird? Ja, herzlich willkommen in dem Podcast, Anne.
00:01:16 Speaker 2: Danke, Manuel. Klingt gut soweit.
00:01:18 Speaker 1: Fehlt dir noch irgendwas bei der Vorstellung, was vielleicht so die Zuhörenden über dich wissen sollten, was dir noch wichtig ist, oder?
00:01:25 Speaker 2: Ich glaube, alles Weitere kriegen wir später.
00:01:28 Speaker 1: Alles klar. Dann würde ich die drei fragen. Die erste wäre. In welchem Moment hast du dich wertschätzt gefühlt?
00:01:38 Speaker 2: Auch gerade gestern. Da habe ich meinen kleinen Neffen besucht. Und meine Nichte und mein Neffe. Mein Neffe hat mehrfach gefragt, wann er mal wieder mich besuchen darf. Das fand ich gut. Da habe ich mich sehr wertgeschätzt gefühlt.
00:01:52 Speaker 1: Zweite Check in Frage Ein Moment, in dem mir etwas Schwieriges geglückt ist.
00:01:59 Speaker 2: Hm, ja, ich habe gerade das Expose für mein neues Buch verfasst, da war ich für fünf Tage auf Amrum in Klausur, habe mich da hinter meinem Laptop festgeschnallt, wofür diese Insel eigentlich viel zu schön ist. Aber da hat man seine Ruhe. Und dann habe ich ein richtig gutes Expose geschrieben, was jetzt an die Verlage geht.
00:02:21 Speaker 1: Oh schön, da kann man ja gespannt sein.
00:02:24 Speaker 2: Ja, genau.
00:02:26 Speaker 1: Und das Letzte Dann hast du es auch geschafft. Wann war ich zuletzt für jemanden ermutigend?
00:02:33 Speaker 2: Ja, bin ich, glaube ich, tatsächlich ziemlich oft. Also ich kriege öfters mal mit über meinen Podcast Rückmeldungen, dass Leute mir schreiben, dass denen das geholfen hat, bestimmte Tipps zu bekommen für ihre Stimme. Und natürlich im Coaching und in meinen Seminaren. Da ermutige ich ganz viele Menschen, dass sie eben ihre Stimme erheben und sagen, was ihnen wichtig ist.
00:02:57 Speaker 1: Dann haben wir die Check in Fragen geschafft. Sozusagen.
00:03:00 Speaker 2: Habe ich sie überlebt?
00:03:01 Speaker 1: Haben wir überlebt? Dann bei der jetzt die Serie bis Ende des Jahres. Die erste Frage ist immer Was ist Mut für dich? Und dann so ein bisschen ins Gespräch.
00:03:17 Speaker 2: Ja, Mut kann man eigentlich nur haben, wenn man Angst hat. Dann ist Mut so ein Gegengewicht dazu, der einem helfen kann, die Angst zu überwinden. Manchmal also ich. Ich wurde häufig als mutig bezeichnet, als ich zum Beispiel nach Hamburg gezogen bin. Also ich habe in Stuttgart studiert und bin danach ohne Job, ohne Wohnung einfach nach Hamburg gezogen, weil ich Lust auf die Stadt hatte und darauf, mich hier selbstständig zu machen, da mir viele Leute gesagt Das ist aber mutig von dir. Und ich habe diesen Mut überhaupt nicht gefühlt, weil ich einfach damals so naiv war, nach dem Studium dachte, das klappt alles schon oder es wird irgendwie laufen. War dann auch so, aber ich hatte einfach keine Angst. Natürlich war es aufregend, aber Mut war nicht das Gefühl, was ich hatte. Und da finde ich das ganz gut zu unterscheiden. Und das ist auch so ein so eine Art, wie ich im Coaching arbeite, dass ich Menschen frage Worauf hast du denn Lust? Also was willst du denn? Und wenn die ihren Willen oder ihre Freude an einem Ziel finden, dann brauchen die manchmal gar nicht so viel Mut, oder? Wenn man ein Ziel vor Augen hat, was man mit Freude oder Ehrgeiz oder sowas verfolgt, dann ist das eine Kraft, die einem auch helfen kann, Scheu zu überwinden. Über so eine Hemmschwelle zu gehen und da ist manchmal noch ein bisschen Mut dabei. Aber manchmal ist es gar nicht so, die Kraft, die man braucht, finde ich.
00:04:46 Speaker 1: Dass es dann auch eher so Zuschreibung von anderen, dass man sagt okay, du bist mutig und selber sieht man das vielleicht gar nicht so unbedingt, weil es.
00:04:55 Speaker 2: Ja für jemand anders hätte das mit viel Angst zu tun. Aber das ist ja nicht für jeden so! Hm, also ich brauche auch Mut dann und wann, wenn ich zum Beispiel. Für mich ist es auch manchmal noch eine Überwindung, vor Menschen zu sprechen, wenn mir was wirklich auf dem Herzen liegt oder wenn ich damit verletzlich bin, dann brauche ich auch noch Mut. Und für andere ist das dann wiederum kein Thema von Mut. Das ist ja super. Persönlich finde ich, wo man sich ein Herz fassen muss, weil da eine Verletzlichkeit zum Beispiel im Spiel ist.
00:05:30 Speaker 3: Das finde ich wunderbar als Ansatz an der Stelle, weil ich glaube, dass Mut tatsächlich in Bezug auf Stimme etwas ist, was ich glaube ich bei allen irgendwie am stärksten manifestiert. Also wann erhebe ich die Stimme, wann wann mache ich mich sichtbar im Raum, gerade wenn da mehr Leute sind, weil dieses es ist immer einfach zu schweigen. In den meisten Fällen halt an der Stelle sie dann aber tatsächlich seine Stimme zu nutzen, um dann quasi so eine Angst. Wobei es dann meistens nicht das Überwinden von Angst, sondern. Also Mut ist ja nicht die Abwesenheit von Angst, sondern immer der Zustand, in dem man sagt ich traue. Also der der Druck, den ich habe, an der Stelle etwas zu tun, ist größer als die Angst, die ich habe.
00:06:13 Speaker 2: Ja, genau.
00:06:15 Speaker 3: Das finde ich so wunderbar. Aber ist es da nicht tatsächlich das Schwierigste? Wirklich, Leute in der breiten Masse? Ich glaube, diese Sprechangst oder seine Stimme zu erheben, ist, glaube ich, mit eine der Ängste, die am weitesten verbreitet sind.
00:06:30 Speaker 2: Ja, ja, das glaube ich auch. Ja, und das ist oft das Bedürfnis nach Sicherheit, was dann nicht nicht erfüllt ist. Also ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich hier sprechen darf, ohne dass mir was passiert. Das ist ja ganz oft so, also es gibt viele, viele Gründe, warum es manchmal sogar besser ist, den Mund zu halten, Weil ich weiß, wenn ich das jetzt sage, dann bringe ich andere gegen mich auf. Oder wenn ich das jetzt sage, dann hat das zur Folge, dass ich dann und das und das machen muss. Nehmen wir mal an, ich sage jetzt ja, wir müssten das und das tun, es müsste das und das gemacht werden. Dann kann es zum Beispiel sein, dass jemand sagt Ja, ist prima, dann macht das doch und dann hänge ich da drin. Das ist so zum Beispiel ein Grund, weshalb ich dann lieber nichts sage. Oder weil ich eben weiß, ich ärgere andere Menschen. Und dann ist es nicht nur eine Frage von Mut, finde ich, sondern auch bin ich bereit, die Konsequenzen zu tragen. Das hat ja manchmal nichts mit Mut zu tun, sondern mit der eigenen Kraft, sich auseinanderzusetzen. Zum Beispiel Kann ich mit Konflikten überhaupt umgehen oder belastet mich das so sehr, dass ich dann wochenlang schlecht schlafe oder so? Also gibt es ja ganz viele Gründe, die einen davon abhalten zu sprechen.
00:07:47 Speaker 3: Aber tatsächlich, jetzt in Bezug darauf, auf die Praxis. Was ist ein guter Ansatz, um so anzufangen? So eine Angst zu überwinden? Es gibt so berühmte Umfragen, wo man sagt Die Angst vorm öffentlichen Reden ist bei vielen Menschen größer als die Angst vorm Tod. Tatsächlich, und das ist so ein bisschen etwas, was gerade jetzt auch in einem unternehmerischen Kontext auch für Führungskräfte auch immer noch ein großes Thema ist, diese Angst zu überwinden, das wäre also aus deiner Sicht ein guter Weg, um damit anzufangen, da besser darin zu werden.
00:08:21 Speaker 2: Es gibt verschiedene Ansätze. Also was oft hilft, ist so ein körperlicher Ansatz, mit dem Nervensystem zu arbeiten. Also wenn ich Stress habe, dann merkt es ja jeder, der so Lampenfieber Symptome kennt wie schwitzige Hände oder auch der Atem wird flach, das Herz schlägt schneller und damit sich zu zeigen, das braucht tatsächlich einen Mut. Was manchmal hilft, ist die Erkenntnis, dass man es nicht so stark sieht. Also das passiert in meinen Seminaren sehr häufig, dass Menschen denken Oh Gott, das sieht dramatisch aus, weil ich fühle mich so furchtbar gerade. Und von außen sagen die Leute Man sieht das gar nicht, dass du aufgeregt bist. Also das ist erstmal das hilft, finde ich, Mut zu haben, trotzdem zu reden. Und das Zweite ist, dass eben tatsächlich die Situation als sehr unsicher empfunden wird, weil wie gesagt eben Schutz fehlt, weil Sicherheit fehlt. Und manche Bedürfnisse eben nicht nicht richtig sicher erfüllt sind. Und dann kann man mit zum Beispiel Atemübungen vorbereitend sich Sicherheit verschaffen. Und da gibt es ganz viele verschiedene Coachingansätze. Ich habe hier in meinem Podcast mal mit dem Harry Siegmund gesprochen, der die Wingwave Methode mitentwickelt hat. Hast du vielleicht gehört? Sebastian Und der hat das ganz toll erklärt, wie man mit körperlichen Ansätzen sich selber Kraft geben kann. Auch zum Beispiel wenn man am nächsten Tag einen Auftritt hat. Wenn man weiß, man muss eine Präsentation halten oder ein Jobinterview hat oder so und dann kam man nicht gut schlafen oder so und dann kann man im Vorfeld eben durch Atemübungen oder durch Ansätze wie wie Wingwave oder Klopfen das Nervensystem beruhigen. Und das finde ich total schöne Tools, um jetzt nicht nur bei Redeangst, sondern überhaupt bei allen möglichen Formen von Aufregung das Nervensystem zu beruhigen und zu stärken.
00:10:16 Speaker 1: Und vielleicht noch ein bisschen mehr zu sagen. Also das hat mich jetzt ein bisschen neugierig gemacht.
00:10:20 Speaker 2: Ja, ja.
00:10:21 Speaker 1: Cool.
00:10:22 Speaker 2: Ja, also kommt aus der Traumatherapie, da gibt es das EmDR. Das ist eine Möglichkeit, so, so steckengebliebene, unverarbeitete Erlebnisse nachzu verarbeiten. Das geht über Augenbewegungen. Man als Coach würde ich dann bei dir, Manuel, zum Beispiel, meine Hand vor deinen Augen hin und her bewegen. Du schaust auf meine Finger, dadurch bewegen sich deine Augen. Da passiert das Gleiche, wie wenn man schläft und träumt. Da gibt es diese Rem Phasen, in denen man eben Erlebnisse des Tages verarbeitet. Das Nervensystem verarbeitet die durch, also parallel mit den Augenbewegungen. Das kann man im wachen Zustand machen, wenn man dann an zum Beispiel. Nehmen wir an, ein schwieriges Erlebnis aus der Schule denkt, was man noch nicht verarbeitet hat, dann kann man das eben nach verarbeiten und es macht einem in Zukunft keinen Stress mehr. Das ist ja so ein Grund, warum Menschen auch starkes Lampenfieber haben. Manchmal, weil die in irgendeiner Situation in ihrem Leben schwierige, schwierige Erlebnisse hatten wie Ich wurde vor der Klasse ausgelacht, mein Lehrer hat mich bloßgestellt, ich hatte irgendwie im Schultheater eine Aufführung und habe da keinen Ton rausgekriegt. Und es war ganz peinlich. Und diese Erlebnisse, die stecken im Nervensystem drin und waren damals zu schwierig, um verarbeitet zu werden. Also die liegen wie so ein Informationsblock noch im Körper und man kann die nachverarbeiten und damit nimmt man denen den, ähm, ja, den Stress. Also das Erlebnis ist natürlich immer noch erinnerbar, aber es ist nicht mehr so geladen. Und die Wirkung auf die heutige Zeit, die kann man damit abschwächen, so dass man sagt ja, war nicht toll, aber heute kann ich trotzdem reden. Das ist manchmal total gut damit, Coaching nochmal dran zu gehen. Wingwave ist eben eine Möglichkeit, aber es gibt noch viele andere.
00:12:16 Speaker 1: Das dann auch für dieses Du hast ja gesagt, die Sicherheit nach oder die Bedürfnis nach Sicherheit. Ähm.
00:12:21 Speaker 2: Genau.
00:12:22 Speaker 1: Was würde das dann schon reichen, dass man sagt okay, eine Atemtechnik oder eine andere Technik nutze ich. Bei der letzten Folge hatten wir so ein bisschen auch dieses Why also war eine Schauspielerin, die meinte, sie hatte ist da mehrere Tode vor, vor so einem Auftritt gestorben und sie hat dann einfach gesagt okay, sie hat sich immer wieder reflektiert, wofür sie das eigentlich macht und das hat sie so auch so über Überwindung hat er trotzdem gemacht, auch wenn sie da weiß ich was fast umgekippt ist, gefühlt. Ähm, gibt es da vielleicht noch irgendwelche anderen Tools? Oder ist es dieses, dieses Warum? Was du ja auch am Anfang ein bisschen gesagt hattest?
00:12:58 Speaker 2: Genau. Also das meinte ich am Anfang. Wenn du zum Beispiel eine starke Motivation hast, dann hilft das über manche Hemmungen hinweg. Aber es gibt auch noch den die systemische Komponente. Was macht denn eigentlich dein Team? Also wir reden über psychologische Sicherheit. Fühle ich mich in diesem Raum, wo ich rede, überhaupt geschützt und sicher? Oder weiß ich da ist der nächste hier mein, mein, meine Chefin oder irgendjemand anders verdreht die Augen, wenn ich was sage oder so, also das ist das Gegenteil von Schutz und Sicherheit. Wenn ich aber weiß, hier darf jeder sein, wie er ist, hier darf jeder sagen, was er denkt. Der Raum ist sicher, man ist mir wohlgesonnen. Dann komme ich natürlich viel eher zu Wort. Und dafür kann die Umgebung was tun. Also das ist auch eine Frage. Eben von einem Team. Schafft ein Team, ist eine Atmosphäre herzustellen, wo jeder seine Stimme erheben kann. Werden auch mal Menschen, die eher introvertiert sind, zum Beispiel angesprochen und gefragt. Das ist ja auch eine Form von Wertschätzung. Nachzuhören Was denkst du denn darüber? Und so kann. Über die Zeit können Menschen immer wieder die Erfahrung von Sicherheit machen und auch lernen, bewusster zu sprechen Und in dem Moment, wo man was sagen will, sich dafür zu entscheiden, was zu sagen.
00:14:24 Speaker 3: Das ist von dem, was du gerade erzählst, ja so ein bisschen der äußere Faktor, den du hast, in so einer Situation um dich herum. Ganz oft, gerade so beim Thema Reden oder Präsentieren, wird einem ja immer erzählt. Ja, das ist alles so eine Geschichte mit Erfahrung. Umso öfter du das machst, umso einfacher wird das an der Stelle. Wobei das ja tatsächlich oft, ganz oft in vielen Köpfen dann eher in so einer Richtung Abstumpfung geht. Was ich aber glaube an der Stelle und da würde ich deine Meinung gerne so ein bisschen und wie man das so ein bisschen vielleicht institutionalisieren kann, an der Stelle noch mal mit Abfragen ist. Ich glaube, dass das gar nicht dadurch passiert, dass du das oft machst in dem Sinne, dass dir das egal wird oder du dich daran gewöhnst an diese Situation, sondern dass man lernt quasi Methoden oder Techniken, wie man sich auf sowas vorbereitet, wie man in so einer Situation ruhiger wird, dass man die dann einlernt. Und ich glaube, dass viele Leute sich das nicht bewusst machen. So im Nachgang. Ich habe etwas gemacht und was war wirklich gut, weil viele reflektieren immer in Präsentationen oder wenn sie Redeauftritte hatten, immer dieses Ach, ich habe total geschwitzt, ich war total nervös. Da habe ich mich verhaspelt usw, Aber es passiert ganz, ganz selten diese Reflexion. Das hat er wirklich sehr, sehr gut geklappt. Und was sollte ich davon eigentlich viel mehr. Beim nächsten Mal so ein bisschen nach vorne bringen. An der Stelle Gibt es da aus deiner Sicht irgendwie einen guten Ansatz für.
00:15:50 Speaker 2: Ja, finde ich ein super Punkt. Sebastian Also ich finde es sehr hilfreich zu reflektieren, was man gemacht hat und rate auch immer dazu, erstens sich Feedback zu holen, also wenn man auf dem Weg ist, dass man sicherer werden will beim öffentlichen Reden, in Präsentationen zum Beispiel. Denn es ist total gut, wenn man eine wohlmeinende Person im Publikum hat und davor diese Person anspricht. Du kannst mal darauf achten, wie viel esse ich heute sage. Ich arbeite gerade daran, weniger zu sagen Sag mir mal, ob das besser geworden ist. Dann hat man eine Reflexionsebene und weiß schon, man kommt weiter. Das macht natürlich sicherer. Jetzt hast du gerade gesagt manchen. Manche stumpfen dann irgendwie ab. Auf der einen Seite ist das natürlich richtig, also man lernt einfach, dass es nicht gefährlich ist. Es ist wie wenn du dein Kind in der Kita eingewöhnst und nach zwei Wochen hat es gecheckt. Okay, da ist es sicher. Ich kann auch ohne Mama und Papa. Und wenn man nicht gewöhnt ist, öffentlich zu sprechen, dann braucht man ein paar Mal, bis man merkt Jo, läuft, kann ich einigermaßen. Und es sollte aber niemals egal sein. Das ist nicht. Das ist nicht der Punkt. Also es ist gut, wenn man sich sicher fühlt. Aber man braucht immer ein Interesse an der Situation, an den Menschen, an dem Thema. Sonst wird es ja langweilig. Also man muss ja lebendig sprechen. Dazu muss man mit seinen Gefühlen verbunden sein. Und wenn man einfach nur sich abschneidet von der Situation und abkapselt, dann wird man nie die Leute erreichen, ne. Dann wird man auch arrogant wirken, weil es wirkt, als ob man kein Interesse hätte an den Menschen. Und man möchte ja als Zuhörerin eine Verbindung zu der Rednerin haben und deshalb braucht es noch eine Verbindung zum Gefühl. Also es wäre falsch, wenn es einem ganz egal wäre, da oben zu stehen. Aber man sollte sich sicher fühlen und auch und das ist das zweite auf der handwerklichen Ebene. Jetzt habe ich eben von Es gesprochen. Aber natürlich ist dieser ganze Aspekt Körpersprache. Was mache ich mit meinen Händen, wie viel bewege ich mich? Was ist eine gute Art, Blickkontakt zu machen und wie gehe ich mit meiner Stimme um? Wie betone ich, wie schnell oder langsam spreche ich und was ist eine gute Struktur? Womit fange ich an? Wie begrüße ich die Leute? Was ist ein gutes Ende? Wie gehe ich mit den Folien um? Also ihr hört schon, da ist super viel, was man richtig machen kann. Und das, finde ich, ist auch eine Aufgabe von Menschen wie mir. Also Rhetoriktraining, Präsentationstraining, dass man Menschen hilft, genau diese handwerklichen Sachen zu lernen. Und das geht Schritt für Schritt. Und hier kann man sich über Ja, wenn man sagt, ich präsentiere So, jetzt mal das nächste Jahr, vielleicht acht neun zehn Mal. Bei jeder Präsentation eine Sache vornehmen, die man handwerklich richtig machen möchte. Also das wäre so ein so ein Weg, auch sich Sicherheit zu geben über die Zeit. Immer nur auf eine Sache konzentrieren, weil man muss ja auch noch auf den Inhalt achten und auf das Publikum. Aber jetzt kann ich zum Beispiel sagen Ja, morgen präsentiere ich. Da nehme ich mir mal vor, auf meine Hand Gestik zu achten. Was ich da mitmache, habe ich mir im Idealfall vorher schon mal vor dem Spiegel zurechtgelegt, was gut aussieht oder schon mal einen Tipp bekommen im Rhetoriktraining. Und dann achte ich mal diesmal auf die Hände. Und nächste Mal achte ich mal auf meine Atmung, dass die gut ruhig ist und ich nicht in so eine Schnappatmung komme. Und so kann man sich über die Zeit sein ganzes Handwerk aufbauen und eben Sicherheit erlangen und dann weniger nervös werden.
00:19:36 Speaker 1: Ja, genau das hatten wir auch in der letzten Folge. So ein bisschen. Also die Show. Genau. Claudia Jahn. Sie meinte auch so ein bisschen dieses für sie kommt aber erst. Ich glaube, das hatten wir jetzt ja auch so ein bisschen. Dieses Wer bist du erst? Und sie meinte, wenn du weißt, auch was willst du rüberbringen? Welche Persönlichkeit bist du? Was möchtest du bewirken bei den anderen, dass du dann schon relativ viel richtig machst? Und dann kommt natürlich das Tüpfelchen vielleicht dieser Rhetorik. Ähm, also erstmal, das ging auch so ein bisschen um Authentizität, dass man auch merkt, wenn Leute das antrainiert haben, aber vielleicht gar nicht das fühlen oder weiß nicht was. Würdest du das auch so sehen, oder?
00:20:17 Speaker 2: Ja, also das finde ich ein total wertvollen Gedanken. Ich weiß gar nicht, ob man das jetzt denken muss, dass erst das eine, dann das andere kommt. Natürlich braucht man einen Grund zu reden. Gutes Thema. Und man muss die. Die Menschen auch. Das Thema muss auch zu den Menschen passen. Und hier brauche ich natürlich auch ein bisschen rhetorisches Wissen, also was viele falsch machen, ist, dass sie am Anfang viel von sich reden, wenn sie jetzt eine Präsentation oder Rede anfangen. Ich war jetzt gerade letztens auf einer Tagung und die Frau, die die Tagung eröffnet hat, hat mit so einem typischen Satz angefangen. Ja, ich habe mir überlegt, was ich Ihnen heute sagen möchte. Und dann ist mir das eingefallen, so dass viele erstmal am Anfang reden, was sie sich gedacht haben und was sie möchten und was sie den Menschen näher bringen möchten. Und das ist so ein Ja. Wenn die Leute nett sind und sympathisch, dann erreichen die trotzdem vielleicht das Publikum. Aber ich würde immer raten, vom Interesse der Zuhörer auszugehen. Also Sie sind heute hier, weil Sie das und das möchten und ihr werdet heute lernen. Und eure Erfahrung ist damit vielleicht die und die. Und jetzt fragt ihr euch vielleicht also die Zuhörer anzusprechen, damit das Thema überhaupt relevant klingt für die. Also mein Wille ist gut und schön, wenn ich das habe. Aber natürlich muss es auch die Zuhörer da abholen bei ihrem Interesse. Und da brauchen wir die Rhetorik. Also eben mit einem Ziel Worte zu platzieren und nicht nur, weil ich die aus mir raus sprechen möchte. Die anderen sind ja da, haben Erwartungen und die muss ich als Rednerin auch erfüllen.
00:21:58 Speaker 3: Was mich jetzt in dem Zusammenhang auch so ein bisschen interessieren würde, auch in Bezug auf Erwartungen. Also was ist denn so ein bisschen auch aus deinem Hintergrund heraus? Du bist ja Sprachdiplom, Spracherzieherin, was ja immer so ein bisschen das klingt ja immer strenger als es ist. Auch wenn ich mir dein Profil angucke, hat das ja viel, viel mehr mit Coaching als Erziehung zu tun. Also an der Stelle. Aber was ist in deiner Definition oder in der Definition, die man jetzt so allgemein hält, eigentlich gutes Sprechen?
00:22:27 Speaker 2: Ja, also ich bin Sprecherzieherin und ich finde auch das klingt mit dieser Erzieherin so, als ob ich mit Kindern arbeite. Das mache ich gar nicht. Das ist halt irgendwie ein hundert Jahre alte alter Begriff. Der heißt halt so. Aber klar bin ich Coach. Und gutes Sprechen ist ganz häufig aus der Sicht der Zuhörenden gedacht. Was finden die denn gut? Also damit die Kommunikation funktioniert, braucht es mindestens zwei Gegebenheiten, die erfüllt sein müssen. Ich als Sprechende muss mit meinem Inhalt, mit mir selber verbunden sein und mit dem Zuhörer verbunden sein. Und die Zuhörenden müssen eben auch mit mir und dem Inhalt verbunden sein. Und das kann ich in gewisser Weise machen als Sprechende gibt Grenzen. Also nehmen wir uns. Stellen wir uns einen Vortrag vor, wo die Zuhörenden hingeschickt wurden. Keiner hat Lust, alle sind müde. Und jetzt musst du als Redner irgendwie die erreichen. Und es kann sein, dass das einfach nicht klappt, weil die Situation nicht gegeben ist. Aber man hat natürlich ganz viele Möglichkeiten. Und da sind wir eben wieder auf der rhetorischen Ebene. Sprechen ist dann gut, wenn es wirksam ist und wenn das ankommt, was ich sagen will und die Zuhörer das hören können und verstehen können, was sie verstehen wollen. Dazu muss ich manchmal als Sprechende eine Zielgruppenanalyse machen. Also wie ihr im Marketing jetzt zum Beispiel auch. Da muss ich mich fragen, was wollen die überhaupt wissen? In welcher Situation sind die? Welche Befürchtungen oder Vorbehalte haben die vielleicht in Bezug auf mein Thema? Wie kann ich die argumentativ auffangen? Und ja, wie viel Zeit haben die? Welche Fragen haben die vielleicht? Das kann man sich ja im Vorfeld alles überlegen und dann wird es eine gute Präsentation oder ein guter Wortbeitrag, wenn ich die da abholen kann. Und da kann natürlich ganz viel auch nicht gut sein. Also es kann sein, dass ich perfekten, perfekten Vortrag halte, aber ich nuschelt ein bisschen. Ist das vielleicht nicht so schlimm? Das verzeihen die mir, weil ich die trotzdem erreiche. Weil ich genau den Punkt treffe, den die wissen wollen. Oder ich. Meine Stimme ist halt ein bisschen zu hoch oder so, das ist dann nicht so schlimm, wenn der Inhalt total gut passt. Ich höre aber natürlich trotzdem sagen als Sprecherzieherin, dass es auf die Dauer sehr hilfreich ist, auch seine Stimme in im Einklang mit sich selber zu benutzen. Also die richtige Stimmlage zu finden, gesund zu atmen, deutlich zu sprechen, eine gute Lautstärke zu haben, das tut einfach ganz viel für einen. Für die Präsenz und den Zuhörerkontakt würde ich immer dran arbeiten. Das ist ja eine Sache, Das ist nie zu spät. Aber wenn man merkt, man ist nicht so richtig glücklich mit seiner Stimme oder mit seiner Sprechweise, das lohnt sich total, da ein bisschen zu investieren. Macht auch Spaß.
00:25:33 Speaker 1: Und kann man dann also was? Wir hatten ja auch Maja Storch, die so ein bisschen Embodiment, dass man halt sagt, wenn man sich gerade hinsetzt und ähnlich, dann erstmal der, also die Rückkopplung auch ans Gehirn ist. Okay, du bist selbstbewusst, ja, eigentlich auch so mit der Stimme, also kann man da die Stimme hat Auswirkungen. Also man ist vielleicht nicht mutig, spricht aber mutig. Das hat dann vielleicht wieder Auswirkungen auf auf das eigene. Oder ist das ja voll?
00:25:59 Speaker 2: Ja, finde ich super. Manuel Also wenn ich, nehmen wir mal an, ich bin nicht gut drauf heute und ich habe nichts gemacht für meine Stimme. Ich habe mich nicht warm gemacht. Die kommt halt einfach jetzt, so weiß ich noch nicht geredet und schon muss ich in einem Meeting irgendwie was sagen. Und dann merke ich erstmal muss ich mich räuspern. Dann merke ich, Irgendwie knarzt die Stimme heute, Das macht ja was mit mir. Das hilft jetzt nicht gerade, dass ich noch länger noch lauter rede, sondern merke ich, jetzt klinge ich auch noch blöd, dann halte ich lieber die Klappe. Wenn ich aber merke, ich fühle mich nicht gut, aber trotzdem ist die Stimme Bombe. Dann hat das eine Rückkopplung und ich merke, es läuft. Ich klinge gut. Ich kann noch mehr sagen. Das hilft total. Also mit der Haltung bei Maja Storch bin ich total dabei. Das ist eine Sache, die ist ja für die Stimme auch total gut. Wenn ich mich gerade hinstelle oder hinsetze, dann ist mein Brustkorb als Resonanzraum und steht da zur Verfügung. Und meine Stimme klingt voller und hat mehr Kraft, weil ich auch anders atme. Das ist schon mal ein guter Anfang. Plus die Hände zu bewegen, das ist auch so ein wichtiger Hebel. Wenn ich mich bewege beim Sprechen, dann klinge ich auch bewegter. Meine Stimme ist nicht so monoton. Und wenn ich meine Hände einsetze, zum Beispiel wie ich jetzt. Wenn ihr das sehen könnt im Video, wenn ich beim bei einer Betonung so einen Schlag mit der Hand nach unten mache, dann kriegt die Stimme Schwung und dann klingt es immer spannender, als wenn ich mich gar nicht bewege und die Stimme eben auch nicht bewegt ist.
00:27:34 Speaker 1: Ob man das auch nutzen? Gerade weil wir es gesagt haben. Man hat vielleicht Angst. Man fühlt sich nicht wohl, dass man da irgendwie auch irgendwie so eine Gestik oder ist es die Atmung, dass man dann sagt okay, ich atme jetzt kurz und dann klingt die Stimme vielleicht auch wieder selbstbewusster und schöner oder gibt es vielleicht auch. Was kann man denn da noch so machen? Ist es vielleicht auch irgendwie so eine Handgeste, dass man es einfach macht, auch wenn man es gar nicht fühlt, weil das auch so eine Rückkopplung auf die Stimme hat?
00:28:04 Speaker 2: Mhm, also atmen ist immer eine gute Idee. Die Frage ist wie. Erstmal Ich würde nichts machen, was ich nicht fühle, weil das wirkt meistens dann nicht kongruent. Kongruenz ist ein ganz wichtiger Faktor. Sonst irritiert es, wenn ich merke, die Person macht das eine, fühlt aber was anderes. Dann gibt es eine Irritation beim Zuhören. Deshalb ist es immer gut, wenn ich mit meinem Thema auch emotional verbunden bin. Ich komme gleich wieder zum Atmen. Aber erstmal zu der Frage. Wenn ich, wenn ich zum Beispiel sage und das ist total wichtig, dass wir das beachten, jetzt habe ich dreimal so ein Schlag mit der Hand gemacht, weil ich das wirklich richtig wichtig finde. Ich stehe dazu und ich habe ein Gefühl dazu. Und beim Sprechen sollte ich das dann auch fühlen. Wenn ich mir das vorgelegt, also vorbereitet habe, dass ich genau diesen Satz sage und ich bin endlich dran, ich habe mein Gefühl schon vergessen, dann sage ich vielleicht und das ist ganz wichtig, dass wir das beachten. Jetzt fehlt mein Gefühl und dann mache ich auch keine Gestik. Also es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, in dem Moment, wo ich spreche, mit meinem Gefühl, mich zu verbinden. Und da bin ich wieder bei der Claudia, die die Schauspielerin, die ihr hier im Podcast hattest. Was ist denn das? Also ich will das wirklich, Weil das ist so wichtig. Und wenn ich das fühle, in dem Moment, wo ich spreche, dann ist erstens die Angst nicht so wichtig, wenn ich die habe und zweitens ist mein Gefühl mit dabei. Also diese emotionale Angebundenheit, das macht ganz viel mit der Stimme und mit der Präsenz. Jetzt sehe ich Sebastian, du hast was zu fragen. Soll ich jetzt trotzdem noch zur Atmung was sagen? Oder lieber später noch? Gut. Also, wie atme ich denn richtig? Du hast es gerade vorgemacht, Manuel, Dass ich vielleicht noch mal kurz Luft holen und dann klingt die Stimme stärker. Jetzt kann ich auf zwei Wegen Luft holen. Einmal kann ich so tief nach oben in den Brustkorb einatmen und das ist nicht so gut, weil ich dann zu viel Druck in meiner Lunge habe. Also wenn ich mit dem Brustkorb einatme, also die Rippen nach oben hebe, die Schultern vielleicht leicht nach oben gehen, wie beim Seufzen, Das ist nicht die richtige Atmung für die Stimme. Die richtige Atmung wäre die Atmung mit dem Zwerchfell und der Bauchdecke. Die passiert eine Etage tiefer und die hört man nicht. Also ich kann jetzt. Ich mache das einmal vor. Also einmal kann ich sagen. So. Herzlich willkommen zu meinem Vortrag. Und da ist die Stimme eher ein bisschen unter Druck und ein bisschen gepresst. Vielleicht höher. Und ich habe das Gefühl, nicht genug Luft zu haben, obwohl ich eigentlich zu viel habe. Die zweite Möglichkeit zu atmen wäre Herzlich willkommen zu meinem Vortrag. Hier ist mein Zwerchfell und da meine Bauchdecke. Also das ist jetzt die die Sprechatmung, die die Stimme voll macht und ein bisschen tiefer. Und wo ich meine Atmung viel, viel besser steuern kann. Das braucht ein bisschen Zeit, das rauszufinden, wie die richtige Sprechatmung ist. Aber ich kann so viel verraten Sie findet eher im Bauch statt als in den Schultern. Und das ist auch wichtig, dass man sich Zeit nimmt, zwischen den Sätzen die Luft wieder rein zu lassen. Ich sage jetzt bewusst nicht Luft holen, weil das klingt so aktiv, dass Luft reinlassen passiert eher passiv. Das macht die Muskulatur für innen, die muss man einfach nur loslassen, die Bauchdecke loslassen und dann fließt die Luft eben durch den Mund, durch den offenen Mund. Man atmet durch den Mund beim Sprechen, fließt durch den Mund und die Luftröhre in die Lunge rein. Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich.
00:31:59 Speaker 3: Absolut wunderbar und sehr gut nachvollziehbar. Jetzt waren wir aber auch gerade bei einem Punkt, den finde ich super interessant, gerade in Bezug, wenn man sich so vorbereitet auf einen Vortrag oder auf eine Rede oder so, da wird ja sehr, sehr viel immer auf das Inhaltliche bezogen, also in der Vorbereitung, dass man sich sehr stark um das Inhaltliche kümmert. Was ich immer sehe, ist tatsächlich und das ist ein wunderbarer Punkt, den du gerade auch in dem Punkt davor erwähnt hat. Es ist dieses Es geht ja nicht nur darum, was sage ich, sondern wie sage ich das? Das ist tatsächlich. Da würde mich mal interessieren, was aus deiner Sicht ein guter guter wirklich? Weil ich glaube, das ist ein Punkt, der unsere Hörer ganz stark interessiert, auch einfach aus dem beruflichen Kontext. Wie bereite ich mich denn gut darauf vor, wie ich etwas sage? Weil natürlich das in der Wahrnehmung eines Publikums dann ja auch immer ganz stark entscheidet. Wie gut kommt so eine Information an, Wie gut wurde das empfunden von dem? Weil viele Leute ja gar nicht so sehr auf das Inhaltliche fixiert sind, sondern eher auf die Gestik, die da passiert auf der Bühne, das wie gesprochen wird usw. Und ich glaube, das wäre noch mal ein schöner, wertvoller Tipp, gerade für unsere Zuhörer. Wie bereite ich sowas gut vor?
00:33:12 Speaker 2: Ja, ja, das wichtigste ist die praktische Übung. Also eine Technik ist das halblaute Vortragen. Also man macht das für sich, wenn man seine Stichwortkarten gemacht hat. Vielleicht seine Folien fertig hat. Dann ist es wichtig, dass man sich hinstellt und es spricht. Und dann merkt man, was noch nicht passt. Dann merkt man vielleicht Ah ja, eben beim Denken, da war das total logisch. Aber wenn ich es spreche, dann stimmt der rote Faden auf einmal nicht mehr. Das muss ja nach vorne. Und der andere Teil, den kann ich eigentlich weglassen. Und dann stellt man das noch mal um. Vielleicht. Und man merkt auch, dass die Schriftsprache eine andere als die mündliche Sprache ist. Also wenn ich einen Vortrag schreibe, dann habe ich da Sätze drin, die sich wunderbar lesen, aber echt übel sprechen lassen. Und das muss man erstmal merken. Das ist auch wichtig bei Folien, also Folien, wenn man sich lang hangelt an Folien beim Sprechen, das ist ja okay. Aber man muss wissen, wie die Sprache auf den Folien sein muss, damit ich die gut sprechen kann und die Zuhörer, die natürlich gut lesen. Im Zweifelsfall ist es besser, wenn die Folien nun mal muss ja manchmal voll sein. Wenn ihr in der Beratung seid oder einfach volle Folien habt, dann sind das keine guten Stichwortzettel. Dann machst du dir halt ein paar Karten. Da steht dann eben weniger drauf und fett gedruckt und schön mit Zeilenabstand und großer Schriftgröße, damit ich sofort mit meinem Auge weiß, wo ich jetzt hin muss. Nee, also das sind mehrere Sachen drin. Erstens das halblaute Üben. Dann gutes Stichwort Konzept. Und dann auch gerne noch mal vorm Spiegel oder dich selber filmen. Geht ja heute alles easy mit mit Handykamera. Guck mal, ob das gut aussieht und ob es gut klingt. Und da sagen Leute häufig Ja, dazu habe ich keine Zeit. Dann bitte, plan dir die ein und mach halt ein bisschen weniger an den Folien, weil häufig beißt. Also ich bin so ein Mensch, der sich dann gerne festbeißt, dass alles perfekt ist. Und ich sitze dann irgendwie ewig noch mal an dieser Folie und schiebe da noch eine Sache nach links und das andere noch mal nach rechts Und das ist nicht so wichtig, wie das ich es halt einmal durchgesprochen habe oder zweimal. Also dieser Prozess wird häufig aus Zeitgründen unterschlagen oder weil man sich auch irgendwie komisch vorkommt. Hier zu Hause alleine so halblaut zu reden. Meine Mitbewohner fragen sich dann, was ich mache oder so? Ja, das ist einfach super wichtig. Halblaut vortragen, gerne mal vor dem Spiegel üben oder filmen und checken, ob es wirklich so funktioniert, wie man sich das gedacht hat.
00:35:49 Speaker 1: Ich hätte da eine Frage, weil ich in letzter Zeit oft auch mit KI übe. Also nutzt das mittlerweile eigentlich ganz gerne. Man kann ja auch mit dir reden. Manchmal ein bisschen beängstigend, wie real die KI mittlerweile klingt. Also auch er macht oder lacht oder weiß nicht was. Würdest du das auch sagen? Also ich versuche dann zum Beispiel, wenn ich irgendeinen Vortrag oder ähnliches, dann spreche ich es sozusagen ein und sie gibt mir dann oder er oder es oder was auch immer. Es ist Feedback wie deine Erfahrung damit?
00:36:21 Speaker 2: Ja, das ist super. Die kann dir auch sagen. Also ein wichtiges Stilmittel ist zum Beispiel die Stimm Senkung am Satzende, was ich gerade mache. Senken heißt nicht leiser werden, sondern die Melodie nach unten führen. Und das hört die KI zum Beispiel auch. Du kannst dir sagen achte darauf, dass sich die Stimme am Satzende senke. Also für die Stimme ist es gut. Du kannst halt die Optik dann nicht so gut üben. Da kriegst du halt kein Feedback. Also das selber zu machen hat halt auch Vorteile, weil dann sehe ich mich, kann mich da noch mal kontrollieren und kann auch meine Körpersprache üben.
00:36:57 Speaker 1: Ich hätte noch eine Frage. Du hattest ja eben gesagt, so ein bisschen mit der man muss das auch fühlen, was man sagt. Aber ich sehe zumindest immer bei Führungskräften, manchmal müssen die ja auch mal was sagen, was sie vielleicht selber nicht fühlen. Wie kommt man trotzdem bei den Mitarbeitenden an, auch wenn man gar nicht sagt okay, eigentlich will ich das jetzt nicht sagen, aber ich muss es in Anführungszeichen. Wie? Wie geht man damit um?
00:37:20 Speaker 2: Ja, das ist ein Dilemma. Das ist ganz schwierig. Also etwas sagen, was ich nicht wirklich fühle oder meine. Meine beste, also wichtigste Technik ist, Formulierungen zu finden, hinter denen man stehen kann. Also das ist wirklich Arbeit. Also, wie kann ich es denn so sagen, dass ich mich nicht selbst hasse in dem Moment, sondern welche Formulierung kann ich finden, hinter der ich stehen kann? Und vielleicht hilft es auch erstmal innere Arbeit zu machen. Wie? Was ist denn jetzt der Vorteil daran? Und warum ist das wichtig, dass sich das Unternehmen so entscheidet und dass wir diesen Weg gehen? Ich weiß, dass es schwer ist, dass man mich nicht dafür lieben wird, das jetzt hier zu verkünden. Nehmen wir mal an, wenn Einsparungen nötig sind, wenn ich eine schlechte Nachricht verkünden muss oder so, und ich hasse es, das zu sagen, dann muss ich für mich Formulierungen finden, die ja die mir erlauben, dass ich es mit offenem Mund ausspreche. Also, vielleicht ist es eine. Ich weiß, das ist für euch jetzt nicht die Nachricht, die ihr erhofft habt. Und es tut mir auch leid. Und auf der anderen Seite ist es der Weg, der für alle jetzt der Beste ist. Und es wird besser. Und so, Also dann habe ich vielleicht diese innere Zerrissenheit integer ausgedrückt. Das ist eine Möglichkeit. Es gibt viele andere. Das ist aber wirklich Arbeit, das dann zu finden. Aber es wird niemandem helfen, Wenn ich dann auf einmal eine ganz kleine Stimme kriege und nuschel dann kommt auf der Beziehungsebene noch eine Störung dazu. Wenn mich dann auch noch niemand versteht oder dann merkt Oh man, der der Mensch, der steht ja überhaupt nicht dazu, dann. Dann gibt es auch noch den, kann man auf einmal die Person dann noch weniger respektieren, weil sie sich dann auch noch verkrümelt von der Präsenz.
00:39:10 Speaker 1: Ich glaube, das sehen Menschen auch relativ schnell. Also dieses was du gerade sagst, diese Beziehungsebene kann ja auch ganz viele, die sagen irgendwas und dann lächeln die, obwohl es das Thema gar nicht zulässt und denkst so wirst du eben auch diese Kongruenz, dass das irgendwie nicht zusammenpasst. Und das merkt man relativ als Mensch wahrscheinlich relativ schnell auf so einer Ebene.
00:39:34 Speaker 2: Ja, genau deshalb ist diese innere Klarheit so wichtig, dass ich wirklich zu dem stehen kann, was ich sage.
00:39:40 Speaker 1: Hm, was jetzt noch eine Frage für mich wäre, ist auch dieser dieser Unterschied dann zu live jetzt. Mittlerweile ist ja sehr viel remote, was ich auch schon mal gesehen habe, was auch so Leute teilweise auch stresst, wenn man. Man weiß ja gar nicht. Die Person guckt links rechts, man interpretiert da rein sie. Sie ist gar nicht aufmerksam, aber sie guckt vielleicht nur parallel. Irgendwas anderes. Ähm, was ändert sich dadurch? Durch durch diesen diesen Remote Setup?
00:40:10 Speaker 2: Ja, manche lieben es, manche hassen es, aber es ist für die Kommunikation immer noch mal mehr Distanz. Ein Tipp, den ich häufig gebe, ist, möglichst viele Momente herzustellen, wo man sich auf dem ganzen Bildschirm zeigt. Also nehmen wir mal an, ihr präsentiert mit Folien. Dann guckt, dass ihr immer wieder, vor allen Dingen auch am Anfang, die Folien ausmacht und euch komplett zeigt. Dann seid ihr präsenter. Wenn ihr die ganze Zeit die Folie im Zentrum habt und ihr selber nur so mini auf einer kleinen Kachel zu sehen seid. Dann ist der Kontakt natürlich nicht so gut und alle gucken auf die Folie. Das kann man im Raum natürlich machen. Das stört jetzt weniger, wenn die ganze Zeit die Folie da ist. Aber online nimmt es so viel Raum ein und die Person verschwindet. Also das ist eine Sache, die man machen kann. Und dann ist wichtig, dass man bewusst immer wieder Kontakt herstellt. Also es gibt so eine, so eine Faustregel Wenn man online Trainings gibt, dann sollte man alle sieben Minuten eine Zuhöreraktivierung machen. Also eine Frage stellen oder bitten, in den Chat zu schreiben Oder kurz Macht mal Daumen hoch, wenn soweit alles klar ist. Also man kann immer wieder für Aktivierung sorgen und so auch dafür sorgen, dass die Leute aufmerksam zuhören. Das sind so Techniken auf der didaktischen Ebene eher jetzt, wenn es gerade um Trainings geht, um Meetings, aber auch wenn man merkt, ich, ich rede jetzt hier schon seit zehn Minuten, dann kann es sein, dass das Aufmerksamkeitslevel tatsächlich sinkt. Und dann guckt halt mal jemand irgendwie in den Chat oder in seine Mails. Wenn nicht die Leute aber aktiv ihre Frage einbeziehe, dann ist die die Chance besser, dass sie wirklich bei der Sache sind.
00:42:05 Speaker 1: Als da so sehe. Bei größeren Meetings ist. Natürlich weiß ich, ob es jetzt eine Frage ist, aber diese da verschwinden natürlich auch ganz gerne die Leute so anonym in der Masse. Also gerade wenn es, ähm. Und dann fragt man irgendwas bei weiß ich was? Zwei hundert drei hundert Leuten und keine Frage kommt, was eigentlich unmöglich ist. Da ist ja vielleicht dann auch wieder dieser Mut, dieser Mut in so einer und das sehe ich relativ häufig, vielleicht auch eher Introvertierte, die nicht möchten, in so einer großen Gruppe, dass vielleicht das Gesicht zu verlieren oder zu sagen, irgendwas trauen sich da nicht, da was zu sagen. Aber in einer kleinen Gruppe mache ich so als Workshop, also wenn ich einen gestalte, ganz gerne in kleineren Gruppen in so Breakout rooms, da trauen sich dann viele was zu sagen. In einer größeren nicht. Ja.
00:42:52 Speaker 2: Finde ich eine gute Idee. Und manchmal ist es aber auch eine Frage von Zeit. Das Das ist auch sehr irritierend, wenn man fragt so welche Fragen gibt es bis hier? Und dann passiert halt zehn Sekunden lang gar nichts. Aber wenn du mal überlegst, du hast jetzt gerade vielleicht irgendwie eine Viertelstunde da an deinem Stuhl gelehnt und zugehört und zwischendurch vielleicht auch so ein bisschen abgedriftet. Und dann hörst du wieder ein bisschen zu. Und dann fragt jemand Wer? Welche Fragen gibt es denn? Oh, oh, jetzt bin ich dran. Welche Fragen gibt es denn? Denk, denk, denk. Hm. Dann brauche ich ein bisschen Zeit. Und wenn? Nach zwei Sekunden schon. Okay. Keine Fragen. Super. Dann weiter. Moment. Ich war noch gar nicht so weit. Also, wenn du moderierst, ist es auch wichtig, den Teilnehmenden dann eben Zeit zu geben. Und dann fragst du halt noch mal so Welche Fragen gibt es? Ich sag noch mal kurz Wir hatten das Thema, wir hatten das Thema, wir hatten das Thema. So was ist noch nicht klar. Bitte schreibt es einfach im Chat oder meldet euch direkt über Brücküberbrück überbrücken. Jetzt kann ich so moderieren. Diese Pause, damit die Leute ihren Raum haben wirklich nachzudenken oder auch schon mal vorher ankündigen, dass es die Möglichkeit geben wird. Ich rede jetzt mal zehn Minuten, ich referiere kurz und dann könnt ihr Fragen stellen. Bitte schreibt gerne gleich eure Fragen mit, die könnt ihr auch gleich in den Chat schreiben. Dann habe ich das schon mal angekündigt, dass die dann Raum haben werden.
00:44:17 Speaker 1: Man könnte es zusammenfassen Ganz schön, dass man sagt okay, das Thema, das Thema hatten wir, weil das hatte ich auch schon mal im alten Team gefragt. Also da war auch fand ich irgendwie sehr interessant. Wir hatten irgendwie weiß ich fünfzig Leute im Call und dann hat war auch. Frage Aber genau das, was du gesagt hast. Der Moderator meinte dann gibt es Fragen, hat irgendwie zwei Sekunden gewartet und dann war ach so gibt es keine. Okay, dann weiter. Danach kam dann ganz viele Fragen. Wenn ich mit eins zu eins mit den Leuten geredet habe und dachte Warum hast du das denn nicht da direkt gefragt? Da wurde doch. Da meinte sie ja auch ich muss es erstmal verarbeiten und gucken, was habe ich denn für Fragen? Ich glaube, das ist ja auch diese Pausen insgesamt, wenn man durch. Also manchmal mache ich es auch ganz gerne, dass man so keine Pausen lässt. Aber das Gehirn braucht ja auch. Um dieses Gesprochene zu verarbeiten, braucht es ja genau diese Pausen, Richtig?
00:45:10 Speaker 2: Und was ich, wenn ich online Vorträge halte oder unterrichte, auch immer mache, ist, dass ich darum bitte, wenn es geht, die Kameras anzulassen. Ich weiß, dass das manche nicht leisten können, aus welchen Gründen auch immer, weil sie gerade irgendwie ihren Wäscheständer im Hintergrund stehen haben, im Homeoffice oder so? Oder es gibt halt Gründe, warum das nicht geht. Permanent. Aber ich sage immer Für mich als Rednerin ist es viel angenehmer, in Gesichter zu schauen. Ich hoffe, ihr könnt es nachvollziehen, wenn ich einfach so sehe, dass ihr nickt oder wenn ich sehe, da guckt jemand komisch, hat vielleicht eine Frage. Das hilft mir als Rednerin total, das hier gut zu machen. Also ihr helft mir total, wenn ihr die Kameras anmacht. Deshalb wäre es toll, wenn ihr die meiste Zeit, wenn es geht, einfach Kameras anlastet. So ungefähr sage ich das immer. Und wenn, Wenn die Leute ja auch interessiert sind daran, dass das Ganze gut läuft, dann machen die das auch. Und wenn das zwei hundert Leute sind, ist ja toll, wenn jetzt meinetwegen zwölf die Kamera anmachen ist ja schon gut. Dann habe ich aber mein Gegenüber und habe auch die Sicherheit und kann auch mal jemanden ansprechen. Das aktiviert, auch wenn ich das gerade bei dir sehe, Manuel. Oder du hast das vorhin gesagt, Sebastian. Dann sehe ich da so die die Gesichter und kann mich auf die beziehen. Das aktiviert immer alle.
00:46:25 Speaker 1: Hm, noch vielleicht so eine. Dann kommen wir langsam schon ans Ende der Folge. Ich glaube jetzt noch lange weiter. Was ich noch? So ein bisschen. Dieses Introvertierte. Wie kann man die abholen? Hast du gesagt, man könnte die relativ am Anfang auch ansprechen. Da hat bin ich auch so ein bisschen unentschlossen. Eigentlich würde ich es auch machen, hatte aber mal mit ein paar geredet und da meine ich jetzt in so einer großen Gruppe angesprochen zu werden, da fühle ich mich nicht wohl. Aber vielleicht auch gerade, dass man die fragt wie Ich würde dich gerne irgendwie aktivieren oder ich, weil ich sehe immer in Meetings natürlich, dass die lauten werden immer gehört. Die Leisen haben aber oft teilweise bessere Ideen oder auch genauso gute Ideen. Vielleicht, dass man vorher fragt und sagt.
00:47:10 Speaker 2: Ja.
00:47:10 Speaker 1: Kann ich dich einbringen? Per, per, per, per Mail oder weiß ich nicht was? Und dann frage ich für dich Oder vielleicht hast du da noch irgendwie.
00:47:19 Speaker 2: eine schöne Idee. Ja, finde ich auch schön. Also introvertierte Menschen werden ja nicht gern so überfallen. Die brauchen einfach ein bisschen Zeit, sich zurechtzulegen, was sie sagen wollen. Also da kann man den einen großen Gefallen tun, wenn man das ankündigt. Deshalb finde ich deine Idee gerade super und dann macht die Frage lang. Also blöd wäre jetzt so Manuel, was sagst du denn dazu? Sag doch auch mal was. Das ist zu kurz. Aber wenn ich sage Manuel, so von bei dir, weiß ich, du hast dich ganz viel damit beschäftigt. Du bist ja auch gerade Experte für das und das. Und mich würde mal interessieren, ob du da vielleicht Gedanken zu hast. Also musste ich jetzt gleich sagen aber vielleicht irgendwie später. Ich würde dich dann noch mal fragen, wenn du willst, kannst du mal überlegen. dass er zum Beispiel eine Art jemanden, der introvertiert ist, darauf vorzubereiten, was zu sagen. In dem Moment.
00:48:15 Speaker 1: Und dann auch eher, was du jetzt so ein bisschen, dieses einladende, dieses nicht, auch wenn er oder sie sagt Nein, möchte ich jetzt nicht. Dass man da sagt ist auch okay, vielleicht hat er dich ein und wenn. Nimm es an! Oder vielleicht auch nicht.
00:48:26 Speaker 2: Genau richtig. Ja.
00:48:30 Speaker 3: Vielleicht. Zum Abschluss noch mal, noch mal eine Kleinigkeit für unsere Zuhörer an der Stelle. Was wäre aus deiner Sicht so der eine kleine Lifehack, den jeder von uns so mitbringen sollte, wenn er das nächste Mal darüber nachdenkt? So, ich muss gleich sprechen, ob das ein Vortrag ist, ob das irgendwie in einem Meeting ist oder sonst irgendwas. Aber das kann ich mir jetzt so quasi als Anker in den Kopf setzen. Ich habe das am Anfang, bevor wir aufgenommen haben, mit dem Warmwasser erzählt. Dadurch, dass ich dein Buch gelesen habe, jetzt am Wochenende und deine Podcasts gehört habe, habe ich jetzt die ganze Zeit hier ein Glas warmes Wasser stehen und trinken, weil das gut für die Stimme ist. Aber was wäre aus deiner Sicht so ein kleiner Lifehack, den jeder so ein bisschen mitnehmen kann? Quasi ab dem nächsten Meeting probiere ich das ja.
00:49:16 Speaker 2: Also will ich zwei Sachen sagen. Das erste ist eher ein mentaler Tipp. Also wenn ich weiß, ich will gleich was sagen, zum Beispiel in einem Meeting, dann hilft es total, sich die wichtigsten Stichpunkte einmal zu notieren. Weil was stresst und was auch die Stimme häufig stört, ist, wenn man zu viel im Kopf hat. Und das ist noch nicht so geordnet. Also ich weiß, ich will drei Sachen sagen, ungefähr. Vielleicht kommt noch eine vierte dazu oder dritte Fällt mir vielleicht nicht ein. Dann bin ich irgendwie gestresst und oder werde zu schnell, weil ich so viel sagen will und habe vielleicht Angst, dass es zu viel Raum einnimmt oder dass ich den Faden verliere. Und dann ist meine Stimme eben auch nicht so tragfähig oder nicht so voluminös, wie ich das gerne hätte. Also erstmal ein paar Stichpunkte notieren in Präsentationen. Die ersten Worte vielleicht auswendig lernen, also den Anfang gut vorbereiten. Das zweite ist für die Stimme als Organ. Ich habe ja über die Atmung schon gesprochen und häufig besteht der größte Trick darin, nicht zu viel einzuatmen. Also wenn ich zu viel Luft habe, dann entsteht Druck und dann kann es sein, dass ich auch da die ganze Zeit, wenn ich spreche, nicht rauskomme. Dann fange ich vielleicht an mit Ja. Ich bin total froh, dass ich heute sprechen darf. Und jetzt habe ich schon Druck, weil ich zu viel Atem habe und habe aber das Gefühl, ich habe nicht genug Luft. Deshalb komme ich in so eine Schnappatmung. Und dann rutscht alles so nach oben und ich merke, meine Stimme klingt doof. Aber jetzt denke ich okay, ich muss mehr atmen, damit meine Stimme stärker wird. So also am Anfang einmal falsch geatmet. Das kann einen wirklich die Präsentation versauen. Deshalb ist es wichtig, am Anfang vielleicht erst mal auszuatmen. Also, wenn ich weiß, ich habe jetzt eine längere Strecke und will vielleicht eine Minute reden oder so, dann atme ich durch die Nase unhörbar aus und dann bin ich so unten mit meiner Atmung. Dann habe ich nur noch wenig Luft in der Lunge und dann fange ich an zu reden. Und dann kommt vor dem ersten Wort vielleicht so ein bisschen Luft rein. Und mit der halben Lunge voll zu reden, ist eigentlich ideal. Also wenn ich das Gefühl habe, ich habe ein bisschen Luft in der Lunge, aber ich platze nicht gleich, dann ist es gut. Also lieber erst ausatmen. Muss man nicht hören durch die Nase und dann den Mund öffnen. An den Gedanken denken, die man sagen will. Und dann kommt genau die richtige Menge Luft von alleine rein. Hilft das? Das ist so das, was du dir vorgestellt hast.
00:51:48 Speaker 3: Das ist wunderbar. Das ist wunderbar. Und an der Stelle würde ich tatsächlich sogar noch mal den Link machen, weil ich glaube, für die Leute, die das Thema sehr interessiert und die wirklich auch ein bisschen was zu dem Thema lernen wollen, kann ich aus persönlicher Erfahrung Dein Buch, deine Stimme, deine Power empfehlen. Das ist nicht nur vom Inhalt sehr wertvoll, weil wenn, wenn jemand die Chance hat und sich das als Hörbuch auch besorgen kann, dann ist das auch eine absolute Empfehlung, weil es halt auch sehr gut gesprochen ist.
00:52:18 Speaker 2: Danke schön. Von der Autorin gesprochen. Ja, das ist ja schön, dass du das noch erwähnst. Also deine Stimme, deine Power. Da habe ich dann alles genau erklärt. Genau.
00:52:29 Speaker 1: Klar. Dann sind wir auch schon am Ende dieser Folge. Ja, vielen Dank für die ganzen auch Tipps, die man anwenden kann. Also ich habe auch nach der Folge jetzt gemerkt, dass ich selber gerade am Anfang einatme und dann sage ich herzlich willkommen! Äh, das sollte ich vielleicht auch mal versuchen, beim nächsten Mal morgen, vielleicht auch bei unserem Podcast zu ändern. Ja, vielen Dank für die ganzen Tipps und Tricks und dass du bei uns im Podcast warst.
00:52:57 Speaker 2: Danke, Hat total Spaß gemacht mit euch.
00:53:00 Speaker 3: Dankeschön!