Wissensreisende

WR163 - Der Kölner Dom: Stillstand und neue Impulse für den Weiterbau

Freitag, 27. Dezember 2024 · 48 min

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Shownotes

Wenn eine Baustelle für Jahrhunderte still steht, läuft die Zeit natürlich kontinuierlich weiter. Staaten organisieren sich neu, Regierungen wechseln und der Geschmack der Menschen nimmt immer wieder neue Gestalt an. In Köln wartet die heilige Bauruine darauf, aus dem Dornröschenschlaf geweckt zu werden. Was einer der Grimm Brüder und JW Goethe mit dem Dom zu tun haben, und was es alles braucht um den Bau zu vollenden, erfahrt ihr in der heutigen Folge.
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#Kölner Dom #Grimm #Goethe #Frühe Neuzeit #Neuere und neueste Geschichte #Deutschland

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Warum wurde der Bau des Kölner Doms für mehrere 100 Jahre unterbrochen? Und was ist in dieser Zeit passiert, bis es mit dem Bau weiterging? Das und mehr erfahrt ihr heute bei Wissensreisende, dem Podcast für Wissenswertes aus der ganzen Welt. Willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer, und ich hoffe als allererstes mal, ihr habt ganz schöne Feiertage gehabt.

Es ist jetzt Freitag nach dem Weihnachtsfest und dementsprechend eigentlich für uns das gleiche wie jeden Freitag, nämlich Zeit für eine Folge bei den Wissensreisenden. Wir sitzen hier rund und glücklich nach den Feiertagen in unserem Podcast Studio zusammen, wie jede Woche der Chris. Hallo ihr Lieben. Und ich bin der Jan und ihr werdet sicherlich letzte Woche aufmerksam zugehört haben und dementsprechend schon wissen, worum es heute geht, nämlich um den zweiten Teil. In unserer großen Serie zum Kölner Dom. Wir haben es ja letzte Woche schon angekündigt, erstmal müssen wir ein bisschen gucken, warum hat man eigentlich aufgehört, an dem Ding zu bauen?

Richtig und aufgehört passt ja auch gerade gut, so ist nämlich Endzeitstimmung, hier ist ja die letzte Folge dran. Für dieses Jahr bist du gut durch Weihnachten gekommen. Gut genug, du weißt ja, Weihnachten ist immer mit der Familie, es ist irgendwie immer stressig bei so vielen Leuten. Also was heißt so viele, aber Geschwister und deren Kinder und so weiter. Aber doch, ich bin gut.

Durchgekommen. Das klingt, hoffe. Bei dir war es auch ein wenig angenehm und du konntest ein bisschen entspannen. Ja, alles gut, fein, vor allem der Vorweihnachtsstress, das ist ja immer das Schönste, wenn er dann vorbei. Ist richtig eigentlich so, die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind so wundervoll nicht vorhanden, da kann man sich irgendwie durchschlönzen herrlich wunderbar. Naja, als wir letzte Woche aufgehört haben, hatte Jan uns ja auch schon gesagt, dass der Dombau zum Stillstand gekommen ist.

Aber was wir noch nicht wissen, ist, was genau da passiert ist und warum das eine zu bestimmen ist gar nicht so einfach, denn es ist natürlich davon auszugehen, dass es nicht einfach ein Baustopp war, der von einem Tag auf den anderen passiert ist, sondern eher ein Prozess, vielleicht sogar ein schleichender Prozess. Die entscheidenden Hinweise finden sich in den mittelalterlichen Jahresabrechnungen, der sogenannten Domfabrik die Fabrik war natürlich keine Fabrik, wie wir sie heute kennen.

Allerdings sind die Betriebe der Kölner Dombauhütte auch schon zu dieser Zeit recht beeindruckend, gerade wenn man mittelalterliche Maßstäbe ansetzt. Der Name Dombauhütte, der bis heute die Organisation, die sich um die Instandhaltung und Reparatur der Kirche kümmert, erklärt sich fast von selbst. Denn bald nach dem Start des Baus war klar, dass man sich von der Witterung unabhängig machen musste, man muss sich klar machen, dass im Winter die Dombaustelle oft völlig zum Erliegen kam. Und von daher baute man Hütten, in denen insbesondere die Steinmetze wetterunabhängig arbeiten konnten. Das Formen der Steine war es letztendlich, was die meiste Zeit kostete, die fertigen Elemente konnten dann in den Monaten mit besserem Wetter am

Gebäude eingebaut werden, da wir in Deutschland in Sachen Bürokratie schon lange etwas auf dem Kasten haben, ich sag mal auf dem Kasten ob gut oder schlecht, ist was anderes. Jedenfalls gab es Bücher mit klaren Abrechnungen, und hier wurde verzeichnet, wann und wie für welche Teilgewerke die Entlohnung abgerechnet wurde. Und auch über die Einnahmen kann man hier Informationen finden. Wer jetzt allerdings glaubt, hier eine Art mittelalterliche Excel Tabelle zu finden, der liegt natürlich falsch. Zum einen waren die Aufzeichnungen nicht so schön geordnet, wie man das gerne gehabt hätte und zum anderen sind einfach unglaublich viele Unterlagen verloren gegangen, wie genau das passiert ist.

Da kommt es gleich auch noch zu. Aktuell ist es so, dass man das Jahr 1559 als letztes Jahr ansieht, in dem Geld für die Bautätigkeit bereitgestellt wurde. Dieser Geldfluss kam dann 1560 vollständig zum Erliegen, damit hatte das Domkapitel die Finanzierung sämtlicher Arbeiten am Dom ganz offiziell beendet, aber schon in den knapp 30 Jahren davor gab es zumindest hin und wieder einen weitgehenden Baustopp. Diese Vermutung geht auf einige Aufzeichnungen zurück, die. Die anlässlich der Königsweihe von Ferdinand I. Gemacht wurden.

Denn zu diesem Anlass fand im fertiggestellten Chor Eingottesdienst statt. Die finanziellen Probleme der Baustelle beginnen jedoch schon noch früher, 1 der entscheidenden Ereignisse, das dazu führte, fand 1512 statt. Spannend ist, dass es zunächst vollkommen zusammenhanglos erscheint. Anfang Mai 1512 tagte in Köln die Reformkongregation der Augustinereremiten.

Unter anderem wurde über die Ergebnisse einer Rom Reise beraten, die ein junger Mönch zuvor im Auftrag seines Klosters zum Ordensgeneral der Augustinereremiten Aegidius von Padua unternommen hat. Er reiste mit seinen Ordensvorgesetzten Johann von Staubnitz und Wenzel Laus Link aus Wittenberg an, um seinen Mitbrüdern zu berichten, dieser junge Mönch. Soll bei diesem Besuch in Köln auch die Verehrungsstätte der Heiligen 3 Könige aufgesucht haben. Ebenfalls bei dieser Gelegenheit sorgte sein Orden dafür, dass dieser Mönch eine wissenschaftliche Laufbahn an der Wittenberger Universität einschlagen sollte und auch seine Promotion machen sollte.

Die Kombination der Erfahrung, die dieser Mönch auch gerade auf dieser Reise machte, und sein ausgiebiges Studium der Theologie bildeten schließlich die Grundlage für ein Ereignis, das die Christenheit 1517 erschüttern sollte. Oh ja. Ich denke mal die meisten unter euch werden schon 1517 Wittenberg und Mönch zusammengebracht haben und wissen, dass es hier um niemanden geringeren als Martin Luther geht.

Was aber haben Martin Luther und die von ihm ausgelöste Reformation mit dem Baustopp des Kölner Doms zu tun? Nun, Luther war von Köln alles andere als begeistert und das sowohl vom kirchlichen Köln als auch vom ganz weltlichen. Viele Jahre nach seinem Besuch schreibt der Reformator ein Zitat, das sich bis heute erhalten hat und im Endeffekt ein Bericht über den vermeintlich sauren Wein in der Stadt ist. Er schrieb bis in die Fingerspitzen, habe ihm der Kölner Tropfen Geprickelt die Stadt war ihm zuwider, und sie erschien ihm rückständig und dreckig. Und mit dieser Meinung stand er auch nicht ganz alleine da, wie zum Beispiel der Bericht eines englischen Reisenden zeigt. Dieser fasste Köln wie folgt

zusammen. Dickes, bitteres Bier, schmutzige Gasthäuser, Schmutzige dicke Frauen und viel Speck. Aber natürlich war es nicht Luthers Abneigung gegenüber der Stadt Köln, die den Dombau zum Stillstand brachte. Vielmehr kritisierte er eine der Haupteinnahmequellen, mit denen der Dombau finanziert wurde, der Ablasshandel, der Ablasshandel war, kurz gesagt, so etwas wie die Vollkaskoversicherung für das Jenseits, im Mittelalter hatten die Menschen noch ganz reale Ängste vor dem, was nach ihrem Tod mit ihnen passieren würde.

Und das Fegefeuer schien für viele ein ganz realer, schrecklicher Horror zu sein. Natürlich konnte man als guter Christ versuchen, ein sehr aufrechtes und gottesfrommes Leben zu führen, aber das Risiko doch noch irgendwie ins Höllenfeuer zu geraten, war vielen schlicht und ergreifend zu hoch, zum Glück für die Gläubigen entwickelte sich im Mittelalter eine ganz neue Sitte, mit der man sicherstellen konnte, dem Fegefeuer zu entgehen, das war eben das Ablasswesen es gab den Gläubigen die Möglichkeit, eine Reduzierung ihrer Sündenstrafen zu erwirken.

Weiterhin war es so, dass sie ihre Sünden natürlich beichten mussten. Allerdings bekamen sie bei den Auflagen, die ihnen dann von ihrem Beichtvater auferlegt wurden, nicht mehr nur die Aufgabe, Bibelverse zu rezitieren oder bestimmte Gebete zu beten. Jetzt wurde ihnen auch die Option gegeben, mit barer Münze für ein angenehmes, jenseitiges Erlebnis zu sorgen.

Die Ablassbriefe, die man dafür bekam, waren wirklich sehr mit einer heutigen Versicherungspolice zu vergleichen. Dazu kam eine innovative Staffelung der Kosten. Denn während ein Graf für das Erlassen seiner Sündenstrafen vielleicht 6 bis 10 Gulden zahlen musste, waren es beim Bürger oder bei Kaufleuten 3 und bei Handwerkern dann vielleicht noch einen Gulden.

Die Armen hingegen, die völlig mittellos waren, sollten Beten und Fasten und eine solche Fastenstrafe konnte schon mal beinhalten, dass der Sünder für mehrere Jahre bei Wasser und Brot fasten sollte. Das hat man sogar auch in den in den Bauphasen oder in der ersten Bauphase tatsächlich gemacht, um zu animieren, dass Leute den Dom finanziell unterstützt haben, haben sie dafür ganz zu Anfang des Baus ein Jahr und 4 Monate sozusagen Ablass von ihren Sünden bekommen, ein Jahr und 4 Monate, das ist halt auch so du, du merkst schon an dieser, an dieser Tatsache, dass das Halt eine genau abgesteckte Zeit ist.

Was für ein Geschäftsmodell mit den Ängsten von Leuten. Die auch keine Chance haben, sich besser zu informieren, weil die meisten nicht lesen können das eigentlich dann. War die Unsitte des Ablasshandels, verbreitete sich schnell und trieb immer neue Blüten. Hatte Martin Luther bereits in Köln erlebt, wie die katholische Kirche sich auf diese Weise eine neue Finanzierungsquelle erschlossen hatte, war es ein Ablassprediger, der die Praxis Luther noch einmal vor Augen führen würde.

Solche Ablassprediger zogen tatsächlich von Ort zu Ort und verkauften Ablassbriefe, die Erlöse wurden in sogenannten Ablasskästen gesammelt. Und diese Kästen muss man sich so vorstellen, dass es eine eisenbeschlagene Holzkiste ist, die an der Oberseite einen Einwurfschlitz für Münzen hat, um den Gläubigen klar zu machen, um was es hier ging, waren diese Kisten oft auch mit geschnitzten Zähnen verziert, auf denen man sah, wie die armen Seelen im Fegefeuer vom Teufel gequält wurden. Der Dominikanermönch Johann Tetzel war es dann, der noch einen Spruch hinzufügte, und das führte dazu, dass sogar sein Name mit diesen Kästen verbunden wurde. Die später dann als Tätzelkästen bekannt waren. Der Spruch lautete, Wenn das

Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt, Oh, es ist so richtig wie. Werbung. Genau, es ist richtig so. Klassische 50er, 60er Jahre Werbung. Mann, Mann, Mann. Naja, man muss zu bitte sagen, Sie hatten einen einen eingängigen Slogan, das haben sich die Leute gemerkt und keiner wollte, dass ihnen das passiert, was vorne auf dem Kasten zu sehen war. Ja, aber es ist halt.

Es ist wirklich, es ist ein Geschäft mit mit Angst vor Leuten, und das ist irgendwie widerwertig. Das ist hundertprozentig widerwertig, da gibt es überhaupt gar kein Vertun. Naja, tetzels Ablasskampagne brachte ihn auch in die Nähe von Wittenberg, und das rief Martin Luther auf den Plan, der bereits kurz darauf und Predigten das missbräuchliche Ablasswesen anprangerte.

Das gab den Auftakt zu einer Revolution in der Kirche und in der Gesellschaft, nämlich der Reformation. Luther konnte sich mit dem Vorgehen seiner Kirche einfach nicht mehr arrangieren, und schon bald versuchte er, die Gläubigen davon zu überzeugen, dass Gottes Gnade kostenlos sei, so wie er sagte, die von Luther ausgelöste Reformation veränderte alles und Luther und seine Reformation.

Sollte eigentlich auch eine eigene Folge sein, denn das kann man hier nicht weiter im Einzelnen erläutern. Einfach ist viel zu weit es. Ist schon fast auch wieder eine Serie. Ja, du hast vollkommen recht, aber zumindest nichts was in einem kleinen Exkurs zu behandeln wäre. Nee naja, jedenfalls hatte auf jeden Fall diese Reformationsbewegung eine direkte Auswirkung auf die Finanzierung des Kölner Doms, der Ablasshandel brach zusammen und auch die sonstigen freiwilligen Spenden für den Dombau wurden immer geringer.

Allerdings waren die schwindenden Finanzmittel nicht der einzige Grund für den Baustopp. Ironischerweise war genau das, was die Triebfeder für den Neubau der großen Kirche zu Köln war, jetzt das, was gegen sie sprach. Ja. Nämlich der französische Baustil, eben jener Stil, den wir heute als Gotik bezeichnen. Dieser Begriff war den Menschen im Mittelalter, als der Dom begonnen wurde, überhaupt noch nicht bekannt, der kam erst Jahrhunderte später auf, und er wurde von einem Menschen geprägt.

Der heute als der erste Kunsthistoriker oder als Vater der Kunstgeschichte gilt. Es ist der italienische Architekt und Künstler Giorgio Vasari. Für Vasari war die Gotik einfach schrecklich, er hielt den Baustil für Grobschlächtig, für monströs und vor allen Dingen für barbarisch, und genau in diesem barbarischen liegt auch die Wurzel für das Wort Gotik, es kommt von den Goten, dem Kriegervolk, das Rom eroberte, und von den Römern als Barbaren angesehen wurde. Der Stil, der als Mode die Gotik ablöste, war der Barock als Weiterentwicklung der Renaissance. Die Tatsache, dass auch das Wort Renaissance auf ein Werk von Giorgio Vasari zurückgeht, zeigt, wie einflussreich dieser Mann als Kunsthistoriker war,

dieses Werk mit dem Namen Levite war eine Sammlung von Künstlerbiografien, die Vasari geschrieben hat, naja, in der Renaissance feiern antike Formen eine Wiedergeburt, und so ist es kein Wunder, dass Gebäude der Renaissance häufig an alte römische und altgriechische Bauten erinnern. Der Barock war es dann, der das Ganze irgendwie in Bewegung brachte, eine Form von Dynamik, reinbrachte und dementsprechend neue Formen der Renaissance anbot.

Während man in Köln auf den Baustopp zusteuerte, wurde in Rom gerade die wohl wichtigste Kirche der Christenheit errichtet, das ist der Petersdom, und er ist in diesem neuen, gerade zu Mode gewordenen Stil gebaut worden, und somit hat Köln jetzt ein doppeltes Problem, es hat einen unfertigen Dom. Und dieser unfertige Dom ist nicht nur hässlich, weil er eine Ruine ist, sondern weil er auch noch eine Ruine ist, die in einem Veralterten und bereits aus der Mode gefallenen Baustil errichtet wurde.

Das einzige Highlight dieser Bauruine war der unübersehbare Kran auf dem Turmstumpf. Dieser Kran stammt wahrscheinlich aus der Mitte des 14 Jahrhunderts, und er ist ein echtes Stück Hightech des Mittelalters. Wir haben in der letzten Folge kurz mal darüber spekuliert, wie man wohl tonnenschwere Kirchenglocken in einem Turm nach oben bekommt. Und natürlich ist dieser Kran die Antwort. Der Kran selbst wurde über ein großes Laufrad mit Muskelkraft betrieben und solche Kräne gab es schon eine ganze Weile, allerdings war diese Kölner Version dieses Krans gleich in mehreren Arten modern und wegweisend. Bei diesem Kran war es nämlich möglich, den Kranarm zu heben und zu senken, ganz ähnlich wie

bei einem modernen Kran und dann, was es noch nützlicher machte, das ganze Ding war die Tatsache, dass dieser Kran drehbar war. Und dieser Kran mit seiner beachtlichen Höhe von 25 Metern saß absolut unübersehbar auf dem Südturm oberhalb des Petersportals. Während dieser Bauunterbrechung war er quasidas.de facto Wahrzeichen der Stadt Köln. Die Kirchenruine selber war in einem schlimmen Zustand, zumindest wenn man sich die Nutzbarkeit des Gebäudes ansah, während der Chor und der Chorumgang vollendet waren und auch vom Domkapitel genutzt wurden, waren die anderen Bereiche der Kirche.

In verschiedener Art und Weise unfertig. Das Langschiff war vom Chor mit einer Mauer getrennt, es hatte noch nicht mal die Hälfte der geplanten Höhe erreicht und war jetzt mit einem Notdach verschlossen worden. Und selbst innerhalb dieses unfertigen Raumes gab es sehr unterschiedliche Stadien des Baus, die Hälfte war bereits mit Gewölben geschlossen, die andere wirklich nur provisorisch bedeckt, viele Menschen in und um Köln glaubten nicht daran, dass dieser Bau jemals beendet werden würde.

Und aus dieser Zeit stammt auch eine Weisheit aus Köln. Die besagt nämlich, dass wenn der Dom fertig ist, die Welt untergeht, und das sagt man bis heute, und da kommen wir nämlich in der nächsten Folge noch sehr dazu, warum das so ist. Ja, und Gott sei Dank, der wird ja auch nicht. Fertig. Das ist eben das meine ich.

Ja, das ist das, was ich euch dann in der nächsten Folge erzählen werde. Doch auch ihr unfertiger Zustand schützte die Kirche nicht davor, dass die neue Mode, der Barock in das Bauwerk Einzug hielt. Von einer Änderung der Hülle sah man zum Glück ab. Hier schützte der Baustopp und die immer noch fehlenden Mittel die schon gebauten Gebäudeteile.

Also, da war es tatsächlich wirklich ein Glück für den Bau, dass das keiner bezahlen konnte, auch außen erstmal alles abzureißen, aber die barocke Umgestaltung des Innenraums war nicht aufzuhalten, dadurch gingen natürlich viele Elemente der ursprünglichen mittelalterlichen Ausstattung verloren, die Altäre der Marienkapelle und der Nikolauskapelle wurden barock umgestaltet und auch der Hochaltar wurde umgebaut. Und man versah ihn zusätzlich mit einem hohen Altaraufsatz. Auch 2 der wichtigsten Wallfahrtsziele das waren das Grabmal des Heiligen Engelbert und der Dreikönigsschrein, wurden in ein barockes Mausoleum gestellt und an dieser Stelle können wir jetzt eigentlich schon mal den kleinen Exkurs einschieben, den Jan ja schon in

der letzten Folge angekündigt hat, nämlich wir haben ja schon mehrfach das Wort dreikönigsschrein gesagt, aber gar nicht so richtig gesagt, was das Ding so wichtig macht beziehungsweise. Wie und warum ausgerechnet die Heiligen 3 Könige ausgerechnet in dieser Kirchenbauruine in Köln ruhen? Ganz genau also wie angekündigt, gehen wir jetzt noch mal kurz auf eben die Heiligen 3 Könige ein, deren Gebeine halt im Kölner Dom als Reliquie zu besichtigen sind oder zumindest ihr schreien alles an den Heiligen 3 Königen oder zumindest den Worten, die ich gerade gesagt habe, ist ein klein wenig komisch.

In der christlichen Tradition sind ja die Heiligen 3 Könige aus dem Matthäusevangelium und der Weihnachtsgeschichte dort bekannt. Aber eigentlich werden sie dort als Sterndeuter bezeichnet, die durch den Stern von Bethlehem halt eben den Weg zum Stall mit Jesus drin finden. Heilig gesprochen wird man ja erst nach dem Tod, aber die Sterndeuter werden in der Bibel auch nicht als Könige bezeichnet und die Anzahl wird auch nicht genannt, auch die Namen Caspar, Melchior und Balthasar, die wir vermutlich alle kennen.

Sind erst im sechsten Jahrhundert das erste Mal zumindest nachweislich erwähnt worden und es gibt auch Quellen zum Beispiel aus Syrien aus dem siebten Jahrhundert, die zum Beispiel bei den Sterndeutern doch von Königen sprechen, aber dann gleich von 12, also was sie waren, wie viele es waren, wissen wir eigentlich alles gar nicht so genau, dementsprechend, es ist schon super, dass wir genau die Gebeine der richtigen 3 Leute da in Köln haben, schon nicht schlecht.

Die Heiligen 3 Könige werden in der katholischen Kirche als Heilige verehrt, aber eine förmliche Heiligsprechung hat es für sie nie gegeben. Und so ist es eigentlich auch kein Wunder, dass es über die Geschichte dieser Reliquien und ihren Ursprung eigentlich nur Legenden im Gegensatz zu geschichtlichen Fakten gibt. Gemäß dieser Legenden soll die Heilige Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin, auf einer Pilgerfahrt in Palästina so um das Jahr 325 26 die angeblichen Gebeine der Könige gefunden und mit sich genommen haben und.

Eustorgios von Mailand, der im 14 Jahrhundert gelebt hat, soll die Reliquien als Geschenk des Kaisers erhalten und sie dann direkt in seinen eigenen Bischofssitz in Mailand überführt haben. In der Basilika Sant Oistorgio in Mailand lassen sich die Reliquien der Heiligen 3 Könige dann auch erstmals definitiv geschichtlich nachweisen.

Ende der 11 ein 50er Jahre wurde Mailand aber durch Friedrich Barbarossa im Zuge seines zweiten Italienfeldzugs belagert. Die Basilika Santo Storgio lag leider außerhalb der befestigten Stadtmauern von Mailand und so wurden die Heiligen 3 Könige 1158 in den Glockenturm der Kirche San Giorgio Alpalazzo gebracht. 1162 wurde Mailand aber durch Barbarossa erobert und er gab die Gebeine der Heiligen 3 Könige an den Kölner Erzbischof Reinhard von Dassel weiter und wie wir letzte Folge schon gehört haben, war.

War er es dann auch, der sie nach Köln brachte und damit vielleicht einen der Gründe für den Bau des Kölner Doms mitgebracht hat? Mit der äußersten Reliquien Schale, um die Gebeine der Heiligen 3 Könige, nämlich dem Dom, beschäftigen wir uns ja jetzt auch ausgiebig, aber den Dreikönigsschein sollten wir uns auch noch mal etwas genauer ansehen, denn der ist wirklich von seinem Kunsthandwerk her schon was echt Besonderes. Der Schrein ist der größte erhaltene mittelalterliche Schrein.

Er ist ein Meter 10 breit, 153 hoch und 2 Meter 20 lang. Außerdem wiegt das gute Stück schlappe 500 Kilo, er besteht aus einem Eichenholz Kern Gold, vergoldetem Silber und Kupfer, die Wände stehen auf einer doppelten Bodenplatte und werden ringsum von gekuppelten kleinen solchen umstellt, das. Der Aufbau des Schreins wird als Basilikal beschrieben, also wie ein Kirchenbau, sogar mit 3 Schiffen.

Das ist aber wahrscheinlich gar nicht die Intention gewesen, denn vielleicht sollte die Form ursprünglich gar nicht das Abbild einer Kirche darstellen, sondern einfach so wirken, als stehen 2 Reliquien Schreinen nebeneinander und auf deren Dachfirsten ruht dann ein dritter Schrein, Dokumente oder Quellen, die Hinweise auf den oder die Künstler geben, die den Schrein geschaffen haben, sind nicht überliefert, das.

Aufgrund der Vielfalt der unterschiedlichen Techniken, die aber an diesem Schrein zum Einsatz kamen, ist davon auszugehen, dass es nicht ein einzelner Künstler, sondern mehrere spezialisierte Werkstätten waren, die das ganze Ding gefertigt haben. So groß ist der Schreiner nicht, aber was an den Außenseiten alles zu sehen ist, ist schon wirklich beeindruckend, auch wenn ich jetzt bei weitem nicht alle Details dieser künstlerischen Darstellungen gehen kann. Dazu bräuchte man wahrscheinlich auch ein Kunsthistoriker, der uns noch was dazu erzählen kann.

Will ich doch mal ein bisschen was darüber erzählen, was man eben dort an den Außenseiten sehen kann. Das Bildprogramm der Langseiten des Schreins gliedert sich vertikal in 4 Stufen, die unteren Seitenteile, die darüber liegenden Dachflächen, die Seitenteile der oberen Etage und eben deren Dachflächen in der unteren Reihe der langen Seiten sitzen auf jeder Seite 6 Propheten des Alten Testaments.

Und in der Mitte dazu als siebte Figur die Könige Salomon und David. Und man spricht deshalb bei der Beschreibung der langen Seiten auch von der Salomon beziehungsweise David Seite. Die Figuren werden jeweils eingerahmt von Säulen Arkaden, auf denen ursprünglich kleine gegossene Skulpturen saßen, die die christlichen Tugenden verkörpern, auf der Salomon Seite die Freigebigkeit, die Milde, die Vorsichtigkeit, die Barmherzigkeit, die Güte, die Weisheit, die Einigkeit und. Und die Lauterkeit auf der Davids Seite, die Sparsamkeit, die Keuschheit, die Langmütigkeit, die Demut, Gehorsam, Mäßigkeit und Frieden.

Diese Skulpturen sind heute aber an den Säulen Arkaden der oberen Etage angebracht, das heißt, tatsächlich hat sich dieser Schreiner in der Zeit seiner Existenz noch mal verändert, die seitlichen Dachflächen der 1. Etage zeigten ursprünglich in je 9 rund Medaillons Szenen aus dem Leben Christi, sie sind aber nicht mehr erhalten. Die senkrechten Seiten der oberen Etage zeigen je 6 sitzende Apostel, in deren Mitte ein Seraph beziehungsweise ein Cherub platziert ist.

Die Apostel halten plastisch geformte Architekturmodelle in den Händen, die ihre Bischofssitze beziehungsweise die von ihnen gegründeten Ortskirchen symbolisieren. Noch mal an die Größe denken, das ganze Ding ist nur 2 Meter lang. Ja ja, also wir haben trotzdem noch bei diesen kleinen Figuren diese plastischen Modelle in der Hand und das ist im Mittelalter mit mittelalterlichen Techniken entstanden, das. Modelleisenbahn Wunderland des Mittelalters so. Ungefähr den Abschluss der langen Seiten bilden die oberen schrägen Dachflächen mit Darstellung der Apokalypse des Johannes und des jüngsten Tages.

Das Erdgeschoss der Vorderseite ist durch 3 Säulen Arkaden gegliedert, in der Mittleren thront die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind, von links nähern sich ihr die 3 weisen und hinter den 3 Weisen folgt mit etwas Abstand noch eine weitere Figur. Sie zeigt sozusagen als vierten König einen realen König, nämlich König Otto, den vierten, denn der hat im Jahr 1200 für die 3 Schädel. 3 goldene Kronen gestiftet und deswegen ist er auch dem Dreikönigsschrein mit verewigt. Die Kronen wurden aber 1803 wieder eingeschmolzen. Ergänzt werden die Szenen im Erdgeschoss durch eine Figurengruppe im Obergeschoss, dort finden wir Christus als Weltenrichter, der in einer Bogen Arkade von 2 Engeln flankiert wird, die Rückseite

des Schreins zeigt zum Beispiel in der unteren Etage unter keeblatt Arkaden unter dem linken Giebel die Geißelung Christi, die. Rechts eine Kreuzigungsszene mit Maria und dem Apostel Johannes und im zentralen dreieckigen Feld zwischen dem Erdgeschoss und dem Abschlussgiebel ist die plastische Halbfigur eines Bischofs mit Mitra eingesetzt.

Und sie stellt Reinhard von Dassel als denjenigen dar, der die Reliquie nach Köln gebracht hat. Bevor ich jetzt aber wieder zu Christ zurückgebe, lasst mich doch noch eine weitere kleine Geschichte um diesen Dreikönigsschrein erwähnen. Von der ich noch nie gehört hatte und die mit dem Schrein zu tun hatte.

True Crime Stories sind ja immer beliebt und eigentlich, je älter sie sind, desto besser. Am 28 Januar 1574 gab es einen Diebstahl, bei dem ein großer Cameo, der sogenannte Ptolomäer Cameo, entwendet wurde. Was ist ein Cameo? Das komme ich sofort. Das kommt natürlich sofort. Das war ein zentraler Schmuckstein in der Mitte einer abnehmbaren Platte an der Frontseite des Schreins okay.

Ein Kameo beziehungsweise eine Kamee ist die Bezeichnung für eine Gravur, die als erhabenes Relief aus einem Schmuckstein hergestellt wurde. Ah okay. Dabei hebt sich aufgrund der unterschiedlichen Tönungen des Materials der erhöhte Teil meist Heller vom tieferen Teil der Gravur ab. Der Täter wurde nie gefasst und der Kameo galt über Jahrhunderte als verschollen, erst 1952.

Erkannten 2 Männer, dass ein heute im Wiener Kunsthistorischen Museum Ausgestellter Camio aus der Zeit um 278 vor Christus mit dem in Köln gestohlenen Stein identisch ist. Krass. 13 Jahre nach dem Diebstahl im 16 Jahrhundert ist der Camio in der Sammlung des Herzogs Gonzaga von Mantua nachweisbar.

Als Mantua 1630 von kaiserlichen Truppen besiegt und geplündert wurde, kam der Camio in den Besitz von Franz Albrecht von Sachsen. 1668 beschrieb wiederum ein englischer Reisender den Kamio in der kaiserlichen Sammlung zu Wien. Während des Diebstahls war ein Mann namens Johannes Waldschatz für die Wachung des Dreikönigs Schreins verantwortlich und im Jahr 1597 vermachte er tatsächlich noch testamentarisch einen Geldbetrag für die Reparatur der Schäden an dem Schrein, die entstanden sind, weil er nicht genug aufgepasst hat. Ganz nüchtern betrachtet ist geht es hier eigentlich nur um ein Gefäß für etwas anderes.

Also das ist dieser Schrein ist etwas, da tust du etwas rein, aber wenn ihr in Köln seit und den Dom besucht, dann natürlich müsst ihr auch den Schrein euch anschauen, versucht euch wirklich mal vorzustellen, was die Herstellung dieses Kunstwerks für eine Aufgabe war, wenn man sich überlegt, die hatten keinen Drehmel und das ist schon wirklich ein absolutes Meisterwerk von Handwerkskunst. Was die da hingelegt haben.

Hundertprozentig. Hundertprozentig. Mit dieser kleinen Lobpreisung des Dreikönigsscheins gebe ich auch wieder zu dir zurück. Vielen Dank, dass du unsere ganzen bisschen näher gebracht hast, denn das zeigt noch mal, wie gut es war, dass die Umbauwut in wenigstens diesen kunstvollen Dreikönigsschrein an sich verschonte und quasi nur ein äußerer Rahmen des Barocks drumherum gelegt wurde.

Und das auch wiederum nur vorübergehend, denn nach der Barockphase wurde dieser steinerne Rahmen wieder abmontiert und. Und ist jetzt der Rahmen für eine Barock Madonna, die man im Dom findet. Da passt auch viel besser drum herum, wahrscheinlich auch nie verwechseln, nicht ne Rock Madonna und Barock Madonna sind unterschiedliche Dinge, oh gut, gut.

Dass du das noch mal. Erwähnt hast auch die mittelalterliche Malerei. An den Chorschranken hatte Glück, sie wurde nur mit kunstvollen Teppichen verhängt und diese Kunstwerke wurden nach Entwürfen von Peter Paul Rubens gefertigt und Rubens ist. Galt als einer der einflussreichsten Barockmaler und er verewigte sogar den bei den Katholiken verhassten Luther in diesen Entwürfen, der dort als der Unterlegene dargestellt wird und auf diesen Teppichen bis heute zu finden ist. Denn diese Wandteppiche existieren bis heute und man kann sie auch immer noch im Dom sehen, allerdings nur zu Pfingsten.

Dann werden sie nämlich in den Seitenschiffen aufgehängt, viele Bilder und Verzierungen werden allerdings in dieser Zeit einfach weiß Übergestrichen. Dieser ersten Barock Renovierungswelle folgte eine zweite, als Erzbischof Clemens August den Innenraum noch einmal umfassend nach spätbarockem Geschmack modernisieren ließ und in dieser Phase wurden dann auch die gotischen Fensterscheiben entfernt und gegen ein grünlich weißes Glas getauscht. Aller Stein, der noch irgendwo innen zu sehen war, wurde jetzt ebenfalls weiß übermalt, ab 1770 wurde auch der Hochaltar noch einmal maßgeblich verändert zum Abschluss. Wurde in die bestehenden Teile des längs und querschiffs Scheingewölbe aus Holz

eingezogen. Also die haben quasi unter das, was schon fertig war noch ein zusätzliches Gewölbedach gezogen, das aus Holzfaser zu der Zeit würde der Dom noch mal komplett anders gewirkt haben, während draußen jetzt also im Endeffekt wortwörtlich seit Jahrhunderten Stillstand herrschte, veränderte der Dom sich im Inneren fortlaufend, doch auch diese Phase fand bald ihr Ende, denn das Ende des 18 Jahrhunderts ist eine Zeit der Veränderung, die.

Und es wird fast nirgendwo so radikal sichtbar wie bei unseren Nachbarn, den Franzosen. Als die 1789 aufbegehrten und die Revolution lostrat, waren nicht nur die Adeligen mit ihrer Prunksucht, sondern auch gerade der Klerus im Fokus der wütenden Bürger, die Revolution forderte die Leben vieler aus dem Ancien Regime, also der alten Regierungsordnung die Guiloutine erreichte bald eine traurige Berühmtheit, auch Köln sollte die Revolution erreichen, allerdings erst 5 Jahre später.

Natürlich hatten die Kölner Stadtväter längst von der Revolution gehört und entsprechend auch ein paar Jahre Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, was passieren würde, wenn irgendwann französische Truppen vor der Mauer der Stadt auftauchen würde. Und als dies wirklich passierte, übergaben sie kampflos die Schlüssel der Stadt an die französische Kommandantur, die französische Revolutionsarmee besetzte dann ab dem 6. Oktober 1794 Köln und damit verliert die Stadt natürlich erstmal ihren Status als freie Reichsstadt. Sie ist nun komplett unter französischer Kontrolle und dieser Zustand sollte auch bis 1814 anhalten. Die Besetzer ordneten vieles in der Stadt neu, unter anderem bekommt auch die Dombaustelle

zum ersten Mal eine Hausnummer zugewiesen, diese Hausnummer ist eine erstaunlich krumme Zahl, es ist nämlich die Hausnummer 25 / 83 1 / 2 und mit Vergabe dieser Hausnummer wird auch festgelegt, ja, aber das man kann eine Stadt gut Micro managen, das ist gar kein Ding. Jedenfalls. Du hast ja schon mal von Ideen zur neuen Zeiteinteilung nach der französischen Revolution und das geht für mich jetzt so direkt in die 2583 einhalb. Genau, sehr schön.

Naja, jedenfalls als diese Hausnummer vergeben wurde, wurde damit auch festgelegt, dass dieses Gebäude von der Steuer befreit wird und zunächst freuten sich die Kirchenvertreter über diese Tatsache, aber. Aber bald wurde klar, dass diese Steuerbefreiung einfach nur einem öffentlichen Gebäude gewährt wurde und nichts damit zu tun hatte, dass es sich dabei um eine Kirche handelte.

Als Teil der Revolution war zuerst die Monarchie beseitigt worden, aber nun sollte das gleiche Schicksal auch die Kirche ereilen, die Besetzer lösten das Kölner Erzbistum auf, darüber hinaus lassen sie ein Drittel aller großen Gotteshäuser in Köln abreißen. Die übrigen werden in den nächsten Jahren umgewidmet. Diese Gebäude dienen jetzt als Gefängnisse, Lagerhäuser, Arbeitsanstalten oder schlicht und ergreifend als Pferdeställe und nicht nur das Gebäude selbst ist in Gefahr, auch die vielen Kunstwerke fallen in französische Hand, viele der Kirchenschätze werden verkauft, um die französische Staatskasse aufzubessern, allerdings waren die Vertreter des Domkapitels schlau genug, viele der

wertvollsten Gegenstände und Reliquien schon vor dem Einmarsch der Franzosen in Sicherheit zu bringen. Und so wurde zum Beispiel der Dreikönigsschrein 1794 nach Westfalen in Sicherheit gebracht. Wäre das nicht passiert, wäre er mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit eingeschmolzen worden. Oh ja. Viele Kunstwerke, die sich nicht verkaufen ließen und so gut wie alles an Aktenmaterial wird in den kalten Wintern von den französischen Soldaten verheizt.

Allerdings betraf das nur die Akten, die nicht weggeschafft worden waren. Später wurde nämlich bekannt, dass die Aufzeichnungen der Dombauhütte zusammen mit den Akten des Domstifts auf insgesamt 14 Ochsenkarren geladen wurden und auf diesen Ochsenkarren ihren Weg Richtung Paris antraten. Das mag zwar nach guten Nachrichten klingen, letztendlich bleibt aber das meiste, was da die Stadt verlässt, für immer verschollen, dazu kam dann auch noch der dringende Bedarf an Blei, den die französische Revolutionsarmee hatte, chronischem Bleimangel. Fiel dann schließlich auch das Dach des Doms zum Opfer. Dieses Dach war nämlich mit Bleiplatten eingedeckt und diese wurden nun abmontiert und zu

Kugeln gegossen. Ehrlich gesagt sieht es für den Dom in diesen Jahren nicht gut aus, jetzt ist nicht nur die Fertigstellung das, was in Frage steht, sondern überhaupt die Existenz des Gebäudes, die Rettung kommt schließlich von unerwarteter Stelle, denn es ist schließlich ein Franzose, der sicherstellt, dass der Kölner Dom als Kirche weiter genutzt werden kann. Napoleon Bonaparte ist es, der 1802 das Bistum Aachen einrichtet, und zudem gehört auch das linksrheinische Gebiet des Erzbistums Köln, der Dom in Köln wurde 1803 zur Pfarrkirche, der Dompfarrer herabgestuft, aber er wurde nun zumindest wieder als Kirche angesehen und musste nicht mehr um seine Existenz Banken nach der Kaiserkrönung 1804 sorgte Napoleon sogar dafür, dass der

Dreikönigsschrein unversehrt wieder nach Köln zurückkehren konnte, mit Spenden seiner Gattin Josephine war. Wurde dann das Dach repariert und zu Ehren des Herrscherpaars wurden im Dom mehrere Messen zelebriert und schon bald würde der Dom auch wieder zur Kathedrale werden. Am 16 Juli 1821 löste der Papst das Bistum Aachen auf und der Kardinal war nun wieder in Köln. Im selben Jahr übernahm der preußische Staat die Baulast für das Gebäude und damit war es jetzt der Staat, der sich um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Gebäudes kümmern musste. Bevor wir uns jetzt aber endgültig ins 19 Jahrhundert begeben, können wir noch ein bisschen schauen, was sich so gegen Ende des 18 Jahrhunderts

eigentlich in Sachen Begeisterung für das Bauwerk so getan hatte. Inzwischen war der Barock nämlich auch schon wieder etwas angestaubt und es gab die ersten Stimmen, die sich wieder für den gotischen und ästhetischeren Baustil begeisterten und die Romantik war es dann letztendlich, die eine Art Neuentdeckung des gotischen Baustils auslöste. Einer der Prominenten der damaligen Zeit, der mit seiner Schrift von deutscher Baukunst in diese Richtung wies, war kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe. Und ich finde es so witzig, weil am Titel von deutscher Baukunst kann man schon sehen, dass Goethe der Fehleinschätzung unterlegen war, dass die Gotik aus Deutschland kam, nicht aus Frankreich.

Seine Begeisterung für das Gotische entdeckte er beim Straßburger Münster, und so langsam erarbeitete sich der Kölner Dom wieder den Ruf eines Kunstwerks. Und nicht als eine hässliche Ruine in einer hässlichen Stadt. Alexander von Humboldt besuchte den Dom 1790 zusammen mit dem Schriftsteller Georg Forster, und er war begeistert, der Kulturphilosoph Friedrich von Schlegel war es dann, der 1804 schrieb, dass der Kölner Dom ein Kunstwerk sei, das einfach nur auf seine Vollendung wartete, damit sind wir jetzt endgültig im 19 Jahrhundert angekommen, und jetzt gibt es weitere Argumente, die für den Fertigbau des Doms sprechen.

Der katholische Publizist Josef Görres wird oft als der erste angesehen, der den Dom im Jahr 1814 als nationales Heiligtum bezeichnete. Er gehörte zu den Stimmen, die ihn zu einem Symbol für den gewünschten deutschen Nationalstaat machen wollten. Unter all diesen bekannteren Stimmen gab es aber auch einen Menschen, der schon seit 1808 stetig daran arbeitete, den Dom zur Vollendung zu bringen, zunächst natürlich nur theoretisch, er begann damit, den Baubestand zu skizzieren und.

Und versuchte, Unterstützer zu finden. Unter anderem fragte er tatsächlich 1811 bei Napoleon an, ob dieser den Dombau zu Köln finanzieren könnte. Dieses Bestreben war allerdings vergeblich, dieser Kölner zwar ein Kunsthändler, hieß Supis, Brossere und oder mit vollem Namen Johann Supis, Melchior Dominicus Brossere, also ein schöner Mix aus lateinischen, deutschen und französischen Elementen. Seine Faszination sollte schließlich eine der entscheidenden Triebfedern sein, die die Vollendung des Kölner Doms möglich machten, auch wenn er bei Napoleon keinen Unterstützer fand, hieß es allerdings nicht, dass das irgendwie seinen Willen in irgendeiner Form geschadet hätte, er suchte einfach weiter

und dann taucht Goethe das zweite Mal in unserer Geschichte auf. Nach einem Dombesuch setzte sich der Dichter noch stärker für die Gotik und jetzt auch insbesondere für den Kölner Dom ein, und so wie ihm geht es jetzt immer mehr Menschen. Die, wie man damals sagte, sich mit der Domtollheit Ansteckten. Diese schöne Krankheit machte auch nicht vor dem Adel halt, eigentlich ganz im Gegenteil, es war sogar ein Adliger, der diesen Begriff prägte, denn schon bald gelang es Boisaré, den zukünftigen Preußenkönig Friedrich-Wilhelm, den Vierten für sein Projekt zu gewinnen, und es war eben exakt dieser Preußenkönig, der das Wort Domtollheit prägte. Friedrich-Wilhelm besuchte die Bauruine auf seiner Rheinlandreise im Jahr 1814

zusammen mit Boisaré, der ihn nicht nur für das, was von dem Gebäude schon zu sehen war, begeisterte, sondern auch von dem, was es sein könnte, wenn es einmal fertig wäre. Die Idee faszinierte ihn und er kehrte im folgenden Jahr noch einmal zurück nach Köln, um den Dom noch einmal anzusehen, die Idee, den jahrhundertealten Bau fertig zu sehen, ließ ihn nie mehr los. Er selbst sollte rund 500 Skizzen anfertigen, die seine Vision von dem fertiggestellten Gebäude dokumentierten. Für ihn ist der gotische Baustil ein nationalpatriotisches Symbol, denn für ihn ist dieser Kölner Dom ein Teil einer idealisierten Vorstellung des Heiligen Römischen Reiches. Friedrich-Wilhelm sehnte sich nach einer Neuerung des 1806 untergegangenen Reiches

bestenfalls unter seiner Führung als römisch deutscher Kaiser. So könnte man also auch argumentieren, dass er sich gerne eine schicke Krönungskirche gebaut hätte. Schon zu seiner Zeit als Kronprinz will er den Beginn der Bauarbeiten einleiten lassen, doch noch fehlen ihm die Trugnisse, doch er bleibt bei seiner Meinung und bei seinem Plan, den er dann nach seinem Thronantritt 1840 umsetzen lässt. Vor der Umsetzung aber müssen die Förderer des Dombaus, allen voran boisaré, Unmengen an Problemen lösen. 1 der größten und schwierigsten ist der Entwurf. Viele der Förderer versuchten, in eigenen Zeichnungen herauszuarbeiten, wie der ursprüngliche Entwurf ausgesehen haben müsste, und diese

Zeichnungen konnten sie nur auf dem basieren, was sie vor sich sahen, denn der Grund dafür ist so einfach wie traurig. Nach der Besatzung durch die Franzosen gab es keinerlei mittelalterliche Bauzeichnungen mehr in Köln. Es gab nicht einmal verlässliche Hinweise darauf, was mit diesen Unterlagen passiert war. Boisaré verfolgte den Weg der Pläne bis nach Paris, er versuchte dort in Archiven Aufzeichnungen aus dem alten Köln zu finden, allerdings ohne Erfolg. Letztendlich beginnt er damit, in verschiedenen Antiquariaten der Stadt an der seine zu wühlen, und seine Hartnäckigkeit wird schließlich mit einem Erfolg gekrönt. Er findet eine Hälfte des 4 Meter 5 großen, überarbeiteten mittelalterlichen Fassadenplans

des Dombaumeisters Johannes, dem dritten Dombaumeister des Kölner Doms. Diese riesige Zeichnung macht es möglich, einen tiefen Einblick in die originale Planung des Doms zu bekommen, und sie sollte nicht boissarys letzte Entdeckung bleiben. Den entscheidenden Hinweis bekommt er von einem Freund, dem Hessischen Baudirektor Georg Moller. Und dieser hat gehört, dass sich eine Zeichnung der Domfront auf dem Speicher des Gasthofs zur Traube in Darmstadt befindet. Genau das ist so unglaublich, weißt du, so Darmstadt, irgendein Gasthof die Tatsache, wie spezifisch das ist, finde ich einfach brillant so so, die suchst du irgendwie Planet, die sind da in diesem Gasthof auf dem Speicher, ja. Genau in der in der Kneipe.

Richtig. Genau. Boisaré reiste nach Darmstadt, musste jedoch feststellen, dass der Plan geteilt worden ist und die wichtigere südliche Hälfte des Plans fehlte nach wie vor. Allerdings ist der Plan nicht nur geteilt worden, er hat auch einen neuen Verwendungszweck bekommen, die Stoffbahnen waren auf dem Dachboden der Gaststätte zu flachen Bändern aufgespannt worden, auf denen jetzt Bohnen zum Trocknen ausgelegt waren. Nichtsdestotrotz konnte er diese Fragmente erwerben und sie war nur noch gut genug, um den originalen Entwurf kopieren zu können.

Der Grund, warum dieser Plan es auf den Dachboden dieser Kneipe geschafft hatte, lag einfach daran, dass zu Zeiten der französischen Besatzung genau diese Kneipe als Umschlaglager der französischen Armeen genutzt wurde und die dementsprechend den Speicher als Lagerraum benutzt haben und dementsprechend Teile dieser ganzen Unterlagen, die auf den 14 Ochsenkarren auf den Weg gebracht wurden.

In Darmstadt auf dem Speicher dieser Kneipe angekommen sind. Oh Mann. Auch die Südhälfte fand sich in den nächsten Jahren wieder, auch hier durch Zufall der schon gerade erwähnte g Moller bearbeitete die Ansicht der Westfassade nach einem Kupferstich, dabei fiel ihm auf, dass er ein sechsbeiniges Fenster der Westfassade auf einem in Paris gerade erschienenen Kupferstich gesehen hatte. Dieser Typ war wirklich gut, das war echt so ein Sherlock, dieses Fenster wurde nämlich in einer Ansicht dargestellt, die. Wie man es nur darstellen konnte, wenn man den Originalplan kannte.

Boisseré und Moller bemühten sich dann seit dieser Entdeckung, die Originalquelle dieses Kupferstichs zu finden, und interessanterweise hatten sie gute Freunde, die ihnen da helfen konnten. Diese beiden Freunde waren Johann Wolfgang von Goethe und Jacob Grimm, aber erst 1816, als sich die deutsch französischen Beziehungen verbesserten, konnte Boisseré diese Hälfte der Zeichnung für die Stadt Köln sichern. 1840 schließlich wurden alle 11 Teile des Plans wieder zusammengefügt und sind heute als der große Fassadenplan F bekannt. Er zeigt sehr detailliert die komplette Westfassade, die 4 Meter 6 x 1 Meter 66 große Zeichnung befindet sich bis heute im Dom in der sogenannten Johanneskapelle, und die ist meistens von einem grünen Tuch

abgedeckt, aber es gibt Führungen, wo dieses Tuch dann gelüftet wird und man diesen unfassbar großen Plan sehen kann, der ist auch wirklich sehr detailliert die. Allerdings mag der ja das entscheidende Ding gewesen sein, um weiterzukommen. Und er hat jetzt das Vorhaben letztendlich auch vorangebracht. Aber es ist keine Bauzeichnung, denn eigentlich fehlt das Allerwichtigste, es gibt keinerlei Maßangaben da drauf und es gibt eben auch keine Detailzeichnung oder ähnliches, man hat sich lange gefragt, wozu diese Zeichnung gut war, und inzwischen glaubt man, dass sie vom damaligen Dombaumeister angefertigt wurde und.

Um damit Werbung für das Gebäude zu machen und Geld für das Gebäude einzutreiben. Man könnte dementsprechend sagen, dass es ein sehr, sehr großer Flyer oder ein Verkaufsprospekt war. Werbeplakat. Ja richtig, im Endeffekt ja. Wahnsinn also vor allem dieser Fassadenplan ist beeindruckend. Er ist wirklich beeindruckend, selbst wenn du ihn nur abfotografierst irgendwo im Internet siehst. Es ist wirklich, wirklich.

Beeindruckend. Ja, man geht auch davon aus, dass der so anderthalb Jahre an dem Plan gezeichnet haben muss. Das ist nichts, was du mal eben hinschmiehst, denn. Ja, es ist kein Bauplan. Es ist trotzdem aber wahnwitzig detailreich. Ja, und Maßstabskorrekt ist ja ja auch, dass das sind Dinge, genau, dass er in sich komplett sauber, die die Abmessungen eigentlich die Verhältnisse darstellt, richtig. Das ist letztendlich auch das, wie du dann daraus extra polieren konntest, wie du es bauen musst, weil du hattest ja den einen Turmstumpf.

Du hast einen kleinen Teil des Puzzles ja bereits draußen stehen gehabt, dementsprechend konntest du das nehmen und da drauf dann weiter gucken, wie das Ganze funktionieren muss, ja. Ja, und damit ist jetzt alles soweit. Wir stehen jetzt kurz vor dem erneuten Baubeginn und damit vor dem nächsten spannenden Kapitel rund um den Kölner Dom und das Kapitel sehen wir uns in der nächsten Folge an nächstes Jahr. Aber ihr müsst jetzt kein ganzes Jahr warten, es ist nur eine Woche, aber es ist ein anderes Jahr. Dann starten wir richtig schön zusammen in das Jahr 2025. Richtig.

Neuer Anfang, neuer Baubeginn, das passt so richtig gut zusammen, oder? Ja, eigentlich. Richtig, richtig. Fein letztes Mal hatten wir den Stopp bis Ende des Jahres, jetzt hatten wir so diese Zwischenjahreszeit. Genau. Ja, das ist jetzt so ein bisschen wirklich zwischen den Jahren, genau so schön sagt und dann geht es.

Wieder los. Richtig. Es war so nicht geplant, aber ist trotzdem. Schön geworden. Passt fantastisch. Tatsächlich hat sich auch diese ganze Serie wieder, während wir sie recherchiert haben, verändert, umgestaltet, erweitert. Denn ich habe zum Beispiel irgendwo in meinem Leichtsinn gesagt, gut, wir machen irgendwie bis zum Baustaub und dann starten wir wieder mit dem Baubeginn, dass da mehrere 100 Jahre zwischen Lagen und eigentlich auch eine Menge erklärt werden muss, um die Geschichte weitererzählen zu können, habe ich dabei völlig außer 8 gelassen und somit sind wir zu dieser Zwischenjahresfolge gekommen. Ja, und vor allem, wenn du so viele 100 Jahre überbrücken musst.

Die erzählen sich auch nicht in 3 Sätzen. Ja, jedenfalls nicht irgendwie in der Form, wie ich sie gerne erzählen. Möchte ja, man hat es schon wieder gemerkt, also mit der Reformation, wir kommen oder wir schneiden relativ häufig Themen an, wo wir immer wieder dann feststellen, oha, das ist nicht eine Folge, das ist möglicherweise schon wieder eine ganze Serie, aber du musst es dann trotzdem mal einwerfen und an der einen oder anderen Stelle, wenn es keine ganze Folge bisher davon gibt, dann trotzdem als Exkurs so nutzen. Ja, das Schlimme an Geschichte ist, dass sie so verdammt interessant ist, ja.

Und dann vor allem auch immer wieder. Wieder so verschachtelt. Das eine führt zum anderen und so weiter ja, ich hoffe es hat euch Spaß gemacht, wir hoffen es hat euch Spaß gemacht, wenn ihr uns was Gutes tun wollt, folgt uns auf Spotify, abonniert uns in eurer Podcast App, erzählt euren Freunden und Verwandten davon, dass es einen tollen Podcast gibt und wenn ihr uns noch zum Jahresabschluss was richtig Gutes tun wollt und auch selber davon profitieren wollt, dann überlegt doch einfach, ob ihr uns entweder bei Spotify oder auf Steady ein wenig unterstützen wollt.

Da gibt es dann auch noch zusätzlich ein bisschen mehr Material, was ihr euch anhören könnt. Richtig. Und die Links dazu findet ihr in den Shownotes und wir bedanken uns bei allen, die schon dabei sind und hoffen, dass wir einfach mehr werden. Denn haben wir mehr Kohle, können wir mehr Bücher kaufen, können wir mehr interessanten Kram erzählt blöd gesagt.

So ist es. Ich würde sagen, bis nächstes Jahr gehabt euch wohl, kommt gut rüber und das allerletzte Wort ist immer das Gleiche. Tschüss.

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