
WR166 - Von Gaunern und Agenten: Die Rückkehr des Dom-Schatzes
Freitag, 24. Januar 2025 · 42 min
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Shownotes
Der Domschatz ist weg, ebenso die Täter. Bald gehen der Polizei die Spuren aus. Doch Staatsanwältin Mösch und ein kleines Team wollen nicht aufgeben. Ein Geheimagent soll Licht ins Dunkel des Falls bringen. Doch vor der Lösung gilt es noch einige Wendungen zu meistern.
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#Kölner Dom #Domschatz #Geheimagent #Zeitgeschichte #Deutschland
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Wie überführt man einen Domschatzdieb? Warum braucht man dafür einen Geheimagenten und wer ist eigentlich Schäfers NAS? Das und mehr erfahrt ihr heute bei Wissensreisende, dem Podcast für Wissenswertes aus aller Welt. Willkommen liebe Hörerinnen und Hörer, es ist wieder Freitag, Zeit für eine neue Folge bei den Wissensreisenden und. Und ich sitze schon hier gespannt wie ein Flitzebogen, wem gegenüber, natürlich dem, der da immer sitzt, wenn wir hier aufnehmen, nämlich dem Chris. Hallo ihr Lieben.
Und ich bin der Jan und gespannt wie ein Flitzebogen bin ich, weil der Chris hat uns letzte Woche an einer Klippe hängend zurückgelassen. Wenn ihr wissen wollt, was bisher geschehen ist, hört eben schnell noch mal die letzte Folge. Falls ihr es noch nicht. Getan. Ja, das ist empfehlenswert, das ist. Wirklich sehr empfehlenswert und ansonsten diejenigen, die sie gehört haben, werden wissen was ich meine, wenn ich sage, Chris, wie ist es mit lubu mir weitergegangen. Wie es mit dem Lubu mir weitergegangen ist, ist echt eine spannende Frage, denn das Ganze geht noch echt weiter als ihr glaube ich jetzt schon glaubt, denn. Diese kleine Episode am Ende, dass die Polizei schon mal im Endeffekt neben den Räubern
gesessen hat und auch noch das geraubte direkt im Flur rumgestanden hat, das ist nur der Auftakt von einer ganzen Menge Merkwürdigkeiten. Hohohoho. Na ja, die Polizei hätte einfach zuschnappen können. Hat sie nicht. Sie hat es zu spät gemerkt und dann war einfach schon die Beute weg, aber sie haben ja die beiden Diebe borislaw Tunic und William Dallavale in Gewahrsam.
Allerdings ohne jegliche Verbindung zum Domschatzraub der Kopf der Bande, Lubomi ernst, wurde ja nicht verhaftet, und der Besuch der Polizei war natürlich für ihn absolut Anlass, sich schleunigst aus dem Staub zu machen. Eigentlich konnte er gar nicht fassen, was er für ein unglaubliches Glück gehabt hat und damit hat er recht, die ganze Szene ist ja nun wirklich skurril gewesen und ganz ehrlich glaube ich, dass das heutzutage einfach auch nicht mehr passieren würde. Lubomir packt jetzt schnell alles, was er braucht und natürlich die wertvolle Beute zusammen und macht sich Abreisefertig.
Er überlegt kurz, ob er ein Taxi rufen soll, entscheidet sich dann aber dagegen und stattdessen ruft er einen Freund an und bittet ihn, dass er ihn bitte sofort zum Flughafen bringen soll. Noch an diesem Abend jetzt so steigen jetzt also der Domschatz Lubomir und seine Verlobte in den Wagen und es geht nach Frankfurt zum Flughafen, dieser Freund wird natürlich sehr bald ebenfalls von der Polizei besucht. Nachdem sie ihn verhören und er von dem großen Koffer spricht, den das Pärchen dabei hatte, war für die Ermittler klar, dass Täter und Beute das Land verlassen hatten. Unterdessen trifft man im Dom eine Entscheidung schon nach 2 Tagen öffnet man die Domschatzkammer wieder für Besucher.
Heimlicher Star der Ausstellung ist jetzt der provisorisch versperrte Lüftungsschacht und die leeren Plätze in den Vitrinen zählen ebenfalls die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Erstaunlicher oder vielleicht auch verständlicherweise lockt die Schatzkammer jetzt mehr Menschen an als je zuvor. Normalerweise kommen so rund 200 Besucher am Tag, jetzt sind es locker über 1000.
Naja, man könnte sagen, sie können schon mal anfangen zu sammeln, Lugumi aber hat es geschafft, mit dem Diebesgut unbehelligt nach Jugoslawien zu entwischen und hier kommt die deutsche Polizei nicht wirklich ran, sie hat da keine direkte Zugriffsmöglichkeit, denn das kommunistische Jugoslawien unter dem Diktator Josep Tito. Lag damals noch überwiegend hinter dem Eisernen Vorhang. Die UD SSR hatte zwar nicht so viel Einfluss wie in den Ostblockstaaten, denn Tito hatte schon 1948 mit Stalin gebrochen, nichtsdestotrotz gibt es definitiv keine permanente polizeiliche Zusammenarbeit mit dem Land, lediglich die Interpol hat eine Stelle dort, aber dafür ist das Verbrechen erstmal zu klein, deutsche Beamte konnten
hier in Jugoslawien nicht arbeiten und die lokale Polizei hatte ja einfach gar keinen Anlass nach dem Mann zu Fahnen. Also kam man so nicht weiter und letztendlich war ja auch nicht klar, wer genau wirklich alles beteiligt war und ob die Beute komplett nach Jugoslawien verschwunden war. Eine der wichtigsten Quellen für die Ermittler wird bei der Domverwaltung installiert, um genau zu sein auf dem Tisch des Generalvikars Norbert Feldhoff, man ging davon aus, dass der oder die Täter sich früher oder später hier melden würden, um die Beute zurückzuverkaufen. Das war ja sicherlich die einfachste Lösung für Kunsträuber, um an Geld zu kommen. Da haben wir letzte Woche ja schon mal drüber gesprochen und tatsächlich gehen viele Anrufe
hier im Büro ein, Sie werden alle braven mitgeschnitten und zweimal am Tag tauscht die Polizei die Bänder aus, um die Gespräche auszuwerten. Ja für euch Jüngeren da draußen, früher hat man akustische Daten auf Tonbändern aufgezeichnet, ja sei es drum, sie nehmen das Speichermedium zweimal am Tag raus und werten das Ganze aus, doch wirklich Wichtiges.
Kommt dabei erstmal nicht heraus, denn ganz im Gegenteil stiften mehrere Trittbrettfahrer immer wieder große Verwirrung. Ist ganz klar, du hast in den Zeitungen stehen, da ist was geklaut worden, das ist wertvoll, das müsste zurückgegeben werden, also kommen irgendwelche Deppen da drauf zu sagen, hey ich hab das, gib mir mal bitte viel Geld.
Finderlohn. Richtig, ja, oder eben ich geb dir, gib mir, was ich 100000€ und d Mark, ich geb mir 100000 d Mark und ich geb euch den Schatz zurück und haben gar nichts. Naja, ein anderer Ermittlungsansatz kommt aus der Schweiz, aus der Haftanstalt Regensdorf in der Lugomir ein paar Jahre zuvor ja eingesessen hat.
Auch das hatten wir in der letzten Woche, die Hinweise kommen von einem ebenfalls dort inhaftierten Menschen, er erzählt der Polizei, dass Lugomir zusammen mit ihm und 2 anderen Häftlingen den Raub auf die Domschatzkammer geplant hatten. Ach ja, das waren die Leute, die die das ja dann nicht gemacht haben, weil sie nie zusammen auf freiem Fuß waren. Die.
Genau richtig. Und das waren eigentlich tatsächlich nur 2, von denen Twitter berichtet wurde. Jetzt ist es irgendwie ein Dritter, das ist auch schon die Frage von was hat der wirklich mitgehört, war der wirklich dabei? Letztendlich findet man aber heraus, dass es dort einen Verbrecherring gibt, wo die alle irgendwie mit zu tun hatten und das ist der sogenannte Münchner Kreis und diese Gruppe Krimineller ist der Polizei bekannt und die Polizei hält es auch für sehr möglich und sogar sehr wahrscheinlich, dass die dieses Verbrechen geplant haben.
Die beiden Männer, deren Namen neben dem von Lugumir Ernst von den Häftlingen genannt wurden, stehen jetzt ganz oben auf der Fahndungsliste. Denn die sind beide gerade nicht in Haft. Ganze 11 Wochen wird nach diesen Verbrechern gefahndet, doch die Spuren führen grundsätzlich ins Nirgendwo, und die Ermittlung verläuft schließlich im Sand.
Mittlerweile ist für die Polizei klar, dass Lugumir in Belgrad ist. Aber sie haben keine Chance, dieses Wissen zu nutzen. Ihre Hoffnung, den Domschatz noch irgendwie zurückzubekommen, wird immer geringer. Und mit jedem Tag steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Stücke zerstört werden und nie wieder auftauchen.
Dann, am Neujahrstag 1976, gibt es völlig unerwartet eine neue Spur, eingepackt ins Staniolpapier werden 2 kleine Engel in den Briefkasten des Dompropsts eingeworfen. Staniopapier muss ich vielleicht auch erklären. Weißt du es noch? Ja, ja, das alte Kaugummipapier. Genau richtig. Du hast im Endeffekt Papier, wo eine dünne Schicht Zinn drauf ist und dadurch hast du halt eine Möglichkeit, ohne dass du Plastik einsetzt, waren frisch zu halten, diese beiden kleinen Engel stammen aus der Ausstattung von einem der geklauten Schmuckstücke, doch mit diesen Hinweisen scheinen auch die schlimmsten Befürchtungen wahr zu werden. Es sieht so aus, als ob die Diebe die Kunstwerke zerlegt haben, um so einzeln aus dem
Material Geld zu machen. Wer aber hat die Engel in Köln in den Postkasten geworfen? Lumir scheidet aus, da ist sich die Polizei zu 100% sicher, denn auch wenn sie in Belgrad nicht ermitteln können, so können sie trotzdem regelmäßig Informationen über ihn bekommen und deshalb wussten sie, dass er in einen Verkehrsunfall verwickelt worden war und jetzt gerade im Krankenhaus liegt. Oh, seine Frau oder seine mittlerweile Frau, das ist nämlich die Verlobte aus der letzten Folge. War zu dieser Zeit aber in Köln.
Es wäre also möglich, dass sie es war, die die Engel zugestellt hat, und dieser Verdacht reicht den Polizisten der Sonderkommission dann auch dieser Dame mal einen Besuch abzustatten, was sie dort erwartet, ist ein kleiner Schock, denn ihnen wird schlagartig bewusst, dass ihre Informationsquellen in Jugoslawien doch nicht ganz so zuverlässig sind, wie sie dachten, oho, kaum betreten sie die Wohnung im Griechenviertel, stehen sie vor lugomir Jackpot.
Da Lugome ernst ja der Hauptverdächtige in dem Fall war, nehmen sie ihn jetzt auch sofort fest. Dieses Mal geben Sie auch seiner Frau keine Gelegenheit, irgendwelche Beweise wegzuschaffen. Dieses Mal sind sie wirklich gründlich vorgegangen und haben die Wohnung penibel durchsucht. Zunächst scheint es so, dass es hier nichts gibt, was die Ermittler voranbringen könnte, doch dann finden Sie einen Block und auf dem obersten Blatt kann man deutlich sehen, dass zuvor auf diesem Block ein Blatt mit einem Kugelschreiber beschrieben wurde.
Das kennt ihr sicherlich auch, wenn du mit dem Kugelschreiber auf einen Blog schreibst und das Blatt abreißt, dann hast du da drunter die Abdrücke von dem, was du geschrieben hast. Und das kann man ja relativ einfach sichtbar machen, ja. Schön schräg mit einem weichen Bleistift drüber und dann kannst du das gut lesen, richtig? Und das machen Sie auch.
Und dann kommt die Ernüchterung, sie können nichts davon entziffern, die probieren, diesen Durchschlag irgendwie zu deuten, aber dann kommt eine Erkenntnis auf, nämlich die Tatsache, dass sie ins Lagerfisch. Ja, es ist nicht nur jugoslawisch, sondern das ist Jugoslawisch. Und das ist in kyrillische Handschrift geschrieben, okay und dementsprechend.
Das sieht wirklich völlig Alien aus. Wir alle kennen die gedruckten kyrillischen Zeichen, auch wenn wir sie nicht lesen können, kennen wir sie zumindest. Das ist für uns normal. Von den Formen her allerdings sieht kyrillische Handschrift wirklich noch mal ganz anders aus, aber es ist natürlich etwas, wo du relativ schnell jemanden finden kannst, der dir das übersetzen kann, das machen die dann auch und wieder hat man quasi den Hauptgewinn gezogen.
Denn es handelt sich um den Entwurf eines Erpresserschreibens. In diesem Schreiben ist zu lesen, dass er dem Kölner Kardinal anbieten wollte, die schätze Stück für Stück für 1000000 Mark zurückzukaufen. Und so passt jetzt alles zusammen. Ganz offensichtlich hatte sich Lugo mir, genauso wie schon viele Kunstdiebe vor ihm verschätzt, es ist einfach sauschwer, Kunst zu verkaufen. Die Polizei wittert jetzt wieder eine echte Chance, den Schatz doch noch zu retten und die Schlussfolgerung liegt nahe, dass der Schatz noch intakt ist.
Denn sonst könnte der Täter sie ja nicht gegen Lösegeld anbieten, die Stücke aber noch etwas können die Polizisten aus diesem Schreiben herauslesen, was sie massiv voranbringt, zum Beweis, dass er den Schatz wirklich hat, bot Lugo mir in diesem Schreiben einen bestimmten Ring an, und genau dieses Detail ist es, was ihn ohne jeden Zweifel mit der Tat verbindet, denn genau dieser Ring ist.
Wurde nie in der Öffentlichkeit als Teil des Diebesguts aufgezählt. Okay ja dementsprechend nur jemand, der wirklich direkt damit zu tun hatte, konnte wissen, dass dieser Ring in der Beute ist. Aber ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht. Die Hoffnung, dass der Täter jetzt in der Befragung zusammenbrechen würde, wird schnell enttäuscht.
Lubomir besteht darauf rein gar nichts mit dem Raub zu tun zu haben. Du bist ein. Berufsverbrecher und der wird da wahrscheinlich einfach nur sitzen und einfach die ganze Zeit sagen, ich habe keine Ahnung, wovon ihr redet. Richtig, er sagt nämlich dieses Schreiben, das hat er aus Spaß geschrieben und er sei komplett besoffen gewesen, als er das geschrieben hat und letztendlich wäre dieses Schreiben ja auch nie abgeschickt worden, womit er.de facto recht hat. Er macht sich selber zu einem von den Trittbrettfahrern. Das ist aber auch gar nicht so.
Blöd? Nee, richtig, vor allen Dingen der ist so, wie du schon sagtest, wirklich ein Berufsverbrecher, der bleibt erst mal cool, der denkt erst mal drüber nach, der sagt erst mal gar nichts, was ihn irgendwie damit in Verbindung bringen könnte und sie haben wieder im Endeffekt nichts und auch die Tatsache, dass hier von einem bestimmten Ring geschrieben wurde, diskutiert er weg, es sei halt irgendein Bischofsring gewesen und von denen gäbe es in der Schatzkammer ja viele und natürlich wusste er, dass sie da in der Schatzkammer sind, er ist schließlich Kunsthändler und hat Ahnung auf dem Gebiet das.
Das Resultat war also ernüchternd. Man hatte den Hauptverdächtigen in u Haft und immer noch keine Spur vom Schatz und noch viel schlimmer war, dass man ihn nicht mal wirklich lange in u Haft halten konnte, denn die Beweiskette stand immer noch auf wackeligen Beinen und jetzt gab es auch noch ein ganz anderes Dilemma, wenn man ihn jetzt weiter festhalten würde, was ja eine Option wäre, das hätten sie ja hingekriegt, dass zumindest mal noch eine Weile dahin zu basteln, dass er in u Haft bleiben muss.
Aber wenn man das wirklich tut, kommt man auf keinen Fall weiter. Man musste also abwägen, was wollte man wirklich einen Täter festsetzen oder den Schatz zurückholen? Oh, es dauerte nicht lange, diese Entscheidung, Zufällen natürlich wollte man lubumir für seine Tat bestrafen, aber das hatte Zeit, der Mann war zweifelsohne ein Verbrecher, aber er war halt keine Gefahr für die Öffentlichkeit, er war ein Dieb, er.
Aber er war niemals irgendwo gewalttätig geworden. Dementsprechend konntest du das einfach auch verantworten, den wieder auf freien Fuß zu setzen und so wurde schnell organisiert, wie man ihn möglichst ab sofort lückenlos beschatten konnte und man hat ihn wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Idee war klar, wir wollen gucken, irgendwann macht er vielleicht einen Fehler, irgendwann geht er zur Beute, irgendwie finden wir was raus naja ab jetzt saßen vor seiner Wohnungstür im Auto immer 2 sehr auffällig unauffällige Beamte, die darauf warteten, dass er die Wohnung verlässt. Und die wollten ihn dann halt letztendlich verfolgen. Und es dauerte auch gar nicht lange, bis es sein Haus verließ und bis zum Kölner Neumakler
folgten ihm die Polizisten und dann, ganz plötzlich, war er weg. Sie haben Ihr Ziel zwischen den vielen Menschen schlicht und ergreifend bei der ersten Gelegenheit verloren. Was für eine Blamage, Oh, wirklich das erste Mal aus dem Haus gegangen, weg war er, oh Mann, und damit war der Tiefpunkt erreicht, keine Spur vom Schatz lubu mir verschwunden.
Und dann noch, ach ja, die Komplizen, denn die sind mittlerweile auch weg. Da war unser letzter Stand ja, dass die beiden wahrscheinlich illegal in Deutschland waren und deswegen festgesetzt werden konnten, und dieser Verdacht hatte sich bestätigt und so waren beide Täter, noch bevor man sie wegen des Raubs überhaupt belangen wollte, einfach abgeschoben worden. Ja, im März 1976 scheint es so, dass nach 5 Monaten rein gar nichts erreicht worden ist.
Und es gibt jetzt auch wirklich keine Spuren mehr. Schweren Herzens entscheidet Kriminaldirektor Manfred Grundlach, die Ermittlung einzustellen. Er sieht keine Chance für die Kölner Polizei, in dem Fall noch irgendwie voranzukommen, insbesondere weil der Fall ja mittlerweile definitiv international geworden ist und sich überhaupt nicht mehr in Köln abspielte, der Jade facto auch Recht hat. Doch Grundlach war nicht der einzige Entscheider, ihr werdet euch sicherlich noch an Bloody Mary erinnern, die Oberstaatsanwältin Maria Mösch, die ja den Ruf hatte, nicht so schnell aufzugeben und hart durchzugreifen. Und sie findet in der Soko auch 2 Mitstreiter, die ebenso nicht aufgeben wollten.
Die Beamten Schulz und Päler Maria Mösch beschließt, ihren Ruf und ihre Karriere zu riskieren, zusammen mit dem Polizisten will sie den Fall weiter vorantreiben und dabei ist ihr klar, dass sie sich, wenn es keine Ergebnisse geben sollte, schützend vor die Beamten stellen wird. Es gibt einfach nur 2 Möglichkeiten Erfolg oder ihr wahrscheinliches Karriereende und jetzt kommt eine weitere Eskalation in dem Fall. Wir waren ja am Anfang mal bei einem lokalen Diebstahl, der dann zu einer internationalen Ermittlung wurde und jetzt mit der Domschatzraub zu einem Agententhriller. Oh.
Gott, Oh Gott, oh Gott. Ja, denn tatsächlich wird jetzt ein Geheimagent auf den Plan gerufen, der schon seit längerem für das BKA tätig war. Eine Person, deren Namen schon viele kennen, aber kein Gesicht zu dem Namen bekannt ist. Eine Person, die schon viel erreicht hat und dabei alles andere als unumstritten ist. Sein Name Werner Maus Maus, der auch unter dem Namen Klaus Möllner, Dieter Koch und Richard Nelson unterwegs war, startete seine Karriere als Privatdetektiv. Wobei, davor hatte er auch noch einen anderen Job, aber Maus an sich ist auch so interessant, das wäre auch mal eine Folge wert, jedenfalls als Privatdetektiv. In der Zeit hat er meistens für Unternehmen gearbeitet und ab Mitte der 1960er Jahre war er
dann auch als ziviler Mitarbeiter für Polizeibehörden und Geheimdienste tätig. Er war dabei als Ermittler, aber auch als V. Mann eingesetzt. Seine Mitarbeit bei vielen spektakulären Kriminalfällen haben ihn zur Legende werden lassen, insbesondere auch, weil nie genau bekannt wurde, was und wieviel er in den einzelnen Fällen gemacht hatte, unter anderem hat er maßgeblich an der Festnahme des RF Terroristen Rolf Pohle in Athen mitgearbeitet und auch bei der Freilassung der Hisbollah Geiseln Rudolf Cordes und Alfred Schmidt im Libanon.
Und der Domschatz war auch bei weitem nicht sein letzter Fall in den 1990er Jahren reichten seine Kontakte bis ins Bundeskanzleramt. In einem Brief an den ehemaligen Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, Hans Jörg Geiger, schrieb Maus, dass durch seine Einsätze mehr als 1600 Personen einer Festnahme zugeführt wurden, kurz gesagt, der Mann ist eine echt interessante Person und ja, wir sollten das wirklich mal so im Hinterkopf behalten, da vielleicht mal eine Folge drüber zu machen okay.
Aber zurück nach Köln. Wir haben jetzt schließlich einen Schatz zu finden. Werner Maus wird jetzt mit allen Details zu dem Fall bekannt gemacht, er beschließt anders vorzugehen als die bisherigen Ermittler und sich erstmal um die beiden Komplizen zu kümmern, die abgeschoben wurden, also will jemand borislav Maus braucht gar nicht lange um auf die richtige Spur zu kommen, er findet heraus, dass die beiden sich häufig in Triest aufhalten, in Italien, sein nächster Schritt ist zu ermitteln, wer die lokalen Kontaktpersonen in Triest sind und darüber an die beiden Jungs zu kommen.
Er wird jetzt als Jacques aktiv in dieser italienischen Hafenstadt, und Jacques ist ein international agierender Hehler. Er schafft es wirklich, sich zu diesen beiden Vorzuarbeiten und ihnen auch seine aktuelle Identität glaubhaft zu machen. Jacques ist aber nicht nur ein international agierender Hehler, er hat exzellente Kontakte und er sucht immer nach Fähigen, sagen wir mal, Mitarbeitern. Um seine Geschichte glaubhaft zu machen, lässt er sie über Wochen immer wieder kleine Jobs für ihn machen. Sein Ziel ist nicht nur, dass sie ihm als Auftraggeber vertrauen, sondern auch, dass sie davon überzeugt werden, dass er auf seinem Gebiet mindestens in Europa eine Führungsrolle hat, seine kompletten
Tätigkeiten dieser Zeit sind dabei streng geheim, er spricht seine Taktiken und einzelnen Schritte nicht mit den Behörden ab, bei der Polizei in Köln wissen auch nur ganz ganz wenige Leute, dass die überhaupt jemanden darauf angesetzt haben. Jegliche Kommunikation ist zu dieser Zeit auch schwierig und gefährlich, denn wir sind noch vor der Zeit der digitalen Kommunikation. Es gibt kein Internet, es gibt keine digitalen Telefone und sowas, ja, es gibt einfach nur normale Leitungen, dementsprechend sollte man mit dem Telefonieren äußerst vorsichtig sein, nur so viel wie irgendwie benötigt wird und das dann möglichst auch noch ein bisschen verschlüsselt, denn es könnte alles mitgehört werden.
Maus und seine beiden neuen Mitarbeiter William und Borislav treffen sich wenig später in Genua wieder. Und jetzt kommt der Punkt, an dem sich zeigt, dass Maus genau richtig gearbeitet hat. William und Borislav vertrauen ihm mittlerweile so sehr, dass sie ganz von alleine ihnen davon erzählen, dass sie es waren, die den Domschatz gestohlen haben.
Maus ist ein echter Profi und reagiert perfekt, er lacht die beiden aus und sagt, dass das ja jeder behaupten kann. Es hat ja schließlich in allen Zeitungen gestanden, so doof ist er nicht, das zu glauben. Nein, und genau das funktioniert, er packt diese beiden Verbrecher an ihrer Verbrecherehre und sie reden jetzt wie die Wasserfälle, Sie sagen Maus, einfach alles, sie wollen ihn davon überzeugen, dass Sie die Wahrheit gesagt haben, Oh Mann, und 1 der Details das Sie anbringen ist das während Borislav in der Schatzkammer war jemand an die Tür geklopft hat und das macht Maus stutzig, denn dieses Detail kennt er nicht.
Die Polizei hat sie ihm nicht mitgeteilt, und das hat auch einen ganz bestimmten Grund. Das wussten die selber nicht und erst jetzt rufen die noch mal den Küster nach Köln ins Präsidium, um zu fragen, was in der Phase ist. Und letztendlich stellt sich heraus, dass die Information von Borislaw hundertprozentig richtig war.
Dieses kleine Detail war in der Befragung einfach irgendwo durchgerutscht. Ach. Derjenige, der an der Tür gerüttelt hat, hat erst noch geklopft oder hat dann geklopft, als er was gehört hat. Genau, ja, der hat einfach an der Tür Lärm gemacht, der Dom, klopfen, rütteln wäre der Domschweizer und letztendlich hat wohl auch der Küster selber noch mal an die Tür geklopft.
Ja, aber irgendwie aus welchem Grund auch immer, hat entweder der Zeuge oder die Zeugen vergessen das auszusagen oder es ist nicht aufgeschrieben worden, jedenfalls das war einfach nicht in den Akten, aber. Es steht jetzt fest. William und Borislav haben die Wahrheit gesagt. Die deutsche Polizei hat also tatsächlich alle 3 Haupttäter schon einmal in Gewahrsam gehabt, aber einen auf dem Neumarkt verloren und 2 abgeschoben.
Super, absolut super in Genua geht Maus jetzt aufs Ganze, er überzeugt die beiden Diebe davon den Schatz kaufen zu wollen, die wiederum wird dann jetzt die Gelegenheit doch noch an ihr Geld zu kommen, denn das hatte Lubomir ihnen noch nie gegeben. Ja, wovon auch? Richtig, exakt. Es wurde ja nie verkauft und es war einfach auch vereinbart worden, sobald das Ganze zu Geld gemacht wurde, kriegt jeder 100000 Mark ist nicht passiert, dementsprechend hatten die plötzlich sehr viel Interesse daran, dass der Maus beziehungsweise der Jacques den Schatz doch bitte für sie veräußern sollte. Der nächste Shop der Reise heißt jetzt also Belgrad, doch Maus muss feststellen, dass Lugo mir ein härterer Knochen ist als seine beiden Handlanger Lugo mir
glaubt nicht an den Deal. Denn der Jacques taucht einfach aus dem Nichts auf und bietet ihm irgendwas an. Das ist ihm irgendwie komisch und Maus beschreibt Lubumir später als den misstrauischsten Verbrecher, der ihm in seiner ganzen Karriere begegnet ist. Hohohoho das ist schon fast eine Auszeichnung, am Ende ist Maus aber doch in der Lage, ihn zu überzeugen und das Detail, dass Lubumirs Misstrauen wohlbrach, ist erstaunlicherweise ein sehr geringes Gebot.
Maus stellt klar, dass die Schätze aus dem Dom fast wertlos seien, da sie überall auf der Welt mittlerweile bekannt waren. Und es wäre ja fast schon ein Gefallen, wenn er ihm die heiße Ware abnimmt und dementsprechend bietet Maus ihm 60000 Schweizer Franken an. So, und dafür bekommt er den größten Teil des Domschatzes wow und diesen schafft er dann auch über die italienische Grenze und das ist noch mal ein Kunststück, denn. Man muss sich überlegen, das war halt Ost nach West. Das war zwar nicht die UD SSR Grenze, trotzdem war es eine wirklich gut kontrollierte Grenze und irgendwie hat er das Kunststück geschafft, das Zeug nach Italien zu bringen. Wow und in Italien übergibt Maus seine Beute einem Kontaktmann des Bundeskriminalamtes und der
wiederum bringt dann alles zurück nach Köln und hier ist man überglücklich, als die unscheinbaren Pakete eintreffen. Das Diebesgut ist in Packpapier eingeschlagen und mit Klebeband zusammengehalten. Das ist im Endeffekt nur so ein Wobbel, so eine Wurst. Das ganze Ding, das hat die Maus auch nicht aufgemacht, der hat es genauso wie es gekriegt hat einfach weitergebracht und als die Beamten das Klebeband dann zerschneiden und den Inhalt freilegen sinkt ihr Mut was sie da sehen ist herzzerreißend, Klumpen und Steine fallen lose auf den Tisch, die Steine sind aus den Fassungen gebrochen worden und die Prunkmonstranz wurde das Opfer eines sehr dilettantischen Versuchs, das Gold einzuschmelzen.
Auch da gibt es noch diese kleine Geschichte am Rande zu der Tatsache mit dem Goldeinschmelzen, weil das hat lubo mir irgendwie auch nicht selber geschafft und hat dafür die Hilfe bei einem Zahnarzt letztendlich gefunden. Ja, und dieser Zahnarzt hat das Gold dafür eingeschmolzen. Es gibt heute das Gerücht, dass Teile des Kölner Domschatzgoldes letztendlich es geschafft hat, in die Zähne der kommunistischen Führung von Jugoslawien zu kommen, das ist auch gar nicht so unwahrscheinlich. Naja, es ist jedenfalls schnell klar, dass der Domschatz ein Opfer einer intensiven Zerstörung geworden ist. Hier liegt ein Schrotthaufen vor den Männern, wenn auch ein sehr teurer.
Lugomir hat den Schatz klein gemacht, damit er ihn in einem Auspufftopf schmuggeln konnte, es war also schon lange sein Plan gewesen, doch nur die Materialien zu verkaufen und selbst das hatte er nicht geschafft. Jetzt ist also ein Großteil der Beute wieder in Köln, aber der Fall ist ja noch lange nicht abgeschlossen, in einer Krisensitzung autorisiert Oberstaatsanwältin Mösch den Agenten Maus. Freie Hand bei dem weiteren Vorgehen zu haben und das sieht vor, William und Borislav zu überführen und dingfest zu machen.
Dafür braucht Maus allerdings einen Teil der Beute. Sein Plan ist es, damit die Verbrecher endlich hinter Schloss und Riegel zu bekommen, die Umsetzung des Plans beginnt am 16 Juni 1976 in Lugano in der Schweiz, also wir sind echt immer noch in diesem baguetten Thriller, absolut ja alles dabei, Wahnsinn Maus trifft hier seine beiden mittlerweile vertrauten Lieblingskriminellen. Er ist natürlich wieder als Jacques unterwegs und hat für Velia und Borislav einen Spezialauftrag. Die Aufgabe ist die Überführung eines Autos nach Stockholm, unterwegs sollen sie noch in Zürich halten und dort etwas aus seinem Schließfach holen, was die beiden allerdings nicht wissen können ist, dass das Auto präpariert ist. Sie fahren ohne das zu wissen
mitteilen genau der Beute durch die Gegend, die sie in Köln aus dem Dom gestohlen haben. Am 17 Juni sind William und Borislav da mit dem Auto in der Nähe von Zürich auf der Schweizer Autobahn n 3 unterwegs, als sie auf eine Baustelle treffen. Diese war von der Kantonspolizei als Falle extra aufgebaut worden, und jetzt kommt eine Aktion, die wieder direkt aus einem Magentenstreifen stammen könnte, in der Baustelle fingieren die Schweizer Beamten einen kleinen Auffahrunfall, dazu sorgen sie dafür, dass die Verbrecher leicht in das Heck eines Autos rutschen, das plötzlich stark bremst. Zufälligerweise ist es ein Polizeiauto, im Hintergrund liegen auch die deutschen Kollegen in der Deckung. Die lösen jetzt über Funk ein
kleines Gerät aus, dass zuvor in das Auto eingebaut wurde und dieses Gerät legt die Elektronik des Autos lahm, sodass der Motor ausgeht. Jetzt klopfen die Schweizer Beamten an die Scheibe und bitten höflich um die Papiere der Insassen, die Papiere sind natürlich gefälscht und der Mercedes, den Jacqueline gegeben hat, ist natürlich auch als gestohlen gemeldet, klar. Der Wagen wird dann rein zufällig komplett zerlegt und dort finden sich rein zufällig die Teile des Domschatzes. Ho, ho, ho, ho man.
Beide Täter werden nun ganz offiziell verhaftet und ebenso offiziell wird die Festnahme an die Kölner Staatsanwaltschaft gemeldet, die natürlich auch wusste, dass was irgendwas ist. Aber na ja, sie warteten einfach drauf, dass irgendwas passiert, sie wussten das was passiert, was genau wussten Sie nicht.
Jedenfalls warteten dort Bloody Mary und ihr Team schon sehnsüchtig genau auf dieses Fax. Für die Jüngeren unter euch stelle ich Jan einmal als führenden Fachmann der Telekommunikationstechnik der Vergangenheit der Wissensreiserin einmal die Frage. Was ist denn eigentlich ein Fax beziehungsweise ein Faxgerät? Ein Faxgerät, damit kann man sozusagen ein Stück Papier übertragen, das heißt an einer Stelle, ich mach praktisch sozusagen eine Fernkopie.
Exakt das ist das Wort, das es am besten erklärt. Das war auch tatsächlich das deutsche Wort dafür. Ich weiß nicht, warum sie dann doch bei Telefax geblieben sind, aber fernkopierer. Ja, schlussendlich ist es das so. Du legst halt deine Vorlage ein und kannst dann über eine Telefonnummer entscheiden, wo die Kopie rauskommen soll, richtig?
Dementsprechend sozusagen die E Mail vor der e Mail. Das Team der Oberstaatsanwältin springt sofort in den Flieger und macht sich auf den Weg in die Schweiz. Doch dort angekommen, treffen sie auf Schweizer Kollegen mit langen Gesichtern. Zwar konnten die Täter verhaftet werden und das Diebesgut wurde sichergestellt, aber der Plan scheint irgendwie doch nicht aufzugeben.
William und Borislav haben immer noch kein Geständnis in Sachen des Domschatzraubes gemacht. Noch bevor Mösch und Kollegen zu den Häftlingen dürfen, bittet der Schweizer Verhörspezialist die deutschen Besucher, doch noch einen kleinen Spaziergang im Park zu machen. Was machen die dann? Und als Maria Mösch dann wieder zurück in das Gebäude kommt, hat sich die Lage komplett gedreht, jetzt liegen nicht nur vollständige Geständnisse vor, sondern auch sehr belastende Aussagen gegenüber der Täterschaft Luh mir.
Oh Oh, und wie hat er das geschafft? Bei einem kleinen Spaziergang oder während die anderen einen kleinen Spaziergang gemacht haben? Das ist in der Geschichte verloren gegangen. Oh, Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Das macht sie übrigens Christ. Das macht wirklich nicht besser, dass es in der Geschichte verloren gegangen ist. Es wäre besser gewesen, wenn du es jetzt einfach hättest erzählen können.
Richtig, aber die Ermittler stehen ja immer noch vor 2 Problemen, denn wie kommt man an Lubomir und wo ist der Rest von dem Domschatz? Inzwischen ist Interpol komplett mit involviert, also viel internationaler kann der Fall ja auch schon nicht mehr werden. Dienststellen in Rom, Triest, Zürich, Mailand und Belgrad stehen jetzt unterstützend bereit. Letztendlich ist es dann wieder Maus, der den nächsten Schritt plant.
Er will Lugomir nach Mailand locken, hier ist nicht nur eine der Interpultstellen, sondern was viel wichtiger ist, hier kennt Maus sich aus und hat ein gutes Kontaktnetzwerk und noch einmal muss dementsprechend Jacques alles geben, er arbeitet sich wieder einmal Stück für Stück an sein Ziel heran, Maus sagte später etwas schwammig, dass er einige vertrauensbildende Maßnahmen unternehmen musste, bevor er lugomir endlich wieder so weit hatte.
Ein Treffen sollte jetzt in der Mailänder u Bahn stattfinden. Man wollte dort ein Geschäft besprechen, als Datum wird dann der 2. Juli 1976 festgelegt. Maus beschreibt das, was an diesem Tag passiert, ungefähr so nach einem kurzen Moment sah er, wie Lubu mir hinter einem Zeitungsstand hervortrat, er war allerdings nicht alleine. 2 weitere jugoslawische Männer waren bei ihm, schnellen Schrittes ging er zu Maus und sagte ihm, er solle vorsichtig sein, denn er sei schwer bewaffnet.
Dann binnen Sekunden drehte sich die Situation, als eine Menge italienischer Einsatzkräfte die Verbrecher umstellten und verhafteten. Maus sagte, es hat nur vielleicht 2 Minuten gedauert, da lag Lugo mir in Unterhosen vor mir, tatsächlich hatte die Polizei bei ihm auch Waffen gefunden, aber auch Maus wird in der Rolle als Jacques mitgenommen, seine Tarnidentität soll nämlich aufrecht erhalten bleiben, jetzt ist es Zeit für Bloody Mary wieder ins Flugzeug zu steigen, Reiseziel Mailand. Ist dort angekommen, konfrontiert Maria Mösch ihren Verdächtigen mit den Geständnissen seiner Komplizen. Doch Lubumir bleibt dabei, er hat mit der Sache nichts zu tun und er weiß von nichts, doch ohne Geständnis kommt die Oberstaatsanwältin einfach nicht
weiter und jetzt wird in der Poebel gerade in Aktion versetzt, die dortigen Polizisten sollen das Haus von Lubumir ernst, wohlgemerkt, eigentlich eher eine Villa in demselben Viertel, wo auch Tito wohnte und so die ganze Regierungsriege, also der hatte muss schon ganz schön Geld zusammengekriegt haben. Naja und in dem Haus wohnen eben auch seine Frau und seine Mutter.
Endlich bringt die internationale Hilfe konkrete Ergebnisse, die Durchsuchung ist gründlich und der Durchbruch findet in der Garage statt, hier wird ein Koffer gefunden, in dem sich 30000 der 60000 Franken befinden, die von Maus übergeben worden sind, außerdem finden sich ja einige Klumpen eingeschmolzenen Goldes, immer noch fast ein Kilo und lose Edelsteine. Aber die Tatsache, dass diese Dummschatzreste gefunden wurden, hieß zwar, dass man lugu mir schwer belasten konnte, aber nicht, dass die Fundstücke zurück nach Deutschland kamen. Der Hintergrund ist einfach politische Spannung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Jugoslawien, letztendlich sollte es noch mal 4 Jahre dauern, bis
die letzten Fundstücke zurück nach Köln kamen, wow, aber auch der Täter kann nicht sofort nach Köln genommen werden, das Auslieferungsverfahren diesmal in dem Falle mit Italien. Zieht sich auch über fast ein Jahr. Als es dann soweit ist, sollen deutsche Justizbeamte Lubumir im Zug nach Deutschland holen. Eine letzte Chance, eine letzte Reise lubumir hat schon in der Haft in Mailand seinen Freiheitswillen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, er wurde dabei erwischt, einen Fluchttunnel zu graben, und als sie ihn erwischt haben, war er schon deutlich vorangekommen, denn der Tunnel war bereits 3 Meter lang, wow und bei einer anderen Gelegenheit wurde dabei erwischt, Sägeblätter in seinen
Schuhen zu schmuggeln. Im Zug sieht er seine Chance gekommen, als in der Schweiz eine langsame Passage absolviert wird. Er schlägt, als er die Toilette benutzt, die Scheibe ein und springt aus dem langsam fahrenden Zug. Die Idee war sicherlich gut, aber die Landung nicht ganz so Lubomir verletzt sich am Fuß und wird am nächsten Tag wieder geschnappt, endlich kommt er jetzt in Köln an und man ist vorbereitet, eine Hochsicherheitszelle wartet auf ihn, das Spiel sollte nun endgültig aus sein, keine weiteren Peinlichkeiten, Feierabend. Als Lubomir auf seinen Prozess wartet, haben seine Komplizen Iren bereits hinter sich.
Sie wurden im Dezember 1976 nach nur 2 Tagen Prozesszeit verurteilt, sie waren geständig und Oberstaatsanwältin Mösch sieht die Tat in dem Falle als besonders schweren Diebstahl an, der mit 3 Monaten bis 10 Jahren zu bestrafen ist und die Strafe der beiden siedelt sich dann auch genau in der Mitte an, beide werden zu 5 Jahren Haft verurteilt.
Der Prozess gegen Lubomir ernst beginnt dann am 0103 1978. Er ist geschwächt, denn aus Protest gegen seine Einzelhaft hat er beschlossen, in den Hungerstreik zu gehen. Und den zieht er zu Beginn seiner Verhandlung schon 17 Tage durch und zu einem Geständnis ist er nach wie vor nicht zu bewegen, doch die Beweise sind erdrückend und er wird mit 7 Jahren und 6 Monaten Haft bestraft.
Er wehrt sich allerdings juristisch heftig und beschäftigt die Gerichte noch lange mit zum Teil recht sinnlosen Anträgen. Er will damit eine Wiederaufnahme seines Verfahrens erzwingen. Und was jetzt noch bleibt, ist 3 mal die 1010 Nummer 1. 10 Jahre wird es dauern, bis der Prozess zu Lubumir Ernsts Beteiligung am Domschatzraub endlich endgültig zu Ende geht.
Wir erinnern uns, der hat siebeneinhalb Jahre gekriegt, er schafft es aber noch 10 Jahre die Justiz zu beschäftigen, er ist letztendlich schon lange mit seiner Haftstrafe durch, denn in Deutschland ist es auch recht schwer, wirklich die volle Zeit absetzen zu müssen. Aber zu diesem Zeitpunkt sitzt er schon wieder wegen dem nächsten Verbrechen 10 Nummer 2, das ist die schöne 10, denn ebenfalls nach 10 Jahren Arbeitszeit in diesem Falle ist der Domgoldschmied Peter Beug fertig mit seinem Meisterstück, das ist die Wiederherstellung der geklauten Stücke des Domschanzes hierbei verwendet er so viel von dem, was wieder zurückgekommen ist, wie nur irgendwie möglich und herauszuheben ist.
Die große Schmuckmonstranz dieses Monster aus Gold. Ja, diese war wenige Monate vor dem Raub unglaublich detailreich fotografiert worden. Oh, das war nämlich ein Teil eines Versuchs einer modernen Archivierung, so dementsprechend auf diesen Sachen basierend konnte beugt dann exakte Zeichnungen fertigen und die Monstranz effektiv 100% originalgetreu neu erschaffen aus den Materialien.
Und auch die Besucher des Domschatzes wurden mit in die Restaurierung eingebunden und hunderte privater Fotos von den Schätzen wurden zum Dom eingesandt und konnten so zur Klärung vieler Detailfragen beitragen. Letztendlich alles, was er, was er bekommen hatte, an Fragmenten oder an Materialien konnte er wirklich umsetzen, aber da fehlt noch die dritte 10 das ist wieder eine traurige, denn immer noch fehlten 10% des Domschatzes vollständig, darunter die Kusstafel und einige Bischofsringe.
Und diese konnten nicht gefunden oder wiederhergestellt werden, da auch einfach nicht genügend Fotos bereit standen. Und jetzt fragt man sich natürlich, wie ging es mit der Schatzkammer weiter, man kann ja wohl davon ausgehen, dass die Sicherheit jetzt deutlich verbessert wurde, sowas passiert uns bestimmt nicht normal, oder? Schließlich war der Raub für den Kölner Dom ja auch eine echte Katastrophe und.
Letztendlich auch verdammt teuer. Wenn du alleine überlegst. Du hast einen Goldschmied, den du 10 Jahre lang beschäftigst, der alleine Lohnkosten ist ja schon teuer. Oh ja, du wirst noch einiges an Material gekauft haben müssen und er war auch nicht nur alleine daran beschäftigt, also das war eine teure Kiste und definitiv. Wirklich?
Ich glaube, so der Jahreslohn eines richtig guten Goldschmieds ist wahrscheinlich nicht nur, also das ist schon glaube ich, eine ordentliche Summe auf. Jeden Fall. Na ja, natürlich hat man dafür gesorgt, dass ein identischer Raub oder so ähnlicher Raub nicht mehr möglich war. Der Einstieg von außen war jetzt hundertprozentig unmöglich.
Dazu hätte man Mauern einreißen müssen, aber im Februar 1995 passierte am helllichten Tag etwas Unerhörtes. Ein wertvolles Vortragekreuz war in diesem Jahr in der Ausstellung und das Stück war nicht in einer Vitrine, sondern mit einer Halterung gesichert. Naja, dieses Kreuz wurde am helllichten Tage während Besucher da waren geklaut, das.
Vor allen Dingen wir reden hier jetzt nicht von so einem Ding, was du um Hals trägst. Wir reden schon von so einem Kreuz, das so was mag es gewesen sein, 5016 Zentimeter hoch, also es ist schon ein massives Stück Metallwasser mitgenommen worden ist. Die Kölner waren natürlich erneut außer sich, genau wie ihr Kardinal Joachim Meißner, denn es war zu allem Überfluss auch noch sein absolutes Lieblingsstück aus dem Dom. Schatz, bevor die Fahndung so richtig losgehen konnte, stand dann bei Dompropst Bernhard Henrichs. Sehr unerwarteter Besuch auf der Matte es war einer der bekanntesten und berüchtigtsten Ganoven Kölns okay der legendäre Schäfers NAS sagte dem Propst, das tut man nicht, den Dom beklauen, ich beschaff das
wieder was, oh mein Gott auftritt Heinrich Schäfer Heinrich Schäfer. Der seinen Spitznamen Schäfers NAS von seinem wirklich auffälligen Riechorgan hatte. Aber der König des Kölner Rotlichtmilieus, der Typ war eine echte Gangsterlegende, auch wenn er selbst es nicht so sehr mit Recht und Moral genau nahm, war ihm der Diebstahl dieses Kreuzes doch so zuwider, dass er die Wiederbeschaffung dieses Kreuzes zu seiner persönlichen Mission machte, er würde das Kreuz um jeden Preis finden und zurückbringen er.
Dompropst Bernhard Heinrichs stimmte zu und Schäfers Nas legte los. Oh oh. Gott, Oh Gott, oh Gott. Er schaffte es, seine Kontakte spielen zu lassen und in wenigen Tagen wieder mit dem Kreuz in der Hand beim Dompropst auf der Matte zu stehen, ihm das Ding zu überreichen. Oh, Oh mein Gott, Heinrichs bietet daraufhin Schäfers NAS die ausgelobten 3000 Mark Belohnung an, die waren ja schließlich für jeden ausgelobt.
Natürlich sollte auch er die kriegen. Die allerdings weist er vehement zurück. Vom Dom nehme ich kein Geld, sagt er. Dompropst Bernhard Heinrichs hat allerdings ein anderes Angebot für ihn. 1, das er nicht ablehnen kann. Er bietet Schäfer an, für ihn zu beten, und das gefällt dem Ganoven gut, und er sagt ja, das tut meiner schwarzen Seele gut.
Diese Geschichte stammt dabei nicht irgendwie aus einem Boulevardmagazin oder aus der Legende, sondern wortwörtlich aus seinem Interview mit dem Dompropst. Oh, Oh ja. Also wir können ziemlich genau davon ausgehen, dass das tatsächlich genauso passiert ist. Oh Mann, und natürlich er fährt auch die Presse davon, wer dafür gesorgt hat, dass das Kreuz wieder heile zurückgekommen ist. Und das war natürlich eine Sensation. Schäfers NAS stirbt dann 2 Jahre später und wer weiß, vielleicht haben die Gebete des Propstes ihm wirklich geholfen, damit Ende ich meine Geschichte.
Das ist echt doch mal ein geiles Schmankerl am Ende Schäfers nas, der böse Gangster. Und auch der Typ ist echt ne Folge wert. Schäfers alleine wirklich Schäfers NAS. Es war irgendwie, doch man könnte schon fast sagen, romantische Zeiten, als Gangster noch Namen hat, Schäfers NAS oder was weiß ich, schnalle Toni oder wer auch immer. Aber insgesamt also auch die Hauptgeschichte, ne Wahnsinnsgeschichte, eine Wahnsinnsgeschichte. Die ganze Agentennummer ist schon echt Wahnsinn, was ich alles gemacht habe um die Leute schlussendlich zu überführen und hinter Schloss und Riegel zu bringen. Diese Geschichte mit der mit der Baustelle in der Schweiz, Wahnsinn.
Es ist wirklich absolut irre, dieses Ding, dass das ein Fall war, der die Polizei an den Punkt gebracht hat, wo sie einfach aufgeben musste. Die hatten keine Chance mehr. Mit ihren Methoden war es nicht weiterzumachen, dass man dann halt eben diesen Weg gewählt hat, halt irgendeinen inoffiziellen Mitarbeiter aus dem Hut zu zaubern.
Der dann wiederum auch noch wirklich so gut vernetzt war und so gut war, dass er das echt zusammengekriegt hat und das auch in relativ kurzer Zeit. Der Mann hat ja echt effizient gearbeitet. Wahnsinn. Absoluter Wahnsinn. Vielen vielen Dank gerne. Ich glaube ich kann damit sagen, damit bringen wir unsere kleine Reihe zum Thema Kölner Dom nach dem Bau und dem Raub dann jetzt auch zu Ende. Ja, und damit wahrscheinlich 1 meiner größten Eigentore in diesem Podcast, den ich jemals geschossen habe. Ja, denn ich habe es ja tatsächlich geschafft, weil ich die Folgenlängen so schlecht eingeschätzt habe. Irgendwie jetzt gerade 4 Stück am Stück gehabt zu haben. Ja, also es ist vor euch vorüber, nächste Woche hört ihr wieder Jan Stimme.
Ja, ihr hört meine Stimme und ich verspreche euch auch, wir werden nicht in Köln unterwegs sein, sehr schön, es geht auch nicht um die Kirche, ich überlege gerade noch mal. Nee, geht auch nicht um die Kirche ist wirklich mal wieder was ganz anderes als das, was wir die letzten. Wochen hatten fein. Wenn es euch gut gefallen hat, lasst uns gerne Kommentare da. Gebt uns Sterne, wo ihr uns Sterne geben könnt, erzählt Euren Freunden und Verwandten davon, dass es einen tollen Podcast gibt, den sie sich mal anhören sollen. Viele Leute.
Wissen auch immer noch nicht wirklich, was im Podcast ist. Klärt die Leute auf. Genau tragt die Kunde weiter, worum es denn eigentlich beim Podcasten so geht. Wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr das sehr sehr gerne bei Spotify mit unserem dortigen Premium Angebot oder über Steady tun. Die Links dazu findet ihr direkt hier in der Folgenbeschreibung. Oder auch sonst auf unserer Webseite. Ich würde sagen, es heißt zwar immer, nach der Folge ist vor der Folge, aber jetzt erstmal ganz kurz nach der Folge. Fast.
Und dementsprechend gibt es nur ein Wort, das es jetzt noch zu sagen gibt. Und das lautet? Tschüss.