
WR186 - Leichter als Luft um die Welt: Die Piccards - Teil 3
Freitag, 5. September 2025 · 41 min
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Shownotes
Noch einmal ist uns ein Mitglied der Familie Piccard eine Folge wert. Der Schweizer Psychiater und Abenteurer Bertrand Piccard hat - ganz in der Tradition seiner Familie - in den letzten drei Jahrzehnten die Grenzen des Machbaren neu definiert.
Er schaffte gleich zwei erste Weltumrundungen in der Luft. Doch diese Erfolge kamen natürlich nicht von allein. Harte Arbeit und eine gute Planung war nötig. Immer wieder scheiterten Unternehmungen aus vorher nicht bedachten Gründen.
Eine spannende Geschichte erwartet Euch.
Willkommen zurück zu einer neuen Staffel Wissensreisende!
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#Bertrand Piccard #Weltumrundung #Ballon #Zeitgeschichte #Westeuropa
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Chris, Jetzt geht's endlich wieder los. Aber wohin eigentlich? Was gucken wir uns heute an? Es geht hoch hinaus, das kann ich schon verraten. Und da ich ja deine Höhenangst kenne, denke ich, ist es vielleicht gar keine schlechte Idee, wenn du dich anschnallst. Oh. Bitte. Nicht ja, schauen wir mal. Lass mich gerade noch die Koordinaten einstellen. Chateau D.
Schweiz, 1. März 1999 08:05 Uhr GMT Wissensreisende. Jan, Wir sind da. Ich ziehe jetzt das erste Mal die neue Gardine zur Seite, das musst du sehen. Oh mein Gott Chris, wir sind viel zu hoch und das Schiff ist auch noch gar nicht zu Ende getestet. Wo sind wir also? Wir schweben jetzt etwa 100 Meter über einem wunderschönen Alpinental. Aber Moment, ich gehe noch ein Stück runter. Unter uns liegt das Dorf Chateau D, ein typisches Schweizer Bergdorf mit seinen charakteristischen Chalets, aber das spektakuläre ist Jan, Du siehst den riesigen Ballon da unten.
Das ist ja unglaublich. Der Ballon ist so groß wie ein Hochhaus, beschreib ihn mal für unsere Hörer da draußen. Also es ist ein riesiger Ballon in leuchtend silbergrauer Farbe mit charakteristischen horizontalen Segmenten und da unten, das ist die Gondel. Sie sieht aus wie eine kleine Raumkapsel, schwarz und sehr futuristisch, das ist der legendäre Breitling Orbiter 3, und das ist nicht irgendein Ballon. Es ist ein Rosier Ballon, eine Kombination aus Heißluft und Gasballon.
Die Heliumzelle ist von einer Heißlufthülle umgeben, genial. Schau dir all die Menschen an. Es müssen Hunderte Zuschauer sein, die sich um das Startgelände versammelt haben. Hört ihr das? Das ist der dritte Versuch von Picard, nicht wahr? Die ersten beiden Male sind sie nicht weit gekommen. Ja, aber.
Diesmal haben sie alles anders. Gemacht. Schauen Sie sich diese Gondel an. Kefler und Kohlefaser, Druckdicht bis 3000 Meter Höhe. Die Zuschauer sprechen über die Piloten Bertrand Picard und Brian Jones. Picard ist Schweizer, ein Psychiater und Abenteurer, Jones ist dritte ehemaliger Royal Airforce Pilot. Picard diesmal die dritte Generation. Genau, die Look it does propain tanks 28 titanium silenders a long the gund all a sides they need every drop for 20 days. 20 Tage stellt euch vor fast 3 Wochen in diesem winzigen Raum, kaum größer als ein Wohnmobil, nicht mal ein Großes. Und sie haben sogar noch 4 zusätzliche Treibstoffcontainer angebracht.
Die Windverhältnisse sehen perfekt aus, der Ballon liegt absolut ruhig in der Luft. Chateau D ist berühmt für seine idealen Ballonflugbedingungen, geschützt von den Alpengipfeln. Sie haben sogar ein Buch von Wern dabei, 5 Wochen im Ballon mit einer persönlichen Widmung an Wern selbst. Jules Verne, der hat bereits 1863 von so einer Reise geträumt und jetzt, 136 Jahre später, wird sein Traum wahr.
Moment mal, da bewegt sich was. Die letzten Bodenleinen werden gelöst. Das ist es, sie starten. Sie heben an, ganz langsam, fast schon majestätisch. Der Breitling Orbiter 3 steigt in den klaren Morgenhimmel über den Schweizer Alpen, es ist jetzt 08:05 Uhr, Greenwich Zeit am 1. März 1999. Und diese beiden Männer versuchen jetzt als erste in der Geschichte nonstop mit einem Ballon um die Welt zu fliehen.
Die Menge jubelt, Kameras klicken, Fernsehteams Filmen, aber Picard und Jones, sie verschwinden schon in der Ferne Richtung Südwesten über Frankreich nach Spanien. Ihr Plan ist Kühn. Sie wollen die Jetstreams nutzen, über das Mittelmeer nach Afrika, dann über Mauretanien in den großen Jetstream zwischen dem 15 und 30 Breitengrad Nord you they sexied. Don't met Histry.
Around the. World in the balone. The last great Aviation adventure the 20 century das letzte große Luftfahrtabenteuer des 20 Jahrhunderts und wir sind Zeugen des Staats geworden und ihr Gefährt ist wirklich beeindruckend. Stellt euch vor, in diesem winzigen Lebensraum haben sie GPS, Navigation, satellitenverbindung, Solarpanels für die Stromversorgung und sogar eine druckbetriebene Toilette.
Der Breitling Orbiter 3 ist jetzt nur noch ein kleiner silberner Punkt am Himmel. Aber dank Raumzeitschiff wissen wir, was die Zukunft bringt. In 19 tagen 21 stunden und 55 Minuten werden Pika und Jones in der ägyptischen Wüste landen, und sie werden als Helden in die Luftfahrtgeschichte eingehen.
Was für ein Gefühl das sein muss in diesem Moment des Abhebens zu wissen, dass man für die nächsten 3 Wochen den Winden vertrauen muss. Völlig abhängig von den Luftströmungen unseres Planeten. Und von der Technik, vom Wetter, vom Glück und auch voneinander. Pika wird später mal sagen. Wir starteten als Piloten, flogen als Freunde und landeten als Brüder. Die Geschichte ist aber noch wesentlich größer und gerade über Bertrand Picard habe ich euch eine Menge zu erzählen. Herzlich Willkommen bei Wissensreisende, dem Podcast über Geschichte, Menschen und Hintergründe. Wir sitzen hier schon am Tisch im Podcaststudio in unserem brandneuen Raumzeitschiff zusammen und freuen uns auf eine neue Staffel mit euch.
Das wir ist gleich geblieben. Ich bin Jan und mit mir am Tisch, da sitzt wie immer der Chris. Hallo ihr Lieben und Willkommen. Zurück. Das Raumzeitschiff ist endlich wieder da. Oder besser gesagt das neue Raumzeitschiff. Hier sind so viele Komponenten drin, von denen wir immer noch nicht wissen, wie sie funktionieren, aber das wird sich mit der Zeit schon geben. Chris, Du hast uns in die schöne Schweiz geflogen und willst heute scheinbar mit einer Art Serie weitermachen. Ich würde mal sagen, leg doch besser mal los. Heute schauen wir uns das Leben eines Abenteurers an. Bertrand Picard, Die dritte Generation einer wirklich außergewöhnlichen Familie, der Schweizer Psychiater und Abenteurer Bertrand Picard hat
in den letzten 3 Jahrzehnten die Grenzen des Machbaren neu definiert, mit 2 spektakulären Weltumrundungen. Zunächst im Ballon und dann in einem Solarflugzeug hat Picard bewiesen, dass menschlicher Wagemut kombiniert mit technischer Innovation auch die kühnsten Träume verwirklichen kann. Seine Geschichten lesen sich wie Science Fiction, aber sie sind pure Realität 20 Tage im Ballon wird im Pazifik ohne Sicht auf Land 5 Tage und 5 Nächte allein in einem Solarflugzeug von Japan nach Hawaii kritische Momente, in denen nur noch ein paar Tropfen Treibstoff den Unterschied zwischen Triumph und Katastrophe bedeuteten.
Heute wird es also richtig spannend, dass Bertrand Erbe einer außergewöhnlichen Familie ist. Sollte allen klar sein, die schon die Folgen WR. 178 mit dem Titel ganz nach unten und die WR 172 mit dem Titel die Picards hoch hinaus und tief hinab schon gehört haben. Ich lege euch mal ans Herz auch diese Folgen zu hören, aber ich fasse die Ereignisse gerne noch mal kurz zusammen.
Bertrand Picard wurde am 1. März 1958 in Lausanne geboren. Und er trägt das Abenteuer gen bereits in sich. Er stammt aus einer Familie, die seit Generationen die Grenzen der Erforschung unseres Planeten verschiebt. Sein Großvater Auguste Picard war Physiker und wagte 1931 als erster Mensch eine Fahrt in die Stratosphäre in einem selbst konstruierten Ballon mit Druckkabine.
Auguste erblickte dabei tatsächlich als erster Mensch die Krümmung der Erde mit eigenen Augen, und er erfand dabei quasi ganz nebenbei die Druckkabine, die heute noch jedes moderne Verkehrsflugzeug hat. Bettrons Vater Jacques Picard eroberte 1960 gemeinsam mit Don Walsh die Tiefsee. Im Tauchboot Trieste stiegen sie 10 916 Meter hinab zum tiefsten Punkt der Erde im Marianengraben. Doch Bettron sollte seinen eigenen Weg finden und ganz zu Anfang sah es erst mal gar nicht so aus, als ob er überhaupt in die Fußstapfen seiner berühmten Ahnen folgen würde. Nach seinem Medizinstudium an der Universität Lausanne und einer Doppelspezialisierung als Psychiater und Psychotherapeut entdeckte er dann aber doch
seine Leidenschaft für die Luftfahrt wieder. Und auch hier standen die Zeichen anfangs gar nicht so gut, denn sein Problem war etwas, das du Jan sehr gut kennst. Eine überwältigende Höhenangst. Höhenangst ist nicht schön. Ja, und damit hatte er als Kind wirklich zu kämpfen. Wobei, ich hab das ganz komisch, ja, wenn ich in dem Flugzeug bin, hab ich keine Angst, weil ich das Gefühl habe von da ist ne Wand, da kann ich nicht rausfallen wenn ich auf einem 20 Meter hohen Turm stehe und das Gefühl habe. Oben in einem falschen Schritt könntest du hier dann doch unter dem Geländer durchrutschen.
Dann kriege ich Panik, und zwar richtige. Ja, das kann ich sehr gut. Ich habe das auch, das ist quasi nicht wirklich so, Höhenangst höher an sich, sondern das ist nur die Kantenangst, das ist die, die Angst in die Tiefe zu fallen, da geht auch etwas mehr, ja, weil. Du stehst in einem Hochhaus in der obersten Etage, da sind komplett hohe Scheiben kein Problem.
Ja, das habe ich echt genauso, ja. Naja, bei Bertrand war es so, dass ein Ereignis seinen Wunsch, die Welt von oben zu sehen, einfach unwiderstehlich machte, nämlich als Elfjähriger erlebte er am 20 Juli 1969 den Start von Apollo 11, und das war ein prägendes Erlebnis, und er beschloss in diesem zarten Alter dann eben doch, Entdecker zu werden. Höhenangst und Höhlenflüge passen aber sogar nicht zusammen.
Doch Bertrand hatte das Glück, nicht nur von väterlicher Seite die Gene echter Abenteurer vererbt bekommen zu haben. Er hatte zum Glück auch eine Person an seiner Seite, die ihm gerne half, und das war seine Mutter Marie Claude. Die Pastorentochter ergänzte seine wissenschaftliche Erziehung um philosophische und spirituelle Dimensionen, ihre tiefgehenden Gespräche mit Bertrand eröffneten ihm neue Bereiche, persönliche Entwicklung, spirituelle Suche und die Bereitschaft, Antworten ohne vorgefasste Meinungen zu suchen. Als schüchterner Teenager mit Höhenangst, aber großen Träumen begann er dann im Alter von 16 Jahren mit dem Drachenfliegen. Und zwar ich meine die Drachen unten dranhängt. Er verstand das als eine Art
Therapie für seine Ängste und Training für mehr Selbstvertrauen. Schocktherapie, also Konfrontationstherapie sozusagen als seine. Bildungskarriere so langsam in Richtung Studium voranging, wählte Bertrand bewusst den Weg der Medizin und. Um sich von den ständigen Fragen nach der Nachfolge seiner berühmten Vorfahren zu befreien, also am Anfang hat ihn das einfach erstmal genervt, dass alle erwartet haben, dass der jetzt irgendwie Physiker oder Mathematiker wird und dann irgendwas großartiges macht. Gesagt nee, Medizin finde ich spannend, an der Universität Lausanne studierte er dann Medizin mit Schwerpunkt Psychiatrie und entwickelte schon früher eine Faszination für menschliche Verhaltensweisen
in Extremsituationen, aber auch seine Leidenschaft für die Fliegerei liegt nicht auf der Strecke. 1985 mit Mitte 20 wurde er Europameister in der Drachenflugkunstfliegerei. Also er hat sich nicht nur getraut, mit den Dingern zu fliegen, sondern auch Sachen mit den Dingern zu machen, die ganz, ganz viele Leute, die gerne drachenfliegen nie machen würden. Und das ist ja auch schon ein Sport, der auch ganz klar mit Gefahr spielt.
Man muss eine gehörige Portion Mut und Selbstvertrauen haben, um mit einem so kleinen Fluggerät waghalsige Tricks zu machen. Und das war schon alles sehr eindrucksvoll. Doch seine wahren Abenteuer sollten ja noch kommen. Beruflich lief es erstmal wirklich gut für den jungen Picard, seine doppelte Spezialisierung in Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene und Kinder führte ihn schnell zum Posten des Chefarztes an einer Universitätsklinik, parallel eröffnete er eine private Psychotherapie Praxis, in der er auch fast 20 Jahre lang Patienten behandelte.
Sein therapeutischer Ansatz konzentriert sich darauf, Patienten dabei zu helfen, ihre eigenen inneren Ressourcen zu entwickeln und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu fassen. Im Grunde verfeinerte er das, was ihm selbst als Kind geholfen hatte, auf einer professionellen Ebene, spätestens aber mit seinem aufkeimenden Wunsch, auch in einer Disziplin der erste Mensch zu werden, konnte man ahnen, dass auch Bertrand dann doch ein echter Picard Abenteurer werden wollte.
Doch zuvor wollte er erst mal seinen Doktor machen, was ihm dann auch mit der Arbeit die Pädagogik der Prüfung, eine Studie über die konstruktiven und aufschlussreichen Aspekte von Krankheit, Unfällen, Unglück gelang. Seine Arbeit wurde schließlich preisgekrönt und galt als ihrer Zeit voraus, sie untersuchte, wie existenzielle Krisen Patienten dazu stimulieren konnten, ihre inneren Ressourcen und ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln.
Anfang der 1990er Jahre absolvierte Bertrand eine umfassende Ausbildung in. In Erikssonscher Hypnose zunächst in Europa, dann in den Vereinigten Staaten. Diese Technik integrierte er vollständig in seine psychiatrische Praxis und entdeckte ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von ängstlichen, Phobischen, traumatisierten und depressiven Patienten. Bald wurde Picard in Sachen Hypnose sogar so versiert, dass er Lehrer und Supervisor bei der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft Hypnose wurde.
Er organisierte mehrere Jahre lang Trainingsseminare für Ärzte und Psychologen. Später erhielt er den Titel Ehrenmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für klinische Hypnose für seine originelle Anwendung der Hypnose bei Luftfahrtexpeditionen, wo wir gerade bei Luftfahrtexpeditionen sind, sollten wir vielleicht einmal schauen, wie es auf diesem Gebiet für ihn lief.
Zuallererst mal machte er die Begegnung mit einem Menschen, der sein Leben verändern sollte, und zwar nachhaltig, und das geschah im Jahr 1992. Beim jährlichen Ballon Festival Dinner in Chateau D traf er Wimp Festreten, einen belgischen Piloten. Festreten lud ihn zur Chrysler Transatlantic Challenge ein, weil er glaubte, dass Picards Hypnosetechniken ihm helfen würden, diese 5000 Kilometer lange Ballonreise besser zu überstehen.
Also er hatte die Idee, ich sollte Psychologen mitnehmen. Warum nicht? Die Strategie funktionierte, sie gewannen das Rennen 1992 nach einem fünftägigen nonstop Flug über den Atlantik und landeten in Spanien. Und dieser Sieg veränderte auch etwas im Bettron zum ersten Mal fühlte er einfach keine Dualitäten mehr.
Er sagte, plötzlich spürte ich, dass ich alles verschmelzen kann, meinen eigenen Lebensweg und dem meiner Familie, Luftfahrt und Medizin, Wissenschaft und die Art, wie der Wind weht. Nach dem Sieg von 1992 träumte bettron davon, sich auf ein damals für unmöglich gehaltenes Experiment einzulassen, um die Erde zu fliegen, getragen vom Wind. 1995 dann entschied sich der Schweizer Luxusuhrenhersteller Breitling, das Erste Nonstop Ballon Projekt um die Welt zu sponsern. Und so entstand das Breitling Orbiter Projekt von 1994 bis 1997 bereitete sich Bertruon intensiv vor, er stellte ein Team zusammen, darunter die Meteorologen Luc Troemon und Pierre Ecquer, entwickelte Ballon Designs und plante internationale Routen, er machte
symbolisch seinen letzten Kunstflug mit einem Drachen in Chateau d. Um sich im Anschluss vollständig auf die Ballonflugrekordfahrt zu konzentrieren, im Januar 1997, wagte Bertrand so seinen ersten Versuch, die Welt im Ballon zu umrunden. Gemeinsam mit dem belgischen Piloten Vim Verstreten startete er mit dem Breitling Orbiter 1 zu dem, was die Medien als das letzte große Abenteuer unseres Planeten bezeichneten, doch das Abenteuer war nach nur 6 Stunden vorbei, ein massives Treibstoff Leck in der Kabine zwang sie zur Notlandung im Mittelmeer, da Explosionsgefahr bestand.
Wir hatten uns aufgemacht zu dem, was die Medien als das letzte große planetare Abenteuer angekündigt hatten, und wir schafften es gerade einmal, 500 Kilometer zurückzulegen. Es war der größte Misserfolg meines Lebens, erinnert sich Picard an diesen bitteren Moment, doch Rückschläge haben Picards noch nie aufgehalten. Ein Jahr später, im Januar 1998, startete Picard seinen zweiten Anlauf, diesmal mit Andy Alson und erneut mit dem Festdrehten an Bord seines neuen Ballons, dem Breitling Orbiter 2. 9 Tage lang schwebten sie durch die Atmosphäre und stellten einen neuen Weltrekord für die längste Ballonfahrt auf. Sie erreichten schließlich Asien, doch dann war ihr Abenteuer schlagartig beendet.
Der Grund war, dass die chinesischen Behörden die Überflugrechte verweigerten. Oh ja, das ist genau das Ding, du bist schon so lange unterwegs und dann musst du landen. Gezwungenermaßen landeten sie so im Dschungel von Myanmar, nur wenige 100 Kilometer vor ihrem eigentlichen Ziel. Die Enttäuschung war riesig, aber die gewonnenen Erkenntnisse erwiesen sich als unbezahlbar. Jetzt wusste Picard, dass für eine erfolgreiche Weltumrundung eben nicht nur technische Perfektion, sondern auch diplomatisches Geschick und alternative Routenplanungen nötig sind, und damit war klar, dass ein neuer Versuch, eine erweiterte Planungsphase nötig machte, am 1. März 1999 wie wir vorhin schon gehört haben, um 08:05 Uhr morgens startete die neue und
entscheidende Mission. Bertrand Picard und sein neuer Partner, der britische Ballon Experte Brian Jones, hoben mit dem Breitling Orbiter 3 von Chateau D in den Schweizer Alpen ab. Was folgte, waren 20 der intensivsten und dramatischsten Tage in der Geschichte der Luftfahrt, der Breitling Orbiter 3 war alles, aber kein gewöhnlicher Ballon mit 55 Metern Höhe, bei voller Aufblähung nutzte er das revolutionäre rosiere Design der. Das ist eine Hybridkonstruktion, die die bewährte Heißluft und Heliumtechnologie miteinander verbindet. In der silbernen Hülle befand sich eine Heliumzelle, die von 6 Propanbrennern erwärmt wurde, um Höhenverluste in der Nacht zu verhindern.
Die Gondel war ein Meisterwerk der Luft und Raumfahrttechnik, 5 Meter lang, 2 Meter im Durchmesser, gebaut aus Käffler und Kohlenfasern als Druckkabine versiegelt, bot sie bei 10000 Metern Höhe den Atmosphärendruck von 3000 Metern. 28 Titan propanflaschen plus 4 Notfallbehälter bildeten das Herzstück der Energieversorgung. Solarpanels luden die Bleisäure Batterien für die elektrischen Systeme, während ein ausgeklügeltes Lebenserhaltungssystem mit Lithiumhydroxidfiltern das CO 2 aus der Atemluft entfernte.
Wow, das ist also tatsächlich Raumfahrttechnik, die geplante Route war schließlich ein navigatorisches Meisterwerk von der Schweiz aus ging es nach Frankreich, dann aufs Mittelmeer nach Marokko. Weiter nach Mauretanien, von dort nach Mali, nach Algerien, nach Libyen, nach Ägypten, rüber in den Sudan, dann weiter rüber nach Saudi Arabien, Jemen, Oman, Indien, Bangladesch, Myanmar, China, Taiwan, Japan, dann den Pazifik, dann wieder Ankunft in Mexiko, weiter geht's nach Guatemala, dann über den ganzen Atlantik wieder nach Afrika und dann nach Ägypten, also auch so ein Ding vom Moment mal.
Das ist keine gerade Linie, nein, das ist absolut keine gerade Linie. Denn es geht immer darum, wo liegen die Strömungen. Wenn du so eine Ballonfahrt machen möchtest, musst du genau wissen, wann du diese Fahrt machst, weil verschiedene Strömungen halt zu verschiedenen Jahreszeiten auftreten, manchmal wirklich nur für ein paar Wochen. Die größte Herausforderung dabei war, südlich des 26 Breitengrades zu fliegen, um die chinesischen Luftraumbestimmungen zu respektieren, also sie konnten China letztendlich ankratzen, aber nicht komplett überfliegen. Meteorologen beschrieben dieses Manöver als das Einfädeln einer Nadel in 15000 Kilometer Entfernung. Weil du die Entscheidung, wie du da hinkommst, sehr, sehr viel früher treffen musst.
Die kritischsten Momente der Reise ereigneten sich zwischen den Tagen 11 und 16 über dem endlosen Pazifischen Ozean mit nur noch 30 Kilometer pro Stunde Windgeschwindigkeit und von Sturmwolken umgeben, verloren sie für 2 Tage jeglichen Satellitenkontakt Oh. Ich finde, das weiß nicht. Wo du bist und ich finde, das ist noch schlimmer als der Gedanke von, du bist draußen auf dem Meer und weißt nicht mehr, wo du bist, dann bist du wenigstens noch auf einer Art von Oberfläche. Du bist halt wirklich im Nichts, nichts, nichts. Bald trat das Schlimmste ein, was die Männer an Bord fürchteten, die Treibstoffreserven schmolzen dramatisch dahin, ich dachte, wir würden abstürzen, weil uns der Treibstoff ausgeht, gestand
Picard später. Die Meteorologen hatten alles auf einen Jetstream gesetzt, der noch gar nicht existierte zu dem Zeitpunkt, wo sie das geplant haben, aber. 6 quälende Tage lang schwebten sie über dem Pazifik, bevor sie endlich den erlösenden 180 Kilometer pro Stunde Jetstream Richtung Mexiko erreichten. Wow, die Reise war geprägt von ständigen technischen Problemen, Zündflammenstörungen erforderten alle 10 Sekunden, elektrische Zündungen manuell.
Bei -35 Grad Celsius in 7000 bis 8000 Meter Höhe vereisten die Treibstoffregulierungsventile und mehrfach mussten Picard oder Jones Außenaktivitäten durchführen. Oh, eingefrorene Brennerventile wieder gangbar zu. Machen. Oh mein Gott, das ist ja fürchterlich, ja, weil da kannst du dann nämlich wieder runterfallen, ja. Das ist wirklich, wirklich, wirklich fürchterlich. Das ist schon wieder so ein Ding, weil ich stell mir das fast schlimmer vor als Weltraumspaziergang, um ehrlich zu sein, da schwebst du wenigstens noch. Da fällst du nicht so schnell.
Ja, Oh, fürchterlich, ganz fürchterlich. Elektronische Ausfälle führten zu riesigen Flammen, wenn elektrisch betriebene Ventile blockierten. Das Trinkwasser gefror ebenfalls zu Eis und mehr oder weniger die ganze Elektronik musste regelmäßig von Eisschichten befreit werden. Nach der Überquerung des Pazifiks drohte der Jetstream, sie nach Venezuela zu tragen, das gleiche Schicksal, das Richard Branson auf seine Rekordfahrt Monate zuvor ereilt hatte.
Picard entschied sich für einen verzweifelten Kraftakt. Wir verbrauchten eine riesige Menge Propan, um so hoch wie möglich zu klettern, und tatsächlich fanden sie in 10500 Metern Höhe eine Luftströmung, die sie zurück auf Kurs brachte. Oh wow, also. Man muss sich das nur mal vorstellen. Einfach was das bedeutet.
So ne Langstrecken Expeditionsfahrt mit einem Luftballon zu machen. Ja, du weißt, es gibt in verschiedenen Höhen Winde, aber es ist so lange einfach eine Wundertüte, bis du es auch ausprobiert hast. Das ist echt schröding als Luftstrom. Es könnte da oben in die richtige Richtung gehen oder halt auch nicht. Die Zusammenarbeit zwischen Bertrand Picard und Brian Jones entwickelte sich zu einer der bemerkenswertesten Partnerschaften der Luftfahrtgeschichte. Jones, ein ehemaliger airforce Pilot mit 13 Jahren Militärdienst, brachte die technische Präzision mit, während Picard die visionäre Führung. Und eben auch die psychologische Expertise beisteuerte. Ihr Tagesrhythmus war akribisch
geplant, jeder Pilot übernahm 8 Stunden alleine die Kontrolle, 8 Stunden arbeiteten sie zusammen und 8 Stunden schlief einer in der einzigen Schlafkoje, in der nur 16 Kubikmeter großen Kabine bei Temperaturen, die trotz Heizung oft unter dem Gefrierpunkt lagen, bewältigten sie gemeinsam jede Krise, ich hatte ja vorhin schon dieses Zitat gesagt, Wir starteten als Piloten, wir wurden Freunde und später landeten wir als Brüder.
Das ist etwas, was man, glaube ich, absolut nachvollziehen kann. Wenn du dir überlegst, was diese beiden Leute in 20 Tagen, wo sie permanent zusammen waren und die gleichen Gefahren meistern mussten, dann erlebt hatten, ja das. Schweißt glaube ich, sehr zusammen. Am 21 März 1999 landete der Breitling Orbiter 3 dann in der ägyptischen Wüste 300 Meilen südwestlich von Kairo. Nach 19 tagen 21 stunden und 47 Minuten hatten Picard und Jones die erste nonstop Ballonfahrt um die Welt vollendet. Sie legten 45 755 Kilometer zurück, erreichten eine Maximalhöhe von 11 737 Metern und stellten ganz nebenbei 7 Weltrekorde auf.
Hoho. Das ist ordentlich. Sie landeten mit weniger als einem Viertel ihrer ursprünglich berechneten Treibstoffmenge. Die offizielle Weltumrundung erfolgte bereits am 19 März um 04:54 Uhr über Mauretanien, als sie den 9 Grad 27 Minuten westlichen Längengrad kreuzten. Auch wenn diese Leistung schon enorm war, hatte Bertrand noch nicht genug Abenteuer gehabt. Wie bitte?
Immer noch nicht. Also eigentlich muss man da doch schon sagen, also irgendwann muss es auch mal gut sein. Nee, ich glaube, da ist der Picard jetzt endgültig geschlüpft. Oh okay, dann kommt da noch was. Das nächste Mal, wenn ich um die Welt fliege, wird es ohne jeden Treibstoff sein, versprach Picard nach seiner Ballonlandung. Was wie ein verrückter Traumklang wurde 2003 zur Mission das Solar Inpulse Project. Gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmer und Ingenieur andré Borschberg entwickelte Picard über 13 Jahre hinweg das revolutionärste Flugzeug der Luftfahrtgeschichte. Das Projekt kostete insgesamt 170000000€ und Beschäftigte über 50 Spezialisten aus 6 Ländern das Ziel war so einfach wie unmöglich Erscheinend, ein
Flugzeug zu bauen, das nur mit Sonnenenergie um die Welt fliegen kann, ohne einen Tropfen Treibstoff und ohne schädliche Missionen. Der erste Prototyp Solar Impulse One flog erstmals am 3. Dezember 2009 mit einer Spannweite von 63,4 Metern. Das ist vergleichbar mit einem Airbus A 340 wog das Flugzeug nur 1600 Kilogramm, oh das.
Ist ja gar nichts. Das ist wirklich gar nichts. Wenn du noch bedenkst, was da eingebaut war. Das waren nämlich 11 628 Photovoltaik Zellen mit einer Spitzenleistung von 45 KW. Das heißt im Endeffekt wahrscheinlich die. Diese Zellen wiegen halt von den 1000. Hast du gerade wirklich 1000 Kilo gesagt? 1600. 1600 Kilo, das sind dann 1400 für die Zellen. Und dann kommt noch ein Pilot rein. Nicht mal, denn da wären noch die 21 Kilowattstunden Lithium Millionen Batterien für die Energie für Nachtflüge. Oh ja, das ist auch das, das ist das, was ich hier im Keller stehen habe, die 2 großen Türme, das sind weiß ich nicht auch noch mal auf 300 Kilo. 350 Kilo alleine in die Batterien. Das heißt also effektiv, du hast
die photovoltaikzellen, du hast die Batterie und da drum baust du ein Papierflugzeug. Naja und du brauchst auch noch Motoren, ne? Ach ja, stimmt. So. Oh Mann. Die ersten Erfolge ließen echt dann gar nicht so lange auf sich warten. Am 8. Und 9. Juli 2010 gelang andré Borschberg der erste 26 Stunden Solarflug der Geschichte von Parriere nach Parriere eine ganze Nacht nur mit gespeicherter Sonnenenergie. 2011 folgt der erste internationale Solarflug von der Schweiz nach Brüssel. 2012 der erste interkontinentale Flug von Madrid nach Rabat in Marokko über 19 Stunden den Höhepunkt bildete 2013, die erste Solardurchquerung Amerikas. In 6 Etappen flogen Picard und Borschberg von Kalifornien nach New York und bewiesen, dass
Solarluftfahrt auch über größere Entfernungen funktionieren kann. Während Solar Impulse One die Machbarkeit bewies, sollte Solar Impulse 2 das Unmögliche vollbringen. Die erste Solar getriebene Weltumrundung das zweite Flugzeug war noch einmal in jeder Hinsicht revolutionärer Spannweite 71,9 Meter breiter als eine Boeing 747, vergleichbar mit dem Airbus a 380 Wow, aber das Gewicht betrug nur 2300 Kilogramm, so viel wie ein modernes Familienauto.
Wow. 17248 Monokristalline Siliziumzellen mit einer Gesamtfläche von 269, einhalb Quadratmetern und einer Spitzenleistung von 66 Kilowatt bedeckten jetzt nicht nur die Flügel, sondern auch den Rumpf und sogar die Leitwerke. Die 413 kw Elektromotoren trieben 4 Meter Propelloren an, während 441 Kilowattstunden Lithium Polymer Batterien mit insgesamt 633 Kilogramm die nächtliche Energieversorgung sicherten. Wow.
Die Maximalgeschwindigkeit betrug 140 Kilometer pro Stunde am Tag und nachts nur 60 Kilometer pro Stunde zur Energieerhaltung, das gerade einmal 3,8 Kubikmeter große Cockpit war für einwöchige Daueraufenthalte ausgelegt. Der unbeheizte Raum musste Temperaturen von -40 Grad Celsius in der Höhe bis plus 40 Grad Celsius am Boden standhalten. Ein multifunktionaler Sitz diente gleichzeitig als Pilotensitz, als Bett und als Toilette. Das revolutionäre Autopilotsystem ermöglichte den Piloten 20 minütige Schlafpausen, während Vibrationsmanschetten ihn warnten, wenn das Flugzeug sich um mehr als 3 Grad neigte.
Sauerstoffflaschen versorgten den Piloten bei Flügen bis zu 12000 Metern Höhe, während Satellitenkommunikation permanenten Kontakt zum Missionskontrollzentrum in Monaco gewährleistete. Am 9. März 2015 um 07:12 Uhr Ortszeit startete Solar Impulse Two vom Albertin Executive Airport und Abu Dhabi zur ersten Solarbetriebenen Weltumrundung wow, was folgte, waren 505 Tage voller Drama, technischer Krisen und menschlicher Grenzerfahrungen. Die ersten Flüge verliefen vielversprechend. Abu Dhabi nach Muskat, 441 Kilometer in 13 Stunden, dann Muskat nach 8 Meter Bad 1593 kilometer in 15 stunden. Wollten wir bei der ersten Teilstrecke, waren sie doch irgendwie viel langsamer.
Also da waren es 13 Stunden, aber die die Entfernung war viel kürzer. Ja, es gab tatsächlich wirklich die unterschiedlichen Geschwindigkeiten, weil sie einfach manchmal auf die Batterie sich verlassen mussten, weil einfach nicht genug Sonne geschienen hat zum Beispiel. Das ist das Problem noch bei dem Flugzeug, die kriegst diese Höchstgeschwindigkeit wirklich nur unter den perfekten Bedingungen okay von Ahmed Abad ging es nach Waranasi, das waren noch mal 1170 Kilometer, wo sie dann auch nur 13 Stunden für brauchten. André Borschberg und Bertrand Picard wechselten sich als Piloten ab und jeder spezialisierte sich auf bestimmte Streckenabschnitte.
Also sie konnten sowieso nicht beide gleichzeitig im Cockpit sein und dementsprechend hatten sie vorher überlegt, wer kommt besser mit was klar und wer hat da die bessere Expertise. Die Flüge über Indien und Myanmar nach China verliefen erfolgreich, doch in Chongqing mussten sie dann ganze 2 Monate warten, schlechte Wetterbedingungen verhinderten den Weiterflug und das war erst der Anfang der Probleme.
Der Flug von Nanjing nach Nagoya in Japan sollte ursprünglich ein Direktflug nach Hawaii werden, doch eine unerwartete Kaltfront zwang zur Zwischenlandung. In Japan wurde der empfindliche Flügel durch Wind und Regen beschädigt, weitere Wochen der Reparatur und des Wartens waren das traurige Ergebnis am 28 Juni 2015 startete andré Borschberg die nächste Etappe und damit den längsten Solarflug der Geschichte, die. 7212 Kilometer von Nangoya nach Hawaii in 117 Stunden und 52 Minuten, 5 Tage und 5 Nächte allein über dem Pazifik.
Es war ein Flug, der sich an die absoluten Grenzen menschlicher und technischer Belastbarkeit herantastete Borschberg schlief während der gesamten Zeit immer maximal 20 Minuten am Stück und. Und das auch nur bis zu 8 mal täglich. Das heißt auch, dass er niemals wirklich geschlafen hat. Das ist nur Augen ausruhen, das ist nicht schlafen.
Und das sind 5 Tage und 5 Nächte. Das ist gar nicht cool bei Temperaturen zwischen -20 Grad in der Höhe und tagsüber bis zu plus 35 Grad in der Sonne kämpfte er gegen Erschöpfung, Halluzinationen und die ständige Angst vor technischen Problemen. Der Pazifik schien endlos. Und nur die GPS Koordinaten zeigten ihnen den Fortschritt an. Für ihn sah das einfach von da oben die ganze Zeit gleich aus, doch der Rekordflug wurde zum Desaster, wenn auch zum Glück nicht für den Piloten, die Batterien überhitzten auf 50 Grad Celsius und wurden dabei irreparabel beschädigt. Solar Impulse 2 war damit auf Hawaii gestrandet, die Ursache der Batteriekrise lag in einer fatalen Verkettung direkt nach einem Testflug in Japan.
Waren sie zum Rekordflug gestartet, ohne den Batterien Zeit zur Abkühlung zu geben und die übermäßige Isolierung in Kombination mit der tropischen Hitze führten dann zu diesen irreversiblen Batterieschäden. Also sie hatten die Batterien einfach so gut eingepackt, dass sie die Wärme gehalten haben, und das war das Problem. 9 Monate blieb Solar Empulse Tour in Hawaii, strandet das komplette Batteriesystem, musste neu entwickelt, hergestellt und installiert werden, 20000000€ zusätzlich mussten aufgebracht werden, um die Mission noch zu retten. Viele zweifelten, ob das Projekt jetzt vollendet werden könnte. Am 21 April 2016 startete Bertrand Picard dann endlich zur Fortsetzung der Weltumrundung
von Hawaii nach Mountain View in Kalifornien über 3985 Kilometer in 62 Stunden. Es war ein emotionaler Moment, denn es bewies eindrücklich, dass das Projekt wieder lebte, die Durchquerung der USA gestaltete sich dann als Triumphzug, Phoenix, Talser, Dayton und schließlich New York. Jede Landung wurde zu einer Medienveranstaltung, jeder Start zu einem Hoffnungszeichen für saubere Technologien.
Am 20 Juni 2016 startete Bertrand Picard zum vielleicht gefährlichsten Abschnitt der Reise, New York nach Sevilla über den Atlantik, 6765 Kilometer in 71 Stunden, 3 Tage und 3 Nächte wieder mal allein über dem Ozean in einem unbeheizten Cockpit. Es war wie Science Fiction, beschrieb Picard später den Flug.
Nachts sah ich Blitze von Gewittern hunderte Kilometer entfernt, Polarlichter im Norden und unter mir die Schiffe wie winzige Lichtpunkte im endlosen Schwarz. Bei diesem Flug erreichte er mit 9000 Metern die höchste Flughöhe in der gesamten Mission, die letzte Etappe dann führte über das Mittelmeer, Sevilla nach Kairo, über 3745 Kilometer und dann das große Finale von Kairo zurück nach Abu Dhabi.
Am 26 Juli 2016 um 04:05 Uhr Ortszeit landete Solar Impulse 2 nach 558 Flugstunden, 42, 438 Kilometern und 505 Tagen wieder am Ausgangspunkt. Die erste solarbetriebene Weltumrundung war vollendet, ohne einen Tropfen Treibstoff, ohne schädliche Emissionen, immer nur mit der Kraft der Sonne. Wow, der Trend picards Hintergrund als Psychiater und Hypnosetherapeut.
War bei seinen Rekorden nicht einfach nur ein kleiner Bonus? Letztendlich war das überlebenswichtig. Während seinen extremen Abenteuern nutzte er Selbsthypnose zum schnellen Einschlafen, Meditationen zum Stressmanagement und Achtsamkeitstechniken zur Fokussierung. Risiko zwingt zur Verbindung mit sich selbst und zum gegenwärtigen Moment erklärt Picard seine Philosophie, richtige Geistesverfassung eliminiert den Raum für Angst. Diese psychologischen Techniken wandte er auch in kritischen Flugsituationen an.
Bei der Pazifiküberquerung mit dem Ballon nutzte er Hypnose gegen aufkommende Depressionen und während der Solarflüge Meditation für Energierestauration. Seine 20 jährige Erfahrung als Therapeut half ihm aber auch bei der Teamführung, die Solar in Pulse Crew umfasste, über 50 Spezialisten aus verschiedenen Kulturen und Disziplinen, Picards Fähigkeit, unterschiedliche Persönlichkeiten zu motivieren und in Krisenzeiten zusammenzuhalten. War wohl entscheidend für den Projekterfolg, gerade auch bei dem Flugzeug später, wo es dann eben erst mal so aussah. Wie ist es jetzt durch, wo sollen wir 20000000 Herkriegen, das ist ja auch so ein Ding, da muss man eben mal. Mal eben kurz 20 Minuten,
richtig. Aber auch die technologischen Innovationen beider Projekte fanden überraschende Anwendungen. Die Ultraleicht Isolierung aus dem Solar Impulse Cockpit wird heute in energieeffizienten Kühlschränken verwendet. Die hocheffizienten Elektromotoren revolutionierten Deckenventilatoren in Indien und reduzierten den Stromverbrauch um 75%.
Wow. Was für n heißes Land richtig, was bedeutet, Oh ja. Die leichten, dann noch weniger, weniger, weniger, noch heißer. Ja genau, es wird es ist der. Die Luft bleibt in Bewegung. Ja, und auch insgesamt. Weltweit wird es dann vielleicht bestimmt wieder schnell weniger heiß. Also du hast ja das Problem, du machst was gegen die Hitze. Und Erzeugst dabei.
Und Erzeugst damit eigentlich wieder was, was wieder mehr Hitze bringt. Und das ist eigentlich total gut dann zu sagen, ich tue was dagegen, aber ich hau mal den Verbraucher richtig runter, die. Leichtbaumaterialien, die sie gebraucht hatten, wurden für die Automobilindustrie weiterentwickelt, während die Batterietechnologie ebenfalls für Elektrofahrzeuge adoptiert wurde.
Die Ballon Navigationssysteme verbesserten Wettervorhersagen und atmosphärische Forschung. Nach der erfolgreichen Weltumrundung gründete Picardi Solar Impulse Foundation mit einer ehrgeizigen Mission, 1000 profitable Umweltlösungen zu identifizieren und zu fördern. Bis April 2021 hatte die Stiftung tatsächlich über 1000 Technologien zertifiziert, die sowohl umweltfreundlich als auch wirtschaftlich rentabel sind.
Wow, ich finde, das ist eine super Aktion. Mega. Wir müssen aufhören, Ökologie als teuer zu betrachten, erklärte Picard seine Philosophie. Die Lösung des Klimawandels ist nicht ein teures Problem, sondern eine fantastische Marktchance. Seine World Alliance for Efficient Solutions umfasst heute über 5000 Mitglieder aus Wissenschaft, Industrie und Politik.
Bereits 1999 gründete Picardy Winds of Hope Foundation zur Bekämpfung der Noma Krankheit in Afrika. Diese bakterielle Infektion entstellt hauptsächlich unterernährte Kinder und führt oft zum Tod. Die Stiftung bildet fast 20000 Gesundheitshelfer in Afrika südlich der Sahara aus und rettet Tausende Leben.
Betron Picard verkörpert eine seltene Kombination aus wissenschaftlicher Präzision, technischer Innovation und einem unbändigen Abenteuergeist. Seine beiden Weltumrundungen erst im Ballon und dann im Solarflugzeug beweisen, dass die Grenzen des Machbaren hauptsächlich in unseren Köpfen existieren. Heute arbeitet der 67 jährige Picard an seinem nächsten Projekt.
Climate Impulse, ein wasserstoffbetriebenes Flugzeug für eine weitere Weltumrundung. Ich höre erst auf, wenn saubere Technologien wirtschaftlich attraktiver sind als umweltschädliche, erklärte seine Mission. Wow. Seine Botschaft ist einfach und doch revolutionär. Die Zukunft gehört nicht den Technologien, die die Umwelt zerstören, sondern denen, die sie schützen und gleichzeitig profitabel sind und mit jedem Abenteuer, jeder Innovation und jedem seiner Vorträge, die auch sehr beliebt sind, bringt Picard diese Zukunft ein Stückchen näher. Von den eisigen Höhen der Stratosphäre bis zu den grenzenlosen Weiten des Pazifiks hat Bertrand Picard bewiesen, dass Träume mit Willenskraft, Wissenschaft und dem richtigen Team Wirklichkeit werden können.
Seine Abenteuer sind dabei echt mehr als nur spektakuläre Rekorde, sie wollen eben auch ein Wegweiser in eine nachhaltige Zukunft sein, als Neil Armstrong den Mond betrat, war er glücklich, so weit von der Erde entfernt zu sein, aber wir waren glücklich, so nah an der Erde zu sein und den Atem des Planeten zu spüren, dass. Der uns um die Welt trug, sagte Bertrand Picard über seine Ballonfahrt.
Wow. Ich finde, Bertrand reiht sich ganz hervorragend in seine Familie ein. Hier finden sich 3 Generationen Menschen, die bereit sind, alles auf eine Karte zu setzen, um Grenzen zu durchbrechen. Ihre Abenteuer basieren aber eben auch nicht auf Leichtsinn oder übertriebener Risikobereitschaft, sie basieren auf Forschung und Technik und sind so auch immer in der Lage gewesen, ganz nebenbei einen bleibenden Nutzen für die Menschheit zu erschaffen Bertrand Picard.
Hat 3 Kinder und ich könnte mir gut vorstellen, dass wir in der Zukunft wieder von den kühnen Taten einer oder eines PKS hören werden. Da freue ich mich schon drauf, aber für heute bin ich erst mal fertig. Und schließt damit auch die Reihe über die Familie Pika. Wow, wow, was? Eine Geschichte vielen, vielen Dank. Weißt du, wie alt die Kinder sind und was die so machen? Also dass wir schon mal vorplanen können, ob es die 750 Folge wird oder so.
Nein, tatsächlich nicht. Aber aufgrund der Tatsache, dass der Mann jetzt fast 70 ist, sind die durchaus in einem Alter, dass man früher oder später eben nicht so von der Zukunft was von ihnen hören könnte, wenn sie eben diesen Weg wählen. Das ist ja immer noch die andere Frage, ob das dann. Weiter so, geht auf weiter dieses Abenteuer gehen weitergegeben wird oder ob sie vielleicht einen ganz anderen Weg gehen, das. Bleibt auf jeden Fall spannend abzuwarten. Sehr sehr cool, wirklich ein fulminanter Abschluss dieser dreier Reihe über die 3 picards.
Ich bin ja immer noch am Frohsten darüber, dass ich jetzt weiß, woher der Star Trek Captain seinen Namen hat. Eigentlich waren es tatsächlich ja sogar 4. Es gab ja noch den, den Ballonfahrer in der zweiten Generation. Du hast recht, du hast recht. Auf jeden Fall spektakuläre Familie. Sehr, sehr coole Geschichten und ich glaube, ich bin wirklich gespannt, ob wir das in diesem Podcast nicht einfach irgendwann noch mal schaffen, noch in ein paar Jahren da eine 4.
Folge dran zu hängen. Richtig. Und dann würde ich allerdings auch sagen, dass wir alles dransetzen, den oder die Vikar ans Mikrofon zu kriegen. Das ist ein Deal, das machen wir so mega cool. Vielen, vielen Dank gut liebe Leute, damit sind wir am Ende der Folge angekommen. Wenn ihr uns Feedback geben wollt, könnt ihr das über die Kommentare bei Spotify, Apple Podcasts, in den sozialen Medien oder auch gerne per e Mail an Feedback at wissensreisende. De machen.
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Tschüss.