Wissensreisende

WR185 - Autoklau in der DDR: Direkt ab Werk

Freitag, 18. Juli 2025 · 34 min

MP3

Shownotes

Er war jahrelang der treue Begleiter von Millionen von DDR-Bürgern: der Trabi. Er war vielleicht nicht das modernste Auto der Welt, aber man liebte ihn, wenn man nach langer Wartezeit einen bekommen konnte.
Umso schockierender war es für viele, als kurz vor der Wende der größte Autodiebstahl der DDR ans Licht kam. Nicht nur war es einem Mann namens Thomas B. gelungen über 20 der Fahrzeuge zu stehlen, er entwendete sie auch direkt aus dem Werk des VEB Sachsenring in Zwickau - und über Jahre war das nicht mal jemandem aufgefallen...
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#Trabant #Autodiebstahl #Sachsenring #DDR #Zeitgeschichte #Deutschland

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Wie stiehlt man eigentlich über 20 Neufahrzeuge, ohne dass es jemandem auffällt? Was war eigentlich ein Trabant und warum musste man 16 Jahre darauf warten, das und mehr erzählen wir euch heute bei Wissensreisenden, dem Podcast für Geschichte, Menschen und Hintergründe. Hallo und herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, es ist wieder soweit, es ist Freitag, es ist Zeit für eine neue Folge bei den Wissensreisenden.

Wir sitzen hier am Tisch und unserem Podcaststudio bereit. Wir, das sind wie immer der Jan. Hallo da draußen. Und ich, der Chris und ich begrüße Euch recht herzlich zur 185 Folge und eine Sache hat sich während der ganzen Zeit nie geändert. Wenn ihr meine Stimme bei der Anmoderation hört, heißt das, dass ihr Jans Stimme bei der Geschichte hört, denn ich hoffe, dass er auch heute bei der 185.

Folge auch ne Geschichte dabei hat. Das wäre sonst ganz schön peinlich. Das wäre peinlich, aber wir sind daher relativ eingespielt inzwischen und das funktioniert relativ gut. Also wir wissen ja, wenn wir aufnehmen, kommen, wer von uns beiden eine Geschichte erzählen soll und von daher, das hat auch dieses Mal wieder ganz hervorragend geklappt, weil ja, ich hab eine dabei. Ich frag mich, ob Podcasts in diesem Format wo andere Podcast, wo 2 Leute sich Geschichten erzählen, eine Backup Folge haben, ob die einfach eine Folge in der Tasche haben, dass wenn das mal passiert, sie trotzdem was haben. Die haben sie jedenfalls nicht.

Egal, ich werde hier nicht weiter schwafeln, sondern Jan das Wort geben. Ich habe euch auf jeden Fall noch mal was Schönes mitgebracht. Das. Finde ich schön. Und zwar was richtig Schönes. Bevor wir in der Sommerpause ein bisschen die Seele baumeln lassen können mit unserer heutigen Geschichte geht es mal wieder in die DDR und.

Und wir schauen uns einen Kriminalfall an, der kurz vor der Wende aufgeflogen ist, obwohl der Täter bereits mehrere Jahre aktiv war und einer der wichtigsten Charaktere und auch das Ziel unseres Diebs ist der treueste Begleiter vieler DDR Bürger, der den Begleiter auch schon im Namen hat. Er ist eines der Symbole der DDR und Chris, du weißt mit Sicherheit schon, was ich meine. Der gute alte Trabant.

Exakt der gute alte Trabant oder Trabi. Als der Trabant zum ersten Mal 1957 vom Band rollte, da war er nicht einfach nur ein Auto. Er war ein Versprechen in einer Zeit, in der die DDR versuchte, mit bescheidenen Mitteln eine eigene Industrie aufzubauen, stand der Trabi sinnbildlich für Fortschritt, Mobilität und ein kleines Stück Freiheit, gebaut in Zwickau im VEB oder Volkseigenen Betrieb Sachsenring Automobilwerke, wurde er schnell zum Volksauto der DDR, so ein bisschen vergleichbar mit dem VW Käfer im Westen.

Sein Name Trabant stammt vom lateinischen Trabant, und das bedeutet Halt Begleiter. Und genau das war er für Millionen von DDR Bürgern ein treuer, zuverlässiger Weggefährte, wenn auch mit Ecken und Kanten. Das ist richtig und für die, die etwas jünger sind und das nicht so ganz so auf dem Schirm haben. Es gab halt in der DDR nicht die Möglichkeit, wie ihr das heute kennt, dass ihr so in so ein Autohaus geht, und da stehen dann halt hunderte sehr verschiedene Modelle von sehr verschiedenen Marken in sehr vielen verschiedenen Farben und Ausführungen, sondern es gab halt den Trabant und das war so das Auto, was du kriegen konntest. Und wenn du richtig, richtig gut warst und wahrscheinlich auch sehr.

Parteitreu hattest du auch die Gelegenheit, den sogenannten Wartburg zu kriegen. Das war dann, so die Luxuskarosse, quasi so der Mercedes, wobei das nichts mit der Qualität der westdeutschen Autos zu tun hatte und sonst gab es nur die Möglichkeit eventuell aus anderen Ostblock Staaten oder eben aus der UD SSR Autos zu bekommen, aber es war immer schwer, dazu musstest du erstmal quasi eine Einkaufsberechtigung haben um diesen Wagen bestellen zu können und dann hast du zum Schluss auch noch so im Schnitt so 16 Jahre auf dein Auto gewartet, genau. Außerdem technisch gesehen war der Trabi auch alles andere als ein Wunderwerk.

Er hatte einen luftgekühlten Zweitaktmotor mit gerade mal 600 Kubikzentimetern Hubraum und ungefähr 26 PS, das reichte aber, um ihn auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 100 Kilometer pro Stunde zu bringen, zumindest wenn es nicht bergauf ging. Doch was ihm an Leistung fehlte, das machte er mit Hartnäckigkeit und Einfachheit wett, er.

Die Karosserie bestand nicht aus Blech, sondern aus Duroplast, einem Verbundstoff aus Baumwollabfällen und Kunstharz. Das Material ist zwar nicht besonders stoßfest, rostete dafür aber auch nicht, und das machte ihn in gewisser Weise langlebiger als so manchen Westwagen das Duroplast. Das war übrigens dann nicht die große Errungenschaft, sondern das ist auch wieder so eine Sache, die eigentlich nur aus der Not geboren ist, weil der Westen einfach keinen Stein mehr rübergeschickt hat und. Und dementsprechend musste man sich irgendwas anderes überlegen, woraus man den Autokarosserien baut. Richtig, weil der Osten auch keinen Stahl geschickt hat. Es ist ja nicht so, dass Russland keinen Stahl kochen konnte, ja und nicht.

Dass sie aber selber verwendet. Dass die DDR auch keinen Stahl kochen konnte, der ist woanders hingegangen. Sie hatten schlicht und ergreifend zu dem Zwecke gerade keinen Stahl. Genau aus diesem Grund, wegen dieser herrlichen duroplast Karosserie, nannte man ihn auch spöttisch den Plastebomber oder liebevoll die Rennpappe.

Aber all das änderte nichts an der Tatsache, dass der Trabant das Meistgefahrene Auto in der DDR war. Wie schon zuvor bemerkt, Wunder. Ein Auto zu besitzen war schon so oder so ein absolutes Privileg. Ja, du hast es ja schon gesagt, es konnte Jahre dauern, bis man nach der Bestellung tatsächlich mal einen bekam und durchschnittlich lag die Wartezeit über die gesamte Produktionszeit zwischen 10 und 15 Jahren.

Ja, und dazu kommt noch. Dadurch, dass das Ding halt maximal 100 fuhr, hattest du auch das Gefühl, dass dein Land viel größer war. Das stimmt auch. Das kommt auch dazu. Wer Glück hatte, der konnte einen Gebrauchten von irgendwelchen Verwandten oder Bekannten übernehmen und wer es schaffte, einen Neuwagen zu kriegen, der behandelte diesen Wagen wie ein rohes Ei oder wie ein wirkliches Familienmitglied. Man schraubte selber, man reparierte, Flickte, flickte und improvisierte.

Das ist auch wieder ein Ding, wo man sagen muss, ihr müsst einfach noch mal drüber nachdenken, wenn die aller aller allermeisten Autos nicht nur ein Trabant sind, sondern auch genau dieses Modell, ja dann können wirklich viele Leute wirklich gut an diesem Auto reparieren. Das stimmt, das stimmt absolut.

Jeder Trabi trug so Spuren der Kreativität seiner Besitzer, es gab selbstgebaute Anhänger, campingaufbauten oder liebevoll angebrachte Gardinen am Heckfenster. In der Mangelwirtschaft der DDR, da wurde der Trabi nicht nur gefahren, er wurde gelebt. Die späten 80er Jahre brachten die große Wende, nicht nur politisch, sondern auch für den Trabi, während er im Westen oft belächelt wurde, entwickelte er sich im Herbst 1989 zum Symbol der Freiheit, zum Beispiel, als Tausende Ostdeutsche über Ungarn und die Tschechoslowakei in den Westen flohen oder nach dem Fall der Berliner Mauer, als dann viele die neu gewonnene Reisefreiheit nutzten, und es waren halt vor allem Trabis, die da über die Grenze tuckerten.

In langen Kolonnen, hupend, winkend, vollgepackt bis unters Dach, wurden sie von westdeutschen Bürgern auf den Autobahnen begrüßt, mit Applaus, Blumen und Tränen. Der Anblick dieser knatternden kleinen Autos. Wurde zu einer. Ikone der deutschen Einheit manch einer erinnert sich noch heute an den Geruch der Zweitaktmischung in der Luft, die den Osten nach Westen brachte. Doch die Wende bedeutete auch eigentlich das Ende des Trabis in.

In einer plötzlich offenen Marktwirtschaft hatte er keine Chance gegen die moderne westliche Autowelt. Die Produktion wurde 1991 eingestellt und viele Trabis landen auf dem Schrottplatz, andere wurden verkauft, verschenkt oder blieben einfach stehen. Doch tot war der Trabi irgendwie auch nie, in den folgenden Jahren entwickelte er sich vom Symbol des Rückstands zum Kultobjekt, Menschen, die mit ihm aufgewachsen waren, begannen ihn zu restaurieren, junge Leute entdeckten ihn neu als charmantes, schräges Gegenstück zur technisierten Automobilwelt, die. Trabi Clubs entstanden in ganz Deutschland, besonders im Osten, aber auch im Ausland und Trabi.

Treffen wurden zu bunten Festivals mit Musik, Lagerfeuer, Ausfahrten und Geschichten aus der DDR. Was macht den Trabi heute so besonders? Es ist nicht nur sein ungewöhnliches Aussehen, die runden Scheinwerfer, die schlichte Form, die knatternde Geräuschkulisse, es ist die Geschichte, die ihn umgibt, der Trabi erzählt nämlich von einem anderen Deutschland, von einer anderen Zeit. Er steht für die Hoffnung der DDR, Bürger für die Kreativität in Zeiten des Mangels, für das Durchhalten, das Improvisieren, das Zusammenhalten.

Er ist ein wirklich fahrbares Stück Erinnerung, das nie komplett in Vergessenheit geraten ist. Zudem strahlt der Trabi eine gewisse Ehrlichkeit aus, es gibt keine versteckte Technik, keine digitale Schnörkelei, jeder Handgriff ist direkt, jedes Geräusch ist verständlich, jede Macke ist sichtbar, er zwingt seinen Pfarrer zum Mitdenken.

Man spürt jede Kurve, hört jede Unwucht, riecht jeden Tropfen Öl. Und diese unmittelbare Erfahrung ist heute in so einer Welt voller Touchscreens und Assistenzsysteme fast schon exotisch, dass man noch wirklich was von dem Auto, von dem eigentlichen Wagen mitbekommt. Das ist vielleicht aber auch einer der Gründe, warum der Trabi so eine hohe Anziehungskraft auf Menschen ausübt, und zwar eben auf die, die so das ursprüngliche analoge noch suchen. Natürlich wurde auch an modernen Versionen des Trabis gearbeitet. Der Trabant 11 der 1990 mit einem Viertaktmotor aus dem VW Polo erschien, war ein versucht, das Konzept irgendwie in die neue Zeit zu retten, allerdings schon zu spät. Ja, aber ich glaube, dass die

damals halt gedacht haben. Moment mal, das Ding wird im Westen beliebt, wir müssen welche nachlegen und ich glaube, dabei haben die Planer bei Volkswagen und halt eben in Zwickau. Einfach missachtet, dass der Trabi im Westen so beliebt geworden ist, weil er eben dieses Unikum war und weil du ihn so unglaublich günstig gekriegt hast. Das war damals so eigentlich so, so n Standard von was hast denn für n Trabi bezahlt?

Ja 50 Mark oder ne Kiste Bier und der Grund warum das möglich war die Dinger hier nach der Grenzöffnung im Westen halt sprichwörtlich für n Upload n ei zu kriegen. War dieser fürchterliche Gebrauchtautomarkt in diesen ersten Monaten nach der Grenzöffnung? Weil im Endeffekt müsst ihr euch das so vorstellen.

Jeder Autohändler im Westen, der halt irgendwie 11 zusammenzählen konnte, hat alle Karren, die er irgendwie kriegen konnte, auf den Lkw geladen, ist damit in den Osten gefahren, hat die dort abgeladen und hat die für unfassbare Preise verkauft und die Leute sind gleich da mit ihrem neuen schäbigen alten Golf, für den sie gerade das Dreifache bezahlt hatten, was der Wert war. Losgefahren haben, ihren Trabi stehen lassen, die haben. Die Trabis wieder auf den Hacker gefahren und haben die dann halt eben noch 55 Mark das Stück weggetan. Einfach.

Nur ein kleines Aufbro. Es gab aber auch noch weitere Ideen, sogar nach diesem Trabant 1.1. Und zwar, es gab auch die Idee, den Trabant NT zu bauen. Das war eine elektrische Konzeptstudie aus den 2 Tausendern und. Die zeigte auch, dass der Geist irgendwie weiterlebt, auch wenn die Zeit als Massenfahrzeug für den Trabi wirklich definitiv vorbei ist.

Und ich? Muss dir ganz ehrlich sagen, es würde mich nicht wundern, wenn wir irgendwann in den nächsten Jahren auch noch mal nen Retro e Trabi sehen, weil durch diese ganze retro Geschichte und durch die e Autos. Das Ding ist klein, das ist eigentlich von der Karosseriegröße her, von der Fahrzeuggröße ideal für ein Kurzstrecken Elektroauto, das stimmt ja und von daher es könnte auch sein, dass wir da auch noch mal so eine neu Visionierung des Wagens. Sehen, wer weiß, wer weiß.

Es kann echt sein. Naja, wie schon gesagt, der Trabi ist mehr als ein Auto, er ist ein Stück Alltagskultur, ein rollendes Denkmal für viele ist ja das Symbol der Kindheit oder der Jugend oder einfach wirklich eines Lebensgefühls. Seine Geschichte ist untrennbar mit der Geschichte Deutschlands verbunden. Man kann über ihn lachen, ihn geben, ihn bestaunen oder auch bemitleiden, aber gleichgültig lässt er kaum jemanden in einer Welt, die sich immer schneller dreht, bleibt der Trabi ein entschleunigtes Gegenmodell, und das finde ich wirklich, das war eine Formulierung, die habe ich gelesen, die fand ich sehr schön, ein entschleunigtes Gegenmodell erinnert uns daran, wie es war, zu warten, zu

basteln, zu träumen und irgendwann dann auch zu fahren. Nicht perfekt, aber mit Herz. Und vielleicht ist das auch sein größter Verdienst, dass er nicht einfach verschwand, sondern immer noch in ganz kleinen Zahlen weiter rollt, durch Städte, über Landstraßen und in den Köpfen der Menschen, die sich daran erinnern. Der kleine Trabi, der die großen Geschichten erzählt, aber es soll ja heute gar nicht um die Geschichte des Trabi gehen, ich hatte ja von einem Kriminalfall gesprochen, es ist ja klar, dass der Trabi in der DDR wirklich ein Objekt der Begierde war. Wenn ein Gegenstand von allen, die ihn besitzen, so sehr geschätzt wird, wie schafft man es dann, über einen Zeitraum von 8 Jahren mehr als 20 davon zu

klauen und zu Geld zu machen, ohne dass jemals auch nur einer dieser Diebstähle zur Anzeige gebracht wird? Und dazu stelle ich jetzt erstmal den Mastermind hinter dieser Diebstahlserie vor und das ist ein Mann namens Thomas B. Ich nenne ihn einfach mal ab jetzt nur Thomas. Thomas wuchs in einfachen Verhältnissen auf und entschied sich früh für eine handwerkliche Laufbahn. Schon seit seiner Jugend war er als KFZ Schlosser im VEB Sachsenring in Zwickau tätig und erkannte jeden Winkel der Trabantproduktion aus seiner eigenen Erfahrung. Politisch engagierte er sich vorbildlich im offiziellen Rahmen der DDR, er war Mitglied der Freien Deutschen Jugend des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Gesellschaft für Deutsch

sowjetische Freundschaft. 1981 leistete er ohne Auffälligkeiten seinen Wehrdienst ab und er wurde im gleichen Jahr als Aktivist der sozialistischen Arbeit ausgezeichnet, und zwar weil er bei seiner täglichen Schlosserarbeit mehr leistete, als die Norm verlangte. Das, was er aber nie gemacht hat, das war, der SED beizutreten, das hätte zwar seine Aufstiegschancen erhöht, allerdings sprach da wohl seine Überzeugung ein Stück weit dagegen, aber.

Aber nichtsdestotrotz eigentlich schon ein aufrechter DDR Bürger und eben Aktivist der sozialistischen Arbeit. Thomas war verheiratet und hatte 3 Kinder und für die bekam er neben seinem Grundlohn von ungefähr 1100 Ostmark noch eine Familienzulage von 250 Mark. Trotz dieses Einkommens reichten die Mittel kaum, um seiner Familie einen etwas gehobenen Lebensstil zu ermöglichen, wie er ihn so aus Erzählungen seiner Verwandten kannte. Und man darf das nicht unterschätzen, dieses Gehalt, was er da so verdient hat und was er zur Verfügung hatte, das war schon das, was auch ein durchschnittlicher Arzt bekommen hat.

Wenn er also aus Überzeugung nicht der Partei beitreten wollte, es musste doch irgendwie weg geben für sich und seine Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, auch ohne sich dafür direkt den Kommunisten anschließen zu müssen, und dazu muss man eine kleine Besonderheit zum VEB Sachsenring wissen. Das Werk erstreckte sich über 3 räumlich getrennte Produktionsstandorte, in denen Karosserie, Antrieb und Endmontage jeweils in eigenen Hallen stattfanden. Wegen dieser dezentralen Struktur war eine lückenlose Kontrolle des Materialflusses und der fertigen Fahrzeuge kaum möglich, die Übergabe der abgenommenen Trabis an die Transportlogistik fand oft erst am Morgen nach der Endfertigung statt und nachts war auch oft

nur ein einzelner Wachmann vor Ort, der die ein und Ausfahrtore manuell sicherte, so etwas wie Überwachungskameras kam. Gab es Anfang der 80er natürlich noch nicht. Obendrauf kam eine bürokratisch schwerfällige Dokumentation. Fehlende oder unvollständige Einträge in den Auslieferungslisten führten dazu, dass komplett fehlende Fahrzeuge als Lieferdifferenzen oder Transportschaden abgetan wurden, frei nach dem Motto das wird schon stimmen.

Diese Schwachstellen, unzureichende personelle Absicherung bei Nacht, fehlende technische Überwachung und unklare Transportprotokolle brachten Thomas auf eine Idee. Wie man Trabis klauen könnte, die dann aber niemand als gestohlen melden würde. Dank seiner Festanstellung als KFZ Schlosser konnte Thomas sich jederzeit frei auf dem Werksgelände bewegen. Er studierte die Nachtschichtpläne, sodass er genau wusste, wann nur ein einzelner Wachmann die großen Werkstore manuell öffnete, Schranken oder Videokameras gab es ja nicht.

Der gesamte Ablauf eines Trabi Diebstahls, also sozusagen direkt ab Werk, lässt sich in 5 Phasen gliedern, in denen Thomas gezielt die personellen, technischen und bürokratischen Schwachstellen im VEB Sachsenring ausnutzte und die gestohlenen Trabis anschließend dann rein wusch. Gehen wir es mal durch, erstens rausfahren der Neuwagen beziehungsweise der eigentliche Diebstahl in der Montagehalle setzte sich irgendwann der. Der Thomas Abends in einen fertig lackierten Trabant 601 ließ den Zweitaktmotor per Pedalstart anlaufen und fuhr zur Warnausfahrt.

Dort legte er dem meist erschöpften Nachtwächter ein gefälschtes Übergabedokument vor, das exakt den Formulierungen und Stempeln aus den originalen Auslieferungsblässern entsprach. Da das Werk die frisch abgenommenen Trabis erst am Morgen verlud, war die Routine so etabliert, dass der Wächter nicht misstrauisch wurde und das Tor öffnete. Wichtig ist hier, dass die Endmontage in Werk 2 des VEB Sachsenring stattfand, der Verladebahnhof aber in Werk 1 lag.

Es war also ganz normal, dass die Fahrzeuge von einem zum anderen Werk fuhren und natürlich dadurch, dass die Autos bewegt werden mussten. Während dieses Produktionsprozesses war es selbstverständlich auch ganz normal, dass in jedem Auto der Schlüssel steckte, der zweite Schritt war dann die Zwischenlagerung.

Außerhalb des Werks stellte Thomas den Wagen dann nämlich erst mal ab, um seine Schicht normal zu beenden und nicht durch zu lange Abwesenheit Verdacht zu erregen. Und am nächsten Morgen dann fuhr er, nachdem er ganz normal Feierabend gemacht hatte und zu Fuß aus dem Werk raus gegangen ist, dann den gerade geklauten Wagen in eine unauffällige Garage eines Komplizen. Der dritte Schritt war dann entfernen und ersetzen der Fahrgestellnummer der.

In der Garage mischte er eine verdünnte Salzsäurelösung an, um die Originalnummerntafel nahezu rückstandslos von der duroplast Karosserie zu trennen. Anschließend setzte er mit einer kleinen Hydraulikpresse und vorher angefertigten Metallschablonen eine Nummer aus einem Altfahrzeug seiner Kunden ein oder vergab eine Nummer eines ohne Mängel abgenommenen Fahrzeugs aus dem Werk, damit es bei späteren Kontrollen nicht auffallen würde. Dann kam Fälschung und Abgleich der Papiere. Er fertigte nämlich parallel auf einer alten Schreibmaschine dann gefertigte Fahrzeugscheine an, und zwar, wenn er die Nummern aus dem Werk nutzte.

Also es gab halt wirklich 2 Möglichkeiten, er hat entweder einen Kunden gehabt, der gerne einen neuen Trabi oder seinen Trabi neu aufgebaut haben wollte, worauf er gesagt hat, du gibst du mir die Fahrgestellnummer, kriegst du super deinen Trabi neu aufgebaut wieder oder er hat halt Nummern genommen von Fahrzeugen die direkt an dem Tag auch wirklich abgenommen wurden er. Kopierte Stempelabdrücke und verglich Schriftarten aus originalen Dokumenten, bis er wirklich keinen Unterschied mehr erkennen konnte.

Und anschließend lieferte er das Fahrzeug in eine befreundete Meisterwerkstatt, wo man dann eine kurze Prüfung simulierte und offizielle Rechnungen sowie Stempel in die Auslieferungslisten eintrug. Danach wurde das Fahrzeug in den Fahrzeugmarkt eingeschleust und das war der letzte Schritt. Mit neuen oder von Kunden übernommenen Fahrgestellnummern und amtlichen Papieren übergab Thomas die neu aufgebauten Trabant 601 dann an ahnungslose Privatkunden oder regionale Autohändler in der Tschechoslowakei.

Dank der intakten, offiziell abgestempelten Dokumente erhielten die Wagen sofort ihre Zulassung und fielen bei späteren Kontrollen nicht auf, sie galten als regulär wieder aufgebaute Gebrauchtfahrzeuge mit dieser Methode. Wiederholte Thomas den Diebstahl über 8 Jahre hinweg und entwendete insgesamt 25 fabrikneue Trabis direkt vom Werk, in dem er selber arbeitete.

Und er gönnte sich und seiner Familie so einiges von seinem neu erworbenen Reichtum. Ein teurer Farbfernseher oder Urlaubsreisen mit seiner Familie zumindest in die Länder, in die man reisen durfte, wenn er darauf angesprochen wurde, soll er nur gesagt haben, über Geld spricht man nicht, Geld hat man.

Ein wirklich ziemlich ausgeklügeltes System, aber irgendwann musste es mal den einen Moment geben, wo das Kartenhaus in sich zusammenfällt. Den 25 Wagen hatte Thomas gestohlen, als der 24 noch in der Garage seines Komplizs entstand, also konnte er den Trabi nicht sofort oder nach seiner Schicht aus dem Sichtfeld neugierige Augen bringen, vielleicht war es Gier, vielleicht aber auch einfach die Tatsache, dass es über Jahre so einfach war und immer wieder geklappt hatte.

So dass Thomas irgendwann einfach unvorsichtig geworden ist. Er stellte den Wagen auf einem öffentlichen Parkplatz im Neubaugebiet Zwickersbach ab, damit er nicht zu sehr auffiel, schraubte er die Nummer seines Wohnwagens ab und brachte sie hinten an dem Wagen an, aber Anhänger haben leider Gottes ja auch nun mal nur ein Nummernschild dementsprechend, nachdem er den Wagen abgestellt hatte, hatte der auch nur hinten die Nummer in einer regnerischen Morgenstunde im April 1989 stand.

Stieß die Anwohnerin Brigitta T. Auf einen silbergrauen Trabant 601, der mitten auf dem öffentlichen Parkplatz stand, ohne vorderes Kennzeichen und mit nur 12 Kilometern auf dem Tacho. Und das fand sie irgendwie komisch und als gute Bürgerin der DDR meldete sie den Fund natürlich sofort der Volkspolizei Zwickau.

Das wird also keine Stasi Informantin gewesen sein, sonst wäre nämlich wahrscheinlich direkt die Staatssicherheit aufgetaucht, der Wagen war erst wenige Wochen zuvor als. Als neu aufgebauter Gebrauchtwagen zugelassen worden. Doch ein prüfender Beamter bemerkte eine fast unscheinbare Abweichung.

Das Rundsiegel auf dem Fahrzeugschein war typografisch, minimal ungleichmäßig, eine Nuance, die bei den originalen Dokumenten des Vgb nie vorkam. Und dadurch ist er misstrauisch geworden und es wurde dann eine vertiefte Prüfung eingeleitet. Sie forderten die Auslieferungsunterlagen des Werks an und verglichen die Buchung mit den Übernahmelisten der Logistik und. Und dabei stellten sie fest, dass der betreffende Trabi zwar in den manuellen Hallenbüchern als abgenommen und übergeben geführt war, in den Transportprotokollen jedoch eine gewisse Lücke klaffte.

Und zwar genau für das Fahrzeug, das hier vor Ihnen stand. Parallel dazu ließ man sich die Original Stempel und Formulare aus einer benachbarten Auslieferungsgruppe heranziehen und führte typografische Vergleiche durch, mehrere Dokumente wiesen kleinste, aber dennoch signifikante Unterschiede in Schriftgröße und Abstand auf die.

Beleg für eine Fälschung auf Grundlage dieser Unstimmigkeiten konzentrierten sich die Ermittler auf den Mann, der als letzter Prüfer in den Hallenbüchern eingetragen war. Ein Mann mit dem Namen Thomas B. Aus seinen Vernehmungsprotokollen geht hervor, dass ihm bereits früh klar war, wie schwer die bürokratische Trägheit des VLB Sachstring Fälschung erkennbar machte.

Der. Die Kriminaltechnik überprüfte daraufhin eilig weitere Trabant mit Neuaufbaupapieren und stieß in einer kleinen Hinterhofgarage nahe Zwickau auf 5 weitere Wagen mit manipulierten Fahrgestellnummern und identischen Unregelmäßigkeiten im Papierformat. Gleichzeitig nahmen die Ermittler Kontakt mit ehemaligen Kollegen im Werk auf, die Buchführung war zwar unübersichtlich, doch ein Abgleich der Hallenbücher mit den LKW Protokollen ergab eine Differenz von genau jenen Fahrzeugen, die. Die Thomas B.

Inzwischen als neu aufgebaut verkauft hatte, als das Ausmaß klar wurde, 25 fabrikneue Trabis, die systematisch über 8 Jahre entwendet und in den Graumarkt eingeschleust worden waren, durchsiebte man die Personalakten. Dabei stellte sich heraus, dass Thomas bei allen Diebstählen als Letzter am Wagen eingetragen war und stets nach Dienstschluss noch allein in den Hallen arbeitete.

Aktivist der sozialistischen Arbeit und so vollkommen klar. Die Kombination aus typografischen Spuren, Lücken in den Transportlisten und Zeugenaussagen seiner Kollegen lieferte dann das unwiderlegbare Gesamtbild. Bei seiner Vernehmung bekannte sich Thomas schuldig, er habe das Risiko als gering eingeschätzt und die personelle Unterbesetzung bei Nacht sowie die weitgehend analoge und handschriftliche Dokumentation im Werk bewusst ausgenutzt, um unbemerkt ständig frische Ware aufs Pflaster zu bringen.

Wie gering er das Risiko eingeschätzt hat, ist sieht man an dem folgenden Zitat aus seinem Verhör. Wenn ich das Risiko bei einem Autodiebstahl im VEB Sachsenring Vergleiche, So muss ich sagen, dass die Gefahr des Erwischtwerdens bei einem Kaufhallendiebstahl bedeutend größer ist. Ich kann ehrlich sagen, dass ich nie den Mut gefunden hätte, irgendeinen Kaufhallendiebstahl auszuführen, dazu hätte ich viel zu viel Angst.

Sein Geständnis und die umfangreichen Beweismittel führten unmittelbar zu seiner Verhaftung, die im Sommer 1989 vollzogen wurde. Wenige Monate bevor die DDR ja selber zerbrach, nachdem Thomas B. Verhaftet worden war, legte er noch am selben Abend ein umfassendes Geständnis ab. Nur wenige Monate später, Ende August 1989, stand er vor dem Kreisgericht Zwickaustadt.

Dort erklärte er reumütig, dass er keine Komplizen gehabt und allein aus dem Wunsch nach schnellem Geld gehandelt habe, trotz seines Geständnisses und seiner umfassenden Kooperation verhängte das Gericht die Höchststrafe 2. 10 Jahre Freiheitsentzug sowie eine zivilrechtliche Forderung in Höhe von einer Viertelmillion Mark Schadenersatz.

Den Großteil davon sollten die Käufer der neu aufgebauten Trabis tatsächlich selber ans Werk zurückzahlen, das heißt, sie durften auch noch mal doppelt zahlen, dass sie von ihm einen Wagen gekauft haben. Mit diesem Fall geriet der VEB Sachsenring in erhebliche politische Turbulenzen, die Betriebsleitung musste den spektakulären Trabiklau öffentlich machen und Verantwortliche in der Endmontage wurden degradiert. Doch nur ein Jahr später kam natürlich alles ganz anders, als es viele erwartet hatten.

Die Mauer war gefallen, die DDR existierte nicht mehr, und für Thomas B. Bedeutete die Wende auch eine unerwartete Wende im Frühjahr 1991 nach intensiven Gnadengesuchen seiner Verteidigung und unter Berufung auf die neuen Rechtsverhältnisse im wiedervereinigten Deutschland milderte das Bezirksgericht Dresden sein Strafmaß von 10 auf 5 Jahre herab und. Und bereits im August 1991 nach gerade einmal 3 Jahren Haft wurde er auf Bewährung entlassen. In einem Brief an das Gericht schrieb er, jeder Mensch macht in seinem Leben einen Fehler, meiner war eine riesengroße Dummheit, dafür gibt es keine Entschuldigung. Ich versichere Ihnen, dass dieses Kapitel in meinem Leben für immer geschlossen ist.

Nach seiner Entlassung zog er nach Westdeutschland, wo er sich dann weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückzog. Während die Automobilproduktion in Zwickau unter dem Dach von Volkswagen in eine neue Ära ging, wurde der Trabi in Museen und auf Oldtimertreffen zur Kultfigur. Und irgendwie ist die ganze Geschichte auch ein schilderndes Beispiel der DDR Zeit und ein Beleg dafür, wie sehr ein einfacher Kfz Schlosser mit Mut, technischem Können und einer Menge kalkulierter Dreistigkeit das System der DDR herausfordern konnte. Ja, es ist einfach sehr spannend. Das ist so ein Ding, man so aus heutiger Zeit darauf zurückguckt.

Heutzutage würdest du einem in einem Automobilwerk es ja nicht mal schaffen, eine Schraube rauszukriegen beziehungsweise du würdest, du würdest wahrscheinlich genau wissen, wer diese Schraube wann entwendet hat und wie es geht einfach nicht und damals war es halt so, dass du wirklich Sachen analog gemacht hast und das wirklich auch nicht irgendwie am Ende eines Zyklus dann die verschiedenen Bücher abgeglichen wurden, wie du schon sagtest, du hast dann eben die Bücher der verschiedenen Hallen. Es war quasi abgeschlossene kleine Welten und dazwischen war keine Regel Kommunikation.

Es gab quasi nicht den den Menschen, der das immer wieder überprüft. Hat ja, aber eigentlich muss man sich doch überlegen okay ich arbeite jetzt hier in der Logistik, ich kriege hier Papiere, dass hier jetzt 20 Autos verladen werden sollen, aber hier sind nur 19, das muss mir doch irgendwie auffallen. Also ich stelle mir da tatsächlich die Frage, gab es zum Beispiel einfach generell oft dort Differenzen in den Papieren, sondern.

So dass sie irgendwann gesagt haben, wir sollten diese Differenzen nicht klären, weil das zu klären, kostet uns viel zu viel Zeit. Ja, ich könnte es mir so vorstellen, dass du die Tatsache hat ist, dass die Ladeliste für den Lkw geschrieben wurde von dem Typen, der auf dem Parkplatz stand und gesagt hat 1234 19. Ja, heute müssen 19 raus.

Ich brauche so und so viel lkws, dass es eben genau nicht das Ding ist wie heute in unserer Effizienzgesellschaft, wo du genau weißt, dass in 2 Jahren dort 30 Autos an dem Tag aus der aus der Fabrik fallen, sondern dass mehr so ein Ding war. Von Oh haben sie heute nur 19 fertig gekriegt, denn du hattest eine Mangelwirtschaft, die haben auch das Ding gehabt, dass sie nicht jeden Tag dieselbe Anzahl gebaut haben, weil einfach mal keine Reifen da waren, weil kein Lack mehr da war, weil irgendetwas war. Ich glaube, dass die Tatsache, dass es in der DDR immer ein Abenteuer war, was du heute fertig kriegen konntest. Dass deswegen ist niemand für komisch hielt, dass diese diese Differenzen da waren.

Ja, und also ich weiß nicht, ob es so ist, aber das ist natürlich das, was man sich vielleicht auch aus unserem westlichen Denken da so ein bisschen vorstellt. Gerade bei diesem Thema Planwirtschaft. Ich weiß natürlich nicht, wenn du eine Planwirtschaft hast, die von der Politik vorgegeben wird, ob du vielmehr die Abweichungen zu diesem Plan dokumentiert, statt die Abweichungen, die es bei dir irgendwo intern gibt. Ja, und ich glaube, dass du da wahrscheinlich sogar auch noch mal das Ding hast, dass du gegenüber dem Plan probierst, als Betrieb passend rauszugehen.

Das heißt, du hast eher das Bestreben, mal zu sagen, ja, ja, das waren 20, also dass du sogar das Ding eventuell hast. Du hast 19 auf den auf den Wagen geladen, das ist auch intern alles verbucht gewesen, aber du hast wahrscheinlich dafür gesorgt, dass dann nach vorne stand, wir haben unser Ziel erfüllt. Das ist ja auch noch so.

Wir haben eine Gemeinschaft produziert, das ist eine Gemeinschaft von Leuten, die gemeinsam ein Interesse daran haben, dass immer das Ziel erfüllt wird, also haben alle eine fantastische Routine darin, bloß niemals irgendwo genau hinzugucken. Auch wieder was. Also das ist tatsächlich für mich tatsächlich so ein bisschen ein bisschen unverständlich, dass es niemandem auffällt.

Allerdings wenn du dann halt nicht nur einfach nicht nur weißt, was deine Aufgabe ist, sondern die auch noch jemand sagt, an einem Arbeitstag musst du 38 schrauben festziehen und wenn du das halt irgendwie in der Hälfte des Tages machst, lehnt sie dich zurück. Also etwas seltsam, ja. Ich meine, das ist einfach so ein Ding DDR, das unbekannte Wesen. Wir sind jetzt an dem Punkt, dass es halt lange, lange her ist.

Ja, ich meine ja, für uns ist so ein Ding zu uns, zu unserer Lebenszeit gab es noch, wir haben noch DDR insofern erfahren, als es gab sie, und wir haben die Wände mitgekriegt. Ja, aber es ist einfach so ein Ding. Man bräuchte jetzt mal einen einen gestandenen DDR Bürger, der uns ein bisschen mehr erzählen kann, wie es im Alltag war, was ich übrigens sehr spannend finde, mal eine Folge zu machen mit einem Zeit. Solut absolut, wenn.

Du, lieber Hörer. Sagst, Oh Mensch, das was der Chris gerade gesagt, dass das trifft doch genau auf mich zu und ich würde mich total gerne ein bisschen darüber unterhalten, wie es denn früher so an der einen oder anderen Stelle da drüben gewesen ist. Melde dich mal bei uns, da haben wir wirklich, wirklich beide richtig, richtig Bock drauf.

Ja, und da muss ich auch sagen, das ist auch so ein bisschen immer so, dass die Entschuldigung an diejenigen, die in dem System und in dem Land gelebt haben, wir probieren das immer ganz gut nachzuvollziehen, aber wir können es natürlich nicht, also von daher, wenn wir irgendwie grob, was da falsch erzählen, schreibt es gerne in die Kommentare, wir sind da alles andere als perfekt, wir sind nicht mal Historiker, wir sind da echt Amateure, und wir finden es halt positiv, spannend. Ganz genau.

Und wir finden es auch positiv spannend, wenn ihr uns korrigiert, was? Macht es ein bisschen konstruktiv, aber ihr macht uns damit auch wieder ein Stück. Schlau, richtig? Ja, und so kommt sie langsam zu Ihrem Ende, die aktuelle quasi Staffel. Wir haben wieder mal die Sommerpause erreicht, das heißt, als allererstes muss ich mich erst mal bei Jan bedanken für die letzte Geschichte in dieser Staffel, sehr schön, ich kannte sie in diesem Falle schon und es ist schön sie mal wieder erzählt bekommen zu haben und ich hoffe es hat euch genauso gut gefallen wie mir, ihr habt immer die Möglichkeit uns zu unterstützen, das geht so über Spotify direkt. Als auch bei Steady.

Dort habt ihr auch die Möglichkeit über den Sommer zu kommen, denn dort liegen die Premium folgen bereit, denn für jeden der uns unterstützt gibt es halt immer diese eine Folge im Monat, die es nämlich für alle gibt und die werden natürlich auch archiviert. Das heißt, wenn ihr Förderer werdet, könnt ihr natürlich auch alle, die wir bisher gemacht haben, dort hören. Selbstverständlich.

Ja, und auch im Sommer werden wir jetzt mal so als kleine Überraschung ein 2. Mal von uns hören lassen, denn wir haben uns überlegt, dass wir mal. Vielleicht so ein 2 von den Folgen, die sonst nur für die Förderer sind, auch für euch da draußen verfügbar machen und das werdet ihr einfach hören. Also guckt mal hin und wieder in den Kanal. Ansonsten sind wir jetzt an dem Punkt wo ich sagen kann es war wieder schön mit euch dieses Jahr und kommt gut hin und durch den Sommer wir sehen uns auf der anderen Seite. Noch heißt das, wieder auf ein neues. Hundertprozentig.

Und wenn ihr noch irgendwelche Teile habt für ein eventuelles Raumzeitfahrzeug. Dann könnt ihr uns die in den Kommentaren schicken und ansonsten verbleiben wir auch heute mit dem einen Wort, das immer das letzte ist und das lautet. Tschüss, wir hören uns am 5. September wieder.

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