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Wissensreisende

WR182 - Vom Kriegsheld zum Chief Scout of the World: Robert Baden-Powell

Freitag, 20. Juni 2025 · 1 h 04

MP3

Shownotes

Auf Wunsch von gleich zwei unserer HörerInnen, gibt es heute die Geschichte des Gründers der Pfadfinder: Robert Baden-Powell.
Ein Mann dessen Geschichte von einer unglaublichen Entwicklung geprägt war, die ihn von einem Kriegshelden in einem sehr brutalen Kolonialkrieg zum Vater aller Pfadfinder machte. Aber auch ein Mann der durchaus seine Kontroversen hat, die auch heute, fast 120 Jahre nach dem ersten Pfadfinderlager der Welt, noch diskutiert werden.
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Wenn ihr noch tiefer einsteigen wollt, ist dies ein sehr guter Startpunkt für eure eigene Recherche:
www.daslebenvonbipi.de
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Wenn ihr uns unterstützen wollt, findet ihr hier alle notwendigen Infos:
wissensreisende.de/premiumkanal
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#Robert Baden-Powell #Pfadfinder #Neuere und neueste Geschichte #Westeuropa #Subsahara

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Was waren die Hintergründe der Gründung der Pfadfinderbewegung? Wer war der Gründerorganisation und warum ist er heute eine kontroverse Persönlichkeit? Das ist Wissensreisende, der Podcast über Geschichte, Menschen und Hintergründe Hallo und herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, es ist wieder soweit, das ist Freitag, das heißt, es ist Zeit für eine neue Folge bei den Wissensreisenden.

Heute bin ich wieder mit der Anmoderation dran. Das heißt, mein Kollege Jan, Hallo da. Draußen. Der mir hier am Tisch gegenüber sitzt, hat hoffentlich eine Geschichte mitgebracht. Er nickt schon ganz zuversichtlich. Das ist fantastisch, denn das bedeutet, ich kann es das tun, was ihr tut, nämlich euch entspannt zurücklehnen und eine Geschichte hören. Ja, das kannste passt gut auf.

Ja, wir müssen da vielleicht auch außerhalb dieses Podcasts noch mal ein bisschen drüber philosophieren. Es ist ja immer schön Chris, wenn sich irgendjemand von unseren Mitreisenden meldet, um uns einen Themenvorschlag zu geben. Das passiert ja leider immer noch viel zu selten Klammer auf. Ich gehe davon aus, ihr draußen habt diese Aufforderung oder diesen Wink mit dem Zaunfall verstanden, Klammer zu Klammer zu, du hast recht, das hätte ich fast vergessen, aber das wäre dann eine inkorrekte mathematische Formel gewesen, dafür hätte ich wahrscheinlich im Schnitt wäre ich dann darauf gestoßen und wäre damit einfach nicht zurecht gekommen. Wenn in der unendlichen Fülle aller möglichen Geschichten, die es so gibt, jetzt 2 Hörer das

gleiche Thema vorschlagen, dann ist das ja eigentlich schon kein Themenvorschlag mehr, sondern eine sehr, sehr deutliche Aufforderung. Und der will ich dann heute mal nachkommen. Also an Lydi, die uns das in die Kommentare bei Spotify geschrieben hat, und an Lukas, der uns das per Mail geschickt hat.

Heute geht es um Robert Baiden Paul, den Gründer der Pfadfinderbewegung, und bevor ich wirklich loslege. Möchte ich mal sagen, dass das eine der schwierigsten Folgen in der Recherche und in der Ausarbeitung war, die ich bisher überhaupt gemacht habe in diesem Podcast. Ich war als Kind selber tatsächlich Pfadfinder, wusste aber überhaupt nichts über den Mann, der diese Organisation gegründet hat, die mir ganz persönlich echt viele tolle Erinnerungen gegeben hat. Zeltlager, Floßbauwettbewerbe, die großartige Kombination von einem Lagerfeuer und einer Akustikgitarre und die Gitarre natürlich nicht als Brennmaterial. Stockbrot über den Flammen machen und eine Menge mehr wirklich tolle Erfahrungen als

Kind und als Jugendlicher und wirklich gute Erinnerungen, über die ich mich heute immer noch freuen kann. Und so positiv bin ich auch an die Recherche über den Mann gegangen, der sozusagen der Vater der Pfadfinderbewegung ist. Und ich sage jetzt direkt am Anfang der Folge, dass ich meine positive Grundeinstellung gegenüber diesem Mann doch im Laufe der letzten Wochen verändert hat und mich das auch echt viel zum Nachdenken gebracht hat. Weil die eigene Einstellung zu ihm für mich gar nicht so einfach war.

Also die zu finden und es auch immer noch nicht ist. Und genau aus dem Grund will ich die Folge auch mal ganz ganz anders anfangen als sonst. Und zwar mit einer recht aktuellen Kontroverse, die es überall auf der Welt gibt. Und zwar geht es dabei um Statuen von Menschen, von denen wir entweder wissen oder von denen sich vielleicht aufgrund neuer Erkenntnisse ergibt, dass wir sie viel höher im Andenken halten, als wir das vielleicht mit unserem heutigen Werteverständnis tun sollten. Sehr plakatives internationales Beispiel sind diverse Statuen von hohen Persönlichkeiten der Konföderierten Staaten von Amerika, die in eben diesen Staaten stehen. Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd und dem Aufkommen der Black Lives Matter Bewegung

gab es auch in England fast schon Unruhen um Statuen von historischen Persönlichkeiten, hier ging es zum Beispiel ganz konkret um eine Statue in Bristol von einem Mann namens Edward Colston, der Unternehmer und Sklavenhändler war, oder auch um eine Statue in Pool. Die den Mann zeigt, um den es heute geht. Robert Bayden Paul und wenn wir uns das Leben von ihm angesehen haben, können wir uns die Frage am Ende mal gemeinsam stellen, ob es aus unserer Sicht berechtigt ist, dass diese Diskussion über seine Statue geführt wird. Aber fangen wir doch lieber mal an, nee, doch noch nicht daran, dass es eine Diskussion gibt, ob die Statue entfernt werden soll, kann man schon erkennen, dass es

offensichtlich unterschiedliche Sichtweisen auf das Leben von Robert Bayden Paul gibt und an dieser Stelle kann. Muss ich ein wirklich riesiges Kompliment in die Welt schicken, und zwar an Lena und Matthias auf der Webseite das Leben von BP, also durchgeschrieben das Leben von und anbipi.de da haben die beiden nicht nur wirklich viele Informationen zusammengetragen, sondern auch sehr gut aufgezeigt, wie weit die Sichtweisen auf Biden Paul in verschiedenen Werken auseinander gehen. Sie nutzen dafür insbesondere das 2007 erschienene Buch Biden Paul, Gründer der Pfadfinderbewegung von Tim Geel und.

Und das 2018 erschienene der Wolf, der nie schläft von Walter Hansen. Ihre Website verlinke ich euch auch in den Show Notes, wenn ihr noch viel, viel mehr erfahren wollt, dann ist das wirklich ein fantastischer Anlaufpunkt, weil auch viel Literatur von beiden Power von dort aus zum Beispiel beim Projekt Guttenberg direkt erreichbar ist.

Also noch mal Shoutout an Lena und Matthias, vielen Dank von meiner Seite für Eure großartige Arbeit, die mir echt sehr geholfen hat, mich mit dieser Geschichte zurechtzufinden und. Und jetzt fange ich auch wirklich mal an, Robert Stephenson, Smith, Biden, Powell wurde am 22 Februar 1857 in Paddington in London geboren, er war das sechste von insgesamt 10 Kindern des Wissenschaftlers Reverent Biden Powell, einem Professor für Geometrie an der Universität Oxford und dessen dritter Frau Henrietta Grey Smith.

Als Robert gerade 3 Jahre alt war, starb sein Vater, Biden war der Vorname seines Vaters, nicht sein Nachname er. Sein Vater trug den Nachnamen Paul, seine Mutter war eine Smith. Zu der Frage, warum seine Mutter den Namen Abänderte, habe ich 2 Möglichkeiten gefunden, erste Möglichkeit, weil die Mutter damit ihre eigenen Kinder, die sie mit Paul hatte, von seinen Kindern aus einer früheren Ehe namentlich trennen konnte oder die zweite Möglichkeit, dass das Haus baden aus Deutschland innerhalb des Adels einen guten Ruf hatte und sie damit einfach eine positive Assoziation mit ihrem Namen erzeugen wollte. Was auch immer der Grund war, ist eigentlich aber auch nicht wirklich wichtig.

Roberts Mutter war eine starke, gebildete Frau und spielte eine entscheidende Rolle in seinem Leben, sie vermittelte all ihren Kindern hohe moralische Werte, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, sich in der Welt zurechtzufinden, aber zu den hohen moralischen Werten muss man natürlich auch sagen, dass es hohe moralische Werte für die Mitte des 19 Jahrhunderts waren.

Und zu den hohen moralischen Aufgaben des britischen Empires gehörte natürlich auch ein extrem ausgeprägter Sinn für Kolonialismus und die klare Erkenntnis, dass die Krone selbstverständlich das Recht hat, auszubeuten, was man so ausbeuten möchte. Robert verbrachte viel Zeit im Freien, erkundete die Natur, baute Unterschlüpfe und lernte viel durch simple Beobachtung. Seine Schullaufbahn begann an der renommierten Charterhouse School, er lernte das Anschleichen in dem großen Schulpark, ohne von den aufsichtsführenden Lehrern bemerkt zu werden.

Er konnte Feuer machen, das nicht oder fast nicht rauchte und deshalb seinen Aufenthaltsort nicht verriet. Er war ein durchschnittlicher Schüler, nicht allzu sehr interessiert an dem, was die Schule bot, zumindest aber zeigte er große Begabung im kreativen Denken, in Improvisationen und in praktischen Tätigkeiten, außerdem war er ein ausgezeichneter Schauspieler und darum bei allen Schulaufführungen der Theatergruppe dabei. Nach der Schule sollte es für ihn eigentlich auf Wunsch seiner Mutter weiter an die Universität gehen, aber er bestand die Aufnahmeprüfung an der Universität Oxford nicht und meldete sich daraufhin bei der Militärakademie Centerst. Dort wiederum war die Aufnahmeprüfung für ihn gar kein Problem, er bestand 1876 die

Prüfung bei der Kavallerie als zweit und bei der Infanterie als Viertbester und ohne die zweijährige Ausbildung zu absolvieren, wurde er in ein Kavallerieregiment aufgenommen. Sein erstes Einsatzgebiet war britisch Indien. Dort machte er sich rasch einen Namen als talentierter Offizier, der ungewöhnliche Methoden anwandte und vielleicht auch ein bisschen komisch war. Er schlich sich gerne in den Dschungel und beobachtete wilde Tiere, war ein guter Fährtenleser und schnell als ein talentierter Späher und Kundschafter bekannt. Wegen dieser Fähigkeiten wurde ihm auch recht schnell die Aufgabe übertragen, neue Späher, also Scouts, auszubilden. In der Heimat erlangte er erste Berühmtheit, als er 1884 sein erstes Buch mit dem Titel

Reconnacence and Scouting Rausbrachte, zu Deutsch Nachrichtendienst und Kundschafterwesen. Seit dem ersten Burenkrieg von Dezember 1880 bis März 1881, brodelte es in Südafrika ganz schön und aufgrund dessen wurde Bayden Pauls Regiment 1885 nach Natal verlegt. Dort erhielt er als erstes die Aufgabe, die Drakensberge zu kartografieren, und zwar ohne Verdacht zu erregen, er.

Die Drakensberge waren eine natürliche Grenze zum Oranje Freistaat und Transval und er erkundete das Gebiet. Als Reporter getarnt. Er verbrachte auch einige Zeit mit den Einheimischen, einfach um hier jegliche Art von Informationen zu sammeln, die nützlich sein könnten, das war aber scheinbar gar nicht unbedingt im Sinne von Biden Paul, denn er war schon ein Mann, der in der Armee wirklich Karriere machen wollte und das ging halt am besten mit einem Krieg, in dem man sich ordentlich verdient macht.

Und noch mal, natürlich waren die Einheimischen in den Kolonien in seinen Augen Völker, denen man doch die gute englische Zivilisation näherbringen müsste, halt eben wirklich die damalige Zeit und die damalige, insbesondere britische denke beziehungsweise die Denke vieler europäischer Länder bis 1885 hatte sich die Lage aber erst mal so weit beruhigt, dass Biden Paul mit seinem Regiment wieder nach England verlegt wurde. Aber zu dieser Zeit und bei der Vielzahl an Kolonien, die von England unter dem Joch gehalten werden mussten, war die Ruhe für ihn nicht von langer Dauer und es sollte bereits schnell wieder in Afrika zu Unruhen kommen.

Aufgrund der Ortskenntnisse, die er bereits in Afrika erlangt hatte, wurde er dorthin wieder verlegt und kehrte als Adjutant seines Onkels General Henry Augustus Smith nach Afrika zurück. Smith war nämlich zum Oberbefehlshaber der Kap Kolonie ernannt worden. Und das ist jetzt mal die Stelle in dieser Folge, wo ich mal sagen muss, dass selbst wenn du 2 Biographen hast, die Erzählungen doch echt ganz schön extrem auseinander gehen können, obwohl man da denkt, die werden ja alles was sie behaupten sauber recherchiert haben, aber auch Biographen füllen mal auf, wenn noch was fehlt und je nachdem was für eine Art Biografie es ist, macht das auch schon wieder Unterschiede.

Ist das eine wissenschaftliche Biografie über einen Menschen mit sehr viel Zahlen, Daten, Fakten, nennen wir es mal oder ist das. Die Geschichte eines Lebens gerade bei Biografien, ist ja auch die Frage, hat derjenige eventuell selber Einfluss auf die ein oder andere Biografie genommen, also der Mensch, um den es geht?

Ja klar, möglich ist es immer und letztendlich wird jeder Biograf irgendwo einen gewissen Geschmack mit einfließen lassen. So du hast ja irgendwo früher oder später, wenn du eine Biografie beginnst, eine sehr innige Beziehung zu der Person im Endeffekt ja, ob du es magst oder nicht magst, ist eine andere Frage, aber du weißt sehr, sehr viel über diese Person und du stellst dir diese Person vor und.

Ich glaube nicht, dass du in der Lage bist, da komplett wieder wegzukommen von dieser Vorstellung, die du dir halt eben gebildet hast. Wahrscheinlich nicht. Naja, bei Biden Paul geht es halt wirklich, auch bei ganz faktischen Dingen echt richtig auseinander. Ein Biograf schreibt, dass Biden Paul direkt nach der erneuten Ankunft in Afrika bereits sofort seinen ersten Einsatz hatte und der andere schreibt, dass er sich in Afrika erst mal monatelang gelangweilt hat, wie auch immer der Gouverneur von Natal und. Ward bei Smith zur Niederschlagung eines Sulu Aufstandes um Hilfe und die Briten kamen ihm zur Hilfe. Es war zwar möglich den aufständischen Sulu König Dinisulu auf einem Felsplateau

in den Drakenbergen aufzuspüren, als die Engländer aber das Plateau erklommen, waren die Sulu und vor allem der Anführer schon geflohen. Dinisulu stellte sich wenige Monate später und wurde von einem britischen Gericht verurteilt, der. 1890 teilte General Smith seinem Neffen mit, dass er eine Stelle auf Malta angenommen hätte und bei den Paul mit ihm kommen sollte. Und jetzt stand er vor einer echt schweren Entscheidung, entweder mit seinem Onkel gehen, im Militär bleiben, aber vielleicht in einer nicht so spannenden Position oder neuen Weg, vielleicht als Politiker oder als Entdecker einschlagen. Er wollte halt eigentlich im Militär Karriere machen und. Und so sehr ich ihn auch als

flammenden Kolonialist dargestellt habe, so reizten ihn halt einfach auch das Abenteuer, die Entdeckung und die Menschen in den fremden Ländern, entschied sich aber schließlich fürs Militär und ging mit seinem Onkel nach Malta. Aber auf Malta, da gab es natürlich keinen Krieg, in dem er militärisch zu Ruhm und zu höheren Rängen hätte kommen können. Sein Onkel war inzwischen zum Ritter geschlagen worden, und es gehörte unter anderem zu seinen Aufgaben, Bälle und andere Festivitäten für die besseren Klassen Maltas zu organisieren. Damit es ihm nicht langweilig wurde, stellte er für sich auch ein ausladendes Freizeitprogramm mit Theater, Sport und auch Ausgrabungsarbeiten zusammen.

1891 bekam er dann aber wieder eine, Naja, nennen wir es mal, richtige Aufgabe im Auftrag des britischen Geheimdienstes sollte er geheime Nachforschungen über Truppenstärke, Befestigungsanlagen und Waffen in Italien, Albanien, Griechenland, der Türkei und in Bosnien und Herzegowina sammeln. Wir sind hier noch 10 Jahre vor dem Wechsel zum 20.

Jahrhundert. Damals bedeutete Geheimdienst schon etwas anderes als das, was wir uns jetzt vielleicht aus dem kalten Krieg vorstellen, das war halt eben nicht so Spionagemäßig, wie man sich das heute vorstellt, sondern die sind einfach, glaube ich, irgendwo hingelaufen und haben sich Dinge angeguckt und sind dann wieder.

Nach Hause war im Grunde so, eigentlich zumindest vom von dem von der Optik und des heute hast du eher ne touristische Geschichte. Du hast jemand durch die Gegend rennt und Eindrücke sammelt, ja. Auch was diese Aufgabe angeht, gehen die Aussagen von Biografen echt weit auseinander. Das liegt vielleicht auch daran, dass Ben Paul viele Jahre später ein Buch mit dem Titel Meiner Abenteuer als Spion geschrieben hat, in dem vermutlich viele Geschichten sehr, sehr stark geschönt und spannender gemacht wurden, als sie eigentlich waren, und so sind diese geschönten Geschichten dann vielleicht auch in die ein oder andere Biografie eingeflossen, weil ist ja von dem Mann selber geschrieben.

In seinem Buch erzählt er dann zum Beispiel von einer sehr gefährlichen Mission, bei der er die Kanonen einer anderen Nation ausspionieren sollte. Aber vielleicht war es in Wirklichkeit so, dass er sich die Kanonen einfach von einer nahegelegenen Anhöhe angucken konnte, er musste dafür nur ein bisschen früher aufstehen, damit man ihn nicht sieht, laut seiner eigenen Geschichte versuchte er auch gar nicht, sich zu verstecken, sondern rüstete sich mit schmetterlingsnetz, Fachbüchern, Bleistift und Notizbuch aus, um so den schrulligen Sammler zu geben. Halt ein Typ, den keiner ernst nimmt und der sich deswegen genau deswegen überall in Ruhe umgucken kann und seine Erkenntnisse versteckte er dann

in Zeichnungen von Blättern und Schmetterlingen, wovon auch einige in seinem Buch gelandet sind, nachdem er sie vielleicht auch einfach nur direkt für dieses Buch angefertigt hat. Also du hast dann eine Pflanze und die Pflanze hat ein Blatt und dieses Blatt hat seltsamerweise genau die Form einer bestimmten Befestigungsanlage oder diese diese befestigungs anlagenform ist in dem Blatt enthalten, was er gezeichnet hat. Ganz verrückt 1893 musste sich Biden Paul aber wieder eine neue Position suchen, weil sein Onkel seinen Job auf Malta aufgeben wollte.

Darum ließ er sich wieder zurück in sein altes Regiment versetzen, und so ging es dann erst mal wieder nach England zurück und es folgte eine Zeit in der heimischen Garnison. Im Jahr 1895 bereiteten sich die Briten auf eine Invasion des Ashanti Reiches vor, der Asante Hene, also der Herrscher des Königreichs Ashanti Prempe der Erste.

Hatte sich erfolglos bemüht, auf diplomatischem Weg irgendwie einen Krieg abzuwenden. Die Briten waren Anfang der 1890er Jahre über die Ausdehnung der französischen Kolonialmacht im benachbarten Gebiet der heutigen Elfenbeinküste sehr beunruhigt, und zwar so beunruhigt, dass sie versucht haben, ihr Protektorat diplomatisch weiter auszudehnen, was von Prempe aber immer wieder abgelehnt wurde.

Und das führte dann zur Vorbereitung des Kriegs durch die Engländer, wahrscheinlich weil sie vermutet haben, wenn wir die nicht angreifen und einnehmen, machen es ja die Franzosen. 1896 eroberte eine starke Truppe unter dem Kommando von Robert Bayden Paul Kumasi und nahm Prempe gefangen. Die Briten erklärten das Ashanti Reich zum Protektorat und verschleppten Prempe zuerst nach El Mina und später in ihre westafrikanische Kolonie Sierra Leone, zusammen mit etwa 50 Verwandten. Häuptlingen und Dienern wurde er im Jahr 1900 weiter auf die Seychellen im Indischen Ozean verbannt und erst 1924 erlaubte man ihm zurückzukehren.

Nach einem erneuten kurzen Aufenthalt in England ging es dann für BP und ich nenne einfach Robert Bayden Paul, weil er auch von vielen seiner Zeitgenossen wohl einfach BP genannt wurde, jetzt auch BP, weil das ist dann einfach kürzer, also nach einem kurzen Aufenthalt in England ging es für ihn weiter nach Matabeeland, das liegt im heutigen Simbabwe.

Das war 1896 die Briten hatten den dortigen Einwohnern den matabelle Stück für Stück immer weiter Land und damit ihre Lebensgrundlage genommen. In der Verzweiflung nahmen viele Einheimische sogar das Angebot an, als Polizei für die Engländer zu arbeiten und dabei dann auch noch extrem hart gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen.

Es gab allerdings einen Zeitpunkt, da war ein Großteil der weißen Polizei in den sogenannten Jameson Überfall verwickelt. Und das war genau der richtige Zeitpunkt für die Matabelle zurückzuschlagen. Innerhalb weniger Tage wurden über 300 weiße Siedler ermordet und das konnte natürlich von den Besatzern unter keinen Umständen hingenommen werden, insofern ist die gesamte Geschichte der Kolonisation, egal welche Länder sie vorgenommen haben, immer wieder eine Geschichte von unfassbarer Impertinenz, bei der eine Seite einfach für sich beansprucht, Rechte zu haben, die die andere nicht hat, ja. Man nimmt dem Matabelle ihre Lebensgrundlage und wenn sie sich dagegen zur Wehr setzen, dann sind sie es natürlich, die dafür bestraft werden müssen.

Das kann man ja auch mit dem Empire nicht machen. Am 6. Juni befehligte BP einen Kavallerieangriff gegen die feindlichen Matabelle, die ihrerseits planten, die britische Garnison anzugreifen. Die Einheimischen hatten zwar durch verschiedene Raubzüge einige Waffen der Briten in die Hände bekommen, hatten aber gegen die deutlich besser ausgerüstete britische Übermacht keine Chance. Sie zogen sich in 2 Gruppen vom Gefecht zurück, einmal nach tabacika Mambo, das war ungefähr 60 Meilen nordöstlich von der Garnison und einmal in die Matopo Berge, circa 20 Meilen südwestlich während mehrerer Erkundungszüge in die Matopo Berge, um herauszufinden, wo sich das Lager der Matabelle befand, bekam Bipi dann heraus,

dass er von ihnen einen Spitznamen bekommen hatte im Besa. Das bedeutet so viel wie jene. Genau das bedeutet Hyäne oder Kreatur, die bei Nacht umherschleicht nicht besonders schmeichelhaft, weswegen er später selber der Wolf, der nie schläft, als Übersetzung angegeben hat. Dass das vermutlich als Übersetzung nicht ganz korrekt ist oder vielleicht sogar nicht ganz korrekt sein kann, sieht man daran, dass die Matabelle vermutlich einfach gar keine Wölfe kannten, weil sich Wölfe südlich der Sahara nie wirklich verbreitet haben.

Dementsprechend es ist äußerst unwahrscheinlich, ja äußerst unwahrscheinlich, dass sie von einem Wolf gesprochen haben. Und naja, das war halt der Anführer der weißen Männer, die im Endeffekt sie umgebracht haben. Wahrscheinlich haben sie ihm keinen schmeichelhaften Namen gegeben, die Truppen in Tapazika Mambo konnten verhältnismäßig leicht ausgeschaltet werden, aber nach mehreren verlustreichen Versuchen, die Truppen in den Bergen zu besiegen, versuchten die Briten in Verhandlung mit den Matabelle zu treten, die. Diese wurden als so wichtig angesehen, dass sogar Cecil Roads, der damalige Premierminister der Kap Kolonie, dafür anreiste.

Es gab neben den Matabelle noch 2 weitere Stämme in der Region und die unterstützten die Matabelle, das waren die Makalaka und die Maholi diese Stämme wollten schon fast selbstverständlich keine Einigung zwischen den Matabelle und den Briten, weil es die Stämme in der Region einfach ganz grundsätzlich geschwächt hätte, und damit kommen wir jetzt zu einem Mann namens Uvini.

Das war ein Häuptling und Priester der Makalaka. Er galt aufgrund der Gottheit Mlimu unter den 3 Stämmen als unsterblich und er war von den Briten gefangen genommen worden. Er sollte eigentlich vor einem Zivilgericht den Prozess bekommen, aber BP wusste, dass man ihn dafür aus dem Kampfgebiet transportieren müsste und dass es dann mit Sicherheit Befreiungsversuche geben würde.

Für ihn war klar, sollte Uwini kapitulieren, würde das die Kämpfe ganz klar drehen oder sogar sehr schnell zu einem Ende bringen. Aber Owini war nicht bereit für eine Kapitulation, und so traf Biden Paul die Entscheidung, dass Owini direkt vor Ort vor einem Kriegsgericht der Prozess gemacht werden sollte. Und dort wurde er zum Tode verurteilt. Biden Paul selber unterzeichnete das Urteil und Owini wurde hingerichtet, Biden Paul schrieb dazu, er tat mir leid, er war ein guter alter Wilde, aber ich unterschrieb seinen Haftbefehl und ordnete an, dass er bei Sonnenuntergang erschossen werden sollte.

Die meisten von ovinis Anhängern ergaben sich ohne Widerstand. Nach der Erkenntnis, dass er wohl doch nicht unsterblich war, was einige Ereignisse innerhalb der Kolonialgeschichte und auch dieses aus heutiger Sicht einfach unfassbar machen, ist die Tatsache, dass diese Aktion damals von vielen als positiv gewertet wurde, weil damit ja noch weiteres Blutvergießen unter der einheimischen Bevölkerung vermieden wurde, die doch nichts anderes tun müssen, als sich dem großartigen Empire anzuschließen. Und das zeigt einfach noch mal, was Kolonialismus letztendlich bedeutet.

Das ist einfach n komplettes Konstrukt, dass das in den Köpfen der Leute ist, und zwar ganz tief drin. Du kannst davon ausgehen, dass wenn du dir diese ganzen kolonialistischen Bestrebungen Anguckst, die verschiedenste europäische Länder hatten, dass die Leute, die irgendwo in der Kette der Ausführung waren, wahrscheinlich ihr Leben lang nicht drüber nachgedacht haben, dass es anders sein könnte, das ist die Wahrheit, in der die sich befunden haben, das ist ne Loktrin, die einfach durchgesetzt wurde, und es hatte gar keiner wirklich die Muße, die Zeit oder die Gelegenheit drüber nachzudenken. Das ist so und vor allem das ist halt auch, ich sag mal, dieser Kolonialismus, der erfordert

auch ein ein gewisses Selbstverständnis von von dir, was du halt dir selber, oder? Was meine ich, dass du wächst? Du wächst halt daran auf. Ja, es ist eine Wahrheit für dich und du musst schon echt ganz schön weit rausgehen können, gedanklich, um das überhaupt anzusehen und überhaupt einen Missstand zu entdecken.

Ja. Das macht alles nicht besser. Genau das alles kann ne Rechtfertigung sein. Nee, eigentlich nur alles, nur die Tatsache von wer gerade in einer Zeit wo du nicht jede Information jederzeit zur Verfügung hattest, konntest du halt auch nur mit dem Arbeiten was du kanntest. Und wenn das die Wahrheit ist, die du kennst, ist es ganz schön schwer darüber hinaus zu gucken.

Ja, vor allem die Wahrheit, die die gesamte Gesellschaft kennt, weil ich glaube, da war schon tatsächlich direkt. In England gab es, glaube ich, keine, keine zumindest zu der Zeit noch keine so großartige Spaltung über das Thema Kolorialismus. Überhaupt nicht. Es ging ja den den Engländern verdammt gut damit.

Ja, es schien halt eben für den für den Menschen auf der Straße eine gute Sache zu sein, ja. Nun ja, baiden Pauls Zeit in Matabeeland hatte aber auch noch eine etwas andere Seite. Er liebte das Leben auf Patrouille und das Schlafen unter freiem Himmel, und er genoss es, seine Fähigkeiten als Späher weiter zu verbessern. Besonders wichtig waren für ihn die Begegnungen mit Jan Grodbom aus dem östlichen Teil der Kapp Kolonie und Frederick Burnham aus Amerika.

Von Grodbom lernte er noch mal eine Menge über das Aufspüren von Spuren und Burnham führte ihn noch weiter in die Kunst ein, in der Wildnis zu überleben und je nach Quelle lässt sich zu dieser Zeit auch immer mehr dazu lesen, dass BPS Zeit in Afrika von zwiespältigen Gefühlen geprägt war. Einerseits bewunderte er die Krieger und ihre Eigenschaften wie Mut, Härte und Geschicklichkeit.

Andererseits musste er mit ansehen, wie dieselben Gesellschaften, die diese Eigenschaften verkörperten, zerstört wurden. Und er war ganz klar Teil dieser Zerstörung. In Matabeeland begann BP, erste Ideen zu entwickeln, die er später in seinem Buch Scouting for Boys festhalten sollte. Er entwarf ideale Verhaltensweisen für militärische Späher, betonte die charakterstärkenden Aspekte des Lebens im Freien und war überzeugt, dass eine Truppe ohne Teamgeist nicht erfolgreich sein konnte. Es wird behauptet, dass hier wirklich die Grundideen der späteren Pfadfinderbewegung entstanden. Allerdings sind wir von deren Gründung noch ziemlich weit entfernt.

Zunächst ging's erst mal wieder nach England über die Konflikte mit den Ashanti und den Matabelle hatte Bain Paul übrigens Bücher geschrieben und so weiter seinen Ruhm und Ruf in England vergrößert und außerdem hatten sie ihm auch gutes zusätzliches Geld eingebracht. Er galt als äußerst fähiger Mann für den Krieg in Afrika, zunächst aber musste er wieder nach Indien. Wo er dann sein eigenes Kommando bekam. Er befehligte ab 1897 die Fifth Tragoon Guards, und dort brach er wohl mit einigen Traditionen in Sachen Ausbildung und Umgang mit seinen Truppen.

Zum Beispiel wurden Drill und Zeremoniell unter ihm deutlich reduziert und er schaffte auch eine Regel ab, nach der Untergebene einen ranghöheren Offizier nicht ansprechen durften, ohne selber angesprochen zu werden. Und auch hier gehen die Quellen wieder in einigen Dingen ganz schön auseinander. Die eine zeichnet Bayden Paul in dieser Zeit als Person, die vielleicht auch langsam beginnt, eine neue Sichtweise auf die Konflikte zu entwickeln, an denen er beteiligt ist. Die nächste schreibt, dass er total begeistert war, als Kämpfe in der Nähe von Malakant ausbrachen, wo er dann sogar in Urlaub hinfuhr, um vielleicht die Möglichkeit zu haben, die Scharmützel selber beobachten zu können, also wirklich, die Aussagen gehen teilweise

diametral auseinander. 1899 dachte BP, dass er sich auf einen viermonatigen Urlaub nach Hause begeben würde, aber sehr schnell am 1406 1899 war er wieder in Südafrika, denn dort stand der zweite Burenkrieg kurz vor dem Ausbruch. Seine erste Aufgabe in Südafrika war es 2 regimente berittener Infanteristen auszubilden, von denen 1 in muffet King stationiert sein sollte. Muffet King war eine wichtige Stellung für die Briten, es war Munitionsdepot Zentrum der Lebensmittelversorgung. Endstationen und auch Materiallager der eben erst gebauten Eisenbahn am 11.

Oktober 1899 erklärten die Burenrepubliken dem britischen Empire offiziell den Krieg. Zu dieser Zeit war Biden Paul in Marketing und erhielt die Information, dass sich circa 9000 Buren der Stadt nähern würden und dies führte zu einer 217 Tage andauernden Belagerung der Stadt, die Biden Paul in seiner Heimat wirklich berühmt gemacht hat.

Ich möchte hier nicht zu sehr auf diese Belagerung eingehen, weil allein das schon ein Exkurs wäre, der eine eigene Podcast Folge sein könnte. Darum hier nur ganz kurz diese Belagerung der Stadt Muffiking war eines der bedeutendsten Ereignisse des zweiten Buchenkrieges die Stadt Muffiking, die heute mahi Keng heißt, wurde von etwa 700 britischen Soldaten unter dem Kommando von Robert Baiden Paul verteidigt, hinzu kamen noch freiwillige, und es gab auch die ganz normale Zivilbevölkerung in der Stadt.

Durch clevere Täuschungsmanöver wie falsche Minenfelder, improvisierte Kanonenattrappen und psychologische Kriegsführung gelang es ihm, die Stadt über 7 Monate lang zu halten und in dieser Zeit setzte er auch Jugendliche in verantwortungsvollen Rollen ein. Sie fungierten als meldegänger, Pfleger, Wachposten oder natürlich als Späher.

Diese Erfahrungen sollen ihn davon überzeugt haben, dass junge Menschen über sich hinauswachsen können, wenn man ihnen Verantwortung zutraut. Die Belagerung dauerte von Oktober 1899 bis Mai 1900 und war durch schwere Kämpfe und auch Lebensmittelknappheit gekennzeichnet. Trotz der harten Bedingungen und Verluste auf beiden Seiten hielt die Stadt stand, bis britische Verstärkung eintraf und die Belagerung am 17 Mai 1900 beendete die erfolgreiche Verteidigung Marvel Kings machte bei den Paul in Großbritannien wirklich zum Nationalhelden und über Nacht kannte jeder seinen Namen. Keine Ahnung, ob es eine Legende ist, aber es heißt im letzten Postsack der Mafiking vor der Belagerung verlassen hat, wäre das Manuskript für Biden Pauls

Nächstes Buch AIDS to Scouting auf den Weg nach England gebracht worden. Das ist eigentlich ein militärisches Handbuch, und es behandelt die Ausbildung von Soldaten zu spähen und Kundschaftern es enthält Anleitungen unter anderem zu den Themen Spähen, Kartenlesen und Karten, zeichnen, Beobachtung, Spurenlesen und auch Berichterstattung. Hinzu kommen Vorschläge für die Durchführung von Wettkämpfen, zum Training in Friedenszeiten.

Über die Beschreibung der Fertigkeiten hinaus werden auch die hohen charakterlichen Anforderungen an einen Scout betont, zum Beispiel Mut und Besonnenheit. Der Stil dieses Buches ist in weiten Teilen Anekdotisch und Bayden Paul schöpft hier aus seiner mehrjährigen Erfahrung, eben als Kundschafter und Spion, wobei auch diese Anekdoten vermutlich geschönt sind, so wie bei der Übersetzung seines Spitznamens Impesa. Weitere Merkmale des Buches sind die einfache Sprache und die direkte Ansprache des Lesers.

Und vielleicht waren es genau diese letztgenannten Aspekte, die das Buch dieses Kriegshelden bei vielen Jungen total beliebt machte. Es war viel erfolgreicher, als Pipi sich das vorher vorgestellt hätte, und dieser Erfolg brachte ihn vermutlich endgültig zu der Erkenntnis, dass es vielleicht sinnvoll sein könnte, seine Erkenntnisse auf die Jugend anzuwenden, der zweite Burenkrieg.

War der letzte Krieg, an dem Biden Paul beteiligt war, und jetzt sollten wir mal eben erstmal einmal kurz durchatmen, weil jetzt zumindest die Militärzeit, die richtig aktive vorbei ist. Die Pfadfinder sind eine Organisation, die von eigenen Positionierung her ganz klar friedensstiftend sein soll. Zumindest ist das heute so beziehungsweise habe ich das in meiner Kindheit immer so wahrgenommen. Wie passt das mit dem Gründer zusammen, dessen größte Errungenschaft in den Augen der damaligen Gesellschaft aus einem Krieg kommt?

In dem sich die Briten so menschenfreundliche Dinge wie Konzentrationslager haben einfallen lassen. Und das ist jetzt kein dummer Spruch. Der Begriff Konzentrationslager wurde das erste Mal im Zweiten Burenkrieg für Gefangenenlager der Briten genutzt, um großflächig Zivilisten zu inhaftieren und damit die kämpfenden Buren zur Aufgabe zu zwingen.

Also. Das passt irgendwie überhaupt gar nicht zusammen und man weiß gar nicht oder zu diesem Zeitpunkt. Bei meiner Recherche wusste ich gar nicht, wie soll man jetzt überhaupt zu der Organisation der Pfadfinder von diesen Menschen kommen. Wir schreiben jetzt in unserer Geschichte schon das Jahr 1901 Biden Paul ist 44 Jahre alt, also man kann hier auch nicht mehr von irgendwelchen jugendlichen Leichtsinn sprechen, der ihnen all diese Konflikte gebracht hat, also schon irgendwie schwierig. Aber wie geht's denn weiter?

Bis zu den Pfadfindern? Und darum machen wir jetzt mal lieber weiter mit BP nach dem Bubenkrieg am 8. März 1903 kam er zurück nach England, mit 19 war er das erste Mal mit der Armee nach Indien ausgezogen und inzwischen waren 27 Jahre vergangen und das war eigentlich Zeit im Krieg, mit Ausnahme von kurzen Unterbrechungen in England und seiner wahrscheinlich ruhigeren Zeit auf Malta.

Jetzt erwartete ihn in der Heimat eine feste Position als Generalinspekteur der Kavallerie in London im Kriegsministerium. Aber diese Aufgabe hat BP scheinbar nicht so wirklich glücklich gemacht. Ich war nicht dazu bestimmt, General zu sein, ich mochte mein Dasein als Regimentsoffizier mit persönlichem Kontakt zu meinen Soldaten, so hat er es selber geschrieben. Sein beruflicher Erfolg war eher bescheiden in dieser Zeit, aber aus dem Erfolg von Aids to Scouting bei der jungen Generation erhärtete sich jetzt immer mehr halt die klare Vorstellung, eine Erziehungsmethode für Jungen daraus zu machen.

Er begann, sich in bereits bestehenden Jugendgruppen des Militärs, wie zum Beispiel der Boys Brigade zu engagieren, aber das war halt auch nur eine paramilitärische Vorbereitung für Jungen und weit von dem entfernt, was er sich vorstellte in diversen Reden, die er nach 1900 gehalten hat, war. Hat Biden Paul auch immer mehr den Eindruck erweckt, dass es ihm in seiner neuen Mission, aus Jungs etwas zu machen, eher daran gelegen war, gute Bürger oder gute Menschen statt gute Soldaten zu produzieren? Im Mai 1907 endete seine Zeit als Generalinspekteur und Biden Paul konnte sich jetzt endlich die Zeit nehmen, sein Konzept weiter auszubauen und seinen ersten Entwurf eines Buches zum Thema Pfadfinderei für Jungs zu

schreiben. Zu dieser Zeit kam er auch in Kontakt mit einem Mann namens Ernest Thompson Setten. Das war sozusagen der Vater der Pfadfinder in den USA, und beide Männer haben sich vermutlich gegenseitig inspiriert, ohne darauf jetzt weiter eingehen zu wollen. Ist die Geschichte dieser beiden Männer natürlich wieder mal eine, die zuerst ganz freundschaftlich verläuft und dann dazu führt, dass der eine dem anderen vorwirft, sich an seinen Ideen bedient zu haben. Ganz konkret war Setten, der BP vorgeworfen hat, seine Ideen geklaut zu haben.

Im Jahr 1907 war dann aber was anderes auch noch wirklich wichtig, denn es war Zeit für Biden Power, seine ganzen Ideen mal praktisch auszuprobieren. Und wie sollte das besser gehen als bei einem Zeltlager und das sollte auf Brown Sea Island in der Nähe von Pool im Südwesten von England stattfinden.

Die Insel wurde als Ort für das Lager ausgewählt, weil es abgelegen und schwer zu erreichen war. Da BP eine sehr bekannte Persönlichkeit war, hätte es Schwierigkeiten gegeben, wenn die Presse von seinen Plänen erfahren hätte, denn Reporter wären sofort dahin gefahren und er wollte, dass sein experimentelles Lager ohne öffentliche Aufmerksamkeit wirklich fairen Versuch bekommt.

Im Mai 1907 hatte er während eines Urlaubs in Irland Charles van Ralte kennengelernt und sich mit ihm angefreundet und nach einem Besuch in dessen Landhaus auf der Insel war es für ihn klar, dass da das erste Lager stattfinden müsste. Als Junge war Bayden Paul mit seinen Brüdern schon im Hafen von Pool gesegelt und erinnerte sich noch an die Insel.

Ein wirklich idealer Ort, abgelegen, aber nahe genug an der Zivilisation, um sich vernünftig mit Vorräten versorgen zu können. Ein Brief an Charles van Ralte mit der Bitte um Erlaubnis, die Insel nutzen zu dürfen, führte zu einer sofortigen Antwort, natürlich könnte er kommen, es wurde vereinbart, das Lager noch im August 1907 durchzuführen. 20 Jungen nahmen an dem Zeltlager teil.

Sie wurden in 4 Patrouillen aufgeteilt, die Brachvogel, Rabe, Wolf und Bulle hießen. Zur Identifizierung der Patrouillen erhielten die Jungen lange Wollbänder in verschiedenen Farben, die sie sich an die linke Schulter heften mussten, Grün für die Bullen, blau für die Wölfe, gelb für die Brachvögel und Rot für die Raben, der älteste Junge jeder Patrouille wurde zum Patrouillenführer ernannt und erhielt eine Flagge mit dem Tier seiner Gruppe jeder dieser Patrouillenführer. Trug jederzeit die volle Verantwortung für das Verhalten seiner Patrouille, sowohl im Lager als auch im Gelände. Die Patrouille war eine Einheit, in der gearbeitet und auch gespielt wurde und jede Patrouille lagerte auch an einem separaten Ort auf der Insel,

jede Gruppe hatte ein eigenes Zelt und es gab noch ein weiteres für Baiden Paul selber und die weiteren Betreuer, die im Englischen auch heute noch Scoutmaster genannt werden. Das Programm für dieses erste Pfadfinderlager der Welt. Hatte jeden Tag andere Themen und selbst wenn diese Ideen schon über 100 Jahre alt sind, findet man so einiges, was man heute auch im Pfadfinderlager machen würde.

Tag 1 nach der Ankunft im Lager der Bildung von Patrouillen und der Verteilung von Aufgaben wurde jedes Thema des Lagers anhand von Demonstrationen erklärt. Die Patrouillenführer erhielten eine spezielle Ausbildung im Feld, die sie anschließend an ihre Patrouille weitergeben sollten, Tag 2 campingfähigkeiten.

Hütten und Mattenbau Knoten, Feuer machen, Kochen, Gesundheit und Hygiene, Ausdauer, Orientierung in fremder Umgebung, bootsführung Tag 3 notieren und Einprägen von Details in der Nähe und in der ferne, Landmarken und so weiter aufspüren, ableiten von Bedeutung aus Spuren und Zeichen Training des Sehvermögens Tag 4 Studium von Tieren und Vögeln, Pflanzen, Sternen und so weiter Verfolgung von Tieren.

Wahrnehmen von Details der Menschen, lesen ihres Charakters und ihres Zustandes, dadurch Sympathie gewinnen und so weiter das fand ich schon cool. Das war die Idee, was er da machen wollte, ist über 100 Jahre alt, Tag 5, Ehre und Kodex der Ritter, Uneigennützigkeit, Tapferkeit, Wohltätigkeit und Sparsamkeit, Loyalität gegenüber dem König und den Arbeitgebern oder Offizieren, praktische Ritterlichkeit gegenüber Frauen.

Die Verpflichtung, täglich eine gute Tat zu vollbringen und wie man sie verbringt, jeden Tag eine gute Tat, war im Endeffekt schon 1907 eine Idee. Tag 6 Lebensrettung vor Feuer, ertrinken, Gas, Entlaufenden, Pferden, Panik, straßenunfällen und so weiter improvisierte Geräte und erste Hilfe Tag 7 Koloniale Geographie Geschichte und taten die das Imperium beeinflussten unserer Marine und Armee.

Flaggen, Medaillen, pflichten als Bürger, das wäre so ein typischer Tag, den findet man heute ganz sicher nicht mehr mal den Pfadfindern und Tag 8 Sport mit Spielen oder Wettkämpfen in allen Fächern des Camps. Auch die einzelnen Tage dieses Camps waren schon fast militärisch durchgeplant. Das ging dann los. 06:00 Uhr, Auslauf, Milch und Kekse, 06:30 Uhr Übungen, 07:00 Uhr Ankündigung der Tagesaktivitäten mit Demonstration, 07:30 Uhr aufräumen, 07:55 Uhr Parade Fahnenpause mit anschließendem Gebet, 08:00 Uhr Frühstück und so ging das dann weiter bis 18:00 Uhr Lagerspiele 19:15, Uhr abreiben und umziehen. 20:00 Uhr Abendbrot, 20:15 Uhr Lagerfeuermärchen und dann gab es nur noch Gebete und Licht

aus. Später, wenn man sich anschaut, was für eine Bewegung aus diesem ersten Camp entstanden ist, überrascht es wohl nicht, dass die ersten 20 Jungs, die ein solches Zeltlager erlebt haben, vermutlich ihren Eltern davon verdammt, lange, ausgiebig und vor allem begeistert erzählt haben, kann ich auch total gut verstehen Pfadfehlerlager super Nummer. Die Erfahrungen aus diesem Camp flossen 1908 in das Buch Scouting for Boys ein, ein Buch, das zunächst als Serie erschien und bald zu einem der meistverkauften Werke des 20 Jahrhunderts wurde.

Innerhalb eines Jahres gründeten sich Hunderte Pfadfindergruppen, zunächst in Großbritannien, dann international. Teil dieses Buches ist auch das ursprüngliche Pfadfinderversprechen. Übersetzt ich verspreche bei meiner Ehre, dass ich mein Bestes tun will, meine Pflicht gegenüber Gott und dem König zu erfüllen, anderen Menschen zu helfen und das Pfadfindergesetz zu befolgen.

Und das Pfadfindergesetz war natürlich kein wirkliches Gesetz oder ein starres Regelwerk, sondern es sollte ein Ideal vermitteln, in etwa so ein Pfadfinder ist loyal, ehrlich, hilfsbereit, ein Pfadfinder ist ein Freund aller und Bruder jedes anderen Pfadfinders. Ein Pfadfinder ist höflich, schützt Tiere und Pflanzen, gehorcht ohne Widerspruch, lächelt und pfeift in Schwierigkeiten, ist sparsam und ein Pfadfinder ist rein in Gedanken, Worten und taten, also wirklich kein konkretes Regelwerk, sondern wirklich mehr. So eine Richtlinie, möchte ich es mal nennen, Biden, Pauls Ansatz von Learning by doing war revolutionär für die damalige Zeit, statt Kinder zu belehren, sollten sie lernen. Indem sie einfach etwas gemacht

haben und das auch durch Wiederholung. Ja, und das ist etwas, was du gerade sagst. Natürlich, es war revolutionär, es war auch wirklich unbekannt, denn du hattest im Endeffekt bis dahin ja wirklich nur entweder die Möglichkeit Frontalunterricht, also erzählt einer was ganz stumpf und ohne eigentlich auch zwischenfragen oder irgendwas in der Richtung, oder du musst es halt aus einem Buch haben, aber diese Tatsache praktisch zu lernen war etwas, das es. Wenn überhaupt, vielleicht schon irgendwo im Militär gab, weil du dort ja viele Sachen einfach praktisch machen musste, zwingend aber so was wie, ich sag mal, einfache nützliche Dinge zu erlernen in Praxis das, das gab es in der Form noch nicht.

Ja, und einmal hast du dabei den Aspekt, dass derjenige sich etwas angeeignet hat, auf eine Art und Weise, die ihm vielleicht auch sogar Spaß gemacht hat. Was aber noch viel mehr ist du. Gibt es demjenigen total viel höheres Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, einfach dadurch, weil er sagt, ich kann was, ich habe mir das auch selber beigebracht, diese Sache von ich habe das getan, ist da, glaube ich, ein ganz, ganz wichtiger Punkt, gerade wenn es um Kids geht. Auf jeden Fall natürlich.

Also Kinder sollten lernen dadurch, dass sie was tun. Und Biden, Paul glaubte an das Potenzial jedes Einzelnen, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Es war ihm sogar wichtig, dass die 20 Jungs. Nicht irgendwie alle aus zum Beispiel dieser Boys Brigade kam, sondern dass es unterschiedliche Kids waren mit unterschiedlichen Hintergründen, weil er halt für sich auch schon gesagt hat. Ich glaube, dass das universell funktioniert, was ich hier tue. Gerade die Tatsache, dass er eben keinen Unterschied zwischen Ständen oder der Herkunft machte, passt eigentlich gar nicht zu einem Mann, der das britische Reich als allen anderen überlegen sieht und das sogar im Krieg unter Beweis stellen wollte, auch das passt

gefühlt irgendwie nicht so. Aber sei es mal dahingestellt, es gibt ja auch Entwicklungen, die man durchmachen kann. Bayden Paul setzte auf Gruppenarbeit, auf Spiel als Lernmethode und auf die Natur als lehrmeisterin, Verantwortung, Führung, soziale Kompetenz, all das waren Dinge, die man seiner Meinung nach viel besser im Zeltlager vermitteln konnte als in dem Klassenzimmer. Und so entstand wirklich eine neue Form der Jugendarbeit, die eher darauf aus war, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Dinge zu tun, statt sie einfach konstant zu bevormunden, bis jemand dann 18 ist und dann auf einmal, es heißt mach mal, wie gesagt, das Buch war für die damalige Zeit revolutionär, auch wenn man heute trotzdem sagen

muss, dass natürlich einige gesellschaftliche Ansichten vollkommen überholt sind. Ein Pfadfinderversprechen gibt es heute noch. Aber von Pflichten gegenüber Gott und dem König ist da ganz bestimmt keine Rede mehr. Es gibt ja so Listen, in denen man zum Beispiel die meistverkauften Bücher des 20. Jahrhunderts findet, teilweise findet man, je nachdem, wo man schaut, in diesen Listen auch Scouting for Boys mit vermutlich 100 bis 150000000 verkauften Kopien. Die Idee der Pfadfinderbewegung verbreitete sich rasch immer weiter, schon 1909.

Waren über 11000 Teilnehmer beim ersten Pfadfindertreffen in London anwesend. 1910 hat bei Ihnen Paul noch etwas für die Zeit bahnbrechendes gemacht und das hat er wohl sogar schon im Jahr 1907 in einem Artikel sozusagen angekündigt, denn da hat er wohl geschrieben, ich glaube, dass Mädchen bei den Pfadfindern genauso viel gesunden Spaß haben können wie Jungen und sich nach kurzer Zeit als gute Pfadfinder erweisen können. Für die Ansichten auf Geschlechtertrennung, die es damals gab, ist das wirklich fortschrittlich und gleichberechtigt.

Einfach nur diese Aussage zu treffen. Seine Schwester Agnes wurde die erste Präsidentin der Girl Guides, die 1910 offiziell gegründet wurden, es gab dann auch eine Adaption von Scouting for Boys mit dem Titel Hand Book for the Girl Guides. Der Inhalt war in einigen Teilen deckungsgleich mit dem Handbuch der Jungen.

Allerdings kamen noch Kapitel über Krankenpflege, Kinderbetreuung und Haushaltsführung dazu. Und selbst wenn wir die Geschichte der Girl Guides nur ganz kurz beleuchten würden, dann springe ich hier irgendwann wirklich komplett den Rahmen. Vielleicht ist dem einen oder anderen ja aufgefallen, dass ich bisher ja gar nicht von irgendeiner Familie von BP gesprochen habe, keine Frau, keine Kinder, ja, das liegt einfach daran, dass er tatsächlich erst 1912 geheiratet hat.

Am 3010 heiratete er all of Souls. Er war zu diesem Zeitpunkt 54 Jahre alt, seine frisch Angetraute war Süße 32 Jahre jünger als er und damit bei der Hochzeit 22 die beiden hatten 3 gemeinsame Kinder, die sauber getaktet, 1913, 1915 und 1917 auf die Welt kamen. Aber auch auf die Familie will ich hier heute nicht weiter eingehen, mit Ausnahme der Information, dass Olive 1920 die Führung der Internationalen Girl Guides Bewegung übernahm.

Und damit waren Sie glaube ich in Sachen Pfadfinderei das absolute und ultimative Power couple, da im Anfang den 20. Jahrhundert immer noch vom britischen Empire gesprochen wird. Kann man das auch wirklich einen Vorteil für die weltweite Verbreitung des Pfadfindertums nennen? Denn sowohl das Buch als auch die Ideen daraus verbreiteten sich extrem schnell in allen Kolonien des Empires und dann auch über dessen Grenzen hinaus.

Nehmen wir zum Beispiel mal die USA schon 1918 gab es dort 300000 Pfadfinder, 10 Jahre später übrigens schon über 1000000, und dabei hatte Biden Power mit der Gründung der amerikanischen Pfadfinderorganisation eigentlich kaum was zu tun. 1920 wurde das Boy Scout International Bureau gegründet, der Vorläufer der heutigen Weltpfadfinderbewegung. Jedes Land sollte nur eine offizielle Pfadfinderorganisation haben und Biden Powell behielt sich die Kontrolle vor die Führungspersonen der Pfadfinder in den Kolonien wurden von ihm direkt persönlich ernannt. In vielen Ländern zeigte sich in den frühen Jahren der Bewegung ein echtes Problem in Sachen Gleichberechtigung. Zum Beispiel wurden Afroamerikaner in einigen Staaten der USA bei den

Pfadfindern einfach nicht zugelassen, in Südafrika war es ähnlich und auch in Indien, wo die Einheimischen zunächst einfach nicht teilnehmen durften. Es gibt Berichte, dass Biden Paul versucht hat, zum Beispiel in Indien oder in Südafrika in dieser Sache zu vermitteln, allerdings dauerte es noch einige Zeit, bis sich Gleichberechtigung bei den Pfadfindern auch überall auf die Hautfarbe bezog. 1920 fand das erste World Scout Jambury in London statt, ein Treffen von Pfadfindern aus aller Welt und Bayden Paul wurde dort zum Chief Scout of the World ernannt.

Bis 1939 zählte die Bewegung über 3000000 Mitglieder in fast 50 Ländern, und diese Bewegung verband dabei Abenteuer, Bildung, internationale Verständigung und das grundsätzliche Streben nach einem besseren Zusammenleben 1938 wurde. Hatte sich Ben Paul mit seiner Frau Oliven nach Nigeri in Kenia zurückgezogen?

Auch dort blieb er aktiv, schrieb weitere Bücher, empfing Besucher und hielt reden am 8. Januar 1941, starb er im Alter von 83 Jahren in seinem Haus, auf seinem Grabstein findet sich das Pfadfinder Symbol für ich habe meinen Weg gefunden oder ich bin nach Hause gegangen, das ist einfach ein Kreis mit einem.in der Mitte das. Seine letzte Botschaft an die Pfadfinder weltweit enthielt zum Beispiel die folgenden Worte.

Versucht einfach, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als ihr sie vorgefunden habt. Seit seinem Tod hat sich die Bewegung natürlich deutlich weiterentwickelt, die Pfadfindergesetze wurden mehrfach angepasst und auch das Pfadfinderversprechen ist nicht mehr das genau gleiche wie vor 100 Jahren. Heute steht Vielfalt im Zentrum.

Junge Menschen aller Religionen, Hautfarben, Geschlechteridentitäten und Lebensumständen können teilnehmen und das Motto der internationalen Pfadfindervereinigung im Jahr 2025 lautet creating a better World. Aber so etwas Großes wie das Pfadfindertum, das wirft auch große Schatten, und wenn man sich mit den Pfadfindern als große weltweite Organisation beschäftigt, dann trifft man irgendwann unweigerlich auch auf den riesigen Missbrauchsskandal innerhalb der Boyscouts of America. Da über mehrere Jahrzehnte Hunderte von Fällen sexuellen Missbrauchs gegen Betreuer der Boyscouts of America vorgebracht wurden, ordnete ein Richter 2010 an, dass die Organisation eine interne Liste von Männern

veröffentlichen muss, denen vorgeworfen wird, Jungen missbraucht zu haben. Laut einem Bericht von der Website des Time Magazine. Sagte eine Expertin, die sich mit den Akten beschäftigt hat, dass sie dort über 12000 Fälle von Jungen gefunden hat, die zwischen 1944 und 2016 sexuellen Missbrauch durch über siebeneinhalb 1000 verschiedene Täter gemeldet haben. Und das war die Zahl derjenigen, die sich dazu bei den Boyscouts of America gemeldet haben.

Das konsequente Fehlverhalten, das den Boyscouts of America vorgeworfen wird. Das bringt schon Vergleiche mit den Missbrauchsskandalen in der katholischen Kirche mit sich. Beide Institutionen reagierten beziehungsweise reagieren, indem sie erstmal sich selbst beschützen, anstatt sich um die Opfer des Missbrauchs zu kümmern, wobei ich da sagen muss, die Boyscouts of America, das als kleiner Einwurf, die haben tatsächlich Ende des letzten Jahres im Endeffekt Insolvenz angemeldet, um Opfer ausbezahlen zu können.

Und dementsprechend gibt es die Boyscouts of America seit Ende des letzten Jahres nicht mehr, sondern es gibt jetzt Scouting America, das ist die Nachfolgeorganisation und mit der Namensänderung soll halt auch einfach noch mal sehr klar gemacht werden. Hier ist nicht nur irgendwas für Jungs, ja. Ich glaube, das dauert noch ein bisschen, bis für die Kirche sehen, wie es selber tut.

Ja, das ist wahrscheinlich so. Nun ja, jetzt fragt ihr euch natürlich, was hat denn diese Missbrauchsgeschichte? Mit dem Gründer der Organisation zu tun. Insbesondere wenn die Missbrauchsgeschichte bei den Boy Scouts of America so groß ist und er ja eigentlich ja das englische Chapter gegründet hat. Und gemacht.

Hat ja das. Time Magazine hat 1991 eine fünfteilige Serie zu den Missbrauchsvorwürfen rausgebracht, an denen Mitarbeiter der Zeitung über 2 Jahre gearbeitet haben. Daraus entstanden ist das Buch Scouts Honor von Patrick Boyle, dem Hauptverantwortlichen für die Arbeit an der Serie im Time Magazine.

Das Buch ist online komplett lesbar, frei zugänglich. Dementsprechend konnte ich eben auch darin lesen. Beul setzt sich insgesamt sehr, sehr kritisch erstmal mit der Organisation auseinander, deren Konzept es ja einfach ist, dass sich irgendwelche Leute freiwillig melden, um sich mit den Jugendlichen zu beschäftigen.

Er stellt nicht, und das ist echt doppelt zu unterstreichen. Er stellt nicht die Behauptung auf, dass Biden Paul von dem heute angenommen wird, dass er vermutlich homosexuell war, selbst jemals übergriffig gewesen wäre. Also diese Behauptung existiert definitiv nicht in diesem Buch, vielmehr beleuchtet er die fehlenden Schutzmechanismen, die anfälligen Strukturen und die Anziehungskraft, die die Organisation an sich auf Pädophile ausübt.

Komm als Freiwilliger dazu, dann kannst du ganz, ganz viel Zeit mit Kindern verbringen. Im Buch wird aber unterschwellig unterstellt, dass Biden Paul zum Beispiel von der leisen Entfernung eines Lagerarztes wusste, der sich an mehreren Jungen vergangen hatte, nicht aus den USA, sondern aus England. Das soll aus einem Eintrag in seinem Tagebuch erkennbar sein, aber seine Tagebücher habe ich natürlich nicht gelesen, so weit kann ich das halt einfach nicht prüfen, es soll halt einen kurzen Eintrag in seinem Tagebuch geben, dass man ihn informiert habe, warum der Lagerarzt entfernt wurde. Aber seinerseits soll er auch keine weiteren Schritte eingefordert haben.

Biden Paul selbst hat auch nie explizit Formeln zur Eignungsprüfung von Leitern aufgestellt, zu Beginn des 20 Jahrhunderts gab es dergleichen im Pfadfindertum auch einfach nicht in seinen eigenen Schriften betonte er stattdessen die vorbildliche Persönlichkeit des Goutmasters er beschrieb den Betreuer als Held für seine Jungs und damit als mächtigen Hebel zur Entwicklung der Kinder.

Man kann dazu auch den Vorwurf lesen, dass gemäß Ben Pauli, welche Überprüfungen der Scout Master einiges an Geld kosten würden, mögliche Ehrenamtliche abschrecken könnten und die Ausbreitung der Bewegung verlangsamt hätten. Allerdings muss ich auch dazu sagen, ich finde die Behauptung, aber da wo ich die Behauptung finde, finde ich keine extrem konkreten Hinweise oder konkrete Aussagen dazu.

Worauf sich, worauf sie sich halt stützt, sie ist aber trotzdem an vielerorts da. Also es ist etwas, das existiert und dass ich dementsprechend auch mit in diese Folge bringen wollte, wo ich aber sagen muss aus irgendwelchen, ich sag mal historischen Dokumenten, wo man klar etwas draus ersehen kann, da gibt es nichts die eine Quelle, die ich explizit dazu finden kann, dass Biden Paul möglicherweise selber in den Anfängen der Bewegung bereits das leise vertuschen praktiziert hat, ist dieses Buch von Patrick Boyle und.

Und darin ist es halt auch eher am Rande zu finden, weil es sich halt eigentlich mit den Verfehlungen der Boyscouts of America befasst und nicht mit dem Gründer. Hat sich Bayden Paul je öffentlich zu Missbrauchsfällen geäußert, die es gab? Nein, in seinen Büchern wie Scouting for Boys oder dem Wolf Cups Handbook spricht er zwar viel über Verantwortung, Anstand und die Rolle der Erwachsenen, dort wird zum Beispiel betont, dass ein Gruppenleiter die Jungen vor Schaden bewahren und ein moralisches Vorbild sein soll. Aber es gibt halt eben keine Regeln. Wer kann denn dort ein Betreuer sein und die gab es auch nie, weil ich glaube, dass er davon ausgegangen ist, weil er sich das vielleicht auch nicht

vorstellen konnte, dass sich irgendeiner an den Kids vergreift, dass er sich gedacht hat, es wird doch jeder aus dem gleichen moralischen Ansinnen wie ich das tun. Er war ein Mann, der auf Moral und Verantwortung gesetzt hat, aber die Risiken von Missbrauch in Jugendorganisationen entweder nicht erkannt oder zumindest nicht thematisiert hat, das.

Wie auch immer, die Pfadfinderbewegung, die er gegründet hat, lebt und gedeiht weiter in über 170 Ländern mit über 50000000 Mitgliedern. Sie inspiriert junge Menschen dazu, an sich selbst und auch an eine bessere Welt zu glauben, so wie das bei mir ganz ehrlich auch als Kind der Fall war und damit komme ich dann jetzt mal zurück zu meiner Frage, die ich am Anfang dieser Folge gestellt habe, ist es eine berechtigte Diskussion, dass diese Statue entfernt werden soll?

Und ich sage gar nicht, sollte sie entfernt werden. Ich stelle wirklich sogar nur ganz vorsichtig die Frage, meint Ihr, ist die Diskussion berechtigt, wie seht ihr das, lasst uns das gerne wissen, Chris, wie siehst du es? Das ist wirklich eine spannende Frage, also grundlegend darüber reden können sollte man immer in jedem Falle und dann bist du auch sofort wieder bei der Frage, erstmal wieder ein Stück zurück, nämlich nicht bei der Frage von geht es jetzt um diese eine Statue, sondern wie gehen wir generell damit um.

Ja, insbesondere weil jetzt von den von den Fakten, die ich bis jetzt so von dir gehört habe, es ja auch wieder so n Ding ist, dass das gar nicht so klar ist. Es gibt ganz, ganz viele Statuen, bei denen man 5 Sekunden drüber nachdenkt und sagt, Ja, der sollte da nicht stehen. Ja, ja, in diesem Fall ist es etwas, wo ich sagen muss, jetzt erstmal so aus dem Bauch raus, würde das eine weitere Prüfung von der Fakten irgendwo bedürfen, um dort auch nur anzufangen, darüber nachzudenken, sie halt wirklich wegzunehmen. Ich find generell immer bei diesem ganzen Bilderstürmen ist es so ne Sache, dass man drüber nachdenken sollte. Bei Leuten die ich sag mal auch eine dunkle Seite hatten vielleicht oder eine einen

Schatten. Es muss ja nicht so sein, du sagst ja, es ist zum Beispiel nicht bekannt ob er aktiv selber sich an irgendwelchen Jungs vergangen hat, wahrscheinlich tatsächlich eher nicht, er hat sich dann eher der Sache schuldig gemacht, eben zu schweigen, ja so. Oder oder einfach nur. Nicht unbedingt von vornherein davon ausgegangen zu sein, ich brauche Sicherheitsmechanismen.

Ja richtig, und dann kommst du auch ganz schnell wieder an und das ist immer so n schweres Argument, was wir halt auch jetzt schon mehrfach gebracht haben, dieses es war ein Mann seiner Zeit, aber du hast vorhin halt auch wiederum gesagt, ja. Das ist halt das Selbstverständnis einer Zeit. Aber es ist trotzdem nicht zu rechtfertigen.

Ja, das macht es so unheimlich schwierig. Du hast aber auch das, was man immer wieder den den Rückschaufehler nennt, diese Tatsache, dass wir, wenn wir auf Geschichte gucken, ja immer das Wissen haben, das wir heute haben, es ist super schwer, sich da rein zu empfinden, wie man damals gedacht hat, was seine seine moralische Verpflichtung gewesen wäre, auf der Basis der Moral, die er nur kannte.

Dementsprechend ist es wirklich super schwer, wenn wir Leute, die in der Vergangenheit waren und ich mein, das ist jetzt auch noch jemand, das ist noch nicht so lange her, wir reden hier von irgendwie n bisschen mehr als 100 Jahre, die es her sind, das wird auch nicht immer schwieriger, je weiter zurück die Leute in der Geschichte sind, weil dann ja auch die Ansichten der Zeit für uns heute gesehen immer exotischer werden.

Absolut. Einerseits hast du recht, andererseits haben wir ein heutiges Werteverständnis und ne ich. Also ich hab jetzt ja. Dadurch habt ihr jetzt diese Geschichte erzählt. Aber ich beschäftige mich mit diesem Thema ja nun schon schon einige Zeit länger in Vorbereitung auf diese Folge. Dementsprechend habe ich auch schon viel, viel mehr Zeit gehabt, darüber nachzudenken und es ist wirklich gerade bei dieser Person fällt es mir unheimlich schwer, da einen klaren Gedanken zu fassen, weil, und das ist das das Krasse, das Vermächtnis und das, wofür dieser Mensch heute steht, nämlich für die Pfadfinderbewegung, ist ein Wunderschönes. Ich.

Ja, das das wo ich eigentlich drauf hin wollte war, ich hab immer das Gefühl, dass das eine von diesen Lösungen bei Personen die halt ne gewisse Kontroverse an sich haben, wirklich, die ist halt dort wo diese Statue steht, diese Statue mit einer Plakette zu versehen, wo man eben auch genau das thematisiert, dass es eben auch kontroverse Themen gibt, ja, wenn eine Person halt so wie in diesem Falle eben nicht ganz klar als der war böse und der muss hier wegkategorisiert werden kann.

So, und vielleicht sollte uns das doch einfach so ein bisschen für die Zukunft lehren, dass wir vielleicht manchmal an den Anlass erinnern möchten und nicht an die Personen. Ja, also sprich, vielleicht brauchen wir in Zukunft die Statue zur Gründung der Boys Scouts statt den Typen, der die Idee. Gehabt hat.

Ja, da sprichst du mir tatsächlich aus der Seele. Diese Statue steht in Pool, also direkt in der Nähe von Brown, C Island und. Und man kann auch sagen, eigentlich feiert diese Statue auch dieses erste, dieses allererste Camp. Macht ne Statue, wo 4 Jungs am Feuer sitzen. Ja ja und ich glaub das ist tatsächlich eine super gute Option um diese Problematik zu umgehen. Weil du hast die Schwierigkeit, dass Geschichte etwas ist. Das lebt so komisch, wie es klingt, aber wir, wir lernen immer mehr über das, was auch in der Vergangenheit gewesen ist und und erkennen dadurch immer mehr auch vielleicht, dass wir an der einen oder anderen Stelle echt Leute aus Statuen stehen haben, die da definitiv nicht

stehen sollten und diese diese Idee zu sagen. Ich mache eine Statue, die ein Ereignis. Ja, vor allen Dingen. Es macht es ja so viel einfacher. Du konntest natürlich oder solltest natürlich auch bei dieser Statue ne Erklärung mit dazu packen, klar was was sie möchte und du kannst dort ja sagen, wer diese Organisation gegründet hat oder wer dieses Camp in dem Moment organisiert hat, aber dann brauchst du in dem Moment nicht mehr darauf zu achten, ob du jetzt diese Person einzeln dort auf ein Podest stellst, im wahrsten Sinne des Wortes, das ist dann einfach nur noch faktisch, dass du es reinmachst. So, und dann kannst du immer noch überlegen, ob du dann verschiedene Sachen mit mit dazu

setzen möchte. Ich meine, heutzutage haben wir die Tatsache, wir haben alle diese wundervollen Computer in der Tasche, wir kennen QR Codes überall, also macht doch die kurze Information gleich direkt dran und wenn du dich richtig rein lesen möchtest, macht vernünftige Informationsseiten, die du dann halt mit deinem Handy scannen kannst.

Was auch noch so ein Aspekt ist, über den ich wirklich nachgedacht habe ist, ich kann es von der Organisation der Pfadfinder. Total verstehen zu sagen, dass es irgendwie so, dass das Leitbild ja das ist der der Punkt, wo es angefangen hat und auch diesen Menschen benennen zu wollen, das ist halt irgendwo eine eine Leitfigur.

Und genau darum. Ja, ich bin halt zu dem gleichen Schluss gekommen. Also ich bin wirklich hin und her geschwankt, ich hatte hatte Phasen, wo ich gesagt habe, eigentlich, die muss weg, ich hatte auch Phasen, wo ich gesagt habe, die muss da stehen bleiben und ich bin inzwischen an dem Punkt, an dem ich sage, ja, das muss diskutiert werden und wir müssen uns den Umgang zukünftig damit echt überlegen.

Es gibt dabei noch ein ganz anderes Problem, was ich finde und das ist jetzt so ein bisschen, das springt vermischen weg eigentlich von dem von dem Kernthema, aber das ist auch gerade bei Statuen habe ich das ja. Es kann auch sein, dass unter Umständen das Kunstwerk wirklich wertvoll ist. Ja, das ist ja immer noch wieder eine andere Geschichte. Ich meine, klar hast du jetzt die gewöhnliche, ich sag mal in Anführungsstrichen Standard Bronze Statue oder gemeißelte Statue, mag das einfach so gelegenheitskunst sein, aber es gibt auch garantiert wirklich extrem künstlerische Statuen über sehr kontroverse Persönlichkeiten und ich weiß nicht, ob ein.

Wegschließen oder im schlimmsten Falle zerstören des Kunstwerks an sich dann auch schon wieder richtig ist. Das ist so ja alles in der Welt, hat unglaublich viele Schichten und das ist wieder so ein Ding davon. Absolut musst musst du dann halt auch mit einbeziehen diese Statue um um darauf zurückzukommen, die Statuen, die es dann hier geht von Robert Baiden Paul, das ist eine Bronze Statue aus dem Jahr 2007 also das ist jetzt auch nicht so, dass die irgendwie da seit 100 Jahren stehen, sondern das ist wirklich ein relativ aktuelles Ding und das.

Dann wiederum denke ich mir schon so, WOW, hat es vielleicht 2007 auch schon im Vorfeld eine genau diese Diskussion darum gegeben und es haben sich halt trotzdem am Ende die Leute durchgesetzt, die gesagt haben, nein, wir wollen, wir wollen dieses Bildnis einpacken, weiß es nicht so, ich glaube das dürfte jetzt so ziemlich die längste Folge gewesen sein, die ich bisher im Stück mitgebracht habe, ihr seid das ja sonst eher etwas kürzer gewöhnt, darum erstmal sorry an dieser Stelle.

Aber bevor ich jetzt wirklich final sagen, dass ich fertig bin, noch mal danke an die Themengeber Lydi und Lukas und noch mal der Hinweis Euch die Webseite das Leben von bp.de von Matthias und Lena anzugucken, weil da findet ihr noch weit, weit weit weit mehr Informationen als sie heute gekriegt habt und damit mache ich dann auch jetzt wirklich den Sack für heute zu. Ich bedanke mich ganz, ganz vielmals über dieses Thema, was sicherlich jetzt auch in meinem Kopf und ich denke mal bei einigen euch da draußen auch noch sehr viel gären wird. Und ja, es ist es ist halt irgendwo immer wieder dasselbe Thema, du weißt irgendwo von einer Person, dass sie irgendwas bestimmtes gemacht hat, irgendetwas, was die Geschichte wirklich auch positiv

beeinflusst hat, aber hinter die Personen zu gucken ist halt immer wieder wichtig und eben wie du auch schon sagtest, ne Sache, die in einer sich entwickelnden Geschichte. Etwas ist das immer wieder uns konfrontieren wird, und ich denke, wir sollten uns nie zu schade sein, Geschichte zu besprechen. Na, auf keinen Fall.

Auf keinen Fall, weil dann können wir da auch was draus lernen und vielleicht manche Dummheit nicht unbedingt mehr als 10 mal machen. Ja, absolut richtig. Wenn ihr gerne Geschichte besprochen bekommt, dann seid ihr natürlich komplett richtig und das wisst ihr ja auch und ich freue mich auch schon auf die nächste Folge, wo ich dann selber wieder in Aktion treten werde und das wird am nächsten Freitag sein. Kommt mir gut durch die Tage bis dahin. Ich freu mich und verabschiede mich mit dem Jan zusammen mit dem letzten Wort, das da lautet Tschüss. Vielleicht ist dem einen von euch, dem einen von euch. Du musst nicht unseren Hörer direkt versprechen. Wann hört denn das wieder auf?

Wenn du wieder drauf drückst. Ernsthaft, me forty five minutes later.

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