Wissensreisende

WR207 - Groß-Simbabwe: Goldhandel, Steinkunst und 100 Jahre Lüge

Freitag, 6. März 2026 · 37 min

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Shownotes

Mitten im südlichen Afrika, auf einem glühend roten Granitfels, erhebt sich eine Stadt aus Stein – ohne Mörtel, ohne Gerüst, und doch seit 700 Jahren unerschütterlich. Groß-Simbabwe war im Mittelalter eine der größten Metropolen der Welt: 18.000 Menschen, ein Goldhandel der bis nach China reichte, und Mauern, deren Baukunst Archäologen noch heute in Staunen versetzt.
Aber als Europäer die Ruinen im 19. Jahrhundert entdeckten, weigerten sie sich, die Wahrheit zu sehen. Stattdessen erfanden sie Phönizier, die Königin von Saba – alles, nur um nicht zugeben zu müssen, dass eine schwarzafrikanische Zivilisation etwas Derartiges geschaffen hatte. Was folgte, war ein Jahrhundert aus Pseudowissenschaft, politischer Zensur und systematischer Plünderung.
In dieser Folge nehmen Cris und Jan euch mit auf eine Reise ins mittelalterliche Simbabwe: Wir entdecken, wie die Shona eine Stadt ohne einen einzigen Nagel erbauten, warum Goldbarren einst den Weg bis an Chinas Kaiserhöfe fanden – und wie eine mutige Archäologin mit ihrem Spaten die Lüge eines ganzen Kolonialregimes aushebelte.
Und wir erklären, warum ein ganzes Land heute nach diesen Steinen benannt ist.
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#Groß-Simbabwe #Shona #Goldhandel #Mittelalter #Neuere und neueste Geschichte #Subsahara

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Moin Jan, Ich habe einen spannenden Ort gefunden. Komm mal rauf ins Studio, was ist. Lass dich einfach überraschen. Provinz Masvingo Simbabwe September 1871 wissensreisende Gardine weg Oh ja, genau. Das sieht aus wie eine Insel mitten in der Savanne. Einfach so eine riesige Felseninsel, als hätte jemand den Ozean weggezogen und das hier zurückgelassen.

Der Granit muss 8090 Meter aus dem Boden ragen. Irgendwie erinnert mich das an die Fläneninseln. Ja, und diese Farbe, so ein warmes Rotbraun im Morgenlicht sieht der Fels fast aus, als würde er glühen und dann die Mauern. Siehst du, wie sie sich um den Fels schmiegen? Die haben den Stein nicht bearbeitet, die haben einfach um ihn drum herum gebaut.

Als wäre der Fels selbst Teil der Architektur. Wie hoch sind die Mauern? 11 Meter, an manchen Stellen keine Stützen, kein Mörtel, kein Gerüst, einfach Stein auf Stein. Und sie stehen seit 400 Jahren. Oh Mann, das ist echt unglaublich. Was haben Sie zum Füllen der Mauern genutzt, also was ist zwischen den Felsen?

Gar nichts beziehungsweise ganz im Gegenteil, die Mauern sind massiv. Hunderte Millionen kleine Granitplatten, präzise geschnitten, jede Schicht leicht nach innen versetzt, die ganze Anlage hält allein durch ihr eigenes Gewicht. Wer hat das gebaut? Das. Ist genau die Frage und gleich da unten siehst du der Mann mit dem Reisemantel im Notizbuch der. Der an dem eingestürzten Bogen kniet. Ja, das ist Karl Mauch, Geograph, Entdecker und gleich der schlechteste Detektiv, den die Archäologiegeschichte je gesehen hat.

Schau mal. Es sägt was ab aus dem Türsturz. Ja, ein Stück Holz. Jetzt riecht er daran, hält s. Ins Licht. Er hält das Holz neben seinem Bleistift. Ja, seinen Bleistift. Genau, seinen Bleistift. Und jetzt pass auf, gleich kommt's jetzt schreibt er in sein Tagebuch, rötlich duftend, sehr ähnlich dem Holz meines Bleistifts.

Es wird ja wahrscheinlich Sandelholz sein, das wächst hier schließlich überall, ja. Aber Karl Mauch dort unten ist gerade dabei, aus diesem Satz eine ganz andere Schlussfolgerung zu ziehen. Eine Schlussfolgerung, die die Geschichte dieses Ortes für über 100 Jahre vergiften wird. Denn er denkt Zedernholz aus dem Libanon von Phöniziern, Salomons Tempel, die Königin von Saba hä aber?

Das ist als Schlussfolgerung komplett absurd. Ja, und trotzdem wird es geglaubt, und zwar jahrzehntelang von Regierungen, von Schulbüchern, von Menschen, die es glauben wollten, weil die Alternative bedeutet hätte, zuzugeben, Afrikaner haben eine der größten Steinstädte der mittelalterlichen Welt gebaut, und das passte manchen Leuten gar nicht. Wie heißt dieser Ort?

Groß Simbabwe und heute erzähle ich seine Geschichte. Herzlich Willkommen bei Wissensreisende, dem Podcast über Geschichte, Menschen und Hintergründe. Es ist wieder Freitag und dementsprechend sitzen wir hier schon zu zweit wieder hinter dem Cockpit unseres Raumzeitschiffs in unserem Podcast Studio mir gegenüber, so wie immer der Chris. Hallo ihr Lieben.

Und ich bin der Jan. Und ich bin schon echt sehr, sehr gespannt, was der Christ uns heute zu erzählen hat, weil von dem Ort groß Simbabwe, von dieser Stadt hab ich noch nie was gehört und auch von diesem, ja detektivisch nicht unbedingt talentierten Archäologen hab ich noch nie was gehört, dementsprechend alter Verwalter, leg einfach mal los.

Ja, das mach ich. Ich denk mal das wird vielen da draußen so gehen. Das ging mir bis vor einer ganzen Weile auch so, dass ich einfach mit groß Simbabwe nichts anfangen konnte. Ich kenn halt Simbabwe als Land, natürlich klar, den Namen hat man gehört, aber groß Simbabwe war so n Ding, was mag das gewesen sein und deswegen möchte ich euch heute die Geschichte dieser unglaublichen Stadt einmal näherbringen, denn die war wirklich einzigartig und sollte ganz einfach in der Geschichte mehr sein als nur ne Fußnote. Es ist ja auch irgendwo so unsere Aufgabe, solche Geschichten und Orte zu finden, denn schließlich haben wir das Raumzeitschiff und das will ja auch genutzt werden. Und heute steht es im heißen

Sand und wir können dieses Wunder. Bestaunen. Gott sei Dank haben wir hier drin eine gute Klimaanlage, das heißt, wir müssen nicht mal so richtig dabei schwitzen. Exakt groß Simbabwe war die größte Vorkoloniale Steinstadt südlich der Sahara, eine mittelalterliche Metropole mit bis zu 18000 Einwohnern, und ihre Mauern wurden ohne einen einzigen Tropfen Mörtel errichtet. Und sie trieb Handel über den Indischen Ozean mit China, Persien und Indien.

Die Stätte erstreckt sich über 730 Hektar, und das ist absolut vergleichbar mit dem mittelalterlichen London wow. Außerdem war es zwischen dem 11. Und 15. Jahrhundert, das politische, wirtschaftliche und spirituelle Zentrum eines Königreichs. Von etwa 50000 Quadratkilometern Fläche, also auch nicht gerade klein.

Absolut nicht. Und trotz ihrer enormen Bedeutung für die Weltgeschichte wurde die afrikanische Urheberschaft über ein Jahrhundert lang systematisch geleugnet, zensiert und unterdrückt. Und das ist ein beispielloser Fall von politisch Instrumentalisierter Archäologie. Immerhin gibt die Städte heute den ganzen Land ihren Namen und so eine Stadt, die wächst natürlich nicht spontan aus dem Boden, da ist immer ne gewisse Evolution drin.

Und so beginnt auch die Geschichte groß Simbabwes. Lange vor den ersten Steinbauten. Bereits zwischen dem vierten und siebten Jahrhundert siedelten Gemeinschaften der Gocomere und Civa Kulturen im Tal. Das waren Banthus sprechende Bauern und Eisenverarbeiter, die aber einfach noch keine Steinstrukturen errichteten, die eigentlichen Gründer der Steinstadt waren die Caranga, eine Untergruppe der schona Völker, die sich aus diesen frühen Kulturen entwickelten, um 900 nach Christus wurden die ersten Steine auf dem Hügelkomplex verlegt.

Im 11. Jahrhundert begann die systematische Steinbauweise, die über 300 Jahre andauern sollte. Der Aufstieg groß Simbabwes hängt eng mit den Niedergängen von Mapun Gokway zusammen, das war eine frühere Handelsstadt im heutigen Südafrika, die um 1300 ihre Vorherrschaft an groß Simbabwe verlor, vermutlich wegen klimatischer Veränderungen und der besseren Verfügbarkeit von Gold auf dem Simbabwe Plateau, das Königreich von Simbabwe wurde formell um 1220 gegründet. Die Blütezeit lag zwischen 1314 150. In dieser Periode erreichte die Stadt ihre maximale Ausdehnung. Bevölkerung und wirtschaftliche Macht die Herrscher trugen den Titel Mambo und fungierten als sakrale Könige, die eine politisch religiöse Ideologie

verkörperten, welche Herrscher, ahnen und den Schöpfergott Mwari miteinander verband. Der erste namentlich bekannte Mambo war Shikura Wat Yambeo, der ca 1420 starb. In den Aufzeichnungen findet sich kein Geburtsdatum, aber gut zu dem Zeitpunkt war er schließlich noch nicht der Mambo. Man wusste ja noch nicht, dass er mal berühmt wurde, also hat man es einfach nicht aufgeschrieben in der mündlichen Überlieferung gilt Chicwagoros Vingo als Gründer der Stadt, der Niedergang setzte wiederum um 1430 ein, als Prinz Nijatsimba Mutota nordwärts zog, um neue Salzquellen zu erschließen und das Königreich Mutapa gründete, um 1450 war groß Simbabwe weitgehend verlassen die.

Das wurde inzwischen wissenschaftlich untersucht. Die Unesco nennt als Hauptursachen Überbevölkerung, Entwaldung und die Erschöpfung der umliegenden Ressourcen, und das sind alles häufige Gründe für das Ende einer Ansiedlung, das ist ja immer so n bisschen das Problem, wenn du noch nicht so mit der Zivilisation so weit fortgeschritten bist, dass das ganze Land langsam komplett bebaut wird, kannst du dir nicht vorstellen, dass die Tatsache, dass du Bäume absägst letztendlich oder Tiere jagst. Irgendwann keine Bäume oder keine Tiere mehr da sein könnten.

Du sammelst erstmal nur ein, den Überblick hast du einfach nicht und das ist genau das, was halt eben in vielen frühen großen Städten passiert ist. Überall auf der Welt. Hinzu kam die Verlagerung von Handelsrouten zum Sambesi hin, die Erschöpfung gleich zugänglicher Goldvorkommen und politische Machtkämpfe, die erste europäische schriftliche Erwähnung stammt von 1531 durch den Portugiesen Vicente Pegado, der die Städte bereits als Ruine beschrieb.

Okay aber wie müssen wir uns nun diese sagenumwobene Stadt wirklich vorstellen? Gibt es da archäologische Spuren? Ja, auf jeden Fall. Die gibt es und die architektonische Leistung von Groß Simbabwe ist tatsächlich beispiellos. Sämtliche Mauern wurden halt in Trockenmauertechnik errichtet, das heißt komplett ohne Mörtel, das ist immer so ein Ding, man heute Mauern baut, hast du dieses.

Wunderschöne Material, das gleichzeitig Kleber ist, aber auch wunderschön Unebenheiten ausgleichen kann. Mauerst du mit Mörtel. Das kennst du, wenn du irgendwo siehst, wie jemand ne Mauer hochzieht. Du machst ne Schnur und gehst immer an der Schnur entlang und somit kriegst du immer gleichmäßige Lagen letztendlich und kannst das super ausgleichen durch n bisschen hämmern oder n bisschen nachschmoddern das hast du bei der Trockenmauertechnik nicht, du musst die Steine entsprechend bearbeiten, ja.

Das Baumaterial ist lokaler Granit, der durch natürliche Expuliation, also Verwitterung in 7 bis 20 Zentimeter dicke parallele Platten, zerfällt. Die Schonerbaumeister nutzten diese natürliche Eigenschaft und ergänzten sie durch eine Technik, bei der große Granitfelsen mit Feuer erhitzt und dann mit kaltem Wasser gespalten wurden.

Das ist etwas, das tatsächlich auch in Europa durch Ausgang und gäbe war, diese Spalten durch Temperatur, das ist auch zum Beispiel Italien in in hier marmorabbaugebieten. Gemacht worden, dass du zum Teil einfach nur im Sommer Löcher gebohrt hast. Und wenn da hier Winter kam, hast du Wasser reingefüllt und hast mit Wasser die Steine gesprengt. Ja na ja, die resultierenden Blöcke wurden zu rechteckigen Steinen zugerichtet und dann Schicht für Schicht Aufeinandergesetzt, wobei jede Lage leicht nach innen versetzt wurde durch diese Neigung, die breite Basis und das schiere Gewicht halten die Mauern dann allein durch Schwerkraft und Reibung zusammen.

Die Anlage selber hat 3 hauptbereiche. Der Hügelkomplex thront auf einem steilen Granitgrad, der 80 bis 90 Meter über das umliegende Gelände aufragt. Mit einer Ausdehnung von etwa 100 x 45 Metern ist er auch der älteste Teil der Anlage, der circa zwischen dem 11 und 13 Jahrhundert errichtet wurde. Er diente als spirituelles Zentrum und frühe königliche Residenz, hier befand sich auch der Heilige Schrein, an dem Geistermedien die sogenannten Swikiro wirkten. Die Mauern des Hügelkomplexes erreichen bis zu 11 Meter Höhe und 6 Meter dicke, und sie integrieren geschickt natürliche Felsbrocken mit in die Struktur.

Im östlichen Bereich befand sich die Plattform, auf der die berühmten Simbabwe Vögel aufgestellt waren und zu denen erzähle ich euch nachher mehr die große Einfriedung bildet das Herzstück und die größte Vorkoloniale Steinstruktur in subsahara Afrika, die. In der Caranga Sprache heißt sie imbahuro, und das heißt so viel wie das Haus der großen Frau.

Die elliptische Außenmauer hat einen Umfang von circa 250 Metern, eine maximale Höhe von 11 und eine Basisbreite von 5 mal mal 6 Metern, die sich nach oben auf circa 3 Meter verjüngt, denn ich hatte ja schon gesagt, es wird ja immer leicht nach innen versetzt aufgemauert und somit haben natürlich alle Strukturen dann. Eine leichte Verjüngung nach oben. Ja, aber 3 Meter ist immer noch ordentlich. Sehr 3 Meter Mauer in 11 Meter Höhe ist wirklich, wirklich ordentlich.

Auf jeden Fall. Und diese Mauer enthält geschätzte 900000 bis 1000000 Granitblöcke mit einem Volumen von rund 5000 Kubikmetern. Boah, das ist unglaublich viel, und wir reden jetzt ja gerade nur von dieser Außenmauer, und das finde ich echt spannend, weil das ist ungefähr ein Drittel. Der Menge an Steinen, die in der Chaos Pyramide verbaut sind. Boah, im Inneren befindet sich der rätselhafte chronische Turm, das ist ein vollständig massiver Rundturm von 9 bis 10 Metern Höhe und wieder 5 bis fünfeinhalb Metern Durchmesser, da ist nichts drin, keine Kammern, Treppen oder Eingänge und er wird heute als Symbol für den Königlichen Getreidespeicher gedeutet, und das ist durchaus nachvollziehbar. Denn in der Schoner Tradition

demonstriert ein Herrscher seinen Wohlstand durch die Größe seines Getreidespeichers. Ja, das ist mal eine erfrischende Alternative. Zu Gold, richtig und du kannst den Reichtum im Zweifel sogar Essen. Ja, das ist mal ein Reichtum, der dir praktischen Nutzen geben eine weitere Besonderheit hat dieser Bereich zu bieten, denn zwischen der Außen und innenmauer verläuft 155 Meter langer Parallelgang, dessen Funktion bis heute diskutiert wird, die Talruinen. Sind der jüngste Bereich der Anlage, erbaut vom 14 bis 16 Jahrhundert.

Sie beherbergten einen Großteil der Bevölkerung der Stadt, hier lebten geschätzte 2000, Goldschmiede sowie Töpfer, Weber, Schmiede und Steinmetze in Ensembles aus daga Häusern mit umgebenden Steinmauern und diese daga Häuser wiederum wurden aus einem faszinierenden Lehm, Sand, Termiten, Hügel Gemisch hergestellt, die. Die haben aber irgendwann festgestellt, dass Termitenhügel ja einen natürlichen Kleber enthalten, womit die zusammengebaut sind.

Und wenn du das wiederum mit Sand und Lehm mischst, kriegst du einfach n Material, das hinterher besser aushärtet, als wenn du nur Lehm nimmst. Clever. So ein typisches Familienensemble umfasste eine Küche, 2 Wohnhütten und einen Innenhof. Ein besonderes Detail gibt es auch hier, als Archäologen eine der qualitativ hochwertigen Mauern zerlegten und hinter den Sauber gefügten außensteinen Schutt als Füllung erwarteten.

Fanden sie stattdessen durchgehend das gleiche präzise mauerhandwerk beste Qualität, keinerlei Schüttfüllung die Baumeister hatten wirklich das gesamte Mauerwerk durchgängig so gut wie man Mauerwerk nur bauen kann gebaut. Wow. Peter Garley eine echte Autorität auf diesem Gebiet, beschreibt die Mauern als eine Architektur, die nirgendwo sonst in Afrika oder darüber hinaus ihresgleichen hat. Bemerkenswert ist auch das Drainagesystem, das nach Jahrhunderten immer noch funktioniert und Regenwasser gezielt über 6 Abflüsse durch die Mauern in die Täler leitet. Also ein regelrechter Wasserverteiler. Wow, das ist vor allen Dingen, wenn du dann in dem Tal deinen ganzen Bewohner hast, da auch

noch das Wasser gleichmäßig zu verteilen, sodass in allen Bereichen was da ist. Mega, Mega clever. Auf jeden Fall ja. Und natürlich war große Bappe kein isoliertes Phänomen. Vielmehr war es ein zentraler Knotenpunkt im Fernhandelsnetz des Indischen Ozeans. Es ist ja immer so, eine Stadt entsteht nicht einfach nur, weil du denkst, hier ist ja gerade Platz, sondern irgendwas muss da sein, entweder hast du einen Fluss über den Handel gegeht oder du hast Straßen oder du bist einfach irgendwo strategisch gut in der Mitte, sodass da einfach was sein muss, weil ein gewisser Bedarf. Da ist ja.

Die wirtschaftliche Basis der Stadt bildete Rinderzucht. Und diese Rinderzucht war über alle Maße wichtig, denn Rinder waren das primäre Statussymbol und der Hauptvermögenswert. Dazu kamen Ackerbaum mit Hirse, Sorgungen und Bohnen. Aber es gab natürlich auch noch den überaus lukrativen Goldbergbau. Die Goldfelder lagen etwa 40 Kilometer von der Stadt entfernt über 100, Goldverarbeitungsgefäße, Schmelz, Tiegel und umfunktionierte Keramik wurden bei Ausgrabungen gefunden.

Das Gold wurde in standardisierte Barren gegossen und das ist ein deutliches Zeichen für einen organisierten Handel. Die Handelsroute verlief über die Flüsse Sawe und Runde zum Küstenhafen Sofala im heutigen Mosambik und von dort weiter nach Kilwa Kisivani an der tansanischen Küste und dann mit den Monsunwinden nach Südarabien, Indien und China. Die archäologischen Beweise für diese weitreichende Verbindung sind eindrucksvoll.

Chinesisches Seladon Porzellan mit Longquan grün Glasur wurde gefunden. Es stammt aus dem 14 bis 15 Jahrhundert, aus der Yuan oder frühen Meng Dynastie, das ist Keramik, die Tausende Kilometer von ihrem Herstellungsort entfernt gefunden wurde, und es gab so viel mehr zu entdecken, persische Fayensschalen und syrisches Glas, Glasperlen aus Indien und im Nahen Osten oder arabische Münzen aus Kilva direkte Belege für den Zweihiliküstenhandel.

Kupferbarren aus dem Sambesi Gebiet und aus Zentralafrika wurden gefunden. Korallen als Beweis maritimer handelsverbindungen, Bronzeglocken und ein Eisenlöffel, die einfach nicht zu der Scholokultur gehörten und importiert werden mussten. Natürlich war der Handel keine Einbahnstraße, wo eingekauft wird, wird auch verkauft, ohne Export kein Import groß Simbabwe exportierte Gold, Elfenbein, Eisen und Tierhäute und importierte Porzellan, Glasperlen, Korallen. Baumwolle und Seidenstoffe und Bronzegegenstände das regionale Netzwerk reichte bis zum Kunde Lunga Plateau im heutigen Kongo. Ein aufschlussreiches Detail ist das Fehlen von blau weißem chinesischen Porzellan, das erst ab Mitte des 15. Jahrhunderts weit verbreitet

wurde und diese Abwesenheit unter den Funden bestätigt, dass groß Simbabwes wirtschaftliche Bedeutung vor diesem Zeitpunkt endete, und das ist konsistent mit einer Aufgabe um 1450. Du hattest jetzt vorhin diese Simbabwe Vögel erwähnt. Wie muss ich mir die vorstellen? Sind das sowas wie die Rappen im Tower in England oder was ist das?

Zunächst mal ist das eine wirklich gute Frage, aber in diesem Falle handelt es sich nicht um lebende Tiere. Es sind Statuen, die 8 Specksteinvögel von Groß Simbabwe gehören zu den ikonischsten Artefakten Afrikas, sie sind jeweils etwa 40 Zentimeter hoch und standen auf Steinsäulen von über 90 Zentimeter Höhe.

Die Skulpturen sind einzigartig. Nirgendwo sonst auf der Welt wurde etwas Vergleichbares gefunden, denn sie Vereinen menschliche und tierische Elemente. Und das ganz anders, als wir es aus Ägypten irgendwo auch gewohnt sind. Diese Statuen haben menschliche Lippen, die den Schnabel ersetzen, fünfzehige Füße, die die Klauen ersetzen, und jeder Vogel zeigt ein individuelles Muster. 6 der Skulpturen wurden im östlichen Gehege des Hügelkomplexes gefunden, eine im westlichen Gehege und eine in den zentralen Talruinen. Sie stellen wahrscheinlich den Gaukler oder in der Sprache der Schoner Chapungu dar.

Dieser ist in der Schonerkultur ein Bote Gottes und der Ahnen, eine andere Interpretation ist die, dass es sich um den Schreiseeadler oder Homway handelt, der möglicherweise das ursprüngliche Totemtier der Schoner war. Die Vögel galten als Ensemble königlicher Autorität und Repräsentanten der Ahnen, der Herrscher, die Geschichte ihrer Plünderung und Rückgabe ist ein Kapitel für sich. 1889 hakte der Jäger Willy Posselt den ersten Vogel von seinem Sockel und verkaufte ihn an einen gewissen Sessel roots.

Weitere Vögel gelangten nach Südafrika und England, ein Sockel kam 1907 ans Ethnologische Museum in Berlin, erst 1981 ein Jahr nach der Unabhängigkeit gab Südafrika 4 Vögel zurück, und zwar im Tausch gegen eine Insektensammlung. Der Berliner Sockel wurde 2003 als Dauerleihgabe deklariert zurückgegeben. Das ist auch immer wieder so Ding was ich weiß ich nicht wo es mich ein bisschen schüttelt, so ja es ist ganz eindeutig nicht bei uns hier auf dem Feld gefunden worden. Ja, und vor allem wenn, dann war das eher eine Dauerleihgabe an uns, exakt nicht umgekehrt.

Exakt, man könnte mal ein Post mit Danke dran kleben statt zu sagen Dauerleihgabe. 7 von 8 Vögeln befinden sich heute in einem Museum am Originalstandort, aber ein Vogel verbleibt bis heute in Grote Schur, und das ist Sessel Roads Anwesen in Kapstadt. Seine Rückgabe ist Gegenstand einer fortlaufenden diplomatischen Kampagne mit dem Namen We Want our Birdback. Ja, berechtigt.

Absolut. Leider ist der Verlust des Vogels nur ein hässliches Steinchen eines ganzen Mosaiks der Ungerechtigkeit. Die Geschichte der kolonialen Leugnung der afrikanischen Urheberschaft Groß Simbabwes ist ein beispielloses Zusammenspiel von Rassismus, Pseudowissenschaft und politischer Instrumentalisierung. Karl Mauch, der erste Europäer, der die Ruinen systematisch beschrieb, lieferte die Blaupause für ein Jahrhundert der Verleugnung, er wurde von Adam Rander geführt, der die Stadt 1867 als erster Europäer besucht hatte, er glaubte, den Ursprung des Ortes erkannt zu haben, sein Beweis dafür. Er schnitt Holz aus einem eingestürzten Türsturz, fand es, wie er beschrieb, rötlich Duftend, sehr ähnlich dem Holz meines Bleistifts, und schloss

daraus in einer atemberaubenden Kette von Fehlschlüssen. Es müsste Zedernholz aus dem Libanon sein, das also von den Phönizien gebracht wurde, was dann wiederum eine Verbindung zum Tempel Salomons bedeutete, und das bedeutete ganz klar, das hier wurde von der Königin von Saba erbaut. Mann, Mann, Mann. Bestechend logisch, oder?

Na ja, eher nicht. In Wahrheit handelt es sich um afrikanisches Sandelholz, ein lokales Hartholz. Mauch proklamierte eine zivilisierte Nation, muss einst hier gelebt haben, und er meinte damit keine schwarze Nation, Frechheit absolut absolut, Sessa Roads und auch die British South African Company, die BSAC übernahmen diese Theorien bereitwillig, das kennen wir schon eigentlich immer, wenn Company dabei steht, wissen wir, jetzt geht es um wirklich richtig böse Frechheiten. Bei seinem ersten Besuch ließ Roads den caranga Häuptling ausrichten, der große Meister sei gekommen, um den antiken Tempel zu besichtigen, der einst weißen Männern gehörte. Boah, alter Verwalter, man möchte ihn aus dem Grab holen, um ihn Ohr zu Feigen oder?

Ja. Die politische Funktion war klar. Wenn eine verlorene weiße Zivilisation vor den Afrikanern dort gewesen war. Dann war die Kolonialisierung eine Rückkehr, keine Eroberung. Boah. Alter Verwalter, es ist wirklich. Es ist. Einfach nur Unfucking fassbar. Jap, jap. Das ist wirklich so, doch wir haben ne neue Rechtfertigung.

Ja, und ganz ehrlich, überleg mal was heute, was heute alles so als kulturelle Aneignung bezeichnet wird, ja. Boah, jap. 1895 gründete Rhodes die Rhodesian Ancient Ruins Limited, eine Firma, die die Lizenz erhielt, sämtliche archäologischen Stätten Rhodesiens auszubeuten. In nur 6 Monaten stahlen sie 19,8 Kilo Gold, insgesamt plünderten sie über 55 Ruinen und erbeuteten mehr als 60 Kilo Gold, wobei sie Schmuck und Artefakte einschmolzen und verkauften endlose Kulturgüter für immer verloren.

JC oder Bent führte die erste Archäologische, also jetzt wirklich archäologische Grabung durch. Allerdings kam er trotzdem immer noch ohne Ausbildung und hatte keinen blassen Schimmer von wissenschaftlicher Arbeit. Er zerstörte die Strategraphie. Im Moment die was. Die Strategraphie ist ein Teilgebiet der Geologie, die Gesteinsschichten nach ihrer zeitlichen Abfolge und räumlichen Ausdehnung untersucht.

Das ist sehr nützlich, um generelle Informationen über ein Grabungsgebiet zu sammeln. Und das ist eben auch etwas, was heute immer direkt gemacht wird. Du machst erst mal n geraden Schacht, damit du wirklich in Schichten sehen kannst, wie die Erde liegt und dann kannst du in der Regel schon sehr gut feststellen, was dort passiert ist.

Du gehst durch die Jahrhunderte und Bend zerstörte die Stratigraphie des chronischen Turms unwiederbringlich und erklärte die Erbauer als eine prähistorische Rasse aus Arabien, eng verwandt mit den Phöniziern und Ägyptern. Mann. Doch Bend war nicht einmal der Schlimmste. Richard Nicklin Hall wurde 1902 als Kurator eingesetzt und er richtete den schlimmsten Schaden an. Er entfernte systematisch bis zu 3 Meter 60 archäologische Ablagerungen mit der klaren Absicht, die Städte vom Dreck und der Dekadenz der Kafirbesetzung zu befreien. Dabei vernichtete er unwiederbringlich die stratigraphischen Beweise, die Datierung und Zuordnung hätten zweifelsfrei klären können.

Ein späterer Archäologe nannte seine Arbeit rücksichtsloses Pfuschwerk schlimmer als alles, was ich je gesehen habe. Aber irgendwann hat doch hoffentlich die Wissenschaft die Wahrheit ans Licht gebracht, oder? Ich meine, sonst wüssten wir da ja heute nichts von richtig. Und dieser Wendepunkt kam in 2 Etappen.

David Randall Macchyver, ein unter dem legendären Flynders Patry ausgebildeter Ägyptologe, führte 1905, die erste echte wissenschaftliche Ausgrabung durch, sein Befund war eindeutig. Sämtliche Artefakte waren unzweifelhaft afrikanisch, in jedem Detail und gehörten einer Periode an, die durch Importe als mittelalterlich datiert wird. Die Kolonialgesellschaft reagierte mit wütendem Widerstand, die endgültige Bestätigung lieferte Gertrud Catan Thompson im Jahr 1929, die ebenfalls unter Patrick ausgebildete Archäologin leitete ein rein weibliches Team 1 der ersten in der Geschichte der Archäologie. Zu ihrem Team gehörte Catherine Canyon, die später für ihre Ausgrabungen in Jericho weltberühmt werden sollte und hier ihre allererste

archäologische Grabung erlebte. Da frühere Plünderer große Teile der Städte zerstört hatten, nutzte Captain Thompson Luftbildarchäologie. Diese war eine der ersten archäologischen Anwendungen der Fliegerei und so wurden ungestörte Bereiche lokalisiert, sie fand einen solchen Bereich, die Montruine und. Und wandte akribische Statigraphie an ihr Urteil. Die Untersuchung aller vorhandenen Beweise aus jeder Richtung zusammengetragen, kann nicht einen einzigen Gegenstand hervorbringen, der nicht mit dem Anspruch auf Bantu, Ursprung und mittelalterliche Datierung vereinbar wäre, als sie ihre Ergebnisse 1929 bei der Bridge Sociation for the Advancements of Science in Johannesburg präsentierte. Reagierte der berühmte Paleo

Anthropologe Raymond Dart mit einem Ausbruch von merkwürdig unwissenschaftlicher Empörung und stürmte aus dem Saal? Oh Mann, und dabei muss man ja eigentlich schon sagen, was ein Glück, dass sie nicht systematisch genug zerstört haben. Ja, mit man das noch doch wirklich nachweisen konnte. Ja, und gleichzeitig finde ich hast du auch wenn man sich das so überlegt, so einen so einen merkwürdigen Schauer auf dem Rücken, von der Tatsache, dass.

Wahrscheinlich unglaublich viele absolut unersetzliche archäologische Stätten wirklich in diesen Zeiten auch einfach gänzlich entfernt wurden. Es ist halt einfach ein Riesenproblem, Kolonialismus hat viel mehr getan als in Anführungsstrichen nur Menschen versklavt und ausgebeutet, was absolut schlimm genug ist. Aber es hat eben unsere Geschichte gelöscht. Ja, und vor allem es hat die Geschichte der Menschen vor Ort gelöscht.

Ja, und deren Errungenschaft. Meint jetzt unsere auch als Menschheit. Also wirklich, ich finde das wichtig, dass wir, was wir die ganzen Vorgeschichten kennen, für. Von den ganzen verschiedenen Völkern. Ja, und das ist einfach für immer zerstört worden, übel caten Thompson erhielt regelmäßig Hassbriefe, die sie in einem Ordner mit der Aufschrift Insane, also geisteskrank aufbewahrte. 1958 bestätigte die Radiokarbondatierung durch Keith Robinson, die mittelalterliche Datierung endgültig, holzproben ergaben einen Feldzeitpunkt zwischen 915 und 1215 nach Christus. Und dennoch setzte die rhodesische Regierung unter Ian Smith die Unterdrückung fort.

1970 wurde per Gesetz verboten, in offiziellen Publikationen die afrikanische Urheberschaft als Tatsache darzustellen, Schulkindern wurde gelehrt, Fremde hätten groß Simbabwe erbaut. Peter Garlek, Rhodesiens oberster Denkmalsinspektor und die führende Autorität auf dem Gebiet, wurde 1970 ins Exil gezwungen, weil er die afrikanische Urheberschaft vertrat, der Archäologe Paul Singclaire berichtete die. Mir wurde vom damaligen Direktor der Museums und Denkmalsorganisation gesagt, ich solle extrem vorsichtig sein, wenn ich mit der Presse über die Ursprünge des Simbabwe Staates spreche.

Zensur von Reiseführern, Museumsausstellungen, Schulbüchern und Radioprogrammen, Zeitungen und Filmen waren ein tägliches Ereignis, jetzt gilt es noch zu klären, wie eine Ruine einem Land seinen Namen gab, am 18. April 1980 wurde aus Rhodesien die Republik Simbabwe. Der Name geht auf das Schonowort Zimba Zamabwe zurück.

Häuser aus Stein oder alternativ auf zimbavue ehrwürdige Häuser. 1960 hatte der schwarze Nationalist Michael Mavema den Namen auf einer politischen Versammlung vorgeschlagen, er setzte sich gegen Alternativen wie Machobana und Monomotapa durch, die Wahl des Namens war ein bewusster Akt der Dekolonialisierung. Die Abkehr vom Namen Rhodesien, nachdem man benannt, der die Plünderung Groß Simbabwes organisiert hatte, und die Hinwendung zu einem Symbol vorkolonialer afrikanischer Zivilisationen, der Simbabwe Vogel erscheint heute auf der Nationalflagge, dem Staatswappen, allen Banknoten und Münzen über 100 Organisationen tragen den Vogel in ihrem Logo, die Ironie dabei, derselbe Vogel prangte bereits auf der Flagge und dem Wappen

Rhodesiens, also jenes Staates, der gleichzeitig aktiv zensierte. Dass das Monument, von dem das Symbol stammte, von schwarzen Afrikanern erbaut worden war. 1986 wurde groß Simbabwe zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt, und zwar unter 2 Kriterien, erstens als einzigartige künstlerische Leistung und zweitens als einzigartiges Zeugnis der verlorenen Zivilisation, der Schoner zwischen dem 11 und 15 Jahrhundert.

Die UNESCO beschreibt die Bauweise als einzigartig in der afrikanischen Architektur, obwohl es Beispiele ähnliche Arbeiten anderswo gibt, ist keines so ausgezeichnet und imposant, wie groß Simbabwe die Städte kämpft heute mit vielen Herausforderungen, invasive Pflanzen, Verwitterung, begrenztes Personal, und zwar nur 2 konservatoren und weniger als 10 Archäologen für ganz Simbabwe und die reversiblen Schäden der kolonialen Plünderung.

Dennoch investiert die USA allein 760000 US Dollar über 15 Jahre in den Denkmalschutz und ein gemeinsames UNESCO Unopsprojekt arbeitet an der nachhaltigen touristischen Entwicklung. Ja, einerseits gut, aber andererseits 760000 US Dollar über 15 Jahre ist, muss man auch sagen, eigentlich nicht viel mehr als ein Fliegenschiss, ne.

Das ist richtig. Das ist so n Ding. Ja, was haben wir 2 Kuratoren und 10 ist wahrscheinlich so ziemlich das Gehalt der Leute über die Zeit, wenn überhaupt noch heute kommen lokale Gemeinschaften der Scharombira, Mugabe, murinje und nemanua Clans zur Stätte, brauen traditionelles Bier und nutzen Trommelzeremonien um mit den Ahnen und dem Schöpfer zu kommunizieren.

Groß Simbabwe ist heute keine tote Ruine, ist ein lebendiger heiliger Ort. Große Bappe ist auch einfach weit mehr als nur irgendeine archäologische Stätte. Es ist ein Prüfstein dafür, wie Wissenschaft von Macht korrumpiert werden kann und wie die Wahrheit sich dann dennoch durchsetzt. Die Tatsache, dass eine Zivilisation, die im Mittelalter Handel mit 3 Kontinenten trieb und eine Stadt erbaute, deren Ingenieurskunst Archäologen noch heute beeindruckt, über ein Jahrhundert lang als unmöglich afrikanisch deklariert wurde, offenbart einfach die tiefen Abgründe des kolonialen Rassismus.

Caton Thompson wurde mit ihrem Insane Ordner belächelt. Garley wurde aus dem Land gejagt, das gehört zu den wichtigsten Kapiteln der örtlichen Wissenschaftsgeschichte, und dass ein ganzes Land sich nach diesem Monument benannte, um seine vorkoloniale Identität zurückzufordern, macht groß Simbabwe zu einem der mächtigsten Symbole des Postkolonialen Afrika.

In den Worten des modernen Simbabwischen Archäologen Schadrek Shirikure Groß Simbabwe war ein bedeutender mittelalterlicher Staat. Vergleichbar in seinem Erfolg mit anderen Staaten in Afrika, Europa und anderswo es. Ist das ist total krass. Ich hab wirklich von diesem Ort noch nie irgendwas gehört und auf der anderen Seite, es ist wirklich, wirklich erschreckend, was Europäer sich in ihrer Geschichte angemaßt haben, das ist einfach nur unfassbar, was europäische Staaten so meinten von sich geben zu können.

Und wie und auf welchem Level einfach ganze Bevölkerung von Kontinenten diskreditiert wurden. Wahnsinn. Hundertprozentig. Und ich find das auch immer wieder erschreckend, dass wir halt gerade durch dass wir diesen Podcast machen, auf so viele Themen schon gestoßen sind, die wir in unserer Schulzeit. Nie gehört haben.

Das ist ja auch so n Ding. Ich find das immer wieder schade, wir haben zwar schon im Vergleich zu vielen anderen Nationen den Vorteil, dass wir in Europa halt sehr viele Länder haben, sodass du schon in immerhin von europäischen Ländern recht viel mitbekommst, aber auf der anderen Seite irgendwo Geschichte aus Asien, Geschichte aus Afrika, Geschichte aus Südamerika. Ist uns total fremd.

Ja, und ich meine, das sind noch Kontinente, die sind weit weg. Wir haben ja selbst in dem Podcast auch schon festgestellt, wieviel weniger wir einfach nur über die Geschichte Osteuropas werden im Vergleich zu. Westeuropa ja. OK, man muss immer irgendwo dabei berücksichtigen. Das sind Schüler, die irgendwo zur Schule gehen und natürlich machen die nicht nur Geschichte und es gibt auch nicht nur nur Geschichte, was die lernen müssen und du kannst nur einen Auszug zeigen, aber es ist trotzdem schon krass.

Wieviel es einfach zu entdecken gibt, obwohl man ja eigentlich dann auch so als Jugendlicher denkt. So, ja, ich hab eigentlich schon voll die Ahnung von Geschichte, nee, haben wir überhaupt nicht in Anführungsstrichen nen Scheiß haben. Wir hundertprozentig und du musst dir auch immer überlegen, während wir diesen Podcast hier gerade machen, passiert ja Geschichte.

Wir reden jetzt hier irgendwie ne Dreiviertelstunde in der gleichen Zeit ist ne Dreiviertelstunde Geschichte geschrieben worden und zwar an jedem Ort der Welt. Ja, das ist halt genauso wie Videos bei youtube jedem jede Stunde werden irgendwie ne 1000000 Stunden Videos hochgeladen, du kannst der Sache nicht nachkommen, du musst dich irgendwann spezialisieren. Oder dich zurücklegen und sagen, wie wir, juhu, wir sind gar keine Wissenschaftler, wir dürfen einfach in den großen Zaubertopf reingreifen was rausholen und uns das in Ruhe angucken.

Und einfach anschauen, was uns interessiert und was uns gerade spannend vorkommt. Richtig, absoluter Wahnsinn. Chris, vielen, vielen Dank für diese Geschichte, war wieder mal etwas wirklich, ich habe noch niemals etwas davon gehört und eigentlich so nach nach solchen Folgen und nach solchen Geschichten habe ich dann immer auch so ein bisschen das Gefühl.

Mein Gott, was für ein Glück, dass wir diesen Podcast. Machen. Weil bei manchen Sachen denke ich mir schon so, eigentlich müsste man sich dafür schämen, wenn man es nicht wüsste, weil wir sind halt auch in einem Alter, wo wir sagen, wir sind keine Schüler mehr, wir hatten an sich schon viel, viel, viel Zeit, uns mit Dingen zu beschäftigen und jetzt nutzen wir sie wenigstens, da kann man wirklich froh drüber sein. Ja, das ist durchaus richtig.

Also in anderen Worten, ihr, die ihr zuhört, seid einfach mit im Klassenzimmer, während Jan und ich mal ein bisschen Geschichte lernen, ja. Genau, aber ihr seid natürlich herzlich eingeladen, hier bei uns zu sitzen und einfach mit zuzuhören. Tatsache ist es ja auch, ich meine wir 2 sind nicht nur Leute, die einen Podcast machen, sondern wir hören auch Podcasts und natürlich auch Podcasts über Geschichte dementsprechend ja das ist einfach auch schön.

Sich anzuhören, was andere Leute denn so in ihrem persönlichen Klassenzimmer sich gerade für Themen dann geschnappt haben. Hundertprozentig. Absolut super. Vielen vielen Dank noch mal gerne jut liebe Leute, damit sind wir auch in dieser Woche wieder am Ende der Folge angekommen, wenn ihr uns Feedback geben wollt, dann könnt ihr das über die Kommentare bei Spotify, Apple Podcasts oder in den sozialen Medien tun oder auch gerne per e Mail.

Schickt uns dazu einfach eine Mail an Feedback at wissensreisende. De. Es ist auch möglich, unseren Podcast direkt zu unterstützen. Dafür gibt es die Premium Mitgliedschaften über Spotify oder Steady. Die Links dazu findet ihr in den Shownotes und auf unserer. Webseite und dann ist ja noch ganz wichtig, wir hatten ja momentan dieses kleine Problem mit Spotify, dass wir das Abo halt einmal abschalten mussten, damit auch in Zukunft die Abonnenten keine Werbung hören müssen. Und die Zeit läuft jetzt langsam ab, irgendwo, ich denke mal, heute könntest du schon wieder sein, sonst wenn es heute nicht geht, guckt mal in den nächsten 23 Tagen. In diesen Tagen wird das Ganze wieder online geschaltet und ihr könnt auch wieder das Abo bei

Spotify machen und sowohl die Premium folgen als auch die ganz normalen Folgen ohne Werbung hören. Und für alle Unterstützer das noch mal. Dazu gibt es auch regelmäßig. Ein paar Folgen, so als kleines Dankeschön an unsere Helden, die uns hier in unserem Raumzeitschiff dauerhaft mit Benzin für unseren Fluxkompensator versorgen. Gut, ich würde sagen, wir freuen uns schon auf euch und auf die nächste Folge und auf den nächsten Freitag und bis dahin gibt es natürlich immer noch ein einziges Wort zu sagen, dass wir immer am Ende der Folgen kurz zum Besten geben und das lautet natürlich.

Tschüss.

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