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Working Draft· Folge 733

Revision 733: Konferenz ist, was zwischen den Talks passiert. Mit Golo Roden.

Dienstag, 13. Oktober 2026 · 1 h 25

MP3

Shownotes

Wir sprechen mit Golo Roden (linkedin.com/in/goloroden), Gründer von The Native Web (thenativeweb.io) (The Native Web auf YouTube (youtube.com/@thenativeweb)), diesmal nicht über Node.js, Event Sourcing oder Domain-Driven Design, sondern über Konferenzen. Golo war bereits in den Revisionen 160 (workingdraft.de/160), workingdraft.de/314 und workingdraft.de/456 bei uns zu Gast und bringt inzwischen auch reichlich Erfahrung als Konferenzveranstalter und Speaker mit.

Anlass für unser Gespräch ist Golos Heise-Artikel „Die beste Konferenz meines Lebens und was sie anders gemacht hat“ (heise.de/blog/Die-beste-Konferenz-meines-Leben…) über den IT Business Summit (it-business-growth.com/it-business-summit). Wir überlegen gemeinsam, was eine Konferenz zu einem besonderen Erlebnis macht und warum dafür nicht nur gute Vorträge, sondern vor allem viele bewusst gestaltete Details entscheidend sind.

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Shownotes

[] Was macht eine richtig gute Konferenz aus? (heise.de/blog/Die-beste-Konferenz-meines-Leben…)
Golo erzählt zunächst von seinem Weg als Entwickler, Berater und Konferenzveranstalter. Mit The Native Web war er an der Entstehung der enterJS beteiligt und veranstaltet inzwischen mit der tech:lounge Live! (web.archive.org/web/20260416102157/https://www…) eine bewusst kleine Konferenz mit etwa 60 bis 80 Personen. Statt ein möglichst breites Programm über einen Call for Papers zusammenzustellen, wird dort zunächst ein Thema gewählt und anschließend überlegt, welche Vorträge in welcher Reihenfolge einen sinnvollen roten Faden ergeben. Danach werden passende Speaker gesucht. Wir sprechen darüber, warum Konferenzen mehr bieten müssen als Informationen, die sich ebenso gut in Videos vermitteln lassen, und warum insbesondere kleinere Veranstaltungen gute Voraussetzungen dafür bieten, Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen.

Am Beispiel des IT Business Summit (it-business-growth.com/it-business-summit) beschreibt Golo, wie sich viele kleine Entscheidungen zu einem besonderen Gesamterlebnis addieren können. Das beginnt mit einem gemeinsamen Abendessen für Speaker und Teilnehmende, einer bewusst gewählten Location und einer Sitzordnung, bei der Menschen gezielt miteinander in Kontakt gebracht werden. Am nächsten Morgen gibt es dadurch bereits bekannte Gesichter und erste Anknüpfungspunkte. Auch das Programm wird inszeniert: Eine interaktive Eröffnung bringt die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch, eine gut vorbereitete Moderation führt durch den Tag und Speaker werden hinter der Bühne vorbereitet, statt mit Notebook und Kabeln vor dem Publikum auf ihren Auftritt zu warten. Technik, Moderation und Ablauf greifen dabei so ineinander, dass sich sowohl Vortragende als auch Publikum wertgeschätzt fühlen. Selbst das typische Tief nach der Mittagspause wird bewusst durchbrochen.

Wir kommen immer wieder auf denselben Gedanken zurück: Eine gute Konferenz überlässt Gemeinschaft und Atmosphäre nicht einfach dem Zufall. Veranstalter können Situationen schaffen, in denen Menschen leichter miteinander ins Gespräch kommen, Speaker und Publikum nicht voneinander separieren und Details wie Location, Essen, Pausen oder Technik ebenso ernst nehmen wie das Vortragsprogramm. Bei der tech:lounge Live! gehört dazu beispielsweise bewusst hochwertiges, komplett veganes Catering. Wir vergleichen diese Erfahrungen mit anderen kleineren Veranstaltungen und sprechen über die besondere Atmosphäre, die etwa die SmashingConfs (smashingconf.com), die beyond tellerrand (beyondtellerrand.com) oder die Fronteers Dark Mode (fronteersconf.org) schaffen können. Gerade bei überschaubaren Teilnehmerzahlen lässt sich vieles persönlicher gestalten und es wird möglich, dass aus einzelnen Details am Ende genau jene schwer greifbare „Magie“ entsteht, wegen der uns eine Konferenz noch Jahre später in Erinnerung bleibt.

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Warum ich auf Konferenzen gehe, in 99,9% der Fälle, weil ich dort einen Vortrag habe oder einen Workshop. Das wissen die Konferenzveranstalter natürlich auch, dass das Programm alleine vielleicht noch nicht das ist, was jetzt dich überzeugt, irgendwas zwischen 500 und 3000 Euro auszugeben. Man hat ja auch selbst seine Vorbilder, zu denen man irgendwie aufschaut.

Und da war dann halt ein Sprecher, den ich ganz toll fand damals. Und dann bin ich so hin, weil ich den unbedingt mal kennenlernen wollte und ich so, hallo, ich bin der Golo, du bist der sowieso? Und er dann so, ja. Und dann war Ende. Revision 733. Wir sind heute zu zweit. Aus dem Team wäre ich dabei, der Shep, und wir haben einen Gast, und zwar den Golo Roden. Hallo, Golo.

Hallihallo. Schön, dass ich da sein darf. Du bist schon dreimal bei uns zu Gast gewesen, und zwar ganz früh, in der Revision 160. Wow. Dann gab es ein bisschen längere Pause, dann warst du in der 314 da und dann nochmal in der 456 und die Themenlage war eigentlich immer so, glaube ich, Node.js und das andere war…, Wahrscheinlich Eventsourcing, was sind die? Eventsourcing, genau, ja.

Das ist ja auch heute immer noch ein Thema von dir. Ich sehe immer noch, dass du da Workshops gibst zu und so. Also das ist sogar nicht nur immer noch ein Thema, das ist inzwischen eigentlich das Hauptthema. Aber ich habe gerade gedacht, krass, Folge 160 und jetzt sind wir bei 733, hast du gerade gesagt. Ja, genau.

Das ist auch lange her. Ja, also an der Stelle auch Hut ab an euch, das muss man ja auch erstmal machen, ein Podcast mit, 733 Folgen, das ist ja krass viel und da wirklich über Jahre und man kann ja schon fast sagen Jahrzehnte am Ball zu bleiben. Also Respekt. Das ist definitiv eine große Leistung. Ja, ist es. Also man sieht es halt an anderen Podcasts, dass die einfach kommen und gehen.

Aber ich kann dir auch nicht sagen, wie wir das eigentlich hinkriegen, außer vielleicht, dass wir versuchen, es uns halt möglichst leicht zu machen. Also, dass wir effizient sind. Weil irgendwann, wenn du da so viel krass viel Arbeit reinsteckst, dann irgendwann packst du das nicht mehr. Genau. Ja, danke.

Und wir machen weiter. Genau. Und heute wollen wir aber gar nicht über groß was Technisches sprechen. Ach so, bevor wir anfangen, vielleicht erzähl doch nochmal, wer du bist und was du machst. Also viele kennen dich ja, unterstelle dich jetzt einfach mal und wir haben auch Hörerinnen, die schon länger dabei sind.

Aber genau, manche kennen dich vielleicht noch nicht. Erzähl mal. Ja, sehr gerne. Also Golo Roden mein Name. Ich bin schon seit vielen, Jahren und man kann schon sagen Jahrzehnten in der IT-Branche, in der deutschen Entwicklungsszene tätig und, vor 14 Jahren, 2012, haben meine Frau und ich zusammen ein Unternehmen gegründet, The Native Web.

Wir machen Beratungen rund um ursprünglich mal Web- und Cloud-Technologien, und wir sind heute immer noch mit Web- und Cloud-Technologien unterwegs, aber wir sind eigentlich ein bisschen weggekommen von der Softwareentwicklung, sowas Technisches ist, sondern, wir sind vor vielen, vielen Jahren, ist uns aufgefallen, dass es eigentlich eine gute Idee wäre, die Fachlichkeit ein bisschen stärker in den Vordergrund zu rücken, weil das ist so ein Leitsatz von uns geworden.

Du baust keine Software, hoffentlich zumindest. Du solltest keine Software bauen, weil es so geil ist, Software zu bauen, sondern du solltest Software bauen, weil du ein fachliches Problem lösen willst und das Leben von irgendjemandem da draußen löst. Komfortabler, sicherer, angenehmer, im weitesten Sinne besser zu machen.

Und eine ganz wesentliche Voraussetzung dafür ist nicht, dass man sich drei Wochen lang streitet, ob man jetzt Java oder .NET einsetzt. Das ist in den meisten Fällen ziemlich irrelevant. Sondern die viel spannendere Frage ist ganz oft, habe ich dieses zugrunde liegende fachliche Problem überhaupt verstanden?

Weil wenn ich das nicht habe und wenn ich sozusagen die Anforderungen nicht verstehe, wenn ich den Sinn dahinter nicht verstehe, Wenn ich die Konsequenzen von fachlichen Entscheidungen nicht verstehe, ja, dann bin ich auch nicht in der Lage, eine technisch adäquate Lösung dafür zu bauen, völlig unabhängig davon, wie super gut ich in meiner jeweiligen Technologie mich auskenne, weil dann werde ich halt am eigentlichen Problem vorbei entwickeln.

Und das ist ein Problem, was es da draußen erschreckend häufig gibt. Und das ist ein Bereich, wo man dann schnell auf Domain-Driven Design stößt und in dem Zuge dann auch auf Event-Sourcing und auf CQRS und solche Themen. Und das ist eigentlich genau so, dass so auf einer gewissen Meta-Ebene, wo wir unterwegs sind und insofern, also Web- und Cloud-Technologien sind geblieben, aber halt nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck und, das finde ich, ist auch gerade jetzt so, wenn man sich anguckt, wo sich das mit KI hin entwickelt, also je mehr man sich über Code definiert, über das reine Programmieren, desto schwerer wird man es, glaube ich, haben, weil.

Die KI programmiert halt nun mal tausendmal so schnell wie du, egal wie schnell du tippen kannst, aber sie kann nicht unbedingt tausendmal so schnell Sinn stiften und die KI in die richtige Richtung zu schubsen und die Leitklanken aufzustellen und so weiter. Das erfordert nach wie vor ein gutes Verständnis des eigentlichen fachlichen Problems und eine gute Vorstellung der fachlichen Lösung plus auch immer noch technische Fähigkeiten, technisches Know-how und insofern, ich glaube aber, diese Fachlichkeit, die ist heute wichtiger denn je.

Stimme ich dir zu, wie auch jemand, der sich sehr gut auskennt in Technologie X, der dann neu in eine Firma kommt, der kann auch noch nicht viel Strecke machen, weil. Er so viel über die Prozesse wissen muss und die Vergangenheit, warum es sind Dinge wie, sehe ich genauso. Ist ja dann manchmal so dieses …, Nee, ihr könnt nicht einfach skalieren und irgendwie Programmierer dazu holen, die toll sind in Sprache X. Das geht einfach nicht. Die brauchen am Anfang, wenn die erstmal auch nichts können.

Die müssen erstmal in euer Thema reinkommen. Ja, das stimmt. Und gleichzeitig ist es erschreckend, wie häufig oder wie oft du halt die Situation vorfindest, dass das heißt, ja, also. Wir haben da ein neues Projekt, was wir starten wollen und wir machen das mit dieser und ihrer Programmiersprache und mit dem und dem Framework und wir haben die und die Datenbank.

Aber sich mal Gedanken gemacht über, was wollen sie denn überhaupt lösen, das ist dann oft noch nicht so richtig passiert. Und ich finde das, ja, es ist immer so ein lachendes, ein weinendes Auge, wenn du sowas siehst. Und wo ich mir immer denke, naja, die Technologie, die sollte doch dem Zweck folgen.

Und es ist so falsch, zuerst die Technologie auszusuchen. Und das dümmste Argument ist dann üblicherweise, ja, aber alle anderen machen das auch. Ja, das ist dann die richtige Wahl, wenn du halt auch das machst, was halt alle anderen auch machen, aber das machst du ja hoffentlich nicht und in dem Moment, wo du was eigenes machst sollte man halt vielleicht mal hinterfragen ob die Technologiewahl.

Ja, ob man das nicht, da vielleicht ein paar mehr Gedanken dran verschwenden sollte, aber halt erst wenn man sich mit dem Inhaltlichen beschäftigt hat und, ich suche mir ja auch nicht das Auto aus was ich fahre, ob ich einen, 911er Porsche oder einen Traktor nehme bevor ich weiß, ob ich an einem Formel 1 Rennen teilnehmen will oder zum Supermarkt will oder meinen Acker pflügen.

Und das ist irgendwie, weiß ich nicht, das Pferd von hinten aufgezäunt. Aber man trifft es erschreckend oft an. Ja, ich glaube, das ist gang und gäbe auf jeden Fall. Vielleicht auch, weil es für ITler leichter ist, sich da Gedanken zu machen. Also so wie, keine Ahnung, man auch nicht so gerne Steuererklärungen macht wie Programmieren. Es gibt halt bestimmte Dinge, die sind einfach anstrengender, wo man irgendwie keinen Ansatz hat und dann flüchtet man sich halt dann in diese Dinge rein, ne?

Aber dann ist ja gut, dass Kunden das möglicherweise selber feststellen, dass sie so drauf sind und euch zu Rate ziehen. Ja, genau. Also ich meine, das hat natürlich auch ganz viel damit zu tun, raus aus deiner Komfortzone und so diese technologische Sitzkuhle, in der man sich irgendwie als Entwicklerin oder als Entwickler oft und gerne, schon sehr bequem gemacht hat.

Und man vergisst halt manchmal, dass vielleicht der Rest der Welt nicht ganz so auf Softwareentwicklung steht, wie man selbst. Und dass das vor allem nicht das ist, wofür Kunden bezahlen, weil denen ist es am Ende des Tages egal, ob du jetzt die UI in React oder in Angular oder in sonst was gebaut hast.

Hauptsache, das eigentliche Problem ist gelöst. Aber ja, also es ist ein spannendes Thema und bist so viel bei Kommunikation und interdisziplinärer Zusammenarbeit und all diesen Themen. Und es hängt aber, wie gesagt, viel mit, man muss aus seiner eigenen Komfortzone rausgehen zusammen. Ja, und ich denke wahrscheinlich auch so ein bisschen so Geltungsbedürfnis in der Peergroup hat bestimmt auch noch damit zu tun, sodass man irgendwie auch zu den coolen Kids gehören will, die den modernen Scheiß machen.

Ja, ist vielschichtig, aber cool, also spannend und also toll, toll, dass ihr eure, diese Sachen in die, in die Firmen reinbringen könnt. Genau, und was ihr auch gemacht habt zumindest, ist, ihr habt eine Konferenz, erfunden, gegründet, die es heutzutage auch noch gibt, und zwar die Enter.js. Ja, das haben wir sogar zweimal gemacht. Also es gibt inzwischen zwei Konferenzen, die.

Auf unserem Mist sozusagen gewachsen sind. Das eine ist die Enter.js, also die gibt es seit 2014. Das ist, Enter.js ist ein Kofferwort aus Enterprise und JavaScript. Das ist damals entstanden als Idee, es gab die JS-Conf, vielleicht kennt die eine oder der andere die noch. Es gab die JS-Conf so als die eine große JavaScript-Konferenz und das war aber immer mehr so eine, ich nenne es mal, und das meine ich abwertend, eher liebevoll, das war mehr so eine Party-Konferenz.

Ja, absolut. Die haben sich ja auch wirklich so als, wir machen einmal im Jahr Party und dann geben wir Vollgas, geile Location mit, Kunst und Projektion und geilem Essen und allen Zip und Zap, teuer, aber geil. Ja, also es war die richtige Veranstaltung, wenn du dich dafür interessiert hast, mit 300 Drohnen irgendwie Ballette aufzuführen. Ja. So, das war das cool.

Das Problem ist halt, dass das halt für die meisten Entwicklerinnen und Entwickler nicht das ist, was im Alltag relevant ist oder was im Alltag nützlich wäre. Und da haben wir uns damals überlegt, es wäre ja, das war auch gerade so, Node war noch relativ neu. Und da haben wir uns damals überlegt, es wäre ja eigentlich schön, eine JavaScript-Konferenz zu haben, die vielleicht ein bisschen mehr so den Business, so den Enterprise-Aspekt abdeckt und wir haben uns damals das Konzept überlegt.

Und wollten das dann aber nicht alleine veranstalten, weil The Native Web gab es da gerade zwei Jahre, also 2012 gegründet, wie gesagt, 2014 die erste Enter.js. Und wir haben uns dann damals überlegt, wer denn ein guter Partner wäre. Und ich hatte da relativ frisch, ich hatte ein Buch über Node.js geschrieben.

Das war meines Wissens das erste deutschsprachige Buch zu dem Thema, was es gab. Das war beim D-Punkt Verlag. Und der D-Punkt Verlag, die gehören ja wiederum zu Heise. Und ich habe auch für Heise damals, für Heise Developer, für die X, immer mal wieder geschrieben, mache ich ja auch heute noch. Und genau, von daher lag halt relativ nah.

Wir haben uns gut verstanden mit D-Punkt und mit Heise. Und von daher lag nah, die einfach zu fragen, so hey, wir würden uns sozusagen ums Programm kümmern. Und um das Inhaltliche habt ihr Lust, euch um das Organisatorische drumherum zu kümmern. Und daraus ist eine sehr schöne Zusammenarbeit entstanden und wir haben dann, vier Jahre lang haben wir die Enter.js gemeinsam veranstaltet und.

Jetzt sind wir, The Native Web, im Vergleich zu Heise und CD-Punkten ein sehr überschaubar großes Unternehmen und, wir können nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen und wir müssen uns halt schon überlegen, was wir machen, worauf wir uns fokussieren. Und wir hatten auch das Gefühl, 2017 so dieses JavaScript im Enterprise-Bereich bekannt zu machen und so ein bisschen zu etablieren.

Das war 2017 dann eigentlich auch erfolgt und von daher haben wir für uns nicht mehr so die Notwendigkeit gesehen, da jetzt sozusagen weiter zu investieren und haben uns dann quasi von der Enter.js zurückgezogen. Aber es war eine Trennung im Guten. Wir sind mit Heise und mit D.Punkt heute auch immer noch gut befreundet, sage ich mal.

Wir verstehen einander sehr gut und wir arbeiten gut und gerne immer wieder zusammen. Und wir haben uns dann erstmal wieder auf eigene Pfade begeben. Und wir haben 2025 haben wir dann das zweite Mal eine Konferenz ins Leben gerufen, die Tech Lounge Live. Das ist eine kleine Konferenz in Freiburg, so 60, 70, 80 Leute groß.

Die hat jetzt dieses Jahr zum zweiten Mal stattgefunden und wir folgen einem, anderen Ansatz, als es die meisten anderen Konferenzen tun. Wir versuchen nicht so gießkannenartig alle möglichen Themen abzudecken und. Haben halt einen Call for Papers, wo man dann entsprechend was einreichen kann, was auch so ein bisschen zu diesem Gießkannen-Effekt führt, sondern wir gehen bei der Tech Lounge Live so vor, dass wir uns überlegt haben, was ist denn ein Thema, was wir spannend finden?

Also letztes Jahr war es eventbasierte Architektur, eventbasierte Entwicklung. Dieses Jahr ging es um künstliche Intelligenz. Und dann haben wir uns überlegt, was wäre denn das Konferenzprogramm, was wir im Idealfall zu diesem Thema gerne sehen würden. Und haben uns quasi überlegt, welche Vorträge wären sinnvoll, in welcher Reihenfolge wären diese Vorträge sinnvoll.

Und dann haben wir überlegt, wen kennen wir oder wen können wir im Zweifelsfall finden, wer zu diesen Themen was zu sagen hat und was Spannendes beizutragen hat. Und daraus hat sich, und das ist so ein Feedback, was wir ganz viel bekommen haben, was die Leute sehr, sehr cool fanden, daraus hat sich ein roter Faden im Endeffekt über den Konferenztag entwickelt, ohne dass die Sprecherinnen und Sprecher sich aufeinander hätten abstimmen müssen, sondern einfach, weil die Konferenz so angelegt war, dass sich halt ein roter Faden ergibt, und das merkt man und dann bist du halt an dem, das ist dein tägliche Konferenz und du bist halt abends durch dieses Themengebiet.

Quasi so durchgeführt worden und bist halt da mehr in die Tiefe gegangen, statt bei anderen Konferenzen halt viel so in die Breite so, halt vieles gesehen, aber halt sonst immer an der, Oberfläche gekratzt, mal ein bisschen Angular hier, mal ein bisschen was weiß ich, NestJS da, ein bisschen PHP noch dazu und so.

Bei uns ist das halt monothematisch, aber halt sehr viel stärker in die Tiefe als in die Breite und das. Ist so ein Konzept, was ich irgendwie finde, was zu wenig vertreten ist auf dem, zumindest auf dem deutschsprachigen Konferenzmarkt und von daher lag das nahe, sowas in der Richtung zu machen und wie gesagt, also es hat auf jeden Fall zu sehr viel positivem Feedback geführt und.

Genau, insofern, das ist unsere zweite Konferenz. Genau, da gab es jetzt schon zwei Ausgaben von, das habe ich genau rausgehört. Genau. Ja, cool. Werden wir auf jeden Fall auch verlinken, ist ja klar. Genau. Und da haben wir auch schon die Brücke gebaut, nämlich in das heutige Thema. Du hast auch gesagt, du schreibst auch weiterhin für die EX und High-Developer.

Und das hast du vor ein paar Wochen unter anderem getan durch einen Artikel, wo du eben nicht über was Technisches geschrieben hast, sondern darüber, dass du zuletzt auf einer Konferenz warst und dir im Grunde das Herz aufgegangen ist. Also du hast es, glaube ich, du hast die bezeichnet als die beste Konferenz deines Lebens und eben hast dann beschrieben, warum das auf dich so einen Eindruck gemacht hat.

Ja, genau. Das war ein Blogpost bei Heise Developer. Die beste Konferenz meines Lebens. Das war, glaube ich, der Titel. Und da kam ich zurück von einer Veranstaltung in Berlin. Das war die IT Business Summit. Und das war eine ganz fantastische Konferenz, womit ich vor allem im Vorfeld, nicht gerechnet hatte. Ich hatte ein bisschen Bammel hinzufahren.

Der Name klingt auch erstmal nicht fancy, sage ich jetzt mal, sondern sehr. Zweckmäßig. so. Das stimmt, ja, das stimmt, ja. Und ich war vor vielen, vielen, vielen, vielen Jahren, war ich mal, also ich bin üblicherweise auf Entwicklungskonferenzen, vertreten und ich war vor ganz vielen Jahren, war ich mal, ich weiß nicht mehr, wie es dazu kam, mehr durch Zufall, bin ich mal auf einer Marketingkonferenz gelandet, irgendwie Online-Marketing, irgendwie sowas.

Ich hab mich in meinem ganzen Leben, ich hab mich noch nie dermaßen fehl am Platz irgendwo gefühlt wie dort. Ich glaube, ich war der Einzige, der keinen Anzug anhatte. Ich war der Einzige, der überhaupt keine Ahnung davon hatte, wie man mit den anderen Leuten ins Gespräch kommen soll und alle um dich rum.

Das schien so leicht zu sein und gleichzeitig, wenn du mal zugehört hast, so dermaßen oberflächlich ist bla bla. Und das fand ich faszinierend und erschreckend zugleich. Und das war auch noch die passende Location, das war das P1 in München. So ein bisschen schickimicki gehobene Großraumdisco und ja, das war sehr speziell.

Und du hattest so ein bisschen die Sorge, dass das möglicherweise so in eine ähnliche Richtung gehen könnte. Also wie bist du denn da überhaupt, du bist da als Sprecher hin. Richtig, genau. Also die IT Business Summit, wie der Name schon sagt, es geht halt um Business. Erst ist eine Veranstaltung für Freelancer, für Selbstständige, für Unternehmer, für Leute, die das werden wollen, aber halt im IT-Bereich.

Und ich kenne, also da stecken Unternehmen dahinter, IT Business Growth heißen die. Und das wiederum, da stecken zwei Jungs dahinter, der Patrick und der Pierre. Den Pierre, gefühlt kenne ich ihn schon seit 100 Jahren, ich weiß nur nicht woher. Und Pierre und ich, wir hatten im Vorfeld einige Sachen zusammen gemacht mit einem Podcast, mit mal was auf YouTube und er kam irgendwann und fragte dann, ob ich mir vorstellen könnte, einen Vortrag halt auf ihrer Konferenz zu halten, quasi so wie ich vom Entwickler zum Unternehmer, wie so meine Reise, mein Lebensweg quasi so war und so meine Learnings daraus und ich hab dann gesagt, ja klar, gerne mach ich, weil ich mag Pierre sehr gerne und wir verstehen uns sehr, sehr gut.

Aber je näher dieser Termin rückte, desto mehr Schiss hatte ich irgendwo, weil ich bin ja viel auf YouTube unterwegs. Also wir haben ja auch, für deutschsprachige Entwicklungsverhältnisse einen relativ großen YouTube-Kanal. Ja, The Native Web verlinken wir auch. Genau, dankeschön. Und wenn du dich auf YouTube viel tummelst, dann stolperst du unweigerlich halt auch über diese ganzen, wie nenne ich das jetzt, ohne es ...

Ach so, diese ganzen, ja, diese Sales-Heinis oder diese sowieso wirst du erfolgreich, keine Ahnung, Coaches. Ich habe diesen Monat 50.000 Euro gemacht und einen neuen Porsche und noch was weiß ich was. Willst du das auch, dann komm in die WhatsApp-Gruppe und halt auf dem Niveau. Und das ist so das Klischee, was du halt sofort vor Augen hast, wenn du irgendwie so Business-Coaching oder so. Ich finde diesen Begriff, der ist halt übelst verbrannt.

Und zu Recht, in Weibzeilen. Und ich hatte tatsächlich so ein bisschen Angst davor. Was da für eine Zielgruppe mich erwartet. Also so, wie sind die Leute da so drauf und hoffentlich wirst du nicht in 25 WhatsApp-Gruppen eingeladen, so ungefähr. Und es hat sich aber, also ich hätte mir überhaupt keine Gedanken machen sollen, das ist ja oft so im Leben, wenn man sich so krass viele Gedanken macht und krasse Befürchtungen hat, dann wird es richtig cool und entspannt und richtig toll, und insofern hätte ich mir da eigentlich überhaupt keine Gedanken machen müssen, weil das war eine wirklich richtig, richtig schöne und richtig tolle Konferenz und halt ich kann also weder über die Veranstalter noch über die Teilnehmer

kann ich irgendwas Negatives in der Hinsicht sagen, das war einfach eine richtig tolle Zeit mit, tollen Leuten. Ja, cool. Diese Revision vom Working Draft wird euch präsentiert von Mitwald. Und Mitwald hat tolle Neuigkeiten für alle, die Container-Setups nutzen. Und zwar gibt es jetzt fertige Container-Vorlagen, die ihr in Sekunden auf der Mitwald-Infrastruktur deployen könnt.

Genau. N8N automatisiert dabei eure Workflows und der Hermes-Agent übernimmt Aufgaben sogar komplett eigenständig. Starten könnt ihr das Ganze, wie ihr möchtet. Also entweder per bekannten Control Panel oder über euren eigenen Agenten oder über die API. Keine Wartezeiten, keine Umwege, alles nur mit einem Handgriff.

Und was ich da super finde, ist, dass das Ganze vollkommen souverän hier bei uns in Deutschland gehostet und betrieben wird. Also entdeckt die neuen Containervorlagen und all eure Möglichkeiten am besten direkt selbst auf mitwald.de slash working draft. Wir danken Mittwald ganz herzlich für die Unterstützung dieser Revision vom Working Draft.

Ich habe gedacht, du erzählst mal so ein bisschen, was diese Konferenz gut gemacht hat und vielleicht fallen uns da noch ein paar andere Konferenzen ein, die wir empfehlen können, die sozusagen in diese Kerbe schlagen. Also vielleicht auch eure eigene. Und vielleicht schaffen wir das auch für unsere HörerInnen oder denen irgendwie so ein paar Tipps an die Hand zu geben, wie sie solche Konferenzen finden können unter den sehr vielen Konferenzen, die es so gibt.

Genau, aber vielleicht können wir auch erstmal noch einstarten in die Frage, warum gehst du denn überhaupt auf Konferenzen? Du bist als Sprecher da gewesen, da kann man natürlich sagen, okay, du repräsentierst the native web und vielleicht akquirierst du dann auch Kunden darüber, also wird sicherlich so sein.

Aber so als besuchende Person könnte man ja auch sagen ich kann auf YouTube mir diese ganzen Vorträge angucken, meistens nicht immer alle, aber so mehr als genug, reicht das denn nicht also was soll ich da mit so ganz vielen fremden Leuten, die kenne ich alle nicht und dann. Ist das vielleicht auch irgendwie ein doofes Gebäude und kalt und essen doof ich bleibe lieber zu Hause Also ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Also du legst den Finger da in so viele Wunden sozusagen. Also ich fange vielleicht mal damit an, warum ich auf Konferenzen gehe. In 99,9 Prozent der Fälle, weil ich dort einen Vortrag habe oder einen Workshop. Ich weiß tatsächlich nicht, wann ich das letzte Mal, also vor wie vielen, da reden wir nicht über zwei, drei Jahre, da reden wir, also es kann ein.

Wann ich das letzte Mal wirklich als Teilnehmer auf einer Konferenz war, ohne dass ich dort gesprochen hätte. Ich kann mich daran erinnern, dass ich 2005 auf einer Veranstaltung als Teilnehmer war. Gut, das ist 21 Jahre her. Dazwischen wird es tatsächlich schwierig. Das ist mir einfach nur deswegen in Erinnerung geblieben, weil das 2005, das war die Professional Developers Conference von Microsoft in Los Angeles.

Das ist quasi die Vorgängerkonferenz von der BILD gewesen. Das war eine Riesenkonferenz. Das war für mich das erste Mal, dass ich in L.A. war. Das war für mich das erste Mal, dass ich überhaupt in den USA war. Also es war eine mega aufregende Reise sozusagen. Ich glaube, ich ja. Ganz viele Eindrücke. Und deswegen ist mir die so in Erinnerung geblieben.

Und das war auch noch eine fantastische Location und ein fantastisches Hotel. Und direkt in Hollywood am Kodak Theater. Und du bist rausgegangen und bist quasi über diesen Walk of Fame mit den Sternen, die da in den Boden eingelassen sind. Da warst du halt direkt. Und das war halt eine richtig tolle Atmosphäre.

Das war, wie gesagt, wenn du das erste Mal in den USA bist und dann alles so groß und dann direkt in so einer Ecke, das ist halt einfach, das flasht dich halt extrem. Ich muss aber zugeben, ich war auch wieder froh, als ich wieder zu Hause war. Also Europa hat auch seine schönen Seiten. Und nee, aber ansonsten tatsächlich finde ich persönlich Konferenzen in sehr vielen Fällen relativ für mich.

Ich will nicht sagen uninteressant, aber sie stehen in einem schlechten Aufwand-Nutzen-Verhältnis für mich, weil Konferenzen ja in fast allen Fällen, also es mag die ein oder andere Ausnahme geben, je nachdem auch, wo man wohnt, aber Konferenzen sind ja fast selten bei dir um die Ecke. Das heißt, du hast Fahrerei.

Das heißt, du hast eine mehr oder weniger aufwendige Anreise. Es geht eine Menge Zeit drauf. Du übernachtest in Hotels, die meistens nicht so geil sind und dafür aber richtig teuer sind, weil es ist ja Konferenz. Da kann man es ja von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nehmen. Du ernährst dich ein paar Tage lang in der Regel von, mittelmäßigen Kantinenhessen, was halt für 500 bis 5000 Leute schnell angerichtet werden kann.

Nudeln mit Soße so ungefähr. Die typischen Warmhalte-Wannen. Ja, genau. Genau. Um dir dann Vorträge anzugucken, die du tatsächlich in der gleichen Form in der Regel auch auf YouTube findest, teilweise sogar von den Referentinnen und Referenten selbst. Und dadurch, das ist so ein Punkt, was mich an diesem Call-for-Papers-Format so massiv stört.

Ich meine, ich kenne es ja von der anderen Seite, wenn man quasi einen Call-for-Papers veranstaltet, wie bei der EnterJazz und dann Einreichungen bekommt. Ja, genau, also dass man sozusagen nicht kuratiert, wie ihr das jetzt für eure aktuelle Konferenz macht, wo ihr Leute gezielt anfragt, sondern wo man sagt, ihr könnt uns einen Vorschlag schicken für einen Vortrag.

Und du musst ja irgendwie die Balance finden zwischen, du willst jetzt niemanden als Sprecherin oder als Sprecher nachher haben, die den Vortrag überhaupt nicht auf die Reihe kriegen, die nicht im Thema drin sind, die eine Dreiviertelstunde oder eine Stunde, wie lange so ein Vortrag halt geht, nicht mit einer gewissen Bühnenpräsenz auch füllen können, also da gibt es ja ganz viel, was schieflaufen kann.

Deswegen orientierst du dich natürlich eher daran, wen kennt man denn, was aber dazu führt, dass Neulinge eigentlich nie eine Chance haben und dass es immer dieselben Leute sind, die auf Konferenzen sprechen. Und damit entsteht so ein Einheitsbrei, weil es, was weiß ich, nimmt JavaScript-Konferenzen, weil es völlig egal ist, auf welche JavaScript-Konferenz du fährst, weil du dieselben zehn Namen hast mit denselben zehn Themen, die sie auch schon auf der anderen JavaScript-Konferenz gehalten haben.

Wenn dann das Thema auch noch so gestaltet ist, dass es halt eher so auf breite Masse abzielt. Also ich brauche nicht die 95. Einführung in Angular 17. Das kann ich mir tatsächlich besser als YouTube-Video angucken. Dann kriege ich es in der Tiefe, in der ich es brauche. Ich kriege es auf Deutsch, auf Englisch, auf welcher Sprache auch immer, wie ich das haben will.

Wenn ich die Person, die das Video macht, doof finde, unangenehm finde, was auch immer, dann gucke ich mir halt ein anderes Video an. Und das sind ja alles Dinge, das funktioniert so auf einer Konferenz erstmal nicht. Ja, wobei man ja sagen könnte, also dir fällt das wahrscheinlich natürlich auch auf, oder es fällt Leuten auf, die auf vielen Konferenzen sind.

Dann bemerkst du ja dann so, oh, es sind wieder die gleichen wie da drüben. Also die Gefahr ist dann natürlich geringer, wenn man sich nur so eine oder zwei Konferenzen im Jahr rauspickt. Das stimmt. Da könnte man ja auch sagen, das sind dann irgendwie so Haudegen, die, wenn die dann was machen, dann hat das halt Hand und Fuß, aber es ist halt vielleicht so ein bisschen so einerlei, also nichts vielleicht irgendwie, ja, die Nummer zu sicher.

Du wirst selten von einer Konferenz gehen und sagen, da hast du jetzt was wirklich Einmaliges erlebt. Und dass auch der Vortrag mehr ist als nur ein Vortrag, dass der Vortrag nicht nur, der war halt ganz interessant, sondern dass er dich wirklich berührt hat, dass er dich wirklich motiviert hat, dass er dich wirklich irgendwo emotional, mir fehlt immer das deutsche Wort dafür, im Englischen sagt man so schön, gepackt oder so, resonate with you und dass das in dir was ausgewählt ist.

Also wiedergehalten ist in einem so. Ja, genau. Und da wollen wir ja hin. Also wir wollen ja am Ende hoffentlich ein Rezept für solche Konferenzen finden, die so aus der Masse heraus sticht und nicht so öde sind. Ja, und das Problem ist halt, das wissen die Konferenzveranstalter natürlich auch, dass das Programm alleine funktioniert.

Vielleicht noch nicht das ist, was jetzt dich überzeugt, irgendwas zwischen 500 und 3000 Euro auszugeben für so ein Ticket. Und deswegen kommt dann immer das Networking ins Spiel. Also so in den Pausen oder die Abendveranstaltungen, wo man sich dann ja mit anderen austauschen kann. Und meine Erfahrung an der Stelle, gut, die subjektiv zugegebenermaßen, ist halt, dass oft auf Konferenzen, die sich eher an Unternehmen richten, als Zielgruppe, da sind dann oft Leute da, die halt, also da kommen oft Teams hin.

Oder Leute, die aus einem Team kommen, die fahren dann zu zweit, zu dritt, zu viert, zu fünft, irgendwie sowas. Dann hast du so eine Grüppchenbildung. Und die Leute, die als Grüppchen kommen, die bleiben häufig auch in diesem Grüppchen. Weil da sind wir wieder beim Thema, du müsstest ja ansonsten raus aus deiner Komfortzone.

Und die, die keinen kennen, die haben es schwer, Anschluss zu finden. Und ich finde auch diesen Moment immer so ein bisschen awkward, wenn dann in der Mittagspause, also du holst dir dann vom Buffet halt, wie du das gerade so schön beschrieben hast, aus dieser großen Metallwanne, holst du dir dann halt deinen Teller mit Nudeln und Tomatensauce, und dann stellst du dich irgendwo an einen Tisch und es ist unangenehm, zu einem Tisch sich dazu zu stellen, wo schon drei Leute stehen.

Deswegen stellst du dich an einen Tisch, wo du alleine stehst und dann kommt so über kurz allein noch eins, zwei Leute dazu und jeder guckt sehr konzentriert auf seinen Teller. Ja, das ist auch schwer. Ja, und dann hast du so ein angestrengtes und, also ich glaube, der dümmste Einleitungssatz ist und auch hier ja, sagenhaft ja, und halt offensichtlich und dann halt so ja, was hast du dir denn gerade angeguckt wie fandst du denn den Vortrag, was eigentlich eine Frage ist, die ist mir völlig egal in dem Moment, ich suche nur krampfhaft irgendwas, um ein Gespräch anzufangen, weil es noch schlimmer ist, als dieser Pseudo Smalltalk also Pseudo Smalltalk, ist die Steigerung von Smalltalk, das einzige was noch schlimmer ist, ist einfach stillschweigend nebeneinander zu stehen und zu essen.

Das ist ganz, ganz schlimm. Und wenn das dann der Benefit, der Mehrwert ist, der dir als Networking verkauft wird, ich weiß nicht, also meins ist es nicht. Ja, also eigentlich ist es ja gut, aber man ist so, man hat so keinen Ansatz. Ja, man weiß nicht, wie es geht. Das ist so, okay, und jetzt networken, drei, drei, eins, zwei, drei.

Und dann, okay, krass, was soll ich machen? Ja, und also natürlich gibt es da Techniken für und es gibt, was man auch der Fairness halber dazu sagt, es gibt Menschen, denen liegt das, die können das, also die wirfst du in einen Raum, wo sie keinen Menschen kennen und fünf Minuten später haben die 300 Leute kennengelernt.

Mich stellst du in den Raum, wo ich niemanden kenne, ich kenne vier Stunden später immer noch niemanden. Ich glaube, das geht ja vielen aus unserer Branche ähnlich, also ich bin ja auch nicht die Rampensau ich habe mir das so ein bisschen antrainiert so Wege zu finden aber ja, also ich habe das schon auch manchmal oder, Sprecher irgendwie auf die zugehen, da habe ich dann auch also nicht viel zu, ich weiß, ich denke mir dann so ja, ich finde die cool aber was soll ich denen sagen War ein guter Vertrag.

Okay, und jetzt, ja, tschüss. Das erinnert mich an eine Veranstaltung, die war so peinlich. Ich war peinlich, weil man hat ja auch selbst seine Vorbilder, zu denen man irgendwie aufschaut. Und da war dann halt ein Sprecher, den ich ganz toll fand damals. Und dann bin ich so hin, weil ich den unbedingt mal kennenlernen wollte.

Und ich so, hallo, ich bin der Golo. Du bist der sowieso? Und er dann so, ja. Und dann war Ende. Und ich hatte absolut keinen, und ich stand dann da. So wie das Reh im Scheinwerferlicht, und hab ihn angeschaut, so erwartungsvoll. Er hat mich auch sehr erwartungsvoll angeschaut, weil er nicht wusste, was ist das für ein Typ, was will der von mir?

Und das waren die längsten, ich weiß nicht, 10 Sekunden meines Lebens. Aber das krieg ich umgekehrt halt auch mit, wenn ich dann auf einer Konferenz bin, und ich steh dann alleine an dem Tisch und bin am Essen, und dann kriegst du halt teilweise mit, dass halt Leute so in sicherem 3, 4, 5 Meter Abstand stehen, und so zu dir rüberschielen und dann so tuscheln, so nach dem Motto, das ist er, ne? Ja, ist er das? Er ist sicher?

Ja, der hat zu dem und dem. Aber dich mal anzusprechen, auf die Idee würden die nie kommen. Und umgekehrt, ich würde aber auch nie auf die Idee kommen. Und das ist so traurig, weil man sich eigentlich vielleicht total supercool unterhalten könnte. Und wie du gerade sagtest, da tun sich so viele Menschen einfach so ultra schwer.

Und das ist genau das, was ich, um den Bogen nochmal zu kriegen, zum IT-Business-Summit, was da so krass anders war. Das ist einer der Punkte. Erzähl mal, wie das da war. Du hattest ja in dem Artikel geschrieben, dass das ja im Grunde schon mit dem Ankommen anfing. Also es war ja wirklich von Anfang bis Ende alles mega gut aufgezogen.

Ja, also das war wirklich, also es sind unterm Strich, es sind einfach Kleinigkeiten an vielen Stellen, aber diese Kleinigkeiten summieren sich auf und Pierre und Patrick, die haben meines Erachtens so ziemlich alles richtig gemacht, was man richtig machen kann, beziehungsweise sie haben alles richtig gemacht, was man ansonsten halt falsch machen kann.

Und das hat man einfach in der Summe, das hat man gemerkt und das sind so Kleinigkeiten wie, also es war eine zweitägige Veranstaltung und es ging am Abend vor dem ersten Tag, ging es los, häufig Konferenzen haben ja ein Sprecherabendessen, ein Sprecherdinner, bei denen war es so, es gab auch ein Abendessen, aber es war grundsätzlich für alle, also auch für die Teilnehmerinnen, für die Teilnehmer offen.

Ähm, äh, und Das finde ich, ja, das finde ich auch schon, das ist direkt schon der erste, erste Stein im Brett, ne, dass das so, dass das nicht so eine Exklusivgeschichte ist, so, wir gehen mit den Sprechern und, die, die werden so ein bisschen gebauchpinselt und die Teilnehmenden sind natürlich willkommen, aber ihr sucht euch irgendwie so euer eigenes Dings in der Stadt so, sondern dass, dass man direkt einen Anlaufpunkt für alle bietet, ja.

Und also es war ein super, super, super schönes Hotel. Schön im Sinne von, wie muss man sich das vorstellen? Ich bin ja auch der Meinung, dass die Wahl der Location total wichtig ist. Also schön im Sinne von sehr gehoben, aber ohne überheblich oder arrogant zu sein. Schon eher so minimalistisch, klassisch Disney-Style, aber auf eine sehr gehobene, anspruchsvolle Art, aber irgendwie sympathisch.

Also ein gutes Fünf-Sterne-Hotel warst und das sagt jemand, der, in seinem Leben in Hunderten, wenn nicht Tausenden von Hotels übernachtet hat und, irgendwann am Anfang denkst du ja so, wenn du so ganz frisch in dem Job bist und viel rumkommst, dann denkst du ja so, ah, es ist aufregend, mal im Hotel zu übernachten und irgendwann so, oh, das ist ein Vier-Sterne-Hotel oder, oh, das ist sogar ein Fünf-Sterne-Hotel, aber das verliert seinen Reiz und du stellst halt fest, dass die auch nur mit Wasser kochen und dass es ganz oft nur die Fassade ist und dass die meisten 4 oder 5 Sterne Hotels bei weitem nicht so toll sind, wie sie in deiner Vorstellung sein müssten, und wirklich tolle Hotels, wo man einfach,

auch da, es sind so Kleinigkeiten, wo du einfach mal genug Steckdosen hast, für deine Geräte, wo es nicht daran scheitert, ja wir haben aber nur einen kostenpflichtigen WLAN-Zugang für sie und da können sie maximal zwei Geräte anmelden, wo du dich fragst, ey Leute in welchem Jahrhundert leben wir denn bitte?

Und so weiter. Wirklich ein fantastisches Hotel. Und das Abendessen, das fand dann in dem Hotelrestaurant unten im Erdgeschoss statt, was eigentlich sowas ist, wo ich jetzt normalerweise sagen würde, ja gut, okay, es ist halt ein Hotelrestaurant, aber das fing damit an, dass du quasi auf dem Weg, also die hatten das ganze Restaurant halt geblockt und halt als geschlossene Veranstaltung gebucht.

Und du bist über so eine Art roten Teppich dahin gelaufen und da war ein Fotograf und du bist halt, das hat so ein bisschen was von Oscar-Verleihung gehabt. Du bist halt über diesen roten Teppich gelaufen, wurde es dann fotografiert. Und das hat dir schlagartig so ein Gefühl gegeben von, du bist was Besonderes und du gehörst hier zu einer besonderen Veranstaltung dazu.

Das hat allein dieses, auf diesem Teppich zu stehen, mit dieser Logowand hinter dir und mit dem Fotografen vor dir, das hat es auf einmal zu was Besonderem gemacht. Weil das ist eine Situation, natürlich warst du schon drölf Millionen Mal in irgendeinem Restaurant, aber wie oft in deinem Leben hast du auf dem roten Teppich gestanden und bist fotografiert worden oder so ein Star nach dem nächsten quasi.

Und das hat halt schon mal direkt das Gefühl erzeugt, das ist hier was Besonderes. Und dann ging es halt weiter mit normalerweise, wo setzten dich jetzt hin? Und die haben es halt so gemacht, die hatten quasi die Tische zugeordnet. Das heißt, die haben sich angeguckt, wer kommt denn alles? Was sind denn unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

Aus welchen Branchen kommen die? Aus welchen Unternehmensgrößen kommen die? Von wo kommen die? Und so weiter. Und dann haben die das an den Tischen entsprechend arrangiert, so in der Hoffnung, wer könnte sich denn mit wem vielleicht gut verstehen und irgendwie was haben, worüber man reden kann. Und ja, so bin ich halt, ich glaube es war Tisch 4, nachdem ich gelandet.

Ja, auch so ein bisschen, wie man das von Hochzeiten kennt, wo die sich eben auch Gedanken machen, welche Leute könnte man zusammen an einen Tisch setzen, weil die irgendwie ins Gespräch kommen könnten. Ja, super, ist halt so eine Hilfestellung einfach. Ja, das funktioniert aber natürlich, muss man dazu sagen, auch nur, wenn du die Leute A halbwegs kennst und einschätzen kannst und wenn das eine überschaubare Anzahl ist. Also es waren, ich würde auch sagen, so 70, 80, 90 Leute, so die Größenordnung.

Das funktioniert natürlich nicht auf einer Veranstaltung, wo 1500 Leute hinkommen. Nee, klar. Ja, okay. Ja, logisch. Und es ist ja auch schon nicht so trivial, das für 70, 80, 90 zu machen. Ja, das stimmt. Und ich saß dann halt mit mehreren Leuten da am Tisch. Ich hatte trotzdem dieses Problem. Ich weiß nicht so richtig, was ich sagen soll.

Und gut, da konnten jetzt die Veranstalter zur Abwechslung mal nichts für. Ich habe einfach diesen Gedanken laut ausgesprochen, so nach dem Motto. Ich finde das ja irgendwie immer so schwierig, wenn man dann da sitzt mit Leuten, die man nicht kennt. Also no front, aber mit Leuten, die man nicht kennt und man weiß nicht, worüber man reden soll, geht euch das auch so?

Und lustigerweise war das der Icebreaker für den Abend, weil dann gegenüber jemand drauf einstieg, endlich sagt das mal jemand und das fände sie so toll, dass ich das einfach mal sagen würde, weil das wäre authentisch und das wäre was, woran es so oft fehlen würde, Authentizität und dann sind wir darüber ins Gespräch gekommen und, den ganzen Abend lang, wir haben also null über Business oder über IT geredet, Sonst hat sich so eine Vierergruppe gebildet und es war, wie man so auf Neudeutsch so schön sagt, es war halt Deep Talk oder Real Talk.

Und es waren wirklich schöne, tiefsinnige Gespräche über die Welt, über Gott, über Beziehungen, über sonst was. Und das habe ich so noch nie auf irgendeiner Veranstaltung gehabt. Und genau, also das war so der Vorabend. Ja, cool. Und dann hat man ja, ich weiß nicht, wie viele da an deinem Tisch saßen, aber diese Menschen.

Die kennt man dann ja so, in Anführungszeichen. Und dann findet man ja auch am nächsten Tag über die wieder einen Einstieg und dann stehen aber vielleicht wieder andere bei denen. Also so, dann ist die Brücke gebaut. Ganz genau. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Du bist am nächsten Tag nicht alleine und du hast sofort jemanden Augenkontakt, wo du siehst, ach, das ist doch die oder das ist doch der von gestern Abend.

Und dann steht man nicht ganz so verloren da. Und dann der nächste Punkt war halt. Also ich kenne das als Referent, dass du halt auf Konferenzen, du bist ja üblicherweise halt vorne, du musst verkabelt werden, eine Mikro, deswegen ist ein Techniker, vorne, dann musst du deinen Notebook an einen Beamer anschließen, was in der Hälfte der Fälle, aus welchen Gründen auch immer, im 21.

Jahrhundert immer noch nicht funktioniert, nicht reibungslos. Und dann stehst du halt da, weil du musst ja früh genug da sein, damit du mit potenziellen Problemen umgehen kannst, damit du reagieren kannst. Ja, und dann stehst du halt da und dann wartest du. Du kannst dann aber auch nicht mehr weg. Und dann stehst du immer so ein bisschen da auf der Bühne so verloren, so ein bisschen wie bestellt und nicht abgeholt.

Und guckst krampfhaft immer wieder auf die Uhr, so wie lange dauert es denn noch, bis es jetzt losgeht. Und dann irgendwann schließen sich mal die Türen und das Gemurmel hört mehr oder weniger auf. Und dann fängst du halt irgendwie an. Aber diese Zeit bis dahin, die zu überbrücken, das fühlt sich einfach nicht schön an, da vorne zu stehen und irgendwie, das ist eine doofe Situation.

Und die haben das richtig toll gelöst. Die haben das so gemacht, ich muss ein bisschen ausholen nochmal an der Stelle. Erstmal, was diesen ersten Tag eröffnet hat, normalerweise kommen ja dann die Veranstalter auf die Bühne und erzählen was darüber, wie toll das ist, dass die Leute alle da sind und, Organisatorisches und laberababer, was eigentlich das Unmotivierendste für diesen Tag ist, was du haben kannst.

Und ja, es ist wichtig, aber sorry, das ist nicht das, was du zur Begrüßung, zur Einstimmung hören willst. Und da war es so, die hatten, für den Anfang hatten die einen Zauberer organisiert. Und als ich das gelesen oder gehört habe, habe ich gedacht, okay, Kindergeburtstag. Genau, man hebt auf jeden Fall eine Augenbraue. Das kann auch sehr nach hinten losgehen.

Aber der hat das echt cool gemacht. Auf deinem Stuhl lagen auch Spielkarten, und der hat dann quasi Kartentricks gemacht, wo das Publikum aber mitmachen konnte. Und das Besondere war, dass du die Karte halt auch an einer Stelle, du solltest die durchreißen und dann die eine Hälfte der Person rechts von dir oder links von dir halt geben und dann dich kurz mal mit der Person unterhalten, da hast du da auch schon wieder einen Anknüpfungspunkt.

Und er hat das super lustig halt gemacht und er hat es irgendwie geschafft, so einen Bogen zum Thema Business zu schlagen. Und es ging vielleicht so eine Viertelstunde oder so. Es war unterhaltsam und danach warst du auf jeden Fall wach und du kanntest wieder zwei, drei Leute mehr um dich rum. Und was ja auch, finde ich, immer, wo man auch immer ein bisschen Angst hatte, das hat er dann ja vermutlich nicht gemacht, aber so dieses, oh nee, nicht, dass der wen auf die Bühne holt. Ja, genau.

Die, um Gottes Willen, bloß nicht in die erste Reihe setzen. Ja, so wie bei Roncalli, in der ganz vorne sitzen, ist gefährlich. Nee, also das war auch nicht. Und sie hatten eine Moderatorin. Und die hat sich also sie hat den ganzen Tag durchgeführt, die hatte sich auch sehr, sehr gut vorbereitet. Die hatte auch mit, also bei mir war es so nicht immer, dass es bei allen anderen Referentinnen und Referenten auch so war, vorher halt per Mail kontaktiert und hier gibt es was, was ich über dich erzählen soll, weil das finde ich auch immer so schwierig.

Also Moderatoren haben ja manche Veranstaltungen und ich finde das immer so schwierig, wenn du dann eine Minute vorher gefragt wirst, was soll ich denn, oder gibt es was, worauf ich achten, oder was ich sagen soll. Und dann musst du jetzt irgendwas aus der Pistole Geschossenes sagen und ganz schlimm, finde ich immer, wenn du angekündigt wirst mit und hier ist jetzt Golo Roden, CTO und bla bla bla und ja, Golo leg los.

Und der erste Satz, den du sagen wolltest, war Hi, ich bin Golo. Das wirkt so dumm, wenn jemand gerade vorher gesagt hat, ja und das ist die Golo. Ja, ich bin der Golo. Kann ich ja jetzt meine Anfangsslide direkt überspringen. Ja, und das ist so, danke für die Vorwegnahme. Und ich hatte ihr halt vorher gesagt, egal was du erzählst, sag bloß nicht meinen Namen.

Das will ich mir selber aufbewahren. Und sie hat das auch ganz fantastisch gemacht. Und nach diesem Zauberer sind dann Patrick und Pierre auf die Bühne gekommen. Und das Krasse war aber, also allein dieses auf die Bühne kommen, das kannst du so und so machen und die haben das so gemacht, dass quasi die Technik, also die sitzt ja hinterm Publikum, mit Blick auf die Bühne, und die sind von hinten, durchs Publikum, durch diesen Mittelgang nach vorne gelaufen und das Publikum ist halt vorher quasi von der Moderatorin so ein bisschen so.

Applaus für die beiden und das war eine Stimmung, als ob das gerade irgendwie, weiß ich nicht. Die beiden größten Stars ever halt gewesen sind, die du in deinem Leben jemals treffen wirst und das war eine aufgeheizte, richtig tolle Stimmung. Dann haben die halt eine kurze Vorstellung gemacht, haben kurz was erzählt und, dann ging es los mit dem ersten Vortrag. Und was die Vorträge angeht, haben sie es so gelöst, das fand ich auch mega schlau, also das habe ich so vorher noch nirgends erlebt.

Du wirst immer vorher gefragt, bei allen Konferenzen, ob du deine Folien vorher schicken kannst. Wo ich mir immer denke, nee, mach ich nicht, weil die habe ich bestenfalls am Abend vorher fertig und bei denen hatte das aber tatsächlich einen Grund, warum sie gefragt haben. Die haben nämlich von allen Sprecherinnen und Sprechern, von allen Folien sitzen, daraus haben die eine einzige riesen PowerPoint-Präsentation gemacht und haben die auf einem Zentralrechner abgelegt. Das heißt, du bist nach vorne gegangen ohne deinen Notebook.

Und dann war es halt so, dass als der Vortrag vor meinem Vortrag anfing, haben sie mich aus dem Publikum gefischt, nach hinten zur Technik, haben mich dann hinten in Ruhe verkabelt und so und dann stehst du da auch nicht alleine, weil du kannst mit den Technikern ein bisschen quatschen, aber du bist nicht im Blickfeld vom Publikum und als dann der Vortrag vor mir halt zu Ende war, dann ist die Moderatorin noch nach vorne, hat noch ein bisschen was, Da kamen noch Fragen aus dem Publikum, hab dann da noch ein bisschen was erzählt und so.

Und dann ging es darum, mich anzukündigen. Und dann hat sie halt gesagt, so als nächstes, halt so und so. Und macht mal Applaus. Klar, es ist aufgefordert, aber das ist wie bei der Eröffnung durch Pierre und Patrick, dass das Publikum schon mal, da entsteht eine andere Stimmung. Das hat auch Bock dann irgendwie. Ja, und die von der Technik, die haben dann, also da stand jemand neben mir und hat gesagt, so mit der Hand auf der Schulter so, wart noch kurz, wart noch kurz, lass die Leute noch ein bisschen mehr klatschen und jetzt gehst du vor.

Ja, also es war sehr koordiniert und choreografiert und das ist so ein schönes Gefühl von Wertschätzung und da sind wir wieder bei diesem das ist was Besonderes. Und du bist nicht einfach der fünfte Sprecher auf der Tagesordnungsliste, sondern in dem Moment bist du der Star und das ist so ein schönes Gefühl, gerade im Vergleich ich zu, wie man das in 99% der Fans sonst erlebt.

Wo du halt, wie gesagt, wie ich es eben beschildert habe, wo du halt vorne stehst und so ein bisschen verloren dastehst und die haben es geschafft, einen Hype um dich zu erzeugen. Mit eigentlich einfachen Mitteln, aber das hat vom Gefühl her so einen krassen Unterschied gemacht. Und dann fließt es sich natürlich an, dann kanntest du vom Vortag halt schon Leute, dann bist du in der Mittagspause, beim Mittagessen, bist du miteinander ins Gespräch gekommen und ja, also es waren auch einfach coole Teilnehmerinnen und coole Teilnehmer dort.

Und war das nicht auch so, dass ihr, also das finde ich ja auch immer gut, wenn halt die Sprecher einfach mit im Publikum sich mit reinsetzen, wo auch immer, also und nicht so, hey, da vorne, da sind die Sprecher und die sind alles reserviert für die und so. Also das finde ich halt auch einfach schön. Also das kenne ich auch von, speziell jetzt von der Beyond Tellerrand oder so, da legt der Veranstalter auch einfach Wert da drauf.

Und bei anderen ist das auch so, bei der Smashing oder so. Also die haben dann, eben keine dedizierten Plätze, weil die wollen eben, dass sich das vermischt. Ja, nee, das war da auch so. Und das ist auch bloß, weil du einen Vortrag hältst. Du bist ja kein besserer Mensch. Also, ja, du fällst natürlich mehr auf, aber ...

Du wirst halt einmal aus dem. Auditorium rausgelotst und erzählst dann was und dann bist du halt wieder mit drin, ne? Und das halt alles so zusammengenommen. Also in der Art, also da gibt es noch viele Kleinigkeiten, aber das so in dieser Menge sozusagen. Und wie gesagt, das sind nur Kleinigkeiten, aber das macht so aufsummiert, das macht so einen Unterschied von was da für eine Stimmung ist, was da für eine Atmosphäre ist.

Mittagspause, Mittagspause war vorbei. Also der schlimmste Vortrag, den du auf Konferenzen haben kannst, als Referentin oder als Referent, ist nach der Mittagspause. Weil da alle im Suppenkoma sind, alle sind müde, keiner hat Bock und dann kommst du und erzählst jetzt was über ernsthaft algebraische Datentypen. Wie spannend.

Und die haben es so gemacht, nach der Mittagspause kam halt einer nach vorne, war glaube ich ein Vertriebsmitarbeiter von denen und meinte, jetzt sollen wir alle aufstehen und hat dann, klar, es ist aufgesetzt in dem Moment. Jetzt klatschen da mal alle und dann halt laute Musik. Er hat es wie so ein Animateur im Club quasi.

Ja, natürlich ist das gekünstelt und natürlich ist das nicht echt, weil es steht ja nicht aus dem Publikum in dem Moment, aber wenn du dich drauf einlässt, dann lässt du dich davon mitreißen. Und wenn du Leute um dich herum hast, die sich mitreißen lassen, fällt es dir leichter, dich mitreißen zu lassen.

Und dadurch bricht so ein gewisses Eis. Und dann, das ging fünf Minuten. Und danach warst du aber halt wieder wach. Und das... Ja, da muss man sich immer so ein bisschen auch, also... Wie soll man sagen? Also man hat ja schon so, also nee, jetzt muss ich aufstehen und so. Also das muss man so ein bisschen eben auch dann sozusagen beiseite schieben.

Genau, weil bei so einer guten Veranstaltung, da wollen die dich ja nicht quälen. So wie dich halt der Zauberer nicht nach vorne holt, so wird es halt nicht schlimm werden. Also das ist dann, genau. Und dann ist es eine coole Sache auf jeden Fall. Ja, und ich glaube, also der Kern des Ganzen, das ist einfach, sie haben sich über sehr viele so Kleinigkeiten Gedanken gemacht im Hinblick auf die Frage, wie können wir es für die Leute, die da sind, völlig egal ob Sprecherinnen, Sprecher oder Teilnehmerinnen, Teilnehmer, wie können wir es für die Leute hinkriegen, dass die sich a, dass sie das Gefühl haben, es ist was Besonderes, wo sie gerade sind, du selbst bist was Besonderes und ja, so eine gewisse,

wie können wir halt so als Familie zusammenwachsen. Ja, genau. Und wie können wir verhindern, dass du da irgendwie so ein bisschen verloren alleine in der Gegend stehst. Wie gesagt, da reichen Kleinigkeiten und. Eine Sprecherin, das fand ich sehr spannend, die hat einen Vortrag gehalten über, sie hat es genannt Deep Networking, also wie man mit Leuten ins Gespräch kommt und halt nicht Networking im Sinne von, jo, und ich habe dann auch 50 Visitenkarten eingesammelt von Leuten, von denen du nie wieder was hörst und wo du morgen nicht mehr weißt, wer das jetzt eigentlich war.

Den Effekt kenne ich leider auch. Du warst dann für die Visitenkarte, aber du hast keine Ahnung mehr, wer war die Person und du wirst dich auch nicht mehr wiedererkennen. Aber da war das halt anders da hast du dich an die Leute erinnert und du bist auch am zweiten Tag, da haben dann Workshops stattgefunden, du bist morgens dann da hingekommen und beim Frühstück hast du vielleicht auch schon Leute getroffen und hast dich gefreut die Leute wiederzusehen und du hast einen Anknüpfungspunkt weil du hast jetzt schon anderthalb Tage lang eine coole Zeit miteinander gehabt und viel miteinander gequatscht, und das hat einfach gut funktioniert und so diese Kleinigkeiten, berücksichtigen und das nicht dem Zufall überlassen, sondern das so ein bisschen

zu koordinieren, zu planen. Das ist, glaube ich, das Herz des Ganzen. Und das ist... Also das setzt ja diese Konferenz ab, eben von dem, was wir vorher auch gesagt haben, wo man tatsächlich im Grunde sich Videos angucken kann auf YouTube, weil. Man eigentlich sich die Vorträge nur anguckt, aber es einfach nicht schafft, mit den anderen Teilnehmenden zu connecten.

Und weil es halt nur Kleinigkeiten sind. Sind es halt Dinge, die oft auf Konferenzen, glaube ich, vergessen werden, weil, das ist Kleinkram, wir müssen erst mal die großen Brocken sozusagen richtig hinkriegen. Und vielleicht ist das dann eine Fehlannahme, ne? Ja, genau. Das ist zum Beispiel jetzt auch bei uns auf der Konferenz, auf der TechLounge Live, auch so eine Sache, die wir bewusst anders gemacht haben und wo wir so krass viel positives Feedback zu bekommen haben, und zwar das Essen.

Viele Veranstalter denken so, also wir organisieren was zu essen, wir machen irgendwie zwei verschiedene Gerichte. Ja, und dann gibt es da ja noch diese nervigen Vegetarier und Veganer. Wie viel Prozent von denen werden denn wohl diesmal leider da sein? Ja, und wie, Herrgott, was können wir denn überhaupt machen?

Ja, die kriegen dann halt Nudeln mit Tomatensauce ohne Hackfleisch drin. Und ja, bei den Nudeln, ja, wenn du Glück hast, hat mal jemand drauf geguckt, wie die zubereitet sind, ob da vielleicht Butter dran ist oder sonst was. Und dann ist es vielleicht mit Glück auch noch vegan. Aber wenn du dich vegetarisch ernährst, kannst du im Regelfall ja froh und dankbar sein, wenn es was anderes gibt als ein Salatblatt. Ja.

Und wir haben halt, an der Stelle sind wir einen anderen Weg gegangen. Wir haben gesagt, naja, eigentlich ist es ja nicht so, dass man nicht total leckere, vegane oder vegetarische Sachen machen könnte. Die meisten machen sich nur keine Mühe, um sich damit mal zu beschäftigen, wenn sie nicht gerade vegan unterwegs sind oder vegetarisch.

Und wir haben gesagt, naja, wir machen es einfach, wir drehen den Spieß einfach rum. Wir machen einfach alles vegan. Wir suchen uns einen Caterer, der halt schläft dann auch gerne ein bisschen mehr kosten, weil es soll halt gerade nicht Nudeln mit Tomatensauce aus der großen Metallwanne sein, sondern so in Richtung Fingerfood und so kleine Gläschen und ein paar verschiedene Sachen.

Und wir haben ausschließlich vegane Sachen gehabt. Und als wir das das erste Mal gemacht haben, war unsere große Sorge, wir sind mal gespannt, wie viele Leute sich beschweren, dass es kein Fleisch gibt. Und interessanterweise, es hat sich niemand beschwert. Durch die Bank weg, also so viele Veganer und Vegetarier können gar nicht da gewesen sein, prozentual gesehen.

Aber durch die Bank weg, das Essen wäre so mega lecker gewesen und das wäre so toll gewesen. Und es wäre mal was anderes gewesen. Und da denke ich mir halt auch, wenn man sich halt drum kümmert und wenn man sich Gedanken macht. Wenn man sich Gedanken macht. Einfach die vielen Sachen, die so eine Konferenz, ausmachen, Jeweils Gedanken machen.

Und du hast vorhin bei der Sitzordnung den Vergleich mit einer Hochzeit gebracht. Und im Endeffekt bei einer Hochzeit machst du dir auch Gedanken, was du machst, damit sich deine Gäste wohlfühlen. Genau, du willst halt einfach den coolsten Tag ever da erleben. Und alle sollen den so erleben. Und im Endeffekt mach genau dasselbe bei einer Konferenz. Dann machst du schon ganz vieles richtig. Ja.

Und das ist dann halt vielleicht nicht die Standard 0815 Konferenzlocation und nicht das Standard 0815 Catering und nicht das Standard 0815 Technik Setup und nicht das und so weiter. Ja. Und das hilft schon ganz viel und das erfordert natürlich mehr individuelle Planung, das erfordert überhaupt mehr Planung, aber es zahlt sich halt aus.

Und ich werde nie vergessen, ich war Ich weiß nicht mehr, wann das war. Ich würde mal schätzen so vielleicht 2014, 2015 so um den Dreh rum. Da war ich mal in Wien auf der JQuery Europe. Ach cool, da war ich auch auf der. 2013 war das, glaube ich. Okay. Vielleicht sind wir uns begegnet, ohne es zu wissen. Da in diesem Palais Lichtenstein, oder?

Kann das sein? Da fragst du mich jetzt raus. Das ist so mit Gold und Marmor und Schnörkel hier und so, oder? Vielleicht warst du aber auch in einem anderen Jahr da als ich. Aber ich glaube, danach gab es keine mehr. Genau, da habe ich den Stefan hier Baumgartner aus unserem Team auch getroffen, das erste Mal. Oder wir, der Hans war auch dabei und der Anselm damals.

Und dann haben wir den einfach mal knallert rekrutiert. Also ich google gerade nebenher mal, ob ich dazu was finde auf die Schnelle. Ist auch nicht weiter wild. Aber könnte dann gegebenenfalls dieselbe gewesen sein. Aber dann hast du wahrscheinlich gesprochen auch, ne? Ja, ich habe einen Vortrag gehalten, ja.

Und was ich so cool fand, war, als ich dort im Hotel ankam, also aufs Hotelzimmer kam, da lag auf dem Kopfkissen eine Karte und ein paar Mozart-Kugeln vom Veranstalter. Und ich meine, das hat dir das gekostet. 3,50 Euro? Ja. Und eine Karte, eine handgeschriebene Karte, wohlgemerkt. Und eine Handgeschriebene, also 5 Minuten Aufwand und 3,50 Euro für die beiden Mozart-Kugeln.

Aber ich fand das so cool, dass sich da jemand die Mühe gemacht hat, quasi persönlich dich willkommen zu halten, also persönlichen Anführungszeichen. Aber es war eine persönliche Geste. Und das ist halt so rar. Und das ist das, woran halt leider. So viele Konferenzen halt kranken, dass es halt genau das halt leider nicht ist.

Ja, dass die so unterambitioniert sind im Endeffekt. Also dass die so Dienst nach Vorschrift machen. Ja, und dass es im wahrsten Sinne des Wortes unpersönlich ist. Und ich meine, das ist halt bei einer Konferenz, wie gesagt, wenn du 1500, 3000, 5000, 10.000, 15.000 Leute da hast, geht das ja auch gar nicht anders.

Aber dann ist halt die Frage, sollte man so große Konferenzen veranstalten oder vielleicht geht, also okay, vielleicht muss man es da hinnehmen. Ja, wahrscheinlich haben die auch ihre Daseinsberechtigung irgendwie, aber die können einfach nicht das Gleiche, also die können das nicht so bespielen, das Feld, wie eben so eine kleine Konferenz, wie du eben meintest, also du hast ja gesagt, so zwischen so 70, 80, 90 Leute waren da Abendessen, aber ich glaube, das war ja auch, die gesamte Konferenz hatte auch nicht mehr als 100, das ist, einfach auch eine tolle Größe, da hat man auch die Gelegenheit einfach mit, jedem mal irgendwie in Kontakt zu kommen und was einfach bei mehr als 200 Leuten nicht mehr möglich ist.

Ja, das stimmt. Und halt dieses Gefühl, so eine Magie in den Raum zu zaubern. Und so eine tolle Atmosphäre. Das geht halt einfach sehr viel leichter, wenn es kleinere Veranstaltungen sind. Und von denen, die gibt es ja auch wie Sand am Meer, die dann halt in irgendeinem Hotel, in irgendeinem x-beliebigen Konferenzraum stattfinden.

Aber selbst da kann man was reißen. Und das fängt mit so lapidaren, kleinigen. Also eigentlich, glaube ich, muss man einfach nur alles anders machen, als man es halt nach Standardprogramm bekäme. Das fängt mit so Kleinigkeiten an, dass ich nie verstehe, warum auf so Tech-Konferenzen, also auf vielen von diesen Tech-Konferenzen, bei den Getränken du die Wahl hast, zwischen Wasser, Apfelsaft, Orangensaft.

Und wenn du ganz viel Glück hast, ist noch eine Cola Zero da. Wenn du Pech hast, aber auch nur zuckerhaltige Cola und zuckerhaltige Fanta. Und wo ich mich frage, also wer trinkt das? Also Wasser, okay. Ja, das sind doch immer die typischen Hotelkonferenzraumgetränke, die man so kennt, Besprechungsraumgetränke. Wahrscheinlich ist das einfach, das ist das, was das Hotel hat.

Was anderes gibt es halt dann auch nicht. Ja. Und man könnte auch vielleicht mal drüber nachdenken, also es ist ja okay, das da zu haben. Ich sage ja gar nicht, dass du keinen Apfelsaft und Orangensaft da haben solltest, aber es wäre halt cool, wenn es vielleicht außerdem auch, weiß ich nicht, Clubmate gäbe oder Eistee oder irgendeinen Energydrink oder.

Was weiß ich was, was halt in der IT-Branche auch getrunken wird, weil jeder ernährt sich halt von Apfeldaftschorle. Das ist halt, also klar, wenn nichts anderes da ist, nimmst du es, aber in der Notfrist der Teufel fliegen. Genau, also wir können auf jeden Fall mal irgendwie festhalten, dass wenn man Lust hat auf so eine Konferenz und da auf der Suche ist, dann, also man könnte natürlich zum IT Business Summit gehen, der irgendwann nächstes Jahr wieder stattfindet.

Also große Empfehlungen dafür und ansonsten gucken, dass man kleine Konferenzen findet, also dass man schaut, auf wie viele Teilnehmende zielen die, einfach weil es, glaube ich, nicht möglich ist, so ein Gefühl zu erzeugen, wenn es einfach zu viele Leute sind. Also vielleicht klappt das, aber so die Wahrscheinlichkeit ist höher, wenn die ein bisschen überschaubar sind.

Gute Location kann man ja auch vorher rauskriegen, wenn das einfach nur im Marriott Hotel der Konferenzsaal ist, dann ist das wahrscheinlich ideal Standard und eben, auch nur Dienst nach Vorschrift. Zumindest ging es mir immer so, dass das bei solchen Hotels der Fall ist. Und auch da, also was Locations angeht, alleine eine Location zu haben, die eine interessante, ungewöhnliche Architektur hat zum Beispiel, macht so einen Unterschied.

Und das ist auch wiederum was, wo Leute sich dann anfangen, drüber zu unterhalten, weil sie es cool finden, dass es mal was anderes ist. Und ich war 2012 in Brescia, in Italien, auf der ersten, ich glaube, europäischen Note-Konferenz. Und die ist in einem ehemaligen Kloster veranstaltet worden. Und das war also.

Ein fantastischer Garten und dann diese Säulengänge und so. Das war so eine schöne Location. Und das war ein Erlebnis für sich, diese Location. Ja. Und das Lustige ist, weil ich ja eben so, weil ich es eben von Essen hatte, das Lustige ist, das war so schön unprofessionell damals organisiert. Dass es als Mittagessen gab es diese, wie von Wagner, diese kleinen Mini-Pizza-Dinger.

Okay, in Italien, ui. Ja, die sie halt dann tonnenweise aufgebacken haben. Also es gab unterm Strich Tiefkühl-Mini-Pizza, wo du jetzt auch denkst, okay, könnte man cooler machen, aber es war halt, weil das halt, das war halt von der Community organisiert, das waren halt eine Handvoll Leute und die haben sich da, die haben, also die haben sich da halt Mühe gegeben und die haben das halt nicht an irgendeinen Caterer abgegeben, weil das war halt finanziell nicht drin.

Und das war aber dann trotzdem, weil es nämlich wiederum, sie haben sich gekümmert, und es war dann halt, sie haben halt persönlich da gestanden und haben dann halt das verteilt und aufgebacken und nachgelegt und so. Und das war dann wiederum, auch wenn es nur Tiefkühlpizza war, war es trotzdem wiederum schön, weil es halt eine persönliche Note.

Dadurch hatte die, sie es halt gemacht haben. Und das ist, glaube ich, ein ganz wesentlicher Punkt. Und ich frage mich oft, ob ein Problem ist, dass die Leute, die Konferenzen organisieren, oft nicht die sind, die auf Konferenzen gehen würden. Oder die auf Konferenzen gehen. Weil Konferenzen halt, zumindest so im Enterprise-Bereich, ja dann oft von.

Na ja, halt Event-Managerinnen oder Eventmanagern geplant werden, die BWL studiert haben. Und dann machen die halt eine IT-Konferenz, von der sie aber inhaltlich überhaupt keine Ahnung haben, wo sie die Zielgruppe nicht wirklich kennen. Ja, und vielleicht ist Konferenzbesuchen auch privat nicht deren Ding, wo die für brennen oder so.

Ja, das fällt mir auch oft aus, wo ich mir denke ... Eigentlich müsste man doch nur mal so auch andere Konferenzen besuchen. Klar wird man auch nicht immer tolle, dann muss man halt so ein bisschen schauen und scouten und kann dann aber bestimmt auch sich Ideen abgucken. Ja, keine Ahnung. Also würde ich, sehe ich auch so.

Ich meine, ich organisiere, oder wir haben ja jetzt gerade auch eine Konferenz organisiert, die Frontiers Dark Mode in Dortrecht in den Niederlanden, gerade letzte Woche. Und da fließt natürlich alles ein, was wir auf anderen Konferenzen erlebt und gesehen haben, was wir gut finden und wo wir im Prinzip ein Destillat machen, natürlich dann eben zugeschnitten auf, dort und auch unsere Teilnehmerzahlen und so.

Aber ja, wir wollen halt immer, wir haben ja schon den Anspruch, irgendwie immer besser zu werden. Und ja, es war ein megaschönes Event, ähnlich wie du es beschrieben hast. Also wir hatten um die 90 BesucherInnen, eine megaschöne Location, so quasi eine Brasserie mit Bar und aber quasi, angeschlossen an Kino mit drei super gemütlichen Kinosälen, die eben auch der eine 70 Leute fasst, der andere 100 und der andere 130.

Also je nachdem wie viele Tickets wir verkauft hätten, hätten wir eben quasi wechseln können. Und genau, dann haben wir auch, wir haben nachmittags erstmal so quasi die Leute in Empfang genommen und dann haben die direkt mal so Vouchers bekommen, wo die sich an der Bar holen können, was sie möchten. Und dann haben wir zwei erste sozusagen Auftaktvorträge in einem Blog gehabt.

Dann gab es Abendessen, also Dinner in der Stadtpasterie, die da war. Und die Leute konnten sich einfach hinsetzen, haben vorher bei dem Ticketkauf gesagt, was sie für Gänge haben wollen bei ihrem Essen und haben das dann vom, also die Küche hat das dann geschickt und serviert. Und es war auch richtig amtlich, richtig schönes, schöner Teller mit Fisch, Fleisch oder vegan und dann eine Suppe vorher und oder ein Dessert hinterher.

Ja, und dann ging es in die nächsten zwei, also die nächsten zwei Vorträge. Dann haben wir wieder eine schöne Pause gehabt mit, wo man irgendwie dann das gesehene Revue passieren lassen konnte und sich eben wieder was holen konnte. Bier oder Popcorn gab es da auch. Und dann haben wir noch einen schönen, spaßigen Talk zum Abschluss des Abends gehabt und sind dann abgehangen da noch, bis sie uns rausgeworfen haben.

Also war total schön. Und da gibt es schon so ein paar Konferenzen und gerade die Community-Konferenzen, finde ich, da merkt man das auch, dass die sich viel Mühe geben. Also wir hatten auch dann bei allen SprecherInnen recherchiert, was so deren Leidenschaft ist, was deren Hobby ist. Und haben auch alle im Hotelzimmer dann ein Geschenk gefunden, das sozusagen maßgeschneidert war für sie.

Und der Marc Thiele von der Björn Tellerrand macht das so. Die Smashing Con finde ich auch super. Also die in Freiburg, also bei dir um die Ecke, die ist die kleinere. Die haben so 200 Teilnehmer ungefähr im alten Kaufhaus, was wunderschön ist. Und die haben ganz viel so drumherum, also man am Tag vorher haben die einmal so eine Wanderung mit Leuten, die schon da sind, durch den Schwarzwald veranstaltet.

Also konnte man mit Vitali Friedmann durch den Schwarzwald wandern und das habe ich gemacht. Das war auch toll. Da sind noch nicht so viele Teilnehmenden da und dann hat man auch die Möglichkeit, die kennenzulernen. Dann jetzt dieses Jahr haben die eine Seilbahnfahrt aus Freiburg hoch auf. Den Berg, der dann irgendwie daneben ist, gemacht. Das war auch schön.

Dann veranstalten die mittendrin so eine Art After-Abhängen-Party in einem Biergarten, wo man auch, wenn man möchte, sich zu essen mit dazu buchen kann. Und am letzten Tag gibt es dann, wenn man möchte, eine Führung von so, sag mal in Anführungszeichen, Hexen durch Freiburg und die erzählen dann wie das halt zu der Zeit der Hexenverbrennung war, anhand von eben bestimmten tatsächlich, also existierenden Persönlichkeiten damals und gleichzeitig lernt man halt total viel über Freiburg und warum haben die denn da diese Mosaike im Boden eingelassen und was war hier und was war da.

Einfach total schön, also viel drumherum um das eigentliche Konferenzprogramm. Ja, und das ist am Ende des Tages dann auch halt vieles von dem, was halt in Erinnerung bleibt. Warum du halt zehn Jahre, 20 Jahre später noch sagen kannst, ah ja, das war die Konferenz. Ich weiß vielleicht nicht mehr so genau, worum es inhaltlich ging, wobei auch das vielleicht dadurch, glaube ich, sogar gefördert wird, dass man, da eine stärkere Beziehung, eine stärkere Assoziation zu hat, Aber dass vor allem halt die Veranstaltung an sich von der Atmosphäre her in Erinnerung bleibt.

Und dass ich halt, ja, also ich glaube, so die zweitschönste Konferenz, wo ich ever war, das war dann in 2012. Die Notkonferenz in Brescia. und da habe ich so viele lebendige Erinnerungen dran und auf der anderen Seite, ich war auf manch anderer, Konferenz war ich zehnmal in meinem Leben und ich kann nicht sagen, was der Unterschied zwischen, 2014 und 2017 und 2020 war, weil immer dasselbe Hotel, immer derselbe Konferenzraum und gefühlt immer exakt dieselbe in Anführungszeichen etwas drüge Atmosphäre.

Wahrscheinlich auch fast dasselbe Line-Up jedes Mal. Das kommt dann im schlimmsten Fall noch dazu, ja, und damit wird das halt, damit verliert es irgendwie so seine Eigenständigkeit oder seine Besonderheit. Eine Konferenz, die mir übrigens auch in sehr toller Erinnerung geblieben ist, die gibt es leider seit 20 Jahren nicht mehr.

Das war die Prio-Konferenz von der Neuen Mediengesellschaft. Das sind die, die auch die .NET Pro als Zeitschrift rausbringen. Und die Prio, die ist damals in Baden-Baden im Kurhaus, hat die stattgefunden. Also auch eine fantastische Location. Das war die erste, erzähle ich gleich noch eine kleine Anekdote dazu.

Lustige Sache. Oder eigentlich gar nicht lustig. Okay, kommen wir gleich zu. Und die Prio, die hat nämlich diesen monothematischen Ansatz verfolgt. Und das fand ich damals... Was ihr auch jetzt sozusagen wieder ins Leben gerufen habt, ne? Ja, und das fand ich so toll damals. Und ja, natürlich hieß das, wenn dieses Jahr sich die Prio mit Architektur beschäftigt und Architektur ist nicht ein Thema, jo, dann war die Prio dieses Jahr halt nicht für dich.

Dafür ist die Prio im nächsten Jahr, wo es um, was weiß ich, UI, UX geht, dann halt vielleicht genau dein Ding. Aber du kriegst halt in einer ganz anderen Tiefe diese Themen vermittelt und du gehst da wirklich raus und hast was gelernt und du hast neue Impulse zu diesem Thema bekommen und das halt, weil es auch da, das war kuratiert.

Halt auf eine Art und Weise, die du dir selbst nicht so ohne weiteres hättest zusammenstellen können auf YouTube, weil du gar nicht gewusst hättest, wonach du suchen sollst. Aber dass ich halt die Einführung in Angular 17 finde, da komme ich selber drauf, dass ich danach mal gucken sollte, wenn ich weiß, oh, Angular 17 ist neu.

Und das hat mich damals auch sehr begeistert, dieses Format. Und das fand ich richtig, richtig toll. Und die erste Prio, da habe ich, also die erste Prio, auf der ich war, Da habe ich einen Vortrag gehalten, das war die zum Thema Architektur und ich habe einen Vortrag gehalten über Kopplung und Kohäsion, wo ich mir halt denke, ey, das ist so mega spezifisch, aber da saßen 500, 600 Leute so um den Dreh rum in dem Raum und haben mir eine Stunde lang zugehört, wie ich was über Kopplung und Kohäsion erzählt habe.

Und ich selbst war so aufgeregt vor dem Vortrag und ich war gar nicht so ultra tief in diesem Thema drin. Ich habe mich selber sehr lange sehr tief mit Kopplung und Kohäsion, was ist denn das überhaupt und welche Arten von Kopplung gibt es und wie verhalten die sich zueinander und so weiter. Ich habe da selber, dadurch, dass ich den Vortrag halten sollte, ich habe da selber so viel über dieses Thema gelernt. Ja, das ist ja auch oft so. Win-win sozusagen.

Und was ich gerade noch meinte, mit lustiger Anekdote, und die Prio, das war auch die allererste Konferenz. Wo ich, glaube ich, überhaupt war. Und da gab es auch ein Sprecher-Dinner am Abend davor. Und .NET Pro und damals .NET war ja relativ jung noch. Muss so 2006, 2007 so um den Dreh gewesen sein. Vielleicht auch 2008, aber so um den Dreh rum.

.NET war ja noch nicht so alt. Und ich hatte halt so die großen Namen aus der .NET-Szene. Das waren halt so meine Vorbilder. Und die waren da halt alle. Alles, was Rang und Namen in der Webnet-Welt damals hatte. Ingo Rammer, der Christian Weyer, der Ralf Westphal, der Bernd Marquardt, die waren halt alle dort als Sprecher.

Und dann war dieses Speaker-Dinner. Und dann was? Und dann war dieses Speaker-Dinner. Ach, okay. Und ich hab dann gedacht, was soll ich denn da? Da sitzt ein Ralf, da sitzt ein Ingo, da sitzt ein Christian, da sitzt ein Bernd. Ja, und dann ist da der kleine Golo. Und ich habe mich den ganzen Abend also ich habe mich den ganzen Abend hingetraut.

Ich bin nicht hingegangen. Ich bin auf meinem Hotelzimmer geblieben und habe gedacht, das wäre schon schön da jetzt zu sein, aber ich habe mich ums Verrecken nicht aus diesem Hotelzimmer rausgetraut. Das ist schon krass. Wenn ich daran zurückdenke, ja, so diese Ehrfurcht, in der man dann erstarrt. und, Ein paar Monate später habe ich Bernd Marquardt in einem anderen Zusammenhang getroffen und da meinte er dann, ha, übrigens cooler Artikel von dir in der .NET Pro.

Und ich war so von den Socken so, was, Bernd liest einen Artikel von mir? Und das habe ich ihm dann auch gesagt und er so, ja, natürlich und das wäre interessant gewesen. Und das hat mir so viel von dieser Angst damals genommen. Also das werde ich auch nie vergessen. Und das sind halt so die Dinge, die ich halt so mit diesen Konferenzen assoziiere.

Und teilweise vermisse ich die. Also die Prio, ich hätte diese Zeit von damals und dieses Gefühl von dieser Konferenz damals gerne nochmal zurück. Oder auch diese Node-Konferenz in Bresch. Und ich bin gespannt, wie die IT-Business-Summit nächstes Jahr wird, ob man das wiederholen kann. weil jetzt natürlich auch eine immense Erwartungshaltung da ist. Klar, ja.

Und du kannst ja nicht genau dasselbe nochmal machen, weil dann ist ja auch der Überraschungseffekt weg. Und da bin ich ultra gespannt, was da passieren wird. Also wie man da variiert so ein bisschen. Genau, wie man damit umgeht. Und ja, warten wir mal. Schauen wir mal. Ja, genau. Dann empfehlen wir die.

Die Smashing-Confs kann ich eben auch, wie gesagt, sehr empfehlen. Ich würde alle auch einladen zur Frontiers Dark Mode 2027 am 1. Oktober. Ihr könnt auf jeden Fall auch da Fotos, das verlinken wir noch von der gerade gelaufenen, euch mal anschauen. Und ich finde, ansonsten ist halt auch so ein ... Ach so, Beyond Tellerrand ist natürlich auch immer mit ganz viel Herzblut am Start.

Und ich finde, also, um sozusagen die Konferenz als Besucher zu finden, die so diese Qualitäten erfüllt, Teilnehmerzahl, Location angucken, natürlich auch Posts von Leuten versuchen zu finden. Ist ja dank KI auch ein bisschen leichter, wenn man irgendwie mal was irgendwie rausgesucht haben will. Haben Leute irgendwie geschrieben über die und die Konferenzreihe oder nicht?

Und ich finde auch die Kommunikation, also sowohl auf der Webseite als auch was, wie ist das in den Newslettern, auch wie es dann, wenn man teilnehmende Person ist, wie ist so die Kommunikation mit dir als Teilnehmer? Hörst du von denen gar nichts oder kriegst du irgendwie Updates und sind die nett geschrieben und so?

Das sind so, finde ich, ganz gute Indikatoren, dass man da an eine gute Konferenz geraten ist. Ja, genau. Ja, also da habe ich tatsächlich gar nicht so die großartigen Ratschläge, woran man das erkennt. Weil, wenn ich jetzt nochmal die IT-Business-Summit halt nehme, es war halt von außen betrachtet auch nur irgendein Hotel, was ich vorher nicht kannte.

Und von daher, wie das Hotel sein würde, konnte ich ja vorher nicht wissen. Von daher finde ich es teilweise schwierig, das daran festzumachen. Festzumachen, aber ja, ich glaube unterm Strich, und da haben wir jetzt ja heute einen Beitrag zugeleistet, Mundpropaganda an der Stelle erfüllt seinen Zweck, glaube ich, am besten, wenn du von Leuten, bei denen du weißt, dass die ähnlich ticken wie du, wenn du von denen hörst, hey, die und die Veranstaltung, die war grandios, die war fantastisch, die hatte so eine tolle Atmosphäre und so weiter, dann solltest du dir die vielleicht auch mal anschauen, wenn dir halt jemand sagt, jo, das war halt, Das war halt eine Konferenz, das waren halt drei interessante Vorträge von 60

und ansonsten, ja, halt wie immer, dann ist das vielleicht was, wo man jetzt nicht unbedingt nächstes Jahr hinrennen muss. Genau. Ja, die Werbetrommel rühren so ein bisschen. Und wenn der Konferenz gut war, durchaus vielleicht früh ein Ticket kaufen wieder, weil sich die Veranstalter natürlich dann auch freuen über finanzielle Sicherheit.

Die müssen ja dann irgendwann die Location anzahlen und irgendwie finanzielle Commitments eingehen. Und da ist halt auch cool. Wenn man eben gesehen hat, dass das was Gutes ist, dass man dann auch im nächsten Jahr das Vertrauen wieder schenkt. Ja, genau. Und wenn ihr auch coole Konferenzen habt, weil wir kennen ja auch nicht alle Konferenzen, dann schreibt uns, schreibt gerne im Community Slack.

Ich glaube, wir haben da sogar ein Events-Channel, wo ihr das reinschreiben könntet, theoretisch. Und schreibt mal dazu, warum ihr die gut fandet. Genau, ich glaube auch unser Augenmerk ist jetzt ja so gewesen, so zwischenmenschliche Connection auch einfach, ne, also, und natürlich ein Erlebnis schaffen, aber eigentlich kommt das Erlebnis ja auch vom Zusammen was Tolles irgendwie, erlebt haben und nicht solo irgendwie nur was Tolles erlebt haben.

Genau, würden wir uns freuen über noch ein paar Hinweise und Tipps, aber gerne auch auf Mastodon oder Blue Sky. Und den Golo, den erreiche ich natürlich auch und wie das geht, das werden wir alles in den Shownotes verlinken. Genau. Vielen Dank. Ja, danke, dass du da warst. Danke für diesen schönen Artikel auf heise Developer, den du geschrieben hast, den ich irgendwie total nett fand und der, wo ich irgendwie dachte, ich hau dich mal an, ob du Bock hast und dass du dann auch da warst.

Ja, sehr, sehr gerne. Also immer wieder gerne. Ja. und genau, ich nehme an, nächstes Mal, wenn du da bist werden wir wahrscheinlich dann wieder irgendein technisches Thema, ins Visier nehmen genau, mal sehen welches, genau ja, wie gesagt, nochmal vielen Dank, dass ich da sein durfte hat Spaß gemacht und ja, dann allen, die zugehört haben vielen Dank und bis zum nächsten Mal, macht's gut bis bald, tschüss.

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