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Shownotes
Aromat gilt als fast schon selbstverständlicher Teil der Schweizer Alltagsküche. Was heute nach Kindheit, Kantine oder Frühstücksei schmeckt, begann als Antwort der Lebensmittelindustrie auf eine Gesellschaft im Umbau: Kochen sollte schneller, Vorratshaltung einfacher und Hausarbeit effizienter werden. Die Streuwürze führt uns mitten in eine Lebensmittelrevolution. Vorangetrieben wurde sie nicht nur in Fabriken und Küchen, sondern auch durch Inserate, Rezeptbroschüren und Kochvorführungen – dort, wo neue Bedürfnisse, Kochgewohnheiten und Vorstellungen vom modernen Leben geschaffen wurden.
Wir verfolgen die Geschichte des Produkts bis zur Entdeckung von Umami in Japan und fragen, weshalb Glutamat wissenschaftlich als unbedenklich gilt, aber weiterhin misstrauisch betrachtet wird. Eine andere Spur führt zu schwacher Forschung, Medienhypes und antichinesischen Vorurteilen in den USA. Und schliesslich gehen wir auch der Karriere von Aromat in Südafrika nach, wo das gelbe Gewürz ebenfalls zum kulinarischen Alltag gehört – allerdings mit einer eigenen Geschichte und Bedeutung, die viele so wahrscheinlich nicht erwarten würden.
So wird aus einer Streudose eine Folge über Lebensmittelindustrie, Geschmacksforschung und globale Warenwege – und darüber, wie Marketing aus einem Fabrikprodukt ein Stück Heimat machen kann.
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