Zeitreise. Der Podcast

d'Mieti: Grundbedürfnis und Geschäft

Donnerstag, 13. August 2026 · 54 min

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Shownotes

Über 60 Prozent der Menschen in der Schweiz wohnen zur Miete. Monat für Monat fliesst ein beträchtlicher Teil unseres Einkommens in die Wohnung – doch wie wurde das Wohnen überhaupt zur Ware?
Unsere Zeitreise beginnt mit der Industrialisierung, als Tausende Menschen in die Städte zogen und bezahlbarer Wohnraum fehlte. Familien lebten in dunklen, überfüllten Wohnungen, private Betten wurden stundenweise an sogenannte Schlafgänger vermietet und selbst dieser prekäre Wohnraum war teilweise erstaunlich teuer.
Wir fragen, wie die prekäre Wohnsituation zum politischen Konflikt wurde und welche Antworten darauf entstanden: staatliche Mietpreiskontrollen, kommunaler Wohnungsbau, Arbeitersiedlungen und Genossenschaften. Dabei besuchen wir auch eine Schweizer Siedlung mit eigener Währung und verfolgen die Entwicklung weiter bis zu Hausbesetzungen, Wohngemeinschaften und dem heutigen Mietrecht.
Warum waren ausgerechnet die schlechtesten Wohnungen teilweise am teuersten? Weshalb müssen Mietende eine Senkung bis heute selbst einfordern? Und was verrät die Geschichte der Miete über Macht, Abhängigkeit und unser Verständnis von Wohnen?
Eine Folge über Wohnungsnot und soziale Utopien, über Mietkämpfe, Marktlogik und die Geschichte unseres grössten monatlichen Fixpostens.
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