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040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 55

Bürgermeister - Spezial: Teil 5: Julia Fisauli-Aalto aus Wedel.

Dienstag, 5. Mai 2026 · 44 min

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Shownotes

In dieser Sonderausgabe von „040 – Hamburg streng vertraulich“ zum Tag des Lokaljournalismus begrüßt Lars Haider Julia Fisauli-Aalto aus Wedel.

Vom Marketing-Profi zur Krisenmanagerin: In dieser Folge spricht Lars Haider mit Julia Fisauli-Aalto, der CDU-Bürgermeisterin von Wedel. Ihr Weg ins Amt war alles andere als geplant: Erst 2020 trat sie in die CDU ein, wurde überraschend Fraktionsvorsitzende und fand sich nach einer historischen Abwahl ihres Vorgängers plötzlich als stellvertretende Bürgermeisterin im Chefsessel wieder. Heute führt sie die Stadt mit einer Energie, die laut Wegbegleitern „nicht enden will“.
Julia Fisauli-Aalto spricht mit entwaffnender Offenheit über die harten Realitäten an der „Basis der Demokratie“. Sie thematisiert das „Konnexitätsprinzip“ – das Problem, dass Kommunen Aufgaben für Bund und Land erledigen, aber finanziell im Regen stehen gelassen werden. Erfahren Sie, warum sie trotz eines hochdefizitären Haushalts und Demonstrationen gegen Sparmaßnahmen den Humor nicht verliert und warum Leidenschaft für sie eine Kernkompetenz in der Politik ist. Ein Gespräch über Fake News in sozialen Netzwerken, die Bedeutung von Bildung für die Demokratie und das besondere Lebensgefühl in Wedel – dort, wo Hamburgs Westen ins Grüne übergeht.

#Wedel #JuliaIsaoli #Bürgermeisterin #Kommunalpolitik #Lokaljournalismus #HamburgWesten #DemokratieRetten #Finanzkrise #FrauenInDerPolitik #Ehrenamt

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Herzlich willkommen, mein Name ist Lars Heider und diese Sonderausgabe von 040 Hamburg streng vertraulich ist zum Tag des Lokaljournalismus am 5. Mai 2026 erschienen. Zu diesem Tag habe ich mit einem Dutzend Bürgermeister und Bürgermeisterinnen kleiner und größerer Städte rund um Hamburg gesprochen, um mal zu erfahren, wie das eigentlich ist, wenn man Politik da macht, wo Politik wirklich auf Wirklichkeit trifft, Wie es ist, die Entscheidung aus Berlin umsetzen zu müssen, die Entscheidung aus den Hauptstädten umsetzen zu müssen, wie sich diese Menschen fühlen, ob sie sich gesehen fühlen.

Ob sie sich von den Medien vernünftig behandelt fühlen und so weiter und so fort. Es sind zwölf wunderbare Gespräche geworden, die einen tiefen Blick in die Lebenswirklichkeit. In die Lebenswirklichkeit von Städten, in die Lebenswirklichkeit unserer Gesellschaft und unserer Demokratie ermöglichen. Und ich wünsche Ihnen und Euch viel Spaß dabei. Los geht's, zwölf Gespräche.

In dieser Folge habe ich zu Gast Julia Fisauli, 52 Jahre, Bürgermeisterin von Wedel. Und ich bin Lars Heider und freue mich sehr, liebe Frau Fisauli, dass das heute geklappt hat. Und wie mit allen anderen Bürgermeistern und Bürgermeistern möchte ich am Anfang mit Ihnen natürlich darüber sprechen, wie man Bürgermeisterin wird.

Und wenn ich Ihren Lebenslauf mir so angucke, habe ich so den Eindruck, und verbessern Sie mich da bitte, dass das eigentlich lange Zeit gar nicht geplant war bei Ihnen. Das ist genau richtig, Herr Haider. Wenn mir jemand vor drei Jahren oder vor vier Jahren gesagt hätte, ich werde Bürgermeisterin, dann hätte ich dem wirklich einen Vogel gezeigt.

Ich komme ja ursprünglich aus der Wirtschaft, 30 Jahre Erfahrung, Marketing und Vertrieb und habe aber nebenbei, ich lebe seit 27 Jahren hier in Wedel, immer ehrenamtlich mitgewirkt. Als die Kinder klein waren im Kindergarten, als die Kinder größer geworden sind an den Schulen. Ich war lange Schulelternbeiratsvorsitzende einer Movic-Schule, hier einer Grundschule. Und habe irgendwann gedacht.

Ich möchte mehr für die Stadt tun, mich stärker einsetzen und die Themen sollten für mich breiter werden. Und so bin ich tatsächlich in die CDU eingetreten, weil ich mitwirken wollte. Und das war kurz vor der Kommunalwahl und dann haben sich die Ereignisse tatsächlich überschlagen, dass ich das Vertrauen bekommen habe, als Spitzenkandidatin anzutreten.

Ich wurde dann nach der Wahl, wir haben dann gewonnen und waren stärkste Fraktionsvorsitzende und habe das Vertrauen von meiner Fraktion bekommen, auch stellvertretende Bürgermeisterin zu werden. Und ich habe da erstmal drüber nachgedacht, weil ich gedacht habe, okay, was heißt das denn? Das bedeutet, du machst Urlaubsvertretung, du machst Krankheitsvertretung.

Das wäre neben meinem Job auf jeden Fall überschraubar gewesen. Dass sich dann die Ereignisse so überschlagen haben, wie sie sich hier überschlagen haben, und der alte Bürgermeister abgewählt wurde. Das hätte man ahnen können, aber ich habe das nicht geglaubt. Und dann war es aber so, dass ich tatsächlich seit 8.4.24 als stellvertretende Bürgermeisterin ins Amt gesetzt wurde.

Ich weiß noch, meinen ersten Tag, den ich hier ins Büro kam, da saß ich auf diesem Bürgermeisterstuhl und dachte, das kann doch alles nicht wahr sein. So, und seitdem hat das Ganze seinen Lauf genommen. Ich habe versucht, nach bestem Wissen und Gewissen wirklich die Wunden hier auch zu schließen und zu heilen, was auch geklappt hat.

Und dann im Laufe gesehen, mich haben natürlich viele Menschen angesprochen und gefragt, Mensch, kannst du dir das nicht vorstellen? Es muss ja jetzt, nachdem abgewählt worden ist, ein neuer Bürgermeister, eine neue Bürgermeisterin gewählt werden. Da habe ich am Anfang gesagt, auf gar keinen Fall, weil ich ja schon wusste, was das für eine Arbeit ist.

Das müssen Sie mir mal erklären. Warum eigentlich auf gar keinen Fall? Oder vielleicht können wir nochmal, Sie müssen noch einmal, damit das alle verstehen, wann sind Sie in die CDU eingetreten? Jetzt muss ich selber überlegen. 20. 2020, genau. Und jetzt haben wir 26. Also es ist wirklich kurze Zeit. Ich bin 23 Fraktionsvorsitzende geworden.

Wahnsinn. Und vier Jahre später ging das Ganze dann los. Und warum wollten Sie es eigentlich nicht machen? Also es ist so, das ist ja schon kein dankbarer Job, sagen wir es mal so. Es sind unfassbar viele Themen, eine absolute Komplexität. Und Sie wissen, wie die Lagen auch in verschiedenen Kommunen sind.

Wir sind hier hochdefizitär. Also man verwaltet, man gestaltet nicht, sondern man muss im Grunde die ganze Zeit Feuer löschen, um zu sehen und überlegen, wo fängt man an und wo hört man auf. Also das ist nichts, was man sich eigentlich freiwillig aussucht. Ja, ich liebe es, mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen zu sein und gerade die sozialen Projekte voranzutreiben.

Wir haben ganz, ganz tolle Mitarbeitende hier. Das sind auch die, die mich wirklich tragen, weil ich sehe, hier im Rathaus, das funktioniert hervorragend. Aber der Druck ist natürlich wahnsinnig groß. Also ich habe die Kommunalaufsicht im Nacken, weil wir so hoch defizitär sind. Wir haben natürlich die ehrenamtlichen Politikerinnen und Politiker, die Entscheidungen fällen müssen, die ja nicht schön sind. Das muss man klar sagen.

Und das Ganze führt natürlich dazu, dass wir auch eine gesellschaftliche Veränderung haben. Und das ist nicht nur bei uns so, sondern auch bei allen anderen. Und das ist eine Wahnsinnsherausforderung. Und am Ende des Tages ist es eigentlich immer so, dass der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin Schuld hat.

Ich sage dann immer ganz salopp, wenn euch das hilft und wir dann aber gut vorankommen, dann bin ich das gerne, weil ich immer auf meinem Weg bleibe. Aber das ist natürlich nichts, wo man sagt, Mensch, ich bin jetzt Projektleiter und ich schließe ein tolles Projekt ab und das funktioniert von vorne bis hinten, sondern wir haben hier ja viele Herausforderungen, wenn wir zum Beispiel auch über Bürokratieabbau sprechen.

Dann ist es schön, wenn es so wäre, aber die Wahrheit ist, wenn eine Verordnung abgeschafft wird, dann kommt zehn dazu und wir verwalten uns hier zu Tode, würde ich mal so sagen. Also wir sind ja gar nicht mehr überlebensfähig, wenn es nicht irgendwo eine Regelung, eine Verordnung gibt. Und das macht es so wahnsinnig schwierig, auch Projekte wirklich schnell und gut umzusetzen.

Das ist interessant, dass Sie das sagen, weil man denkt ja, naja, die Bürgermeisterin, das ist ja eine, die kann doch dann, die kommt dann dahin und die sieht dann zu viel Bürokratie und dann schafft die das alles ab und dann geht alles ganz schnell. Und dann lachen sie schon und jetzt erzählen sie doch mal den Hörerinnen und Hörern, wie dann die Wirklichkeit ist.

Es klingt so ein bisschen so, als ob sie sozusagen, ich will nicht sagen, am einem Ende der Nahrungskette sind, aber als ob sie halt all das umsetzen müssen, was andere beschließen und darauf gar keine anwenden. Wirkung haben. Also ich finde es schon ganz gut mit am Ende der Nahrungskette, weil es ja ein wenig so ist.

Also es wird immer missverstanden. So die Bürgermeisterin ist hier die Chefin der ganzen Stadt und kann alles regeln. Das ist eben nicht so, sondern das höchste Gremium ist bei uns ja die Ratsversammlung. Die gewählten Politikerinnen und Politiker, die in den Fraktionen im Rat sitzen, die dann eigentlich die Stadt gestalten und entscheiden, gibt es eine neue Schule, gibt es einen neuen Spielplatz, wollen wir die Bücherei verstärken, was brauchen wir denn?

Natürlich kann ich Vorschläge machen. Und das mache ich auch sehr gerne. Mein großes Wahlversprechen war, dass wir konsolidieren müssen und uns ein wenig einschränken. Das ist natürlich, da bekleckert man sich auch nicht mit Ruhm, aber das ist die Wahrheit, wenn wir die Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder hier in den Griff bekommen wollen.

Aber ich kann diesen Vorschlag machen, aber brauche Mehrheiten, die diesem Vorschlag mitgehen. Und das ist natürlich, ich würde nicht sagen ein Kampf, aber es ist eine Herausforderung. Es bedarf vieler Gespräche, Argumente, warum man jetzt diesen Weg einschlägt. Aber ich bin die Letzte, die nicht sagt, wenn ein guter Gegenvorschlag kommt aus der Politik, dass ich das mit unterstütze und sage, das ist der richtige Weg.

Ja, aber das ist einfach der Zustand. Und wir sind schon, und da geht es ja nicht nur um die kommunale Politik, sondern wir machen viele Aufgaben der Landespolitik und der Bundespolitik mit. Und da muss man sich mal vorstellen, ja, dass wir von 100 Prozent Leistung 28 für das Land erbringen, aber wir bekommen das nur zu 16 Prozent finanziert.

Und das ist eine absolute Ungerechtigkeit, das nennt man ja das Konnexiteksprinzip. Was hier nicht gelebt wird. Das heißt, das ist so wie man bestellt eine Pizza und bezahlt sie an der Tür nicht und möchte sie dann trotzdem haben und das ist ein Zustand, da kommt man gar nicht gegen an, also da komme ich auch mit meinen Konsolidierungsvorschlägen gar nicht gegen an und da steht natürlich bei den Politikerinnen und Politikern und auch Bürgerinnen und Bürgern ein echtes Ohnmachtsgefühl, würde ich es fast nennen.

Was ja vielleicht auch gar nicht so falsch ist, dieses Ohnmachtsgefühl, denn Sie beschreiben das ja, finde ich, ganz anschaulich. Sie haben dieses Minus im Haushalt, für das Sie aber eigentlich nichts können, werden aber dann trotzdem von Landesebene ermahnt, doch bitte dieses Minus irgendwie zu reduzieren und einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen. Richtig.

Und haben aber so gut wie keinen Einfluss darauf, also wenig Einfluss darauf, oder? Ja, das sehe ich, also was das, was die Konnexität angeht, auf jeden Fall. Da brauche ich schon Land und Bund, die sagen, okay, wir werden jetzt zusehen, dass die Kommunen auskömmlich sind und wir unsere geforderten Leistungen auch bezahlen.

Aber dennoch muss ich sagen, wir haben eine wahnsinnig tolle soziale Infrastruktur hier in Wedel. Und ein Berater hat mal gesagt, wir leisten uns eine soziale Infrastruktur für eine Kommune mit 50.000 Einwohnern, obwohl wir nur 35 sind. Und ich glaube, auch wir können mithelfen, dass das Defizit ein bisschen kleiner wird.

Ohne, das habe ich letztes Jahr jetzt gerade eingeleitet, ohne, dass wir Einrichtungen schließen müssen, aber dass wir ein wenig, was die Gebäude angeht, die auch sehr marode sind, dass wir zusammenrutschen, im wahrsten Sinne des Wortes. Und das würde funktionieren, aber auch das gestaltet sich schwieriger, weil natürlich keiner auf Geliebtes verzichten möchte.

Also auch wenn es nur um Räumlichkeiten geht und nicht um die Leistung. Und da haben Sie dann das Interessante, da haben Sie das gleiche Problem wie Friedrich Merz, der ja vor der Bundestagswahl auch gesagt hat, Leute, wir haben gar kein Einnahmenproblem beim Staat, wir haben ein Ausgabenproblem und macht euch keine Sorgen, die Schuldenbremse kann bleiben, wir werden ordentlich sparen.

Wir wissen alle, das hat bei Friedrich Merz überhaupt nicht funktioniert. Vielleicht können Sie mal sagen, woran das am Ende scheitert, weil Sie möchten das ja offensichtlich auch, aber die Bereitschaft bei denen, die es dann betrifft, ist natürlich klar, die fehlt. Ja, absolut. Also ich kann Ihnen sagen, diesen Maßnahmenkatalog, den wir in letztes Jahr aufgestellt haben, wo es darum ging, wir müssen in den verschiedenen Sozialanrichtungen, zum Beispiel Stadtbücherei, Volkshochschule, Musikschule, den Gürtel enger schnallen und es wäre gut, wenn wir dort Angebote reduzieren bzw.

Gebäude zusammenlegen, was ich gerade sagte. Aber genau das, es wird gefordert, kriegen Sie die Finanzen in den Griff, aber egal welches Projekt ich anfasse, sofort gibt es Demonstrationen und Aufgeregtheit, was ich ja im Grunde gut finde. Weil dann nochmal deutlich wird, diese Einrichtungen sind gewünscht, aber es muss auch klar sein, irgendwo müssen wir ansetzen.

Und das Schöne, das kann ich Ihnen sagen, was hier in Wedel passiert ist, diese ganze Ärger, der dann da war, dass man gesagt hat, das geht doch nicht und wir müssen die Einrichtung erhalten, hat dazu geführt, dass die Bürgerinnen und Bürger sich auf den Weg gemacht haben. Beispielsweise bei unserer Eineinrichtung, das ist die Villa, die sehr viel Angebot für einen sozialen Brennpunkt hat.

Da hat sich ein Förderverein gegründet aus alten Musikern, die auch dort in der Villa Musik machen und gesagt haben, wir wollen die Villa retten und wir werden Gelder einsammeln, wir wollen Zusatzkonzerte geben und das fließt da jetzt ein. Andere haben angefangen, Gelder zu sammeln für unsere Spielplätze, die auch so katastrophal sind und haben Spielgeräte. 10.000 Euro sind da zusammengekommen, damit für Kinder, die in Teilhabe sind, auf diesem Spielgerät mitspielen können.

Und das gibt mir wahnsinnige Hoffnung und Zuversicht, dass wir versuchen, aus eigener Kraft auch, sagen wir mal, so einen Teil dazu beizutragen. Wir werden das nicht schaffen ohne Land und Bund. Das ist klar. Aber dadurch, dass ich mich mittlerweile auch schon so verlassen fühle, ich muss es ehrlich sagen, versuche ich mich mit meinen Leuten hier alleine auf den Weg zu machen.

Weil, sind wir doch mal ehrlich, das Sondervermögen, was so groß angepriesen worden ist, Ist für mich Augenwischerei, wenn ich mir angucke. Wir haben, wenn ich eine Zahl nennen darf, alle Kommunen in Deutschland hatten jetzt in 26 ein Defizit von fast 25 Milliarden Euro. Ein Sondervermögen für die nächsten 12 Jahre ist uns in Aussicht gestellt worden mit 100 Milliarden Euro. Das sind aber nur 8,3 pro Jahr.

Wie soll denn ein Defizit von 25 Milliarden mit 8,3 Milliarden gestopft werden? Es ist mir ein Rätsel. Und hier unten kommt natürlich ganz, ganz wenig nur an. Das sind 1,2 Millionen pro Jahr. Da kann ich natürlich ein bisschen was in eine desolate Sporthalle stecken oder bei einem Sportplatz oder bei einer Schule.

Aber es ist nichts, was uns wirklich aus dem ganz großen Defizit rauskatapultiert. Nun haben Sie ja dank Partei den direkten Zugang zu den beiden für Sie wichtigsten Leuten, nämlich zu dem CDU-geführten Landesregierung und theoretisch auch zu der CDU-geführten Bundesregierung. Hören die Ihnen zu? Die hören mir zu.

Also ich bin sehr gut mit meinem Landtagsabgeordneten Martin Balasus hier und auch mit meinem Bundestagsabgeordneten Daniel Kölbel. Wir stecken schon öfters die Köpfe zusammen und sehen, wo sind die Problematiken. Und ich kann sagen, dass die beiden auf jeden Fall die Ärmel mit hochkrempeln und das Beste versuchen.

Aber man kann sich das ja vorstellen, Land auch, aber Bund noch mehr, was für eine Maschinerie das ist, was das bedeutet, mit wie vielen Menschen man sprechen muss, die man überzeugen muss. Und dann sind wir natürlich als zwar neuntgrößte Stadt in Schleswig-Holstein, aber doch ein kleines Licht. Und aber ich bin fest davon überzeugt, weil man muss ja mal auch eins sehen.

Wir sind hier die erste Adresse der Demokratie. Wenn in unserer Kommune Schulen kaputt gehen, Sportplätze kaputt gehen, Straßen kaputt sind, dann sehen die Bürgerinnen und Bürger und die Wähler das doch direkt. Und das ist auch den Landtags- und Bundestagsabgeordneten klar, dass man eigentlich genau da hingucken muss, wenn wir die Demokratie retten wollen. Ganz deutlich.

Also ich sage immer, gebt den Kommunen das Geld zurück. Dann glaube ich, dass wir, vielleicht ist es auch naiv, aber ich glaube fester dran, dass wir dann ein Problem vielleicht weniger hätten. Wie weit trifft es Sie oder wie weit werden Sie dafür verantwortlich gemacht, was in Berlin passiert? Weil da guckt man ja dann vielleicht auch nicht genau hin und sagt, okay, die in Berlin, das sind CDU.

Unsere Bürgermeisterin ist CDU. die Probleme, die wir haben, nichts funktioniert und dann sind alle gleich schuld. Ist das so gerade? Also man wird schon darauf angesprochen. Ich werde viel gefragt, ob ich den Kurs von Friedrich Merz mitgehe und dann habe ich meine Meinung dazu. Aber es ist schon eher so, das kann ich hier für Wedel sagen, dass man mehr auf unsere Stadt guckt und eher auf das, was ich mache und weniger auf Landes- und Bundesregierung.

Ich verdeutliche das immer wieder, dass unser desolater Zustand auch damit zu tun hat, dass die Konnexität nicht funktioniert. Das verstehen einige auch, die dann nachfragen. Aber ich glaube und ich würde mir wünschen, es gibt eben viele, die natürlich auch in der Rush Hour des Lebens, wie man es immer so schön sagt, sich an Schlagzeilen orientieren und sich dadurch ihre Meinung bilden.

Ich würde mir sehr wünschen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mehr intensiver mit den Thematiken und auch mit dem System beschäftigen, um es wirklich zu verstehen. Weil dann würden wir auch, glaube ich, in der Gesellschaft diesen Bruch, den wir jetzt gerade erleben, verkleinern können, wollen wir es mal so sagen.

Das ist ein sehr guter Punkt, etwas, was uns ja verbindet. Wir beim Abendblatt würden uns das auch wünschen, stellen aber fest, dass das Interesse der Menschen, sich wirklich mal vertieft mit politischen Zusammenhängen zu beschäftigen, eher abnimmt. Also es ist die Zeit, gerade auch bei jüngeren Leuten, die sagen, ich brauche schnell 20, 23 Sekunden, muss ich das verstehen.

Und die Dinge sind halt extrem kompliziert. Wie kriegen wir das hin, dass die Menschen sich wirklich so mit den Strukturen eines demokratischen Systems beschäftigen, dass sie dann auch verstehen, warum manche Dinge halt so schwierig sind, wie sie sind und warum das manchmal eben auch gut ist. Warum es zum Beispiel gut ist, dass jeder das Recht hat, gegen eine politische Entscheidung vor Gericht zu ziehen und dass das andere eben keine Alternative wäre.

Wie kriegen wir das hin, dass die Menschen sich wieder mehr vertieft mit politischen Zusammenhängen zu beschäftigen, weil ich bin da bei ihnen, dann hätten wir wahrscheinlich viele Probleme und viel Aufregung vor allen Dingen nicht. Ja, das ist eine Frage, Herr Heider, die ich mir jeden Tag stelle und ich sie nicht beantworten kann.

Denn wir haben das Phänomen hier auch bei uns in der Stadt und ich weiß, dass es auch anderen Kommunen so geht, dass die Qualitätsmedien, die gelesen werden, abnehmen, also beziehungsweise genau das, was sie sagen, dass man sich damit nicht mehr richtig beschäftigt, aber die sozialen Kanäle zunehmen.

Und wir haben auch hier in der Stadt Menschen, die versuchen, durch tendenziöse Meinungsbildung zu beeinflussen. Und im Moment haben wir jetzt gerade in dieser ganzen letzten Situation der Abwahl und auch meiner Wahl gespürt, dass das noch nicht so stark ist. Aber wir sehen, dass es mehr zunimmt. Also wir haben hier eine Community mit 9000 Menschen bei Facebook beispielsweise und das macht was mit den Leuten, wenn man immer 15 Leuten zuhört, die im Grunde ja an einem Stammtisch reden, ja? Mhm.

Und ich bin fest davon überzeugt, dass das auch mit den Mitlesenden was macht. Irgendetwas bleibt hängen. Und das macht mir zunehmend Sorgen, weil dort auch Fake News verbreitet werden und man nicht richtig dagegen ankommt. Also ich meine, man könnte eine Unterlassungsklage nach der nächsten lostreten.

Das kostet Zeit, das kostet Geld. Man könnte sich dann nicht mehr auf die Themen hier in Wedel konzentrieren, aber es macht was mit der Gesellschaft. Und ich glaube, ich hatte jetzt, das war ein schönes Erlebnis, zweimal die neunten Klassen unseres ansässigen Gymnasiums bei uns. Johann Riss-Gymnasium, ne? Ganz genau. Und wenn ich dann, da kriege ich gerade eine Gänsehaut, mit 90 Schülern in unserem Ratssaal sitze und wir sprechen über die Systeme und über Demokratie und sehe, wie die jungen Leute damit umgehen und was für ein Verständnis sie haben, Dann würde ich die Antwort geben, wir müssen die Kinder befähigen und die Jugendlichen, die es dann weitergeben und auch mit ihren Eltern ins Gespräch gehen und sagen, Leute,

für unsere Zukunft müsst ihr mit aufpassen, dass wir die Demokratie schützen. Beschäftigt euch mit diesen Dingen. Ich glaube, da ist Bildung das A und O. Und ich kann ja für Schleswig-Holstein sagen, dass gerade entschieden wurde, dass es mehr Stunden für den Unterricht Wirtschaft und Politik geben soll.

Und das ist, glaube ich, genau der richtige Ansatz. Und wenn mich einer fragt, wie er mitwirken kann hier in Wedel und sagt, ich habe keine Zeit, ich kann mich nicht ehrenamtlich engagieren, dann sage ich, du kannst schon mitwirken, indem du mit deinen Nachbarn sprichst, mit deiner Familie sprichst und ihr euch darüber klar werdet, was für ein hohes Gut die Demokratie ist.

Und dass wir jetzt noch die Möglichkeit haben, Meinung zu äußern, auch das ist schon Engagement, sprecht und diskutiert über die Themen und stellt in Frage, was sind Fake News und was sind wirklich wahre News, auf was kann man sich verlassen, was sind verlässliche Quellen. Auch das weiterzugeben ist ein Beitrag dazu, dass es uns hier weiter so gut gehen kann, wie es im Moment gut geht.

Sie haben vorhin gesagt, Sie waren so gut drei Jahrzehnte im Marketing vor allen Dingen. Gibt es da irgendetwas aus dieser Zeit, dass Sie in die Politik mitnehmen können, Ihre jetzige Arbeit? Ja, auf jeden Fall Überzeugungskraft. Also wenn man im Marketing was haben muss, dann ist es immer wieder neue Argumente zu finden, warum man eine Leistung oder ein Produkt übernimmt.

Und das kann man auch in die Politik weiternehmen. Wenn man etwas verändern möchte, dann muss man natürlich deutlich machen, warum man das verändern möchte. Und dann muss man immer wieder neuen Anlauf nehmen und neue Argumente suchen, warum es der richtige Weg ist. Also Beharrlichkeit und gute Argumentation.

Sie haben am Anfang gesagt, dass Sie sich eigentlich nicht hätten vorstellen können, eines Tages Bürgermeistern zu sein und auch so ein bisschen so, ob man das jemandem raten kann. Und habe ich mich natürlich vorher mit Leuten unterhalten, die sie besser kennen als ich und hatte jetzt aber natürlich einen interessanten Eindruck, den ich Ihnen gerne wiedergeben würde, die gesagt haben, die hat total Spaß daran.

Die geht in diesem Job auf die hat eine solche unglaubliche Energie, also die Leute die Leute spiegeln. Treffen die treffen sie das, was sie auch über sich selber wahrnehmen, also ist dieser Job einer der ihnen tatsächlich jetzt unglaublich Spaß macht und den sie wirklich sehr sehr gern machen, Also Sie haben mich ja gefragt, ob ich mir das hätte vorstellen können oder wie ich dazu gekommen bin. Und da habe ich Ihnen das ehrlich gesagt.

Und ich bin ein Mensch, wenn ich dann eine Entscheidung gefällt habe, dann gucke ich nicht zurück, sondern dann gucke ich nach vorne. Und das ist so, wenn ich was habe, dann ist es Begeisterungsfähigkeit. Und das ist auch das, wenn ich mal einen schlechten Tag habe, dass ich morgens aufstehe und denke, okay, heute ist ein neuer Tag.

Heute nehmen wir einen neuen Anlauf, auch mit den schweren Themen und es geht voran. Und ich habe eins, das predige ich hier im Haus und das predige ich auch draußen. Wenn wir aufhören zu lachen, dann haben wir verloren. Und ich glaube, das ist auch etwas, so bin ich einfach, dass ich immer fröhlich in die Themen gehe.

Es gibt natürlich auch Termine, da macht man das nicht. Aber das ist eigentlich so eine Grundeinstellung, diese Positivität und die Zuversicht, dass wir das gemeinsam schaffen werden. Also wir werden das nicht in der Schnelligkeit schaffen, wie sich das alle wünschen. Das sehen wir ja auch in Bund und Landesregierungen, wo ich immer sage, wir brauchen jetzt noch ein bisschen Geduld und müssen die Regierung machen lassen.

Und das wünsche ich mir auch. Aber das können wir auch mit Humor und Optimismus. Und das ist auch was, was wir brauchen. Zuversicht, Mut, Humor und Optimismus. Auf jeden Fall. Oder die Zuversicht. Was ich gar nicht glauben konnte, aber so unüblich ist es gar nicht. Sie sind die erste Frau in Wedel als Bürgermeisterin.

Ich sage das deshalb, so unüblich ist es gar nicht. Wir haben ja in der Freien und Hansestadt Hamburg nach wie vor keinen Mann als ersten Bürgermeister gehabt, aber macht das auch noch einen normalen Unterschied oder ist es im Jahr 2026, 24 ging es ja los, so normal, dass einfach darüber niemand mehr spricht, auch in Wedel nicht?

Also für mich macht das keinen Unterschied. Also ganz klar, ich fördere auch die Frauen hier, wo es nur geht. Wir sind ja schon eine starke Führungsriege hier, auch unter Frauen. Aber ich habe gemerkt, dass das im Wahlkampf einen Unterschied gemacht hat. Also mir sind Fragen gestellt worden, die man Männer nicht stellt.

Und das finde ich bemerkenswert in der Zeit, in der wir jetzt leben, dass das überhaupt noch eine Rolle spielt. Aber da, glaube ich, sind wir in einer Zwischengeneration. Da werden unsere Kinder das einfacher haben. Das sehe ich auch bei meiner Tochter. Die ist dann nochmal ganz anders aufgestellt. Das ist aber wirklich, also bei mir fragt man dann jetzt zum Beispiel, sind die Ohrringe zu groß, sind sie zu klein?

Sie hat gestern einen Pulli getragen, den sie vorgestern schon anhatte. Oder wenn ich zwei Tage verschiedene Pullis anhat, dann sagt man, ah, jetzt hat sie aber zweimal verschieden, hat sie zu viel Geld, um in die Klamottenhaus zu gehen. Was ist mit den Kindern? Wer kümmert sich um die Kinder? Also das sind ja alles so Sachen, die würde man einem Mann nicht fragen.

Oder ich wurde auch gefragt, nachdem ich vier Wochen im Amt war, na und schon überfordert. Das fand ich schon ein starkes Stück. Und habe gedacht, nein, warum? Hätten Sie das einen Mann auch gefragt? Und dann war derjenige auch ganz schnell ruhig. Aber das ist schon bemerkenswert, sagen wir es mal so.

Andererseits, wie gesagt, die Leute, mit denen ich gesprochen habe, da war das alles keine Rolle. Da ging es vor allem um ihre, wie sagte einer, die hat eine nicht enden wollende Energie. Das hört man dann doch irgendwie gern. Und diese Leidenschaft ist ja glaube ich auch etwas, Sie haben es vorhin gesagt, dass Leidenschaft und Politik sich nicht halt ausschließen müssen.

Olaf Scholz hätte ja einmal geglaubt und auch Peter Schenscher, dass man das eigentlich als Politiker die Leidenschaft nicht zeigen darf. Ich halte das für Unsinn. Das ist totaler Unsinn. Also wenn man mir das sagen würde, dann müsste ich morgen mein Amt niederlegen. Weil ohne Leidenschaft, ohne das Gefühl für die Sache, ohne dass man für eine Idee brennt, kommt man doch gar nicht weiter.

Also das alles zu versachlichen ist der falsche Weg. Und wie soll ich denn Menschen davon überzeugen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn ich diese Leidenschaft nicht auch ausleben darf? Ich finde, es gibt schon Grenzen. Also ganz klar, ich muss auch, das ist ja immer ein Thema, man darf die Neutralität nicht verletzen, aber das hat ja auch nichts mit Leidenschaft zu tun.

Aber ich darf doch Gefühle zeigen und ich darf doch zeigen, was gut ist. Und ich möchte auch, und das ist nicht aufgesetzt, sondern ich möchte dazu beitragen, dass es aufhört, dass wir immer nur darüber reden, was alles nicht geht und was alles für Probleme da sind. Sondern ich möchte dazu beitragen, dass wir doch bitte mal rausgucken, wo sind wir denn hier auf der Welt? Ja, was ist denn das für ein Platz? Was ist Deutschland?

Was sind die Großstädte? Und was sind vor allen Dingen auch die Kommunen? Und was ist Wedel? Wir haben das hier so wunderbar. Wir haben das Privileg, an der Elbe zu sein, mit Klöwen stehen im Rücken. Also eine wunderbare Stadt, die ihre Probleme hat, die wir lösen müssen. Das will ich nicht kleinreden.

Aber ich lasse es nicht zu, dass es kaputt geredet wird, wie es unserer Stadt geht. Und ich finde es schön, dass sie das, das war ja das, was Olaf Scholz gesagt hat, der gesagt hat, Emotionen gehören nicht in die Politik. Ich halte das für, wie gesagt, für Unsinn und ich glaube, auch daran ist er gescheitert.

Wir sind schon, wir sind schon, ich glaube, man könnte mich stundenlang mit Ihnen allein darüber unterhalten. Wir müssen noch ein bisschen über Wedel sprechen. Mich würde einem interessieren, weil ja für viele Hamburger, glaube ich, viele Hamburger ist gar nicht so bewusst, dass Wedel nicht zu Hamburg gehört.

Wedel ist so ein Stadtteil, so wie ein verlängertes Blankenese. Die Nähe zu Hamburg, was bedeutet das für Wedel? Es ist ja eine sehr, sehr starke Nähe zu Hamburg. Mit S-Bahn-Anschluss, man ist relativ schnell da, man ist relativ schnell in den großen Elbvororten. Also man ist eigentlich ein Elbvorort. Das ist was anderes als jetzt die Lage in Elmshorn oder Pinneberg oder Itzehoe.

Ja, und es ist ja auch so, wir sehen das immer wieder, dass es immer heißt. Wedel ist ein Teil von Hamburgs Westen. Das finde ich immer ganz charmant. Interessanterweise haben wir ja hier auch den Hamburger Yachtclub. Da gab es, also wirklich Hamburg, ja, Hamburger Gebiet. Und da gab es immer mal so Ressentiments, dass es hieß so, ja, das ist ja Hamburg und das ist nicht Wedel. Und das hat ein Glück auch aufgehört.

Also da gehen wir schon Hand in Hand und sind eins. Das ist toll. Aber Sie fragten, welche Bedeutung Hamburg für Wedel hat. Es ist natürlich toll, im Steffspeck begürtet zu sein. Wir setzen uns hier an die S-Bahn und sind in 20 Minuten am Jungfernstieg und haben aber trotzdem auch diese, wir sind hier eigenständig und haben unsere Vorteile.

Man kann sich hierher zurückziehen und dennoch die Metropolregion Hamburg und das Urbane haben wir einfach direkt greifbar. Und das gibt einem ein anderes Gefühl. Also ich finde, da kann ich auch als Bürgerin sprechen. Wir hatten mal überlegt, nach Flensburg zu ziehen. Also es ist eine wunderschöne Stadt.

Aber da habe ich sofort gemerkt, die Großstadt Hamburg ist weit weg und es bedeutet doch dieses anderen Einfluss von Kultur, anderen Einfluss von Internationalität, anderer Einfluss von Geschichte, der mir ganz wichtig war. Und ich glaube, das geht ganz vielen, die hierherziehen und diese Nähe haben und sagen, ich lebe zwar im Grün, aber ich bin eigentlich Teil einer Großstadt.

Und eine Illusion, die man, glaube ich, allen nehmen muss, ist die, ah cool, wenn ich mir Blankenese nicht leisten kann, dann ziehe ich nach Wedel. Ja, im Zweifel ist da das Haus oder die Eigentumsfondung ein bisschen günstiger, aber richtig günstig auch nicht mehr? Nein, also ich bin ja seit 27 Jahren jetzt hier in Wedel und ich habe gesehen, wie sich das Ganze wirklich weiter in den Westen verschoben hat.

Also ich sage ja immer, früher war Wedel okay und jetzt hat Wedel so ein Niveau von Rissen. Rissen ist ja zwischen Blankenese und Wedel. Und es verschiebt sich immer weiter. Wir haben ja dann die ganzen Haardörfer um uns rum, Holm, Hedling heißt. Und auch da werden die Preise, also es nimmt immer weiter zu, dass sich so das Hamburger Kaufpreis, Mietpreisniveau immer weiter ausdehnt.

Das ist ja nicht nur im Westen, sondern auch im Osten. Und das ist leider so. Und wir haben auch wirklich Knappheit bei uns. Es gibt viele Menschen, die hierher kommen. Wir haben sehr viele, die aus Eppendorf und aus dem Schanzenviertel hier Fuß fassen und das einfach toll finden, dass sie jetzt hier im Grünen leben können.

Aber Wohnraum ist absolut rar und leider wird er auch immer teurer. Und dann sind wir mittendrin und jetzt hören wir uns mal an. Ich hoffe, das können Sie gut hören. Ich halte das mal hier dran, was die Kollegen aus der Redaktion über Wedel sagen. Ich lege los. In Wedel könnte alles so schön sein. Die Elbe mit dem Willkommenhöft, an dem riesige Containerpötte aus dem Schulauer Fährhaus begrüßt und verabschiedet werden.

Doch die Idylle in der 35.000 Einwohner Stadt ist trügerisch. Wedel ist edel. Das war einmal. Vor langer Zeit. Die Stadtfinanzen sind düster. Mit 136 Millionen Euro Schulden ist Wedel eine der größten Pleitegemeinden im ganz Schleswig-Holstein. Selbst die CDU-Fraktion der Bürgermeisterin wollte den Haushaltsentwurf zunächst nicht mittragen.

Nun fordern Wedeler ihr Geld auch noch zurück, weil die Straßenreinigungssatzung vom Gericht einkassiert wurde. Der Hafen soll bald eröffnet werden, doch noch immer fehlt das Wichtigste, die Boote. Vielleicht klappt ja das Hausbootprojekt für touristische Übernachtung. Bisher herrscht jedenfalls gähnende Leere.

Auch der Businesspark mit 12 Hektar Gewerbefläche steht weitgehend leer. Aber es gibt auch wirtschaftliche Ausnahmeerscheinungen. Rüstungszulieferer Vincorion ist an der Börse, die Pharmafirma Medag ist ein großer Player auf dem Weltmarkt. Dreckiger geht es am Elbufer zu. Das alte Kohlekraftwerk qualmt weiter und belastet Anwohner mit ätzenden Partikeln und Staubschichten.

Eventuell geht der alte Meiler zur Heizperiode 2026-27 in den vorläufigen Ruhestand. So, das war ja eine Zusammenfassung all der Probleme, die Sie haben. Die schönen Dinge tauchen nicht auf, aber über die haben wir ja schon gesprochen. Die Einschätzung ist mal sozusagen, was die großen Probleme anbelangt, gut getroffen oder übertrieben.

Also ich muss da an manchen Stellen schmunzeln, weil man natürlich immer legen muss, ist es wirklich ein Problem oder nicht. Also Finanzen steht außer Frage und das unterschreibe ich, müssen wir lösen. Aber der Hafen ist ja ein ewiges Thema, worüber sich die Bürgerinnen und Bürger auch wirklich streiten.

Die einen sagen wunderschön, die anderen sagen Schlammloch und ich sage Ihnen, ich vergleiche das immer. Die Diskussion mit der Elbphilharmonie. Also wir erinnern uns alle, wie es war. Es wurde immer teurer und teurer und alle haben den Kopf geschüttelt und haben gesagt, wie kann man bloß. Und so ähnlich ist es mit unserem Hafen auch.

Ein langfristiges Projekt, was natürlich, es war ein Förderprojekt, das muss man auch dazu sagen. Also wir haben viel Geld dafür gekriegt. Man hat sich dann in der Politik entschieden, das zu machen. Ich finde es ein absoluter Zugewinn, aber es kostet natürlich. Und das über eine längere Zeit. Und ich glaube, diese Geduld, was wir vorhin hatten, das haben die Menschen nicht mehr.

Zu sagen, ja, das ist eben kein Sprintprojekt, sondern Marathon. Jetzt haben wir so einen Bogen gemacht. Aber die Wahrheit ist doch, die Elbphilharmonie wurde fertiggestellt. Heute redet keiner mehr darüber, was sie gekostet hat, sondern sie ist das Wahrzeichen von Hamburg. Und ich bin jetzt davon überzeugt, gerade beim Hafen, dass es werden irgendwann Schiffe im Hafen sein. Wir haben Interessenten.

Wir haben ja jetzt gerade den Hafen renoviert für einen Projektentwickler. Da geht es um einen Hybridhafen mit Traditionsanleger, mit Tagesanlegern und eben Hausbooten. Man muss dem Ganzen jetzt aber mal eine Chance geben. Und das ist eben das, was ich meinte. Deshalb musste ich auch so schmunzeln über den Beitrag, weil es natürlich wirklich nur die schlechten Seiten darstellt. Man muss die Zuversicht haben, dass es am Ende des Tages gut wird. Und das glaube ich ganz fest.

Also ob es jetzt dieses Projekt ist oder ein weiteres. Es stehen die Nächsten in den Startlöchern, die sagen, der Hafen wird jetzt fertig und wir möchten uns darum kümmern. Dass das nicht einfach ist, ja, mit Tide und mit Sturmfluten. Das ist klar. Aber das schaffen ja auch andere Häfen. Warum soll das Wedel nicht schaffen? Und deshalb wünsche ich mir immer so sehr, dass man das nicht als Problem, sondern als Chance versteht.

So und die anderen Themen sind natürlich da. Natürlich da, aber das ist das, was ich eingangs sagte. Ich krempel die Ärmel damit hoch, ich übernehme die Verantwortung, dass wir diese Probleme Schritt für Schritt lösen. Aber dafür braucht man die Zuversicht und man braucht auch den positiven Blick, dass wir sie lösen, weil es auf der anderen Seite schön ist in Wedel, weil wir eben tolle Dinge haben, über die wir am Anfang besprochen haben.

Ich glaube, das ist auch ein ganz guter Konterpunkt, weil wenn man jetzt sagen würde, was sind die schönsten Orte im Kreis Pinneberg, der ja auch ein durchwachsenes Image hat, dann würden viele natürlich sagen Wedel und viele würden auch nicht Wedel sagen, weil sie gar nicht wissen, dass Wedel zum Kreis wird, sondern weil man immer den Eindruck hat, das ist so eine Art Sylt vor den Toren Hamburgs.

Also insofern ist das Image, das Wedel hat, damit haben sie ja gar kein Problem, oder? Nein, ich habe jetzt gerade, sie waren einmal abgebrochen, aber ich habe Sylt gehört und das mit Wedel kombiniert. Nein, weil dieses Image, das Image von Sylt ist auch, ich glaube Sylt ist auch, es ist ja auch ein, hat ein super Image und das geht ja für Wedel auch, also Wedel hat ein anderes Image als Pinneberg zum Beispiel.

Also jetzt muss ich aufpassen, weil ich meinen Pinneberger-Fürlingen wirklich gerne habe. Und ich glaube, dass wir im Kreis Pinneberg, auch die anderen Kommunen, die dabei sind, alle zusammen einen Imagewechsel hinbekommen haben. Das würde ich auch gerne betonen. Aber dennoch würde ich sagen, dass Wedel da nochmal eine andere Rolle hat, weil wir natürlich die Elbnähe haben und dadurch auch eine andere Zielgruppe.

Hier haben Leute ihre Bötchen im Hamburger Jachthafen, also in Wedel, liegen. und dadurch einen anderen Blick auf diese Stadt. Formuliere ich es mal so. Interessant, dass Sie sagen, wodurch haben Sie diesen Imagewechsel? Woran machen Sie das fest, dass Sie den hinbekommen haben? Was den gesamten Kreis anbelangt. Ja, ich glaube, weil alle mitgewirkt haben.

Also so wie ich auch meine anderen Bürgermeisterkollegen kennengelernt habe, alle sind dran gewesen, die Städte liebens- und lebenswerter zu machen. Und das hat funktioniert. Und man sieht ja auch, dass der Druck aus Hamburg in die Kommunen größer geworden ist. Und das hilft natürlich auch, dass man sich dementsprechend attraktiver geben muss, damit man dem auch gerecht wird. Und ich finde, das hat funktioniert.

Also dieses Ressentiment, ich möchte auf gar keinen Fall ein Pinneberger Kennzeichen haben und ich möchte da auch nicht wohnen, höre ich weniger. Es gibt auch viele, die aus Eppendorf und der Schanze nach Pinneberg ziehen. Insofern freue ich mich natürlich darüber und vielleicht ist es dann auch in Bayern mal so weit, dass sie verstanden haben, der Kreis Pinneberg ist was Gutes.

Ich habe die Frage auch einigen ihrer Kolleginnen und Kollegen gestellt. Wäre es für Wedel einfacher, wenn es zu Hamburg gehören würde? Organisatorisch? Politisch? Das ist eine spannende Frage. Das kann ich gar nicht so ad hoc beantworten. Also ich glaube, es ist schon so, dass ein Stadtstaat es einfacher hat, als wir es hier haben.

Das muss man ganz klar sein. Und ich sehe natürlich, wenn ich jetzt von hier aus in Klövenstehen fahre und sehe, was an Geldern zum Beispiel für die Spielplätze schnellstmöglich bereitgestellt worden ist und man fährt dann wieder zurück nach Wedel und wir sehen, dass wir gerade die Spielplätze einzäunen, dann macht das natürlich auch was mit den Leuten, die nicht so politisch aktiv sind, dass sie sagen, wieso geht es da, wieso geht es nicht hier.

Aber wirklich Hamburg zu sein, da kann ich gar nicht wissen. Weil die Entfernung nach Kiel natürlich irre ist. Einige Kollegen, der Kollege Förster aus Pinneberg sagt, naja, die Kieler haben uns vor allen Dingen immer dann im Blick, wenn Landtagswahlen sind, weil man weiß, dass die Landtagswahlen oft im Umkreis von Hamburg entschieden werden.

Weil in anderen Bereichen, schließlich Holstein, sozusagen die Mehrheiten verteilt sind. Aber sonst ist halt irgendwie Wedel und Pinneberg und Halzenbeck, die sind halt weit weg von Kiel. Relativ weit weg. Okay, also vielleicht bin ich dafür zu kurz am Abend. Noch, aber ich habe ja überhaupt nicht das Gefühl.

Also jetzt war gerade die Staatssekretärin aus dem Wirtschaftsministerium bei uns, Julia Carstens, hat sich den Businesspark angeguckt. Wir haben über unser Gründungs- und Technologiezentrum gesprochen. Und wie gesagt, ich bin in guter Verbindung mit unserem Landtagsabgeordneten. Also wir haben einen engen Draht. Daniel Günther war ein paar Mal hier.

Also ich kann mich eigentlich überhaupt nicht beschweren. Aber vielleicht würde ich in sechs Jahren was anderes, also in fünf Jahren was anderes sagen. Aber im Moment habe ich den Eindruck, wenn ich Kiel brauche, auch den verschiedenen Ministerien, auch Innenministerium, also auch die Kommunalaufsicht.

Ich meine, natürlich wissen die, wie hoch verschuldet wir sind, aber die erkennen auch an, dass wir uns auf den Weg machen. Die erkennen auch an, dass die Politik jetzt die ersten Schritte gegangen ist. Wir haben ja die ersten 5,2 Millionen jetzt konsolidiert im letzten Jahr. Also, Ich fühle mich da eigentlich ganz gut betreut, auch wenn wir drüben sind.

Vielleicht bin ich auch immer laut genug und sage, vergesst uns nicht und wir sind da und bin auch sehr präsent auf vielen Veranstaltungen im Land. Aber meinetwegen kann es so bleiben. Wie werden Sie sich verhalten als Bürgermeisterin? Alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sagen mir, wir versuchen natürlich dann in unserem Amt parteilos, überparteilich zu agieren.

Sie sind aber nun in einer Partei. Was bedeutet das für Ihren Einsatz bei der Landtagswahl, die ja im Jahr 2027 in Schleswig-Holstein ansteht? Naja, das bedeutet nicht erste Reihe, aber wenn ich bei Veranstaltungen helfen kann, dann tue ich das, aber trotzdem muss ich meine Neutralität wahren. Das ist mir auch ganz wichtig, das habe ich auch hier in der Ratsversammlung versprochen.

Ich glaube, also wenn man jetzt die anderen Parteien fragen würde, dass man das auch spürt, dass ich mich genauso für Themen der SPD und der Grünen und weiteren einsetze. Aber da werde ich sehr darauf achten, dass ich mich natürlich im Hintergrund halte, weil das jetzt mein Auftrag ist. Haben Sie trotzdem eine Erklärung für den unglaublichen Erfolg von Daniel Günther in Schleswig-Holstein?

Man hat den Eindruck, anders als Cem Özdemir, der ja in Baden-Württemberg nur die grüne Partei nicht auf seinem Plakat hat, Daniel Günther müsste nicht mal plakatieren und würde nächstes Jahr wieder gewählt werden. Was macht der anders als andere Ministerpräsidenten? Warum ist der ja auch in allen Umfragen immer der beliebteste Ministerpräsident in Deutschland?

Ich glaube, Daniel Günther ist einfach authentisch. Wenn der erzählt, der bringt ja viele Beispiele, dann weiß man, er ist vor Ort und nimmt sich der Sorgen von wirklich vielen Menschen an. Und der ist nahbar. Daniel Günther ist ein absolut nahbarer Spitzenpolitiker. Und das macht ganz, ganz viel aus.

Und er spricht die Dinge, der traut sich ja auf Sachen. Das haben wir jetzt auch in der Vergangenheit gesehen. Der macht den Mund auf und legt den Finger in die Wunde, aber mit einer angenehmen Rhetorik und erklärt es so, dass es auch jeder verstehen kann. Ich glaube, das ist ja auch oft, dass man Politikern vorwirft, die reden da in Kauderwelsch, das ist so undurchsichtig und so juristisch und dann schalten alle Leute ab, aber er reicht die Menschen mit seiner hervorragenden Rhetorik.

Und das wird wahrscheinlich auch im nächsten Jahr so sein. Ich würde zumindest darauf wetten, dass das ein großer Sieg der CDU wird. Vielleicht sogar nahe an der absoluten Mehrheit. Gucken wir dann mal. Eine Frage, die stelle ich immer ganz zum Schluss allen, die kann ich auch Ihnen nicht ersparen, die ist eigentlich auch gar nicht schlimm, aber manche hat damit gehadert.

Ich sage gleich warum. Die Frage ist, wenn Sie, Sie müssten, Sie müssten mit einem Ihrer Kollegen, einer Ihrer Kolleginnen aus dem Hamburger Umland tauschen, meinetwegen auch nur für einen Tag, also einen Tag Bürgermeister von einer anderen Gemeinde, einer anderen Stadt sein. Gäbe es da eine, wo Sie sagen, das würde mich zumindest mal interessieren für einen Tag?

Okay, Sie meinen jetzt aus dem Umland? Aus dem Umland, Sie können auch mit Peter Schenscher tauschen, das geht auch. Also ich sage Ihnen genau, mit wem ich tauschen würde, das ist mit meinem Kollegen aus Ahrensburg, weil nämlich Ahrensburg immer als Vergleich rangezogen wird und dann, vielleicht machen wir das sogar mal, dass wir uns angucken, was läuft in Ahrensburg gut, was läuft in Wedel gut und woran können wir partizipieren.

Das würde ich gerne mal machen. Mal sehen, ob er jetzt auch nicht zukommt. Ist das tatsächlich vergleichbar? Weil beide haben eine relativ kurze Distanz nach Hamburg. Beide sind so Gebiete, wo man sagt, die Menschen, die da wohnen, sind ja relativ wohlhabend. Warum ist das vergleichbar, Ahrensburg und Wedel? Ja, also von dem Angebot, von der Leistung, von der finanziellen Lage.

Auch von den Mitarbeitenden wird das immer wieder rangezogen. Und deshalb würde ich mir das gerne mal genauer angucken und mal sehen. Und ich sehe auch, was mein Kollege da für gute Sachen macht. Das heißt jetzt nicht, dass die anderen Kollegen das nicht gut machen, sonst muss ich mir da gleich was anhören.

Aber was sie sagen, es ist so von der Lage, von den Menschen und vom Angebot vergleichbar und deshalb kann man vielleicht mal hospitieren gegenseitig. Was ich interessant finde, ist bei Ihnen auch wieder so, man denkt ja, da sind jetzt diese Bürgermeister und Bürgermeister und die sind alle völlig fertig und die werden angefeindet und die haben es ganz schlimm und die haben eigentlich gar keine Lust mehr auf ihre Jobs.

Allein deshalb hat sich diese Reihe, glaube ich, schon gelohnt. Ich erlebe das Gegenteil. Ich erlebe total optimistische, total nach vorne denkende Menschen, so wie sie, energiegeladen. Oder ist das nur in diesen Gesprächen so? Nein, das ist immer so. Also dann könnte ich den Job auch nicht machen. Also wenn ich diese Zuversicht nicht hätte und diesen uneingeschränkten Optimismus in mir drin, dann wäre das sicherlich, würde es nicht so gehen.

Ich bin, wie ich bin und das ist auch so. Das ist ein so vielfältiger Job, eine so vielfältige Aufgabe, wenn man sich mal so einen Tag anguckt. Ja, das geht von wirklich angespannten finanziellen Gesprächen über tolle Projektentwicklungen bis zum 100. Geburtstag oder der Einweihung oder Eröffnung eines Kinderfestes.

Also das sind so wahnsinnig viele verschiedene Aufgaben und das ist das, was ich unwahrscheinlich mag. Also für mich ist das Schlimmste, irgendwo zu sitzen und jeden Tag dasselbe zu tun, sondern auch dieses Probleme lösen zu müssen. Das ist ja viel Kreativität, die wir brauchen. Das unterschätzt uns vielleicht auch so, dass man immer denkt, also es ist ja sehr statisch in einer Behörde, da ist ja alles vorgegeben. Ganz im Gegenteil.

Auch wir müssen individuell arbeiten. Und ich kann Ihnen sagen, das Jahr fing bei uns nicht gut an. Das Sturmgebiet Ellie, das hat uns ja alle im Griff. Aber während dieser Sturm angesagt war, hat nun leider bei uns, hat man eine Bombe gefunden. Das LKA war da und hat gerade hier und wir haben jetzt nur noch, weil man diese Bombe bewegt hat, nur noch fünf Tage Zeit, diese Bombe zu entschärfen.

Und das heißt, wir mussten bei minus 15 Grad an einem Sonntag, während Elli tobte fast, mussten wir 6000 Haushalte evakuieren. Und da kann ich Ihnen sagen, wenn ich dann sehe, wie die einzelnen Organisationen hier zusammenwirken, wie wir im Stab auch improvisieren mussten, um schnellstmöglich Lösungen zu finden, dann ist das eine Herausforderung, die mir Spaß macht und eine Situation, die mir so viel Stärke gegeben hat, weil ich weiß, wir wissen ja alle nicht, was auf uns nochmal zukommt, dass wir auch weitere Krisen beherrschen werden.

Und ich sage, das ist ein wunderbares Schlusswort. Ich sage vielen Dank für die Zeit. Sehr gerne. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de.

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