
100x MEHR - Der Effektiv Spenden Podcast· Staffel 1· Folge 9
Weltverbessern auf Umwegen (Teil 2)
Freitag, 23. Oktober 2026 · 1 h 04
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Shownotes
Dies ist der zweite Teil eines zweiteiligen Gesprächs. Teil 1 findet ihr hier: effektiv-spenden.org/podcast/weltverbessern-au…
In dieser Folge des „Effektiv Spenden Podcasts" gibt es keinen Gast im klassischen Sinne: Basti Schwiecker spricht mit seiner Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin Anne Schulze. Im ersten Teil ging es um darum, wie es zur Gründung von Effektiv Spenden kam. Teil 2 setzt Ende 2021 ein, als Effektiv Spenden extrem wächst und sich innerhalb weniger Wochen ein zweistelliger Millionenbetrag auf dem Spendenkonto ansammelt. Auch Der Spiegel berichtet über Effektiv Spenden und so langsam wird es mehr Arbeit, als das damals noch aus lediglich anderthalb Personen bestehende Team stemmen kann. Bastis Hilferuf stößt jedoch nicht auf taube Ohren und Anne steigt ein
.
Es geht darum, wie man unter ein funktionierendes Produkt eine stabile Organisation baut, warum Effektiv Spenden anfangs nur Organisationen gegen extreme Armut empfohlen hat und heute neben Klima- und Tierschutz auch Demokratie und KI-Sicherheit dazugehören – und warum die beiden ein Buch geschrieben haben, obwohl sie das lange für keine gute Idee hielten.
Die Kernthemen des Gesprächs:
Dezember 2021: Effektiv Spenden ist Schlagzeile bei Spiegel Online, die Server gehen in die Knie, und einige Menschen spenden nach wenigen Gesprächen sehr große Summen. Die Bank ruft an – nicht um zu gratulieren, sondern wegen der Sorge um Geldwäsche. Für Basti der Moment, in dem klar ist: Ich brauche Hilfe.
Zwei Chefs statt einem: Anne steigt 2022 als Mitgeschäftsführerin ein, auf Augenhöhe und ohne Stellenbeschreibung. Wie die beiden ihre Rollen gefunden haben, wo es gerieben hat und warum Basti jemanden wollte, der ihm widerspricht.
Von Armut bis KI: Am Anfang empfiehlt Effektiv Spenden nur Organisationen gegen extreme Armut, Ende 2019 kommen Klima- und Tierschutz dazu. Warum KI-Risiken damals bewusst draußen blieben und warum heute Demokratie und existenzielle Risiken durch Künstliche Intelligenz zu den Themen gehören.
Demokratie: Großspenderinnen und Großspender fragen nach Empfehlungen, doch einen Evaluator wie GiveWell gibt es in diesem Bereich nicht – und viele Fachleute sagen offen, dass sie nicht wissen, was wirkt. Wie daraus Power for Democracies entstanden ist und warum Demokratieförderung aus dem Ausland ein dickes Brett ist.
Was können Spenden gegen KI-Risiken ausrichten?: Am Beispiel der AI Whistleblower Initiative, die Beschäftigten in KI-Firmen hilft, Warnungen sicher weiterzugeben, und von METR, das neue Modelle unabhängig prüft. Dazu die Frage, warum schon ein kleines Risiko eine Investition rechtfertigen kann.
Ein Buch statt einer Excel-Tabelle in Prosa: Für „100x mehr" haben Anne und Basti Menschen aus allen Themengebieten von Effektiv Spenden interviewt. Warum es Porträts statt eines Sachbuchs geworden sind und wie das Buch zwischen April und November entstanden ist.
Mehr erfahren & Unterstützen: Unser Buch „100x mehr – Geschichten, wie deine Spende wirklich wirkt" von Anne Schulze und Basti Schwiecker erscheint am 25. November 2026 und kann vorbestellt werden: effektiv-spenden.org/buch (im Gespräch wird noch der 11. November als Erscheinungstermin genannt, der muss nun aber leider verschoben werden)
Im Gespräch erwähnt: unsere Folgen mit Markus N. Beeko von Power for Democracies (youtube.com/watch?v=TqEE_CcB2wE) und mit Martin Milbradt von METR (youtube.com/watch?v=HGyx4hFqumk).
Wenn ihr Fragen habt, oder Interesse an einer kostenlosen und unabhängigen Spendenberatung, könnt ihr hier effektiv-spenden.org/spendenberatung ganz einfach einen Termin buchen.
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
speaker-0: Und das hat dann zugeführt, dass wir im Dezember 2021 auf einmal einen zweistelligen Millionenbetrag auf dem Konto hatten. Ja, das war super, aber es war halt echt unreal, die ganze Nummer. Also auch in einem Ausmaße, in einer Geschwindigkeit. Und ich habe dazu noch auch schlechtes Timing, aber was soll man machen? Meine Tochter ist geboren. Und jetzt zum zweiten Teil der Episode mit meiner Kollegin, Mitgründerin und Mitgeschäftsführerin Anne Schulze.
speaker-1: Sehr schön, Basti.
speaker-0: Genau, wir steigen direkt wieder ein. Wir beide sitzen beim INDA 2021 und ich rede mit Engelszungen auf dich ein, dass du doch bitte effektiv effektiv spenden mit deiner ganzen Kraft anschließen mögest.
speaker-1: Genau, natürlich bei Panier Gilles Frésis extra scharf und irgendwie crazy, dass das fast jetzt also fünf Jahre her ist, Basti, das finde ich schon irgendwie bisschen verrückt. Ja, genau, aber ich erinnere mich noch sehr gut, es muss irgendwie tatsächlich auch diese Jahreszeit gewesen sein und irgendwie lief es ja dann bei Effektivspenden deutlich besser als erwartet und ich glaube, du bist dir bewusst geworden so Was wir damals bei dem Projekt bei der Bankeser-Stiftung nicht hatten, irgendwie der Product Market Fit, gab es damals ja irgendwie nicht. Und wir hatten aber die Kohle und haben einfach fröhlich weitergemacht. Und hier hast du ja gesagt, okay, ich starte ganz klein und schmal und erst mal schauen. Und ich glaube, dann haben wir relativ schnell gemerkt, den Product Market Fit gab es. Und dann hast du irgendwann gemerkt, so es wäre vielleicht ganz sinnvoll, irgendwie auch einfach jetzt mal zu investieren, die Organisation irgendwie aufzubauen für weiteres Wachstum. Weil wenn ich mich recht erinnere, also es war cool und total excited und das hatte ich auch schön hochgejazzed. Aber wahrscheinlich nachhaltig wäre das nicht mehr lang gegangen, so mit einem anderthalb Mann-Team.
speaker-0: Naja, also war nicht genau auf tönenden Füßen, ich sagen. Also genau, ich habe das mit dem Lean Startup irgendwie ernst genommen. Also wir sind auf einem schmalen Tadar die ersten Jahre durchgestartet und liefer, also im ersten Jahr schon so ein paar hunderttausend Euro gesammelt. Im zweiten Jahr, das war 2020, schon knapp drei Millionen, also da hat man schon gemerkt, okay, das interessiert nicht nur Mutti. Die ganze Sache, aber dann wirklich crazy wurde es erst 2021. Also insofern war es genau richtig, da schon mal irgendwie zu versuchen, dich an Bord zu ziehen, weil das sich dann Ende 2021 wirklich sehr grenzhaftig angefühlt hat. Also ich war nicht mehr ganz alleine. Thomas war schon an Bord und ist jetzt auch immer noch an Bord, neben mir der quasi dienstälteste Mitarbeiter im Team. Aber auch zu zweit war es eine toffe Nummer.
speaker-1: Ja, vor allen Dingen, weil ja plötzlich sich auch irgendwie Menschen gemeldet haben über das Kontaktformular, die uns irgendwie gegoogelt hatten und dann auf einmal viel spenden wollten. So wie wir ursprünglich gar nicht das Produkt gedacht hatten. Das fand ich wirklich erstaunlich.
speaker-0: 2021 im Dezember, also tendenziell, wenn wir Aufmerksamkeit bekommen, dann auch zum Jahresende. Das ist sozusagen klassisch die Zeit, wo Menschen schwenden und wo auch Medien berichten. Und da ist es dann aus allen Seiten auf uns eingeprasselt. Also der Spiegel hat sich gemeldet. Wir waren dann Schlagzeile bei Spiegel online, was auch dazu geführt hat, dass die Server gecrushed sind. Also was ich total cool fand, weil ich dachte immer so, das ist mein Maßstab für Erfolg oder für wie ein Startup funktioniert, wenn man Serverprobleme hat. hat sich da trotzdem in dem Moment gar nicht so cool angefühlt, war ein bisschen häcklich, aber das haben wir hinbekommen. Und dann, wie du gesagt hast, das andere für uns überraschende war, dass sich einige Menschen bei uns gemeldet haben, die auch sehr, sehr Summen spenden wollten und das dann auch gemacht haben, zu denen wir vor wenig Kontakt haben, also insofern beeindruckend, wie schnell die dann Vertrauen gefunden haben zu uns nach wenigen Gesprächen. Und das hat dann zugeführt, dass wir im Dezember 2021 auf einmal einen zweistelligen Millionenbetrag auf dem Konto hatten. was super war. Aber auch da, dann
speaker-1: Sie
speaker-0: erinnere ich mich, unsere Bank ruft an und ich dachte, super, die laden mich jetzt zum Großkundengespräch ein und Champagner und Häppchen warten auf mich. Stattdessen erstmal, Herr Spieker, ist da los irgendwie? Wo kommt das Geld her? Ich brauche einen Nachweis. Ist das nicht Geldwäsche? Ist das nicht illegal irgendwie? Und das war, ich würde nicht sagen, ein Drohanruf, aber auf jeden Fall ein ganz anderer Vibe, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Also auch ich bin dankbar, diese Probleme gehabt zu haben. Ja, das war super, aber es war halt echt unreal, die ganze Nummer. Also auch in einem Ausmaße, in einer Geschwindigkeit. Und ich hab dazu noch auch schlechtes Timing, aber was soll man machen? Meine Tochter ist geboren zu der Zeit.
speaker-1: Ich erinnere mich, Basti, dass du gesagt hast, kann jemand diesen Call oder irgendwie noch Call mit Spendern übernehmen? Weil ich glaube, du warst irgendwie im Kreißsaal und musstest irgendwie auch noch die Geburt deiner Tochter begleiten.
speaker-0: Ich erinnere mich noch auf den Weg zum Krankenhaus, habe ich Nachrichten an einen Redakteur vom Spiegel geschrieben, da irgendwie aus meiner Sicht noch mal darauf einzuwirken, dass das wirklich eine runde Geschichte wird. genau, habe dann da noch, also hat sich auch bisschen hingezogen, da noch fleißig getippt und also keine Sorge, bei der eigentlichen Geburt war ich dann voll aufmerksam und hatte weder Laptop noch Andy zur Hand. Aber es kam echt eine Menge zusammen und ganz klar neben allem Excitement. muss man dann auch schauen, dass das ganze bukaterisch, rechtlich, mit dem Finanzamt alles geklärt ist und serös ist und halt jemand, der Bank dann auch schnell die Nachweise liefern kann, dass das alles eine Richtigkeit hat und wir hier nicht irgendwie Geldwäsche oder sonst was betreiben. Und da war klar, ich brauch Hilfe.
speaker-1: Ja, aber bevor wir dann nochmal drauf einsteigen, was ich gerade nochmal so erinnere, ich sagen, in dieser Zeit, wie du es jetzt gerade erzählt hast, zeigen sich eigentlich nochmal Dinge, die für uns bis heute, glaube ich, super wichtig sind. Das ist sozusagen die Methodik, warum es ja eigentlich auch das unser Produkt gibt. Und das Zweite ist aber auch, was du ja immer predigst. Und Hochherr ist Schnelligkeit. Also wenn ein Redakteur oder ein Journalist oder Journalistin schreibt oder Spender oder Spenderin, sofort antworten, damit wir im Spam auf Attention bleiben und ganz schnell Vertrauen aufzubauen. Und ich glaube, das sind erstens drei Dinge, die bis heute, würde ich sagen, immer noch zählen und die auch dazu führen, dass wir weiter wachsen und erfolgreich sind. Und die aber auch, wie du immer zu mir sagst, so ich glaube, wir sind die besten Vertriebler. weil wir halt so überzeugt sind. Und dann kann darüber glaube ich auch total schnell Vertrauen entstehen. Ja und das ist mir gerade nochmal so, hey, das war eigentlich schon immer Teil unserer DNA von Anfang an.
speaker-0: Ja absolut, ich brauchte auch Hilfe beim Management und Instagram. Der Laden war einfach personell unterbesetzt dann am Ende für den Umsatz quasi oder das Spendenmodum, das wir gemacht haben. Und ich wusste, kannst du und hast dann noch ein paar Skills, bei mir noch ausbrauchfähig waren und wahrscheinlich sind oder so. Aber du bist halt ganz wichtig auch Überzeugungstäterin, also wie ich und in der Tat, also wie du meinst. bin definitiv nicht der geborene Sales Typ. Also wenn ich jemandem ein Auto verkaufen soll, ja, das wird nichts und vermutlich bei dir ähnlich. Und haben da bestimmt auch nicht irgendwelche tollen Tricks, die man sich irgendwie anlesen oder anlernen kann. Aber ich glaube, wir strahlen halt aus, dass wir wirklich überzeugt davon sind, was wir tun und dass wir wirklich hinter dem Produkt stehen oder hinter den Organisationen, die wir ja dann empfehlen, den Möglichkeiten, die Welt ein Stückchen besser zu machen. Und das ist dann manchmal zumindest ansteckend.
speaker-1: Ja, genau. Aber finde ich irgendwie ganz schön auch, dass sich das so zeigt. Natürlich sind wir gewachsen und Dinge haben sich verändert, das Team hat sich verändert, aber ich würde sagen, so im Kern ist einfach noch ganz, ganz viel geblieben. Genau, ja. Und dann hast du mich ja angesprochen und dann saß ich da, das weiß ich noch, weil ich ja bei der Beratung war und fand das da auch irgendwie toll und hatte endlich auch meine UN-Exposure, von der ich ja gesagt hatte, ich wollte eigentlich immer zu UN und bin nicht dorthin gegangen und dann habe ich das aber dort machen können. Dann hatte er auch ein tolles Team und dann kamst du die Ecke. Und dann habe ich auch wirklich eine ganze Weile gebraucht, mich zu entscheiden, weil ich definitiv nicht so risikoaffin bin wie du. so, was ist denn das jetzt, dieses Start-up? Und war das irgendwie eine Ausnahme? Und ... Ausnahme? Ja, ja, genau. ... Und bringe ich überhaupt das mit, was du noch irgendwie so brauchst? Ja, und dann habt ihr aber mit Engelstung erfolgreich auf mich eingeredet, das weiß ich noch. Ich hab dann gesagt, ich kann diese Entscheidung nicht mit ins nächste Jahr nehmen und somit hab ich mich dann wirklich zu Silvester entschieden und gesagt, ich mach das dann ab nächstem Jahr. Musste dann natürlich noch bei Sea Development raus und so weiter und so fort. Kann ich auch nicht empfehlen, zwei Jobs dann noch gleichzeitig zu machen, weil man will irgendwie dann eigentlich schon in die neue Welt und will aber auch die anderen vernünftig eine Übergabe machen. Aber ja, dann bin ich halt im Sommer oder im Frühjahr 22 eingestiegen, was jetzt krasserweise auch schon vier Jahre her ist und hab dann, glaube ich, Für mich ist das immer so ein Bild, für mich bist du so der Creator, der die Idee hatte und losgerannt ist und irgendwie da auch ein bisschen mit seiner Sturköpfigkeit weiter gerannt ist, aus voller Überzeugung der Wirkung verpflichtet.
speaker-0: Ich das ist Kompliment.
speaker-1: Take it as a compliment, it is one. Und ich glaube, ich kann dann rein so mehr, würde ich sagen, ich nehme deine Idee und baue da jetzt mal eine Organisation drauf, die dann auch weiter wachsen kann. Dann fangen wir mal an mit den spannenden Buchhaltungsprozessen und wir machen mal irgendwie nicht einmal im Jahr Belege abgeben, sondern das können wir irgendwie auch ein bisschen stabiler aufbauen und den Jahresabschluss können wir auch schneller abgeben. Aber insgesamt auch darüber nachzudenken, wie baut man eigentlich so eine Organisation auf? Du hattest irgendwie so diesen Product-Impuls und wir hatten einen Product-Market-Fit sozusagen, also es interessiert mehr als Mutti. Wie bauen wir denn jetzt das Fundament da drunter, damit wir einfach weiter wachsen können? Und ich würde sagen, das war dann so eine zweite Phase. Über ein paar Jahre sicherlich auch, wo wir einfach die Organisation zu dem Produkt gebaut haben, sodass wir uns professionalisiert haben. Wir haben auch relativ dann relativ sprunghaft das Team ausgebaut. Wir haben dann insgesamt, sei es auf der Tech-Team-Seite oder sei es auf der Kommunikations- und Support-Seite, sei es dann irgendwann auch auf der Operations- und Legal-Seite. Und es war, glaube ich, relativ wichtig, dann da die Organisation auf so ein solides Fundament zu stellen und eigentlich auch so bisschen mehr, was du erst nicht gemacht hattest, aber in die Organisation zu investieren, damit das ganze Ding irgendwie solide dasteht. Wie hast du das immer genannt? Adult supervision?
speaker-0: Genau, das auch so ein Begriff aus der Start-up-Welt. kommt, ich, eigentlich, oder wo ich ihn hergenommen habe, ist, als Google durch die Decke gegangen ist, fairerweise noch mal auf einem anderen Level als VR, ja. Also das ist mir schon klar, dass der Vergleich ein
speaker-1: Hi.
speaker-0: bisschen hinkt. Aber da wurden ja auch die Gründer quasi oder haben einen... erfahrenen Männische Eric Schmidt damals als Chef bekommen und da ist glaube ich dieser Begriff Adults Supervision gefallen und das, obwohl jetzt alterstechnisch uns nicht groß unterscheiden, irgendwie fand ich das doch, ja, there was some truth to that.
speaker-1: Aber wenn ich mich in die Phase erinnere, was das wirklich noch mal interessiert, wenn du am Anfang als Gründer unterwegs bist, da hast du ja im Endeffekt das Ding erfolgreich, aber einfach auch immer so gemacht, wie du es wolltest. Und auf einmal holst du dir jemanden rein und du hast ja auch sehr bewusst von vornherein entschieden, möchtest mich als Mitgeschäftsführerin drin haben, nicht als sozusagen Direct Report, sondern wirklich auf Augenhöhe. Wie war das für dich auf einmal jemanden so zu haben und dann auch mitzukriegen, okay, ja, wir sind schon sehr mischenerleit und wir wussten ja auch, dass wir zusammenarbeiten können, aber plötzlich warst du nicht mehr der alleinige Chef.
speaker-0: Also eine Sache ist ganz wichtig, die du meintest, wir hatten ja vorher zusammengearbeitet. Ich glaube auch, in einem kleinen Team muss man sich gut verstehen und das ist in so einem Umfeld nicht ganz trivial und nicht jeder kann mit jedem da zusammenarbeiten, obwohl es vielleicht alles tolle, irgendwie fähige Leute sind und sowas so. Und ich will auch nicht komplett die Möglichkeit ausschließen, dass ich auch manchmal schwierig sein kann. Ich will sie nicht komplett ausschließen, ich denke, ist unwahrscheinlich, aber vielleicht nicht undenkbar. Also da war ich jetzt immer ganz optimistisch, dass es bei dir jetzt grundlegend klappt, weil wir hatten ja schon zusammengearbeitet. Und dass du jetzt Mitgeschäftsführerin bist, bist ja auch Mitgründerin und dann auch Mitgeschäftsführerin, schien mir klar. Also glaube auch, gesagt, anders hätte ich dich gar nicht bekommen. Aber ich wollte auch jemanden, der bereit ist, mir Kontra zu geben, nachher vielleicht hier und da bereut. denke, in vielen Bereichen klappt das ganz gut. Manchmal lohnt sich ja auch die Diskussion sozusagen. Also so ist ja bei mir wie bei jedem anderen nicht jeder, also oft mag man vielleicht eine gute Intuition haben, aber nicht immer ist der erste Impuls super. Und dass einen da jemand mal challenged ist, ist bestimmt sinnvoll. Aber klar, hier und da ist es mir schwergefallen bzw. immer noch. Also es natürlich, wenn man ganz allein entscheidet oder ich saß halt mit Thomas zusammen, aber wir saßen wirklich sozusagen zwei Meter auseinander und uns da die Bälle zugeworfen. Das war relativ easy. Genau, ist hier und da herausgefallen.
speaker-1: Ich finde, ist auch einfach, es ist eine Reise, das ist ja auch total normal. Du hast die Idee, du hast sie irgendwie erfolgreich aus dem Boden gestampft. Da hat man natürlich auch erstmal verankert, man hat einen Anspruch, ich habe ein paar Dinge auch einfach richtig gemacht. Und ich würde sagen, es gibt da irgendwie für mich, ploppt es auf, ich glaube es gab so drei Buckets oder drei Elemente. Es gab so den einen, wo ich wusste, ja das will Basti auf keinen Fall machen, so I take it. Das ist irgendwie, finde ich, alles, so eher so der Maschinenraum war, alles was irgendwie Buchhaltung...
speaker-0: Der Buchhaltungssoftware war jetzt kein...
speaker-1: Kein Schreibpunkt zwischen uns. Genau. Also es gab die Sachen, wo es mir sehr klar war, ich kann erstens Mehrwert stiften und du wirst mir da irgendwie nicht rein funken und ich kann das auch irgendwie. Ich glaube, es gab dann Sachen, wo wir uns irgendwie einruckeln mussten, weil man am Anfang natürlich auch Verantwortungsthiffusion hatte. Also erstens gab es ja auch keine Jobdescription für mich, sondern so, komm mal mit dazu und dann gucken wir mal irgendwie. Und es war, glaube ich, relativ natürlich, wo ich mit reingehe und wo ich auch gar nicht mit reingehe. Dann gab es, glaube ich, so diese Grey Zones, wo es auch einfach ab und zu mal Reibungspunkte gab und wo wir uns dann auch finden mussten. Aber das schätze ich bis heute. Ich weiß auch, dass ich mal gesagt habe, so, Basti, entweder überlässt du mir das jetzt und dann mache ich so, wie ich es will oder du machst es. And that's it. Ja, aber das musste sich natürlich auch irgendwie finden. Und ich finde aber, was wir immer geschafft haben, auch in solchen Reibungssituationen. die Kommunikation einfach super gut zu halten. Also ich finde es super, dass wir uns auch in Raum setzen können, wo du mir sagst, so Mann Anne, das nervt mich jetzt. Oder wo ich auch sagen kann, also Basti, it's enough. Also das schätze ich sehr. Und das ist ja klar, dass man da reinwachsen muss. Und ich glaube, dann gab es so den dritten Bereich, wo ich auch lernen musste, so ich habe dazu eine Meinung, die ist aber weder objektiv noch irgendwie klar, dass das die bessere ist. da lasse ich jetzt auch irgendwie los. So war das irgendwie, finde ich, eine Reise, die aber erstaunlich gut, finde ich, geklappt hat dafür, dass es keine Jobdescription gab, dass wir beide total Überzeugungstäter sind und manchmal auch sehr überzeugt sein können von unseren Meinungen. Und wie du sagst, manchmal finde ich es auch reibung gut, sich selber noch mal zu hinterfragen und irgendwie dann noch mal zu überlegen, was ist denn jetzt wirklich ein sinnvoller Ansatz. Aber finde ich auf jeden Fall wichtig, das noch mal zu reflektieren, wie eigentlich so unsere Anfangsphase war, obwohl wir schon vorher ein paar Jahre zusammen gearbeitet hatten.
speaker-0: Was dann ja auch passiert ist, also nicht nur wir sind gewachsen, sondern unser ganzes Ökosystem. Also es gibt ja in vielen anderen Ländern ähnliche Organisationen wie wir, also in Holland, Spanien, Frankreich, jetzt im englischen Sprachraum sowieso, da gab es das ja schon auch vor uns in den skandinavischen Ländern. Und da ist dann ja auch der Austausch irgendwie stark gewachsen. wir hatten jetzt letztens gerade ein Treffen mit über 20 Leuten irgendwie, das war damals über 30 Leuten sogar, das war damals noch in viel kleineren Rahmen und ich glaube da haben wir auch du wahrscheinlich auch mehr als ich irgendwie, ja, denen geholfen sozusagen, dass die Sachen in den Start zu bringen und das Ganze, also, da die Organisation zu entwickeln und es vielleicht gleich von Anfang an auf solidere Basis zu schaffen.
speaker-1: Und es ist auch spannend, dass du das jetzt nochmal erwähnst, also erstens stand dieser Teil definitiv nicht in meiner Jobdescription, weil wir es gar nicht wussten. Und das ist, glaube ich, was ich gar nicht so gedacht hätte, dass das irgendwie auch so eine Rolle von mir wird, weil es gibt ja immer noch mein Impostor-Syndrom und gerade auch in diesem Ökosystem, wo ich denke, ja, ich habe halt nicht den PhD aus Oxford, so kann ich nicht mitreden. Und ich glaube aber, was ich da auf jeden Fall mitgebracht habe, ist, dass ich einfach einen großen Mehrwert im Vernetzen sehe und das einfach auch gerne auf Menschen zugehe und sie vernetze, ja. Und dass ich so ein bisschen diesen Community-Gedanken jetzt weniger von unseren Spenderinnen und Spendern, sondern eher von den gleichgesinnten Ökos, also gleichgesinnten Organisationen, dass ich da irgendwie so eine Rolle übernehme. Das hatte ich irgendwie ursprünglich nicht gedacht, aber ich glaube oder ich hoffe, dass sie einfach auch dem Ökosystem was zurückgibt, weil ich glaube, wir machen alle sehr ähnliche Dinge. Und wenn wir uns da untereinander helfen können, besser kennen, austauschen können, ist es einfach in itself auch nochmal viel wert.
speaker-0: Ja, für alle nochmal hier, hat Impostor-Syndrom. Crazy, meine Meinung nach. Wenn das jemand nicht braucht, dann Anna. Weil, sagen wir, ganz kein bisschen Verständnis in diesem ganzen Ökosystem und dieser Effekt des Alters. Es gibt natürlich schon einen Haufen sehr, sehr smarte Leute, oft sehr, junge Menschen, die halt dann irgendwie in einem Alter ihren PhD finalisieren, wo ich irgendwie noch mit Mabitur, oder weiß ich nicht, was gekämpft habe. Oder wir beide wahrscheinlich. Und da genauer. muss man halt eingestehen. Nicht von jedem, beziehungsweise von so ziemlich geilen werde ich die Paper-Challenging irgendwie oder die Leute im Viereckengrechnen schlagen oder was auch mal da anstehen könnte. Aber es gibt halt, genau, es gibt viele Skills und ich glaube einen, du auf jeden Fall hast, also einerseits diese Management-Kapazität, aber auch irgendwie das Leute zusammenbringen und das zu kommunizieren und teilweise einfach bisschen Lebenserfahrung. Also wir sind ja... Wir fühlen uns nicht so, aber in unserem Ökosystem sind wir, gehören nur zu den Ältesten. und das, genau, irgendwas, man kann ja gar nicht vermeiden, wenn man älter wird, mit ein paar Erfahrungen mit oder sowas und kann dann vielleicht das auch irgendwie bisschen souveräner kommunizieren oder da Leuten also genau zur Seite stehen. Ich glaube, ist jeden Fall ein wichtiges Oder wie du dich selber, glaube ich, als EA-Grandma bezeichnet hast, schon irgendwie.
speaker-1: Dann werden wir natürlich raus. Aber ja, ich finde es auf jeden Fall spannend, dass ich in dem Ökosystem mich auf mehreren Dimensionen als Minority fühle, was Gender angeht und was Age angeht. Ob ich das immer, also sind ja auch, wie du weißt, einige meiner Kritikpunkte, aber da gehen wir jetzt mal nicht drauf ein. Aber vielleicht gehen wir nochmal zurück.
speaker-0: Ego-System ist schon sehr männlich, nur die geprägt oder so was. Insofern, genau, da hab auch eine gute, auch bisschen vielleicht Vorbildfunktion oder so was zu zeigen. So was, man muss nicht ein IQ von 160 haben, okay sorry. Das kommt jetzt vielleicht falsch rüber. 150 reicht auch. Aber man muss nicht mit 24 seinen PhD in Philosophie und Physik fertig haben und ein Typ sein, in dem System irgendwas reißen zu können.
speaker-1: Ja, yes. Aber gehen wir doch mal zurück, wenn wir jetzt irgendwie so drauf schauen, auch auf die, es sind ja wirklich dann auch vier Jahre seitdem ich da bin. Also ich würde sagen, es gab dann so die Phase, wo wir die Organisation skaliert haben oder auf stabiles Fundament gebaut haben, sie skalieren zu können. Und dann ist ja trotzdem auch noch sehr viel, würde ich sagen, passiert, wenn man nicht jetzt so dieses Stabilisierende nehmen. Ja, also wie du sagst, das Ökosystem insgesamt ist gewachsen irgendwie. Es gibt viel mehr Organisationen im europäischen Ausland. die so was machen wie wir. Aber wir haben ja auch noch mal bisschen anders angefangen, unser Produkt zu schauen, weil wir einfach gemerkt haben, es interessiert nicht nur Mutti. Und sind meines Erachtens jetzt wirklich in dieser Phase, ich würde sagen, in den letzten 12 bis 24 Monaten noch mal viel mehr, was auch Outreach und Marketing und Growth angeht. Und wie können wir unsere Idee noch mit mehr Menschen auch außerhalb dieses intellektuell nerdy Ökosystems teilen? Eine Sache, an die ich denken muss, ja die Diskussion, mit welchen Themengebieten haben wir eigentlich angefangen. Also das weiß ich gar nicht mehr ganz genau. Was hattest du ganz am Anfang?
speaker-0: Also ganz am Anfang in den ersten Monaten gab es nur extreme Armut oder Entwicklungszusammenarbeit. Da Giffel bei unser erster und nach wie vor wichtigster Partner, würde ich sagen. Dann kam aber im 2019 noch, zum Ende des Jahres haben wir Klimaschutz und Tierschutz aufgenommen. Auch bewusst uns lange Zeit auf die Themen beschränkt. Auch damals war im effektiven Altruismus ja schon das Thema KI, existenzielle Risiken relativ groß. Und ich Das war noch lange vor, das war noch vor Corona, muss man sagen. war ja auch so existenzielle Risiken durch Pandemien. jetzt im öffentlichen Diskurs alles nicht vorhanden und klang schon sehr nach Sci-Fi. Und ich habe das bis zum größten Grad intellektuell schon verstanden, dass das sich lohnen könnte, da ein bisschen zu investieren, weil die Welt als Ganzes gar nichts investiert hat und hat sich auch nachher in ein großer Fehler herausgestellt. Aber dachte, das kriege ich nicht verkauft. Das ist herausfordernd genug, damals immer noch, aber damals noch mehr. zu sagen, hey, es gibt auch in der Entwicklungszusammenarbeit große Wirkungsunterschiede, irgendwie da auf die besten Maßnahmen zu setzen, macht einen Unterschied beim Tierschutz, vielleicht eher auf die Massentierhaltung achten als aufs Tierheim und auch beim Klimaschutz kann man bisschen smarter darüber nachdenken und da ist in all den Bereichen zumindest mal ein Problembewusstsein. Und ich dachte, das ist so viel neue Informationen, die ich kommunizieren will, auch achte nicht auf die Verwaltungskosten, irgendwie in der Frage, die klassischen Spendensiegel. Wenn ich dann jetzt auch noch ankomme mit irgendwie, ja, wer weiß, was mit der AI irgendwann passiert oder hast du mal über Pandemien nachgedacht, so, dann würden wir die Leute irgendwie eher verlieren, das wäre eher kontraproduktiv.
speaker-1: Jetzt haben wir ja sozusagen noch zwei weitere Themengebiete. Vielleicht können wir da einfach noch ein bisschen einsteigen wie eigentlich die Historie.
speaker-0: Ja, Also ich meine, das ist die Historie, warum wir sie nicht hatten. Weil wir das nicht gesehen haben, weil wir dachten, also wir waren kleinen Kapazitäten, waren, gerade schon angedeutet, begrenzt. Aber auch die Öffentlichkeit, würde ich sagen, war oder wir waren noch nicht so weit, aber auch die Öffentlichkeit vielleicht nicht. Und dann ist leider, muss man in einigen Bereichen sagen, hat sich die Welt so verändert, dass es das andere Thema doch oder dass zumindest mal ein Problem bei Seinen entstanden ist, also das Thema Pandemien oder existenzielle Risiken durch Viren. ist nach Corona auf jeden Fall mal positiv gesprochen, leichter zu kommunizieren. irgendwie das Thema Great Power Konflikt, also Kriege zwischen Großmächten, spätestens nach dem Ukraine Konflikt irgendwie auch nochmal wieder deutlich geworden. Aber The Elephant in the Room, würde ich sagen, ist natürlich KI. Also wie angeleutet, im effektiven Altruismus eigentlich schon fast, nicht ganz, aber fast seit Gründungen, großes Thema gewesen. Und das ist halt durch Chatchapity und allem, was seitdem passiert ist. Erstmal durch allen Menschen inzwischen klar, das ist eine große Nummer, aber inzwischen gerade im letzten Jahr auch noch, das kann auch schiefgehen, also in den falschen Händen und eventuell auch nicht nur in den falschen Händen. Und ein anderes Thema, das wir auch aufgenommen haben, kannst du gleich nochmal erzählen, ist Demokratie sozusagen. Da hat sich ja auch in den letzten Jahren nicht alles zum Positiven entwickelt. Also in Deutschland kann man einige Entwicklungen kritisch sehen, international und nicht nur in USA, auch in vielen anderen Ländern, auch in Indien. Indonesien in der Türkei gibt es da ja Sorge und auch das ist ja ein potentiell sehr sehr gewichtiges Thema, dem wir uns dann auch gewidmet haben.
speaker-1: Ja, genau. Und inzwischen haben wir eben auch noch Demokratie ja als Themengebiet auf der Webseite. Und vielleicht einfach mal ein kleiner Exkurs. Das hat ja angefangen, weil Großspender und Spenderinnen uns gefragt haben, also irgendwie scheint das ja alles ein bisschen fragiler zu werden, gibt uns mal Empfehlungen. Also Menschen, die sich mit unserer Methode auseinandergesetzt haben, vielleicht bisher im Bereich Armut oder Klima gespendet hatten, sahen auf einmal dieses Thema Demokratie auch als Thema, was bearbeitet werden sollte. Und dann hat sich ja unser Kollege Stefan Schwallen auf den Weg gemacht, zusammen auch mit Stefan Schorr, und haben eigentlich geschaut, ja dann gucken wir mal, es muss ja irgendwie sowas geben wie Give Well for Democracy, also ein Evaluierer, der sich anschaut, was sind die Themen, was will man denn eigentlich verbessern und was sind Interventionen und dann Organisationen, die das gut können. Und das war sehr ernüchternd. Sie haben ja mit echt vielen Fachleuten gesprochen, Expertinnen und Experten und natürlich aus vielen Disziplinen. Natürlich ist es nicht so einfach von der Wirkungskette wie jetzt Armut. Es gibt viel Malaria, also hier ist eine Intervention, also bitte Netze verteilen. Aber es gab, glaube ich, wahnsinnig viele Daten, aber es gab wenig Verständnis darüber, was ist denn hier eine Wirkungskette, was sind Wirkungszusammenhänge und was sind Interventionen, wirken und wo man auch hinspenden sollte. Und dann ist ja entstanden, das haben wir erstmalig so gemacht, dass die Spender und Spenderinnen aber gesagt haben, ja, uns scheint das Thema so wichtig, wenn es da keinen Evaluierer gibt, also nicht so ein Give-Well-for-Democracies. dann müssen wir das halt bauen.
speaker-0: Ich würde noch kurz einhaken, ich also eine Anekdote, mir Stefan Schwalen erzählt hat aus dem Versuch, genau da selber erstmal was zu recherchieren, war, also wie du sagtest, man hat ganz viele Expertinnen und Expertinnen kontaktiert und auch Professorinnen und die unter anderem auch gefragt, hey, was würdest du denn empfehlen, in diesem Bereich zu machen? Und in meiner Wahrnehmung, und ich glaube, da bin ich nicht alleine, es mangelt es wenig, Professoren an Selbstbewusstsein und auch mal eine Meinung herauszusorgen und zu erzählen, was gut und richtig ist. Und nicht nur, dass die, überhaupt irgendwas gesagt haben, was man denn da machen könnte oder sollte, dass es so all over the place war, so weit im Fernsehen von Konsens, viele meinten auch, ich weiß es schlicht nicht. Und dieses, ich weiß es nicht, aus einem Professor zu bekommen, so ist meiner Meinung nach nicht ganz einfach. Aber hat für mich nochmal gezeigt,
speaker-1: eigentlich.
speaker-0: okay, da ist wirklich eine große Wissenslücke.
speaker-1: Ja, genau. Und so ist dann ja quasi Power for Democracies entstanden, also der Evaluierer im Bereich Demokratien mitfinanziert von Großspenderinnen und Großspender von uns und die sich auf den Weg gemacht haben. Das ist echt ein mühsamer Weg gewesen, weil du hast natürlich, auf was gehst du denn irgendwie? Und es gibt ganz, ganz viel Daten, aber wie bringen wir die denn in ein Framework? Und auf jeden Fall, was man sich aber anschauen kann, ist, dass gewisse Indie-Sales auf jeden Fall mal sagen, es leben weniger Menschen. als zuvor in liberalen Demokratien. Und wir sehen irgendwie the rise of authoritarian regimes sozusagen, wie du auch schon gesagt hast. Ja, und somit ist Power for Democracy an den Start gegangen, aber die haben natürlich auch erst mal eine Weile gebraucht, natürlich erst mal überhaupt das Team aufzusetzen, sich überhaupt Gedanken zu machen, was, wenn uns der Professor oder die Professorin das schon nicht sagen kann, so erst mal überhaupt sich mit einem Framework zu beschäftigen und zu sagen, wie schauen wir denn auf diesen Themen, auf dieses Themengebiet? Und natürlich gehst du dann sehr schnell auch auf Länder. Also wo ist die Bedrohung groß, wo gibt es aber auch eine Möglichkeit da zu intervenieren? Und was sind dann auch Spendenempfehlungen? Und so ist das ja eigentlich entstanden. Und wir haben mit Stefan Schwallen jemanden im Team, der sich extrem gut mit dem Thema auskennt, sich während sozusagen dieser Evoluira auf den Weg gemacht hat, sich sehr mit Demokratie in Deutschland beschäftigt hat. Das war ja so ein bisschen so ein Zwischenprodukt von uns, weil auch immer mehr Nachfrage quasi kam. nicht ganz so geil hier was mit der AfD und so weiter passiert. Was könnte man da denn tun? Und ich würde sagen, was wir bei Demokratie auf jeden Fall sehen ist, und dann kannst du gleich nochmal sagen, ob du deine Parallele auch zu KI siehst, das ist die Menschen mehr beschäftigt. Ich glaube, wir haben das ja auch irgendwie mal gesagt, so wir sind aufgewachsen zu einem Zeitpunkt, wo man dachte so, ja Demokratie, that's it irgendwie und das wird auch einfach voranschreiten und wir gehen halt wählen und das reicht so.
speaker-0: Die Erwartung war halt irgendwie, wir haben die Mauer oder das Ritter in der Deutschland noch erlebt, dann ist die Mauer gefallen, der... Ja, aus Europa wurde weitgehend demokratisch irgendwie. Also was super war, in Südafrika kam es zum Ende der Apartheit. ich dachte, also erst mal Demokratie macht irgendwie Sinn. Und das ist quasi ein Selbstläufer, weil das macht so offensichtlich Sinn. Das wird sich schon durchsetzen. Und die Frage ist eine Frage der Zeit, bis dann auch China demokratisch wird und so weiter. Und genau, der Trend hat sich auf jeden Fall. Ich will nicht nur verlangsamen, sondern teilweise ins Gegenteil verkehrt. Und selbst in etablierten Demokratien muss man sich bisschen Sorgen machen, ob die nicht sogar rückfällig werden können. Wir haben gemerkt, gibt die Nachfrage nach dem Thema. Weil ich sagen muss, wir reagieren natürlich auch auf Nachfrage. Wir sind jetzt bei Themen nicht völlig offen. Es ist uns schon wichtig, dass ein Thema das Potenzial hat, sehr, sehr viele Menschen zu erreichen und eine ganz große Wirkung zu haben. Es gibt ganz viele Themen, denen würden wir uns unabhängig von der Nachfrage nicht widmen, weil wir glauben, da kann man schon theoretisch keinen großen Hebel ansetzen. Bei Demokratie, denke ich, ist es theoretisch auf jeden Fall notwendig, weil neben dem Wert an sich gibt es genug Studien, einfach in Demokratien funktioniert so ziemlich alles andere auch besser, auch Wirtschaftswachstum, aber auch
speaker-1: alle unsere Themengebiete. Also es gibt glaube ich auch Nachweise, dass alle unsere Themengebiete oder der Fortschritt und die Verbesserung in allen unseren Themengebieten eigentlich besser ist, wenn es auf demokratischer Basis
speaker-0: Genau, ein Wert an sich, aber auch ein super Mittel zum Zweck. Die Frage ist, was kann man machen? Und das ist schon schwierig. Power for Democracies arbeitet jetzt, haben wir auch eine Podcast-Folge mit Markus Beko, dem Gründer und Geschäftsführer gemacht und haben da erste Ergebnisse. Aber klar, schauen wir mal, wie sich das weiterentwickelt und so. Und es ist halt auch immer da, die Herausforderung vielleicht noch offensichtiger als in anderen Bereichen so, dass man sehr vorsichtig sein muss, nicht alles, was gut gemeint ist, führt in auch zu den Ergebnissen. Er kann natürlich auch kontraproduktiv sein, wenn man vielleicht zu partisan vorgeht oder so. Das muss man zumindest mal so im Kopf haben. Oder kann man sich überhaupt aus dem Ausland raus, kann man sicherlich in anderen Moskito-Netzte verteilen, dass einem das einer krumm nimmt. Aus Deutschland heraus eine Pro-Demokratie-Organisation in der Türkei oder anderen Ländern zu unterstützen, kann man per se schon mal kritisch sehen, weil ich will ja auch nicht, dass sich jetzt Elon Musk und andere Leute hier einmischen in unsere Demokratie. Also ich glaube nicht, dass es Deshalb keine Möglichkeiten gibt, aber es ist jeden Fall ein dickes Brett.
speaker-1: Ja, ich genau. Ist auf jeden Fall deutlich komplexer, weil du nochmal, es ist eine unklare Wirkungskette, Kausalität, Koalition viel schwieriger. Und du hast dann noch diese ganzen, was du gesagt hast, die ganzen Herausforderungen auf dem Weg, welches, in welchem Land darf eine NGO überhaupt Spenden aus dem Ausland empfangen? Hat das dann irgendwie wiederum für das zu erhöhten Risiken von der NGO und so weiter und so fort? Also Dinge. über die ich mir vorher bei unseren Armutsorganisationen eigentlich keine Gedanken gemacht habe, weil das da einfach so trivial ist und Entwicklungszusammenarbeit wird jetzt von den meisten Menschen wenig kritisch gesehen.
speaker-0: Ja, genau. Also in dem Bereich gibt es halt, wie eigentlich in allen Bereichen von uns, außer der Bereich Armut, keine randomisierten, kontrollierten Studien, die über 20 Jahre laufen. weiß so ziemlich, wenn wir da noch ein paar Euro mehr reinschmeißen, dann wird da was Gutes bei rauskommen. Also da ist halt wirklich, ja, da ist die ganze Angelegenheit noch mal komplexer. Das gilt auch für einen anderen Bereich, den wir auch aufgenommen haben und der aktuell mindestens so in aller Munde ist, wie das Thema Demokratie. nämlich insbesondere existenzielle Risiken durch künstliche Intelligenz. Da ging die Entwicklung selbst für viele aus dem Effective Altruism Umfeld, die da schon immer offensiver in ihren Einschätzungen waren, wie schnell das Ganze gehen könnte und wie transformativ das ist. Aber auch die wurden eigentlich fast alle nochmal überrascht, wie schnell das jetzt ging, also gerade durch die Chat-Ports, Chat-JPT. Gemini-Clawed sagen die ja ganz viele Leute inzwischen täglich nutzen und die halt, also nicht täglich, aber in einem unglaublichen schnellen Tempo besser werden. Auch der Ukraine-Krieg hat es gezeigt, autonome Waffen, Drohnen-Systeme irgendwie spielen eine immer größere Rolle. Gerade hat der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Fedorov angekündigt, er möchte jetzt die Army of Robots bauen und hat da ein Video gepostet, also er möchte den Terminator bauen. Also es sieht auch aus an dem Video wie den Terminator und möchte das im nächsten Jahr diese humanoiden Kampfroboter Menschen töten. da muss man jetzt, genau, Sachen, halt vor Jahren noch als Hi-Fi abgetan werden konnten, sind so jetzt, wir reden halt davon, dass das im nächsten Jahr möglicherweise aktiv ist und wenn nicht im nächsten Jahr, wer glaubt denn, dass das in den nächsten zehn Jahren nicht eine Möglichkeit ist, zumindestens, und dass das in den falschen Händen ein Problem sein kann. Oder wir merken es jetzt ja auch durch die ganzen Hacking-Vorfälle von irgendwelchen KI-Agenten, die sich nicht immer daran halten, was der Mensch ihnen vorgegeben hat, dass wir die Kontrolle verlieren und möglicherweise katastrophale Dinge passieren. Und genau deshalb haben wir uns dem Thema jetzt auch gewidmet.
speaker-1: Ja, genau. ich glaube, was man auf jeden Fall sehen kann, dass es in unserem Ökosystem, also dem EA-Ökosystem auf jeden Fall, wie du sagst, schon lange ein Thema war. glaube sogar, damals, Vorgänger sind ja damals aus der Schweiz nach Deutschland gekommen und sogar damals schon, was ja jetzt wirklich viele Jahre her ist, zumindest mal erstmal in die UK und dann in die Bay Area gegangen, sich dem Thema zu widmen, wo ich noch gar keinen Zugang zu dem Thema hatte.
speaker-0: Genau, also die haben das damals, 2016, haben wir noch bei der, für das Projekt der Ben-Giesel-Stiftung gearbeitet. Da hatten wir öfters, weil wir uns ein Büro geteilt haben, beim Mittagessen drüber gesprochen und also ich hatte eine große Freude, da meine Witzchen drüber zu machen und das so bisschen ins Lächerlegel zu ziehen. ja, Problem ist immer, wenn ich die Jungs hab ausreden lassen, so dachte ich, okay, fuck, ihr habt schon ganz gute Argumente. So, ja, das macht alles Sinn und nicht alles lässt sich so leicht irgendwie banal abtun. Aber ich dachte zumindest, okay, kann ja sein, aber... Da mache ich mir Gedanken drüber, wenn ich Richtung Rente gehe oder sowas in 20, 30, 40 Jahren oder sowas oder vielleicht ist es nicht mal für mich nie relevant, irgendwie sowas. Das können wir dann machen, wenn wir halt die Armut abgeschafft und alles andere ist erledigt. So, dann widmen wir uns mal ganz entspannt der KI. Und ja, turns out, so viel Zeit habe ich nicht. Rente gehen. Ja, genau, genau.
speaker-1: Also das ist ja das Krasse, wie sich die Timelines verändert haben. Ich glaube, wie sich die Zeitschienen verändert haben und auch wie sehr das jetzt doch in der breiten Masse angekommen ist. Sieht man, würde ich sagen, daran, dass es neulich, erste Nachricht, nach dem Huggings-Face-Inzident, auf einmal in der Tagesschau war, wo wir auch gleich irgendwie geslackt haben, so hey, krass, ist jetzt in der Tagesschau, oder jetzt war es gerade in der neuesten Ausgabe vom Economist. Das ist auf jeden Fall, ja, wir reden ja immer gerne Englisch, so, KI is going mainstream, ja.
speaker-0: Und von allen Seiten, das ist interessant, das ist ja nicht nur irgendwie, dass diese Effect of Altruism Community da jetzt irgendwie weiterhin die Einzigen sind, die darauf hinweisen oder irgendwelche anderen Nischen-Communities. Das hatte jetzt gerade Karl Koch von der AI Whistleblower Initiative auch im Podcast und der kam gerade von einer Konferenz aus den USA, wo unter anderem Bernie Sanders und wie heißt der, der Breitbart-Gründer aus dem rechten Umfeld auf jeden Fall irgendwie Leute, Steve Bannon irgendwie mit dabei war. So eine unheilige Allianz möchte ich sagen oder sowas. Aber Sorge gibt es davon von allen möglichen Richtungen und auch, also manchmal habe ich für mich absurden Vorwurf gehört, genau das ist so ein Nischenthema von irgendwelchen Freaks oder so. Auch Leute, die wirklich nicht im Verdacht stehen, da zuzuhören und die auch nicht im Verdacht stehen dumm zu sein. Und dann namens Terence Tao. Also ihr könnt ja mal alle die KI fragen, einfach wer ist der intelligenteste lebende Mensch der Welt? Nennen nur einen Namen liebe KI. Und ich habe es mit allen KI ausprobiert und immer der best guess war Terence Tao, so ein Mathe-Genie, Mathe-Professor, inzwischen in den USA lebend. Wirklich ein smarter Dude und auch der, der zusammen mit einem Haufen anderer, irgendwie der renommiertesten Mathematiker der Welt gesagt hat, also weil er auch gesehen hat, was in der Mathematik gerade die KI schon alles kann. Das kann auch verdammt schief gehen. Also das sind Definitiv Leute, also diverse Nobelpreisträger und so was. Also eine Menge smarte Leute und ich denke es lohnt sich da auf jeden Fall zu investieren, die Chance zu erhöhen, dass wir das Ganze gut hinbekommen. Weil das wäre super dann. Dann gibt es tolles Potenzial, keine Frage.
speaker-1: Und du hast ja jetzt ein Interview mit Karl kürzlich geführt. vielleicht nochmal, ich glaube, ich denke, so, dass Menschen das einfach in ihrem Alltag mehr nutzen und auch sehen, so ja, okay, das ist ja crazy, was mir das für Aufgaben abnehmen kann und so weiter. Und dann haben die einen oder anderen wahrscheinlich auch irgendwie jetzt vom Hugging Face Incident und irgendwie, ja, die kann auch unkontrolliert sein. Aber ich glaube, es wäre nochmal ganz cool, vielleicht auch aus deinem Gespräch mit Karl so. worin bestehen denn mögliche Lösungsansätze, das doch noch gut hinzukriegen oder diese bösen Absichten irgendwie einzudämmen? Weil das ist ja der Link, wo wir dann auch mit Spenden reingehen wollen. Ich glaube, das ist manchmal aber noch sehr abstrakt. Also was kann ich denn da irgendwie überhaupt machen?
speaker-0: Ich glaube, das ist auch bei Demokratie. Es gibt teilweise so eine Diskrepanz zwischen Menschen, also auch wir, sehen ein Problem, sehen auch, ist ein großes Problem. Aber was kann ich tun oder können irgendwie auch Spendenteile Lösung sein? Also bei Entwicklungszusammenarbeit weiß jeder, okay, in Afrika, in anderen Regionen der Welt, noch sehr, sehr viele Menschen in extremer Armut leben, da ist ganz klassisch klar, ich spende da was irgendwie. So und damit kann ich dieses Leid reduzieren. Beim Tierschutz auch relativ. Intuitiv beim Teamerschutz wäre ein bisschen challenge, weil da vielleicht teilweise andere Sachen auch im Vordergrund stehen, dass man auch ein schwächeres Spiel bewegt.
speaker-1: Der Ansatz ist immer ein bisschen anders. Ich glaube, man damit spenden was tun kann, ist da auch noch.
speaker-0: Ja, Komplex-Serviz bei Demokratie und gerade bei der KI. Also da verstehe ich auch, dass man sich so bisschen ohnmächtig fühlen kann. Wie sollen wir denn jetzt jeden Maske und andere da irgendwie beeinflussen? Aber ich glaube, es gibt eine ganze Menge smarte Ansätze. Also genau diese AI-Bistleblower-Initiative ist sicherlich einer, ich finde, den man ganz gut intuitiv nachvollziehen kann. Einfach, dass die Mitarbeitenden in den großen KI-Firmen, die näher dran sind, die die neuesten Entwicklungen sehen, also die die neuen Modelle sehen, bevor sie rauskommen und dann auch vielleicht früher mitbekommen, dass das gefährlich sein könnte, dass man denen hilft, Rechtsrahmen zu geben und unterstützt halt Erzähls, also Blow the Whistle, also genau, petzt das irgendwie, wendet euch an die Journalisten, wendet euch an den Kongress oder an die Politik oder so und da halt Kanäle zu schaffen, dass diese sozusagen als Frühwarnsystem dienen können, dass halt eventuell Staaten oder andere Institutionen noch eingreifen können, sodass es jetzt, also das wird jetzt alleine nicht irgendwie alle Probleme lösen, aber das scheint mir jetzt sozusagen eine Initiative, einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, irgendwie die Chancen ein bisschen zu verbessern. Eine andere Organisation, die wir auch im Podcast schon hatten und die wir auch unterstützt haben, ist METER. kenne vielleicht sogar einige, die evaluieren quasi die neuen KI-Modelle und arbeiten auch relativ eng mit den großen Labs zusammen. Auch Idee ist einfach, dass unabhängige Prüfer die neuesten Modelle testen, nicht nur wie toll die sind, sondern auch irgendwie wie leicht es ist, die zu missbrauchen, wie mächtig sind die, wie gefährlich sind die, irgendwie machen die, was man ihnen sagt, dass sie machen oder entwickeln die quasi ein unkontrolliertes, unnachvollziehbares Eigenleben und wenn diese unabhängigen Prüfer irgendwie da eine Gefahr sind, eventuell, dann warten wir mal vielleicht eine Runde ab. Also scheint mir jetzt auch in der Richtung auf jeden Fall relativ objektive, gute Sache zu sein, die nicht alles irgendwie lösen würde, aber einen Beitrag zu leisten. Also ich glaube, es gibt schon Möglichkeiten halt nicht in der Ohnmacht zu versinken, sondern die Chancen zu erhöhen, dass die ganze Sache gut geht.
speaker-1: Genau, das ist, finde ich, immer insgesamt nochmal so spannend, weil man jetzt auf unser Portfolio an Themen schaut, hast du halt sehr unterschiedliche Produkte. Also sie folgen unterschiedliche Themengebiete, die so unterschiedliche Charaktereigenschaften, würde ich sagen, Sie folgen immer dieser Methodik. Es ist ein großes Problem. Wir versuchen irgendwie eine Intervention zu finden, die funktioniert oder funktionieren kann. Und dann eben Organisationen, wo du eben auch hinspenden kannst. Das zieht sich ja durch. Aber ich würde sagen, Wenn du jetzt von Armut, Klima, Tierwohl, Demokratie und KI gehst du so von dem, ich sage ja ganz oft so, das Thema Armut ist so bisschen wie ein ETF, das zählen messen wiegen, du weißt ja genau, was du kriegst, du weißt, dass es irgendwie funktioniert und du kannst auch, jeder zusätzliche Dollar führt irgendwie zu mehr Wachstum und zu mehr, was weiß ich, Malaria-Netzmal, was jetzt viele gesagt haben. Und das ist irgendwie so ein Safe-Bed. Und je weiter du dich davon entfernst, also ich würde sagen, Klima- und Tierleiter gibt es auch schon sozusagen Beweise, dass es funktioniert und das ist irgendwie vielleicht unsere Sachen sind ein bisschen das Unkonventionellere als das Tierheim und das Bäume pflanzen, weil du mehr auf die großen Hebelwirkungen gehst und dann gehst du halt in den Bereich, wo du gesagt hast, wir können fast keine randomisierten Studien machen und du gehst eigentlich dahin von, du versuchst zukünftige Risiken zu vermeiden und wenn du nur irgendwie eine Chance siehst, dass du darauf einwirken kannst, sagst du... Wir nennen das immer der Erwartungswert oder Expected Value ist so hoch, also wir müssen da rein.
speaker-0: Also wir, gerade bei der KI, wir versuchen ein Problem anzugehen, dem wir gar nicht, wir wissen nicht, wann es kommt. Ich denke, wir wissen nicht mal, ob es kommt. also auch viele der Leute, da große Sorge haben, fast niemand sagt, hundertprozentig werden wir alle sterben. Aber es gibt eine Chance, dass eventuell sehr großes Leid, also wirklich bis zur Auslösung der Menschheit sehr, sehr großes Leid passieren könnte. Viele davon halten das schon auch für sehr unwahrscheinlich. Aber sehr unwahrscheinlich heißt oft mal, zehn Prozent oder Dario Amunday, der Gründer von Enstropic, also der schon offensichtlich bisschen Ahnung hat von KI. sieht ein Risiko von 25 Prozent. Und selbst wenn es ein Prozent wäre, also wenn ich die Chance habe, also ich steige ins Flugzeug und ein Prozent der Wahrscheinlichkeit stürzt es ab, dann steige ich nicht ins Flugzeug. Die wenigsten Leute würden ins Auto, ins Flugzeug, was auch immer steigen, wenn sie one in a hundred Chance hätten, man dabei stirbt. Und das sollten wir als Gesellschaft auch nicht sehen. Also auch bereit sein, ein nur potenzielles Risiko zu investieren. Und gilt steigen genommen natürlich nicht nur für KI, sondern auch für Pandemien oder andere Sachen. Wenn wir vor Covid ein bisschen mehr investiert hätten, darauf vorzubereiten, hätte sich im Nachhinein wahrscheinlich gerechnet. Obwohl für jeden einzelnen Jahr unwahrscheinlich ist, dass eine Pandemie ausbricht und niemand weiß, wie schlimm die dann ist oder so was. Aber ein bisschen wie eine Versicherung. Da investiert man ja auch für einen unwahrscheinigen Fall, aber damit man dann irgendwie gewappnet ist und das dämlich vorbei ist.
speaker-1: Genau, aber das erklärt so bisschen, ich finde das immer auch spannend, in Gesprächen, ich irgendwie mit Spenderinnen und Spendern führe, einfach nochmal auf unser Portfolio so einzugehen, ja, weil du an unterschiedliche, natürlich hast du unterschiedliche Themen gebieten, du hast unterschiedliche Ansätze und deine Spender hat zumindest auch eine unterschiedliche Gewissheit, ja, und das hängt dann natürlich, finde ich, auch immer sehr von den persönlichen Präferenzen ab, wie du dich dann entscheidest. Und auch wenn wir im Team darüber sprechen, auch mein Spendenverhalten hat sich total verändert, ja, ich kam voll aus dieser Entwicklungszusammenarbeit. Und dann war Klima ja sowieso so ein Thema. dann, ich bin ja schon sehr lange Vegetarierin und hab dann gemerkt, das reicht vielleicht gar nicht. So hab ich dann das schön ausgeweitet und ich war definitiv auch noch camp. Ich verstehe nicht genau, was dieses AI-Safety soll da vor zehn Jahren. Dann kam irgendwie dieses Unbehagen betätigt Demokratie dazu. dann kam auch das Thema, okay, also Pandemien finde ich jetzt auch nicht ganz so cool und da scheint man ja was machen zu können. Und das Risiko verstehe ich jetzt auch und ist nicht mehr Science-Fiction. Genau, wenn man sich mal einen Spendfallen anguckt, sind jetzt einfach alle Themengebiete, ja, mit unterschiedlichen Begründungen. Und ich glaube, bei dir wahrscheinlich ein bisschen ähnlich so gewesen,
speaker-0: Ja, ja absolut. Also es ja auch insofern ganz schön, wir, es gibt ja auch diese alte Start-up-Regel, eat your own dog food, also nutze das, was du baust auch, wenn du es schon nicht spannend findest, so wer soll es dann machen und ich glaube, also ja, we are eating our own dog food.
speaker-1: Ja, Ja, und es ist ja auch wirklich so toll, Zugang zu diesen ganzen Bereichen zu haben und überall auch, unser Modell ist ja immer dasselbe. das ist, wir haben immer den Evaluierer, der uns die Empfehlungen gibt. Das sind nicht Anno und Basti, die nicht nur ihr undock food essen, sondern die irgendwie vielleicht zufällig mal Organisationen gut finden. Nein, wir arbeiten ja eigentlich in allen Themengebieten immer mit einem Evaluierer, der uns dann Empfehlungen gibt. Diese Evaluierer sind unterschiedlich alt sozusagen und robust, ja, und die einen können randomisierte Kontrollstudien fördern und die anderen eben nicht. Aber das ist ja auch, wenn die Themengebiete sich in sozusagen dem Ansatz der Intervention unterscheiden, ist das ja trotzdem irgendwie so die Methode, die immer gleich ist. Und ich finde, wir arbeiten überall auch einfach mit wunderbaren Menschen zusammen, ja. Also das flasht mich immer. Und führt auch vielleicht so bisschen zum nächsten Thema. ja, auch wenn ich manchmal Impostor-Syndrom in diesem Ökosystem habe, aber wenn ich dann in einzelnen Menschen beginne, bin ich immer wahnsinnig begeistert von ihrer Story, auch ihrer Hingabe, ihrer Mission, ihrer Leidenschaft, so für diese Sache zu brennen. Manchmal fühlen wir uns dann ja so bisschen, okay, und wir sind jetzt die, die hier so die Spenden hin und her schieben.
speaker-0: Es fühlt sich so bisschen, also doppelt fake an. Das eine ist, ich habe immer noch mal mehr Respekt vor den Leuten, die dann wirklich im Feld aktiv sind. Das kann in Afrika sein, aber auch auf der KI-Konferenz oder der Klimakonferenz oder die dann die Paper schreiben und rausbringen. Es ist gewisserweise bisschen praktischer als, wir sitzen hier in Berlin, tippen ein bisschen und machen einen Telefonanruf oder so. Hat wahrscheinlich auch sein Wert, aber genau, manchmal fühlt man sich ja doch So als Mittelsmann und auch in letzter Zeit habe ich es wieder erlebt, wie viel Gas die Leute geben. Ich würde uns nicht unterstellen, dass wir irgendwie faul sind oder hier fünf den Stift fallen lassen oder den Laptop immer zu klappen. Aber das Ausmaß an Dedication, das die Leute da reinbringen und wie hart die arbeiten, wie viel Gas die geben, das ist schon beeindruckend. Und allein das denke ich immer schon so, ich und die meisten von den arbeiten ja für einen schmalen oder teilweise sehr schmalen Tal. Ich kann ihnen Geld geben, dass die ihr 70 Stunden buckeln und ihre krassen Talente da einbringen. Für den Schwalentater das super Deal. Also kann ich auch allen Leuten, die ihr Spenden wollen, empfehlen. Macht das gerne selber. Aber für viele die bequemere Variante ist, die die anderen Menschen unterstützen.
speaker-1: Ja, und das ist ja auch so bisschen der Grund. Mancher wird ja sozusagen, unser Ökosystem der effektive Altruismus wird irgendwie so die kalten, kühlen Nerds. Ja. Ja, und wenn du dann aber wirklich dich mit den Menschen dahinter beschäftigst, finde ich so, that's just bullshit. Und Basti, das ist ja der Grund, warum wir gemacht haben, was wir gemacht haben, nämlich, den Leichtigkeit.
speaker-0: Wir haben ein Buch geschrieben. Sounds crazy.
speaker-1: Es verrückt!
speaker-0: Für alle, die mich kennen, das stand nicht auf meiner Pingo-Card. weder für 2026 noch für irgendein Jahr. Genau, also vielleicht, noch ganz kurz die Brücke zu starten, 2021 oder 2022 und dem restlichen Team haben wir nicht nur geschafft, ganzen Laden auf soliderer Füße zu stellen, sondern sind auch nach wie vor weiter gewachsen. Ganz so crazy Sprünge wie vielleicht in den Anfangsjahren so. Und letztes Jahr knapp 30 Millionen an Spenden für die von uns empfohlenen Organisationen gesammelt, auch in Österreich, auch in der Schweiz. Und sind da auch ein bisschen stolz drauf. Andererseits sind wir immer noch ein Nischenplayer, irgendwie was den gesamten Spendenmarkt angeht, kriegen nicht die Aufmerksamkeit von der wir denken oder die Themen kriegen nicht die Aufmerksamkeit von der wir denken, dass sie die bekommen sollten. Und ein Gedanke, den wir jahrelang mit uns rumgeschleppt haben, wir dachten, dass wir das Thema noch bekannter machen können, ist ein Buch zu schreiben.
speaker-1: Genau, wir haben ein Buch geschrieben und haben uns aber auch gedacht, wir wollen ja kein dröges Sachbuch schreiben, wo wir irgendwie unsere Ideen in einem langweiligen Sachbuch irgendwie platzieren, sondern das, was wir eben gesagt haben, diese Menschen mit ihrer Begeisterung, mit ihrer Hingabe, mit ihrer Dedication zu porträtieren und möglichst hoffentlich vielen Lesenden zu erzählen, warum machen diese Menschen was sie machen und was hat sie auch dahin geführt. Ja und dann haben wir jetzt in letzten Monaten mit vielen Menschen aus unserem Ökosystem, aus über allen Themengebieten, das finde ich wirklich sehr sehr cool, Interviews geführt und aus diesen Interviews sind halt dann sozusagen Portraits geworden, die wir in das Buch aufgenommen haben.
speaker-0: Ja, also vielleicht nochmal der Grund, warum wir das so crazy finden, ein Buch zu schreiben. Also wir haben lange darüber nachgedacht, dachten auch, damit können wir vielleicht nochmal mehr Aufmerksamkeit erreichen, so das scheint nie zu debattern, aber wir dachten, wenn wir da uns jetzt selber dran setzen, viele Herausforderungen. Das eine, Procrastination ist auf jeden Fall bei mir ein Thema. dachte ich, also ein Problem ist, es wird 14 Jahre dauern, dieses Buch zu schreiben. Ich werde mich und das Leben hassen während dieses Prozesses. Und dann wird es unglaublich langweilig und selbst meine Mutter wird es nicht bis zu Ende lesen. Das waren so die Herausforderungen oder für mich immer die Argumente, warum ja, theoretisch gut, aber praktisch nein. Dann haben wir mal mit ein paar Leuten gesprochen und natürlich kann man sich auch in dem Bereich Hilfe und Coaching holen oder Support. Gerade mit Leuten reden, die das schon mal gemacht haben, auch die sich in dem Prozess auskennen und genau haben das adressiert auf verschiedenen Ebenen, die teilweise auch so bisschen ineinander greifen. Also das eine, meine Sorge, ist halt oder auch deine, glaube ich, so ein... langweiliges, tröges Sachbuch ist, also quasi ein prosa gegossener Excel-Tabelle, haben wir schon mal, glaube ich, dieses Risiko minimiert, indem wir uns drauf fokussiert haben, wollen Geschichten erzählen von Menschen, die uns so unglaublich begeistern und die vorstellen und sehen zumindest eine Chance, dass das irgendwie auch ansteckend ist, dass nicht nur wir die so spannend und gut und inspirierend finden, das eher den Fokus zu machen. eher sparsam mit der Theorie oder irgendwelchen abstakten Konzepten vorzugehen. Und dadurch natürlich, dass wir dann ganz viele Interviews geführt haben, haben wir jetzt sagen, auch schon viel Content quasi generiert. Also dadurch mussten wir nicht 200 Seiten irgendwie komplett aus nichts heraus füllen, sondern hatten diese Geschichten als Basis.
speaker-1: Ja, und das war ja insofern auch cool. erinnere mich daran, haben dann, also daran sind ganz viele Dinge faszinierend. Also vielleicht nochmal für mich war so auch definitiv moralische Ambition von Rutger Bregmann da Inspiration, weil der ja auch eben unterschiedliche Personen porträtiert. Ich hatte ja, das ist irgendwie viel spannender, weil du auf der menschlichen Ebene connecten kannst und dann auch sagen kannst, hey, irgendwie cool, was die gemacht haben. Also Joi Savoia wird der Gründer von Charity Entrepreneurship, wird ja zum Beispiel porträtiert. Das fand ich irgendwie ein wunderbares Kapitel, das zu lesen.
speaker-0: Ich erinnere noch lange vor Effective Altruism. Im Studium habe ich mal Buch gelesen von David Bornstein, auch How to Change the World. ging so über Soziales Unternehmertum, Social Entrepreneurship. Und das hat mich damals auch total begeistert. Bis zum gewissen Grad ist das schon Nischencontent, gewisses Interesse, wahrscheinlich eine Thematik muss man mitbringen. Aber das hat mich sehr inspiriert, sehr motiviert. Das habe ich wirklich gerne gelesen. Das waren so moralische Ambitionen, wie du gesagt hast. Vorbild da, zumindestens, den wir irgendwie nacheifern wollen.
speaker-1: Ja, und dann hat sich ja die Idee so bisschen weiter gesponnen, auch durchaus mit Push von externen Personen, sagen, jetzt macht es halt. Und für uns war klar, wenn wir es machen, müssen wir es halt jetzt auch irgendwie machen, dass es noch zur Spendensaison sozusagen rauskommen kann, die ja für uns wichtig ist. Und dann haben wir überlegt, mit wem könnten wir denn irgendwie sprechen. Dann haben wir überlegt, ja, okay, über die verschiedenen Themengebiete und idealerweise auch ein paar deutschsprachige, vielleicht aber auch ein paar Heroes von uns. Und das Erste, was mich schon mal wieder total geflasht hat. Also wir haben die Leute dann angeschrieben. dann, ich, wir wollten, glaube ich, ursprünglich zwölf Leute porträtieren. Haben dann, glaube ich, gedacht, okay, dann schreiben wir mal ein paar mehr an, weil da wird es bestimmt ein paar geben, die dann irgendwie nicht das machen wollen und uns nicht antworten. Und turns out, alle ungefähr haben in 48 Stunden geantwortet, ja, ich bin dabei. Und dann wir so, ja, okay, was machen wir denn jetzt? Ja, okay, führen wir mal. Dann war das nächste. Okay, dann führen wir mal diese Interviews und dann gucken wir mal hinterher, wer eine coole Story hat, haben wir noch ein bisschen was so in petto. Turns out, alle Geschichten waren sehr cool. Ja, und ich erinnere mich, dass wir ja diese Interviews dann auch geführt haben. Auch noch unterstützt von jemandem, der eben nicht aus unserer Welt kommt, was glaube ich ganz gut war, einfach irgendwie nicht gleich auf diesem Nerd-Level einzusteigen, sondern wirklich einfach noch mal auch so paar grundlegende Fragen zu stellen. Und ich glaube, ich habe dir sehr oft nach dem Interviews immer geschrieben, Basti,
speaker-0: Nach dem Interview während des Interviews irgendwie ein paar Slack.
speaker-1: I love him oder I love her. Ja, weil mich jede Geschichte auch so berührt hat und so begeistert hat. Und wir haben halt in den Interviews, das werdet ihr dann in einem Buch auch sehen, sind wir häufig auch nochmal auf so bisschen die Lebensgeschichte eingegangen und haben versucht, bisschen da ranzukommen, warum machst du eigentlich heute, was du machst und wer bist du und was hat dich in deinem früheren Leben vielleicht auch geprägt, es dein Elternhaus oder Erfahrungen in der Schulzeit oder in der Studienzeit. Das sind ja jetzt Sachen, die ich nicht so oft mit Menschen bespreche, ich sie bespreche, wohin die Spende jetzt geht und das Grant Agreement unterzeichne. Und das war auf jeden Fall irgendwie nochmal auch sehr berührend.
speaker-0: Also wir haben auch für uns natürlich einen Blick hinter die Kulissen. Wir kannten die Leute alle oder hatten in irgendeiner Form den Kontakt, aber in Regel haben wir uns mit deren Organisation beschäftigt und warum die so toll und so effektiv ist und irgendwie da in der Tat die Exeter-Tabellen angeschaut und dann vielleicht so bisschen die Legal Requirements, also geschaut, dass wir die Spende da gut und gemeinnützigkeitskonform abwickeln und dass das alles eine Richtigkeit hat. mit den wenigsten haben wir ja gesprochen, so eigentlich, wo kommst du denn eigentlich her, was hat dich motiviert, warum tust du, was du tust, irgendwie so. Weil das hat ja bei niemanden mit der Excel-Tabelle angefangen, sondern die hatten ja da irgendwie Leidenschaft für Themen oder für, entwickelt oder wollten sich gegen Leid engagieren in verschiedenen Bereichen und haben dann nach und nach also nach dem richtigen Tool gefunden, da vorzugehen und so. Und das war schon echt, das war schon echt beeindruckend so. Also ja, wie du meinst.
speaker-1: Es sind jetzt nicht 200 Seiten geworden, sondern tatsächlich fast eher 300 Seiten. Aber es sind 300 spannende Seiten, natürlich. Wir haben noch gar nicht gesagt, wie das Buch heißt.
speaker-0: 100 mal mehr.
speaker-1: Geschichten wie deine Spende wirklich wirkt. ist auf jeden Fall ein Prozess gewesen. Also wir sind jetzt gerade nach dem Schreiben im Layout und jetzt dann auch sozusagen in der Buchvermarktung, die natürlich für uns auch extrem wichtig ist. Und also ich hoffe auf jeden Fall sehr oder wir hoffen sehr, dass es mehr Menschen auch interessiert als Mutti. Wie gesagt, ich finde die Geschichten sehr berührend und auf jeden Fall. Also wer nach dem Lesen dieses Buch sagt, das ist eine kalte nerdige Bewegung, dann weiß ich es einfach auch nicht mehr.
speaker-0: Ja. Aber was mich optimistisch stimmt, auch, ich erinnere mich zumindest, dass ich dich erst bisschen reinkatschen musste in die CD. Ich glaube, war ein bisschen more excited, was das Buch angeht. Mein Bruder ist auch nebenbei Autor, schreibt Romane, keine Sachbücher. Der hat auch mich mutiert und meinte, Basti, das ist nicht so unmöglich, wie du vielleicht denkst. Red da mal mit ein paar Leuten irgendwie so und dann ... dann könnte das eine gute Sache sein. Und der hat mich, der ist auch sehr überzeugend, da reingekutscht und ich war totally excited. Irgendwie, das müssen wir machen und müssen sofort loslegen und das kriegen wir noch dieses Jahr hin. Also wir haben uns der Zeitbahn sehr ambitioniert, wie ich jetzt auch dann erleben musste. Und du warst am Anfang so bisschen zögerlich. Ich stand zur Debatte, ich kann ja was ja auch alleine machen. Aber irgendwann dachtest du, okay, lass machen und dann sehr schnell voll an Bord.
speaker-1: Ich glaube, es ist lustig noch mal zu der Timeline. Ich habe gestern mit unserer Layouterin gesprochen und dann habe ich nur ein bisschen erzählt und dann habe ich so gesagt, ja ja, im April haben wir angefangen und dann sie so, diesen Jahres? Ich so, ja, diesen Jahres. Und sie so, wow. Also ich glaube, haben so die Timeline, das Thema Wir sind schnell, was wir am Anfang gesagt, das ist ein Teil unserer DNA, haben wir auf jeden Fall auch in der Buchproduktion umgesetzt. Und ich glaube, ja, ich war auf jeden Fall skeptisch. Wie du weißt, ich schreibe gar nicht so gerne und hatte wahnsinnig, ich dachte so jetzt irgendwie so ein dröges Sachbuch schreiben, ich klinge ein Vogel. Und ich habe auch noch ziemlich viele andere Dinge irgendwie zu tun. Das heißt, für mich war dieser Switch, also zwei Sachen glaube ich einmal, dieser Switch, so wir schreiben kein Sachbuch und wir, und Basti schreiben jetzt ein Buch, sondern wir erzählen Geschichten von Menschen, die uns begeistern. Das hat glaube ich dann dazu, dass ich gesagt habe, okay, das klingt irgendwie cool und das klingt sinnvoll. Und natürlich auch, ich möchte mehr Menschen erreichen, ja? Und wie kann ich mehr Menschen erreichen? Indem ich hoffentlich coole, spannende und berührende Geschichten erzähle. Und wenn wir das irgendwie dieses Jahr vorhaben und das dann in dem Format sozusagen machen, so dann bin ich dabei.
speaker-0: Ja absolut. Jetzt kannst du noch kurz auf die Timeline eingehen. Wir haben ja beide keine Erfahrung im Buch schreiben und wie lange auch dann der Prozess dahinter irgendwie dauert mit Lektorat und Druck und Design und sowas. Wie ist dann nochmal, ich war im August in Dänemark im Urlaub und da haben wir uns Richtung, waren wir natürlich im Lektorat, ich dachte wir sind auf der Zielgerade, dann mal relativ lange Zielgerade, den Text fertigzustellen und hab dann auch im Urlaub dann noch einiges dran getan. Bruder war auch dabei und der hatte auch für sein neues Buch war auch schon im Lektoratprozess und so, dachte ja, irgendwie coole Sache. Und dann irgendwann war ich schon mal hier, wann soll denn dein Buch rauskommen und wann soll dein Buch rauskommen? Und unseres meinte ich ja, also unseres, erste Novemberhälfte. Und er meinte, seien es nächsten Sommer. Da dachte ich, okay. Und da sind wir glaube ich eher die Ausnahme, ja, ich hoffe.
speaker-1: Also ich hoffe, es klappt alles. Wir haben auch ja bei nichts Puffa irgendwie. Wir hatten dann ja auch wirklich diese Interviews krass eng getaktet, zum Teil irgendwie drei, vier Interviews in einer Woche über alle Themengebiete hinweg und dann daraus irgendwie ...
speaker-0: Also es wäre gut, dass wir es zu zweit gemacht haben und trotzdem, das eine oder andere Überstündchen hat sich auf jeden Fall eingeschlichen.
speaker-1: Und dann auch irgendwie auch wieder das Ökosystem so geil mitgespielt hat, weil wir haben dann ja irgendwie die Leute angesprochen, dann haben wir mit denen Interviews geführt, dann musste das irgendwie in Texte gegossen werden und da mussten wir natürlich diese Texte nochmal mit den Leuten abstimmen. Und die hatten ehrlich gesagt 48 Stunden Zeit, weil wir das ja alles wieder zusammenziehen mussten, dann irgendwie das zu einem Buch zusammenzubringen und Übergänge noch zu schreiben und dann das Ganze irgendwie ins Lektorat zu geben.
speaker-0: parallel dann auch Design und Lektorat. Also genau, wir arbeiten damit mit einem sehr startupartigen Verlag zusammen, die ganzen Sachen so zu machen. Und Anne, in dem Fall auch nochmal echt vielen Dank an dein Projektmanagement. Also erinnert mich jetzt schon wieder, das gesamte Story of our life. Ich push irgendwie die, lass mal machen, wird cool, wird geil, irgendwie starte irgendwie so. Und dann ja, Projektmanagement gehört da auch dazu. Ja, soll Anne machen. Also ein bisschen habe ich schon auch gemacht, so was, aber ich, genau. Ohne dich würde dieses Buch dieses Jahr nicht mehr erscheinen. Da können wir uns, ich,
speaker-1: Ja, das ist dann immer sinnvoll, wenn man diese Sachen wieder einbringt, die man kann und sich dessen bewusst ist und das dann auch schätzen kann. Aber ja, toughe Timeline, ich sagen. Auch nochmal hier Props ans Team, die uns da echt auf den Rücken freigehalten haben und irgendwie wahrscheinlich auch jetzt drei Kreuze machen, wenn dieses Buch endlich raus ist. Weil wie oft habe ich irgendwie gesagt, ja sorry, ich muss unser One-on-One verschieben, ich habe da irgendwie eine Abgabe. Ich weiß gar nicht, ob die mir noch glauben, dass ich irgendwie laute Abgaben habe, weil es gab sehr viele Abgaben und das ist jetzt wirklich finales Manuskieren.
speaker-0: Ja, aber was...
speaker-1: Ja, noch lesen. und dann noch mal das Lektorat. Und jetzt machen wir noch mal das Endlektorat im Satz. Und dadurch, dass wir nirgends Puffer haben, geht es halt immer weiter. Weil Buchabgabe heißt, irgendwie Buchmarketing sich zu überlegen, ja, und mit wem wollen wir wie wann sprechen und wie kriegen wir vielleicht noch irgendwie einen Push, dass das Aufmerksamkeit bekommt. Also ja, sagen wir mal so, während des anfänglichen Prozesses dachte ich, boah, wir können gleich nächstes Jahr Volume 2 schreiben, weil wir haben irgendwie total viele geile Geschichten. Aus jeder Geschichte könntest du fast ein Buch schreiben. Wir könnten lauter kleine Autobiografien schreiben. Aber momentan bin ich so, maybe not.
speaker-0: Dann müssen wir so ein Sauerstoffzelt im Office aufbauen oder so. Das wird eher ein zweieriger Rhythmus oder 20-jährig schon nochmal.
speaker-1: Aber ich glaube ganz wichtig für mich wirklich nochmal, es gibt wahnsinnig viele wunderbare Menschen in unserem Umfeld, die so mission-driven und mit so viel Hingabe und Leidenschaft unterwegs sind und sich auch immer wieder in Frage stellen und einfach sicherstellen wollen, dass die Welt ein besserer Ort wird in dem Themengebiet, in dem sie arbeiten. Und dafür zum Teil auch wirklich krasse Entscheidungen getroffen haben, finde ich.
speaker-0: Ja, absolut. Den Lebensmittelpunkt wechseln ist eine Sache natürlich einfach örtlich, aber auch teilweise beeindruckende Karrieren aufgeben. meine, kannst du ein Lied von singen, du könntest jetzt auch wahrscheinlich das Geld mit der Schubkarre nach Hause fahren, wenn du ein paar andere Entscheidungen getroffen hättest. beeindruckend. Ich hoffe, wir haben es geschafft, auch nochmal zu erklären, was dich inhaltlich so besonders macht. Du meinest ja Menschen, die sich auch immer wieder selber in Frage stellen. Also auch bewundernswert Menschen, ein Problem sehen und dann sich mit ganzer Leidenschaft dem hingeben. Aber das ist ja auch so unsere Story irgendwie so, dass man immer wieder mal einhaken soll und gucken, das Ziel nicht in Frage stellen, aber was ist wirklich der beste Weg? Und ist das, ich, ich erstmal losrenne, so immer mal wieder innehalten und den eigenen Weg zu challengen? Und vielleicht sollte man doch was anderes machen und vielleicht kann ich das Ziel viel viel besser erreichen. Und oftmals kann man, glaube ich, das Ziel viel viel besser erreichen, als einfach nur dem ersten Impuls zufolgen. Darum geht's natürlich auch.
speaker-1: Genau, ich stelle mir die Frage jedes Jahr am 31.12. und so ist Effektiv Spenden noch der richtige Ort, wo ich den größten Mehrwert haben kann. Bisher bin ich immer zu der Antwort gekommen, ja, weil Basti braucht mich.
speaker-0: Ich gerade sagen, schau einfach zu mir und denk so, was macht der Mannchen ohne Worte.
speaker-1: Ja, aber das ist ja so ganz, ganz typisch auch für die Menschen, die wir da porträtiert haben. Und sich nicht in so einer Bequemlichkeit oder sich nicht auf eine Bequemlichkeit irgendwie einzulassen, das finde ich schon auch was, was wir zumindest in den Interviews irgendwie, finde ich, sehr gemerkt haben.
speaker-0: Insofern, alle, die das hier hören oder sehen, markiert euch den 11.11. nicht nur für den Karneval, sondern auch, spätestens dann unser Buch zu kaufen, gerne schon vorbestellen. Wir würden uns freuen. Wir freuen uns auch über konstruktives Feedback, auch wenn wir es wahrscheinlich nicht gleich nächstes Jahr verwenden für den zweiten Teil. Genau. Und vor allem schaut euch die Menschen an, die wir da vorstellen und helft uns, die zu unterstützen in dem, sie tun.
speaker-1: in dem ihr spendet. Vielen Dank.