
Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte· Staffel 1· Folge 2185
#2185 Daniel und die schönste Nacht des Lebens
Donnerstag, 20. August 2026 · 13 min
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Shownotes
Heute erzähle ich euch von Daniel, dessen Nachtlicht ausgerechnet an einem Abend kaputtgeht, an dem er es am meisten zu brauchen glaubt. Die Glühbirne ist einfach durchgebrannt, und ohne Ersatzbirne im Haus bleibt Daniel nichts anderes übrig, als sich der Dunkelheit zu stellen, direkt in seinem vertrauten Kinderzimmer.
In dieser Gute Nacht Geschichte begleitet Papa Daniel behutsam durch seine Angst. Statt das Licht sofort durch eine Notlösung zu ersetzen, lädt er Daniel ein, einfach abzuwarten und zu schauen, was die Augen entdecken, sobald sie sich an die Dunkelheit gewöhnen. Nach und nach werden die Umrisse des Zimmers sichtbar, Mondlicht fällt aufs Fensterbrett, ein Baum wirft tanzende Schatten an die Decke, und selbst das vertraute Plüschtier auf dem Stuhl bekommt im silbernen Licht eine ganz neue, fast magische Erscheinung.
Was diese Einschlafgeschichte für mich besonders macht, ist die Wandlung, die Daniel durchmacht, ohne dass ihm jemand sagt, er solle keine Angst mehr haben. Er entdeckt die Dunkelheit selbst, Stück für Stück, und am Ende ist er so begeistert von dem, was er gesehen hat, dass er auf eine neue Glühbirne sogar ganz verzichten möchte.
Diese Folge eignet sich besonders gut für Kinder, die sich vor der Dunkelheit fürchten oder ein Nachtlicht brauchen, und die einen sanften Anstoß gebrauchen können, die Nacht mit anderen Augen zu sehen.
Alle Folgen findet ihr wie immer auf abinsbett.net, und wenn euch mein Podcast gefällt, freue ich mich über eure Unterstützung auf abinsbett.net/support.
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Daniel und die schönste Nacht seines Lebens | Ab ins Bett mit Marco König
Ab ins Bett mit Marco König · Folge 2185
Daniel und die schönste Nacht seines Lebens
Gute Nacht Geschichte für Donnerstag, den 20. August
Ab ins Bett, ins Bett, ab ins Bett!
Hier ist euer Lieblingspodcast, hier ist Ab ins Bett. Ich bin Marco und ich begrüße euch heute Abend zur 2185. Gute Nacht Geschichte. Wie immer kommt vorher aber das Recken und das Strecken. Nehmt die Arme und die Beine, die Hände und die Füße und reckt und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang und spannt jeden Muskel im Körper an.
Und wenn ihr das gemacht habt, dann lasst euch ins Bett hinein plumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. Und heute Abend, bin ich mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt.
Hier ist die 2185. Gute Nacht Geschichte für Donnerstagabend, den 20. August. Daniel und die schönste Nacht seines Lebens.
Daniel ist ein ganz normaler Junge. Es ist ein ganz normaler Tag. Es kann sogar heute sein. Daniel steht vor dem Nachtlicht. Er drückt zweimal auf den kleinen Knopf, aber es passiert nichts.
Wo ist der gelbe Schein? Das sanfte Leuchten, das sonst sein Zimmer erhellt. Heute ist nur Dunkelheit da. Papa, mein Nachtlicht ist kaputt, ruft Daniel. Papa kommt herein und probiert es selbst. Er drückt den Knopf, er dreht und er fummelt, aber es bleibt dunkel. Das Nachtlicht ist durchgebrannt, sagt Papa, und er hält die Lampe gegen das schwache Licht. Das passiert manchmal.
Daniel schluckt. Aber ich brauch doch das Licht, sonst kann ich nicht einschlafen. Seit er denken kann, ist das kleine Nachtlicht auf seinem Nachttisch. Jeden Abend, ohne Ausnahme. Es wirft ein sanftes Licht, gerade hell genug, damit Daniel sein Zimmer sehen kann. Seine Spielsachen, die Tür, das Regal. Aber ohne dieses Licht fühlt sich alles anders an. Es ist wie ein Ort, den er gar nicht kennt.
Ich weiß, sagt Papa. Er setzt sich zu Daniel auf die Bettkante. Ich hab leider kein Ersatzlicht hier. Morgen kauf ich gleich ein neues, versprochen. Aber was ist heute Nacht? Daniel wird leiser. Er zieht seine Decke um sich. Es wird dunkel, und das mag ich nicht.
Papa denkt nach. Dann steht er auf, geht zur Zimmertür. Weißt du was? Wir probieren was aus. Er schaltet das große Deckenlicht aus, und auf einmal wird es im Zimmer dunkel. Daniel zieht sich die Decke bis zur Nase hoch. Papa macht das Licht wieder an.
Gleich, sagt Papa ganz ruhig, und er geht wieder zu Daniel ans Bett. Wir warten mal einen Moment. Lass die Augen offen und schau, was du siehst. Daniel ist nervös. Es fällt ihm schwer, die Augen offen zu halten. Er sieht einfach nur schwarz um sich herum. Ich sehe gar nichts, sagt er. Warte noch ein bisschen. Deine Augen brauchen etwas Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Das machen Augen immer so, ganz normal.
So sitzen beide still da, Papa und Daniel. Nach einiger Zeit bemerkt Daniel etwas Merkwürdiges. Eben war alles schwarz, aber er kann jetzt die Umrisse erkennen. Er sieht sein Zimmer, zuerst verschwommen, aber dann immer deutlicher.
Papa, flüstert er. Ich glaub, ich seh mein Regal. Was siehst du denn noch? Daniel schaut sich um. Da ist Licht am Boden. Woher kommt das? Das kommt vom Mond, sagt Papa. Und auch wenn kein Licht an ist, der Mond scheint die ganze Nacht. Und durchs Fenster strahlt er in dein Zimmer hinein.
Daniel setzt sich auf, er schaut zum Fenster, er sieht den Mond. Er sieht auch viele funkelnde Sterne. Das ist ganz schön hell draußen, das habe ich noch nie so genau gesehen, sagt Daniel, und dabei ist er ganz erstaunt. Weil du sonst immer dein Nachtlicht anhattest, sagt Papa. Der Mond war nie so wichtig, aber heute ist er dein Nachtlicht.
Daniel schaut durchs Fenster, wieder in sein Zimmer. Er erkennt sogar auf dem Stuhl neben seinem Bett sein Plüschtier. Papa, mein Plüschtier sieht aus wie im Traum. Stimmt, sagt Papa. Im Dunkeln sehen Dinge anders aus. Nicht schlimm, aber eben anders.
Daniel beobachtet, wie sich vor dem Fenster sogar die Bäume im Wind bewegen. Das ist schön, sagt er. Und er merkt selber, dass die Dunkelheit nicht nur schwarz und leer ist, sondern im Gegenteil. Wenn man genau hinschaut, sagt Papa, ist die Nacht voller kleiner Dinge. Man muss nur genügend Zeit haben, damit die Augen sie finden.
Daniel legt sich wieder in sein Bett. Er schaut zur Decke, er sieht die Schatten der Bäume. Papa, bleibst du noch ein bisschen? Natürlich, sagt Papa, und er bleibt still neben Daniel sitzen. Beide blicken in die Dunkelheit.
Morgen kaufe ich eine neue Glühbirne, sagt Papa, für dein Nachtlicht. Daniel überlegt, er schaut noch einmal zum Mond, und er schaut zu Papa. Ich glaube, sagt er langsam, ich brauch gar kein neues Licht. Ich mag es so, wie es jetzt ist.
Und in diesem Moment dreht sich Daniel um, die Augen sind geschlossen. Ich glaube, das ist die schönste Nacht, die ich je haben werde, sagt er, und schläft ein.
Daniel weiß genau, wie du: Jeder Traum kann in Erfüllung gehen. Du musst nur ganz fest dran glauben.
Und jetzt heißt's ab ins Bett und träumt was Schönes.
Bis morgen ab 18 Uhr auf abinsbett.net
Gute Nacht.
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