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Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte· Staffel 1· Folge 2212

#2212 Mia und das Kreuz im Kalender

Mittwoch, 16. September 2026 · 15 min

MP3

Shownotes

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Heute Abend gibt es die 2212. Gute-Nacht-Geschichte, und ich erzähle euch von Mia. Mia hat ein kleines Ritual, das vielleicht auch bei euch zu Hause bekannt ist. Jeden Abend nach dem Zähneputzen nimmt sie ihren roten Filzstift und macht ein Kreuz in den Kalender an ihrer Zimmertür. Ein Strich von oben links nach unten rechts, ein Strich von oben rechts nach unten links, und der Tag ist geschafft.

Das macht sie schon seit dem Frühling, den ganzen Sommer über, durch die Ferien und durch die ersten Schulwochen. Doch an diesem Mittwochabend passt kein Kreuz in das Kästchen. Da ist schon etwas drin: ein kleines, wackeliges Bild mit Strahlen drumherum. Mia erkennt ihre eigenen Striche sofort. Nur was das Bild bedeutet, das hat sie vergessen.

Mama weiß es. Aber Mama darf nichts verraten, denn Mia hat sie damals schwören lassen, mit dem kleinen Finger. Also muss Mia selbst herausfinden, worauf sie so viele Tage gewartet hat.

Eine neue Folge von Ab ins Bett, dem Kinderpodcast mit täglichen Gute-Nacht-Geschichten, gibt es jeden Abend ab 18 Uhr.

Jeder Traum kann in Erfüllung gehen, du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes.

Alle Folgen und mehr: abinsbett.net

Den Podcast unterstützen: abinsbett.net/support

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Transkript: Mia und das Kreuz · Ab ins Bett Folge 2212

Mia und das Kreuz

Ab ins Bett mit Marco König · Folge 2212 · Mittwoch, 16. September

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00:28 Solange der Vorrat reicht. Und zum Verkaufsstart des Adventskalenders gibt es noch ein ganz besonderes Angebot: den Adventskalender und eine persönliche Gute-Nacht-Geschichte, nur für dein Kind, für nur 5 Euro extra. Aber Achtung, dieses Special ist streng limitiert auf genau 10 Stück. Sichere dir dein Exemplar jetzt direkt auf abinsbett.net.

01:07 Hier ist euer Lieblingspodcast. Hier ist Ab ins Bett. Ich bin Marco und ich begrüße euch zur 2.212. Gute-Nacht-Geschichte. Vorher kommt das Recken und das Strecken. Nehmt die Arme und die Beine, die Hände und die Füße, und reckt und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang. Spannt jeden Muskel im Körper an.

01:33 Wenn ihr das gemacht habt, lasst euch ins Bett hineinplumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. Und heute Abend, bin ich mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt. Hier ist die 2.212. Gute-Nacht-Geschichte für Mittwochabend, den 16. September. Mia und das Kreuz.

01:58 Mia ist ein ganz normales Mädchen. Es ist ein ganz normaler Tag. Es kann sogar heute sein. Mia steht vor ihrer Zimmertür. Sie hält den roten Filzstift in der Hand. Auf der Innenseite der Tür, da hängt ihr Kalender. Oben festgemacht mit einer Reißzwecke, unten geklebt mit einem Streifen Klebeband, weil sich das Papier sonst immer einrollt. Jeden Abend nach dem Zähneputzen macht Mia hier ein Kreuz.

02:25 Ein Strich von oben links nach unten rechts und ein Strich von oben rechts nach unten links. Dann ist der Tag geschafft. Sie macht das schon so lange, dass sie gar nicht mehr drüber nachdenkt. Es gehört einfach zum Abend dazu, so wie der Schlafanzug zum Schlafen. Mia hebt den Stift und lässt ihn wieder sinken. Im Kästchen ist nämlich heute kein Platz für ein Kreuz. Da ist schon etwas drin im Kalender. Das ist ihr gar nicht aufgefallen.

02:52 Jemand hat ein kleines Bild gemalt, ein Viereck mit einem großen V, in blauem Buntstift. Und rundherum gehen lauter kleine Striche, wie die Strahlen einer Sonne. Mia beugt sich heran. Seltsam, hat sie das gemalt? Ja, das erkennt sie sofort. Früher hat sie um alles Strahlen gemalt, wie Sonnenstrahlen, um Häuser, um Blumen, sogar um Oma.

03:19 Aber wann hat sie das gemacht? Was bedeutet das? Sie blättert zurück. August, alles voller Kreuze. Die ersten Tage im September, alles voller Kreuze. Juli auch. Sogar im Mai, und an einem Tag im April fangen die Kreuze an. Das sind ja Hunderte. Mia hat sich irgendetwas markiert. Sie wollte auf diesen Tag warten. Heute ist etwas Besonderes. Und jetzt ist der Tag da, und sie weiß gar nicht mehr,

03:48 worauf sie wartet. Da kommt Mama herein. Mama, was hab ich da gemalt, fragt Mia und zeigt auf den Kalender. Mama schaut auf den Kalender. Dann schaut sie auf Mia. Ihre Mundwinkel zucken. Du weißt es, sagt Mia. Ja, ich weiß es, sagt Mama, aber ich darf es dir nicht sagen. Du hast mich schwören lassen, dass ich es nicht sage. Wenn ich es verrate, dann gilt es nicht mehr.

04:19 Mia lässt sich rückwärts aufs Bett fallen. Sie ist enttäuscht. Eines verrate ich dir, sagt Mama. Heute ist der richtige Tag. Und so schnell, wie sie gekommen ist, verschwindet Mama auch wieder nach draußen. Mia schaut sich das kleine Bild an, das sie gemalt hat. Ein Viereck mit einem V. Vielleicht ein Geschenk mit einer Schleife? Aber nein, Geschenke gibt es doch am Geburtstag, und der ist nicht jetzt. Vielleicht ein Vogel, der übers Haus fliegt? Ja, aber warum sollte man

04:49 so viele Tage auf einen Vogel warten? Mia legt sich auf ihr Bett, dreht sich auf den Bauch und greift unter das Bett. Unter dem Bett ist die alte Schatzkiste von Mia. Es ist ein alter Schuhkarton. Sie hat ihn einmal mit Goldpapier beklebt, damit er wertvoller aussieht. Dann hebt sie den Deckel hoch. Obendrauf liegt ein blauer Stein, den ihr Opa im Frühling geschenkt hat. Ganz unten in der Kiste liegt ein blauer Briefumschlag. Hellblau.

05:18 Mia schaut ihn sich genau an. Die Kanten des Briefumschlags sehen fast aus wie ein V. Ein Briefumschlag, sagt Mia laut zu sich selbst. Und dann kommt die Erinnerung wieder, Stück für Stück. Sie saß am Küchentisch. Draußen hat es geregnet, und Mama hat geschrieben, weil Mia da noch keine Buchstaben konnte. Und Mama hat genau das geschrieben, was Mia gesagt hat.

05:48 Aufgeregt rennt Mia in die Küche. Mama, ich habe einen Brief geschrieben, an mich selber. Mama lacht und nickt. Ja, warte, sagt sie. Sie geht ins Wohnzimmer und kommt dann mit einem hellblauen Briefumschlag in der Hand zurück. Genau den gleichen Briefumschlag hat Mia auch in ihrer Kiste. Vorne ist in Mamas Schrift draufgeschrieben: Für die große Mia. Mia setzt sich neben Mama aufs Bett.

06:23 Vorsichtig und aufgeregt knibbelt sie den Briefumschlag auf.

06:29 Im Umschlag steckt ein gefaltetes Blatt. Sie faltet es auf, aber Mamas Schrift ist schwer zu lesen, also liest Mama es vor. Liebe große Mia, hier schreibt dir die kleine Mia. Ich bin noch im Kindergarten, aber bald komme ich in die Schule, und morgen gibt es Nudeln. Mia muss kichern, Mama auch. Weißt du was, bald bist du ein Schulkind, es dauert nicht mehr lange.

06:58 Dann kannst du selber Briefe schreiben und Briefe lesen. Ganz unten steht Mias Name, groß und ein bisschen wackelig. Mittlerweile kann sie ihren Namen schon richtig gut schreiben. Eine ganze Weile sagt Mia nichts. Dann steht sie entschlossen auf, geht zum Kalender, blättert weit vor und malt irgendwo in ferner Zukunft wieder ein kleines Bild hinein. Morgen

07:25 schreibe ich wieder einen Brief an die noch größere Mia. Mia weiß genau, wie du: Jeder Traum kann in Erfüllung gehen, du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes. Bis morgen ab 18 Uhr auf abinsbett.net. Gute Nacht.

07:52 Bitte vergesst nicht, dem Podcast zu folgen und ihn zu bewerten. Dankeschön.

Alle Folgen und mehr: https://abinsbett.net

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