
Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte· Staffel 1· Folge 2216
#2216 Amelie und das Vogelhaus
Sonntag, 20. September 2026 · 20 min
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Shownotes
(WERBUNG) Ende der kommenden Woche gehen die ersten Ab ins Bett Adventskalender raus, und wer diese Woche bestellt, ist dabei. 24 Türchen, 24 Abende, eine Geschichte: Pupsi und das goldene Leuchten. Eines Morgens leuchtet Pupsis Rüssel golden, und warum, weiß der kleine Elefant selbst nicht. Die Antwort gibt es am 24. Türchen. Türchen öffnen, QR-Code scannen, zuhören. Diese Geschichte gibt es nicht im Podcast, und auf der Rückseite wartet noch ein Ausmalbild. Jetzt bestellen [abinsbett.net] (WERBUNG ENDE)
Heute nehme ich euch mit in einen Garten im Herbst. Der Apfelbaum trägt gelbe Blätter, im Gras raschelt das Laub, und in der Küche rührt Amelie mit Mama etwas zusammen, das nach Nüssen und warmer Butter duftet. Daraus werden selbstgemachte Meisenknödel, ganz ohne Plastiknetz, dazu kommt ein Vogelhaus voller Sonnenblumenkerne.
Vom Küchenfenster aus schaut Amelie zu, wer zum Futtern kommt. Kohlmeise, Blaumeise und ein paar freche Spatzen zanken sich um den besten Platz. Dann bekommt das Vogelhaus Besuch von jemandem mit buschigem Schwanz, der eigentlich gar nicht eingeladen war. Wie Amelie das Problem löst, hört ihr in der Geschichte.
Als es draußen dunkel wird, steht Amelie im Schlafanzug mit Papa an der Terrassentür. Unter der Hecke, gleich neben dem großen Laubhaufen, bewegt sich etwas. Mehr verrate ich nicht. Nur so viel: Amelie erfährt an diesem Abend eine Menge über den Winterschlaf und darüber, wie sich Tiere auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Und am Ende hat sie eine Aufgabe, die nur ihr gehört.
Diese Geschichte ist so besonders, weil sie so nah am echten Leben ist. Vielleicht habt ihr selbst ein Vogelhaus im Garten oder auf dem Balkon und schaut morgens zu, wer vorbeikommt. Ein Tipp für euch und eure Eltern: Meisenknödel lassen sich ganz einfach selbst machen, und die Vögel freuen sich den ganzen Herbst und Winter darüber. Wer dann noch einen Laubhaufen im Garten liegen lässt, schenkt vielleicht einem kleinen Tier ein gemütliches Winterquartier.
Diese Gute-Nacht-Geschichte passt gut zu Kindern ab drei Jahren, die Tiere lieben und gern die Natur beobachten. Eine ruhige Herbstgeschichte zum Einschlafen, mit raschelnden Blättern, knisternden Nüssen und warmen Momenten mit Mama und Papa.
Alle Folgen und noch mehr Geschichten findet ihr auf abinsbett.net. Wenn euch Ab ins Bett gefällt, freue ich mich sehr über eure Unterstützung auf abinsbett.net/support.
Jeder Traum kann in Erfüllung gehen, du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes.
Euer Marco
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Transkript: Amelie und das Vogelhaus · Ab ins Bett Folge 2216
Amelie und das Vogelhaus
Ab ins Bett mit Marco König · Folge 2216 · Sonntag, 20. September
00:00 Diese Werbung unterstützt Ab ins Bett dabei, unabhängig zu bleiben. Ende der kommenden Woche gehen die ersten Ab ins Bett Adventskalender raus. Wer diese Woche bestellt, ist dabei. 24 Türchen, 24 Abende, eine Geschichte. Sie heißt Pupsi und das goldene Leuchten. Eines Morgens leuchtet Pupsis Rüssel golden. Warum, weiß der kleine Elefant selbst nicht. Die Antwort kommt am 24. Türchen. Türchen öffnen, QR-Code scannen,
00:29 zuhören. Hier im Podcast gibt es diese Geschichte nicht. Und auf der Rückseite vom Kalender wartet noch ein Ausmalbild. Bestell ihn jetzt, dann liegt er bei dir, lange bevor der Dezember anfängt, und du hast eine Sache weniger auf der Liste. Jetzt auf abinsbett.net.
00:55 Hier ist euer Lieblingspodcast, hier ist Ab ins Bett. Ich bin Marco und ich begrüße euch heute Abend zur 2.216. Gute-Nacht-Geschichte am Sonntagabend. Da draußen ist ja schon Herbst geworden, nachts ist es schon richtig kühl, und aus diesem Grund kümmert sich Amelie, unsere heutige Titelheldin, auch um die Tiere in ihrem Garten. Vorher aber das Recken und das Strecken. Nehmt die Arme und die Beine,
01:25 die Hände und die Füße, und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang. Spannt jeden Muskel im Körper an. Und wenn ihr das gemacht habt, dann lasst euch ins Bett hinein plumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. Und heute Abend bin ich mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt.
01:54 Hier ist die 2.216. Gute-Nacht-Geschichte für Sonntagabend, den 20. September. Amelie und das Vogelhaus. Amelie ist ein ganz normales Mädchen. Es ist ein ganz normaler Tag. Es kann sogar heute sein. Auf dem Herd steht ein kleiner Topf, und darin knistert langsam Kokosfett, das weich wird. Amelie steht davor.
02:23 Sie steht auf einem Hocker und schaut hinein. Gerade war es noch ein harter, weißer Klotz, und langsam beginnt er zu schmelzen. Zuerst glänzend an den Rändern und bald flüssig und klar wie Wasser. Jetzt kommen die Haferflocken dazu, sagt Mama. Amelie kippt die Schüssel, und die Haferflocken rutschen in den Topf. Dann kommen noch Sonnenblumenkerne hinterher.
02:52 Und zum Schluss noch eine Handvoll gehackte Erdnüsse. Mama rührt alles, bis ein dicker brauner Brei entsteht. Alles vermischt sich, und es riecht nach Öl und nach Nüssen. Auf dem Küchentisch stehen vier kleine Blumentöpfe aus Ton. In jedem steckt ein Stöckchen. Amelie hat sie gestern im Garten gesammelt. Mama füllt den noch warmen Brei vorsichtig in die Töpfe.
03:22 Amelie drückt mit einem Löffel alles fest. Warum machen wir die Meisenknödel eigentlich selber?, fragt Amelie. Wir können doch welche kaufen. Weißt du, die im Laden, die stecken oft in Plastiknetzen. Und das ist nicht so gut für die Vögel. Die können mit ihren Krallen nämlich hängen bleiben. Und wir machen sie selber. Dann wissen wir ganz genau, was drin ist. Amelie nickt. Das gefällt ihr.
03:50 Bis zum Nachmittag sind die Knödel hart geworden. Sie sehen genauso aus wie die, die man kaufen kann. Vielleicht sogar ein bisschen schöner.
04:00 Draußen ist Herbst. Der Apfelbaum hat gelbe Blätter, und einige liegen sogar schon im Gras. Amelie hat ihre Gummistiefel an. Es raschelt bei jedem Schritt. So viel Laub ist schon im Garten.
04:18 Papa befestigt die Blumentöpfe mit dem Meisenfutter direkt am Vogelhaus, und oben füllt er das Häuschen noch mit Sonnenblumenkernen, fast bis es überläuft. Dann gehen sie alle rein und setzen sich ans Küchenfenster. Hier ist es kuschelig warm, und von hier kann man das Vogelhaus perfekt beobachten. Es dauert nicht lang, nicht mal eine Sekunde. Eine Kohlmeise kommt.
04:46 Papa erkennt sie am gelben Bauch und am schwarzen Streifen. Die kleine Meise landet direkt am Meisenknödel und pickt sich etwas heraus. Dann kommt eine Blaumeise dazu. Sie hat eine blaue Kappe auf. Und dann noch drei Spatzen. Sie zanken sich auf dem Dach des Vogelhauses, wer zuerst futtern darf. Eins, zwei, drei, vier,
05:16 fünf. Amelie tippt mit ihrem Finger an die Scheibe und zählt.
05:23 Mit einem Mal fliegen aber alle fünf Vögel weg, die Äste wackeln, und es kommt etwas den Stamm hinauf. Etwas mit einem buschigen Schwanz und mit rotbraunem Fell. Es ist ein Eichhörnchen. Mit einem Satz springt es ins Vogelhaus und stopft sich die Backen voll. So viele Sonnenblumenkerne. Wahnsinn, denkt sich Amelie. Die Meisen
05:51 sitzen hinter dem Häuschen auf dem Gartenzaun. Sie warten. Das ist nicht alles für dich, sagt Amelie und klopft an die Scheibe. Das Eichhörnchen zuckt aber nur ganz kurz mit dem Ohr und frisst einfach weiter. Papa sieht es und lacht. Amelie, weißt du, ein Eichhörnchen hat im Herbst richtig viel zu tun. Es muss nämlich Vorräte sammeln. Und dann versteckt das Eichhörnchen die Vorräte überall im Garten.
06:22 Im Winter schläft so ein Eichhörnchen viel. Richtig viel. Und zwar oben in einem Nest im Baum. Da ist es sicher. Aber zwischendurch wacht es auf und sucht seine Verstecke wieder. Da braucht es nämlich ganz viel Futter und hat Hunger. Aber die Vögel haben auch Hunger. Und zwar jetzt, sagt Amelie.
06:43 Papa kratzt sich an der Stirn und hat eine gute Idee. Dann bekommt das Eichhörnchen seine eigene Futterstelle, sagt Papa. Aus der Speisekammer holen sie eine Tüte mit Haselnüssen und noch ein paar Walnüsse. Hinter dem Vogelhaus steht noch ein alter Baumstumpf. Das ist gut, da kann das Eichhörnchen fressen, sagt Amelie und legt die Nüsse eine neben die andere auf den alten Baumstumpf.
07:12 Das Eichhörnchen ist immer noch am Vogelhäuschen, hebt den Kopf und sieht es. Mit einem Mal flitzt es über den Rasen und sitzt auf dem Baumstumpf. Es nimmt eine Walnuss zwischen die Vorderpfoten. Flink dreht das Eichhörnchen sie nach links, dann wieder nach rechts und rennt damit zum Blumenbeet. Dort buddelt es ein Loch, steckt die Nuss rein und klopft die Erde mit den Pfoten fest.
07:41 So ähnlich sieht es auch aus, wenn Mama Blumen einbuddelt. Und die Meisen? Die haben ihre Chance genutzt und sitzen schon längst wieder im Vogelhäuschen. Das Eichhörnchen ist viel zu beschäftigt, das Futter zu verstecken. So geht es den ganzen Nachmittag weiter. Später harken Mama und Papa noch die Blätter zusammen. Amelie hilft sogar mit einem kleinen Rechen. Die meisten Blätter
08:09 kommen auf einen großen Haufen. Dann legt Papa Äste drauf. Was baust du da?, sagt Amelie. Das ist kein Bau, wir lassen ihn einfach liegen. Warum?, fragt sie dann. Na, das siehst du vielleicht schon heute Abend, sagt Papa geheimnisvoll und zwinkert ihr zu.
08:31 Als es dann dunkel ist, hat Amelie ihren Schlafanzug schon längst an, und Papa ruft sie zur Terrassentür. Vorsichtig drückt sie ihre Nase gegen die Scheibe. Sie ist ganz kühl. Papa schaltet das Licht auf der Terrasse an, und was passiert? Erst mal gar nichts. Dann sieht sie, dass etwas raschelt. Da hinten, unter der Hecke, direkt neben dem großen Laubhaufen.
08:59 Erst bewegt sich ein Blatt, dann noch eins und noch eins, und schließlich schiebt sich eine kleine spitze Nase aus dem Laub und dahinter ein runder Körper voller Stacheln. Ein Igel, sagt Amelie. Der Igel trippelt gemächlich über den Rasen. Er schnauft, schmatzt und schiebt seine Nase durch das Gras.
09:29 Was frisst ein Igel?, fragt Amelie. Käfer zum Beispiel, sagt Papa. Kleine Schnecken, Regenwürmer, alles, was man so im Garten findet. Soll ich ihm Sonnenblumenkerne bringen?, fragt Amelie. Papa schüttelt den Kopf. Das ist nicht das Richtige. Auch Milch soll man einem Igel nicht geben. Aber ich glaube, er könnte Wasser gut gebrauchen. Papa holt eine flache Schale aus dem Schrank.
09:58 Amelie füllt Wasser hinein. Nicht zu viel, auch nicht zu wenig, und vorsichtig bringt sie die Schale zur Terrasse. Papa öffnet die Tür, und ganz schnell stellt Amelie die Schale ab. Und genauso schnell ist sie wieder drin und schaut durch die Tür nach draußen. Der Igel kommt näher. Sie sieht ihn, und er sieht so süß aus. Mama kommt dazu, und alle drei sitzen an der Scheibe. Mama, Amelie und Papa.
10:28 Alle beobachten den Igel. Der frisst sich gerade seinen Winterspeck an, sagt Mama. Was macht er?, fragt Amelie. Na, einen Vorrat. Aber nicht in einem Versteck wie das Eichhörnchen, sondern er hat seinen Vorrat direkt unter seiner Haut. Bald, wenn es nämlich richtig kalt ist, dann sucht er sich einen kuscheligen Platz. Vielleicht sogar in unserem Laubhaufen.
10:55 Er baut sich da eine Art Nest aus Blättern, rollt sich zu einer Kugel zusammen, und er schläft den ganzen Winter lang. Was? Den ganzen Winter? Der Igel verpasst ja Weihnachten. Ja, auch an Weihnachten schläft er, sagt Mama. Amelie schaut auf den Igel. Wer weiß, wie oft ich ihn noch sehe. Wenn er bald schläft, vielleicht erst nächstes Jahr wieder.
11:23 Ja, das kann sein, sagt Papa. Vielleicht schläft er ja bei uns im Laubhaufen. Wir lassen ihn besser in Ruhe und wecken ihn im Winter nicht auf. Amelie denkt nach. Die Vögel aber machen keinen Winterschlaf, platzt es aus ihr heraus. Nein, sagt Mama. Die bleiben wach, und genau deswegen brauchen wir so viele Meisenknödel.
11:48 Und das Eichhörnchen schläft, wacht aber im Winter immer wieder auf zum Futtern? Genau, sagt Papa. Dann mach ich es so. Am Nachmittag stell ich dem Igel Wasser raus, damit er was zu trinken hat, wenn er am Abend kommt. Und ins Vogelhaus kommen die Sonnenblumenkerne und die Meisenknödel. Und auf den Baumstumpf die Nüsse. Das ist eine gute Idee, sagt Mama. Der Igel
12:17 trinkt noch einen Schluck. Dann dreht er sich um und geht zurück zur Hecke. Das Laub raschelt kurz, und der Igel ist weg.
12:28 Ein bisschen später liegt Amelie in ihrem Bett. Sie hört, wie der Wind durch den Apfelbaum streicht. Sie zieht ihre Decke hoch und rollt sich darunter zusammen. Genauso macht es der Igel auch in seinem Laubhaufen. Gute Nacht, Igel, ruft Amelie in die Nacht hinaus. Schlaf gut bis zum Frühling.
12:55 Vielleicht sehen wir uns ja nochmal, bevor du in den Winterschlaf gehst. Und als Amelie die Augen zumacht und schon fast eingeschlafen ist, da hört sie etwas. Vielleicht war das ein Rascheln vom Igel. Vielleicht sagt der Igel aber auch einfach: Gute Nacht, Amelie, träum was Schönes. Und Amelie, die weiß genau wie du: Jeder Traum kann in Erfüllung gehen,
13:26 du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes. Bis morgen ab 18 Uhr auf abinsbett.net. Gute Nacht, und bitte vergesst nicht, den Podcast zu folgen und zu bewerten. Dankeschön.
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