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Adoptieren statt Produzieren - Der Tierschutzpodcast

Conny: Kann eine Tierschutzreise ein Leben verändern?

Freitag, 15. Mai 2026 · 1 h 05

MP3

Shownotes

Conny Sporrer ist nicht nur Martin Rütter Hundetrainerin mit eigener Hundeschule in Wien, Podcasterin und Autorin, sie ist vor allem auch Tierschützerin.
Seit einigen Jahren besucht sie viele verschiedene Tierschutzprojekte im Ausland und engagiert sich leidenschaftlich für Tiere in Not.
Vor gut einem Jahr entstand ein neues, spannendes Tierschutzprojekt gemeinsam mit weiteren Kolleginnen aus dem Martin Rütter Hundeschulnetzwerk: Eine Tierschutztour, die interessierte Menschen die Arbeit der Tierschützer:innen vor Ort in Serbien, Ungarn oder Rumänien näher bringt.
Was sind Connys Eindrücke? Wie laufen die Tierschutztouren ab? Und welche Entwicklungen nimmt sie im Auslandstierschutz wahr?

Dies und vieles mehr erfahrt Ihr in dieser Folge.

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Johanna: So, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Adoptieren statt Produzieren Podcasts. Heute bin ich mal nochmal nicht allein. Ich habe nämlich eine ganz tolle Gästin eingeladen, die auch keine Unbekannte ist. Aber bevor wir da reinstarten, möchte ich das aktuelle Thema mit einer HörerInnen-Mail beginnen, die, glaube ich, dann schon zu unserem Thema hinleitet. Denn wir haben eine Frage viel besser eine Idee zugeschickt bekommen. Und bevor ich dieser Mail geantwortet hab, dachte ich, nehm ich einfach gleich ne Podcast-Folge dazu auf. Die liebe Katrin schreibt nämlich, hallo liebe Leute, dann ein bisschen was zu ihr, aber sie schreibt auch, ich war Halterin von zwei Blinden für Hunden, die bei mir ihre Zeit als Rentner verbracht haben. Nun wäre ich wieder bereit, einem Hund ein Zuhause zu geben, gern auch einem Tierschutzhund. Aber ich trau mich nicht. Meine geniale Idee. Ihr organisiert Reisen oder zumindest eine Reise, zu der ich mich dann schon als angemeldet betrachte, in ein Tierheim, ein ausländisches, teilnehmende, adoptionswillige Leute, die sich nicht trauen. Reiseleitung, Fachkundige aus eurem Team, die vor Ort bei der Wahl des passenden Hundes helfen. Und diese Mail schrie so dermaßen nach Conny Sporrer für mich, dass ich dann einfach mal gefragt habe, hey Conny, hast du Bock, darüber zu erzählen, denn Ja, du bringst ja alles mit, was sie eigentlich beschreibt. Also deswegen, willkommen, liebe Conny!

Conny Sporrer: Danke schön für die Einladung und ja, ich habe Bock. Also ich scharre schon mit den Hufen auf die Antwort, ⁓ die Antwort zu geben.

Johanna: Ja, also man muss sich eigentlich gar nicht groß vorstellen, oder? Du bist Inhaberin der Martin-Rütter-Hundeschule in Wien. Sehr erfahrene Hundetrainerin, sehr, erfahrene Podcasterin. Du haustest ja den Podcast Hundestunde und ja vor allem auch sehr leidenschaftliche Tierschützerin. Und da können wir eigentlich den Bogen schon schließen, denn du warst ja jetzt auch vor kurzem auf genau so einer Tierschutzreise, nämlich mit der lieben Ellen zusammen.

Conny Sporrer: Genau, Ellen Dolores von der Martinodder Hundeschule in Osnabrück und auch meine Trainerkollegin Katja war mit dabei aus Wien. Also wir werden immer mehr, aber wir müssen schon manchmal gucken, dass wir nicht mehr Trainerinnen als Teilnehmerinnen sind, weil natürlich alle irgendwie auch so Lust haben, so was Gutes irgendwie mitzumachen. Genau, und wir hatten jetzt Anfang Mai unsere letzte Tierschutzreise, die... ja.

Johanna: ...

Conny Sporrer: wo wir 32 Interessierte mitgenommen haben, die genau eigentlich auch so diese Fragen hatten, wobei es immer ein bisschen schwierig ist, quasi das nur so auszurichten, dass jetzt nur jene mitkommen, die einen Hund wollen. Sondern es sind natürlich unterschiedlich Interessierte dabei und ich glaube, das darf auch nicht der Anspruch sein. Ich glaube, es gibt auch viele, die vielleicht sich noch das gar nicht aussprechen zu trauen oder noch nicht so sich entscheiden wollen. Und das war eigentlich die grundige Idee, dass wir mit solchen Reisen die Menschen einfach an die Hand nehmen, begleiten ins Ausland zu Vereinen, die wir kennen und ja, einfach mal hinbringen und dann schauen, was passiert. Und da schreiben wir auch dazu. es ist nie der Gedanke. Es ist noch nie ein Hund irgendwie mit ausgereist oder so. Das ist ja genau der Gegengedanke, dass das wohl überlegt sein muss und so weiter. Und aber die Leute haben natürlich viele Hunde kennengelernt und eine Teilnehmerin, das kann ich jetzt schon mal spoilern.

Johanna: Nein.

Conny Sporrer: Wir sind am Sonntag zurückgekommen und eines am Donnerstag schon wieder hingeflogen. Und hat sich jetzt schon... Genau, genau. hat sich dann eben so noch mal als Sicherheitstermin quasi ganz in Ruhe ohne die großen Emotionen halt noch mal mit diesem einen Hund beschäftigt. Und hat sich dann entschieden, sie zu adoptieren. Aber auch da wird dann wieder der Transport abgewartet, weil das auch in Serbien tatsächlich nicht so einfach möglich ist.

Johanna: Nein, echt auch nochmal zurückgeflogen sogar dann.

Conny Sporrer: Sie wird den Hund dann aus Ungarn mit dem Auto abholen.

Johanna: Wow, ach krass, auch das auch noch. Wow, okay. vielleicht müssen wir einmal so ganz von vorne anfangen. Die Idee ist auf jeden Fall sehr gut und die haben oder sagen wir mal das Bedürfnis, mal so eine Reise mitzumachen. Die habe ich schon mehrfach gehört. Wie kam es dazu, dass ihr gesagt habt, hey, lass uns genau so was mal organisieren und wie seid ihr das eigentlich damals angegangen?

Conny Sporrer: Mmh. Ja. Ja, also ich glaube, war, da muss ich noch weiter zurückgehen, schon 2019 so, ich mit Ellen mal gesagt habe, du, wir haben jetzt schon seit Jahren immer wieder Kundinnen und Kunden da, die sagen halt, haben einen Hund aus der Tötung und aus der Tötung und da wird getötet und so und viele Hunde aus dem Tierschutz mit irgendwie allen möglichen Themen oder nicht Themen, auch natürlich ganz normalen Themen, die jeder andere Hund auch hat. Und wir haben aber irgendwann gesagt, du, wir fahren jetzt einfach mal los Richtung Ungarn und schauen uns dann, wir wie weit wir so kommen und wo wir überall hin geschickt werden und so. Und schauen und machen uns selber mal ein Bild. ganz, wir haben das zwar damals schon, glaube ich, ein bisschen auf Insta dokumentiert, aber es war einfach noch kein irgendwie kein großer öffentlicher Gedanke dahinter oder so, das größer zu machen. Und das war für uns schon mal sehr prägend, weil man natürlich dann viel mehr mit den Menschen ins Gespräch kommt vor Ort und einfach auch tolle Tierheime kennenlernt, die wir bis heute begleiten zum Teil auch aufgrund dieser Reise. Und haben uns dann eben ein Bild gemacht, wie ist es denn wirklich vor Ort. Und das war ein ganz gutes Bild, weil man einfach hergesehen hat, dass es viele Missstände gibt, politischer Natur, systematischer Natur und so. Und dass es aber auch ganz großartige Menschen gibt, die den Tieren helfen. Und so ist das eigentlich gewachsen. habe bisher in meinem Leben ist Tierschutz immer schon ein großes Thema. Für mich kam nie in Frage, einen Hund aus einer Zucht zu kaufen. Aber jetzt gar nicht aus so einer missionarischen Sicht, sondern einfach, weil das für mich immer einfach so gesetzt war. Es war einfach so, ich bin, glaube ich, so groß geworden, dass man das halt als erstes macht. Und ja, und dann haben wir diese Reise gemacht und dann ist das alles irgendwie nochmal mehr erwachsen, weil man natürlich, wenn man da einmal vor Ort ist und irgendwie das wirklich live gesehen hat, dann vergisst man das nicht so schnell. Und dann haben wir immer wieder auch für bei unseren Weihnachtsfeiern und so weiter für die Tierheime da gespendet, die wir da getroffen haben. Und wir damals auf der Reise auch schon Spenden gesammelt und so. Also es war schon ganz cool. Und ja, und es lässt einen dann nicht mehr los. Das kannst du jetzt mittlerweile schon selber, glaube ich, behaupten oder bestätigen. Und im Podcast, glaube ich, war das so, dass ich damals mit meinem Kollegen Marc, dass der dann doch gesagt hat, ja, dann lass uns oder mach du doch mal so eine Reise, wo du die Leute einfach mitnimmst. Ich muss sagen, bin ja jetzt selber schon lang genug dabei, ⁓ realistisch zu wissen, dass so eine Veranstaltung echt viel Orga erfordert und viel Zeit in Anspruch nimmt und so weiter. Grundsätzlich finde ich die Idee ja ⁓ super, aber ich will das immer realistisch betrachten. Und ich finde immer, wenn man sowas plant, muss man natürlich auch immer im Hinterkopf haben, das auch reproduzierbar. Macht man das jetzt einmal groß oder ist das echt etwas, was regelmäßig stattfinden kann?

Johanna: Ja.

Conny Sporrer: Und deswegen habe ich mich ehrlich gesagt lange davor gedrückt, zu machen, weil ich halt wusste, also für mich ist sowieso klar, dass ich keinen Cent damit verdiene. Ich gebe halt meine Zeit und natürlich eben auch viel Zeit vor in der Organisation und so. Aber ich bin halt auch so ein Typ, der das trotzdem immer möglichst perfekt machen will. Und das muss natürlich alles gut organisiert sein. Und ja, irgendwie letztes Jahr, ist jetzt schon die dritte Tour, letztes Jahr Mai war dann die erste. Und ich glaube, das war halt einfach so toll und so emotional und alles, da passiert ist, war irgendwie so wunderschön, dass wir halt natürlich gesagt haben, wir machen es wieder und haben dann natürlich da auch ein bisschen die Erfahrungen gesammelt, was man weglassen kann, was man vielleicht besser macht und so. Und ich glaube, dass wir jetzt mit dem jetzigen, sage ich mal, Organisationsablauf auf einem ganz guten Kurs sind, dass wir das wieder machen können.

Johanna: Die erste Reise, glaube ich, ging nach Rumänien, oder? Damals? Ach, nach Ungarn.

Conny Sporrer: Genau, nach Ungarn und Rumänien. Wir fahren ja immer, das ist natürlich, sehen viele auch kritisch, ich muss dazu sagen, die meisten kommen aus Deutschland. Es waren aber auch schon Französinnen, Schweizerinnen, Österreicherinnen natürlich bei der Tour dabei. Also es sind alle willkommen, aber wir fahren immer von Wien los, weil das halt einfach ein ganz guter Treffpunkt ist und unser Anspruch ist natürlich auch, dass die Reise jetzt nicht stundenlang dauert. Weil wir fahren da mit einem Bus los, den wir eben mieten.

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Und da ist es einfach ganz gut, wenn quasi sich alle von überall irgendwie in Wien aus dann treffen. Und dann ist die erste Fahrt zu ungefähr drei Stunden in ein Tierheim von Animal Care Austria. Das ist ein Verein, dem ich eigentlich seit meiner Selbstständigkeit von Anfang an zusammenarbeite. Ein sehr seriöser, professioneller Verein. Wie gesagt, wo ich einfach immer so als Qualitätsmerkmal auch nehme, dass man halt schon einfach sehr lange guten Kontakt hat und gut zusammenarbeitet. Und das ist immer dann so eine ganz gute Pause als erstes. In einem Tierheim leben ungefähr 300 Hunde, auch ein paar Katzen, die dann dort vermittelt werden. wie gesagt ein privat geführtes Tierheim, die aber auch Hunde aus Abnahmen und so weiter bekommen aus Beschlagnahmungen. Und ja, das ist so, finde ich mal ein ganz guter erster Stopp, weil das ein sehr positives Beispiel ist, wo man natürlich viele, viele, viele Hunde sieht und auch das Leid sieht, aber trotzdem ... sieht, dass da Menschen dahinter sind oder auch ein ganzer Verein dahinter ist, das eben sehr toll unterstützt und wo man ja erstmal so gut sich reinfühlen kann, ohne zu gleich mit dem Drama irgendwie überfallen zu werden. Und dann sind wir weiter nach Rumänien gefahren. Dann haben wir die letzten zwei Touren immer ein privat geführtes Tierheim auch, das Free Emily besucht, das eben Ellen und ich auf der Reise damals kennengelernt haben. Und da sind ja auch immer so 150 Hunde, 200 Hunde, ich weiß es gar nicht. glaube damals, als wir die besucht haben, waren 60 Hunde dort oder so. Und irgendwann kam es ja so, dass ich quasi bei der Gründung von Pfotenherz irgendwie mit beteiligt war im Sinne von, ihr nicht einen Verein gründen oder wollen wir nicht einen Verein gründen und dieses Tierheim unterstützen? Und das war quasi eins der ersten Pfotenherz Tierheime und Pfotenherz. Ich bin ja...

Johanna: Ja.

Conny Sporrer: nach wie vor kein Vereinsmitglied, aber ich bin Schirmherrin des Vereins. Ich möchte mich da immer nicht zu sehr irgendwie an etwas binden, aber das hat jetzt gar nichts mit Loyalität zu tun, sondern ich möchte immer auch zeigen, es geht mir nicht ⁓ einzelne Vereine, denen man dann verheiratet ist, sondern dass es halt ums große Ganze geht und ⁓ die gute Sache. ja, und FreeEmily war eben das erste Pfotenherz-Tierheim, das da unterstützt wurde und jetzt sind halt mittlerweile hunderte Hunde vermittelt und eben auch viele Hunde vor Ort. oder viel mehr vor Ort als früher, weil es jetzt die Möglichkeit der Vermittlung gibt und so. Das ist ja natürlich super schön. Und dann haben wir aber auch die letzten Male ein städtisches Tierheim besucht, also keine Tötung. Aber städtische Tierheime sind ja, also dürften theoretisch, je nach Befindlichkeit des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin, auch Tötungen sein. In diesem Tierheim wird nicht mehr getötet, aber es ist natürlich ein grauenvolles Tierheim. Also die Hunde haben viel zu wenig Platz, haben keine Keine Liegestellen, haben teilweise nicht mal ein Dach über dem Kopf und so. Ja, und das war dann quasi so ein bisschen der Abschluss der Tour. Wir versuchen halt immer, also verschiedene Bilder zu zeigen. Und ich bin ehrlich gesagt jetzt gar nicht so sicher. Bei unserem letzten Mal in Ungarn und Serbien jetzt vor kurzem haben wir eben auch eigentlich nur so Vorzeigetier einmal gezeigt. Und es war auch ein, also auch ein superschönes Erlebnis, ohne dass irgendwas gefehlt hat.

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Es ist schwierig und irgendwie habe ich auch immer den Anspruch, obwohl ja eigentlich immer andere Leute dabei sind, auch immer wieder verschiedene Sachen zu zeigen. Also wir haben schon überlegt, ob wir das nächste Mal vielleicht dann auch in die Bucharester-Gegend fahren sollen. Das ist wahrscheinlich aber auch mein Anspruch, weil wie gesagt, sind ja immer neue Leute dabei, die das eigentlich dann so noch nicht kennen. Aber es wird die nächste Tour auf jeden Fall, also es wird eine geben, sehr wahrscheinlich, und die wird dann im Mai stattfinden wieder. Also wir haben uns jetzt darauf

Johanna: Hm. Okay. Zeit.

Conny Sporrer: geeinigt, dass wir das bei schönem Wetter machen und nicht mehr im November irgendwie bei potenziellem Regen. Und wir machen das einmal im Jahr. Ja.

Johanna: Ja. Das macht auch was mit der Stimmung, muss ich sagen. auch so ein städtisches Tierheim oder auch eine sehr volle rumänische Pflegestelle, was auch immer, ist schon eigentlich noch ein Ort, okay ist. Aber das alles im Regen oder in einer Schneematsche, das geht schon ganz schön auf die Stimmung. Das ist wirklich so, ja.

Conny Sporrer: Das ist richtig. Ja, und das hatten wir auch beim letzten Mal. Also das war eben auch ein Mitgedanke, dass man nicht alles immer nur unter Sonnenschein zeigen möchte und sollte. Aber es war halt, na, es ist alles, dann kommen alle voll dreckig in den Bus. Es ist einfach mehr umzuziehen und so. ist ja, also von daher haben wir uns jetzt, die Menschen unterstützen deswegen nicht weniger und auch haben ihre Dauerspenden eingerichtet und so das ganze Jahr und kommen selber zum Freiwilligen helfen. Also.

Johanna: Hm. Halt doch praktische Gründe, ja.

Conny Sporrer: Ja, glaube, die Botschaft ist trotzdem transportiert.

Johanna: Sehr schön, dass du schon mal vorweggenommen hast, dass es auch eine nächste Tour gibt. Das ist sehr schön. Dann habe ich jetzt hier schon die Antwort für meine Mail. Sehr, gut.

Conny Sporrer: Genau, aber ich muss dazu sagen, also wir fragen eigentlich dann so im Bus immer erst, ob es jemanden gibt, der eben Interesse an einem neuen Hund hat oder wir machen immer so eine Vorstellungsrunde und bei dieser letzten Tour war halt eine dabei, die gesagt hat, ihr Hund ist erst eben vor zwei Wochen gestorben und sie ist eigentlich, eigentlich haben wir wieder das typische Drehnerinnenwort, eigentlich noch gar nicht bereit dafür und so. Ja, und das war aber dann letztendlich die, die sich auch verknallt hat. wir sind immer offen dafür. Ich glaube nur, dass wir halt nicht seriös 35 Hunde gut testen und vermitteln können dann da. Aber wenn eben ein paar dabei sind, die da Lust drauf haben, auf jeden Fall. Natürlich.

Johanna: Hmm. Absolut. Und ich meine, es ist ja natürlich auch Teil eures Jobs, auch unabhängig von der Reise beratend, für die Menschen da zu sein vor der Anschaffung des Hundes. Und das kann man ja auch sonst da noch in Anspruch nehmen, dieses Expertenwissen. Wie würdest du die Leute beschreiben, die euch auf diesen Reisen begleiten? Also es scheinen schon Leute zu sein, die grundsätzlich erstmal offen sind für das Thema Tierschutz.

Conny Sporrer: Genau. Absolut.

Johanna: Sind das Leute, die eigentlich schon voll im Thema sind und irgendwie einfach nur nicht persönlich dort waren, waren auch Leute dabei, die erstmal sagen, boah, ich weiß eigentlich gar nicht so richtig, ob Tierschutzhund überhaupt für mich mal in Frage käme. Wie würdest du die Gruppe der Menschen beschreiben?

Conny Sporrer: Sehr vielseitig, auch was Alter betrifft. Sie müssen natürlich volljährig sein, aber sie sind teilweise eben sehr jung, es sind manchmal auch Mamas mit ihren Döchtern und so mit dabei. Es sind aber auch Ältere, also über 70-Jährige waren auf jeden Fall auch schon dabei. Das ist bunt gemischt. Wie gesagt, die Herkünfte sind total bunt gemischt und auch die Motivationen, so nenne ich es jetzt mal. sind sehr unterschiedlich. Das ist immer ein bisschen Diskussionspunkt mit Ellen, weil die immer sagt, wir sollten nur die mitnehmen, die quasi immer nur Hunde vom Züchter hatten und wir wollen die dann halt irgendwie bekehren und so. Und ich finde, also ja, natürlich ist das immer schön und es waren auch schon, es war eine Kundin zum Beispiel aus Wien dabei, liebe Grüße, die hat einen Deckgrüden, der war eigentlich auch immer eher der Zucht verschrieben, sag ich jetzt mal. ⁓ Wahrscheinlich auch mangelndes anderer Informationen. Und ich glaube, dass diese Reise schon was mit ihr gemacht hat und dass das halt schon mit vielen was macht. Wir hatten eine dabei, die hat dann im ersten Tierheim, also aus dem Zwinger raus, die Kündigung für den Labradorverband abgeschickt. also es ist schon und das ist aber etwas, ich will das nicht so missionarisch, also ich für mich persönlich.

Johanna: Fansen.

Conny Sporrer: finde, man kriegt jetzt nicht so viel weiter mit, ihr müsst euch jetzt die Seite wechseln und so. Natürlich, wie gesagt, für mich ist das ⁓ selbstverständlich. Aber ich glaube, man darf das dann nicht so mit Druck machen. Und ich finde einfach, dass es eben auch Menschen gibt, die, selbst wenn die schon Tierschutzhunde haben oder mit Tierschutz in Berührung waren, es trotzdem noch mal was ganz anderes ist, wenn man da persönlich vor Ort ist. Oder eben auch mal einfach nur, es gibt viele, waren schon in Griechenland oder so, und eben einfach mal einen anderen.

Johanna: Mh.

Conny Sporrer: oder eine andere Form von Tierschutz oder eine andere Form von Problemen. Und letztendlich sind das alles Multiplikatoren. Und ich glaube, das ist auch für mich die Hauptmotivation, das zu machen. Weil ich jetzt von diesen in dem Fall 32 Menschen nicht so viel erwarte. Aber im Sinne von, ich erwarte jetzt nicht, dass jeder einen Hund adoptiert oder jeder einen Hund vermittelt oder so. Aber ich erwarte halt einfach, dass die wiederum einfach begeistert weiter erzählen und weiter erzählen und Hunde teilen und ihre Stories machen und wieder Hunde sichtbar machen und vor allem auch Bewusstsein für die Situation schaffen, weil es gibt so viele Mythen über Tierschutz, ich da einfach glaube, dass das der beste Effekt ist.

Johanna: Ja, ich finde auch gerade so dieses verschiedene Perspektiven aufzeigen und verschiedene Formen von Tierschutz finde ich auch so spannend, weil selbst in Rumänien oder, weiß ich nicht, selbst wenn du jetzt nur ein Land rauspickst, selbst in Deutschland ist Tierschutz teilweise so unterschiedlich und da stecken so viele unterschiedliche Geschichten irgendwie dahinter. habe jetzt in diesem Jahr, haben wir zum ersten Mal auch ein Projekt in Griechenland auf Kreta angeschaut und das war

Conny Sporrer: Mhm.

Johanna: irgendwie auch eine ganz andere Welt von Tierschutz. Also klar, natürlich ist das ein bisschen entschärfter auch da, weil es auch kein Tötungsgesetz gibt. Dennoch sind auch da die städtischen Tierheime also keindeutig besser als die rumänischen. Aber natürlich ist das irgendwie, die Hunde sind auch ganz anders, ganz andere Charaktere und so was. Dort nochmal vor Ort zu sehen, war auch schon für mich nochmal augenöffnend.

Conny Sporrer: Mhm. Ja.

Johanna: Deswegen finde ich das auch super, dass du gesagt hast, ihr wollt das bisschen variieren und auch verschiedene Orte dort zeigen. Vielleicht auch nochmal aus deiner, wenn du dich da auch noch dran erinnerst, was macht es denn mit allem oder warum ist es denn so wichtig, das einmal persönlich vor Ort zu erfahren?

Conny Sporrer: Ja, absolut. Ja, also das ist vielleicht auch noch was, was ich vorher ergänzen wollte zu der Frage, kann jemand erfahren, ist da mitkommen und eben noch mal seine Expertise schildern und so weiter. Das ist natürlich auch immer wichtig. haben natürlich als Trainerinnen auch nicht die Glaskugel und können jetzt so erste Eindrücke natürlich schildern und ein paar Sachen testen. Aber ob das dann so bleibt, wenn der Hund mal die Koffer ausgepackt hat, ein paar Wochen da ist und so weiter, das können wir natürlich nicht garantieren.

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Aber was wir eben auch mit dieser Reise oder diesen Reisnehmer bezwecken wollen, ist eben, wie schon gesagt, die Leute in die Hand zu nehmen und diese Vielfalt auch zu zeigen. es eben, glaube ich, also ich glaube wirklich, dass die meisten in dem Moment gar nicht so diese fachliche Unterstützung brauchen, sondern einfach nur diese Hand, die sie nimmt und mal da reingeht.

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Und wenn du dann an den Zwinger bist oder in die Zwinger reingehst und dann kommt ein Hund, der dich halt von oben bis unten ableckt und einfach sein Essen stehen lässt und lieber die Nähe des Menschen hat, dann ist da ja schon eigentlich so dieser erste Test gefallen. Klar weiß man dann nicht, wie cool der in der Stadt ist und wie gut vorbereitet der bisher aufs Leben ist und so weiter. Auch da gibt es auch Unterschiede. Auch in diesen Tierheimen gibt es Hunde, die schon mit Menschen gelebt haben und schon viel kennen. Aber ich will nur sagen,

Johanna: Hmm.

Conny Sporrer: Ich glaube, dieses Einmal-Dasein, diese wahnsinnige Vielfalt sehen an allen Größen, Formen und Farben, Charakteren, möglich sind. eben auch zu sehen, und das haben viele von diesen Touren berichtet, das war so ein Tenor, der sich überall immer durchgezogen hat, dass man eben, wenn man die heimischen Tierheime kennt, wo ja viele sagen, ja, aber unsere Tierheime sind ja auch voll und so, dort trotzdem nochmal ganz andere Hunde erlebt, die viel aufgeschlossener sind, die viel freudiger sind, die so Bock auf Menschen haben. Und das muss man jetzt einfach mal sagen, in unseren heimischen Tierheimen sind halt viele Problemhunde, weil die oft die einfach Vermittelbaren halt schnell weg sind und die dann oder vielleicht auch im Land einfach besser vermittelt werden können. Und dort sind halt Hunde, die haben einfach nur Pech gehabt, weil

Johanna: Mmh. Hm.

Conny Sporrer: ihre Eltern nicht kastriert waren und dann irgendwie auf der Straße aufgewachsen sind oder eben leider bei sehr schlecht gebildeten Menschen sind, die halt kein Bewusstsein für Tierschutz haben und die, dann auf die Straße setzen und, und, die haben halt diese Probleme nicht. haben vielleicht andere Pakete mit. Aber das einmal zu erleben, ⁓ die Frage zu beantworten, das ist wirklich das Wichtigste, dass man einmal dort drinnen ist und dann wird sich immer so die die Meinung schon mal verändern, da bin ich ganz sicher.

Johanna: Und was für mich auch immer noch so ein Punkt ist neben den Tierbegegnungen, sind doch auch die Menschenbegegnungen. Weil ich finde, sich mit den Menschen zu unterhalten und vielleicht auch mal zu ergründen, warum packst du den Hund an die Kette? Warum lässt du den jetzt nicht laufen? Oder warum denkst du, musst du das und das mit dem Hund machen? Oder warum lässt du ihn nicht kastrieren? Und dann versucht man das einfach mal zu verstehen. Oder die verschiedenen Perspektiven, die das dann immer noch nicht besser machen für den Hund, Situation. Aber es ist leichter, man von Deutschland aus sagt, die lassen die Hunde nur an der Kette oder die behandeln die nicht mit Parasitenmitteln oder keine Ahnung was. Aber dann vor Ort dann die Situation auch der Menschen mitzukriegen und zu sehen, für Probleme es da vielleicht auch gibt und wo, auf welchem Prioritätenpunkt dann irgendwann die Hunde folgen, finde ich, ja, rückt alles noch mal so bisschen auch in einen Rahmen und man versteht dann doch auch besser ein bisschen. so die Welt irgendwie, wie sie halt auch für die Tiere dann so tickt. Das hat mir doch auch viel geholfen irgendwie.

Conny Sporrer: Voll. Ganz wichtiger Punkt, den du da ansprichst. Ich hab da ja relativ ... Ich glaub immer, dass Wut an vielen Stellen ein guter Antreiber ist, dort hab ich relativ wenig Wut, weil ich irgendwie alles, was ich dort so an Emotionen hab, wie soll sagen, von den Menschen auch bekomme, die sich halt die was für die Tiere tun. das ist halt ... Ich weiß nicht, wie du's erlebst, aber ich erleb halt auch die Rumänen-Innen halt immer super gastfreundlich und herzlich und so, dankbar und hilfsbreit und so. Das ist natürlich persönlich auch noch mal ein ganz schöner Moment. Ich hab's auch erlebt bei Kastrationskampagnen, dass dann wirklich so eine Oma uralt mit einem Kopftuch den Hund da hinträgt an der Kette, die hängt noch runter. Irgendwie aber trotzdem so für ihre Welt schon was verändert daran, dass sie das jetzt macht. Da hab ich keinen Unmut dabei, sondern da geht's mir wie dir, da will ich das auch erst mal verstehen. Und eben, wie gesagt, die leben oft in so großer Armut, dass ich natürlich auch verstehe, dass es da Prioritäten gibt, wie du sagst. Aber natürlich gibt es auch Vollidioten. Also ich war am 24. Dezember im Free-AMLE und da kam ein Auto angefahren, die haben viel zu jungen Schäfer und Welpen da einfach vor die Tür gesetzt. Und sind wieder gefahren und das sind noch die, denen man danken muss, dass sie es überhaupt zum Thema geschafft haben. Also, ja.

Johanna: den Hund bringen. Du bist ja jetzt auch schon wirklich einige Jahre dort aktiv. du denn, merkst du denn Entwicklungen oder Unterschiede jetzt über die Jahre hinweg dort vor Ort?

Conny Sporrer: Also ich kann natürlich, was die Tierheime und die Arbeit so dort angeht, merke ich große Entwicklungen. es war einfach so, dass ich das letzte Mal quasi ohne Pfotenherz noch in dem Free-AMLE Tierheim war. hat er mir erzählt, das war jetzt natürlich auch bisschen coronabedingt, aber da haben die, glaube ich, im Jahr 20 Hunde vermittelt. durch Pfotenherz sind es halt 200 geworden. Es ist halt schon, es ist halt schon einfach

Johanna: Wow.

Conny Sporrer: Fantastisch, was da passiert. Plus, man muss sagen, die Familie führt dieses Tierheim dort alleine. Beziehungsweise mittlerweile nur noch hauptsächlich der Sohn der Familie. Und der dann, muss man sich mal vorstellen, für 100 Hunde zuständig. Also heißt ausmisten, füttern, Wasser und so weiter. Und das war halt, man sieht, das ist ein ganz schlauer Kerl, der hat studiert und man sieht ihm richtig diese Verbittertheit an. Oder...

Johanna: Wahnsinn.

Conny Sporrer: auch dass er ein bisschen resigniert hat schon. Und es war mir dann so wichtig, diese Unterstützung irgendwie mitzutragen und da einfach zu schauen, was sich verändert. Und das ist so großartig, weil jetzt einfach, dass also nahezu das ganze Jahr freiwillige HelferInnen vor Ort sind und er eigentlich jetzt auch mal Urlaub machen konnte und so was, was einfach jahrelang vorher nicht möglich war.

Johanna: Hmm. Wow.

Conny Sporrer: Ich glaube, hat sich wirklich eine Welt verändert, sage ich jetzt mal. Vielleicht darf ich auch spoilern, dass es eine kleine Liebesgeschichte mit einer Helferin gab, die jetzt auch ein Paar geworden sind. Aber da ist immer auch ganz wichtig, immer zu betonen, oder? Nein, das war aber tatsächlich eine freiwillige Helferin, einfach so kam, weil sie es halt irgendwie auf Insta gesehen hat und so.

Johanna: Was? Nein! Was habt ihr für magische Faden irgendwie? Ja, Liebesfaden. Achso, okay.

Conny Sporrer: Und es war so süß, weil er mir die Geschichte erzählt hat. Es war ihm wichtig, betonen, dass er niemals eine Helferin angesprochen hätte, sondern dass der erste Schritt von ihr kam. Aber ... Ja, also insofern ... Da hat sich natürlich super viel verändert. Natürlich auch einfach durch die Spenden. hab jetzt wieder, jedes Mal, ich hinkomme, gibt's Dächer, neue Bauwerke und gibt's einen Helferraum, ...

Johanna: Hm. Hi.

Conny Sporrer: wo sich die Helferinnen aufhalten können und so. Das ist halt super. Und das freut mich auch extrem. Ich finde nur immer halt schade, weil das natürlich trotzdem irgendwie nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, weil es ja die Hunde trotzdem noch gibt und die Situation vor Ort dadurch nicht besser wird. Es ist halt bisschen besser gehändelt alles, aber das macht es halt nicht besser. Und das ist etwas, was mich sehr beschäftigt. Und wo ich aber jetzt glaube, dass durch die letzten Wochen auch durch die Reportagen, da gelaufen sind und alles, was da in Gang gesetzt wurde, einfach sich schon auch bisschen was getan hat. Und ich weiß auch einfach, dass durch Bildung wir einfach jetzt noch auch 10, 20 Jahre warten müssen und dann sich auch massiv was verändert. Weil es einerseits Menschen gibt, die, wie du ja auch selber gesehen hast, einfach sich sehr dafür einsetzen, dass Kinder aufgeklärt werden und dass es da ein anderes Bewusstsein gibt. Ich meine, bei uns selber. Ich weiß nicht, wie du das wahrnimmst, aber Als ich Kind war, es völlig selbstverständlich, dass Katzen am Land getötet werden, wenn die Babys bekommen. In einem so entwickelten Land wie Österreich war das noch so selbstverständlich. Deswegen glaube ich, dass sich das verändert. Das sind ja schon die, die zumindest was machen wollten mit den Hunden und sie nicht umbringen. Aber ich glaube, es braucht einfach da noch

Johanna: Absolut. Also meine erste Hundeplatz-Erfahrung war Schäferhundplatz. Das war für uns die Hundeschule einfach.

Conny Sporrer: auch noch einfach Jahre und natürlich auch alle möglichen Menschen, da dran bleiben und nicht locker lassen vor allen Dingen.

Johanna: Absolut. Aber wieso resignierst du nicht? warum bleibst du so am Ball, obwohl es doch sehr zäh ist und du sehr, sehr viel Zeit investierst und sehr viel Energie und das sind natürlich auch immer sehr emotional aufreibende Fahrten. Jedes Mal wieder. Wieso bleibst du da am Ball?

Conny Sporrer: Also ich habe schon Phasen, ich ganz ehrlich sagen, wo auch alles ein bisschen zu viel ist und wo ich natürlich auch denke, so jetzt muss ich mal wieder die Sachen machen, wo ich auch ein bisschen Geld verdienen kann und so. Weil das ja oft dann natürlich auch vieles geprägt ist von Misserfolgen und so von Dingen, die nicht funktionieren, weil irgendein Hund nicht überlebt hat aufgrund irgendwie, keine Ahnung, Unfalls oder weil er irgendeine Krankheit hat oder sowas und Wenn so ein paar Sachen zusammenkommen und vielleicht eben dann diese Spenden nicht aufgetrieben werden kann und das nicht realisiert werden kann und so, das ist irgendwie schwierig. Und das zehrt manchmal sehr natürlich, aber es ist nicht vergleichbar mit den positiven Momenten, die man halt hat vor Ort. Also vor Ort oder auch sonst, wenn einfach Dinge möglich sind. Also ich habe wirklich, ich glaube jede Woche gibt es einfach irgendein großartiges Erfolgserlebnis. für mich in meiner Welt großartig. sind halt irgendwie tolle, wichtige Kontakte, es gibt. Es sind eben Dinge, die realisiert werden können. Es sind eben Hunde, die jahrelang da saßen und auf einmal vermittelt werden. Oder eben so diese nur kleinen Momente vor Ort, wie wir jetzt in Serbien waren. Also die Frau, die das Tierheim leitet und ihre Mutter und auch einige Mitarbeitende dort, haben uns dann so eine riesenlange Tafel vorbereitet und haben uns so ein Bohneneintopf gekocht und haben uns Kuchen gebacken und waren einfach so dankbar und haben uns minutenlang gedrückt, einfach, dass wir da sind. ja, das ist einfach immer so schön zu sehen, wie viel man dann eben im Kleinen bewirken kann. Und das gibt einem halt tausendmal mehr als alles andere irgendwie.

Johanna: Eine Frage, die ich mich auch gestellt habe, die ist jetzt ein bisschen wieder weg von den Emotionen hin zu den wirklichen Unterschieden, gerade Serbien, Ungarn, Rumänien. Gibt es da Unterschiede in der Tierschutzsituation, vielleicht auch so rein regulatorisch? Wie sieht es denn eigentlich aus mit Tötungen in Serbien und Ungarn?

Conny Sporrer: Also das gibt es schon auch. Ich will nur, also ich kenne mich natürlich jetzt mit den einzelnen Gesetzen nicht so gut aus, aber ich weiß halt auch, dass es so ist, dass zum Beispiel vor einigen Jahren schon in Ungarn die Anbinderhaltung oder die Ketten-Hund-Erhaltung verboten wurde oder zumindest stark reduziert wurde, sag mal so. Und die Leute, natürlich kommt jetzt niemand hin mit der Stoppuhr und schaut, wie lange der Hund an der Kette ist. Also es gibt halt natürlich das Gesetz, wissen wir selber ja aus Deutschland und Co.

Johanna: Hmm.

Conny Sporrer: Das Gesetz ist das eine, die Exekution ist das andere. Aber grundsätzlich würde ich sagen, was das Leid betrifft, überall gleich groß. Ich glaube, gibt dann immer auch noch mal so einen Unterschied. Je westlicher man ist, desto besser ist es. Je mehr man ins Land, ins Innere geht oder mehr in den Osten oder so, dann ist es natürlich irgendwie immer schlechter. Also es hat auch viel mit der Entwicklung zu tun, aber irgendwie auch nicht, weil es sind ja teilweise

Johanna: Mmh.

Conny Sporrer: Wenn man Bucharest sich anschaut, das ist eine europäische Großstadt und es ist einfach total entwickelt. Es gibt ganz viele Firmensitze dort, von deutschen österreichischen Unternehmen. Und man kann sich nicht vorstellen, dass solche Dinge da abgegehen. Also insofern glaube ich, dass es ja im Prinzip überall gleich problematisch ist.

Johanna: Total. Ja, super spannend. Und was würdest du denn oder was sollten denn die Leute mitbringen, die euch auf der Reise begleiten? Also scheint so, als wäre es erstmal klingt, als wäre es eigentlich was für jedermann sozusagen oder jede Frau.

Conny Sporrer: Ja, jede Frau vor allem. Ich glaube, hatten jetzt dieses Mal mit vier Männern den Quotenrekord, wobei zwei davon auch nur Begleitpersonen waren. Was ich so wunderschön finde, dass ganz viele Alleinreisende dabei sind, die sich dann trauen. Das finde ich immer so super Moment, weil wirklich sich einfach dadurch auch Freundschaften ergeben und wir machen ja

Johanna: Aber immerhin. Mhm.

Conny Sporrer: Wir machen ja dann immer so WhatsApp-Gruppen und die behalten wir auch bei. Und wir haben dann eine große United-Gruppe, da kommen dann immer alle zusammen. Und ja, ist einfach dann sehr niederschwellig mitzumachen. Es geht halt ⁓ ein bisschen Zeit. Wir versuchen es natürlich immer so zu timen, dass wenn möglich irgendwie ein Feiertag mit dabei ist oder so. Aber man muss natürlich je nachdem, woher man kommt, schon einen Anreisetag mit einplanen und einen Abreisetag.

Johanna: Wow.

Conny Sporrer: Gerade bei Busfahrten kann man natürlich nie sagen, wie lange steht man an der Grenze oder wo gibt es einen Stau oder so. Deswegen muss man da bisschen Puffer mit einplanen. Wir versuchen natürlich die Kosten so gering wie möglich zu halten. Es ist natürlich eine Busreise dabei, es sind geringe Hotelkosten dabei. Also es ist wie gesagt keine Gewinnabsicht dahinter. Das was übrig bleibt wird an die Tierheime gespendet, die wir besuchen. Dementsprechend sind das, also ich glaube, das letzte Mal hat das ganze Wochenende eben 220 Euro gekostet, dann halt noch mal eben die Anreise nach Wien und auch da kann man sich natürlich irgendwie zusammentun, aber das ist so das Einzige, was man jetzt von der Anforderung mitbringen muss.

Johanna: Das klingt doch schaffbar auf jeden Fall. Für alle die...

Conny Sporrer: Ja, und ich finde so schön, dass wir wirklich auch aktiv aufrufen, alleine teilzunehmen, weil es oft nur so händchenhaltende Begleitpersonen sind, die vielleicht selber auch gar nicht so ein Interesse haben. Da gab es auch schon schöne Momente, dass die Männer auf einmal voll emotional wurden und eigentlich ja nur so quasi die Begleiter waren und dann voll mit dem Thema waren und voll Gas gegeben haben, was alles Mögliche betrifft, irgendwie Helferansätze und so.

Johanna: Ja.

Conny Sporrer: Aber dieses Alleinereisen und Sich-Trauen ist auch superschön.

Johanna: Und das ist so ein toller Nebeneffekt beim Tierschutz und ich glaube wahrscheinlich auch bei vielen ehrenamtlichen Beschäftigungen, so dieses ganze soziale Drumherum, was man irgendwie auch mitkriegt, wenn man so gemeinsam für eine Sache kämpft, wenn man neue Leute kennenlernt, man fühlt sich dann immer direkt verbündet so und das ist, finde ich, auch auf einer ganz anderen Ebene, neben der Tatsache, dass man halt auch was Gutes tut, finde ich auch so wertvoll, dass Ja, einfach dieser soziale Gehalt in so einem Ehrenamt einfach so wahnsinnig hoch ist. Und da ist ja eure Reise eigentlich perfekt, ⁓ auch neue Leute mal kennenzulernen und sich einfach ein bisschen zu vernetzen und darüber zu quatschen und auch die ganzen Geschehnisse nicht so allein mit sich selbst nur auszumachen, sondern einfach auch mit Leuten darüber sprechen zu können, könnte ich mir vorstellen.

Conny Sporrer: Wir waren ja auch schon mal gemeinsam in der Nähe von Bukarest bei einer Kastrationskampagne. Oder das war eine Kastrationskampagne oder was?

Johanna: Stimmt. Was haben wir gemacht? haben... Ja, genau. Doch, doch, daran kann ich mich noch erinnern. Bei Joanna und Ruxy waren wir damals gemeinsam. Stimmt.

Conny Sporrer: Ich schon an der Dabei, weiß es auch schon nicht mehr so genau. Genau. Und das ist irgendwie für mich, also ich bin jetzt nicht so ein, sag ich jetzt mal ein Mensch, der so externe soziale Kontakte sucht, weil irgendwie ich hab genug und irgendwie ich find's spannend Leute kennenzulernen, aber es hat ja auch immer ein gewisses Risiko, wenn man die jetzt so gar nicht kennt, außer das Tierschutzthema gemein hat. Und ich find's, also es war immer der Knaller einfach diese, also immer

Johanna: Mhm. Hmm.

Conny Sporrer: Ich muss immer so schmunzeln, immer auf jeder Autofahrt oder so irgendwie man öffnet, irgendwas macht ist, dass man sich auch so öffnet und dass dann auf einmal so Geschichten erzählt werden, die halt so eigentlich höchstpersönlich sind. Irgendwie, ich ich hab, also es klingt jetzt pathetisch, aber weil einfach das Herz so weich gemacht wird und dann wird immer irgendwie geheult und ja, man hat auf einmal voll den Zusammenhalt.

Johanna: Hm. fein, ja.

Conny Sporrer: Und das ist irgendwie etwas Magisches. So blöd das klingt, das finde ich immer wieder großartig. Und ich habe wirklich ganz selten nur da schlechte Erfahrungen gemacht. ist eigentlich im Gegenteil. Ich habe ja immer, wenn ich fahre, so das Bedürfnis, also auch im kleinen Rahmen, also nicht nur bei den großen Touren, sondern auch mal, wenn ich eben sonst irgendwelche Einsätze habe oder so. Ich möchte ja immer jemanden mitbringen, wenn ich nehme. So nach Motto wie, man muss immer was mitnehmen, wenn man schon geht.

Johanna: Hmm. Sehr cool. Ja, ja, ja.

Conny Sporrer: Und das habe ich gemacht. habe zum Beispiel im letzten Jahr alle meine Kooperationspartnerinnen, habe ich einfach Monate vorher schon gefragt, habe gesagt im August, da bin ich in Rumänien, und wer kommt mit? Und dann habe ich irgendwie auch so gedacht, okay, jetzt entscheidet sich, wer echte Partner sind. es war... Ja, genau. Und aber auch so was ebenso, so diesen Zusammenhalt oder Zusammenarbeit...

Johanna: Na, liebst du wirklich Hunde?

Conny Sporrer: betrifft und ich werf's auch niemandem vor, weil ich jedenfalls steh, der sagt, ist mir irgendwie zu emotional und so. Aber es ist ja dann meistens total schön und von Freude geprägt. es war halt so, dass ich eben einige Partnerinnen mit hatte. Und das war so super. Der Daniel, der Geschäftsführer von Pumas, von den Maulkörben, der hat sich natürlich gleich in einen Hund verliebt. Das war völlig klar.

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: und hat seinen zweiten Hund dann auch direkt adoptiert. Also dort sich dann auch, oder kurz nach der Reise entschieden, aber dort kennengelernt. Und ja, es war eben von Elan Kornetierz, die machen unter anderem diese Zeckenhalsbänder und so weiter, die hat dann geholfen vor Ort, die Blutabnahmen zu machen, war aber schon eigentlich nicht mehr so lange in der Praxis, aber war natürlich trotzdem jeder helfende Hand super.

Johanna: Mmh.

Conny Sporrer: Es war so schön, dann gemeinsam da zu stehen und die Kacke wegzuräumen und die Hundepuls zu schrubben und so. Das ist auch irgendwie ein cooler Teambuilding-Event, muss ich echt sagen. Nicht nur, weil man dann ja abends nett und geschafft zusammensitzt und auch nochmal nett reden kann, sondern weil es wirklich irgendwie was macht mit einem.

Johanna: Absolut. Absolut. Mir ist jetzt auch eingefallen, was wir damals gemacht haben. haben diese unsäglich vielen Hunde gegen Staub geimpft in einem städtischen Tierheim. Genau. Das war nämlich auch wieder so eine Aktion oder so ein Erlebnis, wo das einfach horroranstrengend war. Dann natürlich hast du auch nicht Jahrhunderte Zeit, die Hunde an dich und dich an die Hunde und die Spritze und alles Mögliche zu gewöhnen, sondern es war schon ...

Conny Sporrer: Ach ja, ⁓ ja, mhm.

Johanna: Und ich sehe immer noch, ich habe dich immer noch vor mir, wie du da, wie so Profi, die ganzen Spritzen aufgezogen hast. Dann alle in so einen riesigen Eimer und dann abzack durch die Zwinger rein, rein, zack, zack, zack, alle Hunde geimpft. Und das ist natürlich, das sind natürlich keine alltäglichen Situationen und man hat natürlich auch ein höheres Stresslevel da und viele Emotionen. Und ich glaube, das ist auch das, was einen dann so zusammenschweißt, so das Gefühl, dass man das dann gemeinsam durchsteht. genau damals war ja auch

Conny Sporrer: FAKE IT TILL YOU MAKE IT Mmh. voll.

Johanna: die Trainerkollege Nina Hofmann mit dabei. Und seitdem stehen wir auch immer noch in Kontakt. das hat auch da wieder total Freundschaften. Dann war der Start dafür auf jeden Fall. Und das ist so ein großer Aspekt auch an dieser ganzen Sache, in man, finde ich, nicht klein reden sollte, weil...

Conny Sporrer: Genau. Ach schön, schau mal. Ja.

Johanna: Das macht schon viel mit einem und vielleicht solltet ihr sowas auch mal als Teambuilding-Event mal anbieten für eure Kooperationspartner oder für andere Unternehmen.

Conny Sporrer: Ja, es ist natürlich immer schwierig, weil es müssen irgendwie alle ja wirklich wollen. Aber es ist trotzdem irgendwie auch wieder cool, sich so tut. Ich habe vergessen, zum Beispiel der Robin von Thule war auch mit. Und der hat seine Freundin mitgebracht, die bei Apple arbeitet. Und die haben dann auch so ein Programmsystem dahinter, wo man sich als Unternehmern anmelden kann und quasi dann auch

Johanna: Jaja, klar. Ja.

Conny Sporrer: von dieser Reise erzählen kann und dann innerhalb des Unternehmens auch Spendenaufrufe machen kann und so. Also sind dann so coole Wellen, geschlagen werden. Das finde ich einfach immer ganz großartig. Aber ja, du hast recht, das war schon fast verdrängt, diese furchtbare Impfaktion. Das war, ja, muss man vielleicht noch den Hintergrund erklären, da ist in einem städtischen Tierheim Staub ausgebrochen und das war halt dann

Johanna: Ach cool! Hm.

Conny Sporrer: quasi ganz dringend notwendig, alle Hunde dort zu impfen. Und ich glaube, es waren ja auch 250 sicher. Also, weil du gesagt hast, wir haben die Hunde gegen Staubberg geimpft. Ja, wir haben die Hunde gegen Staubberg geimpft. Also ich habe jetzt, ich, mal schon mehr Hunde geimpft als so manche österreichische Tierarzt oder so. Weil das wirklich, also Ratze, Fatz, das ist uns gezeigt worden. habe eher, wollte ja immer Tierärztin werden. Ich habe natürlich immer große Lust darauf, sowas. Aber, danke schön.

Johanna: Ja, war also viel. Du hast es auch gut gemacht. Das war schon sehr professionell aus.

Conny Sporrer: Ja, und es war aber auch so schrecklich, natürlich dann die Hunde, haben ja da keinen Rückzug, Unterschlupf. Also noch eins von den netteren Tierheimen, wo nicht getötet wird oder städtischen Scheltern, aber trotzdem keinen Rückzug für die Hunde. auch ganz furchtbare, also die Chefs da waren okay, aber halt die Leute, die da gearbeitet haben, teilweise die Hunde mit der Schlinge da rausgeholt haben und so.

Johanna: Hmm...

Conny Sporrer: Es war schlimm, diese Hunde, die sich schon aufgegeben haben, die in der Ecke saßen und einfach nur eingefroren sind, die dann noch mal bisschen zu nerven mit dieser blöden Spritze. Aber ja, das war großartig. Ich muss auch sagen, war das deine erste Tierschutzreise so richtig?

Johanna: Ich muss mal gerade überlegen, ja es könnte schon gewesen sein, ja.

Conny Sporrer: Jetzt hast schon so viel gemacht, weißt du auch nicht mal,

Johanna: Ja, manchmal in diesem ganzen zeitlichen Abstände und was war wie zuerst? Ich kenne ja sogar ad hoc gar nicht das Jahr, Sie jetzt gerade sagen, aber es müsste so vor drei Jahren, drei, zwei Jahren ungefähr, ne?

Conny Sporrer: Ja, ich glaube, vor drei Jahren kommt hin. Und ich muss da sagen, war eben auch wie bei Nina echt überrascht davon, wie gut ihr das alles da mitgemacht habt. Weil ich habe irgendwie schon ein dickes Fell und habe schon sehr viel gesehen. ich finde das auch immer wieder erstaunlich. meine, man muss das nicht. Man kann auch emotional sein und das ist alles erlaubt. Aber ich bin dann schon immer wieder begeistert, wie cool das viele händeln.

Johanna: Ja.

Conny Sporrer: Oder bis du hast dann einfach zu Hause fünf Tage geholfen.

Johanna: Hm. Danach hatten wir sehr lange keinen Kontakt, Conny, merkst du bis heute? Nein, Quatsch. Nein. Nee, ich glaube, damals hatte ich, ich war sehr viel im Inlandstierschutz unterwegs und auch im Inland gibt es viele heftige Situationen und messy Situationen und ganz schlimme Hunde- oder Tierhaltung. Deswegen klar und natürlich in der Situation selbst, glaube ich,

Conny Sporrer: Ja, ja, ich merke was. Mmh.

Johanna: kennt jeder, wenn man gerade ad hoc in eine aufregende Situation geraten ist, funktioniert man dann zum Teil natürlich auch erstmal und dann so richtig die Verarbeitung kommt dann wahrscheinlich vielleicht dann auch ein bisschen später. Was machst du denn, ⁓ nach so einer Reise ein bisschen wieder klarzukommen oder vielleicht auch so diese krassen Unterschiede zwischen der eigenen Lebensrealität oder

Conny Sporrer: Mmh.

Johanna: Also ich habe das jedes Mal wieder, wenn ich dann wieder hierher komme und dann ist man so wieder in der anderen Hundebubble, wo man 100 Jahre über Hundeernährung spricht und Liegestellen und wie viele Jahre warte ich, bis ich darüber nachdenke, mal den Chip bei meinem Hunde, den Kastrationschip zum Testen, mal so, wie kommst du mit so was klar?

Conny Sporrer: Ja, Überlegestellen. Kastriere. Ja, ja, ja. Ja, also vieles hat sich tatsächlich sehr relativiert, also auch fachlich. Ich war ja nach der Ausbildung eher eine Kastrationsgegnerin, sag ich jetzt mal. Und ich bin jetzt auch keine Kastrationsbefürworterin, aber der Martin hat das letztens sehr schön ausgedrückt. Also wenn er sich für eine Sache entscheiden müsste, eher kastrieren und so sehe ich das mittlerweile eben auch. Es ist natürlich jetzt immer noch ein großer Eingriff, wenn man viele Kastrationskampagnen miterlebt hat, dann weiß man, dass das halt auch in zwölf Minuten bei einer Hündin erledigt sein kann.

Johanna: Hm.

Conny Sporrer: Aber ja, das ist ja dort einfach das einzige Mittel der Wahl, ⁓ den Bestand zu regulieren oder zu verkleinern. Und da finde ich halt eben auch, was manche Menschen rumeiern mit solchen Themen, wo andere Hunde halt gar keine Wahl haben und wo sich die Erde aber dann trotzdem weiter dreht. Und wie groß manche Themen gemacht werden und so, das sehe ich absolut so wie du. Und das ist immer gut für die Demut. Also ich versuche halt immer in meinem Leben,

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Das ist im Tierschuh sowieso schon gesetzt. Nächstes Jahr werde ich auch ein Kinderheim in Afrika besuchen. Ich finde, das ist so witzig, weil die hundertste Mallorca-Reise, wie man am Strand liegt und Cocktails trinkt, das vergisst man ja. Das ist in dem Moment nett und vielleicht auch erholsam, aber ist natürlich am Ende nichts, was dich wirklich im Leben an irgendwas erinnert.

Johanna: Und dann

Conny Sporrer: Aber diese Menschen, man kennenlernt, diese Momente, man hat, vielleicht auch die Dinge, die man bewegt und so, das ist so viel mehr wert. Deswegen würde ich halt auch immer, ich jetzt bin ich selbstständig, kann das natürlich auch alles ein bisschen besser einteilen. ich würde auch immer meinen Urlaub auch für so was investieren, weil das hast du vielleicht selber auch schon erlebt. Also jeder Aufenthalt ist so ein toller Abschaltmoment vom echten Leben.

Johanna: Mhm. Mhm, ja, ja.

Conny Sporrer: Weil wenn man dort steht und arbeitet und so, dann denkt man nicht dran, was kommen jetzt für E-Mails rein oder was sehe ich auf Social Media oder so. Da ist man maximal damit beschäftigt, selber Hunde zu posten auf Social Media. Aber meistens halt irgendwie wirklich anzupacken und zu arbeiten und körperlich zu arbeiten auch mal und so. Und ich finde, ist also so viel mehr erholsam eigentlich als so mancher Entspannungsurlaub vermeintlich. Aber deine Frage war eigentlich eine andere. Ich habe sie mir gemerkt, nämlich was ich tue, ⁓ runterzukommen. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, mir tut es einfach gut, dass ich mittlerweile eben mit vielen Vereinen und auch mit den Menschen vor Ort Kontakt habe. Ich finde es immer schwer, das Schwerste so quasi zurückzulassen. Das ist manchmal so ein Gefühl von, ja, jetzt gehe ich wieder in mein verhältnismäßig luxuriöses Leben ohne oder mit anderen Problemen, aber sicher nicht so existenzielle Probleme wie dort manche haben. Und das fällt mir halt immer ganz schwer.

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Natürlich auch wenn ich dann an manche Hunde denke, eben auch im Winter, dass ich dann denke, ich habe es warm und der hat so kurzes Fell und der liegt halt im Stroh, das ⁓ schon nass ist. Und das ist ja auch kein Vorwurf, die können es halt gar nicht besser irgendwie handeln. Und das ist eben oft ein sehr, sehr schlimmes Gefühl. ich glaube, das ist ja auch der Grund, warum ich so lange schon dran bin, weil ich dann nicht aufgeben kann, dann möchte ich wieder weitermachen und sammeln und wieder das nächste irgendwie für die erreichen.

Johanna: Mhm. Mmh. Hmm...

Conny Sporrer: Das ist irgendwie wichtig und ich glaube, ist auch ein Grund, viele HelferInnen einfach süchtig werden. Das klingt ja so blöd, aber das ist eben so dieses, jeder möchte dann nicht das loslassen, sondern irgendwie trotzdem dranbleiben und helfen. Und das tun sie ja damit extrem viel auch. Aber ich möchte trotzdem eben dazu sagen, es ist immer wichtig für mich, das kann ich nur so als Tipp weitergeben, sein eigenes Leben zu haben. Ich geh sehr gern gut essen, ich trinke gerne guten Wein. Und ich habe manchmal natürlich das Gefühl, boah, für das Abendessen, keine Ahnung, hätte ich schon fünf Hunde kastrieren können oder so. Und das ist irgendwie etwas, da muss man sich, finde ich, davon lösen, weil das irgendwie auch mein Ausgleich und meine Belohnung ist und auch mein vielleicht wieder Kraftgeber, ⁓ wieder mehr zu machen. Und ich habe irgendwie ein ganz gutes, für mich ein ganz gutes Balancegefühl, dass ich sehr wohl auch mal irgendwo

Johanna: Mhm, mhm.

Conny Sporrer: ein schönes Glas Champagner trinken kann, aber zwei Tage später irgendwo der Scheiße stehe und irgendwas herumschiebe. Und ich habe das Gefühl, dass ich für mich eigentlich einen ganz guten Ausgleich und ein gutes Gewissen habe. ja, und ich brauche das auch, also das Champagner Beispiel ist jetzt übertrieben, aber wir wissen ja, wie die Menschen dort teilweise leben. Und wenn wir schon normal leben und einfach normal, ja.

Johanna: Mhm. Mmh. Ich verstehe, was du meinst. Ja, klar.

Conny Sporrer: in eine warme Wohnung kommen, auf eine weiche Couch und eben auch nicht den ganzen Tag im Tierheim stehen müssen und so was. Das ist ja schon einfach der Luxus. Und ich glaube aber trotzdem, dass es wichtig ist, das nicht so mitzuschleppen, sondern diesen Ausgleich zu haben. Und ich habe auch Tage, ich eben, weil ich natürlich in vielen Postings markiert werde und da sehr viel gewollt wird, wo ich dann natürlich auch mal bewusst ...

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Anfragen ablehne oder auch mir mal rausnehme, weil ich ⁓ gerade so viel im Kopf habe, nicht zu antworten oder mal eine Story nicht zu teilen. Weil es immer wichtig ist, dass die eigene Energie am höchsten gehalten wird. Also es klingt so blöd, aber ich bin halt bei dieser Flugzeugtheorie, dass man sich selbst mit Sauerstoff versorgen soll und dann die anderen. Und wie gesagt, ich habe für mich eigentlich einen sehr gangbaren Weg damit gefunden. ja, aber ich lasse trotzdem nicht los. Letztes Jahr war ich jeden Monat im Tierschutz in irgendeinem Land.

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Also es passiert ja sowieso irgendwie. Und ja, es ist ja auch wunderschön. Also von daher versuche ich das so für mich zu handeln.

Johanna: Und was? Krass, ja. Ja, die Balance macht es wahrscheinlich aus und das bedingt sich natürlich alles auch ein bisschen gegenseitig. Also das gute Essen schmeckt viel besser, wenn man davor kaum Zeit hatte zu essen, weil man irgendwie unterwegs war oder... Genau.

Conny Sporrer: Absolut. Total. Oder mal richtig Hunger hat von körperlicher Arbeit oder mal müde ins Bett fällt, weil man so viel gearbeitet hat. Das ist großartig.

Johanna: Ja, ich glaube, das muss sich so bisschen gegenseitig irgendwie in der Balance halten. Aber vielen Dank, dass du uns da mitgenommen hast in deine, ja, zu deinen Tipps und wie du auch so was angehst, was natürlich auch alles schon zeitweise, wie du ja auch gesagt hast, schon sehr schwer sein kann und alles auch sehr viel mit Sicherheit. Eine Frage habe ich noch, und zwar weil wir es jetzt häufiger schon angesprochen haben und weil wir jetzt schon ein paar Geschichten derart hatten. Was Sagst du zu diesen Hundebegegnungen, laufe etwas Zeit, ich kam ins Tierheim und hab diesen unter all diesen Hunden diesen einen Hund gesehen und ich wusste, der ist es. Wie häufig passiert das wirklich und wie häufig sind das auch die perfekten Matches?

Conny Sporrer: Ich kann das jetzt emotional und fachlich beantworten, aber ich versuche mal den Mittelweg.

Johanna: Hahahaha Aber ich finde auch gut, dass du auch diese zwei Seiten hast oder siehst, die es da gibt.

Conny Sporrer: Ja, definitiv. Also wovon ich natürlich selten was halte, sind... Deswegen sage ich, man muss das vor Ort sehen und man muss diese Momente persönlich haben. Ich halte wenig davon, wenn das Fotos sind. Weil die Fotos dann eben meistens genau das machen, was ich so angreide. Nämlich, du siehst dann ein Foto, weil dieser Hund dann vielleicht an den alten Hund erinnert oder der Name an den alten Hund erinnert oder sowas und...

Johanna: Mhm. Hmm...

Conny Sporrer: man den einfach knuffig findet und sich dann irgendeine Realität dazu einbildet, die man ja überhaupt nicht kennt. Also ja, die guten Vereine haben natürlich auch Videos und ganz gute Beschreibungen und so und das kann ja dann vielleicht auch passen, aber ich glaube trotzdem dieser erste Moment ist so dieses, gefällt der Hund, mir gefällt das Foto und dann schaut man erst, wie kompatibel der mit der Beschreibung ist und ob man sich das irgendwie vorstellen kann. Ich selbst. Ich werde dann immer gefragt, nimmst du den Hund mit? Das ist für mich völlig ausgeschlossen. Ich bin mit einem Hund mehr als versorgt. Aber ich habe in jedem Tierheim immer einen Hund, der der irgendwas mit mir macht. Und das ist auch so witzig, weil die haben mal vier Kilo und mal 40. Und Farben, Formen, irgendwie Fell ...

Johanna: Mhm. Ja, total verrückt,

Conny Sporrer: Das ist so witzig und das finde ich auch so wunderschön am Tierschutz, dass man da irgendwie auch eine gewisse Offenheit entwickelt, weil man eben diese vielen Hunde in ihrer Persönlichkeit kennenlernt und nicht ich suche mir jetzt einen Züchter aus und ich quasi meistens ist es ja so, dass der Züchter dann auch den Hund irgendwie zuteilt. Es macht auch Sinn oftmals, weil der Züchter die Hunde am besten kennt und eigentlich auch weiß, was passt, aber oft ist es ja so, dass dann nur noch einer frei ist und man halt

Johanna: Hmm...

Conny Sporrer: die eigentlich diese minimale Auswahl im Wurf hat von vielleicht einer Rasse, okay. Aber auch da wissen wir schon, dass Inhalt eines Wurfes so viele Charakterunterschiede sein können. Also, und dort hat man eben 200, 300 Hunde, die, wo ich ja immer auch behaupte, das ist einfach so absurd zu sagen, dass da nicht einer dabei sein soll, der irgendwie passt. Und ja, aber unabhängig davon, also selbst ich nicht auf der Suche, habe diese Momente. Und ich kann dir in jedem Tierheim irgendeinen Hund sagen, wo ich sag,

Johanna: Mmh.

Conny Sporrer: Den würde ich sofort nehmen, oder bei jeder Reise auch, den würde ich sofort nehmen, wenn ich keinen hätte. Und ich finde das dann auch immer spannend. Ich bin dann auch oft mit den neuen Halterinnen in Kontakt und ich bin dann voll neugierig, wie es sich da entwickelt und so. ja, das habe ich jedes Mal. Und ich glaube eben auch, und das ist jetzt die eher unfachliche Antwort, dass das total wichtig ist. Weil man, wenn man dann diese Liebe einmal hat, dann ist man irgendwie auch viel offener, sich auf alles einzulassen, was der Hund mitbringt.

Johanna: Hmm. Tue. Mhm.

Conny Sporrer: Also das kann man jetzt glaube ich auf menschliche Beziehungen nicht so übertragen. Aber wenn ich jetzt eben sage, der ist jetzt zum Beispiel, also ich komme da rein und der ist super aufgeschlossen mit mir und wuselig und so weiter, aber es stellt sich halt raus, der hat dann zu Hause keine Ahnung Angst vor Fahrrädern oder irgendwas. Dann ist man ja viel, also viel, viel offener daran zu arbeiten, weil man ja schon mal verknallt ist als andersrum. Und deswegen finde ich dieses

Johanna: Ich stehe. Hmm.

Conny Sporrer: sich verlieben in einen Hund auch ganz wichtig und das ist auch der Grund, warum ich selber sehr selten aktiv so einen Tierschutzhund vermitteln möchte. Also ich versuche dann halt, ich hatte letztens zum Beispiel den Fall, muss ich noch kurz erzählen, eine meiner ersten Kundinnen, also von vor zwölf Jahren, die hatte einen Erdälterrier, mit dem sie im Training war.

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: sehr oft alle möglichen Themen und so weiter. Und die hat mir jetzt geschrieben, der ist jetzt gestorben und sie bedankt sich aber trotzdem, weil das war irgendwie eine gute Begleitung und so, all die Jahre, und sie möchte jetzt einen neuen Hund. Und sie wollte mich halt fragen, ob ich sie da beraten kann und so weiter. Und dann habe ich das langsam so aufgebaut und habe gesagt, auch in ihrem Alter, es macht halt wenig Sinn, sich einen Welpen auszusuchen. Also das war jetzt nicht das Erste, was ich gesagt habe, aber verschiedene Gründe genannt, warum es eigentlich sinnvoller ist, einen Second Hand Hund zu nehmen. und dass ich sie sehr gerne unterstütze. Das war übrigens auch das erste Mal, dass ich ihr gesagt habe, wenn sie Unterstützung im Tierschutz brauchen, dann stehe ich gern zur Verfügung, sonst nicht. Das mache ich eigentlich selten, weil das ja trotzdem, wie soll ich sagen, hat ja jeder Hund, der dann ausgesucht wird, verdient, dass er gut erzogen wird und dass er auch die richtige Familie findet und so weiter.

Johanna: Ja, krass.

Conny Sporrer: In dem Fall war es eben so, dass ich irgendwie noch das nochmal betonen möchte, wie wichtig mir das ist mittlerweile. es ist eben so, dass ich aber niemanden einen Tierschutzhund aufs Auge drücken will, weil ich einfach der Überzeugung bin, dass ich das kleinste Haar in der Suppe dann auf Tierschutz zurückgeführt wird. Also das ist ja weil, und das ist ja weil der, was weiß ich, dann geschlagen wurde mal früher oder dies und jenes. Und das sind alles Themen,

Johanna: Hm. Mhm. Mhm. Mh.

Conny Sporrer: die man dann beim Züchter oder der Züchterin oft, also die ja genauso entstehen, der hat zu wenig kennengelernt, der ist zu wenig sozialisiert worden und und und. Und das ist aber, das ist dort noch nichts zu den Köpfen, dass das der Grund ist. Oder am Ende des Tages, dass er halt einfach nicht erzogen ist oder keine Regeln hat oder gewisse, also einfach in seiner Persönlichkeit nicht erkannt worden ist. Und so...

Johanna: Hm. Hmm. Oder was ich finde, bei den Hunden, die aus der Zucht kommen, es häufig dann so, dass das natürlich rassotypisch ist. Also Terrier zum Beispiel, die müssen ja frech sein. Also es ist doch sonst kein Terrier.

Conny Sporrer: Genau, wollte ich gerade sagen. Wollte ich gerade sagen. Also dieser eine Hund, ist mal im Urlaub abgehauen und ich glaube, war zwei Wochen weg. Und dann hat die Züchterin gesagt, der ist ja klar, weil erdiltera darf man ja nicht ableinen. wenn der aber hundertprozentig, wenn der aus dem Tierschutz wäre, dann wäre er entweder, weil die jagdlichen, also die Hunde im Tierschutz ja so jagdlich sind oder weil die ja so viel Angst haben oder was auch immer.

Johanna: Ja, Punkt. Ja, ja.

Conny Sporrer: Und das ist das, ich möchte einfach immer, dass jeder aus freien Stücken sich entscheidet und am liebsten eben, und das ist ja auch so leicht, also zumindest jetzt für uns in Österreich, aber ich behaupte jetzt auch mal für alle Deutschen, jeder bucht sich mal schnell irgendein Ticket nach, weiß ich nicht, Wochenende in London oder fährt auf ein Wellnesswochenende. Aber wenn man sich quasi mal für einen Hund entscheidet, das sind von Wien aus, ich sag jetzt mal zwei, drei Stunden Fahrt, ⁓ sich einen Hund auszusuchen. Das sind

Johanna: Mmh. Hmm.

Conny Sporrer: aus Deutschland vielleicht kurze Flüge, also ein Wochenende, wo man sich für ein Lebewesen entscheidet, das dann im Idealfall 15 Jahre bei einem lebt oder so. Und das finde ich halt so wichtig. da hat man ja auch dieses nicht, ich muss mir auf der Homepage einen aussuchen, sondern dann kann man hinkommen und wirklich schauen, was macht das mit einem und was passiert da. Und ja, das finde ich halt eben so super wichtig, dass man da auch ein bisschen mehr

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Also einfach die Herangehensweise mal verändert und vor Ort geschaut.

Johanna: Absolut, ja. Und einfach ein bisschen irgendwie auch mal offen bleibt für andere Lebewesen, weil ich finde, manchmal ist man ganz überrascht, man redet sich ein, das sind meine Lieblingshunde, so, ich mag, die so und so aussehen. Und dann ist man manchmal doch selbst überrascht, dass man sich dann doch zu einem Hund hingezogen fühlt, der eigentlich gar, wo man eigentlich dachte, Gott, never hätte ich gedacht, dass ich irgendwie mal denke, der Hund, der gefällt mir oder den mag ich oder so was. Da lernt man manchmal auch bisschen was über sich selbst.

Conny Sporrer: Aber es gibt ja auch so Gründe, die finde ich auch total wichtig sind. Ich zum Beispiel selber, ich wohne im ersten Stock, ich dürfte eigentlich gar keinen Hund über, ich sage jetzt mal 17 Kilo mehr haben oder 20 Kilo. Und ich finde das auch nach wie vor so praktisch. sage auch seit Jahren immer schon, Hunde müssten also immer kleiner werden bei mir, je praktischer desto besser. Jetzt hatte ich halt zuletzt mich in so eine Schäferhündin verknallt. Übrigens im Nachhinein festgestellt, reinrassiger Schäferhund laut DNA-Test.

Johanna: Mmh. Mhm. Mhm.

Conny Sporrer: Die ist jetzt bei einer Kuhlin von Ellen gelandet. Das wäre die Wunscherfüllung meiner Kindheit gewesen, meinen Schäferhund zu haben. Auch wenn es weiterhin keine gesunden Hunde sind. Aber in dem Fall hat die einen zu Hause gesucht. Da wäre ich ganz irrational gewesen und hätte die trotzdem adoptiert. Aber ich habe zum Glück den Platz besetzt. Das soll auch so bleiben als Einzelhund.

Johanna: Hmm. Ja. Hmm. Ja, oder auslagern. Also dann an andere vermitteln zum Beispiel. Und so mache ich das an meinen Finger.

Conny Sporrer: Ja, genau, selbst bei Freunden und so mache ich das nicht so gerne, weil ich Verantwortung so mittragen Natürlich, wenn die sich entscheiden und so, dann bin ich voll dahinter. Aber ich will, wie gesagt, niemandem einen Hund aufs Auge drücken.

Johanna: Mhm. Genau, ja, darum geht's natürlich nicht. Aber manchmal, finde ich, muss man Leute nicht zwingen, aber zumindest mal dem aussetzen. So, manchmal reicht es ja schon mal irgendwie zu sagen, guck mal, das ist ein Hund aus dem Tierschutz und der ist super. Und manchmal reicht das schon einfach, ⁓ die mal aus ihrer Komfortzone so rauszubringen. ja.

Conny Sporrer: Ja, absolut. Also ich habe jetzt wieder den Fall, haben im Juni unser Sommerfest und wir kriegen da von VW einen IT-Bus zur Verfügung gestellt, also so einen Poly quasi, modernen Elektro-Poly und haben gesagt, unsere Kundinnen und Kunden sollen kommen und ihre Sachspenden bringen und wir bringen den am nächsten Tag nach Ungarn ins Tierheim. Und beim letzten Mal hat unsere Büromitarbeiterin und eine auch langjährige Freundin von mir, die hatte immer als Pflegehunde. Und ich habe ihr halt natürlich diesen Pulli auch geschickt, der in Ungarn im Tierheim war. Und der hat aber irgendwie, also da gibt es so wohl Themen, dass der auch schon mal nach einem Mitarbeiter gebissen hat und das ist irgendwie alles nicht so easy. Und dann habe ich gesagt, schau mal, perfekte Möglichkeit. Wir bringen ja ⁓ den Bus mit den Spenden nach Ungarn. Da kommst du doch einfach mit und schaust ihn dir mal an und dann schauen wir was passiert. So. Und so kann man halt die Dinge, also, ich euch mal,

Johanna: Hehehehe Ja. Genau.

Conny Sporrer: Vermittlung oder vielleicht einer potenziellen Liebe verhelfen, ohne zu aufdringlich zu sein.

Johanna: Genau. ⁓ Conny, ich könnte noch richtig lange mit dir über Tierschutz quatschen im In- Ausland und über all die Geschichten, die du auch erlebst. Ich glaube, wir müssen das an anderer Stelle fortfahren. Erstmal bedanke ich mich, dass du mir geholfen hast, meine Mails abzuarbeiten. Das war schon mal sehr hilfreich. Und natürlich, dass du uns all die Eindrücke gegeben hast. ja, also man kann...

Conny Sporrer: Sehr gerne. Super!

Johanna: Ja, nur am Mutigen sich mal umzuschauen, wenn eure neue Reise ansteht. Aber trotzdem, glaube ich, hast du uns allen genug Mut geschenkt, mal selbst aktiv zu werden und zu schauen, wie man sich vielleicht bisschen im Tierschutz engagieren kann. Es muss ja nicht immer direkt die Reise ins Ausland sein. Ein Besuch mal in einem deutschen Tierheim ist auch schon ein großer Schritt. Oder überhaupt einfach mal offen sein für die Themen und beispielsweise mal das Ganze. Social Media Material und die ganzen Infos, die du und Ellen und alle eure Kolleginnen und Kollegen ja dazu posten, sich dafür mal zu öffnen und vielleicht sich so dem Thema anzunähern, ist ja auch schon mal ein erster Schritt. Vielen Dank dafür.

Conny Sporrer: Dankeschön, das ist sehr lieb, dass du das wertschätzt. Vielleicht abschließend noch, weil ich natürlich gerade immer bei diesen Touren oder danach immer wieder die Info kriege, hat diesmal nicht gepasst, ist die nächste Tour und wie gesagt, wir können gar nicht so weit im Voraus planen. Es gibt noch viele Komponenten, die halt da dazukommen. Aber wir haben jetzt folgende Lösung gefunden. Wir haben eine einfach für uns eine Notizgruppe erstellt, wo wir dann einfach

Johanna: Mhm.

Conny Sporrer: Screenshots reinschicken für alle die All jene die interessiert sind. Das heißt wenn ihr Interesse an so einer Tierschutz-Tour habt dann schreibt mir einfach auf Insta eine kurze Nachricht und ich merke das dann vor, also einfach konni.sporra.hundertraining ist mein Insta-Profil und dann könnt ihr quasi auf diese Folge vorweisen und sagen ihr würdet gerne informiert werden und dann schreiben wir nämlich die All jene die dann auf dieser Warteliste sind sozusagen als erste an.

Johanna: für ⁓ clever. Super. Vielen Dank für den Tipp. Verlinken wir natürlich alles. Vielen Dank. dann würde ich sagen, bis zum nächsten Mal, liebe Conny.

Conny Sporrer: Dankeschön. Sehr gerne. Tschüss!

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