
Adoptieren statt Produzieren - Der Tierschutzpodcast
XXX: Wie betreibt man Tierschutz in Dubai?
Freitag, 24. April 2026 · 1 h 10
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Heute gibt es eine Premiere hier in unserem Podcast: Wir senden eine Folge mit einer Gästin, die lieber anonym bleiben möchte.
XXX betreibt privaten Tierschutz in Dubai. In dieser Podcastfolge erzählt sie uns, wo genau die Hürden liegen und warum besser niemand erfahren sollte, was sie vor Ort für die Tiere bewirkt.
Besucht uns auf Instagram: instagram.com/adoptieren.statt.produzieren
Facebook: facebook.com/AdoptierenStattProduzieren
Unsere Webseite: adoptieren-statt-produzieren.org
Bei neuerem Newsletter anmelden: adoptieren-statt-produzieren.org/newsletter
Unsere A/P-Kollektion findet Ihr hier: shop.martinruetter.com/collections/adoptieren-…
Wir sind ein gemeinnütziger Verein und leben von Spenden. Daher freuen wir uns über jede Unterstützung, die zu 100% im Tierschutz ankommt.
Adoptieren statt Produzieren e.V.
IBAN: DE70 7207 0024 0062 1664 00
PayPal: info@adoptieren-statt-produzieren.de
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Adoptieren Statt Produzieren: So, herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge. Und ich würde sagen, die ist schon unter dem Label außergewöhnlich. Warum, wieso und weshalb, das erfahrt ihr gleich. Vielleicht merkt man es daran, dass eigentlich im Normalfall ich erstmal unseren Gesprächspartner eingehend vorstellen werde. In diesem Fall werden wir es aber ein wenig anonym halten. Ihr werdet bestimmt auch gleich erfahren, warum und weshalb. Hallo und herzlich willkommen zu einer Adoptieren statt Produzieren Tierschutz Podcast Folge, die es so noch nicht gegeben hat. Warum und wieso, das erzähle ich euch gleich. Ich habe natürlich mal wieder, bevor wir in die Folge reinstarten, ein paar Anmerkungen mitgebracht. Und zwar waren wir jetzt die letzten Tage ja in Rumänien. Vielleicht habt ihr auch unsere Reisepodcast Folgen gehört. Wir haben nämlich noch mal so ein kleines Reisetagebuch angefertigt und dort habe ich in zwei Tagen mit Jana ein bisschen, ja, die Zeit Revue passieren lassen. Und wir haben über unsere Erlebnisse gesprochen. Wir haben auch in letzten Folge viel über die Hunde gesprochen, die wir dort retten konnten, die wir dort sichern konnten und die jetzt auf eine neue Chance in ihrem Leben warten oder sie eigentlich auch schon bekommen haben. Und das freut uns natürlich sehr. Und wir haben Es geht nämlich ⁓ Tierschutz in Dubai. Und bevor wir reinstarten, möchte ich erst einmal vielleicht ein bisschen erklären, ja warum uns oder warum mir das Thema so am Herzen liegt, weil ihr alle werdet bestimmt auch die Nachrichten verfolgt haben der letzten Wochen und auch mitgekriegt haben, dass es da die eine oder andere Schlagzeile zum Thema Haustiere in Dubai gibt. Das Ganze begann mit den iranischen Angriffen auf Dubai und vor allem ja auch auf den Flughafen in Dubai. Das ist ja bei uns vor allem in den Medien angekommen. Und relativ schnell hatte die Bild-Zeitung dann auch getitelt, Leute, und da werden ja insbesondere immer die Influencer herangezogen, ihre Haustiere eben zurücklassen, ⁓ Dubai zu verlassen. Das Ganze hat bei mir dann ganz viele Fragen aufgeworfen. auch da wieder ganz viel Hilfe von euch bekommen und Unterstützung und Menschen, die sich für die Hunde interessiert haben und nachgefragt haben, wie es zum Beispiel den kleinen Kassen von der Müllhalde geht. Svoila, es geht ihm mittlerweile wirklich sehr gut. Er ist ja bei der Tierhilfe Hoffnung in der Smiuora, wird dort bestens versorgt, hat sogar schon neue Hundefreunde gefunden und kann da jetzt in Ruhe groß werden und wachsen, bis er dann schließlich ausreisen kann. Ist das wirklich so? Wie ist die Lage da? Und dann habe ich ganz schnell gemerkt, dass ich eigentlich gar nicht viel weiß über die Haustierhaltung in Dubai und vor allem die Tierschutzsituation. Und so hat das Ganze sich dann seinen Weg gebahnt. Ich habe ein bisschen recherchiert und geschaut und geguckt, was es denn da so an Tierschutzorganisationen gab und habe relativ schnell auch herausgefunden, dass es einen Verein gibt, in dem sich auch eine deutsche Frau engagiert. Ich wollte mich aber nochmal an euch wenden, weil zum Beispiel explizit Carsten auch noch eine Familie sucht. Natürlich erst noch ein kleiner Welpe, er ist relativ flüchig, nicht ganz so klein, jetzt schon mit seinen ungefähr sechs Wochen oder vielleicht auch fast schon sieben Wochen mittlerweile. Man kann nur mutmaßen, was alles in ihm steckt. könnte vielleicht wirklich in die Richtung Herdenschutz-Schäferhund-Mix gehen. Wir kriegen aber immer wieder Updates. Also er sucht noch ein Zuhause. oder eine Organisation oder eine Gruppe von Menschen, in der sich eben auch eine deutsche Frau engagiert. Und dann habe ich mal versucht, Kontakt aufzunehmen und das hat auch super gut funktioniert. ich habe jemand ganz Netten und total Sympathischen kennengelernt. Und die hat auch noch Lust, uns heute ein paar Fragen zum Thema Tierschutz in Dubai zu erklären und uns mitzunehmen in ihre Welt dort und in Dann haben wir die wundervolle Marie retten können, eine schwarze Mama, die war auch auf der Müllhalde, auf der wir Karsten gefunden haben. Auch sie sucht noch ein Zuhause. Und sie ist auch nicht alleine, sie hat ja noch einen kleinen Welpen. Wir haben ihn dann José genannt, wahlweise auch Jesus oder Jürgen. Man denkt, es ist doch offen. Er sucht noch da irgendwie, also man kann das alles noch ändern. Jedenfalls waren beide total süß und die Marie auch eine ganz in Ihr Ehrenamt und uns da ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen. Und deswegen begrüße ich Sie und sage erstmal Hallo und herzlich willkommen und vielen Dank, dass du heute da bist. ganz, ganz lieb, zarte Hündin, die gerade auch versorgt wird und dann auch noch ein Zuhause sucht. Die zwei Welpen aus dem Dorf in dem ländlichen Gebiet, die Julia und Martina heißen, schwarz-weiße kleine Hündin. Ihr seht bei uns auf der Instagram-Seite ganz viele Bilder davon. Auch sie werden gerade noch medizinisch versorgt. Bei Julia war es ja ein bisschen kritisch. Die hatte ja Fieber dann auf einmal, die war übersät mit Parasiten und Milben. Also ganz, ganz trauriger, schlimmer.
Katja Lake: Hallo Johanna, ich freue mich auch sehr hier zu sein. Vielen Dank.
Adoptieren Statt Produzieren: Ja, jetzt haben wir es jetzt ein bisschen nebulös gehalten und wahrscheinlich denken sich die Leute, huch, wer spricht denn da mit uns? Kannst du uns vielleicht, soweit es geht, ein bisschen was zu dir erzählen? Vielleicht auch, wo du gerade steckst oder ja, seit wann du eigentlich in Dubai wohnst?
Katja Lake: Genau, bin vor jetzt, während es dieses Jahr 11 Jahren aufgrund eines Jobangebotes damals nach Dubai gezogen. Ich habe meine Katze und meinen Hund damals mitgenommen. Die waren beide schon oder der Hund zumindest ein bisschen älter, aber das hat alles sehr gut geklappt. als ich dann nach ein paar Wochen meine Katze so bisschen nach draußen gebracht habe, die eigentlichen Freigänge hier in Deutschland auch schon gewesen ist, habe ich dann auf einmal ganz
Adoptieren Statt Produzieren: Anblick, aber sie wurde von dem Team dort von PETA vor Ort also wirklich bestens versorgt. Sie sieht schon ganz anders aus. Temperatur ist gesunken. Sie ist fit, konnten schon geimpft werden, gechippt werden und auch sie warten quasi noch auf ihr neues Zuhause. Also auch da, falls ihr gerade auf der Suche seid und vielleicht sogar eine Welpe für euch in Frage kommt, auch im Tierschutz gibt es ganz, ganz viele Welpen und das sind jetzt nur exemplarisch ein paar von ihnen. Ihr könnt uns gerne anschreiben.
Katja Lake: viele Freunde getroffen und Straßenkatzen kennengelernt, die wirklich in Dubai eigentlich, wenn man genauer hinschaut, an jeder Ecke zu finden sind. Natürlich bewegen sie sich oft so ein bisschen im Schatten, wenn es dunkel und abends wird, aber wenn man da einmal ein Auge dafür hat, dann findet man sie auch. Genau und das war eigentlich so ein bisschen der Anfang der Geschichte. Wir haben dann auch noch von
Adoptieren Statt Produzieren: Und wir vermitteln dann weiter, sofern sie dann alt genug sind und ausreisen können. So, der kleine Hinweis dazu. Und naja, auf jeden Fall schon mal die Nachricht, dass es allen Hunden gut geht. Und das weiß man ja auch nie, wenn man dann da vor Ort ist und Hunde aufsammelt oder die Chance hat, ein paar zu sichern. Es müssen ja auch Plätze vor Ort geschaffen werden. Und man muss ja auch die Kapazitäten haben, sie ihm zu vermitteln und sie auch dann weiterhin zu betreuen.
Katja Lake: den Nachbarn zwei kleine, oder drei kleine waren es damals, Kätzchen gebracht bekommen, die die nicht mehr haben wollten und die wussten, dass wir eine Katze haben, ⁓ dann einfach zu sagen, hier könnt ihr euch kümmern. Und dann ging das alles so ein bisschen los. Und wir hatten ja auch im Vorgespräch schon ganz kurz angesprochen, ersten Jahre habe ich erst mal nur kastriert, kastriert, kastriert, weil einfach so von der Historie her habe ich mich natürlich jetzt auch mit dem Thema in den Vereinigten Arabischen Emiraten bisschen beschäftigt und das Thema Straßenkatzen
Adoptieren Statt Produzieren: So, und wenn man dann hört, dass es allen gut geht und alle auf dem richtigen Weg sind, dann freut man sich natürlich riesig. weil viele nachgefragt haben, auch an dieser Stelle eben nochmal das Update dann an euch. Ich wollte aber natürlich auch Danke sagen für vielen Unterstützungsnachrichten. Und es hat auf jeden Fall gut getan, dass ihr das alles so verfolgt habt, auch so viel Interesse daran hattet an der Reise. Das ist richtig schön und das motiviert auf jeden Fall, das auch weiterhin zu tun.
Katja Lake: war schon immer ein Thema, aber es ist bis zum gewissen Grad unter Kontrolle gewesen über lange Zeit, weil die haben einfach nebenher gelebt. Die Bedingungen aufgrund des Klimas sind schon auch bei uns schwierig. Wir haben jetzt nicht die Kälte wie viele europäische Länder dann irgendwann, sondern wir haben die extreme Hitze im Sommer, die es den Katzen dann schon auch sehr, schwierig macht.
Adoptieren Statt Produzieren: Danke auch für die Menschen, schon gespendet haben, weil natürlich die Versorgung der Hunde ist natürlich auch eine kostspielige Sache. Die Spenden, auch noch mal ein kleiner Disclaimer, landen nicht in unserer Reisekasse, weil glücklicherweise sind wir in der Position, dass Martin für all die Dinge aufkommt, die eben wie Reisekosten, Verwaltungskosten, Bürokosten, Personalkosten, sondern alles, was wir an Spenden sammeln, können wir halt direkt weitergeben. Beispielsweise haben wir
Katja Lake: Ja, wurde halt vor 30, 40 Jahren erst mal nicht so viel gefüttert, was dazu geführt hat, dass auch die Vermehrungsquote jetzt bei den Straßenkatzen nicht so groß war. Und dann kamen so Stück für Stück die ganzen Experts, die erst mal nur gefüttert haben. Und das hat eben wirklich zu einer richtigen Explosion der Straßenkatzen geführt, der Population.
Adoptieren Statt Produzieren: das jetzt auch an die Flavia weitergegeben. Vielleicht habt ihr es mitgekriegt. Die Flavia ist eine Tierschützerin vor Ort, die gerade eine Kastrationsklinik aufbaut, die selbst privat ein Shelter führt und dort die Hunde aufnimmt, die Hilfe brauchen. Da konnten wir auch jetzt eine Spende dalassen, genauso wie bei der Tierhilfe Hoffnung. Und das freut uns natürlich sehr. Und deswegen auch nochmal Danke, dass ihr da auch uns unterstützt habt. Und wir sind da wirklich immer happy, wenn da was ankommt.
Katja Lake: muss man halt so bisschen in Kontrolle bringen. Und das ist eben der Punkt, wo wir uns manchmal als Tierschützer in dem Land ein bisschen mehr Unterstützung wünschen würden. Es gibt vereinzelnde kleine Initiativen, aber eben unseres Erachtens nicht genug. Und das schließt vielleicht den Reiß, warum wir auch hier so bisschen anonym sprechen. Für dich, Johanna, gell? Ja.
Adoptieren Statt Produzieren: und die ganzen Daten, wie ihr spenden könnt oder wie ihr uns Geld senden könnt, das findet ihr auch hier nochmal in der Beschreibung. Denn auch in der heutigen Folge haben wir eine Gästin, die auch auf Spenden angewiesen ist. Jetzt werdet ihr aber ganz schnell merken, dass ich da gar nicht so viele Infos euch geben kann zu der Gästin, beziehungsweise keine so persönlichen Details, denn ich habe es ja angeteasert am Anfang der Folge. Die Folge ist echt Bevor wir nochmal so richtig tief in deine Arbeit reinstürzen, du hast ja jetzt schon so bisschen erzählt, worum es sich auch so bisschen dreht oder woher auch so die Problematik stammt, kannst du uns so ein bisschen in das Lebensgefühl als Haustierbesitzer in Dubai mal mitholen? Weil ich habe in der Recherche vorher gelernt, das hat mich auch wirklich erstaunt, also ich wusste es, aber die Zahl hat mich dann doch erstaunt, wie hoch der Anteil der Experts eben in Dubai ist. besonders und war für mich jetzt auch so das erste Mal und war auch ein bisschen mehr Vorbereitung und hin und her überlegen, denn unsere Gästin bleibt anonym. Das heißt, wir werden nicht erfahren, wie sie heißt. Wir werden viele persönliche Dinge, die natürlich auch immer so ein bisschen mit dazu gehört bei so einer Podcast, bei so Podcastgespräch, die werden wir leider nicht erfahren. Und jetzt werdet ihr euch bestimmt wundern, warum dem so ist. Aber unsere heutige Gästin Ich habe gelesen, dass rund 10 Prozent der Menschen, in Dubai leben, auch wirklich Emiratis sind und dass eben der Gastarbeiteranteil so extrem hoch ist. das, ja, könnte ich mir auch vorstellen, ist ja natürlich auch so ein Melting-Pod an verschiedenen, ich sag mal, kulturellen Einstellungen zum Thema Tiere, Haustiere. Da prallen ja schon viele Lebensweisen so auch aufeinander. lebt in Dubai und betreibt auch dort den Tierschutz. Und das wird auch das Thema dieser Folge sein, denn vielleicht habt ihr es ja alle mitbekommen nach den Angriffen des Irans eben. Auch in Dubai gab es ja eine richtige Panikwelle, die oder zumindest wurde uns eine Panikwelle von einer Panikwelle berichtet, gerade was auch Menschen angeht, die Tiere dort haben, die Dubai verlassen haben, aber ihre Tiere eben dort zurücklassen mussten oder zurückgelassen haben. Aber was bedeutet das zum Beispiel jetzt für dich auch als Haustierhalterin? Wie sieht so dein Alltag aus?
Katja Lake: Ja, das ist absolut richtig. Also vielleicht jetzt wirklich erstmal ⁓ auf die Haustiere zu sprechen zu kommen und da bin ich ja in der glücklichen Situation, auch beides so haben, Hund und Katz, kann ich für beides so ein bisschen was mit sprechen. Ich
Adoptieren Statt Produzieren: Und das hatte bei mir irgendwie so viele Fragen aufgeworfen. Ich habe dann ein bisschen darüber nachgedacht und gemerkt, dass ich eigentlich gar nicht so viel weiß über Tierschutz in Dubai oder sogar noch früher gegriffen. Ich weiß gar nicht so viel über Tierhaltung in Dubai. Und dann habe ich ein bisschen recherchiert und eben die Frau kennengelernt, mit der ich mich gleich unterhalten werde. ja, ich muss sagen, war irgendwie von Anfang an, hatte ich irgendwie das Gefühl, wir schwimmen auf einer Wellenlänge und sie hat
Katja Lake: an sich haben in vielen Kulturen auch in anderen Stellen wäre. wärt ihr in, du hast ja deinen größeren Blick über andere Nationen dann auch noch ein bisschen mehr. Und Dubai ist natürlich, wie du richtig sagst, eine Stadt, der viele Experts kommen. Entweder sie bleiben länger, so wie ich, dann ist es immer noch eine andere Geschichte. Es gibt auch unglaublich viele, die zwei, drei Jahre bleiben. Und die kommen dann, bauen sich ein Leben auf. Und da passt in dem Moment vielleicht auch ein Tier mit rein, aber dann irgendwann vielleicht auch irgendwo nicht mehr so ganz. Ja, und das ist vielleicht auch eine Sache, ⁓ das, was du eingangs gesagt hast, dieses Thema Haustiere zurücklassen, aussetzen, ist ein
Adoptieren Statt Produzieren: viel erzählt auch über ihr Leben dort und vor allen Dingen auch über den Tierschutz dort. Nun ist es jetzt nun mal so, ihr werdet euch bestimmt fragen, warum muss die Folge anonym sein. Ich erlebe ganz häufig im Tierschutz, dass manche Dinge ein bisschen undercover passieren müssen. Manchmal geht es darum Aufklärung, Materialbeschaffung. Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Folge mit Aninova, wo es auch darum geht, dass man Bilder
Katja Lake: nicht erst ein Thema, was jetzt wieder hochgekommen ist durch diese Angriffe hervorgehört, sondern was eigentlich immer da war. Dass es eben Leute gibt, ja alleine schon, weiß ich nicht, in die Sommerferien gehen, zwei, drei Monate und sagen, naja, da passt das Tierarbeits nicht mehr so ganz rein. Also hat man ja in anderen Ländern auch, aber ich denke, ist genau absolut, ist da eben sehr extrem. An sich jetzt vielleicht noch mal auf die Hunde zu kommen, hatten wir im Vorgespräch auch ganz kurz drüber gesprochen.
Adoptieren Statt Produzieren: beispielsweise irgendwie aus einer Massentierhaltung beschafft, ⁓ überhaupt darstellen zu können oder aufzeigen zu können, wo etwas schiefläuft. Das muss dann natürlich erstmal auch quasi im Geheimen schämen. Oder manchmal ist es eben auch nicht gut gesehen oder wird nicht gut erachtet, wenn man sich ⁓ die Tiere dort kümmert oder Tierschutz betreibt. Ich kenne das selbst aus meiner eigenen Erfahrung noch schon in meiner Jugendzeit bei unserem kleinen Tierschutzverein im Saarland. Gibt's ja in Deutschland auch, muss man auch dazu sagen.
Katja Lake: nicht so überall und viel erlaubt wie sage ich jetzt mal in Deutschland. Das ist immer sehr erfrischend in Deutschland dann in einem Café oder in der U-Bahn Hunde anzutreffen. Das ist alles nicht so der Fall in Dubai. Das gibt es eben ganz ganz wenig. Es gibt die sogenannten Communities, die dann auch so verkauft und propagiert werden, dass die eben familienfreundlich sind und da sind natürlich Tiere erlaubt. Da gibt es dann auch mal einen Hunde-Park oder was
Adoptieren Statt Produzieren: Da gab es immer mal Situationen, da weiß man, okay, wahrscheinlich ist man hier gerade nicht geduldet, aber für die Tiere steht man da eben ein. Und das ist natürlich auch immer eine persönliche Frage, wie weit man vielleicht ja auch mal über Grenzen tritt oder vielleicht auch mal Sachen macht, wo man eigentlich nicht geduldet ist oder die vielleicht auch nicht ganz gesetzeskonform sind, jetzt nicht im krassen Stil, aber so, dass man sagt,
Katja Lake: eben auch passt dann wieder so in dieses Bild von Dubai. Es gibt zum Beispiel auch so Decay Center für Hunde, wo die Hunde hingebracht werden können oder abgeholt werden sogar und sich dann den ganzen Tag damit anderen Hunden einen schönen Tag machen können. Ich denke man hat halt einfach versucht hier das möglich zu machen, ja was einfach unter den Gegebenheiten möglich ist. Im Sommer wird es schon sehr heiß. Ich denke viele Hunderassen zum Beispiel sollten auch gar nicht unbedingt
Adoptieren Statt Produzieren: Jetzt eben in dieser Situation muss man das eben machen, ⁓ den Tieren helfen zu können. Und das ist eine Entscheidung, die jeder ja für sich selbst treffen muss und wo es natürlich, wo man sich auch immer an Gesetze halten muss. Aber nichtsdestotrotz hat ja auch Tierrechtsaktivismus irgendwo doch einen Platz und hat ja doch auch dafür gesorgt, dass man Aufklärung und Aufdeckung ermöglichen konnte. Jetzt ist es bei unserer Gästin heute so da, dass ziemlich klar ist, wo eigentlich die Probleme liegen, aber
Katja Lake: Dubai sein, aber auch die findet man irgendwie immer wieder zwischendrin, den Husky oder so. Das ist vielleicht nicht so wirklich passend fürs Klima. Also ich denke man versucht, was möglich ist, ⁓ auch Menschen mit ihren Haustieren da ein schönes Leben zu ermöglichen. Das passt schon alles, aber es ist ein bisschen mehr getrennt, würde ich sagen. Also es ist nicht so ganz integriert in den normalen Alltag.
Adoptieren Statt Produzieren: Die Frage ist natürlich, wie man den Tieren hilft. Und da habe ich dann nicht nur mit ihr gesprochen, sondern auch mit anderen Tierschützerinnen und Tierschützern, die in den Emiraten tätig sind. Und es war einfach sehr deutlich, hey, das ist gar nicht so einfach, zu helfen. Und es wird immer schwieriger, wenn denn wirklich erkenntlich ist, wer denn da die Arbeit leistet. Trotzdem ist es einfach super mutig und ja, einfach verdient einfach einen großen Respekt, wenn die Leute sagen, Gibt es dort eigentlich Tierheime?
Katja Lake: Also es gibt außerhalb von Dubai in anderen Emiraten gibt es durchaus,
Adoptieren Statt Produzieren: Ich weiß, dass ich mich selbst und meine Familie damit vielleicht in Gefahr bringe oder unsere Existenz dort aufs Spiel setze, weil ich eben den Tieren helfen möchte, aber ich möchte es trotzdem machen. Und wir wollen natürlich unsere Gästin da eben nicht in Verlegenheit bringen. Das ganze Thema Dubai und die Emirate und das Leben dort ist vielleicht sowieso ein Thema, was
Katja Lake: also Tierheim würde ich nicht sagen, sind immer eigentlich alles privat gesponserte Initiativen, die dann aber die Unterstützung von der Regierung brauchen. Es gibt ein ganz großes in einem anderen Emirat zum Thema Hund, ja, also die haben ⁓ die tausend Hunde auch da. Sowas gibt es schon. ⁓
Adoptieren Statt Produzieren: man kritisch sehen kann, wo man viel diskutieren kann. Wir sprechen ja in Anführungszeichen nur über Tiere. Aber auch mir ist natürlich völlig bewusst, dass es da auch ganz, ganz andere Themen gibt. Eben das ganze Thema Menschenrechte, Frauenrechte, sexuelle, also das Leben der eigenen sexuellen Identität, was natürlich auch kritisch betrachtet werden muss. Wir sind nun mal ein Tierschutzpodcast und wir sollten dann erstmal auch Mmh.
Katja Lake: Es gibt auch in Abu Dhabi ein bisschen Gemischtes und ansonsten gibt es halt die sogenannte Municipality, die Tiere aufnimmt, aber eben am Ende des Tages, nach unseren Informationen, ist auch immer alles nicht so ganz bestätigt, aber das ist schon ein Kill Shelter, also die behalten die nicht wirklich lang. Also ⁓ die zwei, drei Tage muss man seine Tiere da abholen. Ja, ist sehr kurz.
Adoptieren Statt Produzieren: ⁓ okay, das ist wirklich nicht lang, Und genau, vielleicht dann jetzt so bisschen den Überschwenk. Hast du das Gefühl, ⁓ so diese Grundbedingungen auch oder diese Lebensweise Zusammenhang auch mit den Haustieren im Vergleich beispielsweise jetzt zu Deutschland auch einen Unterschied im Thema Tierschutz macht? Oder ganz platt gefragt, wie ist so ⁓ gerade mal da bleiben und erstmal das betrachten. Und aus der Perspektive wird man sicherlich mitkriegen, dass auch unsere Gästin hier und da, dass man da gut zwischen den Zeilen lesen kann und auch da sehen kann, wie denn so das Leben eigentlich in Dubai so ist. Deswegen habt Verständnis dafür, dass wir vieles nicht erfahren, dass wir vieles vielleicht auch nicht so im Detail besprechen, wie ich es jetzt auch von anderen Tierschützerinnen eben vor Ort gehört habe, was eben das Leben als Generell der Tierschutz, wie wird der angegangen? Was passiert, man merkt, da gerät eine Population an Katzen beispielsweise außer Kontrolle? empathischer Tierschutzmensch dort angeht. Ich denke aber, und ich habe mich trotzdem dafür entschieden, die Folge auszustrahlen, weil man doch ein ganz gutes Bild dafür kriegt. Und was mir natürlich ja auch immer wichtig ist bei diesen Podcast-Folgen, dass man ein einen Einblick in verschiedene Facetten des Tierschutzes kriegt und unter welchen Bedingungen Menschen Tierschutz betreiben und für die Tiere einstehen.
Katja Lake: Also am Ende des Tages ist das wirklich eigentlich auf den Schultern von Privatleuten gesetzt. Es ist nicht so, dass es irgendeine Unterstützung von der Regierung gibt. Es wird natürlich versucht, mal wieder. Es tauchen dann Futterstellen auf, die eben auch von öffentlichen Stellen hingebracht wurden.
Adoptieren Statt Produzieren: Jetzt habe ich einen sehr, sehr langen Monolog geführt vor dieser Folge. Aber ich glaube, das war mir doch wichtig, das noch einmal ein bisschen einzuordnen, unter welchen Gesichtspunkten sich unsere Gästin entschieden hat, mit uns zu sprechen und Einblicke zu gewähren. Und ich bin sehr, sehr dankbar dafür, dass sie sich entschieden hat, das zu machen. Vielleicht, falls viele Fragen aus der Community dazu aufkommen, die wir vielleicht noch nicht bearbeiten konnten.
Katja Lake: sind wir manchmal so bisschen misstrauisch als Tierschützer, ja, weil das natürlich immer eine schöne Sache ist, alle Katzen auch irgendwo an einer Stelle zusammenzufassen und Es gibt sehr viele Privatpersonen, die sich ⁓ verschiedene Gegenden dann kümmern und da eben kastrieren oder kranke Tiere auch versorgen. Es gibt viele Stadtbereiche oder Bereiche in der Stadt, die sage ich mal jetzt von ⁓
Adoptieren Statt Produzieren: Schreibt sie uns gerne, weil ich finde es wirklich ein sehr, sehr spannendes Thema. Ich finde es war eine sehr aufregende Folge für mich auch. Vielleicht gibt es ja auch noch eine Fortsetzung oder wir können noch mal ein bisschen tiefer in die eine oder andere konkrete Fragestellung eintauchen. Ich wünsche euch einmal ganz viel Spaß jetzt mit dieser Folge und bin ganz gespannt auf euer Feedback.
Katja Lake: den Experts bewohnt werden, die Bauarbeiter und so weiter, die immer ein großes Herz haben für die Tiere, aber überhaupt kein Geld. Da kann also nicht groß jetzt irgendwie kastriert werden oder wenn Tiere krank sind, da auch ein Thema. Es gibt immer wieder Geschichten, die auch die internationale Presse aufgenommen hat, eben, ich glaube, das ist das Ziel der Frage gewesen, wie mit Tieren umgegangen wird, wenn sie irgendwo zu Beschwerden von Anwohnern führen. Es gibt da also gewisse Gegenden, wo diese Tiere dann hingebracht und ausgesetzt werden. Und das sind sehr unwohnliche Gegenden. Also sprich, ja, es ist die Büste sozusagen. genau. Und da kriegen sie vielleicht noch ein bisschen Futter. hier und da, das sind wirklich große Gebiete und große Kolonien von Katzen, da einfach ausgesetzt werden und bis zum gewissen Grad zumindest von den Leuten, die sie da aussetzen, werden sie im Schicksal überlassen. Also man muss sich das so vorstellen, dass es Firmen gibt in den VRE, die dafür zuständig sind eben auch Schädlingsbekämpfung zu machen und Straßenkatzen zählen halt in dem Fall unter Schädling, unter Pest Control und die werden eingefangen und dann eben ausgesetzt. Und das ist was, was muss man einfach auch mal gesagt haben. ⁓
Adoptieren Statt Produzieren: Und wie ist deine, wie ist dein Ansatz da? Also wie betreibst du dort eben Tierschutz oder kannst du da in solchen Fällen dann auch helfen irgendwie?
Katja Lake: Ja, natürlich, wie gesagt, das sind ganz viele Leute. Ich bin ja nur einer von ganz vielen. Das muss auch gesagt werden, will ich mich gar nicht irgendwie herausstellen. Und natürlich versuchen wir erst mal immer zu kastrieren. Also wirklich, sag ich jetzt mal.
Adoptieren Statt Produzieren: Hm?
Katja Lake: versteckt oder diskret zu füttern, so nennen wir es eigentlich, diskrete Futterstelle, die also einfach so bisschen im Gebüsch oder in einem Haus, wo wir dann einfach die Population zum Beispiel im Wohngebiet gezielt kontrollieren können. Also da wird dann gefüttert, meistens Trockenfutter, ein, Mal in Woche aufgefüllt und wenn wir da sind, die ein, zwei Mal in Woche gibt es auch Nassfutter. Das lernen die Katzen relativ schnell und sind dann da und dann können wir auch gucken, wer ist neu in der Kolonie? Geht es Nacka zu gut? oder nicht. Natürlich hat man da immer wieder den Fall, dass dann eine mal einfach nicht wiederkommt. Das ist immer ganz traurig, aber eigentlich sind die auch sehr Gewohnheitstiere und sehr verlässlich und tauchen dann da immer auf. Also sprich kastrieren und gucken, dass es den Katzen gut geht, dann finde ich, ist es auch eine absolute Bereicherung für jede, sage ich jetzt mal Wohngegend, ein Straßenkatzen zu haben. aufgrund von Bauarbeiten oder wie auch immer haben wir immer wieder das Thema, dass die Anwohner auch Ratten melden oder irgendwas und dafür ist natürlich das einfach eine ganz tolle Sache. Das ist so der eine Ansatz und natürlich wenn Katzen krank sind oder wenn sie noch sehr klein und verletzlich sind, ist es schon ein Thema, dass wir die Katzen dann auch aufnehmen oder wenn wir Katzen da sehen, die gezielt manchmal auch an so Futterstellen ausgesetzt werden von Leuten, die dann denken sie tun dann auch was Gutes und packen ihre Katze dahin, weil es ist ja eine Futterstelle. Die meisten, die mal Hauskatzen waren, kommen damit nicht so wirklich zurecht. Also müssen sie ja in dieser Kolonie erst behaupten und so weiter. Und auch da merkt man das relativ schnell. Und das sind dann Katzen, die wir eben aufnehmen und für die Adoption vorbereiten.
Adoptieren Statt Produzieren: Das heißt, Tiervermittlung ist auch möglich für euch.
Katja Lake: Ja, ist genau, das ist was, wir oder was ich persönlich vor circa sieben Jahren das erste Mal habe ich die erste Katze von der Straße geholt. Ganz ähnlicher Fall waren Katzenpärchen, die ich monatelang gefüttert habe, beide kastriert, absolut gesund und die Anwohner in deren Villa, die sich meistens in der Nähe aufgehalten haben, hatten sich eben beschwert und dann wurde eben eine von den beiden eingefangen und war dann weg. Und das wollte ich nicht, dass der Zweite das auch passiert und habe sie dann eben mitgenommen und ihr ein Lebens Zuhause finden dürfen.
Adoptieren Statt Produzieren: Super, das ist natürlich dann immer eigentlich immer das Happy End dann total vor Ort. Hast du es leicht dort auch Mithilfe oder mit helfende Menschen zu finden, die dich dabei unterstützen bei der Versorgung der Katzen und eben auch der Futterstellen?
Katja Lake: Ja, also da gibt es schon viele, würde ich schon sagen, viele Menschen, die dann großes Herz haben, die das Problem auch sehen. Auch da muss man mal schauen, was für eine Kultur hat man da. Ich habe also einige Freunde, die einfach mit dem Thema Kastration ein Problem haben, die aber immer gerne bereit sind, mitzufüttern oder auch mal eine Tierarztfahrt zu übernehmen. Das dann schon. Aber das Thema Kastration, vor allen Dingen vielleicht, wenn man auch mal ist wahrscheinlich auch gespaltene Meinung, aber auch eine Schwangerschaftsabbruch hat für eine Katze. Das wird verschieden gesehen und da muss man dann auf andere bekannt. Das macht auch nicht jeder Tierarzt und das ist auch verständlich. Nur für uns ist es halt oft nicht unbedingt eine Alternative, dann nochmal 5, 6 zusätzliche Katzen in der Vermittlung oder in der Betreuung zu haben. Also da gibt es ganz...
Adoptieren Statt Produzieren: Vielleicht müssen wir einmal ganz kurz noch einen Satz dazu sagen, weil manche Leute, vielleicht jetzt nicht so im Thema gerade bei Katzen, auch bei Hunden ist das ja ein Thema, die vielleicht jetzt so erstmal schlucken und sagen, hä, warum geht's da? Man hat natürlich auch den Fall, dass wenn man Straßentiere kastriert, Hunde, Katzen, überall, dass einem natürlich auch ein Tier, dann mal unters Messer gerät, sag ich mal, das gerade tragend ist und eben Welpen erwartet. Und natürlich ist dann immer eine Abwägung. Das klingt jetzt im ersten Moment natürlich hart und es ist auch eine harte Frage. Lässt man das Tier, die Welpen austragen, vermutlich weiterhin dann auf der Straße lebend, wenn das Tier eben nicht untergebracht werden kann und sorgt damit dafür, dass natürlich auch die nächste Generation dann dort geboren wird, die dann auf der Straße lebt. die im weiteren Schritt irgendwann eigentlich auch eingefangen und kastriert werden müsste, die versorgt werden muss, die vielleicht auch keine rosigen Lebensbedingungen dort auf der Straße hat, eben keine medizinische Versorgung, keine Futterversorgung und von der dann man vermutlich dann auch ausgehen muss in vielen Fällen, dass sie eben auch darunter leiden wird und ja, wird es dann vielleicht auch nicht gut gehen. In Rumänien haben wir das Thema ja auch noch Hundefänger, also als Beispiel zum Beispiel. dass man sagen muss, die Tiere leben auf der Straße auch in Gefahr, eben dann auch in den Killing-Schelter zu kommen. Und dann ist natürlich eine ethische Abwägung zu überlegen, man stoppt die Schwangerschaft und sorgt erst gar nicht dafür, dass der Nachwuchs auf die Straße kommt. Und das ist in vielen Fällen auch eine Entscheidung, die von vielen Experten auch so befürwortet wird. Auch wenn es erstmal natürlich für Leute, die Tiere retten wollen, ein bisschen verrückt klingt zu sagen, man sorgt dafür, dass sie gar nicht erst auf die Welt kommen. Aber im Prinzip ist es ja auch das, was man mit den Kastrationen erreichen möchte, eben das Leid für die folgenden Generationen eben zu verhindern. Genau, noch vielleicht so bisschen als Einschub, kann es gerne was dazu ergänzen. Aber wenn jetzt hier Leute darüber gestolpert sind, weil das sind natürlich Fragen, die man sich im Tierschutz stellen muss und den praktischen Tierschutz auch sehr häufig und das sind ja auch keine einfachen Entscheidungen und keine mit denen man sich wohlfühlt, häufig. Genau.
Katja Lake: 100 %ig, das hast du ganz toll erklärt. Genau, das ist einfach sehr gut erklärt, dass man das einfach in dem Einzelfall abwägen muss. Genau, das, also wie gesagt, Hilfe schon.
Adoptieren Statt Produzieren: Mhm.
Katja Lake: Aber was halt schwierig ist, also es sind zwei Sachen, es glaube ich vor Ort so bisschen schwieriger machen. Das ist also einmal das Thema, das natürlich auch aufgrund von religiösen Einstellungen und das ist natürlich, es ist ein muslimisches Land und das ist auch alles in Ordnung. Wenn man dahin zieht, akzeptiert man das und ist auch überhaupt gar keine Beschwerde. Aber nach Spenden darf man zum Beispiel nicht fragen. Das wird auch ganz hart kontrolliert und das ist
Adoptieren Statt Produzieren: Okay.
Katja Lake: was man dann schon sensibel sein muss. Das ist das eine und das andere, womit wir vor Ort schon immer zu kämpfen haben. Was mir nicht so ganz klar ist, das Thema Pflegestellen. Idealerweise ist es natürlich so, dass wir, wenn wir Katzen von der Straße holen, haben wir kleines, ich sag mal so, wir nennen es für uns ein kleines Katzenhaus, wo die Katzen direkt von der Straße erst mal hinkönnen. Aufgrund des Wetters ist das bei uns natürlich bis zum gewissen Grad möglich, dass das alles in Außengehegen stattfinden kann. Das ist ganz gut. Und da können die Katzen erst mal langsam so bisschen lernen, es ist, ein bisschen ein Gefühl für ein Leben im Haus zu bekommen. Aber es ist natürlich kein Familienleben. Die menschliche Interaktion ist recht gering dann irgendwo auch. sind natürlich versorgt und wir können sie medizinisch vorbereiten. Aber für eine erfolgreiche Adoption muss die Katze natürlich wesentlich mehr als nur gesund sein. und gastriert und geimpft und das übliche, sondern wir wünschen uns natürlich auch, dass sie damit familiär ist oder sich damit auskennt, wie es ist eben auch in einer Wohnung in einem Haus zu leben und idealerweise testen wir das immer ein bisschen aus und gerade in so einer
Adoptieren Statt Produzieren: Mhm.
Katja Lake: schnelllebigen, bis zum gewissen Grad schnelllebigen Gesellschaft in Dubai, wo die Leute wie gesagt mal zwei drei Jahre bleiben, verwundert es mich immer wie wenig vernünftig dann doch viele Menschen sind und sagen okay es wäre doch eigentlich total praktisch wenn man doch ein Haustier möchte in dieser Zeit eben einfach eine Pflegestelle zu sein ja und eben nicht die Verantwortung komplett für Tier zu übernehmen, was dann in zwei drei Jahren vielleicht ⁓ nicht mehr gehalten werden kann. Also das ist so ein bisschen wo wir da Strauchen oder einfach so bisschen Arbeit in den Tier zu stecken, das wollen viele Menschen auch nicht. Es muss einfach sein, es muss fertig sein und wir reden aber ja über Lebewesen, das entwickelt sich und es verhält sich dann manchmal auch ganz anders mit anderen Menschen. Aber das ist auch ein generelles Problem vermute ich oder ein generelles Thema, was Tierschützer haben natürlich, wie man die Tiere dann für eine Adoption vorbereitet.
Adoptieren Statt Produzieren: Absolut, Das ist natürlich auch sehr ressourcenbindend, so diese ganze Vorbereitung für das neue Zuhause. Vielleicht eine ganz generelle Frage angenommen. Ich würde jetzt nach Dubai ziehen und möchte ein Haustier halten. Ist vielleicht eine naive und blöde Frage, aber wo bekomme ich das Tier her? Also gibt es dann auch so eine Zuchtkultur, sage ich jetzt mal? Gibt es denn da auch Züchter, wenn ich dann eben nicht im Tierschutz schaue? Ist es denn Einfach möglich auch ein Tier aus dem Tierschutz zu adaptieren. Was sind denn da so die Quellen? Also du meintest, sogar Huskys dort anzutreffen sind. Also es gibt dann ja irgendwie doch auch so eine Art von Rassekult, sag ich jetzt mal, in der Haustierwelt.
Katja Lake: 100 %ig. Also ⁓ das jetzt auch nochmal wieder so auf Katzen zu beziehen, es schon so, dass Rassekatzen oder sag ich mal alles, was so bisschen mehr Fell hat, wird dann auch wieder gern gesehen und genommen. Und das ist sicherlich ein Tier, wo wir sagen, okay, das kriegen wir auch in Dubai nochmal adoptiert. Während die normalen Straßenkatzen, da guckt keiner danach, weil rein theoretisch kann die sich jeder selber von der Straße holen. Also wenn du ein Haustier möchtest, gibt es leider, und das ist auch keine schöne Gegend. gibt einen Tiermarkt, wo man hingehen kann und Tiere kaufen kann. Also Tiere, die dann da nicht gesund sind oder über eine gewisse Zeit nicht verkauft wurden, werden dann auch einfach davor ausgesetzt. Also alleine ⁓ diesen Tiermarkt herum sind auch jede Menge kranke Tiere. Also auch kein schöner Ort hinzugehen. Für Tierschützer zumindest. Weil da kommt man auch nicht wieder alleine nach Hause. Da packt man bestimmt die eine oder andere ein, weil es einfach nicht so schön
Adoptieren Statt Produzieren: Okay, okay. Mhm.
Katja Lake: Also das ist die eine. Dann gibt es auch wie überall diese Vermehrer. Leider aber wir hatten auch Ende letzten Jahres da. Es gibt Leute, die über alles Mögliche versuchen sich Nebenverdienste zu verschaffen und die sich dann eben auch Tiere holen, speziell jetzt Katzen. Da kenne ich mich ein bisschen mehr aus, ich denke aber bei Hunden ist es ganz ähnlich. Habe ich auch schon von Bekannten mitbekommen. und die dann einfach so als Hobby, was auch immer, keine Ahnung. Also eher so dieser Vermehrerstatus und die Katzen dann aber schon oder die Hunde auch wirklich, wenn wir nicht wenig Geld verkaufen. wie gesagt, bekannte ehemalige Arbeitskollegin von mir, hat angeblich goldenere Triber gekauft. Das war kein goldener Triber, aber als Papier ist es natürlich schwierig. Sieht so aus, dann kriegt ihr irgendwelche Papiere und also diese Vermehrer gibt es irgendwo auch. Wir haben da letztes Jahr drei Katzen gerettet von so einem Vermehrer, der hatte die in einem Käfig.
Adoptieren Statt Produzieren: schwierig.
Katja Lake: Das waren drei Stück in einem Käfig. wie so ein Vogelkäfig ein bisschen größer, aber drei Katzen auf dem Balkon stehen und hat sie wirklich eben nur zum Vermehren gebraucht und die Kitten verkauft. Das hat man auch. Und dann versuchen wir natürlich vom Tierschutz, da müssen wir Lizenzen bezahlen, wir müssen es Zusammenarbeit mit dem Tierarzt machen. Aber wir haben dann auch schon einen sogenannten Adoptionstag alle zwei Wochen, wo wir in einem Pet Shop unsere Tiere da, ja es auch immer, Ich mochte Simoni so ganz, aber es führt schon teilweise zur Adoption. Aber die Tiere sind irgendwie ausgestellt, ja, und die Leute können die Tiere kennenlernen. Aber was lernt man von einem Tier kennen in so einer Umgebung? Ja, ist natürlich auch, die muss man natürlich dann auch mal zu Hause besuchen.
Adoptieren Statt Produzieren: Hmm...
Katja Lake: Was man schon sehen kann, ist, ob eine Katze eher entspannt oder eher ängstlich ist. Das kann man natürlich in so einem Setup ganz gut sehen. Aber das sind, denke ich, mal so die drei Möglichkeiten, wenn man ein Tier haben möchte. Oder wie gesagt, man rettet eins selber. Das kann man natürlich auch nach wie vor machen.
Adoptieren Statt Produzieren: So ein bisschen aus der praktischen Tierschutzarbeit herausgefragt. Ich kenne das natürlich auch bei Katzen und auch bei Hunden. Da bin ich ab und zu mal für Vereine tätig und mache Vorkontrollen beispielsweise oder Vorgespräche, wenn sich eine Familie dazu entscheidet, ein Tier aufzunehmen. Ist das so rein praktisch bei euch ein Ding eigentlich, dass ihr, wenn jemand sich für ein Tier interessiert, ihr sagt, okay, aber erst mal kommen wir mal vorbei, wir reden da mal drüber und wenn ihr das Tier adoptiert?
Katja Lake: Mhm.
Adoptieren Statt Produzieren: und noch mal vier, sechs Wochen vergangen sind, schauen wir noch mal vorbei und schauen, ob alles läuft. Ist das überhaupt ein Thema oder ist das eher so, dass man das Tier dann einfach mitnimmt sozusagen?
Katja Lake: Also... Bei den ganzen Vermittlungen in Dubai ist es eigentlich schon so. Also wir machen es nie so, dass ein Tier direkt vom Adoption-Tag mitgenommen werden kann. Das machen wir nicht. Das kann durchaus mal eine impulsive Entscheidung sein. Die Mama ist mit ihren Kindern da, lässt sich von den Kindern beeinflussen irgendwo und dann kommt sie mit dem Tier nach Hause und der Papa ist überhaupt nicht happy. Für ein Tier ist das natürlich immer ein Riesenstress. Es geht dann neues Zuhause, zwei, drei Tage da und dann muss es wieder. Und auch wenn es dann ⁓ Vermittlungen wirklich in Deutschland geht,
Adoptieren Statt Produzieren: Super. Hm.
Katja Lake: ist mir immer ganz wichtig. Manche Leute sind wirklich so, sagen am ersten Tag, ist es und das soll es sein. Aber mir ist es immer ganz wichtig, dass die Leute mindestens eine Nacht drüber schlafen, bevor sie dann auch weitere Schritte oder den weiteren Weg gehen. Vorkontrollen machen wir in Dubai in der Regel genauso auch. Also sprich, eine Familie war beim Adoption Day, hat sich für eine Katze interessiert. Dann würde man meistens machen, schon so, dass man dann über ein paar Tage noch im Gespräch ist und dann nach ein paar Tagen direkt mit der Katze und das ist die Vorkontrolle. Man könnte sie ja wieder mitnehmen, wenn man nicht happy ist mit dem, was man sieht. So ist es meistens, so haben wir es da meistens gemacht. das ist auch was genau, diese Nachkontrolle oder zumindest das Inkontaktbleiben ist eben was, mir auch ganz, ganz wichtig bei jeder Adoption ist. Das wird natürlich irgendwann super, super schwierig, wenn man dann viele Tiere vermittelt hat. hat man irgendwann so viele Tiere, nach denen man fragen muss oder nachhören muss. alle anderen Tierschützer auch kennen, so dass wir es eigentlich dann so haben irgendwann. Am Anfang sind wir da recht eng in Kontakt, wir auch wissen, dass es in die richtigen Bahnen läuft, aber irgendwann ist es dann meistens so, dass Ja, ich melde mich nochmal zum Geburtstag der Katze und zum Jahrestag der Adoption. Das sind die zwei Termine, wo ich mich meistens dann immer noch mal melde. Und dann gibt es aber auch ganz viele Familien und das ist natürlich das Schönste, die sich alleine zwischendrin auch immer melden, die dann sagen, hier, guck mal, heute ist das passiert oder so. Das ist immer sehr, schön und auch ganz wichtig, weil es wären alle Tierschützer wissen, man hat nicht immer schöne Tage, man hat auch viele dode Tage, schlechte Erlebnisse. Und wenn man dann genau in so einem Moment ein Bild von einer Katze bekommt, der es so richtig gut geht, das ist dann einfach
Adoptieren Statt Produzieren: kann man ja auch nicht immer leisten.
Katja Lake: noch mal Motivation und hilft dann in dem Moment auch.
Adoptieren Statt Produzieren: Ja, das ist dann absolut immer auch das Schönste. Was mich immer total interessiert und was auch für mich immer so ein ganz spannender Punkt ist bei den Tierschutzreisen, die wir machen, man merkt schon ein bisschen die, oder sagen wir mal so die Umgebung, denen Tiere gehalten werden, Haustiere gehalten werden, zum Beispiel auch Hunde gehalten werden, prägt schon auch das Wesen und so bisschen natürlich auch sogar das Aussehen oder Ja, so das Merkmalsaufkommen von Hunden. Also ein Beispiel. Es gibt für mich schon einen großen Unterschied zwischen rumänischen Hunden beispielsweise und jetzt jüngst war ich in Griechenland und griechischen Hunden. Das ist das Klima, das ist ein bisschen natürlich auch, wofür werden dort Hunde gehalten und genutzt. Eigentlich nicht nur als Haustiere, sondern häufig haben die ja auch noch einen anderen Job in Rumänien, ganz klar das Bewachen und Beschützen von Höfen oder Häusern.
Katja Lake: Ja.
Adoptieren Statt Produzieren: Aber natürlich auch das Wetter, ist es super kalt, da ist es im Sommer da irgendwie 45 Grad. Das formt einfach die Hunde im Aussehen, aber natürlich auch im Charakter irgendwie. Und das Gleiche kennt man sicherlich auch von Katzen. In Griechenland sind die Katzen, waren sehr zierlich, sehr leicht auch und sehr quirlig irgendwie. Und jetzt würde mich brennend interessieren, kannst du das auch beobachten bei den Strasstieren? Natürlich bei den Rastetieren ist das natürlich wieder was anderes, aber Siehst du, gibt es da auch typische Katzen, sag ich jetzt einfach mal, oder wie würdest du die beschreiben?
Katja Lake: Ja, das würde ich schon sagen. da bin ich auch mittlerweile ein ganz ganz großer Fan. Wie gesagt, sind Straßenkatzen, aber sie haben sich genau wie du richtig sagst, dem Klima und den Bedingungen angepasst. Ich habe natürlich selber als Haustier auch ein paar von... Die haben eben viel von der Arabischmau, wir. Also die Arabischmau, das bedeutet die Sinn vom Körperbau. ich habe beides, ich hatte ja gesagt, ich bin mit einer deutschen Bauernhofkatze damals nach Dubai gezogen und habe dann noch ein paar andere aufgenommen. Also die sind im Körperbau einfach wesentlich eleganter. Also in unserem konkreten Fall, die haben eben längere Beine, sind auch schon schlanker. Häufig, das ist das was Adoptanten unglaublich schätzen, haaren unsere Katzen auch nicht wirklich, weil sie dieses Unterfälle nicht haben und es gibt schon welche, die dann, wenn sie einmal in Deutschland sind, auf einmal wesentlich mehr Haare haben als sie es jemals hatten in Dubai natürlich.
Adoptieren Statt Produzieren: Okay.
Katja Lake: Aber das Hahn ist definitiv ein Thema und kriegen wir immer so als positiv auch zurück. Die Hahn ja gar nicht. Das ist so die eine Sache, was ich auch finde, was die Katzen sind charakterlich. Sie sind unglaublich schlau. Sie sind schon darauf ausgelegt zu überleben. Also Türen öffnen ist eins der leichtesten Übungen, was diese Katzen machen. Und ja, also sie sind häufig, beschreibe ich sie so ein bisschen,
Adoptieren Statt Produzieren: Okay, kass.
Katja Lake: als Hunde im Katzenkörper. Sie sind unglaublich anhänglich, sehr schlau. Auch Bällchen apportieren ist was, Ich würde sagen, 50 Prozent dieser Katzen machen und auch gerne machen. Ich habe das mittlerweile, jetzt habe ich natürlich auch viel mehr Erfahrung, auch von vielen anderen Katzen gehört, aber ich kannte das so gar nicht. Es hat mich damals total überrascht, dass die kleinen Kitten wirklich so ganz wie so ein kleiner Welpe immer das Bällchen zurückgebracht haben, ganz süß. Und sie sind auch gesprächig. Also das ist was, was ich auch so noch nicht kannte. Man kann komplette Konversationen führen. Und wenn mein Kater von draußen von seiner Runde reinkommt, dann hat er immer erstmal was zu erzählen. Genau, sind so bisschen die Eigenschaften. Gesprächig, schlau, anhänglich und vom Körperbau her, ja, schon bis zu gewissen Grad so majestätisch finde ich, ja, so ein bisschen. langweinig und ja also ich ich mag es unglaublich du bist's merken ich komm da ganz ins schwärmen
Adoptieren Statt Produzieren: Ja, vielleicht musst du uns mal ein paar Fotos oder Videoschnipsel zusenden, wo man vielleicht mal die ein oder andere Katze sehen kann. Dann können wir uns das alles gut vorstellen. Mich würde natürlich noch interessieren, wie viele Katzen konntest du denn jetzt schon vermitteln in deiner Zeit in Dubai?
Katja Lake: Ja, Anna. Also ich habe in, das ist natürlich auch immer, ⁓ das hier auch nochmal anzusprechen, irgendwo auch eine Geld- und finanzielle Frage, wenn ich da ganz kurz mal drauf eingehen kann. Genau, das passt jetzt hier so ein bisschen rein. Also ich sag mal so, wie gesagt, Spenden nicht, also sprich, das wird alles von uns aus unserer Tasche finanziert und
Adoptieren Statt Produzieren: Gerne, das wäre sowieso noch auf der Liste gewesen, aber schieß los, wirklich.
Katja Lake: Ich habe da persönlich mit meinen Kollegen, mit denen ich jetzt seit mehreren Jahren auch schon zusammenarbeite, eher den Ansatz, dass wir, wenn wir was machen, mal was richtig. Also was bedeutet das, dass man ja vielleicht auch immer mal nein sagen muss, ja, sodass wenn jemand kommt und sagt, kannst du die Katze übernehmen? Nein, ich habe keine Kapazität, auch eben finanziell, räumlich nicht. Und das ist, das ist schwer. Also das verfolgt einen manchmal, ja, dieses Nein. Aber das erklärt so ein bisschen, weil ich meine ganz selten ist es so, dass eine Straßenkatze von der Straße geholt wird und einfach nur geimpft, gastriert, gechippt, entwurmt wird und in die Vermittlung geht. In der Regel bin ich auch eine, die ein unglaublich großer Fan dieser alten Straßenkater ist. Ich finde, die haben es eben ganz besonders verdient, dann irgendwo ein Zuhause zu finden. Ja, und die kommen immer mit irgendwelchen Baustellen. also wenn es und wenn es meistens sind die Zähne. Ja, das muss man sagen oder irgendwelche anderen Dinge. Und das ist nicht günstig so. was dann in Ordnung zu bringen, sage ich jetzt mal ja, Zähne ziehen zu lassen und so weiter. Also von daher habe ich in 2019 mit dieser ersten Katze damals angefangen und habe dann damals weiß ich noch, mein Mann gesagt, dieses Jahr habe ich eine Katze wirklich gerettet. Ich meine, ich habe locker pro Woche eine Katze kastriert lassen, also locker 50 bis 100 Katzen im Jahr kastriert. Aber es ist noch mal was anderes, wenn man wirklich sie dann in ein Zuhause bringt. Und das ist noch mal ganz anderes Level. Und dann habe ich gesagt, wenn es nächstes Jahr zwei Katzen helfen könnte, das wäre toll. Einfach schon mal so eine Verdopplung. Da waren es aber dann schon vier und dann war es wirklich sehr exploitend. exponentiell irgendwo. Also letztes Jahr waren es dann 90 Katzen, denen wir ein Zuhause finden konnten. Und das macht alles zusammen. die sieben Jahre sind es um die 300 Katzen, also kurz über 300 Katzen.
Adoptieren Statt Produzieren: Wow! Wow, das ist schon wirklich eine Menge. sind davon dann auch welche nach Deutschland gegangen? jetzt auch Katzen von dir in Deutschland?
Katja Lake: Ja, das tun sie schon. Es fällt mir manchmal ein bisschen leichter ein gutes Zuhause. zu finden in Deutschland. denke eben einfach, wie es versucht anfangs zu erklären, das Verständnis von einem Haustier ist halt schon in der Vielzahl von deutschen Familien, dass das ein Familienmitglied ist. Und das ist was, was eben in Dubai oft fehlt. Also wir haben auch natürlich in Dubai Adoptionen, auch da immer mal wieder deutsche Familien, die in Dubai leben. Aber ja, es kommen Katzen nach Deutschland.
Adoptieren Statt Produzieren: Und kannst uns da einmal so ein bisschen erklären, wie aufwendig das eigentlich ist? ist es auch stressvoll für die Katze dann, den Flug und die ganze Reise und so was? Oder ist das etwas, wo man sagt, okay, das ist natürlich jetzt erstmal ein bisschen Stress, aber es lohnt sich im Großen und Ganzen für das Leben der Katze.
Katja Lake: Also das auf alle Fälle, ⁓ von hinten anzufangen. Aber auch da muss man nicht drumrum reden. So ein Tag ist für eine Katze stressig. Also oder für jedes Tier. Es kommt natürlich auch für die Katze an. Ja, es gibt auch Katzen, die steigen dann hier aus der Transportbox, als ob sie nur beim Tierarzt ⁓ die Ecke waren. Die kommen raus und sind sofort verschmust und verschnurrt. Das gibt es natürlich auch. Aber an sich glaube ich schon, dass es für die Tiere recht stressig ist. Aber bei all diesen Katzen, die da bisher gereist sind, war es noch nie so, dass einen dauerhaften Schaden von dieser Reise davongetragen hat. Natürlich ist es so, brauchen zwei, drei Tage, sich anzupassen. den zwei, drei Tagen würden sie wahrscheinlich, also auch nicht alle, wie gesagt, aber es kommt vor, dass sie dann erst mal nicht fressen, die zwei, drei Tage erstmal ein bisschen aufgeregter sind. Aber ich würde sagen, das sind vielleicht zehn Prozent der Fälle, die einen Tick länger brauchen. Alle anderen kriegen das gut geregelt. Aber es ist natürlich was man mit Adoptanten besprechen muss. Ich denke, dass jede Umstellung für die Katzen aber nicht einfach ist. Ob man die auch in Deutschland einfach vom Tierheim nach Hause holt, auch da muss man Geduld haben und erstmal der Katze die Zeit geben sich zurecht zu finden.
Adoptieren Statt Produzieren: Müssen die Tiere dann hier in Deutschland erstmal in Quarantäne eigentlich?
Katja Lake: Nein, müssen sie nicht. Und es ist generell auch mal so ein Thema, wo vielleicht so bisschen Aufklärung schön wäre, weil wir immer wieder das Thema haben, wenn unsere Katzen dann das erste Mal zum Tierarzt gehen, dass die Tierärzte da entsprechende Fragen stellen. Das ist auch alles super. Ich finde das auch toll. Aber dass man einfach mal weiß, zum Beispiel, dass
Adoptieren Statt Produzieren: voll.
Katja Lake: die VRE dann nicht gleichzusetzen sind mit allen anderen Ländern, Ägypten oder was auch immer. Ja, es wird häufig dann in eine Schublade geschoben. Vielleicht gibt es auch mehr Katzen aus Ägypten, die in Deutschland ankommen. Das weiß ich jetzt so gar nicht. Aber Ägypten brauchen natürlich zum Beispiel diesen Tollwut-Täter und so weiter, was wir bei uns nicht benötigen, weil die VRE kein Tollwutland ist. nie gewesen ist. Wenn... Genau, richtig. Ja, genau.
Adoptieren Statt Produzieren: VWE sind die Vereinigten Arabischen Emirate, also die Abkürzung.
Katja Lake: Das ist einfach nicht notwendig und von daher müssen die auch nicht in Quarantäne. Sie müssen für die Einreise natürlich entsprechend vorbereitet sein mit allen Impfungen und Dokumenten. Das, wie gesagt, machen wir ab und zu. Ich denke, haben wir gute Erfahrungen da drin.
Adoptieren Statt Produzieren: Okay. Jetzt gehabt. Okay, also super spannend. heißt, Adoption nach Deutschland ist auf jeden Fall ein Thema und was man auch für sich, wenn man vielleicht hier auf der Suche nach einer Katze nicht ausschließen sollte, auch als Weg, ⁓ euch zu unterstützen. Wie sieht es denn da überhaupt mit den Kosten aus? Was kostet es denn? sozusagen ein Flugticket für eine Katze zu ermöglichen.
Katja Lake: Es kommt so ein bisschen auf die Fluggesellschaft an. Wir arbeiten meistens mit Emirates, also der lokalen Fluggesellschaft aus der VRE oder aus Dubai in dem speziellen Fall. Die haben nämlich relativ viele Flüge nach Deutschland. Lufthansa ist ein bisschen dünner gestreut. Und ein Ticket wird pro Käfig gelöst und das ein Ticket kostet 500 Dollar. Nur mal da ⁓ so eine Zahl in den Raum zu werfen. Adoptionsgebühr ist immer so, dass wir sagen wollen wir eigentlich nicht jetzt, dass unsere Katzen benachteiligt sind, weil sie so teuer sind. Ja, da kann ja keiner was dafür. Das ist ja am Ende des Tages auch unsere Entscheidung und vor dem Hintergrund die Adoptionsgebühr beträgt 200 Euro bei uns. eigentlich glaube ich gut im Schnitt liegt von deutsch zu hier heim. Ja, ich weiß, das hast du gesagt.
Adoptieren Statt Produzieren: was ich wahnsinnig wenig finde. Ich hätte das schon im Vorgespräch gesagt, aber ich glaube auch in Deutschland ist es, obwohl bei Katzen, aber es ist, also finde ich wirklich dafür, dass ihr diese enormen Kosten habt, auch gerade was alleine der Flug angeht und die Kastration, was ich wirklich krass finde.
Katja Lake: Ja, wie gesagt, die war von Anfang an so. Natürlich hat sich in den sieben Jahren wahrscheinlich auch was geändert. Da kann man sicherlich noch mal reingucken. momentan ist es so. Ich hatte damals so eine Recherche gemacht und dann waren halt wirklich in Deutschland die Adoptionsgebühren in den Tierheimen so zwischen 150 und 250 Euro damals. ich gesagt, ach, 200 Euro, das ist gut in der Mitte irgendwo, gell? Also ja, das sind die Kosten. Dann muss man natürlich für die Papiere bezahlen und so weiter. Das sind dann wiederum Kleinigkeiten. Aber ja, die Katze hat ja vorher auch schon Geld gekostet. Also wir vermitteln gar keine unkastrierten Katzen. sind immer geimpft. Kastriert regelmäßig entwurmt und wie gesagt häufiger die älteren Katzen haben dann auch schon ihre jeweilige medizinische Behandlung hinter sich gebracht. ich noch mal ein kleines Beispiel bringen darf, jetzt gerade als die Luftangriffe losging, hat bei uns im Kater bei unserem Einkaufszentrum gewohnt und es hat jetzt nicht unbedingt das unbedingte Gefühl, dass ich noch eine zusätzliche Rettungskatze brauche und dass ich ihn dann da wegholen muss. Aber er hat halt schon sehr Angst gehabt. Also diese Interceptions von den Missiles, die sind schon sehr laut und er ist dann halt immer in das Einkaufszentrum reingerannt, ⁓ sich zu verstecken. Und das geht halt nicht lang gut. Ja, also wenn er da so draußen ein bisschen vor der Tür sitzt oder so, finden das die Leute noch süß. Aber wenn er dann im Supermarkt auf den Tomaten sitzt, finden es das nicht mehr so lustig. Also von daher ich dann okay gut und dann habe ich ihn halt von der Straße geholt und habe halt schon gesagt, Augen das sieht so bisschen komisch aus und er hatte also eingewachsene Augenlider von Geburt an. Aber wieder, ist keine einfache Katze, man einfach noch kastriert war er schon. Das hatten wir schon vor einiger Zeit gemacht, aber ich hätte ihn also jetzt nur noch impfen und chippen und so weiter. Nee, jetzt haben wir auch noch die Augen operieren lassen. Also es kommt halt irgendwo immer dann was dazu.
Adoptieren Statt Produzieren: Noch einmal ganz kurz dieses, natürlich wenn wir über Finanzen sprechen, auch das Spendenthema. Du meintest, nach Spenden zu fragen, ist keine Option. Ist das nur keine Option für T-Shirts oder gilt das für alle sozialen Bereiche, sage ich jetzt mal?
Katja Lake: Genau, also man muss halt, und das macht ja auch Sinn, eine anerkannte Charity sein. es gibt natürlich das Rote Kreuz oder so, sowas gibt es in Dubai natürlich. Und die können dann sicherlich auch nach Spenden fragen. während des Ramadans ist das eigentlich eine Sache, wo man gerne ...
Adoptieren Statt Produzieren: ⁓ okay.
Katja Lake: Geld teilt und es ist ja auch dann im Glauben verbunden. Je mehr man teilt, desto mehr bekommt man zurück, besonders eben in dieser Zeit. Aber man darf nicht danach fragen. Und wie gesagt, es ist dann schon so, dass gerade im Ramadan vielen Menschen geholfen wird und viele Menschen unterstützt werden. Und das ist auch eine ganz tolle Sache. Ich habe es aber noch nie erlebt, dann wirklich Tiere irgendwo unterstützt werden. Das habe ich in den elf Jahren mir noch nicht untergekommen, dass irgendwie was für Tiere dann in dem speziellen Fall gemacht wurde. Kann sein, dass es an mir vorbei gegangen ist. möchte ich jetzt gar nicht irgendwie sagen. Aber ich habe es jetzt noch nicht erlebt. Aber für Menschen wird da dann schon sehr viel gemacht. Es gab auch lange Zeit mal eine ganz tolle Initiative, ⁓ jetzt auch mal so ein bisschen vor den ganz kurz wegzukommen. Die nannten sich Ramadan Sharing Fridges. Da haben wir in unserer Community einen Kühlschrank aufgestellt. Die Leute haben ihn mit Essen gefüllt und die Bauarbeiter, die jetzt eben nicht so viel, oder die Gärtner oder ...
Adoptieren Statt Produzieren: Mh, gerne.
Katja Lake: Wer auch immer die nicht so viel verdient und den Großteil ihres Geldes immer an ihre Familie nach Hause schickt, konnten sich halt in diesen Kühlschränken dann immer bedienen. Und das wurde auch sehr gut angenommen, so gut teilweise sogar, dass wir dann wirklich wie Schichten an den Kühlschränken eingerichtet haben, ⁓ die immer wieder aufzufüllen. Also das war auch eine tolle Sache, das haben wir total gerne gemacht und ich glaube, das hat den Menschen dann in den Monaten auch nochmal ganz besonders geholfen.
Adoptieren Statt Produzieren: Absolut. Dennoch ist es in der Theorie möglich, eben durch Spenden aus dem Ausland eure Arbeit zu unterstützen, oder?
Katja Lake: Ja.
Adoptieren Statt Produzieren: Okay, das heißt, wir würden in dem Fall natürlich ermöglichen, dass wir Spenden, die an euch bei uns eintrudeln, eben dann an euch weitergeben, sodass Zuhörer jetzt auch das Gefühl haben, sie können eure Arbeit natürlich auch unterstützen, weil wir haben ja auch gehört, ist immer überall im Tierschutz natürlich auch eine Finanzierungssache und ich glaube, dass wir da einen ganz guten Weg gewählt haben, auch das zu ermöglichen dann in diesem Fall.
Katja Lake: Ja, ganz lieben Dank.
Adoptieren Statt Produzieren: Noch eine vielleicht ein bisschen persönliche Frage, die ich auch immer gerne eigentlich auch immer in jeder Folge stelle, weil man spricht natürlich viel auch über die Hürden der Tierschutzarbeit. Also das sind ja eigentlich immer die Hauptthemen in jeder Tierschutz-, in jeder Podcastfolge ist natürlich immer, was sind so die Probleme, mit denen sich die Tierschützer auseinandersetzen müssen oder woran hakt es. Aber ich frage auch immer total gerne danach, warum du das eigentlich machst, was du machst. Also was hält dich jetzt schon über so viele Jahre daran, eben nicht aufzugeben, trotz der ganzen Widrigkeiten?
Katja Lake: Ja, das ist wirklich, wirklich eine gute Frage und ich denke, die stellt sich jeder dann irgendwie zwischendrin auch mal selber, wenn es mal irgendwo nicht so läuft. Ich meine, ich denke, da habe ich so bisschen dieses Syndrom, was denke ich viele Tierschützer auch haben. Wenn sie was sehen, können sie nicht wegschauen. Also wenn ich was sehe, wenn ich ein Tier sehe, dem es nicht gut geht, wenn ich ein Tier sehe, das leidet. dann kann ich ganz schlecht weggucken. Das ist halt das Thema und dann fängt man an sich zu kümmern. am Ende des Tages, ja, es häufig, da muss man schon für sich persönlich dann so bisschen aufpassen. damit werden viele Tierschützer kämpfen, dass man gucken sollte, dass das eben nicht so komplett das ganze Leben übernimmt und dass man sich dann immer noch so ein sag ich mal, ein anderes Leben außerhalb des Tierschutzes aufrechterhält. Also das finde ich immer ganz wichtig, vielleicht als Empfehlung, dass man andere Erlebnisse hat, Freunde, mit denen man auch über andere Dinge mal sprechen kann, außer die Tiere. Ich meine, ich rede total gerne über Tiere, das wirst du mitbekommen haben. Ich rede total gerne über das Thema, habe ganz viele Freunde in diesem Feld natürlich jetzt auch gefunden. Aber ich freue mich auch manchmal, in Abends zu verbringen, wo nicht über Katzen im Speziale gesprochen wird.
Adoptieren Statt Produzieren: Ja, das ist wahrscheinlich auch sehr gesund. Das sollte man sowieso wahrscheinlich tun, man, egal in welchem Abend man unterwegs ist. Ja, guter Letzt noch die Frage, was würdest du dir wünschen konkret? ja, für die Tiere im Land, was wäre so, was wären Maßnahmen, die denen gut tun würden? Und wie wahrscheinlich hältst du, dass das eintritt?
Katja Lake: Ja, also im Land glaube ich wäre es ein unglaublich toller Fortschritt. sind so zwei Sachen. Einmal für dieses Thema der Katzen, die schon auf der Straße leben, dass die einfach akzeptiert werden. Ja, die tun keinem was und deshalb fände ich es auch schön, wenn ihnen nichts getan wird. In der Regel stören die keinen. Und natürlich wäre es eine tolle Sache, wenn man ganz offiziell Futterstellen haben könnte, möglicherweise noch mit Unterstützung auch Kastrationsaktionen vornehmen kann. Das ist eine tolle Sache. Die Haustiere würde ich mir einfach wünschen, die dann eben schon da sind. Auch da glaube ich ist es oft so das Thema Bildung und Information. Auch da habe ich mit wirklich intelligenten Menschen gesprochen, die überhaupt nicht verstehen können, dass es für ein Tier besser ist, wenn es kastriert ist. Je nachdem aus welcher Kultur die kommen, es eben schon so, dass die Idee ist, ja, die Katze muss schon mindestens einmal in ihrem Leben Kitten bekommen haben.
Adoptieren Statt Produzieren: Mhm.
Katja Lake: Warum? Also einfach so dieses Kultur, dass man da eben nochmal mehr Aufklärung macht. auch da arbeiten wir mit, zum Beispiel mit einer Schule zusammen, mit Kindern, die regelmäßig in unser kleines Katzenhaus kommen.
Adoptieren Statt Produzieren: Schön.
Katja Lake: verschiedene Themen bearbeiten. Also die machen manchmal alles sauber, die machen manchmal, schreiben die Profile für die Tiere, sie spielen mit denen. Also alles Mögliche und so kann man, glaube ich, auch mit Kindern dann, es ist ein unglaublich kleiner kleiner Tropfen auf einem heißen Stein, aber vielleicht die zehn Kinder können es an ihre Kinder weiter tragen und im nächsten Jahr kommen die nächsten zehn Kinder. Also es ist einfach so Kleinigkeiten, man anfangen muss, denke ich. So ein bisschen auch Informationen
Adoptieren Statt Produzieren: Mhm. Voll. Und das ist auch gar nicht so einfach, weil so manche Mythen sich auch so hartnäckig halten, dieses Thema. Auch im Bereich Hunde gibt es das, irgendwie die Hündin muss einmal Welpen bekommen haben. Das erleben wir ja hier in Deutschland auch. Also, und da würde man eigentlich sagen, okay, da weiß man, dass das eigentlich überall anders erklärt wird, so, ne? Aber trotzdem, das ist irgendwie sehr, manche Sachen sind einfach sehr, sehr hartnäckig.
Katja Lake: zu geben. Genau. Ja.
Adoptieren Statt Produzieren: Ja, absolut. Jetzt war ja bis vor wenigen Dubai auch noch ein häufiges Urlaubsziel tatsächlich. Und das war ja doch sehr beliebter, Dubai mal kennenzulernen als im Urlaub. Wie ⁓
Katja Lake: Mhm. Mhm.
Adoptieren Statt Produzieren: Jetzt ist das natürlich ein bisschen eingebrochen und vorausgesetzt, das wird wieder so erstarken, die Tourismusbranche. Wie verhalte ich mich denn als Urlauberin oder als Urlauber vor Ort, wenn ich dann eben eine Katze finde, eine Katze sehe? Gibt es da irgendwas, was ich da dann auch selbst tun kann?
Katja Lake: Es ist natürlich im Urlaub immer schwierig, irgendwo alleine was zu tun. Aber es gibt natürlich Tierärzte, die... Also es kommt natürlich drauf an, was ist das Thema? Ist es jetzt eine verletzte Katze? Oder ist es eine Katze, einfach noch unkastriert ist, aber sonst gesund ist, die man einfach vielleicht nur zum Kastrieren bringen könnte? Die Anfragen haben wir natürlich auch ganz, ganz regelmäßig von Touristen. Also das sind Zeiten, da habe ich eine am Tag, wo sich jemand meldet und sagt, ich habe eine Katze hier gefunden und so weiter und so weiter.
Adoptieren Statt Produzieren: Wow.
Katja Lake: wo ich kann. helfe ich da auch. sprich, auch da habe ich schon vor allen Dingen im ganz konkreten Fall zwei kleine Kitten, die wirklich neben der Riesenstraße gefunden wurden. Wahrscheinlich sind die aus irgendeinem Automotor gefallen oder irgendwas, die die Leute dann gefunden haben. Die können natürlich nicht da bleiben. ist vollkommen klar. Die kann ich dann aufnehmen, aber eben auch nur, wenn in dem Moment die Kapazität da ist. Das ist da auch so bisschen. Ich denke, müssen Touristen auch Verständnis haben, dass das nicht immer möglich ist. Da habe ich auch schon böse Worte. zurückbekommen. Aber es geht nicht immer. es geht, geht es. Aber wo es nicht geht, geht es nicht. Und ich habe eigentlich auch, dadurch dass das so viele Anfragen sind, auch immer so bisschen fast eine Standardantwort von dem, was ich leisten kann und was ich nicht leisten kann. Also ich kann nicht all diese Katzen, die da gemeldet und gefunden werden, aufnehmen und irgendwo in irgendeinem abgelegenen Stadtteil von Dubai suchen, wo Leute mal eine Katze
Adoptieren Statt Produzieren: Hm.
Katja Lake: gesehen haben. also die mag schon längst wieder über alle Berge sein, aber ich bin immer gerne bereit, vor allen Dingen wenn ich das Gefühl habe, dass die Leute bereit sind auch was zu tun, also über das einfach melden nur hinweg zu tun, dann wie gesagt bin ich die Letzte, da nein sagt und habe dann auch schon geholfen, dass Tiere zum Tierarzt gebracht wurden. und dann da betreut werden und so weiter. Und wie gesagt, auch da gab es schon die eine oder andere Happy End, wo die Katzen dann irgendwann zu ihren Menschen, die sie im Urlaub gefunden haben, nach Deutschland reisen konnten, nachdem sie dann entsprechend bereit waren.
Adoptieren Statt Produzieren: Auch das ist natürlich wieder ein super kompliziertes Thema oder gar nicht so einfach, wie man meinen würde, auch da so die Hilfe dann natürlich, wenn man dann vor Ort ist und irgendwie das Tier sieht, das haben wir auch in anderen Bereichen, beispielsweise Tiere aus dem illegalen Welpenhandel, man ist vor Ort, man sieht den kleinen Welpen, hat man immer erst den Impuls, wir müssen irgendwie diesem Individuum jetzt helfen irgendwie oder ich bin jetzt irgendwo drei Wochen im Urlaub, ich muss jetzt drei Wochen lang irgendwie die Straßenkatzen füttern. Aber natürlich ist auch die Frage, was ist mit den Katzen, wenn man selbst dann abreißt eben. Und du hattest das Thema ja auch eingangs besprochen, eben dieses Anfüttern und Durchfüttern, gerade auch von Touristen, sorgt natürlich dann auch wiederum dafür, dass die Population besser durchkommt oder dass es wiederum mehr Straßentiere gibt. Das heißt, es ist gar nicht so einfach, irgendwie eine gute, nachhaltige Entscheidung eben auch für die Tiere zu treffen.
Katja Lake: Ja, da hast du recht.
Adoptieren Statt Produzieren: Naja, absolut. ja, in dem Sinne, ich habe super viel gelernt, jetzt auch wieder. Und ich bin total dankbar, dass du mich in die Welt ein bisschen mit reingenommen hast und mir auch nochmal deine Welt des Tierschutzes gezeigt hast. Weil das macht mir immer besonders viel Freude oder es bringt mir auch immer super viele Erkenntnisse zu sehen, wie unterschiedlich Tierschutzarbeit ist und wie unterschiedlich die ausgestaltet ist. Und ich glaube, dass du jetzt so im Vergleich wirklich viele Hindernisse hast oder Faktoren hast, die das Ganze ein bisschen verkomplizieren, merkt man nicht zuletzt daran, dass wir nicht wissen, wie du heißt und das Ganze hier gerade anonym stattfindet. Und deswegen muss ich mich ganz, ganz, ganz herzlich bei dir bedanken, dass du trotzdem zugesagt hast für diese Podcast-Folge und uns deine Arbeit erklärst und auch die Demensituation erklärst. Und deswegen ganz, ganz herzlichen Dank dafür.
Katja Lake: Vielen Dank, dass ihr euch das Thema in Dubai auch angeguckt habt, weil ich sage mal so, Dubai ist oft nicht das, was als erstes auf der Liste steht, wenn man über das Thema Tierschutz nachdenkt, weil es einfach irgendwie nicht so präsent ist. Und wenn Leute sich dann da einfach mehr bewusst sind und wenn sie im Land sind, auch mal das Auge ein bisschen offener haben, dann kann man schon viele Dinge auch sehen.
Adoptieren Statt Produzieren: Ich glaube, lange Zeit gerade für Touristen eine andere Seite präsentiert wird. Wenn man jetzt so einfach mal googelt oder denkt, ich will mal in Urlaub fahren, dann sieht es einfach ganz anders aus. Es wird ein bisschen glänzender dargestellt. Aber wie überall gibt es da auch Themen, die vielleicht nicht so gut laufen, in dem Fall vielleicht auch für die Tiere. vielen Dank. Ich sage sonst immer, dass wir alles verlinken und machen und tun. In dem Fall werden wir sicherlich auch von dir vielleicht ein paar Videos zu den Katzen dort bekommen und die werden wir dann auf unsere Instagram-Seite stellen. Und wie gesagt, Spenden werden auch gesammelt, in dem Fall gerne an uns. und dann gerne einfach mit einem Verwendungszweck oder in dem Fall liegt er auf der Hand, einfach Dubai gerne oder etwas, was sich denen dann zuordnen lässt. ja, vielen Dank. Ich hoffe, wir bleiben weiterhin in Kontakt und du gibst uns auch weiterhin Updates über deine Tierschutzarbeit.
Katja Lake: Ja, sehr gerne. lieben Dank.