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Shownotes
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Tobias Kramer und Timo Pache ziehen in dieser Woche Bilanz für gleich zwölf Aktien, über die die beiden in den vergangenen drei Jahren gesprochen haben. Es geht um die Lage der Luxusbranche, die riskanten KI-Wetten der großen Tech-Konzerne, etliche personelle Neuanfänge, einige Überraschungen und zwölf Aktien fürs Leben.
Diese Aktien besprechen Tobias und Timo:
Berkshire Hathaway (A0YJQ2), LVMH (853292), Coca Cola (850663), Apple (865985), Munich Re (843002), Nike (866993), SAP (716460), Novo Nordisk (A3EU6F), Amazon (906866), Adidas (A1EWWW), Netflix (552484) und Hermès (886670)
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Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis. Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar. Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung. Aktien fürs Leben Der Vermögenspodcast von Kapital.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Aktien fürs Leben. Mal wieder mit einem Gast hier im Studio. Ich begrüße Tobias Kramer. Hallo Tobias. Hallo Timo. Und immer wenn Tobias da ist, gibt es eine Sonderfolge. In diesem Fall, wir haben es auch, glaube ich, beim letzten Mal, Tobias, glaube ich, angekündigt, ist es aber keine Folge, wo wir jetzt anderthalb, zwei, zweieinhalb Stunden über nur ein Unternehmen reden.
Ich will mal was ganz Verrücktes machen. Wir wollen eigentlich mit der Zielsetzung rangehen, in einer Stunde über zwölf Unternehmen zu sprechen. Absolut, genau. Jedes Unternehmen kriegt fünf Minuten ungefähr. Mal gucken, ob wir das hinbekommen. Und das andere ist, wir wollen selber uns so ein bisschen überprüfen, überprüfen, wie haben wir eigentlich damals die Unternehmen so eingeordnet und bewertet, die wir hier in den vergangenen drei Jahren so besprochen haben gemeinsam.
Und wie haben wir dann tatsächlich auch abgeschnitten? Wie lagen wir so ein bisschen mit unseren Einschätzungen? Das machen wir heute. Und ja, eine Menge Stoff. Und wir legen einfach direkt los, oder? Wir legen los beim großen Altmeister. Beim großen Altmeister Warren Buffett, der vor einigen Tagen jetzt tatsächlich seinen endgültigen Abschied.
Von Berkshire Hathaway verkündet hat und auch den sozusagen Aufsichtsratsvorsitz an seinen Sohn übergeben hat. Wir haben Berkshire Hathaway im Sommer 2023 besprochen, genauer gesagt im Juli 2023. Jetzt könnte man auf den ersten Blick sagen, wir lagen ganz ordentlich da. Wir haben den Altmeister besprochen und gesagt, dass die Aktie wirklich ein Fels in der Brandung ist. Kostete damals so um die 350 Dollar, glaube ich. 319 Euro.
Genau. Und inzwischen sind wir bei über 500 Dollar. Ich habe hier die Dollarkurse. Das ist ein ganz ordentliches Plus. Aber man muss der Fairness halber dazu sagen, seit einigen Monaten oder sogar schon seit mehr als einem Jahr dümpelt die Aktie so ein bisschen vor sich hin. Und das ist kein Aber, sondern das ist eine super Gelegenheit.
Denn man muss dann eben auch sagen, das Unternehmen hat im Moment eine Marktkapitalisierung von 1,08 Billionen US-Dollar. Das Aktienportfolio davon macht ungefähr 300 Milliarden aus. Und weil dieses Missverständnis immer wieder aufkommt, will ich es einmal kurz aufdröseln. Ja, Berkshire hat eine immer noch ganz ordentliche Apple-Position.
Und ja, sie nimmt auch einen ordentlichen Teil des Aktienportfolios ein, nämlich 22 Prozent. 66 Milliarden US-Dollar sind in Apple investiert, aber es sind eben nur 22 Prozent vom Aktienportfolio. Und wenn man sich die Marktkapitalisierung vergegenwärtigt, dann sind es eben 6 Prozent. Und 6% von Alit ist eben noch ganz in Ordnung. Also nochmal, wir haben 1080, Milliarden, 1,08 Billionen Dollar Marktkapitalisierung, 300 Milliarden im Aktienportfolio, 365 in der Cash-Position, die im letzten Quartal erstmals wieder durch zwei Maßnahmen reduziert wurde.
Erstens Aktienrückkäufe, zweitens weitere Aktienkäufe und zwar mehr Aktienkäufe als Verkäufe. Und wenn man diese beiden Positionen hat, 300 und 365 Milliarden, dann bleibt etwas übrig, nämlich 415 Milliarden. Und das gucke ich mir immer wirklich quartalsweise an und vergleiche den Wert, den rechnerischen Wert dieser eigenen Giganten, wo ja das Energiegeschäft zuhört, wo das Versicherungsgeschäft zuhört, wo die ganzen...
Gar nicht so kleinen Unternehmen dazugehören, die noch mit drin sind, welchen Restwert die quasi haben und was dem Restwert eigentlich gegenübersteht. Und der Restwert ist ein annualisierter Net Cashflow from Operating Activities, von knapp 52 Milliarden US-Dollar. Das heißt, wir reden hier über einen Faktor 8. Und Faktor 8, um das mal gleich vorwegzunehmen, ist für mich günstig.
Also die Berkshire wäre quasi die erste Position, wo ich zumindest so einen Kaufenstempel für mich daran setzen würde. Jetzt ist Greg Abel, der neue CEO, ja schon ein paar Monate im Amt und war ja auch schon vorher im Konzern, also man kannte ihn. Wie guckst du dir jetzt so die Aktieninvestments an, die er jetzt gemacht hat?
Er ist ja sehr früh zum Beispiel bei Alphabet eingestiegen, als das noch keiner so diese KI-Wette Alphabet so richtig auf dem Schirm hatte. Da war Alphabet recht günstig noch bewertet. Tobias kräuselt so ein bisschen die Stirn, er sieht das offensichtlich anders. Aber das kann er ja gleich nochmal erklären. Aber inzwischen sind sie ja bei Alphabet schon relativ groß eingestiegen. Er hat ja nachgekauft. Genau.
Drittgrößte Position im Portfolio inzwischen. Ist ja auch spannend. Also ich meine, das ist ja so eine Aktie, wo Warren Buffett früher einen großen Bogen wahrscheinlich drin gemacht hat. Und das war eben genau der Gegenstand deiner Live-Coverage meines Stirngekrausens. Weil ich nämlich sagen würde, also so früh sind die, also die sind zwar früh eingestiegen und haben eine kleine Position gehabt, aber genau diese Positionierung, die du meinst, die jetzt zum Schluss noch nachgekommen ist, die ist gar nicht auf dem günstigen Kursniveau, was wir noch in 25 gesehen haben, erfolgt, sondern eben erst in 26.
Das war eher für mich etwas, wo ich so gesagt habe, okay, die sehen da offensichtlich noch mehr als ich da im Moment sehe. Weil bei mir war es gerade so, dass ich so ein bisschen Skepsis gegenüber Alphabet entwickelt habe und dann erst mal gesagt habe, na gut, dann gucken wir mal, das hat sich ja inzwischen auch wieder ein bisschen relativiert, Denn die Alphabet-Aktie ist eben auch vor allen Dingen durch Aufwertungen von Beteiligungen deutlich günstiger bewertet oder erscheint deutlich günstiger bewertet.
Aber wir sind ja gar nicht bei Alphabet, wir sind ja bei Berkshire. Und da ist es eben so, dass aufgrund dieser Situation der achtfache Faktor für die eigenen Giganten, für mich das Unternehmen im Moment, wirklich attraktiv bewertet ist. Und wenn man irgendwie eine Position am Aktienmarkt haben will, wo man sich auch mal ruhig selber klar machen darf, über ein Drittel ist Net Cash.
Das ist dann schon auch eine Aussage, sowohl was die Sicherheit für einen selber anbelangt, als auch was die Einstufung in Omaha, für die Aktienmärkte weltweit im Grunde genommen bedeutet. Dann nochmal meine Frage, Greg Abel, der neue CEO, hast du schon Vertrauen und, der wird die Sache ordentlich machen?
Ja, es gibt keinen Grund für mich da misstrauisch zu sein. Was mit dem Aktienportfolio dann so passiert, wenn dann mal das passiert, was Berkshire ja offensichtlich auch erwartet, nämlich deutliche Rückgrünge. Ja, das gehört für die eben mit dazu. Da machen sie sich auch keinen Kopf und das ist ja im Grunde genommen genau das.
Diese hohe Cash-Position sollte immer noch ein Warnzeichen sein, aber was man ja inzwischen jetzt auch wieder macht, ist, wenn auch nur für 4,5 Milliarden US-Tolz im letzten Quartal Aktien zurückzukaufen. Aber das ist tatsächlich das Spannende. Also was werden die alles kauft, wenn es mal wirklich runtergeht an den Märkten?
Dann kann man wirklich gespannt sein und dann wird es sehr, sehr interessant. Ja, total. Im Grunde genommen ist es ja eigentlich immer spannend, weil. Der Punkt hat ja schon bei 150 Milliarden angefangen. Ich glaube, ich habe es in unserer damaligen Sendung auch gesagt. Buffett hat ja irgendwann mal gesagt, er schläft einfach besser, wenn er 30 Milliarden Cash hat.
Ich denke dann immer, das würde ich auch gerne sagen. So, und jetzt sind es eben irgendwann 300 gewesen. Und das ist eben schon etwas, wo er ja auch hat erkennen lassen, dass das vielleicht jetzt nicht die unbedingte Glanzleistung war, dass sie bestimmte Sachen eben doch erst ein bisschen später gesehen haben.
Und das ist ja im Grunde genommen auch das Eingestand, dass er vielleicht doch etwas zu spät auch die anderen in die entsprechende Verantwortung gelassen hat. Kommen wir zu unserer zweiten Aktie, die wir besprochen haben. Wenige Monate später unsere zweite Aktie LVMH, der Luxuskonzern von Bernard Arnault.
Und da muss man sagen, irgendwie spektakuläre Entwicklung, allerdings in die andere Richtung. Von uns nicht ganz unerwartet, würde ich mal sagen. Wir haben damals schon gesagt, boah, damals stand die Aktie bei 710 Euro, ganz schön sportlich. Dass es so weit runtergehen würde, hätte ich zumindest jetzt aber unter 400 Euro aktuell nicht gedacht.
Das war ja im Oktober 2023, als wir die Aktie besprochen hatten. Man muss sich schon mal vergegenwärtigen, dass das Jahr 2023 noch mit einem Gewinn pro Aktie von knapp 31 Euro abgeschlossen wurde. Bei mir war es eben so, ich glaube, ich hatte bei EchtgeldTV irgendwie eine, bei 900 Euro angebrachte Discounterposition, die ist so langsam an die entsprechende Schwelle herangelaufen, sodass ich bei 700 glaube ich, eine Aktie gekauft habe über das Discount-Zertifikat.
Dann bin ich, glaube ich, irgendwie nochmal bei 600 oder 650 reingegangen, und habe dann auch nochmal unter 500 zwei Aktien bei EchkeTV kaufe ich ganz gerne so Positionsgrößen im Bereich von 1.000 Euro gekauft. Was man sich jetzt vergegenwärtigen muss, ist bei LVMH in den letzten Jahren einfach ein Gewinnrückgang.
Also der Umsatz ist ein bisschen stagniert. Das sind so im Bereich unter 10% Rückgang, Also von 86 Milliarden in 2023 auf, sowohl in 2025 als auch in 2026 erwartet werden. 80,5, 80,8 Milliarden, aber der Gewinn pro Aktie, der ist eben von knapp 31 auf knapp 22 runtergedonnert. So und das macht natürlich was mit einer Aktie, also da muss man ja gar nicht, besonders kapitalmarktbewandert sein.
Das habe ich, das haben wir glaube ich auch gemeinsam in der Tat nicht so gesehen, dass es zu etwas kommt, wofür LVMH lange Zeit bekannt war, Nämlich eine sehr, sehr stetige Entwicklung auch bei der Marge. Den Spitzenpunkt bei der Nettomarge, also das, was sie auf den Umsatz eigentlich verdienen, beträgt 18,72 und das war im Jahr 2021.
Und dann haben sie in 2022 und in 2023 auch noch stabil die 17,5 überschritten. Und da der Umsatz von 64 auf 86, von 21 auf 23 gestiegen ist, ist in dieser Zeit eben auch der Gewinn von 12 auf 15 Milliarden Euro gestiegen. Aber wenn dann ein Margenverfall eintritt und der noch begleitet wird von einem Umsatzrückgang, dann geht das Ding natürlich genau in die entgegengesetzte Richtung und verstärkt sich dann auch noch.
Und das heißt eben, wie gesagt, die Umsätze sind etwa knapp 9 Prozent unterhalb von 23. Aber die Gewinne liegen ein Drittel niedriger. Und das ist dann schon eine relativ heftige Geschichte. Von daher ist der Aktienkurs ja jetzt zurückgegangen. Und findest du, ist das jetzt für dich ein attraktives Niveau oder sagst du dir jetzt erstmal, nee, jetzt will ich erstmal abwarten, dass sie den Laden wieder gedreht bekommen.
Also gedreht bekommen ist ja schon mal ein großes Wort, wenn man sich überlegt, dass wir hier über 80 Milliarden und eine Marge von immer noch 13 Prozent. Aber für dich ist der Rückgang um fast ein Drittel beim Gewinn ja schon so, dass du sagst. Klar, ich gucke mir ganz einfach das, was ich immer mache. Ich gucke mir einfach die Multiples an.
Und bei den Multiples, wenn ich auf der Ansicht eben wieder nach oben gehe, bin ich bei einem Gewinn pro Aktie in 26, so wie er im Moment erwartet wird, von 22,25 Euro. So, und wenn ich darauf ein 20er KGV anlege, dann bin ich bei einem Kurs von ungefähr 450. Die Aktie steht bei 396. Also jetzt sind wir einfach mal in der Dimension unterwegs. Was ist denn bei so einem Unternehmen eigentlich so zu erzählen?
Ich habe sowohl hier in unserer längeren Aufzeichnung zu diesem Thema mit der, also wirklich sehr empfehlenswerte Folge, also gerade diese Nummer mit der Taxifahrt in New York und dieser Aussprache des Taxifahrers Christian Dior, wo ihm dann klar geworden ist, was Marken bedeuten. Also es ist unbedingt hörenswert, die Folge, die macht mir heute noch beim dran denken viel Spaß.
Hier ist es eben bei dem Unternehmen eine Situation, dass die mal etwas Neues haben, was sie lange Zeit nicht hatten, nämlich in eine Phase reinzukommen, die ein bisschen schwieriger war. Und wenn ich mir jetzt einfach mal angucke, wie war eigentlich das Kurs-Gewinn-Verhältnis in den letzten 15 Jahren, dann war es eben ganz oft auch so im Bereich um die 20 herum. Und dann war es gelegentlich auch in 2011, 2012 auch noch unter 20.
So, von daher kann man einfach sagen nach dem Motto. Wir sind ja bei Buffett gestartet und die Frage ist ja auch, die, die sich Buffett immer stellt, haben wir hier ein großartiges Unternehmen zu einem fairen Preis? So, und da bin ich der Meinung, mit einem KGV von offensichtlich ja unter 20, ist es auf jeden Fall ein fairer Preis.
Also ich würde dann immer abstrahieren, ich gehe dann ganz gerne mit den KGVs ran und sage, ein 20er KGV bei einer LVMH ist für mich fair, das ist ja ein 450. Ein 17,5er KGV ist für mich dann schon günstig. Ein 15er KGV wäre das, wo der Schnäppchenalarm dann langsam mal angeht. Da müsste die Aktie jetzt nochmal ein Stück nachgeben.
Das kann man ja blöderweise auch nicht so ganz ausschließen, dass sowas mal passiert. Aber 15 würde eben irgendwie so bedeuten, dass der Kurs sich bei 330 wiederfinden würde. Aber wenn man einfach mal sagt, ich glaube, dass die europäische Luxus, dass die europäischen Luxusindustrien nicht nachhaltig untergehen.
Und ich erwarte mir auch, dass ich an den chinesischen Märkten, wo es ein paar Sachen gab, die nicht so schön waren und wo es eben auch diese altersmäßig nachvollziehbar entstehende Nachfolgediskussionen gibt. Aber wenn man diese beiden Kapitel vielleicht einigermaßen vernünftig beseitigen kann, sie versuchen da ja gerade auch noch was mit den Aktienpaketen, da wird irgendwas durch die Gegend geschoben, dann wird das irgendwann eine Situation sein, wo sich Leute aus meiner Sicht fragen, warum habe ich die eigentlich nicht gekauft, als sie unter 400 Euro waren?
Und wenn sie die Frage nicht beantworten können. Naja, dann wissen sie vielleicht, was sie zu tun haben. Vor Weihnachten 2023 haben wir über Coca-Cola gesprochen. Wir haben die ganze Geschichte von Coca-Cola damals durchgenudelt, inklusive Weihnachtsmann. Also ich weiß noch, Tobias, dass du damals gesagt hast, die Aktie stand so bei um die 60 Dollar.
Boah, ganz schön teuer. Und jetzt steht sie bei 87. Ja, die macht eben wirklich etwas, was man bei anderen Unternehmen in den letzten Jahren eben nicht mehr so gesehen hat, die hat wirklich nochmal eine ordentliche Multiple Expansion gemacht. Also als wir sie besprochen hatten, das war zum Jahreswechsel 23,24, wenn wir uns hier angucken, dass der Gewinn pro Aktie dann in diesem Jahr irgendwie rauslief bei 2,78.
Für dieses Jahr werden jetzt 3,31 erwartet. Also so ungefähr, was ist das, 20% mehr. Ja, 20% mehr, ein bisschen mehr als 20% mehr kommt hin. So ein 20%iges Gewinnwachstum bezogen auf die letzten drei Jahre sind ungefähr so 6, 6,5% pro Jahr, eher 6 Zinseszinse weg kommt da auch rein. Und der Umsatz ist von 45,8 auf 49,7 gestiegen.
Also keine 10%. Das könnte man sagen, überproportionales Gewinnwachstum, schöne Sache. Aber wir gucken uns ja auch das Unternehmen an, wie es jetzt steht. Also was stattgefunden hat, da braucht man ja gar nicht drum herumzureden, ist, dass das Multiple sich bei dieser Aktie, von 23, damals Betrug es ungefähr 21, auf jetzt ungefähr 27 erhöht hat.
Finde ich eine faszinierende Geschichte. Kapiere ich überhaupt nicht. Würde ich auch im Leben nicht bezahlen für diese Aktie? Also, nee. Nee, ist sie aus meiner Sicht auch nicht wert? Oder ich verstehe eben nicht, warum diese Aktie so viel wert sein soll. Und vor dem Hintergrund wäre das ein Titel, wenn er nicht seit Ende 2008 bei mir im Depot läge, den ich vermutlich verkaufen würde auf diesem Kursniveau, weil ich einfach sage, so brauchst du nicht.
Da muss man aber dazu sagen, eine Coca-Cola ist bei mir auch so eine gewisse emotionale Geschichte. Ich wollte es gerade sagen, oder? Guck mal, wir haben damals in 2009 die Reise zusammen dahin gemacht. Wir waren im Coca-Cola-Museum. Da sind dann so mehrere Brunnen, wo du all die ganzen Getränke durchtesten kannst.
Also ich habe mir da irgendwie... Ich glaube, das hast du damals in der Folge auch erzählt. Bestimmt, bestimmt. Das finde ich auch noch ein absolutes Highlight. Überhaupt, dieser Besuch war eben ein Highlight. Und das ist jetzt eben auch eine Position, die ist bei mir bei liquide netto unter einem Prozent.
Da sage ich jetzt auch, da muss man auch bei einem KGV von 27 nicht raus. Aber wenn es mir darum ginge, im Moment eine Aktie zu kaufen, der ich auch Wachstumspotenzial zubillige, beim Kurs in den nächsten ein bis drei Jahren, ja, dann wäre es definitiv nicht die Coca-Cola. Unsere nächste Aktie, vielleicht ein ähnlicher Fall. Apple haben wir hier besprochen im Frühjahr 2024.
Damals stand die Aktie bei bummeligen 185 Dollar. Und ich meine, du hast damals gesagt, du kannst dir nicht vorstellen, dass diese Aktie sich nochmal verdoppelt. Hat sie auch nicht gemacht. Fairerweise muss man sagen, wir haben sie besprochen bei einem rückberechneten Kurs. Die Folge ist offenbar am 11.05. live gegangen. Da war der Kurs 173,16 Euro.
Und die Aktie notiert heute bei 300 Euro. Es ist, kann man schon mal vorwegnehmen, die performancetechnisch erfolgreichste besprochene Aktie. Es ist, ich weiß gar nicht, wo Marktkapitalisierung und wie die ja gerade steht, aber es ist eines der zweitteuersten Unternehmen, was es auf diesem Planeten gibt.
Es ist eine mörderische Maschine. Und das Faszinierende ist, es hat sich ja auf der Produktebene gar nicht so wahnsinnig viel getan. Gar nicht so wahnsinnig viel getan. Das ist aber ein starker Euphemismus, oder? Also nichts, meinst du. Ja, aber ich meine, die haben da ein paar neue Chips eingesetzt.
Ich weiß gar nicht, haben die das Layout? Ich weiß nicht. Es gibt eigentlich nicht viel, aber jetzt kommt das neue iPhone 18 und das kann jetzt vielleicht ein bisschen mehr KI. Ja, nachdem die Chinesen und die Koreaner das schon vor ein paar Jahren eingeführt haben, haben sich jetzt auch entwickelt, ach, die kann man auch falten.
Die kann man auch falten und dann für ganz teuer Geld verkaufen. Ja, also. Kann ja jeder halten, wie er will. Apple ist mit Sicherheit eine wirkliche Überraschung gewesen. Was hatte ich gesagt? Ich hatte gesagt Mai, Mai 24. Wenn ich jetzt mal die 24-Geschäftszahlen mir angucke, 391 Milliarden US-Dollar Umsatz haben dazu geführt, dass für jeden Aktionär 6 Dollar übrig geblieben sind.
Und jetzt, zwei Jahre später, das ist mal ein anderes Wachstum als bei Coca-Cola, zwei Jahre später. Wird der Umsatz erwartet für die Geschäftszahlen, die dann nächsten Monat, im Oktober 26 vorgestellt werden, bei ungefähr 478 Milliarden. Also das sind mehr als 20 Prozent Umsatzsteigerung. Und weil Umsatzsteigerung ja schön, Gewinnsteigerung aber noch schöner ist, Da haben wir auch gesagt, wenn wir jetzt schon um 20% den Umsatz steigern, dann müssen wir auch um Faktor 2 den Gewinn steigern.
Folglich ist der Gewinn nicht um 20%, sondern eher knappe 50% sogar gestiegen. Und ist jetzt, wenn die Prognosen so zutreffen, von 6,08 auf 8,86 Dollar prognostisch fürs Geschäftsjahr angestiegen. Und das ist natürlich schon brutal. Brutal ist auf der anderen Seite dann aber auch, wenn man mal ganz kurz 342 US-Dollar den 9-Dollar-Gewinn gegenübersteht, dass es eben immer noch ein KGV von spürbar über 30, und nah an die 40 rangehend ist, wo ich dann auch sage, Ich habe ja in der Folge auch erzählt, dass ich von Apple schon viele, viele Aktien verkauft habe aus dieser Position. Und.
Das ist jetzt eben wieder so, dass es meine größte Magnificent Seven-Aktie ist von den vielen, die ich im Depot habe. Ich habe die AAAs, also Apple, Alphabet und Amazon. Und darüber hinaus dann eben auch noch mittlerweile mal die Microsoft. Die hat sich seit dem Kauf auch schön entwickelt, hat sich besser entwickelt als Alphabet und Amazon und ist jetzt in der Tat die zweitgrößte Position auf einmal geworden. Völlig verrückt.
Aber eine Apple wäre mir bei einem Kursgewinnverhältnis von jenseits 35 zu teuer. Wie sieht das bei dir aus? Also ich würde jetzt auch nicht mehr einsteigen, um Gottes Willen. Ich bin irgendwie sehr froh, dass ich die Aktie damals bei, ich glaube, 120 Dollar oder so bin ich mal eingestiegen. Und da würde ich es jetzt auch belassen bei erstmal und mir das irgendwie weiter angucken.
Aber was ich schon interessant finde, ist, ich meine, jetzt ist Tim Cook abgetreten, und da gibt es auch einen neuen CEO, John Törnes. Und der Aktie hat das ja jetzt auf jeden Fall erstmal nicht geschadet. Das war ja schon so eine Unsicherheitsphase jetzt im Frühjahr. Was wird mit dem? Und wird der Törnes das genauso schaffen, wie es Tim Cook schafft hat, diese Effizienzmaschine am Laufen zu halten, die du auch gerade schon beschrieben hast?
Vielleicht geht es doch mal wieder um was anderes. Ja, aber irgendwie hat man fast das Gefühl, dass in diese Aktie so ein bisschen Fantasie wieder zurückgekehrt ist. Weil sonst dieser starke Anstieg jetzt gerade in den letzten Monaten... Ich habe den Eindruck, dass die Analysten schon relativ stark darauf setzen, dass sich diese neuen Phones eben wieder entsprechend verkaufen.
Und ich bin selber auch gespannt, wenn ich das Ding dann das erste Mal in der Hand habe. Also natürlich ist man auf der einen Seite in der Situation, dass man sagt, 2000 Euro für ein Telefon. Aber wir wissen ja alle, dass man mit diesem Telefon deutlich mehr macht und machen kann. Und wenn ich mir jetzt einfach mal vorstelle, ich kann meine Monitorfläche eben, signifikant vergrößern.
Ich kann damit in der Tat auch das kleine iPad komplett substituieren. Ich habe mehr Rechenpower. Also da gibt es schon auch einige Argumente für so berufliche Anwender und vielleicht auch so latent Technikbekloppte wie mich. Also nicht hier First Mover oder sowas und Early Adopter. Aber ja, schon, also wenn die First Mover dann sagen, cooles Gerät und ich dann sehe, dass das für mich gut in der Hand liegt, dann kann das auch bei mir passieren, dass ich dann doch sage, naja, dann machst du das halt, weil es wirklich auch ein Arbeitsinstrument dann ist.
Und es ist eben nicht irgendein Spielzeug für Social Media oder Sonstiges, sondern es ist vor allen Dingen ein Arbeitsgerät, was ich sehr gerne und wie mir die Statistiken dann auch verraten, sehr viel nutze. Munich Re haben wir besprochen im Herbst 2024. Die Folge ist erschienen am 22.10., also irgendwie ein paar Tage vorher.
Stand die Aktie so bei um die 470, 460? Das kann ich dir präzise sagen, bei 473,10, als die Folge am 23.10. Erschienen ist. Und jetzt steht sie bei 515. Das klingt im ersten Moment ganz gut. Aber die Aktie hat eben auch über 10% vom 52-Wochen-Hoch nachgegeben. Ich weiß gar nicht, wo sie im Hochstand. Das wird mir Guru-Fokus gleich sagen.
Ich glaube, sie stand bei 615 Euro im Frühjahr 2025. Also ausgehend von unserer Sendung, wie gesagt, im Oktober 2024. Lagen wir erstmal ganz ordentlich und dann ging es aber auch wieder mächtig runter. Und es ging ja dann runter von 600, wie gesagt, um die 15 auf 450 Euro im Frühsommer 2026. Also da habe ich mich tatsächlich so ein bisschen gefragt. Ich habe die Aktie jetzt aber auch nicht die ganze Zeit beobachtet.
Was ist da los? Warum diese Ausschläge? Weil so große Naturkatastrophen und Schadensbelastungen hat es ja jetzt nicht gegeben. Naja, ein paar Sachen gab es dann eben schon. Und die führen auch dazu, dass das Wachstum sich so ein bisschen verlangsamt hat. Und das hat auch dazu geführt, dass Risikoeinstufungen anders erfolgt sind.
Und diese anderen Risikoeinstufungen haben eben auch dazu geführt, dass Geschäft abgegeben wurde, auch guten Gewissens abgegeben wurde. Nur weil die sagen dann eben auch relativ klar, wenn wir damit nicht den voraussichtlichen Ertrag machen können und dann unsere Margin of Safety da drin haben, dann lohnt sich das Ganze für uns nicht.
Und dann lassen wir ein Geschäft auch lieber mal sein und platzen. Aber das ist ja eigentlich dann ein Argument für die Aktie, wenn sie weniger rentables Geschäft abgeben. Nicht, wenn der Umsatz deswegen zurückgeht und nicht, wenn der Gewinn langsamer steigt. Umsatzrückgang, trotzdem steigender Gewinn, aber eben nicht auf der Dynamikebene, wie es in der Vergangenheit war, hat aber auch den Vorteil, man muss bei der Münchner Rück eben wirklich auch mal dazu sagen, die ist.
Die ist ein Gewohnheitstier im Bereich einstelliger KGVs. Ich wollte gerade sagen, KGV von unter 10. Das ist nach wie vor so, ja. Und das ist gar nicht so selten. Das war in 11 so, das war in 12 so, das war in 13 so, das war in 15 so, das war in 16 so, das war in 17 nicht ganz so. Da gab es nämlich in der Tat einen Einschlag beim Gewinn.
Aber dann war es wieder in 18 so. Und in 19 und 20, da war es dann eben mal so, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis mal jenseits der 10 war. Und das war jetzt auch die letzten Jahre dann öfter mal so, da ist die Aktie in der Tat von einem sehr günstigen KGV. Unter Münchner Rückversicherungsgesichtspunkten astronomische, nein das ist natürlich nicht ernst gemeint, aber in verhältnismäßig hohe, 11er, 12er, wahrscheinlich mit den 610 dann auch mal in 13er KGVs reingelaufen.
Und das ist dann einigen bei der Aktie zu viel. Da muss ich dann ehrlicherweise auch sagen, ich habe keine Ahnung warum. Ich finde die Aktie, da weiß ich auch gar nicht, bis wo ich sagen würde, das ist ein faires KGV, also ein extrem gut gemanagtes, stabiles Unternehmen. Da wäre wahrscheinlich auch ein 15er KGV in Ordnung.
Und vor allen Dingen, du kriegst ja auch noch 5% Dividendenrendite aktuell. Ja. Also das ist ja auch nicht schlecht, vielleicht 26 ungefähr Dividende auf den Kurs gerade. Ja, also von daher, das ist einfach ein schöner Titel. Und wenn man da der Meinung ist. Dass sich Versicherungsgeschäft und insbesondere Rückversicherungsgeschäft auch in der Zukunft lohnt, dann ist das, glaube ich, ein schöner Moment, auch sich diese Aktien mal genauer anzugucken und vielleicht auch da die Position aufzustocken.
Das trifft aber im Moment auch nicht nur auf die Münchner Rück zu, sondern die Allianz ist im Moment auch sehr gesucht, Aber es ist beim Kurs anders gelaufen. Da haben wir jetzt die Bewertung noch nicht vorbereitet. Machen wir jetzt auch nicht, weil wir noch genug Aktien heute haben. Aber hier ist es einfach so, also KGV im neuner Bereich, man stellt sich dann immer so diese alte Frage, what could possibly go wrong?
Naja, da gibt es schon ein paar Katastrophen, die da kommen können. Und man muss jetzt auch dazu sagen, die Gewinnsteigerungserwartungen für die nächsten Jahre sind jetzt nicht so dolle. Also da wird für 26 und 27 mit einem Gewinn pro Aktie von 51,50 jeweils ungefähr gerechnet. Und für 28 und 29 dann so mit 55,50, und in 30, was jetzt eben extrem weit in die Zukunft projiziert ist und wahrscheinlich eher auf einem Pi mal Daumen angepassten Inflationsausgleich beruht, sondern es dann 58 sein.
Aber das ist egal, bis dahin hat uns die KI eh alle vernichtet. Naja und wenn uns die KI bis dahin vernichtet, also wenn es damit losgeht, dann ist es natürlich doof für die Aktie. Ja, das ist doof. Weil das sind dann Großschäden, für die sie wahrscheinlich eintreten müssen. Aber wenn es dann so weitergeht, dann kommt es ja gar nicht mehr dazu. Und dann haben wir in der Tat auch andere Probleme.
Und wenn man jetzt mal von den dystopischen Gedankengängen weggeht und sich sagt, was kann denn KI eigentlich in so einem Unternehmen bewirken, das ist natürlich immens. Also Schadensbeurteilungen und so weiter, da ist natürlich wirklich unglaublich viel Raum für Verbesserungen, für Effizienzsteigerungen.
Ich habe kürzlich mich mit einer Schadenssachbearbeiterin bei einer Versicherung unterhalten, die ein bisschen davon erzählt hat, wie das bei einer anderen großen deutschen Versicherung gerade so eingeführt, ausgerollt wird und was, da für faszinierende Ergebnisse auch in den Projektgruppen sich dann abspielen.
Und die in der Tat, die hat mir eben auch das erste Mal so bestätigt, dass man sich bei dem Unternehmen jetzt nicht mehr die Sorgen macht vor Fachkräftemangel, weil die einfach sagen, naja, die Leute, die jetzt gehen, das ist total sozialverträglich, weil wir müssen keine Leute abbauen. Das ist alles normale Fluktuation.
Wenn da jetzt nicht irgendwelche extremen Sprünge kommen, können wir das alles ganz normal abfedern. Und das Unternehmen wird dadurch einfach Effizienzsteigerungen haben oder die Möglichkeit auch besitzen, im Zuge von einer. Intensiven Konkurrenzsituation in Deutschland bei Versicherungen, dass man Preise senkt. Also das ist, glaube ich, an vielen Stellen da auch mit Chancen versehen.
Und Münchner Rück, KGV, neuen Dividendenrendite, 5%. Ja, also hätte ich kein Problem, auch hier aufzustocken, wenn ich sie in dem Teil des Portfolios, der sich mit dem DAX beschäftigt, nicht schon, glaube ich, zu einer der zwei größten Aktien zählen würde. Gute Aktie. Kommen wir zu einer Aktie, die nicht ganz so gut gelaufen ist, obwohl wir dachten, das ist eigentlich schon ein ganz interessanter Wert.
Wir reden über Nike. Wir haben über Nike gesprochen Ende März 2025. Ich habe schon wieder vergessen, ob man Nike oder Nike sagen muss. Ja, das weiß ich jetzt auch nicht. Da gibt es wirklich immer sprachliche Pedanten, die bei YouTube... Haben sie sich damals bei dir... Bei mir haben sie sich nicht gemeldet.
Ich glaube, bei Ich-Get-TV-Tunings regelmäßig. Da geht es ganz oft darum, wie man das ausspricht. Warum merkst du dir das dann nicht, wenn die sich immer bei dir beschweren? Weil es mich ehrlicherweise nicht interessiert. Okay. Also, wenn sich jemand... Wenn ein Kritikpunkt dieses Programms an uns ist, dass sich jemand über die falsche Aussprache aufregt und das ist das Einzige, woran sich jemand entzündet, dann freue ich mich für denjenigen, dass er keine anderen Probleme hat.
Trotzdem, also wenn Sie sich, liebe Zuhörer, bei uns melden und sagen, Tobias Kramer spricht Nike notorisch falsch aus oder Nike, dann machen Sie das gerne. Und wir werden das dann irgendwie versuchen, bei dem Kollegen mal zu hinterlegen, wie man es richtig ausspricht. Also wir haben damals, und das ist tatsächlich, da hat Tobias ja total recht, das ist.
Das viel wichtigere Thema bei Nike. Wir haben damals Nike besprochen bei einem Kurs von um die 60 Dollar. 61 Euro sogar. Also 61 Euro war es. Und das war eigentlich einigermaßen positiv. Ja, richtig. Wir waren ziemlich optimistisch. Ich glaube, ich habe die Aktie sogar danach irgendwie gekauft und glaube ich noch über einen Discounter gekauft.
Und habe diese Position relativ kurze Zeit später aufgelöst. Was sehr schlau von dir war, weil dann ging es ja noch ordentlich weiter runter. Aktuell steht die Aktie jetzt bei 35 US-Dollar. Ist der Flop-Performer in dieser Zwölfer-Liste. Richtig. Minus 48 Prozent. Genau. Und wir haben damals gedacht, Mensch, die Aktie, die Marke ist intakt, das Geschäft in den USA ist nach wie vor total stark, die werden schon irgendwie wieder zurückkommen.
Werden sie auch. Die Frage ist nur, von welcher Basis aus. Richtig. Also das ist schon etwas. Wo man sich einigermaßen verwundert, die Augen reibt. Und man muss eben auch dazu sagen, Das war so aus der Vergangenheit, wo ich ja schon ganz gerne hingucke, überhaupt nicht so richtig zu sehen. Denn das Unternehmen hat ja eine sehr, sehr spannende Geschichte, die auch eng mit einem Basketballer verbunden ist.
Und es war im Jahr 2009 schon mal so. Und da wissen wir alle, was damals los war Anfang 2009. Das waren, wo sich die Märkte ja wirklich zum Schluss ausgekotzt hatten Anfang März 2009. Da lag die Aktie dann so das erste Mal in einer 20 Jahre zurückgehenden Betrachtung 40% unter dem damals erreichten Allzeithoch.
Und dann ging es in 2012, trug es sich auch zu, dass die Aktie mal 20% unter Allzeithoch notierte und im Jahr 2016 auch so 25%. Dann gab es einen relativ heftigen Einschlag, logischerweise durch Corona, den brauchen wir nicht weiter kommentieren, Und dann war eben genau die Situation, wir hatten die Aktie im März 2025 besprochen und im März 2025 war es eben so, dass der eigentliche vermeintliche Tiefpunkt mit einem Kursrückgang von über zwei Drittel vom Hochpunkt relativ wahrscheinlich erschien.
Das Problem ist immer nur, wenn eine Aktie um zwei Drittel gefallen ist, kann sie danach auch nochmal um zwei Drittel fallen. Das ist tatsächlich, also bis auf Donald Trump haben das ja alle verstanden. Es war so eine schöne Sendung bisher ohne den Quatschkopp. Oder in größten Feldern aller Zeiten, je nachdem welche Meinung man hat.
Aber für Donald Trump wäre die Aktie doch jetzt um 500% gefallen. Ja, stimmt. Ach, das stimmt, das war ja auch noch. Ach Mann, es ist eine Kackophonie von Doofheit. Da fällt einem auch nichts mehr weiter zu ein. Aber kommen wir zurück zu Nike und kommen wir zurück zu einem Kurs, der 80%, unterhalb des Allzeithochs steht. Ja, und ich weiß, von zwei Drittel Kursverlust bis auf die 80% ist es dann nicht nochmal 50%, Aber es ist trotzdem noch mal ein relativ heftiger Einschlag gewesen.
Und es sind immerhin fast 50 Prozent, die wir hier bei dieser Aktie dann an Kurs Minus erreicht haben. Aber wesentlich wichtiger als dieser Blick zurück ist ja jetzt auch mal wieder der Blick in die Zukunft. Was ist eigentlich so los? Was ist eigentlich passiert? Also passiert muss man schon mal sagen, dass es da eben noch mit den negativen Nachrichten ein bisschen weiterging, insbesondere auf der Gewinnseite.
Ist man immer noch vorsichtig, aber zumindest der Umsatz stabilisiert sich jetzt gerade wieder. Das ist vielleicht auch mal eine positive Nachricht. Und ich glaube, dass es bei dem Unternehmen einfach ganz, ganz stark darauf ankommt, dass man in der Tat dann mal irgendwann auch die Trendwende beim Ertrag kommunizieren kann.
Und da muss man schon mal ganz deutlich sagen, wenn sowas passiert und lustigerweise, also in Schätzungen, die mir hier, vorliegen, die bis 2031 gehen, das Geschäftsjahr von Nike endet im Mai, Das hatten wir in der Sendung, glaube ich, auch darüber gesprochen, dass es ein bisschen nervig ist, auch ein bisschen schwer nachvollziehbar, aber ist eben so.
Und für dieses Geschäftsjahr Mai 31 sind offenbar irgendwelche Analysten der Meinung, dass der Gewinn des Unternehmens dann wieder bei 5 Dollar liegen kann. 5 Dollar bezogen auf 36 US-Dollar wären prognostiziert das 31er KGV und das 31er mit einem dicken Ausrufezeichen und dem Ausrufezeichen vor allem hinter dem Buchstaben E, weil es ein erwarteter Gewinn ist, aber ein erwartetes KGV von 7.
Naja, aber da Nike 2027 die Ausrüstung der deutschen Fußballnationalmannschaft übernimmt. Die er bekanntlich 2030 Weltmeister wird. 100%ig. Und mit Jürgen Klopp. Ist es doch irgendwie alles gesetzt, oder? Das läuft. Ja, also man kann es auch ein bisschen simpler machen, indem man sich nämlich einfach mal anguckt, wie läuft das Unternehmen eigentlich im Moment und die berappeln sich da schon einigermaßen wieder.
Also ich finde es jetzt in der Tat eigentlich, also es war ganz interessant, sich in der Vorbereitung damit zu beschäftigen, weil da zucke ich ja dann schon so ein bisschen. Also wenn ich eine Einschätzung revidiere nach einer Sendung, die Aktie dann 50% fällt. Also das ist ja schon so ein bisschen so, also ich glaube.
Die Nike werde ich mir in den nächsten Wochen schon noch mal ein bisschen genauer angucken, weil ich das, also so ganz spontan finde ich das ja dann doch schon spannend, auch wenn es eben so eine Turnaround-Geschichte ist, wo man sich immer überlegen muss, will man sich das wirklich antun? Genau, das ist die Frage, wenn wir bei diesem Turnaround dabei sein.
Aber wir können uns ja vornehmen, dass wir uns auf jeden Fall in einem Jahr nochmal angucken, wie sich Nike bis dahin wiederentwickelt hat. Wir kommen zu SAP. Anfang Juli 2025 an dieser Stelle hier besprochen. Die Aktie stand damals bei um die 250 Euro und unser Votum war völlig verrückte Bewertung, glaube ich.
Und hat sich, würde ich mal sagen, auch ganz gut bewahrheitet, weil es danach ordentlich bergab ging mit dieser Aktie. Ja, also das war in der Tat so und das muss ich auch sagen, das ist dann immer eine Freude, da auch nochmal in alte Kommentare. Ich hatte das Thema ja nicht nur hier mit dir, sondern ich hatte es auch bei Echtgeld TV.
Und manno, manno, manno, manno, was musste ich mir da anhören, dass ich es gewagt habe, diese Aktie dann auf diesem Niveau zu verkaufen. Und sowas passiert ja nicht immer sofort. Erstmal ist es ja so, man stellt eine These auf, Dann kriegst du von den Leuten, die es anders sehen, gelegentlich rhetorisch auch mal schön vor die Fresse. Und.
Die sind dann relativ still, wenn es auf einmal stimmt. Aber ich habe mir in der Tat jetzt so zwei Kommentare letztens noch mal vorgenommen, die ein bisschen böser waren, wo ich einfach noch mal... Hast du noch mal nachgelegt? Ja, ich habe noch mal kurz gesagt, wollen wir jetzt noch mal drüber sprechen?
Und das war dann bei den Kursen unter 150. Und das ist im Grunde genommen auch, das muss ich wirklich sagen, was mich ärgert. Weil bei Kursen unter 150 habe ich schon so für mich gemerkt, dass das eigentlich so ein Niveau ist, wo ich sage, da kann die Aktie eigentlich jetzt nicht viel weiter fallen. tat sie dann in der Tat auch nicht.
Im Tiefskurs, den ich hier habe, der ist 127,60. Und ja, damals war eigentlich aus meiner Sicht zumindest schon mal so einigermaßen klar, dass da vielleicht auch das eine oder andere Übertreibung drin ist. Denn unabhängig davon, wie viele Probleme Timo Pache beispielsweise mit seiner Spesenabrechnung, wer nicht weiß, wovon ich rede, unbedingt die Folge nochmal anhören. Stimmt, ja.
Wie viele Probleme man mit der Anwendung eines solchen Systems haben kann, so sehr erstens kann es Unternehmen auf der Steuerungsebene eben trotzdem helfen. Auch wenn SAP eine ganze Menge Potenzial hat, auch die Kundenzufriedenheit von denen, die es anwenden müssen und nicht die sich entscheiden, dass es angewertet werden muss.
Zwischen den Gruppen ist ja meistens ein Unterschied. Dass SAP da schon noch Usability-Luft nach oben hat. Aber bei dem Unternehmen und der tiefen Verankerung, da sagen mir im Grunde genommen auch viele, dass es bei einer SAP eben sehr schwierig wird, die auf Basis von irgendwelchen KI-Neustrickungen zu ersetzen.
Wobei ich in der Tat kürzlich einen längeren Spaziergang mit einem Kumpel unternommen habe, der mich dann mal in seine Gedankenwelt reingeholt hat, wie das mit bestimmten Sachen von KI so weitergeht. Und der dann auch gesagt hat, von SAP würde ich jetzt immer noch die Finger lassen. Und da waren wir so im Bereich von 105. Da war ich dann schon ein bisschen erstaunt.
Vielleicht hat das dann auch dazu geführt, dass ich dann auch erstmal ein bisschen Abstand davon genommen habe. Und jetzt, wenn ich so raufgucke, da muss ich auch mal sagen, wenn ich jetzt so raufgucke auf die Gewinnschätzungen, für 26 ist es eben so, dass 7,20 Euro Gewinn pro Aktie erwartet werden. Und 7,20 Euro bei 140 ist eben auch nur ein 20er KGV. Also das ist jetzt auch noch nicht...
Und da hast du auch schon freundlich gerechnet, gerundet. Ist jetzt auch nicht todesgünstig. Ja, genau. So, und jetzt sind wir eben wieder bei 186 angekommen. Das heißt irgendwie so im Bereich 25. Ja. Und da sage ich dann, ja, also vielleicht ist das auch eine Aktie, wo ich für mich relativ einfach immer noch sagen kann, vielleicht muss ich die gar nicht haben.
Und wenn ich die Wahl beispielsweise zwischen einer SAP und einer Münchner Rück hätte, oder mich entscheiden müsste, dass es so ein Duell ist, dann wäre es extrem klar für mich, dass ich die Münchner Rück nehmen würde und die SAP einfach aufgrund der höheren Unsicherheit für mich, außen vor lassen würde.
Da treffen wir uns, glaube ich. Kommen wir zu unserer nächsten Aktie. Wir waren in Dänemark und haben die große Geschichte von Novo Nordisk einmal erzählt. Von der Gründung vor mehr als 100 Jahren bis heute. Und das ist natürlich heute nicht mehr nur Diabetes, sondern vor allen Dingen dieser ganze Boom um Abnehmenspritzen, Abnehmpillen.
Und ebenfalls, das habe ich damals in dieser Folge erst gelernt, dass dieses ganz aktuelle Wettrennen mit Eli Lilly ja auch damals schon vor über 100 Jahren begonnen hat. Das fand ich total faszinierend. Also man lernt in diesem Podcast wirklich auch wahnsinnig viel, kann ich wirklich sagen. Was wir gelernt haben danach, wir haben die Aktie besprochen, da stand die so bei um die 50 Euro.
Ich weiß, dass ich da angefangen habe, auf jeden Fall zu kaufen. Also ich durfte da einigermaßen positiv gewesen sein. Vor einem Jahr, genau. Und da habe ich noch nicht gekauft. Ich habe später gekauft, das war günstiger und trotzdem ging es immer noch weiter runter und aktuell stehen wir bei 34 Euro und das, obwohl die Geschäfte von Nouveau eigentlich nach wie vor ziemlich gut laufen.
Ja, aber die Konkurrenzpräparate von Ilay Lili, die werden besser besprochen, haben eine höhere Wirksamkeit, sind unter dem Gesichtspunkt Kosten pro Kilo, also Kosten pro Kilo erwartbarer Gewichtsverlust, eben offenbar effizienter. Und das ist es im Moment. Von daher laufen die in den USA, da spürbar besser, in Europa offensichtlich auch, auch wenn Novo Nordisk mit seinem Oralpräparat, eben eine Führungsrolle übernommen hat, bei dem...
Jetzt aber letztens ein Bekannter erzählt hat, dass er sich darüber informiert habe und die Message eben war, nee, das macht er nicht, weil da muss er extrem pedantisch und zeitlich präzise, dieses Präparat zu sich nehmen. Ah, okay, das wusste ich nicht. Ich weiß nicht, was da dran ist. Das ist kompliziert.
Es ist offenbar schwieriger, als man es so gemeint erwartet. Weil tatsächlich ist es ja erstmal so, dass Novo jetzt schon auf dem europäischen Markt ist und Eli Lilly, der Konkurrent, eben noch nicht. Die hängen, glaube ich, immer so ein halbes Jahr hinterher und die Erwartung war, glaube ich, zumindest, dass wenn Novo jetzt schon auf dem Markt ist, die erstmal die ganzen Patienten einsammeln, die jetzt von Spritze auf Pille umsteigen wollen.
Und weil man das nicht irgendwie alle drei Wochen wechselt, Eli und Novo, wäre die Annahme gewesen, Novo räumt jetzt erstmal den Markt ab und Eli muss dann erstmal hart hinterher kämpfen und sich diese Marktanteile wieder zurückholen. Ja, aber ja, das... Werden wir sehen, wenn jetzt die nächsten Quartale kommen, weil da wird man es dann ja wahrscheinlich schon in den Umsatzzahlen sehen, ob Novo wirklich in der Lage ist, jetzt diesen Markt erstmal zu übernehmen.
Wenn sie es nicht sind, dann wird es wahrscheinlich noch schwieriger mit dieser Aktie werden. Ansonsten müssen sie, glaube ich, gerade ziemlich viel investieren in Marketing und die Eroberung dieses Marktes. Die Fertigungskapazitäten und so weiter. Aber man muss ja mal beide Fragen stellen. Also grundsätzlich von dem, was man hier so sieht, ist Novo Nordisk auf Basis eines Kurses von ungefähr 34 Euro und eines für 26 erwarteten Gewinns von ungefähr 3 Euro, dann umgerechnet mit einem Elber-KGV bewertet.
Das ist unter historischen Maßstäben, Ja, einfach, grotesk, günstig. Also wenn man in irgendeiner Form darauf setzt, dass dieses Unternehmen seine Innovationskraft nicht verliert und auch weiterhin von dem Standort, an dem es angesiedelt ist, profitiert. Ich muss an der Stelle mal ausnahmsweise einen anderen Podcast erwähnen, der nichts mit uns zu tun hat, aber den ich ab und zu höre und das ist der von dem Kollegen Stelter.
Der hat vor ein paar Wochen eine wirklich sensationelle Folge zu einem Thema gemacht, das ich vorher überhaupt nicht auf der Liste bei mir hatte, was für dramatische Konsequenzen das hat. und es wurde da sehr, sehr gut von einem Forscher erklärt, der sich nämlich. Kündigungen in Großunternehmen mal angeguckt hat, Kündigungswellen in Großunternehmen und damit auch den Kündigungsschutz international verglichen hat.
Und das vergleicht man ja immer gerne mit den USA, aber der Blick muss gar nicht so weit gehen. Dänemark? Also dieser sozialistische Musterstaat Dänemark, der hat da offenbar ganz andere Regularien und da kann man innerhalb von wenigen Monaten offenbar das machen, wofür SAP immer noch Zeit braucht. Also das haben die immer noch nicht abgeschlossen.
Und das ist eben so eine Geschichte, wo ich für mich eine ganze Menge dazugelernt habe, weil ich dieses Thema eben nie so extrem und so deutlich gesehen habe, welche krassen Auswirkungen der deutsche Kündigungsschutz auf die Unternehmen und auf die Investitionstätigkeit. Okay, ich warte noch immer auf die Kurve, die zu Novo Nordisk wieder zurückfällt.
Und wenn wir auf Novo gehen, dann ist es eben so, wenn da ein Projekt mal, und das passiert ja in der Medizin schon mal, dass irgendeine in der Studie 2 oder Studienlauf 2 oder 3, dass da irgendwas vor die Wand fährt, dann ist es halt ganz nützlich, wenn du einfach mal sagen kannst, das 500-Personen-Team, sorry guys, wir brauchen es nicht mehr, weil es funktioniert offenbar nicht, war schön mit euch, drei Monate, tschüss.
Das ist natürlich in der Situation hart. Aber 200 von den Leuten werden von einem anderen Unternehmen mit großer Wahrscheinlichkeit sofort wieder aufgesogen. Und die 300 anderen sind auch so qualifiziert, dass sie möglicherweise bei einem anderen Projekt von Novo oder Ähnlichem wieder auffangen können.
Novo war ein Beispiel in dem Podcast. Meta war auch ein Beispiel in dem Podcast. Das dritte Beispiel war SAP. SAP und Meta waren am Tag von ChatGPT-Veröffentlichung in der gleichen Situation. SAP arbeitet immer noch daran, den Personalabbau, den Meta innerhalb von drei Monaten umgesetzt hat, zu erledigen.
Und das ist dramatisch. Und deswegen setze ich hier eben auch darauf, dass die Innovationskraft bei Novo Nordisk nicht weg ist, sondern eben nur gerade woanders. Und dass die aber zurückkommt und dieses Unternehmen mit der Geschichte, die wir eben in dem Podcast. Der am 24.09.2025 veröffentlicht wurde, nacherzählt haben, in der Tat noch nicht auserzählt ist.
Und dass die dann auch wieder zurückkommen. Das Präparat, dieses ganze Thema ist immer noch ein Megathema. Ob die ihre Umsätze parallel zu den Absätzen erhöhen werden, darf bezweifelt werden. Also die Preise werden runter, runter, runter gehen. Das ist auch in Ordnung, denn mit allem Respekt, die Staaten haben auch Schieflagen, die Gesundheitssysteme haben Schieflagen.
Und ja, ich weiß, es ist doch im Zweifelsfall besser, das eine zu tun, wenn man damit langfristig ein Geld spart. Aber auf der anderen Seite, wenn ich mir vorstelle, in der Rolle eines Gesundheitsministers zu sein, wir haben ja gerade einen, der da gerade angelernt wird, dann ist es eben so, dass man bei einer Nettomarge von 35 Prozent, die eine Novo Nordisk immer noch hat, schon mal auch sagen muss, sag mal, also wenn ihr nicht findet, dass das vielleicht ein bisschen zu viel ist, wir finden es schon, weil jetzt wisst ihr ja, wie der Stoff funktioniert. Wir hätten da ganz gerne mal andere Konditionen.
Und das ist etwas, was in den USA passiert. Und da muss ich dann auch sagen, das kann ich in irgendeiner Form auch nachvollziehen. Und wenn dann mal ein bisschen Druck vielleicht in die Margen kommt und sich diese nicht auf 40 oder 50 Prozent erhöhen lässt, dann können die Unternehmen damit trotzdem ganz gut leben.
Und auch die Forschung rechnet sich dann. Ja, dann wird es spannend sein, wie sich die Aktie demnächst weiterentwickelt, weil genau das wird ja die Entwicklung sein. Es wird einen großen Druck geben auf die Preise für diese Präparate. In den USA finde ich auch spannend, wird Donald Trump sich auch Ila Lilly vorknöpfen oder nur den Konkurrenten aus Dänemark.
Das weiß man ja auch nie so genau. Man soll ja auch Verrückte nicht prognostizieren. Das ist sehr schwierig. So, aber ja, das ist tatsächlich die entscheidende Frage wahrscheinlich für Novo Nordisk. Ansonsten ein super Unternehmen und mit einem KGV von 11 eigentlich auch ganz interessant noch. Hundertprozentig. Apropos super Unternehmen.
Ja, jetzt kommen wir zu einem super Unternehmen. Tatsächlich vor Weihnachten, vor einem Jahr, also vor knapp einem Jahr, bald ist es ja wieder soweit, haben wir über Amazon gesprochen und die ganze wilde Geschichte von Amazon. Jeff Bezos vom Bücherversand hin zu Amazon Web Services, Cloud-Dienstleistungen, KI.
Wir waren damals schon der Ansicht, Wahnsinn, was für ein Unternehmen. Die Aktie stand bei 220 Dollar. Inzwischen steht sie bei 250 Dollar. Das ist jetzt nicht so ein ganz krasser Anstieg. Aber immerhin auch plus 13 Prozent. Und ja, wahrscheinlich ist es immer noch ein super Unternehmen. Ja, ein super Unternehmen ist es auf jeden Fall. Also Great Company at a whatever price. Darum geht es ja dann in irgendeiner Form auch immer.
Aktie steht jetzt bei 246 US-Dollar. Besprochen hatten wir sie bei 189 US-Dollar, 216. Du hast es gesagt, ist jetzt der Stand 14% Kurs plus seitdem. Und mir fällt es bei diesen Unternehmen in zunehmendem Maße schwerer einzuschätzen, wie ich das Ganze beurteilen soll. Denn bei den Unternehmen hat es ja schon ein bisschen was getan.
Natürlich, die Gewinnmarge ist jetzt auf ein abstruses Maß von 17,5% ausgedehnt worden. Allerdings lohnt sich dann eben auch mal ein anderer Blick, den ich in meiner Argumentation ganz oft weglasse, der aber trotzdem wichtig ist und das ist der Cashflow. Denn da verhält es sich eben etwas anders. Die notieren eben bei den ganzen Magnificent Seven, Multiple Seven wollte ich eben sagen, also bei den ganzen Magnificent Seven, notieren die eben nicht mehr auf Rekordniveau, weil in einer Dimension investiert wird, wo ich nochmal ein bisschen genauer einsteigen muss, um mir die Dimensionen noch etwas klarer zu machen.
Und ich weiß durch andere Vorträge, die ich mir wie gesagt erstmal angeguckt habe, aber wo ich die Zahlen auch für mich einmal gegenrechnen möchte, dass diese Dimensionen. Ja auf historisch nahezu unvergleichlichen Niveaus sind und man dann eben unter anderem die Zeit des Eisenbahnbaus in den USA ganz oft zitiert und man aber eben auch immer wieder dazu sagen muss, so ein dusseliges Bahnnetz, wenn es denn mal hingelegt ist, das reicht mit relativ geringen Wartungskosten, ja, kann das eigentlich unendlich laufen.
Also wenn man dann einfach saubere Nachinvestitionen macht, sich darum kümmert, dass es einen vernünftigen Zustand wird. Also wenn man es nicht so macht wie die Deutsche Bahn und wir, ja, ja. Na, also da sage ich auch mal in Schutz nehmen für die Deutsche Bahn, die kann es sicherlich besser machen, aber es gibt auch andere Länder auf diesem Kontinent oder knapp neben diesem Kontinent, die auch über einen längeren Zeitraum gezeigt haben, dass man es eben auch schlechter machen kann.
Von daher, das ist insgesamt, glaube ich, noch ganz okay, Aber die Abschreibungszeiträume, die man eben bei Rechenzentren und bei den Chips, die in diesen Rechenzentren zum Einsatz kommen, unterstellen muss. Die sind ja schon auf Basis dessen, was man so gemeinhin mit Technik verbindet, also Verdopplung alle zwei Jahre oder sowas, relativ gering angesetzt, wenn man sagt nach dem Motto, die Abschreibezeit betragen eben sechs bis acht Jahre.
Also wenn sich etwas verdoppelt, dann ist es eben nach zwei Jahren maximal noch die Hälfte wert. Und dann ist es auch absehbar, dass es nach weiteren vier Jahren eben nicht mehr unbedingt bei 25 Prozent, sondern deutlich niedriger ist, wenn es. Eben um diese Hochperformanten-Geschichten geht. Das ist eine total faszinierende Frage, finde ich auch.
Und das betrifft ja alle da, alle Magnificent Seven, fast alle, vielleicht bis auf Apple so. Aber ja, das Faszinierendste finde ich jetzt die Nachricht aus dem Sommer, aber jetzt kommen wir auch so ein bisschen ab, dass Nvidia gesagt hat, die ganzen alten Chips kaufen sie jetzt wieder zurück, im Zweifelsfall, um genau die Unternehmen davor zu bewahren, so hohe Abschreibungen irgendwann vornehmen zu müssen.
Ja, und da muss ich schon sagen, das sind Dimensionen und das sind dann eben auch Buchhaltungs- und Buchungsketten, wo ich sage, da fühle ich mich einfach nicht wohl mit. Also das ist nicht so angenehm und deswegen tue ich mich bei einer Nvidia auch nach wie vor sehr schwer. Wobei sich fundamental natürlich wirklich günstig bewertet ist, aber ich komme an diesen Titel einfach nicht ran, das geht nicht.
Und ich merke eben auch, dass ich immer, wenn ich mir eine Amazon, wenn ich mir auch eine Alphabet und auch wenn ich mir eine Microsoft jetzt nach dem starken Kursanstieg wieder angehe, sage so, man, oh man, oh man, oh man, oh man, oh man, oh man. Wenn ich natürlich, was ich sonst mache, sehr gerne auf die vereinfachte, leichter manipulierbare Gewinnzahl gucke, dann sieht das alt Jut aus.
Hier, 2026, Amazon, 13 Dollar Kursgewinn pro Aktie, 2,46 ist der Kurs, ole ole, was soll sein? Und dem hinterlegt es ja auch eine Gewinnsteigerung, die man sich da mal ganz kurz vergegenwärtigen muss. Wenn ich dazu noch ansetze, dass die in 2023 2,83 Dollar Gewinn pro Aktie gemacht haben, den dann mal eben knapp verdoppelt haben auf 5,62, den dann nochmal gesteigert haben um knappe 50 Prozent auf 7,36, um von da aus, auf 12,86 zu gehen, das hat eben in der Tat was mit diesen Aufwertungen von Beteiligungen zu tun, die in meinen Augen eine totale Blackbox sind.
Das ist buchhalterisch natürlich ein Thema, um Gottes Willen. Ich will da auch gar keine kriminelle Energie unterstellen. Ich will nur mal ganz kurz darauf hinweisen, what goes up must come down. Und das sieht mit Bewertungen eben auch so aus. Und das sieht eben auch mit den Unternehmensbewertungen, die dazu führen, dass die Gewinne dieser Unternehmen und dieses Unternehmen, was wir jetzt gerade hier besprechen, eben wirklich stark gestiegen sind.
Und das ist nicht so sehr fundamental unterlegt, wie man sich gerne einreden möchte. Und deswegen würde ich mich mit einer Amazon im Moment einfach schwer tun und sagen mit dem Motto, jetzt von CKGV günstig bewertet, olle olle. Was nicht heißt, dass die in einem Jahr nicht einfach, wenn wir das nächste Mal besprechen, einfach mal bei 400 Euro steht. Oder Dollar.
Ist egal. Wäre auf jeden Fall eine deutliche Steigerung. Beides. Kommen wir zu einem ganz anderen Unternehmen, was richtig ja, old-fashioned im Grunde genommen, nicht old-fashioned im modischen Sinne, aber zumindest die Gegenposition zu der Nike-Geschichte. Richtig, genau. Aber es ist auch in der ganzen Art, was die für Produkte machen und so weiter und so fort, nicht zu vergleichen mit irgendwelchen Tech-Konzernen aus den USA. Wir sprechen über Adidas, die deutsche Traditionsmarke, genau die Gegenposition zu Nike.
Wir haben Adidas besprochen in diesem Frühjahr in Erwartung einer glorreichen Fußball-Weltmeisterschaft. Mit der Fußball-Weltmeisterschaft ist nicht so gut gelaufen. Da ist die Adidas-Aktie verhältnismäßig gut gelaufen. Richtig, genau. Die Adidas ist verhältnismäßig gut gelaufen, vor allen Dingen auch nach unserem Podcast.
Da ist sie nämlich nochmal erstmal deutlich gestiegen. Ja, um dann aber nach der WM wieder deutlich zu fallen und jetzt pendelt sie ja irgendwie so rum, bei knapp 150 Euro. Stand auch mal zwischendrin wieder bei 180 ungefähr. Und ja, im Grunde genommen plus minus null im Vergleich zu unserem Podcast ist.
Was ist da los bei Adidas? Ich hatte mir das auch nochmal versucht in Erinnerung zu rufen und mir nochmal die letzten Quartalszahlen angeguckt. Und es war eigentlich so, dass es ganz gut aussah. Also Quartalsumsatz ist um 13% gestiegen. Operatives Ergebnis hing dem ein bisschen hinterher. Jarmut ist nur um 5% gestiegen.
Bruttomarge ist gestiegen. Direktvertrieb wächst währungsbereinig um 25%. Und da waren eigentlich viele Sachen dabei, die wirklich ganz angenehm waren. Auch währungsbereinigtes Umsatzwachstum. Auf 9 bis 10 Prozent angehoben. Man hat die erste Aktienrückkauftranche abgeschlossen, im Umfang von 500 Millionen, eine zweite gestartet. Also da ist eigentlich eine ganze Menge an positiven Sachen mit dabei gewesen.
Und ja, also von daher, mir fällt es auch ein bisschen schwer, dann jetzt hier so ganz auf die Schnelle nachzuvollziehen, was eigentlich dazu geführt hat, dass die Sachen so negativ gesehen wurden, dass der Aktienkurs eben wieder um ein knappes Viertel von den zwischenzeitlich erreichten 200 Euro auf 150 zurückgegangen ist und damit in der Tat die Aktie seit der Besprechung wenig, aber dann eben doch ein kleines Stück im Minus liegt, nämlich statt 157,25, wo die Aktie am 18.02.2026 ungefähr stand, dann jetzt zurück auf 148,30.
Für mich ist es trotzdem im Moment weiterhin spannender und attraktiver Wert. Das sehen wir im Grunde auch nach den letzten Veröffentlichungen, denn die Kursziele wurden am 25.09. veröffentlicht. JP Morgan, Royal Bank of Canada und die DZ Bank anders und sagen, wir sehen den fairen Wert der Aktie und sie haben jeweils ihre Kursziele bestätigt bei 230, bei 200 und bei 205 Euro.
Sie sprechen allerseits von Overweight, Outperform, Kaufen und auch Barclays ist mit einem Overweight-Kursziel bei 210 mit dabei. Also von daher, ich sehe es da relativ entspannt, wenn ich auf die Prognosen gucke, die ja vor allen Dingen auch in engem Dialog mit dem Unternehmen entstehen, dann ist es eben für dieses Jahr so, dass knapp 27 Milliarden Euro an Umsatz erwartet werden und jetzt sind wir wieder beim Gewinn pro Aktie, so 9,50 Euro gesehen werden, das sind 15er KGV, auf Basis dessen, wo wir da sind.
Da sage ich, insbesondere bei einem im Moment also auch in einer gewissen Breite gesehenen Wachstumschancen. Wo der Gewinn pro Aktie bis 2029 auf über 15 Euro steigen soll, was dann gleichzeitig bedeutet, dass das für 2029 erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis bei unter 10 liegt. Ist ein aus meiner Sicht schöner Titel, gute Produkte. dass es in dem Bereich Probleme gibt, haben wir in der Sendung schon verdeutlicht.
Wenn ich das richtig verfolgt habe, haben die Aktionäre von On da auch ihr eigenes Kapitelchen lernen dürfen. Also vielleicht ist der Markt im Moment nicht so ganz einfach, aber... Ist so, ne? Offensichtlich, ja. Ist wahrscheinlich wie mit diesen ganzen Konsumaktien. Ich meine, LVMH, wir kommen nachher noch auf eine...
Aber wenn diese eine Milliarde humanoide Roboter kommen... Sie brauchen auch alle Schuhe? Dann brauchen die ja irgendwelche Sachen, Vielleicht brauchen die nicht das, was wir Schuhe nennen, aber vielleicht brauchen die irgendwie diese unten angeklebt vernünftige Sohlen mit adäquaten Dämpfeigenschaften, damit sie einfach ein bisschen älter werden.
Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass es sowas geben wird. Ob das jetzt von Adidas kommt, weiß ich nicht, aber es ist nicht auszuschließen. Auszuschließen, dass es von Hermes kommt, ist relativ einfach, weil der Preis dann vermutlich zu hoch wäre. Aber wer weiß, was ein entsprechender Butler-Humanoide so alles dann zu leisten hat und ob sich die.
Offenbar bereitwillig höchstpreise zahlende neue Besitzerin oder neue Besitzer. Genau, die will ja jetzt auch nicht, dass der irgendwie da rumlässt. Nee, nee, nee. Adidas ist ja so gar nicht. Also, da besteht noch Hoffnung. Ganz neue Kundschaft, die sich da abzeichnet, am Horizont. Aber ja, Adidas, also das fällt tatsächlich hier in unserer Aktienauswahl auf, dass die richtigen B2C-Aktien, sage ich mal, bis auf Coca-Cola, alle einen relativ schweren Stand bei uns hatten.
Kommen wir zu unserer vorletzten Aktie, die wir vor gerade mal vier, fünf Monaten besprochen haben. Nach einem ziemlich wilden Bietergeflecht in den USA. Wir haben über Netflix gesprochen. Und Netflix wollte ja bekanntermaßen die Filmproduktionsfirma Warner Brothers und dieses ganze Imperium da übernehmen und kam nicht zum Zuge, wurde ausgestochen durch, Larry Ellison, seine Familie und Paramount und, hat dann im ersten Quartal 2026 noch eine schöne Kompensationszahlung eingestrichen von über zwei Milliarden US-Dollar als Entschädigung dafür, dass sie diesen eigentlich schon fast eingetüteten Deal mit Warner Brothers dann doch nicht machen konnten.
Die Aktie stand, als wir darüber gesprochen haben, bei 90 Dollar und unsere Einschätzung war, eigentlich ist das doch jetzt ein wunderbarer, fairer Wert. Über 300 Millionen Abonnenten, die zahlen da jeden Monat ihre 15, 20 Euro, Dollar umgerechnet für das Abo. Plus steigende Werbeumsätze bei Netflix. Du hast das sehr ausführlich, weiß ich noch, hier vorgerechnet. Ich bin auch gerade in so ein paar Aufzeichnungen reingegangen.
Ich war sehr, sehr, sehr, sehr optimistisch. So, und es ging aber erstmal für die Aktie jetzt noch weiter runter. Die steht aktuell bei 71 Dollar, minus 20, 22 Prozent. Und ja, Tobias, jetzt musst du mal sagen, wie du dir das erklärst. Ja, diese Entwicklung, die fällt mir in der Tat total schwer, die zu erklären und auch für Nachbarnsieber zu halten.
Also ich habe mal meine alte Aufzeichnung, jetzt nicht von einer Aufzeichnung von uns, sondern in der Tat von einer Echtgert-TV-Sendung, die ich am 5.5. Dann auch nochmal gemacht habe, zu Gemüte geführt. Wir haben die Netflix am 6.5. gesprochen. Dann sind es wahrscheinlich doch die Aufdrängung von dieser Sendung. Ich glaube ja, das ist die.
Ich glaube nicht, dass ich das doppelt gemacht habe. Das ist normalerweise nicht so unbedingt das, was ich da gerne mache. Aber da stand die Aktie eben bei 88 Dollar. Und so ganz grundsätzlich, also ich habe für die Aktie irgendwann mal einen absoluten Bull-Case gerechnet. Das hat auch totalen Spaß gemacht, sich da mal so ein bisschen reinzufransen.
Und ich glaube in der Tat auch, dass das Unternehmen noch wahnsinns Potenzial hat. Und habe damals so in den Raum gestellt, dass so ein Unternehmen aus meiner Sicht eben, also da sind wir auch wieder beim Thema Great Company, Fair Price, ja, im Grunde genommen ein 30er KGV dann verdient, wenn man eben genau dieser Meinung ist, dass so ein Bullcase-Szenario eben durchaus mal am Horizont warten kann.
Und dass es ein preiswertes KGV darstellen würde, immer vor dem Hintergrund des Bull Cases, also dass sie eben auch nicht nur mit Filmen und mit Serien up-to-date bleiben, sondern auch in dem riesigen Gaming-Markt mit ihren Produkten verfangen. Hab dann gesagt, naja, preiswert ist die Aktie wahrscheinlich bei einem KGV von 25 und billig, ja, billig ist der Titel aus meiner Sicht der Dinge bei einem KGV von 20.
Und KGV von 20 hat damals bedeutet, dass die Gewinnschätzung, die für 26 bei 3,59 angegeben war, eben dass dieser Kurs dann bei 72 US-Dollar lag. Exakt da sind wir jetzt. Und das ist ja eine gute Gelegenheit, ein paar Monate später mal hinzugucken, wie haben sich eigentlich Gewinn- und Umsatzschätzungen verändert für das Jahr 26, für das Jahr 27 und so weiter. Was kann man da sehen?
Und das mache ich jetzt quasi live, weil ich das in der Tat nicht vorbereitet habe. Und was sich einen Tick verschlechtert hat, ist in der Tat, da muss man jetzt ganz stark sein, der erwartete Gewinn pro Aktie im Jahr 2030, der ist nämlich... Und dann muss man auch richtig hingucken, da muss man nämlich ganz stark sein, da kann man sich nämlich freuen.
Der ist nämlich gar nicht gefallen, im Gegenteil, der ist gestiegen in der Schätzung von 6,11 Dollar auf 6,38 Dollar. Wesentlich wichtiger ist jetzt das Nahe, das Nahe-Thema, weil ich gehe dann ganz gerne auf die Ist-KGVs. Und für 2026 war die Erwartungshaltung im Mai 3,59 Dollar. Jetzt sind wir im September oder fast im Oktober und jetzt ist sie 3,58 Dollar.
Also die Schätzung ist total bestätigt, steht bombenfest und eine Netflix-Aktie für ein 20er KGV ist ein Schnapper. Also das sage ich jetzt auch gerne da nochmal, jetzt ist die Aktie unerwarteterweise da angekommen. Wenn ich mir hier vergegenwärtige, wenn ich mir die Nettomargen anschaue, wie sich das Ganze so seit 2019, 2020, wo die Nettomarge die 10%-Marke von unten nach oben, überschritten hat und jetzt angucke und sehe, dass das Unternehmen so auf einem, recht zuverlässig geflastert wirkenden Weg in Richtung 30 ist.
Und da ist es eben nicht so, dass Gesundheitsbehörden um die Ecke kommen werden und sagen, 30% Marge ist vielleicht ein bisschen viel. Da werden die sich überhaupt nicht einmischen. Da werden die einfach mal sagen, das ist ja euer Bier, wofür ihr euer Geld und eure Zeit investiert. Also von daher, wer das Ganze noch mal ein bisschen intensiver nachhören will, dem ist natürlich die Folge aus dem Mai ans Herz gelegt.
Die Netflix-Folge, wo wir uns lange mit dem Unternehmen beschäftigt haben, auch lange darüber unterhalten haben, wie dieses Unternehmen, mit welchen Metriken und mit welchen Verhaltensweisen es vor allen Dingen auch aufgebaut wurde und was es wirklich für eine faszinierende Geschichte. Und das ist eben dann eine Aktie fürs Leben. Und eine Aktie fürs Leben, wenn man die zum günstigen Preis kaufen kann, dann ist es noch schöner.
Und ich bin persönlich der Meinung, dass ein 20er KGV ein günstiger Preis ist. Kommen wir zu unserer letzten Aktie für heute und da können wir es, glaube ich, wirklich sehr, sehr kurz halten, weil das ist gerade mal zwei Monate her, dass wir darüber gesprochen haben. Alles bestätigt. Hermes, ja, wirklich alles bestätigt. Hattest du nochmal erwartet, dass es nochmal von den 1600 Euro so runtergehen würde?
Erwartet. Also ich finde, ich tue mich sehr, sehr schwer bei einer Hermes-Aktie, die ich jahrelang für brutal zu teuer gebrannt magt habe und mir dafür in der Tat auch in, muss ich auch nochmal nachgucken, muss ich auch nochmal nachgucken, was im Kommentar über die Hermes. Wurde es dafür auch verprügelt? Verprügelt vielleicht nicht, aber ja, Qualität hat eben ihren Preis.
Wenn ich diesen Satz höre, dann muss ich immer schon ein bisschen, da muss ich erst mal wirklich einatmen, ausatmen, Dummkopfdenken und Klappe halten. So, und. Es ist eben nicht so, dass Qualität immer ihren Preis hat und immer ihren Preis gerechtfertigt ist. Es gibt auch ungerechtfertigte Preise. Und die Preise, die für die Hermess-Aktie bezahlt wurden, die waren ungerechtfertigt. Ich habe nicht wirklich verstanden, warum man für einen Taschenhersteller ein 50er KGV bezahlt.
Oder noch mehr. Das geht mir nicht in den Kopf. Und ich bin natürlich bereit zu akzeptieren, dass wir hier ein qualitatives Ausnahmeunternehmen haben. Aber bei dem ich mir auch mal ganz kurz erlaube, dazu zu sagen, irgendwann ist es Publikum für Frauen, die sich nach einem beruflichen Erfolg auf eine Warteliste setzen, um drei Jahre später eine Birkenback zu haben.
Oder Männer, die der Meinung sind, sowas als Geschenk zu machen, wo sie dann praktisch gar nicht wissen, ob die Farbenvorliebe der Frau zu dem Zeitpunkt, wo sie die Tasche dann endlich bekommen, überhaupt noch auf entsprechende Gegenliebe stößt, weil möglicherweise haben sich Dinge verändert. Und von daher, ich habe diese Bewertung in der Tat nie verstanden.
Ich fand sie immer brutal zu hoch und vor dem Hintergrund ist es dann eben einfach auch so, dass ich von dem deutlichen Rückgang bei dem Kurs, der nicht an operativer Schwäche liegt, es ist nun mal eine operative Stagnation. Die Gewinne von 23 bis 26 in der Erwartungshaltung bei Hermes lauten 42,45 Euro, 44,99 Euro, 44,26 Euro, 44,45 Euro. So, Wachstum ist anders.
So eine Geschichte kann man nicht, da kann man keinen 60er KGV für bezahlen, da kann man keinen 50er und keinen 40er KGV für bezahlen. Da kann man, wenn man die Erwartungshaltung hat, dass es irgendwann mal wieder anfängt zu wachsen, so wie es für 2027 in den Raum gestellt wird, mit einer Schätzung von 50 Euro.
Da kann man vielleicht mal ein 30er KGV bezahlen, weil man sagt, das ist so ein krasses Unternehmen. Die Aktionäre sind so handverlesen, beziehungsweise sind nicht handverlesen, aber es wird relativ, schwer sein, da in größerem Maßstab reinzukommen, weil die, wenn ich das richtig verfolgt habe, die Aktionäre hatten sich ja auch nochmal darauf verlängert, ihre gemeinsame Halteperiode zu verlängern.
Ich glaube, das haben wir bei der Sendung besprochen. Deswegen kommt mir so bekannt vor. Vielen Dank. Die Gewinnschätzungen sehen jetzt für die nächsten Jahre auch wieder so aus, dass man den Unternehmen auch wieder 10%ige Gewinnsteigerungsraten zutraut. Und wenn dann in 2030 wirklich die projizierten 71,33 erzielt werden, dann könnte man eine MS-Aktie mit einem 2030er e-KGV, also erwartetem KGV, von unter 20 kaufen.
Denn der Kurs ist jetzt bei unter 1.350 Euro angekommen. Und aus meiner Sicht nähern wir uns da in der Tat auch einem Niveau, wo ich auch nochmal sagen würde, okay, also bei 1.000 kaufe ich die nächsten. Das ist mal relativ sicher. Denn man hat ja zumindest bewiesen, dass man den Gewinn halten kann, also zumindest den Gewinn pro Aktie. Man ist bei der Profitabilität ein bisschen runtergegangen.
Jetzt muss man aber auch sagen, wenn dann mal die Profitabilität bei einem Unternehmen, was wie gesagt Taschen zusammennäht, von 31,3 auf 27,7 Prozent runtergeht, dann ist das auch etwas, was für mich total zu verschmerzen ist. Außerdem sage ich, vielleicht sagen die ja irgendwann gar nicht, dass sie humanoide Roboter einsetzen, die die Taschen dann nähen und ähnliche, Effizienzsteigerungen dann eben auch noch möglich sind.
Und vielleicht können die das auf einmal auch verbessern. Aber es müssen französische humanoide Roboter. Selbstverständlich, dass sie ein bisschen französische sein, die das dann... Aber die Franzosen haben ja zumindest auch das ein oder andere AI-Projekt am Laufen. Vielleicht überraschen sie ja mit einer europäischen Glanznummer, die wir alle noch nicht erwarten.
Aber wenn ich hier einfach sehe, 45 Euro knapp für dieses Jahr erwartet, dann ist das ein 30er ist KGV. Das ist für das, was das Unternehmen im Moment so macht, Ein fairer Preis bei, dieser Markenpositionierung, die MS immer noch hat. Wenn man nicht so richtig an den Luxusmarkt glaubt, habe ich einen Tipp, Finger weg.
Wenn man der Prognose des Unternehmens oder der Ankündigung des Unternehmens in den Uhrenmarkt etwas intensiver einsteigen zu wollen, folgen möchte, da kann ich auch nur wahrenend die Hand heben. Die gute Nachricht ist für die, die beim Podcast schon mit dabei waren oder die es auch sonst mal verfolgt haben, weil ich mich da eigentlich regelmäßig rüber so ein bisschen in Rage rede, ist, dass ich mir ja irgendwie eine Hermes-Uhr gekauft habe.
Und sagen wir mal so, performance-technisch ist die jetzt nicht der letzte Hit. Also die ist jetzt zum zweiten Mal in der Überarbeitung gewesen. Ich habe jetzt gerade gesehen, dass ich letzte Woche die Mail bekommen habe, dass ich sie wohl wieder abholen könne. Und jetzt bin ich gespannt, ob sie dann im dritten Versuch, der es ja dann ist, mal einigermaßen zuverlässig die richtige Zeit ansagt und nicht nur wie jede Uhr es ihr schafft, zweimal am Tag.
Ansonsten müssen wir hier demnächst noch mal MS besprechen. Ja, das kann im Zweifelsfall nicht schaden. Und nächstes Jahr ist es ja auf jeden Fall wieder soweit, dass wir uns die Titel, die wir bisher hatten, eben noch mal in einem Schnelldurchlauf angucken. Aber es kommen ja auch Aktien dazu. Die Termine, die wir dazu machen, die vereinbaren wir wahrscheinlich in den nächsten Tagen. Und welche Aktien?
Also ich wollte gerade vorschlagen, Wir fordern hier mal Sie euch auf, meldet euch bei uns, schickt uns eine E-Mail. Also eine Aktie besprechen wir auf jeden Fall noch vor Weihnachten und die werden wir doch mindestens... Bin ja selbst ganz gespannt. Die werden wir doch mindestens da irgendwie wieder rund um die Weihnachtstage veröffentlichen. Und wenn Sie eine Idee haben nach Coca-Cola und Amazon, finde ich, hatten wir zwei sehr schöne Aktien, die sehr gut in die Jahreszeit gepasst haben.
Wenn Sie eine Idee haben, für die heimeligen Weihnachtstage, welche Aktie Tobias und ich da besprechen sollten, dann melden Sie sich einfach mal und machen Sie Vorschläge. Und wir suchen uns dann eine aus. Und vorher machen wir auch noch eine. Ich glaube, zwei Folgen haben wir in dem Jahr noch so angestellt. Okay, das können wir gleich noch besprechen. Alles klar.
Super. Das war mal wieder eine Folge von Aktien fürs Leben, dem Vermögenspodcast von Capital. Und in dieser Woche mit Tobias Kramer. Vielen Dank, Tobias, dass du hier im Studio warst. Sehr gerne, hat mir mal Spaß gemacht. Bis zum nächsten Mal. Danke, halten Sie die Ohren steif. Bis dann. Tschüss. Ciao.