BAYRAKTAR + BAYRAKTAR - True Crime and Law· Staffel 1· Folge 30

Der Fall Fabian aus Güstrow - Teil 5: Die Einlassung – Was Gina H.s Aussage juristisch wirklich bedeutet.

Dienstag, 25. August 2026 · 1 h 01

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Shownotes

#30: 🎙️ 95 Seiten, über vier Stunden, danach zunächst keine Fragen: Am 22. Verhandlungstag bricht die Angeklagte Gina H. im Fall Fabian aus Güstrow ihr Schweigen.
Zwei Anwälte ordnen die Einlassung der Angeklagten Gina H. aus zwei Perspektiven ein – Rechtsanwältin Nurcan Bayraktar aus Sicht der Staatsanwaltschaft, Rechtsanwalt und Strafverteidiger Sayil Bayraktar aus Verteidigersicht.
Was ist eine Einlassung, warum kommt sie so spät, und was bedeutet es rechtlich, wenn jemand aussagt, aber keine Fragen zulässt?

Dazu: die Zeugen, der Alibi-Deal, der Blutfund, das Motiv, der Vater und die neuen Beweisanträge.

Es gilt die Unschuldsvermutung; Stand 24.08.2026.

Bayraktar & Bayraktar – True Crime & Law: verständlich, respektvoll, ohne vorschnelle Urteile.

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4 Stunden 95 Seiten und das vorläufige Ergebnis lautet keine Antworten auf Fragen. Nach fast 4 Monaten Prozess und 21 Verhandlungstagen des Schweigens hat die angeklagte Gina im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow am 22 Verhandlungstag zum ersten Mal selbst ihre Version des Geschehens vorgetragen. Eine spätere Befragung hat sie ausdrücklich offen gelassen. Und für uns Juristen ist genau dieser Tag der Spannendste im ganzen Verfahren.

Nicht wegen der Schlagzeilen, sondern weil sich an so einer Einlassung zeigt, wie Strafverteidigung wirklich funktioniert. Was darf eine Angeklagte sagen, was muss sie nie sagen, warum kommt so eine Aussage erst so spät im Prozess und nicht am ersten Tag und was passiert eigentlich rechtlich, wenn jemand ausführlich redet, aber zunächst keine Fragen zulässt? Genau darüber sprechen wir heute in voller Länge aus 2 Perspektiven.

Wie ihr meint, dieser Serie Buy Doc Tan Und somit herzlich Willkommen zu einer neuen Podcast Folge von Bidactat and bidactat True Crime and Law. Ich bin Rechtsanwalt und Strafverteidiger Sejul Bidactat. Und ich bin Rechtsanwältin Nujan Bidactat in dieser Serie Fabian aus Güstrow, inzwischen Teil 5, nehme ich bewusst eine Rolle ein. Ich vertrete die Sicht der Staatsanwaltschaft, damit wir beide Seiten euch zeigen können.

Genau. Und da ich ja Strafverteidiger bin, nehme ich wie in den letzten Folgen auch die Verteidigersicht ein. Nicht weil ich diese Frau für schuldig oder für unschuldig halte. Das ist weder meine Aufgabe noch unsere hier, sondern weil man diesen Prozesstag nur versteht, wenn jemand erklärt, warum eine Verteidigung so vorgeht, wie sie vorgeht.

Wir spielen das nicht, um zu streiten, sondern weil ein Strafprozess von Natur aus 2 Perspektiven hat und beide gehört werden müssen. Genauso ist es. Es ist keine Hexenjagd, wie es teilweise von den Medien dargestellt wird. Bei uns ist es alles ganz nüchtern und natürlich und der wichtigste Satz auch, wie in jeder anderen Folge, die nicht rechtskräftig ist für die Angeklagte, die wir hier auch benennen, Gina h.

Gilt die Unschuldsvermutung. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil ist sie unschuldig. Alles, was wir besprechen, sind Vorwürfe der Staatsanwaltschaft oder öffentlich gewordene Beweisaufnahme und Berichterstattung, keine feststehenden Tatsachen, auch die Zeugen, nennen wir nur mit Vornamen und Anfangsbuchstaben. Und wie du schon gesagt hast, ist das Teil. 5 unserer Serie. Wir haben schon über einiges gesprochen, aber magst du denn kurz erklären, wo wir gerade stehen? Ja, wer die früheren Folgen nicht kennt, keine Sorge, wir holen euch direkt ab, für alle anderen gilt zur Erinnerung am 10.

Oktober 2025 verschwindet der achtjährige Fabian aus Güstrow in Mecklenburg Vorpommern, Tage später wird seine Leiche gefunden, an einem Teich bei Klein Opal. Etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow. Nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft wurde der Junge mit 6 Messerstichen getötet und seinen Leichnam anschließend in Brand gesetzt. Über die Tat selbst gibt es keine Augenzeugen, angeklagt ist eine heute 30 jährige Pferdesportlerin aus Reimershagen.

Sie ist, und das ist der Kern dieses Falles, die Partnerin von Fabians Vater. Die Beziehung war zwischenzeitlich getrennt, dann wieder zusammengeführt, die Anklage lautet aus Mord, heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen, der Prozess läuft seit dem 28 April 2026 vor dem Landgericht Rostock, vor der Schwurgerichtskammer, und verteidigt wird die Angeklagte von 2 Rechtsanwälten.

Fabians Mutter ist als Nebenklägerin dabei, vertreten durch ihre Anwältin und. Man muss betonen, was das für ein Prozess ist. Im Wesentlichen ein Indizienprozess. Es gibt kein Geständnis. Keinen Augenzeugen der Tat die Staatsanwaltschaft hat eine Indizienkette gebaut. Aus Handydaten, aus Foto und Videoaufnahmen, aus Zeugenaussagen, aus einem rekonstruierten Zeitablauf des mutmaßlichen Tattages.

Und ich sage bewusst im Wesentlichen nicht rein. Es gibt sehr wohl zahlreiche Zeugen und sachbeweise, aber der Kern ist der Indizienschluss und für die Verteidigung heißt das, sie muss nicht das Gegenteil beweisen, sie muss einzelne Glieder der Kette erschüttern, dazu machen wir sogar einen eigenen kleinen Export. Kurs.

Ja, in den ersten 21 Verhandlungstagen hat die Angeklagte konsequent geschwiegen. Wir haben in den letzten Folgen die Zeugen erlebt, die Aussagen zum Umfeld, zur Beziehung, die Sprachnachrichten, die Gutachter, die Großmutter des Jungen, ihre Verteidiger haben von Anfang an angekündigt, sie wird sich äußern, aber erst später, der Tag dafür war reserviert.

Es gab keine Zeugen, die geladen waren. Der ganze Sitzungstag war freigehalten und dann kam dieser Auftritt, heute ja. Und dieser eine Tag, nämlich heute, ist die Nagelprobe für alles, was vorher war. Deshalb nehmen wir ihn uns heute so ausführlich auch vor. Ja. Kommen wir zu dem heutigen Tag. Saal 2. Bei 102 am Landgericht Rostock war voll besetzt. Das Gericht rechnete mit über 100 Zuschauern und zahlreichen Medienvertretern.

Die Angeklagte erscheint und verbirgt ihr Gesicht durchgehend den ganzen Tag, dann fängt sie an zu lesen, selbst nicht der Verteidiger für sie, sondern sie trägt selbst vor über 4 Stunden ein Papier von 95 Seiten und. Und sie bestreitet die Tat und widerspricht mehreren entscheidenden Punkten den bisherigen Zeugen auch sagen und am Schluss der entscheidende Punkt nach diesen 4 Stunden beantwortet sie zunächst keine Fragen, der Vorsitzende Richter macht deutlich, dass die Kammer Klärungsbedarf sieht, wichtig, die Tür ist nicht zu, eine spätere Befragung wurde ausdrücklich offen gehalten.

Ob und wann Sie fragen zulässt, war an diesem Tag noch nicht geklärt. Auf die rechtliche Bedeutung kommen wir in einem eigenen Kapitel zurück, weil das der heikelste Punkt des Tages ist. Für mich als Verteidiger ist das ein hochprofessionell aufgesetzter Prozesstag. 95 Seiten schreibt man nicht einfach über Nacht, also das muss man ja klar sein. Nach Angaben der Verteidigung ist das über stundenlange Gespräch in JVA, über zahlreiche Notizen und Schriftstücke entstanden und.

Und die Anwälte hätten unterstützt. Es bleibe aber die Einlassung von Gina. Man merkt aber doch eine gewisse juristische Handschrift dahinter, muss ich sagen, weil sie enthält keine emotionale Rechtfertigung, sondern ist eine Punkt für Punkt, Widerlegung und dass sie es selbst vorträgt und nicht durch die Anwälte verlesen lässt, ist auch eine bewusste Verteidigerentscheidung dazu auch gleich mehr. Das heißt, die 95 Seiten wurden in Schriftgröße 14 durch die Verteidiger verfasst.

Letztlich aber es sind die Worte von Gina, ja. Es wäre auch, sage ich. Vielleicht. Juristisch formuliert grob fahrlässig eine Einlassung nur der Angeklagten zu überlassen. Ja gut, bevor wir in den Inhalt gehen müssen. Wir bekommen jede Woche Nachrichten von Hörern, die durcheinander bringen, was eine Einlassung überhaupt ist. Ob sie ein Geständnis sein kann, ob man dabei die Wahrheit sagen muss.

Und das müssen wir hier erstmal sauber trennen. Ganz von vorn, wenn es heißt, die Angeklagte hat sich eingelassen, was heißt das im Strafprozess? Also Einlassung ist ja der Fachbegriff dafür, dass sich die oder der Angeklagte zur Sache äußert, also sprich zu dem Vorwurf, der in der Anklage steht.

Der Ablauf steht in der Strafprozessordnung nach der Verlesung der Anklage wird die angeklagte Person nach 243 belehrt. Es steht ihr frei, sich zur Sache zu äußern oder nicht auszusagen. Diese beiden Worte oder nicht sind das Herzstück des deutschen Strafprozesses, so, man muss aber 2 Dinge unterscheiden, die im Alltag verwechselt werden, es gibt Angaben zur Person, das ist Name, Geburtsdatum, Wohnort, die muss man immer machen und es gibt Angaben zur Sache, sprich zum eigentlichen Vorwurf, und die muss man nicht machen. Zur Person, ja zur Sache.

Ist es frei daraus, folgt ein Grundsatz, den man nicht oft genug betonen kann. Das sage ich auch immer zu meinen Mandanten, niemand muss an seiner eigenen Überführung mitwirken, also Nemo, tenitur se ipsum accusare, um mal klug zu scheißen, Entschuldigung, der eine Angeklagte darf vom ersten bis zum letzten Tag komplett schweigen und dieses Schweigen darf ihr grundsätzlich nicht zum Nachteil ausgelegt werden, das ist keine Trickserei, das ist rechtsstaatliches Fundament, das aus der Menschenwürde und dem fairen Tag.

Verfahren folgt. Ja, jetzt der Punkt, an dem die meisten stolpern, wenn sie sich äußert, muss sie dann die Wahrheit sagen? Nein, und das ist der zentrale Unterschied zur Zeugin oder zu einem Zeugen. Ein Zeuge steht unter der Wahrheitspflicht, er kann sich wegen falscher uneidlicher Aussage oder Meineid strafbar machen. Die Angeklagte nicht, sie darf schweigen, sie darf sich teilweise äußern, sie darf sich auch verteidigen, ohne sich allein deswegen strafbar zu machen. Eine Grenze gibt es dort, wo sie aktiv einen dritten einer Straftat bezichtigt, die es nicht gab, Stichwort zum Beispiel falsche Verdächtigung, bloßes Bestreiten ist straflos. Ja, aus meiner Rolle jetzt, wenn ich die Rolle der Staatsanwaltschaft hier

einnehme. Genau das ist ja für die Staatsanwaltschaft die Achillesferse jeder späteren Einlassung. Wenn die Person nicht die Wahrheit sagen muss und obendrein die komplette Beweisaufnahme kennt, dann höre ich mir eine solche Aussage naturgemäß mit einer Gewissen ja Reserve an, weil ich sie an dem messen muss, was sie nicht mehr verändern kann.

Völlig legitim zur Form, weil auch das oft falsch verstanden wird. Eine Einlassung kann mündlich und frei erfolgen, mit anschließender Befragung, sie kann als schriftliche Verteidigerklärung verlesen werden, während die Angeklagte selbst schweigt, das ist dann prozessvortrag oder die Variante hier die Angeklagte verliest ihre vorbereitete Erklärung selbst, was sie selbst zur Sache sagt, wird vom Gericht im Rahmen der freien Beweiswürdigung nach Paragraph 261 gewürdigt. Wie jedes andere Ergebnis der Beweisaufnahme letztendlich auch.

Und warum ist dies selbst vorgetragene Variante die riskantere? Weil ihre eigenen Worte ihr zugerechnet werden. Eine reine Verteidigerklärung kann man notfalls als Prozessvortrag stehen lassen, was die Angeklagte selbst sagt, gehört ihr, das ist jetzt nicht irgendwie als Rechtsregel gemeint, sondern als Erfahrung aus der Praxis, jeder Widerspruch in einer selbst vorgetragenen Aussage fällt auf sie zurück.

Deshalb wählt man diese Form nur, wenn man wirklich überzeugt ist, dass die Aussage in sich schlüssig und die Mandantin diese auch selbst tragen kann. Mhm, räumen wir mit 3 Missverständnissen auf. An dieser Stelle erstens. Eine Einlassung ist kein Geständnis. So ist das genau. Ein Geständnis ist ein Unterfall, wenn sich jemand einlässt und dabei die Tat einräumt. Die Einlassung als solche ist erstmal nur, ich sage einfach etwas zur Sache, das kann ein volles bestreiten sein, wie hier zum Beispiel, und die Verteidiger hatten von Anfang an klargestellt sogar, dass das kein Geständnis sein wird, und so ist es auch gekommen, ja, zweitens. Die Einlassung ist nicht das letzte Wort. Genau, auch wichtig.

Das letzte Wort ist ein eigener Verfahrensakt und das ist ganz am Ende nach den Plädoyers, also sprich nach den Plädoyers des Staatsanwalts und nach dem Plädoyer der Verteidiger, da darf die Angeklagte sich noch mal an das Gericht wenden, bevor es sich zur Beratung zurückzieht. Die Einlassung heute ist ein Teil der Beweisaufnahme mitten im Verfahren. Sie wird geprüft, gewürdigt, sie kann auch Beweisanträge auslösen und das letzte Wort wird dann nicht mehr geprüft. Das ist dann sozusagen der Abschluss. Ja, dann kommen wir auch zu.

Drittens, sie steht nicht unter Eid. Genau, und das ist auch ein wichtiger Punkt, denn Angeklagte werden nie vereidigt. Der Eid ist etwas nur für Zeugen und Sachverständige, das ist auch die logische Kehrseite davon, dass die Angeklagte nicht die Wahrheit sagen muss. Wer das einmal verstanden hat, versteht auch den Rest dieses Prozesstages einfach besser. Ja, und aus Anklagesicht ist genau diese Freiheit der Grund, warum wir die Aussage nicht einfach glauben, sondern gegenprüfen.

Ja, das ist jetzt kein Vorwurf, sondern nur die Konsequenz aus der Rechtslage und was auch viele sich gefragt haben, warum erst jetzt, ja. Warum, sagt sie erst am 22 Verhandlungstag aus, wenn sie unschuldig ist? Warum nicht am ersten Tag schon? Wichtig zuerst, das muss man auch sagen, das ist auch etwas ganz Grundsätzliches.

Allein daraus, dass eine Angeklagte zunächst geschwiegen hat, darf ihr kein Nachteil entstehen, das ist der Grundsatz, das anfängliche Schweigen ist geschützt, aber das ist hier der andere Teil der Wahrheit. Eine späte Einlassung kann aus Verteidigersicht strategische Vorteile haben. Ich nenne zum Beispiel einfach mal 3. Erstens das Timing zur Beweisaufnahme, wer am Ende aussagt, kennt die Zeugen, die Gutachter, die in die ziehen, die Widersprüche und kann punktgenau reagieren, statt sich früh festzulegen.

Zweitens, und das ist sehr wichtig, ist die Risikominimierung. Jede Aussage kann auch gegen die Angeklagte verwendet werden. Wer früh und breit redet, produziert automatisch Angriffsfläche, wer spät und kontrolliert redet, hält sie dagegen klein. Die Verteidiger hier haben das auch offen so kommuniziert, man habe gewartet, damit sie auf die Aussagen der anderen reagieren können und drittens, man kann eine Einlassung so setzen, dass sie den Grundstein für neue Beweisanträge legt, also wenn.

Frisch im Anschluss und genau das ist hier passiert. Die Anträge kamen direkt hinterher geschossen. Aber da würde ich jetzt direkt entgegenhalten, was für die Verteidigung reagieren können. Heißt heißt aus Anklagesicht nicht mehr als Maßschneidern können. Eine Aussage, die in Kenntnis sämtlicher Indizien entsteht kann. Kann ja so gebaut sein, dass sie genau die Lücken füllt, die das Gericht sonst gegen die Angeklagte verwenden würde. Und das entwertet sie zwar nicht automatisch, aber es erklärt, finde ich, warum die Kammer sie nicht für bare Münze nimmt, sondern an den Objektiven Beweisen ist, die die Anklage nicht mehr ändern kann.

Und da bin ich bei dir. Eine gute Einlastung überzeugt nicht durch schöne Worte, sondern nur, soweit sie mit Objektiven beweisen natürlich zusammenpasst. Der Rest ist Rhetorik und Rhetorik, verurteilt oder spricht niemanden frei, muss man sagen. Ja, und an dieser Stelle schlage ich vor, machen wir den Exkurs.

Die mir bereits angekündigt haben. Viele denken nämlich ohne Geständnis und ohne Augenzeugen, vor allem könne man gar nicht verurteilt werden. Stimmt das so? Nein, leider nicht. Und das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Ein Gericht kann allein aufgrund von Indizien verurteilen, ein Indiz ist ein Umstand, der nicht die Tat selbst beweist, aber einen Schluss auf die Tat erlaubt, wie zum Beispiel eine Blutspur, ein Standortdatum, eine widerlegte Ausrede entscheidend ist. 261 SDPO das Gericht entscheidet nach seiner Freien, aus dem Inbegriff der Verhandlung Geschöpften Überzeugung. Frei heißt das sozusagen nicht an starre Beweisregeln gebunden, aber nicht willkürlich.

Die Überzeugung der Richter muss auf einer tragfähigen, nachvollziehbaren Grundlage stehen. Und bei Indizien kommt es auf die Gesamtschau an. Ein einzelnes Indiz kann harmlos sein viele Indizien, die in selbe Richtung zeigen und sich stützen, können in der Summe eine Gewissheit ergeben, die für eine Verurteilung reicht und deshalb das Bild der Kette jedes Glied stützt das nächste.

Und wo greift die Verteidigung an? An der Gesamtschau, die Verteidigung muss nie die Unschuld beweisen, sie muss vernünftige Zweifel wecken, liefert sie für einzelne Indizien plausible alternative Erklärungen. Zeigen diese Glieder nicht mehr eindeutig in eine Richtung, also wackeln genug Glieder, trägt die Kette die nötige Gewissheit nicht mehr, dann greift der berühmteste Satz des Strafrechts den wahrscheinlich, was jeder mal kennt. In Drobio pro reo im Zweifel für die Angeklagte. Ja, und ich würde hier aus Anklagesicht auch eine Präzisierung vornehmen.

Es genügt nämlich nicht irgendein theoretisch denkbarer Zweifel hier anzunehmen, es muss ein vernünftiger realer Zweifel sein. Das heißt, eine an den Haaren herbeigezogene Alternativgeschichte reicht nicht, um eine ansonsten geschlossene Kette zu sprengen. Und genau darum wird der Kampf gehen, sind die Erklärungen der Angeklagten vernünftige Zweifel oder konstruierte Ausweichmanöver? Und mit dieser Brille schauen wir jetzt auf den Inhalt der Einlassung.

Bei jedem Punkt lautet die Frage, ist das ein Glied, das wirklich wackelt? Dann legen wir los. Ein Schwerpunkt ihrer Aussage war, sie greift die Glaubwürdigkeit zweier zentraler Zeugen an. In der Berichterstattung wurden sie die Tümpelzeugen genannt, es geht um Christian und Olaf. Nach ihrer Darstellung hätten beide vor Gericht teilweise die Unwahrheit gesagt, zentral ist ein das. Datum nach ihrer eigenen Darstellung habe sie den Fundort, also den Tümpel bei Kleinupal, erst am 13. Oktober zum ersten Mal gesehen.

Die Staatsanwaltschaft geht dagegen davon aus, dass der Junge bereits am 10. Oktober getötet wurde und Zeugen hatten ausgesagt, sie am 10. Oktober mit ihrem auffälligen Pick Up mit dem orangefarbenen auf einem Feldweg in der Nähe des Fundorts gesehen zu haben. Genau an dieser Stelle setzt sie an. Über Christian schildert sie nämlich einen deutlich engeren Kontakt, als sie ja selbst eingeräumt habe, wie nächtliche Treffen, Küsse, und es waren wohl auch Gefühle im Spiel und sie dreht den heikelsten Punkt um, nämlich nicht, sie habe zum Fundort geführt.

Er sei es gewesen, der sie nachts dorthin gebracht habe. Und da muss ich gleich mal einhaken. Aus Verteidigersicht ist das ein sauber gedachtes Manöver, das genau in die Logik des Indizien Beweises passt. Wenn ein zentraler Belastungszeuge in Wahrheit selbst eine engere Verbindung zum Geschehen und zum Fundort hatte, als er einräumt, dann wackelt seine Glaubwürdigkeit und mit ihr ein Glied der Kette. Der Hebel ist nicht.

Die eigene Unschuld positiv beweisen, sondern die Belastung erschüttern. Und man sieht hier die Sorgfalt dieser Einlassung. Sie sagt nicht pauschal, der lügt, sondern liefert ein Motiv und eine konkrete Gegenerzählung mit Ort und Zeit, und das ist etwas überprüfbares. Und genau da setzt die Gegenposition an.

Erstens, die. Das ist Hochriskant, weil die Angeklagte einen anderen Menschen schwer belastet, der sich in diesem Moment nicht wehren kann, und zweitens die naheliegende Frage der Anklage und der Nebenklage lautet Ja, warum kommt diese angeblich enge Beziehung, dieses angebliche nächtliche zum Fundort führen, erst jetzt, nach 21 Verhandlungstagen? Ja, sie hat. 21 Verhandlungstage lang geschwiegen und warum kommt das erst jetzt aus?

Anklagesicht ist das kein Beweis, sondern eine Behauptung, die sich bequem gegen jemanden richtet, der zuvor unter Wahrheitspflicht ausgesagt hat. Deshalb stellt und fällt dieser Teil mit der Nachprüfbarkeit, die ich eben genannt habe. Behauptung Gegenbehauptung überzeugt natürlich kein Schwurgericht, das ist sehr logisch.

Es braucht objektive Anknüpfung, man braucht die Kommunikationsdaten zwischen den beiden, die Standortdaten in dieser Nacht Zeugen für die Treffen gibt es die, dann wackelt ein Hauptzeuge wirklich, gibt es sie nicht, verpufft es und im schlimmsten Fall fällt es auf die Angeklagte zurück und. Und deshalb hört die Kammer laut Bericht vom 2408 am kommenden Mittwoch 2 Polizeibeamte. Die werden wohl solche objektiven Anknüpfungen liefern, wenn sie können, ja.

Das bleibt spannend. Und der aus meiner Anklagerolle jetzt stärkste Punkt des Tages ist, dass. Sie räumt ja selbst ein mit dem Zeugen Olaf für 2 Tage ein Alibi abgesprochen zu haben und ihre Begründung dabei ist, sie habe früh den Eindruck gehabt, unter Verdacht zu stehen. Über Olaf sagt sie dann zugleich, er habe ihr gedroht, ihr das Liebste zu nehmen, sollte sie wieder mit fabians Vater zusammenkommen. Das ist der doppelschneidigste Moment der ganzen Einlassung, die.

Die erste Frage jedes Laien, warum räumt man so etwas überhaupt ein als guter Verteidiger? Ja, das ist zwar kein Naturgesetz, aber was die Gegenseite, also sprich die Staatsanwaltschaft, ohnehin belegen kann, räumt man lieber selbst und im eigenen Rahmen ein, statt es als Lüge entlarven zu lassen, und diese Absprache war vermutlich über Kommunikationsdaten belegbar, ein von der Staatsanwaltschaft widerlegtes Detail beschädigt die ganze Aussage als. Eine selbst eingeräumte Datei kann man natürlich einordnen und dieses einordnen ist die eigentliche Verteidigerarbeit hier.

Sie erklärt die Absprache nicht mit Schuld, sondern mit Angst und dem Gefühl, zu Unrecht ins Visier geraten zu sein, und das ist psychologisch nicht abwegig. Es gibt Menschen, die sich, sobald alle auf sie zeigen, in Panik falsch verhalten, und diese Brücke baut sie gerade dadurch. Aber ich finde, für die Staatsanwaltschaft ist das trotzdem stark, weil eine falsche Alibi Absprache kann die Anklage als belastendes Nachtatverhalten in ihrer Gesamtwürdigung einstellen. Zugespitzt als Anklageargument würde ich sagen, wer nichts zu verbergen hat, legt sich kein falsches Alibi für einzelnen Tag zurecht, ja, das Macht keinen Sinn, die Erklärung, wie ich fühlte mich verdächtig, ich.

Ist aus Anklagesicht eine nachträgliche Deutung? Entscheidend ist, dass dieses Indiz hier die Angeklagte mit der Einlassung nicht loslässt. Welches Gewicht es hat, entscheidet aber nicht dieses eine Indiz allein, ja, das ist klar, sondern die Gesamtschau. Deshalb ist das auch aus meiner Sicht das größte Risiko des Tages.

Aber die Alternative leugnen und dann mit den Daten überführt werden, wäre halt hier viel schlimmer gewesen. Ja man man wählt einfach bewusst das kleinere Übel und das war anscheinend für ihre Verteidiger einfach der Fall und so sieht Abwägungen der echten Verteidigung aus, nicht die schöne Lösung, sondern man nimmt einfach die am wenigsten schlechte. Ja, und ich finde, man darf auch den zweiten Teil nicht übersehen, indem Sie Olaf einer Drohung unterstellt, verschiebt sie zugleich Verdacht auf einen weiteren Zeugen. Für die Nebenklage sieht das nach einem Muster aus, belastet die, die dich belastet haben.

Ja, das ist reine Strategie auf. Aber jetzt kommen wir noch auf etwas Wichtigeres, ein weiteres Indiz. Genauer, es gibt ein weiteres Indiz, zu dem sich Stellung nimmt. In ihrem Auto wurde ein Stück Küchenrolle mit dem Blut des getüten Jungen gefunden, nach ihrer Darstellung habe sich Fabienne bereits im August an einem Badesee am Fuß verletzt und sie habe die Wunde damals mit einem Küchentuch Abgetupft. Und das ist indizienentkräftung, wenn ich das mal so nennen darf im Reinformat und ein Musterbeispiel für unser Kettenmodell, nämlich ein Blutfund im Auto, ist zunächst natürlich ein starkes, emotional aufgeladenes Beweisstück. Ja, und das ging ja auch durch die Medien, und es hieß ja, man hat hier das Blut auf der

Küchenrolle gefunden, aber Blut allein sagt nichts über Zeitpunkt und Zusammenhang geht. Gibt es eine harmlose Alltagserklärung, wie zum Beispiel eine Fußverletzung Wochen vorher, versorgt von einer Frau, die den Jungen regelmäßig um sich hatte, verliert der Fund seine belastende Kraft und die Verteidigung muss diese Erklärung nicht beweisen, sie muss sie als ernsthaft möglich in den Raum stellen. Reicht das für einen vernünftigen Zweifel, ist das Glied entwertet.

Und die Anklage prüft die Nachprüfbarkeit. Gibt es diese Fußverletzung überhaupt? Zeugen vom Badesee ein Foto oder eine Nachricht oder etwa eine ärztliche Versorgung? Und falls die Rechtsmedizin dazu Feststellungen trifft, wäre die naheliegende Prüfungsfrage hier passt der Befund zu einer Woche alten kleinen Wunde oder eher zu einer frischen, starken Blutung. Eine glatte Alltagsgeschichte klingt gut im Saal. Ja, oder?

Ob sie hält, hängt natürlich davon ab, ob die objektiven Befunde sich stützen oder ihr widersprechen. Ja, und deshalb ist so eine Erklärung immer eine Wette auf die spätere Beweisaufnahme. Eine Verteidigung baut so eine Alltagsgeschichte nur dann ein, wenn sie annimmt, dass die Spurenlage dazu passen wird, und wir werden hier also genau hinhören müssen, was zu Blutspuren noch vorgetragen wird. Ja, und damit sind wir wieder beim Kernprinzip des Tages. Jede Erzählung der Einlassung ist nur so viel wert, wie die objektiven Beweise sie tragen.

Kommen wir zum Motiv, die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Ziel und Zweckgerichtet gehandelt zu haben, um die um durch die Tötung des Jungen einen Streitpunkt mit Fabians Vater zu beseitigen und. Und diesen nach der Trennung wieder für sich zu gewinnen. Und die Angeklagte weist das alles zurück, sie sei nicht finanziell von fabians Vater abhängig gewesen und sie habe Fabian nicht als Hindernis betrachtet, sagt sie. Der Junge habe für sie fest zu seinem Vater gehört, sie habe ihn, so wie sie zitiert, wie einen eigenen Sohn behandelt. Sie äußert sich ebenfalls zur finanziellen Frage aus Anklagesicht stützt sich der Vorwurf auf Aussagen im Prozess, wonach sie auf die materielle Hilfe des Vaters angewiesen gewesen sei.

Ihre Einlassung bestreitet das, das ist genau der Punkt, an dem Darstellung Gegendarstellung steht, und sie räumt etwas ein, das ihr sichtlich schwer fällt, nämlich nach dem Tod des Jungen haben. Habe sie unangemessene Äußerungen über ihn und seine Mutter gemacht, dass sie die Mutter beschuldigt habe, tut ihr Leid, auch die Bemerkung, sie können nicht verstehen, warum, um den Jungen so ein Gewese gemacht werde, sei unangebracht gewesen.

Und dazu muss ich mal 2 Sachen sagen. Rechtlich zuerst. Ein Motiv ist kein Tatbestandsmerkmal, dass die Staatsanwaltschaft zwingend beweisen muss. Man kann auch ohne bewiesenes Motiv verurteilt werden, wenn die übrigen Beweise tragen. Umgekehrt reicht ein Motiv allein nie, aber im Indizienprozess ist das Motiv der Kit, der die einzelnen Indizien zu einem stimmigen Bild verbindet, erschüttert die Verteidigung das Motiv, bröckelt der Erzählung und die Einzelindizien stehen dann zusammenhangloser da.

Deshalb ist wie einen eigenen Sohn. Strategisch das genaue Gegenteil dessen, was die Anklage hier natürlich braucht. Aus Anklagesicht ist der zweite Teil ein Eigentor. Diese eingeräumten Äußerungen nach der Tat sind ein Fenster in die Haltung gegenüber dem toten Kind. Die Entschuldigung mildert das ab, aber die Kammer hat es jetzt aus ihrem eigenen Mund gehört und. Und für die Nebenklage steht dieser Satz im scharfen Widerspruch zu, ja wie einen eigenen Sohn geliebt zu haben. Ich finde hier zeigt sich halt auch das Dilemma jeder Einlassung, weil um glaubwürdig zu wirken, muss man auch unangenehme Sachen einräumen und wer nur die schönen Teile erzählt, wird natürlich sofort als unglaubwürdig abgestempelt, weil das Gericht auch die

hässlichen Aussagen, sage ich mal aus der Akte kennt und. Und hier zeigt sich, dass Glaubwürdigkeit kostet. Ja. So, und jetzt kommen wir doch mal zu auch einem wichtigen Punkt, nämlich zu der Beziehung, das im Zentrum dieses Falles steht, nämlich zu Matthias, der Fabians Vater ist und zugleich der Partner der Angeklagten.

Und wir hatten ja schon darüber gesprochen, dass die Beziehung getrennt war, und sie ist wieder zusammengeführt worden. Er sagt ihr zunächst als Zeuge rund eineinhalb Tage aus. Er glaubt nicht an ihre Schuld, besucht sie in ihr JVA regelmäßig und versorgt täglich ihre 5 Pferde. Vorwürfe in der Beziehung gegenüber der Angeklagten gewalttätig gewesen zu sein, hat er als Zeuge vehement zurückgewiesen. Ja, ein Punkt, den wir sauber einordnen müssen, damit kein falscher Eindruck entsteht.

Gegen Matthias wird inzwischen ermittelt, aber ausdrücklich wegen des Vorwurfs der Falschaussage vor Gericht, keinesfalls wegen einer Beteiligung an dem Mord. Nach dem Stand der Berichterstattung haben sich sonst keinerlei Verdachtspunkte gegen den Vater ergeben, das ist wichtig, denn ein Ermittlungsverfahren wegen einer Aussage ist etwas völlig anderes als ein Tatverdacht und die Unschuldsvermutung gilt natürlich auch für ihn.

An einem der Verhandlungstage hat außerdem fabians Großmutter ausgesagt. Sie schilderte, dass sich Fabian und sein Vater wieder angenähert hätten, nachdem der Vater sich von der Angeklagten getrennt hatte, und sie berichtete, Fabian habe ihr erzählt, sein Vater sei Böse zur Gina gewesen. Ohne das weiter auszuführen. Und diese Beziehungsebene ist der Grund, warum der Fall juristisch so aufgeladen ist.

Man kann es fast wie eine Gleichung lesen. Die Anklage braucht die Beziehung als Motivträger, der Junge als Störfaktor in einer on off Beziehung, die Verteidigung braucht dieselbe Beziehung als Entlastung, eine Frau, die den Sohn ihres Partners liebte und für die eine Trennung nicht endgültig war, ein und dieselbe Beziehung, 2 entgegengesetzte Geschichten. Deshalb hat die Angeklagte das Verhältnis zum Vater bewusst mit beleuchtet.

Sie kämpft um die Deutungshoheit, und deshalb spielt der Tagesablauf des Vaters am Tattag eine erhebliche Rolle. Die Verteidigung hat beantragt, seinen Arbeitgeber und einen Kollegen dazu zu vernehmen, aus Verteidigersicht ist jede Lücke in der Chronologie ein potenzieller Zweifel. Und ich sage ausdrücklich nicht, dass hier jemand ein anderes beschuldigt wird.

Das wäre natürlich völlig unseriös und wie wir gerade gehört haben, auch durch nichts ist das gedeckt, aber die Verteidigung darf und muss jede plausible Alternative ausleuchten. Und die Anklage wird sagen, die Chronologie steht, sie ist aus objektiven Daten gebaut und. Und sie passt auch zur Angeklagten.

Genau dieser Streit um den Zeitablauf wird die nächste Verhandlungstage prägen, aber reden wir über das Teilschweigen diesen Punkt haben wir uns aufgehoben. China redet 4 Stunden und beantwortet zunächst keine Fragen. Der Vorsitzende deutet an, dass die Kammer den Angaben womöglich nicht in vollem Umfang glauben kann. Hier müssen juristisch sehr, sehr genau sein, und die Frage lautet, darf ihr das Schaden, wo doch Geld schweigen dürfen nicht zum Nachteil ausgelegt werden.

Genau, und hier ist Präzision alles, denn. Das wird ständig falsch verkürzt. Erste Konstellation das vollständige oder anfängliche Schweigen, wer komplett schweigt oder zunächst schweigt, den Schütz wie schon vorhin gesagt, der Nemo tinito Grundsatz, daraus darf grundsätzlich kein nachteiliger Schluss gezogen werden, Punkt, fertig, zweite Konstellation.

Das sogenannte Teilschweigen, da ist die Rechtsprechung differenzierter und ganz wichtig. Sie erlaubt nachteilige Schlüsse nur unter engen Voraussetzungen. Es muss etwa um einen einheitlichen Geschehenskomplex gehen, zu dem Angaben zu erwarten wären und der andere Gründe für das Schweigen müssen ausgeschlossen sein.

Also. Die pauschale Formel, sie beantwortet keine Fragen, also ist ihre Einlassung automatisch weniger wert, wäre also zu kurz gegriffen. Ob dieser Fall überhaupt ein klassischer Teilschweigenfall ist, also volle Einlassung, danach zunächst gar keine Fragen, ist juristisch, nicht einmal ist so eindeutig der sichere, dogmatisch saubere Weg führt deshalb nicht über über die Teilschweigenfigur, sondern über die freie Beweiswilligung.

Nach 261 das Gericht würdigt ihre Angaben frei und in diese Würdigung darf einfließen, dass eine Angabe nicht durch kritische Nachfragen auf die Probe gestellt werden konnte, nicht sozusagen schweigen als Geständnis werten, sondern es ist eine Behauptung, der man nicht auf den Zahn fügen durfte, kann weniger Überzeugungskraft entfalten und genau in diese Richtung geht eigentlich die Bemerkung des Vorsitzenden, das.

Ja, aus Anklagesicht ist das der Hebel und ich muss die Einlassung dafür nicht Wort für Wort widerlegen. Ich sage, diese Version ist bislang nicht überprüft worden, sie ist in Kenntnis aller Akten entstanden und hat sich zunächst keiner kritischen Frage gestellt, also hohes Gericht, Messe sie an den Objektiven beweisen und.

Und wo sie mit Handydaten, Spuren und Chronologie kollidiert, folgt den Daten aber die männliche Frage lautet ja auch hier, warum tut sich eine Verteidigung das an, warum lässt sie die Mandantin nicht wenigstens eine Frage beantworten? Ja, weil das Risiko einer freien, kritischen Befragung durch Gericht, Staatsanwaltschaft oder auch Nebenklage.

Hier natürlich sehr groß ist, weil in so einer Befragung kann sich eine Angeklagte in Nebensächlichkeiten widersprechen, emotional reagieren und sich vielleicht auch festlegen oder falsch festlegen und jeder Widerspruch beschädigt die mühsam über 95 Seiten aufgearbeitete Aussage und ein einziger unglücklicher Satz kann dann natürlich mehr kaputt machen als 4 Stunden Vortrag.

Aufgebaut haben letztendlich und ich muss sagen, die Verteidigung wägt also hier ab. Der begrenzte, kalkulierbare Nachteil des nicht antwortens gegen das unkalkulierbare Risiko einer kritischen Befragung und die kauft Sicherheit und nimmt in Kauf, dass die Aussage zunächst ungeprüft im Raum steht und 1. Muss ich auch noch ergänzen aus meiner praktischen Arbeit. Ich lasse zum Beispiel niemals Fragen zu genau aus dem Grund, weil man arbeitet hier wirklich, ich sage das ja auch immer, Jurist, bereits eine Sprachwissenschaft, deswegen kommt es sehr genau darauf an, welche Worte man wählt, was man genau sagt, und dann bereitet man das gemeinsam mit dem Mandanten wirklich Wort für Wort vor und dann, wenn man aber den Mandanten fragen eröffnet und.

Dann gibst du die komplette Kontrolle ab, dann werden irgendwelche Fragen gestellt und du weißt nicht, wie der Mandant auf diese Frage antworten wird. Vielleicht meint er das gar nicht so, aber er hat in dem Moment einen emotionalen Zustand und wählt eine falsche Wortwahl und diese Wortwahl kann dann völlig nach hinten losgehen. Ja, oder widerspricht sich vielleicht. Widerspricht sich vielleicht.

Das ist ja. Einfach das Gefecht, das. Ist ja auch immer das klassische Kreuzverhör von den. Zeugen ne. Wenn ich dann Zeugen befrage. Man muss ja auch die Zeugen nur als unglaubwürdig darstellen, dann stellt man die Frage einmal so oder einmal so und dann sagt man so ja was von den beiden, ja sie müssen sich schon festlegen und dann kommen die schon durcheinander und allein schon dieses Durcheinanderkommen belegt dann okay diese Aussage ist nichts wert, weil dieser Widerspruch herrscht.

Weißt du noch mal, wie eine Zeugin zusammen auseinandergenommen haben? Die Kriminalkommissarin woah. Die wusste am Ende nicht. Mehr wie die heißt, einen Mandanten verteidigt und wir haben von beiden Seiten losgeballert. Die ist rausgekommen, die wussten nicht mehr, wie die heißt, wann die geboren ist.

Die hat gar keine Ahnung. Am Ende das sind. Die Zeiten ja zurück. Hier ist Prozessual noch wichtig zum. Zu sagen, die Tür ist natürlich nicht endgültig zu. Die Angeklagte kann sich später doch entscheiden, Fragen zuzulassen oder eine ergänzende Erklärung abzugeben. Die Verteidigung hält sich das erfahrungsgemäß bewusst offen, je nachdem, wie sich die weitere Beweisaufnahme entwickelt. Genau, eine Einlassung ist kein einmaliger Knopfdruck, sondern ein Baustein, den man ergänzen kann. Heute ist deshalb kein Schlusspunkt, es ist nur eine Positionierung.

Ja, kommen wir zu der Nebenklage. Ja, wir reden immer von Anklage und Verteidigung, aber im Saal sitzt eine dritte Partei mit eigenen Rechten, und zwar die Nebenklage. Fabians Mutter nimmt als Nebenklägerin teil, vertreten durch ihre Anwältin. Ja, da kann. Kannst du vielleicht noch mal kurz erklären, was darf die Nebenklage, was ein normaler Zuschauer nicht darf? Die Nebenklage ist ein Recht, dass das Gesetz opfern schwerste Straftat und bei Tötungsdelikten vor allem ihren nächsten Angehörigen gibt.

Eine Nebenklägerin ist nicht bloß Zuschauerin des Prozesses. Sie hat ihre eigene Verfahrensrechte. Sie darf durch ihre Anwältin Fragen an Zeugen und an die Angeklagte stellen, Beweisanträge stellen, Erklärung abgeben und am Ende auch ein eigenes Plädoyer halten. Sie steht neben der Staatsanwaltschaft, verfolgt aber ihre eigenen Interessen. Und deshalb trifft die Einlassung die Mutter ja doppelt.

Sie muss zuhören, wie die Angeklagte sagt. Sie habe den Jungen wie einen eigenen Sohn geliebt und im nächsten Moment räumt sie ein, sie habe die Mutter nach dem Tod des Kindes beschuldigt und abfällig sich über den Jungen geäußert. Und für die Nebenklage ist das ja hier kein abstraktes Beweisproblem.

Ja, und für die Verteidigung ist eine Nebenklage manchmal auch so, dass der emotional unangenehme Gegner im Saal, weil die ist halt einfach emotional unangenehm als die Staatsanwaltschaft, weil mit der Staatsanwaltschaft. Argumentiert man nüchtern über Beweise und über die rechtliche Situation. Aber diese Unternehmenklage bringt natürlich die menschliche Wucht des Verlustes in den Prozess hinein. Persönliche Betroffenheit.

Ja, und das ist dann natürlich ja eine Verteidigung, die das dann ignoriert. Verliert auch den Raum. Auch wenn sie juristisch zwar recht bekommt, daher der auffällige, demütige Ton an einigen Stellen der Einlassung, wie zum Beispiel die Entschuldigung ist ja auch an diese Seite gerichtet worden. Mhm, kann denn so eine Einlassung, was hier geschehen ist, mitten im Vortrag dann doch zum Geständnis werden? Theoretisch schon.

Weil räumt ein Angeklagter beim Reden die Tat ein, ist das ist natürlich automatisch auch ein Geständnis. Deshalb sind vorbereitete Einlassungen so streng durchdacht, weil wirklich jedes Wort zählt. Kein Satz soll sich als Eingeständnis lesen lassen, und hier war von Anfang an klar, wir haben hier volles bestreiten.

Und ich frage mich auch, wenn jetzt die Kammer dieser Version der Geschichte nicht glaubt. Heißt das, dass sie dann automatisch verurteilt ist? Also ich würde sagen Nein und ganz wichtig, glaubt das Gericht der Einlassung nicht, heißt das nur, dass es diese Entlastung nicht gelten lassen darf. Verurteilen kann sie ja, kann es trotzdem nur dann, wenn die übrigen Beweise für sich zur Überzeugung von der Schuldreichen und eine unglaubwürdige Verteidigung ersetzt keinen Schuldbeweis die Beweislast bleibt.

Bei der Staatsanwaltschaft also, sprich bei dir. Ja, und aus meiner Anklagerolle möchte ich noch ergänzen. Richtig, aber eine nachweislich falsche Erklärung für ein Indiz kann das Gesamtbild eben auch verschieben. Es bleibt bei deinem Punkt kein Ersatz für den Schuldbeweis. Und noch eine Frage hätte ich für unsere Hörer die einen oder anderen werden sich fragen, warum verbirgt sie ihr Gesicht, das macht sie ja, sie hält sich ja immer so eine rote Akte aufs Gesicht, schadet das nicht ihrer Glaubwürdigkeit?

Also ich muss dazu sagen, dass ihr gutes Recht und die juristisch auch völlig neutral zu bewerten. Es gibt kein Gebot im Prozess das Gesicht zu zeigen für die Beweiswürdigung spielt es keine Rolle. Es geht ja auch darum, am Anfang des Prozesses ist ja auch ein sehr großer Medientrubel und es geht deswegen um Medien und Persönlichkeitsschutz, nicht um Schuld oder Unschuld, und wir sollten daraus nicht ableiten, und das Gericht tut es auch nicht, es geht ja auch nur für den Anfang und spätestens bei Beginn des Prozesses müssen dann die Kameras weggepackt werden, dann macht sie auch die Mappe wahrscheinlich weg, man kann ihr Gesicht. Sehen und was auch.

Auch noch sehr bemerkenswert war nach der Einlassung stellte die Verteidigung vor allem einer der beiden Rechtsanwälte zahlreiche Beweisanträge. Wichtig vorweg, Damit wir sauber bleiben, das sind Beweisbehauptungen und Ermittlungsansätze der Verteidigung, noch keine festgestellten Tatsachen der Reihe nach sowie berichtet erstens soll ein. Eine fußballtrainerin Fabians geladen werden. Ihm gegenüber soll er geäußert haben, er habe Angst vor jemandem.

Zweitens sollen Zeugen geladen werden, die bereits am 13 Oktober 2025 ein Video gesehen haben sollen, in dem es einen Hinweis auf Klein Opal gegeben habe und. Und drittens soll der Einsatzleiter der Rettungshundstaffel gehört werden, dazu auch weitere Kinder. Viertens soll weitere Fahrzeuge überprüft werden, die dem Pickup der Angeklagten, einem Ford Ranger, ihnen und fünftens soll ein weiteres Kind geladen werden, das Fabian am 10. Oktober gegen 14:30 Uhr in Güstrow in Begleitung eines. Arabisch sprechenden Mannes gesehen haben will. Und die Verteidigung regt an, ein Bewegungsprofil des Autos eines Zeugen zu erstellen, mit dem sich die Angeklagte am Todestag getroffen habe.

Ja, und man sieht eigentlich die Systematik, die dahinter steckt, weil fast alle Anträge ziehen auf die beiden Achsen der Indizien beweisen. Zeit und Zuordnung die 14:30 Uhr Sichtung und das Video vom 13 Oktober greifen die Todeszeit und die Frage an, wer wann was wusste, wenn eine glaubwürdige Zeugin den Jungen am Nachmittag lebend gesehen hat, kippt, kippt dann der gesamte Zeitplan der Anklage und das ist, finde ich, aus meiner Sicht der wirkungsvolle Antrag, den eine Verteidigung im Indizienprozess stellen kann.

Die Ford Ranger Prüfung und das Bewegungsprofil greifen die Zuordnung an, weil es wirklich ihr Wagen stimmen die Standorte. Ja, diese Fragen werden zu beantworten sein. Aus Anklagesicht sind das nichts weiter als Nadelstiche, solange die objektiven Daten stehen. Eine einzelne Zeugin, die jemanden am Nachmittag gesehen haben will, ist ja mit Vorsicht zu genießen. Wiedererkennung nach Monaten ist notorisch unzuverlässig, aber solche Anträge kosten wie du ja weißt, Zeit. Nach bisheriger Planung wäre der 10. 10. September als letzter Verhandlungstag vorgesehen gewesen, ob es dabei bleibt, hängt genau von diesen Anträgen ab, es kann also gut sein, dass wir den Fall noch einige Verhandlungstage länger

begleiten. Also ich kann jetzt schon sagen, aus Verteidiger Sicht, das wird niemals den Zeitplan einhalten, der hier vorgesehen. Denke ich auch nicht. Weil nach so vielen Beweisanträgen, da muss man noch einige Tage dazu holen und auch der nächste Schritt steht ja auch schon fest, nämlich am kommenden Mittwoch, soll das ja mit der Vernehmung zweier Polizeibeamter weitergehen.

Die Einlassung wird also sofort an den Ermittlungsarbeit. Gemessen und genau das, was wir die ganze Folge hier auch gesagt haben. Die Erzählung von gestern trifft dann auf die Aktenlage. Ja, fassen wir zusammen. Die Angeklagte hat nach Monaten des Schweigens erstmals gesprochen, 95 Seiten über 4 Stunden vorgelesen.

Sie bestreitet weiterhin die Tat, greift 2 zentrale Zeugen an, räumt eine Alibi Absprache für 2 Tage ein, erklärt einen Blutfund mit einer alten Fußverletzung, bestreitet das Motiv, beteuert eine mütterliche Bindung zu dem Jungen und. Und beantwortet zunächst keine Fragen. Und juristisch nehmen wir folgendes mit.

Die Einlassung ist das Recht der Angeklagten, ihre Sicht zu erzählen, ohne zur Wahrheit verpflichtet zu sein und ohne unter Eid zu stehen. Sie ist kein Geständnis und auch nicht das letzte Wort, sie kann spät kommen, aus anfänglichem Schweigen darf ihr kein Nachteil entstehen, ihre Angaben werden im Rahmen der freien Beweiswürdigung gewürdigt, und entscheidend ist nicht die Länge.

Ihrer Einlassung, sondern ob sie mit der übrigen Beweisaufnahme vereinbar ist und welche vernünftigen Zweifel am Ende bleiben, sprich in dubio poreo. Ja, und noch einmal, weil es wirklich extremst wichtig ist, nichts von dem, was wir besprochen haben, ist ein Urteil über diese Frau. Ich sehe nämlich tagtäglich auf Social Media.

Überall. Wirklich, dass diese Frau, ohne dass ein Urteil hier zustande gekommen ist, so krass angefeindet wird und die verrücktesten Theorien werden in den Raum geworfen, deswegen ich kann es nicht oft genug sagen, es gilt die Unschuldsvermutung und sie gilt auch für den Vater, wir ordnen ein. Juristisch.

Wir urteilen nicht, und das ist der Sinn dieser 2 Perspektiven, dass am Ende ja ihr selbst mitdenken könnt. So, aber jetzt habe ich noch eine Frage an dich. Also wir haben mittlerweile Teil 5 unserer Sonderserie Fabian aus Güstrow und es ist echt unfassbar wie viele E Mails wir tagtäglich zu diesem Fall bekommen.

Also ich habe jetzt selten, wir haben ja einige Fälle schon besprochen, auch auch wirklich Fälle, die momentan noch ermittelt werden, aber dieser Fall, der bewegt so viele Menschen und ich glaube, es liegt auch wirklich auch daran, dass wir ja einen achtjährigen Jungen haben, der wir womöglich. Aber der wird ja auch. Also natürlich er.

Es ist ja schon krass, dieser Junge wurde nicht nur getötet, er wurde ja auch verbrannt. Ja, das ist ja schon mal dieses Extreme, aber er wird ja auch überall gezeigt, ja, das ist ja noch mal so, man baut eine Verbindung auf, man hat ein Gesicht vor Augen und deswegen kann ich Gina schon. Verstehen, dass sie ihr Gesicht eben überall versteckt, weil dann, auch wenn sie am Ende, man weiß es nicht, vielleicht freigesprochen werden sollte. Ja mit einem Gesicht dann, die wird nie wieder aus dieser Sache rauskommen, wenn man sie wirklich überall erkennen würde. Also ich sag es mal so, man muss es ein bisschen vorsichtig formulieren, aber selbst wenn sie freigesprochen wird, dann ist sie zumindest.

Gebrandmarkt schon von. Einem Teil der Gesellschaft so was von stigmatisiert, das wird sie niemals loslassen. Vor allem wir haben ja auch schon mittlerweile durch die Zeugen ja auch gehört, dass sie jetzt nicht die gesündeste Psyche aufweist. Ja und stell dir mal vor, dass man sie dann, dass jeder sie kennen würde, also ein Gesicht zuordnen können würde. Das.

Das wäre ja dann könnt ihr niemals untertauschen das ist. Ja, auch der Grund, warum auch ja, ich auch meinen Mandanten empfehle, ihr Gesicht zu verbergen, wenn die Presse dabei ist. Weil die müssen sich nicht zeigen. Es gilt bis. Zu einem Urteil der Unschuldsvermutung, wie du es gesagt hast. Und ich gebe dann auch meistens meinen Mandanten entweder einen Ordner oder eine Akte oder einen Blog oder auch manchmal mein Laptop.

Damit sie ihr Gesicht verbergen, weil gerade aus dem Grund, weil die Presse macht dann Fotos und die dürfen einfach nicht stigmatisiert werden, weil Freispruch ist. Freispruch, Punkt. Ja, bei manchen Köpfen ist schon diese Vorverurteilung da. Und dann setzt sich das so weiter. Dazu kann ich dir gleich eine Story erzählen, wenn du hören willst.

Ich hatte mal so einen Fall, da habe ich einen Türsteher vertreten, das ist auch Jahre her und. Und ich muss so sagen, dieser Türsteher, der hat auch zu einer Gruppe gehört. Du musst dir vorstellen, der, der hatte eine Glatze, war 2 Meter 10 groß und gefühlt auch 2 Meter breit. Genauso würde ich mir einen Türsteher. Vorstellen, komplett tätowiert, ja auch im Gesicht so. Und es ging darum, der Vorwurf war schwere Körperverletzung. Und ich habe den.

Ich habe die Akte durchgearbeitet, wir hatten wirklich, also für mich war das klar, der wird niemals verurteilt, ich habe mich sogar gegen die Eröffnung der Hauptverhandlung vehement gewehrt, weil ich gesagt habe, die Akte lässt das gar nicht zu, es gibt keinerlei Beweise et cetera. So, und da kam halt rein in den Prozess, und du hast aus den Blicken der Richter.

Gesehen, dass sie dich schon verurteilt haben, weil man sieht es den Leuten schon an. Ich, man hat da auch eine gewisse, Sage ich mal, Menschenkenntnis, wie die Leute einen anschauen, wie die dann drauf reagieren, wie die auf die Fragen antworten, und da hat man das. Denn sofort so ein bisschen. Den hat man optisch gehackt, der wurde schon optisch verurteilt, nur ich habe trotzdem Freispruch geholt. Weil er an dem Tag gar nicht dort war. Zum Tag, Tag.

Also wir hatten sozusagen ein wasserdichtes Alibi für diesen Tag und den, der, der kann es gar nicht gewesen sein, so aber, obwohl das schon vornherein klar war, hat die Staatsanwaltschaft darauf gepocht. Obwohl es keinen hinreichenden Tatverdacht gab. Und man darf ja nur eine Anklage dann nur zulassen, wenn ein hinreichender Tatverdacht besteht, obwohl das nicht in der Akte erwiesen war, hat man trotzdem die Anklage zugelassen. Man hat trotzdem eine Hauptverhandlung anbekommen. Wenn ihm dieses Raster vielleicht gepasst hat, soll ich dir.

Sagen. Wieso? 2 Meter und dann, so soll ich dir sagen. Wieso? Da war ein Foto von ihm drin, ja und OK, wir gehen es zu, er hat auch eine gewisse Vorstrafen. Und für jeden, der dieses Bild und diese Vorstrafen gesehen hat, war klar, der kann es doch noch gewesen sein. Aber jetzt endlich wurde er freigesprochen, weil er es nicht war so, und das ist halt wichtig und deswegen auch bei dem Prozess. War ich daran, muss ich denken, weil ich hatte ihm, damals hatte ich nur mein I pad dabei, weil für mich war das so ein bisschen so, ich hole ohnehin Freispruch, deswegen hatte ich jetzt nicht große Akten und so was dabei und mein I pad hat ganz sein Gesicht gerade mal so verdeckt, also das war, das war ein bisschen lustig, das sah aus, wieso ein

Mini I pad, weil es einfach so ein riesen Kopf hatte, na ja OK. So, wenn ihr euch die Folge bis hierher gehört habt und euch etwas gebracht hat, dann bitte abonniert doch unseren Kanal bei Rector True Cram and Law auf Spotify, Youtube, Apple Podcast oder Amazon Music. Je nachdem, wo ihr das Ganze hört. Ja, bitte Leute abonnieren und kommentieren, das würde uns unglaublich unterstützen.

Falls ihr Fragen habt, auch gerne in die Kommentare schreiben. Sowieso. Und ihr könnt uns gerne natürlich auf Instagram folgen und auf die Talk, beides heißen Balacta Law Talk und wir bleiben dran und melden uns nach den neuen Erkenntnissen, die uns vielleicht kommen werden. Bin mal gespannt, ob wir noch eine Teil 6 Fabia machen oder ob wir dann den das Ende berichten dürfen, ich sag mal an dieser Stelle schon mal Tschüss.

Ja, bis dahin passt auf euch auf und denkt daran, im Zweifel. Für den Angeklagten bleibt vorsichtig und achtsam. By Doc ten

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