BESTZEIT· Folge 316

#316 Eine neue Vision für den Frankfurt-Marathon - zu Gast: Andreas Bechmann

Freitag, 10. April 2026 · 1 h 41

MP3

Shownotes

Auch in dieser Woche bleiben wir beim Straßenlaufsport, aber es wird eine besondere und exklusive Folge, so viel sei gesagt. Unser Gast in dieser Woche ist Andreas Bechmann, den werden sicherlich einige Leichtathletik-Fans unter euch kennen, allerdings bislang nicht unbedingt im läuferischen Kontext, denn er ist Zehnkämpfer und das auch sehr erfolgreich. Im vergangenen Jahr wurde er deutscher Vize-Meister in Dresden, ist U23-Europameister von 2021 und hat eine persönliche Bestleistung von 8142 Punkten.
Neben seiner sportlichen Tätigkeit ist er schon parallel zu seinem Studium unter die Gründer gegangen und das nicht mindererfolgreich, denn das von ihm mitbegründete Startup Preventio wurde inzwischen verkauft und gibt ihm nun die Möglichkeiten sich neuen Projekten zuzuwenden. Seine Leidenschaft für Sport - der er auch in verschiedenen Ehrenämtern im Sportkreis Frankfurt nachgeht - soll auch in seine neue berufliche Zukunft fließen, gepaart mit seiner Heimatverbundenheit zu Frankfurt. Seit heute ist nun offiziell, dass er sich gemeinsam mit seinem Mitgründer Fabian Brügmann und der gemeinsamen „Frankfurter Sportagentur“ um die Ausrichtung des Frankfurt-Marathons 2027 bewirbt.
Ralf & Philipp sprechen mit ihm über die Entwicklungen des Frankfurt Marathons und die geplante zukünftige Ausrichtung der Veranstaltung. Andreas teilt seine Einblicke zu den Veränderungen im Marathon-Sport, den Trends urbaner Lauf-Events und seiner Vision für die Laufkultur in Frankfurt. Er spricht über die Herausforderungen der Organisation von Laufveranstaltungen und die Notwendigkeit, sowohl Profis als auch Amateure einzubeziehen. Es ist ihm außerdem ein Anliegen von den Überschüssen des Frankfurt-Marathons in Zukunft auch den Nachwuchssport in der Region direkt zu fördern und zu unterstützen. Zudem teilt er seine Pläne, die Leichtathletik Hallen-EM der nach Frankfurt zu bringen und betont die positiven Auswirkungen solcher Events auf die Stadtentwicklung.

Unsere Partner der Folge:

AG1 jetzt testen und auf drinkag1.com/bestzeit 10x AG1 Tagesportion für Unterwegs, eine Flasche Vitamin D3+K2 und das Welcome-Kit zusammen im Wert von 86€ GRATIS sichern. Kein Risiko mit der 30 Tage Geld zurück-Garantie.

Lust auf gute, natürliche und leckere Snacks? Spare mit dem Code "Bestzeit" 20% im Seeberger Onlineshop (DE, AT & CH). Hier wirst du fündig: klsq.io/jng38c

Andreas auf Instagram: instagram.com/deca_andi

Frankfurter Sportagentur auf Instagram: instagram.com/frankfurtersportagentur

FAZ-Artikel: faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/zwei-vera…

Anmeldung zum Live-Podcast beim Haspa Marathon Hamburg via Mail an: bestzeit.podcast@gmail.com

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

So Leute, ob ihr es glaubt oder nicht, in Frankfurt geht die Post ab. Was das heißt, das erklären wir euch heute in aller Ausführlichkeit mit unserem Gast im Bestzeit-Podcast von Philipp und Ralf Scholt. Ja, Frankfurt macht was, in Frankfurt passiert was, das gilt in vielerlei Hinsicht. Aber heute ist eine besondere Folge, weil so oft haben wir auch nicht das Label exklusiv drauf.

Manchmal machen wir das, wenn wir einen Quatsch erzählen. Heute erzählen wir keinen Quatsch, sondern heute diskutieren wir sehr ausführlich, sehr intensiv und sehr spannend mit Andreas Bechmann. Der eine oder andere kennt ihn vielleicht als Zehnkämpfer. Ich darf ja aus dem Nähkästchen plaudern. Philipp musste dann doch noch mal nachschlagen, weil ihr habt euch im Nationaltrikot nicht gekreuzt.

Andreas ist eine ganze Ecke jünger als du. Seine Erfolge waren auch im Juniorenbereich als Junioren-Europameister im Zehnkampf, also schon beachtlich. Aber das ist heute zwar auch ein Thema bei uns, um mal klar zu machen, wo er überhaupt herkommt, aber Marathon und die Zukunft des Marathons und wohin die Reise gehen kann, das ist unser Thema. Aber das machen wir gleich im Gespräch.

Du bist nicht zu Hause, ich bin nicht zu Hause. Was ist los? Wir sind beide nicht zu Hause. Wir haben uns heute auch schon mal gesehen. In anderer Runde. Diesmal war es ja nicht die Podcast-Aufnahme, sondern es geht... Ich musste kurz nachdenken, wo haben wir denn uns heute schon gesehen? Aber das blieb mir natürlich ein. Der Tag ist schon so voll gewesen.

Nein, wir haben uns heute schon mal gesehen in einem anderen Call, wo es um einen anderen Marathon geht, der jetzt aber relativ bald stattfindet. Und da war der Hintergrund sehr interessant. Denn unsere beiden anderen Call-Teilnehmer, die waren so, hä, wo seid ihr denn? Der eine hat Palmen im Hintergrund, der andere so voralpenländisches wie soll ich sagen, Architektur und die anderen beiden saßen im Büro.

Wir wurden zu Recht beschimpft. Wir wurden minimal beschimpft, was uns einfällt, so in den Kreuz zu kommen und das Ding unter die Nase zu reiben. Naja, ich sag mal, es ist ja immer gut, also Selbstständigkeit hat manche Vorteile, auch manche Nachteile, aber ein großer Vorteil ist, dass man ja schon nicht ganz so ortsgebunden häufig ist.

Also das ist ja das Schöne, dass man auch sagen kann, wir nennen es jetzt Neudeutsch, also du kannst ja sagen, bei dir ist es ein Triathlon-Camp, kann man eigentlich sagen. Okay, das ist ein guter Clamp. Ich kann einfach so Neudeutsch sagen, ich mach hier ein bisschen Workation im Alpenvorland. Und ich bin hier, genieße natürlich die tolle Natur und auch das tolle Wetter, heute zumindest.

Das ist wirklich Traumwetter, muss man sagen, mit Sonnenschein, Blau im Himmel, so wie man das sich in Bayern in Bilderbüchern ausmalt. Aber ich kann hier auch arbeiten und ich arbeite hier auch jeden Tag. Insofern sind wir sehr zu beneiden. Ja, absolut. Ich bin auch vorher de Ventura noch in der Vorbereitung meines eigenen Camps.

Das fängt ja jetzt am kommenden Samstag erst an, Last-Minute-Mover jederzeit vorbeikommen. Heute war es tatsächlich heute Vormittag relativ bewölkt und dann schon noch ein bisschen frisch, windig, aber das hat man ja häufiger logischerweise. Ich bin auch tatsächlich schon gelaufen heute. Da kam dann die Sonne raus, war mir dann gleich wieder viel zu warm.

Also diese ganz schweren Dinge, die man so hat an so einem Arbeitstag, dass es zu warm wird beim Laufen zwischendurch. Aber wir haben ja unseren ersten Call heute Morgen bezüglich des Hamburg-Marathons durchaus auch, also nicht nur sehr kreativ beenden können. Das macht ja immer Spaß mit den Verantwortlichen da, allen voran mit Frank Thalaser, mit dem Renndirektor.

Sondern wir haben ja tatsächlich auch wieder Goodies für euch, denn wir haben es ja beim letzten Mal schon gesagt, wir haben ein kleines Projekt vor, nämlich zwischen dem Marathon in Hamburg und dem Halbmarathon. Und beide werden wir kommentarmäßig begleiten. Haben wir auch noch eine kleine Podcast-Sonderfolge, die wir dort gemeinsam mit den Veranstaltern ausrichten werden.

Und da ist Publikum dabei und da könnt ihr dabei sein. Und wir haben uns jetzt geeinigt, ich bin jetzt nicht mehr ganz sicher. Alle Interessierten schreiben uns bitte. Genau, also ich glaube, es wird einen Modus geben, wo man sich auch direkt bei den Veranstaltern des Hamburg-Marathons melden kann. Aber wir haben jetzt gesagt, wir machen es trotzdem, weil ein paar Leute mir oder uns auf dem Best-Set-Account schon geschrieben hatten, wie das denn jetzt genau ist, dass man sich anmelden kann, weil ein paar schon Angst hatten, dass sonst die Plätze schnell weg sind.

Also Punkt 1 erstmal, genau. Es wird einen Live-Podcast geben, unmittelbar nach dem Marathon und vor dem Halbmarathon in einem relativ eng bemessenen Zeitfenster, weil Ralf ja und ich, wir werden auch den Halbmarathon danach kommentieren dürfen. Es wird aber ein Live-Podcast sein. Wir werden sehr, sehr, sehr coole Gäste haben. Wir sagen noch nicht welche.

Da gibt es noch ein paar Haken erstmal hinterzusetzen, aber die Gästeliste, die wir uns wünschen und die davor auch auf der Strecke waren zumindest in Teilen, die steht. und das wird eine sehr coole Folge werden, da bin ich mir schon jetzt schon sicher. Vielleicht auch eine emotionale Folge und ich habe gedacht, dass wir 50 Plätze haben.

Frank hat uns zumindest heute Morgen gesagt, der Raum, da wäre auch mehr Platz noch. Also sagen wir mal so, wir gehen jetzt mal mit 50 rein. Wenn wir jetzt sehr schnell merken sollten, die 50 reichen nicht, dann hätten wir noch Optionen, das ein bisschen aufzustocken. Aber besser, ihr meldet euch trotzdem schnell, first come, first serve.

Wer bei uns notiert ist, hat erstmal einen Platz sicher. Das heißt, ihr schreibt uns, wenn ihr dabei sein wollt, einfach eine Mail erstmal an bestzeit.podcast.gmail.com. Bestzeit.podcast at gmail.com und jeder und jede, die sich da jetzt erstmal melden, also bitte nicht für die ganze Familie oder so also in Ausnahmefällen, wenn jetzt jemand mit der ganzen Family dort wäre und da läuft, dann Also Family würde ich schon sagen aber vielleicht nicht mit dem ganzen Laufclub, Ja genau, also wenn jetzt halt natürlich jetzt schon 10 Leute kommen und sagen, ich hab 5 Personen dann ist halt 50 schnell weg, so das wäre dann für manche vielleicht ein bisschen unfair, aber wir finden eine Lösung, wir wollen natürlich immer alles möglich machen,

bestenfalls schreibt ihr für euch und maximal einen Partner, wenn es jetzt irgendwas anderes ist was es sonst kompliziert macht, dann schreibt uns gerne mal den Sachverhalt, dann kriegen wir da auch was hin. Aber genau, schreibt uns eine E-Mail, wir leiten das an die Veranstalter weiter, ihr seid dann auf der offiziellen Gästeliste und alle Infos gibt es dann in dem Falle dann auch von denen, wo das sein wird, wie ihr da reinkommt und so weiter.

Aber beeilt euch. Es haben schon einige geschrieben, die die uns schon geschrieben haben, die nehme ich jetzt schon mal mit auf, weil wir hatten den Modus noch nicht geklärt, wie wir die dann erfassen, aber schnell sein lohnt sich auf jeden Fall und wir freuen uns sehr, einmal mehr auf einen Live-Podcast, um da natürlich auch euch zu treffen. Insofern...

Schreibt uns. Ja, vor allen Dingen, es ist ja das eine, bei dem Lauf-Event dabei zu sein, aber dann zwischen den beiden Wettbewerben, und der Halbmarathon ist ja extra auf den Nachmittag verlegt worden, nach dem vergangenen Jahr, bei sehr viel Zuspruch etc. Und deshalb auch eine Aufwertung auf Seiten des Veranstalters zu sagen, hey, das übertragen wir auch.

Da können sich dann auch eben sehr viele Leute wiederfinden in dem Livestream. Und deshalb werden wir ja auch weiter dann da beschäftigt sein und das Ganze kommentarmäßig begleiten. Also das ist schon ziemlich cool, dass wir da eine Folge gemeinsam machen können. Das Ganze steht natürlich in den Shownotes drin, genauso wie der Partner zu unserer heutigen Folge.

Das ist mal wieder und ja lange schon mit uns unterwegs AG1. Unterwegs ist ein gutes Stichwort, weil ihr kennt das natürlich, wenn ihr unterwegs seid, Habt ihr ja immer die perfekte Ernährung, ihr habt immer die perfekte Unterstützung, was eure Bedürfnisse an Nahrung, an Nährstoffen, an Vitaminen, an wertigen Mineralien hat.

Nein, habt ihr natürlich nicht. Und selbst hier im Camp habe ich nach wenigen Tagen jetzt schon gemerkt, okay. Es gibt ein sehr geiles Buffet morgens, es gibt ein sehr geiles Buffet abends, Aber mittags fange ich schon den Schlendrian an. Dann holt man sich mal eine halbe Pizza oder mal ein Sandwich oder mal ein Schokokroissant oder natürlich ein Eis.

Aber im Prinzip schon nicht so geil. Manchmal auch ein bisschen zu wenig tatsächlich, weil wenn du morgens sportst, nachmittags sportst, dann ist das schnell zu wenig. Auf Nährstoffe habe ich da schon gar nicht geachtet. Und da bin ich natürlich saufroh, dass es erstens die Travel Packs von AG1 gibt, Plus, wir haben ja noch ein Angebot und das ist gerade aktuell und läuft natürlich dann auch über unseren Link in den Show Notes.

Ja, du sagst es Ralf, Kalorien, die sind natürlich wichtig, gerade wenn man sich in einem Trainingslager beispielsweise befindet, aber Nährstoffe sind natürlich auch wichtig und da gilt es natürlich besonders drauf zu achten, weil wenn man viel Sport treibt, dann ist da natürlich auch der Verbrauch wesentlich höher, beziehungsweise wird auch ausgeschwemmt und da ist natürlich AG1 eine sehr einfache, sehr praktische, Lösung, euch einfach jeden Tag eine Routine anzueignen, die euch optimal versorgt.

Ich möchte die Travel Packs nicht mehr missen und die sind inzwischen ja auch redesigned worden. Das war vor ein, zwei Monaten der Fall, als die dann endlich rauskamen und zwar sind das jetzt relativ schmale Sticks sozusagen. Die könnt ihr also super in eurem Shaker transportieren, wenn ihr unterwegs seid. Nehmt also gar keinen Platz weg.

Und ja, ich trinke AG1 seit gut vier Jahren. Inzwischen ist einfach super fürs Immunsystem natürlich, für eure Energie, Fokus und auch für eure Verdauung und weil wir natürlich schon länger nicht mehr drüber gesprochen haben, hätte ich jetzt auch mal gesagt, so die 15 grundlegenden Supplements, diese All-in-One-Lösung.

Die enthalten eben Vitamin B12, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Zink, Magnesium, Calcium, Selen, Chrom, Mangan, Molybden und vieles mehr und damit seid ihr rundum top versorgt und braucht eben nur ein Produkt und nicht viele verschiedene und das macht das Ganze einfach sehr, sehr einfach, da eine Routine draus zu machen.

Es ist auf der Kölner Liste, was natürlich wichtig ist für diejenigen, die auch sicherstellen wollen, dass sie da nicht irgendwelche Substanzen zu sich nehmen, die potenziell einen Doping-Test triggern und es ist eben auch Informed Choice zertifiziert. Ralf hat es schon gesagt, ganz besonderes Goodie und Aktion jetzt im April ist eben, dass ihr nicht fünf, sondern zehn AG1 Travel Packs bekommt, wenn ihr ein Monatsabo abschließt.

Das Monatsabo enthält wie immer natürlich eine Monatspackung AG1 und es gibt außerdem noch eine Welcome-Packung, von AG1 mit dazu, mit Aufbewahrungsdose, Shaker, einer Flasche Vitamin D3 und K2 und eben besagten 10 Travel Packs. Das Ganze kriegt ihr über unseren Link, den Special Deal, drinkag1.com slash Bestzeit, drinkag1.com slash Bestzeit oder einfach in die Show Notes schauen.

Genau und dann haben wir mit AG1 natürlich einen altvertrauten Partner an unserer Seite und Und neue Ideen sind aber das Thema, das wir gleich mit Andreas Bechmann besprechen. Philipp, wir haben ja schon viel über die Orientierung, die Ausrichtung, die Programmatik, die USPs von Laufveranstaltungen gesprochen.

Wir hatten ja doch eine relativ umfangreiche Folge zum Halbmarathon inzwischen ja schon von Berlin gemacht. Berlin ist immer outstanding, ist immer rekordorientiert, das ganz große Ding. Aber was machen die anderen? Ja, Hamburg hat seinen Weg auch gefunden dazwischen, ja, das ist ja praktisch so eine Nahtstelle zwischen den Majorn und den anderen Marathons, ja, in Spanien läuft halt das alles über eben einen sehr großen Sponsor, der sich da auf die Fahne geschrieben hat, mit sehr, sehr viel Geld die Top-Leute zu akquirieren, aber ja auch inzwischen in die gesamte Lauf-Community hinein sehr, sehr stark wirkt.

Aber was machen jetzt Frankfurt, was machen Düsseldorf, was machen Köln, was machen München? Wie positionieren die sich? Und wir haben eine Menge diskutiert und wir haben eine Menge Rückmeldungen dazu bekommen in der Vergangenheit. Nicht nur positive Rückmeldungen, aber das ist ja auch in Ordnung so.

Und jetzt plötzlich gibt es Optionen, auch wenn in dieser Woche das erste Mal anders klang, nämlich mit der Schlagzeile Frankfurt Marathon an London verkauft. Was geht da ab? Revolution in deinem Sport. Was passiert da gerade? Ja, es gab schon mal vor einigen Jahren das Bestreben eines holländischen Veranstalters, deutsche Laufveranstaltungen aufzukaufen, was in Teilen erfolgt ist, in Teilen auch nicht.

Ich habe das damals das erste Mal überhaupt mitbekommen, dass das so ein Ding ist, dass du als vielleicht Veranstalter irgendwie mehrere Veranstaltungen logischerweise in deinem Land hast, aber dass du dann auch international expandierst, das war mir gar nicht so geläufig, da scheint eine gewisse Renaissance da zu sein.

Es gibt natürlich große Veranstalter, da gehört allen voran der London Marathon dazu, die glaube ich gar nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, die gleichzeitig aber auch das Problem haben, dass ihre Hauptveranstaltung, der London Marathon, so dermaßen überbucht ist, dass sie gefühlt wahrscheinlich 10 London Marathons Back-to-Back machen könnten und da vermutlich nach Optionen suchen, wie man das vielleicht auch zukünftig, dass interessierte Klientel ja auch trotzdem mitnehmen kann.

Ich kann mir vorstellen, dass das so eine Nummer werden wird. Man expandiert in andere Städte, kauft da bestehende Veranstaltungen auf. Das heißt, du hast ja einen festen Kundenstamm, eine feste Struktur und machst vielleicht einen Modus draus, dass man irgendwann quasi so eine Art Quali-System auch für die Amateure entwickelt.

Pass auf, du musst hier laufen, du musst hier laufen und wenn du die beiden Events erfolgreich hinter dich gebracht hast, dann bist du in so einer Anwärterschaft vielleicht auf den großen London-Marathon. Ob das gut ist oder ob das vielleicht nicht so gut ist, das ist mal dahingestellt, aber spannend ist natürlich, dass dieses Aufkaufen sozusagen der bisherigen Veranstaltungsagentur des Frankfurt Marathons natürlich vielleicht auch Raum schafft für andere Mitbewerber, die auch innovative Konzepte haben oder beziehungsweise innovative Konzepte jetzt auch eingereicht haben.

Da gehört natürlich vor allem Andreas Bechmann dazu und der hat sich da sehr viele Gedanken zu gemacht, spannende Gedanken gemacht, wo er das auch hin entwickeln will. Ja, es gab ja noch so eine kryptische andere Gründung, wo ja viele gesagt haben, was wird denn das jetzt? Euroclassics oder wie hieß jetzt diese Zusammenkunft von verschiedenen europäischen Marathons?

Und da stand ja London weit raus, wo alle gesagt haben, hä, wieso jetzt Kopenhagen und Lissabon und eben auch Frankfurt, was ist der Hintergrund? Und jetzt wird es so langsam deutlich, Lissabon ist nämlich auch aufgekauft worden von den London Marathon Events, heißt die Firma dahinter. Und da erkennt man schon, wo die Reise hingehen kann.

Es gab noch eine weitere Meldung, die natürlich auch in der Szene sehr viel Beachtung gefunden hat, dass London überlegt, an zwei Tagen stattzufinden, damit sie ihren massiven Überhang an Bewerbungen halt irgendwie kanalisieren können. Also die Idee dann halt nicht nur einmal 50, sondern zweimal 50.000 laufen zu lassen an einem Wochenende wohlgemerkt.

Aber eben auch dieses ganze Prozedere, was du geschildert hast, dass es vielleicht ein Quali-System gibt. Das ist ja nicht ganz unähnlich, wie das beim Ironman auch läuft, dass man über ein Quali-System dann eben zu einer entsprechenden Weltmeisterschaft gelangen kann. Mit allen Vor- und Nachteilen, mit allen Einschränkungen natürlich auch, die sich damit verbinden, weil möglicherweise kannst du dich dann gar nicht mehr so ohne weiteres direkt beim London Marathon bewerben.

Da bin ich sehr gespannt, wie das aufschlägt in der Szene. Deshalb war es für uns eine wirklich außergewöhnliche Option, hier mal eine exklusive Idee zu entwickeln, nämlich mit Andreas Bechmann. Ich habe es schon gesagt, eigentlich als Zehnkämpfer unterwegs, aber auch als Unternehmer unterwegs, als Funktionär unterwegs im Frankfurter Raum. Das alles wird er uns gleich noch schildern.

Sehr spannend, sehr zukunftsorientiert und mit einer klaren Idee, nicht zuletzt für den Frankfurt Marathon. Ja, und da ist er auch schon. Wir freuen uns sehr, ihn heute zu Gast haben zu dürfen bei uns im Podcast, denn heute ist ein großer Tag. Heute gibt es große News, die Frankfurt betreffen, die den Frankfurt Marathon betreffen und jemand, der auch in Frankfurt schon lange Sport macht und für die Eintracht startet, der ist heute hier bei uns und das ist Andreas Bechmann.

Andreas, grüß dich erstmal. Wie geht's dir? Das sind sehr umtriebige Tage. Kriegt man da noch irgendwie das alles halbwegs gebanatet mit Sport und den beruflichen Herausforderungen? Ja, hi Philipp, danke, dass ich heute bei euch sein darf und ja, ich mache das ja schon nicht seit gestern, sondern habe schon Leistungssport und unternehmerische Gründung und Ehrenamt öfter gemanagt und du hast schon recht, sind spannende Zeiten, war ganz schön, dass jetzt ein paar Feiertage waren, da kamen ein paar weniger E-Mails rein, da konnte man sich ein bisschen mehr auf den Sport konzentrieren und nee, sind spannende Zeiten und freue mich sehr aufs Gespräch heute.

Also eigentlich bist du ja auch in der klassischen Vorbereitung, respektive in der Saisonvorbereitung. Aber wir haben das eben schon gesagt, nicht als Läufer, sondern als Zehnkämpfer. Wie geht es dir, wie steht es? Alles schmerzfrei, das ist ja immer die entscheidende Frage beim Zehnkämpfer. Ja, ich glaube, schmerzfrei werden die Zehnkämpfer nicht mehr.

Sonst trainieren sie wahrscheinlich zu wenig. Nein, ich war auch jetzt in Montegordo im Trainingslager, wo ich immer hinfliege. Viele kennen es wahrscheinlich, auch viele Läufer. Die zehn Kämpfer gehen da auch hin und das war super. Ich musste ja die deutschen Meisterschaften in der Halle leider nach dem ersten Tag abbrechen, wieder Achillessehnenprobleme bekommen.

Wer mich kennt und verfolgt hat, weiß, dass ich mir vor drei Jahren die Achillessehne gerissen hatte und das ist eine Verletzung. Da hast du immer mit zu tun und immer mit zu kämpfen und das hat mich da auch geplagt, aber Stand heute, Stand jetzt bin ich sehr zufrieden und das läuft und bin jetzt auch langsam in einem Alter, wo man das etwas entspannter sieht und entspannter angeht. Also dementsprechend, das läuft, bin vorbereitet.

Gucken wir mal, wie das wird dieses Jahr, welche zehn Kämpfe wir angehen. Das weiß ich noch nicht, aber wir sind in der klassischen zweiten Periode. Freiluftsaison kann kommen. Ja, vielleicht noch mal ein kleiner Rückgriff. 2025 war ja für dich schon auch ein besonderes Jahr. Deutsche Meisterschaften, Zehnkampf als Experiment im Rahmen der normalen deutschen Stadion-Leichterweg-Meisterschaften.

Ich war vorher total skeptisch, muss ich ehrlich sagen, weil ich gedacht habe, Donnerstag, Freitag, das ist nicht ganz einfach, da Zuschauer zu akquirieren und so weiter. Am Ende, muss ich sagen, hat mich das total überrascht. mag sicher auch an Dresden liegen, dass die einfach in der Lage waren, da die Menschen zu begeistern und zu aktivieren.

Für dich war es aber insofern ein besonderer Triathlon-Aquat-Triathlon-Sag. Ich bin hier so im Triathlon-Wahn, im Triathlon-Camp, ein besonderer Wettkampf, also ein besonderer Zehnkampf, weil du mehrere Jahre lang aufgrund der Verletzungen ja keinen beenden konntest. Und das war ein sehr emotionaler Moment dort als DM-Zweiter in Dresden.

Nimm uns doch mal mit und unsere Community, wie das da für dich war. Ja, also erstmal kann ich nur sagen, das kann ich bestätigen von unten auf der Bahn. Also Dresden war der Hammer. Die Finals haben richtig Spaß gemacht. Also ich weiß nicht, ob man das so schnell wieder toppen kann. Ich bin sehr traurig, dass die Leiche dieses Jahr nicht Teil der Finals sein werden, also außerhalb Teil der Finals, aber nicht vor Ort.

Nee, das war Wahnsinn. Und wie du richtig gesagt hast, Hütte war voll, vor allem Freitagabend, als wir gelaufen sind. Da war richtig Stimmung. Auch vormittags waren genügend da. Und ja, ich hatte ein paar schwere Jahre. Ich sage mal, kein Zehnkampf beenden klingt erst mal sehr tragisch, aber am Ende waren es irgendwie viele kleine Dinge.

Und ich habe ganz normal weiter trainiert und war eigentlich viele, viele Tage im Jahr auf einem sehr guten Kurs. Und dann hat man sich mal vorher kurz den Beuger gerissen oder hier war es oder da war es. Also es waren dann, wie gesagt, viele Dinge und dann 23, wie gesagt, der Achillessehnenriss, der ein bisschen größer und ein bisschen schwerer war.

Aber ja, also das hat mir immer Hoffnung gegeben zu sehen. Eigentlich geht es ja, wenn ich dann fit bin, auf der Bahn stehe, läuft das auch. Und ich freue mich auch, das mit dem zweiten Platz in Dresden gleich wieder zeigen zu können. Jetzt nicht mit einer Punktzahl, die, sag ich mal, meinem sonstigen Niveau eigentlich entspricht, aber darum ging es ja nicht. Es ging ums Durchkommen, es ging ums Schaffen, es war emotional sehr schwer.

Und vor allem, wenn man das so lange gemacht hat, also dieser Herausforderung zu stehen, zehn Kampf, zwei Tage und dann am Ende diesen abschließenden Lauf irgendwie geschafft zu haben. Da hast du gesehen und haben viele, glaube ich, gesehen, wie viel Druck mir dann auch abgefallen ist dort. Also war ein emotionaler Wettkampf, wo auch vieles irgendwie nicht gut lief.

Ich bin, weiß ich nicht, wie viele Jahre nicht mehr unter sieben Meter weit gesprungen. War ganz froh, dass ich mir wenigstens nicht den Fuß irgendwie gebrochen habe, wie der eine oder andere andere bei dem Regen. Also von daher. Ja, das war ein tolles Erlebnis, da zehre ich auch heute noch von und schauen wir mal, ob wir dieses Jahr daran anknüpfen können.

Wir haben jetzt natürlich ein bisschen gehört von Herausforderungen gesundheitlicher Natur natürlich auch, die dich in der Vergangenheit schon beschäftigt haben und natürlich jetzt von diesem, ja, vielleicht auch ein bisschen Befreiungsschlag wieder da zurück zu sein, zweiter Platz, deutsche Meisterschaft, also absolute deutsche Spitze.

Da muss man auch mal dazu sagen, PB über 8.000 Punkten, 8.142, wenn ich es mir richtig aufgeschrieben habe. Also das ist ja auch schon mal ein Wort für diejenigen, die sich vielleicht mit Leiterlich befassen. Alles über 8.000 ist natürlich schon mal eine Riege für sich. Du warst auch U23, Europameister. Und da ist ja dann schon so, wenn man international, kontinental auch schon so ein Niveau erreicht hat, dann hat man ja auch zu Recht bestimmt Pläne, Ziele, Ambitionen für die Zukunft.

Wie ist das bei dir? weil wir werden später natürlich auch noch auf deine sonstigen Tätigkeiten kommen, die jetzt ja weit entfernt sind, dich da irgendwie als Vollprofi bezeichnen zu können, die du aber ja auch so selber gewählt hast für dich, das ist ja ein total spannender Weg, wenn du es teilen magst, was ist für dich so, gibt es so einen ultimativen Traum oder vielleicht sind es ja auch mehrere Steps, die du so, keine Ahnung, schon 5-6-Jahres-Plan hast für den 10-Kampf?

Also 6-Jahres-Plan habe ich nicht, mit 26 20, 32, das ist mir zu weit in der Zukunft. Aber ich habe auch gelernt, gerade im Sport, mir weniger Pläne zu machen. Also es hat einfach nicht funktioniert. Ich höre auf meinen Körper. Ich trainiere, um möglichst fit zu sein, möglichst schnell. Man hat natürlich als Zehnkämpfer wie auch als Langstreckenläufer nicht so viele Events im Jahr.

Dementsprechend bereitet man sich ja schon spezifisch darauf vor und man muss auch aufs Wochenende fit sein. Also das ist vielleicht in der einen oder anderen Einzeldisziplin anders, wo man dann teilweise mehrere Wettkämpfe an einem Wochenende machen kann. Und man hat halt nur die eine Chance und das haben wir natürlich auch.

Jeder Sportler träumt von Olympischen Spielen, vor allem wenn du mal irgendwie das Nationaltrikot anhattest und weißt, Du kannst irgendwie einigermaßen international mitmachen. Ich glaube, ich wäre es vermessen, davon nicht von Träumen zu sprechen. Und natürlich gebe ich mein Bestes und versuche das auch.

Ich bin auch durchaus optimistisch. Vielleicht sogar dieses Jahr. Aber man muss gucken, wie das alles läuft. Jenseits der 8.000 Punkte zu enden. Und es ist nicht einfacher geworden, in keiner Disziplin, auch nicht im Zehnkampf, sich international zu qualifizieren. Wir haben, glaube ich, nur 24 Starter.

Das ist wirklich, wirklich, wirklich wenig. und auch noch ein paar Top-Deutsche, gegen die du im Zweifel noch erst mal antreten musst. Also ich weiß, wie schwer das ist. Und trotzdem versuche ich es, versuche da rauszukommen, aber habe mir aufgehört, den Stress zu machen deswegen. Also eigentlich, und das ist die ehrliche Antwort, eigentlich versuche ich den Spaß am Zehnkampf irgendwie zu finden, was nicht so einfach ist beim Zehnkampf, weil der lange, lange, lange Zeit währenddessen und vorher irgendwie doch nicht so richtig Spaß macht, sondern sehr viel Stress ist.

Und das Gefühl danach ist natürlich Wahnsinn. Und so ein bisschen was von diesem Gefühl danach würde ich gerne mehr im Zehnkampf erleben. Es wurde mir mal jemand gesagt in Dresden, ich hätte immer so bedrückt geguckt während des Zehnkampfs. Und habe ich gesagt, ja, ich habe mir auch bedrückt gefühlt.

Und deswegen, das würde ich gerne ein bisschen ablegen können. Also gelassener sehen und ich glaube, dann kommt die Leistung auch. Also wie gesagt, das ist ja kein, wenn ich jetzt nicht mehr in der Lage wäre, Top-Leistung zu bringen, würde ich es auch lassen beim Leistungssport. Aber das geht, das ist wie gesagt mehr eine mentale Komponente.

Also das ist so ein bisschen mein Ansatz für den 10-Kampf und für die Zukunft. Mal gucken, was da, wie gesagt, dann bei rauskommt. Werden wir sehen. Ich bin gespannt. Also insofern ist der Zehnkampf auch eine ganz coole Lebensschule, weil wenn du einen 100-Meter-Lauf hast, das geht ja erstens sehr, sehr schnell vorbei und es ist halt ein extrem kleiner Ausriss deines Tages sogar nur.

Da muss natürlich alles passen, das ist viel exakte Arbeit, viel feine Arbeit, aber das nimmt einen ja jetzt nicht auf solche Achterbahnfahrten mit, wie das ein Zehnkampf über zwei Tage oder ein Mehrkampf überhaupt über zwei Tage kann. Und es gibt ja wenige Zehnkämpfer oder Mehrkämpfer, die nur eine emotionale Basis haben oder einen Status der Emotionalität haben.

Es sind ja immer kleine Erfolgserlebnisse, okay Disziplinen, schlechte Disziplinen, aufs, abs. Dann natürlich irgendwie auch so ein Plan, den sich ja jeder Mehrkämpfer und jede Mehrkämpferin macht, wie das wohl ausgehen könnte nach dem Training der Wochen davor. Und du hattest ja genau all diese Momente da drin in deinen zwei Tagen in Dresden.

Wie viel klingt von so einem Wettkampfwochenende dann noch nach? Oder ist das dann nur noch so dieser letzte Moment, der dann bleibt? Ja, weil du hast ja schon gesagt, Weitsprung war nicht einfach. Hochsprung hattest du dann wieder ein paar Jubelmomente, weil du für deine Verhältnisse mal wieder ganz gut gesprungen bist.

Dann gab es wieder schwächere Disziplinen. dann bist du irgendwann fertig und dann so dieses, puh, ja, alles fällt ab, ja, und dann kamen ja bei dir auch noch Tränen und so, weil das eben eine sehr, sehr lange Zeit war. Bleibt das dann noch übrig, so als Verlauf über die zwei Tage oder nur ein Gefühl, das dann am Ende bestimmt?

Also ich muss ehrlich sagen, wenn ich so drüber nachdenke, ja, ich kann mir auch die Bilder angucken, kann mir auch angucken, was der eine oder andere kommentiert hat dazu und versuche das, wie sagt man, wieder ins Gedächtnis zu rufen, aber, es geht dann irgendwie doch plötzlich so schnell vorbei und es, wie du sagst, es kumuliert sich ja so auf.

Also dann läuft was gut, dann läuft was schlecht, dann ist so der Klassiker, passt schon irgendwie bei den zehn Kämpfern, ist in Ordnung. Sagen die ja irgendwie immer, oft nach der Disziplin und das ist glaube ich auch so irgendwie das, was bleibt. Also so dieses Gesamtergebnis des Ganzen am Ende, wie gesagt, wenn dreimal gut läuft und einmal schlecht, ist ja irgendwie der Tag noch einigermaßen gut vor so einem 400 Meter Lauf dann und ja, also es ist schwer zu sagen, muss ich ehrlich gestehen, also das Gesamtgefühl ja und natürlich einzelne Highlights, das Negative ist irgendwie einigermaßen verdrängt von damals, wie gesagt, ich ärgere mich über einen Weitsprung nach wie vor.

Das war wirklich schwach, aber alles andere war in Ordnung und dementsprechend ja. Ist die ehrliche Antwort eher Letzteres. Also es ist eher so ein verschwommenes Gesamtbild, was du da irgendwie von hast, als dass du dann zehn Einzelgefühle versuchst, da zu selektieren. Also ich kann es nicht, vielleicht können das andere.

Aber ich gehe da, wie gesagt, irgendwie so durch. Vielleicht, weil ich auch immer den Wunsch habe, dass es dann auch irgendwann vorbei ist und dementsprechend versuche, schon ans Nächste zu denken. Was nicht immer gut ist, aber was, wie gesagt, die Wahrheit ist, wie ich da so, wie gesagt, auch in Dresden vor allem durchgegangen bin.

Es hatten wir vor, Ralf helft mir ein paar Wochen, zwei, drei Monaten glaube ich, hatten wir Kollegen oder in dem Fall Ex-Kollegen von dir hier bei uns zu Gast, nämlich Tim Nowak, was auch echt ein super cooles, ein super spannendes Gespräch war, der wiederum überraschenderweise das Laufen ja total liebt und inzwischen auch übrigens, Ralf haben wir gar nicht letzte Woche besprochen nach dem Berliner Halbmarathon, der auch dort gelaufen ist und da offensichtlich auch nach seiner Mehrkampfkarriere andere Betätigungsfelder gefunden hat.

Da haben wir natürlich auch ganz viel über Training gesprochen, wie man überhaupt zu sowas kommt und das finde ich ist immer wieder spannend, weil ich meine, ich bin auch irgendwie ja mal klassisch mit sieben acht Jahren zur Leichtathletik gekommen und auch erstmal so eine Leichtathletische Grundausbildung durchlaufen.

Das ist ja, glaube ich, erstmal per se ein sehr, sehr normaler Werdegang. Irgendwann merkt man halt, das macht dir mehr Spaß oder das kannst du besser. Aber wie war das bei dir? Background, schon ein sportliches Elternhaus, vielleicht ja schon aus einer Mehrkampf-Dynastie. Sowas gibt es ja auch manchmal, dass schon die Eltern das alles schon so gemacht haben und dann die Leidenschaft für den eigenen Sport weitergegeben haben.

Und vor allem natürlich dann auch eine spannende Frage, weil das schließt ja nahtlos an deine auch beruflichen Tätigkeiten fast an. Ich kenne das noch aus meiner Zeit. So Leistungssport und Schule miteinander verbinden war schon teilweise eine Herausforderung. Es gibt auch Schulen, die dem ganzen Thema ein bisschen offener gegenüberstehen, ist aber nicht immer der Fall.

Und ich weiß in Frankfurt, mit wem hat man gesprochen? Mit Vanessa Mikitenko, glaube ich, Ralf damals. Da gibt es ja diese Sport, Partnerschule Sports oder irgendwie sowas, internatmäßig. Also die Möglichkeiten gibt es ja da offensichtlich. Wie war das bei dir denn so? Und wie hast du das dann auch mit Studium und allem verbunden bekommen?

Also ich komme nicht aus einer Mehrkampf-Dynastie, aber sportliches Elternhaus habe ich. Also meine Eltern sind beide sportlich aktiv gewesen und auch immer noch sportlich aktiv, soweit das dann irgendwann im fortgeschrittenen Alter geht. Und dementsprechend immer eine Affinität für das Thema gehabt, weil ich Handballer, meine Mutter hat auch Leichtathletik-Wurzeln, auch meine Großeltern so ein bisschen, also die Seniorensportlerin gewesen, ein Riesenthema, was ja auch gerade kommt, immer mehr und habe auch einiges ausprobiert, Handball hatte ich leider kein Talent für, aber für die Leichtathletik einigermaßen.

Ich habe relativ früh angefangen mit 5, 6, 7, auch so, wie man das dann so macht, im Dreikampf. Und wie du es richtig gesagt hast, man geht dann da so durch und bekommt ja immer mehr Disziplin dazu. Man weiß ja nicht, wie entwickelt sich das Kind, wo hat das Stärken, wo hat das Schwächen. Ich finde es auch wichtig, da relativ lang einigermaßen breit aufgestellt zu bleiben.

Also ich bin ein großer Fan davon, dass einigermaßen, wie gesagt, nicht zu früh in die Disziplinentwicklung zu gehen, das kann man immer noch machen. Aber es schadet niemandem auch zu wissen, wie man einen Ball wirft oder irgendwie, wie man springt oder Hürden läuft. Das ist alles gutes Training. Und irgendwann bist du ja bei den 10 Disziplinen. Dann kommt der 5-Kampf, klassisch der Blockwettkampf, 9-Kampf und irgendwann hast du alle 10.

Und so war das bei mir auch. Und war immer ganz gut, immer so. Und bei Kreismeisterschaften einigermaßen vorne dabei. Bin in der Jugend oft deutscher Vizemeister geworden. Ich habe nie gewonnen in der Jugend, nie gewonnen. Dann bei einer ersten Männerdeutschen in der Halle, in Halle, in der Saale dann schon.

Das war ganz nett, dann war das nachzuholen und nicht wieder eine Silbermedaille mitzunehmen. Und ne, das ist glaube ich, wie du sagst, ich war auf einer normalen Schule in Frankfurt, die gibt es auch dementsprechend ich kenne auch die, ich wurde damals, lustige Story vielleicht am Rande, da muss ich einen Aufnahmetest machen für diese Elitenschulen des Sports.

Jetzt bin ich aber gespannt, da bin ich jetzt sehr gespannt, wie dieser Test aussieht, weil wenn halt mehr Kämpfer nicht durch diesen Test kommen, da bin ich aber schon sehr verwundert. Ich glaube, ich würde den auch noch nicht machen, aber also dementsprechend wurde mir damals bescheinigt oder meinen Eltern dann auch.

Ja, weiß nicht, ob leichter sich das richtige für ihren Sohn, vielleicht wird er sich was anderes suchen. Wer die Protagonisten der Karl-Vor-Weinberg-Schule kennt, kann sich auch vorstellen, wer das dann gesagt hat. Und ja, das hat mich nicht abgehalten, davon einfach weiterzumachen. Ich war an der Liebig-Schule in Frankfurt, das ist eine Top-Schule, habe da eine gute schulische Ausbildung genossen und habe es auch so hingekriegt.

Also dann halt Training um 16 Uhr, 17 Uhr, 18 Uhr und kein Frühtraining, einfach ein bisschen mehr am Ende trainiert. Also ich bin immer noch kein Frühtraining-Trainings-Typ. Ich trainiere einmal am Tag relativ lang, spart man sich zweimal das Aufwärmen, sagt mein Trainer immer, das finde ich ganz sympathisch, die Einstellung.

Ja, und an der Uni war es dann ein bisschen anders, da habe ich in Bad Homburg studiert, an der Arkadis, und die hat tatsächlich Rücksicht genommen auf mein Studium. Also die haben gesagt, wenn wir Kurse mehrfach haben in einer Woche, gucken wir so, dass es einigermaßen mit deinem Training geht. Damals bin ich dann in die Trainingsgruppe von Jürgen Sammert und Carolin Schäfer gekommen, das war ein bisschen was anderes als mein Jugendtraining.

Das hat dann sehr gut funktioniert, Es hat harmoniert. Ich würde mir wünschen, dass das viel mehr Unis machen, dort dementsprechend auch auf den Sportler Rücksicht nehmen. Und ja, irgendwie habe ich es dann hingekriegt. Ich habe mein Studium dann ein bisschen verzögert mit Covid und was alles kam. Irgendwie noch eine Firma gegründet. Also ein bisschen später abgeschlossen, als ich es eigentlich wollte, aber abgeschlossen.

Und das hat dann gut funktioniert. Und jetzt vielleicht auch als Selbstständiger das vielleicht noch da anzuknüpfen an den letzten Teil, kannst du es ja selbst eh einteilen. Also mir schreibt ja keiner vor, ob ich um 8 Uhr morgens, 8 Uhr abends eine E-Mail schreibe. Also das kann ich machen, wie ich will. Also das ist vielleicht ganz charmant und ein großer Vorteil der Selbstständigkeit, neben vielen, vielen Nachteilen, die Stress und Arbeit und so mit sich bringen, die vielleicht nicht leistungssportförderlich sind.

Ja, du hast das jetzt so im Nebensatz gesagt, da habe ich noch eine Firma gegründet. Das ist jetzt, wenn man die Hochschule, also die Arkadius-Hochschule kennt, nicht so ungewöhnlich, weil das eine sehr praxisorientierte universitäre Ausbildung ist. Ja, also da ist es auch nicht ungewöhnlich, dass man also auch individuell schaut, wo wollen die jeweiligen Probandinnen und Probanden denn auch hin und was haben sie vor.

Und das dann durchaus ja das Ziel ist, möglichst schnell in konkrete Projekte, Unternehmen, Positionen oder so weiter zu kommen. Du hast dann ein Unternehmen gegründet, kannst ja vielleicht gleich nochmal kurz erzählen, was ihr da gemacht habt. Das hast du aber ja inzwischen schon wieder verkauft. Also so ein klassisches Startup groß machen, eine Perspektive für einen potenziellen Kunden, nicht Kunden, sondern Käufer oder Investor aufmachen.

Und dann schnell verkaufen und den Rest des Lebens auf einer weißen Jacht in Monaco verbringen. Das ist ja so der klassische Traum von allen. Ja, oder den wunderbaren Karpfenweg in Frankfurt, wo ich mir gehört habe, wo die Leute alle hinziehen mit ihrem eigenen Puttsteg. Wer in Frankfurt lebt, kennt ihn wahrscheinlich im Westhafen.

Nee, das ist schon richtig. Also Prevenzoo heißt die Firma, die gibt es immer noch, die ist immer noch aktiv, hat sich mit dem Thema beschäftigt, Wasserrohrbrüche jeglicher Art so gut zu analysieren, dass man sie im Idealfall vorhersagen kann, mindestens mal sofort erkennen kann. Und mittlerweile viele Stadtwerke als Kunden, kann man sich ja vorstellen, wie viele tausende Kilometer Rohr unter so einer Straße liegen und das halt schwer zu sehen.

Und mit Hilfe von digitalen Zwillingen, Sensoren konnten wir dann dementsprechend Stadtwerken aller Art, Energieversorgern helfen, die zu finden. Aus dem Uni-Projekt entstanden, richtig gesagt. Also DRK, das ist ja sehr praxisorientiert, finde ich super, kann ich jedem empfehlen. Also ich bin zwar auch akademisch interessiert, mag es aber auch, mir die Hände schmutzig zu machen und auch was zu tun, wo ich das Gefühl habe, das bringt was irgendjemandem irgendwie.

Da haben wir Venture Capital aufgenommen, wie du es gesagt hast, Startup, Frühphasenfinanzierung. Wenn du Risikokapital dieser Art nimmst, weißt du, du musst es irgendwann wieder verkaufen. So funktionieren diese Fonds. und wir haben es nach drei Jahren verkauft. Das ist untypisch früh, also eher so sechs bis zehn Jahre. Der Klassiker kennt die ganzen Storys, die Facebooks, Ubers.

Twitters dieser Welt. In Deutschland vielleicht die Samba-Brüder, um in Deutschland einen Hauch nur kleiner zu bleiben. Ja, ja, richtig. Da haben wir genügend Beispiele auch in Deutschland und den Dimensionen waren wir jetzt auch nicht. Aber es hat sich dann angeboten, 21 gegründet, 22 finanziert. 23 haben wir noch ein anderes Startup gekauft, das war auch ganz spannend, mal so ein Unternehmen zu kaufen.

Spannender Prozess auf jeden Fall und ja, Ende 24 wieder verkauft. Und dann hatte ich auch mal ein Jahr, nur Leistungssport, das war auch ganz schön, war auch mal was Neues. Aber das so als vielleicht kurz Abriss, was wir da gemacht haben. Ich war einer der Geschäftsführer und CEO, das heißt, ich habe mich mit den ganzen Finanzlagen beschäftigt, habe versucht, die Investoren glücklich zu halten, habe versucht, dass irgendwie mehr Geld reinkommt, als es rausgeht, habe versucht, dem ganzen Sales-Team zu helfen und wie gesagt, Leute zu finden, die am Ende einen Mehrwert sehen in dem, was wir tun, beziehungsweise einen Mehrwert zu schaffen.

Also das war so ein bisschen der Hintergrund zu der... Ja, das ist schon sehr spannend, finde ich. Also per se erstmal, ich meine, du bist Leistungssportler, so werden dich wahrscheinlich noch die überwiegende Mehrheit der Menschen ja außen wahrnehmen oder die dich vielleicht auch googeln oder auf Instagram finden oder so.

Es ist ganz lustig. Man hat ja so Google-Panels irgendwann als Sportler und alle paar Monate wechselt das bei mir deutscher Unternehmer und deutscher Sportler. Also da sehe ich immer den Rat, wo es so ist wirklich, ich weiß nicht, wer es macht, ich mache es nicht, aber ich finde es immer ganz lustig, die Identitätskrise.

Die Google mir da zuschreibt, die ich manchmal auch selbst spüre. Nee, aber du hast recht. Also das ist vielleicht eine kurze Anekdote zu dem Thema. Ja, mega cool. Also ich meine, das ist ja, guck mal, ich meine, wenn man es ernst macht, und bist du ja logischerweise einer von, plus du hast jetzt eine Disziplin gewählt, die jetzt nicht, Ganz unarbeitsintensiv ist, das ist einfach nötig, logischerweise irgendwie für zehn Disziplinen zu trainieren, auch wenn du sagst, ich mache halt eine, eine am Tag, spare mir das zweite Mal aufwärmen, aber dafür ist die länger.

Das ist halt am Ende sind zehn Disziplinen, die du trainieren musst und ich hatte immer großen Respekt vor allen Mehrkämpfern, sowohl das zwei Tage vor sich hin leiden, als auch überhaupt den Prozess, sich dafür fit zu machen. Und wenn man das so hört, normale Schule gemacht, normal, also natürlich studiert jetzt aber halt, weißt du, klar, schön, wenn dann die Uni ein bisschen Rücksicht nimmt, aber am Ende hast du trotzdem studieren müssen und dann parallel noch eine Firma gründen, die du ja dann auch gefühlt hast.

Wie sind so deine Energy-Levels? Schlaf ist ja auch für Sportler wichtig. Schwanken. Und ich schlafe viel. Ich habe mir angewöhnt, viel zu schlafen. Du musst ultra effizient dann wahrscheinlich sein. Naja, das ist richtig. Ich habe schon den einen oder anderen Call vom Bike oder aus dem Eisbad hatte ich mal einen Call.

Das ist auch eine Anekdote gewesen. Irgendeinen Vesto habe ich mal im Eisbad kennengelernt. Da hatte ich wenigstens einen Grund, mich zusammenzureißen. da drin. Ne, man muss effizient sein, das ist schon richtig. Also es geht eigentlich keine Autofahrt, wo ich nicht irgendwie telefoniere und versuche, das zu nutzen und am Ende.

Ich war nie ein Fan von Masse und Quantität, weder im Training, im Training musste ich es eher lernen, weil ich dann doch eher gesagt, Team war ein Lauf mehr, eine Umsetzung mehr, einmal Kraft mehr und dann habe ich mich zu oft verletzt. Mittlerweile bin ich auch mehr Team, lieber weglassen und den Körper schonen, kann auch am Alter hängen und auch bei der Arbeit.

Also ich glaube nicht, ich halte nichts von viel Arbeiten, um viel zu arbeiten. Ich glaube, man kann sehr effektiv arbeiten. Es gibt Dinge, die müssen einfach getan werden und man darf nicht vergessen, man ist ja auch nicht allein. Also ich hatte ja auch ein Team sowohl jetzt mit meiner neuen Gründung als auch.

Im Mehrkampf um mich herum und am Ende auch natürlich im Prävention meiner ersten Firma. Also da war ich nicht allein, ich hatte ein Top-Team und das unterstützt einen dann auch. Vor allem mal in Phasen, wo es dann auch stressiger ist. Das ist ja auch zyklisch. Also dann gibt es ruhigere Phasen, es gibt die Off-Season, da hast du irgendwie sehr viel Zeit oder dann halt, wie gesagt, wenn die Wettkämpfe anstehen, logischerweise weniger.

Das, glaube ich, muss man ganz klar dazu sagen. Also du machst es ja nicht alleine, auch wenn du irgendwie da deinen Job hast und dein Thema tust. Aber auch als Einzelsportler, das werden wir beide bestätigen können, stehst du vielleicht alleine vorne, aber es sind immer Leute dahinter. Es steht immer jemand dahinter und ohne die geht's halt nicht.

Ja, dann hast du einen Sidestep gemacht, sag ich mal, der spannend war, aber der erstmal nach dem kleinen, mühsamen Weg klingt oder geklungen hat, für mich zumindest von außen. Du hast mich nämlich im Leichterlehrkreis Frankfurt engagiert. Das ist jetzt nicht der Ansatz, ich will Präsident des Deutschen Leichterlehrverbandes werden, sondern da, wo ja eigentlich die Musik spielt, also da, wo lokal die Musik spielt, Wo man, da wirst du uns sicher gleich erzählen, ob das stimmt oder nicht, im Zweifel aber schneller Dinge bewegen kann oder Dinge in Richtung verändern kann, als im vielleicht etwas größeren oder komplexeren Kontext.

Jetzt bist du plötzlich auch noch Funktionär. Ja, das war Zufall, als meine Firma so langsam zum Verkauf ging und leider der langjährige Vorsitzende des Leichtlägerkreises Frankfurt plötzlich verstorben ist und der Leichtlägerkreis ohne Kopf dastand. Und meine Eltern waren früher beide aktiv im Leichterledekreis in Frankfurt, sind jetzt auch beide ehrenamtlich aktiv bei Eintracht Frankfurt in der Leichterledekabteilung.

Also ich kenne Ehrenamt und weiß, dass Ehrenamt irgendwie das Rückgrat des organisierten Sportes ist und weiß, wie viel da getan werden muss und habe das als Chance gesehen zu sagen. Ich nehme jetzt die Erfahrung, die ich als Unternehmer gesammelt habe und die Erfahrung, die ich als Athlet auf der Bahn gesammelt habe und versuche die lokal in Frankfurt. Und Frankfurt hat den Charme.

Frankfurt ist, viele sagen, ein Dorf. Frankfurt ist eine Stadt, die ist wirklich eng vernetzt, die ist kompakt gebaut und irgendwie sind die Wege dann doch einigermaßen kurz. Und trotzdem ist Frankfurt groß genug, dass du das Gefühl hast, du bewegst hier auch was, du machst hier was. Wir sind eine der größten Städte Deutschlands. Wir haben extrem viel Lebenswertes und extrem viel spannende Aspekte dieser Stadt.

Und diesen Charme, dachte ich, kann ich in diesem Leichtegg-Kreis vielleicht bringen. Und habe mich zur Wahl gestellt, habe gesagt, komm, das sind klassische Wahlen. Die Leichtegg-Vereine in einem Kreis entscheiden und dürfen das wählen. Und ich wurde gewählt und habe mich gefreut. Und seitdem darf ich in Frankfurt Kreismeisterschaften ausrichten und mich um Trainerprogramme kümmern und versuchen, irgendwie diese Basisarbeit zu machen, die vielleicht Präsidenten des einen oder anderen Verbandes manchmal ein bisschen vergessen und zu weit weg sind von dem Thema.

Und ich finde es extrem wichtig, neben allen Big Picture immer wieder sich vor Augen zu führen, wo eigentlich die Musik spielt und wo sie anfängt. Also ich bin immer mit der Meinung reingegangen, wenn wir einen Frankfurter Olympiasieger wollen, dann war der bei Kreismeisterschaften, dann war der bei irgendeinem Verein. Also der muss ja irgendwo herkommen.

Der taucht ja nicht auf einmal auf, sondern die kommen irgendwo her. Und die Chance, den Kindern zu geben und die Chance auch dann anwachsenden Jugendlichen und Nachwuchsathleten und auch den Spitzathleten dann zu geben, das war mir wichtig und dachte mir, komm. Schmeißen wir uns mal ins Ehrenamt und gucken mal, was wir da machen konnten.

Ich hatte ja Zeit, wie gesagt, im Verkaufsprozess und dann auch irgendwann verkauft und ich war da auch dann nicht mehr operativ tätig, vielleicht das auch noch wichtig zu sagen und, Bin dann relativ schnell auch danach in den Sportkreis, können wir sagen, aufgestiegen. Das ist quasi das Gleiche für alle Sportarten in Frankfurt und mache jetzt diese beiden Ehrenämter quasi und darf mich da mit allen Fragen beschäftigen, so nach dem Motto, wie können wir den Sport in Frankfurt unterstützen?

Wie kriegen wir noch eine Tarte am Bahn? Wo können wir die hinbauen? Wo ist das Geld gut investiert? Wo findet man es? All diese Fragen, im Großen wie im Kleinen. Aber du wärst ja im Denken nicht du selbst und Leistungssportler und Hochleistungssportler, wenn du nicht auch dann das Big Picture, das du gesagt hast, auch konkret ausgesprochen hättest und konkret verfolgt hättest und erst mal gesagt hast, warum sollen wir eigentlich nicht die Leichter-Legend-Weltmeisterschaften nach Frankfurt holen?

Also die Hallen-Weltmeisterschaften. Also erst mal die Hallen-Weltmeisterschaften. Ich weiß schon aus unseren Vorgesprächen, es ist jetzt ein bisschen ein Hauch anders geworden, Aber nimm uns mal mit, warum diese Idee und warum du ja mit der Idee, das ist ja auch ein Punkt. Auch dann weitergegangen bist, weil die Idee selber zu haben und zu denken, naja, vielleicht machen wir das mal in 10 Jahren oder in 15 Jahren ist das eine, das zu artikulieren, löst ja Dinge aus. Nimm uns mal mit, wie das war.

Und das ist am Ende eine Maxime, die mich durch meine ganze Sport-Nebentätigkeit in Frankfurt und Umgebung und überall hinaus begleitet. Das ist nämlich die Idee, du musst es einfach machen. Also ich könnte ja klappen, war schon immer mein Motto und man könnte es ja versuchen. Und als ich gehört habe, dass Frankfurt eine Multifunktionshalle bauen will, also das Gerücht gab schon lange und Ideen gab schon lange, aber dass das Ganze sich jetzt materialisieren könnte, habe ich sofort daran gedacht.

Ich war bei Halleneuropameisterschaften zweimal. Das hat richtig Spaß gemacht. Und als ich gehört habe, dass die weit über 10.000 Sitze haben sollten, das hatten die, wo ich war, in Glasgow und in Turun nicht, ich habe gesagt, das ist eine Chance für Frankfurt. Ich habe mich mal hingesetzt, habe geguckt, wann waren denn die letzten Hallenweltmeisterschaften in Deutschland? Da habe ich gesagt, ach ja, gar nicht. Schade.

Ich habe mich mal umgehört, habe gehört, es gibt die SAP Arena in München, die gebaut wurde, die irgendwie doch nicht so ganz geeignet ist. Für Leipzig macht ja oft die deutschen Meisterschaften, aber ist auch überschaubar vom Rahmen und nach Gesprächen habe ich festgestellt, Frankfurt hat hier wirklich die Chance, das zu machen und warum eigentlich nicht?

Also man kann sich bewerben, Deutschland ist eine Leichtathletik verrückte Nation. Berlin, WM, EM, München, auch Stuttgart früher, es sind alles Meisterschaften, wenn man die Bilder sieht, war immer geil, es hat immer Spaß gemacht, die Menschen sind ins Stadion gekommen und Und jetzt haben wir in Frankfurt ja leider kein leichterlegtes Stadion, das Waldstadion.

Ist jetzt leider nur noch für Fußball, steht nur noch für Fußball zur Verfügung, da habe ich gesagt, komm, das ist eine Chance für uns. Und ich sehe das auch immer als Entwicklungschance. Also wir strahlen auf die Großen und am Ende bleibt aber auch viel für die Kleinen übrig. Also so ein Projekt nach vorne zu treiben, ist immer auch, wie gesagt, eine Entwicklungschance für eine Stadt.

ÖPNV, der bei olympischen Spielen entwickelt wurde oder Quartiere, die entwickelt wurden. Und das Gleiche für eine Leiche-WM sehe ich hier in Frankfurt die Chance, dass wir dementsprechend auch den Standort Frankfurt und Region, also Frankfurt ist das Leiche-Herz von Hessen, mit den Bundesstützpunkten, die wir hier haben, mit dem Olympiastützpunkt, den wir hier haben, den nochmal weiterzuentwickeln mit solcher Strahlkraft.

Und Frankfurt ist eine sportverrückte Stadt. Wir sind eine sportaffine Stadt. Wir haben ganz viele Ausdauersportmeisterschaften. Wir haben Ironman, EM, der Herren hier, wir haben den fünftgrößten Marathon Deutschlands hier und haben dementsprechend auch die Chance, jetzt vielleicht die Leichtathletik, meine Leichtathletik, endlich mal nach Hause zu holen.

Also das habe ich als Chance gesehen. Und dann habe ich es einfach artikuliert, warum nicht die Bahn da reinbauen, das organisieren, das finanzieren, das kriegt man schon irgendwie hin. Ich habe ja ein bisschen Erfahrung mit generellen Investitionsthemen. Und ja, jetzt ist es zwar aus WM EM geworden Stand heute, aber wir treiben das voran.

Also der Stand der Dinge ist, die Halle soll gebaut werden, das geht so seinen Gang, Zeitplan irgendwie Anfang der 30er passt und gemeinsam mit dem Hessischen Leitigverband und mit dem Deutschen Leitigverband treiben wir das auch diese Bewerbung voran. Also das kann ich so kundtun. Und sobald es da einen neuen Entwicklungsstand gibt, wird man es irgendwo sicherlich lesen können.

Ja, aber das eine ist ja, einfach mal probieren, vielleicht könnte es klappen. Das ist erstmal eine Einstellung, die nicht mehr so viele in Deutschland haben. Habe ich manchmal den Eindruck, zumindest nicht im Sport. Und tatsächlich ist ja dieses Element Hallen-EM, Hallen-WM in Deutschland total klein gespielt worden.

Weil der Leichtathletikverband, also der Weltverband oder der Europäische Verband, die suchen ja händringend nach Ausrichtern genau für diese Titelkämpfe. Das ist nicht so, dass die möglichen Ausrichter der Schlange stehen, im Gegenteil. Sondern da hat man schon eine relativ kurzfristige und coole Chance zu sagen, okay, und da hast du ja vollkommen recht, da ist ja Deutschland dann auch ein Veranstalter-Powerhouse international gesehen, da kriegt man den Zuschlag, da bin ich ganz sicher.

Plus das kann natürlich dann auch eine Initialzündung für eine neu gebaute Halle sein, für eine Event-Location, um da auch eine entsprechende Visitenkarte dran zu hängen. Schaut mal, auch solche Veranstaltungen können hier stattfinden und nicht nur in einer Abführung Konzerte oder sonstige Veranstaltungen.

Ich hoffe sehr, dass das als Vorbild dient für andere Sportarten, sich genau das Gleiche zu trauen und zu sagen, hey, warum können wir nicht internationale Meisterschaften hierher holen. Das ist der Vorteil einer Multifunktionshalle. Also deswegen bin ich auch ganz dankbar, dass Leichekalle in der Größe meiner Meinung nach wenig Sinn ökonomisch macht.

Aber so eine Multifunktionshalle muss ausgelastet werden. Und dann, warum sollen wir nicht die Ersten sein? Leichtathletik ist die olympische Kernsportart. Und wie gesagt, Halle ist für mich auch immer das Thema gewesen, das wirkte stemmbar, das wirkte machbar. Es ist nicht ganz so viel wie irgendwie sieben, zehn Tage Leichtathletik, WM, EM, Outdoor, also drei, vier Tage.

Ein bisschen kompakter, ein bisschen, wie gesagt, sehr, sehr, sehr viel, was du bekommst für einen machbaren Aufwand. Das habe ich da gesehen und die Chance gesehen und es wirkte für mich auch nicht nach Träumerei. Ich habe wirklich gesagt, ich glaube, das kriegen wir hin. Das war sofort die Idee, als wir da irgendwie drüber gesprochen haben.

Und je mehr Leute darüber spricht das, desto mehr hat man gemerkt…. Die Leute wollen das. Also die Verbände sind da, wie du sagst, nicht abgeneigt und unterstützen das. Also das wurde gar nicht als Träumerei angetan. Da habe ich gesehen, vielleicht haben wir da auch einen Nerv getroffen. Vielleicht braucht es einfach mal jemanden, der das einfach mal artikuliert und den Leuten vielleicht auch den Mut gibt und sagt, warum nicht wir?

Warum nicht Frankfurt? Warum nicht Deutschland? Also das einfach mal zu machen. Wenn man es dann durchspielt, merkt man, ja, klar, wie du es gesagt hast, Deutschland ist ein Sportevent Powerhouse und wir kriegen das hin. Wir kriegen es auch gut hin. Wenn du, also natürlich so eine Vision, ist klar, da brauchst du in Frankfurt natürlich mitstreiten.

Ich habe jetzt nicht den Einblick, wie solche Bewerbungsprozesse im Detail ablaufen, aber wahrscheinlich muss ja dann trotzdem ein der DLV das ja mittragen und einreichen. Du wirst ja wahrscheinlich nicht als Stadt Frankfurt sagen können, wir gehen jetzt direkt zu World Athletics und sagen, hey Freunde, pass auf, wir haben Bock, Hallen, oder World Athletics in dem Fall nicht, sondern zum Europäischen Verband und sagen, wir würden gern Hallen Europameisterschaften ausrichten.

Wie läuft das? Ihr setzt euch durch gegen Konkurrenz, als es dieser aktuell nicht gibt, weil niemand anders, glaube ich, was vergleichbar Großes gerade vorhat, was die anderen Städte betrifft. Aber ihr braucht da wahrscheinlich ja trotzdem irgendwie... Jemanden, der das dann von offizieller Seite quasi einreicht, nehme ich an.

Also ich als Leiche-Kreis-Vorsitzender Frankfurt, also die kleinste Struktureinheit, die es im Deutschen Leiche-Verband gibt. Selbst wenn du der Schublade ein perfektes Konzept hast, würde das so nicht gehen wahrscheinlich. Das ist richtig, aber es ist immer die Frage, wie arbeitet man zusammen und wer arbeitet was aus und es sind am Ende Teamwork und es sind am Ende immer Menschen und natürlich, wie gesagt, sagen wir mal, hat der Verband Leute, das ist ja nicht die erste Bewerbung für irgendwas, also das ist ganz klar.

Die Frage ist aber, mit wie viel Konzept kommst du an und mit wie viel Idee kommst du an. Und da habe ich mich einfach selbst hingesetzt und dann, wie gesagt, eng mit dem Hessischen Leiche-Verband zusammengearbeitet, um mal so ein Grobkonzept zu stricken. Und natürlich muss eine Stadt auch dahinter fliegen. Das ist was Wichtigste noch, würde ich sagen. Die Stadt Frankfurt, das nicht.

Richtig, richtig. Also wir müssen auch sicherlich das mitfinanzieren und mittragen und mitwollen. Und da habe ich ja in Frankfurt nie Probleme gesehen. Also wie gesagt, Frankfurt ist eine Stadt, die jetzt kurzfristig zum Beispiel dieses Jahr die rhythmische Sportgymnastik WM übernommen hat, weil Berlins logistisch nicht hinkriegt. auch gesagt habe, gut, dann macht es halt Frankfurt.

Das ist so ein bisschen unsere, glaube ich, DNA auch. Was vielleicht die Großstädte nicht hinkriegen, kriegen wir in Frankfurt, der kleinsten Großstadt der Welt hin. Und nee, also das, glaube ich, zum Hintergrund, das ist ein Prozess, wie du sagst, klassische Bewerbung muss dann ausgefüllt werden. Es gibt tausend Themen und Kriterien und das mache auch nicht ich alleine.

Und wie gesagt, da kann ich jetzt nicht zu tief ins Detail gehen, ist ja auch noch zu weit weg. Aber wie gesagt, wir haben ein Konzept, wir haben Ideen. Wir wissen ungefähr, was wir uns hier einlassen, auf welche Dimensionen, was Kosten angeht, was Einnahmen angeht und so weiter. Und wie gesagt, auch da wieder, es gibt ein Team, das mache ich nicht alleine, sondern ich habe es geäußert, ich versuche es voranzutreiben, ich versuche dann am Ende aber auch immer Leute zu finden, die schlauer sind als ich und sich tagtäglich mit den Themen beschäftigen und vielleicht die fehlende Zeit, die ich habe, dann wettzumachen, und dann, wie sagt man, den Weg zu ebnen für solche Themen.

Ja, und das hast du dann eben schon auch in einem Nebensatz kurz gedroppt. Fünf größer Marathon, das ist ja etwas, was unsere Community sich ja vielleicht noch einen Hauch mehr beschäftigt, interessiert, sicher auch. Dann hast du einfach gesehen, dass da auch Optionen entstehen beim Marathon. Und das hat dich dann auch wieder interessiert. Warum Marathon und was hat dich daran interessiert, dass da jetzt Optionen entstehen?

Ja, das ist vielleicht das spannendste Thema derzeit in meinem Leben. Es ist ja immer eine Frage, wie man das bewertet. Gesamtteilnehmer an einem Event, Gesamtteilnehmer des Marathons, je nach Wetter gibt es mehr oder weniger Finisher. Alle so Themen, also da streiten sich dann im Zweifel die Statistiker drüber.

Aber als Leichtathletik-Kreisvorsitzender ist natürlich der Marathon ein Teil meiner Aufgabengebiete. Marathon ist Leichtathletik und als Leichtathletik-Kreisvorsitzender bin ich da dementsprechend auch daran interessiert. Und je mehr ich mich eingearbeitet habe in das Thema Laufsport, und wenn wir das mal so betrachten, dass eigentlich jeder, der laufen geht, ein Leichtathlet ist, dann sind über 90 Prozent der Menschen da draußen Läufer der Leichtathleten.

Und nicht Zehnkämpfer, Sprinter, Sperrwerfer, das sind eher die Exoten. Sondern Laufen ist die größte Sportart der Welt, die ist unterschwellig, du brauchst keine Facilities, du brauchst ein paar Schuhe und gehst laufen. Einfacher wird's nicht. Mir war es wichtig, die Bahn-Leichtathletik und die Straßen-Leichtathletik irgendwie enger aneinanderzuführen. Ich hatte das Gefühl, das sind so zwei Blasen in sich.

Es gibt, Philipp, du hast es vorhin schon gesagt, natürlich Langstreckenläufer, die irgendwie mal von der Bahn dann nach draußen gehen und dann feststellen, die Welt ist irgendwie viel größer als diese 400 Meter Oval. Tatsächlich. Und auch schöner teilweise und vielleicht auch ein bisschen spannender und abwechslungsreicher.

Aber das war ein Thema, was mich beschäftigt hat. Und je mehr ich mich da, wie gesagt, eingearbeitet habe, desto mehr habe ich gesehen, Frankfurt hat ein gigantisches Potenzial, was den Frankfurt Marathon angeht. Wir hatten 17.000 Teilnehmer im letzten Jahr, ich glaube knapp über 12.000 Finisher und Laufsport boomt.

Laufsport erlebt einen der größten Post-Covid-Wachstumstrends irgendeiner Sportart. Strava hat letztes Jahr gesagt, dass Running Clubs über Faktor 3 gewachsen sind im Jahr 25. Und ich glaube, ihr beide und alle Hörer können das nachvollziehen. Also wie viele Leute jetzt mittlerweile laufen gehen und Laufsport machen und sich an verschiedene Strecken wagen. Und auch wieder jünger wird.

Das ist ja auch interessant. Wenn man die großen Marathons anschaut, ist ja die Altersgruppe 25 bis 40 die am schnellsten und stärksten wieder wächst. Das ist ja auch eine spannende Entwicklung. Das war ganz viele Jahre ja nicht so. Also was wir festgestellt haben, ist der Laufsport und auch der Marathonsport, er wird jünger, weiblicher und internationaler.

Und Frankfurt ist weder jung noch weiblich noch international. Und das ist am Ende etwas, wo wir, glaube ich, gesagt haben, und wer diese Stadt kennt, wer Frankfurt kennt, der weiß, das ist eine internationale Stadt, das ist eine mutige Stadt, das ist eine Stadt, wo, wie gesagt, man bunt ist, wo man alles hat.

Frankfurt ist eine Stadt, die gegensetzen ist. Du hast die Paulskirche und direkt daneben irgendwie den Commerzbankturm. Also den Ort der Geburtsstunde der deutschen Demokratie und irgendwie ein Wahrzeichen für moderne und Finanzentwicklung und Technologie. Und genau das am Ende ist für mich auch, wie ich, wie gesagt, dieses Event gesehen habe und einfach gesagt habe mit meinem Mitgründer, jetzt Fabian Brückmann, der selbst Ausdauersportler ist, der sich gerade auf einen Ironman vorbereitet, 400 Meter Läufer war und der also dementsprechend diese Strecken auch kennt.

Auch Frankfurt schon gelaufen ist, er auch gesagt hat, hey, hier steckt eine Chance. Und auch da wieder die Frage, was machen wir jetzt damit und wie gehen wir damit um? Und da war für mich eigentlich ganz klar, wir gründen die Frankfurter Sportagentur, wir wollen den Frankfurt Marathon machen. Und das ist also das, womit ich mich im Moment beschäftige, mir die Frage zu stellen am Ende, wie können wir dieses größte Ausdauer- und Laufsport-Event, das eine Stadt hat, was nun mal der Marathon ist und dieses Festival des Ausdauersports.

Wie können wir das irgendwie wieder in meiner Stadt Frankfurt, in der ich mich irgendwie wohlfühle, die wieder groß genug ist, dass es wirklich Spaß macht und trotzdem kurz genug ist und klein genug ist, dass man irgendwie auch Dinge schnell bewegen kann, uns damit beschäftigen. Und ja, deswegen hat sich meine neu gegründete Firma, die FSA Frankfurter Sportagentur, bei der Stadt Frankfurt beworben, ab 2027 den Frankfurt Marathon auszurichten.

Jetzt muss man nochmal einmal als Background für euch alle zu Hause, ja, Frankfurt Marathon sagt euch natürlich allen was, das ist ja klar. Aber wer macht das eigentlich dahinter und wie passiert das eigentlich und so weiter? Das Ganze wird organisiert von einer Agentur, die heißt Motion Events. Dahinter steht der Renndirektor, der die letzten, also sicher 20 Jahre, wahrscheinlich länger, das Event begleitet hat, Gruß gemacht hat, das muss man ja auch sagen, Von einem Stadtmarathon zu einem internationalen, wertigen Stadtmarathon mit Gold-Label.

Da sind ein paar... Elite-Label. Ja, er hatte zwischendurch immer das Gold-Label. Das hat sich ein bisschen verändert, die Labelung hat sich verändert. Aber er zu einem international angesehenen Marathon entwickelt hat, das ist gar keine Frage. Ja. Die Zeit steht ja nicht still, die Zeit geht ja weiter und ihr habt das beide skizziert, wohin die Reise gehen kann.

Die Major, das haben wir die letzten Wochen immer wieder besprochen, sind da halt auf Expansionskurs. Das geht sicher zu Lasten von Marathons in der Kategorie Hamburg, Frankfurt, vielleicht noch München, Köln, also die, die da sicher ein Problem haben. Wie positioniere ich mich dann als großes Lauf-Event, als Stadt-Lauf-Event?

Bin ich dann ein regionales Event? Klammer auf, ist das nicht ein bisschen zu klein? Wie komme ich dann an meine entsprechenden Zahlen? Und wie werde ich internationaler, weiblicher und jünger? Das können ja zum Beispiel solche großen Fragen sein. Und in dieser Woche gab es dann eine sehr spannende, aber ja bedeutungsvolle Pressemitteilung von eben Motions-Event.

Von der Agentur, die den Frankfurt Marathon ausgerichtet hat, nämlich, dass die sich in Zukunft unter dem Dach der London Marathon Events wiederfinden und dahin verkauft worden sind. Hilfe uns, was bedeutet das? Das ist eine gute Frage. Da müsstet ihr wahrscheinlich den noch Renndirektor Jo Schindler fragen, was das jetzt konkret bedeutet für mich.

Und das ist, glaube ich, das Wichtige. Ich bin nicht rangegangen und habe versucht, Gegenentwürfe von irgendwas zu entwickeln, sondern ich bin rangegangen, ganz naiv, als jemand, der sich mit zehn Kilometern teilweise schwer tut, aber doch der Leichtathletik sehr verbunden ist und selbst Athlet war und wie gesagt selbst am Ende auch die Sport-Events ich bin einfach sportverrückt, ich liebe Sport also aller Art und bin einfach rangegangen und habe mir überlegt, was braucht der ideale Marathon, was braucht der Frankfurt-Marathon, um den Top-Läufern gerecht zu werden den, 99,8% der Läufern die sich nicht als Top-Läufer identifizieren, sondern dieses Event aus den verschiedensten Gründen machen die verschiedenste Zielgruppen abbilden.

Der Marathon ist ja so divers wie eine Stadtgesellschaft. Und das war eigentlich die Fragestellung, die ich und Fabian, mein Mitgründer, gestellt haben. Du hast es gerade angesprochen und ich habe ganz großen Respekt, was in Frankfurt geleistet wurde die letzten Jahre mit dem Frankfurt-Marathon. Das war nicht immer so einfach.

Es war auch nicht immer so, dass mehrere Interesse hatten, einen Marathon auszurichten. Ich glaube, da kann jede Stadt und jeder Veranstalter, also jeder, wie sagt man, Veranstaltungsort dankbar sein, wenn es mehrere gibt, die Interesse haben, sich im Ausdauersport irgendwie die Finger schmutzig zu machen.

Unserer Meinung nach ist jetzt aber auch die Zeit nach vorne zu schauen. Die Zeit hat sich ja weiterentwickelt, wahrscheinlich 20 Jahre zurückguckt, 2006. Das waren andere Zeiten, da war der Sport anders, manchmal ein bisschen elitärer, manchmal ein bisschen trockener. Ich glaube, wir erleben eine wahnsinnige Professionalisierung, Eventisierung und am Ende glaube ich auch, ja, wir erleben eine Kommerzialisierung zum Guten wie zum Schlechten von solchen Events und letzteres hoffe ich, dass man dementsprechend immer im Hinterkopf behält, wofür macht man das Ganze, wie macht man das Ganze.

Ich war immer ein, jetzt habe ich ja zwei Dinge in meinem Leben gemacht. Ich bin Ehrenamtler, wo ich viele, viele Stunden meines Lebens reinsetze für 0 Euro. Also für meine Ehrenämter kriege ich gar nichts, also weder für den Leichekreis noch im Sportkreis. Und war Unternehmer, wo natürlich, wie gesagt, gerade wenn man Investoren an Bord hat, auch immer die Frage ist, wie kriegt man irgendwie diese Zahl, die da unterm Strich steht, immer größer.

Und beides hat Vor- und Nachteile. Und ich hatte jetzt die Chance gesehen, auch mit dieser Agentur das Beste aus beiden Welten zu vereinen. Das gemeinnützige, das wertetreibende, das demokratiefördernde des Ehrenamtes, des Vereinssportes, den ich so liebe und den ich als eines der Rückräder unserer Gesellschaft sehe.

Gerade in solchen Zeiten und wir in Frankfurt haben über 350.000 Mitglieder in Sportvereinen. Das ist eine wahnsinnig gute Quote. Das sind fast 50 Prozent der Bevölkerung. Also das soll eine Großstadt uns erst mal nachmachen. Wir haben tolle Vereine wie die Eintracht Frankfurt, Spiridon Frankfurt. Die TG Bornheim zum Beispiel, die man hier kennt, die über 30.000 Sporttreibende hat und gleichzeitig, weil sich aber auch Ehrenamt stößt an Grenzen.

Immer weniger Leute sind bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das Leben wird immer stressiger, schneller. Irgendwie muss man auch die Miete zahlen. Und diese Frankfurter Sportagentur versucht dementsprechend beides zu vereinen. Und das ist vielleicht auch das zum Thema Marathon, um darauf zurückzukommen, wie wir diesen Marathon sehen wollen.

Wo ich glaube, dass du als Sportveranstalter eine Verantwortung hast. Du hast eine Verantwortung gegenüber den Athleten. Ich weiß das selbst, wie das ist, irgendwie als Spitzenathlet. Man braucht irgendwie die direkte Kommunikation, man braucht Transparenz, man braucht irgendwie jemand, der sich da um einen kümmert und den Respekt am Ende, den man bekommen soll als Athlet und verdient hat und gleichzeitig, wie gesagt, muss man ein Event draus machen.

Und das ist vielleicht so ein bisschen die Philosophie, die mich treibt oder uns treibt. Und ja, wie gesagt, ich glaube, ihr beide kennt euch derzeit deutlich besser aus als ich mit dem Thema Marathon. Ich versuche mich da, wie gesagt, intensivst als absoluter Sich-Schwert-Tour mit langen Laufstrecken.

Und auch wirklich, auch da kämpfe ich auch schon nach einer halben Stunde. Zumindest mit der Langeweile zwischendrin. Ich weiß nicht, wie ihr das macht. Ich kriege es nicht hin, auch mit Podcasts und Co. Aber versuche da trotzdem, mich in den gemeinen Marathonläufer zu versetzen, natürlich mit Leuten zu sprechen und zu verstehen, was ist das.

Und ich hoffe, dass ich da, wie gesagt, meine Gap, die ich aus dem Zehngampf mitbringe, aus den kurzen Laufstrecken dann da überbrücken kann, irgendwann. Ja, also ich finde das, haben wir off-record schon gesprochen, eine total spannende Entwicklung für Frankfurt, fürs Marathonlaufen im Allgemeinen. Wir hatten es ja gerade gesagt, die Beliebtheit von Marathon-Veranstaltungen, aber vor allem auch Halbmarathon-Veranstaltungen, als Sprungbrett zum vielleicht auch, entweder für die einen, die sagen.

Training reicht auch zwei-, dreimal die Woche laufen, ist auch genug, ich habe noch ein paar andere Dinge, die mir wichtig sind im Leben, dann ist vielleicht Halbmarathon sogar die Strecke, die vielleicht sogar aktuell, noch ein bisschen populärer ist als der volle Marathon, aber auch der ist natürlich...

Wenn ich da kurz ergänzen darf, also nicht nur ein bisschen attraktiver, also in Frankfurt ist der Halbmarathon, Welten attraktiver. Das wird in Frankfurt von einem Verein Spiridon Frankfurt, unserem Laufsportverein, gemacht und die haben 11.000 Tickets nach 12 Stunden verkauft. Da war ausverkauft. Nach nicht mal einem Tag.

Das kann der Frankfurt Marathon oder wahrscheinlich fast kein Nicht-Major-Marathon nicht nachweisen, die sofort ausverkauft wird. Also das ist eine wahnsinnige und das ist eine Strecke, wie du sagst, die ist irgendwie greifbar. Da sind viele gerade unterwegs. Ich habe dieses Thema Work-Life-Line, das hast du schon vorher gesagt, da waren ganz viele Sachen dabei, wo ich mich sofort wiedergefunden habe.

Das Thema ist ja in unserer Welt, in unserer Generation, jetzt ich, gut, ich bin ein bisschen älter als du, ich bin ja schon eher Mitte, Ende 30, aber dann spätestens, wenn man irgendwie noch vielleicht sogar Familie gegründet hat, Kinder hat. Irgendwie ambitioniert im Job ist, gleichzeitig aber auch, was man sich selber machen will und irgendwie dann auch das natürlich gerne verbindet, vielleicht mit Freunden, der Trip nach whatever, Frankfurt, Berlin übers Wochenende, man macht sich dann eine schöne Zeit, man läuft das Event, hat danach noch eine gute Zeit, geht vielleicht ein bisschen feiern, keine Ahnung, das ist cool.

Aber du musst das irgendwie in so einen Alltag reinpressen. Und das war für mich auch eine der größten Herausforderungen nach der eigentlichen Sportkarriere, weil in der Sportkarriere ist ja kein Problem, 200 Kilometer zu laufen, jede Woche dann noch Krafttraining, Physio etc., dann hier irgendwie drei Monate in Kenia und keine Ahnung, das ist dein Job.

Und das ist natürlich geil, wenn man irgendwie eine Zeit lang seine Passion zum Job machen kann, aber für mich war es viel schwieriger, dann irgendwann zu sagen, hey, ich glaube, für mich reicht es, das war geil, ich habe eine gute, für mich eine tolle Karriere so gehabt, es gibt einen Step danach, wir haben ja Zeit für Family, trotzdem ist man beruflich vielleicht ambitioniert Und da dann den Raum zu finden, zu sagen, was ist ein gutes Maß an Sport, was mir noch gut tut und wann stresst es mich dann eigentlich schon fast wieder sehr.

Und da ist, glaube ich, das, was ganz viele Leute, deswegen wundert mich das auch mit dieser Zuwachsrate in dieser Zielgruppe 25 bis 40 überhaupt gar nicht, dass das so ein Ding ist, wo man sagt, jo, dreimal, viermal Sport die Woche, das kriege ich gut hin. Das ist, sechs, sieben Mal wäre für mich Stress, vier Mal finde ich nice, ich will aber auch mal abends mit Freunden, was weiß ich, mein Aperol trinken und die Sonne genießen oder was auch immer, keine Ahnung und, deswegen ist Halbmarathon halt sehr viel.

Approachable sagen wir mal, also mehr, weil das einfach so eine Stunde, eine Stunde 30 bis maximal zwei Stunden, ich glaube ganz viele rennen natürlich in dieser Stunde die Profis, okay sagen wir mal Stunde 30 bis zwei Stunden 30 ist das, was du glaube ich gut schaffen kannst mit so einem Training und Und Marathon musst du dann schon wirklich richtig ambitioniert dich auch vorbereiten, weil sonst macht Marathon keinen Spaß.

Sonst ist Marathon halt einfach nur Quälerei. Und die gibt es aber trotzdem auch, keine Frage. Aber ich glaube, das sind zwei Sachen, die sich parallel entwickeln. Leute, die sagen, halt, Marathon reicht für mich. Das ist cool. Da habe ich trotzdem ein ähnlich tolles Event-Feeling, auch wie wenn ich einen ganzen Marathon laufe.

Und natürlich gibt es die andere Hälfte, die sagt, oh, jetzt habe ich Blut gelegt. Marathon muss schon ein-, zweimal sein im Jahr. Und man sieht es bei... Berlin ist natürlich ein Klassiker, die sind natürlich sowieso, weil es aber auch ein Major ist, deswegen ist es ein bisschen Schieflage, würde ich sagen, die sind eh immer schnell ausverkauft, weil natürlich irgendwie die Leute auch diese Six-Star-Finisher-Medaille irgendwann, jetzt sind es ja sieben, aber erreichen wollen.

Aber zum Beispiel Hamburg ist auch ein gutes Beispiel. Hamburg haben wir natürlich letztes Jahr auch sehr eng zusammengearbeitet in Sachen Event-Präsentation und so weiter, deswegen kennen wir da auch die Zahlen ein bisschen besser. Ich fand es, Ralf Frankfurt letztes Jahr auch, also der Halbmarathon, den sie inzwischen in das eigentliche Event ja auch schon seit Jahren integriert haben, sofort ausverkauft, same, same, aber auch der Marathon war ja in Hamburg.

In Hamburg, genau. Aber auch der Marathon selber in Hamburg ist ja innerhalb, gut, jetzt ist der 40. Vielleicht auch wieder ein bisschen was Besonderes, aber auch der war ja relativ schnell ausverkauft. Also ich glaube, dass das Publikum, das ist da, die Leute wollen das, die wollen ein tolles Event haben, die wollen ein Rundum-Sorglos-Paket haben.

Die wollen vielleicht auch das danach nochmal, das gibt es ja bei uns auch viele, die sagen, hey, ich laufe ja mit, aber kann ich das dann später nochmal im Real-Life sehen, vielleicht, ich möchte es ja auch verfolgen, was da so los war. Also es ist, ich glaube, es ist heute einfach wichtig, so ein holistisches Experience zu kreieren und da gehört vieles dazu, was vielleicht auch im digitalen Raum sich abspielt, da gehört vieles dazu, was vor Ort sich abspielt und ich finde das total spannend, was ihr da angeht.

Jetzt wäre meine Frage noch, ich glaube, das hast du nicht ganz genau gesagt, gab es nur euch als potenziellen Mitbewerber, Neubewerber, also beziehungsweise wie habt ihr davon erfahren, hat die Stadt Frankfurt euch gesagt, pass auf, das läuft deshalb aus, weil wurde, also der eigentliche Frankfurt-Marathon oder die Firma, über die das läuft, die wird an den London-Marathon verkauft oder habt ihr da, du bist natürlich bestens vernetzt logischerweise im Sportkreis Frankfurt, hast du das anderweitig erfahren, wie habt ihr denn überhaupt quasi die Idee entwickelt, dass ihr euch da oder einen Hut in Richtung, den Werfen Voyage.

Erstmal ist ja die Frage, da steckt jetzt viel drin und vielleicht, wenn ich kurz zu dem Hamburg-Thema was sagen darf. Du hast viel Richtiges angesprochen. Hamburg hat auch das Active City Hamburg-Konzept, wie die ganze Stadt eigentlich sich bewegen soll und ich weiß, dass Frankfurt das gerne als Vorbild nimmt und wir auch im Sportkreis, wie man...

Eine Bevölkerung holistisch ansprechen kann. Auch da wieder, was du gesagt hast. Es gibt nicht entweder oder, es gibt nicht entweder oder. Es gibt und und du musst auf jeden einzahlen. Du musst breit denken, du musst natürlich, du darfst dich nicht verrennen, du musst schon irgendwie dich positionieren.

Don't get stuck in the middle, hat man bei uns immer in irgendeinem Managementkurs gesagt. Und ich glaube, das ist auch richtig so. Also du brauchst eine Identität und Hamburg macht da vieles richtig. Also da hoffe ich, dass wir da irgendwie uns hin entwickeln können und auch da wieder Anschluss finden können und auch sagen können, Frankfurt ist lange vorher ausverkauft.

Eigentlich müsste es so sein, nach meinem Gefühl. Eigentlich müsste das in einer Stadt wie Frankfurt, die auch im Rhein-Main-Gebiet 6 Millionen Menschen hat, also so ungefähr roundabout wie Berlin, die eine Sportstadt ist, die weder vom Preis exorbitant hoch ist, noch eine langsame Strecke hat. Frankfurt ist bestzeitfähig und auch eine schöne Stadt. Müsste es eigentlich hinkriegen.

Der Prozess und die Gedanken dahinter, wie gesagt, Ich beschäftige mich, seit ich Kreisvorsitzender bin mit dem Thema Marathon, also zwangsläufig als ein Teil meines Ganzen. Und Ende letzten Jahres haben wir dann versucht, oder in dem Gespräch, wie gesagt, auch mit Fabian, der da auch, wie gesagt, eine ganz, ganz, ganz wichtige Rolle bei uns spielt, haben wir einfach mal festgestellt, wir gucken einfach mal, was ist denn die Situation?

Gibt es da langjährige Verträge? Kann man da rein? Wie verhält sich das denn? Auch da wieder einfach machen, einfach mal gucken, wie geht denn das? Und also völlig unabhängig von irgendwelchen externen Impulsen und das ist, wie gesagt, mir immer wieder wichtig, also ich möchte einfach, wie gesagt, versuchen, das Thema optimal anzugehen, so gut das geht.

Ich gehe da mit so einer gewissen Naivität sein und frage mich einfach, wie sollte es sein? Und dann machen wir es einfach. Das ist für mich relativ straightforward. Wir haben da keine, haben wir schon immer so gemacht und müssen wir immer so machen. Das gibt es nicht, weil haben wir nicht. Und dann haben wir festgestellt, es gibt keinerlei Restriktionen, die erst mal...

Mich und Fabian und uns als Frankfurter Sportagentur, das haben wir uns dann irgendwann relativ schnell genannt, weil wir wollen, was wir tun, auch als Programm haben und als Identität haben. Eine Agentur, die für Frankfurt, für die Region arbeitet, wie gesagt, und Marathon, der für alle ist. Das wird bei uns da prinzipiell einfach aufstellen können und sagen können, wir wollen das erst mal.

Und wir sind in sehr konstruktiven Gesprächen mit der Stadt. Zwei Marathons in einem Jahr in einer Stadt ist wahrscheinlich Quatsch. Ich glaube, das wäre ein Novum. Aber wie gesagt, da gibt es jetzt gute Gespräche mit der Stadt und wir werden da sicherlich im Laufe des Jahres konkret sagen können, wie das dann am Ende aussieht.

Also da, wie gesagt, stecken wir dementsprechend derzeit in diesen dann doch notwendigen Verwaltungsprozessen, die es einfach gibt, wenn sowas irgendwie mit drinsteckt. Und ja, es gibt aber kein, wie sagt man jetzt, Host-City, irgendwas, nichts, was uns jetzt erstmal davon abhält, dass wir das 27 hätten machen können.

Und als ich das erfahren habe, haben wir gesagt, gut, dann geben wir jetzt Gas. So, dann gründen wir, dann gibt es jetzt die Frankfurter Sportagentur, dann haben wir uns, wie gesagt, sofort angefangen zu überlegen, was braucht man denn, wie organisiert man denn eigentlich so einen Marathon? Auch da wieder haben wir uns Leute gesucht, die sich damit auskennen und sind jetzt in der Lage, da dementsprechend sagen zu können, wir sind in vollen Vorbereitungen.

Irgendwie Ende nächsten Jahres einen Frankfurt-Marathon auszurichten. Dann ist ja noch die Frage, wo will ich hin mit meinem Marathon? Du hast gesagt, man muss sich schon eine Marke verpassen. Also ganz lange war ja die Marke des Frankfurt-Marathons der Einlauf in die Festhalle. Das war die Marke plus, dass Frankfurt ja Pionier war vor längerer Zeit, nämlich als Stadtmarathons überhaupt angefangen haben zu existieren.

Damals war es noch die SG Höchst, ja, also damals ein bedeutender Verein, aber heute kein großer Verein mehr, der eine sehr große Rolle in der Leichtseite spielt. Also hat man was gemacht, na klar, man ist nach Höchst gelaufen. Durchschnitt der Farbwerke, habe ich gelernt. Ja, genau. Das ist vielleicht jetzt aus der heutigen Perspektive nicht mehr der Ansatz, den man wählen würde, zu sagen, okay, ich laufe da lang, weil das meine Keimzelle ist.

Sondern das spielen andere Dinge eine Rolle, die du schon gesagt hast. Die Stadt präsentieren, die Vorzüge der Stadt zeigen, sicher auch sich logistisch zu verhalten, eine Strecke zu haben, die schnell zu bewältigen ist, weil das einfach sowohl die Top-Leute als auch jeden Einzelnen, der eine Bestzeit aufsetzt. Niemand läuft gerne auf.

Genau, das ist einfach so. Das trifft dich wahrscheinlich noch viel mehr. Ich bin ja nicht ganz so lang wie du. Ich laufe auch nicht gern flach. Du läufst gar nicht gern. Es ist eine Hassliebe und ich lerne damit umzugehen. Nein, ich habe höchsten Respekt für jeden, der das macht. Ich mache so viel Sport in meinem Leben und bin auch mal 1500 in unter 440 gelaufen in einem Zehnkampf.

Das ist nicht so schnell wie Tim und nicht so schnell wie andere Zehnkämpfer, aber doch dann irgendwie eine Tiefe 3 auf dem Kilometer. Dementsprechend noch mal 2,41 auf 1.000 Meter gelaufen im Siebenkampf, das liegt mir ein bisschen besser aber ich habe da höchsten Respekt vor also wenn ich eins sagen kann oder was man bitte mitnehmen sollte ist ich laufe oft genug im Training ich tue mich extrem schwer und wie gesagt, respektiere jeden, der die Entscheidung trifft, das freiwillig länger zu machen und auch noch Freude daraus ziehen kann, Ja, und dafür braucht man ja ein paar Parameter, dass man sagt, okay, ich will dort laufen, weil.

Und diese Frage musst du ja vorab beantworten. Du musst ja beantworten als potenzieller Veranstalter, warum soll jemand bei uns laufen wollen und auch noch dafür bezahlen wollen, dass er nach Frankfurt kommt. Das sind ja genau die Fragen, die man sich beantworten muss. Was ist euer Ansatz? Also ich glaube, dass die Strecke schnell ist, das sollte auf jeden Fall bewahrt werden. Das ist etwas, was sehr positiv zu bewerten ist.

Wie gesagt, wenig Höhenmeter ist immer gut. Frankfurt ist eine flache Stadt, das kriegt man gut hin. Ich habe letztens von einem anderen Marathon, ich weiß gerade nicht welchen, gehört, eigentlich ist ein Marathon eine Sightseeing-Tour durch die Stadt. Und das fand ich, hat das eigentlich im Kern getroffen.

Also du läufst da 42 Kilometer irgendwie in und um die Stadt rum und eigentlich, wenn du fertig bist, musst du sagen, ich habe alle schönen Ecken einer Stadt gesehen. Jetzt weiß ich, wie diese Stadt aussieht. Und ich glaube, das ist in Frankfurt gar nicht so einfach, weil Frankfurt eine relativ dichte Stadt ist. Das heißt, du kannst da natürlich hoch und runter die Straßen laufen.

Kurven sind, wie gesagt, neben Höhenmetern das Zweite, was hier irgendwie Tempo rausnimmt. Und das macht auch keinem da Spaß, einfach, wie sagt man da, wie so ein Quadrat zu laufen. Aber Frankfurt hat so ein paar Ecken, glaube ich, die extrem sehenswert sind. Zum Beispiel das Ostend. Das Ostend in Frankfurt hat sich extrem weiterentwickelt. Da haben wir ein Wahrzeichen für Frankfurt, die Stadt, eine Europastadt, nämlich die EZB.

Was, wie nicht, eine gemeinsame Währung steht irgendwie für diese Werte, die die EU und Europa verbindet, wie diese EZB. Dann haben wir, Ralf, du kennst es, das Mainufer ist wunderbar zu laufen. Wahrscheinlich, ich sage immer, das Mainufer ist unser größter Sportplatz, den wir in Frankfurt haben. Absolut.

Und 24-7 beleuchtet. Also eigentlich jederzeit offen und nutzbar. Nicht bei jedem Sportplatz und so. Die Verrückten, die vier Uhr morgens laufen gehen wollen, können das auch. Nein, mein Ufer ist ein Traum. Und da kommen auch wieder, wie gesagt, viele Dinge zusammen. Du hast richtig gesagt, ich finde, man muss Tradition natürlich irgendwie respektieren und warnen.

Also ich fände es schön, wenn man irgendwie mal wieder durchs Torst der jetzt Infrasurf laufen könnte. Ist das das, was im Moment Frankfurt auszeichnet? Die Stadt hat sich weiterentwickelt. Und das muss auch in einer Strecke zum Beispiel abgebildet werden. Die muss sich auch weiterentwickeln. Also wenn ich eins sagen kann, ist, wenn man eine Strecke 25 Jahre nicht anpasst, hat sich entweder die Stadt nicht entwickelt und das trifft auf die wenigsten Städte, eigentlich keine Städte zu, oder man hat irgendwie die Entwicklung nicht mitgemacht.

Und du hast auch die Messehalle angesprochen und die Festhalle, in die gelaufen wird, das ist ikonisch und das ist super. Und ich war jetzt oft genug da, um das genau so zu sagen. Und wir haben auch erstmal keinen Plan, das zu ändern, weil wenn man sonst der Ironman Frankfurt endet am Römer, das finde ich auch ganz charmant und schön, aber das kannst du mit den Menschenmengen nicht machen.

Also du versuchst da ja zwei Dinge zu treffen, also irgendwie schön und machbar. Also irgendwann, je mehr Menschen kommen, irgendwann werden die Straßen zu schmal, irgendwann werden die Eingänge zu eng. Dann staut sich das, dann gibt es irgendwelche Risiken für Leib und Leben. Also da muss man einfach auch da wieder offen sein und sagen, geht das Ganze mit, entwickelt sich das mit, mit der Stadt, mit dem Event.

Und am Ende, wie gesagt, schnell und schön. Das fasst eigentlich, glaube ich, ganz gut zusammen. Wir wollen eine Strecke, wo du am Ende sagst, ich habe alles gesehen, was mir gefällt. Und gleichzeitig soll jeder, der eine Bestzeit laufen kann und will, in der Lage sein, sie bei uns zu laufen. Und das sind, glaube ich, die beiden Dinge, mit denen wir herangehen.

Und wo ich, wie gesagt, jetzt hier eine Frankfurt-Karte hinter mir habe, mit ganz vielen Pins drin, mit ganz vielen coolen Orten. Und versuche irgendwie, das abzubilden, ohne dass man jetzt das Rad neu erfinden muss. Was gut läuft, kann man auch weiternehmen. Aber auch da wieder, haben wir schon immer so gemacht, kennen wir nicht.

Und das ist am Ende etwas. Frankfurt hat so viele schöne Seiten. Frankfurt ist eine Stadt. Viele sagen manchmal ja Frankfurt, Bahnhof, Flughafen. Ich habe da irgendeine Spiegel-TV-Doku gesehen. Und die ganzen Junkies, das hört man ja oft. Man verliebt sich oft in Frankfurt auf den zweiten Blick. Also man muss die Stadt lieben lernen.

Und ich hoffe, dass wir mit irgendwie dort die besten Seiten Frankfurts zeigen können. Und das irgendwie abbilden können. Und trotzdem auf 42 Kilometer zu kommen, ohne dass es repetitiv wird. Und ohne dass es langsam wird. Gar nicht so einfach. Wie gesagt. Oft im Zielkonflikt, wie man so schön sagt, so als würde ich Kugelstoßen und Hochspringen optimieren wollen. Da weiß jeder, das könnte schwierig werden.

Aber irgendwo ist das Optimum. Irgendwo ist die Mitte, was dann auch noch genehmigt wird. Und das versuchen wir gerade mit ganz vielen Experten zu finden. Also wenn man von der EZB über das Mainufer auf die Stadt zuläuft, hat man auf jeden Fall als Läuferin oder Läufer einen ekolographischen Blick. Da sind genug Leute, die dann stehen bleiben und ihr Foto machen, wenn sie ihren normalen Lauf machen.

Also das ist ja eine andere Wahrnehmung von einer Stadt, wenn du so an deine Stadt herangehst. Also was ist eine Erlebniskultur, die ich schaffen kann während des Laufens? Das ist ja das, was dahinter steht. Jeder, der diesen Marathon gelaufen ist, soll sagen, nicht nur, das war ein Top-Event, ich will das wieder laufen, sondern soll auch sagen, Frankfurt ist eine geile Stadt. Frankfurt ist eine schöne Stadt.

So habe ich Frankfurt noch gar nicht gesehen. Das ist schon unser Ziel. Am Ende ist ein Marathon auch Stadtmarketing. Das muss man ganz klar sagen. Da fahren drei Stunden lang Kameras durch die Stadt. Also eigentlich fährst du da wie bei Google Maps irgendwie mit drei Leuten vorneweg. Fährst du da durch die Stadt, live im Fernsehen und auch noch in den Bildern danach. ach, also das musst du ausnutzen.

Und das war, wie gesagt, auch bei uns immer das Thema, wo wir gesagt haben, es soll für jeden Läufer attraktiv sein, der da irgendwie die First-Person-View hat und es sieht. Es muss irgendwie auch für die, die kommen, ein tolles Event sein. Also je weiter raus du gehst, desto weniger Menschen kommen irgendwie.

Es muss erreichbar sein. Ich weiß, Berlin hat so ein paar Ecken, da kann man mit der Bahn den Läufern vorwegfahren. Und dann kann man seine Läufer mehrfach sehen. Das ist so etwas, was man bedenken muss. Und natürlich, für die, die dich am Fernseher angucken, die sollen sich nicht nur daran erfreuen, dass da Leute wirklich, wirklich schnell, wirklich lange laufen können, sondern die Bilder, die man irgendwie im Hintergrund sieht, sollten genauso attraktiv sein.

Und das ist am Ende, wie gesagt, es sind so ein paar Punkte, die wir da einfach uns als Maxime gesetzt haben und wo wir uns drin bewegen. Und es gibt kein Optimum, aber wir versuchen so nah wie möglich da ranzukommen. Der andere Punkt ist, wohin geht die spitzensportliche Orientierung? Das ist ja durchaus ein Punkt, den wir hier auch schon häufiger diskutiert haben.

Also was ist mein Motiv für den Spitzensport? Berlin hat sich da relativ klar positioniert, ja auch aus der, sagen wir mal, eher jüngeren Geschichte. Da geht es um Rekorde. Da geht es um deutsche Rekorde, da geht es vielleicht sogar häufiger um Weltrekorde. Aber das ist eine klare Rekordorientierung.

Warum ist das halt so ein großes Ding, Berlin? Natürlich Major, Hauptstadt, Historie und so weiter. Aber man muss ja nicht drum herum reden. Es geht da natürlich schon auch darum, dass das eben möglich ist, dort Rekord zu laufen. Ja, und das ist immer so ein Punkt. Das treibt halt viele Menschen an. Das ist ja gar keine Frage.

Aber finde ich nicht vielleicht noch ein anderes Motiv. Denn wenn Berlin mit seiner finanziellen Power, mit seinem Marketing, mit seinem Image, mit dem Label Major dieses Motiv besetzt, Welchen Sinn macht es dann für Frankfurt, für Köln, für München, dasselbe Ziel auszugeben oder ein ähnliches Ziel auszugeben?

Aber was ist die Alternative? Ja, den Kampf verlierst du und das ist auch in Ordnung. Berlin ist ein Major, Berlin ist ein Aushängeschild für den Ausdauersport und Marathonsport in Deutschland und wir können alle froh sein, dass wir so ein Major in Deutschland haben, mit allem, was da dazukommt. Übrigens ja auch organisiert von einem Verein, was ich extrem toll finde, was da auf die Beine gestellt wird.

Auch da wieder eine Kombination aus einer profitorientierten GmbH und einem gemeinnützig orientierten Verein. Nein. Ja, du musst deine eigene Identität finden. Das hatten wir eben schon vorher und auch da nicht irgendwie im Mittelfeld spielen. Wenn wir versuchen wollen, die Besten in der Welt zu kriegen, kommen die nach Frankfurt?

Ich weiß es nicht. Für sehr, sehr, sehr, sehr viel Geld und ob das das richtige Motiv ist und ob das dann am Ende sich auch lohnt für alle Beteiligten, ich stelle es in Frage. Wir haben für uns eine Doppelstrategie wieder entwickelt, auch da wieder, weil ich glaube, es ist schon wichtig, den Leistungssport nicht zu vergessen, und gleichzeitig, wie gesagt, die Leistungssport.

Da komme ich auch her, den habe ich natürlich immer im Blick und wie gesagt, glaube da auch die Bedürfnisse von Athleten besser zu verstehen, als dass vielleicht viele so, sagen wir mal, nicht leistungssporttreibende Manager dann teilweise sich anmaßen. Da hat sicherlich jeder schon mal so komische Storys gehört und erlebt.

Nee, also da haben wir eine klare Doppelstrategie. Wir wollen der nationalen Spitze eine Bühne bieten. Das ist das Erste. Das heißt, ich will deutsche Meisterschaften in Frankfurt und wir haben Top, Top, Top, Top Marathonläufer in Deutschland und die sollen sich in Frankfurt wohlfühlen und sollen in Frankfurt eine Bühne bekommen und sollen dementsprechend auch, wie sagt man, vergütet werden, dass da am Ende die Rahmenbedingungen stimmen.

Dass jeder, der um einen deutschen Meistertitel kämpfen kann, das bei uns in Frankfurt tun kann. Das ist das Erste. Auch mit Hinblick auf olympische Spiele in Deutschland, auch mit Hinblick auf, wo kommen unsere Medaillen her, dürfen wir nicht vergessen, dass wir Top-Top-Topläufer im Ausdauersportbereich haben und uns da entwickeln. Wer hätte das früher gedacht?

Wir sind jetzt an dem Punkt, wo wir die haben und wo auch viele, die jetzt nicht Vize-Weltmeister sind, kommen. Und denen müssen wir helfen, denen müssen wir eine Bühne bieten, national bei uns. Das heißt, wir haben eine Verantwortung, meiner Meinung nach, als Sport-Event-Ausrichter auch die zu bedenken.

Gleichzeitig, wie gesagt, sind die meisten halt keine Top-Leute und wir haben das erlebnisorientierten Breitensport genannt. Das heißt, ich sage ja, jeder, der eine Bestzeit laufen will, soll eine Bestzeit laufen können und dabei Spaß gehabt haben. Das heißt, die beiden Punkte wollen wir betrachten. Das heißt, die nationale Spitze fördern.

Also ich sehe da ganz klar wieder, wie gesagt, wenn ich mir vorstelle, dass ich einen Wettkampf gehabt hätte oder wir haben in Deutschland einen Zehnkampf, Ratingen in Deutschland einen Top-Zehnkampf, und du merkst als nationaler Teilnehmer, du kannst extrem dankbar sein, dass es sowas gibt. Und das wollen wir eigentlich in Frankfurt für unsere nationalen Läufer werden, und wie gesagt, dafür gehört auch für mich eine deutsche Meisterschaft dazu, Philipp, du wirst es wissen, aber einfach ein deutscher Meistertitel ist nie nichts wert, ein deutscher Meistertitel ist egal wer antritt, ist immer was wert und Und es ist immer auch, Ralf, das wirst du sagen können, es ist auch immer eine News, es ist auch immer etwas, was irgendwie die Leute interessiert.

Und wie gesagt, gleichzeitig glaube ich, man kann das vereinen mit allem anderen. Und auch da am Ende wirklich Ikonen zu schaffen. Nationale Helden zu entwickeln und auch dort das zu zeigen und zu zeigen, hey, du als hier Frankfurter Bub oder Mädel, du kannst mal so werden bei deutschen Meisterschaften, wie wer auch immer.

Das, glaube ich, ist unsere Aufgabe und da, wie gesagt, bin ich vielleicht dann Lokalpatriot oder weiß ich nicht. Ein Athlet, der selbst im Nationaltrikot starten durfte, oft genug, der auch weiß, wie gesagt, diese Athleten müssen gefördert werden. Und wir können uns nicht darauf verlassen, dass es die Majors tun oder andere Große tun.

Und ich glaube, das ist etwas, wo Frankfurt genau die richtige Größe für hätte und wo wir glauben, Einen wirklich, wie sagt man, einen Platz zu besetzen, der Sinn macht für alle Beteiligten und aber auch uns einer Identität gibt und wieder auf dieses ganze Thema einzahlt, was wir eigentlich als Agentur wollen und was wir uns vorstellen, was der Marathon leisten soll.

Neben, dass er halt 42 Kilometer Strecke absperrt und deine Zeit dabei misst. Also das finde ich einen total spannenden Ansatz, denn wie du ja eben sagtest, es ist eine Sondersituation, wenn man so will, die es einfach vor alleine zehn Jahren so noch nicht gegeben hat. Also sprich, es ist das rein objektiv einfach auch von den Zahlen und von den Namen, es ist das goldene Marathon-Zeitalter hier in Deutschland, was die Akteure betrifft, Frauen wie Männer, wenn man die Zeiten anschaut, die die heute laufen und wir reden halt auch nicht nur von einem, wie vielleicht früher, wenn man froh war.

Sondern von vielen und das macht ja erstmal schon spannend, also im Wettstreit untereinander, aber einfach auch diese Auswahl sozusagen zu haben. Wenn du vorher vielleicht einen hattest, der irgendwie halbwegs relevant und bekannt war, ja gut, dann war es schwer, den glaube ich zu bekommen, weil natürlich außerhalb der deutschen Marathons vielleicht auch noch andere Startoptionen eine Möglichkeit waren.

Jetzt hast du super viele, die auch, ich würde sagen, in der Szene relativ beliebt und bekannt sind, was ja auch sich gegenseitig befruchtet, sage ich mal. Wir haben heute vielleicht in der Zeit jetzt auch nochmal andere Möglichkeiten oder andere Präsenzen auf Social Media als das vor zehn Jahren der Fall war.

Die Leute interessieren sich ja teilweise auch, was machen die? Wie bereiten sie denn überhaupt vor, um dann in Frankfurt vielleicht irgendwie eine Höchstleistung abzuliefern und all diese Gemengelage, Macht das, glaube ich, sehr, sehr spannend für Fans, die ja potenziell trotzdem auch selber an diesem Tag dann auf der Strecke mit ihren vielleicht auch Vorbildern oder wie auch immer sind.

Das ist ja auch eine gewisse Sonderform, die es jetzt gar nicht in vielen Sportarten gibt. Da fällt mir spontan eigentlich nur Marathonlaufen und Triathlon ein. Wo du, also lang das als Triathlon, wo du mit deinen Aushängestellen den gleichen Wettbewerb gleichzeitig machen kannst, die du vielleicht je nach Streckenphase auch irgendwo noch sehen kannst.

Also das ist schon super besonders und ich glaube, dass das auch eine Riesenchance ist. Plus man muss ja sagen, früher hast du vielleicht noch gesagt, naja gut, aber wenn du das nur auf Deutsche setzt, dann ist ja vielleicht dann in der etwaigen Siegzeit dann vielleicht ja gar nicht mehr so international relevant, da sind wir auch schon nicht mehr.

Also wir haben ja immer noch einen Vize-Weltmeister jetzt seit letztem Sommer oder Herbst, sagen wir mal, mit Richard, weil ich zähle Rom jetzt nicht, ich zähle Rom nicht, weil Rom war kein Marathon. Wir haben auch noch einen amtierenden Europameister mit Richard Ringer. Plus natürlich auch einfach, wenn man die Zeiten anschaut, die gelaufen sind, die sind ja international total, konkurrenzfähig einfach auch und damit kannst du auf jeden Fall ein spannendes und gleichermaßen hochklassiges Feld zaubern, wo aber halt deutsche Athleten und Athleten womöglich vielleicht ja auch darum streiten, wer als Erste in die Festhalle, falls es dann noch die Festhalle ist, einläuft und ich glaube, dass das eine Riesenchance ist, sowohl in der Vorbereitung

auf das Rennen und damit auch vielleicht so ein bisschen diesen Hype da zu schaffen, als auch natürlich alles rund ums Rennen und wiederum, klar, jetzt haben wir viel über Spitzensportfokus gesprochen, aber das hat ja nichts, das tut ja dem Amateursport nichts, also ganz im Gegenteil, das befruchtet das ja eher gegenseitig und ich glaube, dass das ein sehr cooler und sehr spannender Ansatz ist.

Da Begeisterung auch für Frankfurt und für den zukünftigen Frankfurt Marathon zu schaffen. Und das ist am Ende, glaube ich, auch das Begeisterung, Vorbilder schaffen, wie du sagst, du bist mit denen auf der Strecke, du weißt, wie schwer es ist, dein Tempo zu laufen, dann läuft einer da, wie viel auch immer, schneller und kannst das nachvollziehen, das hast du in fast keiner anderen Sportart.

Die Gefühlswelten, die sind die gleichen. Egal, ob einer zwei Stunden rennt oder vier Stunden. Also dieses Kilometer-30-Ding, Mann-mit-dem-Hammer-Ding. Klar, ich habe immer gesagt, also schon während der aktiven Karriere, ich habe für die Leute, die drei Stunden, dreieinhalb Stunden, vier Stunden oder noch länger brauchen, fast noch mehr Respekt als für das, was unser Eins früher gemacht hat.

Weil ich denke mir so, ich war Gottfroh, wenn ich nach zwei Stunden und zwölf Minuten meinen Marathon irgendwie beendet hatte. Und dachte mir, hell no, ich hätte jetzt keinen Bock, nochmal eine Stunde unterwegs zu sein. Und ich denke mir, wie krass das ist. Weil natürlich laufen viele das auch just for fun, was vollkommen in Ordnung ist.

Aber ich sehe auch, Ralf, du wirst es ja bestätigen können, du hast ja auch oft schon die, auch in Berlin nach der Übertragung in der ARD irgendwie gesehen, wie dreieinhalb Stunden, vier Stunden, viereinhalb Stunden Leute über die Ziellinie laufen. Natürlich ganz viele auch einfach erleichtert, froh, stolz, dass sie das geschafft haben, aber auch viele, die sich dafür vielleicht genauso quälen mussten, aber viel länger gequält haben, um sowas zu erreichen und deswegen diese Marathon-Gefühlswelt, die ist die gleiche, egal ob Profi oder ambitioniert Amateur oder einfach Just-for-Fun-Läufer, das ist so ein krass verbindendes Element, was so diese Szene, glaube ich, sehr zusammenschweißt und auch halt einfach sehr mitfiebern lässt.

Und wenn ich da vielleicht ergänzen darf, vielleicht ist das die größte Gemeinsamkeit zwischen Zehnkampf und Marathon. Wenn du es geschafft hast, hast du es geschafft. Und du bist stolz, es geschafft zu haben. Und du bist stolz, egal wie viele Punkte du gemacht hast, dass du irgendwie da durchgekommen bist.

Und es war für jeden gleich anstrengend, ob du 9.000, 8.000, 7.000, 6.000 Punkte gemacht hast. Du hast alles gegeben und man hat den größten Respekt für jeden, der es irgendwie überhaupt erst mal geschafft hat. Und natürlich bewundert man die, die es irgendwie dann besser oder schneller geschafft haben.

Aber am Ende, und das macht ja auch den Respekt am Ende aus, am Ende hast du den Respekt, dass jemand überhaupt erst mal in der Lage war, das so durchzuziehen und das so über sich ergehen zu lassen und das sich so vorzunehmen. Dementsprechend, das wollte ich kurz ergänzen, weil da habe ich mich sofort als Zehnkämpfer angesprochen, gefühlt.

Können wir direkt anfangen. Wann ist der erste Lauf unter eurer Ägide? Nee, aber konkret jetzt ja, was sind die nächsten Schritte? Was sind die nächsten Meilensteine? Weil du wirst ja Punkte im Kopf haben, die du jetzt angehst. Ja, wir tauchen jetzt nicht unter und irgendwann findet ihr auf einmal ein Portal.

Nein, es gibt viel zu organisieren im Hintergrund. Also das ist natürlich klar. Das sieht man dann vielleicht auch nicht. Viele Gespräche zu führen, viel vorzubereiten. Und ich glaube, es gibt ein extrem spannendes Ausdauersportprogramm in der Rhein-Main-Region und auch in Frankfurt, wo ich auch hoffe, dass wir mit dem Marathon natürlich ein Eckpfeiler sind, aber auch alle anderen enger zusammenbringen können, wie du es gesagt hast.

Triathlon, Marathon, kürzere Strecken, längere Strecken. Es sind verschiedene Seiten derselben Medaille. irgendwie eine ähnlich verrückte Zielgruppe, die da auch immer mal nach links und rechts spielt und mal dann doch zum Triathlon geht und Triathleten doch zum Laufen gehen. Und das ist, glaube ich, wichtig, dass man dort verschiedene Angebote schafft.

Also wir beschäftigen uns schon damit und schauen auch, was kann man vielleicht dieses Jahr auch schon organisieren neben einem Marathon, den wir, wie gesagt, für nächstes Jahr planen. Also wir wollen 2027 den Marathon zu einem Zeitpunkt irgendwie Ende des Jahres, so um den Oktober wie im Moment, Stand heute ausrichten und wo fehlt in Frankfurt eigentlich noch was?

Was kann man in Frankfurt noch machen? Schneller Zehner, wurde mir mal erzählt, ist etwas, was Frankfurt nicht hat und wir haben Leute, die haben gerade Strecken, wo man das irgendwie machen könnte. Es gibt in Hessen, in Funkstadt immer Laufnächte und Laufsportveranstaltungen. Warum in Funkstadt und nicht in Frankfurt?

Wir haben einen Top-Bundesstützpunkt. Warum kann man das nicht verbinden? Und auch da mal Leute, jeder Ausdauersportler geht auch mal auf die Bahn, macht seine Intervalle dort. Warum das nicht auch mal verbinden? Also wir haben viele Ideen im Kopf, möchte ich damit sagen. Und wie gesagt, ein Meilenstein war es jetzt überhaupt, sich erst mal zu bewerben.

Das haben wir getan und was da jetzt folgt auf dem Weg, würde ich sagen, folgt der Frankfurter Sportagentur, folgt mir, folgt uns, bleibt gespannt, was wir da in den nächsten Wochen verkünden werden. Auch da gehe ich wieder genau mit der gleichen Naivität an wie mit den anderen Themen was braucht es, was können wir machen.

Was ist am Ende das, was die Leute begeistert und bewegt wie kriegen wir Spitzensport und Breitensport und ich sage ja, die Bahn und die Straße irgendwie enger zusammen und wo können wir da als Frankfurter Sportagentur unseren Beitrag leisten, das ist am Ende vielleicht das, was es am besten zusammenfasst, wo wir am Ende auch schauen wollen wo wir aktiv werden, vielleicht ein wichtiger Punkt den ich noch nicht angesprochen hat, wir spenden 10% unseres Gewinns dem Frankfurter Sport wieder zurück.

Das ist mir ganz wichtig gewesen zu sagen, nicht nur Spendenplattformen, nicht nur du kannst bei der Anmeldung das machen, sondern wir wollten den gleichen Anreiz haben wie der Frankfurter Sport und haben gesagt, am Ende wird wie gesagt 10% des Jahresüberschusses in so ein Event dann hoffentlich irgendwann erwirtschaftet, gespendet.

Vor allem an Jugendsport, vor allem was Teilhabe und Integration angeht, was Demokratieförderung angeht. Wie gesagt, hier in Frankfurt und in der Region. Frankfurt-Rhein-Main. Die Stadtgrenzen sind zwar fix, aber die Rhein-Main-Region ist dann doch gut vernetzt und, das ist natürlich etwas, wo wir auch ganz klar sagen, wo wir uns, wie gesagt, etablieren wollen und wo wir rechtzeitig und frühzeitig uns dementsprechend.

Engagieren wollen. Also es ist auch immer wieder wichtig, irgendwie Sport mit Purpose und Event mit Purpose, weil am Ende ist Sport doch irgendwie ja was, was man für sich macht. Ja, man kann Leute begeistern, ja, man kann Leute irgendwie mitnehmen und motivieren, aber ich habe es immer erstmal für mich gemacht, die Herausforderung für mich, was kann ich erreichen, wo kann ich da meine Grenzen verschieben, also es ist irgendein Kampf gegen dich selbst, kann dir keiner kaufen, hat keiner einen Vorteil, du machst es und es ist deine Arbeit und, da hoffe ich, wie gesagt, das habe ich durch meine ehrenamtliche Tätigkeit gemerkt, auch einfach was zurückgeben zu können und was über die eigene aktive Sportkarriere

hinausgeht und das ist fest bei uns verankert in der Frankfurter Sportagentur, so fest, dass wir es in die Satzung geschrieben haben und das ist glaube ich auch etwas, wie du am Ende als deiner Verantwortung wieder gerecht wirst. Wie gesagt, Verantwortung gegenüber Spitzenathleten, Verantwortung gegenüber dem Läufer, dem Teilnehmer, der zahlt viel Geld dafür, dass er was geboten bekommt.

Und am Ende, wie gesagt, auch Verantwortung gegenüber einer Stadt, einer Region, die dadurch durch den Sport entwickelt werden. Für mich die beste Stadtentwicklung, die es gibt. Das ist Stadtmarketing, das ist, wie gesagt, für die Gesundheit, weiß jeder gut, vielleicht, Philipp, das, was du und ich gemacht haben, auf dem Niveau irgendwann nicht mehr. Hat Grenzen.

Aber prinzipiell ist das für die Gesundheit gut, es bringt dir genau die richtigen Werte mit und ich sage ja, gerade in turbulenten Zeiten wie diesen aktuell, glaube ich, ist jeder, der in einem Verein ist, jeder, der irgendeinen Sport macht, richtig aufgehoben und ich hoffe, dass wir, wie gesagt, da dann dementsprechend unseren Beitrag zu leisten können. finde ich stark.

Ja, dieses Wochenende, in dieser Woche gehst du ja mit deiner Idee, mit deinem Ansatz, mit deinem Engagement öffentlich. Es wird noch einen Artikel in der FAZ geben oder gibt es ja schon. Da gerne nochmal reinschauen. Ich bin sehr gespannt über die Diskussionen, die sich jetzt entwickeln, auch über die Rückmeldungen, die du bekommst, weil du weißt ja und deshalb machst du es ja jetzt auch, das löst was aus.

Das befördert und befordert eine Auseinandersetzung mit den Themen. Und wenn man der Ausdauerszene ein bisschen nicht nachsagen kann, dass sie nicht diskussionsfreudig wäre und zu allen möglichen Entwicklungen etwas zu sagen hätte. Deshalb freue ich mich auch auf eure Zuhause Reaktionen. Schreibt uns gerne, wie ihr das seht, wo ihr eine Entwicklung seht, wo ihr eine Reise gerne mitmachen würdet und was ihr für Gedanken, Ideen und Meinungen dazu habt. Denn das ist ein sehr, sehr spannendes Thema.

Und ein super spannendes Projekt. Und wir bedanken uns natürlich, dass du gesagt hast, ja, cool, ich mache das mit euch. Ich bin bei euch gerne Gast jetzt zu diesem Zeitpunkt, wo du damit rausgehst. Und ja, es ist eine sehr, sehr spannende, fast Fußballspiellänge geworden. Dafür haben wir ja hier den Platz und den Raum, um ein paar Gedanken halt auch mal ein bisschen umfassender zu spinnen. Vielen Dank schon, Matthias.

Ich schließe mich an, Andreas. Das war eine spannende Skizze einer Vision, die ich mir für Frankfurt auf jeden Fall sehr gut vorstellen kann. Du hast es vorher schon gesagt, man soll euch gerne folgen. Ich wiederhole das nochmal. Wir werden auf jeden Fall deinen Insta-Account bei uns in den Shownotes hier verlinken.

Ist die Frankfurter Sportagentur auch schon auf Instagram zu finden? Perfekt. Dann werden wir die da auch direkt hinterlegen. Das heißt, alle Anregungen, Kritik, Ideen etc. Natürlich gerne auch an dich direkt oder an die Frankfurter Sportagentur oder unter unseren Post, der ja dann auch morgen zu dieser Folge online kommen wird.

Ich denke, alles, was da an Input und Input erstmal kommt, ist ja total spannend und bestenfalls kann man da ja auf jeden Fall was auch aufgreifen für 2027. Auch da, ich freue mich natürlich, wie gesagt, vielen Dank, dass wir hier so eine spannende Diskussion, wie gesagt, ich mit euch als Experten und nicht als Laie, der wie gesagt so ein paar Ideen hatte, die jetzt vielleicht Wirklichkeit werden oder was ist wirklich, wir arbeiten daran, dass sie Wirklichkeit werden, und es ist ein spannendes Thema. Ich bin ja froh, dass überhaupt diskutiert wird.

Das ist vielleicht das wichtigste Botschaft für mich. Ich freue mich, dass es diskutiert wird, wie ich es vorhin bei der Strecke gesagt habe. Es gibt nie ein Optimum. Es wird immer, immer irgendjemand natürlich nicht glücklich sein. Wir versuchen hier irgendwie einfach, das Ganze so gut, wie es geht, zu machen.

Wir sind für jedes Feedback dankbar, freuen uns da, wie gesagt, sehr. Ich bin, als Athletin ist man ja sowieso kritikfähig. Man hat ja einen Trainer, der einen täglich dann irgendwie doch kritisiert, obwohl man sich anmaßt, einer der Besten der Welt, in dem zu sein, was man tut. In diesen Tagen nicht mehr selbstverständlich. Deswegen vielen Dank für die Plattform.

Ich freue mich, wie gesagt, riesig darüber zu diskutieren und schauen wir mal, was Frankfurt aus sich macht und was Frankfurt am Ende bewegen will. Großartig. Dann danken Wir euch einmal mehr fürs Zuhören wünschen euch einen guten Start in euer läuferisches Wochenende, wo auch immer ihr unterwegs sein werdet und hoffen, ihr hört uns auch nächste Woche wieder. Macht's gut, ihr Lieben, best dahin.

0:00 / 0:00