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Shownotes
Wir freuen uns einmal mehr Tabea Themann bei uns im BESTZEIT Podcast begrüßen zu dürfen. Mit ihr stimmen wir uns ein auf das bevorstehende große Hamburg-Marathon-Jubiläum. Am Sonntag wird sie zum 40. Hamburg-Marathon wieder bei ihrem Heimrennen an der Startlinie stehen, nachdem sie 2,5 schwere Jahre durchgestanden hat, seitdem sie ihren letzten Marathon finishen konnte.
Viele gesundheitliche Probleme galt es in der Vergangenheit zu überwinden von Muskelfaserriss, über Hexenschuss bis Infekten war da alles dabei. Die Vorbereitung jetzt lief anders und das ist ein Grund für Vorfreude, auch wenn die letzten Wochen mit ein paar Herausforderungen gespickt waren. Sie erzählt ausführlich über ihren Weg zurück an eine Marathonstartlinie, gibt Einblicke in ihre Vorbereitung und erzählt warum Hamburg für sie so besonders ist.
Außerdem gibt’s on top noch ein kleines Special und zwar einen knackigen Trainings-Deep-Dive von Philipp, der zu Ralf und seiner Trainingsgruppe ins Triathlon-Camp auf Fuerteventura zugeschaltet ist. Es geht um das was er früher trainiert hat, heute vielleicht anders machen würde und mit etwas Abstand & Reflexion zur eigenen Karriere, heute als die Schlüssel zu Erfolg bewerten würde.
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Tabea auf Instagram: instagram.com/tabslii
Hamburg-Marathon Live-Coverage: haspa-marathon-hamburg.de/live
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Es ist Rennwoche für den großen Auftritt der Läuferinnen und Läufer in Hamburg, was auch immer ihr macht, Halbmarathon, Marathon. Wir sind mit euch, bei euch und reden über euch. Nicht nur heute Abend im Bestzeit-Podcast, im Bestzeit-Podcast von Philipp Flieger und Ralf Scholt. Ich habe mir, Philipp, schon erlaubt, ein Dorada aufzumachen.
Aber eigentlich ist es Zinn, also Zinn-Alkohol, trotzdem stammelig hier schon rum. Es läuft alles wie immer. So wie man das von uns gewohnt ist. Ja, es ist, ich wollte gerade sagen, es ist eine späte Stunde, das stimmt ja nicht mal. Bei dir ist es ja sogar noch früher als jetzt bei unserem Gast und bei mir.
Bei uns ist es nämlich kurz vor neun. Aber gleichermaßen auch wieder spät, weil es ist Marathonwoche und da ist der Schlaf besonders wichtig. Die Tage vor dem Rennen, also auch heute für Tabea Theemann, die einmal mehr bei uns zu Gast ist und worüber wir uns sehr, sehr freuen, schenkt sie uns hier noch eine Stunde Gespräch, bevor wir dann sie hoffentlich auch ins Bett schicken müssen.
Tabea, wie geht's dir? Du hast gerade gesagt, noch Off-Record, du kommst direkt vom Training, hast schnell was gegessen und sitzt jetzt schon am Mikrofon. Ist das Stress für dich oder ist das sogar ein bisschen willkommene Ablenkung jetzt noch vor Sonntag? Ja, moin jetzt mal direkt aus Hamburg. Für mich ist es Ablenkung, würde ich sagen. Also ich merke schon seit Sonntag, dass die Nervosität steigt und dass ich echt aufgeregt bin und dass man so eine gewisse Grundspannung hat, weil man merkt, dass es bald losgeht.
Und dementsprechend freue ich mich auch über ein bisschen Ablenkung. Ja. Deswegen hatte ich auch kein Problem damit, jetzt direkt vom Training zu kommen, mir noch ein paar Brote reinzupfeifen und dann habe ich mich direkt hier hingesetzt. Siehst du, ich habe extra für unser Gespräch auf das reichhaltige Buffet verzichtet heute Abend.
Ich hoffe, dass wir rechtzeitig fertig sind, damit ich noch zum Dessert hechten kann. Wie lange ist das noch aufgebaut oder aufgefüllt? Ausreichend lang, hoffe ich, für den Koch. Sag mal, Tabea, dabei habe ich natürlich heute Nachmittag was Lustiges entdeckt, nämlich so viele Laufkommens gibt es hier gar nicht auf Strava rund um Plachitas.
Aber du bist noch Top Ten auf der Promenade. Ach, wirklich? Ja, cool. Von irgendeinem Trainingslager, ja, ist, glaube ich, schon 2018 oder 2019 gewesen oder 21, weiß ich nicht genau, aber schon ein bisschen her. Ja, da war ich, glaube ich, Laufguide im Honors World Camp mit Nils Görke. Da habe ich ihn ja quasi kennengelernt, meinen jetzigen Trainer.
Genau, aber ich war seitdem auch öfter dort im Plaitas und ich glaube, da im Hinterland habe ich ein paar mehr Comps. Das wollte ich nämlich jetzt gar nicht fragen. Das war jetzt nur so eine entspannte Runde hier im Club selber, inklusive der Promenade, die sehr schön zu laufen ist, weil das Meer zu linken, respektive zu rechten, das ist richtig schön.
Aber du bist wahrscheinlich genau Trailer laufen gegangen irgendwo, ne? Ja, ich finde das ja richtig cool, da hinten im Hinterland. Das ist ja schön, profiliert und das liebe ich, ja. Für alle normalen Menschen, es geht sehr steil bergauf. Ja, es geht wirklich stark hoch und runter und wenn ich da bin, laufe ich eigentlich immer da hinten irgendwo in der Wüste rum oder zum Leuchtturm. Vielen Dank.
Ist das wirklich so deins? Also so ein bisschen, das ist schon einsam, ein bisschen karg, auch sehr taubig, steinig, wüstig, wie auch immer. Magst du das? Das jetzt nicht unbedingt. Also ich laufe eigentlich am liebsten im Wald. Aber ja, ich mag das Profil da hinten. Und ich habe kein Problem damit, wie gesagt, da Höhenmeter zu laufen.
Ja, aber tendenziell laufe ich eigentlich am liebsten im Wald. Da du hier auch direkt mein Surrounding erkannt hast, nämlich die Fahrradwerkstatt, Radfahren und Schwimmen musstest du denn auch machen da als Guide oder warst du nur in An- und Abführungen zum Laufen? Also ich war im Laufcamp und bin nur gelaufen.
Aber ich habe mir auf jeden Fall damals auch ein Fahrrad ausgeliehen. Und ich glaube, ich bin so viel Fahrrad gefahren, dass mein Popo irgendwann wund war und ich nicht mehr fahren konnte. Ja, nö, aber mit Schwimmen kannst du mich jagen. Ich bin echt kein Fan vom Schwimmen. Sympathisch. Also ich gehe eigentlich ganz gerne Aquajoggen, weil man sich da noch unterhalten kann. Unsympathisch.
Ich revidiere meine Aussage. Aber beim Schwimmen kann man sich einfach nicht unterhalten. Das ist so, also, nee, das ist nicht so meins, muss ich sagen. Ja stimmt, da ist natürlich Aquajogging schon ein bisschen sozialverträglicher. Wenn man es denn mit anderen zusammen machen kann, das ist ja oft die Schwierigkeit.
Wie schaffst du es denn, Freiwillige zu rekrutieren, die dann sagen, jo, Mensch, ich kann mir jetzt nichts Geileres vorstellen, als mit der Bär in, ich weiß gar nicht, wie man da eine Pace bemessen möchte, aber stell mir mal so ein 50 Meter Becken vor, da ist Aquajogging zu gehen, wo du gefühlt dir einfach Lichtjahre brauchst, überhaupt eine Bahn mal zu vollenden.
Findet man die denn leicht? Weil ich habe halt auch traumatische Aquajogging-Erinnerungen, weil ich das meistens alleine machen musste, wenn ich verletzt war. Da gab es jetzt nicht so viele, die ja Bock hatten in Regensburg, zu sagen, Mensch, du lass mal eine Stunde, anderthalb Aquajoggen gehen. Aber ich finde es eigentlich ganz cool, dass wenn man verletzt ist, dass man das machen kann.
Ja, das stimmt. Also da finde ich es schlimmer, krank zu sein. Und man kann nichts machen. Ja, das stimmt. Und ja, also man kann sich beim Aquajang auch ordentlich die Kante geben. Also ich glaube, bei mir wurde mal Laktat gemessen und ich hatte, glaube ich, mal 15 Laktat oder so. Dass du überhaupt so viel messen kannst, dass du überhaupt so viel bilden kannst.
Ja, da war ich, das war noch zu meinen Mittelstreckenzeiten. Ah, okay, okay. Da hätte ich mich jetzt gewundert, weil das wäre ja jetzt eigentlich für Marathon-Training kontraproduktiv. Ja, aber ich habe irgendwann im Februar oder im Januar mal 200er gemacht und da hatte ich auf jeden Fall auch 10, noch was.
Das war auch gut. Wow, wow, das ist krass. Sag mal, wenn wir jetzt da schon bei sind, du hast Nils Görke ja schon genannt, ja. Liebste Grüße natürlich, Nils, der hat hier auch schon ein Camp gemacht, aber auf Lanzarote. Dann erklärt doch mal, was so eure Trainingsphilosophie ist. Also viel Schwimmen haben wir schon gelernt, streicht ihr direkt aus eurem Plan, weil du keinen Bock drauf hast.
Alternativtraining, kein Alternativtraining, wie viel Schwelle, wie viel Tempo, wie viel Slow. Also ich fahre ja auf jeden Fall gerne Fahrrad und also Fahrradeinheiten bauen wir auch ein. Und ich habe auf jeden Fall in der Woche einen Tag, an dem ich auch gar nicht laufe. Und da fahre ich tendenziell so easy auf dem Indoor-Bike, wenn jetzt kein Sommer ist.
Aber sonst machen wir schon recht viel Schwelle. Hügelläufe, auch kombiniert mit Schwelle zusammen. Also ich mache oft Hügeläufe vorweg und dann mache ich noch Schwelle. Und ja, ich weiß jetzt nicht, so in der Marathonvorbereitung natürlich der Long Run. Am Anfang eher steady und umso näher der Marathon kommt, laufen wir auch mit Programm den Long Run.
Also da baue ich dann halt Passagen ein wie 5x4km oder mache so eine Pyramide mit 5, 4, 3, 2, 1 und am Ende nochmal 5. Und die Königseinheit ist bei mir eigentlich 3x8km. Dies kommt meistens mal so zwei Wochen vor dem Marathon. Ja, aber ich glaube, das Wichtigste ist immer noch, das sagt Nils auch, Hauptsache ich habe Spaß.
Und ja, das hatte ich aber auf jeden Fall auch die letzten Wochen, Nochmal vom Verständnis, Long Run einmal alle zwei Wochen, einmal alle Woche, einmal alle zehn Tage, weil da gibt es ja sehr unterschiedliche Herangehensweisen. Und wie ist der Long Run definiert? Weil ich kenne auch noch die Zeiten, als ich etwas jünger war und auch die Mitstreit etwas jünger waren und wir vielleicht etwas zu selbstbewusst auch zu dieser Zeit waren.
Wir haben dann immer gesagt, also alles unter 30 kann man ja auch nicht als Long Run bezeichnen. Ich würde das heute jetzt nicht mehr so pauschal sagen, aber wie sieht ein Long Run da aus? Also auch von der Länge her? Also meiner Meinung nach fängt, also für mich fängt ein Medium Long Run bei einer Stunde 30 an. Ich laufe oft auch nach Minuten.
Also in der Anfangszeit, so im Januar, Februar, bin ich oft eher nach Minuten gelaufen, auch ohne Programm. So eine Stunde 45, damit bin ich glaube ich angefangen. Dann irgendwann zwei Stunden, also ich war ja im Januar in Kenia. Und da bin ich dir einfach nur steady gelaufen. Und da habe ich dann aber auch meine 30 Kilometer voll bekommen in der Zeit.
Also das habe ich im Januar gemacht. In Kenia? Da war aber noch die Überlegung, dass ich eventuell in Sevilla den Marathon laufe. Das hat sich dann aber eigentlich im Januar erübrigt. Also ich habe mich da auch bewusst gegen entschieden, weil ich das einfach noch nicht gefühlt habe im Januar, im Februar schon Marathon zu laufen.
Und Und genau deswegen bin ich in Kenia auch schon 30 Kilometer gelaufen auf der Moven Road. Und ja, jetzt so die letzten Wochen waren meine Long Runs über zwei Stunden und ich bin meist so 32, 34, 36 Kilometer gelaufen und dann eben auch mit Programm. Ja, das ist schon gut. Und nochmal in welchem Abstand zueinander?
Ich bin eigentlich zuletzt, wenn es ging, jedes Wochenende eingelaufen, aber das hing auch damit zusammen, dass ich einige verpasst habe, dadurch, dass ich krank war. Da bin ich ja auch noch einen Halbmarathon gelaufen und genau, deswegen habe ich eigentlich immer, wenn ich einen machen konnte am Sonntag, habe ich eigentlich auch einen gemacht. Okay, okay.
Das heißt, wenn wir jetzt sagen, so auf eine Woche betrachtet, dokumentiert ihr, wir wissen ja, Nils kommt aus dem Triathlon, dokumentiert ihr Trainingstunden, schreibst du trotzdem Wochenkilometer auf, was ja aber dann auch nicht alles abdecken würde, wenn du eben sagst, du fährst auch Rad mit dazu.
Wie erfasst ihr das so? Ja, also wir nutzen ja Trainingpeaks. Die Plattform kennen ja, glaube ich, viele, vor allem Triathleten. Und da sieht man dann die Wochenkilometer und die Trainingstunden. Aber wir schauen uns schon primär die Wochenkilometer an. Okay. Genau, und da bin ich, glaube ich, einfach noch Läuferin, dass ich mir die Wochenkilometer angucke und nicht die Trainingstunden.
Also Triathleten prallen ja gefühlt immer mit ihren Trainingstunden. Moment. Ja, das ist ja auch ein Unterschied, ob du, ich sag mal, rein 10 Stunden läufst Und ich sage mal nur auf 13 Stunden die Woche kommst, also Training oder 25 Trainingstunden. Und da sind was weiß ich wie viele Radstunden bei. Also wenn ich im Sommer auch ein paar Mal Rad fahre, dann komme ich auch auf mehr Trainingstunden.
Aber es bleibt ja unterm Strich eine Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Also eine Grundlagenbefassung, Grundlagenausdauer, die durch vermehrtes Radtraining oder durch die Stunden, die man addiert auf der Radseite, ja nicht schlechter wird. Ja, das stimmt. Aber wenn natürlich Tabea auch qualitative Longruns macht, braucht man eben nicht so viele Stunden oder nicht so viel Zeit für einen 30er, 32er, 34er. Das habe ich schon verstanden, ja.
Das Radfahren macht man ja auch zusätzlich, nicht statt dem. Vielen Dank. Ja, spannend. Also ich hatte es ja eingangs schon gesagt, es ist eine Weile her, seit du sozusagen das letzte Mal eine Marathon-Zielinie überquert hast. Das hat ja auch verschiedene Gründe gehabt. Und du bist ja jemand, der das jetzt auch zuletzt sehr offen geteilt hat, auch das jetzt in der Vorbereitung auf Hamburg.
Das ist ja bei jeder Marathon-Vorbereitung so. Ich kenne wenige Leute, die da von Woche 1 bis Woche 12 oder 16 oder wie auch immer, da wo alles super läuft. Das ist jetzt üblicherweise nicht so. Aber du hast es, glaube ich, vor ein paar Tagen in den Post verfasst, wo du gesagt hast, naja, sonst war es halt oft so, dass der Start in der Vorbereitung vielleicht ein bisschen holpriger war.
Jetzt ist es eher andersrum. Nimm uns mal ein bisschen mit, was hat dazu geführt, dass es eine Weile her ist, dass du das letzte Mal einen Marathon gelaufen bist oder gefinisht hast? Und was ist jetzt die Vorbereitung vielleicht anders gewesen als sonst? Ja genau, das letzte Mal bin ich Marathon gelaufen in Berlin 2023.
Da bin ich ja auch meine Bestzeit gelaufen. 2.31.33. Genau. Drei Sekunden über dem, das habe ich übrigens irgendwo da gelesen noch, der Hamburger Rekord, der ist auf jeden Fall sehr präsent jetzt am Wochenende, weil der ist nur drei Sekunden, wirklich, oder? Ja, drei Sekunden. Das gibt es ja gar nicht.
Und dabei stand ich glaube, wir haben ja da im Elitefeld in Berlin auch keine Nettozeit bekommen und ich stand ich habe mich einfach ganz nach hinten gestellt, ich dachte so oh Gott, es läuft alle, Mann. Und dann im Nachhinein dachte ich so, Mist, vielleicht waren das genau die drei Sekunden das ist natürlich sehr gut möglich, ja also nochmal für euch alle, die Elite ist eine Gun-to-Zielinie also die mit dem, Startschuss ausgelöste Zeit ist die Zeit und nicht die Nettozeit, die dann vielleicht nachher euer Strava anzeigt, ein bisschen anders als bei allen, die nicht in Melidefeld unterwegs sind.
Deshalb gibt es die Rangeleien vorne, deshalb gibt es die Stürze in Valencia beim Zehner oder beim Halbmarathon. Und deshalb hast du drei Sekunden verpasst, weil du dachtest, das läuft dir mal lieber. Ja, genau. Und danach war ich eigentlich ziemlich gut drauf. Ich habe den wirklich gut weggesteckt, den Berlin-Halbmarathon.
Bin danach ins Trainingslager nach Südafrika, da habe ich gut trainiert. Bin dann ja auch cross gelaufen, mal ein Wortlast vorfahren und im Dezember auch eine gute 3000 in der Halle, so aus der kalten Hose. Und dann habe ich leider Corona bekommen und bin dann nach Kenia geflogen im Januar. Und ich glaube, das war so im Nachhinein betrachtet ein bisschen der Fehler, weil ich mich danach irgendwie richtig schlecht gefühlt habe, als ich wieder in Deutschland war.
Und das hat sich über eineinhalb Jahre gezogen, dass ich nicht so wirklich hundertprozentig in den Tritt gekommen bin. Ich habe dann im Frühjahr meine Läufe abgesagt. Ich wollte eigentlich Halbmarathon laufen, hatte das Ziel, mich für die EM in Rom im Halbmarathon zu qualifizieren. Deswegen wollte ich auch gar keinen Frühjahrsmarathon laufen 2024.
Aber ich musste alles absagen. Und dann bin ich im Sommer immerhin nach die 5000 gelaufen. Die war einigermaßen gut. Da bin ich ja dann auch Vierte in Braunschweig geworden, und wollte dann eigentlich den Berlin-Marathon wieder laufen. Aber mein Körper hat einfach nicht mitgespielt. Also ich glaube, mein Immunsystem war echt durcheinander und musste sich erst mal wieder zurecht ruckeln.
Das hat sich aber recht lange gezogen. Eigentlich bis zum letzten Jahr im Sommer, da habe ich nochmal vollkommen die Reißleine gezogen und gesagt, so ich mache jetzt nochmal einen kompletten Cut und fange nochmal komplett von vorne an. Und das habe ich dann auch getan. Und meine Form war auch, boah, die war grandios schlecht danach.
Also ich bin, glaube ich, bei minus 100 angefangen gefühlt. Und habe aber langsam und sukzessive aufgebaut und bin dann auch im Oktober zwei Zehner gelaufen. Den ersten bin ich so knapp unter 35 Minuten gelaufen, was für mich richtig gut war. Und dann eine Woche oder zwei Wochen später bin ich nochmal so eine halbe Minute schneller gelaufen.
Und das Schöne da war eigentlich, dass ich einen Wettkampf gemacht habe und dass sich das gut angefühlt hat. Also klar war ich jetzt nicht für meine Verhältnisse schnell, wenn man sich mal eine 10-Kilometer-Bestzeit anguckt. Aber es hat sich gut angefühlt und es hat Spaß gemacht und das hat mir auf jeden Fall Selbstvertrauen wiedergegeben.
Und ich bin dann auch die Cross-DM gelaufen, Ende November und die war halt auch ganz okay für meine Verhältnisse zu dem Zeitpunkt. Und ich muss sagen, danach lief es richtig gut. Also der Dezember, da habe ich richtig gut trainiert, im Januar habe ich richtig gut trainiert, da war ich in Kenia. Ich bin ja auch in Madrid den Silvesterlauf gelaufen.
Da hatte ich leider auch ein bisschen Pech, weil ich auch nicht im Elitefeld starten durfte und ich durfte meinen Kleiderbeutel nicht mehr abgeben. Und dann war ich so rund 10 Minuten vorm Start, stand ich mit meinem Kleiderbeutel da und musste nochmal zurück zum Auto laufen, einen Kilometer gefühlt und wieder zurück. Und dann bin ich ganz hinten im Feld gestartet.
Und dann konnte ich die ersten zwei Kilometer überhaupt nicht vernünftig laufen. Und das hat mich richtig geärgert, weil ich schon wusste, dass ich ganz gut drauf bin. Naja, aber da bin ich immerhin dann auch unter 34 gelaufen, obwohl ich, wie gesagt, die ersten zwei Kilometer total viel Zeit verloren habe.
Und dann war ich in Kenia. Kenia lief auch richtig gut im Januar. Und dann habe ich mich ja, was ich vorhin schon gesagt habe, in Kenia dagegen entschieden, einen Marathon zu laufen in Sevilla. Ich wollte ihn eigentlich so ein bisschen nutzen, um einfach mal wieder einen Marathon zu laufen. Also das Ziel war auf jeden Fall der Hamburg-Marathon.
Der war gesetzt, aber das hat mich schon ein bisschen verunsichert, dass ich jetzt so lange keinen Marathon gelaufen bin. Und deswegen wäre ich vorher ganz gerne einen gelaufen. Aber mir kam der dann doch zu früh und dann habe ich mich dafür entschieden, Der 10 zu laufen, die bin ich dann ja im Februar in Castellon gelaufen und ich wusste auch, als ich aus Kenia wiedergekommen bin, dass ich wirklich gut drauf bin und dass ich eine Bestzeit laufen kann, was für mich schon krass war, weil meine Bestzeit ist auch schon, ich glaube, drei Jahre alt, über 10 Kilometer.
Und die habe ich dann ja auch um eine halbe Sekunde, eine halbe Minute verbessert. Das ist ein kleiner Unterschied, ja. Ja, und das war ja dieser krass Gesturz da im Startbereich. Also ich habe da, glaube ich, wirklich 20 Sekunden verloren. Ich wäre, glaube ich, fast eine Minute schneller gelaufen als meine Bestzeit und das war für mich schon ein krasser Paukenschlag. Ja.
Für die Vollständigkeit muss man mal kurz vielleicht erwähnen. 32, 55 trotz dieses ganzen Sturz-Szenarios, richtig? Ja, sogar 32, 52. Ach, 52, okay. Genau. World Athletics schreibt hier falsche Sachen. Leute, was ist da los? Ich bin hier parallel bei World Athletics. Fix das mal, Leute. Tabea hat gelernt, Edith fällt weiter vorne, drei Sekunden schneller.
Und zack, 52 und hier steht 55. Mann, Mann, Mann. Und dafür bin ich dann gestürzt und habe Ich habe keine Ahnung, wie viele Sekunden verloren. Ja, genau. Und danach war ich natürlich euphorisiert und hochmotiviert und dachte so, krass, ich bin einfach schneller als je zuvor. Also ich bin wirklich gut drauf.
Und dann war ja die DM in Uelzen und ich hatte richtig Bock drauf. Also wirklich richtig viel Bock. Und dann habe ich noch die Taper-Intervalle gemacht am Mittwoch vorher. Und dann am nächsten Tag habe ich mich schon nicht gut gefühlt. Und am Freitag war dann klar, dass ich krank werde. Und dann konnte ich leider nicht starten. Das war ein bisschen bitter, weil ich wäre da einfach all in gegangen und wäre einfach vorne bei den Mädels mitgelaufen.
Und allein das wäre schon so cool gewesen. Und ich hätte jetzt im Nachhinein betrachtet ganz gerne gewusst, wie ich da abgeschnitten hätte, wenn ich in den Start gegangen wäre. Ja, und dann hatte ich leider eine Bronchitis und so einen dämlichen Husten, der irgendwie nicht wegging. Und als ich dann wieder gesund war, habe ich, glaube ich, leider ein bisschen zu viel gemacht. Ich war ein bisschen übermütig.
Und habe mich, glaube ich, so ein bisschen in Erschöpfung trainiert, weswegen der Berliner Halbmarathon bei mir auch gar nicht funktioniert hat. Also ich habe das... An dem Mittwoch, als ich die Taper-Läufe gemacht habe, oder ich habe noch Schwelle gemacht an dem Mittwoch, weil ich lieber noch Schwellenläufe machen wollte, als nur ein paar Taper-Intervalle, weil ich ja durch die Krankheit schon relativ viel verloren hatte.
Und ich glaube, danach habe ich mich nicht mehr wirklich erholt. Also ich glaube, diese Einheit hat das fast zum Überlaufen gebracht. Und ja, dann Berlin ging vollkommen in die Hose. Also es war, glaube ich, mit einer der schlimmsten Läufe, die ich je gemacht habe. Aber ich bin auf jeden Fall froh, dass ich da durchgelaufen bin und dass ich nicht ausgestiegen bin.
Aber ich habe das auch dann nach Berlin gemerkt. Ich habe wirklich drei, vier Tage gebraucht, um mich davon zu erholen, obwohl ich ja weit weg das gelaufen bin, von dem, was ich laufen wollte. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, eine 1.11 zu laufen. Und ich bin ja am Ende knapp unter 1,18 da rausgekommen, aber auch ich bin das Rennen einfach nur noch zu Ende gelaufen, also ich habe dann nicht mehr geraced, ja, aber da habe ich mich auch 3-4 Tage lang von erholen müssen, also ich hatte auch gar keine Motivation zu laufen, mein Körper hat mir gesagt so, Mädel, du machst heute gar nichts.
Und ja, dann war ich an dem Sonntag auf jeden Fall froh, dass ich überhaupt noch einen Long Run machen konnte und das ja auch einigermaßen gut lief und. Von da an lief es dann auch wieder, also die letzten drei Wochen vor Hamburg waren jetzt doch wieder gut und ich hatte auch gute Einheiten, aber ja, der März war irgendwie sehr, sehr holprig und gefühlt ist es ja auch mit der wichtigste Monat so der zweite von der Marathonvorbereitung, ja, dementsprechend schauen wir mal, Also der Physiologe würde sagen, der erste Part ist der wichtigste, weil da legst du die Grundlage für alles, was danach kommt.
Aber gut, du hast ja gesagt, du musst das auch fühlen. Du musst dich fühlen und deinen Körper fühlen und Spaß haben. Ja, also das glaube ich auf jeden Fall auch. Das würde ich jetzt auch so bestätigen, dass das Grundgerüst auf jeden Fall da ist und dass die Vorbereitung wirklich, wirklich gut lief. Aber von den zwölf Wochen spezifische Marathonvorbereitungen lief eben so der zweite Monat überhaupt nicht Und das hat mich einfach total verunsichert oder das verunsichert mich immer noch so ein bisschen.
Dementsprechend, ja, gucken wir mal, was es am Sonntag wird, Wir haben im Rahmen des Halbmarathons in Berlin darüber gesprochen Und zwar jetzt gar nicht über konkrete, also auch über konkrete Ergebnisse Aber das war nicht der Punkt, sondern der Punkt war, das ist ja immer so ein gefährlicher Punkt in seiner Marathonvorbereitung, weil du kriegst ein Ergebnis und du weißt, wie dieses Ergebnis zustande gekommen ist an diesem Tag.
Und dann musst du ja mit diesem Ergebnis umgehen und in die finale Phase der Marathonvorbereitung gehen. Also das kann ja auf der einen Seite so sein, dass du denkst, yes, ich bin genau da, wo ich sein will, ich werde die Welt einreißen und so weiter. Oder andersrum, dass du halt verunsichert in die letzten Wochen reingehst.
Du hast sicher beide Phasen schon erlebt. Ist halt immer die Frage, wie gehe ich damit um? Was mache ich dann, um mich wieder in einen Stand zu versetzen? Ich sage, okay, lass mal gucken am Sonntag. Es ist halt eine Momentaufnahme und diese Momentaufnahme ist vielleicht für Außenstehende manchmal wichtiger, das dann irgendwie, also dich dann zu bewerten oder zu versuchen, das in irgendeine Schublade zu stecken.
Für einen selber ist es natürlich auch wichtig, weil eben wenn du, sagen wir mal, Berlin liegt halt meistens relativ nah, eher zu Hamburg. Ich weiß nicht, normal waren es immer drei Wochen, jetzt waren es wahrscheinlich vier Wochen, weil es Ende März ja dieses Jahr war, so nicht Anfang April, aber es ist jetzt nicht mehr so wahnsinnig viel Zeit danach, wenn man noch eine Taper-Phase abzieht.
Und natürlich ist es dann so, wenn dann mal das eben so eintritt, dass dieses Ergebnis nicht sehr zufriedenstellend ist, dass es einen verunsichert. Es ist aber oft halt einfach eine Momentaufnahme und es kommt viel eher darauf an, das hat Tabea ja schon gemacht, das zu versuchen einzuordnen. Warum ist das Ergebnis so, wie es jetzt geworden ist?
Und diese Phasen, dass man halt im Training auch mal, ich sag jetzt mal, überzieht und es sich gar nicht in einer Form von vielleicht Verletzung oder sonst irgendwas oder auch Infekt widerspiegelt, sondern auch, dass man einfach mal, wir haben früher gesagt, dass man so stumpf wird, dass du halt zu erschöpft bist, als dass du Reize noch verarbeiten kannst.
Wenn es manchmal zu gut läuft, auch, also das kenne ich auch. Hatte ich früher auch in Sestriere gemacht, entgegen aller Empfehlungen meines damaligen Coaches Renato, der immer gesagt hat, ey, du machst halt einfach die 2000er in Sestriere, so knapp 2000 Meter hoch in 6,10. Und ich habe halt gemerkt, es lief einfach, es ist einfach gerollt.
Ich habe zehnmal 2000 auf dieser Bahn gemacht und ich konnte einfach ein 6-0 laufen und es war einfach aus dem Ärmel geschüttelt. Und das war aber schon so der erste Sargnackel, den ich mir selber da reingehauen habe, war auch eine Berlin-Vorbereitung damals. Und er hat immer gesagt, nee, take it easy, take it easy, aber du bist ja natürlich als Athlet oder Athletin, du bist ja immer bestrebt, das muss ja auch in gewissen Belangen ja so sein, dass du natürlich immer das Optimum rausholen willst.
Und du hast ja immer das Gefühl... Das ist eine rote Linie und du möchtest möglichst nah oder bestenfalls auf dieser Linie sein. Es passiert aber, dass du dann auch mal über dieser Linie bist. Dann kann es eben sein, dass der Körper dir eine Rückmeldung gibt. Klassisch wäre jetzt irgendeine Überlastung oder sowas, Infekt.
Manchmal ist es aber eben nicht so, sondern du wirst dann halt, wie wir früher gesagt haben, du wirst halt stumpf. Du wirst halt irgendwann, der Körper ist zu erschöpft. Also die Trainingsreize summieren sich so stark auf, dass die Zwischenphasen nicht mehr ausreichend sind, dass du dich zum Beispiel erholst.
Und dann bist du halt in einem Rennen, wenn du dann sagst, ich will jetzt einen Testrennen machen oder sowas, bist du halt wie abgeriegelt. Heißt jetzt aber nicht so ausläufig, dass du komplett out of shape sein musst. Die Frage ist halt, wie geht man damit um? Bestenfalls hat man natürlich jemanden erfahrenen wie Nils Görke bei dir, Tabea, an seiner Seite, der dann da ziemlich sicher auch die richtigen Schlüsse rauszieht.
Weil ich fand es auch schwer, ich habe das im Podcast ja schon mal erzählt, als ich damals mich dann schweren Herzens irgendwann entschlossen habe, aus Regensburg wegzugehen. Weil ich gesagt habe, okay, entweder ich höre jetzt auf und akzeptiere, dass es nicht mehr geht. Oder ich muss mich neu finden. Aber ich hatte ja damals auch nicht initial irgendwie einen Trainer vor Augen, wo ich gesagt habe, da fühle ich mich wohlfühlen oder dem würde ich jetzt so dieses Vertrauen entgegenbringen, dass der vielleicht irgendwie noch was aus mir rauszaubern kann.
Und ich fand es schlimm, mich alleine zu trainieren, weil genau in solchen Phasen macht man dann immer die falschen, man trifft immer die falschen Entscheidungen dann. Es ist total gut, wenn du so eine Phase hast, und sowas kommt dir vor, dass du so eine objektive Instanz an deiner Seite hast, die dann auch zum Beispiel mal sagt, hey, wir müssen wahrscheinlich mal einen Fuß vorm Gas machen.
Wir müssen mal gucken, dass wieder Luft drankommt, damit überhaupt da wieder der Körper einen Reiz verarbeiten kann. Und ich zumindest muss sagen, ich war ja immer so, joa, da müssen wir mehr draufhauen, da müssen wir mehr Kilometer machen, da müssen wir mehr härter machen. Das ist ja, du denkst ja dann immer, wenn irgendeine Leistung nicht so ist, wie du sie dir erhoffst, dann musst du da jetzt irgendwie noch mehr machen.
Und das ist ja oft nicht der Fall, sondern da brauchst du ja natürlich ein bisschen so die Coolness, dass man vielleicht auch sagt, hey. Wie du gesagt hast, Ralf, die Basis, und so wie es Tabea erzählt hat, scheint ja sehr, sehr, sehr gut zu sein, was du aus frühen, jahresanfangmäßig mitgemacht hast, auch aus Kenia.
Und das ist ja, finde ich, viel entscheidender schon mal, dass diese Basis ja da ist, als das, was jetzt vielleicht in den letzten Wochen nicht alles ganz so gelaufen ist, aufgrund von Infekt und so weiter, dann vielleicht ein bisschen zu viel gemacht. Aber andersrum wäre es, glaube ich, schlimmer. Also wenn jetzt die Basis komplett kacke gewesen wäre.
Und jetzt hast du dann ein paar gute Ausreiseeinheiten gehabt. Aber Berlin wäre trotzdem aus irgendeinem Grund nicht gut gewesen. Ich glaube, das wäre sehr schwer irgendwie, auch für jemanden, der versucht, da Einfluss zu nehmen, zu sagen, jo, Hamburg kann trotzdem noch richtig gut werden. Weil so eine Grundlage, die zauberst du halt nicht in zwei Wochen irgendwo her.
Auf der anderen Seite, das hat damals Kurt Ring auch immer schon zu uns gesagt, auch wenn du mal eine Trainingsphase hast, wo du zwei Wochen oder drei Wochen nicht so gut fühlst, wie man sich das vielleicht wünschen würde, Grundlage verschwindet nicht von heute auf morgen. Wenn eine gute Basis da ist, ist die da. Die ist irgendwo da.
Das ist nicht einfach so weg, weil es dauert ja auch lang genug, die erstmal zu entwickeln. Und deswegen glaube ich, dass ihr bestimmt da auch trotz der Herausforderungen, dann auch muss man ein bisschen mehr Micromanagement wahrscheinlich betreiben im täglichen Training so oder auch in den Wochenplänen vielleicht.
Kannst ja gleich noch erzählen, wie ihr das gemacht habt. Wahrscheinlich habt ihr dann auch nicht einen Vier-Wochen-Planschdump runter trainiert, sondern wahrscheinlich von Woche zu Woche, vielleicht sogar von Tag zu Tag geschaut, was man da dann sinnvollerweise anpasst. Tobias nickt schon heftig, ja.
Ja, wir haben definitiv nach Berlin vor allem von Tag zu Tag geguckt. Macht voll Sinn. Und so an sich kriege ich ja auch immer nur einen Wochenplan am Montag. Aber da war es definitiv so, dass wir von Tag zu Tag geguckt haben, wie fühle ich mich. Also es war ja so, ich bin in Berlin den Halbmarathon gelaufen, dann habe ich drei Tage lang gar nichts gemacht.
Dann habe ich Donnerstag und Freitag einen easy Dauerlauf gemacht und am Freitag war ich mir noch nicht mal sicher, ob ich am Sonntag überhaupt einen Long Run machen kann Dann bin ich Samstag aber gelaufen und. Habe auch ein paar Hügelläufe gemacht, die haben sich gut angefühlt und ich dachte so, nö, ich glaube, morgen kann ich einen Long Run machen.
Und ich bin den auch defensiver angegangen und habe weniger gemacht als meine Jungs, mit denen ich zusammen gelaufen bin. Aber da hätte ich am Freitag vorher gar nicht dran geglaubt, dass ich überhaupt über 30 Kilometer laufen kann. Das ist dann schon auch krass, wie der Körper sich erholen kann, wenn man ihm dann auch die Erholung gibt.
Also ich glaube, das war auch genau richtig die drei Tage, an denen ich wirklich auch null Motivation hatte. Also ich unterscheide immer zwischen keinen Bock haben, mal zu laufen, weil man von der Arbeit wiederkommt und müde ist und so. Oder ob man echt keine Motivation hat, weil der Körper einem sagt so, nee, da ist heute einfach nichts zu holen. Also heute brauchst du nicht losgehen.
Und das war bei mir in den drei Tagen so, dass ich mich so schlecht gefühlt habe. Und ich habe auch richtig viel geschlafen. Also ich habe in der Woche so viel geschlafen. Das war richtig krass, was sich der Körper da zurückgeholt hat. Aber es war in dem Moment genau das Richtige. Also auch wenn ich in der Woche dann keine Ahnung, wie wenig Wochenkilometer gemacht habe.
Aber das war dann auf jeden Fall sehr viel mehr wert, dem Körper die Erholung zu geben, um dann wenigstens noch die letzten Wochen gut trainieren zu können, als da jetzt irgendwie auf Krampf nur noch ein paar Kilometer durchzudrücken. Nochmal zur Kontrolle. Was messt ihr? Woran orientiert ihr euch? Was sind eure Parameter, um zu sehen, okay, wo bin ich?
Was muss ich vielleicht adaptieren oder was passe ich jetzt in der Woche an? Also ich gucke mir auf jeden Fall meinen Schlaf an, die HFV gucke ich mir auch an und im Training an sich messe ich öfter auch Laktat, also ich habe ein eigenes Laktatmessgerät, um zu schauen, in welchem Bereich ich mich befinde, ob ich auch die Geschwindigkeiten treffe und nicht zu doll trainiere.
Genau, das sind so die entscheidenden Sachen. Während des Laufes eher Gefühl oder eher nach Puls? Gefühl. Also ich bin total Gefühlsläuferin. Und ich muss auch sagen, das passt eigentlich auch oft mit den Laktatwerten überein. Das ist ideal, wenn man das tatsächlich kann, weil leider die Uhren ja dazu verleiten, dass man nicht mehr in sich reinhört und das Gefühl die Leitlinie lassen lässt, sondern guckt und denkt, oh, Sekunde zu schnell, zwei Sekunden zu langsam.
Obwohl eine kleine Steigung war oder Gegenwind war oder whatever. Ja, ich bin auf jeden Fall Gefühlsläuferin. Ja, ich finde auch in einem Long Run ist natürlich mit Laktat nicht so, also kann man wahrscheinlich irgendwie auch theoretisch machen, aber du müsstest ja wirklich stehen bleiben, das ist ja glaube ich jetzt nicht so cool, ich meine, wenn du irgendeine Intervalleinheit machst oder sowas und das ist irgendwie im Stadion oder sowas, dann kannst du das natürlich schon relativ gut auch mal in so einer Pause, wenn die Pausen jetzt nicht zu kurz sind oder du zumindest jemanden hast, der dir vielleicht auch schnell gut nehmen kann, kannst du das glaube ich ganz gut machen, aber ich weiß nicht,
bei einem Long Run würdest du wahrscheinlich jetzt auch nicht irgendwie, also es gibt schon harte, du hast ja schon gesagt, Ihr macht ja natürlich auch hinten raus schon harte Einheiten, was hast du gesagt, dreimal acht Kilometer und die acht Kilometer sind ja wahrscheinlich dann irgendwie schon in der Region von Rayspace oder so, das ist ja dann schon sinnvoll, wenn man das in einem Bereich macht, wo das auch sein soll, aber das würdest du jetzt wahrscheinlich auch nicht kontrollieren mit Laktat während der Einheit, oder? Nee, beim Long Run auf jeden Fall nicht.
Das ist mir auch zu stressig und da bin ich froh, wenn ich das Ding irgendwie durchziehen kann und möchte nicht zwischendurch noch irgendwie Lackschadwerte messen. Aber wenn ich so auf der Bahn bin, dann nehme ich auf jeden Fall mein Gerät mit und kontrolliere zwischendurch mal. H-Rate Variability, also HRV, achten inzwischen viele drauf.
Da geht es dir um die Abweichung zur Norm? Ja, genau. Also ich gucke mir einfach dann an, wie mein Wert eben ist jeden Tag und schaue, ob der Wert im Normbereich liegt oder nicht. Die zunehmende Ermüdung oder Anfälligkeit sinkt der Wert und dann weiß man, okay, jetzt Achtung ja, also ich finde das zum Beispiel auch sehr interessant so nach dem Long Run, geht der bei mir meist runter am Montag und dann mache ich den Montag easy und dann schießt er wieder in die Höhe und das zeigt dann einfach, okay, das System, hat sich jetzt erholt, angepasst und jetzt kann ich auf jeden Fall die nächsten Tage auch weitermachen.
Vorausgesetzt, du hast ausreichend geschlafen. Ja, das kann ich auf jeden Fall gerade sehr gut. Ich weiß, das ist echt krass bei mir momentan. Ich kann so viel schlafen. Ja, aber gesegnet. Ja. Wenn dich die Gedanken noch nicht im Schlaf einholen, dann geht's einigermaßen, oder? Mal gucken, wie es jetzt in der Race Week ist, wenn man nicht mehr so viel trainiert und nicht mehr so müde ist und ja.
Das spielt ja keine große Rolle mehr, aber du hast natürlich trotzdem keinen Bock, eine halbe Lache wach zu liegen. Wach zu liegen, ja, das macht ja keinen Spaß. Nee, aber in der Race Week, wie sieht das aus? Heute haben wir Mittwoch, bei mir war Mittwoch oft noch so eine kleine Abschlusseinheit. Gab's heute eine Abschlusseinheit oder ist die erst Donnerstag?
War die schon am Dienstag? Gibt es einen vielleicht auch kompletten Ruhetag? Ich habe immer gerne Freitag einen Ruhetag vom Marathon gemacht und dann Samstag irgendwie halbe Stunde Shakeout. Wie ist bei dir das? Also ich habe Sonntag noch einen etwas längeren Lauf gemacht, so 24 Kilometer. Montag habe ich dann auch frei gemacht, also nur ein bisschen Kraft.
Dienstag bin ich eine kleine Runde gelaufen. Heute habe ich meine Taper-Intervalle gemacht mit den Vereinskollegen von Hamburg Running. Morgen werde ich nochmal 40, 45 Minuten laufen gehen. Freitag mache ich frei. Samstag laufe ich dann nochmal 20, 25 Minuten und dann ist Sonntagabfahrt. Den Freitag hat Philipp dann immer genutzt, um 27 Termine auf der Messe zu machen, die dann ermüdender waren.
Das war härter als das Rennen am Sonntag. Ja, das kann ich nicht. Also ich hatte das ja vor drei Jahren hier in Hamburg. Da war ich auch vollkommen überfordert mit allem, weil ich so viele Sachen auf dem Zettel hatte. Und deswegen habe ich mir das dieses Jahr auch bewusst so gelegt, dass ich das nicht habe, weil ich einfach erstmal wieder laufen möchte. Ähm, Deswegen habe ich, glaube ich, ein bisschen mehr Ruhe. Du hast aber trotzdem ja soziale Aspekte, besondere Art, wenn du in der Stadt läufst, in der du zu Hause bist. Das verändert ja ein paar Sachen.
Du hast ja eine Art Shooting gemacht oder Videos gedreht oder was auch immer. Aber wenn ich das richtig gesehen habe, haben wir ja auf Vorrat, nämlich bei immer konstant gleichem Wetter. Das kann nicht sein, dass wir in Hamburg ein konstant gleiches Wetter hatten. Das hast du ja schon auch gefechtsmäßig vorbereitet.
Ja, wir hatten ein schönes Wochenende in Hamburg. Aber heute sieht das Wetter genauso aus. Also wir hatten keine einzige Wolke am Himmel, 16 Grad. Wolltest du das konservieren bis Sonntag, bitte? Ja, das wäre schön. Aber wohl Hauptsache kein Wind. Es ist alles erlaubt, Hauptsache kein Wind in Hamburg. Weil wenn in Hamburg Wind ist, dann ist wirklich Wind.
Und was macht das sonst mit dir, dass das die Stadt ist, die du ein bisschen besser kennst als andere Städte, wo es große Marathons gibt? Es ist schon was Besonderes. Also ich muss sagen, ich freue mich sehr darauf, dass ich hier am Sonntag in Hamburg laufe. Also ich bin jetzt ja schon zweimal in Hamburg gelaufen und ich wohne seit zehn Jahren in Hamburg und ich habe jeden Marathon miterlebt in irgendeiner Form.
Also ich bin entweder in der Staffel mitgelaufen, vier, fünf Mal oder war am Streckenrand, habe immer angefeuert, und bin dann ja 2022 das erste Mal gelaufen und danach das Jahr auch und jetzt dieses Jahr... Und das ist schon was Besonderes, weil man die Strecke kennt, man weiß, wo es lang geht, man weiß zu jeder Zeit, wo man sich befindet, man weiß, wo es hart wird, wo eine kleine Brücke kommt, wo ein Anstieg kommt.
Und man hat natürlich einfach die Zuschauer, worunter so viele Leute sind, die ich kenne, die mich kennen. Also ich höre gefühlt alle 50, 100 Meter meinen Namen, aber halt auch wirklich von Leuten, die mich kennen oder die ich kenne, das ist halt das Verrückte. Genau, das macht es auf jeden Fall sehr, sehr besonders, hier in der eigenen Stadt zu laufen.
Und ich laufe ja sogar auch direkt bei mir zu Hause vorbei. Ja, das wollte ich noch fragen. Das hatte ich noch irgendwie komisch in Erinnerung. Das ist in der Nähe der Strecke. Es ist hoffentlich nicht an einem harten Part. Kilometer 21,5. Hier ist auf jeden Fall auch ein kleiner Anstieg. Und hast du da eine Special-Needs-Verpflegung noch an der Haustür hängen?
Ja, und da habe ich ja auch meine Smilies hingehängt. Siehst du? Genauso. Aber nimmst du wirklich so viel wahr, dass du wirklich immer sagen kannst, okay, die kannte ich jetzt, weil im Zweifel hast du ein Fahrrad, das anzeigt erste deutsche Frau, erste Hamburgerin, erste Norddeutsche, ich weiß nicht, was es für Fahrräder gibt und dein Name steht ja auf deiner Startnummer drauf.
Deshalb ist es ja dich immer so zu unterscheiden, ob es jetzt Leute sind, die du kennst oder nicht, aber hast du deine Aufmerksamkeit schon durchaus auch auf den Streckenrand gerichtet? Also ich muss sagen, ich nehme sehr, sehr viel wahr. Vor allem die erste Hälfte nehme ich noch alles wahr, auch wenn ich nicht auf alles reagiere.
Aber solange es einem gut geht oder mir gut geht, fange ich auch immer an zu lächeln. Also das kann ich nicht unterdrücken. Warum auch? Setz hormonale Reaktionen frei, die dir sicher helfen. Ja, aber ich weiß zum Beispiel, also ich habe ja in Hamburg auf den letzten zehn Kilometern noch keine guten Erfahrungen gemacht.
Also ich bin jetzt auf fünfmal Marathon gelaufen und zweimal lief es richtig, richtig gut und dreimal habe ich hinten raus auch gut gelitten. Und in Hamburg habe ich immer gelitten. Ich kann dann hinten raus nicht mehr lächeln Aber ich nehme die Leute Trotzdem noch wahr, wenn sie mir zurufen Also zum Beispiel War meine Mutter Vor drei Jahren an der Strecke Oder was vor drei Jahren?
Ich weiß nicht, auf jeden Fall Auch dann an der Alster Und ich habe nicht mehr gut ausgesehen Und ich habe Du weißt doch gar nicht Du denkst das nur Du sagst nicht mehr gut aus Hast du mich überhaupt noch wahrgenommen, und ich habe die noch wahrgenommen, aber ich kann dann nicht mehr darauf reagieren, weil dann ist man einfach nur noch, ich möchte ins Ziel. Ja.
Ja. Und dein Coach, brauchst du den irgendwo, brauchst du den nicht? Ist der überhaupt da, weil der hat ja doch auch zwölf andere Verpflichtungen noch. Ja, ich glaube, er ist jetzt wieder aus Südafrika eingetroffen. Ja, genau, da war Ironman Südafrika, genau. Ja, er wird auf jeden Fall an der Strecke sein, wir müssen nochmal sprechen.
Und er wird auch mehrere Stellen abfahren mit dem Fahrrad. Und, oh ja, ich kann die auf jeden Fall gebrauchen, weil zum Beispiel im ersten Jahr habe ich bei Kilometer 40 eine Gehpause eingelegt und da hat er mir aber ordentlich eine eingeheizt, da bin ich wieder losgelaufen. Also das war ja noch kurz vor, nee, das war am Gorschfock, weil dann ziemlich genau, oder?
Nee, das war, wenn man von der Alste abbiegt, rechts hoch, da geht es auch leicht hoch. Wo die Verpflegung ist dann da. Genau, kurz vor der Verpflegung und da bin ich gegangen. Aber ich kann mir das auch witzig vorstellen mal fotografierst du als Coach so Kilometer 40 und du guckst nach deinem Schützling und dann geht da jemand um die Ecke schlendert so entspannt auf dich zu ja manch im Nachhinein auch so da kam noch eine von hinten und ich wollte nicht dass sie dich noch einholt.
Sag mal, das fiel mir vorhin noch mal auf. Du hast das mehrfach gesagt. Es ist ja nicht so einfach. Die Steigung im Marathon darf man ja nicht verwechseln mit Hügeln. Die sind im Marathon bitter genug, aber das sind ja keine Hügel. Wo machten ihr bitte die Hügelläufe? Also ich mache die Hügelläufe sogar auf der Fahrradstraße, also an der Alpstar, wo ich auch dran langlaufe beim Marathon.
Und dann hoch zur Parallelstraße. Da hat man wirklich so 300... Immer noch dieser kleine Weg da hoch, ja. Ja, der Nils-Göcke-Gedächtnishügel, sag ich immer. Absolut. Das wollte ich nämlich nochmal wissen, ob der immer noch dafür genutzt wird, ja. Ich glaube auch, ich bin den so oft hochgelaufen, wie kein anderer hier in Hamburg. Also wirklich.
Aber ich muss ja auch sagen, Hügeläufe, ich liebe Hügeläufe, das ist so meine Lieblingseinheit, deswegen mag ich das sehr gerne. Aber ich bin diesen Hügel, ich fühle mich immer interessiert, wie oft ob ich den hier schon hochgelaufen bin. Wenn du das immer bei Strava hochgeladen hast, wobei wir wieder bei Strava wären, dann steht das da.
Okay, dann muss ich mal gucken. Meine 274 Leistungen. Okay. Local Legend. Ja, Local Legend habe ich da auf jeden Fall. Ja, das ist lustig. Aber tatsächlich ist das ja eine sehr gleichmäßige Steigung. Das kann man ja auch noch vernünftig laufen. Also nicht so, dass es zu flach ist oder zu steil ist oder abwechselnd ist oder was auch immer. Ich glaube, es sind so fünf Prozent, also das ist perfekt für Hügelläufe. Ja, ja.
Das war ja noch so ein kleiner Ausflug, den du im letzten Jahr auf jeden Fall gemacht hast. Du bist ja zwischendurch noch ein bisschen Trägel gelaufen, ein bisschen Hügel rauf und runter gelaufen. Was hat das gemacht in deinem Comeback, also in dem Zurückkommen zum Ich-hab-wieder-Spaß-am-Schnelllaufen?
Genau, das war im September und ich bin ja im August grob wieder angefangen zu laufen oder zu trainieren und ich war dann ja im Urlaub in der Normandie und habe dann geschaut, welche Wettkämpfe es in der Zeit gibt dort und habe eben diesen Trail-Lauf da entdeckt und dachte so, okay, ich mache da einfach mit. Das war in San Malo.
Und ich muss sagen, dass dieser Trailer enorm wichtig für mich war. Weil ich habe das Ding ja gewonnen mit, ich weiß nicht, 10 Minuten Abstand. Und das hat mir so viel Spaß gebracht, da zu laufen und zu racen. Also das war, glaube ich, so echt der Startpunkt von meinem Comeback. Und Nils hat auch im Nachhinein gesagt, so Tabea, das Ding war einfach, auch wenn es nur so ein bescheuerter, was heißt bescheuert, aber ein Trail-Lauf war, es war richtig wichtig, dass du einfach mal wieder gelaufen bist und Spaß gehabt hast und für dich gelaufen bist.
Ja, das war auf jeden Fall ein richtig guter Startpunkt für mein Comeback. Ich kann mich erinnern, es gab einen ziemlich überdimensionierten Pokal. Hast du den eigentlich noch mitgenommen oder nach Hause bekommen? Nee, aber die waren so niedlich und haben mir den per Post geschickt. Ach, ehrlich? Obwohl ich gar nicht danach gefragt habe.
Das ist cool. Ja. Also, ja. Die dachten sich wahrscheinlich auch, wenn da jemand so weit herkommt, um unser Rennen... Die ist extra für unser Rennen, dass du am Malo gereist. Ja, die haben mich sogar schon eingeladen fürs nächste Jahr. Sehr logisch. Ich habe mich ja auch recht spät erst dafür angemeldet und hätte eigentlich gar keinen Startplatz bekommen und dann haben sie mich doch noch angerufen und die konnten ja alle nicht so gut Englisch und ich habe mit meinem Schulfranzösisch irgendwie mit denen kommuniziert, weil ich einfach bei denen im Garten zelten wollte, weil ich jetzt auch kein Hotel oder so Geld für ein Hotel ausgeben wollte und dann am Ende durfte ich sogar bei denen Organisatoren mit dem Airbnb schlafen,
Und ich war so Special Guest und die haben alles für mich gemacht. Das war richtig cool. Und dann haben die gedacht, nächstes Jahr musst du wiederkommen. Dann läufst du die 57 Kilometer und ich nur die 32. Local Star of Saint-Malo. Ja, das war echt cool. Saint-Malo, da ist schon mal eine ganze französische Armee untergegangen, wenn ich mich ganz täusche.
Das war irgendwie so eine Schlachtwelt, war das meiste. Das war auf jeden Fall. Ein wichtiger Ort im Zweiten Weltkrieg, glaube ich. Das auch, ja. Aber ich glaube, irgendwie bei Kolumbus hat das noch eine Rolle gespielt. Aber jetzt sind wir wieder bei ganz gefährlichem, noch nicht mal Haltwissen, sondern viertel Wissen. Ich gucke es nach.
Wir werden bestimmt eine Erklärung bekommen. Ja, hundertprozentig. Vermutlich auch eine Korrektur. Ja, vermutlich. Wir verlassen uns mal lieber auf die gesicherten Erkenntnisse. Das ist ein sehr schönes Örtchen in der Normandie, wo man ganz toll zurückfinden kann zu spaßvollem Laufen. Und das ist ja auch das Motto für Sonntag. Spaßvolles Laufen.
Deswegen, Laufen macht ja in der Gruppe. Zumindest mir auch mehr Spaß noch als fast alleine. Ja gut, alleine laufen kann auch mal cool sein, aber du hast ja eine Trainingsgruppe in Hamburg. Wirst du mit Leuten zusammenlaufen, die du vielleicht sogar noch sehr gut kennst? Oder ist in anderer Form jemand da, der sagt, ich werde zumindest einen Teil davon pacen bis Kilometer 30 oder so? Oder bist du komplett auf dich alleine gestellt am Sonntag?
Ja, ich habe auf jeden Fall Trainingskollegen. Also ich bin ja bei Hamburg Running im Verein und wir sind eine wirklich coole Truppe, auch eine starke Truppe. Und ich habe da sehr viele Trainingspartner und Partnerinnen, was wirklich sehr schön ist, weil ich auch eher lieber in der Gruppe trainiere als alleine.
Also da bin ich wirklich eher so, Team-Mensch. Ich werde am Sonntag auf jeden Fall drei Trainingskollegen dabei haben, mit denen ich zusammen anlaufe. Die auch alle die gleichen Zielstellung ungefähr haben, so zwei Stunden 30 plus minus? Ja, die wollen unter 2,30 laufen, die Jungs. Da ist einmal Moritz dabei, das ist auch ein Nachbar von mir, das ist richtig cool.
Wir trainieren sehr viel zusammen, auch easy-Dauerläufe und so. Und dann Finn und Martin. Martin ist witzigerweise jetzt am Sonntag schon auf Kreta einen Marathon gelaufen, hat den gewonnen in 2,28. Also er ist Ultraläufer. Why not? Und ja, Martin wird eher Pace für uns machen. Also der hat, glaube ich, jetzt aus dem letzten Jahr eine 2,23 stehen und wird jetzt am Sonntag mit uns anlaufen.
Und genau, die Jungs wollen auf unter 2,30 angehen. Wäre natürlich für mich auch ein Traum, wenn ich das hinkriegen würde. Und ja, genau, wir sind auf jeden Fall zu viert. Das steht fest. Wir haben jetzt gerade ja auch nochmal zusammen die Taper-Intervalle gemacht und danach auch nochmal ein bisschen besprochen, wie wir das am Sonntag bewerkstelligen.
Und ja, gut. Gucken wir mal. Und wie wollt ihr das am Sonntag bewerkstelligen? Weil das ist natürlich für uns voll gut, wenn wir das jetzt hier, wir machen hier praktisch ein Vorgespräch für unseren Livestream in einem Podcast. Dass du das jetzt hier so offenbar ist, finde ich nicht so gut. 99,9 Prozent unserer Gäste vor Großveranstaltungen dienen meiner Recherche.
Also wir freuen uns natürlich auch über mehr Mitläufer. Also wenn da noch jemand draußen ist, der unter 2 Stunden 30 laufen möchte, ihr seid herzlich willkommen im T-Train. Ja, wir werden, ich muss jetzt auch nochmal mit Nils sprechen. Ich weiß gar nicht so richtig, was Nils von der ganzen Sache hält, aber die Jungs.
Nils wird das Freitag früh, wenn er natürlich wie gewohnt wahrscheinlich, ich stelle mir Nils Görges so vor, der steht natürlich mindestens mal um 5 Uhr auf und um 5 Uhr rein zufällig, erscheint ja auch unsere Podcast-Folge. Und bestimmt hört er da dann rein und denkt sich so, Moment mal, das höre ich jetzt aber gerade zum ersten Mal.
Ja, ich bin gespannt. Also die Jungs wollen auf jeden Fall so grob eine 1, 14, 30 anlaufen. Und ja, Martin sagte, er möchte auf jeden Fall auf 2, 30 anlaufen und pacen. Und ja, wenn jemand rausfällt oder langsamer laufen möchte, bleibt er aber tendenziell eher bei der Gruppe, die eben auf 2.30 Kurs ist oder auf Sub-2.30 Kurs ist.
Ich kann mir auch vorstellen, dass Finn und Moritz hinten raus auch schneller werden, weil die schon sehr gut drauf sind. Ja, dadurch habe ich ein bisschen Angst, dass ich am Ende alleine da stehe, aber, Schauen wir mal. Ich werde sich ganz sicher noch Mitstreiter finden um dich herum. Da bin ich ziemlich sicher.
Weil da gibt es ja dann doch schon den einen oder anderen. Also meldet euch gerne beim T-Train. Vielleicht auch noch einfach kurz vor der, Marathon-Startzeit. Denn da kann man sich ja ein bisschen sortieren. Wer läuft hier wie und wie gleichmäßig und wie schnell und so weiter. Klingt alles jedenfalls nach einem coolen Plan.
Wenn dein Trainer da ist, Grüße, Nils. Ich hoffe, er segelt ihn ab. Nicht einen anderen Plan noch hat. Dann freuen wir uns darauf. Ich bringe uns noch mal ganz kurz auf den Stand, was Zarmalo angeht. Du hattest natürlich mit dem Zweiten Weltkrieg komplett recht, dazu aber gleich. Denn tatsächlich waren die Truppen von Julius Cäsar schon 56 vor Christus in Zarmalo.
In der gesamten Zeit dazwischen war es natürlich eine wichtige Handelsstation, aber vor allen Dingen auch gefürchtet bei den vorbeifahrenden Handelsschiffen sämtlicher Nationen wie Holländer und Engländer, weil es eine Hochburg der Freibeuter war. Freibeuter sind vom König geduldete Piraten, die quasi im Auftrag des Königs Handelsschiffe hochgenommen haben.
Deshalb war Samalo immer ein Schreckensgemälde für die Handelsschifffahrt. Und im Zweiten Weltkrieg ist die kleine Stadt tatsächlich von den deutschen Truppen eingenommen worden. Und der damalige Kommandant Andreas von Aulok hat sich geweigert, sich zu befreien. Und daraufhin ist Samalo leider im Zuge der Befreiung der Normandie von den angloamerikanischen Streitkräften praktisch komplett zerstört worden.
Also unsere Vorfahren haben da leider keinen sehr guten Eindruck hinterlassen. Den hast du deutlich verbessert. Und das ist dann bei Elternfranzosen, also in meinem Alter und Tageltern, merkt man schon auch immer diese Vorbehalte uns gegenüber, gerade in solchen Städten, die dann halt durch die. Kriegsverhörungen zerstört worden sind.
Aber du hast auf jeden Fall mit deinem Sieg da ein Stück zur Völkerverständigung wieder beigetragen. Mehr kann man doch nicht erreichen, oder? Also ich glaube, ich muss auf jeden Fall da wieder hin, damit ich noch mehr empfahre. Klingt cool. Dann freuen wir uns total auf Sonntag. Wir werden uns ja erst Sonntag sehen wahrscheinlich, wenn Freitag quasi dann vollkommen richtig für dich ein entspannter Tag wird, werden wir dich vermutlich ja erst Sonntag irgendwo an der Startlinie sehen können, freuen uns aber trotzdem drauf und wünschen dir erstmal noch den guten Schlaf, den du jetzt schon hattest, bis einschließlich Sonntagfrühstück.
Eine gute Abstimmung mit Nils, wenn er um 5 Uhr früh diese Podcast-Folge hört. Wir wissen es auf jeden Fall sehr zu schätzen, dass du dir die Zeit für uns genommen hast. Vielen, vielen Dank, liebe Tabea, und wir wünschen dir einfach viel Glück und viel Spaß. Noch mehr Spaß. Ja, sehr gerne. Danke, dass ich nochmal dabei sein durfte. Das Schöne ist, wir sind jetzt noch gar nicht fertig, ihr Lieben, sondern wir haben jetzt noch einen Part, den wir schon aufgezeichnet haben, nämlich mit meinem Camp hier in Fuerteventura.
Das haben wir gestern gemacht und da war ein junger Mann, Stargast, zusammen mit den Teilnehmern aus meinem Camp. Und der heißt Philipp P. aus Erden. Das hören wir uns jetzt noch an und wünschen euch dabei noch viel Spaß. So, dann mal herzlich willkommen bei uns im wunderbaren Hanes-Savai-Tours-Camp auf Fuerte.
Noch lachst du, ja, jetzt gleich kommen die ganzen Fragen zum Schwimmen und zum Radfahren. Aber normalerweise wird ja bei uns hier im Podcast jeder Gast mit einem Applaus begrüßt, deshalb, ja, hier ist, was, ja bitte? So, jetzt hört ihr mich auch? Jetzt hört ihr uns auch? Ja. Ja, gut, dann machen wir nochmal von vorne. Also erstmal herzlich willkommen, Philipp, bei uns hier im Camp.
Du freust dich gleich über alle Fragen zum Radfahren und Schwimmen, also deiner Kernkompetenz sozusagen. Bin ich sattelfest? Das ist klar. Also schon mit dem Sattel geht's los, hast du gar keinen Anfang. Funk. Aber erstmal von euch, ihr Lieben, einen fetten Applaus an Philipp, dass er sich Zeit genommen hat, obwohl er gerade noch seine Tochter in den Schlaf singen musste.
Bitte nicht singen. Herzlich willkommen hier bei uns im Camp, Philipp. Ja, schön heute aus der Ferne zumindest bei euch sein zu dürfen. Ich sehe sehr viele sehr zufriedene Gesichter. Das ist doch schön. So möchte man zumindest in meiner Erinnerung an meine Trainingslage im Frühjahr, so möchte man auch dann gerne in den Abend starten.
Ich weiß nicht, ob du es gesehen hast. Wir waren heute Morgen also für meine Verhältnisse ja extrem früh unterwegs. Ja, ich war schon verwundert, was da los ist. Bei dir. Das denke ich mir. Zumal das war ja noch eine Stunde früher, als du das gesehen hast. Wir haben uns ja schon um Viertel nach sieben getroffen.
Mein Wecker hat total verrückt gespielt. Es sah idyllisch aus. Ich finde, das ist noch vorbei. Ja, aber das ist doch so eine magische Atmosphäre morgens. Also es hat schon so ein bisschen mich in die Kenia-Zeit zurückversetzt, wenn dann so die Sonne noch gerade erst am Aufgehen ist. Da fühlt man sich doch richtig gut, dass man schon in Laufschuhen draußen ist.
Und den Kampf gegen den Wecker gewonnen hat. Also so ging es mir immer. Ist klar. Ja, du kennst ja meine innige Liebe zu sehr früh laufen und dann noch, sagen wir mal, trailartig laufen, weil wir auf den ersten kleinen Bubbel für einen schönen Sonnenaufgang rauf wollten. Also es war schon höherer Puls. Ich musste mich schon beleidigen lassen, dass ich gar nichts drauf habe. Stimmt natürlich auch.
Aber so ist das nun mal, wenn man frühmorgens aufsteht und seinen Biorhythmus überrumpelt. Ja, lass uns ein bisschen über Laufen sprechen. Erzähl doch einfach mal den Leuten hier im Camp, was du noch läuferisch machst, was du seit deinem Karriereende gemacht hast und wie man sich auf Rot vorbereitet.
Da hast du ja zumindest Lauf-Erfahrung als Staffel-Tagnehmer. Ja, also ich wollte gerade sagen, wahrscheinlich allen Anwesenden, die heute hier vor Ort zuschauen dürfen, die sind auf jeden Fall sportlich sehr viel versierter als ich und sehr viel vielseitiger aufgestellt als ich. Radfahren finde ich persönlich ja noch sehr gut, aber Schwimmen, das ist jetzt nicht so mein Element, das hat es jetzt auch nach der reinen Laufkarriere nicht unbedingt in meinen üblichen Wochentrainingsplan geschafft.
Also Laufen ist erstmal sehr viel weniger geworden nach so einem Karriereende. Das ist, glaube ich, aber auch einigermaßen klar. Also irgendwie so, nachdem man dann dieses sehr zielorientierte Sporttreiben aufgegeben hat, dann hat sich irgendwie auch nicht mehr so ganz ergeben, warum man irgendwie 200 Kilometer oder mehr die Woche laufen sollte.
Das hat sich dann irgendwie relativ schnell relativ sinnlos angefühlt. Das heißt, Laufen ist echt für mich inzwischen reiner Ausgleich geworden. Also ich würde sagen, ich laufe jetzt vielleicht noch dreimal die Woche, aber auch kurze Runden. So wurde früher schon überlegt, dass ziehe ich dafür überhaupt Laufschuhe an.
Und es ist sehr viel langsamer geworden, ganz offensichtlich bei mir auch. Also das, was früher irgendwie sich sehr viel zwischen 3,30 und 4 Minuten abgespielt hat, spielt sich eher so zwischen 4 Minuten und 4,30 ab. Und die Pulswerte bleiben aber gleich leider. Das ist ziemlich deprimierend, dass die Pulswerte sich dann doch auch nach drei Jahren, nach dem Karriereende etwas verschieben, was zumindest die Pace anbelangt. Dafür macht man andere Sachen.
Also dafür habe ich so ein bisschen meine Liebe zu... Jetzt will ich das Hype-Wort zu sehr hier bemühen, aber ich sage jetzt mal High Rocks entdeckt, ohne dass ich einen High Rocks mache. Also ich habe mich noch nicht für einen High Rocks angemeldet, aber ich finde grundsätzlich dieses Trainingsprinzip von Kraft und Ausdauersport in Kombination, auch aufgrund der gesundheitlichen Vorurteile, die das mit sich bringt, finde ich sehr ansprechend.
Ich habe so ein bisschen den Wunsch für mich, dass ich vielleicht auch zwei, drei Kilo zunehme zu dem, was man früher hatte und zwar jetzt nicht nur am Bauch, sondern bestenfalls auch Muskeln, weil wenn man kleine Kinder hat und meine Tochter ist jetzt dreieinhalb Jahre alt, die werden ja größer und die wollen auch dann noch immer am liebsten auf dem Arm sein oder auf der Schulter sein oder rumgeworfen werden, deswegen habe ich mir gedacht, das ist bestimmt nicht, das schlechteste sportliche Invest in die eigene Körpergestaltung, würde ich jetzt mal sagen Und ansonsten ist es ja so, dass ich ja klassisch aus der Leichtathletik komme.
Also sprich Stadion, Laufen und dann Straßenlauf, Halbmarathon, Marathon. Und das ist natürlich sehr, sehr, sehr in der Welt, wo ich früher war, sehr zeitenbezogen. Also da geht es ja oft um Sekunden, was aber witzig ist. Heute muss ich da echt drüber schmunzeln, weil früher, wenn man in diesem Hamsterrad drin ist, von Kindesbeinen an, hinterfragt man das ja nicht.
Da geht es ja immer nur darum, wie kann ich Strecken schneller bewältigen, als ich das schon gemacht habe. Weil klar, man passt das Training an, das Training wird irgendwann mehr, das Training wird intensiver. Es kommen Trainingslager dazu, irgendwann kommt Höhentraining dazu, man sucht stärkere Trainingspartner und so weiter und so fort.
Aber es ist sehr, also wirklich auch in einem Marathon ging es ja dann bei uns oft bei den Kilometer-Splits, Um drei Sekunden hin oder her. Und am Ende hast du es als Erfolg verbucht, wenn du irgendwie eine Minute schneller einen Marathon gelaufen bist. Was ja irgendwie aberwitzig ist, wenn man überlegt, was man für einen geisteskranken Aufwand man betrieben hat, monatelang 200 Kilometer Wochen geschrubbt hat, in der Höhe war, um am Ende dann eineinhalb Sekunden auf einen Kilometer irgendwie schneller zu laufen.
Das ist ja schon irgendwie, also ich wäre gerne so in dieser Welt, wo man sagt, hey, ich möchte mal noch 20 Minuten schneller laufen. Das habe ich leider nie erleben dürfen. und deswegen so nach dem Karriereende hatte man ein bisschen Zeit, da vielleicht auch manche Dinge zu reflektieren. Aber lass mich da nochmal eben einhaken, weil wir ja beim Boston-Marathon schon gesprochen haben.
Hast du da nicht für dich nochmal hochgerechnet, weil das waren jetzt ja mal in Boston perfekte Bedingungen. Also da sind ja die ersten 20, glaube ich, alle persönliche Bestleistungen gelaufen. Also dieser Boston-Marathon einmal alle sechs Jahre, das sagt man so ungefähr. Einmal alle sechs Jahre hast du in Boston den Rückenwind und es ist eine Point-to-Point-Strecke, Deswegen leider ja auch nicht besten Listentauglich.
Und Ryan Hall, gutes Beispiel, der ist ja damals schon vor, weiß nicht wie viele Jahren, 2.04 gerannt und war, glaube ich, Top 3 damals auch. Und da reden wir noch vor Carbon Schuhen. Ich glaube, er hatte Essex Schuhe an, die so dünn damals waren. Und da hat man schon gedacht, wie geht das? Aber ja, genau, Boston, einmal alle sechs Jahre hast du halt 42 Kilometer Rückenwind.
Dann gibt es da sehr, sehr, sehr gute Zeiten. Ja, weil dein Abstand zu den Top-Zeiten in Deutschland, also mit deiner Bestzeit, die ja jetzt nochmal verbessert wurden von Retschringer und von Hendrik Pfeiffer. Ganz andere Sphären heutzutage. Ja, klar, sind ja andere Sphären. Aber hast du jetzt für dich nochmal eben die Hochrechnung gemacht, okay, was wäre ich wohl an so einem perfekten Tag gelaufen mit Carbon-Schuhen?
Nee, heute nicht mehr. Heute nicht mehr. Aber so ein Jahr danach oder spätestens als damals Adidas den Evo rausgebracht hat, da hat man natürlich schon nochmal überlegt. Dass man einfach nur noch mal so für sich überlegt. Ich hatte jetzt gar nicht das Bedürfnis zu sagen, ich komme jetzt noch mal aus der Versenkung zurück und starte die Karriere jetzt noch mal neu.
Aber man hat sich natürlich schon gefragt, was wäre, wenn so die eigene Karriere einfach im Zeitstrahl weiter hinten gewesen wäre. Also mit den gleichen körperlichen Voraussetzungen, dem vielleicht besseren Wissen heutzutage, was auch zugänglicher ist, Trainingssteuerung, auch diese Kohlenhydratgeschichten.
Als wir angefangen haben, Marathon zu laufen, da gab es ja noch Leute, wir könnten auch Mocki fragen, so, jo, ich habe Kamillentee getrunken mit Honig oder sowas, so Pi mal Daumen, also da war das weit weg von irgendwie diesen, ich brauche 80 bis 100 Gramm oder heute vielleicht, ja, wobei Marathon vielleicht ist 100, glaube ich, schon viel, 100 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde, das war ja da alles.
Ja, wenn man so will, irgendwie sehr viel unprofessioneller, als das heute, glaube ich, ausgeübt wird, plus du hast diesen ganzen Aspekt mit den Karbonschuhen nicht, haben wir bei uns im Podcast ja schon oft drüber gesprochen, es mag Responder geben, die auch den Benefit beim eigentlichen Laufen, auch im Rennen mitnehmen.
Ich glaube, für die überwiegende Mehrheit ist der Vorteil dieser Schuhe vor allem in der Trainingsverträglichkeit, weil die Schuhe einfach sehr viel mehr verzeihen, sehr viel mehr Intensität im Training verzeihen. Also ich hatte das ja dann ganz deutlich. Zu Ende meiner Karriere insofern ein bisschen noch erleben dürfen, als ich über Adidas ja dann auch in den Genuss dieser Schule kam, leider zu dieser Pandemiezeit, die jetzt nicht so viele Massenveranstaltungen zugelassen hat.
Das war ein bisschen für mich oder für meine Karriere insofern vielleicht ein bisschen tragisches Timing, aber man hat ja trotzdem über Jahre hinweg Trainingswerte dokumentiert und, ich sag mal so, also ich hab auf jeden Fall in den drei Jahren, in denen ich mit Renato Canova und dann auch, wie gesagt, mit diesen.
Neuartigen Möglichkeiten ganz andere Sachen im Training machen können, die ich davor also für undenkbar gehalten hätte. Also ich weiß, dass ich in Regensburg, Kierner Donau bei mir morgens mal, das war kurz vor diesem Valencia, wir machen schon 2020, komplett alleine, ich habe nur dreimal mich auch verpflegen können, weil ich keinen Kollegen dabei hatte, unter der Woche arbeiten die meisten Menschen, der mich auf dem Rad hätte begleiten können.
Da bin ich 40 Kilometer in einem Schnitt gelaufen, was 2 Stunden 14 gewesen wäre, wenn ich die 2,2 Kilometer angehängt hätte, wo ich dann dachte. Wie geht das überhaupt? Aber es ist einfach so, dass diese Schuhe, wenn man natürlich auch entsprechend, keine pauschale Empfehlung für Carbon-Schuhe, aber wenn man natürlich versucht, das auch entsprechend krafttechnisch, was den Rumpf und so anbelangt, zu untermauern und zu unterstützen, dann kannst du halt sehr viel mehr Volumen, intensives Volumen machen.
Ich rede jetzt nicht von verrücktes Tempo. Renato Canovas, Maske, aber wer immer. Je nachdem, was ihr trainieren wollt, solltet ihr gucken, dass ihr bei zwei dann auch umfangreicheren Einheiten so 95 bis 105 Prozent Race Pace agiert. Und hat mir auch ganz schnell ausgeredet zu Sachen, die man halt früher mal fürs Ego noch gemacht hat, vielleicht so, dass der auch mal wieder gesagt hat, ich hab mal wieder Bock auf eine Einheit im Stadion, ich will jetzt heute 25 mal 400 in 66 oder so machen, hat er auch gesagt, ja, ist cool, wenn du das machst so oder machen kannst, aber für was brauchst du das denn im Marathon?
Also welchen Kilometer, wie viele Kilometer, Philipp, läufst du im Rennen? 2,45. Und da musst du dann sagen, ja, keinen. Am besten keinen. Genau, am besten keinen, ja. Und deswegen hat er auch gesagt, das Ziel ist ja für dich, wenn du, und das habe ich ja dann leider am Ende nicht mehr geschafft, zwei Stunden zehn im Marathon laufen willst, ist aber eine einfache Rechnung jetzt, das sind 3.05 auf dem Kilometer und das ist die Benchmark, an der du dich orientieren musst, 95% bis 105% von 3.05, das ist der Sweet Spot, wo du Intervalle.
Long Runs auch, also ich habe ja mit Renato erst angefangen, diese qualitativen Long Runs zu machen, 3.20 und schneller für so 30 bis 40 Kilometer Läufe oder Intervalle innerhalb eines Long Runs. Ich weiß noch, wer das mal nachschauen möchte. Die Videos gibt es alle noch auf einem YouTube-Account. So siebenmal drei Kilometer in neun Minuten mit einem Kilometer so in vier Minuten plus Einlaufen, Auslaufen.
Da kommst du dann auch auf 30 Kilometer plus x. In einem sehr guten Gesamtschnitt, wenn man das dann zusammenzählt. So was habe ich mich ja früher gar nicht getraut zu machen. Und das konntest du jetzt auch nicht von heute auf morgen machen, aber das konnte man sich erarbeiten. Und das war vor allem deshalb möglich, weil du natürlich ganz anders muskulär regenerierst, wenn du halt 40 Millimeter Schaumstoff unterm Fuß hast, als wie früher, das werden vielleicht viele hier noch wissen, Racing Flats früher, die waren halt maximal so ein Zentimeter.
Und ich sage dir, wenn ich einen Zentimeter Racingflats anhatte und einen 40er gemacht habe, der ein bisschen knackiger war, dann habe ich aber drei Tage davon noch was gehabt. Wenn du mit Carbon schon so ein Ding machst, bist du am nächsten Tag natürlich noch platt. Also kardiovaskulär angestrengt, das ist ja schon eine Belastung, aber muskulär hast du ohne weiteres wieder zwei Einheiten mit 30 Kilometer machen können.
Ich breche es mal runter für Triathleten. Langsame Ausdauereinheiten kann man im Triathlon ja auch weitestgehend übers Radfahren abdecken. Das heißt, wie viele langsame Laufeinheiten muss ich dann aber noch machen? Kann ich nicht einfach sagen, okay, ich mache jetzt einfach meine zwei, Einheiten an der Schwelle, also bei 95 Prozent und das ist es beim Laufen.
Ich würde sagen ja, weil ich glaube, wir haben ja auch inzwischen eine deutsche Laufszene, international auch, wenn wir jetzt vielleicht weg von Afrika schauen, aber es gibt ja durchaus genügend Beispiele von Athletinnen und Athleten, die eben sehr vielfältig trainieren, die eben nicht, so wie ich das früher auch, wie ich indoktriniert wurde von all meinen Trainern, egal ob Jugend oder später laufen, wer laufen will, muss laufen. Nehmen wir Laura Hottenrott.
Richard Ringer ja auch. Richard natürlich, genau, der je nach Phase des Trainings wirklich viel auch semispezifisch macht, um einfach eine Grundlagenkonditionierung zu machen, die eben nicht nur laufend erfolgen muss. Das funktioniert heute gut. Wichtig zum Beispiel war ja auch, dass klar, Renato Canova ist auch ein Trainer der alten Schule, der wollte schon grundlegend auch, dass man läuft, aber ich glaube, viele der Einheiten, die wir dann gemacht haben, und das war ihm ja sehr wichtig, der hat gesagt, wenn wir es schaffen, zwei wirklich qualitative, aber auch vom Volumen her umfangreiche Trainingseinheiten in der Woche einzubauen, muss der Rest in der Woche wirklich gesichert GA1 sein.
Und da war ja dann so, ich möchte nicht, dass du 345 irgendwo mal läufst, nur weil du es kannst, weil es macht keinen Unterschied, ob du 4-0, 4-10 rennst oder 345. Wer so lange wie du auf einem professionellen Niveau Ausdauersport betrieben hat, das ist wurscht, das ist halt fürs Ego, da fühlst du dich halt besser, wenn du den in den 3,45 machst, aber im Zweifelsfall regenerierst du halt ein bisschen schlechter, weil es halt zu schnell ist.
Und er wollte eigentlich nur, dass wir die Zwischentage, egal ob es dann morgens 20 Kilometer, nachmittags 10 Kilometer waren oder 15, 15 oder wie auch immer, dass die in vier Minuten gelaufen werden. Also wirklich, wirklich ruhig, um ein Verhältnis zu geben, weil Tempo ist ja wirklich sehr individuell, aber das war dann bei mir Herzfrequenzbereich so 130 bis 135 so.
Okay, das habe ich natürlich, wenn mein Wecker stellt, um 6,55. Und das könntest du natürlich super gut auch auf dem Rad machen, ohne weiteres. Also ruhige Grundlagenausdauereinheiten. Und wichtig ist natürlich, wenn du laufen willst, wenn du schnell laufen willst, dass du natürlich... Trotz der Schuhe, die es dann heute gibt, aber natürlich eine gewisse Gewöhnung muskulärer Natur, muskelsehenden Bänder, durch das Tempo, was du vorhast, dann auch im Wettkampf zu laufen, dass du das natürlich trotzdem schaffst.
Wir hatten ja heute Morgen im Prinzip ein bisschen eine trailige Einheit. Das Trail-Laufen hast du ja auch eigentlich erst nach deiner Karriere für dich entdeckt. Ja, du bist ja eher in der Cross-Bereich unterwegs gewesen, also Kraft und Gelände betontes Laufen. Aus deiner Erfahrung jetzt der sehr schmerzhaften Trailrennen, die du bestritten hast bis jetzt, würdest du sagen, okay, das ist aber trotzdem ein Element, das mir gerade im Kraftbereich nochmal einen klaren Benefit geben kann?
Ich würde es abgestuft bejahen. Also ich glaube, wenn man jetzt, wobei auch da gibt es natürlich, ich wollte gerade sagen, vielleicht bin ich nicht das beste Beispiel, weil ich schon alt bin, aber es gibt natürlich auch Athleten, die noch im Saft sind, die das sehr gut kombinieren können. Jetzt ist es nicht die Regel. Man muss, glaube ich, schon ein bisschen der Typ dafür sein. Da ist zum Beispiel auch Laura Hottenrott ein hervorragendes Beispiel.
Also eine Athletin, die einerseits, Beispiel Olympische Spiele Paris, dabei war, als klassische Marathonläuferin, die aber ja auch, wie wir ja wissen, sehr, sehr gut Berglauf-WM etc. Mitlaufen kann. Also ein ganz anderes Anforderungsprofil auch, was eigentlich den Typ Athlet betrifft. Sie sagt ja selber über sich, hat sie auch bei uns im Podcast gesagt, sie ist eigentlich eine bessere Bergaufläuferin, weil das ist ja oft was Technisches auch.
Also wenn du jetzt nicht in den Bergen aufwächst, ist es glaube ich gar nicht so trivial, ein guter Downhill-Läufer zu sein, weil du da technisch sehr versiert sein musst, auch dir sehr viel zutrauen musst und ich glaube, man hat als jemand, der da eher spät dazukommt, einfach so eine gewisse Helpschwelle, die man nicht so ohne weiteres ablegen kann.
Für mich ist es so, ich würde jetzt nicht sagen, dass ich der, also ich liebe heute, ich liebe wirklich, weil mich das glaube ich auch deprimiert, wenn ich heute sehe, was für einen Puls ich bei 4.30 habe. Ich liebe es wirklich, ich lasse die Uhr schon mitlaufen, also ganz ohne Uhr geht nicht, aber ich liebe es schon im Wald auf Trails unterwegs zu sein und während ich unterwegs bin, ist es mir wurscht, was da auf so einer Uhr steht.
Also ich genieße dann wirklich mehr heutzutage, Das Abschalten, die Ruhe, was man im Wald hört, beziehungsweise was man im Wald nicht hört, wenn man da komplett allein auf irgendwelchen Singletrails ist. Den eigenen Atem hören, wenn es irgendwie über einen steilen Anstieg hochgeht, das genieße ich. Für mich ist Laufen heute sehr viel Genuss und letztes Jahr habe ich auch erst mal so auf offiziellem Wege mal so ein Trail-Event, weil ich auch den Event-Charakter meiner Leben wollte, in Österreich mitgemacht, die Infinite Trails in Bad Gastein, kann ich auch empfehlen, wenn man mal so in der Off-Season was anderes ausprobieren will.
Ganz anderes laufen, aber ich habe es natürlich da jetzt auch nicht unter Wettkampfbedingungen so gesehen, dass ich da irgendwie weit vorne laufen will, sondern eher auch als Elite. Ich fand das ganz, ganz toll, weil das sehr, ich fand, mir kam es sehr kameradschaftlich vor, also untereinander auch, die Läuferinnen und Läufer.
Es ist so ein gegenseitiges Unterstützen, es ist natürlich landschaftlich total schön, wir hatten Glück beim Wetter, dann läufst du von unten in kurze Hose bis irgendwie schneebedeckte Gipfel und das war total cool, hat mir richtig Spaß gemacht. Auch, ich habe früher nie mit Stöcken groß was gemacht, außer als wir letztes Jahr noch über die Alpen gelaufen sind im Sommer, das war auch cool, aber da haben wir die Stöcke das erste Mal überhaupt ausgepackt.
Das ist was anderes, deswegen ist es halt aufregend und ein cooles Erlebnis. Würde ich sagen, so richtig krass Trail und. Marathon ist per se für alle vereinbar, wahrscheinlich nicht, weil es natürlich schon ein bisschen unterschiedlich ist. Man kann es glaube ich dann ganz gut mischen, Dadurch, dass natürlich die meisten Bergrennen, Trailrennen, auch die Golden Trail Series, die finden ja im Sommer statt.
Also die meisten, die das dann vom Typ her auch mitbringen, die versuchen natürlich im Frühjahr ihren Marathon zu laufen, bisschen Off-Season, dann im Sommer diese Bergrennen zu machen und dann im Herbst, vielleicht eher spät im Herbst dann sogar, noch einen zweiten Marathon zu laufen. Du wirst dich erinnern, wir hatten auch im Podcast über sie gesprochen, mir fällt jetzt gerade der Vorname nicht an, die Holländerin Brinkmann, wie heißt sie mit Vornamen nochmal? Nele?
Nele, glaube ich, bin ich ganz sicher. Vielen Dank. Super Beispiel, so wie Laura, die beides mitbringt. Aber ich glaube, das sind dann schon eher die Ausnahmeerscheinungen. Oft ist ja dann so, dass natürlich einer, der vielleicht sehr, sehr gut in den Bergen ist, der auf Trails sehr gut ist, vielleicht trotzdem dann nicht unbedingt die krasse Grundstelligkeit irgendwie mitbringt, die du aber dann brauchst, wenn du irgendwie einen Marathon unter 2,25 als Frau oder unter 2,10 als Mann laufen möchtest.
Aber es gibt Ausnahmeerscheinungen, die das können. Und für mich, das wollte ich noch sagen, ich glaube, für mich wäre es das Extreme, so wie ich es jetzt mal erlebt habe, als, wie ist so ein Trail-Event, wo du dann auch teilweise wirklich sehr viel Downhill einfach rennst. Am Schluss in Bad Gasteiner rennst du halt auch irgendwie, keine Ahnung, 15 Meter Downhill.
Braucht man jetzt, glaube ich, kein Experte sein, um darauf zu kommen, dass wenn man aus einem Land oder aus einer Region kommt wie Regensburg, du kannst da schon ein paar Trails laufen, so die Ausläufer vom Weimarischen Wald, aber du machst auf keiner Strecke 15 Meter Downhill. Das heißt, das fühlt sich nicht so gut an, hinten raus, was die vorderen Oberschenkelseiten anbelangt, weil das einfach eine muskuläre Belastung ist, die lässt dich jetzt nicht so leicht simulieren, aber was mir wahnsinnig gut getan hat, was ich gerne früher gewusst hätte oder für mich erfahren hätte, gespürt hätte als Athlet, ist doch der Aspekt von Kraftausdauer, der gerade für Marathon, finde ich, einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bringt.
Das ist mir sehr spät erst wieder aufgefallen, nämlich dann, als ich. Zum Ende meiner Karriere sehr regelmäßig nach Kenia geflogen bin. Weil in Kenia ist es halt so, dass das natürlich eine Hochebene ist. Du bist über 2400 Meter, aber trotzdem ist es sehr hügelig. Es ist sehr, wenn du nicht die zwei Asphaltstraßen, die es nun mal gibt, läufst, gibt es nur Dirt Roads. Diese Dirt Roads sind sehr uneben teilweise.
Die sind mit auch groben Steinen übersät. Du musst wirklich auch bei lockeren Läufen da immer wahnsinnig konzentriert sein. Und wenn du eine wirklich easy Runde machst, also, sagen wir mal, eine entspannte Nachmittags-10-Kilometer-Shakeout-Runde, dann kriegst du da keine Runde hin, außer du gehst ins Camarini-Stadion und läufst dann auf der Bahn deinen 10-Kilometer-Dauerlauf, dann hast du da mindestens mal 100 Höhenmeter pro 10 Kilometer.
Das ist aber dann eine entspannte Runde. Kommen wir nochmal kurz zurück, weil du ja vorhin Laura und den Olympischen Marathon angesprochen hast. Da war ja klar, da ist halt eine sehr steile Steigung drin und eine für Marathonveranstaltungen in der Klasse ja total untypische, sehr steile Downhill-Passage.
Da haben ja plötzlich in Europa alle Marathonläufer doch das Bergab- und vor allem Bergauflaufen in der Geschwindigkeit geübt. Kurier, jetzt Sieger in Boston, hat ja genau da angegriffen, nämlich am höchsten Punkt der Strecke und ist dann mit einer Stabilität runtergelaufen. Also der hatte ja bestimmt 2,45 die letzten Kilometer, weil es eben Downhill ist, die schon beeindruckend war.
Und ich meine auch, dass man erkennt, dass im absoluten Elite-Bereich mehr in Richtung Kraft betonte Arbeit, Krafttraining, Läufe, wie auch immer gemacht wird und die Oberschenkel anders aussehen als noch bei dir. Das glaube ich, ja. Also ich glaube, wir hatten zu der Zeit bei mir damals auch so eine Phase, über die man jetzt nicht unbedingt so öffentlich gesprochen hat, aber wo viele, wo der Athletentyp, den man sich so vorgestellt hat als Marathon-Profi, wahnsinnig ausgezehrt aussehen sollte, musste, wie auch immer.
Das war jetzt vielleicht bei manchen dann unterbewusst der Fall. Bei manchen kann ich mir auch vorstellen, ich will es ja keinen Namen nennen, aber wo verschiedene Aspekte mit reingespielt haben, dass man sich ja fast noch ein bisschen zu so einem Gewicht runtergehungert hat. Um vielleicht dann schneller zu sein oder die Annahme zu haben, man läuft schneller, wenn man nochmal zwei Kilo weniger wiegt.
Das ist Gott sei Dank heute anders, weil ich glaube auch nicht, dass das damals zielführend war. Also ich für mich hatte nie einen Ernährungsplan, oder einen Anspruch, irgendeine Art von Kalorien zu tracken oder irgendein Essen abzuwiegen, sondern für mich war wirklich immer eine große Herausforderung, erstmal gesund durch eine Marathon-Vorbereitung zu kommen.
Und gesund meine ich nicht nur körperlich, also vom Bewegungsapparat, sondern halt auch ohne Infekt, weil das natürlich auch was ist, was einen wahnsinnig zurückwirft. Und ich hatte aber wirklich das Problem, dass ich zu meiner fitten Athletenzeit, habe ich, sag ich mal, in so einer Off-Season, Ich habe einen Marathon gemacht, dann habe ich zwei Wochen Pause gemacht, dann habe ich irgendwie...
Nach zwei Wochen semispezifisch trainiert oder auch schon wieder leicht gelaufen, dann habe ich vielleicht so 70 Kilo gewogen. Aber ich bin 1,89 Meter groß, also 70 Kilo, 1,89 Meter nach einer Offseason und wenn du dann in eine Marathonvorbereitung gegangen bist, die irgendwie so zwischen 12 und 16 Wochen aussah.
Wo du dann eben auch vielleicht ein oder zweimal in der Höhe warst, wo du 200 Kilometer plus gelaufen bist, dann habe ich oft klassischerweise zum Beispiel Berlin Marathon oder so, da stand es dann in der Startlinie mit 65, 66 Kilo. Das war aber jetzt nicht so, dass das irgendwie ein Ziel war, so ein Gewicht da zu erreichen, sondern es war eher die Schwierigkeit, dass es nicht noch weniger ist, weil du irgendwann natürlich auch wahnsinnig anfällig wirst.
Zum Beispiel auch für Infekte, einfach weil die Substanz irgendwann nicht mehr da ist. Gerade zum Beispiel Höhentraining hast du halt noch mal einen anderen Grundumsatz, als du ohnehin schon hast. Und wenn du halt 30 Kilometer jeden Tag läufst, dann haben wir auch so unsere 4000 bis vielleicht 5000 Kilokalorien verbraucht.
Und das jeden Tag zu essen, war irgendwann auch echt anstrengend. Anstrengend auch deshalb, weil du irgendwann ja gar nicht diesen Appetit hattest. Du bist einfach irgendwann nur erschöpft. Eigentlich willst du dann nur noch schlafen, aber du musst dich dann zwingen, irgendwie auch vielleicht den zweiten Teller noch zu essen, weil du weißt, du brauchst das, weil du sonst noch schneller abnimmst.
Und ich glaube auch, dass über Social Media kann man denken, was man will. Ich glaube, da ist vieles auch gar nicht so gut, was Social Media betrifft, aber ich glaube, dass man mit manchen Dingen zumindest auch so ein bisschen aufklären konnte, natürlich auch mit sowas wie Podcast, was es heute gibt.
Dass das, weil früher hast du natürlich auch als vielleicht laufinteressierte, Mensch oder als Fan, der solche Marathons geguckt hat, Da hast du halt die Leute vielleicht gar nicht so über den Jahresverlauf gesehen, sondern du hast sie halt oft an der Startlinie stehen sehen, Racinglet, kurze Hose, Startnummer dran und übelst ausgemergelte Typen.
Und dann hattest du wahrscheinlich unterbewusst immer so diesen Anspruch zu denken, krass, so muss man aussehen. Das ist so der Idealtyp, wie du immer auszusehen hast, wenn du Marathonläufer bist. Das ist natürlich Quatsch, weil so haben wir auch nicht immer ausgesehen, sondern so hast du halt ausgesehen nach zwölf Wochen, wie du dich dahin geknechtet hast.
Und ich glaube, dass da auch schon viel in der letzten Zeit auch über Social Media so ein bisschen aufgeklärt wurde, dass es nicht erstrebenswert ist, wahnsinnig, per se immer nur wahnsinnig dünn zu sein, sondern dass Kraft und vielleicht ein, zwei Kilogramm Muskeln an den richtigen Stellen total viel helfen, um erstmal resilienter zu sein, also auch verletzungsresistenter zu sein, vor allem aber auch ökonomischer zu sein und mehr rauszuholen.
Und du hast es angesprochen, Kurier jetzt hier in Boston. Aber auch Paris gab es genügend Beispiele. Paris, die Endphase von der zweiten Runde. Beim Olympischen Marathon. Beim Olympischen Marathon, richtig. Also 24, 24. Hast du ja bei vielen auch Top-Leuten sehen können, was den Unterschied gemacht hat.
Und zwar war da der Unterschied, ob du in der zweiten Runde, in der Downhill-Passage, noch in der Lage warst, überhaupt mobilisieren zu können, weil andere einfach muskulär schon so zerschossene Beine hatten von der ersten Runde und der Downhill-Passage. Also klar, jeder weiß das. Wenn man wo hochrennt, dann ist das natürlich brutal anstrengend.
Aber wenn du halt richtig krass irgendwo runterballerst, und zum Beispiel der Körper nicht entsprechend vorbereitet ist oder konditioniert ist, dann geht irgendwann was zu. Und dann kannst du, selbst wenn noch was im Tank ist, einfach motorisch das gar nicht mehr abrufen sozusagen. Und deswegen ist heute, glaube ich, vielleicht auch die Trainingsplanung oder Ausgestaltung bei Marathonläufern, Gott sei Dank, muss man ja sagen, auch komplexer, als es vielleicht vor 5, 6, 7 oder 8 Jahren war.
Machen wir doch hier mal ganz kurz einen Break. Hat denn von euch hier aus dem Camp schon einer zu den Aspekten eine Frage, bevor wir uns noch kurz zur High-Rox-Karriere von Philipp bewegen. Muss immer einer den Icebreaker machen. Jetzt wollte ich gerade sagen, es traut sich keiner als Erster was zu fragen.
Pass auf, dann frage ich dich, was wiegst du denn heute? Oh, gefällige Frage. Darüber möchte ich keine Aussage treffen. Dein Anwalt ist nicht da, dein Manager hat schon einen Feierabend, den kenne ich zufällig. Felix liegt schon im Bett. Erstaunlicherweise ist es gar nicht so viel, wie ich das vielleicht befürchtet hatte.
Wie du gehofft hattest, das ist das Wort. Oder erhofft hatte. Heute wiegt ich 75 Kilo, bei immer noch 1,89 Meter. das heißt ich habe so circa 5 Kilo zu dieser Off-Season zu diesem Off-Season-Gewicht zugenommen, ich finde das ist auch verrückt wenn man irgendwie von Kindesbeinen an in dieser, ich sag jetzt mal Leistungssportschiene drin ist, und natürlich jeden Tag sieht, dann nimmst du natürlich Veränderungen nicht so wahr aber ich tue mich heute manchmal schwer Bilder von mir zu sehen, von früher, die ich aber früher total abgefeiert habe, ne, früher warst du ja in diesem Modus, wo du gedacht hast, boah ich weiß noch, ich weiß, eine Fotosession, da hatten wir einen guten Kumpel, der damals in der chineanischen,
also in Nairobi in der Botschaft gearbeitet hat und auch selber guter Läufer, der hat aber uns auch irgendwie cool gefunden, der ist dann manchmal nach Iten hochgeflogen und hat dann so ein Wochenende mit uns verbracht und war dann halt bei den Sessions dabei und hat auch eine gute Kamera dabei gehabt.
Und ich werde das nicht vergessen, ich glaube 2020 war das. War er auch bei einigen Track-Sessions dabei und natürlich, klar, irgendwann ist es heiß und dann, keine Ahnung, nach was weiß ich, wie viel tausend und dann ziehst du dein Shirt aus und da gibt es natürlich, wenn du dann auch so richtig fertig bist, es ist heiß, du schwitzt, du bist dann schon ausgemergelt.
Gab es natürlich auch Bilder von mir da, wenn ich die heute anschaue, denke ich mir, das sieht nicht gesund aus. Aber damals hast du gedacht, boah, Alter, was bist du für eine Maschine, weil das halt, wenn du so voll im Stride warst, dann jede Rippe gesehen, du hast gesehen, wie es in die Arme so Rillen reingeht, also wo du heute denkst, was ist da eigentlich?
Oder das fandst du damals natürlich irgendwie cool, weil man sich so dachte, das ist irgendwie der Inbegriff von Fitness. Und heute denke ich mir, es sieht nicht, also ich finde es heute nicht so ästhetisch, muss ich sagen. Es sind fünf Kilo mehr vielleicht ganz gut, Und die Frage ist ja auch, wie man zunimmt.
Für mich war es ja dann so, ich habe es vorher schon gesagt, ich habe eine Tochter, die ist jetzt dreieinhalb und habe natürlich aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit das große Privileg, dass ich viel Zeit mit ihr verbringen kann, weil als Selbstständiger kann man sich natürlich auch einiges im Tagesverlauf einteilen.
Und ich bin mit ihr viel draußen, viel auf dem Spielplatz, ich trage sie natürlich viel rum oder mache Quatsch, schmeiße sie durch die Gegend. Da habe ich relativ schnell gesagt, schon als sie auf der Welt war am Anfang, wenn du so ein 3, 4, 5 Kilo Kind im Arm hältst, da kann es ja wohl nicht sein, dass dein Arm irgendwann anfängt zu zittern. Da habe ich gesagt, was ist da los?
Das ist ja wohl erbärmlich. Und dann habe ich gesagt, hey, irgendwie muss man anfangen, vielleicht mit Kraftsport anzufangen. Ich bin aber nicht, das ist das Problem, ich bin halt auch nicht der Typ, der gern in den Gym geht. Das habe ich schon als Athlet nicht so gern gemacht. Man hat es halt gemacht, weil man wusste, es ist wichtig, der Physik sagt, du musst es machen und so weiter.
Man hat es dann gemacht, um ein besserer Marathonläufer zu werden. Jetzt für mich per se, ohne dass du jetzt ein konkretes Ziel hast, habe ich es jetzt nicht gesehen, so Arnie-mäßig siebenmal die Woche ins Gym zu gehen, um irgendwelche Maschinen zu betätigen oder so. Und ja, es ist ein Hype-Thema, aber ich sehe mich jetzt noch nicht an der High-Rock-Startlinie unmittelbar so.
Also das ist noch ganz weit weg, aber ich finde den Anspruch zu sagen. Das Problem ist der Schlitten, du musst den schieben oder ziehen, das weißt du schon, ne? Das ist richtig, das käme dann auch auf mich zu, aber für mich ist so der Aspekt, ich sage mal so, man möchte dann irgendwie auch ein gesundes Vorbild sein als Elternteil. und am besten Fall ist dem Kind was vorleben.
Das heißt, ich habe dann gesagt, für mich beschlossen irgendwie zu sagen, ich möchte gucken, dass ich eine okaye Ausdauerfitness mehr erhalte. Also ich möchte schon einfach so einen Marathon laufen können. Das habe ich in der Vergangenheit auch ein, zwei Mal gemacht. Entweder mit Kai Pflaume in New York oder für einen guten Zweck mal in Berlin.
Wenn man dann sagt, okay, für einen guten Zweck gibt es irgendwie einen Scheck mit 100.000 Euro für ein Kindeswerk, dann stellst du dich da hin und kannst ihn einfach mitlaufen. Den Aspekt will ich noch haben. Nicht mehr in 2.12. Aber dass du einfach sagst, ich brauche jetzt nicht trainieren oder ich brauche jetzt nicht irgendwie eine Zwölf-Wochen-Vorbereitung machen, aber einen Marathon musst du halt einfach noch laufen können.
Das ist die Fitness, die ich mir gerne ausdauermäßig halten möchte. Oder zum Beispiel um in Rot ein bisschen was von der coolen Stimmung miterleben zu dürfen, als Staffelläufer, ja, das vielleicht auch noch. Aber gleichzeitig in einem ganz anderen Bereich, den ich früher jetzt nie ernsthaft verfolgt habe, so ein bisschen Neuland betreten.
Und da finde ich halt so eine Mischung aus, so wie ich es jetzt für mich in Regensburg gefunden habe, eine sehr coole Crossfit-Box. ich weiß nicht, wird wahrscheinlich niemand da sein aus Regensburg, aber kann ich Werbung machen für einen guten Ansatz zumindest. Da ist bei mir einfach eine Mischung aus, Also klassisch im Kraftsport, wo ich aber auch nochmal technisch lerne, also nochmal richtig lerne jetzt, wie macht man vernünftiges Kreuzheben, Kniebeuge etc., wo die auch sagen, jo, Steifigkeit ist jetzt nicht optimal, aber wir arbeiten dran.
Und auf der anderen Seite aber auch diese, ich sag mal, das macht mir ja noch Spaß, weil man sich halt auch richtig ausbauen kann, diese zirkelartigen Elemente mit, du machst auch mal Ski-Ergometer, du machst Rudern und machst davor irgendwelche Broadjumps, also viel Sprünge, was ich früher als Läufer auch gar nicht gemacht habe.
Vielleicht noch, was machen wir sonst noch, Sachen wie so Farmers Carriers, also wirklich mit schweren Kettelbärs, wirklich so 50 Kilo, früher nie 50 Kilo, also wofür auch. Das ist cool, weil es sehr neu ist, alles was Neues ist. Das sind zwei Bierkästen, das kanntest du auch nicht. Nee, das kannte ich auch nicht früher, als Profi erlebt. Das heißt, es ist halt cool, weil es sehr viel Neues ist, was gleichermaßen aber auch spannend und aufregend ist und du natürlich, und das ist der entscheidende Faktor, wahnsinnig schnell Fortschritte siehst.
Und ich meine jetzt gar nicht nur optisch, also siehst du auch, dass man sich optisch verändert, aber vor allem auch, du machst da zwei, drei Wochen was und irgendwann stellst du fest, oh, Shoulder Press, habe ich am Anfang übelst gestruggelt mit einmal 40, jetzt machst du irgendwie ein Set von fünfmal sechs Wiederholungen mit 35 Kilo und das ist ja wie beim Laufen früher auch, alles was messbar ist, und Fortschritte schnell erzielt werden, ist natürlich wahnsinnig motivierend.
Aber Bein, Oberschenkelmuskulatur hast du eher verloren, weil das ja doch jetzt nicht mehr eben die 200 Kilometer sind. Würde man denken. Habe ich auch. Ich glaube, ich habe in den ersten zwei Jahren dünnere Beine bekommen, was echt schwer vorstellbar war, aber weil ich einfach viel weniger gelaufen bin.
Hat sich jetzt aber seit Jahresbeginn wieder verändert, weil ich jetzt ja relativ regelmäßig dieses Krafttraining mache. Und zwar nicht Krafttraining wie früher, so mit 15 Wiederholungen. Sondern es geht ja dann schon so fünfmal mit 90 Kilo Kreuzheben oder sowas, wo du dann halt sagst, das habe ich ja früher nie gemacht, weil du warst ja früher natürlich auch immer, da muss man ja sagen, es ging ja immer nur um Verletzungsprophylaxe oder um Laufökonomie, du warst ja auch immer vorbelastet.
Überleg mal, du hast ja entweder am Tag davor ein Workout gemacht, du bist morgens schon 20 Kilometer gerannt, du warst ja nie frisch. Jetzt mal sowas zu machen, wenn du gar nicht vorbelastet bist, das macht ja richtig Bock. Das macht ja richtig Bock, wenn du das Gefühl hast, du hast ja richtig Kraft auf einmal so und hast ganz andere Scheiben da drauf wie früher, wo Oder auf einmal denkst du, ah ja, das sind nicht 50, sondern 90 Kilo.
Und ich mache das fünfmal. Wie geht das eigentlich? Also das macht dir dann schon Laune, muss ich sagen, wenn du auf einmal feststellst, da lässt dich ein bisschen was anderes bewegen. Gut, der Weg ist vorgezeichnet. Du wirst also hier bei Hyrox Hugo irgendwann ein fettes Camp machen. Ja, ich wollte gerade sagen, ist das nicht bei euch möglich?
Man kann doch hier Hyrox Camps machen, oder? Ja, maximal. Das ist schon ein großer Part hier. Da richten sich jeden Tag halbtrainierte Menschen hin. Da das ja mit dem Schwimmen bei dir doch nichts mehr wird. Die Triathlon-Zukunft habe ich abgeschrieben bei dir. Musst du Highworks machen. Hey, sorry, mit Schwimmen. Ich glaube, Schwimmen wird nichts mehr. Ich würde gerne vernünftig kraulen können.
Das hast du noch nie ausprobiert. Ich gehe unter. Es ist wirklich Schwimmen. Haben wir alles geregelt. Ich mache jetzt eine Umfrage hier. Ihr braucht nur Handzeichen geben. Wer von euch findet von den drei verschiedenen Optionen, die ihr habt in einem Triathlon, Schwimmen am geilsten? Ich sehe keine einzige Hand, Ralf. Ich sehe keine einzige Hand.
Und das macht die Menschen richtig sympathisch. Ja, ich weiß schon, wie du die Leute einfangen willst. Ich verstehe nicht. Cool. So, Leute, wenn ihr noch was wissen wollt, dann 3, 2, 1 jetzt. Oder wir belangen uns ganz herzlich bei dir, Philipp, für deine Zeit. Wir gehen jetzt ans Dessertbuffet. Oder das, was wir uns davor noch aufbewahrt haben.
Und dann ins Bett, oder? Weil wir haben morgen Ruhetag, mein Lieber. Also Entlastungstag heißt das ja. Euphemistisch beschrieben. Ich wollte gerade sagen, klingt sowohl nach einem hervorragenden Abendprogramm, wie auch nach einem sehr coolen Tag. Wir gehen zweimal schwimmen morgen. Okay, okay. Das ist der Entlastungstag. Um Gottes Willen.
Dann seid ihr doch nicht zu beneiden. Supercool. Vielen Dank, Philipp. Vielen Dank euch. Noch einen Abschlussapplaus für den Philipp. Danke dir. Schönen Abend noch. Danke, danke euch auch. Speichern nicht vergessen, bitte. Ich drücke gerade auf Speichern hier. Sehr gut. Ich wünsche euch ganz lieben. Schönen Abend euch. Ciao und danke dir.
Wir hören, ne? Ja, gerne, gerne.