BESTZEIT· Folge 319

#319 Alles über den Fabelweltrekord im Marathon & das Jubiläumsrennen in Hamburg - unsere Gäste: Samuel Fitwi & Richard Ringer

Freitag, 1. Mai 2026 · 1 h 39

MP3

Shownotes

Was war das denn bitte für ein grandioses Marathon-Wochenende zuletzt?! Neuer Marathonweltrekord der Männer und die ersten in einem offiziellen Rennen erzielten Marathonzeiten unter 2:00h durch Sabastian Sawe und Yomif Kejelcha in London. Dazu das fantastische Hamburger-Marathonjubiläum mit einer wahrlich würdigen 40. Geburtstagsfeier, Traumwetter und Top-Leistungen - allen voran durch Samuel Fitwi, der auf Platz 2 stürmte und seine PB auf :45h verbesserte.
Das Ganze durften Ralf und Philipp in 7,5h Live-Coverage begleiten inklusive eines Live-Podcasts zwischen Marathon- und Halbmarathonübertragung, bei der neben Samuel Fitwi auch Marathon-Europameister Richard Ringer nach seinem fulminanten Boston-Marathon-Erfolg (:47h) vom Montag vergangener Woche, ebenfalls mit auf der Bühne und vor Publikum am Mikrofon war.

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Hamburg-Marathon Aufzeichnung: youtube.com/watch?v=7RTY6wosfuc

Richards Buch: motorbuch-versand.de/shop/51019-marathon-gold-…

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

1, 5, 9, 3, 0. Das sind die unglaublichen, legendären, magischen, angsteinflößenden und ab sofort bestimmenden Zahlen in unserem Geschäft. Im Best-Site-Podcast von Philipp Kieler und Ralf Schold. Ich muss korrigieren. In eurem Geschäft. Nicht in meinem Geschäft. Stimmt auch nicht, weil ich muss ja jetzt zukünftig beim Marathon übertragen, dass wir das immer parat haben. Ja, ist auch wieder wahr.

Also wir müssen uns damit auseinandersetzen. Also ich fühle mich da auch nicht mehr so richtig zugehörig in diesen neuen Marathonsphären-Welten, maximal als Beobachter. Und das natürlich dann schon irgendwie auch gerne. Ich weiß nicht genau, wer vor diesem Wochenende ernsthaft damit gerechnet hat. Ich nicht, ich musste mich schon auszählen lassen von diversen Freunden, Bekannten.

Also ja, auch im Camp. Wir hatten ja im Camp logischerweise auch diskutiert. Klar. Okay, Hamburg-Marathon und so. Ja, da ist ja auch noch ein Rekord gefallen, nämlich der streckende Rekord bei den Frauen. Könnt ihr alles euch nochmal anschauen. Wir haben natürlich alle Links, oder besser gesagt, Philipp hat es schon in weiser Voraussicht getan, allerdings in den Shownotes, zum Beispiel auch den Relife, könnt ihr euch da alles nochmal anschauen.

Und da habe ich gesagt, zwei Minuten über Marathon schafft keiner. Ist ja auch gut. Aber zwei Stunden, ich war sehr skeptisch. Ich hatte schon gedacht, wenn, dann es habe, weil die Entwicklung von ihm war ja schon in die Richtung gehend, keine optimalen Bedingungen sicher in Berlin letztes Jahr, auch bei dem ein oder anderen Ding ja nicht.

Wir hatten ihn ja neulich erst erwähnt als einer derjenigen, der als ganz frisch verpflichteter Tempomacher in Barcelona damals den Halbmarathon gewonnen hat. Also zugetraut habe ich ihm das schon, irgendwie, irgendwann, irgendwo, um einmal Nena zu zitieren. Aber ich hatte mit London nicht gerechnet, weil tatsächlich hatte London ja immer so dieses Sternchen. Super geiles Rennen, Riesennummer.

Sehr viel Geld, deswegen alle Topnamen da. Genau, aber eigentlich nicht die allerschnellste Strecke. Trotz Paula Radcliffe damals, die ja da den Frauenweltrekord in eine andere Dimension gerückt hat, vor bestimmt schon zehn Jahren. Aber wir mussten uns ja eines Besseren belehren lassen. Aber wir haben jetzt natürlich an der einen oder anderen Stelle nochmal genau hingeschaut.

Und das macht es ja spannend. Aber als wir es gemeinsam angeschaut haben, und wir haben das ja gemeinsam mit Richard Ringer und den anderen Leuten beim Hamburg-Marathon angeschaut. Es war schon ein bisschen crazy. Es war ein bisschen crazy, weil es auf einmal so real wurde. Also du hast das ja schon erahnen können auf den letzten ein, zwei Kilometern, die sie in einem irrsinnigen Tempo zurückgelegt haben.

Ich glaube, um die 2,40 waren die letzten zwei Kilometer da, das müsst ihr euch mal vorstellen. Und er war ja auch nicht alleine, das kommt ja noch dazu. Also das war ja in der Vergangenheit einfach sehr, sehr ungewohnt, weil wenn ich jetzt mal kurz zurückdenke an Eliud Kipchoge, das waren dann hinten raus immer One-Man-Shows, lange Zeit schon, natürlich ohne Pacemaker, Mutterseelen allein, dem Ziel und dem Weltrekord entgegenrennend.

Bei Kevin Kipchoge war das nicht anders. und dass es da dann noch einen Fight, einen Zweikampf gab um den Sieg in London, aber auch um den Weltrekord, beziehungsweise wer der erste Mensch der Welt sein wird, der die Marathon-Distanz unter regulären Bedingungen, nämlich in einem Rennen unter zwei Stunden zurücklegt, das war schon outstanding und deswegen...

Nichts gegen London und auch nichts gegen die Politik, wie sie in der Vergangenheit verpflichtet haben. Ich meine, wenn man so, so viel Geld hat, dass man nicht weiß, wohin damit, dann ist ja klar, dass du sagst, ich gehe beim Einkaufen, ich gehe da erstmal hier im Premium-Regal durch und dann werden erstmal alle Top-Namen eingeladen, auch in der Vergangenheit natürlich.

Natürlich war ein Elliot da, natürlich war früher ein Bekelehoff da und so weiter und so fort. Nichtsdestotrotz hat das nicht viel geholfen in der Vergangenheit mit den Ambitionen Weltrekord der Männer. Da sind sie natürlich jedes Jahr, weil vielleicht die Bedingungen nicht so gut waren, weil Pacing nicht so gut war, daran gescheitert.

Und deswegen bin ich ganz ehrlich, trotz dieses Top, Top, Top, Top Feldes, ich habe auch nicht 100% damit gerechnet, dass es, also ich wollte sagen, dass es kein Weltrekord, also zumindest nicht unter 2 Stunden. Das war ich mir eigentlich ziemlich sicher, aber ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass das irgendwann passieren würde und dass es die Akteure sind, die es am Ende jetzt auch gemacht haben, die da eine Rolle spielen, das schon.

Ich meine, das sind nun mal die Leute, die alles mitbringen, um in diese Sphären vorzustoßen. Und da muss man ja auch sagen, Sebastian Zahwe, Jomif Kicelca und Jacob Giblimo sind ja alle unter dem alten Weltrekord von Kevin Kiptum geblieben. Für den Zweitplatzierten muss man ja sagen, da gab es ja eine Menge Memes.

Ich weiß nicht, wer bei euch auf Instagram unterwegs ist, aber ich kam nicht umhin, diese Memes zugeschickt zu bekommen oder selber zu sehen. Jetzt müsst ihr euch mal vorstellen, der Typ ist natürlich, der hat so viele Meriten geisteskranke PBs. Ich glaube, wenn mich nicht alles täuscht, zweitschnellste jemals gelaufene 5000 Meter Zeit.

Zweit schnellste jemals... Genau, dafür geht es ja los. Das ist ja ein Loser. Das ist ja nur Zweitbester über 5, Zweitbester über 10, Zweitbester im Halbmarathon. Und zweitbester Marathon. Das ist echt der erste Loser. Im Debüt ist sein ersten Marathon gelaufen. Den rennt er unter zwei Stunden und bleibt elf Sekunden hinter dem Sieger, sprich auch dem jetzigen Weltrekordhals Sebastian Sabe.

Und da habe ich so viele Memes zu gesehen, was ja auch irgendwie tragisch ist. Also ich meine, das ist so wie die Mondlandung. Jeder wird sich an Neil Armstrong erinnern. Keiner weiß, wer als Zweites aus dieser Kapsel rausgestiegen ist. Das könnte so eine Frage bei, keine Ahnung, wer wird Millionär sein?

Die eingefleischten Kenner, die werden sich daran erinnern. Aber im Marathon ist es nun mal das gleiche. Die Mondlandung im Marathon, die ist jetzt passiert. Und das ist halt irgendwie auch ein bisschen tragisch. Obwohl das natürlich von der Leistung gigantisch ist. Stell dir mal vor, in den ersten Marathon, da musst du erstmal die Eier haben, zu sagen, lass mal kurz auf 60-30 anlaufen. Das ist bestimmt eine gute Idee.

Dann noch einen Negativ-Split zu laufen, wo du die zweite Hälfte in 59-41 draufpackst und bist dann am Ende Zweiter. Das ist krass. Also erstmal Also nochmal zu den Namen, also der Kollege Save, der wird ja erstmal in 99% der Fälle im Vornamen nicht korrekt geschrieben, weil der hat ein A am zweiten Buchstaben, Sebastian, also dann in der englischen Aussprache ist er natürlich dann auch Sebastian und dann kommen wir nochmal zu Yumif, also Yumif ist ja relativ einfach.

Also wahrscheinlich ist es ein bisschen so, wie wir auch polnische Namen alle total falsch aussprechen. So ist das vielleicht. Ich bin bei Äthiopisch total raus, bei den äthiopischen Namen auch. Aber der ist halt in der internationalen Laufszene ja schon sehr lange drin und da wird er Keselcha genannt.

Aber ich habe auch schon alle anderen Aussprachen gehört. Wie Äthiopier das aussprechen, I don't know. Das ist halt für europäische Zungen alles nicht so einfach. Das sind aber jetzt die Namen, die wir uns einfach mal merken müssen. Und ich bin wirklich sehr gespannt, wie die Reise weitergeht. Was hat Elliot geschafft? Elliot hat natürlich auf der einen Seite diese Transformation von einem Top-Top-Bahnläufer, so wie Kischelcher auch, zu einem Marathonläufer geschafft.

Er hat natürlich Grenzen verschoben und mit den Projekten damals in Monza und in Wien ja auch gezeigt, dass unter besonderen, speziellen Umständen es möglich sein könnte. Das heißt, er hat den Gedanken in viele Köpfe reingesetzt, okay, das geht. Und dann haben ja sowohl Trainer, Ausrüster, Veranstalter ja angefangen, das zu denken.

Zu denken, okay, unter zwei Stunden. Das ist so ein bisschen wie Roger Bannister, der vor sehr langer Zeit dann die erste Meile unter vier Minuten, das ist halt im englischsprachigen Raum eine ganz große Geschichte. Aber das hat Elie Kipchoge geschafft, dass die Leute das gedacht haben und sich damit wirklich ernsthaft auseinandergesetzt haben.

Und dazu habe ich auch was sehr Cooles und Lustiges gefunden. Und zwar ist ja New York nicht dafür bekannt, dass sie klein denken. Sondern die sind ja dafür bekannt, dass sie groß denken. Und die haben, jetzt haltet euch fest, die haben bereits im August 1992 eine Prämie ausgesetzt für unter zwei Stunden.

Das ist crazy, oder? Das ist crazy. Also das ist auch mutig und man versucht, glaube ich, Anreize zu schaffen, um die Leute noch ein bisschen zu motivieren. Aber natürlich war das, das war damals ein PR-Gag. Ja. Mit diesem Announcement sind sie natürlich in jeder Zeitung und in jedem, also damals war ja Zeitung, da gab es das Netz noch nicht, drin gewesen.

Fred Lebo, das ist der langjährige Renndirektor in New York gewesen, der hat das gemacht. Und zwar gab es da abgestuft von 2,06, der Weltrekord war damals etwas über 2,06, über 2,05, über 2,04, für 2,03 hätte es 525.000 Dollar gegeben, 2,02, 2,01 und eben eine Million für zwei Stunden. Ja, einfach mal groß denken. Das ist uns in vielen Bereichen nicht so nah.

Den Amerikanern, wie wir sehen, war das 1992 schon irgendwie nah. Das ist natürlich deshalb ein PR-Gag gewesen, weil zu der Zeit hat das keiner für möglich gehalten. Ja, natürlich haben sie ihm das damals auch vorgeworfen, das sei halt lächerlich und New York und so und in seiner Lebenszeit niemals. Tatsächlich ist Fred Lebo schon verstorben, aber da ist immer noch ein Mitstreiter, der lebt noch, der ist 91, das ist George Hirsch, auch ein großer Name in der Entwicklung des Marathons in New York.

Und der hat diese Geschichte jetzt nochmal rausgeholt und hat gesagt, ja, wir haben schon ein bisschen früher darüber nachgedacht. Ganz konkret steht ja dieses Bonusversprechen noch beim Marathon in Valencia. Ich weiß es nicht, was es in London gab. Ich weiß es. Die Million war nicht ausgeschrieben. Nein, nein, nein. Also wenn, dann war das Teil seiner persönlichen Vereinbarung mit ihnen.

Aber das, was man natürlich öffentlich einsehbar hat, da geht es dann um Siegprämie, die jetzt übrigens auch gar nicht so outstanding ist. Also ich glaube, da reden wir irgendwie von 40.000 Dollar waren. Dann gab es natürlich Streckenrekordsprämien und es gab Weltrekordprämien. Ich glaube, es gab sogar vielleicht eine Sub-Two-Prämie. irgendwie so.

Und ich glaube, die Addition, da haben wir uns irgendwo zwischen 300.000 und 400.000 Dollar bewegt, 350.000. Und da gab es auch viele Leute, da habe ich echt viele Artikel, in dem Fall jetzt ein ganz anderes Medium, aber auf LinkedIn, also eher diese Business und Marketing-Plattform auch, Berufsplattform, da gab es echt viele, die dieses außergewöhnliche Ereignis zum Anlass genommen haben, darüber mal ein paar Gedanken zu verfassen, inwiefern sie das eigentlich absolut lächerlich finden.

Also quasi, weil ich, wie ich es vorher gesagt habe, das ist ja die Mondlandung des Laufsports, wo man vielleicht in den 80ern oder Anfang der 90er gar nicht, für möglich gehalten hat, dass das jemals passiert. Jetzt ist es passiert und klar gibt es dann sicherlich noch von Sponsoren noch entsprechende Boni on top, der wird jetzt schon mit einer Million oder irgendwie über einer Million da rausgegangen sein aus diesem Tag, aber dass er für die reine sportliche Leistung.

Lausige 300.000, 350.000 bekommen hat, da haben schon viele Leute geschrieben, die halt, ich nenne jetzt keine Namen, falls ihr zuhört, ihr wisst, wen ich meine und das meine ich, ich verstehe eure Intention, die viel. Wie drücke ich es jetzt aus? Ich muss aufpassen, wie ich das frame. Die viel mit anderen Sportarten zu tun haben, zum Beispiel auch Fußball und dafür auch Partner ranschaffen und wissen natürlich, was da für Gelder fließen und die gesagt haben, für die Kohle, da ziehen ja manche Fußballer nicht mal mehr die Kickstiefel an so ungefähr und der Typ haut da so ein Ding raus und natürlich für ihn und sein Background ist das auch wahnsinnig viel Geld, aber es ist natürlich trotzdem eine krasse Schieflage,

weil das halt so eine außergewöhnliche Leistung ist, die aber auch für viele Menschen ja greifbar ist, weil natürlich viele Menschen Marathon laufen und immer gedacht haben, zwei Stunden wahrscheinlich nie möglich, jetzt ist es passiert. Und ich will jetzt nicht sagen, dass es Kleingeld ist, aber es ist jetzt natürlich, für ihn wird es lebensverändernd sein, hoffentlich geht er mit der Kohle gut um, aber es ist natürlich gesamtsportlich natürlich jetzt, ja, ich will jetzt nicht sagen, Pinanz machen.

Aber diese Vergleiche sind falsch, diese sind halt grundfalsch. Das gesamte Business, die gesamte Vermarktungsmaschinerie rund um Fußball ist halt einfach eine andere. Klar, eine andere Wertschöpfungskette. Vollkommen anders. Und ich kann jetzt nicht hingehen und beliebig, das ist ja so, es wird ja beliebig aus anderen Sportarten dann dieser Vergleich gezogen.

Ja, aber im Fußball. Nee, nicht aber im Fußball, sondern Fußball ist eine weltumspannende Sportart, die halt eine außergewöhnliche Business- und Vermarktungskette hat. Und andere Sportarten haben das nicht. Ich habe das ja hier schon ein paar Mal gesagt. Ein Marathon kannst du zweimal im Jahr laufen.

Die Fußball-Ligen rund um die Welt spielen an jedem Wochenende. Gut organisiert, zu denselben Anschlusszeiten, spielen verlässlich die Mannschaften gegeneinander. Das haben andere Sportarten nicht. Diese Tiefe, diese Verbreitung haben andere Sportarten nicht. Das ist genauso wie diese Argumentation, ja, aber wenn jetzt Olympia nach Deutschland kommt, dann sind ja keine Gelder da für Straßenschulen und Bibliotheken.

Das ist Unfug, weil das sind andere Töpfe, die da dann geöffnet werden oder die halt entsprechend umgelenkt werden zu bestimmten Ausrichterstätten. Unter anderem auch vom IOC, da gibt es halt eine Menge Geld, das dann in das jeweilige Ausrichterland gelenkt wird. Also man kann das nicht miteinander vergleichen und sagen, ja, aber die kriegen da so viel, beim Golf kriegen die noch viel mehr Geld.

Ja, auch da, das ist halt das Gesamt-Business-Modell. Diese Vergleiche sind einfach unseriös. Das ist einfach unseriös. Weil ich kann halt auch sagen, ja, ein Brot kostet aber jetzt 5 Euro. Für 5 Euro kriege ich aber in Kenia ein halbes Feld Weizen. Ja, ja. Was, das ist halt einfach Unfug. Ja, diese Vergleiche sind Unfug. Wäre natürlich gerne genommen, ist aber letztlich eine Neiddebatte.

Ja. Ja, ist auf jeden Fall schief, genau. Die andere Frage ist natürlich, wie schafft es das zum Beispiel Valencia, eine Million Dollar auslobt, aber da wiederum, das wissen wir ja auch, nicht, dass das vielleicht in London nicht auch möglich wäre, weil das, ich weiß nicht, ob das Geld da ist, ob das erwirtschaftet ist, ob das über Partner abgedeckt werden könnte, in Valencia ist aber so, dass ein sehr großer Unternehmer aus dieser Region ist.

Ich will nicht sagen, nur aus privatem Interesse, aber um diese Region, aus der er eben auch stammt und die er wohl auch sehr schätzt, zu promoten und international auf eine Landkarte zu packen oder mehr zu packen, auch durch Sportevents, die er unterstützt, klar ist das catchy, wenn es irgendwo heißt, es gibt einen Marathon und da wird eine Million Dollar gezahlt.

Aber da könnte man genauso sagen, die Japaner, die total im Marathon verrückt sind, wo das Laufen an sich innerhalb der Sportkultur eine andere Bedeutung nochmal genießt, auch da gab es schon umgerechnet Boni von knapp, in dem Fall, wenn man es umrechnet, eine Million US-Dollar für das Brechen der, was war das denn gleich nochmal, japanischer Rekord oder erster Mann unter zwei Stunden sechs oder irgendwie sowas quasi. Und auch da ist das schon gezahlt worden.

Ja, genau das ist der Punkt. Es geht ja darum, Mittel zu akquirieren für bestimmte Sportarten und für bestimmte Marken, sportliche Marken. Was auch immer das dann ist in der jeweiligen Sportart. So, wenn jetzt halt ein großer Lebensmitteldiscounter, das ist ja der Typ in Valencia, sich dafür entscheidet zu sagen, wow, ich finde Laufen geil, weil es halt eine...

Sehr gesellschaftlich umfassende Sportart ist, die von sehr jungen Menschen bis alten Menschen, von Höchstleistungssportlerinnen und Sportlern bis zu ganz normalen Menschen alles umfasst. Das ist mein Publikum. Also gehe ich da rein, mache aus Valencia das, was sie da in den letzten Jahren draus gemacht haben.

Ist also global ganz anders in der Wahrnehmung natürlich, auf einmal in der Laufsportwelt auf jeden Fall. Und das ist nur durch dieses außergewöhnliche, nenne es Mäzenatentum, nenne es Sponsoring, nenne es finanzielles Engagement von einem Unternehmer möglich. So, das ist natürlich gefährlich für die Tiefe und Langlebigkeit so einer Sportart, weil wenn der sein Interesse verliert, dann ist es vorbei.

Solche Dinge gibt es natürlich im Fußball auch, aber die Gesamtnetzlage im Fußball, also die Vernetzung von Businessmodellen und unterschiedlichen Businesssträngen ist da viel komplexer und tiefer. Wenn da einer sich rauszieht, dann bricht das nicht zusammen. In Valencia ist das anders. Wenn der da rausgeht, dann ist das vorbei.

Aber nehmen wir mal New York. Die sind natürlich in der Lage, eine Million als Prämie zu zahlen. Das ist ja gar keine Frage. Die Strecke ist halt nicht so, dass du da... Damit rechnen musst, dass es jemals gelingt. Deshalb war das halt leicht, 1992 das einfach zu machen. Und es hat aber den Effekt sofort erzielt.

Weil diese kleinen, gierigen Zeilenschakale, jetzt Journalisten genannt, die springen natürlich alle sofort da drauf. Das wäre ja bei uns in der heutigen Zeit mit Social Media ganz genauso. Erinnert euch vielleicht, das ist noch gar nicht so lange her, als es einen Goldbarren gab, bei der damals noch Golden League hieß es.

Jetzt heißt es Diamond League, jetzt gibt es dann Diamanten. Das ist natürlich auch kein echter Diamant, es hat Geld dahinter. Aber dieses, oh, da gibt es einen Goldbark und da war übrigens auch ein Gesamtpreisgeld von einer Million Dollar. Und das wurde damals auch immer kolportiert. Es ist halt so, der Million-Dollar-Man, das ist halt immer noch so ein Motiv.

Jetzt nicht nur im Sport, sondern das ist halt ein sehr leichtes, sehr greifbares Motiv. Und ich bin ganz sicher, wir müssen uns über Sebastian Sabe nicht so viel, wirtschaftlich so viel Gedanken machen in den nächsten Jahren. Vermutlich nicht, wenn er gesund bleibt. Natürlich hat diese drei Streifenmarke aus dem, woher sind die nochmal da? Irgend so eine kleine Stadt.

Die haben ja eine Menge richtig gemacht. Die haben den ja gesigned. Das ist zu dem Zeitpunkt gewesen, wo der... Sicher in der Szene schon für Augenbrauenhochziehen gesorgt hat. Aber das hat ihn ja gesigned und hat ja auch, um genau diesen Effekt, der jetzt ja zusätzlich entsteht, ist es überhaupt möglich.

Mit legalen Mitteln so schnell zu laufen, vorgesorgt, auch mit sehr viel Geld. Das wollte ich gerade ansprechen, weil das in der Erzählung oft untergeht und wir ja auch dazugehören, die oft genug kritisieren, dass diese Rekord und Zeiten hat es ja nicht nur positive Dinge mit sich bringt. Kenia haben wir oft genug erwähnt, leider in anderer Hinsicht auch trauriger Spitzenreiter, nämlich bei der Anzahl überführter entweder Testverstöße oder positiver Dopingproben.

Und wir wissen auch, Dunkelziffer ist mutmaßlich ja nochmal in anderen Sphären. Und das finde ich aber einen smarten Move, muss ich sagen. Also so zu sagen, hey, es ist unser Ziel, diese Marke zu brechen, vor einer anderen Marke, die das vielleicht schon vor 10 Jahren vorhat, der uns nicht geschafft hat, mit unseren Athleten und unseren Produkten am Ende des Tages auch.

Klar wird das Marketing technisch auch optimal ausgenutzt, mit dem Release des Schuhs, den dann auch ich glaube die ersten drei oder drei Mann von den ersten fünf auch getragen haben. Das passt natürlich dann gut zusammen, ist natürlich bei The Playbook optimal gelaufen, aber sie haben auch gesagt, wenn das passiert, gehen wir davon aus, dass wir zumindest von einem anderen Teil zerrissen werden für.

Das kann nicht sauber möglich sein und so weiter und so fort und um dem vorzubeugen, haben sie gesagt, zumindest habe ich einen Artikel gelesen, ich weiß nicht, ob du den gleichen meinst, dass sie auf World Athletics im Vorfeld schon zugegangen sind, lange im Voraus und gesagt haben, wir schreiben euch einen fetten Check, testet ihn so oft ihr könnt.

Weil wir sagen wollen, dann können wir zumindest rückwirkend sagen, er wurde in diesem Zeitraum 37 Mal getestet, ich glaube 25 oder irgendwas das war, also wirklich aber sehr viel mehr als jetzt eine normale kenianische, du weißt ja, wie das Funding dort auch so aussieht, irgendwie so ein regionales Office, das ...

Das irgendwer überhaupt durchführen kann. Und ... Zumindest den Ansatz finde ich, ich finde ihn bemerkenswert. Klar, es hilft natürlich auch, die Story weiterzuerzählen, aber da ist davor zumindest noch niemand anders drauf gekommen, was ich ja irgendwie schon erstaunlich finde. Nike damals? Nee, aber komme ich gleich zu.

Also erstmal, natürlich kann man keine Dopingproben bestellen, bei der MADA oder beim World Athletics. Das geht nicht. Das haben schon vorher Leute versucht, da komme ich gleich nochmal zu. Jedenfalls ist Adidas ja hingegangen, hat gesagt, okay, wir geben 50.000 Dollar oder Euro, das ist ein kleiner Unterschied, aber jedenfalls 50.000 in das Budget für die Testung.

Und jetzt nicht für die Testung von Zabe, das genau geht nicht. Das können Sie nicht machen. Das wäre ja dann nie mehr unabhängig. Aber sowohl alles, was Ausdauerlaufen angeht, hat eine besondere Kategorie in der Häufigkeit der Testung in der Leichtheit. Also das heißt, das sind andere Taktungen als in anderen Disziplinen.

Und dann ist Kenia aufgrund dieser unschönen Statistik, ist eines der Länder, die unter besonderer Beobachtung stehen. Das heißt, da werden mehr Proben durchgeführt als bei Ländern, die nicht in diesem besonderen Aufmerksamkeitspool dran sind. Also so funktioniert das. Ich meine, die sind jetzt auch nicht bescheuert, da die Leute von der Wada und rennen nur mit irgendwie Scheuklappen durch die Gegend.

Die wissen schon halt auch, wie bestimmte Mechanismen funktionieren und wo was Sinn macht im Sinne von Dopingmissbrauch oder nicht. Das heißt, die Aufmerksamkeit für Langlauf in Kenia ist, was die Dopingverhandlung angeht, sehr viel größer als bei anderen Sportarten. Das ist natürlich trotzdem ein, bleibt es halt auch das ein Marketinginstrument, das ist ja klar.

Weil weder ist damit klar, dass das nicht gedroht ist, weil es gibt natürlich auch Dopingmittel, die nicht nachweisbar sind. Oder sehr schwer nachweisbar sind. Oder nur zu bestimmten Zeiten nachweisbar sind. Also das macht es noch nicht hundertprozentig clean oder whatever. Es ist nur der Gedanke zu sagen, es ist uns klar, wenn dieser Junge sehr schnell läuft, dann werden diese Fragen kommen.

Und sich damit vorher auseinanderzusetzen, ist zumindest klug. Weil sich jetzt hinzustellen, ich komme gleich noch zu Punkten, wenn wir uns nochmal den Trainingshintergrund von Saber ein bisschen genauer angucken. Da gibt es schon auch den einen oder anderen kleinen Punkt noch, aber da kommen wir gleich zu. Nochmal zu den Dopingproben.

Es gab zum Beispiel im Triathlon, also bei Ironman, mal den Versuch von einzelnen Veranstaltern, die eigene Veranstaltung durch besondere Dopingproben wertiger zu machen, sage ich mal. Es hat da auch eine ausgeprägte Dopingdiskussion gehabt. Und da hat der Ironman Frankfurt damals eisernde Transparenz, hieß das glaube ich, ausgerufen und hat halt selber Dopingproben organisiert.

Das ist natürlich Quatsch, weil die sind nicht unabhängig. Auch das ist halt für das Image sicher förderlich, aber das bleibt ja dabei, das sind halt keine random unabhängigen Kontrollen, die von einer völlig unabhängigen Instanz ausgeführt werden, sondern du hast ja dann immer eine Beauftragung. Ja, das ist so, als würde halt eine Lebensmittelmarke eine Studie über die Wirksamkeit von Lebensmitteln oder die Unbedenklichkeit von Lebensmitteln anfertigen, ist ja nicht unabhängig.

Also das wurde damals versucht, da wurde auch relativ viel Geld reingesetzt, aber das kann nicht der Ansatz sein, sondern ja, Aufruf an alle großen Player in der Branche, ja. Fundet die Vada, fundet den Pool. Weil je mehr Geld da ist, umso besser wird das System werden. Für die Credibility des Sports auf jeden Fall wahnsinnig wichtig.

Also ich habe den Artikel sogar nochmal aufgemacht. Das ist ein Let's Run-Artikel gewesen vom 14. April 26, also von vorm London-Marathon. Und da gehen sie natürlich darauf ein, dass aktuell mehr als 140 kenianische Athleten suspended sind von der AIU. Und da sind sie eben auf den Umstand eingegangen. Ich weiß die genaue Zahl jetzt vor London nicht, was Out-of-Competition-Tests für Sebastian Sabe betrifft, aber vor Berlin im letzten Jahr, vor dem Berlin-Marathon hat er in den letzten zwei Monaten vor dem Marathon, also nur in diesem Zeitfenster, 25 Out-of-Competition-Tests gehabt.

Und das ist auf jeden Fall erstmal eine Zahl wie gesagt, das beweist nichts weil natürlich, also was heißt es beweist nichts, es gibt natürlich Mittel die. Es kann ja nur getestet werden, was bekannt ist also wenn du natürlich, das kennen wir auch aus dem Radsport da gibt es ja genügend Dokus und Filme von drüber wenn du natürlich ein Connect hast zu Menschen, die in der Pharma-Branche arbeiten, und da sind ja manchmal dann Sachen verschwunden, die noch nicht released waren und die haben dann ihren Weg in diesen Leistungssport gefunden Da kann der beste Test natürlich nicht anschlagen, weil einfach dieses Profil nicht hinterlegt ist sozusagen.

Also das heißt jetzt erstmal nicht, dass es auf jeden Fall keine leistungssteigernden Mittel konsumiert werden können. Dann gibt es Dinge, deren Haltbarkeits-Zerfallsraten so schnell sind, dass das auch schwer wird, wenn du nicht unmittelbar nach Einnahme in den nächsten 12 bis 24 Stunden den Test machst.

Dann kann das auch nicht getestet werden. Aber alleine die schiere Anzahl finde ich trotzdem beeindruckend. Zwei Monate, 60 Tage, 25 Tests out of competition, finde ich krass. Habe ich in meiner ganzen Karriere, glaube ich, nicht gehabt. Und ich hätte auch gern mehr gehabt, aber das ist jetzt erstmal, was die Häufigkeit anbelangt und Kenia ist nicht Mitteleuropa, Da ist dann auch...

Du musst dir wirklich angewiesen, dass entweder ständig Leute da hinreisen, wenn du sagst, es sollen Leute sein, die von außerhalb kommen oder du musst halt gucken, dass diese quasi nationale Anti-Doping-Agentur in China entsprechend gefundet ist. Beweist das irgendwie was? Per se nein, aber ich finde den Ansatz und die Frequenz erstmal erfreulich.

Ist das übrigens bei allen Athleten so? Nein, aber immerhin bei dem, der jetzt gerade mal Weltrekord gelaufen ist. Ja, ja. Dann schauen wir uns noch mal das, was er so rumherum gemacht hat, also Training, Ernährung und sowas an, weil da sind auch noch ein paar sehr spannende Sachen dabei. Erstmal, sehr viel Volumen, keine große Überraschung, 220 bis 240 Kilometer ist aber ein Brett. Ja, das ist krass.

So, dann, die Trainingssteuerung erfolgt in erster Linie nach Gefühl. Ja, also sehr viel, sehr easy running. Der Hauptaugenmerk liegt darauf, dass man zu den Kernschlüsseleinheiten frisch ist. Und ich kann euch gleich sagen, ihr lauft alle zu schnell. Selbst in den Easy lauft ihr alle zu schnell. Weil das, was der macht, ist halt wirklich easy.

Aber eben 220, 240 Kilometer, das muss ich dir für den sagen, dass es sehr viel ist. Aber es ist so, wenn du da nicht wirklich easy läufst, dann ist das Addieren der Ermüdung halt irgendwann ein Riesenproblem. So, die härteste spezifische Marathon-Session in Höhe, ja, wohlgemerkt in Höhe, 30 Kilometer mit 3-Minuten-Pace.

Das kannst du besser beurteilen als wir alle. Genau. Das ist in der Höhe richtig, richtig hart. Eine andere Einheit klingt jetzt auch nicht so, als wäre das noch nie von jemandem gemacht worden, logischerweise. 15 mal 1 Kilometer in 2,42 bis 2,45 mit einer Minute Pause. Das ist auch krass. Ist auch krass auf jeden Fall.

Aber nicht, also gab es auf jeden Fall Leute, die das schon können. Hundertprozentig. Das Spannende ist ja, wenn man das so hört, einfach nur mal für euch zu Hause zur Einordnung. Ich glaube, wichtiger ist nicht die Frage, ob es schon jemanden gab, der solche Einheiten machen konnte. Die Frage ist viel eher, auf was von einer Basis, von einem aeroben Niveau kannst du diese Einheit machen?

Also sprich, wie ist das Intensitätslevel? Weil das ist der entscheidende Unterschied. Der entscheidende Unterschied ist nicht, ob du das machen kannst. Da glaube ich, gibt es Menschen, die das können oder auch in der Vergangenheit schon konnten. Die Frage ist, auf was für einem Anstrengungsgrad kannst du das machen?

Und wenn das im weitesten Sinne irgendwo, ich zitiere jetzt erst nicht bei Renato Canova, das ist bei Claudio Berardelli als Coach, aber mit dem, was ich bei Renato gelernt habe, ist ja, 95 bis 105 Prozent Race Pace, das ist der Sweet Spot, wo du irgendwo deine qualitativen Sachen im Marathonbereich, oder wahrscheinlich auch auf anderes gemünzt, aber wo du machen möchtest.

Und die Frage ist eben genau, diese 10 oder was waren es? 15 mal 1000, 15 mal 1000 was? In diesem Tempo. Das ist crazy. Ich glaube, ich weiß gar nicht, wie ich über ein Kilometer 240 da oben gemacht habe. Aber mit einer Minute Pause ist auch wenig Pause. Und die Frage ist, wie anstrengend ist das für den?

Und wenn das quasi so in einem 95, 95 Prozent Ding ist, 100 Prozent, keine Ahnung, also nicht gefühlt 100 Prozent, sondern kontrolliert, dann. Dann sind sie im richtigen Bereich. Und dann wirkt das eben auch dementsprechend. Genau. Und was ja gerne gemacht wird, ist ein bisschen verloren gegangen in Mitteleuropa, finde ich.

Ich weiß, dass das viele Leute, ich glaube, Dieter Baumann hat auch viele so Sachen gemacht, Fahrtspiel. Ein, zwei, drei Minuten Belastungsintensitäten, einfach solche Fahrtspielgeschichten, die sind auch sehr hart, oft auch so geländeangepasste Sachen. Ja, auch das typische Workouts, also die harten Sachen für Sabo.

Und dann kommt ein ganz wesentlicher Part. Ja, und da kann sich jeder selber mal kontrollieren. Und ich glaube, Philipp, das hast du so nicht gemacht. Er hat diese Long Runs, also die langen Belastungen, behandelt wie ein Rennen. In Form der Verpflegung. Also versucht 100 Gramm pro Stunde Kohlenhydrate aufzunehmen.

Und das ist zumindest etwas, das habe ich schon gehört, aber das haben Sie wohl verfeinert, mit relativ hohen Gaben von Bicarbonat, Klammer auf, eigentlich für das Abpuffern von Laktatbildung im eher Mittelstreckenbereich sehr verbreitet und dort sehr wirksam, aber auch bei Radfahrern sehr beliebt, vor allen Dingen dann, wenn es nach ein paar Stunden nochmal irgendwo einen Berg hochgeht oder sowas.

Also Bicarbonat und sowohl die Verpflegung mit Kohlenhydraten als auch Bicarbonat in dem normalen Trainingsprozess so etabliert, wie das nachher beim Rennen auch der Fall ist. Das habe ich auf keinen Fall gemacht früher, aber finde ich sehr spannend. Weil du damit natürlich den Körper peu à peu daran gewöhnst, dass das eine normale Verpflegung für eine außergewöhnliche Anstrengung ist, sodass das am Wettkampftag...

Gewohnt ist alles schon. Plus, wenn du das so durchführst und das alles gut verträgst, ist es nicht nur möglich, im Zweifelsfall aus den spezifischen Trainingseinheiten mehr rauszuholen, sondern du regenerierst die auch komplett anders. Du bist halt auch schneller wieder in der Lage, wir haben gehört ganz viel ruhiges Training, aber schneller in der Lage, trotzdem wieder sehr gewohnt auf einem normalen Anstrengungslevel dein Training umzusetzen.

Und das mit dem Bikarbonat finde ich super spannend, weil ich habe das in meiner Wahrnehmung, das gab es ja gar nicht, als ich früher noch Mittelstreckler war, geschweige denn als Marathonläufer, das ist ja auch erst seit ein paar Jahren so richtig gekommen. Ich habe das immer mit hoher Laktat-Toleranz oder Fähigkeiten, die dich erwarten, in Verbindung gebracht. Ich habe das noch nicht in dem Kontext mit Marathon gehört.

Spannend, dass das bei den Radfahrern schon länger gemacht wird. Ich habe aber jetzt auch im Nachgang irgendwie auf Insta so ein aufbereitetes Slide gesehen, wo es drum ging. In irgendeinem Interview war die Frage, was hat er gefrühst, als er zwei Scheiben Brot. Und das ist natürlich dann um die Welt gegangen und vermittelt auch ein falsches Bild so, weil im Zweifelsfall jemand, der sich nicht so ausgenägt, ah ja geil, Marathon laufen und wenn der Weltrekordhalter zwei Scheiben Brot ist, dann reicht das für mich ja auch.

Das ist natürlich Bullshit, weil dann auch jemand gesagt hat, also pass auf, auf Basis dessen, was öffentlich zugänglich ist, ja, er ist vielleicht nur, in Anführungszeichen, zwei Scheiben Brot, weil er auch diesen neutralen Geschmack von echtem Essen mal noch möchte, so, vor dem Marathon, ja. Aber, der haut sich noch das Bicarbonat rein, der haut sich ein Morten 320 rein, also die 500ml, also allein Morten 320 sind schon mal 80g Kohlenhydrate, beim Bicarbonat ist es nicht per se die Kohlenhydrate, aber auch da sind glaube ich 39g Kohlenhydrate drin, so einer Portion.

Plus zwei Scheiben Brot, 50g Kohlenhydrate, plus unmittelbar vorm Start, üblicherweise ist ja auch so die Morten-Doktrin, nochmal so 10-15 Minuten vorher nochmal ein Gel mit dann eben, was ist denn im normalen Morten-Gel, glaube ich 40g oder so drin. 25g. drin, 25 Gramm. Wenn du das addierst alles, dann hat der nicht nur die Tage vorher sich, also 100% perfekt gefueled und so, sondern auch an dem Race Day Morning, auch wenn das echte Essen, sag ich jetzt mal, einfach nur zwei Scheiben Toastbrot waren.

Und das wird da gerne mal unterschlagen und vergessen. Und deswegen ist es. Lohnt es sich, da auch hin und wieder mal ein bisschen mehr hinzuschauen. Braucht ihr alle zu Hause jetzt Bicarbonat von Morton, das Morton 320 und das alles? Braucht ihr nicht, aber es ist zumindest wichtig zu wissen, dass man auf so eine Menge an Kohlenhydrate, wenn man eine Weltklasseleistung erbringen möchte, kommen sollte, bevor man überhaupt mal einen Schritt gelaufen ist.

Also einen Punkt würde ich schon empfehlen. so grob hochgerechnet hat er etwa 3, 3,5 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht zu sich genommen. Das ist übrigens auch ein Gewissen von Studien. Und das würde ich euch schon empfehlen. Genau. Wie ihr das macht, ist ja letztlich ein anderer Punkt. Also ob ihr dann 5 Scheiben Toastbrot mit Honig esst, wer das kann und das auch entsprechend dann im Magen behält.

Oder ein Porridge ohne Milch zum Beispiel, Porridge mit Wasser über Nacht ansetzen, ein bisschen Zucker noch drüber, ein bisschen Zimt noch drauf Zimt auch gut wegen glykämischem Index und sowas, genau da bin ich total bei dir ich will nicht sagen, dass ihr das nicht braucht, sondern ich sage nur ihr müsst das jetzt nicht durch künstliche Produkte zwangsläufig machen, ihr könnt das auch mit echtem Essen machen, aber die wie du schon gesagt hast, zwischen 3 und 4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht ist zumindest auch auf Basis von Studien empfohlen für Ausdauerhöchstleistungen.

Und dann, weil du den Namen eben schon gesagt hast, Claudio Berardelli ist ein Coach. Ja, ich weiß nicht, worauf du das möchtest. Der hat natürlich nicht nur den allerbesten Leumund. Nein. Ja, weil der halt auch eine dystopisch überführte Marathonläuferin sehr prominenter Art, nämlich, wie heißt der noch mit Vornamen?

Linda, glaube ich, Cepto. Rita. Rita, Rita Cepto, ja, war seine Athletin. Da habe ich immer so ein ungutes Gefühl. Das ist ein Gefühl, ich blame den jetzt natürlich, wenn ich diesen Kontext herstelle, aber den Kontext muss er nun auch aushalten, weil das war damals seine Athletin. Auch die Siegerin des Hamburg Marathons von 2023 war seine Athletin, Dorcas Tui Toek, auch die inzwischen überführt.

Also das ist jedenfalls ein Trainer mit einer Geschichte. Ist aber in Kenia zumindest im Gericht auch freigesprochen worden bei JEP2. Aber gut, wir wissen alle, trotzdem sieht das nicht gut aus. Nee. Auf der anderen Seite hat er ein Management, die für sehr unbesichtiges und sauberes Arbeiten bekannt sind.

So, bildet euch euer eigenes Urteil darüber. Nur wir versuchen ja hier mal das ganze Ding einzuordnen. Wir haben das nach Chicago, nach den Sub-210 bei den Frauen auch gemacht und am Ende war es dann doch eine positive Dopingprobe. Natürlich läuft der Zweifel hier mit. Das, was wir wissen, was wir gehört haben, was wir für euch rausgesucht haben, ist das, was wir euch gerade versucht haben nahezubringen.

Es sind ein paar, finde ich, sehr spannende Geschichten dabei, spannende Ansätze dabei, außergewöhnliche Ansätze dabei. Ist es möglich unter zwei Stunden Marathon zu laufen? Ich weiß es nicht, aber diese zwei haben es gemacht. Also es ist auf jeden Fall realisiert worden. Es waren nahezu perfekte Bedingungen in London. So, wahrscheinlich war es perfekt.

So wie in Hamburg ja auch. Es war relativ kühl, es war sonnig. Es war fast kein Wind an der Thamesa, wo es wohl relativ lange in eine Richtung geht. Es war wohl leichter Schiebewind. Spielt alles eine Rolle. Haben wir natürlich in Boston ähnlich erlebt. Da ist es ein bisschen anders, logischerweise Point-to-Point-Strecke.

Aber diese Umstände müssen ja auch passen. Wenn du Bögen, Seitenwind und Regen hast, dann sieht es wahrscheinlich anders aus. Und es bleibt spannend. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Der Mond ist erreicht, auf zum Saturn. Also was wir natürlich auch gehört haben, auf Basis von Zeitungsartikeln, ist, dass Marc Milde, also der Race Director des BMW Berlin Marathons, dass der natürlich jetzt, klar, was soll er auch machen, der muss natürlich gucken, wen er von den ganz schnellen Jungs verpflichten kann, denn ich denke auf jeden Fall, dass es schnellere Strecken als London gibt, da fällt mir auf jeden Fall natürlich Berlin ein, da fällt mir Valencia ein.

Und dementsprechend werden die beiden Marathons alles versuchen, Chicago natürlich auch, da stand der Weltrekord bis vor kurzem, oder diese drei Marathons werden versuchen, sich jetzt gegenseitig die Protagonisten hier abzujagen für wahrscheinlich horrende Summen, wo womöglich Berlin ein bisschen im Hintertreffen ist, zumindest was die finanziellen Ressourcen anbelangt, direkt verglichen mit Valencia und Chicago.

Aber wir werden sehen, dafür hat natürlich Berlin vielleicht noch ein bisschen... Den History-Bonus, den History-Bonus bezogen, wie viele Weltrekorde dort schon aufgestellt wurden auf dieser Strecke und wie gut in aller Regel das Wetter dort auch ist. Das ist ja wirklich mal außergewöhnlich, wenn das Wetter nicht gut ist.

Und von dem her bin ich da sehr gespannt und drücke Marc auf jeden Fall die Daumen bei seinem Job, dass er da für das letzte September-Wochenende wieder ein sehr hochklassiges Feld verpflichten kann. Ich glaube nicht, dass wir die Konstellation haben, dass alle drei an einer Startlinie stehen werden. Ich glaube, die werden sich sehr aufteilen.

Weißt du was? Das ist ja ein kleines Plus jetzt gerade für die Veranstalter. Natürlich ist, sagen wir jetzt, der Name. Also, wen willst du haben? Du willst natürlich den Namen haben. Du willst jetzt den Weltrekordler haben. Du könntest aber auch mit, wie heißt das nochmal? Mit Jomif. Könntest du natürlich auch einen sehr coolen Griff machen. Und selbst mit Kip Limo. Jacob Kip Limo.

Aber der ist natürlich jetzt in dem Contest den. Wenigsten strahlenden Namen, ist ja klar. Der kann aber am Ende vielleicht noch mal schneller als 1, 5, 9, 3, 0. Auch krass. Und Sabe zumindest kennt Berlin schon, hat letztes Jahr gewonnen. Und da, ich bin gespannt. Da war er übrigens zwischendurch auch schon auf dem Weg zu einer sehr, sehr, sehr guten Zeit.

Also in Richtung Weltrekord. Damals nicht unter zwei, glaube ich, aber in Richtung Weltrekord. Das wird sehr spannend auf jeden Fall. Ja, das bleibt natürlich total cool, weil die Entwicklungen so sind, wie sie sind. Wir nehmen euch jetzt erstmal mit in unseren Live-Podcast vom Sonntag. Da haben wir auch ein paar sehr coole Gäste gehabt, nämlich mit Richard Ringer, der frisch mit einer Top-Leistung aus Boston kam und sehr gut gelaunt war, völlig überraschend.

Und sein neuer Partner in Sachen Management, aber auch in Sachen gemeinsame Trainingsanreize. Also ganz spannend, was Sie uns da erzählt haben. Samu Fitwi, der ja mit persönlicher Bestleistung, frisch mit persönlicher Bestleistung, direkt zu uns gekommen ist, vor Publikum. Und wir haben die Live-Show da machen dürfen können und wollen die euch natürlich jetzt hier auch nicht vorenthalten. und am Ende kommen wir dann nochmal mit ein paar aktuellen Hinweisen. Viel Spaß erstmal.

Ja, was wäre der Sonntag des Haspa Marathon Hamburg ohne die Bestzeit-Crew? Wir sind heute live für euch da und wir begrüßen zunächst mal unser Publikum hier. Herzlich willkommen bei uns. Und damit wir es nicht so machen wie immer, also Philipp und ich labern doof rum, haben wir uns einen großartigen ersten Gast schon mal besorgt. Der sitzt hinter uns.

Ja, wir haben natürlich gesagt, ganz ehrlich, das ist ein ganz besonderes Jubiläum hier. Und wir wollen natürlich dann auch eine besondere Folge mit tollen Gästen haben. Und da gab es einen, der war zwar nicht heute hier am Start, der war aber in Hamburg schon häufiger am Start, sehr erfolgreich. Der war am Montag in Boston am Start. Und das ist Richard Ringer. Herzlich willkommen.

Setz dich ruhig hin. Wir sind alle müde. Dass du hier bist, dass du es einrichten konntest. Du hast ja quasi in dieser Woche schon vorgelegt mit herausragenden Ereignissen und Ergebnissen vor allem. Nimm uns mal ein bisschen mit. Boston, ein bisschen Recap. Natürlich, ich glaube, jeder, der hier sitzt und sich in der Laufszene gut auskennt, der weiß doch nicht, was passiert ist, aber herausragendes Boston-Ergebnis, das ist die viertschnellste Zeit eines Europäers überhaupt.

Wie geht es dir so mit ein paar Tagen Abstand? Ja, war viel los die letzten Tage tatsächlich. Wir sind ja auch noch nicht lange da. Erst Donnerstag zurück und dann gleich hierher habe ich mir auf jeden Fall Licht nehmen lassen, hier nach Hamburg zu kommen. Die Generation sieht ein bisschen anders aus aber.

Ja, gestern habe ich zwei Community Runs gemacht gut, dass das nicht so schnell war tatsächlich also ja, da gibt man natürlich auch ein bisschen was weiter von seinen Erfahrungen, genau, zu Boston selber war mein erstes Major tatsächlich und ich hatte das kann man manchmal gar nicht glauben, weil es deine Karriere ja schon so lang ist, also auf der Bahn, aber auch auf der Straße natürlich, aber genau, erster Major und dann gleich Boston ist ja auch bestimmt besonders jung.

Ich hatte mich letztes Jahr schon gleich entschuldigt bei Frank, dass ich nicht beim 40. schon dabei sein kann. Also ich hatte nämlich, ich hatte noch nicht gewusst, dass es Boston würde. Ich habe gesagt, ich möchte noch mal was anderes mitnehmen in meiner Karriere. Und ja, es war doch noch mal sehr beeindruckend, so ein Major zu laufen in Amerika.

Das ist dann alles ein bisschen anders organisiert auch. Mit einer Pressekonferenz für die Amerikaner. Also ganz, ganz interessant. Aber klar, das Wichtigste ähm, war, als die Startliste rauskam, schon ein paar Monate vorher, dachte ich so, oh, Wahnsinn. Also ich hatte mich gefreut, weil in dem anderen Jahr, da hatte ich mir so ausgerechnet, ah ja, Top 5 ist eigentlich, ja, kann schon gut möglich sein.

Und dann habe ich da geschaut, okay, du bist jetzt gewählt auf Position 16. Mit der 205, okay, wird schwierig. Am Ende sind ein paar ausgefallen noch, also ich war in 12 gelistet, hat mich aber dann positiv gestimmt, dass ich eben mein Ziel Top 10 erreiche. Aber Top 8 ist so wie bei einer Weltmeisterschaft oder Olympischen Spielen immer mit dem Hinterkopf und bei Major eine Top 8-Platzierung zu erreichen.

Das ist auch was ganz Besonderes. Und das habe ich dann auf den Punkt getroffen. Und ja, ich habe mitbekommen, dass es immer nur eine Generation gibt, die Westwind hat. Und da war ich ja nach 15 Jahren wieder Westwind. Da war das Feld motiviert. Also wir wissen zwar alle, die Zeit zählt nicht, aber da gibt es halt kein Taktieren. normalerweise das Taktieren halt ist und das finde ich auch irgendwie cool eben.

Da bist du ja auch, kein Geheimnis, ist ja auch sehr gut darin in genau solchen Rennsituationen. Genau und dann, ja, da musste ich halt schauen am Start, Boom, Henrik, endlos. Ja, da kannte ich die Strecke. Ich dachte mir, das wird hier nichts mehr Taktik heute. Jeder wollte halt unbedingt Gas geben. Ja, dann wird ja immer zu Boston gesagt, ja, okay, Point-to-Point-Strecke, Rolling Hills, wie die Amerikaner immer so gerne euphemischlich sagen.

Da sind schon auch fette Anstiege da drin. Aber du warst überrascht, dass es am Anfang so steil bergrunter geht. Das ist ja auch etwas, wo man erstmal umgehen muss, weil du guckst auf den ersten Kilometer und der ist ja so real schnell. Plus, alle um dich herum sind genauso schnell oder noch schneller, weil da kann sich ja auch mal der ein oder andere ein bisschen verirren und sagen, okay, ich brauche ein bisschen Airtime oder ich rolle jetzt hier einfach einen Berg runter mit.

Wie hast du dich darauf eingestellt, dass das eben hoch runter geht und einfach unterschiedliche Tempi sind unterwegs? Ja, also ich liebe allgemeines Spielen mit Höhenmetern. In Kenia speziell die vier Wochen Vorbereitung habe ich speziell auf meine Workouts gemacht. Am Berger wirklich halt rollen. Also da waren dann Kilometer halt in 2,50 dabei und dann halt auch in 3,20 in Kenia.

Einfach so, wie es kommt. Also eben jetzt nicht, ja, ich muss jetzt alles irgendwie hier in 3,0 oder so laufen, sondern einfach gespielt mit dem Tempo. Das weiß mein Trainer auch, dass ich das lieb. Und da war natürlich Boston auch ideal. Und natürlich auch als Vorbereitung für Birmingham. Da haben wir nochmal mehr Höhenmeter, 688 Höhenmeter.

Genau, aber runter hat mir damals Arne, er hat schon gesagt, wir waren ja als Trainingslager 2018. 18, da ist der Flex, der hat halt die Berge richtig runtergerast. Da hat er gesagt, ja, da müsst ihr sich vorbereiten. Jetzt weiß ich auch warum. Ich war nur ganz froh, dass meine Muskulatur das richtig gut weggesteckt hat, die bergrunter.

Also oft ist es so, ja, bergrunter ist leicht, aber viele kriegen dann tatsächlich Probleme. Aber ich hatte da mich echt super drauf eingestellt. Ich hatte dann tatsächlich dann nur bei berghoch meine Probleme. Waren halt auch noch 250 Höhenmeter, also nach oben, nach unten ging es zum Klipp ein bisschen mehr, 380 runter.

Ja, und wir sind dann, also gerollt würde ich nicht sagen, es hat sich angefühlt wie ein 10-Kilometer-Race. Irgendwie 14, 18 losgelaufen und bei 20 kamen dann schon die ersten Attacken und dann ging halt nochmal 14, 17 von 20 auf 24. Und dann dachte ich mir so, ja gut, wieder. Und dann mit der 26 kmh, das war 7,40. Ist jetzt ein 10er Race, aber ich habe noch 16 Kilometer. Wie soll ich denn da ankommen?

Sag mal, da war ja Hendrik noch vorne, der ja vorne gepusht hat die ganze Zeit. Hast du mal kurz einen Anker geworfen? Oder gab es irgendeine Kommunikation vorher? Hat er dir gesagt, pass auf, ich laufe hier mal ein bisschen los? Na, der Hendrik hat gesagt. Offiziell, ja, er will es ein bisschen ruhiger angehen. Zwei Meter habe ich gesehen, wie ruhig das war.

Nee, da wollte natürlich auch alles mitnehmen. Er hat auch eine super Leistung gebracht. Absolut. Schneller als seine bisherige Zeit. Und ja, ich meine, ich hatte da gesagt, ich will, also mein Trainer hat mir geschrieben und mir hat auch erzählt, lauf diesmal mit Herz und nicht mit Hirn, weil meistens bin ich dann doch so programmiert, dass ich mich dass ich dann eher hinten raus nochmal richtig beschleunigen kann, aber ich glaube so war es jetzt wirklich richtig, also mit John Correa dann halt wirklich mitgegangen, es war wirklich tough, aber es ging dann auch mal wieder runter da konnte ich mich erholen, habe mich dann auch da, habe ich sie dann auch geholt da bei Kilometer 25 bis ein bisschen runterging,

weil ich habe gemerkt, während des Laufens runter kann ich richtig rollen lassen, und beim Berghoff verlier ich sowieso genau, aber dann in den Attacken, die waren dann schon, also das war schon von einer anderen Welt dann nochmal, Auf der anderen Seite, du sagst ja mit Herzlaufen nicht und so mit Kopf.

Das ist aber ja am Ende doch ein Positionsrennen gewesen. Also wo es jetzt nicht nur um die absolute Zeit hinten geht, weil das eben ja nachher dann kein rekordfähiges Ergebnis ist. Also wird das ja dann doch irgendwie ein Taktieren, dass du überlegst, ist das jetzt noch mein Pace, ist das schon drüber?

Kann ich das jetzt auch die nächsten zwei Anstiege noch mitgehen? Und was passiert dann ab 34? Da ist ja der höchste Punkt erreicht, wo es dann tendenziell nur noch runter geht. aber tendenziell, da gibt es schon noch eine Steigung, ja. Das heißt, du bist dann ja doch wieder in deinem Element zu gucken, wo sind die anderen, was kann ich noch erreichen?

Ja, also beim Berg hoch, ich muss das einfach abweisen lassen. Egal, wie sehr ich da hätte dranbleiben wollen, es ging einfach nicht muskulär. Also Pulswert, ich war ein Tief, ich habe mich sehr, sehr gut gefühlt vom Atem her. Aber von den muskulären Schmerzen hatte ich noch nie so Schmerzen beim Marathon.

Und ich dachte dann echt so, also es war schon bei 27, 28, aber bei 30 dachte ich, es ist noch 12, ey. Aber das Gute ist, ich habe nie auf meine Libuhr geschaut, ich habe automatisch, wie man halt als Läufer einfach nach 5 Kilometer drauf drückt für die Statistik danach, obwohl du ja die Statistik je hatte auf der Post-Manker, das war der Ausländer, aber ja.

Genau, die dann so Kilometer-Anzeigen mit Meilen und was weiß ich was, aber ich habe das so ein bisschen ausgeblendet Vorne waren noch ein paar Läufer, die ich gesehen habe, ich war ja erst auf Position 10 irgendwie und habe dann noch, zwischen 35 und 40 hatte ich noch zwei geholt. Eben auch derjenige, der mal vorne kurz weggelaufen ist bei 20.

Das ist natürlich auch cool gewesen. Genau, dann hatte ich mich eben, Amerikaner vor mich orientiert. Wir hatten dann immer den gleichen Abstand so gehabt und ja, Zuschauermenge, die da getobt hat. Also die Amis sind da, also ob es jetzt nur am Marathon liegt, das ist halt die eine Frage, aber es ist halt auch der Feiertag, der Petos Day.

Das ist schon was Besonderes. Da feiern die halt richtig ab und da geht jeder einfach auf die Straße. Ist auch Boston, ne? Es ist Boston und ich glaube, wenn man in den USA, klassisch wäre natürlich auch noch New York zu nennen, Chicago ist natürlich auch bekannt für schnelle Zeiten, aber auch, es geht ja um die Ergebnisse auch oft in den USA, Boston, New York, Rennen ohne Pacemaker und ich glaube, die Amerikaner lieben ja diesen Kampf Mann gegen Mann.

Wenn man sich da so einen Namen gemacht hat und so heraussticht, wir haben natürlich auch dein Let's Run Interview gelesen, das glaube ich aber sogar vor dem Rennen entstanden ist, richtig? Das war nicht nach... Doch, das war danach tatsächlich. Das war danach, okay, okay. Weil da ist halt eine Anekdote, weil die Amis bei der Pressekonferenz, also ich stand erst nicht auf der Pressekonferenz drauf, dann hat meine Frau, die hat dann gemeint, der Richard soll da auch mal hin.

Aber es ist halt so anders, das sind halt so Tische, da sitzen immer drei Athleten und da kommen halt alle Reporter und gehen halt zu den Tischen hin. Aber natürlich sind die ja jetzt eher an die Amerikaner halt interessiert. Ich hatte auch ein paar Interviews geführt, aber eben nicht mit vielen. Und dann ist halt meine Frau einfach zuletzt und hat gesagt, mein Junge läuft 205 und er ist kein Amerikaner. Wie, was, wo?

Europa ist halt einfach weit weg. Dadurch, dass meine Frau ja in Boston auch groß geworden ist, fünf Jahre dort gelebt hat, hatten wir dann zwei Tage danach, sehr nahe, wo meine Frau genau gelebt hat, bei Pruglein, auch an der Strecke. Da haben wir uns noch einen Kaffee getrunken und dann haben wir da ein Interview mit denen geführt.

Ich habe es auch gelesen. Er kann echt auch gut schreiben. Ja, das ist das Medium natürlich in der, ich würde sagen in der US-Laufwelt, aber eigentlich auch in der globalen Laufwelt. Ich glaube fast jeder kennt ja irgendwie Let's Run.com und vor allem auch das Message-Board und so weiter. Das wird ja von einer ganz breiten Masse konsumiert. Du bist jetzt ja auf jeden Fall in der US-amerikanischen Szene gekommen.

Auf dem Radar, würde ich mal sagen. Ein Local jetzt, habe ich verstanden. Ich habe mich verwechselt. Also die Zuschauer natürlich, die denken, welcher weißer kann da vorne auf Kanonami sein und dann haben wir in den USA gestillt. Aber ich habe das so aufgesaut. Ja, das muss ja auch wieder sehen. Das kann das nicht sein.

Wie wirst du dann ausgesprochen? Rich Ringer oder Rich Ringer? Da stand ja Ringer drauf. Ich meine, es war so laut, aber schon immer Ringer, Ringer, Ringer. Ring, Ring, Ringer. Aber es sind ja schon, es sind ja quasi, es ist fast eine Woche jetzt vergangen seit dem, oder wir sind noch in der Woche, aber 5-6 Tage vergangen seit dem Boston-Marathon.

Gab es schon die Einladung zum New York-Marathon oder zu Chicago? Weil die ist ja dann schnell oft. Wenn du da auf dem Radar bist, dann ist ja bei denen die Planung nicht so, wir melden uns mal 2-3 Monate vorher, sondern oft ist ja so, in New York habe ich schon gehört, die sind ja quasi instantly nach den Frühjahrsmarathons schnellen Leuten dran.

Genau, das stimmt. Also der in New York, der will natürlich sehr gerne, dass man immer bei seinem Halbmarathon läuft. Ich bin da aber schon mal gelaufen, 22, also er kennt mich schon. Also Also der Metz liegt dann an meinem Manager, der sitzt da drüben, der hat damit Kontakte. Nicht unter Druck sitzen, aber du hast verstanden. Aber besser geht es dem Mann nicht.

Er hat zwei Leute mit 2.04 jetzt, also hat er ein ganzes Glück. Wir haben ja, Richard, eben noch ein Stückchen Historie zusammen angeguckt. In London sind zum ersten Mal gleich zwei Männer unter zwei Stunden gelaufen. Sebastian Sabe mit neuem Weltrekord, 1,59, ich glaube, 21 war jetzt die offizielle Zeit. Macht das was mit dir?

Toucht dich das noch oder ist das eine andere Welt? Ja, ich weiß. Also es ist so halt dann noch fünf Minuten schneller. Oh ja, eine Minute. Ja, es ist also wirklich. Ja, ich weiß, also bis 41 kann ich noch machen, ne? Aber dann ist der Wert, der kommt bis 55. Ja, nee, ich weiß nicht. Also ich sehe es halt so, ich vergleiche mich jetzt halt nicht mit Afrikanern so.

Also ich weiß, dass es halt möglich sein kann einfach, weil ich weiß jetzt, bei mir funktioniert, ich bin jetzt ein Europäer, gehe arbeiten, mache so viele Sachen, mein Körper ist vielleicht nicht so ausgeprägt, hau dir mal das an, ne? Also da ist schon auch einiges einfach möglich. Aber ich verkleinere mich da einfach nicht. Ich denke halt, das ist einfach was anderes.

Und dennoch ist es so, dass bei Olympischen Spielen... Das wäre mein Punkt. Das wäre mein Punkt. Und wenn die nicht starten, ja, dann starten die halt nicht. Das ist dann ihr Problem. Also deswegen, ich meine, Amman Alistair hat eingegangen, hat es halt auch probiert. Ja und, er ist weiter bei den Weltmeisterschaften geworden und wenn die nicht starten, das ist dann denen ihr Problem, wenn die es wichtiger sehen, eine Zeit zu laufen, als halt, sag ich mal, so einen Titel zu holen, ja.

Okay, ich fürchte, dass es 2,80 gegeben hat für den Weltrekord für Sebastian Sabe. Also vielleicht auch 3,80. Er ist nicht in Valencia gelaufen, da hat es eine Million gegeben. Aber er wird gut verdient haben. Ich glaube, der noch in Valencia später. Ja, das kann auch noch sein. Da kommen dann die 1,55, die du schon gewartet hast.

Ich glaube, das war an der Stelle einfach nochmal unseren vierten Stuhl vollmachen. Bedingt. Weil Samu sitzt hier schon da hinten. Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Top-Ergebnis heute. Samu Fitwi! Also ich muss schon sagen, Samu, ich habe dich ja kurz einmal noch ein, zwei Fragen, die schnell... Setz dich, setz dich ruhig hin, wir verstehen das.

Aber im Ziel stellen dürfen, und ich war gerade erstaunt, wie Smooth er hier gerade kurz mal hier hochgeschlendert ist, also sieht für die Zeit von gerade eben sehr entspannt noch aus. Wie fühlt man sich jetzt so eine Stunde, zwei Stunden nach dem Rennen so? Du siehst eigentlich ziemlich entspannt aus.

Ein bisschen frisch aus. Ich merke nichts, also ich merke, es sieht übel frisch aus hier. Ja, ich war gerade im Duschen und jetzt bin ich auch nochmal hier. Ja, okay. Und hast du schon was essen können? Oder schon durchgereicht Interview, Interview, Siegerehrung? Ich habe bis jetzt noch nicht gegessen, aber... Haben wir was zu essen hier vielleicht?

Also das ist der Wahnsinn. Ich halte aus noch halbe Stunde. Also sag mal, wir waren heute, jetzt mal abgesehen vom zeitlichen Ergebnis, Platzierung war natürlich schon auch was Besonderes in Hamburg. Wir waren aber vor allen Dingen begeistert von der Art und Weise, wie du die ganze Zeit gelaufen bist.

Wahnsinnig aufmerksam, in einem sicher nicht ganz einfachen Rennen, sehr große Gruppe am Anfang. Für unsere Verhältnisse erste fünf sehr unruhig, mit viel Bewegung hin und her. Nimm uns mal mit in den Marathon rein, in die Top-Gruppe rein. Wie war das heute für dich? Ja, also ich hatte nicht so vorgestellt, also das war einfach gigantisch auf der Strecke und wir hatten am Anfang ein bisschen zu langsam, irgendwo 14,59 oder so.

Aber dann war ich immer vorne dabei, also bis 10, 12 Kilometer, dann habe ich gesagt, okay, ich brauche es nochmal hier, das Zwischen ein bisschen von irgendwie in der Mitte zu sehen, die Jungs dann, wie die drauf sind und so weiter. Das war dann optimal gelaufen, wie ich dann gewünscht habe. Mein Ziel war 2.4 oder 2.5 zu laufen. Da bin ich auch sehr, sehr zufrieden auf den Fall.

Oder wenn er auch 2.6, 2.7 wäre auf dem Podium, war er auch sehr, sehr happy. Du hast hin und wieder mal geguckt zu Bernhard Kowitsch, weil das ist ja hier der Mann der letzten Jahre gewesen. Der hat es dann hinten raus nicht ganz halten können, weil er ein bisschen Probleme hatte mit dem Oberschenkel. Aber das ist schon jemand, der dann auch das Kommando gibt in so einer Gruppe?

Oder wie habt ihr kommuniziert dann mit den Pacern? Also schneller, langsamer, das war ja doch ein bisschen ein Ziermonikaspiel. Ja, also ich habe da einfach, wenn er Koch ist, hat er zweimal hier gewonnen. Das ist ja der Mann, der hier war. Und der weiß auch die Strecke besser als ich. Und wir haben dann nochmal sehr gut, Marius, der Athletenmanagement, hat ja sehr gut in den PS nochmal dann, also super, ist gut in der Zeit und so weiter, hat ja ein bisschen was gemacht und das war optimal mit dem Pacemaker.

Die ersten fünf waren mir zu langsam, vielleicht ginge die ersten eigentlich ein bisschen noch höher und danach waren die auch nochmal von fünf bis hin super, super schnell gewesen. Ja, dann hast du natürlich irgendwann gesehen, okay, die erste kleine Attacke, El Gumri drückt mal drauf, die hat so ein bisschen noch den Typ des Bahnläufers, sehr kraftvoll, gar nicht so elegant rollend, wie ihr das könnt.

Dann kommt der junge Äthiopier plötzlich nach vorne aus der Verpflegung raus. Du bist aber sehr cool geblieben die ganze Zeit. Warst du so cool? Das sah total abgeklärt aus. Wir haben ja schon fast gedacht, Saul sieht so sicher aus. Er lässt die Reihe überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. So total kontrolliert. Dann langsam die Lücke geschlossen.

Ja, also bei 30 waren noch ein PSMHK und einer aus Kehner. Die sind ein bisschen nach vorne gegangen. Der Marokkaner, der Sieger von heute und, also das war bisschen zu schnell 2,50 Pace und so weiter, ich habe dann einfach nochmal ganz, langsam dann zugemacht und Bernhard Koch war auch neben mir dann nochmal bei 30 und war nochmal nach hinten gewesen, ich war dann der Vierte dann in der Böseposition damals oder bei 32 und.

Dann habe ich gesagt, bei 35 war der aus Äthiopien dann super, super, super wie in London angegangen sage ich mal, zu schnell und der war da so 2,8 bis und so weiter noch gegangen und das war dann die Lücke auf einmal von 35 bis 36 sehr groß und ich habe gesagt, okay, ich bleibe mit den Jungs nochmal da und da sind ja auch nochmal Konstanz gelaufen und das war dann auch, die Entscheidung, was ich vorgenommen habe.

Und Philipp hatte vorher ja nochmal gesagt, der Wall ist fies am Ende, das habt ihr ja alle schon erfahren, die hier gelaufen sind, du bist das erste Mal da gelaufen, wie warst du denn jetzt? Hast du ihn gemerkt, Kilometer 41, oder war es gar nicht so schlimm? Ich höre hier aus dem Publikum, dass ein paar Leute ihn gemerkt haben.

Ich habe gesagt, also ich habe das von vielen Szenen bekommen, das bei 41. Und bei 40 bin ich, der Marokkaner hat ja so Druck gemacht, also ist weggegangen. Ich habe gesagt, okay, ich mache ein bisschen ruhiger. Ich bin ja auch 3.01 oder so hochgegangen. Und dann war ja der Marokkaner auf allen Fall dann weg.

Und dann konnte ich nochmal die letzten 400-500 Meter fahren. Ich verstehe, du hast den Anstieg nicht gemerkt. Ich habe schon gemerkt, dass das hoch geht. Das war auch der langste Kilometer bis 42. Das musst du jetzt nicht sagen, nur weil ich es gefragt habe und du höflich bist. Ihr müsst, glaube ich, mal schauen, über die Jahre von 40 bis 42 die Splits.

Also zum Beispiel Perna Kocer, der ist da nicht schneller hochgelehrer an früher. Ihr wart wahnsinnig schnell im Ziel, weil ich hatte damals auch immer nur so zwei Sekunden vielleicht auch auf die Spitze verloren und ihr seid aber heute da echt hochgerannt. Aber ich glaube, es macht auch was mit einem, wenn es halt ums Sieg nochmal geht.

Da werden die Schmerzen ausgeblendet nochmal mehr, oder? Ja, also das sieht man auf die Uhr nochmal. Das schaffe ich nochmal vier Minuten irgendwie, zwei, vier und dann, also das pusht auch nochmal. Die Leute, die stehen ja auch auf der Linkseite, Rechtsseite, das sagen die auch, auf geht's, auf geht's und das macht auch nochmal eine Wernung.

Hast du das während des Rennens gemerkt, weil es gibt ja dann auch, ähm, Ich glaube, es gibt zwei Phasen in so einem Rennen, vor allem hinten raus. Du kannst schon so kaum ansprechbar sein. Irgendwann diese Phasen kennen wahrscheinlich auch viele so, die letzten ein, zwei Kilometer. Hast du, warst du noch so kontrolliert, dass du das alles mitgerechnet hast im Kopf?

Oder war jemand bei dir, der am Streckenrand dir mitgeteilt hat, wenn du drauf bleibst, das kann doch mal eine Bestzeit werden, kann eine 204 werden. Hast du das bis die ganze Zeit gewusst? Ich habe das einfach bei 35 gerechnet, dass ich in eine Stunde, eineinhalb Stunden, unter 2,5 war, also 2,4,30 und die letzte.

Kilometer nochmal so 3,10 gegangen, dass man langsam ein bisschen hoch geht und nochmal den letzten, 4, 500 Meter, das ging mir auch nochmal ein bisschen runter im Ziel, das macht auch nochmal da sehr, sehr gut und finde ich, habe aufgefallen ist auch, muss ich sagen, Ersteindruck von Ralf und mir, unmittelbar nach überqueren der Ziellinie, hast du frischer ausgesinnt als der Sieger.

Du konntest direkt mit der Flagge schon wieder bis gar hier auf den Boden gewesen sein. Flagge, zack, ich mach nochmal hier Ehrenrunde. Das war dann das Emotion am Ende, dass man auch nochmal alles die Schmerzen einfach, vergisst nicht, aber dass das ein bisschen nochmal runter ist, dass man auch nochmal einfach happy ist, das war dann Richard, wollte man noch was sagen? Du hast noch einen Gedanken.

Ich wollte es gerade sagen, oder? Absolut, Da sagt noch mal einer, Richard würde mit dem Kopf rennen. Sein Coach sagt, er soll mal nicht mit dem Kopf rennen. Und du rechnest zwischendurch noch Splits aus. Aber das hat ja großen Spaß gemacht. Du weißt selber, es war sehr, sehr lange niemand aus Deutschland auf dem Podest hier in Hamburg.

Das ist ja schon auch ein großer Schritt. Plus, letztes Jahr hast du ein paar gute Wettkämpfe gemacht, aber nicht den weiteren Schritt gemacht. Jetzt hast du einen weiteren Schritt gemacht. Du hast eine längere Vorbereitung gemacht, bist früher aus der Höhe zurückgekommen. Was bedeutet dir jetzt diese Platzierung und dass das halt alles so aufgegangen ist?

Also das lange Reise war, habe ich einfach, meine Weltkampf wäre der Plan, wäre erst im März in Tokio, habe ich das geplant, also letztes Jahr, wir haben dann im September oder so geplant und dann habe ich gesagt nach Valencia, wo die Beine zugemacht hat, dass das nichts mehr geht und habe ich gesagt, okay, ich mache jetzt ein bisschen länger Ruhe und ich will jetzt Hamburg laufen.

Und das lange Reise seit Januar war ich dann einfach nur voll auf Marathon fokussiert, mein Halbmarathon war auch nochmal in Lissabon besser Zeit gelaufen und das war dann Hamburg auch nochmal Entscheidung, einfach letztes Jahr ist nicht so gut auch gelaufen, zwei Marathons nicht so gut gelaufen, und ich gehe mal ein bisschen früher noch nach Hause, dass ich dann einfach nochmal von der Höhe ein bisschen runter komme 18 Tage vorher Und das war auch das beste Entscheidung, was ich an mir dann genommen habe.

Das hattest du oder ihr mit Team mir dankenswerterweise auch vorher noch erzählt, bevor wir jetzt in den Marathon gegangen sind. Weil das natürlich eine spannende Info ist. Es ist ja total üblich, dass viele direkt eben aus der Höhe kommen, vier Tage vorher. Jetzt was zu ändern ist ja auch, ich will jetzt nicht sagen Risiko, aber es ist ja auch mal ein mutiger Schritt, was zu anders zu machen.

Was hast du denn in den sozusagen finalen 18 Tagen dann noch zu Hause gemacht? Ich kenne durchaus Beispiele von Athleten, die das durchaus präferieren, also schon lange in der Höhe sein, aber eben ein bisschen eher zurückkommen. Und dann aber vielleicht auch ganz bewusst sagen, ich will nochmal ein oder zwei vielleicht noch krassere Sea-Level-Einheiten machen, weil halt natürlich in der Höhe ist ja klar, es ist ein Unterschied, ob man Einheiten auf 2500 oder noch höher in Äthiopien macht oder einfach nochmal zu Hause mehr oder weniger auf 0.

Ja, also ich komme ganz ländlich in der Eifel, Burkaneifel vielleicht. Ganz null ab. Genau, ja, ein bisschen 400 Meter hoch, aber das ist so ein bisschen hoch und runter. Und ja, ich bin ja noch alleine am Trainieren. Richard trainiert ja auch oft in München noch alleine. Hätten wir auch zusammen trainiert, aber das ist immer zu weit.

Aber ich habe das zwei Wochen, also vor zwei Wochen habe ich meinen längsten Lauf gemacht, 32 Kilometer und letzten Freitag, also nicht vorgestern, sondern zehn Tage oder neun Tage vorher, das war die 20 Kilometer einfach sehr schnell gemacht. Ich wollte gerade sagen, 20 Kilometer einfach. Da habe ich mir gedacht, wie schnell war es 20 Kilometer einfach so?

Einfach nicht, aber 60, 27 oder so. Okay. Das ist auf jeden Fall knackig. Ja, also das war dann einfach die letzte, die Einheit gemacht habe, seitdem einfach immer locker. Richard, nochmal als Vergleich. Präferierst du kurz vorher aus der Höhe kommen? Überhaupt lange Höhenketten? Du hast ja ein bisschen anderes Setting durch deinen Job ja noch, den du zwischendurch noch hast.

Was ist deine Präferenz? Wo siehst du vielleicht auch noch ein Potenzial? Weil du hast dich ja jetzt permanent verbessert in deinen Marathonrennen. Und wie ich dich kenne, willst du das ja auch weiter so machen. Ja, genau. Bei mir ist es normal so, dass ich eben vier Wochen vorher runterkomme. Ich bin ja in Frankfurt gelaufen. Das heißt, ich war ja ungefähr...

Das war aber ein Trainingslauf, ne? Ja, genau. Also die deutschen Meisterschaften, die er gewonnen hat, waren ein Trainingslauf, ne? Es war aber so, dass es schon speziell war, dass ich halt am Donnerstag gelandet bin und am Sonntag war der Wettkampf, also einfach mal zu sehen mit den drei Tagen. Weil bei mir geht es genau in die andere Richtung. Mal zu testen, wie ist es nämlich direkt zu kommen. und wir haben tatsächlich auch kommuniziert, dass es vielleicht besser wäre, wenn der Samuel mal früher runterkommt.

Genau, das liegt jetzt zusammen ein bisschen so, dass wir jetzt noch ein bisschen uns näher gekommen sind, weil ich habe das Management gewechselt. Ich bin jetzt der Manager von Samuel und ja, da tauscht man sich einfach aus, die Erfahrungen, die mal jeder gemacht hat und da kann ich jetzt natürlich von seinen Erfahrungen profitieren, das direkte Anreißen und er kann ein bisschen profitieren von dem, wie ich das mache, wenn ich früher zurückkomme und wir können uns da jetzt schon mal gut ergänzt auf jeden Fall, also die Leistung hier in Hamburg so zu bringen und auch eben das erste Mal ein bisschen früher runter zu kommen, hat auf jeden Fall nicht geschadet. Nee, absolut nicht.

Wenn du mal ein Rennen in Boston machen willst, er ist quasi local, rufst du an. Aber tatsächlich habt ihr ja noch ein paar Sachen gemeinsam vor in diesem Sommer. Wenn ich das richtig weiß, Trierer Stadtlauf ist das nächste Duell, oder? Das nächste Highlight auf jeden Fall auf der Gende. Ja genau, wir haben uns aber entschieden, dass wir jetzt auf der 10 und wir werden euch 10 Minuten später den Halt behalten.

Und wir betteln uns dann bei der Europameisterschaft. Also die am besten Konkurrenz. Ja, okay. Was ist das. Klar ist es nicht so, dass das jetzt ein ein Kindergeburtstag? Ist, eine EM zu gewinnen, weil da natürlich inzwischen auch wahnsinnig viele sehr, sehr gute Läufer sind. Wir wissen aber, dass das möglich ist. Genau, wir wissen aus München, dass es eine Menge möglich sein kann.

War natürlich auch ein spezielles Rennen, Heimrennen und so weiter und so weiter. Auch die gesamte Die Struktur des Laufes war ja dann doch so, dass es mit einem Schlussspurt enden sollte, musste, wie auch immer. Du hast gesagt, Birmingham ist viel rauf, runter. Aber es gibt ja nicht nur einen Einzeltitel, sondern auch einen Mannschaftstitel.

Das kann natürlich schon auch ganz cool werden. Ja, auf jeden Fall. Also das deutsche Team braucht sich jetzt nicht verstecken. Hinter Israel, Italien oder Frankreich. Aber es ist natürlich sehr, sehr stark. Aber also unsere Läufer, wir haben jetzt hier drei mit 2,04. Vier, dann haben wir mit 206 auch noch und also auch die zweite Reihe, also wir haben jetzt glaube ich schon acht oder neun Qualifikanten für die EM, das ist natürlich echt Wahnsinn, weil die Konkurrenz.

Ja, die lebt hier richtig auf. Und jetzt ihr, Aaron, ja auch. Ich glaube, das ist das stärkste Debüt ever von einem Deutschen. Also ich hatte ihn erst mal in den Arm genommen und gesagt, du bist wahnsinnig gut gelaufen. Und wir haben noch nicht mit ihm gesprochen, war ja nicht zufrieden, doch. Der war ziemlich, also er war reckfix und fertig. Ich weiß nicht, ob er noch nicht die Gedanken direkt hat.

Er sagte, ja, er wollte gerne 208 laufen. Ich so, aber für Hamburg, das ist eine 208. Und bei deinem Departement, er ist auch wieder alleine laufen. War gut. Junge, das Potenzial, das steckt in dir. Also niemand ist schnell gelaufen. Jeder ist, du kannst erzählen, 2012 bist du losgelaufen, ich bin in 2010 gelaufen, einmal als 2010, jeder und es geht Stück für Stück, hab Geduld.

Genau, aber ja, der Mannschaftstitel, der ist natürlich so, den wollen wir auf jeden Fall holen, zusammen, jetzt kann ja nur einer gewinnen. So ungefähr, nee, aber ja, ich versuche, mein Titel zu verteidigen. Medaille ist auf jeden Fall das Ziel, so eine Titelverteidigung ist, glaube ich, recht schwierig immer, hat ein Italiener mal geschafft in den 90ern.

Genau, aber ich versuche mein Bestes und die Strecke ist sehr, sehr schwierig. Muss ich auf jeden Fall mit Samu dann zusammensitzen und gucken, wie wir die Strategie machen, dass wir uns da zusammen irgendwann vielleicht mal absetzen. Ja gut, aber das sind ja große Ziele logischerweise. Ich kann mir vorstellen, dass du vielleicht jetzt noch nicht den Gedanken an den nächsten Marathon hast.

Was hast du denn die nächsten Tage überhaupt vor? Hast du schon einen Plan, erstmal runterkommen, erstmal erholen? gibt es dann schon irgendeine Idee, wo du wieder laufen wollen willst. Wird morgen gelaufen oder morgen ausnahmsweise mal Urtag oder, Also das wird die Füße nochmal hochgelegt. Richard hat ja schon mal fast eine Woche Vorsprung mit Regeneration.

Also jetzt ist zwei Wochen nochmal Ruhe und dann einfach dann nochmal in zwei Wochen nochmal langsam anfangen. In Trier ist am 20. Juni, wenn man will, dass es nochmal Platz ist, das zu melden. Ich bin der Stadt. Und ja. Dann geht es nochmal in die Höhe, ja? Genau, also ich spiele auf jeden Fall nochmal in der Höhe mit Orden, da vielleicht in St. Moritz nochmal was zu machen im Juni.

Ist das Plan vielleicht mit, also wir beide zusammen und oder auch andere Athleten, also wie ist das, wie sehr ist es, du musst jetzt hier aufpassen, was ich sage, weil es ist unser Podcast, ich kann sagen, was ich will. Ich weiß ja nicht, dass das heutzutage mit dem DLV so ist, aber das war jetzt nicht immer so super koordiniert in der Vergangenheit. Ist das jetzt besser geworden?

Mir wäre auch neu, dass du der Pressesprecher vom DLV bist. Aber ich dachte mir so, wie sehr. Ist es heute vielleicht besser koordiniert, als es früher war, wo man so gesagt hat, jo, hier Trainingslageszuschuss ungefähr, ihr könnt kommen, ihr müsst nicht. Ist das jetzt so auch, ich finde das ja auch irgendwie ein bisschen teambildend.

Also wenn man da vielleicht schafft, diese Leute, wenn jetzt da keine großen Antipathien bestehen, bei euch sowieso nicht, bei Amonal glaube ich jetzt auch nicht in der Konstellation so, ist das denkbar, dass man da irgendwie versucht, auch eine gemeinsame Vorbereitung in der Höhe anzustreben? Genau, wir sind da jetzt gerade in der Planung, müssen wir natürlich gucken, Das kann sich jetzt auch wieder ändern, weil natürlich es war jetzt ja mega gelaufen, wie er es gemacht hat.

Es hätte natürlich die Frage, ob es jetzt Sinn macht, dann doch noch was Neues zurückzubieten. Aber St. Moritz ist nicht ein typisches Trainingslag. Es nennt sich halt UWV, unmittelbare Wettkampfvorbereitung. Und das ist eine andere Finanzierung. Das geht dann nicht über den Kader, sondern es geht daran, dass wenn sich die Athleten da qualifiziert haben, dann kommen die da hoch und das ist dann schon sehr, sehr gut organisiert.

Aber der Samo hat noch den zusätzlichen Vorteil, dass On ein Schweizer Brand ist und die haben ein eigenes Kern. Das heißt, der könnte sowohl als auch, also der hat die besten Möglichkeiten. Nee, du kannst ja auch bei mir, also ich habe sie immer frei. Und das will ich sehen, da kenne ich ja nicht. Ja, also wir wollen auf jeden Fall nochmal dann vor der EM oder vor vielleicht Trier, wir müssen nochmal dann zusammen hinsetzen oder lange telefonieren, so planen, aber auf jeden Fall wollen wir auch zusammen nochmal dann in Santa Maria oder so zusammen.

Das Training ist dann wichtig und dass wir auch noch zwischen uns ganz gut verstehen, dass wir auch nochmal sehr viel zusammen machen können. Da vielleicht auch nochmal die Frage, wir wissen, ein großes weiteres Highlight vor der EM für euch ist natürlich der Trierer Stadtlauf, aber falls man trotzdem mal noch einen Reiz möchte, also du hast ja auch gesagt, du bist in Lissabon gelaufen, so ein bisschen als Standardbestimmung oder war ja sogar Westdeutsch, aber auch mal so eine Vorbereitung ein bisschen aufzulockern, ich fand es auch immer gut, mal ein oder zwei mal Rennen zu haben dazwischen, um mal aus dieser reinen Trainiererei rauszukommen.

Habt ihr da, weil Sommer ist natürlich für Straßenläufer mal ein bisschen schwierig, so habt ihr da eine Option, die euch vielleicht in die Vorbereitung Richtung EM in Birmingham noch zusätzlich reinpasst? Gibt es nicht so viele Halbmarathons, oder ein Ziehen? Also Trier ist eigentlich mein letzter Wettkampf.

Genau, und dann ist halt Training einfach Fokus. Aber das kennen wir als Marathonläufer eigentlich, dass wir jetzt nicht so viel machen. Jetzt im Winter haben wir natürlich ein bisschen mehr Optionen. Da nimmt man auch mal was mit. Aber ja, es ist nochmal was anderes. Wir fokussieren auf so einen Meisterschafts-Trennen, wie jetzt, wenn es um eine schnelle Zeit geht.

Nehmt uns nochmal mit, verändern die Schuhe tatsächlich jetzt die Regeneration anschließend? Also ist es wirklich so, dass ihr auch substanziell eher wieder anfangen könnt zu laufen nach einer harten Marathon-Belastung? Also bei mir nicht. Das hat den Grund. Also klar, Boston ist halt hügelig. Das ist nochmal das eine.

Aber ich finde, durch den Bounce der Schuhe pusht es dich halt nochmal mehr irgendwie rein. Das geht halt in die Hüfte rein, in den Rücken, in die Oberschenkel. Mehr Zentrum vom Körper. Also die letzten Rennen, es würde eigentlich von Schmerzen immer mehr, aber vielleicht kann ich mich auch einfach immer mehr durchbeißen bei jedem Motorrad, dass ich immer noch mehr über meine Grenzen gehen kann und also zwei, drei Tage danach, also die Schmerzen sind schon richtig, richtig, richtig wild.

Diesmal war es schon während des Wettkampfs. Genau, aber ja, also ich glaube, ob du jetzt zwei Wochen oder drei Wochen erst mal Ruhe machst, ist jetzt nicht so wichtig. Es geht dann einfach darum, dass man die Planung richtig gestaltet, ruhig halt auch anfängt mit Alternativtraining, also bei mir immer und dann Stück für Stück denkt. Ja, wie ist es bei dir?

Also bei mir ist auch, was Rishi gesagt hat, das ist immer die gleiche, meistens die Schuhe. Ja, mittlerweile, was man da sieht, ist immer ein bisschen, immer mit dem Carbon, ist dann ganz schnell erregnet. Und ich bin mittlerweile ganz schnell erholt und auch vom Training und so weiter, das ist dann immer fast.

Mittlerweile alle Schuhe sind fast die gleiche. Ja, das ist von der Struktur her ja nicht groß unterschiedlich logischerweise. Dann seid ihr irgendwann wieder Team-Member, dann geht es aber ja weiter ins Jahr rein. Ein Jahr mit einer Großveranstaltung im Sommer ist ja schon immer was anderes für Marathonläufer, weil sonst macht da vielleicht eine Bahn oder, keine Ahnung, mal einen schnellen Zehnerlaufen oder sowas.

Jetzt aber doch der Plan, drei Marathons zu laufen in diesem Jahr? Ja, ich glaube, das ist bei uns beiden im Kopf. Ich bin ja eher der Wenigläufer. Hast du schon mal drei in einem Jahr gemacht? Nee, noch nie, genau. Aber klar, ich hatte zum Beispiel bei den Spielen auch im August und im Dezember was gemacht.

Aber ja, ich wollte jetzt doch ein bisschen noch mal Gas geben. Also Marathon laufen macht halt schon jetzt mega Bock. Und da sind noch einige Marathons, die ich noch nicht gelaufen bin. Und ja, möchte ich das ja auch noch mal erleben. Und es gibt einige Optionen. Genau, ist jetzt halt noch nix fix. Hast du so eine persönliche Bucketlist, weil die Entscheidung, Boston ist ja eine spezielle Entscheidung, weil es eben ja diese spezielle Charakteristik ist, über die wir schon gesprochen haben, ja?

Ah ja, ich hab jetzt schon Blut geleckt auf den Major, so hab ich gefragt, so, der Jahrste ist da, ne? Wie so ein, klar. Es gibt noch andere im Herbst und auch im nächsten Frühjahr. Es gibt noch einen sehr späten Major, einer großen Stadt, die sich viel um Apfel dreht auch. Genau, also wir sind einfach in der Planung jetzt und dann schauen wir mal, wie das läuft.

Also ich habe mich da jetzt nicht zu 100% gesagt, ich möchte jetzt in New York laufen oder 100%ig, vielleicht in Frankfurt oder in Valencia. Also möchte auch ein bisschen was Neues erleben, ob das dann halt immer Valencia sein muss. Jema ist natürlich auch schon Olympische Spiele. Der Zeitraum wird wahrscheinlich im Dezember losgehen. Nur das weiß wieder niemand.

Das weiß man erst wieder im Januar. Dann auch die Normen. Weil die schauen sich dann halt immer an, okay, was waren die Leute in Valencia diesmal? Und dann wieder viele schnell laufen. Dann wird die Norm da doch nochmal runtergenommen. Also das ist so ein bisschen... Ich hätte jetzt das Gefühl, dass ihr euch beide mit einer 204-47 nicht so eine ganz große Sorge um Normen machen müsst.

Ganz gute Ausgangsposition wahrscheinlich. Aber wir müssen es trotzdem ja bestätigen. Also es zählt jetzt nicht. Ich müsste meine Zeit jetzt auch einfach nochmal bestätigen, auf einer offiziellen Strecke, aber sollte auf jeden Fall möglich sein. Und ja, dann, klar, es ist noch ein bisschen hin, auf jeden Fall, die Gedanken sind jetzt ja schon bei der EM und dann mal weiterschauen.

Bei dir auch schon eine Planung oder nur eine grobe Idee, dass du drei Marathons machen möchtest dieses Jahr? Auf jeden Fall, also das Ziel ist immer, immer einen im Frühjahr, jetzt ist das Plan noch EM und nochmal dann am Ende des Jahres nochmal dann einen das Fleisch. Mal schauen. Ich wollte gerade sagen, ihr seid vielleicht noch nicht so weit, aber ich habe natürlich auch, so kriegt man ja immer mal wieder mit, Valencia ist ja jetzt nicht erst seit gestern eine sehr interessante Adresse, dass man da starten will.

Ich habe mal gehört, dass die nicht mehr so happy sind, wenn man da sehr kurzfristig nochmal anfragt. Also ist es so, dass man geht der Blick natürlich auch schon Richtung Management. Ich habe mal gehört, da musst du gefühlt schon Anfang des Jahres mal so anmelden, dass du da Interesse hast zu laufen, also bevor du ja womöglich weißt, wie dein Frühjahrsmarathon abläuft, ob du dann vielleicht noch ein internationales.

Meisterschaftsgroßereignis machst. Ist Valencia, seid ihr schon in Kontakt oder, Der Blick geht hier rüber. Es wird genickt auf jeden Fall. Du musst das schon einfach mal andeuten. Aber wir beide sind da schon gelaufen. Samu ist deutscher Rekord gelaufen. Ich bin meine Bestzeit dort gelaufen. Der kann immer noch mal einen Monat mehr Zeit, nur jetzt vielleicht ein Sub-Elite-Läufer.

Aber trotzdem ist es sehr, sehr, sehr, sehr eng immer dort. Leider muss ich mich jetzt verabschieden. Ja, das ist vollumlegend. Pass auf, Richard, sag noch ein Wort, weil du respektive zusammen mit deiner Frau, ihr habt ja ein Buch geschrieben, für unsere Gemeinde nochmal, dass die auch wissen, worum es geht, weil das wollen wir jetzt schon auch nutzen, dass du das auch eben promoten kannst.

Ja, genau, also wer es noch nicht mitbekommen hat, meine Frau hat ein Buch über mich geschrieben, wird jetzt ab Dienstag im Buchhandel kommen, hat jetzt die Möglichkeit, auf der Messe eins zu signieren lassen, zu kommen und zu kaufen. Auf der Autogrammkarte, die ihr gesehen habt, Da könnt ihr aber auch den QR-Code scannen und dann ist es smart.

Unten auch, also erstens der QR-Code, weil die Bestseiten sich immer ändern oder die Rekorde. Das hat Sebastian Händel und Christina Händel übrigens gemacht. Und er hat schon geändert, der achte Platz, weil es ja auch ein großer Erfolg ist. Genau, da kann man auf jeden Fall auch auf den Buchlink klicken.

Es geht jetzt nicht um eine Autobiografie von mir. Ich bin ja noch sehr jung. Haben noch einiges vor, aber es geht jetzt eben nicht primär eben von den ganz jungen Jahren, es geht los mit meinem Marathon-Debüt 2020 in Valencia, ist eher erzählt wie ein Roman geschrieben, aber eben sehr, sehr viel Detail, wisst dann auch schon drin, übers Training sind einige.

Trainingspläne sind auch ein bisschen was drin, ein bisschen was über Ernährung, über Tapering, wie man sich so fühlt eben von dem Debüt über die olympischen Spiele sind ja zwei in der Zwischenzeit da passiert 21 und 24 Europameister natürlich geworden, deswegen auch das Coverbild von dem Sieg, weil es der größte Erfolg war von mir, genau und haben wir zusammen mit Runners World dann gedruckt, nämlich Runners World die Sonne von Opels, die Co-Autorin die hat dann immer noch jedes Kapitel zusammengefasst und ein bisschen transparenter gestaltet für die Amateurläufer was sie immer aus dem Kapitel mitnehmen weil wir Profis machen zum Beispiel halt auch Fehler oder machen vielleicht eigentlich nicht richtig.

Genau, aber es gibt ja nie richtig oder falsch. Das ist halt mein Konzept. Ein bisschen dargestellt und wie akribisch ich mich da vorbereite, aber es ist sehr, sehr spannend zu lesen. Also eine Buchlektüre ist auf jeden Fall wert. Also ganz klare Empfehlung. Nenn uns bitte einmal auf jeden Fall noch kurz den Titel. Du hast auch schon gesagt, deine Frau heißt Nada Ina Power.

Also falls ihr das von uns sucht, zu Hause, weil wir haben natürlich hier eine sehr exklusive Runde, aber die Folge wird noch von ein paar mehr Leuten gehört, die jetzt keine Autogrammkarte bekommen haben, aber trotzdem dein Buch kaufen wollen. Sag nochmal schnell Titel. Ja, Marathon Gold natürlich. Marathon Gold. Also für alle, die, die jetzt heute nicht hier sein können, aber die Folge diese Woche dann hören.

Marathon Gold, Richard Ringer, Nader Inner Power, werdet ihr auf jeden Fall fündig werden. Wir gucken mal, gibt es das bei Amazon auch? Weil dann hauen wir noch einen Link in die Shownotes rein bei uns in der Folge. Bei Peach Verlager könntest du das auch direkt bestimmen. Oder so, ja. Auch versammenskostenfrei. Ja, perfekt. Sehr richtig. Jetzt machen wir eine Briefmarke drauf und senden dich los ab zum Bahnhof.

Vielen Dank, dass du bei uns warst. Riesenapplaus, Richard Ringer. Dankeschön, Sir, sein Wortplatz. Ciao, mach's gut. Oder wie heißt das, wenn man mit der Bahn fährt? Toi, toi, toi. So, Samuel, da haben wir ja noch ein bisschen Zeit. Ja, der Richard hat es ja gesagt, Marathon ist irgendwie eine lange Reise.

Ja, du hast ja erst angefangen, als du in der Vulkaneifel angekommen bist, mit Laufen überhaupt. Wenn du jetzt mal so über deine Marathonreise guckst, wo stehst du heute mit deiner Bestzeit in Hamburg? Ja, also ich sage mal, wo ich nach Deutschland kam, ich habe sehr, sehr viel zu bedanken, für Deutschland vor allem.

Und auch die, die bei mir an der Seite gestanden sind. Die Familien, Freunde und alle, die ganze Vulkaneifel da hinter mir, wo ja ich sage mal ich kann nicht dass das wort verpassen dass vom sponsoren von der bank von alle haben die gespendet bisschen geld dass ich in den sport immer weiter mache also von anfang an bis olympia alles begleitet und das war dann toll und das ist ich kann also keine worte verfassen Und das war mein großer Erfolg, auch bei den Olympischen Spielen dabei zu sein.

Und als 15. im Ziel zu kommen war, einfach zu finishen und auf der Strecke zu sehen. Das war der Hammer. Und jetzt heute dann auch nochmal in Hamburg auf der Strecke auch nochmal eine super Stimmung und tolle Veranstalter. Das ist einfach von Anfang an, ging bei mir alles top. Ja, du bist ja immer noch auch da, du hast das vorhin erzählt, es ist ein bisschen ländlich, ja, auch ein bisschen ruhiger, das ist nicht eine Großstadt, du lebst aber ja so gerne da, dass du da auch nicht weggehst, du bist ja jetzt inzwischen bei Silvesterlauf-Trier, also der Verein hat sich ein bisschen verändert, aber du fühlst dich so wohl, dass das einfach da deine Heimat geworden ist, ja.

Ja, also ich denke, ich würde nie woanders umziehen als Vulkaneifel. Das Land, jeder kennt sich drumherum, Nachbarn und alles, die Dörfer und so weiter. Und weil der beste Lauf gewechselt bin, dass ich die Trier nicht weit von 45 Metern mit dem Auto bin. Von daher, wir sind in einer Region, in einem Bundesland und das macht auch noch sehr Spaß. Wir gehen auch, wenn ich auch zu Hause bin, gehen wir auch ab und mit dem Verein noch zu trainieren in Trier. Das macht auch sehr, sehr Spaß.

Du hast ja gerade schon erzählt, du hast zum Laufen eigentlich erst gefunden, als du hier in Deutschland angekommen bist. Das heißt, Sport hat dir sicherlich auch geholfen, da anzukommen, Freundschaften zu knüpfen und so weiter. Dass du natürlich Talent hast, hat man schnell gemerkt. Ich erinnere mich auch noch, wir waren auf jeden Fall, was war das denn? Groslau.

Und auch 10.000 Meter in London. Ah, der Europa-Kammer. Ja, dann waren wir auch noch natürlich. Hast du eine Vision gehabt, als du dann irgendwann gemerkt hast, okay, laufen, klar, habe ich Talent, ich kann das gut. Wolltest du immer zur Straße oder hat sich das irgendwann so ergeben? Weil du hast ja durchaus natürlich auch mal ganz klassisch erst mal auf der Bahn gestartet.

Aber es gibt ja auch Leute, die sagen von Anfang an, das ist eine Zwischenstation, ich will immer Marathonläufer werden. Ja, also wo ich angefangen habe, das war mein erster Lauf, Crosslauf und Winter mit Handschuhen und Hoodie und das Bild ist sehr gut zu ernennen. Also das war dann, wo ich dann Crosslauf war immer, das war meine Stärke und haben wir auch auf der Bahn immer gegen dich bei den Europacupen, Deutsche Meisterschaft. Du hast dich geschlagen, soll ich sagen.

Nee, ich war ein bisschen, ja, ich hatte noch keine, die Geschwindigkeit irgendwie unter 28 geblieben ist, also 28 so flach geblieben und ja, vor drei Jahren, dann habe ich auch, oder vor vier Jahren habe ich noch, ich habe als Maler, als Ausbildung angefangen und dann habe ich den Maler, ja. Ausbildung abgeschlossen? Nee, leider nicht. Ah, oh, oh, nee, leider nicht.

Das heißt, du musst noch ein bisschen laufen, ne? Genau. Ich habe dann die Ausbildung abgebrochen und dann habe ich gesagt, okay, ich versuche euch das Beste zu geben über den Sport, wo ich jetzt in dem Alter bin, das man machen kann. Mein Arbeitgeber damals hat ja gesagt, du kannst ja jetzt abrechnen, wenn du genug Geld im Leben hast und wenn dir auch nochmal alles hinter dir stehen, Dann kommst du zurück und kaufst den Betrieb einfach.

Nee, der hat gesagt, du kommst immer willkommen, immer als Geselle, wirst du bei mir eingestellt. Dann habe ich auch nochmal dann einfach weggelassen in der Ausbildung und als Profisport angefangen. Das war auch nochmal dann, wo ich eine Samönervergiftung habe, das war meine Ausbildung. Also mein erstes Leben, also das war, in Stress gekommen bin.

Das war Ausbildung, keine Ausbildung, dann Möller-Vergiftung, zwei Wochen im Krankenhaus. Und dann habe ich gesagt, okay, 2022 bei der EM in München war ich als neunte im Ziel. Und das war dann, habe ich auch nochmal da sechs, sieben Wochen auch nochmal Achillessen. Also über 10.000 Meter, ne? Genau, auf der Bahn. 10.000 Meter auf der Bahn, ne? und das hatte ich Achillessehnenprobleme, alles Mögliche und das war dann sechs, sieben Wochen Training voll.

Und dann mein Sportarzt, Orthopäde aus Köln, vielleicht kennt er Jens in der Paar, sagt man was? Ja, natürlich, guter Kumpel, alter Mittelstrecken, Helmhitser. Genau, der hat ja gesagt, okay Junge, du kannst das und du kannst das laufen und hat ja gesagt, Ich kann das ganz gut finden, der kann uns gut behandeln, Achillissen und so weiter.

Ich war auch bei dem mit meiner Sehne. Genau. Aber ich wumpele immer noch. Das liegt eventuell am Alter. Ja, nee, also da hat er alles was gemacht und dann mögliche behandelt und so weiter. Das war dann als neunte mit der beste Seite gekommen. Bei der Europameisterschaft war das Beste. Dann habe ich die Entscheidung getroffen 2023.

23, in Piavoa, mein erster Marathon zu laufen, auf der langen Strecke, das war mit Spikes, einfach, der hat da gesagt. Hört doch auf, einfach auf der Bahn, geht doch auf der Straße, und versucht einfach Marathon zu laufen, das ist dann vielleicht wieder eine Strecke und hat er super gemacht, ich bin auf der Strecke gegangen und mein erster Marathon war zu schnell angegangen, nicht so wie heute, wie Aaron Billimfeld, dass er ein bisschen ruhiger gegangen ist, ich bin es zu schnell angegangen und dann die letzte.

2.12, hat Richard ja schon gesagt. Genau, und die Erfahrung ist ja nicht so unüblich, dass man im ersten Marathon da vielleicht ein bisschen Lehrgeld bezahlt und hinten raus, dass es nicht nur Vergnügen ist. Das hatte ich aber offensichtlich ja nicht abgeschreckt, das nochmal zu machen. Genau, also ich habe das, wo ich im Ziel war, ich wusste, wo das immer gemessen ist.

Das habe ich schon gelernt, mein zweiter Marathon war Berlin-Marathon und kam ich auch nochmal mit, 4 Minuten PB, also 2,8 gelaufen und habe ich gesagt, okay, wo ich schon im Ziel war, habe ich 16 Sekunden die Olympiarnorm verpasst. Das war die letzte Chance, dann Dubai zu machen. Also Valencia haben die gesagt, wir nehmen nicht.

Weil du dann quasi zu spät warst, um dich anzumägen. Genau, das waren dann keine 90 Tage zwischen Valencia und Berlin Marathon. Das war dann blöd und kann ich auch nochmal nachvollziehen. Und... Aber zwischen Dubai und. Berlin, was sind das, zweieinhalb Monate gewesen? Also... Voll drei Monate, das war am 7. Januar. Ja, genau.

Aber drei Monate halt mit vielleicht kurz mal ein bisschen erholen und wieder ins Training reinfinden und nochmal ein Marathon rennen, ne? Genau. Hat aber offensichtlich ja gut funktioniert. Vielleicht ist das ja ein neues Geheimrezept, was man hier weiterempfehlen kann, einfach. Ja, also... Drei Monate Marathon.

Ja, also Dubai Marathon war dann auch nochmal die Entscheidung, einfach... Es gab ja auch noch mal keine erste Gruppe, keine zweite Gruppe, genauso wie richtig in Bosnien gelaufen ist. Es gibt ja nur eine Gruppe und dann wieder gehst du da oder die Entscheidung dann einfach zu schnell auch angegangen, also schneller als heute.

Und kam ich auch noch mal sehr gut mit der Norm und war... Sehr, sehr, sehr happy mit dem. Ja, absolut. Ja, dann habt ihr ja beide abgeliefert, also Richard und du bei den Olympischen Spielen, als 12. und 15. Ja, das waren schon mal große Schritte. Heute hast du nochmal einen großen Schritt weitergemacht und die EM steht an, können wir uns riesig darauf freuen.

Ja, ich wünsche dir jetzt erstmal eine fantastische Erholung. Ja, du hast uns super Spaß gemacht heute. Wir hatten viel Vergnügen mit dir. Ja, das war ganz großer Sport. Ja, nimm das alles mit. Ich schätze mal, es gibt noch Pressekonferenz gleich, und so weiter und so weiter. Vielen Dank, Samuel Fittwi, ein großer Sport. Danke, dass du bei uns warst.

So, das war unsere Live-Show aus Hamburg. Ja, Live-Show in Hamburg ist normalerweise auf der Reeperbahn was ganz anderes. Die haben einfach einen Live-Podcast gemacht. Ganz problematisch. Übrigens eine super Location, würden wir jederzeit wieder hingehen. Für eine Live-Episode, ist ja klar. Wir wandeln schon ganz hart in Richtung sechs Jahre Bestzeit-Podcast.

Wenn der eine oder die andere uns noch einen außergewöhnlichen Gast nahe legen möchte, der vielleicht unsere sechs Jahre Revue passieren lassen möchte mit uns, go ahead. Wer immer zuhört, Das ist aber erst in zwei Wochen. Aber wir müssen nächste Woche die produzieren. Ah ja, okay. Weil ich dann mal eine Woche in Peru bin. Nee, aber das ist eine sehr gute Idee, Ralf.

Schreibt uns bitte doch nochmal, egal per Mail, Instagram und Co., wen ihr unbedingt gerne noch bei uns hier mal im Podcast sehen würdet für eine besondere Ausgabe für die sechs Jahre Jubiläumsfolge. Wir können nicht versprechen, dass wir die organisieren können. Das hängt natürlich auch immer ein bisschen von der Prominenz der Person ab.

Also wenn ihr jetzt sagt, ihr wollt jetzt hier einen Papst haben, dann wird es wahrscheinlich eher schwierig oder keine Ahnung. Aber wir können zumindest mal uns inspirieren lassen und das versuchen möglich zu machen. Und plus, weißt du, was ich auch noch gerne hätte? Für diejenigen, die hier schon lange dabei sind. Ich hätte eine Menge gerne.

Für diejenigen, die auch erst kürzer dabei sind, schreibt uns doch gerne mal, per Insta-DM, per Insta-Kommentar unter den Beitrag oder eben auch eine Mail, wobei ich finde es immer cool, wenn man es öffentlich sieht, weil dann können andere auch drauf einsteigen und gegebenenfalls sagen, hey, das fand ich auch cool oder so.

Was euer besonderer Moment mit uns im Bestzeit-Podcast in den letzten sechs Jahren war. Euer Lieblingsmoment, euer vielleicht auch traurigster Moment, euer bewegendster Moment oder was euch irgendwie gecatcht hat, das würde mich total interessieren, weil wir, also ich weiß nicht, wir sind ja irgendwie, ich finde es jetzt krass, dass wir drüber sprechen, Ralf, sechs Jahre bester Podcast und ich frage mich manchmal, wo sind die sechs Jahre hin?

Wir haben doch mal irgendwie angefangen, dann war auf einmal ein Jahr, dann war Kai bei uns, Kai Pflaume bei uns bei der Einjahre-Jubiläumsfolge und auf einmal sind es nochmal fünf Jahre rum und manchmal ist man so im Hamsterrad des Lebens drin, dass man manchmal so ein bisschen manche Dinge vielleicht, ich will nicht sagen vergisst, aber die ein bisschen in den Hintergrund rücken.

Und ich sage euch eine Folge, die mich auch echt nachhaltig beschäftigt hat. Ich sage jetzt nicht, dass es meine Favorite-Folge ist, weil da gibt es noch viel mehr. Das wäre ungerecht auch zu sagen, dass das jetzt Outstanding ist. Aber die ist auch erst im letzten Jahr gewesen, Ralf. Ich glaube fast vielleicht jetzt so in den nächsten Wochen war das schon so vor zwölf Monaten.

Ich fand damals die Folge mit Anton Palzer krass. Die hat mich die Art und Weise, wie er mit uns gesprochen hat und wie offen er auch so an seinem Seelenleben uns hat teilhaben lassen. Plus aber auch natürlich der Witz, den er einfach so mitbringt, weil er ein cooler Typ ist. Das war eine Folge, die mich echt lange noch ein bisschen beschäftigt hat, die ich sehr positiv zumindest abgespeichert habe bei mir.

Also eine Folge, die mich sehr lange beschäftigt hat und immer noch wieder beschäftigt, war natürlich die nach dem tödlichen Unfall beim Iron Man in Hamburg, als wir mit Felix Weißhörfer hier gesprochen haben. Das war ja eine Folge, die jetzt vielleicht ein bisschen außerhalb unseres normalen Themenkanons war, aber die hat mich sehr lange beschäftigt.

Also das war jetzt ja eine ganz andere Folge, aber auch eine, die mich sehr lange beschäftigt hat. Ich habe mir natürlich jetzt nochmal nachgeguckt, ihr Lieben zu Hause, weil ich nicht mehr wusste, wer unsere ersten Gäste waren. Könnt ihr ja nochmal nachgucken und nochmal reinhören. Ich musste sehr lange scrollen, bis man so durch über 300 Folgen bei Spotify durch ist, bis ich dazu kam.

Du hättest mich schlagen können, ich hätte es im Leben nicht gewusst. Also gar nicht. Die ersten drei Gäste, ich hätte es nicht gewusst. Das ist schon ein bisschen länger her. Aber das dürft ihr selber für euch mal recherchieren. wir werden das jetzt hier nicht droppen, könnt ihr ein bisschen scrollen, hört auch gerne in die Folge noch rein, falls ihr die nicht eh schon kennt.

Ansonsten würde ich sagen, wünschen wir euch, wie immer, einen guten Start in euer Wochenende, eine gute Regeneration für all diejenigen, die in Hamburg auf der Strecke waren. Legt auch ruhig mal die Beine ein bisschen hoch und alle anderen, die natürlich noch aktiv sind, die vielleicht auch auf den Wings for Life World Run trainieren, der ist ja auch schon wieder übernächste Woche.

Oh, da fällt mir gerade ein, ich muss unser Team noch freischalten. Oder du, ich glaube, du bist Admin, oder? Wer ist ein Admin in unserem Team? Weil ich drauf angesprochen wurde, in Hamburg auch von mehreren, sie würden so gern wieder in unserem Team laufen. Gibt kein Team? Und ich so, doch, doch, eigentlich gibt es das.

Wir müssen da nur jedes Jahr einmal auf Ja, wir sind wieder dabei klicken, glaube ich. Das haben wir, glaube ich, noch nicht gemacht. Das mache ich jetzt direkt. In diesem Sinne, ihr Lieben, macht es gut, passt auf euch auf und dann hören wir uns nächste Woche wieder ein alter Frisch. Bis dahin. Ciao, ciao.

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