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Shownotes
Ja, ihr lest richtig: Wir feiern 6 Jahres BESTZEIT Podcast Jubiläum und fragen und gleichzeitig wo die Zeit eigentlich hin ist, seit wir damals in der Pandemie einfach aus Lust und Laune und zu viel Zeit begonnen haben. Seitdem ist viel passiert, nicht nur in unseren Leben und wir durften mit ganz vielen tollen Menschen und über tolle Ereignisse und Leistungen sprechen.
Einer der bei uns inzwischen so etwas wie ein Stammgast, vor allem aber ein guter Freund ist, ist Kai Pflaume. Er ist jetzt zum 6. Geburtstag schon das fünfte Mal bei uns in der Sendung und hat als regelmäßiger Hörer für sich auch viel aus dem Podcast mitgenommen. Nicht zuletzt ist er so auch mit seinem Coach Philipp Seipp in Kontakt gekommen, der ihn nicht nur zu seinem ersten Marathon in New York 2023 gecoacht hat, sondern ihn seither dauerhaft betreut und auch Kais neue Marathon-PB von :32h in London, von vor 2 Wochen sehr akribisch mit ihm vorbereitet hat.
Wir sprechen mit Kai über unsere persönlichen Podcastrückblicke, über seine sportliche Entwicklung und Transformation der letzten Jahre, den Spaß an gezieltem Training, Kais Top-Tipps & Takeaways aus seiner London-Marathonvorbereitung und ob wir ihn mal noch an einer Triathlon-Startlinie sehen werden. Zur großen Überraschung von Philipp & Ralf gab es dann von Kai auch noch ein Geburtstagsgeschenk, dass den beiden wirklich die Sprache verschlagen hat. :)
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Kai auf Instagram: instagram.com/kaipflaume
Kais YouTube-Kanal: youtube.com/c/ehrenpflaume
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Ja, also, der Kleine hat sich entwickelt, geboren in der Corona-Pandemie, inzwischen sechs Jahre alt, müsste eigentlich bald zur Schule, dabei ist er eigentlich schon ein alter Hase. Nach 320 Folgen, sechs Jahre Bestzeit-Podcast, ob ihr es glaubt oder nicht, und immer noch, jede Woche einmal mit Philipp Flieger und Ralf Scholt.
Also Philipp, erstmal herzlichen Glückwunsch, dass du es so lange mit mir ausgehalten hast. Das kann ich nur zurückgeben zweitens ich hätte das nie gedacht und zwar weißt du warum, ich kannte dich ja nicht so gut als dass ich hätte sagen können ob das überhaupt so lange funktioniert ist ja klar aber ich war mir ganz sicher, dass ich das nicht regelmäßig jede Woche würde machen können.
Da war ich mir total sicher, dass ich das nicht hinkriege. Und nicht nur wegen der Termine, weil du warst irgendwo in Trainingslagern, in Höhengebirgen, in den Alpen oder in Kenia oder sonst wo. Ich war bei Veranstaltungen, bei Olympischen Spielen in Tokio. Da haben wir eine sehr schöne Folge mit Frank Busemann gemacht, in einem ganz kargen Messerraum, werde ich auch nicht vergessen.
Das stimmt. Ja, aber ich hätte einfach nicht gedacht, dass ich diese Disziplin habe, um sechs Jahre lang sehr regelhaft einen Podcast abzuliefern, der ja doch auch eine gewisse, also nicht nur Befassung, sondern auch eine gewisse Länge hat. Das hätte ich mir nicht zugetraut. Deshalb danke dafür, dass du Ordnung in mein Leben reingebracht hast, Struktur.
Also das kann ich insofern zurückgeben, dass ich auch, also froh und dankbar bin, dass wir das schon sechs Jahre zusammen machen dürfen. Ich habe es auch nicht gedacht, dass wir so lange das gemeinsam machen werden, weil wir am Ende auch gar keinen Plan hatten. Wir haben das ja angefangen ein bisschen aus Langeweile und da gab es ja nie eine große Strategie dahinter, sondern wir haben gesagt, wir fangen das jetzt mal an, wir sind irgendwie unbeschäftigt und haben zu viel Zeit und dann hatten wir Lust drauf, das zu machen.
Und ich fand das schon damals krass, als Kai Pflaume das erste Mal bei uns zu Gast war, nämlich zum Einjährigen. Da ist einem das schon mal bewusst geworden. Wow, wir haben das jetzt ein Jahr lang jeden Freitag durchgezogen. Da hatten wir ja schon 52 Folgen. Das erschien uns ja damals schon ein gigantischer Berg.
Insane einfach. Und ich sag mal, ich hab mir, was heißt Sorgen gemacht, das klingt jetzt sehr dramatisch, aber ich hab mir die größten Sorgen gemacht, als ich aufgehört hab, ob das Sinn macht, diesen Podcast irgendwie weiterzuführen. Weil zuvor das ja natürlich ein elementarer Bestandteil dieses Konzepts war, dass ich der Profisportler bin und du natürlich der Sportjournalist und was bin ich danach?
Das weiß ich ja bis heute nicht, was ich eigentlich jetzt bin, aber ich mache irgendwie immer noch diesen Podcast und es ist, ich finde, der Podcast hat sich weiterentwickelt und manchmal kriegen wir ja Zuschriften. Also wir kriegen ganz viele Zustriften, die sagen, sie finden den Podcast heute auch noch toll.
Ich erinnere dich an die eine, wir werden das nicht, das ist sehr persönlich gewesen, jetzt nicht im Detail ausführen, aber solche Nachrichten kriegen wir immer wieder, wo auch eine sehr, sehr, sehr persönliche Geschichte mit verbunden ist, die jetzt gar nichts mit uns zwei Hampelmännern zu tun hat, aber die, wir, wo wir Menschen in einer sehr vielleicht auch lebenskritischen, Phase begleiten durften, mussten, wie auch immer.
Und das ist natürlich was total Schönes. Es gibt aber auch Leute, die sagen, wir finden euch vielleicht nicht mehr so toll, weil Philipp ist irgendwie kein Sportler mehr Und es war früher irgendwie halt natürlich spannend, diese Insights zu bekommen und so nachher mitgenommen zu werden, wo wir vielleicht zu der Zeit in der Form, in dieser Konzeption auch einmalig waren vielleicht.
Es gibt jetzt heute ja andere Podcasts, die das in ähnlicher Form nachempfunden haben. Aber ja, so ist das nun mal. Das Leben geht weiter und dementsprechend entwickelt sich das Format auch weiter. Ich glaube, wir sind sehr viel mehr zu einem Gäste-Podcast geworden, was ich jetzt aber auch gar nicht ich finde es nicht schlecht oder schlechter, weil für mich ist es ja total spannend.
Ja, auch blöd so heute, wenn du es doof fändest, dass wir einen Gast haben. Den die Leute ja schon wissen, weil wir Kai wartet ja schon. Also Kai, Philipp, bin jetzt heute blöd, mit dir zu reden. Moment, Moment, lass mich eins als fertig sagen. Ich wollte noch kurz sagen, weil wir entweder sehr. Wie soll ich sagen, Freunde und Menschen, die wir im echten Leben ja sehr schätzen, zu Gast haben oder dann halt auch sehr unterschiedliche Gäste hier immer mal wieder haben, die gar nicht mal zwingend nur aus dem Sport kommen, wo aber sich total interessante Gespräche draußen entwickeln.
Und jetzt schlage ich die Brücke zu Kai, den wir natürlich als Freund logischerweise bezeichnen und sehr gerne hier begrüßen, der sich zu später Stunde die Zeit genommen hat, nachdem er zehn Minuten zu Hause ist, sich hier ans Mikro zu setzen und das wissen wir natürlich sehr, sehr zu schätzen. Lieber Kai, herzlich willkommen einmal mehr bei uns.
Ja, herzlichen Glückwunsch an euch. Sechs Jahre Bestzeit-Podcast. Ich hätte es auch nicht gedacht. Aber das ist mein Geschenk jetzt auch an euch. Und der Vorteil ist, jetzt ist ja heute dann wieder mal ein aktiver Sportler auch im Podcast dabei. Das ist einer. Ich glaube, wir beide sind momentan aktivere Sportler als Philipp ist es.
Darüber habe ich diese Woche tatsächlich auch schon nachgedacht. Sonst haben wir ja immer den Vorlauf gemacht. In dem Vorlauf hat Philipp ja immer geschildert, wie sein Training so lief die ganze Zeit. So, jetzt frage ich so, wie läuft das so beim Laufen? Ja, ich war mal laufen und dann Themawechsel direkt.
Aber ich kann ja nur eins sagen, also ich bin ja nicht nur ein wirklich, immer wieder gerne kommender Gast, sondern ich bin ja auch ein regelmäßiger Hörer, also ich bin damit ja auch ein Edelfan, hat das Internet, glaube ich, auch mal so zitiert und freue Ich höre mich immer, wenn ihr mich fragt, ob ich Lust habe, mit euch mal wieder eine Folge zu verbringen.
Und ich kann jetzt sagen, es ist ja mein fünfter Besuch im Bestzeit-Podcast. Damit bin ich jetzt zweimal häufiger im Bestzeit-Podcast zu Gast, als ich Marathon gelaufen bin. Und fünfmal häufiger im Bestzeit-Podcast, als ich einen Triathlon gemacht habe. Und daher beste Voraussetzungen für diese Folge.
Also auf jeden Fall bleibt ja die Reise halt spannend. Also die wir mit dem Podcast gemacht haben, die der Podcast als Format ja auch gemacht hat, aber ja auch unsere persönlichen Reisen, die wir in der Zeit hinter uns gebracht haben, mit und über und im Zusammenhang mit Sport, aber ja sicher auch auf einer persönlichen Ebene.
So ein Jahrestag, da fängt man ja an, mal zu überlegen, wie war denn das eigentlich vor sechs Jahren? Nochmal ganz kurz zurückgespult. Wir waren ja alle in der Pandemie. Ich habe das ja schon ein paar Mal hier erzählt. Ich war da gerade aus meiner Krebstherapie raus und für mich war die Pandemie ein totaler Glücksfall.
Deshalb muss man ja auch mal sagen, dass es auch solche Biografien gab in der Pandemie, die für viele Menschen eine sehr große Belastung war. Für mich nicht, weil meine Family zu Hause war, meine Mädels waren da. Es war super Wetter, erster Lockdown. Ihr erinnert euch vielleicht noch dumm, aber da war sehr, sehr gutes Wetter.
Und ich hatte wieder einen Inhalt. Wir waren draußen, die Family war da. Ich war nicht tagsüber irgendwie alleine mit meinen teils auch trüben Gedanken. Und dann hast du plötzlich wieder einen Inhalt. Und deshalb, Philipp, hatte ich Sorge, weil es war mir klar, ja, in der Situation hilft mir das natürlich.
Aber was ist, wenn das normale Leben wieder kommt und dann eben eine Beschäftigung wieder anders da ist, weil es war ja doch irgendwie eine Hoffnung, eine Absehbarkeit, dass wir dann wieder in ein normales Leben zurückkehren, dass du wieder laufen konntest, dass es wieder berichtenswerte Ereignisse für mich gab und so weiter.
Und da habe ich dann gedacht, oh, das wird irgendwann schwer. Diesen Wochenrhythmus aufrecht zu erhalten, ja, aber wir haben ja gerade in der Zeit am Anfang von sehr vielen Leuten gehört, mach das bloß wöchentlich, ja, logisch, ne, weil wir alle wenig zu tun hatten und jeder hat halt was gesucht und es war ja auch, Kai, das ist sicher auch nochmal die Frage an dich, das war ja überhaupt der Beginn, dass ich mich mit Podcasts auseinander gesetzt habe, ja, wann bist du zum Podcast als Medium überhaupt gekommen?
Also das Medium Podcast kannte ich um die Zeit sicher schon, aber klar, die Mediennutzung war ja in dieser Zeit so enorm hoch und deswegen sind natürlich eben auch Podcasts sehr groß geworden in der Zeit, haben eine sehr wichtige Bedeutung für viele Menschen auch gehabt, weil sie eben auch Halt gegeben haben.
Das so ähnlich wie bei den Fernsehsendungen, die es dann zu dieser Zeit gab oder was für euch der Podcast in dieser Zeit war, war für mich ja dann der YouTube-Kanal, weil ich ja auch schon ihre Pflaume in der Zeit angefangen habe. Und auch da war das natürlich so. Also alles, was da war, was auch vor allen Dingen an neuem Content da war, wurde ja unglaublich konsumiert.
Und insofern stimmt für alle, die da etwas anzubieten hatten und vielleicht eben auch ein bisschen die Möglichkeit hatten, diese Ruhe kreativ zu nutzen und sich mal auf andere Sachen zu konzentrieren, war das sicherlich auch eine Zeit, in der man ja schon auch Dinge bewegen konnte. Aber ich glaube leider mehrheitlich für viele Menschen doch eine Zeit, die ich gar nicht gerne zurückgehalten habe.
Wir sind alle froh, dass das vorüber ist. Und ich bin froh, dass es euch immer noch gibt. Ich persönlich habe ja keinen eigenen Podcast. Ich gehe ja nun sehr gerne als Gast im Podcast. Aber auch vielleicht genau deshalb, weil ein eigener Podcast ist halt ein unglaubliches zeitliches Commitment. Du musst jede Woche eine Folge abliefern und dann im Grunde genommen auch egal, was gerade drumherum passiert, egal wo du gerade bist.
Das macht ihr in Perfektion, denn ihr habt es ja nur wirklich bis heute geschafft. Alle Möglichkeiten, alle Eventualitäten dann eben auch auszuspielen und zu sagen, ja, irgendwie finden wir immer zusammen. Irgendwo findet man immer eine Internetleitung und dann gibt es eine neue Folge. Und ihr habt ja wirklich auch fantastische Gäste in der ganzen Zeit gehabt und wart sehr aktuell in vielen Fällen, was ich natürlich auch immer toll finde.
Und ja, insofern drücke ich euch die Daumen und uns allen die Daumen als Zuhörenden, dass es noch lange so weitergeht. Also ich sag mal, ich glaube, es liegt wirklich auch daran, dass wir uns, warum auch immer, wie gesagt, Strategie kann man da jetzt nicht entdecken, indem wir an dieses Projekt rangegangen sind, aber ich glaube, weil wir uns da so ein bisschen auch von der Community haben reinquatschen lassen, dass es unbedingt wöchentlich stattfinden muss und erinnere dich ganz am Anfang, Ralf, also wir hatten einfach gesagt, jetzt haben wir ja gerade Zeit, jetzt machen wir eine und dann haben wir nächste Woche wieder eine und so und dann warst du bei 5, 6 Folgen und dann hatten wir irgendwie dieses Wochending
und dann ist es irgendwie so weitergelaufen, weil wir natürlich auch dann am Ende den Zuspruch bekommen haben. Ich glaube, rückblickend Erfolgsrezept, was auch in unserem sonstigen Leben, wo ja dann ein paar andere Themen ja auch noch stattfinden. Wahrscheinlich essentiell war, dass es das heute gibt, ist, dass wir uns zu diesem wöchentlichen Commitment gemacht haben.
Weil es gibt ja auch andere Formate, die sagen, wir machen zweiwöchentlich oder manche produzieren ja auch, ich sage jetzt mal, bei den eher Promili-Formaten, es gibt ja auch viele neue Formate, die immer noch entstehen und da wirkt das ja manchmal ein bisschen eher zusammengewürfelt, zumindest augenscheinlich jetzt von außen.
Und da wird das natürlich oft aufgrund der anderen Verpflichtungen manchmal auch eher in Staffeln produziert, dass man sagt, wir machen jetzt irgendwie 10, 12 Folgen, schließt uns mal eine Woche irgendwo eingefühlt und dann wird das nach und nach ausgespielt. Dann hast du aber teilweise vielleicht auch sehr lange Pausen dazwischen, dadurch, dass wir natürlich jede Woche, immer in der Woche selber diese Folge gemacht haben, bestenfalls noch auf Basis eines sportlichen Ereignisses am Wochenende oder zumindest thematisch darauf bezogen, waren wir in so einer Mühle drin, dass man das halt dann auch einfach machen wollte.
Ich weiß nicht, dann hat es sich ein bisschen verselbstständigt, glaube ich. Und das ist, glaube ich, auch der Grund, warum wir heute, mindestens jeden Freitag, aber manchmal auch sogar in Specials, ich denke an Berlin-Marathon oder so, ja manchmal auch schon mehrere Folgen einer Woche gemacht haben.
Aber ich glaube auch, das Commitment und das ist das eine und dann aber auch das Feedback aus der Community, was ihr ja sicher auch zunehmend dann bekommen habt und ich habe das ja selber auch schon an eurer Seite miterlebt, das ist ja eine tolle Motivation, wenn Menschen, ich höre das jede Woche und super und toll, freue mich immer drauf und die eine, der andere hört es zu Hause, andere wiederum dann, wenn sie ihre Läufe machen und man nimmt ja auch immer etwas mit und das ist etwas ganz Wunderbares, dass man so einen Mehrwert schaffen kann und ihr seid ja kein Laber-Podcast, also von euch bekomme ich ja viele Insights, viele Details zu den Karrieren verschiedener Menschen oder eben auch zu Trainingsinhalten.
Zu deinem heutigen Trainer? Ja, also Philipp Seib, mein Coach seit mittlerweile drei Jahren und ich kann ja wirklich auch sagen, Philipp und seine Frau Laura Philipp, mittlerweile auch wirklich gute Freunde. Philipp Seib habe ich das erste Mal bei euch im Podcast gehört und war so beeindruckt von dem, was er da erzählt hat, dass ich ihm im Anschluss geschrieben habe und gesagt habe, also ich würde mich freuen, wenn wir uns mal austauschen.
Und so ist das damals entstanden. Und dann haben wir uns mal persönlich getroffen und haben relativ schnell gemerkt, dass es da eine sehr gute Ebene gibt und eben auch sehr viele Möglichkeiten, dann auch sportlich zusammenzuarbeiten. Und von daher, also auch mein Leben habt ihr ein Stück verändert. Also nochmal schönen Gruß an Philipp Seib. Immer noch eine der bestgehörten Doppelfolgen, weil wir haben ja eine Doppelfolge mit ihm gemacht über Training.
Das ist ja das eine, so einen serviceorientierten, wo man halt stärker Sachen mitnehmen kann, als wenn ich jetzt nur in anderen Abführungen eine biografische Folge mache mit jemandem oder eine stark aktuelle Folge, die ja eine Halbwertszeit hat logischerweise, weil das ja dann irgendwann vielleicht nicht mehr ganz so spannend ist zu hören.
Es gibt aber immer wieder Leute, und das ist für mich das mit Abstand beeindruckendste, die bei eins anfangen und alles nachhören. Das kann ich auch gar nicht vorstellen. Ich kann das wirklich einfach nicht vorstellen. Das ist wirklich ganz, also an all diejenigen, die irgendwann mal angefangen haben, und sei es nur 10, 20 Folgen nachzuhören, mein vollständiger Respekt.
Auch ein bisschen Verwunderung darüber, dass man das macht, aber das zeigt ja, dass du irgendwie was geschaffen hast, was jetzt nicht nur eine Halbwertszeit hat. Wenn du ja ganz aktuell einen Podcast machst, dann ist das ja was anderes. Hörst du dir jetzt Polit-Podcast von einem Tag an, wenn der drei Wochen vorbei ist? Nee, warum?
Das macht halt jetzt nicht mehr so ganz viel Sinn. Aber da haben wir ja versucht, ein bisschen... Eine Mitter-Ebene vielleicht zu finden. Und ich weiß gar nicht so ganz genau, das ist wirklich eine Wissenslücke. Also du kommst ja ursprünglich eher aus einem Fußballbereich jetzt als selber Sport machen, aber das ist ja schon länger her.
Also ganz ursprünglich komme ich aus einer Tennis-Familie. Meine ganze Familie wirklich war immer sehr, sehr tennis-fokussiert. Und mir war Tennis, natürlich habe ich auch großen Teil meiner Kindheit damit am Tennisplatz verbracht, aber Tennis hat mich nie so wirklich gereizt. Tennis war mir zu sauber.
Also das Maximale, was ja möglich war, war ein bisschen roter Sand auf die weiße Hose irgendwie. Aber das war nicht so mein Ding. Ich war da auch viel Mannschaftssport orientierter. Insofern war erst Leichtathletik, habe ich lange betrieben, aber jetzt eben auch im Schulsport. Und dann bin ich sehr schnell zum Fußball gekommen und da hätte es jetzt aber nie dazu reichen können, damit Geld zu verdienen, sondern das war für mich einfach eine wunderbare Freizeitbeschäftigung und das habe ich über viele, viele Jahre, bis vielleicht vor, ich glaube so sechs, sieben Jahren, habe ich das sehr regelmäßig und intensiv auch weitergeführt und dann auch bei uns zu Hause hier noch in der Mannschaft gespielt, richtig Punktspiele und Pokalspiele und mit großem Spaß,
aber das war mir schlichtweg irgendwann einfach zu gefährlich. Ich habe dann irgendwann aufgehört, weil ich halt auch um mich herum dann gesehen habe, dass hier ein da ein Kreuzband, da hier, dies und das. Und das wollte ich dann nicht mehr. Ich habe ja ab und an auch mal bei den FC Bayern Legenden mitgespielt, was natürlich auch irgendwie ein wunderbares Erlebnis war.
Da sind so ganz viele Kindheitsträume in Erfüllung gegangen. Und habe mein aller, aller, allerletztes Fußballspiel, also wirklich wie gemalt, wie ein Abschiedsspiel gemalt, habe ich in der Allianz Arena gespielt mit den FC Bayern-Legenden. Das war zum Saisonauftakt, zur Mannschaftsvorstellung in der Allianz Arena.
Und da war eine unglaubliche Besetzung. Und ich habe mich da mit einem sehr schönen Tor verabschiedet. Das Zuspiel an mich kam von Franck Ribéry. Ich wurde von Daniel von Beuthen verteidigt und im Tor in der gegnerischen Mannschaft stand Claudio Pizarro, der ja bis 16 in Peru in Nachwuchsmannschaften Torhüter war und dann erst zum Stürmer umgeschult wurde.
Und da habe ich gesagt, das ist heute der Moment. Heute erkläre ich meine Fußballkarriere für beendet, weil auf diesem Feld kann jetzt nichts mehr kommen. Und von dem Zeitpunkt an habe ich mich dann mehr mit dem Ausdauersport beschäftigt. Okay, die überraschende Pointe daran ist ja, dass Franck den Ball abgespielt hat und nicht selber geschlossen hat.
Nee, nee, das war wirklich, muss man auch sagen, er hat den natürlich auch so fein gespielt, dass er für mich gar kein Problem dann war, der Ball. Oft ist ja das Zuspiel in niederen Klassen schon das Problem und er wurde mit so feinem Fuß gespielt, also das war wunderbar. Aber wenn ich das ja richtig verfolge, Kai, dann bist du ja in den letzten Jahren noch viel stärker in die große Sportfamilie eingetaucht, weil du ja immer mehr Sportler kennengelernt hast und Karrieren erlebt hast, auch aus ganz unterschiedlichen Sportarten, wenn ich das richtig verfolge.
Also über die Netzwerke, die jetzt ja entstanden sind in den letzten Jahren. Die tauchen ja bei dir in der Sendung immer wieder auf oder eben bei dir im YouTube-Channel oder oder. Was ist das, was sich da so gekriegt hat an den Leuten aus der Ausdauersportszene, das dich damit jetzt auch so in dein Berufsleben hineinragen lässt?
Ich habe sowieso, glaube ich, eine sehr große Nähe zum Sport, zum Profisport. Ich bin sehr neugierig. Ich bin immer daran interessiert, Geschichten, neue Geschichten von Menschen zu hören. Deswegen höre ich ja auch euren Podcast so gerne. Und ich habe das große Glück gehabt, über die Zusammenarbeit mit Adidas, die sich in dem Jahr bei mir auch schon 15 Jahre jetzt jährt, sehr viele tolle Sportpersönlichkeiten kennengelernt zu haben.
Und daraus haben sich dann immer wieder auch ein paar Impulse ergeben. Also Patrick Lange zum Beispiel habe ich über die Adidas-Verbindung kennengelernt und hatte vorher so gar nicht irgendwie eine direkte Verbindung zum Triathlon. Und dann natürlich mit Laura Philipp und Philipp Seib durch meine Zusammenarbeit mit Canyon-Bikes bin ich dann da sehr tief eingetaucht.
Habe dann über meine Marathon-Vorbereitung ja erst selber mit dem Rennradfahren angefangen. Übrigens was, wo ich heute sage, das ärgert mich ein bisschen, weil das hätte ich gerne schon ein paar Jahre früher gemacht. Das ist ein Erlebnis, das unglaublich was macht. Also ganz über den Sport hinaus. Deswegen wundert mich das auch bis heute, dass Philipp da irgendwie noch nicht so einen richtigen Zugang gefunden hat.
Da fehlt noch die Ruhe. Na, ich denke, das Rad wird ja noch irgendwo stehen, was du ja mal bekommen hast. Wahrscheinlich ist schon lange keine Luft mehr auf den Rad. Es steht oben ja. 100 Punkte, Kai, 100 Punkte. Das ist so wunderbar und das macht so viel Spaß. Und natürlich, so wie du sagst, Ralf, die sozialen Medien bieten da natürlich eine Möglichkeit, sich eben mit anderen auszutauschen, dass plötzlich eben auch in der Lauf-Community irgendwie das Thema dann auftaucht. Oh, Kai Flomme läuft auch.
Und dann bin ich am Anfang eher Halbmarathon gelaufen. Irgendwann dann eben mit meinem ersten Marathon ja mit Philipp zusammen in New York dann auffällig geworden und dann plötzlich eine Rad-Community, eine Wahrnehmung da ist. Dann ist es ja nicht mehr weit, dass man auch in der Triathlon-Bubble wahrgenommen wird.
Dann habe ich ja auch hier und da schon Schwimmtraining gehabt, was leider noch nicht so ganz zum entscheidenden Erfolg geführt hat. Vielleicht muss ich mich da auch mit deiner Frau noch mal auseinandersetzen, Ralf. Ungelegen. Der einen oder dem anderen das Schwimmen, das Kraulschwimmen. Also ich kann ja schwimmen, ich habe ja ein Seepferdchen.
Aber mein Kraulschwimmen ist halt nicht gut genug, als dass ich mich überhaupt mit dem Gedanken beschäftigen könnte, irgendeine Triathlon-Distanz mal in Angriff zu nehmen. Ja, und so taucht man dann in diese Welten ein. Und das mag ich aber eben auch so gerne, weil ja daraus auch ein Austausch entsteht.
Bis hin zu ja auch, du hast es gesagt, mit Laura und mit Patrick, aber ja auch mit Arman Alpetros zum Beispiel. Also auch ja ein Typ, weiß gar nicht, wo du den kennengelernt hast. Also es ist nicht so schwierig, den kennenzulernen, weil es ja ein Mensch ist, der auf andere Menschen zugeht. Das ist für mich immer der Punkt ich liebe ja Menschen halt neu kennenzulernen, jetzt mal völlig unabhängig von dem was da sportlich passiert einfach in eine Biografie einzutauchen und so weiter und so weiter aber wenn du ja, mit Amanal in Kenia unterwegs bist, das ist ja jetzt eine bewusstseinserweiternde Nummer jetzt nicht nur als Sportführer, aber als Läufer ja sowieso, das nehme ich an.
Ja, das ist natürlich etwas und das sind ja auch diese Möglichkeiten, dann eben auch, bei mir ist es dann der YouTube-Kanal, dass ich mir dort frei aussuchen kann, mit wem habe ich Lust, ein Video zu machen, mit wem habe ich Lust, eben dann unter dem Formattitel einen Tag mit Zeit zu verbringen und ja, da gibt es eben auch diese Chancen, dann eben in dem Fall war ich ja mit Philipp gemeinsam in ITEN, der ja dort auch eben eine, Historie hat und viel Erfahrung gesammelt hat und ja, kann halt dann mal in diese Welt eintauchen und das ist, das ist was Tolles und auch eben diese Bekanntschaft mit Amanal, die sich ja dann eben auch fortgeführt hat und wir ja auch viele intensive Gespräche im Nachgang hatten und er ja vielleicht hier und da dann auch Situationen in
seiner Sportkarriere hatte, mit denen er nicht so zufrieden war und wo er vielleicht auch mal einen Rat brauchte und ich ihm auch gesagt habe, du kannst mich immer anrufen, egal was es ist. Ist, vielleicht habe ich ja den ein oder anderen guten Tipp für ihn und ich erinnere mich noch zusammen, dass wir zusammen mit Berlin nach den Olympischen Spielen laufen waren im Herbst nach dem Sommer 2024.
Und da weiß man ja nun, dass es da bei Olympia nicht so gut für ihn gelaufen ist und ich habe gesagt, Ammann, egal was passiert, du musst der erste Deutsche sein, der den Halbmarathon unter einer Stunde läuft. Das ist eine der wenigen historischen Marken, die aktuell auch erreichbar sind, auch für ihn in seinem Leistungsniveau erreichbar sind, denn da war jetzt so mit Marathon unter zwei Stunden, ich glaube, da ist er einfach noch ein Stück weit weg, aber das war ja möglich und dann hat er wirklich von dem Tag an alles dafür getan und hat das da ja auch umgesetzt und man hat ja auch gesehen, das ist eben genau das, das ist ein Eintrag in die Geschichtsbücher und davon gibt es nicht so viele Möglichkeiten und das ist ja auch toll,
wenn es dann so ein Geben und Nehmen ist. Also ich glaube, dass du, wie du es ja auch schon so schilderst, natürlich, du hast ja gesagt, du bist neugierig, du nimmst auch wahnsinnig viel ja selber mit. Also du bist jemand, der tatsächlich sehr gerne, die kann man immer anrufen, wenn man mal einen Tipp oder einen Rat braucht oder irgendeine Hilfe, sei es auch ein Kontakt oder sowas.
Das ist ja klar, aber du bist ja auch jemand, der dann für sich immer Dinge mitnimmt. Und ich überlege gerade, wo wir uns mal kennengelernt haben, das ist auch schon länger her. Wir haben uns auch über Adidas kennengelernt. Über Adidas, ich könnte mir vorstellen, war eine City Night irgendwann mal, glaube ich, in Berlin. Adidas war eine City Night irgendwann mal, glaube ich.
Oder es war sogar in so einem AAA-Club-Ding. Es ist auf jeden Fall schon viele Jahre her. Und ich finde, wenn man dich jetzt natürlich von außen beobachtet, kriegt man viele über soziale Medien mit. Aber klar, ich würde sagen, spätestens seit New York haben wir ja auch nochmal einen anderen Kontakt und eine andere Ebene. Ich finde es schon spannend.
Und was du auch für eine Entwicklung als, ich sag jetzt mal, als Athlet genommen hast, bezogen jetzt natürlich primär auf Ausdauersportthema, man könnte ja auch sagen, hey, guck mal, du hast auch diese krasse Klimt-to-Challenge, das ist jetzt schon bei manchen Leuten verschiedener aus dem Kopf raus. Genau, da hast du dieses Kraftsportding da mal gemacht, ein Jahr, anderthalb Jahre, richtig crazy, ne, also und da warst du aber auch richtig im Rabbit Hole, ne.
Also damit hat das eigentlich angefangen, das ist ja, ich bin bis dahin, ich bin gelaufen und habe immer mal wieder ein Training gemacht, aber nichts Strukturiertes. Das ist nach Lust und Laune wahrscheinlich so. Da hatte ich keinen Plan, genau so. Und dann gab es eben diese Wette mit Philipp Wessermeyer von der OMR, da haben wir uns so ein bisschen gefrotzelt, ich war bei ihm im Podcast und er sprach mich irgendwie so auf meine Laufzeit an und fragte, wie lange ich brauche, um die Alster zu laufen. Und dann habe ich gesagt, ja, so und so.
Und dann hat er gesagt, ja, er läuft so sechs Minuten dreißig auch einen Kilometer. Und dann habe ich gesagt, ja, das ist ja nicht laufen, das ist ja walken. Wie das halt so ist, habe ich natürlich nicht ganz ernst gemeint. Und daraufhin konnte ich mich gar nicht so schnell umschauen, wie er mich so am Arm packte, wie er fünf Zimmer weiter im Büro der OMR ging und da hatten die so ein Sportzimmer und da hing eine Klimmzugstange an der Wand.
Und dann sprang er da mehr oder weniger ungebremst ran und zog so aus dem Nichts zehn Klimmzüge raus. Ja, das ist mein Ding, das konnte ich schon immer gut. Und da habe ich gesagt, ja, siehst du, jetzt hast du mich, weil ich kann einfach keine Klimmzüge. Also diese Kraft nach oben, die hatte ich nicht und habe ich eben auch nie trainiert.
Liegestütze, ja, Klimmzüge konnte ich nicht. Und dann habe ich gesagt, du, aber wir können ja eine kleine Wette machen. Ich behaupte ich schaffe es mit drei Monaten Training 10 Klemmzüge zu machen gebe ich zu, habe ich mich hinterher auch schon gefragt, ob das gut war ob ich mich dann ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt habe war gesagt, also auch im Obergriff, und so und dann habe ich das, auch auf Social Media gepostet und ja, dann hatte ich das Ding natürlich an der Backe und dann war ja klar, in drei Monaten muss es irgendwie ein Update geben und dann muss ich auch liefern Und dann habe ich wirklich drei Monate wie bekloppt trainiert.
Und nicht nur wie bekloppt trainiert, ich habe vor allen Dingen auch wie verrückt gegessen, denn ein Ziel war ja eben auch Muskulatur aufzubauen, darüber Kraft aufzubauen und dafür brauchte ich einfach Masse. Und Philipp, du weißt, wovon ich rede, weil ich glaube, du hast da auch schon mal Versuche unternommen.
Also der Auftrag, tagtäglich im Kalorienüberschuss zu leben, klingt verlockend, ist aber in der Ausführung wirklich super anstrengend. Ja, und dann ging ganz lange vor allen Dingen gar nichts. Also ich habe trainiert, trainiert, Kraft trainiert und so weiter, habe mich an die Klimmzugstange angehängt und es ist nichts dabei rausgekommen.
Und irgendwann habe ich dann noch in München Coach Flex, Felix kennengelernt und der hat mir dann auch gesagt, ja, du brauchst schon auch noch ein bisschen, Klimmzugtechnik und dann habe ich mit ihm noch zusätzlich gearbeitet und dann habe ich irgendwann in der vorletzten Woche dieser drei Monate habe ich das erste Mal.
Acht Klimmzüge geschafft und an dem Tag, wo ich dann das Update gemacht habe, das habe ich in einem Insta-Live gemacht, also wirklich auch, Hohes Risiko, wenn mir alles passieren könnte. Und ich wusste halt, ich habe diesen einen Versuch, weil du kannst ja nicht vorher testen, mal gucken, was heute geht, weil du bist ja nicht vorher ermüden.
Maximal. Und dann bin ich an die Klimmflugstange in diesem Insta-Live und dann habe ich so gedacht, 1, 2, 3, das ging ganz gut. Und dann merkte ich, oh, jetzt komme ich so ins Schwingen und dann wusste ich noch aus dem Training, das ist ganz schlecht. Und dann habe ich das noch so ein bisschen ausgependelt und dann habe ich weitergezogen.
Und dann habe ich wirklich da das erste Mal zehn Klipzüge gemacht. Und das war natürlich krass. Und es war auch eine krasse körperliche Veränderung, die ich in den drei Monaten durchgemacht habe. Denn deine Anzüge haben nicht mehr gepasst für die Brennung. Genau so ist es, ja. Ich musste wirklich einmal meine komplette Garderobe, zumindest was den Oberkörper betrifft, erneuern, weil ich halt wirklich so doll in den Schultern zugelegt hatte und das erste Mal in meinem Leben auch ein Latissimus hatte.
Der wurde bei der Erstbestellung bei mir irgendwie nicht mitgeliefert, aber den habe ich dann über das Training dann durchaus aufgebaut. Ja, und das ist mir so geblieben und das war im Frühjahr 2022, genau, da war die Klimmzug-Challenge und im Jahr darauf sind wir ja dann gemeinsam meinen ersten Marathon in New York gelaufen.
Das eine ist ja, diese kompetitive Ader, die muss ja irgendwo her sein. Also klein gegen groß ist ja die Showform davon, aber das ist ja ein bisschen anders, das ist ja spielerisch. Aber du musst ja diese kompetitive Ader haben, weil das ist ja nicht, okay, ich versuche es mal eben und dann schaffe ich es nicht, sondern das ist ja richtig mit Effort. Mit drei Monaten Training und sein Leben ja auch ein bisschen umgestalten und so.
Das ist ja nicht mal eben so, sondern das ist richtiges Wollen. Also ich bin gar nicht so grundsätzlich kompetitiv. Ralf, du kennst das natürlich auch vom Radfahren und so. Ich bin gar nicht irgendwie der Typ für den Ortsschild-Sprint, der immer zuerst oben am Berg sein muss. Ich glaube, es sind mehr die Challenges, wenn ich das ab und an mehr habe Und ich brauche das auch gar nicht permanent in meinem Leben.
Aber wenn ich so Challenges habe, dann habe ich sie eher mit mir selbst. Und dann sind halt andere, wie in dem Fall Philipp Westermeyer oder so, eher dann der Auslöser, dass ich dann darüber nachdenke. Aber sie sind nicht unmittelbar daran beteiligt. Weil es ging ja nicht darum, wer von uns irgendwas macht, sondern es ging ja am Ende nur um mich.
Und ich überlege mir dann schon aber auch, welche Ziele setze ich mir, weil es glaube ich auch wichtig ist, wenn man sich Ziele setzt, egal in welchem Bereich, dass sie auch realistisch sind, dass sie auch, auch wenn mit viel Aufwand, aber dass sie erreichbar sind, damit es am Ende nicht allein in einer Unzufriedenheit endet.
Denn wenn du dich immer nur mit Zielen auseinandersetzt, die nicht erreichbar sind, wo du einfach zu hoch ins Regal greifst, dann wirst du ja auch keine Freude daran haben, weil du dann das Ziel sehr selten erreichst. Aber wenn das eben so mit einer auch gesunden körperlichen Veränderung einhergeht und du ja auch merkst, dass es auch Dinge gibt, die dir leichter fallen, wo es dir dann besser geht, wo du dich wohler fühlst, dann sind das ja die richtig guten Ziele im Leben.
Du bist aber vom Charakter schon natürlich auch jemand, der sehr, also du hast ein hohes Maß an Disziplin. Zumindest nehme ich das so wahr. Du bist extrem diszipliniert, weil, um auch nochmal für die Leute, ich meine, ich hatte neulich mit einem Freund darüber gesprochen, wer wohl zu den bekanntesten Deutschen gehört, warst du auch sehr weit auf unserer Liste oben, weil du natürlich von 13 bis 70 wahrscheinlich schon, auch in deiner TV-Karriere, aber auch über die Social-Media-Präsenz etc., einfach sehr viele Leute erreichst.
Die Disziplin, die du hast, die brauchst du natürlich auch wahrscheinlich durch deinen, oder für deinen Job. Es gibt bestimmt auch Kollegen, die nicht diszipliniert sind und trotzdem so einen ähnlichen Job machen können, aber ich glaube, das hilft dir sicherlich für deinen Job, weil du natürlich auch ein hohes Pensum hast an Produktionen von TV-Shows, an sonstigen Terminen, also du bist ja wahnsinnig viel unterwegs.
Da dann on top noch sportliche Ziele zu verfolgen, klingt jetzt vielleicht für Außenstehende im ersten Schritt gar nicht mal so logisch, weil man sich denkt, wieso sich dann noch mehr ans Bein binden. Aber ich glaube, für dich ist es so eine Mischung ja auch aus, klar, dich selber fordern, dich selber irgendwo auch in neue Bereiche zu bewegen, weil du ja sehr strukturiert und sehr zielgerichtet und sehr professionell auch durch die Betreuung von außen trainierst und dir das wahrscheinlich ja irgendwie auch Energie gibt und keine Energie nimmt, sonst würdest du das wahrscheinlich ja nicht machen.
Aber ich finde schon, weil du sagtest, es hat begonnen mit dem Krafttraining und dann dieser strukturierten Form von Training, das hast du ja dann schon sehr stark aufgenommen und dann eben auch in diesen Ausdauersport beobachtet. Übertragen. Ist es was, wo... Genau, gehört dazu, aber ist es für dich was, wo du sagst, das möchtest du jetzt quasi nicht mehr missen, weil es gibt bestimmt Leute, die denken, ich google jetzt mal, wir sind keine Pflaume, dann wird man relativ schnell drauf kommen, dass bei dir ja auch die 6 jetzt nicht mehr allzu weit entfernt ist.
Das ist übrigens dein Lieblingssport, alte Menschen dissen. Nein, nein, ich will in eine ganz andere Richtung, ich wollte nur sagen, das Krasse ist ja, das ist noch nicht jetzt, das ist erstmal noch einen anderen Geburtstag, aber ich sag mal, das wird jetzt... Ich wollte gerade sagen, da liegt noch ein Geburtstag dazwischen.
Also, das... Das ist richtig, aber ich kenne viele Leute, die mir sagen, die mich ansprechen oder auch mal ansprechen, wenn sie uns irgendwo zusammen gesehen haben oder so oder das YouTube-Video gucken oder so. Mensch, du, wie ist denn der Kai so? Das ist ja der fitteste 58-Jährige, bald 59-Jährige, den ich so kenne.
Da sag ich auch meistens, ja, ich eigentlich auch, muss ich sagen. Es ist ja halt einfach so. Es ist ja so. Und das passt ja auch sehr gut jetzt zu London, wo wir sicherlich sagen, nochmal ein bisschen länger oder ausführlicher auch da über diese Vorbereitung und auch deine Leistung nochmal sprechen werden, weil der Punkt ist ja, du bist sportlich ja schon breit aufgestellt, also du fährst gerne Rennrad, du läufst Marathon jetzt in London in 3 Stunden 18, die 10 Klimmzüge, ich weiß nicht, ob die jetzt gerade noch gehen, aber sagen wir mal 5, 6, 7, 8 würden wahrscheinlich immer noch gehen und du machst sehr konsequentes, Krafttraining auch, Koroks können wir später auch nochmal drauf kommen, also du baust ja ein sehr facettenreiches Training in deinen auch nicht langweiligen Berufsalltag ein.
Das muss ja aus dir selber rauskommen. Du merkst ja, es tut dir ja gut, oder? Ja, und die Motivation, der Antrieb ist, dass ich merke, dass es mir gut tut und dass es vor allen Dingen auch meiner körperlichen Gesundheit gut tut. Das steht für mich ganz oben und das ist auch immer etwas, was in der ganzen Planung des Trainings mit Philipp Seib eine ganz, ganz wichtige Rolle spielt, dass all das, was ich mache, eben auch gesund ablaufen soll.
Also ich möchte gesund trainieren, ich möchte verletzungsfrei trainieren, ich möchte aber vor allen Dingen auch gesund, verletzungsfrei in einen Wettkampf reingehen, aus einem Wettkampf rauskommen. Ich möchte möglichst auch Spaß daran haben und ich glaube, umso besser du vorbereitet bist, umso mehr Spaß kannst du dann eben auch am Tag X haben, wenn dann Halbmarathon, Marathon oder was auch immer ansteht.
Und das ist so ein Ziel für mich und klar, ich weiß natürlich, ich bin voll berufstätig, ich moderiere, ich glaube so 165 Shows im Jahr. Und das ist ja schon ein großes zeitliches Volumen. Aber wenn ich dann eben so ein Commitment treffe und sage, ich möchte jetzt Marathon laufen in diesem Frühjahr und ich möchte auch nochmal wissen, was geht und dann weiß ich auch, welches Volumen im Training damit einhergeht, damit ich dieses Ziel dann auch erreichen kann, dann heißt das sechs Tage Training die Woche.
Und ich habe letztlich nochmal so darüber geschmunzelt, weil ich dann gesagt habe, ja, da bin ich dann so fünf Tage in Hamburg im Studio und wir zeichnen dann pro Tag drei Folgen, wer weiß denn sowas, auf. Und an dem Vormittag mache ich dann immer meinen Trainingsblock. Und wenn ich dann so einen Restday habe, dann zeichne ich an dem Tag halt nur drei Sendungen auf. Das ist dann halt mein Restday.
Und mein Restday ist ja nicht Samstag oder Sonntag, weil da sagt der Coach, ach, da hat er ja richtig Zeit. Da können wir ja auch zweimal am Tag trainieren oder mal was ganz langes machen auf dem Fahrrad. Also der Restday ist dann der Tag, wo ich nur arbeite und keinen Sport habe. Aber es gibt mir auch nochmal eine neue und andere Struktur, weißt du, weil ich habe natürlich auch viele Routinen im Ablauf, auch im Produktionsablauf, in der Herstellung der Sendung.
Und da ist der Sport hier und da auch eine sehr gute Abwechslung. Also gut, du hast natürlich das Problem, dass dein Coach ein Triathlon-Coach ist und die kennen ja keine Ruhetage, sondern nur Entlastungstage. Also der lächelt halt das ganze Entspannt weg, was du da jetzt gerade sagst. Plus ich habe schon den Eindruck wenn es nicht nur für Insta gespielt ist aber glaube ich nicht dass so eine Runde um die Alster morgens.
Dich auch wahnsinnig, wie soll ich sagen, breit in den Tag entlässt. Ich meine, das ist ja eine der schönsten Laufstrecken in Deutschland, wenn wir es mal subjektiv von Köln aus betrachten oder von Regensburg oder von München aus. Ich kenne München schon auch noch ein paar sehr schöne. Ja, klar, kennt ja jeder in seiner Stadt.
Aber die Alsterrunde ist schon sehr, sehr schön. Ein Prämier. Wobei ich auch die Erfahrung habe ich ja jetzt erstmalig so richtig gemacht, dass die Vorbereitung auf einen Frühjahrsmarathon ja nicht unbedingt immer bedeutet, dass man jeden Morgen um die Alster oder in anderen schönen Flecken im Land läuft, sondern, ja, ich könnte jetzt sagen leider, aber es ist halt einfach die stumpfere Art des Trainings, sehr, sehr viele Training eben auch auf dem Laufband, indoor auf dem Fahrrad stattgefunden hat und ja, aber es ist auch das effektiv, weil das bietet ja auch nochmal andere Möglichkeiten, aber es ist definitiv anders, als ich mich auf den New York-Marathon vorbereitet habe, hatte ich die erstmal den ganzen Sommer.
Das war wunderbar. Natürlich tolles Wetter mit allen Möglichkeiten. Da bin ich sehr viel Fahrrad draußen gefahren. Das habe ich jetzt eher weniger gemacht. Das ist das Problem mit unseren Breitengraden, dass es dann halt nicht mehr so schön wird draußen. Aber man kann ja auch nicht so exakt trainieren.
Wenn du Intervalle machst, bist du vielleicht auf dem Indoorrad oder auf dem Laufband noch besser unterwegs. Nimm uns nochmal mit, weil du jetzt ja diese Marathon-Erfahrung auch gemacht hast. Nach New York war ich mir gar nicht sicher, ob du dir das nochmal antun würdest, ehrlich gesagt. So nämlich, das war auch eine Aussage, die habe ich auch noch ein bisschen im Ohr von damals.
Da war das eine Once-in-a-Lifetime-Geschichte. Genau, war eher so meine persönliche Wahrnehmung. Ich würde nur nicht von antun sprechen, weil ich in New York gar nicht das Gefühl hatte, dass ich mir damit was angetan habe, sondern eher so, dass ich den New York-Marathon als, toll empfunden, in allem. Also wir hatten einen fantastischen Tag, wir hatten wunderbares Wetter, wir hatten da, wir waren ja relativ kurz nur da, also von Samstag bis Montag und diese Zeit haben wir maximal genutzt.
Diese unglaubliche Atmosphäre in der Stadt, diese. Ikonische Strecke, auch am Ende das Ergebnis, ich bin da drei Stunden 33 hergelaufen, das war alles so, dass ich gesagt habe, das war wunderbar und das war so toll, dass ich eigentlich Sorge hatte, dass ich dieses tolle Erlebnis mit weiteren Versuchen Marathon zu laufen und vielleicht auch weiteren Versuchen diese Zeit zu verbessern, nur beschädigen kann.
Und natürlich war das dann auch so, dass ich sehr viele Nachrichten bekommen habe und auch viele Leute mich direkt darauf angesprochen haben und gesagt haben, ja, aber jetzt nächstes Jahr Berlin und dann unter 3.30 und so. Aber ich weiß auch und das wisst ihr natürlich genauso, wie viele Menschen es gibt, die dieses Ziel, ja, es ist ab 3.30, ich habe jetzt auch von London wieder ein paar Leute getroffen, die gesagt haben, ja, ich will auch heute das erste Mal unter 3.30 und ich habe auch zwei.
Danach nochmal getroffen, die gesagt haben, ich habe es leider nicht geschafft oder wieder nicht geschafft. Und diese Punkte gibt es natürlich auch und das ist so etwas, in dieses Rabbit Hole wollte ich nicht rein und deswegen habe ich gesagt, es war eine kurze, intensive, erfolgreiche Marathon Karriere mit dem Marathon New York und die erkläre ich jetzt, hierfür beendet.
Und dann, und das ist eigentlich vielleicht der entscheidende Punkt, bin ich ein Jahr später, vergangenes Jahr im Frühjahr, eher spontan auch eingesprungen beim Paris-Marathon, bin da, habe da jemanden begleitet und das mit einer relativ kurzen Vorbereitung, weil der eigentlich geplante Mitläufer ausgefallen ist, eine Achillessehnenverletzung hatte und niemand so da war, der da so gut reingepasst hätte.
Und dann habe ich gesagt, ja, also ich werde es manchmal im Krutsch besprechen, was der davon hält. Und dann haben wir so eine, ich weiß gar nicht mehr, sieben, acht Wochen so eine angepasste Vorbereitung, eine sehr kurze Vorbereitung auf dem Parismarathon gemacht. Und dann sind wir da mit drei Stunden 35 ins Ziel gekommen.
Und das bin ich relativ locker durchgelaufen und hatte da keine großen Tiefs und hatte auch keine muskulären Probleme im Nachhinein. und bin, glaube ich, zwei Tage später einfach wiedergelaufen. Und es hat mir viel zu viel Spaß gemacht. Und ich glaube, an dem Tag war die Saat gesät. Und da habe ich gesagt, oh, ich glaube, ich muss noch mal angreifen.
Und ich weiß noch genau, dann habe ich zwei Wochen später euch beide beim Hamburg Marathon verfolgt in der Übertragung. Und zeitgleich habe ich parallel so ein bisschen auch auf den London Marathon geschaut, weil Amanal da gelaufen ist. Richard Ringer war ja bei euch in Hamburg. Amanal war in London.
Und dann habe ich natürlich auch so ein bisschen die Strecke in London gesehen. Und vor allen Dingen, ich weiß gar nicht, warum ich da so drauf abfahre, aber Zieleinläufe haben es mir irgendwie angetan. Und dann habe ich diesen Zieleinlauf gesehen mit Buckingham Palace im Hintergrund und diesem farbigen Boden da in The Mall, der Prachtstraße, der Paradestraße.
Da habe ich gesagt, ich glaube, das wäre eine super Strecke, da würde ich es gerne nächstes Jahr im Frühjahr mal probieren. Und du hast natürlich jetzt auch ganz hässliche Orte gewählt. Also New York hat ja auch einen gewissen Reiz in sich. Paris ist jetzt auch nicht so eine doofe Stadt. Tatsächlich ist der Streckenverlauf in Paris gar nicht so ohne, weil man ja am Ende nochmal hoch muss Richtung Vordeboulogne und dann wieder zurück.
Und da hat man bei Kilometer 38, ähnlich wie in New York, gibt es nochmal einen richtig schönen... Zum Trocadero hoch, glaube ich, oder? Zum Trocadero hoch, gibt es einen Anstieg. Aber das habe ich schon in New York getan und das tue ich seitdem, also habe ich auch für Paris und jetzt auch in London getan.
Ich versuche wirklich vorher die Streckenpläne zu inhalieren und versuche auch Menschen zu sprechen, die das schon mal gelaufen sind. Das habe ich in New York mit Felix Blinke gemacht, der mir da wirklich eine extrem gute Ein- und Durchführung gegeben hat und eben auch gesagt hat, wo sind die entsprechenden Punkte, wo ist es auch mental vielleicht mal ein bisschen fordernder und dass ich mir so Punkte auf der Strecke gesucht habe.
Auch so, wenn man dann da die, du erinnerst dich, Philipp, die First Avenue hochläuft, Richtung Haarlem, das ist ja gefühlt eine unendliche Straße und da gibt es nicht so viel Abwechslung und die habe ich mir dann aber so eingeteilt, weil ich dann wusste, so und dann kommst du da runter dann von der Greensboro Bridge und dann läufst du da rein in die First Avenue, nach vier Kilometern kommt rechts eine Shell-Tankstelle und dann geht es weiter.
Stimmt, hast du jetzt noch parat, das ist ja Wahnsinn. Ja, dann geht es drei Kilometer weiter und dann kommt so eine kleine Brücke und dann bist du in Haarlem und dann ist da eigentlich der Turning Point, dann läufst du nochmal über so eine kleine Brücke und so habe ich mir das halt in so Häppchen eingeteilt und das hatte Felix mir wirklich extrem gut alles so mitgegeben aus seiner eigenen Erfahrung. Das habe ich in Paris ein bisschen gemacht.
Da habe ich mir zum Beispiel diesen Anstieg bei Kilometer 38 am Tag vorher angeschaut. Also den haben wir dann beim Shakeout Run, in Teilen sind wir den dann ein Stück hochgelaufen, dann hochgegangen, dass man ein Gefühl dafür kriegt, wie steil ist das, wie lang ist der, wie geht es dann weiter. Und das habe ich jetzt in London auch wieder gemacht, weil das natürlich, das weiß auch jeder, der schon mal Marathon gelaufen ist.
Also du nicht, Ralf, deswegen erkläre ich es dir. Danke. Man kriegt ja immer so viel mit. Ah, bei Kilometer 30 fängt der Marathon erst an und bei Kilometer 35 wartet der Mann mit dem Hammer und da ist dann alles anders und so. Und deswegen habe ich von vornherein versucht, mich gar nicht mit diesen Kilometermarken so zu beschäftigen.
Ich hatte mir in London eine spezielle Marke bei Kilometer 32 zum Beispiel gesucht, weil man dann da aus Canary Wharf rauskommt und dann kommt man so auf die lange Gerade zurück, die dann eben in die Stadt reingeht. Und auf diesen Punkt habe ich mich so ein bisschen eingestellt und mich auf diesen Punkt auch gefreut.
Und genauso war es dann eben auch bei Kilometer 35. Da habe ich ab Kilometer 32 auf dieser langen Gerade nämlich nur noch auf die Meilen geschaut und nicht mehr auf die Kilometer. Und mit den Meilen bin ich natürlich gar nicht so verbunden. Deswegen hatte ich dieses Gefühl gar nicht, ach, das war jetzt Kilometer 35.
Und manchmal ist das ja so, dass man bis dahin gar keine Schwierigkeiten und kein Problem hat. Und dann sieht man diese Marke und denkt so, ah, jetzt ist er da. Bis eben war alles gut. Und dann hast du plötzlich aber so ein mentales Thema und dann verändert sich da was. Und das war gut so und das war toll.
Und ich glaube, das ist etwas, das würde ich auch allen immer so mitgeben. Also wer auch immer vorhat, irgendwie das erste Mal Marathon zu laufen, also die Strecke zu kennen und da nicht von irgendwas überrascht zu werden, ist garantiert von Vorteil. Ist, glaube ich, ein bisschen Typfrage, ob man das alles so wissen will, so ganz genau. Manche wollen es nicht wissen.
Kenne ich Leute, die sagen, das will ich lieber nicht wissen. Das klingt ja alles tatsächlich nach Genießen. Zu London kommen wir gleich nochmal. Aber so richtig wehgetan hast du dir ja eigentlich eher bei den Halbmarathons. Weil da warst du anders auf Tempo. Ich meine, das ist ja auch ein höheres Tempo, logischerweise.
Oder sogar beim Wings for Life. Wir nehmen ja heute vor dem Wings for Life aus. Deshalb wissen wir noch nicht, wie der Sonntag gelaufen ist. Aber wir haben es sicher schon berichtet. Also letztes Jahr ist Kai beim Wings for Life World Run mit Felix und mir 10 Kilometer Bestzeit gelaufen. Und dann hat er aber seinen Halbmarathon noch aufgefüllt sozusagen.
Also das ist auch ein interessanter Ansatz. Wir wussten ja, dass du eine 10 Kilometer PB laufen willst, aber ich hatte jetzt meistens nach meinen 10 Kilometer Bestzeit nicht unbedingt das tiefe Bedürfnis, nochmal 11 Kilometer anzuhängen. Also das Lustige dabei war, also auf den 10 Kilometern habe ich es mir dann schon gegeben.
Ja, voll. Du kannst es dir schon einschenken auch. 43, ich weiß nicht, wo wir da waren, 43, 20. Ich glaube, ja. Guck mal nach. Und das war schon all out, weil da war das Ziel natürlich klar. Also ich musste irgendwie so knapp unter 4,30 Uhr im Schnitt laufen. Und das ist dann jetzt auch nochmal ein Jahr her. Also da bin ich jetzt vom Trainingszustand vielleicht auch nochmal an einem anderen Punkt.
Aber wir haben dann gesagt, komm, wir laufen jetzt einfach entspannt weiter und gucken, wie weit wir kommen und sind dann bis 21 gelaufen. Also sind die restlichen Elf in Anführungsstrichen entspannt gelaufen und waren dann bei einer halben Zeit von einer Stunde 40. Ja, aber das war natürlich auch dem geschuldet, dass die 10 Kilometer doch sehr schnell waren. Aber das hat Spaß gemacht, in der Tat.
Aber du hast recht, Ralf, Halbmarathon war für mich bis dahin so eigentlich die Strecke, wo ich vielleicht auch erfahrener war. Also ich kannte mich mit dieser Distanz besser aus und habe jetzt in London das erste Mal das Gefühl gehabt, dass ich auch ein Gespür und Gefühl für die Marathon-Distanz habe.
Und einmal mehr, und ich weiß nicht, ob ihr jetzt schon ins Detail gehen wollt, aber das ist natürlich ein interessanter Punkt. Ich bin ja erst fünfmal in meinem Leben länger als 30 Kilometer gelaufen. Davon waren... Drei Marathons und davon war einmal Infinite Trails, Philipp, letztes Jahr wir zusammen, 30 Kilometer, 2000 Höhenmeter.
Und es war ein Trainingslauf in der Vorbereitung auf Paris, wo ich eigentlich nur die Aufgabe hatte, zweieinhalb Stunden zu laufen und die aber zu schnell gelaufen werden, also schneller als der Coach es vorgegeben hatte. Und deswegen bin ich dann bei irgendwas knapp über 30 Kilometer rausgekommen. Das sind meine fünf Läufe länger als 30 Kilometer.
Im Trainingsplan von Coach Philipp Seipp stehen einfach nie Long Runs. Das ist ja die spezielle Philosophie von ihm. Der man ja gerade, Philipp, pass auf, ich spiele es in deine Karten, als älterer Mensch was abgewinnen kann, weil Regenerationszeiten werden nicht kürzer, Regenerationszeiten werden länger, das heißt, wenn ich mir solche Klötze reinbaue in mein Training, muss ich ja auch damit leben, dass ich das regenerieren muss.
Und wenn ich einen Job habe und dann das Wochenende für solche Späße nutze, muss ich es trotzdem regenerieren. Das heißt, wann kann ich dann wieder qualitativ laufen? Das kann drei, vier, fünf Tage später erst sein. Das ist ja nicht zu verwechseln mit dir, Philipp, der jede Woche so ein Ding da drin stehen hat, weil du es ja auch viel schneller läufst. Du bist ja nicht so lange unterwegs.
Das ist ja der Unterschied. Das kommt auch noch dazu. Aber das Spannende bei Philipp Seib ist ja, Aber klar. Das ist jetzt nicht was, was er nur für Kai so macht, sondern das ist ja ein generelles Prinzip von ihm, auch bei seiner Frau, die ja sehr, sehr erfolgreich, wie wir alle wissen, der logischerweise auch im Langdistanz-Triathlon-Game unterwegs ist.
Klar könnte man jetzt vielleicht von außen sagen, naja gut, okay, ja, Laura Philipp, Weltklasseathletin, so viele Trainingsjahre und plus also auch viel Trainingszeit am Ende ja auch auf dem Rad, die sicherlich zugute kommt, was Entwicklung von Grundlagenausdauer, was das betrifft. Bei Kai aber auch, du hast ja nun mal, wir haben es schon vorher gesagt, viel auf dem Rad noch dazu und teilweise auch lange Sachen.
Jetzt weiß ich nicht, kannst du gerne gleich selber noch sagen, in der Vorbereitung jetzt auf London. Indoor natürlich und wir wissen, du fährst auch viel auf Zwift. Wie lange die Einheiten waren, weiß ich jetzt nicht im Einzelfall. Das ist natürlich draußen im Sommer sicherlich angenehmer, wenn man mal eine lange Radausfahrt macht, als wenn man das alles rein Indoor macht.
Aber ich glaube, du hast auch jetzt vor London einige längere Rad-Sessions gehabt. Ja, also die Swift Sessions waren dann so zwischen 90 Minuten und zweieinhalb Stunden. Also das ist dann auf jeden Fall einmal die Woche dabei. Also das sind im Grunde genommen die langen Ausdauereinheiten. Also ich bin ja kein Triathlet, also bei mir zahlt das ja am Ende dann alles aufs Laufen ein.
Und jetzt ganz kurz vorher war das Wetter natürlich auch nochmal besser. Da hatte ich in einer Woche zwei Radausfahrten, eine ging zweieinhalb Stunden und eine ging vier Stunden. Und die meisten Wochenkilometer, die ich jetzt in der Vorbereitung auf London hatte, waren drei Wochen vor London, also das war dann nach dem Berlin-Halbmarathon und das waren 72 Laufkilometer.
Also das war die intensivste Woche von den Umfängen und das ist ja eigentlich das Spannende. Ansonsten sind wir so im Schnitt bei acht, neun Trainingsstunden die Woche gewesen. Die meisten Stunden hatte ich eben in der Woche mit den langen Radfahrten, da waren es dann zwölf Stunden in Summe und das umreißt ja so ein bisschen das Volumen.
Also die Trainingsanheiten, die wir gemacht haben, waren gar nicht so mega lang, aber dann in der Intensität und auch in der Präzision offensichtlich sehr gut gesetzt. Man muss dazu sagen, Vorbereitungen auf London waren, glaube ich, roundabout 16 Wochen. Du hast relativ zum Jahreswechsel ungefähr angefangen.
Also der Silvesterlauf war für uns der Auftakt, Silvesterlauf in München. Kick-Off sozusagen. Genau, dann sind wir in den Trainingsplan reingegangen. Dann war natürlich erstmal sehr viel Grundlage. Also das waren so die ersten vier Wochen bis Ende Januar. Dann kam so Formbildung, das ging dann so sechs Wochen. Und dann kam die etwas spezifische Vorbereitung noch für den Berlin-Halbmarathon.
Aber den bin ich eigentlich aus dem vollen Training herausgelaufen. Also da haben wir, glaube ich, zwei Tage so ein bisschen entlastet. Da habe ich einen Ruhetag gehabt am Freitag davor. Aber ansonsten war das eigentlich eine volle Trainingswoche. Da habe ich Donnerstag die letzte volle Trainingseinheit gemacht.
Und dann ging es ja, waren ja schon vier Wochen später, war dann schon der London-Marathon. Und ein Trainingsinhalt war in diesem Frühjahr sehr prägend, also das kannte ich auch aus der Vorbereitung für New York noch nicht und auch jetzt nicht aus der kurzen Vorbereitung für Paris und es macht, Kein Spaß, das waren Berganläufe auf dem Laufband.
Berganläufe bei 4 bis 5 Prozent Steigerung. Und da ging es dann am Ende gar nicht um ein bestimmtes Tempo, sondern um einen bestimmten Herzfrequenzbereich. Ich sollte mich dann dort im Herzverkennzbereich so zwischen 145 und 155 bewegen. Und das hat angefangen mit, also unterschiedlich verpackt, fünfmal zehn Minuten, das heißt zehn Minuten bergan, dann zwei, drei Minuten ein bisschen wieder runter und auf normale Ebene das Laufband stellen, ein bisschen erholsamer, dann die nächsten zehn Minuten, dann waren das viermal 20 Minuten, dann waren das dreimal 30 Minuten, dann war das am Ende eine Stunde am Stück.
Und das ist aber, wie ich jetzt auch erfahren habe, ein sehr, sehr guter Trainingsinhalt und sehr effektiv. Und etwas, was dann eben auch der Tempohärte zugutekommt, weil man dann eben merkt, da baut man dann die Widerstandsfähigkeit auf und ist natürlich auch sehr stark und gut für die Muskulatur. Und es ist aber auch ein bisschen entlastend, weil man natürlich eine andere Muskelbelastung hat in dem Moment, wo man diese leichten Berganläufe hat.
Du hast tatsächlich weniger Impact, weil du landest ja praktisch nicht auf dem Landungspunkt, sondern vorher. Das heißt, man hat eigentlich weniger Impact. Man hat aber das Gefühl, man muss mehr investieren, weil man ja die Steigung hoch muss, logischerweise. Extrem effektiv, nochmal, vor allen Dingen für Menschen, die schon länger unterwegs sind, ja, also in ihrem Laufleben schon länger unterwegs sind, ja, und denken, hm, ich komme nicht weiter, ich komme nicht über diese nächste Schwelle drüber, ja, extrem effektiv, ganz viele Leute nutzen das ein bisschen anders, deshalb ist das jetzt ganz spannend, dass du das nochmal erzählst, nämlich für VO2max zu Beginn der Trainingsphase dann kürzere Läufe als Berganläufe,
ja, aber nicht so lange Läufe oder längere Läufe. Klar, wir kennen ja auch Beispiele, dass Leute, die nicht, gut laufen konnten oder Verletzungsprobleme hatten, dann Bergsteigen gegangen sind, also dann wirklich sehr lange den Berg hochgelaufen sind, um eben eine entsprechende, aber das ist ja eher ein Grundlagentraining, aber das ist ein sehr spannender Ansatz.
Irgendwoher muss es dann ja kommen. Tut mir leid. Also V2 Max hat sich, glaube ich, von Beginn der Trainingsphase dann bis zu London um vier oder fünf Punkte erhöht. Also ich war jetzt zum Schluss bei 56. Das hat sich dann auch eigentlich konstant gehalten, ist auch bis jetzt so, das ist unverändert.
Da gab es aber dann auch keine weiteren Ausschläge nach oben und ich glaube, es ging natürlich auch darum, die Laktatschwelle ein bisschen nach oben zu verschieben und auch das ist uns gut gelungen. Und der dritte Punkt, der auch ein wichtiger Trainingsinhalt war und auch das, würde ich sagen, war in London sicherlich auch nochmal ein entscheidender ausschlaggebender Punkt, war das Thema Verpflegung.
Dass ich natürlich im Training schon sehr viel eben auch mit Verpflegung gearbeitet habe, mit Gelds gearbeitet habe, mit flüssigen Kohlenhydraten gearbeitet habe, was es mir dann am Ende jetzt eben erlaubt hat, eben auch dann im Rennen wirklich eine sehr hohe Kohlenhydratmenge zu mir zu nehmen, ohne damit irgendwelche Probleme zu haben, also weder Magen noch Verdauung.
Das habe ich einfach sehr gut vertragen. Und glaube ich, würde ich eben auch sagen, damit bin ich quasi nie im Energiedefizit gewesen und hat sicher auch im Nachgang dazu beigetragen, dass ich körperlich eben auch nicht so kaputt war, auch nicht so muskulär so zerstört war. Wie war das in New York als Vergleich?
Ja, also Philipp, ich weiß nicht, ob du dich erinnerst. Ich erinnere mich nur dumm, aber ihr erinnert euch sicher viel besser. Das waren zwei schöne Punkte. Also am Renntag selber, nachdem wir dann irgendwann aus dem Zielbereich raus waren, mussten wir dann irgendwann ein Taxi finden, was uns zum Hotel zurückgebracht hat.
Und das war nicht so ganz einfach, weil viele wurden Taxi gesucht. Und dann war endlich eins da und der hielt dann an. Und dann war aber noch die Frage zu klären, wie schaffe ich es in das Taxi rein? Weil vorwärts war unmöglich, weil ich nicht in der Lage war, ein Bein in das Taxi reinzusetzen, ihn dann hinzusetzen und dann das andere Bein nachzuziehen. Es war einfach nicht möglich.
So, dann habe ich gesagt, vielleicht geht es ja rückwärts. Dann habe ich mich erst rückwärts ins Taxi reingesetzt und habe dann meine Beine nach und nach ins Taxi reingehoben, was aber dann auch immer wieder dazu führte, dass ich natürlich bei bestimmten Bewegungen dann auch sofort im Krampf geendet bin.
Also wir haben es dann irgendwie geschafft und am Tag danach, Maddle Monday in New York, haben wir natürlich auch genossen und sind dann ein bisschen spazieren gegangen, gab es einige Momente, wo ich dann zu Philipp und Philipp Seib gesagt habe, Ganz kurzer Moment, hier kommt eine Bordsteinkante und es geht ja immer um den Schritt nach unten und nicht den Schritt nach oben.
Und dann habe ich an der Bordsteinkante gestoppt, habe ein Bein in die Hand genommen, habe es runtergehoben, habe das zweite Bein in die Hand genommen, habe es daneben gestellt und dann konnten wir weitergehen. Und das habe ich jetzt einfach in London gar nicht gemerkt. Also das mit der Verpflegung, das hatte ich mir auch auf meinem Zettel noch aufgeschrieben, weil wir da ja auch erst in Hamburg, ich glaube ich nochmal drüber gesprochen hatten.
Als Tim Tomczak eben auch dabei war und das ist ja schon was, was wir euch zu Hause vielleicht auch nochmal mitgeben können, also was eben auch für euch praktikabel ist vielleicht, nämlich, was haben wir für Takeaways? Punkt 1, du hast das auch sehr gut auf Instagram dokumentiert, du hast jeden Tag ein Video und Trainingsupdate sozusagen gegeben, was du gemacht hast, wie du es gemacht hast und so weiter, du hast 16 Wochen dir Zeit genommen, dich vorzubereiten, also erstmal Grundlage insgesamt aufbauen und so weiter, diese verschiedenen Phasen, bis du dann auch dich für den Marathon selber dann nochmal spezialisiert hast, 16 Wochen, ich weiß es, aber für die Leute, die zuhören, Kai, wie viele Fehltage im Trainingsplan hattest du?
Keinen. Also ich habe jedes einzelne Training gemacht, was Philipp sagt mir in den Plan geschrieben hat. Spricht für sehr gute Trainingssteuerung. Ich sage nicht, ihr sollt krank zu Hause trainieren gehen, wenn ihr was habt. Oder wenn ihr ein Wehwehchen habt, da einfach stumpf drauf trainieren. Dann führt das zwangsläufig dazu, dass irgendwas sehr viel schlechter wird und womöglich die gesamte Vorbereitung in Gefahr bringt.
Aber offensichtlich in der Zusammenstellung des Trainings, was das Laufen betrifft, was aber auch Rad, natürlich auch Ausdauer bilden, aber auch entlasten natürlich für den Bewegungsapparat plus, und da müssen wir auch noch drüber sprechen, was Korox für dich bedeutet, Zusammenarbeit mit Hansi und sowas und auch natürlich mit seinem Team vor Ort, was du ja auch ultra konsequent, weil du von dort nämlich auch gerade kommst.
Ultra konsequent auch einbaust und das ist ja auch nicht gerade bei dir ganz ums Eck. Das glaube ich jetzt von außen ist bestimmt auch ein Schlüssel, warum du da auch so gut durchkommst. Neben der guten und fein austarierten Trainingsteuerung, weil, klar, Bewegungsapparatsprobleme sind die eine Geschichte, aber am Ende gibt es ja auch Infekte.
Du hast jetzt im Winter dich vorbereitet, du hast viel mit Menschen zu tun, du machst ja auch viele Sendungen und so. Das ist jetzt nicht ganz abwegig, dass man da sich sonst was einfängt. Auch das war nicht der Fall. Das heißt, erzähl doch mal genau, die drei Punkte sind, glaube ich, schon nochmal entscheidend hier.
Koroks, was ist das, was machst du da was auch vielleicht spannend für Leute unterstellt Werbung machen muss was supplementierst du vielleicht auch in der. Trainingsphase oder generell in was dir irgendwie hilft, dass du dich gut erholst und gesund bleibst und gerne auch nochmal kurz zu den Carbs, die du im Rennen genommen hast weil viele zu Hause sagen ja vielleicht, ja die Profis die nehmen so und so viel Carbs, aber die können ihre Flaschen da abgeben und so weiter und so fort, du hast dich selber versorgt mit dem was du mitgeführt hast und das ist ja was was man am Mann haben kann und trotzdem, wenn man es dann verträgt, 120 Gramm Kohlenhydrate die Stunde aufnehmen kann.
Und das habe ich auch jetzt festgestellt. Also fangen wir mal mit der Verpflegung an. Da sind wir gerade bei dem Thema. Ich habe jetzt beim London Marathon am Ende mit zehn Gels verpflegt. Also das waren dann 120 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde. Das war alle 20 Minuten ein Gel. Das sind die klassischen Mango Gel 40 von Ministry. Die vertrage ich besonders gut.
Die kenne ich. Keine Experimente. Und das habe ich von Felix Blinke gelernt. Immer schön die Verpflegung mitnehmen zum Rennen. Kleiner Insider an dieser Stelle. Vielleicht war das bei Felix Blinke nicht der Fall. Er hat ja bei euch davon erzählt. Ja, genau. Und habe dann bis Kilometer 25 mit den klassischen Kohlenhydrat-Deals verpflegt.
Ich habe dann bei Kilometer 25 das erste Koffein-Gel genommen, dann weiter, wie gesagt, alle 20 Minuten normales Gel, bei Kilometer 35 noch ein zweites Koffein-Gel und dann bis zum Schluss, also auch kurz vorm Ziel, noch ein letztes Gel genommen. Das waren dann, wie gesagt, in Summe 120 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde, natürlich mit entsprechend regelmäßiger Flüssigkeit, weil man muss ja nach dem Gehen nachtrinken, sonst bringt es gar nichts, weil sonst der Körper die Kohlenhydrate gar nicht umsetzen kann, gar nicht aufnehmen kann.
Ich habe sehr früh angefangen zu kühlen, weil es dann doch relativ schnell warm geworden ist. Und das würde ich sagen, ist schon ein entscheidender Schlüssel gewesen, also auch diese Verpflegung im Training so kennengelernt zu haben, dass man sie am Ende eben auch entsprechend verträgt. Also da sollte man eben nicht experimentieren und sagen, also ich habe noch nie ein Gel genommen, aber jetzt im Marathon, da nehme ich sie mal zahlreich.
Das wird im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gehen. Das wird nicht gelingen. Also das war sicherlich ein ganz entscheidender Punkt. Also bis zum Schluss einfach immer wieder Energie aufzufüllen und damit auch bis zum Schluss Reserven zu haben, leistungsbereit zu sein und eben auch noch zulegen zu können.
Wir sind ja während der 42 Kilometer dann negativ Splits gelaufen und eben tatsächlich die schnellsten drei Kilometer waren die letzten drei Kilometer. Die habe ich auch als anstrengend empfunden, als ich hinterher die Kilometerzeiten gesehen habe, wusste ich eben auch warum. Und was ein zweiter entscheidender Punkt noch war, das habe ich auch in London selber deutlich gemerkt, ist eine viel bessere Lauftechnik, die ich mit Philipp Seifitz auch in den vergangenen zweieinhalb Jahren erarbeitet habe, wo ich auch für mich ein Werkzeug hatte, mich während des Laufs immer wieder auch selber zu kontrollieren oder auch zu erinnern.
Bleib aufrecht, setz den Fuß unter den Körper, schließ die Arme, nimm die Arme gut mit, zieh nach hinten, schwing nach vorne, also all diese Dinge. Felix Blinke, ich muss immer, damit man das gut einordnen kann, ich bin ja mit Katja Fischer und Felix Blinke in London gelaufen und Felix sagte dann irgendwann auch zu mir, also muss ich auch sagen, du hast dich wirklich auch in der Lauftechnik verändert, du läufst jetzt nicht mehr wie so ein Fußballer.
In dem Lob noch schön ein Mitgegebenes, herrlich. Fand ich auch ein sehr schönes Kompliment. Da könnt ihr noch mal gucken. Ich habe einen Post bei mir auf Instagram gemacht, wo ich ein Bild aus New York und ein Video aus New York, das Finisher-Foto aus London und das Finisher-Video aus London gepostet habe.
Und wenn man sich das Video vom Zieleinlauf in New York anschaut, da habe ich selber beim Gucken Schmerzen, weil das siehst du einfach, dass da keine Stabilität mehr in dem Moment da war, da habe ich mich so ins Ziel geschleppt. Das war einfach, da war ich dann aufgebraucht an dieser Stelle und wenn ich das jetzt vergleiche mit dem Zieleinlauf in London, bei einer deutlich, doch nochmal deutlich schnelleren Zeit, sieht man eben da, wie viel Stabilität ich mir eben in diesen zweieinhalb Jahren zwischen New York und London eben auch erarbeitet habe.
Und da sind wir dann bei Korox. Ja, ja. Die perfekte Überleitung. Felix ist ja jemand, der lebt ja davon, dass er eine extrem ökonomische, natürliche Lauftechnik hat. Also erstens hat er relativ gerade Beine und der läuft halt einfach ganz natürlich, so easy daher. Du denkst, okay, so muss man eigentlich laufen.
Philipp, du hast das ja auch einfach physiognomisch nicht ganz so wie Felix. Weil der erzielt ja mit immer noch vergleichsweise weniger Training. Klar, hat einen leistungssportlichen Hintergrund aus dem Laufen und so. Aber es liegt ganz viel daran, dass der einfach wahnsinnig schön läuft. Ja, total. Auf jeden Fall.
Ich hatte zu Beginn meiner Straßenlaufkarriere auch tatsächlich, ich habe Zeit gebraucht und auch mit meinem damaligen Trainer, mit Kurt Ring wirklich versucht, auch bewusst, meinen Laufstil zu verändern. Und zwar, dass er weniger schön ist. Also was ist weniger schön, aber dass er flacher ist. Weil ich natürlich, ich wurde als Bahnläufer erzogen und das hat sich natürlich über diese vielen Jahre auch mit Lauf-ABC und wie man sich das natürlich auch so vorstellt auf der Bahn, immer richtig schön hohes Knie und maximale Hüftstreckung und so, das sieht natürlich toll aus.
So für 5000 Meter und auch im Zweifelsfall 10.000 Meter ist das auch alles total schön. Aber natürlich, wenn es spätestens Richtung Marathon geht, ist Effektivität einfach ein riesen Vorteil. Und es gibt genügend Beispiele. Ich will gar keinen rauspicken, weil man will jetzt ja nicht sagen, dass er keinen schönen Laufstil hat.
Und Felix hat im Zweifelsfall einen sehr schönen Laufstil, das will ich damit nicht sagen. Aber es gibt ja Leute, die sehen jetzt optisch, sieht der Laufstil gar nicht so ansprechend aus, aber die sind wahnsinnig. Wenn man mal guckt, wie sich die Hüfte bewegt, nämlich gar nicht. Die einfach, die fast schon ein bisschen sitzen, aber halt, das ist eine Ebene und da wird überhaupt nicht unnötig Energie vertikal verpulvert, sondern die fahren wie auf Schienen quasi sozusagen.
Das ist für Marathon natürlich super effektiv. Natürlich gibt es die Ausnahmen wie in Bekele früher. Der ist den Marathon so gelaufen wie auf der Bahn, aber das ist ja eher eine Ausnahme. Angefährst bis zum geht nicht mehr. Ferse direkt bis ans Gesäß, auch bei Kilometer 41 in Berlin. Das sind jetzt eher die Ausnahmen.
Im Regelfall ist es, ist es wirklich ein Ziel, so wenig nach oben zu arbeiten wie möglich und nur nach vorne möglichst, dass die Hüfte auf einer Ebene bleibt, weil das einfach wahnsinnig viel Kraft braucht. Die sich auf 42 Kilometer natürlich irgendwo hinten raus auch bemerkbar machen. Man kann sich das auch gut mal anschauen, wenn man so Videos von Trainingsgruppen aus Kenia schaut.
Und da gibt es ja auch immer mal so Slow-Mo-Passagen, wo man das dann wirklich in Zeitlupe sieht. Und da kann man mal genau hinschauen, wie unterschiedlich das dort auch aussieht. Und es ist häufig eben mit, sehe ich immer mit sehr weit nach vorne gelehnten Oberkörper. Aber auch da, gerade in der Fuß-, in der Beinstellung, gibt es da auch Konstellationen, wo man sich gar nicht vorstellen kann, dass man auf diese Art und Weise eine längere Strecke zurücklegen kann.
Aber es ist trotzdem am Ende ein hohes Maß an Effizienz da und das bedeutet natürlich weniger Energieverlust. Und das hat mir persönlich eben auch sehr geholfen und mich auch weit vorangebracht. Und von daher würde ich auch sagen, ist das sicherlich ein Schlüssel gewesen jetzt auch, dass ich mich in den vergangenen zweieinhalb Jahren verbessern konnte.
Weil wir gerade bei Fußstellungen waren, kurzer Einschub und Nerd-Talk. Um mal nochmal hier auch dieses, wie soll ich sagen, dieses Mysterium immer, dass man auch im Vorfuß auftreten muss, weil das natürlich perfekt ist und so. Kann man so und so sehen. Ich könnte jetzt mehrere Beispiele nennen, aber um einfach ein prominentes Beispiel zu nehmen.
Und ich habe sehr viel natürlich, nach London hat man auch sehr viele Vergleiche gehabt von Sebastian Sabe und Jomif Gjelca. Wie die denn laufen, auch die Vergleiche ihrer persönlichen Bestleistungen. Also Jomif auf allen Strecken schneller bis auf Marathon. Also auch das ist nur, das ist nicht eine Wenn-Dann-Beziehung, vor allem nicht beim Marathonlaufen.
Und Fußaufsatz. Also Jomif ist natürlich schon sehr nah noch in seinem Laufen, wie als Bahnläufer. Ist ja der zweitschnellste, glaube ich, 5000 Meter Läufer der Geschichte. Zweitschnellste, ich glaube auch 10.000 Meter Läufer der Geschichte. Ich glaube zweitschnellste Halbmarathonläufer der Geschichte.
Und jetzt auch der zweitschnellste Marathonläufer der Geschichte. Und der läuft noch sehr bahnmäßig. Natürlich voll am Vorfuß. Und Sebastian Saarwild, da hat man das schön gesehen in so zwei Slowmos, die nebeneinander gelegt waren. Ja, der tritt mit viel Wohlwollen, können wir Mittelfuß sagen, aber man könnte auch Ferse sagen, also das ist jetzt nicht, das ist im Zweifelsfall, geht's dann um die, ob das vom Gesamtsystem trotzdem ökonomisch ist und wie vorhin gesagt, ob das rollt, ob da, wie die Effektivität ist, vertikal oder horizontal und, für ihn scheint das, wie er läuft, natürlich maximal effektiv zu sein und klar kann man jetzt sagen, was wäre, wenn er noch einen Kilometer hätte dranbleiben
können, hätte er ihn dann vielleicht noch auskicken können mit dem etwas aggressiveren Laufstil, aber so weit kommt es dann halt eben auch nicht und das Rennen ist halt vorher schon entschieden gewesen. Ja, ein Grund natürlich auch für meine Leistungssteigerung in London, ich weiß nicht, ob ihr das gesehen habt, Mein lieber Freund Ammanal hatte mir ja vor dem Rennen ein Video geschickt, wo eben sowohl Sebastian Salve als auch Jumich Kirsch und Jakob Keblimo mir alle drei Good Luck Kai Pflaume gewünscht haben.
Mit dem Namen hatten sie ein bisschen Probleme, wenn man ehrlich ist. Sebastian Salve, es wurde hinderaus immer besser. Sebastian Salve hat sich dann schon etwas leichter getan. Das stimmt. Das war so eine typische Amman-Geschichte. Er selber hatte den meisten Spaß daran, was die für Probleme haben, meinen Namen auszusprechen.
Mit dem Ausgang des Rennens war das natürlich legendär. Ja, total. Gespeichert und das wird mir auch bleiben. Aber jetzt vielleicht noch bei Koroks und Stabilität und Athletik. Also das hat ja nicht erst jetzt in der Vorbereitung für den London Marathon angefangen. Also die Zusammenarbeit mit KOROX, das ist ja ein Trainings- und Reha-Zentrum außerhalb von München, kurz vor Wasserburg, das ist wirklich so auf dem Land, das ist für München ungefähr eine Dreiviertelstunde Fahrt, vom Flughafen München eine Dreiviertelstunde Fahrt, von Salzburg eine Dreiviertelstunde bis Stunde Fahrt.
Also das ist wirklich auf dem Land gelegen und da kommen sehr viele Profiathletinnen und Athleten hin und machen da entweder ihre Reha oder zunehmend eben auch ihr präventives Training im Bereich Stabilität und Athletik. Und ich hab da im Vorfeld von New York angefangen. Du hattest mir damals ja den Kontakt vermittelt, damals noch mit einem Problem am Hüftbeuger, das wir dann sehr schnell da auch in den Griff gekriegt haben.
Und seitdem bin ich dort regelmäßig, versuche immer einmal die Woche, das gelingt nicht immer, aber meistens schon und ich bin dann immer zwei Stunden vor Ort, werde eine Stunde von Hansi, Hansi Friedl, dem Chef, behandelt. Das ist eine Form von Mischung aus osteopathischer und chiropraktischer Behandlung.
Und die zweite Stunde ist aktives Training, die das dann eben darauf aufbaut, was wir eben auch gerade vielleicht in der Behandlung gemacht haben, aber vor allen Dingen darauf abzielt, die Rumpstabilität zu erhöhen und die hintere Kette zu stärken. Da haben wir sehr viel Zeit investiert. Und ich kann sagen, seit ich das Problem mit dem Hüftbeuger gemeinsam mit dem Team von Koks behoben hatte, war ich einfach bis heute nicht mehr verletzt.
Ich hatte keine Verletzungen mehr. Ich habe keine Zipperlein, ich habe kein Rückenleiden, außer auch jetzt nach dem Marathon, dass ich nicht so, ich kann nicht mehr sitzen, ich kann nicht mehr liegen. Mir tut nichts weh. Und das ist natürlich das Optimum. Und da schließen wir dann bei dem an, was wir eingangs gesagt haben, die Dinge, die man macht, gesund und verletzungsfrei tun.
Und dazu gehört vielleicht eben auch, hier und da nicht zu übertreiben. Also für mich habe ich zum Beispiel definiert, überall wo Ultra davor steht, da bin ich raus. Das macht keinen Sinn und dann muss man es eben nicht da auch noch versuchen. Wir haben es ja beim Trailrun gesehen, letztes Jahr, wenn wir ja auch zusammen gemacht haben.
Das war wunderbar zu sehen, aber die Trailrunning-Szene ist aus vielen Gründen dann doch nochmal um einiges jünger als die breite Läuferszene, weil du beim Trailrunning eben nicht nur berghoch, sondern auch bergrunter läufst. Runter ist das eklige. Ja, und da gibt es halt dann doch viele, die eben einen Ticken älter sind, die das dann mit Knie, Hüfte, Sprunggelenken eben nicht mehr so bewältigen können und deswegen dann kein Trail laufen.
Eine vielleicht von mir, was das anbelangt, was Trainingskonstanz betrifft, abschließende Frage ist, Wenn du es denn teilen möchtest, was supplementierst du? Weil wir wissen ja, wenn man dich verfolgt auf Instagram, sieht man natürlich auch, ist jetzt eine steile These, aber ich würde mal sagen, das Thema Longevity ist dir ja schon irgendwie wichtig.
Also man sieht ja auch, du bist ein Hardcore-Woop-Nutzer und du teilst ja auch gerne dein Whoop-Alter, was ja so eine Berechnung ist anhand von natürlich dem Training, was du machst, wie du schläfst, wie generell dein Lebenswandel ist. Man merkt ja auch bei diesen ganzen Trackern, Alkohol wirkt sich natürlich wahnsinnig schlecht auf die Schlafqualität aus.
Du bist zumindest so, wenn wir unterwegs waren, jemand, der wahnsinnig selten bis eigentlich gar nie Alkohol trinkt. Ich glaube, ich habe einmal in meinem Leben Alkohol trinken gesehen. Das war nach New York, haben wir ein Bier getrunken, glaube ich. Aber sonst fällt mir gerade gar kein Anlass ein, wo wir gemeint sind.
Und das hat nicht mal geschmeckt. Und das lag gar nicht am Bier. Das lag gar nicht am Bier, weil ich weiß noch ganz genau, ich hatte vor New York, auch in der Vorbereitung, na klar, das habe ich jetzt vor London genauso auch wieder gemacht, habe ich wirklich null Alkohol getrunken. Und ich hatte vor New York vier Monate keinen Alkohol getrunken und habe dann gesagt, und wenn wir dann im Ziel sind und abends, und dann gehen wir schön essen und dann lassen wir es krachen.
Und ich weiß noch ganz genau, dann kam das Bier und ja, das, ja, war okay und dann kam noch ein zweites. Aber das war mitnichten so, dass man gesagt hat, jo. Nee, gar nicht. Und dann sind wir aus dem Restaurant raus und dann wolltet ihr ja noch eine Bar und da habe ich mich da noch so mit reingeschleppt und dann habt ihr da Gin Tonic bestellt und das ging gar nicht.
Also das hat einfach null geschmeckt. Das hat euch nicht davon abgehalten, auch meinen noch aufzuteilen, aber es war auch völlig in Ordnung. Aber das hat einfach nicht, also man war so entwöhnt, dass es gar nicht geschmeckt hat. Und ich habe jetzt, als wir am Abend nach dem London Marathon essen waren, auch mit Amman ja noch essen waren, da habe ich tatsächlich auch ein Bier getrunken und das war sehr lecker, das war lecker, das war kalt, das floss gut runter, aber das war in allererster Linie auch so, dass ich mal irgendwas anders brauchte als all das Süße, was ich auch den ganzen Tag übergehe, so ein Zoo, ich brauchte irgendwas, einen alternativen Geschmack, aber das ist dann auch bei dem einen Bier geblieben.
Und dieser Moment, dass man sagt, heute lassen wir uns richtig krachen. Also ich glaube, da ist so ein Moment direkt nach einem Marathon, das ist der allerschlechteste Moment, um es nicht krachen zu wissen. Gut, okay, du warst natürlich dann auch in zwei Ländern, die jetzt nicht für die edelste Form des Biergenusses stehen.
Also weder in New York noch in London würde ich jetzt sagen, ja, also da kriegt man mal so ein richtig geiles Bier. Ja, wobei in London, wir waren bei einem Italiener und da war es Moretti. Ja, das geht. Das ist aber eiskalt, das schmeckte in der Tat ganz gut. Ja, das ist okay, wenn das so kalt ist, dann kann man das machen.
Ja, das ist alles spannend. Kai, Ultra, dem Präfix hast du den Abgesang schon gemacht, bevor das überhaupt auch in deine Nähe kommen kann. Aber Tri hast du noch nicht abgesagt. Gibt es irgendwie noch sowas, dass du noch mal den Reiz spürst, dich da noch mal hinzubegeben? Also die Übersetzung von Ultra in den Triathlon ist ja Langdistanz. Ja, klar.
Also die Absage habe ich ja auch schon eindeutig erteilt, weil, also ganz im Fall abgesehen, dass ich noch nicht die Grundvoraussetzungen erfülle, mich überhaupt mit einer Triathlon-Distanz auseinanderzusetzen, ist auch die Langdistanz und dafür kenne ich zu viele Menschen, die das machen oder gemacht haben.
Und ich weiß, was das für ein Volumen im Training bedeutet. Und dann reden wir über Dreisportarten und dann reden wir auch über andere Distanzen und so. Also das kann ich ja auch eindeutig sagen, das wird es nie geben. Eine Halbdistanz würde mich grundsätzlich schon reizen. Also das kann ich mir auch vorstellen, weil ich mir sowohl vorstellen kann, 90 Kilometer ein Rad zu fahren, als auch einen Halbmarathon zu laufen.
Jetzt muss ich nur noch dahin kommen, dass ich 1,9 Kilometer am Stück auch kraulen kann. Und danach ja noch fähig bist, die anderen beiden Teildisziplinen auch noch zu erledigen. Ja, ja, ja. Nützlichst, dass ich dann rein herausziehen muss. Genau, oder dass ich das entsprechende Gewässer ausgetrunken habe auf den 30,9 Kilometern.
Auch keine gute Voraussetzung für die beiden anschließenden Disziplinen. Also das würde ich nicht ausschließen. Das ist aber jetzt auch kein kurzfristiges Ziel. Wobei dieses Kraulenlernen wirklich etwas ist, was mich noch sehr, sehr reizt. Ich habe ja schon verschiedenste Konsequenzen, Anstrengungen unternommen, auch Trainingseinheiten gehabt. Ich glaube, ich habe mich auch schon ein Stück verbessert, aber was sich halt noch nicht eingestellt hat, sind die Automatismen, die es beim Kraulen braucht.
In dem Moment, wo du noch darüber nachdenkst, was du tust, bist du tatsächlich dem Untergang geweiht. Das passt auch beim Kraulen sehr gut. Ich habe genau diese Erlebnisse gehabt, dass ich dann gedacht habe, boah, das war jetzt eine richtig gute Bahn. Der Armzug, der Beinschlag, Das war richtig super.
Und dann ist mir eingefallen, aber ich habe, glaube ich, die gesamte Bahn nicht geatmet. Ich bin gerade getaucht. Das ist auch keine Lösung. Also, wie gesagt, ich glaube, das ist was, vielleicht jetzt auch über den Sommer, da werde ich mich nochmal intensiver mit beschäftigen. Ich werde mich zurückmelden, wenn ich das Gefühl habe, ich kann jetzt eine gewisse Distanz am Stück rollen und auch so effizient das Ganze machen, dass eben auch danach noch weitere sportliche Betätigung möglich ist. Das auf jeden Fall.
Trailrun, muss ich sagen, hat mich extrem gekickt. Es hat riesengroßen Spaß gemacht. Das war eine tolle Veranstaltung. Das war ein super Erlebnis. Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, nochmal einen Marathon zu laufen, aber ich werde nicht nach weiteren Bestzeiten streben.
Also dieses jetzt noch schneller werden. Und was ist dann das nächste Ziel? Also da sind wir wieder bei einem realistischen Ziel. Denn ich habe mich jetzt in zweieinhalb Jahren um 15 Minuten verbessert. Das ist doch ganz klar, was dann realistisch ist. Wir denken jetzt immer an 15-Minuten-Schritt, da ist ja dann die 3-Stunden-Marke schon in Reichweite.
Ja, da sind wir dann in zweieinhalb Jahren bei 3 Stunden 3. Ja, das stimmt. Das bringt es auch nicht. Das ist doch kein Ziel. Und du darfst ja auch nicht vergessen, wie du ja vorhin netterweise einführend gesagt hast, ich werde ja auch nicht jünger. Halt, halt. Halt, halt, halt. Da kann ich direkt intervenieren. Wupsack, du bist biologisch 47. Also da haben wir für die drei Stunden noch viel Zeit.
Wenn es nach Wup geht, muss ich bald mein Abi nochmal nachdenken. Aber nochmal, du musst ja mit zunehmendem Alter immer mehr Aufwand treiben, um deine Leistung weiter zu verbessern. Und du hast es ja vorher gesagt, Ralf, die Regenerationsfähigkeit nimmt ja auch nicht zu. Also das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass man das dann wirklich schaffen kann, die ist eher gering.
Und das würde so viel Einfluss auch auf mein Leben nehmen. Das möchte ich gar nicht. Außerdem habe ich mal geguckt und das ist auch ganz interessant. Es gibt ja die altersbereinigte Zeit. Die wird ja immer mal wieder auch bei offiziellen Veranstaltungen ausgegeben. Und wenn du jetzt die drei Stunden 18 nimmst und das altersbereinigt, bedeutet dann nämlich, was denkt ihr? 2,47 Uhr.
2,44, 45. Wow, sehr gut. Und das heißt, also ich habe das da mal heran, also das wäre ein 25-jähriger Läufer, der quasi diese körperlichen Fähigkeiten hat, die ich heute jetzt mit 58 auf 3 Stunden 18 gelaufen bin, würde ungefähr 2 Stunden 44 laufen. Und damit liege ich in dem oberen, also 80 Prozent, also nur 20 Prozent sind da in der Altersgruppe nochmal besser.
Und damit kratze ich an der Tür zur nationalen Spitze, sagt das Internet. Here we go. Und Ralf, da können wir uns nochmal verabreden. Nächstes Jahr, Philipp, habe ich einen runden Geburtstag. Und was ist der Vorteil eines runden Geburtstags? Man geht in eine neue Altersklasse. Genau. Unendlich. Da können wir dann nochmal reden. Da können wir es ja nochmal ganz neu krachen lassen.
Das habe ich ja schon leider hinter mir, diesen Übergang in diese nächste Altersklasse und bin ja dann gescheitert mit meinem Versuch, mich für die WM zu qualifizieren. Also von wegen deutscher Spitzenklasse reicht uns dann ja nicht mehr, ist ja klar. Aber ich wollte noch so als Beispiel, ein sehr guter Freund von mir hat vor zweieinhalb Jahren angefangen, Triathlon zu betreiben und, wird dann heute schon gestartet gewesen sein, am letzten Wochenende auf Mallorca.
Wir nehmen ja am Freitagabend auf, Er startet jetzt in Mallorca beim 70.3. Das ist aber sein C-Rennen, weil er drei 70.3 in diesem Jahr macht. Weil er sich für die WM qualifizieren will. Der hat sich einfach Zeit genommen. Er ist aber auch nicht mehr berufstätig. Das ist natürlich dann ein gewisser Vorteil.
Deshalb sag nie, nie bei solchen Sachen, weil es könnte noch die Zeit kommen, wo du vielleicht nicht mehr in so einer Routine drin bist. Und er hat schon angefangen, mir jetzt zu erzählen, ja, vielleicht doch noch einmal Ironman so nächstes Jahr. Der kommt nämlich, ja, Achtung, in diesem Jahr in die M65.
Das heißt, der hat jetzt die 65 bis 69 und ich bin sehr, sehr gespannt. Ich bin sehr gespannt. Aber der hat einen Vorteil, der kann schwimmen. Das ist natürlich dann schon ein Riesenvorteil. Das ist tatsächlich ein großer, großer Unterschied. Also auch bei mir im Camp ist das das größte Problem für Erwachsene.
Schwimmen lernen ist halt wahnsinnig zäh als Erwachsener. Ist so. Aber das werde ich noch schaffen. Sehr gut, sehr gut. So wollen wir dich kämpferisch. Ihr werdet mich noch distanzen, schwimmen, kraulen sehen. Aber auch dazu nochmal, weil das finde ich dann wieder spannend. Also auch diese Langfristzile und das ist tatsächlich auch was, was für mich eine große Rolle spielt, weil ich glaube, dass das im Kopf was ausmacht.
Ihr habt ja vielleicht verfolgt, war einigen Wochen, vier, fünf Wochen her, war ja der Marathon in Mailand. Und in Mailand ist ein 90-jähriger Italiener einen neuen Weltrekord in der Altersklasse Ü90 gelaufen. Vier Stunden 30. Uff, krass. Vier Stunden 30. Und ich habe das gelesen und habe dann gesagt, okay, ich habe das mal notiert.
Ja, there we go. Aber das ist ja tatsächlich ein Punkt. Also wenn man ja sieht, dass man eben durch konsequentes Krafttraining, also sich damit auseinandersetzen, wie eine Körperkomposition denn weitergeht und einem sehr klugen Ausdauertraining, ja, dank deines Coaches, eine doch beachtliche Leistungsfähigkeit erarbeiten kann.
Und du hast gesagt, ich muss jetzt nicht noch schneller laufen, sondern erhalte dir. Leistungserhalt. Vielleicht kann ich mir das ja jetzt für ein paar Jahre erhalten, dass ich immer so um 3.30 Uhr laufen kann. Das wäre ja schon verrückt. Und das hat ja dann genau den Punkt, den du am Anfang gesagt hast.
Es soll ja auch noch Spaß machen. Man muss sich ja nicht immer nur wehtun wollen, sondern es darf ja auch immer ein bisschen Spaß machen. Und eins vielleicht noch zu dem 90-jährigen Italiener, weil auch das spannend, der ist seinen ersten Marathon erst mit 73 gelaufen. Ja, das habe ich auch nie gesehen. Und seitdem 13.
Also auch das zeigt ja nochmal, es ist nie zu spät. Also man kann auch im höheren Alter mit sowas noch anfangen. Ich war letztes Jahr auf Hawaii bei der Eiermennung der Weltmeisterschaft der Frauen. Älteste Teilnehmerin, 83 Jahre. Ich habe die da auch gesehen. Eine Amerikanerin, sieht sehr fit aus, ist 83 Jahre. Wettkampfzeit 16 Stunden.
Ja, alleine so lange Sport zu machen, das ist so unfassbar. Genau, das meine ich. Eine Stunde 47 geschwommen im Meer. Also unglaublich. Das sind die Vorbilder, die es braucht. Und das finde ich auch cool, sich an solchen Leuten zu orientieren und zu sagen, ja, da möchte ich hin. Und ich kriege jetzt natürlich auch Nachrichten, wo jüngere Leute mir schreiben, also ich hoffe, dass ich in, je nachdem wie alt sie sind, 20, 30 Jahren, genauso oder noch genauso fit bin wie du.
Und das ist toll, weil ich gehe ja nicht raus und sage, Leute, runter von der Couch, bewegt euch, macht hier, da. Ganz im Gegenteil. Aber wenn jemand sagt, du bist mein Vorbild, dann finde ich das natürlich super. Und ich habe vor kurzem jemanden getroffen, der dann gesagt hat, ich bin gestern meinen ersten Marathon gelaufen und du warst der Auslöser dafür, dass ich mit dem Laufen angefangen habe.
Habe ich Gänsehaut gehabt. Ja, absolut. Also tatsächlich, um den Kreis zu unserem kleinen Jahrestag hier nochmal zu schließen, sind das auch meine liebsten Rückmeldungen, dass mir Leute sagen, hey, ihr habt mich motiviert, wieder anzufangen, überhaupt anzufangen, mir ein Ziel zu setzen, wie auch immer.
Wir haben ja eine Nachricht bekommen, auch Philipp bei Instagram. Du hast schon gesagt, Ich sage jetzt gar nicht den Namen dazu. Es war nur so, dass diejenige eine ziemlich schwere gesundheitliche Krise hatte, und da auch gemeinsam mit ihrer Tochter durch musste, mit ihrer kleinen Tochter. Und dann schreibt sie, meine Tochter ist seither sehr auf Ralfs Stimme geprägt.
Bei Kommentierungen von Ralf im Fernsehen kann sie wunderbar entspannen. Mittlerweile laufe ich wieder Marathon und höre euch natürlich weiterhin jeden Freitag. Ich lasse euch ganz viel Liebe da. Aber das sind die Punkte, wo du denkst, okay, so ein bisschen hat es auch einen Sinn, was wir hier machen.
Ja, absolut. Das stimmt wohl, absolut. Hör mal, Philipp, dann nehmen wir uns noch ein Ziel. Zehn Jahre, oder? Zehn Jahre wäre krass, ja. Zehn Jahre wäre gut, ja. Ich habe noch ein anderes Ziel für euch, weil ich habe ein kleines Geschenk für euch. Okay. Ja, das ist eine kleine Überraschung für euch, weil ich habe euch beide für eine sportliche Veranstaltung angemeldet.
Und zwar? Jetzt bin ich gespannt. Ich habe dich, Philipp, für einen Triathlon angemeldet und ich habe dich, Ralf, für einen Marathon angemeldet und das in einem Jahr, damit ihr zum siebten Geburtstag was richtig Spannendes habt, worüber ihr reden könnt. Das ist so, die Frauen tauschen nur anders. Das ist wahr. Ich wollte gerade sagen, du weißt schon, dass das mit dem Schwimmen ist bei mir noch ein bisschen ausgeprägt.
Wie lange ist denn dieser Marathon? Ja, also ich fand das nicht so wunderbar, weil ich glaube, es braucht genau diesen Anstoß. Und ich weiß jetzt nicht, welcher Weg weiter ist. Also ob der Weg für dich, also du bist ja nun verschiedene Halbmarathon-Distanzen innerhalb des Triathlons schon gelaufen und da halte ich den Schritt jetzt zum Marathon.
Das ist ja mehr so ein, du bist ja mehr da gefangen, weil du da ja so oft gegen geredet hast, dass du gar nicht mehr rauskommst. Ich glaube, du willst das ja eigentlich. Und bei Philipp ist halt die Frage also da sind ja zwei Sportarten die noch, entdeckt werden dürfen aber er hat natürlich die Maschine dafür.
Ja, also von daher. Vielleicht erinnert er sich nochmal, ja krass, okay, das mit dem Schwimmen wird auf jeden Fall nicht scheitern. Wie lange ist denn der Triathlon? Das ist jetzt ja die wichtigere Frage. Ist es ein Sprint vielleicht? Also ich sage mal so, das würde ich dir noch offen lassen. Das dürfte Ralf natürlich auch, weil ich würde, wenn ich dir jetzt eine Langdistanz an die Backe quatsche, weiß ich natürlich auch, was das bedeutet.
Also insofern finde ich, 63 ist das angemessene Äquivalent für den Marathon bei Ralf. Also tatsächlich wäre ich sogar, Kai, mit einer olympischen Distanz okay, weil... Nein, nein, das finde ich zu wenig. Weißt du warum? Weil ja bei der olympischen Distanz die Aufteilung der drei Disziplinen am schlechtesten zugunsten von Schwimmen ist.
Weil anderthalb Kilometer Schwimmen ist ja viel mehr von der Zeit im Vergleich zu einer Halbdistanz. Da ist es ja nur 400 Meter mehr. Das ist ja, das treibst du ja zum. Land wieder hin. Aber ich kenne Philipp ja auch ein bisschen. Wenn du jetzt sagst, eine olympische Distanz, dann denkt er ja, dass er das auf einer Arschbacke machen kann.
Und dann ist das ja überhaupt keine Motivation, keine Herausforderung. Also deswegen muss es schon 70.3 sein. Oh mein Gott, du redest sicherlich in ganz schlimme Dinge rein, Kai. Also ihr könnt ja auch gerne, lasst eure Community abstimmen, ob die das auch für ein tolles Geschenk halten. Das machen wir so. Ich werde euch auch gerne jeweils begleiten als Coach und von der Seite, die ihn hier betreuen.
Jederzeit gerne. Liebe Gemeinde, ihr habt jetzt die Möglichkeit, uns beide zu retten. Ihr seid die Einzigen, die es noch verhindern können. Ihr könnt es verhindern. Ihr könnt uns retten. Überlegt euch das ganz genau. Vielleicht endet dieser Podcast doch früher. An dieser Stelle würden wir noch sagen, bis nächste Woche. Aber wer weiß.
Ja, ich glaube zum Beispiel, dass der Mailand Marathon, also nächstes Jahr im Frühjahr, der Mailand Marathon zum Beispiel und der Valencia 70.3, die liegen sehr nah beieinander. Ich habe es nicht ganz genau auf dem Schirm, aber ich glaube eine Woche maximal auseinander. Also da können wir noch was kümmern. Also den Valencia 70.3, den habe ich in meinem Kalender schon drinstehen.
Ja, genau, dann brauchst du ja... Wir tauschen, okay. Das wäre auch noch eine Option. Ihr habt ja jetzt gerade schon getauscht. Ja, das ist wahr. Was das für eine Folge wird, das wird die meistgehörteste Folge ever. Wahrscheinlich. Wenn ihr darüber berichtet. Oh mein Gott. Ich habe jetzt ein ganz klein bisschen Angst gerade. Ich habe kurz vor halbem am Abend, aber ich glaube, ich kann die Nacht nicht schlafen.
Ich bin ein bisschen warm. Ich habe mich übrigens um meine sportlichen Pläne noch kurz, ich habe mich in London ja für den Boston-Marathon qualifiziert. Oh ja, ja, ja. Richtig, ja. Das ist natürlich mit so einer Zeit, da kannst du ja quasi überall laufen. Das ist natürlich, ja. Die Veranstalter sind schon hinter mir her. Here we go.
Die Anfragen kommen rein. Also jedenfalls die Bergaufintervalle, die markiere ich mir schon mal aus deinem Trainingsplan. Plus, die kannst du in Boston auch sehr gut gebrauchen. Ja, genau. Aber da brauchst du auch ein paar Bergabintervalle. Ja, das ist so. Das habe ich schon mal gehört. Ja, absolut. Kai, auf jeden Fall erstmal herzlichen Dank.
Auch das fünfte Mal war wie immer eine absolute Freude und auch vielen Dank für deine Offenheit, uns ein paar Sachen preiszugeben und auch ein bisschen über deine Motivation und dein Leben preiszugeben. Herzlichen Dank. Großer Spaß, große Freude und große Ehre zu unserem 6. mit dir. Ziemlich lange Zeit schon zu verbringen, ne? Ja, zu später Stunde.
Die längste Folge ever? Nee, das nicht. Aber wir, ich meine, man muss wahrscheinlich nicht drauf hinweisen, trotzdem mache ich es. Wir sind jetzt bei zwei Stunden 45. Eine Stunde 40, oder? Ja, wenn wir auf Slow-Mo machen. Wir sind bei einer Stunde, lass mich genau gucken. 20 Uhr. Bei einer Stunde 35 sind wir.
Entschuldigung. Alles gut. Wir haben 20, 35 angefangen. Ihr folgt Kai bestimmt ohnehin schon. Trotzdem verweise ich gerne nochmal auf seinen Insta-Account und vor allem auch auf seinen YouTube-Kanal, wo ihr eben, wie wir vorher schon gehört haben, sehr viele, sehr spannende, Dokus und Besuche bei diversen Sportlern, unter anderem auch der Trip nach Kenia, bei Ampana Petros, dass ihr das alles sehen könnt. Das solltet ihr auf jeden Fall machen.
Richtig, genau. Da muss ich ja noch eins sagen, Kai. Mongolei. Ich habe dich so beneidet. Ich möchte da so gerne hin, weil die sind ja komplett crazy, was Basketball angeht. 3x3. und ein fantastisches Land. Also da war gerade der Weltcup 3x3 vorbei in der Mongolei und dann seid ihr da hingefahren. Da habe ich gedacht, Kai, das ist meine Traumreise, da muss ich unbedingt mal hin.
Da bin ich richtig angefixt worden, als ich eure Bilder gesehen habe. Der Lauf in der Wüste Gobi. Ja, Wahnsinn. Das hatte ich mir vorgenommen, als wir über diese Doku gesprochen hatten und das geplant haben. Die Braut, ihr Mann, die Eltern und ihr Dokumentation, die ich zusammen mit Knossi gemacht habe für die in der Mediathek, es geht um Hochzeitstraditionen, Hochzeitsrituale auf der ganzen Welt.
Und wir waren auf fünf Hochzeiten zu Gast, in sehr exotischen Ländern. Und ich hatte mir vorgenommen, überall, wo wir sind, einmal laufen zu gehen. Und bin dann natürlich auch in der Wüste goglig gelaufen, unter anderem. Aber auch im Dschungel von Vanuatu, also crazy. Ja, ja. Sorge ich für die Persönliche Unterbrüche. Nein, ich war schon, ich war auch im Ende dieser Folge sozusagen, ich wollte mich auch nochmal bei Kai bedanken, euch zu Hause auch danken für die langjährige Treue von so vielen von euch.
Ich glaube, ihr wisst alle, wer gemeint ist. Wir haben, wir freuen uns natürlich über jede Hörerin, jeden Hörer, aber wir haben auch ganz viele, die uns schon sehr, sehr, sehr lange und sehr regelmäßig hören. Das ist für uns ja auch nicht selbstverständlich, weil am Ende schenkt ihr uns ja auch irgendwo eure Zeit und uns freut es auch immer. Hamburg ist nur ein Beispiel.
Es gibt natürlich auch andere Orte, wo wir ja mit euch auch mal in Kontakt treten können. Ihr habt ja bald wieder ein Laufcamp. Laufcamp. Seid ihr nicht irgendwann jetzt wieder irgendwo unterwegs? Ich war gerade im Triathlon-Camp und Elmau ist noch nicht. Elmau sieht schlecht aus wahrscheinlich jetzt im Juni. Aber ich werde in New York sein.
Genau, in New York werde ich mit Derto sein, allerdings dann für einen Marathon tatsächlich. Das ist noch ein bisschen länger hin, aber da habe ich auch sehr viele, Marathon- Laufwütige mit dabei. das wird auch noch bestimmt spannend. Bist du da nur als Betreuer oder läufst du da auch mit? Wenn die mir noch einen Startplatz kurzfristig organisieren können, dann würde ich da mitlaufen.
Ja, lasst euch aber von Philipp nicht paisen, der läuft immer zu schnell los. Komm schon, geht schon. Das machen wir. Das ziehen wir so durch. Jetzt rollt's schon. Nein, in diesem Sinne, ihr Lieben zu Hause, vielen Dank für die Treue über all diese vielen Jahre. Ich hoffe, Wir hören uns auch nach dem Schock, den Kai uns zu unserem Geburtstag hier bereitet hat nächste Woche. Rettet mich, rettet mich.
Ich fliege jetzt erstmal nach, beziehungsweise wenn ihr die Folge hört, dann bin ich schon in Peru. Ich fliege dann irgendwann hoffentlich auch mal wieder zurück. Vielleicht bleibe ich auch in Peru einfach. Ich wandere aus. Da haben die bestimmt keine Schwimmbäder. Kann man das nicht trainieren, leider.
Ich werde Einsiedler in den Anden oder so. Nee, Spaß beiseite. In diesem Sinne, passt auf euch auf. Wir hören uns nächste Woche in alter Frische und Kai, dir vielen lieben Dank nochmal. Gute Reise und vielen Dank für die Einladung. Happy Birthday! Bestzeit Podcast.